Indiana Tribüne, Volume 7, Number 305, Indianapolis, Marion County, 24 July 1884 — Page 3
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Herbert's Schuld.
Roman von I. Voh-E d. . . sgortsetzung.) U)eii' ganzen vorigen Tag, die ganze Nacht hatten die Bewohner des Dorfes diese Stunde erwarten müssen und erwogen. Man war, soweit es die ärmlichen Hilfsmittel gestatteten, gerüstet, den Lchrecknissen zu begegnen. Die steifende lütb bob die im Sande liegenden u. m der 3!ähe des Burgbügels befestigten Nachen, an dem nahen, schrecklichen Ufer schaukelten sie und luden ein, die Rettung Jener zu unternehmen, welche in den von grausem Woaenschwall umbrandeten Häusern nach Hilfe schrieen. Und die Bewohner dieses rauben 'Strandes kannten ihre Pflicht, mit ruhigen, wie aus Erz aegossenen Mienen, ohne Hast und doch schnell und sicher wurden - die Nachen bemannt, die Taue durchhauen und mit Rüdem und Stangen die schlimme Fabrt unternommen, hinaus auf die graufarbene, wühlende, von Scbaum und Trümmern bedeckte. Fluth. Herbert drängte sich binzu. Barsch und rauh tviesen die Fischer den Mann zurück, . von dessen . feinen Handen und schwachen Kräften sie mehr Störung als .Hilfe erwarteten. Was wußten sie von dem wilden Todesdurst - seiner -Seele ! Menschenleben retten! Menschenleben! Acb, und eine s war doch durch ihn dabin. , Herbert fühlte seiner Kräste m si$ schwellen wie ein Riese und den Muth wie ein Löwe. Wer wollte ihn verhindern, Menschen zu retten und selbst den einzigen Hafen zu sinden, in den hinein er seine schuld.beladen? Seele noch retten durfte: .den Tod'.' lind so erzwäng er sich mit Gewalt Ms das Mißtrauen der starken. gewohnten und sturmfesten Männer ihm nicht gewähren wollte. Er sprang in den letzten der drei Nachen und schiffte mit hinaus. Höher stieg das Wasser, es rann, kleine Winkel bildend, rundum ragendes Baumgeäst, es gluckste unheimlich um die rothen Ziegelmauern der Häuser und netzte schon hier und da den Rand eines niederen , Strohdach es. Grauenvoll blökkendes und schreiendes Vieh trieb auf den schaumigen, wühlenden Wellen; hier sing sich die Wolle eines schwimmenden Ccha fes im braunen Astwerk einer entlaubten Pappel. Im Vorbeifahren gab ein Fischer im Boot, - wo auch Herbert sich befand, dem Vieh einen Stop in die Flanke es zuckte, das Ästwerk schnellte, semer Last befreit, einen Augenblick klatschend in die Höhe stumm verschlangen die Wasser das todte Tbier. Ein Schauer des Mitleids rann durch Herbert's Glieder. Ehe es jämmerlich langsam ersäuft," hatte der Fischer mit düsterem Augenblitzen gesagt, da er den tödtlichen Stoß fübrte. - Mitleid mit einem Thier? Menschenleben galt es zu retten. Herbert's Pulse flogen, seine Augen flammten. Er beneidete die Fischer um ihre Gewandtbeit und Kraft und wußte nicht, daß Jene erstaunt auf ihn blickten ob der Krälte, die er zeigte. Der Kommandostimme eines alten, starken, finsteren Mannes gehorchend, welcher an der Spitze des Bootes stand arbeitete Herbert mit den rauhen Genossen. Was ist die Fahrt auf wildem, weitem Meer in Stürmen gegen die Fahrt auf den engen, unheimlichen . Wasserpfaden zwischen sinkenden Dächern, weitausgrei senden Baumkronen, . auf.Wasserpfaden, wo schwimmendes Geräth,' Vieh und Ge hölz den Weg versperrt,' wo irgend ein unsichtbares Verderbniß unter den Wellen dem schwankenFahrzeug jeden Augenblick den Untergang bringenden Stosi geben kann. Aber Herbert dachte nicht, daß er und die mit ihm waren, von den Gefahren umlauert seien, er dachte nur den einen sieberheißen Gedanken: Menschenleben retten! Und sein Gott war ihm anadia. In der Stunde seiner tiefsten Noth gab er ihm keine Frist, quallvoll und unthätig in furchtlose Berzweislung zu versinken. ur forderte Traten von lbm. Aber Herbert wünscbte selbst ein Gott zu sein, den Wogen Halt gebieten, alles Elend gut machen zu können. Wenn die Fischer und er von dem Dache eines umflutheten Hauses eine Familie errettet datten, fand sein Mund die verheißendsten Worte und getrösteter schauten die armen Memcheu auf den Mann, der in nen gewiß Hilfe spenden oder vermitteln konnte. Als alles Menschenleben in Sicherheit war, zogen die Männe? immer von Neuem hinaus, um von der treibenden Habe zu ersischen, was ihre Nachen nur bergen mochten. Mit wunden Händen, mit pochenden Pulsen und .wankenden Knieen schiffte Herbert immer ' mit auf der gurgelnden'Wasserfluth. Seine Seele war nicht satt geworden von dem, was er zu thun vermocht. Erbärmlich und gering däuchte ihm die H:lfe,welche er den Männern des Dorfes zu leisten vermocht. Und wenn vor seinen Augen im Schwall lautlos ein Dacbgiebel im runden Wo gentrichter binahgezogen ward, grollte es in ibm: Weshalb schont mich die Fluth Vier lange Stunden, vier Stunden voll Todesnoth und übermenschliche? Heldenarbeit waren für die Bewohner des überflutheten Dörfchens hingeganzen, als droben am Waldessaum die Feuerwehr und die Soldateska des Stadtchens er-
schien, vtun lvußte Herbert, daß es vier nicbts mehr zu retten und zu helfen gäöe. Drunten in der Burg war Leben und Lärm, die Geretteten klagten um Verlorenes, hofften auf die Zukunft und priesen den Mann, der oben saß bei ihr, die um seinetwillen starb. Er bielt schreckliche Todienwacht, er klagte nicht und hoffte nichts still war es in ihm, wie in einem Grab. Die rinnenden, gurgelnden Waffer umfluthetea den Burgbüzel, hohl brauste der Sturm, ? Er fuhr ins Land hinein mit brausenden Schwlngen und erzählte die uralte, schmerpiolle Geschichte von Schuld und Sübne. , . ' . . XVII. Vier Jabre waren vergangen. ' Ein .Maientag, ein wonnesüßer Mai-
entag hauchtemit seinem sanften vem dle.Knospen in des Meisters Gartenwn, .SHWer hing derYringenilMWiMrvon.. den .Büschen, der ölühenK?Rplhdom hob seine Krone wie ein Ri;senbouquet. in dieweicheLust und grüngoldig flimmerte' das Buchenjlaub von den aPnAäum'en. M der sammewen Rasenmatte ruhten wie bunte Kiffen die kleinen vielfarbigen Beete mit ZvrÜblinasblumen. Und an
dem Malerhause kroch . übermüthig von allen Seiten allerlei Schlinggewächs hin auf, der edle, strenge Bau zsahm sich gar wunderlich'aus,wie.er)alb verborgen und doch seine schönen formen nochzKt versteckend, unter dem grünen Mantel her vorsah. . Für Jeden, der etwa draußen am it ter vorüberschritt7.fäb ' der Garten noch ebenso heimlich) Mqtzg und wohlgeyrdnet aus wie in früheren Jahren. Aber wer drinnen auf den gelben Kieswegen wandelte, sah leider, daß da und dort Rasen, Beete .und Wege Spuren einer kleinen Zerstörung trugen die der He?r und Wächter dieses Reiches, Möhling, . r a r'n. C?.äC eyeoem van geavnei yane, ja, oie uoerhaupt Niemand'' zu unternehmen gewagt. Wer war da mitten durch jenes Sttefmütterchenbeet gelaufen ? Wer hatte l. . ' orr.. r ref' r oa im vea emen ganz liemen braven . 1 . ' f -r r gemacv: unv von wmztgenHvlzcyen etne Staude darüber gebaut Wer von jenem blühenden Syringenbusch eine Gerte gebrechen ? Zwei Männer wandelten langsam an jenem Maientag um den Rasen, sie rauchten und plauderten und standen , wohl auch plaudernd'still, wenn ihr Gejpröch gar zu eifrig ward. Der Eine von diese:. sah aus, wie er vor vier Jahren, wie r seit? langen Jahren immer ausgesehen Meister Stephan hatte sich gar nicht ver ändert. Der Andere aber hatte einen stattlichen blonden Vollbart, der ihn männlicher erscheinen ließ, auf seiner Schulter alamte m der Epaulette der Dovvelstern des Hauvtmanns. Herr von Marthoff war feit vier IahNN zum ersten Mal ln dlö Residenz zurückgekehrt, um seine Freunde zu bezuwen. Sie wissen" begann er, nachdem sie sich von der Hausfrau beurlaubt und in den Garten gegangen waren, um ihre Cigarre nach dem Diner zu rauchen, ..Sie wiffen, lieber Meister, daß ich mich damals sofort versetzen lieb und schon abgereist war, als die Schreckenskunde . c e -x. -r ir von vanna s vivo elmraf. cy vave den Baron nicht wiedergesehen, was' das Gerücht, was ein Brief erzählt, ist so kärglich. Von Ihnen hoffe ich des Genauern nun von jenen Borgängen zu erfabren, besonders auch eine Erklärung über die merkwürdige Thatsache, daß der Baron Sllko flch von femem einzigen Sohn trennt, um ihn hier in Ihrem Hau k erziehen zu lassen." Ein chatten von Trauer legte sich über des ceisters Anaejicht. .Mas ich von diesen Dingen weiß. M treuer FreundeSbnlst anvertraut werden. Es sind freilich nur äußere Daten den seelischen Zusammendkma vurfen wir vielleicht schweigend ahnen. Herbert war im Auftrag des Barons selbst nach Wolfsberg geeilt, um die Baronin vor Etwas ni bewabren, das ibr von jenem Roderich drohen sollte. Er fand nur ihre Leiche. Was er damals an übermenschlichen Thaten vollbracht, erzählten ja leider gemigsam die Zeitungen. Später kränkelte er lange an den Folgen dieses Taaes, welcher ihm vbhsisch und ich weiß es auch seelisch Dinae auferlegte, die keinMensch imnormalenZustand seinerKräfte zu leisten vermag. DerBaron zeigte sich erschütterter von demHinscheiden seiner Gattin, als ich erwartet batte. Er tvollte durchaus wissen, woran sie gestorben sei. Herbert weigerte sich, die Cektion mit zu unternehmen : so leitete Höfler diese schreckliche Sache. Es stellte sich heraus, daß Hanna einen schweren Hcrzklappenfehler gehabt, man meinte auch Spuren von Opiumgenuk zu erkennen, und wie der einmal geschab es, daßdie (ni1" ff.si v . , , 'vissenicvasl in lyrer unwlssenyeil m uneinigkeit gerieth. Zwei Aerzte behaupteten, sie sei in Folge jenes tödtlichen Feh-lers-am Herzen gestorben, zwei andere: in Folge einer Dosis Opium, welche ihr freilich nur jenes Herzfehlers wegen habe schädlich sein können, da übrigens erwiesen war, das; die Baronin zuvor nie dem Oplumaenutz aehuldlat. Jbre Leiche ward nack dem scl' lesischen Gut der Familie Sliko - gebracht. Herr . . 1 c r i c trt ' ocri uno l) slanoen mn am irave. vut werde ich sein Angesicht vergessen, wie es ! in tener stunde sich mir gegenüber befand. Wenn ich ein schilderndes Wort dafür r.fft ' t . .. f . r. nnoen svule ten vermocyle es mcnt. Wenn Sie mich fragen, wie es auf mich wirkte, weiß ich nur das Wort : furchtbar ! Groß und schauerlich, wie der Tod selbst! Und an dem Abend dieses Tages ging Herbert in das Zimmer des Barons, sie schloffen sich ein was da gesprochen wurde, hat nie ein Mensch erfahren. Aber am andern Tage schien Herbert's Antlitz gelöster, weicher gleichsam. Der Baron hatte einen Theil seiner alten Derbheit wiedergesunden er ist eben em Mann, den das Dunkel höchst unbequem beunru higt und seelisch niederdrückt, der aber ei ner Klarheit sei sie noch so herbe, für ?n mir gropem Pylegma vegegnet. er Baron sagte mir, da er aus etge nem Wunsch und einem Wunsch der Tod ten folgend, seinen kränklichen Sohn noch auf mehrere Jahre hinaus in Herbert's arztlicher Behandlung zu wissen Wunsche, da er aber seinen Dresdener Haushalt ganz aufzulösen denke, so bitte er mich weil ja Herbert als Junggeselle kei nen Häusstand habe, wo ein Kind sein Recht finde den Wolf zu mir zu neh men, sobald unsere' Hochzeit gewesen. Da gab es kein Besinnen Ich wußte, daß meine Kleine auch freudig ja" . aerufen. hätte. Sie haben ihn gesehen, den Wolf kann so ein Benqel von zehn Jahren. froher, gesünder und klüger sein, als er ist? Sein Vater, den er jedes Jahr im Sommer besucht, hat denn auch allemal seine belle Freude an ibm." - . Das Kind scheint allerdings sehr an Ihnen und Ihrer Frau zu hängen, kein Wunder, wenn man siebt, wie Sie Beide zu Kindern mit ihm - werden", sagte Martdosf yerzllch. - (Schluß folgt.)
UieMMMme.
ScnsationÄ Roman von Zart tHörtiH. 1. Da? Opernhaus war ausverkauft. Es wurde eine der beliebtesten Opern gegeben. In der Mitte des ersten Aktes, als dte Primadonna das Adagio ibrer Auftrittsarie mit glockenreiner Stimme und seelenvollem Ausdruck vortrug, und Alles diesen schmelzenden Tönen lauschte, geschah plötzllch etwas sehr eltsame Ein eiaen'tbümlicher, halb erstickter. aber doch deutlich vernehmbarer Schrei schallte durch das Haus. . 1 ' . m . m w Ale Aufmerk amlelt des Puvlllums wurde durch diesen Schrei von den Vorgängen auf der Bühne abgezogen. AlleKovfewanvten w um: man fürch tete, da ein Unglück geschehen, oder doch mindestens Jemand schwer erkrankt sein möchte. Auch die in Aktion befindliche Sängerin hatte den imPublikümauszestyßenen Schrei vernommen, sie stockte einen'Augenblick in ibrem Vortraget detonirte beim nächsten Einsätze und'wäre vielleicht ganz aus dem Takt gekommen, wenn der Ka vellmeister nicht 'mit Aufbietung seiner aanzen Geschicklichkeit die Gesangesleistung der Primadonna mit der Begleitung des Orchesters wieder in Einklang zu bringen verstanden hätte. Trotz allen Spahens und Umsichsedena batte Niemand im Vubliküm'die Ursache des rathselhaften. Schreies M'Mkön4 r 'JV - ... .Ti C' nen, aucy nicor enienigen, weiter venselben ausgestoßen hatte. llrgends gav es etwas Aunauende oder gar Beunruhigendes zu sehen. An jedem anderen Orte würde man einer so geheimnißvyllcn Störung wahrscheinlich energischer und auch mit Erfolg nachgespürt haben, hier, im Opernsäale, wo Jeder an seinen Platz gebannt war, hörte jede weitere Nachforschung naturge' maß von selbst auf. Nachdem man sich. urerzeugt vatte,vap 'autis zu furcvlen sei, wandte sich die Aufmerksamkeit des Publikums wieder der Sängerin auf der Bübne zu, und die Oper nahm ibren ungestörten Fortgang. Da bald daraus mebrere Sänaer. dann der Ehor, zuletzt auch Äalletmitzlieder auf der Bühne erschienen und die -Handlung des Tondrama's immer bewegter und mannigfaltiger wurde, war der kleine Zwischenfall mit dem geheimnißvollcn Schrei von der Mehrzahl der Anwesenden bald ganz vergessen. Aber wäbrend auf der.Bübne vor Aller Augen sich das musikalische Drama offen !j. ri r ? wener enrwlaeile, vegann ein zwenes Drama, von .Allen ungeahnt und ungese hen, imzPublikum geheimnisivoll sich vorAtlAV4A uvtivmji. ' Jeden Augenblick und aller Orten knüpft die dicht verbüllte Schicksalsgöttin nach unbekannten Äeseben die Loose der Menschen aneinander, jläßt ihre LebensWege sich kreuzen ; die bösen und guten Gewalten, welche - im - Herzen der vltenschen schlummern, stürmen gegeneinander, bis die Katastrophe erfolgt, crfchütternd, schreckenerrezend, oder mild versöhnend, zu Frieden und Glückseligkeit führend. So auch hier. Der gebcimnißvolle Schrei, der so großes Aufsebcn erregt batte, war der Anfang solcher Kreuzung von Lebensschicksalen gewesen, die in ihren Vcrschlingungen ein ungeheures Ausseben selbst in der Weltstadt hervorrufen solltenin welcher man an Sensations-Ereigniffe doch längst gewöhnt war. . ' ' Ich bitte Dich, Kurt" wandte sich. wäbrend das Puölikum einer Ballettänzerin applaudirte, ein eleganter junger Mann an seinen Machbar in einer ersten Rangloge, was' sicht Dich an? Du schreist plötzlich wie ein nervöses Frauenzimmer laut aus, und gur meiner großen Selbstbeherrschung, die mich kerne Bewegung macben ließ, baben wir es zu danken, daßdie allgemeine Aufmerksamkeit nicht auf uns gelenkt worden V!" . ' Auch der Angeredete verstand sich zu beherrschen: er batte seine. Gesichtsmuskein wie alle seine Bewegungen so sehr in der Gewalt, daß er, nachdem ihm je- . ?jr. ...ij.i, , . ner ominöse arei enlsanupsl war, nur wie em unbewegliches Stemblld anzuschauen war. Niemand hatte in ihm den Störer des musikalischen Kunstgenüsses erkannt, ausgenommen sein unmittelbarer Nachbar, der vorn an der Logenbrüstung neben ihm saß und jetzt über seine Stönmg jenen leisen Vorwurf gemacht hatte. Die Rötbe, welche über das . bleiche, ungemein interessante Gesicht des Angeredeten flog, war das einzige Zeichen, daß nrn . r.! a rtt . r r j . ' er jene vorre meines esayrien vernommen batte. Sonst zuckte er mit keiner Muskel seines Gesichts. Er stützte die Ellenbogen mit vornehmer Nonchalance aus die mit rotbem Sammt beaene Loaenbrüstung und hielt mit gut gespieltem Interesse sein Overnalas vor die Auaen. als ob er durch dasselbe nur 'die rnif der Bühne agirenden Kunstler betrachtete und sonst für nichts Anderes im ause Interene hätte. Als er aus diese Weise Herr über sich geworden, slusterte cr seinem freunde ;u: ,,lrnst, sie iit da!" Der Andere neigte sich etwas vor,' so daß sein Ohr dadurch dicht an den Kopf i m : , ? n A f 1 3 tllll VIUU'VUIV V4lil. Wer v fragte er, indem er den vor ihm liegenden Theaterzettel eifrig zu itudlren schien, so leise zurück, da vht mand von den.Umsitzcnden auch' nur eine Sylbe von dem letzt folgenden Ge spräch vernehmen, selbst kaum bemerken konnte, daß überhaupt ein solches geführt tvurde. ..... wie, oie mia seil einigen l.agen zur Verzweiflung bnngt!" Wen meinst Du?" ..Die Veilchendame '." Ah!" - Still, keine Bewegung !" Wo ist sie denn?" fragte Ernst, noch immer aus seinen .l'eaierzellel gebeugt. Drüben in der Proszeniumsloae : als sie eintrat, fuhr es mir wie ein elektrischer cd lag durch den vrpcr. Als ob es ihm unmöglich sei, jetzt nach Derjenigen hinüber zu blicken, deren Erscheinen ihn so erregt hatte, behielt
cr seine, der Äüync zugewandte Haltung bei, tvähnnd sein Freund den Theaterzcttcl fvrtschob und sich langsam wieder aufrichtete. Er musterte jetzt die gegenüberliegende Logenreihe. Dort bot sich ihm ein so überraschender Anblick, daß sein Interesse über das, was cr sah, an j geweckt worden wäre, selbst wenn seines Freundes auffälliges Betragen ihn nicht dafür empfänglich gemacht hätte. Trotzdem sämmtliche Logen mit der Elite des Residenzpublilums gcsüllt waren und Frau-
enscbonhelt im lvlanz kostbarer Toiletten und funkelnder Edelsteine hier wie zu ei nem Wettstreit versainmclt zu sein schien, war doch eine Dame anwesend, welche durch ihre wunderbare Erscheinung die tt At4lijf i 4 A.tMkk&Ak&V ijiiiv uviujr; öiuucnu'iu, .ZV lailzrilv dieselbe auck war. tief in den Schatten stellte. Sie befand sich allein iii der 11 . . et ' l. n " t . 1 - roge. ops uno iDencn Dieser wann lvar von ausgeichneter Schönbeit. Eiüe O t , r w r . 41 , t ;iiue rolyoionoer rouen wame srei u:lo naekünnelt aus den schneeweißen als hernieder, deffen blendende Farbe durch ein halbhohes schwarzes Seidenkleid wirkuttgSroll hervorgehoben winde. Ter an; kur;e Aermel batte Zwel wundervolle Arme von entzückender Rundung und' gleicher Weiße sehen laffen, wenn Letztere nicht durch sehr lange, weit über den Ellcnvogen gehende sct'wane .vandscbuhe verhüllt gewesen wären. Die Dame trug keinerlei Schmuck ; um den Hals svar ein schmales schwarzes Sammetband geschlungen, dessen Enden von auf die Brust binabfielen. Das Düstere dieser einfachen Toilette wurde noch durch ein großes tellerförmiges Veilchenbouquet vermehrt, welches die Dame in der Hand hielt und das sie bisweilen zur Höhe ihres Gesichts fübrte. als wolle sie sich an .dem Duft der Veilchen 'erfrischen. Da diese Veilchen in der Gasbeleuchtung völr: r.r.... .rjn? r . C. tivj juMvarj ri Dienen, p wax oie ame nur Von der Farbe der Trauer umgeben. irs blieb zweifelhaft, ob diese so eigenartig schöne Frau sich wirklich in Trauer befand oder die schwarze Farbe in ibrer Toilette nur aus Koketterie qewäblt bati.- f. ..- . 1 - r r . . - u, . oa irre wels;e zzauisaroe sowie ras wundervolle Nothblond ihrer Haare dadurch nur um so -effektvoller hervorgeboben lvurden. . Da sie auf dem Logensessei in zurückgelehnter . Stellung rubte, konnte man ielit über ibre Zviaur nicht urtheilen, aber es war fast mit Sicherheit anzunehmen, daß zu dieser kräftigen Büste und diesem auf stoft aeschlunaencm .(Salsc junonisch thronenden Kopfe auch eineimposgme Gestalt gehörte. Die Dame blickte unverwandt au? die Bühne; von dem Publikum hatte sie noch gar keine -iltotiz genommen, auch noch nicht einmal das Opernglas gebraucht; sie hatte vielleicht gar keins bei sich, ihre großen dunklen Augen mochten Wohl dieser künstlichen Verschärfung entbehren können. Als unter großem Applaus des Publikums der Vorbana siel, stand die Dame mit dem Veilchenbouquct von ibrem cn r 1 . s L. 1. 1 '-piaye aus uno wanoie slw oem .hintergnlnoe ihrer oze zu. Auch die beiden Freunde erhoben sich und gingen auf den Korridor binaus. Gleich an Jahren sie mochten auf der ru - v c. ' i. izncny; , gwisa'en oen Jioanzigem UN0 Dreißigern stehen und gleich an hohem schlanken Wuchs, waren sie in ihrem sonstigen Aeußeren grundverschieden. urr von Vetow, weicher vorder den alarmirenden Schrei ausgestoßen hatte, war tief brünett und trug einen kraüsgelockten schwarzen Vollbart, während Ernst Simmern, ein Heller Blondin mit tiefblauen Augen glatt rasirt ging ; nur ein kleiner seidenweicher Schnurrbart, noch um eine Schattirung Heller te das blonde Kopfhaar, zierte seine Oberlippe. Die Freundschaft der beiden jungen Männer schrieb sich noch aus ihrer Knabenzeit her. S ie hatten zusammen das Gymnasium besucht und später, nachdem Ernst Simmern mehrere Semester an einer auswärtigen' Universität durchgemacht, Kurt von Below auf dem väterlichen Rittergute in der Provinz sich praktisch für die Landwirtbschaft vorbereitet, in der Residenz wieder vereint ihrer Militärpflicht genügt und damit das Freundschaftsband aus der Knabenzeit neu befestigt. Jetzt war' Ernst Simmern in seinerjuristischenKarriere bereits zum Assessor beim Amtsgericht volgerückt und Kurt von Below hatte nach dem inzwischen erfolgten Tode' sei-, nes Vaters, als dessen eiiniaer Sohn und Erbe das Familiengut selbständig' über- ... T sf..i .' f. . l r J lu'uiiiuii. i.u .nun uuet Kn reiiercr x,s bemann warnd die Vergnügungen der Residenz .durchaus nicht entbehren mochte, so brachte er stets mehrere Wintermonate, wo feine Anwesenheit auf dem Gute nicht allzu nothwendig war, in der Residenz zu: Er konnte dies in aller Ruhe thun, da cr einen sehr tüchtigen Inspektor hatte und überdies seine verwittweteMutter auf dem beimathlichen Schlosse lebte, Arbeits-und Dienstpersonal sich also unter hinlänglicher Aussicht befand. Auch jetzt hielt sich Kurt von Aelow bereits seit beinahe einem Vierteljahre in der Residenz auf und da der Frühling durch Knospen der Bäume und den ersten Lerchengesang draußen auf den Feldern sich schon bemerkbar machte, hatte Kurt bereits an die Abreise gedacht! Er war durch ein frohes Ercigniß noch in der Residenz zurückgehalten' worden. Sin freund Ernst hatte sick vor ackt
Tagen verlobt. . Kleine Festlichkeiten waren dieser Verlobungsfeier gefolgt, bei welcher Kurt nicht fehlte. Die Mutter von Ernst's Braut hatte bei dem jetzigen Frühjahrstermin die Wohnung ewechselt ünd war noch mit der Einrichtung des neuen Ouartiers beschäftigt.' Daher latte Ernst auch den heutigen Abend nicht im Familienkreise bei seiner Braut zubringen können, sondern war, von seinem Freunde Kurt dazu allfgefordk'.t, mit diesem in das Opernhaus gegangen. Wie kann Dich - aber," sagte Ernst, als er mit seinem Freunde Arm in Arm nach dem Foyer auf die andere Seite des eesten Rangs hinüberging, der bloße Anblick einer Unbekannten in solche Ekstase versetzen, daß Tu darüber jede Selbstbeherrschung verlierst. Dein Arm slttcrt und Tu gehst so schnell, daß ich Dir kaum zu folgen vermag." Sie soll Nlir nicht zum drittenmale entgehen," murmelte Kurt leise, ohne aus dieZrage scinesFreundes direkt zu ant Worten. (Fortsetzung folgt.)
Vom AuSZande. Man schreibt aus Ham bürg: Wie nothwendig eine, allerdings mit ungeheuren Kosten verknüpfte Eorrektion der Untcrelbe ist,wenn Hamburgs Hafen lebensfähig bleiben soll, beweist dcr Umstand, da;; fast täglich große .Dampfer auf Sand laufen und mit dein Abbringen ein kostbares Stück Zeit ver-
bnngen müsjen. Ern drastischer Fall,. der eindringlich für die )r'othwendigkeit eine Abhilfe svricht,ereiancte sich beixreibura.
.Dort lief nämlich ein kleiner, nur nach l2urhaven bestimmter Vcrgnügungs dampfe? derart auf eine der dort zahlreich vorhandenen Sandbänke, daß sein Flottwerden erst spät Nachmittags 'erfolgen konnte. Gegenüber Bremerhavcn ' ist Hamburg schon aus dem Grunde im Nachtheil, weil eö fast -nur eine Tagesfahtt von der Elbmündung entfernt liegt, ein Umstand, der allein fürden ersteren Hafen von ungeheurem Vortheil ist. Ent-' weder muß also eine gründliche UnterelbEorrektion erfolgen, oder in nicht zu ferner Zeit in Eurhaven ein großer Hafen angelegt werden, der einst dcnHamburge, Hafen vollständig zu ersetzen im Etand'i ist. : : : Der Pariser Figaro" bringt einen von Hofrath I. Klaczko aus Wien an den Dichter Herrn Eduard Pailleron in Paris gerichteten Brief, der auf das Petroleum als eine Schutzwehr gegen Eholera aufmerksam macht. ' Galizien" schreibt Hofrath Klaczko besitzt zahlreiche Petroleumquellen. Nun hat man beobachtet, daß die erdölhaltigen Gegenden stets von der Cholera verschont geblieben sind, während sie ringsum wüthete. Die Landleute, als ante Beobach.ter, schreiben das den öligen Ausdünstungen zu, welche das Pestthier" todten sollen und führen zum Beweise an, daß dieselben Ausdünstungen auch alle Jnsckten todten. In der That sieht man in diesen Gegenden wie ich selbst beobachtet habe weder Fliegen, noch Mükken, noch Flöhe, 'noch Wanzen. Wäre, es demnach nicht angezeigt, in den Spitälern Versuche mit Petroleumverdünsiung zu machen, das heißt mit natürlichem, nichtraffinirtem Petroleum. Ich bitte Sie, diese Mittheilung welche ich Ihnen im Einverständnisse mit mehreren Freunden aus Galizien mache, Fachmannern uno besonders hrcm berühmten Eollegen Pasteur mitzutheilen." Daß die französische R c-! gierung durch ihre bodenlose Nachlässigkeit an dem Einschleppen deröholera nach Blatt zur Untersuchung der Angelegen heit eigen) nach Toülon geschickt wur de, behauptet, da;; das .x - r X. ' t Krlegöjchlfs Sartbe" an der Einscblevvung t ... 4 oei Seuche nicht Schuld fei; trotzdem sei w it v i -l 3 der , Keim der Epidemie aus .onkin eingeschleppt worden, wo. . die -..vho-' lera wüthe. )er allgenieincn Einnahme nach sei die Seuche durch den Mantelsack WtT allgemeinen annähme . . - - eines an derEholera verstorbencnSoldaten eingeschleppt worden. Jeder Soldat", heißt es im Figaro", der sich auf einem Staatsschisseinschlsft,besitzteinenAi'antelk sack von grauerLeinwand, der mit seiner Äiatrikelnummer bezeichnet ist und in Welchem er seine persönlichen Effekten aufbewahrt. Wenn der Matrose stirbt, so läßt der Staat, um wieder in den! esiH oer Francs zu. lommen, vle ihm der Erwerb des Sackes kostet, den Sack nebst seinem Inhalt im Auf streich verkaufen. Nun ist bekanntlich seit einem Jahre in Eochinchina eine ziemlich große Anzahl von Irarinesoldaten gestorben, deren Kränkbeit bestimmt als asiatische Eholera bezeichnet wurde. Die Säcke dieser censchen sind auf Grund der bestehendenerordnungen verbrannt worden. Aber iver weiß, ob nicht in anderen Säcken der an ähnlichen Krankheiten verstorbenen Soldaten der schreckliche Aacillus in Millionen von Eremplaren vorhanden war Rochefort verfolgt imJntransigeant" mit bitterem Spott die französische -Re-gierung, welche die Natur der Epidemie in Toulon verheimlichen wollte und die Aerzte, die aus Unwissenheit oder Gesälligkeit für den Minister, die . Regierung unterstützt hätten. Unter dem Titel : Die Lichter der Wissenschaft", schreibt er: Sprecht doch, Ihr großen . Lichter, sind sie sporadisch und lokal, diese Todesfälle, die in Marseille blitzartig eineFrau auf drr Straße, einen Lelchenbitter hinter dem Sarge hinwegrafften? Und Sie unstervlicherHerrPasteur, dem wir eine Jahresrente von 25,000 Franken bezahlen, um die V!ikrooen - in Aiassen zu ver.lichten, die Sie sich rühmen analysirt zu haben werden denn Sie nicht bald in Scene treten? Vor kaum einem Monat versicherten doch die ' wissenschaftlichen Zeitschriften, daß das Mikrob ' der Eholera wie der Hundeswuth kein Geheimrnjj mehr für Sie habe. So versüqen Sie sich doch nach Marseille, wo Sie reichlichen Stoff für Ihr geniales Wissen sinden. Wenn aber nicht o wunderbarer Pasteur CHirte) der Sie Ihr Leben für Ihre Schafe nicht geben behal ten Sie Ihre Großkreuze, mit denen wir nichts anzufangen wissen aber geben Sie die 25,000 Franken wieder heraus Daß lvir. an der Eholera starben, das ..aag noch hingehen ; daß aber Sie davon leben, Sie und Ihre kläglichen Eollcgen das ist nicht zu ertragen. In Paris begingen am i. Juli zwei Brüder, Namens Brenner, Deutsche, Selbstmord. Der eine litt an einer unheilbaren Krankheit und erschoß sich, da er seine Schmerzen nicht länger aushalten konnte. Der Schuß wurde im Hause nicht' vernommen. Eme Stunde später kam der jüngere Bruder'nachHause und erblickte die Leiche in der Mitte des Zimmers. Der Selbstmörder hielt.noch den Revolver in der Hand. ' Der Bruder riß ihm denselben aus der Hand' und jagte sich eine Kugel durch den Hops. Als man herbeieilte, lagen die Leichen der beiden Brüder nebeneinander.' . j. V c r b ore n. Unterchme .orense Wachmann, rck alobö nu sei! ver ynen oas iaul so. vreer gewaU) e is, daß eö immer aussieht, als öbs?W nen auslachten; Sie sind enmal total lächerlich verboren."
Europa Schuld ist, unterliegt wohl heute keinem Zweifel mehr. Pierre Gissard vom Pariser Figaro", der von seinem
tW-I7-- '4 - v.-ts? -m - sf raiic r'rVi- ' hi zzMr-A hvFj;L-3i Eisenbahtt -Zeit -Tabelle. lnkunst und Ibgang der Eiscndahnzüge in Indianapolis, an und nach Sonn lag. denn. Mai ISS4. Cledeland, Columbul, Ctncluuati uud Jndta. napclit Elsenbzl) (Vit sine.) Abgang: Ankunft-. 9 V ert 4.1a tn nderson c.'.. 11.15 55m SDavton Cl j.io.to et 8t8Stag 6.40 601 tfil nJ.U.35Ka lndeison Ac... 2.10 i)., a et cj 5.wjjm v StL Sl.lg.z; 9t $ r.... 7.: im i! 3 Soshen (5:5.25 Am Vrighlwood Didision, (. C. C.und I. Odgang täglich. 4.:LVm. 10.10 Ln - 11.13 821 ....... 2.' 3.30 Sin ttzttÄ. r..:;. NX IZzlich. tAOKa 10.35 Ba 2.1 Rm 3.23 m 4.55 31 täglich. MO Km täglich. 10.Z'rn niJ Siseubahu 7.3J M Pittburö, Eiminuiitt & Zt. RYPWB5P Cj täglich 5b kt üveutatRichm ce cult fltnont sonnt. 9.40 Um ZlV P S; tZjlich n.37 tiu 3)Cl aul. nntag, .... a.?7!Rm A P W 5 P I täglich ,i,.Z.l Ta,ton Ex tut. Sonntags iu.w üm Cm cmrntnSonnt.lii.4i Hin RäDAceaukg. Sonntag i.W Um YPWrP Er täglichst).. 4.K5 S!A Danton S aulg Sonnt 4.bd Chicago Route dia Kokoms. Chicago Schnell ,ug :sg 11.1? Nui hicaso ilZitei.il w j:t Jnd', Lau. Schnellzug... 3.i9 Cm Jndxi'Z & ton. Er?reß 3.35 5121 Terre Haute, Vaudalia & St.Loui Sisenbahu. ait krat .... 7.15 m chnellzua 3 601! llail und cc. .10.00 lim a Sipred.... Z.Z R all und... 4.40 ?:m TaZ Srx, p 11.65 t'; in Xtrxt Hau: tu. 4.iu i)(ci Paciftk 5 10.45 l'rn Clncinnati, JudianapoU, Ci. Loui u. Ehieao Sisendal)u. Ciiicwnali Divisiou. Louiv.?k 2. 4. ZZm Cincinnati cc 7uJ! Sndkanap ee. t 50 k'viüt9tf. ii.wwrn Umxn 1.... 4 43j t ctii ?? a . ineinnati cc.ll.OJ Vm .5Ll5r ,e.. 3..tt u inc. cc Cbb 9lm täglich u c c. 10.44 m (5hicaI0 Did'isioa. ?eo 8url Sr. C.ißBrn hicago Mail x.:2.w Nm iLefter.r r 5.1 0 Nm S L täglich i t c 11.20 Skm hieLou ff L. täglich ,.. z.zz Lafg?ett kk ..10.40 L Nail xe.. z.?.os:m Sinkinnati Äre. Jessersonbille, MüdisöN und Zudlsvspolik kisenbülzn. Süd r tag. i. ist adkk... 7 ?nd 'ad VUil n l St dend Er p tZz. t...'. km i sr L x tfgSJtajio.: Wabash, St. Vouil & Parisik. j et z sh.e Äail 7.15 n j ZS sz". 2 li hiRrtt, zoix tWr .it.Zo r Dtt U Ho DtaiL 8.M)i:m (t... . n..aiy;r. Judiana, Bloomiuzton undWestern Elskudahn Pac Sl U ülatl.. 7.30 Um StinXtti cc 5.10 rtrn Eranfsrdv.. m VuKLlSLttztl.lONn Lastern & 6 4j, taglich 3 50 (Ja ffme Spee 11.15 Km ttar.tie S. e.l& 9:01 - St. Louit Diiilzlou. koresieidAce... ö.ZO km ?!schtSr. ...... ftail u Istgj. B.C5 Örn Mail u rag 5?. oi acht ts ll.L5m iKotenei ttte . 6.10 .o Ocstliche Division. ...?0?.a Pacific örvieß... 7 00m .tt S'Ul t 10 Z5m . Ü llJi:! I .ffl.tll stn. A fii'm Oestl.SrBiail. Tögl. Scpreß.. Atlantic üiv.. ' r - 1 . 1.. . .... , K.ui j Louisvilse.Ntw Nbank Äs l?s,ica.io.-Air.Line. 1 ffticaao ffr tat .. 12.1)0 Km j Ü;fnp Ä,,!,jiW I rUtch 5ity Shicag. anaii..... u.,.:n i7h'cagoSr. tgl.. 3.10Bm Äl,'onpnSc 10.ZVL ich. Gi;9 A Sh:?. ti alt 4 wem Jlldianüpotis Ultd ÄillttuneZ Sistlibain. , an A Caito j 7.0, a l ineenne cc.19 31 tin inrenne cc . ... i;;uii auo. o km Judianapolii und et". Lsuit Sisknbalu. Tag :xreß, cc. ) 11 8 13 j tätlich 7.10 vm cc 3.55 v o,t u St L 6.15 kocai Vaflenger. r.u I u6l i j Dar tag!. e5m täglich l u cc.lö.r. Na r-nManitcIij Le 3.155;n. , kincluua!i,HamiItonL.Jndi2uspoIiiSiseubähu. Jndp StLoulZ 4.u; Cm onerlvl2ece S.SO ttm (ior.:iUv:at l.?0 Wall lUCHat Indvllu&t. L . 6.40 m 5lndp u 6tVouUlO e ., .s..?h'.mw i ?ncinnuii cc ?;ta t:it x. trirt4t. ti - rt'.Cfl mm Bis lZWes der Jndiaim VöbMMS y cmpstehlt sich zur Anfertigung von Rechnttttlzelt, Cirkularen, Briefköpfen. Preislisten, Qttittimlzeu, Eintrittskarten, MitjslieÄelkarten, Brochnren, Constittttioncu Adreßkarteu,
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