Indiana Tribüne, Volume 7, Number 300, Indianapolis, Marion County, 19 July 1884 — Page 3
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Herbert's Schuld.
Roman von I. Vo Y E d. liZortsekung.) Das ist infam!" rief Herbett und schleuderte den Brief von sich, mehr als infam, zu mir in solchem Ton von ihr zu reden!" Also Adalbert löste den Wechsel nicht ein. Herbert lächelte bitter: es iar nicht mehr als recht und billig, daß er seinen Leichtsinn bezahlte, in dieser Welt, wo man ja Alles befahlt zwanziatausend Mark war für ihn ein hoher Preis für die vornehme Freundschaft. Die ersten Zehn waren hingegeben. Herbert war gewiß, sie nie wiederzusehen, die ndern Zehn sollten noch beMfft werden Herbert sah im Kalender nach bis übermorgen früh. Jetzt war es acht Uhr Abends, alle Bureaus gesöloffen. er harte also im Grunde nur noch den einzigen, morgenden Tag,um eine Äunme zu beschaffen, die für einen Geschäftsmann klein ist, für Jemand. aberr. sie nicht daliegen hat und von' Bln?orr'rdit, von Bankverhältnissen und Unterpfandödarlehen nicht das mindeste VerständniK besitz:, auch alle jene Vortheile' entbehrt, die ein Kaufmann durch seineBeiehungen, seinen WarenVestau L:rZlw chen hat für einen NichtZeschäftZmann war die Summe grsß genug. , um ärgerliche Sorgen zu Hntfcn. Herbert verdiente. szhr viel und hate bis jetzt auch sehr viil gebraucht. Er hesann sich, daß alle seine Grfottrnm, web ?he bei seinem Bankler lagen, noch nicht )ie Hälfte der Summe ausmachten. Bis 'etzt hatte er niemals Geld zu leiben genaucht, aber feine Freunde oft davon xt sen hören. Fü'.' diese gab es nur zwei !Zege, Geld zu erlangen : den Wucherer sder das freundschaftliche Tarlchen. Der erste Weg sollte nie betreten werden ! Den zweiten verbat it)m sein Schamcze fühl, doch war er verständig genug, sich ;u sagen, daß keine Äank und kein Bantier ihm Geld geben würde ohne Sicherheit. (5r hatte nichts zu bieten, als die Arbeitskraft seiner Person in wenig ?)tonden konnte er, wenn seine Praris blieb wie bisher, die Summe zurückerstat ten, aber wenn ihn morgen ein . Unfall, arbeitsunfähig machte, blieb seinGläubi ger im Schaden. Man würde ihn einfach wegen seines naiven Begehrs auslachen. Seine Geschwister? Schwager Heinrich tatte das geerbte Geld in eine Bergrößerung der höheren Töchterschule gesteckt und ein Pensionat gegründet-ußerdem wäre er der Letzte, dem Herbert sich an vertraut hätte. Er würde das Geld, dafern er's gehabt, gegeben haben, aber eine ähnliche Moralpredigt dazu halten, wie die Gräsin JUmgen ihren Armen bei der Verabfolgung von Wohlthaten. Lilly's kleine Habe hatte er mit Heinrich zu sammen zu verwalten ; indeß überließ er dies getrost allein dem Schwager. Soviel er davon wußte, war. von diesem Lilly's Geld in Papieren sicher angelegt, und bis morgen nicht zugaben. . . . ,. Gegen groe Mißgeschicke kannman muthig kämpfen, aber gegen Erbärmlichkeiten anstreben, macht den Menschen klein, es erniedrigt ihn vor sich selbst. Qerbert schämte sich in seine tiefste Seele hinein über diese Armseligkeit, . diese Kleinlichkeit, daß er, Tokror Herbert Erbard, nicht einmal zehntausend Mark besitze. Wenn er immer sparsam gewesen wäre alle die peinlichen , wenn wenn" hielt ihm sein Gewiffen vor. Aber das half nun nichts, das Geld'mußte da sein. . Es blieb kein Auswez : em Freund mußte helfen ! Freund ? Hatte Herbett Freunde ? Tolle und elezante, blasitteund anädige Bekannte, aynlich wie Hattenheim, deren ivußte er genug. Marthoff war der Einziae, der ibm näher stand.- Nicktig Marthoff!' Alle Welt wußte, da Matthoff sebr reicher Eltern einziger Sohn sei. Mit schweren Seufzern entschloß er sich, zu ihm zu gehen und ihm die ganze Geschichte anzuvertrauen'. Aber der Weg blieb ihm erspart, ehe er nsch seinen Paletot vom Nagel nahm, kam der Diener und meldete Herrn von Marthoff. Sebr angenehm", sagte Herbert, während Gluth in seine Schläfe stieg. Herr von Marthoff trat ein, war gleichfalls sebr rotb. Guten Abend, liebn Doktor." 'Guten Abend, Marthoff." Sie standen und sahen an einander vorbei. Bitte, bittt", sagte Herbert endlich höflich, wollet -ie nicht Platz neh' men?" Äkarlyeff sevte sich. (5r stand sofort wieder auf. Es ist sehr' heiß luer Sie gestatten V Er legte feinen MilitärÜberrock ab. Herbett bemerkte mit Er staunen, daß ec seinen Paradewaffenrock trug. . . . Wirklich äußech anzenehmeWohnung hier; Sie aefallen sich noch immer", fragte 'Marthoff, sich die Hände reibend. Sehr", versetzte Herbert und dachte : ob ich es ihm gleich sage, cer erst das Gespräch wie zufällig darauf bringe !" Der Lieutenant schien seine Einsilbigkeit gar nicht zu bemerken, er holte mit aroßer Mühe aus der hinteren Tasche seines Rockes lein blüthenweißes Taschentuch' und trocknete sich daniit die Stirn. Es ist hier sehr heiß", sagte er noch nials. - Nauchen Sie vielleicht" fragte Her. bert. Er hielt dem Besucher eine volle Cigarrenkiste hin. Marthoff griff hinein, nahm eine Cigarre und sagte : .Danke sehr nein, ich rauche nicht." Doch nehmen Sie eine Cigarre", lachte Herbert. Tief erglühend toarf Matthoff die Cigarre wieder in die Kilte. Ich bln etwas zerstreut"" mermelte er und dachte, wenn ich nur wüßte, wie ich daß Gespräch darauf bringen könn te." Der Baron raucht sehr . stark," sagtt er plötzlich kühn. - So konnte er auf die' Baronin und dann auf Lillv zu sprechen kommen. Ja wohl" antwortete .Herbert, der anfing sein unglückliches Wesen zu bemerken, er sollte es lieber lasten bei sei' nem vollen Körper." ,: Die Baronin Zagte yt dasselbe",, fyi Marthoff eifrig ein. Ob die Baronin webl noch lange fottbleibt?"
ey weiß es nZchf sprach Herbert kurz. : Fräulein Lilly ist doch'sehr allein jetzig sagte Marthoff mit emttn tiefen Seufzer der Befriedigung. Nun, Sie und Meister Stephan leisten der Kleinen ja freundlichst OesellschaM antwottite der Doktor. nochhnlmgslos. woraus Matthoff's tödtliche Verlegenheit zu erklären sei. ,Jch möchte viel öfters bei ihr sein," rief der junge Mann. Wieder trat eine Kause em, Mattboff quälte seinen Kopf,' wie cr den Faden weiter spinnen könne, den er angefangen. ,Jmmer t" fügte er heroisch na fünf Mmuten seinen vorigen Worten bei. Herbert war inzwischen in peinliches Nach sinnen verfallen und fuhr über dies kräftige immer" auf. i Wie fo immer?" fragte , er ver siändnißlos Herr von Marthoff stand auf. ' Herbert tbat befremdet desglei chenHerr Doktor Erhard," begann der Lieutenant in rnititZrischer Position, ich bin heute zum. Premier 'avannrt und U werbe micv um die Hand Jbrer Schwer per." '? Unendlich erleichtert, setzte er sich wie, der. Herbett blieb verstummt stehen. S& wollte der Lieutenantdsch die Kteine bei rathen was fegte der Meister? . Und davon konnte nun gar keine . Rede mehr seindaVHerbett dem Mann eine Bitte umGelÄ.vortriig, der eben um seine Schwester-' warb. V :" ,'.Was sagt LilltzZ" fragte Herben, in. dem er sorgenvoll begann im Zimmer hin und her zu. geben. . . t . 7 - - r . n -
le weis ?n nta)kH. launa kann ave? hier nur yKrmjache em, sie selbst bat üVer sich zu vettimrnen. Ich werde nie den Vüith haben, sie zu fragen." Herbert mußte doch lächeln, er blieb vordem jungen Lieutenant sieben und sprach: , Ohne die Frage seine Antwort ; der Muth muß schim gefaßt werden !" Reden Sie für mich." bat der Lieute nant innig, es wäre eine große Erleichterung. Sagen Sie ibr, daß ich sie liebe sehr liebe" seine Stimme schwankte hier ---daß ich sie bäte, mir zu vntrau? en. Ionen, als dem Äruder und. Beschützer ' meiner Liebe, muß ich auch von den anderen Dingen redvi. Sie wissen, ich werde nur bis zum Hauptmanndie nen uÄ:,dann -emtt'.dV EiUer meines Lstersüvernihmm; mein Bater wird mir bis dahin jährlich einenpanage aussehen V4N....." .Genug," , unterbrach '.Herbett ihn,, diese Aeußerlichkeiten sind unnöthig zu öesprechen. Ich weiß, daß wenn Sie am ein arnies Mädchen werben,' Sie es ernähren ' können. Alles Andere haben Sie mit Lillv wid; Jbren Eltern auszumachen. Wenn es Ihnen von irgendwelchem Werch sein kann. Matthoff, lassen Sie mich Ihnen sagen, daß ich die Ehre, welche . xneiner. Schwester durch, den Antrag eines solchen Mannes - wie Sie sind zu Theil wird, tief empfinde. Ich danke Ihnen, mein Freund. Sollte Livll Sie annehmen, werde ich Sie mit Liebe als Bruder umarmen." . Der Lieutenant, im Uebermaß seiner Gefühle, svrang auf und nahm die Umarmu'ng schon vorweg, Jedoch'ür Sie sprechend .fuhr Herbett fott, ihm freundschaftlichst auf die Schulter klopfend, kann icb aus.Grün-. den, nach denen Sie mich nicht weiter fragen wollen nicht." Sie denken an Meister Stephan," rief MartboA, aber dieser Gedanke ist sehr überflüfsig; die Beiden , lieben sich, fast wie Bater und Tochter, oder wie Bruder und Schwester. Ich besorge nichts." Herbett wußte es, wenigstens was den ÄKeister anbetraf, besser. " Nehmen Sie nur selbst den Muth es ist wohl schwer," Herbert seufzte hier, zumal wenn . ein böses Nein der iatten. Frage folgt; allein stellen Sie sich andererseits Ihre Lage Lilly gegenüber vor, wenn sie Ja. sagt und Sie sollen dann ihr zuerst begegnen, das: muß dech viel schwieriger sein. Frisch gewagt geben Sie morgen an das große Werk." Morgen." sagte Marthoff zaghaft, habe ich den ganzen Tag Dienst. Aber übennorgen um zwölf Uhr will ich zu ihr gehen. Bitten Sie.' Fräulein Lillv dann, zu Hause zu sein sagen Sie aber lieber nichts nur vielleicht, daß ick ihr eine Neuigkeit mittbeilen wolle." Herbert versprach Aöes. Er war nur frob, daß er den Besuch dann los wurde und seinen schlimmen Gedanken wieder nachdüngen konnte. Es blieb Alles dunkel keine Hilfe für seine kleinliche Misere. Zuletzt beschloßer, Lillv wenigstens fragen, ob sie wisse, wie und wo Heinrich ihr Geld belegt habe. Im Nothfall kennte man die Zahlung des Wechsels um zwei Tage stunden. XIV. . . ' Lilly machte große Augen, als derHerr Bruder, den sie gern wegen seiner Liebhaberei für daö. lange Schlafen neckte, schon Akorgens vor seiner Sprechstunde bei ihr ankam. Sie trug noch ihr graues Msrgenkleidchen und auf dem krausen' Haar ein wirkliches Häubchen, welches ihr, ihrer eigemn Aussage nach, das Aussehen' ei ner alten, respektablen Hausdame geben sollte. ... Möbling. welcher der Einzige war, der außer den Hausbewohnern Lilly mit diesem Häubchen ßeseben, batte seinem Herrn eine unglaubliche Beschreibung davon gemacht. .' höre, mein Herbett," sprach Lilly mit übereinander gekreuzten Armen vor ihm stehend,' Du siebst aus, wie eine ganze Welt voll. Peck... Was ist passitt ?" Böse Geschichten könn e n mir noch Jassiren," sagte Herbert verstimmt, wenn ich keine rechytittge Hilse pnde." ,.S' ist nichts, so .schlimm, als man wohl denkt, wenn manß'nur rechter. faßt und lenkt," sang Lilly, ihn übermMhig mit sich herumdrehend. Was bast Du gemast? Heraus mit der Spr'ache.7 - Obschon esilnöFerhöHMGradeüber.Wstg 5sbien diesem tuitigen Fräulein J ' -.'jr. , -A . r.. z.
Aber, lieber MäNhoff, mein Schwager Heinrich' and 'ich' sind zwar die Lsrmünder des Kindes : unsere Einwil
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Mverfranv sie efmicyie zu erzaoicn, irKerbert doch damit heraus : i ,Emen HZechsel uyterssriebeu, den ich wenigstens iM'Augenvli nicht bezahlen kann." Sieistand.starr. , Jstchaö tticht.einSchlechtigkeit ?Jst ein Wechsel nicht , ein schteÄicheö Ding. chvelches Leute umGlücr und Ehre bringt?" schrie 'sie ängstlich. . , Eine Schlechtigkeit ist es in meinem Fall und im Prinzip überhaupt nicht," beruhigteLerbett sie, ich war nur zu .leichtgläubig, sagen wir meinetwegen leichtsinnig, dem Grafen Hättenheim zu vertrauen. Ihm habe ich diesen Wechsel gegeben, der für ihn seinen Gläubiern gegenüber so gut wie Geld tvar. Morgen ist der Wechsel fällig-dcr Graf ist davon gereist ich babe kein Geld es sollten zehntausend Vkark sein." . O tteb,"ammette Lillv, den Bruder bang nmammernd, so sperren sie Dich ins Etfängniß." Rreben nein. Aber wenn ich in alleMnester,Zei binnen wenig Tagen ds5 Geld.nicht zahle, laßt die Sache einen
Flecken an -meines Vlamens Chre, vervielleicht nurWenizen bekannt wird, miraber uneNragMwäre." . Alle Schauergeschichten, welche Lilly gehört von ruinitten Offizieren, alle No tizen, die sie unter vermischtes" in den Leitungen gelesen ven Blutsaugern, wurden in ihr lebendig, in allen dieser beschichten kam daS Wott Wechsel" vor. Sie.saHerbett im Schuldthurm, !gehchtZt,. endlich erschossen. Sie hing Mzseinem Hals und tlaate, er bemhigte ie mir mit großer Noth rnb sagte endich: Wenn ich morgen, falls .man mir den Kechsel prasentitt, nur sicher versprechen kann, naa zwei oder drei Tagen zu zablen, wird die Sache erledigt sein. Siel, deshalb komme ich zr Äir weißt Du, wie Heinrich De!n (irbtheil angelegt hat? Wenn ich es nur bekommen könnte, um es auf ein halbes Jahr bei einer Bank als Unterpfand zu. hinterlegen, so wäre ich geratet und Du erhältst das Deinige unberührt zurück." Lilly machte plötzlich ein sebr weises Gesicht. Und Dein eigenes Erbtheil?" fragte .sie. : Habe ich schon früher dem elenden Hättenheim geliehen." ' . Sie fann nach. Mit einem Male gnS wie ein Sonnenschein über ihr Wie dumm ich bin wie dumm ich bin," jubelte sie auf. Kmd; Du hast einen glücklichen Gedanken Z" fragte er. Was Gedanken? Einfach die Gewißheit, daß ich fehr dumm bin, mich um irgendeiner Sache willen zu ängstigen. Schau mich doch nicht so verständnißlos an Adieu, Adieu, Du Bruder Leichtsinn, morgen hast Du Geld aber von mir giebt's Ausschelte dazu! Und schwöre mir, nie wieder so ein gräßliches Ding, dessen Namen ich gar nicht nennen will, zu unverschreiben." Du willst dochmcht dem Baron7. .. . ." begann Herbett beklommen. Das darf nie geschehen." Unsinn Unsinn," lachte Lilly veranügt. Dem Äaron der Baron ist ein fremder Herr, dem sagt man seine Gebeimnisse nicht. Schwöre mir." ' Gut ich schwöre Dir, daß ich nie mebr einen Wechsel unterschreiben will." Und mm Adieu schau an, es ist Äleich. zebn Ubr Deine Patienten warten." ' Willst Du mirnicht sagen, "rnfan .f,?nv jrf tfVia kommt 4rst dett eindnicksdollir mit der ÄuSschelte ' J. Q ' 5 . ck ;t . . ' winff) miiT kl?mte.Herttügenden Hände vor der SMje 'SesäkteQid sch ihn an, wie eine alte Mutter ihren rot cathenen Sohn. Er ging nun, damit die gedachte Schelte nicht jetzt schon beginne. . Sein Herz war keruhigt- Kinderhände voll bringen oft leichter Thaten, an denen die Weisen sich umsonst abmühen. Sie wird an Heinrich um ihr Geld telegraphiren ob der es herausrücken wird, scheint fraglich. Auf seine verneinende Antwort würde Lillv mir aber weitere Nachricht geben." Fräulein Lilly aber, würdig unter ihrem würdevollen Häubchen, befahl der Jungfer, auf das Kind Obacht zu geben, dem Kutscher, anzuspannen, kleidete sich geschwind an und ordnete in Haus und Küche alle Dinge sehr genau und sehr überflüssig an, da die Dienerschaft mit Lächeln den Befehlen des vflichtbesorgten Fräuleins lauschte. Es schien, als wollte sie mindestens für einige Tage davon ge hen, aber, die Dienerschaft war deshalb doch nicht überrascht, sie sagen zu hören : In einer Stunde bin ich tvieder da." Man kannte diese baussraulickkindlichen Abschicde schon. ' Zum Professor Müller, an der Bürgerwiese in der Altstadt," rief sie dem Kutscher zu. Meister Stepban stand an dem großen Fenster seines Ateliers. Halloh !" rief der Meister mit seiner ganzen Stimme Gewalt. Bor dem Gartengitter hielt die Equipage der Baronin Hanna und Jeinand stieg da aus. Möhling glaubte, es gelte ihm, Friy Franz und Friedrich desgleichen, sie stürzten von verschiedenen' Seiten herzu und standen Alle zugleich .neben dem Meister am Fenster. Glanz flink, daß die kleinen Füßchen hurtig aus' und einschlüpften unter dem gefälteten Rand ihres Kleides, kam Lilly den Weg unter den entlaubten Baumriesen daher gegangen. Ihr kleines rosigweißesGeficht guckte hell aus dem großen schwarzen Pelzkragen und unter der schwarzem Pelzmütze heroor. Sie bemerkte die fünf Gesichter am Fenster und nickte vergnügt. . Dies Nicken batte die Wirkung einer Dvnamitpatrone eS zersprengte die Gruppe. Ihrer Vier stürzten hinaus, um zu öffnen, der Meister blieb mit gewaltigen Herzklopfen zurück. Was kam sie so mutterseelenallein' und morgenfrisch gegangen 5 ' Das hatte seine Bedeuwng! Das Hausthor öffnete seine Doppelflü gel.
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Der Meist fiunic Lilly ernsthaft zu einem Sessel und nahm ihr gegenüber feierliä'st Play, renn sie hatte eintretend gleiä" gesagt: ,,ch komme in einer höchst wichtigen Gcichästsangelegenv'lt." Er war ungeheuer neugierig, aber er fragte gemessen: Eine Geschäftangelegenheit mit mir die Geschäfte müssen besonderer Art sein." Ach ja," sagte Lilly, in dem Wunsch, il're Handschuhe auszuzieben, diese nur fester knöpfend, ein sehr ärgerliches Geschäft ein (Geldgeschäft' Wen sonnte eö wundern, daß der Mister nun ein etivas dumnies Gesicht machte.' Ich bin kein Bankier," sagte er. mit den Augen schelmisch zwinkernd. Das weiß ich und was ich von Ihnen will, kann'ich von keinem BaTitier, von keinem Menschen überhaupt verlangen. als nur gerade von Ihnen," erklärte sie bestimmt. Was denn?" Wollen. Sie mir morgen zehntausend Mark geben ? Ich will sie natüxlich nicht geschenkt haben., bloß so aus Freundschaft geliehen bis ich Ihnen nach wenig Tagen mein. 'Vermögen,' welches, wie Schwager Heinrich sagt, in .sichersten.Pa Pieren angelegt ist, und welches gerade zehntausend Mark beträgt, aushändigen kann. Genügt' Jbnen bis dabin mein Ehrenwort?" Sie sagte das Alles höchst unbefangen. nur ein bischen ernster, als sie sonst sprach. Der Meister klopfte vor Vergnügen mit beiden Fäusten auf den Tiscb vor sich. Prachtvoll", rief er, gesprochen wie ein Kamerad zum andern ! Nicht geschenkt sie verlangt es nicht geschenkt ! zZamos sie würde auch das noch ganz natürlich finden. He, Kleine, weshalb kommen Sie zu mir mit der Bitte; da ist ja noch der Herbett, welcher Ihnen sozusagen näher steht. Und darf man fragen, was die kleinen Händchen mit dem vielen Geld wollen?" Herbert kann ich nicht um das Geld bitten," sagte Lilly, weil ich es für ihn gerade haben muß ; zu Ihnen komine ich, weil mein Gott, weil aber fragen Sie doch nicht so dumm zu wem sollte ich wohl gehen. ; Sie sind mir der Nächste in der ganzen Welt." Natürlich," murmelte der Maler, dem es heiß in den Kopf und keucht in die Augen stieg, natürlich ich bin der Nächste." Er faßte sich gewaltsam. Aber, kleine Lilly, was hat denn der Mosje Herbett gemacht und bat er Sie gar bergeschickt?"' Bewahre," rief Lilly, von der Unfehlbarkeit ihrer pädagogischen Maßregel ganz überzeugt, das soll er erst heute Abend erfahren, damit er sich in Grund und Boden schämt. Wenn ich gesagt yätte: ich gehe zum Meister, hätte er sich gewiß so vor Ihrem Zorn gefürchtet, daß er. mich gebeten haben würde, Ihnen nichtj zu fagen. Ich wenigstens hätte nie dn Mutb, etwas zu thun, worüber Sie zurnen könnten." Herbert hat," fuhr Lilly fort, für den bösen Hättenheim aus Freundschaft einen Wechsel unterschrieben und ihm schon früher seine zehntausend Märk' ge-, liehen. D Meister was machen Sie für ein schrecklich ernstes Gesichtbitte, seien Sie Herbert nicht böse. Er hat es aus gutem, gläubigem Herzen für den Freund getban. er will es nie wieder tbun." (Fortschung folgt.) Vom NnSlande
n i.r:. : IUIICI4 11 I i P T etwa acht Tagen sowohl im Benetiani fchen wie an einzelnen Punkten Cala briens ein Strike der Schnitter auSgi brechen. Ursache ist der.äußerst geringe Lohn, welchen die ländlichen Arbeite? erkalten. ; Er betragt manchmal nur 60 bis 60 Centesimi für den Ta und zehn Procent des geschnittenen Getreides, und darauf müssen die armen Teufel noch flattern Da ist eS freilich kein Wunder, frnrn. St JJriln,tfsrmrt sitrt6f ltnS lrorrt 4 Vlt V tV tllklmilH j p Mit, lIHI sie mit dem Rufe : Verhungern können wir auch, ohne zu arbeiten !" die Felder vttlassen. ; Die Bewegung, . die in. den Gemeinden Posesella, Eeregnano, Lama, Yenoli und Givvells begonnen und sich cuf viele andere ausgedehnt hat, macht' der italienischen Regierung einige Sorge, denn, eS hat wiederholt Zusammenstöße Zwischen denStrikenden und den Cara tinleri gegeben, und sowohl die Verwundeten als die Verhafteten , sind zahlreich genug. . Haufen der Strikenden , ziehen Eewaffnet umber und verhindern mit Drohungen und Gewalt jene Bauern, die arbetten wollen, dies zu)hun.' Rovigo, in dessen Umgebung die' eben genannten Gemeinden liegen, gleicht einem Heerlager. Zwei Regimenter Infanterie, 'ein öataillon Bersaglieri und ein Regiment Cavallerie sind dahin entsendet worden,' und starke .Patrouillen l streifen bestandig in den benachbatten Dörfern. Die Bau ern,. welche die Carabinieri mit Steirrwürfen empfangen, begrüßen die Soldaten fast überall mit Hochrufen auf die Armee. Bis jett weigern sich die Grundbefifeer battnäckia. den Lobn für die land lichen Arbeiter zu erhohen. Man sollte. glauben, das Elend der Bauern und der Jetzige Strike würden dm Abgeordneten er Opposition reichlichen Stoff , zu Angriffen auf die Regierung liefern. Allein daran denken die Herren nicht. Sie befassen sich nur mit hoher Politik und wer den manchmal gegen Mancini ganz unlaubliä) grob. . Ob die Bauern an der euagra oder vr Hunger Nerven, das jeint den Pentarchen ebensowenig am Herz enzu uegen. Welche Mengen von Blumen und Früchten j5hrlichzur Parfüms rif verwendet werden, ist- erstaunlich. Me drei ftanzöpfjen Städte Grasse, Cannes und Nizza beschäftigen allein aeaen 12,000 Menschen, hauptsächlich grauen und Kinder, um die Blüthen zu sammeln, ju zerpflücken :c. Es werden ort durchschnittlich im. Jahre geerntet : 8,000,000 Kilogr. Orangenblüthen' im Wetthe von-1,500,000M., 50,000Kgrl Rosenblüthen im Werthe von 400,000
M., 80,000 Kgr. Fasminblüthen im Werthe von 160,000 M., 80,000 Kgr. Veilchenblüthen im Werthe von 320,000 M., 40,000 Kgr. Akazienblüthen, im Werthe von 130,000 M., 20,000 Kgr. Tuberosenblüthen imWerthe von 4,000 Mark. Das sind 2,7.20,000 Kgr. Blüthen imWerthe von 2,574,000 Mark. Außerdem liefern die Landleute der Umgegend große Blüthenmengen von wildwachsenden Pflanzen, worüber bestimmte Angaben fehlen. Aus dieser tmgeheuren Blüthenmenge, im Gewicht von über 3,000,000 Kgr., , gewinnt man etwa 500,000 Kgr. Pomaden und wohlriechende Oele, l,000,000LiterOrangenblüthe'n:' Wasser, 100,000 Liter Rosenwasser und 1200 Kgr Neroli. Das Neroli (nero olio schwarzes, dunkles Del), der wichtigste Bestandtheil des Kölnischen Wassers, ist eme.Essenz, welche durchDeMettion' aus den Blüthen- der ' bitteren Orange oderWarzenpomeranze gewonnen wird. In Calabrien und Sieilien bereitet man Essemen aus den noch nicht ganz reifen FÄchten der Orangen, Citro nen, Bergamotten Diese beidenProvinzen erzeugen im Mittel jäörlich gegen 100,000 Kgr.' Bergamott', 200,000 Kg. Citronen- und 180,000 Kg. Orangen-' Essenz. 'Zu einem Kilogramm Eyenz verbraucht man über 300 Früchte. Die Essenzfabrikation nur dieser beiden ProVinzen verschlingt also alljährlich über 1500 Mill. Früchte. Aus dem Fruchtfleisch der bitteren Orange bereitet inan den allbekannten und beliebten Curacao. Mit den Rückständen der Citronen und Bergamotten füttett man das Vieh. Au(lerdem werden viele Tausend Zentner rische Blumen in's Ausland geschickt. Eine Geldstrafe von siebenhundett Mark verhängte das Schöffengericht in Görlitz über den Sozialistenführer Hugo Keller und einenSchriftscher Lein in Görlitz, welche mit einem! anderen Schriftsetzer gemeinsam auf den Züricher Sozialdernokraten", welcher durch Verordnung vom Oktober 1679 für den Umfang des Deutschen Reiches verboten ist, abonnirt hatten, weil in der f Weitergabe des an H. Keller adressitten lattes an die Mitaöonnenten eine Verletzung desGesetzes vom 21. Oktober 1873 erblickt wurde. Fürje 10 M. ist eine Gefängnißstrafe von einem Tagesubstiuiirt,. fo . daß die Verurtheilten 70 Tage für das Abonnement zu sitzen haben, wenn nicht in der Benifungsinstanz Nemedur eintritt. ; Dem Bie lese lder W ä bker" entnehmen wir aus dem Bericht über die dottige Stadtverordnetensitzung vom 25. Juni Folgendes : Punkt 2 der Tagesordnung, Antrag des Magistrats auf Genehmigung einer Schenkung des
aufmann ö)errtt A. Äelhaaen hier, ve treffend Stiftung für Verschonerunaszwecke, führte zu einer sebr lebhaften De batte. Herr A. Velhagen hat am 31. December 1351 ein Sparkassenbuch' für 100 Thaler zu einer August VelhagenStiftung hier erworben; diese Stiftungsfumme ist jetzt bis auf 2700 Mark angewachsen, welche Herr Velbägen dem Magistrat als Geschenk für 'die Stadt Bielefeld . mit der Bedingung überreicht, daß diese 2700 Mark so lange Zins auf Zins von der Stadt verwaltet werden sollen, bis das' Capital zur Summe von 500,000 Mark angewachsen sei. Alsdann sollendieZinsenzuVerschönerungszwecken im weitesten Sinne verwendet werden. 10 pCr. der Zinsen sollen zurl.-ckgelegt werden, bis das Cavital um woitere 500,000 Mark, also aus 1 Million Mark angewachsen sei. Das Capital soll nie angegriffen, jeder Verlust durch die Zinsetträge ersetzt werden. Stadtv. Justizrath Forstmann spricht sich unter Hinweis auf die eigenthümlichcn Bedingungen der Schenkung, welche einen scherzhaften Eindruck machten, entschieden gegen die Annahme aus. Mehr als 130 Jahre müßten vergehen, ehe das Capital zu einer halben Million angewachsen sei ; und es'sei nicht abzusehen, welche Vottheile für die Stadt bei einer auf Jahrhunderte hinaus berechneten Anlage erwachsen sollten. In einer so langen Zeit vollzögen sich erfahrungSgemäß die größtenUmwandlungen,welche die etwaigen Vortheile der Schenkung zweifelhaft ihren gänzlichen Verlust möglich machen könnten. Außerdem bürde sich die Stadt damit eine schwierige Verwaltung auf. Stadtv. Commerzienrath Delius widerspricht im Interesse seines Freundes Velhagen der Auffassung des Vorredners. Allerdings müsse er gestehen, das die Idee originell und drollig zugleich sei. Dieselbe - liege aber dem Stifter sehr am Herien, bringe, in der Zukunft bestimmte Vortheile, ohne die tAaenwatt zu belasten, deshalb folle dleMadt trotz der wunderlichen Bestimmungen des Stifters sein Geschenk annevmeff. Nach längerer Debatte wurde das Geschenk angenommen. (Der großmüthiäe Geschenkgeber ist einer der Chefs der Fkma Äelhagen und Klasing von der ,,Daheim".C5pedition.) Von allen Selten, fchreldt die Züricher Ztg.", gehen Klagen ein über die kalte Witterung.' So war in der Nähe von Genf Frost eingetreten, doch ohne den Reben zu schaden. Das Bündner Taablatt" schreibt: Wenn es nicht besser kommt, braucht Niemand xnx Sommerfrische in die Ferne zu schweifen, denn der Schnee liegt ja so nah', 's ist traurig aber wahr". Aus Appenzell J.ÄH. wird berichtet, daß von auf die Alpen getriebenen Ziegen 80 bis 90 Stück erfroren seien. Die Kurgäste sind zum Theil wieder nach Hause zurückgekehrt. Am einem der letzten Sonntage unterhielten sich zwei eingeregnete Kurgäste über die meteorologische Frage, ob es zur Zeit auf dem Säntis regne oder fchneie. Der Eine behauptete, es regne, der Andere, es schneie. Darauf wurde bei der Station auf dem Säntis telegrävhisch angefragt und . man erhielt die Antwott : Es regnet und schneit". :.; Den Niederlanden soll sich eine neue Aussicht auf einen Thronerben öffnen. Wie man. dem Berliner Tanbl." schreibt, bringt das, Notter-, vamsche Nieuwsblad", 'zwar unter aller Reserve, aber auö vorzüglicher Quelle die Nachricht, daß Königin Emma sich in ge.segneten Umständen befinde,' 'und ajj der amtlichen Kundgäbe dieser' erfreulichen Thatsache wahrscheinlich in kürzester Zeit entaeaenaeseben Yern sönne. '
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wVÄ,q' EisenWu -Zeit Tabelle. Ankunft und Abgang der Elsenbahnzüge in Indianapolis, an und nach Sonn- ' tag. den 11. Mai 15L4. Eledkland, Colurabut, Timwuett und Indit. vapou, tsenvayn (ee Lin. Abgang: Ankunft: 9t08rl.. 4.1015m nderson SKe .11.15 Cm X)jton c; j.10.10 Bn vckr ... 70 m 2 3 Sosben Ci56 N St 2 I llj e. Bm 3 s .10.35 ndkkson e... 340 R .,J L StLrf 40 " , m rightwood Division, C. C.E.rd 3." V bj x.iu.3) mm znz glich. 4CCn. - - 10J0 - 11.13 Cm ' ....... Z.2)5Ä ... .". 30 5? . ' tAglls). 6.25 9ln tflglich. 6.406m .10.3i v 3.WR ZLSSÄ 45 Zttch. 0 Km tißIii.lQ.Cm ?jj im ?ittttg, Ewkiauati 3c St. Lonls isenbaha YPWLP ,Richmceuk. SrtSglich ..... 4.?2vm nom onnt.S. Dilau,L. RBQ8B Si!vttla. ommenSonrUV.4vm , r töglich.....tl7 m Sonntag 4.00 S! VVUSSP Ekttgttchlh.. 4.55 Lazton 9 ouig Sonnt 4.53 0 öi aus. Conntffoi S! BQR 81 8 .... 5.37 In t töglch Da,tt u,. Sonntag iQjto qChicago Koutedia Zsokorao. icas Gritls Inb' SU. Schll,ug... 3.i5 0rn Jndxl' ott. 9tVXt 3.33 8? 1 ISg ll.lö 9ta Chicago rtttB.11.00 m Terre Haute, Vandalla & St.LsvlZ Siseniah. Vkaii rai .... 7.45 m Tag 9rv, p 11.65 N rrraut Zu. 4i0 91 Cfintffiu i nut. all unb ...10.00 Cq Tag rxreß.... 3.3z. VtsUl und... 4.40 a Pactfte tl 10.43 lincinnütt, Iudianapolis, Si. Louis n.EhUaco tituittt tvlslöN. smiv.Zs. 4.1 nt Sndianap ce. 10.80 Bm 'DiIIeSr. 11 ulnctvnatt cc 7i tnetnnatt ce.11.0 CftSUr ic. Befitrn ffr.... a a Ttnc. cc 05 m tZgUch k e.ia.tt m ei s n n . Chicags Dtdision. ? url 9. CS3Sn ölee-Lsu s. BicagQ at. i".:z.iii v.m Bstm tr 5X0 Xm S. täglich t c 11.30 Sn tögltcheeu.. 3.m Lafazett e ..w.40 auxe.. Ra tneinnatt tc. 0.M fia Zeffersoudillt, Madlsou nnd JnUsvapolit iirnoavn. 55.k tllg.,.. 4.10 iJndLNadRatt. .43 S Uad Äce... 75 ' Sddter täiö.4Z gnd m Matt Z.50 I dk K d K fUt. 7.00 R dnd is p tag. in Km 1 et 2 EFsttg Ivlu S Wadast, St. Loui, vacisik. ktv hie Mail 7.15 m tI8; 2.14 N i)i3ich r 11..Ä ?!m CtiUkB MtiSa 1 nn TltWr.lt.SS Det i)Nati. Jndiana, Vloomingtsn vndWtfirn Kiseudah P z u Msit.. 7.Ai L anck Ter F L cc i.cN ramford.. afiern 6 ix. täglich 3.30 z ine xc 11.1 tlanttc r. f .13 Kb uZr St I 9t 811.10 Nrn Et. Louii Didision. srfield... 6.30 Bm acht 9S aU u lag Ex. 6.t9iu i'refltlb cc.. S.Utlm vau u vag;. acht 9t 1165 Oestliche Division. Oestl.Srail.....?0Z'm I acifle 9tvxti... 7 toöm TSgl. ScxrS....ll 4Sn W a c ,g Sltlantic Elx.... 4sNm j Wkst: (ttp .... 4 4311m Lottiöbillk,New Albanh & Chicago. ir.Line bicaas Ertal.lZQZ: Ch-cagor. tgl.. Z.10S Monon Lce 5.0JHm ich ity hicag. dt MaU IZ.ttNm nun c icjüiö tritt), au Sht?. vt mm 4.10 m ' Zndisnapoli nnd Vincennes Sisenbahn. akl k airo lj 7.0 6a I ineennel ..10 34 infnnel ce . 8.3'j 5it Kali tU9. 4.A Sndianapolit und St. Louis Eisenbahn. rag cc. X 9 u 9 9t m ISaUck, 7.10 olt u Et 2 5r. 6.15 Ra CC LH5 LocalPassknger. 9.60 SOanftre tiicl. ..V. ?! u St ii 9x .täglich u cc.lQ.C2 Rm J:idiana?o:ii Le 3.15K&. Eincinnati,HamittonZ?Jnd!anspolisSisenbah Jndp StLouiZ IM Cm ConnerkriZeSek 8.80 m ai!... llLV 5ind, u 6touilO iOftttt ONNCIIBIUCSUC Nm Andxlu St. L. S.4S!m Ein.. D.T.ckN.Al.3UBu viinrinnou mec r.ft'.m Lügt Mit r. c. Lehnskffel.e,? U I., Echlas.Aaze. mit p. ParrLar. "tt - fe lSwee der Zndiana VöbÄWS l empfiehlt sich zur Anfertigung von Rechnungen, Cirknlaren, Briefköpfen, Preislisten, Quittnllgeu, Eintrittskarten, Mitgliederkarten, Brochüren, Constituttonen Adrehkarten,
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