Indiana Tribüne, Volume 7, Number 299, Indianapolis, Marion County, 18 July 1884 — Page 3
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Herberts Schuld.
Noman von I. B o y E d. lFortsetzung.) Herbert lcb sie erschüttert aus ihrer kilieenden Stellung auf, führte sie sanft von dem Vette fort und sprach, ihre beiden Hände fassend: iebe Esther liebe ich bitte 2ie nun stark zu sein." Thränen in einem Mannesauge sind ein Heiligthum. Seine Augen waren feucht. Sie sah ihn an sie wußte, daß sie ihn immer geliebt hatte, auch schon damals, als sie ihn. hart von sich gewiesen. Diese Stunde hatte es sie gelehrt. Und ihre iebe lehrte sie auch glauden, daß er jeno Andere doch nicht lieben könne. Sie sah ihn an hilflos, todttraurig, (ir preßte ihre Hände, er wollte sie an seine Brust ziehen. Ihm war's, als bedeute das Trost und Frieden und Glück. Aber ein Schatten stieg vor ihm auf. Zu spät," murmelte er, ;u spät wenn damals....." ' Und sie verstand ihn ihre Lippen bebten. Sie'hätte einmal sein und ihr Glück in ibren 5Ünderhänden zerbrochen ja, nun'war es zu spät. Zwischen ihm und ibr stand ein Schatten. - 'Erstirbt," schrie Noderich auf, die .Oände des Zreises .mit Küssen bedekkend.' Esther und Herbert traten zusammen an das Todtenbett. 3!och athmete der Greis, aber rasselnd pfiff Luft durch den weitgeöffneten 'Mund. Seine Hände, schwer wie Blei, nchten fahlweiß auf der grünen Bettdecke. Sein helles, blödes .Äuge war weit ausgerissen. Esther erzitterte. Sie kannte in dem gräßlichen Zerrbild,' das der Tod schuf, nicht das l'eilige Bild ibres Baters ' wieder. Sie lebnte ihr Haupt an Herbert'S Schulter und schloß die Augen. Er legte sanft und fest den Arm Um das junge Wesen, da er nicht für das .'eben, aber doch in dieser Stunde balten durfte. Len Mann, der dort zum Sterben kam, hatte er sehr lieb gehabt sein Auge war feucht vor Gram um seinen Tod. Das Mädchen an seiner Brust hatte er auch verloren und er wußte es jetzt auch, daß er. sie, nur immer sie allein geliebt. Grausam beraubte ihn der Tod noch grausanier hatte er selbst sich beraubt. Ein harter, schnarchender Ton zog lang von des Greises Lippen. Tann herrschte Schweigen ein Schweigen, welches Kälte auszuströmen schien. Der Greis war todt. .' Herbert löste sanft das schmerz- und furchterstarrte Mädchen aus seinem Arm. m Schutz der Dunkelheit schloß er zart, voll Ehrfurcht vor Dem, dem er diesen letzten Dienst leistete, die Lider des Todten und schloß auch seinen Mund. Tann ging er, uni den Leuten die Kunde mitzutheilen. Mit einer ampe kehrte er zurück. , Esther zitterte vordem Licht.' 'Kommen Sie hinweg, Esther," sprach er leise. Es soll hier würdige Tortenwacht gehalten werden. Und schauen Sie getrost noch einmal in sein Angesicht er ruhten stillem Frieden." . ' Esther wagte den Blick in ihres theuren Vaters Angesicht. Ihr betäubender Schmerz brach sich wohlthätig in Thränen aus. Da lag das schöne, weißhaarige, milde Greisenangesicht, sanft wären die Lider geschlossen ruhig der Mund, der ganz zufrieden schien. Das war er, ganz er, den sie verloren. Ihr Jammer ward ihr vollends, klar. Aber Herbert nahm sie hinweg. Er trug sie fast in das andere Zimmer. Da nabm '. er ihre Hände und sprach mit unsicherer linlme : Einmal, Esther, bat ich um das hochste stecht an Sie. Sie konnten es mir damals nicht gewähren. Jetzt bin ich irre gegangen und nicht würdig, den Weg zurückzufinden. Sie haben recht gebart, von mir sebr klein ;u denken. sHaben Sie die Kraft, mich in diesen Tagen als Ihren Helfer und Berather in den traurigen 'Geschäften, die der Tod fordert, zu sehen ? 5)der soll ich den Meister rufen oder einen der alten Freunde Ibres Baterö?" . Esther schaute voll Liebe und Schmerz jet.t in sein schönes, gra:nzerstörtes Gesicht. 5,Er liebte Sie und Niemand als Sie allein, soll anordnen, was noch für ihn geschehen kann," sprach sie. Dank," sagte er leise. Und dann, wenn die beilige Pflicht erfüllt ist, scheide id williq und spurlos aus Ibrem Le ben." ' . Er neigte sib noch einmal über ihre Hand und drückte einen langen Kuß da rauf.. , Dann ging er ihr war's, als ob er'auf immer ging:. Denn ob sie ihn gleich .morgen und an anderen Tagen wiedersehen sollte und er sie, wußten sie es doch Beide, daß sie einander verloren hatten. Sie aber gedachte seiner Mahnung, start zu sein, sie börte die letzten Werte ihres Baters : Esther, sei nicht hart gutes Leben löscht böse Thaten aus und muthig sah sie durch Thräaen hinein in ihr sonnenloses, neues LeItN. XIII. Herbert besann sich, was cr zu Esther'S Trost thun könne. Ihm siel ein, daß es ihr eine Wohlthat sein müsse, wem: aufrichtiges Mitgefühl mit ihr weine ; die kleine Lilly aber konnte geiviß'chrllch mittrauern, ihr Kmderbcrz kannte keine Hoflichkcitslügcn. . , - So schrieb cr denn 'an Lilly, daß sie kommen -möge, daß sie-von der Baronin die Erlaubniß erbitten sollet diese Nacht bei Esther zu verleben, und um daS.iind nicht zu arg zu erschrecken, sagte er vorbereitend, der Professor sei so krank, daß cr sterben könne. Sein Diener kam nach einer halben Stunde mit der Antwort zurück : ' . ; , Lieber Herbert ! .Das ist schrecklich traurig die arme, liebe Esther, grüße sie tausend Mal von inir. ' Kommen kann ich nicht welch trauriger Zustand von Umständen ich kann aber nicht. ..Die Baronin, welche plötzlich ganz merkwürdig war, so Map, so zerstört, ist mit einem Male abgereist nach Wolfsberg. Sie hat inich beinahe schweren lasten, über 'das Kind zu wa-.
n;ut. Ä'crunge al'er, wahrscheinlich von dein Kummer des Abschieds, befindet sich schlecht, er fiebert. Es wäre mir des süßen, kleinen Buben wegen sehr lieb, wenn Du wenigstens inorgen'ganz früh oorsprächest. Du siehst, das; Ich das mir anvertraute Kleinod 'nicht gleich heute Nacht verlassen kann. Tausend Grüße an Esther von Deiner - Lilli)." Dieser Tag war zu einem Gericht' über Herbert bestimmt. Sie ist abgereist hinein.in die Einsamkeit hinein in den Schnee und Sturm das zarte Geschöpf. Gefloheir vor mir vor sich selbst," dachte er wie geschlagen. Und' ihr Kind fieberte nach ihr. Er, der dieses Kind genesen machen sollte, raubte ihm die Mutter. Um seinetwillen entbehrte auch Esther des Trostes, den Lilly v Gegenwart ohne äl: len Zweifel ihr gebracht hätte. Uns sei netwillen floh jetzt ein' armes Weib mit liebeskrankem Herren allein in die Welt. " Man machte Pläne, was nun gestehen solle. Esther konnte nicht allein bleiben. Das Haus gehörte ihr, die große Wobnuna aufzugeben, wäre ihr schmerz
lich gewesen, sie wollte bleiben wo sie I . r Tt r -itr r. si . . ' ti. 1 war' aver eme i2)eieuia?qie?in, ein alleres Wesen, welkes als mütterliche Beschützerin bei ihr wohne, sck'ien doch noth-1 wendig. Lilly versprach, wenn später die Baronin heimkehrte und gesund sei, zu der Freundin zu kommen, irgendwo in der Welt habe Esther doch wohl eine alte Tante' oder Base, welche man rufen konne. Esther besann sich auf eine Kousine ihres Vaters, welche jünger als er, jetzt fünfzig Jahr alt sein mochte und irgendwo in der Provinz eine bescheidene Rente als Stiftsfräulein verzebrte. Man schrieb, und ehe noch der Professor zur letzten Ruhestatt getragen war, erschien eine kleine, wichtige, gerührte Dame und verschwor sich,' das verwaiste Lamm" mütterlichst zu trösten. Herbert merkte schon am ersten Tag, daß Kousine Fanny selbst ein Lamm" war, welches angstlich, ungeschickt und immer zu hilfdereit, mit ihren kleinstädtischen' Gewohw heilen lind 'Anschauungen sich hier auf so fremden: Bodeii befand, daß sie der Hilfe bedürfte, bemuttert zu werden. Er war ganz zufrieden damit, Esther hatte in dem ältlichen, gutmüthigen und lebhaften Geschöpf Jemand', den sie pflegen mußte. Das Begräbnis; des Professors war mit großem Trauerpomp umgeben. Es. war nur eitles Trauergepränge, aber es that Esther doch wohl, die Ehren, die der bescheidene Greis nie gesucht, nun so reich auf seinen Sarg gehäuft zu sehen. Als Herbert von dem ernsten Gang zu ihr zurückkehrte, um ihr zu berichten, tvie man ihn-in seine tühle Gruft gebettet, weinte sie die linden 'Thränen der Wehmuth. Sein Leben, war lai:$, schon und reich, er selber nannte eö so. Wir wollen i friedvoller Trauer seincr denken, denn ein haltloser Gram wäre nicht nacl' seinem .Herzen?'' sprach sie. Und Sie, mein Freund, arbeiten Sie weiter in seinem Sinn immer! Er hinterließ hnen sein Werk bauen Sie weiter." Seiner würdig zu werden." sagte Herbert, ist meines Lebens Ziel. Aber die Stätte meines Schaffens kann nicht mehr unter diesem Dache sein. Ich suche,' sobald mir Kopf und Sinn ein wenig wieder rubig geworden, ein anderes Heim, und über Ibnen, Esther, werden Fremde bausen. Sie aber werden mich dann nicht mehr sehen." . Sie neigte ergeben das Haupt sie hatte gewußt, daß es so kommen müsse es'war nichts daran zu ändern. Der Schatten stand zwischen ihnen. Eine Woche rnock'te vergangen sein, als Herbert durch ein Billet der Gräfin Jllingen daran erinnert wurde, das; er die Poliklinik ganz vergessen habe. Die Darne sagte ihm, das; er zwar'ohne Entschuldigung auch während der Trauertage bei dem Tod Prätor'ius' tveggcblieben, daß dies aber verzeihlich und verziehen sei. Unverzeihlich aber bleibe hingegen die Thatsache, daß er auch nun noch schweigend fehle. Unverzeihlich ja," sagte Herbert und ging zu der Dame. Sie wollen sich entschuldigen," rief sie ihrem Liebling schon halb versöhnt entgegen. ' Ja, erst deshalb, daß ich schweigend fortblieb und weiter deshalb, dap. ich mich' zu .einem Unternehmen hergab, welches mir, wenigstens in dieser seiner Form, nicht nach dem Herzen ist und welches ich deshalb verlassen muß. Sie dürfen einen v i r .f ... w . . a s iiiioacii ugenarzi nicven, oer mu ineyr Behagen zusieht, wie der Llrinuth die Wohlthat als Zwangsjacke angezogen wird," sprach cr ernst. Wie," rief die Gräsin crboßt, Sie ziehen sich zurück? Die Anlage unserer Anstalt gefällt Ihnen nicht ? de? mißfällt c Ihnen, daß die Baronin Sliko sich davon zurückzog hehe nun ist's nicht mehr interessant." ' Herbert erröthete stark. ' Wenn ich Ihnen, Frau Gräsin," sagte er mit Haltung, je durch mein Venehmen das Necht gegeben haben sollte, eine solche Bemerkung zu begründen, beklage ich es um der Dame, wie auch um meinetwillen tief. Aber ihr Echeiden aus dein Vorstand der Anstalt welches ich zuerst eben von Ihnen, Frau Gräfin erfahre konnte keinen Einfluß auf meinen Entschluß haben, welcher nur die Folge von Empfindungen ist, die ich bei unsererWeihnachtsbescheerung hatte. Sie, verehrte Frau, sind von so mcnscl?lic5cn und guten Absichten erfüllt, daß Ihnen fr l ' gr'r ... e tt mi i nur m yrcin fingen etjer icidh entgehen konnte, wie Ihre ölrt, wohlzuthun, eigentlich nur ein stetes Arbeiten ist, der Llrnnlth ihre Armuth recht fühlbar zu niachen. Die Barmherzigkeit aber sollte ihr Ziel darin sehen, Leiden vergessen, nicht sie fühlbar zu machen. Wenn Sie Erstem res thun wollen, werden Sie mich stets auf Ihrer Seite finden, wenn Sie allein, geräuschlos, ohne den Apparat von Königlichen Hoheiten, großen Feierlichkeiten und Vereinen, meine Hilfe haben wollen für die Armuth da bin ich. Und wenn mir in meinem Beruf ein armes Weib, eintschwache Kind, eine Unglückliche Familie in' den Weg kommt,. die mehr Hilfe braucht-als .ich geben kann 5saze.ich : . ehtuGmnnLmnZen,'
die gsel?t lache fiid, öbne die GaDe durch den Stachel einer Moralpredigt zu verkleinern." Darf ich das sagen, Frau GräfxnVt Er reichte ihr mit großer Herzlichkeit die Hand. Sie sah ihn ein wenig schmollend an, schlug aber tapfer ein und rief: Ein liebcrMcnsch.sind Sie doch. Halten'S ie mir nur den Vortrag weiter cr hörte'zsich erbaulich an." , . ; Es waren nur Worte - während wir sie. in Praris umsetzen, können wir weiter über daSÄHema reoc.n," sagte er lächelnd. Ihm war sehr zufrieden ums Herz geworden. ... 'Sie sollen mir noch abbitten, was Sie von mir denken," sprach sie. . Das habe ich nicht' nöthig, denn ickj denke, daß Ihre Thaten selbstloser sind als sie aussehen." ... "t ". Sie sehen Ivohl eitel aus ?" fragte die Dame, an ihren fleischigen Händen die Ringe umdrehend, . verlegen. . ' ' Ja !" sprach Herbert offen. - Und wer weiß," rief sie aufathmend, . ob nicbt doch der -klein böse Eitelkditsteufel mir die Hand oft führt? ' Na wir werden fehen 'Toktorchen, wir sind ja nur Menschen das bischen Eitelkeit geht in uns Allen um und unterjocht uns. Ueberwinden wir in Temuth und Arbeit und seien wirmilde .gegeneinander. Da haben Sie noch mal meine Hand so wir wollen schauen, ob die alte Jllingen noch vom jungen Doktor was lernt." Er ging, sie sagte ihm noch in ihrer raschen, offenen Weise: ' ' ' . Sie werden sich al!'er gefälligst öfters nach dem Grasen umsehen den Patientcn schütteln Sie nicht ab." . . . Gewiß nicht"' cntgegncte Herbert, unter der Thür - lächelnd, "der Graf ist ja der erste Fall, wo wir. uns i unserer neuen Wohlthätigkeit zusammenfinden." "Sie boshafter.Mensch, Sie", schalt sie gutmüthig hinter ihm drein. - Herbert dachte auf dem Heimweg zurück an jede. Stunde, die er in der Poliklinik verbracht und wie cr Hanna dort zuerst gesprochen. So kam er durch 'die natürlichste Jdeenverblndung auf Roderich. Dieser schien wie vom Erdboden verschwunden ; es wurde Zeit, sich' 'um ihn zu bekümmern und das gestohlene Bild von ibm zii erlangen. Herbert lenkte sogleich seine Schritte nach d5rWoh-' nung Noderi'ch's. ' '' - Es erging ihm, wie einmal dem Meister, et mußte lange vergeblich pochen.' Es wird nicht geöffnet", rief Roderich barsch von drinnen. Und so viel Herbert auch rufen und bitten mochte, die Thür blieb ihm verschlössen, ein Umstand, der Herbert nur nock fester davon überzeugte, daß das Bild der Kleopatra im Besitz des Unglücklichen sei. Alle Erwägungen, wie inan ohne Lärm das Bild zuri'ickerlangcis und Roderich unter sichere Aufsicht stellen könne, schienen nutzlos ; so lange der Arnie sich in seinen! nur halbirren Zustand befand, konnte er Dinge reden, loelche das peinlichste' Aufsehen "machten. So mußte Herbert denn den Meister Stephan auf die Wiedererlangung des Bildes doch vertrösten. , Einen Augenblick kam die alte Eitelkeit in der Form von Verlegenheit zurück, als Herbert sich zum ersten Mal seit seiuer Selbstertenntniß dem Meister . unter vier Augen gegenüber sah. Aber der Meister war so glücklich, daß der Bnider seiner Lilly zura ersten Male nach jenem Ballabend'wieder sein Haus betrat; mit
einem träsligen saivo'vtani er ihm entgegen und fragtenicht, zu welchem Zwekke' er käme. Aber Herbert mußte seinen Bericht abstatten. Der Meister ward bedenklich. ' ' So lange die Baronin noch 1 von Dresden abwesend ist, mag man die Sache in Ruhe ansehen, allein eines Ta-' ges wird sie nach ihrem Bilde fragen und dann muß es mit Güte , oder Gewalt, dem armen Teufel wieder genommen werden." . . .. . .Haben Sie Nachrichten von der. -Ba-ronin V wagte Herbert zu fragen. , . Der Maler vermied seinen Blick. K?ine andern, als Lillv'und'der Baron, Nachrichten also, welche Sie feiu nen werden", antwortete er. ' Ich habe niemals gefragt", sagte der Doktor leise. Meister Stephan räiisperte sich ein wenig und jprach : . Frau Hanna bekommt jeden Tag von der Kleinen einen langen Brief, worin die Kleine mit ihren niedlicken kecken Buchstaben ihr Alles erzählt, was Wolf, den 'Baron und uns Alle zusanimen betrifft. Und jeden Tag antwortet Frau Hanna dem Baron oder der Kleinen, immer knapp und kurz dasselbe: Ich danke für die Wachricht, ich fühle mich wohl in der Einsamkeit, Maria 'und ' die ' Beschließen thun ihr Möglichstes, ich entbehre nichts." Was auch 1mm die theure Frau in die Einsamkeit trieb . Gott stärke sie und geb' ihrKraft !' Gene-' sen an Seele oder Leib . woran auch .immer sie kranken mag. . möge sie heim kehren. .' ' ; Still und kräfl.ig druckte. Herbert dem Manne die Handpressen ehrliche Freundschaft ihm früher unbequem gewesen. Es ist liebenswürdig von Ihnen, daß Sie meine kleine Schwüler auch in ihrer jetzigen Einfamkeit.nicht verlaffen", hob Herbert nad einer Weile an. . ' . ' :- Scr OTcifk'r. satWc.; i C?sin". vir mer zu uns kommen, c$ paßt sich nicht es ist unglaublich, waS Alles sichi. immer in dieserlieben Welt da nicht passen soll ! Zum Teufel auch .wenn's der lieben Welt etwa auck' nick't paszlich steinen -"W , V VV l .kann nun ni'.nsollte, daß ick, das Kmd in Abwesenheit Ar ' iüliijf. .r..jf - per .vistujrrtii iiig na fcjunH, m oie liebe Welt sich 'eben die Angen' zuhalten, denn Meister Stephan ist nicht der Mann, sie nach Etwas um. gefälligste -Erlaubnlß zu fragen. Das Kind . würde mir7 ja trübsinnig !. Hat mir" rundweg mit dem cöhling sagen lassen Möhling inacht sich nämlich jeden Morgen-ein Gewerbes zu ihr zu gehen trenn' ich nicht jeden Tag käme, würden sie und der Wolf mir ganz schrecklich lvse.' Ra,' der' zartfüb lize Lieutenant, der blonde Marthoff, sin-. oet.slch zust auch immer ein, wenn lch:da bin .honetter Mensch, der Kleine . Doktor, Doktor, ich sage Ihnen, der hält noch eines Tages bei .uns. um dasiimd an. Da werden nicht wi5, diswird-ünsere C 'n,. c nr i . r r r n t lun öle antwort zu geoen yaven , mein te HLröeri. . '
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WM ie wird a sagen sie muß Ja scijcii es wäre doch so natürlich, wenn sie sagte ich erwarte, daß sie Ja sagt", schrie dcr Maler, seine Stimme hindurch'. Mitleid und Sorge für den Maler im Herzen, kehrte Herbert heim. Er dachte Zuerst darüber nach,' ob Lilly sich wohl mehr aus dem Meister macheob sie, ein solch' knabenhaftes, schmetterlinggleiches, unbefangenes Mädchen, mehr als einen lustigen Kameraden in dein .Maler sah. Er fürchtete sebr das ttegentheil, denn Lilw erzählte Jedermann, der es hören wollte, daß ue den Meister schrecklich -lieb bade". So barmlos plaudert jene Liebe nicht, welche derMeister für sieb ersehnte. Fortan wurde er jedes. Mal befangen, wenn Martböff zu ihm kam,' was gerade in letzter Zeit vgewölmlich, häufig geschah.' Aber Matt.hoff.selbst schien gerade von Tag.zu.Tag gurucioatienoer gegen ervert zu werden, .trotz diese'r.Besuche, so "daß Herbert nach weiteren vierzehnTagen sich glaubte überzeugt halten zu können.daßViarthosf keine Heiratsabsichten hege. ' ; ' ' " Herbert suchte und fand eine Wohnung, welche allen seinen Ansprüchen, die durch seinen. Berits erzeugt wurden, entsprach'.Ohne nur einen Tag ; zögern, machte cr sich daran, den schmerzlichen Umzug zu bewerkstelligen. Aber er hatte dabei nicht an die Kousine Fannv gedacht, welche ihre Lebensaufgabe darin sah, alle 'Leute mit ihrer Hilfsbereitschaft zu quälen. Sie - kam in eigener Person und bat den lieben Herrn Doktor", ibr Alles zu überlassen;-er könne getrost in seine ....... cr..r. .t. ....rjr - viit HH'iuing ijei'cii, Iveicre. IN unmll- s telbarcr Nähe in der Seestraße lag, dort ; solle er seine Sachen in Empfang nehmen -und ihre Anordnung bewerkstelligen'; sie' ioerde hier Vit Absenduna überwachen, i Herbert sah die Nützlichkeit dieses Vorschlags ein'. Er ging. ' Er sagte Esther kein Lebewohl. Alles, was zwischen ihnen gesagt werden mußte, war ausgespröchen ; sie durften fortan nur schweigend aneinander vorübergehen im Leben. ' Kousine Fanny aber hatte immer zu viel guten Willen und zu ioenig Fähigkeit. Befehle,' zu ertheilen. ' Bald stand' sie rathlos unter all den verschlossenen Kisten und Kasten." Der Rettungsdanke v.Esthcr" lag zn nahe. Sie ließ Fräulern Esther herausbitten. ml ein erst peinlich die Weisheit lehrte von der, . Gegenwärtigkeit des Vcra'anaenen. Sein Freund Hattenheim schrieb diesen Brief. Herbert ' hatte aus 'oben angedeutcter' Stimmung heraus das Fort-, bleiben Hattcnheim's' nicht auffallend' lief, aber aus derselben Stimmung her-, aus . hatte. er nicht gezweifelt, daß Hattcnhelm sein Wort einlösen und zahlen werde. ' ' - - " . Adalbert Graf von Hattenhein schrieb an seinen Freund den. Doktor Herbert Erbard: . . Mein 'guter-Dttör --Äeine -.:v.'ani-chäcr sind eine htip.dsgemeitie ZOailde? :e' Kerle schnüren mir die...Kehlczu ' es bleibt mir-n'ardie 9)!öglichkeit . eines Kli-maweK!F..:.-Mein- Vetter' .Erdöfy hat ladimg zu verübeln ich sage Dir - Lebewohl und bellage sehr, daß uiV. d'en rv X r ' t i J " . iaI j . i i . ... r.x zZ l iujci unt't vswiu'ieu laiui. . .ycnciu? lich, wird '(ine geivige schöne Frau bald artihrsr freitvilligen Verbannung zurückkehren und Dich'aus corps 6ZZ)rit ile la iäm!!! trösten über den zeitweisen Verlust Deines Freundes. ' .' : ' . " : : ' . A. Grasn." '. , (Fortseduna folgt.) ' Vom Auslande F rank r t i ch -l x t s e i t 50 Iabren vier izroe EI?o!era Epidemien duv hgemat. ' Das eiste Mal, '1832, drang die S.'uche von Ealai? nach Paris vor, wo ihr-Z8-lun Personen zum üDpf fielen, das zweite Mal; 1340, "nahm die' Eholera -.gleichfalls ihren .Weg. von Ealais nach Paris und raffte 16,150 Menschen hinweg. Das dritte Mal brach die. Krankheit, direkt auS den. baltischen Provinzen eingeschleppt 1853' in Paris aus; es starben 9200Perso-. nen. Die beiden letzten Male, 185 und 186t'., sprang die Eholera direkt von Marseille 'nach Paris über und -kostete das erste-Mal..000, das andere Mal 7000 Personen das Leben. Was Berlin, anbetrifft, so durchbrach bekanntlich die' Eholera 1832 den fast 200 Meilen umfassenden preußischen Sperreordon an der russischen Grenze, drang erst in'Preußen, Posen, Pommern und Schlesien ein und erschien Anfang September zum erstenMal in der Hauptstadt, wo damals 'im Ganzen 237 1 Personen erkrankten und) 1 13 Personen (,2 pkt.) ttarben. Zum zweiten Mal erschien die Epidemie, nachdem sie ' in Westpreußen gewüthet, in Berlin am IL.lugust 1837, und damals erkrankten in 16-Wochen 3580, wodon -235 (65 vCt.) starben. Zum dritten' Male hielt.die Cholera ihren Einzug i Berlin 1849. Cr6 erkrankten ,n 26 UiZo chen 5301 Individuen und 3552 (66. pEt.) starben. ' Das vierte Mal erschien die Seuche im August 1352 in Berlin, wo sie einen ganz epidemischen Charakter annahm.'' Im preußischen Staate waren Während ' der Epidemie dieses Jahres .68,431 Einwohner erkrankt und 40,340 (53 pEl.) gestorben. Gleich im nächsten Jahre, 1853, wurde die . Seuche nach Preußen' von der Seeseite eingeschleppt und in Berlin erschien sie zum.sünften 'Male ain 7. August. Zum sechsten Male 'stellte sich die Eholera in Berlin 1655 ein. Die Stadt verlor damals in -18 Wochen von 2173 Erkrankten 1385, also 03; pEt. - Zum . siebenten Mal endlich trat die Eholera in Berlin .mit dem Beginne ' des Sommers 1866 auf und in Folge der Truvpeneoneentrationen dehnte sie. sich bald über das ganze Land, sowie in Folge de? -Krieges über Oesterreich aus. ' i ; V; D 1 c ' .r G ii tsbeslher E r n st Göldner aus Nieder-Siezersdorf .und Gustav Lachmann aus ökeudorf befanden
steigernd, zuletzt sörmliä'. 3 ein l'eißer, unaussprechlicher Wunsch, daß Nein" ihre Antwort sei, klang leidensä'aftliä'
Es war in den-letzten .agen des A!o-
s Februar, als Herbert eines AkoraenS
Brieschen empfing, ivelchcS ibm zu-
gesunden. Erhatte manchmal daran gedacht, daß am letzten Febm'arein Wcchscl fällig Uhu, welcher auf feinen 9!arnen
mm) aiaa tlngarn zur Jagd ,n der. StepPe geläden.. . .Du. bist hoffentlich nicht !s? büra'crlich, nlir die. Annahme dieser Ein-"
sich am Abend des 27. Juni im Gasthof zur Eisenbahn am Bahnhof Siegersdorf. In der Gaststube befanden sich sehr viele Fabrikarbeiter. . Gegen halb VI Uhr gingen die beiden 'oben Genannten nach Hause. 'Noch zwei-andcre Begleiter gingen mit, diese schlugen jedoch einen Feldweg jenseits der B.chn ein.. Die beiden Letzteren bemerkten, daß drei 'Personen dcn LÄeg einschlugen, welchen die beiden
Gutsbesitzer gegangen waren. Die drei troleye haben nun Beide Verse) ide verfolgt. Als ue an die beiden ahnungslos Dahinschreitenden herangekommen waren, hörte Gutsbesitzer L. Einen sagen : Das ist der Göldner!" und Der Andere fährt oft in die Fabrik!" Zugleich erhielten Beide Stiche in den Hals, und Kopf: Es entstand nun ein Ringen. . Z'.oei der Strolche wurden auf die Straße geworfen. Während jedoch Gutsbesitzer L. den einen Kerl festhielt, erhielt, er von'.dem Dritten einen Stich in den Nackcn, 'zu-, gleich versetzte ihm auch der von ihm Festgehaltene Messerstiche. Durch den Blutverlust geschwächt, rnußlen sie den Kamp? aufgeben. Göldner schleppte - sich noch an'den Rand der Ehauee,' wo 'er 'bald starb. L. wurde von .hinzueilenden, in seine Behausung geführt. Hierher wurde er noch von einem der Strolche verfolgt. Andern Morgens gelang es, der Mörder habhaft zu werden. Bei der Leiche, des unglücklichen G. fand man ein Meffer, welches als dem Arbeiter Röter gehörig erkannt wurde. Dieser wurde - nun so-' fort nebst feinern Mitschuldigen .Scholz in der Fabrik verhaftet. -Der Dritte, welcher der Hau'ptverbrccher- zu sein .scheint, ein gciolsser Bausch aus Biesnitz, suchte über den Zaun des Zicgelplatzes zu entkommen, was ihm auch gelang. Er war jedoch in einem Kornfeld bemerkt worden und nach einer kurzen Vcrsolgung wurde er dingfest gemacht. Guts-' desiver Göldner hat alle drei Feldzüge durchgemacht und ehrenvoll bestanden. Vor der 1 V.- S t r a fka m mer des berliner Landgerichts -1 wurde unlängst ein Fall verhandelt, . der in weitesten Kreisen Aufsehen crreat 5at. Im vorigen Jahre hatte sich ein Mensch' im Thiergarten herumgctrieben,der lange Zeit Damen und kleine Mädchen in der schmutzigsten Weise .belästigte' und. ver'folgte und öffentliches Aergerniß erregte. orr orvi... . k. . rrr c. . .ii .i'aier ivuroe icuiiemim einreglerungsbaumeister und SecondelieütenZnt der Reserve Runge ermittelt und trotz 'der wärmsten Vetheucrung feiner Unschuld und trotz der' bestimmte Erkläruna seiner lum Theil liockaestellten ilnd ,scbr anacsebcnen freunde am -22. 5 u i u , " ijrr"-'. ",w,7 ; j - 1- 1 w w 1 1 zember 1833 vom berliner Landgericht I . l - or c t 0 i ' r wegen dreier Falle, m denen die Ver-. Zx :r.. . . t.n.: l cvr."i folaten ihn aetn: bestimmt 13 Tbäter wiederzuerkennen erklärten, zn 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Ver-' theidiger hat nun inzwischen alles aufgci' boten, die Unschuld semcZ.Elicntcn nachzuweisen. Sein eingehend begründeter Antrag auf Wiederaufnahme, des Ver-;' fahrens,der im toesentlichen darauf fußte daß N. nothwendig einen Doppelgänger haben müffe,:nit dem er verlvechselt werde ist indeß vom Berliner Landgericht abgelehnt worden, doch schwebt noch 5 die Äe. schwerde darüber beim Kammcrgericht. Aber auch der Staatsanwalt blieb den .Bemühungen des Angeklagten gegenüber, seine Unschuld zu beweisen und seine Verürtheilung aus der Welt zu schaffen, nicht unthätig ; er ließ neue Ermittelungen erheben und das Ergebniß !?ar, daß von Neuem gegen R: die Anklage wegen 10 treiterer Unzuchtsfälle erhoben wurde Die Beweisaufnahme nahm nahezu sieben Stunden in Anspruchs auch -'in diescs wird der Angeklagte wiederum von 'einigen Zeuginnen bestimmt als der Thäter wiedererkannt, während ebenso bestimmt wiederum eine Reihe von Zeugen demAngeklagten ein ganz' vortreffliches' .Leumundsieuänin ausstellte .und ander Zeugen erklärten, daß der Angeklagte mit 'ihrlen oder fremden Personen wiederholt . I V . -.C rr. rw 1 vern?caei! woroen sei.-- cr angenagte' betheuerte bis zum Schluß' der Verband' lung seine volle Unschuld. Das Gericht' aber hielt seine Schuld-zfür crlviesen.u'nd.. verurtheilte ihn zu.eincrZüsähgefängnlßstrafe von weitern vier Akönaten. ' : . 1 'p6'. . . . , ' Vom Schw urgcrich t Stuttgart wurde derAnarchistKumitsch, toelcher den Bankier Heilbronner schwer verlebt und beraubt hatte, zu lel'cnslänglichem uctztyaus verurthcut. -. . . . Der Verein K l i m p e r'k a 5 sten" zu Kicl ist auf Gnnid des 1 de Gesetzes aeaen die aemeinaefäbtlichcn Bestrebungen derSozialdemokratie ver-. boten worden. 5 , . , . - i'ii . c o c "o c 1 chr c 1 ö i ei n U genzeuge des vollendetenRettungswerlcs, -dem die in der Grube Deutsch!cnid"'üer-' schüttet Gewesenen ihr Leben danken,. un.er dem 2,. uni komme ia; laivpem r p v . r. . .In Königshütte, war das Gerücht verbreitet, daß zwei der Verschütteten als Leichen ans Tageslicht gefördert waren. An Ort und Stelle überzeugte ich mich, 'daß keiner derselben sein Leben eingebüßt m . iA . . r L ST . rat. u;a lugemeinveslnoen ocr ercrielerf ts siarrt'Stx?jS !ltcs( ' Ir.f t.Ti teten ist befriedigend. H'vie llil ta) . skkls.'Ni 'Nlt lelrec''7 imierTnelt ich nlich. Es ist'tiefergreifend, von ihnen 'n hören, wie sie alle Hoffnung auf Ret rung zaon ausgegeoen iauen, wie. ue täglich ;u Gott und ihrer Schiltzpatronin l ri . f r-r . , iivv iiiJiju'ivfv uituiivu i't. 4Uii ihnen - Errettung vom qualvollen Tode ankündigten. - Es ist unmöglich, - die Scenen zu schildern, die sich abspielten. als der erste Verschüttete ans Licht kam Es blieb buchstäblich kein Auge thränen leer. Die Verschüttung war. kurz rvci Beendigung der Schicht eingetreten, weshalb sowohl der Proviant aufgezehrt, Ü. auch das Del in den Lampen nur bis Sonntag Nachmittag ausreichend war, obwohl inakt - nus eine Lam'e brennen ließ und deren Licht jedesmal auf eine nächste übertrug.'- Die Verschütteten haben nicht '.so . sehr an Hunger oder Durst gelitten, da sie viel durchsickenidesWaffer zu trinken hatten, als durch -die Kälte. te legten sich deshalb dicht- zusammen, ieden Zluaenblick " ibr ' Ende berbeiwün , schend. -Das Nettungswerk . wurde 'mi unglaublichem Eifer gefördert. "'' -
Vchlasyauze ocr ü?wlenloa'lon:yer Knappschaft, wo sämmtliche 43 gerettete. Beraleute in ärmlicher Bebandluna sind.'
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EiscnbühlZ -Zctt - Tabelle. Ankunft und Abgang der Eisenbahnzage mi iNdmnapoltS,an und nach Sonn tag. den ll. Mai185i. C!k?kland, Columbnt, EincwuLtl und Indta. napolik Gistnböa (Be Line.) Abgaug: Ankunft: St Cr t 4.10 Bin , t 9x tia .40 Anserson Sie. . 11.15 Sm Iflcton 61 97.10.19 ßm S2Ä 1.10.35 MVU 6x.... 7.A R L3 5 Gsshen Q-ö.2b lm nrr,on e... 2.10 fc.,3etatl bonn n y r cr x wj.iu.3i it Srizhkvovd Division, C. C.C.nnd I. St-SarBt3:t; 4(5 2ar. I ttgtich. 5. . ' . 10.1 1 m l ' ......10.35 ........11.15 Cm - 2.10 ?ü2nr " -i R 3.30 ri3t ) ' 4.55 Km - ta3.5.5. . lsltch'd5 ..Rai - ttsiich.is. PitttbuiZ, CwciJJüti & St. cu!r Siseuiahu YPWBKP i Klst kk ttul - Jz IZsIilZ 4.L2 Cn jtnert anst. 9.40 ZAS CjjeuSgf- K'tlO !3S ttcnracnsonnt.10.4i Cm . r taolla....;ii r? Ssi LiSDAkiLukz. SoiiNtSg 4.C0KW N V V S P 5l täglich h.. 4.5S N Dazton E cuij konnt 4.M jim 5 50 Cr ciil. eonntsgt .... 57 6lt4g;...r.ip.20a Tä,!sn 8 aul. SoanUil i Chicags Nsute bis Kskonis hicazo Schnei iuß i&s.. .... .11.13 jci CH'.caesixttK.ll.0'' Kn 3V 5 Ls. Jndxl CIT11UI11J... .114 Hm fl... iu. tt' irre Z Ttrre Haute, Vaudalia & St.Louis Eisenbahn. eil Tra'.n .... 7.15 Lm Tag!?, p 11.55 rerreHaut i kk. 4.N Laciftc gi.'....w.4sN Ech5?zug .r.. r.ail udee.. 5Coa tnrtfc... Z.5Z l(UX)fis ZZ) 1.4.) n ail und... Cincinnati, JudianapolitSt. LouiZ n. Ekicaco mir l . t . T cicnon;n. sinciaaii xnoiU)n. ciip.2. nbfanapKtc. 13.SJCa te2'tmjp. nona JCeSern j... 4 43R Ciinnc?tk lcc 7 0!) Lm Slncwnatt .11.0 ' t,n C.2 CS f c. S..45Rn iinc, 5r.ee 0.55 int tZgNlh u c.iO.45 jlp Chicago Didisisn. ! ,r:. ..." ft Ct s n 8 3?eo & S?u:l Cj. C.5EBm khicagg Aatt x.:Z.li)5!m Sestern J$z 5. o 3in ff L töLttch s t c 11.2a flm hic & !vu F 2. Lsfaretti ce ..1S.40 taguq e c u,.. zzm n ätaa c. s.sni mcinncti See. 6.10 Ka Jessersonb'.lle, STabifcn und Jndinapolik - Cifcnbata. C3k r tög. 8. . 4.1i) LA j JlldvkatRall. 9.15 Ihn WabasH, St. Louiö & Pacisic. tctffblc r.ail 7.1 z v Ithtffl 51 firlSff 9 m 4ICl 2.11 N. i&;5hc5C-j c , . CÄ... .....ii.:xt? xifct&r..ii.s'jc -A u H Vkzii. 0N Jüdiana, LloomiJLtsn nudWestern SisenbaH C;nK:l, 7.30 Cm Sa5e?I S fc. tfk "fc . r an rm I , tm . , - 4 K JUX iCJ .j ä CC ratpAf- N a.V?7x.. .-wAn.10 5: tSaltct 3fsl Ctnc 6i;ec 11 Rat Lttantte ki5. .13 Rw . i. ; ÄlM7sui Dibisisn. -ft f rt . , SSÖIW't 3-w u.Zv- .i?LA I !XeN u Taa a? ki cht ic? !K - , . 3JÖ ti S?'llche Division. e.efüzs' Tgl. L:cp:-?.4i-.m TUanlic ErVM'A Tscifie rrieß... 7lBm & tfi r-. r ?3ftni Erp .... 4 45m LouisdillkwÄ lbany & Chicago. Air.Line. Ehicaso Crißl.'rll.CORnt crvcogo (?r. tat.. 3.iocn Ävnvn Ae .... !?. ich-. Cito 5 fic. er ZU. 4ÄM ilonon Rcc.... 5.0-3: lich Cilp Lhkg. Cj Na.l......l?.4'.NlN 3ntian clil und Vinunnes Sisenbaiz. fzi Sair? 3j 7.01 B:s f Crt?fenne 3ce..lO 34 a lUntcnutl 2lic . 5cJ..Ä ittoö. 4.ifcS? Indianapolis und St.HMMnl)aSn. ?az Errrtk. c c. ?l Li)bs a ia'.is .. oft u Lt L x. Ö.l5?!n H . . . . .11.' Ll Ls. .F, jj n& r ir i ...n " . . , Vnral P' aff.M.i. f I n Ifefc. N Y u Et K cr täzttch u cc.lt)c" T.n Dsr e e tdgl e.Zö stntianarclil Ac 3,15 u. . iitixic ir.iinr.ati,Osisii-;itond-3nblana?oIilflfnibai;c. 2 nir SiLc::iZ 4.(-s: B Ganr.frlsiSiCcc 8. SO nv.iSriUc: i;'CF.tr. Mai! 110 C 3"9 u et29uii 10.40 sin .infc?13ut. i. 6.40 SI Eiu.,T.T.N.?)l .dOVm Gtlirlnmitl See k v Am 4 SSge ft t. c. kh?.sr5el,S,r . mtl Schlzf.Wäi. it x. sror.'S' . - &V?2Z!&ZV e Dfstee der Äidiana empfiehlt sich zur i-, IS VMV ' .J Nechttttttgeu ! Cirkttlare, ' BriesWen. Preislisten. Qmttmlgelt, Eintrittskarten, Mitgliederkarteu? . ! Brochiire'il, ConMutionen Adkeßkten.
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