Indiana Tribüne, Volume 7, Number 307, Indianapolis, Marion County, 26 July 1884 — Page 3

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südlich.

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FraueniS'lkngnii. 812 . 8 Schlauch Hau. Ost asiingtonftraZ 8!3 artet und S!odl Str. 814 Ohio und Harve, Slr Raryland nahe eridian Str. 92 Meridian nnd Seorgia Straße. 1-2-1 Prrvat?ignal. 1-2-1 Und Kaste miederholt, zmiir lar. 3-3 Siznal sJrZeuerDruck. ZZwei Schläge, Feuer au. ret SchlZg, TruZ ad. roöls SKla.-e. 12 Uhr Mittag.

Die Weilchendame.

Cknsations.Roman von C a r l G ö r l i h. lForlsedung.) tarnst lächelte im Stillen über dies Ge bahren seines Freundes, aber er sagte kein Wort. Der Asseffor des Amtsgerichts konnte über diese schwärmerische Huldigung seines Freundes wohl lächeln, denn er war durch den Vcrlobungsring, den er seit tfmjem am Finger trug, gegen den gefährlichen Zauber der Veilchendamc wie er wenigstens in diesem Augenblick noch überzeugt war hinlänglich gefeit. 2. Liebe Frau Lessing, nehmen Sie es mir nicht übel, aber es gehörte von Ihnen Muth dazu, eine so große und lururiöse Wobnung zu miethen." Aber, beste Majorin ich will ia diese glänzenden Räume nicht, alle selbst bewobnen." Damit ist Ihr Risiko nur noch gröher." Durchaus nicht, Frau Majorin. Das Vermiethen möblirter Zimmer ist in unserer Nesidenz,wo das ganze Jahr hindurch ein so starker Fremdenverkehr stattfindet, ein guter Erwerbszweig und Sie wissen, daß ich nicht glänzend situirt bin, ich muß daran'denken, meine Einnahmen zu vergrößern," . Das Gespräch fand zwischen zwei alteren Damen, der Kaufmannswlttwe Lessing und der ebenfalls verwittweten Majorin vou Weller statt, als Erstere der ihr seit vielen Jahren befreundeten Frau von Weller ihre neue, glänzend eingerichtete Wohnung zeigte. Diese Wohnung lag im ersten Stockwerk eines mit allem Komfort der Neuzeit erbauten Eckhauses und enthielt sechs Zimmcr. Drei derselben hatten Fenster nach der Straße binaus und diese sehr schönen Raume hatte Frau Lessing die Absicht, zu vermiethen, während sie drei kleinere, auf der Hofseite gelegene Stuben mit ihrer einzigen Tochter Helene selbst bewohnen wollte.' - Diese in -jeder Hinsicht komfortable eingerichtete Wohnung eignete sich ganz besonders zum Vermuthen - möblirter Zimmer, zuerst weil das Haus am Kreuznngspunkt von zwei der belebtesten Straßen der Residenz lag, und dann hatte die Wohnung drei Eingänge. Man trat durä einen verschlossenen Klaskorridor in die Vorderzimmer, außerdem hatte aber das letzte derselben noch einen Ex-tra-Ausgang auf den Treppcnflur, und zwar außerhalb des durch Glaswände ab aeschlosienen Korridors, so daß man die Vorderstuben ungenirt verlassen oder ebenso in dieselben eintreten konnte, ohne l daß der Glaskorridor passirt zu werden brauchte. Außerdem hatte die Wohnung der Frau Lessing noch einen dritten Ausgang durch die Küche auf die Hoftreppe hinab. Dle drei zum crmietden oettimmten Vorderzimmer waren mit großem Luxus möblirt. Die Wände des Ersten deckten graue goldgcränderte Tapeten, gegen welche die mit karmoisinfarbenem Seiden stoff bezogenen Polftermöbel sich wirkunasvoll abhoben. Der anstoßende Salon zeigte nur helle Farben; die Dekorirung der Wände, die Bezüge des Mobiliars schimmerten in beinahe weißen TonRüancen, und da dieser Salon als Eckzimmer drei Fenster nach verschiedenen tränen batte, bcnschte in ihm ein Äceer von Licht, das dem Gedeihen der vielen theils immergrünen, tbeils blübenden Topfpflanzen, welche die Fenster schmückten, vortrefflich zutatten kam. !Zn dem letzten Zimmer, welches als Schlafgemach bestimmt war, gab es nur dunkelgrüne Möbel, nebst Vorhängen und Teppichen von gleicher Farbe. Aus diesem Schlafzimmer führte die vorher erwähnte Thür direkt auf den Treppenflur und Frau Lesng hatte bei Einrichtung deS Logis diese Thür, die sich nach innen öffnete, zusetzen lessen, da i h r e r M e in u n g nach, dieselbe nicht benutzt weroen würde Frau Lcssing und die Majorin waren bei ihrer Besichtigung der neuen Wohnung bis in dies Schlafzimmer gekommen. ' Alles ist elegant und bequem eingerichtet, gestand die Majorin, setzte dann aber mit großer Bedenklichkeit, die durchaus nickt frei von Neid war, fcinui : ".aber ich danke dem Himmel, daß ich die -Kechrnmgm für diese Einrichtung nicht zu be;ablen habe. W;i nicht wagj," erwiderte Frau Lessing, g'winnt nicht; wie viele Leute ,i.a Xn nicht mit dem Vermiethen möbli .t. c Wohnungen gute Geschäfte, warum sollte ich eö nicht auck? Der Majorin ocili.v.ilich auf den Arm klopfend, setzte sie zufrieden lächelnd, hinzu : Bin ich cr Sorge um meine Tochter überhoben vorden, so hoffe ich mit meinen Zimmern gleiches Glück zu haben." Die Majorin ärgerte sich im Stillen stets, wenn sie Jemandem nicht wideriprechen konnte. Ueber die Verlobung von Helene Messing mit dem Assessor Simmcrn ließ sich nichts sagen, denn der Ruf von )en jungen Brautleuten war tadellos. Huch das Bestreben der nicht besonders Aernlögendci Frau Lessing, sichnach Ver)eirathung ihrer Tochter durch Vermie:lnin gmobüi terZimmcr einen ehrenhaften berdie.... n schassen, konnte nicht bekrite!t wevccn. Vlotlich erblickte die Wkajorin die durch das Spind zugesetzte Thür ; damit hatte sie gefunden, was sie suchte, einen Grund zum nadeln. Aber b?fle Freundin," rief sie und zeigte nach der Thür, das Spind vor der Thür macht keinen hübschen Eindruck, em solches Arrangement verrath wem Schönheitssinn ! Placiren Sie es doc näher an den Ofen, die Wand bietet hinlänglichen Raum dafür !" Ich habe," erwiderte Frau Lessing, das Spind mit voller Ueberlegung dorttun gestellt, damit es die Tnür, wel che sich außerhalb des verschlossenen KorridorS direkt auf den Treppenflur öffnet. zur größeren Sicherheit fest zusetze ! ' Ach, Du mein Gott," schrie die Majorin mit übertriebener Aengstlichkeit auf, direkt auf dem Treppenflur 'i Dann balte ich es sur sehr aesadrlich, m diesem lm mcr zu schlafen! Wie leicht ist es nicht für die geschickten Einbrecher unserer Re siden;, eine einfache Thür u öffnen."

deshalb ist sie ja zugesetzt worden !" Solch Spind würde der kräftigen Anstrengung eines Diebes schnell genug weichen," cntgegncte die Majorin, welche ihre Meinung durchaus geltend machen wollte, und die Helden der VerbrecherWelt haben gewöhnlich herkulische Körpcrkräfte ! Die isolirts Lage dieses SchlafzimmerS wird für Sie ein Hinderniß sein, die Wohnung zu vermiethen, denn Jeder, der nur etwas Ueberlegung besitzt, muß fürchten, daß er nächtlicher Weitem diesem abgelegenen Zimmer beraubt, selbst crmordert werden kann, ohne daß

fein Hilferuf gehört werden tonnte i" Sie sehen auch zu schwarz !" ..Nicht schwärzer, als es die Verhält nis unserer Residenz bedingen !" icachdem die Acazorin noch eine imtelstunde lang ähnliche Einwendungen gemacht hatte, damit Frau Lessing sich . , . ' tt.r.x... r v!. . - jr. j. . Ci . mir man auzufevr uoer 01c praa;gc ag? ihrer neuen Wohnung freuen sollte, emPfahl fie sich endlich, um in dem Laden deö schräg gegenüberliegenden Materialwaarenbändlers ein ganz aerina.es Ouantum billigsten Theestaubs zu kaufen und dabei zu versuchen,. Vceuigketten zu ersayren, vor Allem aber über die sanguinischen Hoffnungen der Frau Lessing sich tadelnd auszulassen, daß diese Frau mit Vermiethen möblirter Zimmer ein Geschäft ma chen wollte. Gegen Abend dieses Tages saßen rau Lessing und ihre Tochter in einem der kleinen Hmterzimmer, welche sie vorlausig für sich selbst reservirt hatten. Wenn elene erst verheirathet war uno viefer Zeitpunkt sollte nach Ernst's Bestimmung nicht mehr allzulange hinausgeschoben Werden hatte FM Lessing die Absicht, auch noch zwei von diesen kleinen Hinterzimmern zu vermiethen und sich für ihren Privatgebrauch mit der kleinsten, neben der Küche gelegenen Stube zu begnügen. Den beiden Damen gegenüber saß der Assessor, welcher am Vormittage einige Gerichtstermine abgehalten hatte und dann nach Tisch zum Besuch bei seiner Braut und deren Mutter gekommen war. Auf dem Sophatlscheiftanden nochKas feemaschine und Tassen ; Ernst hatte sich auf ausdrücklichen Wunsch der beiden Damen eine Cigarre angezündet und berichtete jetzt, indem er kleine bläuliche Rauchkränze in du Luft blies, von der gestrigen Opernvorstellung, welcher er mit Kurt von Below beigewohnt hatte. Er konnte nicht genug Worte sinden,. die Leistungen der Sänger und die glänzende Ausstattung der Oper zu schildern, erwahnte auch, daß er mit Kurt nachher im Cafe Rohal tu Abend zu gespeist hatte, aber das Aufsehen, welches die Veil chendame gemacht hatte, und daß er auf Kurt's Veranlassung mit diesem der Dame bls in das Hotel nachgefolgt war, verschwieg er. Warum, er wußte es selbst nicht - aber es widerstrebte ihm, das ganze Abenteuer mit der Veilchendame seiner Braut und deren Mutter mitzutheilen. Er hattes dann jedenfalls die ausgezeichnete Schönheit der Gräsin erwähnen müssen, und halb unbewußt fühlte er heraus, daß es taktlos gewesen wäre, zu seiner Braut von der Schönheit einer anderen Dame zu sprechen. Auch Helene war hübsch, aber sie besaß keinen von den blendenden Reizen der Veilchendame. Obgleich sie zwanzig Jahre alt war, sah sie jünger aus ; über ihrer ganzen Persönlichkeit lag noch der Zauber des Kindlichen ausgebreitet, und dieser Zauber war es hauptsächlich gewesen, der Ernst gefesselt hatte. Helene war klein von Gestalt, aber reizend gewachsen, eine wahre Nippcssigur ; glänzend dunkelbraunes Haar, einfach gescheitelt, hing in zwei prächtigen Zöpfen auf ihren Nacken hernieder ; Alles an ihr war klein und zierlich, die Füßchen und die zartenHändchen,das kirschrothe Mündchen und allerliebste Stumpfnäschen; roß waren an ihr nur die wundervollen, sammtbrauncn Augen, aus welchen, als echte Spiegel der Seele, jene rührende Unschuld und Herzensgüte strahlten, welche Helenes Seele wirklich erfüllten. Dies reizende Kind hätte niemals Jemanden wehe thun können, eher hätte cs sich selbst zum Opfer gebracht, wenn es damit die Glückseligkeit eines Andern hätte erkaufen können. . Die Erzählung des Assessors wurde durch den Ton der Korridorklingcl unterbrochcn. m Gleich darauf trat das Dienswiädchen ein und meldete, daß Jemand die möblitte Wobnung zu besichtigen wünsche. Frau Lessing erhob sich schnell und ging hinaus. Der AssessorS immern rückte seiner kleincn Braut näher und schlang den Arm um deren ircichc schmiegsame Taille. Wer siing denn die Hauptrolle in der Oper?" fragte Helene. Herzchen," schmeichelte er, indem er die reizende Kleine dichter an sich zog, laß doch die gestrige Opernvorstellung aus der Unterhaltung ; Du kannst wohl denken, daß ich wenig Interesse für dieselbe gehabt, ind sie nur besuchte, weil ich Eures Umzuges wegen den Abend nicht bei Dir zubringen konnte ; heute, wo ich Dich nun wieder in den Armen halten kann, ist mir vollends die Erinnerung an die Einzelheiten des gestrigen Abends verschwunden!" . . Er drückte seinen Mund auf ihre Lippen und sie erwiderte seinen Kuß.' Das bräutliche Glück schlang seine Rosenketten immer fester um das junge Paar; keiner von ihnen dachte in diesem Augenblicke auch nur entfernt daran, daß dieses Glück emst jemals enden konnte. Frau Lessing war unterdeß in das erste oroerzimmer gerreien. In demselben stand eine schwarzaekleibete Dame an dem Fenster und schaute auf die Straße binab. Bei Fmu Lessing's Eintritt wandte sich die Fremde, welche von dem Dienstmädchen in den grauen Salon geführt worden war. um. Sie sind die Inhaberin dieser Wob nung ?" fragte die schwarzgekleidete Da me, welche einen dunklen Schleier vor dem Gesicht trug, und der so dicht war, daß .rau Lessing nicht erkennen konnte, ob die Lame alt oder jung, hübsch oder häßlich war. Die Kaufmannswittwe bejahte. ri r r u p r l t r . cy yaoe, fuyr vie jremoe son, im öokalanzeiger gelesen, daß Sie drei Herrschaftlich möblitte Zimmer zu vermietben aben, darf ich Sie bitten, mir dieselben ! M ttiaen und mjr den Miethspre,s für melden i nennen ?"

.DieS ist der erste Salon." entgeancZe Frau Lessinn, sich artig verneigend, .wenn Sie gestatten, sübre ich Sie auch in die anderen Räume.Bitte darum. Frau Lefsing führte die Dame ZyIö anstoßenden öcksälon und zuletzt in das Schlafzimmer. Die Dame fand Alles nach Wunscb. In dem Schlafzimmer fragte sie, lvoM die durch das Spind versetzte ThuV führe. n ln?k," hslffc te Svrrni PesTirrn. feie

Majorin wird Recht behalten und diej; Thür wird am Ende wirklich ein Stein des Anstoßes werden!" Aber he Wahrheit mußte gesagt werden. ?ie yur," vcgann rau ejstng ve$balb etwas Zlaabakt und kleinlaut. ..sübrt aus den Treppenflur hinaus " n i. r r l 'lanlannaifo, unieroracy oie -rem-de sie lebbaft. ..bier direkt von der Trevpe m das Schlafzimmer gelangen, ohne rktfit ... s..M Kdn n Xn a X iC7aMAw &m ytuviyiyvflu (wi, vtu vwyvuvmwi JVi ridor und die vorderen Salons zu passin" ..Ja, aber Sie brauchten deshalb keine Furcht zu haben, denn " (V r. . . . o r i m cy renne reme urcoi: . Damit aina die , Dame wieder in den Ecksalon zurück und trat an das Fenster. Es war auf der Straße noch ganz bell und das hereinbrechen der Dämmerung kaum zu bemerken, trotzdem wurden V AJft A Jte 'tX ittlf A 4mV AM Cl l X UM A . in tiuti ijtyuiuvcuitjyuu'ni Patierrewobnung bereits die Gasflammen angczündet. Diese Illumination schien die Fame sehr zu interesiiren, da sie in der Betrawtung derselben den eigentlichen Zweck ihres Hierseins vergaß, denn ohne über die zu miethende Wohnung weiter zu spre.t. r.' i. r:. rui.i:x. u;cn, siugic sie v iveiia;; rrr rr . n r i . t i ir ,vlffen le vleuelc?r, wer von oruren wohnt v ..Wo meinen Sie V Dabei trat Frau Lessing neben die Fremde, indem sie fottfuhr: Ich bin zwar erst vorgestern in diese Wohnung eingezogen, aber ich bin VaC ifAW Wrtlit 4tAMsJt T J - tu visti vytijvjiv vvuj jiviuuu; yciuiu vukannt." Die Fremde bezeichnete das.Erdgeschoß des gegenüberliegenden Eck5auses m welchem jetzt die Reihe sämmtlicher i r. ' e r . ! ' . venuer gtanzeno erleucyler worden war.. Ja tvohl," sagte Frau Lessing, das ist das Geschäftslokal des reichen Bankiers Friedrich Örtmann." ie Zchwarzverfchleiette Bamestiep einen elaentbümlicben Laut aus: cZ war kein Schrei, auch kein verständliche? W0N. Frau Lessing sah sie überrascht an. Wie befehlen?" fragte sie. Die fremde aab nickt aleick eine Antwott ; sie trat vom Fenster fort und ging im Zimmer auf und ab, alsb sie eine plötzliche Aufregung verbergen Wollte. Ihre Wobnung gefällt mir," sagte sie, indem sie wieder vor Frau Lessing sieben vliev, weichen Preis verlangen dafür ?" " Frau Lesttna Zloaerte einen Auaenblick: sie wollte keinen zu hohen . Preis nennen. Zweihundert Mark Monatsmietbe' Nach diesen etwaaabaft aesvrockenen Wotten wollte Frau Lessing hinzizsetzen, daß sie gezwungen sei, einen solchen Mis ,u machen, da fie sonst nicht aus, ihre oten komme, aber die Fremde backte nickt daran, zu handeln. Statt jeder w'eitereit sZ.-i-. . , . rn r, r r rwioerung zog ie eine nnefrafcye tjCP vor, entnahm derselben zwei Hun'dettmarkscheine und legte sie auf den Äsch. Hier ist der Miethspreis für einen Monat im Voraus," sprach sie dabei, ..Sie werden an mir eine sebr rubiae Mietherin haben und wenig von mir sev ! e. er. . r, ycu unv vren, nur sur oie erfle vliNrichwng werde ich Ihre Hilfe noch erbitten müssen, und wenn Sie nichts dagegen haben, werde ich sogleich hier bleiben." Frau Lefsing nahm hoch erfreut die beiden Kassenscheine vom Tisch und versicherte ihre Bereitwilligkeit, der Dame in teder .finsickt d?n Auf?ntkst n-, F - je I -w.w j .....j.www ' L.V 1 machen zu wollen; dieselbe möchte" nur veftimmen, was fie wunfche. Die Einrichtung dieser beiden ersten Salons," fubr Letztere fott. ..aefällt mir. ich wünsche nichts daran zu ändern, aber ä r mr m . v - . in dem Schlafzimmer ditte ich das Spind vor der Thür bei Seite schieben zu lassen." ..DasSvind?!" Frau Lessing konnte diesen Ruf der Verwunderung nicht unterdrucken. War es Zufall oder lag ein bestimmter Grund bei diesen verschiedenen Anschauungen über die Stellung des Spindes vör'Pie Maiorin batte Zuerst die verbänanikvlz le, durch ' das Spind halb 4 verborgene Thür bemerkt, Frau Lessing war dann selbst über das Vorhandensein der Thür m ' dem abgelegenen Zimmer bedenklich geworden, so daß sie der fremden ame vorher eine veruhlgende Versiche runa desweaen m aeben slck vcrvslii5 tct gefühlt hatte, und nun verlangte die o . c rrtvrenwe geraoezu oie Entfernung ds Spindes, wodurch die Thür freigesekt wurde. Auf die erstaunte Frage der Frau effing wiederholte die ame ihr Ver langen, daß das Spind fortgerückt wer den sollte und füate dann läckelnd bin w: Ich habe schon vorher gesagt, daß !j. vr. ai.t r . ,r ' r ia; yr eoenien nicyr lyene und durch aus nicht ängstlich bin, übrigens bab ick . " Die Dame hatte dabei ihre Hand auf die .Brust gelegt, abeo sie brach den angefangenen Satz plötzlich ab und sprach nur noch den Wunsch aus, dak Frau Lesiina Jemand nach dem Hotel de Paris schicken mochte. Ich habe," schloß die Fremde, in fr nem Hotel einige Tage seit meiner An kunft gewohnt, meine Rechnung dort be reits befahlt und meine Koffer at. packt. Der Portier hat Weisung, mein fit -i- j ? t...rjj. ,r rt r ipuu mir nalrzufciien, fooaio lcy eine Privatwobnuna acfunden babe. Rut Legitimation senden Sie meine Katte lä. . fi 't... rr'. -.f"sr ri . ( Mil, flyreioen le gesauigfl lrae uno Hausnummer jyrer Wohnung, die jetzt auch die mcinige geworden ist hinzu." Frau Lessing empsing dabei eine zierliche Visitenkrate, verneigte sich und verfprach. Alles fogleich besorgen zu laufen. Darauf entfernte sie sich. Sobald die Fremde sich allein befand, legte sie Hut und Mantel ab ; dann sah sie sich im Zimmer um.

k tvc.t an einen Schreibtisch, dessen Schulavcn s:.- mehrere Male auf und zu schob, indem sie den Schlüssel d.izu probitte. Dann zog sie vorn ßii ihrem Kleide die Brieftasche hervor, au) wcl.

nt ne vorher die Markzcheme für Frau Lcssrng herausgenommen hatte, und legte dieselbe in ci.ic der aeonhei.-ii Sckabl.

den; und zwar mit gutem Vorbedacht in die oberste, die am meisten Sickerbeit bot. Beinahe." sprach sie halblaut vor sich M::, h.:t:c ich die gute Frau noch näher aufgeklärt, weshalb ich sckwack bewehrte Eingänge wenig fürchte, aber für alle kommenden Eve::tuali:äten ist es besser, öas; sie nichts Genaueres über in ick weis;: le rennt durch die übergebcne Visitcnkarc ja meinen Namen," ein svö!ii,'cl,es Lä cheln flog über ih? Gesicht das ist geua : An derselben Stelle, wo die Brieftaube luf bewahrt gewesen war. :og die Dame jetzt eine peiie Sache hervor und ?.war tta? da man bei einer Frau Wohl am venig, -en gesucht hatte einen Revolver. iö prüfte denselben. . Schaif geladen," murmelte sie leise, s?cks Schuß! DaS genügt für jeden erir.i -inariss. 2: Uii t'i: .it zu dec v:i?i'.che, verid)lin oi: ?.!ublade und ficert; den Schluifel im sich. Dan:i ging sie 'an das Fenster und richtete den Blick aus die im gegenüberliegenden Eckhause erleuchtete Parterrewohnung. für meinen Zweck brillant, und die gute Frau, welche sie mir vermiethet, wird mich nicht beobachten ; denn aus ihrem Gesicht steht deutlich jene Unbefangenheit geschrieben, die von den Abgründen und Tiefen des sozialen Lebens keine Ahnung hat." ..Bankier Ortmann!" rief sie plötzlich. unverwandt zu den hellen Fenstern jen- . - t , ( M r Fi L. (TS feus der Straße yinuoerflarreno. ,,'ein Geschäft gehött Dir nicht niehr allein, von heut an hast Du einen stillen Kompagnon. 3. ri dem aus der Sofseite aeleaenen Hinterzimmer, in welchem das junge Brautpaar weilte, berrschten bereits die Schatten der Dämmerung, als Frau Lessing in dasselbe eintrat. Binder," rief sie jetzt erfreut Heienen und dem Assessor beim Eintreten entge gen, das Glück ist in unser Haus eingekehrt." Gewiß, Mama, das ist es;" sagte Helene, drückte noch einen letzten Kirn auf die Lippen ihres Verlobten und stand dann von dessen eite auf, mein irnft rat es uns gebracht !" Kleine Egoistin," schalt scherzhast die Mutter, immer nur an sich selbst zu denren; nicht nur Brautleuten, aucy andern Leuten kann Glück bescheert sein. Jetzt spreche ich von mir, ich habe meine neu eingerichteten Zimmer eben sehr Vortheilhaft vermiethet." ..An wen denn ?" fragte Helene, mehr aus artiger Rücksicht gegen ihre Mutter als aus wirklichem Jntereffe, das flcy vei ihr begreiflicherweise nur auf ihren Verlobten konzentrirte. ..An eine jedenfalls sehr vornebme und reiche Dame," antwortete Frau Lessing, ..ibren Namen kenne ich noch nicht, doch bier ist ihre Katte, welche sie mir gegeben hat, um ihr Gepaa aus dem Hotel holen zu lassen." Sie wollte den Namen auf der Visitenkarte lesen, aber es war bereits in dein Zimmer zu dunkel, um die sehr fein lithographirtcn Schriftzüge entziffern zu können. Daher legte sie die Visitenkarte auf den Tisch und gab Helenen die Weisung, die Lampe anzuzünden. Das junge Mädchen fühtte den Auftrag der Mutter aus. - Würden Sie es mir nicht übel nehmen, lieber Sohn," wandte sich die letztere an den Assessor Simmern, wenn ich Ihre gütige Dienstleistung hierbei auch in Anspruch nehme ? Unsere neue Hausgenossin wünscht einige Aenderungen in der Placirung des Mobiliars, waö ich durch unser Mädchm bewerkstelligen lassen werde, crber ich kann dasselbe nicht nach dem Hotel schicken und Sie würden mich sehr verbinden, wenn Sie den Gang nachdem Hotel übernehmen wollten, was viel zuverlässiger sein würde, denn unser Mädchen ist erst vor Kurzem von außerhalb zugezogen und weiß in der Stadt noch nicht Bescheid." Der Assessor erklärte sich mit Vergnügen bereit, den Wunsch seiner zukünftigen Schwiegermutter zu erfüllen. Helene hatte inzwischen die Lampe angezündet und bei dem Licht derselben las ihre Mutter jetzt den auf der Visitenkarte befindlichen vkamcn. (Fortfetzung folgt.) A?eutfct;c ocal-vkaeririchtett. Ostpreußen. In Königsberg ist vom Magistrate die Errichtung eines statistischen Bureaus für städtische Interessen beschlossen worden. Das aus Anlaß der goldenen Hochzeit des Kaiserpaares in Pr. Eylau begründete Wilhelm - August - Siechenhaus ist am 1. Juli eröffnet worden. Die Anstalt ist für 36 Freistellen und 33 Pensionäre berechnet. Adols Zobel, Geschäftsführer der Tanchel Budwitzki?schen Holzhandlung in Darkehmen, welcher mit unterschlagenen Geldern verduften wollte, wurde schon in Jnsterburg eingeholt und verhaftet. In Johannisburg spielte der 14jährigeKaufmannslehrling G. Kruppa mit einem geladenen Gewehre; dasselbe entlud sich plötzlich und der Schuh fubr dem in der Nähe stehenden Schneider Narwutsch in dieBrust, so daß er auf der Stelle todt war. Der Hilfsjager Pilzecker von Klassenthal bei Oletzko wurde im Walde mit durchschnittenem Halse erschossenlaufgefunden ; als der That verdächtig sind 2 Leute, Söhne des Gastwirths aus Sobellen, verhaftet. Gewitterund Brandfälle. In Folge Blitzschlages wurde' das Wohngebäude deö Krugbesitzers Dreher in Hagenau eingeäschert, in'Pietraschen das Gehöft deS Besitzers Urbanck und in Schwentwokarren bei Präkuls die Hoflage des WirthS Jakob Afchmann. Eine durch böswillige Brandstiftung verursachte Feuersbrunst äscherte in Gr. Kessel die Gebäude dreier Besitzer ein, wobei der Eisenbahnarbeiter Johann Pruß in den FlammenemenTodand, inEngelstein

Endlich ausgelundfchaftet," daale fie bei sich, es hat Mühe gekostet, aber ich bin dem Ziel nahe. Die Wohnung liegt

bei Angerburg brannten 6 Wohnhäuser bis aus den Gnmd nieder, in Rühmendorf sämmtliche Gebäude des Besitzers A. Klein, in Lawischkehmcn .das Gehöft deS Besitzers Lepenics und in Berßienen das Haus des Gutsbesitzers Borriß.

V ?mmern. Die Auswanderung aus Hinterpommern hat in der letzten Zeit erheblich nachgelassen. Im Glambccksee bei Stettin wurde die Leiche des 'seit drei Wochen vermißten Schneidergesellen Neubert mit einer Wunde am Kopfe aufgefunden. Der That verdächtig ist der Arbeiter Johann Pagel aus Hinterpommern, der in der Nähe des Glambecksees in Dienst stand. An Stelle des.in Ruhestand getretenen Landraths v. d. Mar-. Witz wurde der Rittergutsbesitzer v." Wödtke zum Landrathe des Greifenderger Kreises ernannt. In Lauenburg hat die Einweihung des neuerbauten Johan-. niter-Krankenhauses stattgefunden. .' Dem wegen fahrlässiger Tödwng emer Wöchnerin zu einer dreimonatlichen Gefängnißstrafe veruttheilten A:zte Dr. S. Cohn ,n Pollnow ist, nachdem derselbe einen Monat abgesessen, der Rest der Stra erlassen worden. Registrator Hilicke in Rügenwalde hat sich aus unbekannten Motiven erschossen In Stolp wurde der Arbeiter Ferdinand Last wegen Tödtung seiner Frau verhaftet. Ein 2 Jahre alter Sohn des Mühlenbesitzers Awe in Loitz, der unbeaufsichtigt in der Nähe der Mühle spielte, wurde von den Windmühlenflügeln erfaßt und durch einen Schädelbruch so schwer verletzt, daß er nach kurzer Zeit starb. Tckleig'Holst,ln. Aus Schlcswig-Holstcin sind im Laufe des vorigen Jahres 4500 Personen ausgewandert. Der Hofbesitzer Dührkoop ln Windebye bei Eckernförde ist von dort verschwunden. Man glaubt, das; er nach Amerika ausgewandert ist. In Kiel wurde das erste Provinzial-Verbands fest derKampfgcnossen-Vereine von 187071 gefeiert. In dem Dorfe Heiligenstedtencrkamp bei Jtzehoe hat sich der 5jährige Häucrling Andreas Appel erhangt. Bei den im Lockstedter Lager abgehaktenen Artillerie - Schießübungen erepirte beim Prcisschießen deS in Glückstadt u. Jtzchoe garnisonirenden 21. ArtillerieJteglmcnts während des Einsetzens ins Geschützrohr eine Granate ; ein Mann todt, ein zweiter schwer verwundet. Bürgermeister L. Bleicken in Ottensen stürzte eine steile Kellettreppe hinab und erlitt zwei schwere Schädelbrüche. Ecdlesien. In Leisnitz erplodirte in der Wohnung des Schachtmeisters Jos. Richter eine Quantität Pulver, wobei der 10jährige Sohn durch ein Maucrstück erschlagen wurde. Die ueuerbaute Eisenbahnstrecke Tarnowitz-Stahlhammer ist eröffnet worden. Restaurateur Berner in Glogau ertrank. Krabel, der Schwager dcrFrau Stelle? in Aockwitz, wurde von dem Manne der letzteren erstochen. Bei einer von der Sprottauer Garnison auf dem Schießplatz bei Falken bei g O. S. vorczenommenen Schießübung crepirte eine Granate und tödtete den Kanonier Weiß aus Krumtinde. Die Gegend von Ratibor ist ganz überschwemmt und verwüstet. Provinz ??sen. Die Auswanderung aus der Provinz nimmt wieder große Dimensionen an. , Bei emer Schlägerei in der chenke zu Jnowrazlaw wurde der Bauer Kasimir Ruttkowski aus Wilowicz zu Tode geprügelt. Wegen Beleidigung des Sanitätsrathes Dr. Hever zu Kempen wurde der Bürgermeister v. Borcke zu 4 Wochen Ge- j fangniß veruttheilt. Die Arbeiterfrau Lukjahn in Golleratsch ließ ihre zwei Kin der allein zu Hause. Bei ihrer Rückehr. fand sie dieselben erstickt vor. Steuereinnehmer Roehl in Labischin erhielt wegen Unterschlagung 2 Jahre Gefängniß. Vrovln; Täcksen. Der Ziegelarbeiter H. Aderhold in Oberwicderstedt wurde verhaftet, weil er seine eigene 13jährige Tochter unter Dro-. hungen mit einem gezückten Messer zu eincr unzüchtigen Handlung zwingen wollte. Die Wittwe Rühlcmann von St. Mücheln wurde in einem ihr gehör!gen Diemen ermordet ausgefunden. Der Privatier Karl Dictzel und seine Frau, feierten in Wcißensels ihre diamantene Hochzeit. f Vcrlagsbuchhandler und Buchdruckercibesitzer Edmund Vartholomaus, Verleger der Thüringer Ztg." Von 1177 Schulkindern sind in Langcnsalza 449 an den Masern, Scharlach und Diphtheritis niru'.ui. HesscnT'crr5kakt. Die Verleger der Reuen Hess. Volksblätter" haben die Hess. Landesztg." angekauft. Beide Blätter erscheinen vom 1. Juli ab vereinigt unter dem Titel Neue Hess. Volksbl. Hess. Landesztg. Volksbl." in Darmstadt. Der Dienstknecht Hcchler von Vielbrunn erhielt wegen Raub eine Zuchthausstrafe von 15 Jahren. Der Lokomotivenputzer Ockstadt in Aingen wurde von einer Maschine ersaßt und in zwei Theile geschnitten. . . .. Mecklenburg. Das großherzogliche Paar ist am 7. Juli nach Schwerin zurückgckchtt. Auf dem Gute Oberhof bei Grevesmühlen kamen durch Einsturz eines Stalles ein Dienstjunge und 300 Schafe zu Tode. f in Wiömar Oberamtmann Köper. Brandfalle : In Ribnitz ist die Dampfsagerei des Maurermeisters Einkopf total niedergebrannt. Bei dem Brande haben drei Wohnhäuser ganz bedeutenden Schaden gelitten, namentlich das Haus deö Kaufmanns I. Andersen. Ferner wurde in.Parchim das Haus des Tischlermei sters Engel durch Feuer zerstött, in Stabelow, 'D.-A. Toitenwinkel,- das Erbpachtgchöst der Wittwe Pingcl, wobei der alte Kuhfütterer seinen Tod in den. Flammen fand, in Klüssendorf die Büdnerei des Schuhmachers Wilde und der sog. Holzkrug bei Wlilenburg. Rutlivrläml-Zahnarzt Die Ofstce de Obigen tesindet sich Lber larter'S Je (Xream Parlor, No. 50 Nord IllinoiS Straße. Zähne werden fchmerzla gezogen und alle ahn ärztliche Arbeiten werden gut und billig hergestellt.

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Eisenbahn -Zeit -Tabelle. Ankunft und Abgang der Eisenbahnzüge in Jndianapo!i?,an und nach Sonn tag. den 11. Mai 1884 Cltveland, Cclnmlnl, Ginclnncti und Jndia. napoli Sisendahn (ee Line.) Abgang: 91 V öit .. 4.10 Cm nderson Xc... ll.l Da SDenton Cl ffr. 10.10 vm V w t.... 7.:o 9,'m a 3 oshen cfxb.25 Nvl Ankunft: 2 St L r tZg .' Äd JSr.ZV.Z5N Andtlson Le... 2.10 im )., J6tacj 2, 3t v et r.w.3zv, Vrightwood Didision, C. C.C.und I. Atgangtzklich. 4.:siBrn. - 10.10 Cn 11.15 Em 2.2j iltn - iZzlich. L.40V 10.35 On 2.10a 3.25 m 4.55 m glich. SLO täglich. lO.ZNm 3.0 s: tasiich. f 25 9tn 7.3J Sin 1 PittSburg, Cincinnati & Et. Louis Siseudahu P SS S 91 Richm Llc? au rtagllch 4.?2 Cm 2) AS (j culgf nommenLonnt.10.45 vtn RöKDAeeaulg. Sonntag 4 00 Km 9ty fc)P Sztllglich i lz.. llbWat Dayton t aug Sonnt 4.55 Cm norn Sonnt. 9.10 Cm NZ)PW l täglich 11 77 Cm 6 j) j au. onntag .... 5.27 m N V f U Iß l tagl'ch 10.20 m Dato 9i au. Sonntag 10.20 öhikZgs Route dia Kokomo. tlbicaao Scknell Ind' Lou. zugttg 11.15 5: CI Chicago iirxreß.ll w Am Echneütli?... Z q Jndpl' ou. tsv.tr, 3.35 xm Terre Haute, Vandalia Ss St.Louis Siseubaho. ailTraln .... 7.15 m Tag Siv, p 11.65 LI rerre Haute Skr. 4.w?;ci aetfte er 10.45 Schnellzug 3.50 vm Mail und ...10. Taa Srvreli.... Z.z.i fi-lail und... 4.40 Sineinutttt, Jndianapolii,'St. Louis u. Elzicaco a:r.. ., rr : . ,? ,w , -r- 1 1 eiruviiyu. .iHtiaiiau ivlslon. SLouio.?k L. 4.00 m Cincinnatt Acc 7 00 Vl 2ndianap cc. l0.SDRm ü'iUt Ärr. ll.M ri ineinnali cc.ll.OJ v.xn Wkötrn x.... j;n 1. - T' C.CJr ,e 3..15 S! T,nk. Acc 0.5i täglich u re. 10.45 Rn . Ol K W X Chicago Didision. Xto & vurl St. CSBCrn hicago Zail p.:2.10 S!m Leflera 9i 5.10 Nm S L täglich rc 11.20 Nm die Lou fi ii. täglich e eu.. 3.33 Cm Lafavett See ..10.40 L ivlail v e.. S.?0m tlr!cmnatt ce. S.40,:m Ikssersonville, Vadison nud Indigo polik lcuvalzu. vüd : tll. .. .ion5lndadNa;l. 9.ttvm adee... 7.25 ivm ' ndSlzicSrlagio 45 a And ad Mail 3 lQ im W i) vt AI j" 7m tim nd r p tag. ü.43s:ct l etü ä SLtclg io.tt v'm Wabüsh, Ct. Loui, k Parific. Det Chic älail 7.15 l'rn .5 T Sr. 2.11 Nm WH) Ci e c 11.20 Km hi. rtZg ?.wV Tol'tW Er.. 11.30 Tet u Eh a,l. 8.10 5. Jndiana, Dloomington vndWestern Sisendai) Wae druilail.. 73) Cm Saliern & S Sr. Äan&Ifiücc 5.tNm Cratofcrbo.&cc. St in U 3 I ff IZgli.IO N täglich z :n m mc Sxec 11.15 tlanltc ?i. v.'.ö m Ct. LouiS Diinsion. vrefteld... 6.30 rrn I S.acht ?x ail u Tag.Zr- .5 vn Vlail u ?ag ? acht r 115 rn j!orekld cc. 3.55 Cm k.i Rm ti.lv r.m Oestliche Division. Oksll.erZ':ai!....i.?0ViN l Pacisie ereß... 7lLm Xißl. (Stb 11 45ttm 9t n k 10 31X1 Atlantic Qiv 6 4sAm Lstrn Cip .... 4 45?!m vonisl'illk,?ikk, Albanh 5? i?hicazo. Air.Linf. Ckicaao rtal. . U.COUm li-cago Ex. tgl.. Z.10V Aonon cc d.OSim 5'iich City lhicag. El äijail 1 2.4531m Z'tvnon io.3utm ich. ?it? Chi:. C Mail 4-OOm SnManadMil und VinckunkZ Sisenbabn. NailEairo ?r 7.01 vrn I incenne Llke..l0Zl r in,nne Acc . ?.s: Im SSatl airoö. 4.: IlldianLliS und St. Louie Sisttlbühn. Tag Sr?reß, e c. täglich 7.10 Cm oft u St L Ss. .15?! Sk B u et K Sr täglich u ct.iölö $lm u A 9t tia ce -. 55 Cm LoralPaZsenger. 9.50 a Da r e e lägl. .27. Indianaxoli e 3.15. Cillcwuati,Hami!toIudiaJapolliSisei:bahn. Indv 3c ILoui XM r lkonnerivilleAee 8.Z0 &n onnersvluerc IndrlZ u St. L. V.ZO S.'rn iloU U.S'jÖtti l.tp u ea'öunjo ,l,m Olncinnati Acc Nm Sin., D.T.ZK.BiO.Svvm WHt tiiit r. e. Lkynseirel,.'! mit .. ESI cziai.ögek il p.Pe:r.e.r. r'i r.'Car SLSESiSSSSi Bk fa dcr Jndiana VöbÄMS l empfiehlt sich zur Anfertigttttg von Nechnnngctt, Ciikllliirell, Bnesköpscn, Preislisten, Qttiitttngcu, Eintrittskarten, Mitglied erkarten, . Brochürcn, Constittttionen Adreßkarten,