Indiana Tribüne, Volume 7, Number 304, Indianapolis, Marion County, 23 July 1884 — Page 3
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Herbert's Schuld.
Roman von I. B o Y (5 d. (Joitstbung.) ffi bedre Botschaft," rief er immer iaj';loscr werdend, bebre Botschaft Du bist frei." Sie sah ihn an selbst wie irr. Frei 1" fuhr er jauchzend fort, denn der Mann, welcher bis jetzt Dein Gatte war, 11t mein Äater mein Va ter, der mir Alles nabm, was ein Menschenleben schon und gut machen kann. Begrelfft Tu mein göttliches Recht, begreifst Tu, daß ich Dich ihm nehmen darf?!".. Wer sagt das ist es wahr o mein Gott er phantasirt !" sagte Hanna. Sie suchte scheuen Auges die Thür zur Halle." ' Er trat ihr in den Weg. ' Du kanntest die Geschichte meines Lebens. Tu wußtest, daß ich meinen Vatn suche. Ich habe ihn gefunden Herbert hat ikm mir verraiben "'es ist Dein Gatte'." Herbert !" schrie sie auf. Ja er war neidisch eifersüctiz er wollte nimmer, daß ich mich Dir nahe, er sagte 'mir die Wahrheit, um mich von Dir fern zu halten Tbor er ! Er mußte wissen, daß es mir nun Pflicht und Recht ward,. Dich zu befreien. Nimm die Morgen Zabe meiner Liebe !" Wieder wich sie vor ihm zurück. Er hat es gewußt die Schmach er hat es gewußt und geschwiegen er hat mich angesehen geliebt und doH schwiegen!" flüsterze sie'M verKehendett Sinnen. Mit den Augen und dem beißen Athem eines Raubtbieres näheNe FMrich sich ihr, er umfaßte ihre Hand, er sah ihr glü bend in das Gesicht. Mein bist Du mein ! Weiche nicht in Furcht zurück Du wirst glücklich sein. Ich liebe Dich ich bin Dein Herr ein Gott ein Gott ein Gott !" schrie er und wollte ihren schlanken Leib an sich reißen. Mit der Kraft der Todesfurcht stieß reihn zurück. Sie floh an die Thür, ie faßte den Griff, sie lehnte sich mit em Rücken gegen die eichene Thürfül lung. Hinweg !" nes sie mächtig, Wahnsinniger, was wagst Du ? ! Hinweg ich bin eines Andern !" ' Noch einmal kam er zu ihr heran. Eines Andern !" keuchte er. Ja aber nur vor dem'Gesetz. Mein ! Mein, kraft des Rechts meiner Liebe !" ? Ich aber," rief sie, seine Hand zurückr r ' i r r f r i id fauageno, ia; tieve Heroen. ' Er taumelte zurück. Sie lehnte ihr Haupt an die Thür . ihr Herz schlug sie glaubte, es werde gleich zum Letzten schlagen. Es sauste in ihrem Kopf, die ganze Luft war mit Brausen erfüllt. Sie fühlte, sie habe ein Todesurtbeil gesprochen über den irren Mann? Ueber sich? wer wußte das! Lange blieb es still, sie war zu ohnmächtig, um den Fup zur Flucht zu heben. . Dann lachte er laut und gräßlich auf. i Sie liebt Herbert! Hei dem Sturm und dem Ozean will ich die Schmach eriahlen. Er lachte wieder, er schaute sich wild um, wie Jemand, der auf der, Flucht ist er stürzte auf die Thurzu, durchweiche er gekommen und riß sie auf. Heulend fegte der Swrm hinein. Die Lampe auf. dem Tische flammte, rauchend empor und erlosch. Sie liebt Herbert ! schrie er noch ernmal und dann floh er hinein in die Nacht.' Der Sturm drückte hinter ihm die Thüre wieder zu. Hinunter die Stufen der Terrasse, planlos weiter, immer gradeaus. Plötzllch stand er vor emer hohen, in der Wacht hell schimmernden Böschung. Die Düne. onst führte hier eine schmale Holitreppe zur Bequemlichkeit der Schloßbewohner yinaus, ver mrm rane ne aam mu Sand überschüttet, die Nacht verhüllte S. i i C TV . ire puren. : yan an oer 'une war in iyrem Schutz Ruhe vor dem Sturm. Aber er toste droben und drüben, er donnerte mit dem Meer um die Wette. Mit Händen und Füßen klomm Roderich an dem rinnenden Sand hinauf, immer wieder sank er zurück, immer heftiger ward seine Wuth über das Hinderniß. Emvor ! Hinauf ! ' Es dem Ozean zu erzahlen, daß sie Herbert liebt ! Und endlich ' ftand er oben. Aber seine Kräfte waren zu Ende. Er sank zu Boden, kroch weiter und kam in Gefahr, jenseits den Ab fall der Düne hmabzurutschen. Er klammerte sich fest an, er fand einen Sitz und ruhte heih athmend aus. Sein Haupt be fand sich in gleicher .Höhe mit dem Kovf der Düne meerwärts gewandt saß er so und lachte in die furchtbare Nacht hinein. VI. Die Lampe war erloschen, Hanna sank schwer, deS Bewußtseins verlustig, an der Thür nieder. Lange lag sie so. Da öffnete man von draußen die Thür, ihr Körper bildete einen Widerstand. Durch die geringe Spalte konnte aber die draußen stehende Person bemerken, daß es ganz dunkel in dem Zimmer war. Helf Gott gnädige Frau Baro nin " Hanna, aufgeschreckt durch den Stoß, den sie von der sich öffnenden Tbür empfangen, regte sich. Ein leiser lageton kam aus ihrem Mund. Die treue Maria draußen rief nach Licht. Inzwischen raffte Hanna sich auf. Allmächtiger ! was Ihnen o meine gnädige Frau sind Sie krank, Frau Baronin!" jammerte die Alte zurückkehrend. Sie .legte ihren Arm um Han na und führte sie zum nächsten Stuhl. Hanna sah sie hohl an. Sie siel auf den Stuhl nieder und blieb theilnahmSlos in der Stellung, wie sie eben war. Was ist mit Ihnen geschehn wer löschte die Lamve aus?" Ich will schlafen," sägte Hanna jetzt leise. . . - Frau Baronin niA hinauf, allein inJhnm Thurmzimmert NuhenSie hier. ' Wir ändern Drei wachen bei Jhnen keins hatden Muth, zur Ruhe zu
gehen. Hören Sie den Sturm ? ! Das Dorf kann in Gefahr kommen, sagt die Kastellanin. Hier oben haben wir nichts rn fürchten aber die Armen im Dorf. Aä wären wir nie in diese gräßliche Wildniß gegangen Sie sind hier bleich und mager geworden," jammerte die Die nerin. Das große, halbrunde Schlafgemach hatte kleine Fenster, welche gegen das Meer sahen. Hanna's Bett stand ander graden Wand, den Fenstern gegenüber. Es war sehr groß und breit, aus veraoldetem Hok, ein Prachtstück aus ver-
gangenem Jahrhundert. Ein purpurseidener Baldawin krönte es, purpurne Lorhänge flössen ringsum es herab. Am Tage schien beides, Vergoldung und Purpurseide schon sehr verblaßt. Inmitten des Gemaches hing eine rothe Glaslam pe vom Plasond, in ihr brannte ein Licht, welches träumerische Heiligkeit verbreitete. Frau Maria zog ihrer Herrin das wollene Gewand aus und legte ihr einen weißen Schlafrock um dessen zartes, mitSpitzen bedecktes Gewebe kaum ihren Nacken und ihr Auge verhüllte. Maria löste ihr das schwarzbraune Haar, eine lange, dichte Flechte, bis wr Hälfte aufgelöst, siel ihr bis an die Taille herab. Maria zo ibr die Schuhe aus und trug die weichen Pantoffel herbei. . , Da sagte Hanna, die schweigend Alles mit sich geschehen ließ : Nun ist es gut laß mich allein." Gute Nacht und Frau Baronin brauchen nur zu schellen, wenn Sie etwas befeblen wir wachen diese Nacht alle Dre' zusammen in der Halle." Hanna nickte. Es ist gut." Schon war die Dienerin an der Thür, als der leise Ruf ihres Namens ihr aufmerksames Ohr erreichte. Maria !" Sie kehrte um, sie trat wieder vor ihr Herrin hm. Mit einem wunderbarei stillen Blick schauten sie die dunklen A gen an lange. Ihre Herrin spracy kein Wort, sie reichte ihr nur stumm di Hand. Ergriffen, und doch nicht wis send weshalb, neigte die Alte sich über diese Hand und küßte sie. Dann ging sie hinaus. Hanna rührte sich lange nicht. Sie stand zuletzt auf, ging an ihren Toiletten tisch und suchte sich Sckreibieua und DaPier. Mehrere Male hatte sie Beides v der Hand, ohne es zu bemerken. Sit kebrte an ihren vorigen Platz zurück, setzte sich und machte Anstalt, auf dem vor ihr stehenden Tischchen zu schreiben. Jhrc Hand war so müde, sie hatte gar nicht die Kraft, eine. Feder zu führen. Aber zuletzt ging es doch. Thranenlos ver folgte ihr Auge, was ihre Finger schrieden. An ten Grenzen des Todes giebt keine Luge mebr. Herbert, ich habe Dich geliebt. Ich dachte um meines Kindes und um meines Gatten willen diese Liebe u bekämpfen. Seit heute weiß daß ich, ick mich irrte, da ich mich verpflichtet glaubte, meinen Gatten zu ehren. Ich habe die Kraft verloren, weiter zu kampfen; in Deinen Augen habe ich die lamme der Liebe für mich brennen sehen, ich weiß, daß Du mir Deine Arme entgegenstreckst und ich hätte nicht mehr i cm..i.c : i. fTN: ... -i.:c... ven iniu; u uuju'vcu. Ich bin zu schwach, um noch ohne Dei nen Be nv ui leben, zu ichwaa?, um mir Deinen Besitz zu erstreiten zu stark. um vor meinem Sohn erröthen zu wollen ! Ich ' sterbe. Herbert ich küsse Deine Hand, welche mir den Tod reichte. Ich sterbe. Herbert liebe mein Kind ! Weine mir keine Thränen nach. An den Grenzen des Todes giebt es keine Lüge : so wisse auch, daß ich seit Jahren in meinem Herzen krank bin, so krank, daß mich vielleicht morgen ereilen könnte, was ich heute suche. Lebewohl !" Sie schloß das Blatt in ein Kouvert, mit ruhigen Händen, ganz sicher. Sie schrieb darauf ; Maria, Du wirst diesen Brief sinden höre meinen letzten Befehl : gieb ihn eines Tages an Herbert Erhard und fchweige l" Sie legte das Kouvert auf das marmorne Tischchen neben ihrem Bett. An goldenem ölettchen trug sie an ihrem Hals ein Medaillon, sie zog es hervor, es enthielt das weiße Päckchen mit dem Opium, welches Herbert ihr gegeben.' Sie betrachtete es lange, ruhig, stumm. Ihr Geist schweifte noch einmal zurück in die Vergangenheit, mit fast visionärer Klarheit sah sie Alles, was sie Süßes und Schweres erlitten, wieder vor sich. Diese Stunde wär ihr barmherzig : sie hörte nicht das dämonische Geheul des Sturmes, der sich an den alten Mauern brach, nicht das donnernde Toben des Meeres. Sie sah und hörte zurück in die Vergangenheit. Und diese tunde war ihr doch wieder nicht barmherzig: sie' zeigte ihr nicht den Mann, von dem sie' träumte, auf dem Wege, auf welchem er' sich jetzt befand. Sonst hatte vielleichtdie Schwachheit in ihr gesiegt und sie hätte nimmex mit lächelnden Lippen das weiße Pulver geschluckt. Sie wukte nicht, daß erzur mitternächtigen Stunde, ruhelos, die Nachtrast verschmähend, wei-! ter begehrte, weiter hin zu ihr, die er in Gefahr glaubte. Sie wußte nicht, wie er zornia bittend, Gold verheißend, fast darum bettelte, daß man ihm ein Fuhrwerk stelle. . Aber die böse Nacht brach leicht Menschen, Thiere und Gefährt in Gefahr, man verweigerte es ihm lange, bis er gegen Morgen endlich einen Wagen fand, der ihn küstenwärts führte. . Nein, davon träumte ihr selig - unseliger Geist nichts.' Sie lächelte und dachte seiner Blicke voll Liebesflehen. .Sie lächelte und nahm das Pulver, welches er ihr gegeben. Ein unnennbarer Friede zog in ihr Herz. Aller Kampf, alle Sünde hatte nun ein Ende. Einer kam, vor dessen Majestät Alles zerfällt : der Tod ! Sie wartete auf ibn. Sie wartete, ob nicht Schmerzen ihre Nerven erbeben machen würden. Nichts Ruhe," das Gefühl einer himmlischen, namenlosen Ruhe dehnte ihre Glieder. Ich will schlafen", sagte sie. Kaum trugen ihre Füße sie bis zum Bett; sie streckte sich auf der purpurnen Decke hin Die Wohlthat der Müdigkeit übersiel sie tief immer tiefer. Fern erklang mystisch Musik, wie Oraelklang wie Gesang von'reinen, hohen Stimmen. Ihr ward zu Muthe, als fiele sie tief bmab. in ei-
nen bodenlosen' Abgrund, tc riß die Augen auf, da war ihr Bett die rosige Lampe die Lider sielen zu. Ein überirdisches Lächeln schlich um ihren Mund. Sie war so müde das Herz schlug sanft und leise. Und sie sank und sank immer hinab in den Abgrund ' es schwindelte ihr ein Athemzug sie schlief. Die grause Nacht gebar einen fahlen, wilden Morgen. Stämme waren im Walde niedergestürzt, hatten andere halb mit sick aerissen und diese drobten nun'ie-
den Äugenblick nachzufallen. RathloS stand im bleichen A!orgengraucn Herbert L; fc cv,",Ar. s.: sm,m3
liti Wli )MV IUIIVV ICWHHVilV MI VW , ' ' . . , f. , . r. Wege, da, wo derselbe in den Wald bog.! er lac-, daß sie ihn geliebt, dan sie gekr ir iirf.WthslMn ,1, v; storben war, weil sie in seinen Augen Ge-
ken. dak man b er mit Waaen undAierd " -o"7-v"' g- V". durchkommen könne. Unser lieber Heiland mag' die armen Wolfsbger schützen", sprach der Mann, der.in der Gegend kundig war, berdem Nbrdost sind sie in aroker öefabr. Sie r . -.S w' --T.-' Ihr Heil M Fuß." w r . m Der Ort, wo sie lebte, in Gefahr irbert erbebte. ..ck nmk nackWolfsRrfiT fiv." fhm tt. in will iifi bmnliif116' w-h
leyen, err, icy rann ie niwrroener. , "'".""'"2"""" .... v' fahren-. Wenn Sie ' denn 'mit , Gewalt bcnd sie m den Tod gegangen, war eme A rrmrXxm trmfcen. versus &f Luge gewesen elneLuge,die semeEitelkeit
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Halloh !" rief der Mann, welcher sei- 8-. war, a s droymen es iym die 'ne Pferde am Zaum hiep, da kommt' Wände, die Luft, die Todte, das wemenwas Menschliches' durch dm Ääld." ?e Weib mit Posaunenschall zu : Mör-
vv.ivhiv. I Jetzt sah man es, zwei Mbwüchsige. aJZfii unr-an a 's;-?- ;4 r.J tfurnvm ivwhi vv iv v vi tw, nv. i flogen . daher. Der Fuhrmann wußte " -r r . r- r.rt, s I auaenoliaiicy, was ne iouien. ir schwang sich auf . seinen Wagen, ergriff die Peitsche und schrie den Knaben entgegen: . ' ,,le Vüne r "Ja ja" ' keuckte der größere Bur'J wiitiWn f'ömWä tt?f nTtoin mehr zwingen sie fürchten, daß die alfc, M ..VftW m kJ U M 4, Bftftk' b III te Stelle wieder durchbricht." Der Mann peitschte auf die Pferde los, er wußte, daß er die Feuerwehr und die Soldaten des Städtchens allarmiren mußte. Die Knaben kehrten sofort um, den Ihrigen die hoffnungsfrohe Nachricht zu bringen, daß ihnen ein Wagen begegnet sei das bedeutete immerhin das Nahen der Hilfe zwei Stunden früher. Und zwei Stunden sind in einem Kampf mit den entfesseltenElemcnten eine Ewigkeit. eili'e ihnen nach. Der Sturm war ihnen ... ' I vcehmt miw mit ", rief Herbert und entgegen,sie mußten oft über gestürzte Baume klettern. Diese ungewohnte, furchtbare Anstrengung des hastigen Laufes machte Herbert keuchen, er fühlte seinen Pelz als Last. Er warf ihn von sich. Immer schneller, immer angstvoller der Gefahr entgegen ! Von der Höhe, wo gestern Abend Roderich gestanden, sah auch Herbert hinab. Ihm graute. Wie das Ungeheuer sich wilder den armen, kleinen, sandigen Erdenfleck heranwälzte ! Bis zum fernen Horizont nichts als Wogenschwall, in immer gleich rafender Gewalt herandonnernd gegen den Strand. Er floh hinab ins Thal, durch das Dörfchen. 'Erwartn Smnen. Der
Anblick hatte ihm jedes Nachdenken ge- wagnnnuigeau oc reoi, aus oie araubt. Er'wukte nur : ieden Auaenblick cher . zu klettern. . Aus den nächsten
konnte das Meer die Düne durchbrechen er alaubte nur. dann würke m3 Dorr und die Rura und sie in seinen w - " -w Fluthen begraben. Er stürmte durch " " . j " " I ' ........ die Eingangspforte er kam in die . 'ma m . aroke Salle. Äiana schne auf, als sie ihn so blaß, so verwirrt, so keuchend sah. ..Wo ist sie ?" rief Serbert, in Anast t ' vergehend. vlaria wies oeoeno oie treppe yinaus. (? rffflnS Yt43 fr WrtYÜ ttff3 llll . ' - T ?. W . I . , T " . . f tr nftrtt. 'frnnrniti itrn Wro Cs, wiv vv vnv ittwv v vvv mvvv tin ein schreckliches Unglück zu melden -der-sse sank in die Kniee-war daS I VV. HktVIlllllVIII Hl V V ' frfisrtP iwiw . Er floh hinan. Er riß eine Ml öuf- p!n nh?f dunkler Nanm rtSnntf 4nn aus. em ooer, cunller anm gayme iyn snTOiffi Licht schwamm ihm entgegen,' W wa. riitt ws;,;nTmU,rsMror Wankend wie em trunkener trat er em. - SSSSSiS1 i,e ft,cb,,4c r ' Tl mt'j r" r c o Sem erster Blick siel au ihr Lager - Srmt At rosig IM rosigen Licht. Sie regte sich nicht. Frau Baronin," rief er mit erstickter Stimme kommen Sie es ist Gefahr das Ä!eer." Sie hielt still die weißen, schmalen Hände unter ihrem Haupt verschlungen. iHiU. .. zwischen dem maon Arm und dem marmornen Hals hindurch stahl sich die wnge, schwarze, halbgeloste Flechte. Man sah ar l den Falten des dunnenSpitr . Vcr0r: . 'i ... Er kam näher, zitternd nicht für hig. Draußen donnerte das Meer. Hanna " schrie er plötzlich laut auf. r, a J;if fe f;.r yL Bettindie Kniee, er betastete ihren starren Körper, er legte sein Ohr au ihr Herz, ' :0 . I I oC 3' '7.:7 . . . "vv.r.v " aus hren Mund. Er hob ihren Kops, er starrt ihr in das Gesicht. ;. ' Todt '"schrie er a sie schlief todes'Sg brauchte nicht ' J... - . ' ' ' mvv. r u.;vu - ch, (ft Sengellender-chreiwarHinabgedrun. n zur alten Diaria, sie kam sie fand ihn .c I.. o: .... v. ... '.3 tii. ehr 511 Tiirmtftt " Kl V; 'IVr; j (in t m I tan MIMvi li t rt w lid tnn tnn I L r-ÄiE un wvvk AjMnui. vic uy uu ujrer Herrinw ißes, stilles Gesicht und auch I" """'r'V4"'., . Todt !" wiederholte Herde nach banger, schrecklich tl cklicher Stille. Er richtete sich i i ' ' aus. Ich habe es immer geahnt," jammerte die Al e, daß sie einmal . so plötzlich " 1 . ' L il ach Herr Doktor. ... ..sie war so krank rtjW es ich., äch 4$ . .u
Meer da und kam er, sie zureiten ? Sie (flÄ X ihm vnb, fannfr fiA ttiHsit er. Nachstehendes entnehmen : 0mrncr
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sich, sondern vor dem Moment ihres tzr- , 77 " r V; " v . v Wachens. Nicht einmal die Spitzen an Km 45 ZuDartmoor in Engibrer zarten Artist bewegten sich von ih- land siattgesmiden. Vor emigen Tagen .. A.m frt (;; s?:.? KoLa, arbeiteten etwa 2o Zuchthausler in emi-
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merkwürdig ansehend, frank Ums fcblte ihr 5" ' Sie hatte ein Hcrüciden auch ihre Mutter ist daran gestorben nur nicht so jung und so fällst die hat schrecklich gc-. litten 0 mein; H.'rrin, mein; gütiqe Frau!" Weinend sank si? ans d:? st.'.rr: Gestalt. Er erhob sich mechanisch, unfähig, ein Wort zu sprechen, einen Gedanken klar auszudenken. Da siel sein Blick auf den Brief. Er nahm ihn er las. Für il'n für ihn 'es wurde dunkel
vor seinen Augen. Er tiat unter die Lampe, zern;; oa) Kouvert- vor seinen Blicken schwamm.'!! die Buchstaben. Und r-.-K ....-k ..:s v.-. ,......c.4 &""wy. v wvu i owwseiner Gegenliebe die Kraft zum Entsagen raubte. Und er las von ihrer Krankheit und er wuizte, dan zene Dosis Pmm krankes Her; hatte stocken lazVn Seooren. ie war geiioroen ein pser i9 I 1 viuu. Zum zweiten Mal brach er an ihrem Lager zusammen. ..Mörder!" lies ihm sein Gewissen ' r--. . r- i. -r . . -L- ' oer! . Wie lanae erbert so laa er wukte . r . s .. Pt , . es Nicht. Er wünschte, daß er nie mehr Ait S'ohor 4itntrf fnron tniio Vlitrn i".: ; .'"'.'v-. rz.vi sterben !" Das war sein einziger 'Gedanke. Da scholl ein Getön durch die Lüfte man wußte niAt, kam 'es vomjfcimmel oder von der Erde ein GetönZdasiKe alte Burg erbeben machte in ihren Besten, . ' W Maria .floh ' ansi5?enster. DasM.eer!"rüf sie gellend. Es hat die Düne durchbrochen " rs ir " p r p rrr F lr r . i'iucn erven suyr aus. r say sie wie geistesabwesend an. - HerrDoktor das Meer es wird das Dorf.-verschlingen !" r' cm. .'..'i ... r. . r, t i2inencomenl nocy rampsie er mir oem Bann umseinenDeist. Dannschöß ein Flammensträhl' aus seinen Augen. Wachen Weib!" rief er. Mache über ibren Leichnam !" Er stürzte die Trevve hmab zum Hause hinaus. Weiber und Kinder, schreiende mit Bcttkil und anderen Dingen ihrer Habe Lül JbVM All 4 W VaV I AM . beladen, stürmten schon denkleinen Burgliügelempor. In der Burg schien.'ihnen wenigstens Sicherheit für ihr Leben zu minien. Zerbert stürmte weiter, die.Zvlutben umspülten schon den Fuß des Hügels und. aus ihnen ragten, wie lauter lleme In sein, die Dorshäuser, an deren schwachen Mauern das Wasser höher und höher, in gräßlicher Schnelligkeit, dem Auge sicht bar, stieg. Noch wateten Männer zwischen den Häusern umher, die Fluth stieg bis an ihre Brust. Nicht aus allen Häusern wa? mt . l 5 , , r ' ' ren Mioer uno inoer rechizeiilg emsivhen. Jammernd sah man sie aus 'den Bodenfenstern die Arme strecken, oder in Kausem trugen die Manner aus den Schultern Kinder und todte Habe hert m . bei. AVer der grau e Egoismus, der im , M " amps ums even immer wie aus der HpoueBe iwa iDm.riAui.xU4 a xzSkvA Ctv v K ?W luwcn. vaaiz an sein Haus, jammerte ob semes UnttuV. (Fortsetzuna folgt.) cj,,v, !ide. I r, -. . . . r O " 11 N I STl 0CI ill) l l Ci' I v l . t. . . , m ?!Tpnt r.. 11 f-FVr 1 3''"" habender!,;, die Thorner K if wf " mit VHiifrttfr ntrn IritY ivv trauuns auS I reu upcritaxoeiumtcn i;cceruanüivvais i . x. r je. , x er s i r jr. . r i i . u iTj n ez.u, , VV r UUW V vup iiu viv Ujuvuuiy ic rh f b5 f St ff b0r z.?:, trfA Ära Ät auch I K.. t r ..... i-v. zu können, chwiNdet immer meyr. n w'zi rc. 'um mcts. clä & imiivuii uu vuiv uuit viiv, uu tuches Jahr, die Aussichten, die n Folge der früheren Ueber chwemmun gen nothmW aewnrdenen deckenden Pastn wendig gewordenen drückenden Lasten etwas mildern zu können, sind vernichtet und neue Verpflichtungen, die für die meisten Vewoyner unserer Niederung gleichbedeutend' sind mit vollständigem Ruin, sind unvermeidlich, wein ihnen ltft Viir&irJPetV CÄsf tt 'AtT trItr vmijui vn v cyi v t ,'v verzinsliche Darlehen helfen hier nichts ehr, hier muß die Hilfe in derselben Weise eintreten, wie sie im vergangenen Iahte den Ueberschwemmten am 3lbein alle überall ? SJWXhunn Vrr CtsfanrnifrÄ fittiiti hm vtv v 44 y vvuytvvvMitvv V d wirken. ger Entfernung von dem Gefängnisse, als emer der Straslmge plötzlich einige große s mr UZ J habendenGefangenenwarter warf, der, am r l . r tt. . v n . c v jri .Me aetrossen. besinnunasloZ :u Boden seinen, rMnunö V stürzte. Das geladene Gewehr, welches äs tnin . enfiiel oirr (YtnTtt ttX t . M ' rl :7w Straf mg sturztm sich auf den Darniedergestreckten. Em Sträfling Namens -fu VW Hft nrtitS terrtntmen Ynrxr. n ht l'nstknhr in I d" , ,v iv wjvy., wacher der Wärter (tocUe; a : cittt ??eS&!TVlta tinte sich des Gewehres und der Patrcnwelcher der Wärter schwebte: ereilteden tiaU sich des Gewehres und der Patron tascke. Neben dem besinnunaslosenWär- . p . . . er- ' st hend, feuerte Siedet auf seme Heransturmenden Kameraden und machte f.mf sa sf.Tfi Vt.f crr.;;. L?:imz;::ZzJ:l ?al I .vrtM r rtf rVAf tnArn 4It V iitif tronen erschöpft waren, "schlug er fünf U5" w! ?'a Steven, ub mißt irtn Sfthi Miftrit ffirnrniA it twrtt es trn wettere Genossen mit dem Gewehrkolben 7 r; V1 A äSSäIÄ
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gefallen fei. Xt verwundeten Zuchthäusler wurden in Karren nach dem Hospital des Gefängnisses gebracht und die übrigen gefesselt nach ihren Zellen zurückgeführt. Ende voriger Woche wurden sämmtliche Gefangenen innerhalb der Gefängnißmauern versammelt. Der Gouverneur lies; StcvcnS vortreten und benachrichtigte ihn, daß der Minister des Innern in Anerkennung seines muthvollcn Benehmens seine Begnadigung und Belohnung angeordnet hätte. Stevens wurde durch diese Mitteilung so gerührt,' vr. ' ' i U r i .
can er wie em siino roeinie uno nach feiner Zelle zurückgeführt ioerdcn mußte, die er m wenigen agen als freier Mann verlassen wird. Er war weacn eines schweren Verbrechens zu lebenslänglichem Gefängniß vcrurtheut worden und hatte erst zwölf Monate seiner Strafhast verbüßt. In den ersten Taaeii des Juni hat ein fürchterliches Unwetter in verschiedenen Theilen des Kaukasus schweren Schaden verurfacht. In Akulls, im Bezirk Eriwan, sielen Hagelkörner von der Gröke eines Gänse-Eies und im Gewicht von 1 Pfund. Ein Flüßchen trat r c Ä . . aus feinen ufern und m ganz kurzer Zeit waren 0 Wobnbäuser vernichtet und An Menschen um's Leben gekommen. Obstganen, Weingarten, eidenplantagen kc. waren fast vollständia vernichtet. Die Leichen der Verunglückten wurden so schnell als möglich gesammelt, damit bei der gleich darauf eintretenden ' starken Hitze durch die Verwesung der Leichen Nicht etwa Epidemien entstanden. Die Zahl des umgekommenen Viebes kann nicht festgestellt werden. Auch aus anderen )rtfchasten werden ahnliche Ung'ücksfälle gemeldet. So wurden im Dorfe Njudshade 15 Gehöfte durch den Wasserstrom vernichtet, wobei 0 Personen um's Leben kanten. Der Schaden wird allein im Ordubatskij-Distritt aus eine Million Rubel geschätzt. In München bat sich am 2l). Juni in der Marimilianökaserne der Unterossicier Jakob vom 1. Feld-Artille-rie Regiment mit einer Kanone erschosfcn. Die von den Schießübungen im Lechfeld zurückgekehrten acht Batterien waren Vormittags damit beschäftigt, die Geschütze zu putzen, als plötzlich inmitten ocr Mannfchaft em Kanonenschuft er- j dröhnte und zehn Schritte von dem los-! gelösten Geschütze ein brennender Rumpf j mederslog, während 46 Schritte entfernt i ein furchtbar verstümmelter Kops rollte, i Es Karen die Reste des Unterofsicierö! Jakob, der ein GcscbüK mit '2 ManöverPatronen und mit Kugeln aus einer Kartätschengranate, Eisenstücken zc. geladen hatte, ohne daß dies von dem jourhabenden Ofsieier bemerkt worden. Jakob lehnte sich mit der Brust vor die Oessrnmg des. Rohres, so daß der Schuß ihn mitten in der Brust' entzwei riß und der Rumpf nur noch eine unförmige, brennende und blutige Masse bildep nieder e in !.yeatervrano : Am 30. Juni Nachmittags wurde im Theater zu Edinburg Rauch bemerkt, der aus dem Requisitenraume hinter der Gallerie, herausdrang. Als das Feuer ausbrach, war die Gesellschaft des Mr. Ehamberlvn eben mit einer Probe der Operette Die Nachtigall" beschäftigt, die Abends aufgeführt weiden . sollte. Die Mitglieder der Gesellschaft bemühten sich, die Flammen zu ersticken, aber ihre Anstrengungen waren erfolglos. Die Feuerwehr war bald auf dem Platze, konnte aber nicht viel thun, um das Weitergreifen deö Feuers hintanzuhalten'.. Eine Stunde nach Auöbruch des Brandes stürzte das Dach des TheaterGebäudes ein. . Die meisten Deeorationen und Requisiten verbrannten. Die Hitze war so stark, daß die Fensterrahmen des gegenüberliegenden Wohnhauses in Little-Kmg-Street Feuer fingen' und das ganze Gebäude einige Zeit lang in Gefahr war. An der nördlichen Seite des Theaters befindet sich die katholische Kathedrale, deren Dach durch den Brand beschädigt wurde. Man fürchtete für die Sicherheit der Kirche und entfernt die Altarbilder und werthvollen Geräthe aus derselben. Das Tbearer hatte 13,000 Pfd. St. gekostet und war mit 12,000 Pfd. St. versichert. Es war schon früher dreimal abgebrannt, und zwar in den Jabren 1853, 1661 und 1875; bei dem Brande im Jahre 18l1 hatten der Dcchant und noch sechs Personen bei den Arbeiten zur Rettung der Kathedrale das Leben verloren. Nach dem Brande von 1875 wurde das Theater zum viertenmale auf derselben Stelle neu ausgebaut und am 13. Januar 1876 eröffnet. Oldenburg. Der Kaufmann Baumann von Gleichendorf ist wegen betrügerischen Bankcrotts 'zu 18monatlicher Zuchthausstrafe verurtheilt worden. Welches Unheil der Aüßbrauch geistiger Getränke auch imGroßhcrzogthuni Oldenburg anrichtet, ergiebt sich aus folgendem Beriet der Bechtaer Strafanstalts-Direktion : ' Die augenblicklich in Bechta festgehaltenen Zwangsarbziter, im Ganzen 75, sind sämmtlich Sauser, bis auf 4 ; von den 199 männischen Strafgefangenen haben 112 ihre Strafe dem Branntwein zu verdanken ; sogar von den 70 Weibern, welche allen Strafartcn angehören, sind 25 bis 30 des Branntweins wegen hie?.',' 2dueSj. Der ungetreue Notar Kiencr aus V 'rn wurde in 'ouitemaiche, Bezirk Pruntiut, verhaftet. Josef Haselin, der Controlleur der Sparkasse Rheinfelden, hat dem Häselinfond in Zeihen 100,000 Fr. und ferner 13,000 Fr. zu gemeinnützigen Zwecken' vergabt. In Bremgarten Frl. Elise Weißenbach, die Oberlehrerin für. den weiblichen Arbeitsunterncht. Ein junger Württembergs, ' Namens Georg Beck, wurde in Bubendorf ermordet. Der Große Nath von Aaselstadt genehmigte 71.000 Fr. für die Correktion der Wiese. Die kleine Stadt Cbur bat 17 Gasthauser' und .63 Wirthschaften, sowie mehr als 40 Kleinverkaufer geifti. ger Getränke. Die Theilhaber der bankerotten Lausanne? GewehrschäfteFabrik Schaffte? Pays k Co. sind unter der Anklage auf Betrug,- drei Angestellte der Firma und ein Angestellter derWestbahn als ' Gehilfen und Mitwisser dem Criminalgericht übettviesen. In Af joltern a. A.' erschoß sich der noch junge Wirth zur Krone", H. Benz.
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Eisenbahn -Zeit -Tabcllc. Ankunft und Abgang der Eisenbahnzüge in Indianapolis, an und nach Sonn-' tag. den 11. Mai 188t. klevkland, Columdvk, Cincinnali und Jndts. napoiit Eisenbahn (ee tfiue.l Abgang: Auknnst: 9 85rt I.. 4.1U V nderson ....11.15 m DaytonZrilSr.l".llm t.... 7.. Rm LJ Goshen Erö.A N L t t3j 6.43 um Bk il j .lü.3ä M nderson c... 2.li) m 36taji a.W!M 5t 6t t.10.3 Xm Brlghtwood Division, C. C.C.uud I. kbgsng täglich. 4.:m. ttgttch. 6.40 Cm 10.35 m Z.10 Nm 3.25 Nm 4.55 iln taglt5. 5X0 Um lZalich.10.Zd 1U.13 M 11.15 Lm 2.2 i Kst 3.30 at " . glich. 5.25 5 7.3J?:ntl Pittäburg, Ciacinnatt & St. Loult isenbalzv RYPWBP , Siichrn ce auU rlZgttch .22 m genom eount.9.l0m D Äff ttr r.ulc NABSS A nomtncn6oniit.10.45 6m RDVeeauig. Sonntag 4.00 m B W y : taglich h.. 4.k5m Tasten S cuiz Sonnt .55 Sm l töglich 11.Z7V 6 C j OUl. onntag .... 5.27 m ?) P i U llifll'ch 10.20 m Danton r au?. Sonntag 10.20 v Chicago Route dla Kokomo. hieago Schnell Jnd'I Lou. Schnll,ug... 3. Fug tag 11.15 5Im atjtcago iprefi.U.lHt m Jntxl' ou. 9 0tn Srpred Z.Z2 terc Haute, Vandalia & St.Lovi! Eisenbahn. vkailrratn .... 7.Nk:m Tag xp, p 11.55 Terrk Haut Z:t. 4.0 Nm B,ftc i 10.45 Nm echnelliug 3.50 Ca Uail undkk...l0.li,, Xaa Errrki 3 ZI eil un6cc... 4.40 Si Ciuclnuati, Indianapolis, St. Louiö u. Chicago tsenval). incinnali Didlsien. &oUt.5. 4.00Cm Jndianap e?. 10.80 m SL'viU,rx. 11.5 iLkftkrn z.... ctü a ttincinnatt cc 7 00 Bm inetnnati ce. 11.00 m 5.ßCfr it.. 3..45 Nm inc. t.ö3 Nm täglich u c .0.45 Km Chicago Division. Peo & X'utl Qr. C.SSCa Chicago 18 ail p. :2.1t bic ck Leu F L. täglich e u D.. Z.ZZ Bm Lafayktte ex ..iu.40r L atl x e.. S.SO S!m Slncmnatt ce. b 0m er.i Ex 5.10 ct S ISglich t C 11.20 5ICT Jessersonville, Madison und Jndlonapolik izenvayn. ead r tag. .. 4.10 m JdNadVkai. 9 45 L ad ikce... 7.25. ' Jndhtcr taglO 4S ra nd Uah Mail z 5.0 Nm V tt gi t. 7.i!0 u bendSrp läg. 6. ml 611 3 10.45 1 Wabash, St. Lsui, & Pacific. fet nie Mail 7.15 khiS R SrtZg Z.1Xv ti t su sr .ii.ZO Drt uhU. S.om X Ce 2.11 N hi , c ci 11.. m Jndiüna, Blosminztsn undWkflcrn Siseniahn ac Sr u 31ail. . 7.3! F.rx aflkxn 9x. Ättn2fiücc5.t0 3:m E?arvfsrdv.ee. Nm u n S tagll.10 m iZzlich z :o M Sm 6pe 11.15 m tUnt-.c . 6.lS9:in et. Sowie Didision. VkorflrldZtck... G.30 Um I Kacht ij Rtttl u Tag.öx. 8.05 m SUail u Lag r acht 3; 11.5 N Äorkfikld . 3.55 Cm .' m t.10 ;n Okstliche Division. Otsll.arMail....4.?0Z!m Vacifie Srxrß... 7 lBm 3s 10 Z)m Xfßl. Scxreß....li 4dBm Stlanttc E;x 6 4s m Western Ep .... 4 45?Zm Lonikvillk, Nkio Albany & Chicago. Air-Livk. Chicaco Ci tgl.. 12X0 j:nt Chicago Sr. tgl.. Z.10BM Wonon Ic lO.Zl'Lm ich. City k Chi:. Sl Mail 4orm Wonott See 5.0 ich City Cdicaa. Sj Mail I't.t59!rn Indianapolis und Viucenne Eisenbahn. Uail 3t airo 5i 7.04 r,n I r.tneennel Zcc.lü 3t Cincnnl See . S.39 m 1 SXoil iu . 4.V Indianapolis und et. Lonit Eisenbahn. Tag rrreS, cc. 91 V tt Ö ös tag CC 3jt?f. Local Passengkr. 9 !0m täglich 7.10 Bin oft u 6t L Ct. ti.15?!m 9t ?) et li ttl täglich Iu cc.10 Jlm ray re ktagi. e.s: ;lniiararolift Ae 3.15?:. k!neinna!i,Han-.ilton5:JndianapolikSisenbahu. Jf.do K EtLouiZ . Rn ConnerZviZeZlce 8.33 Str. tfonnt4oiU;c 4.?0 N ndplUt. L. b.40 ?'m in., D.T.N.Yl0.!0Jn Kail 11.20 ?.nd? u e:LouiilO ecm ü;nrinnatt See m Räe mit x. e. Lklznseüel-Si', mit Schlös.Wag.. t;t x. 'anr4r. r.'t tf'.Cjll Wie Dffie der Zndiana MKUie l empsithlt sich zur Anfertigung von Rechnungen, Cirkularen, Briefköpfen, Preislisten, Qtttttnngcn, Eintrittskarten, Mitgliedcrkarten, Brochuren, Constitutioncn Adrcßkartcn,
