Indiana Tribüne, Volume 7, Number 297, Indianapolis, Marion County, 16 July 1884 — Page 3
Südlich. JM&IRR
Xir fiirj'ßf uud beste Bahn nach Louisville, Nashvillc, Meinphis, Chattanooga, Atlanta, Savannaii, Jackaonville, Mobile and New Orleans. Es ist d07!heilhast sur Passagi.re nach Im Süden, eine direttk Route zu nehmen. JJalafl-, Schlaf, nnb Parlor-Wagen zwischen Shicags und Louildille un' St. Loui und Louiiv'iuk ohn? Wagknwechfkl . Comfort, Schnrlligkcit uud Tichrrbrit bietst JStti " die aZt? 5".d?rlZs1?k 3. im. & D. M. f T Y? Trrl n rr -m- w - , Sssiftent Seneril i?cflaierÄ8rt, fcarso'VSl' Ciinjtari un5 Sinoil tr . Ind?: E. W McKkvna. Superintendent. Chicago, 8t. L.ouls ncl Fi tt?-tiii-ir Xtnilrofitl. 3fi!.?ctbll' für durchgehende und ?oka!Zn?e ?om!7. kbr. 1583 an: iriaJUn Kk Unig,?.Tk..'o:.Jndrlii !tßt: Stationen. - Lchnlljg 'Poft,,g.'Schnllzg I ecsm. Nlb&Ua , teUlu t:. . . , Kteart ... . SjetsoeuoiJ. . Z?h,Unfl. ... . -itt5tt;,;.... , fcamöburj... m tsaltistoi öaiiinjto.. . t!5il4tfUfeia. Z)srk .. Voft'. ... 7 V ! :u::?Än. 6:40 t:2:52 . ' , g m i:t l 7;tj2 I : 4:i5e . 7:10 ? 8:50 i , 7;!-y I i ' ! 8:2SJInr j j2 . I ii: . 2:37 3m 4:21 - ! .. 8:0 . i . 6:17 , j . 2:)?:av . :!:)'' .. 6:2 . 5::5 . ! 7:iu 7: :ü'l . Täglich, t :aplK&. autiignoniCTcn Sonntag. ul-tuzin'i "alfi.. 64Uf und Hotel.Wazer burch bil Pittibvrq. Ha.riiburg. Philadelrdta und. ew ?ork. ozne SZ'-chs Blot in Wagenwkchs nach äiUiwor. Sas'.'gtsn und Jfl3in. Hjy Zksd kar,?, nach a:n Ceftitcfcer. !Sdtn Knoin sUen Haurr.ahrkirtkn.SurkZu dr,WNe,:, und i:. dem St,s:.Su?au. Ze ser Jllino: und akhington Straß, und im Union Dv? ureju. riianupcli, J taten 5U?nJuan.ÄatUn tan nin i tjotaul atf$ett nciten tur prltiv. t den Sgn:en in uit't!urau oi itn U'or trot fu Satisnapüliij uiö. . rerln Z . P. . ordo. asug. ' " ts-' und ILioi, Tttare. Jnd'pIZ. Sa, Ske,. r:s" e . olumbu. C:o , . s,xd. ?:. NaffaAi,unsri.'t.,?i,-t VMttutt. Zettcr-Älarm-Siftnak?. ,k-.i!ZvZ?'Z uud flrJtt 5 fci"tt4uart;r :c Vrtuet Can men. Ciltost u:i c Dk. 7 teSelsrtKtij&n Strai'. 5 ?Zi. Iki?G ?iks5? un'i t.?i.i2t 0 S;ni) u .'r.?:rate- ,? i( .niim tt. .t-t a' IS j'cr. cir, uz.d gort 5?:: Z k' 1t N Jklsro uks oit WZ,?, isitrMt. 15 Iseru Etr. und l'IaiiUufJttl t Itf abrüllir. und AZh U l" Pulk Ssk. und ÖuÜer Str. ZS SittS 5,r. UnblScIeU 4e. 13 Archer und Js5 Str. 123 Tollkge und Bud:tc dir lil SiLitaaia un siiiint St:. 125 Vltttian und Utr.tc ilr. I2U anbl 5tr. liniautcolr 3 IJ7 Lu,::cunz.SktZude. 133 jentral Ass. und 131 Alabama und NsrriZsl, lr J32 Hohamptsn und 4:e Bt. 101 ?o2ge Soe. und Str. 13s Hoe vk. und Z)el:sre S. 1 I, .".d ttlüjlgan ei;. 21 Tt. Jse Str.. nahe Illinc-'i. V Ptnnlqloania und P:att Sir. No. 5. Snz'.ne Hssx Stste. n,;.- . 2S iksissixpi u:,d St. S'aik Str JlinsiZ und ttU&t'jom Str. Ü Pnns?'.vZ':ia Etr. und Hs?ie Lg Diissifftsxl und Biert Str. !1Z T?7lr-.ffk und WlliZM Str. S1Z ?,i';,:vö'.:ia urdichizz,: S:? 214 J2'.niZ und Herbert Sl Jidiin Ä-k. und Nichi ti K Ktribla. un Ws'..lu! Str. 54 California ur.d S!i5;oat tr. 55 la? und fi.tw !??rk Str. 30 3ndisr.a im. und 5t. Uti ir 57 5taitic5ritfll. 33 S)U!t Uiid Nsr Str. 89 Vkichiji.i vv.S üjsi! Str 312 535 und Talnut t.-. 315 Weft und tritt Ttr. 514 LUdente und Hosa:d 5:.. 41 ZSZhinAto, rsh Wcst Str. it Seiinss:f und W'dngt, S. 4Z Nilssuriund T.t:v z?s?k S:r. 45 Seridizu und Oa'hwgisn tr. 4S JliNSil ur.o Ois Dir. 47 Ttnnkslee und Qash-i'bt? k:r. 48 ingan' Ps.'k Hsu?e. j.t, 412 SKifaimvr: ar?'.ad Lt: 413 NilstZsippi und WadH Ltr. 41S ZerLnsn'i Houi. 421 I.. Q.Sisund House. 42S Jnsn Ts,:um. 51 Jllwo! undkri5 Si:. 52 Iüinoi und fcouif.a.ia 5ri 53 ifaeil und riclarto Stt. 54 Oest und Lsuth Str. öS Tenneffe und Ktvrg.a Str. S7 rteridian und Staa Etr. iS adison ve. uniKcttil kZadilon Ao. un Tn!ov St' bl2 und RoVocd etr. bli entuck, A?e. und m514 Union und Uio:rU Str 315 Jlinoi und Äanja S 617 Vorrtl und Daeotai Str. kl Lsuth nah Ztlaaaxt Str. C2 PennZiz'.vania und Louisnu fit. Ci ttaar und KeSart, t. . Oft und SKcSart? Ltr, labama und Liraiana v. 7 Virginia v. und Lradstza Sl, G8 U;l UN9 0CU;n 3 Pennsylvania Str. und Nadtsoi, 4cc. 612 Vkckernan und Toughett, Ztr. 71 Virginia 2v. naht Huron St:. . 73 Oft und Seorgia Ltr. 78 Washington und enton Skr 74 Lenton und Seorgia ?tr. 75 Forft Ao. und Prn. 76 ttllsn und Bit? ?tr. 7Z Ltrz'.iaAre.und Tllloi,. 7 ktcher Sre. und Lillon 71Z 6xruc und Prospekt 5t?. 71Z Enzlis Hut vno Launl St,. 714 Cvicit und Oltse ?tr 715 '.lit .n' 'eecht! S:r 51 Si t .e Jers, 5.. 52 Ssiingtsn nd TeisAs: : . 83 Ost un arl Str. 4 T.tn xorkund Davids ttx M Taud tuntnen'Xnalt kS Ler. etaatea Lrs,nsi 87 Orient! und Wasii gton Z. Sruuktt'?es5nzntß 812 N. 8 Lchlauch'öauZ. Ost Qasii'lgtonstraß, 82 Zarlt und odl St?. m Oito un) Harve? 5tt Zar?land nah eridian Str. 2 Meridian nnd Georgia Ltraße. 1-2-1 PriatSignal. 1-2-1 Und asten miederha'.t. zivtlier Zllarm. A-I Signal s2r KeuerTru. i Lei Cch:ize. Zkeuerauk. Drei Schläge, Truk ab. LSl! Schtae. VI Uhr SSUual.
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Herbert's Schuld.
Roman von I. Voh.Sd. lSoitstdung.) 3ic dürfen seinem Menschen etwas davon vcrratben," hob Lillv geheimnißvoll an. aber ich denke so : elvi kann iä ci nicht hier bei Ihnen bleiben. Wenn Wolf einmal ganz gesund ist und einen ttouverneur hat, verlasse ich oh? Haus, aber nicht die Stadt, denn ich könnte mich weder von Wolf, noch von Ihnen oder gar vom Meister trennen. nebe dann zu .verbert, der nch ine ' t f . f . zwizwen nweriiw verveiraii'cr i'aocn Wird." Ver heirathet' stammelte Hanna, todt l ich erblassend )?un ja Esther liebt ihn ich wäre, blind, wenn ich es nicht- merkte; und auch Herbert wird es einmal merken, und Schwager Heinrich sagte auch schon immer, aus den B:iden würde wobl einmal ein Paar. Wäre das nicht reizend? Sie lieben Herbert doch auch und gönnen ibm solcbes llück, nicbt wahr?" - ' ' t ,'ewifi," sprach jetzt die Baronin tonlo?. - mein Gott, sind Sie krank, wie werden Sie bleich?" fuhr Lillv ängstlich auf. ,Dtichte es wird doch besser sein, wir lassen das Plaudern bis morgen. Gute )!acht, mein Äin'd ich bin mühe." Mühsam'erhob sich Hanna, wankte, setzte sich ivieder und lehnte einen Augenblick ihr Laupt zurück. Ich rufe die Jungfer -ie können sich nicht allein entkleiden oder lassen Sie mich Ismen btlfen," bat Lillv angstoo!l. Nein gute Nacht ich will allein fein." Hanna nahm all' ihre Kraft zufammen, um sicher hinauszugehen ; daö junge Mädchen wagte nicht, ihre Begleitung aufzudrängen. Zi: deiche Frau schlich, dts slackcrnve Licht in der zitternden Hand, durch das Zimmer, wo ihr Kind schlief. Ihre Kniee brachen, sie sank neben dem Bette nieder und beugte ihr Haupt über das schlummernde Kind'. Mit großen, thränenlosen Augen starrte sie es an. Der Knabe erwachte von dem Lichtschein, vielleicht auch von dem magnetischen Einfluß dieser Augen. Mama," stammelte er, halb traumbe fangen zu ibr emj)orblinzen'd, o Äkama, wie Du schön bijt Tu hast noch das fremde Gewand an." Er drehte sich um und schloß wiederdie Augen. Hanna blieb auf den Knieen, sie mur melte rnit den Lippen Gebete, aber nicht zu einem Gott, zu ihrem Kind. Vergieü mir, ich wußte eS nicht bis sie mir eben die Klarheit als Blitz in mein Herz geworfen. Als sie sagte, er könne einer Anderen zu eigen sein, oder werden, da füblte ich, da ich ihn liebe, ihn immer geliebt habe seit der Stunde, da ich ihn sah. Vergieb mir, mein Sohn, ich hatte es nicht erkannt sieh, ich wußte nicht, wie die Liebe thut, denn ich hatte nie geliebt ich wußte nicht, daß ich ihn liebte ! Vergieb mir, mein Kind . aber siehe, ich errötbe nicht, denn ich wukte nichts von Schuld. Gieb mir Kraft, Deiner werth zusein." . Sie erhob sich und wanderte ebrochen weiter, bis sie in ihrem Zimmer war. Dort setzte sie sich in ihren Ses sel, der vor dem Kamin stand. Sie starrte auf die verglimmenden Scheite und suckte ibre wildzerstörten Gedanken zu sammeln, um üb!r ihnen mit einem Entschluß zu siegen, dessen Name Flucht," w'ar. In dieser Nacht hatte sie erkannt, daß sii &rlWf Vtfkf ,.v ..... ... Sie dachte an ihren Gatten. Alles, was sie von ihm fordern und erwarten konnte, hatte er ihr gegeben, das Wenige, was Eins dem Anderen in einer Konvenienzehe giebt, das Viele . denn in einer solchen Ehe, wo nicht die blinde Liebe Vertrauen lehrt, giebt der Mann sei nen Namen und seine Ehre einem Weibe zur Obhut, welches Beides nicht aus Liebe, sondern nur aus Pflicht Huten rann. Er hatte aber auch ihre Ehre gut gehü:et und nie, wie viele seiner Standcsaenofsen, Freuden gesucht, . um derentvillen sein Weib hätte erröthen können. In ihrem Hause und in ihrer Ehe war
alle eit Lllles leinen ordnungsmäßigcn, stillen, tadellosen Gang gegangen, obne Sonnenschein und obne Schattenstecke. . Hamia wußte cs : sie hatte kein Recht, ihren Gatten anzuklagen für Das, waö er nicht war. sie wußte damals vorher, daß er ihr nicht mehr sein konnte und war doch sein geworden. Und Sanna wußte weiter, daß ihres Mannes Ehre und ihres Sohnes Ehre Eines seien. Sie dachte auch an Herbert. Sie schloß die Augen : nun verstand sie auch mit einem Male, daß von ihm keine Hilfe zu erwarten sein konnte in einem Kampf Kampf zum Entsagen, nicbt Kampf um Besitz. Hanna hat nicht den Stolz und die Kraft zu einem Kampf, sie fühlte nur die auch heroische Kraft zu fliehen. Fort," dachte sie in ihrem verzweifelten Herzen, nur fort, ihn nie wiedersehen, um fern von seinem Angesicht zu lernen, nicht sein denken." Sie holte aus ihrem Kleid hervor ein Medaillon, welches sie auf der Brust trug, es enthielt jenes Weiße Päckchen, das Herbert ibr gesandt, das Opium, welches sie fürGlst wähnte. Lange und scbaudernd betrachtete sie es. Noch nicht," flüsterte sie, nein, noch nicht. Nur in letzter Noth wenn ich 'nicht mehr entrinnen könnte. O, mein Sohn, ehe ich vor Dir errötben müßte, wollte ich lieber im Tode erblassen." Sie siel in die Knie und barg ihr Haupt auf den gefalteten Händen im (sitz des Lehnstuhls. Das Licht der Kerze, der glimmende rothe Schein aus dem offenen Kamin fiel auf das schöne Weib, das hier in der Winternacht in Todesschmerzen rang. Sie wollte beten, sie suchte vergebens nach Worten und Ziel. Sie wollte . stammeln, daß ihre Seele frei von Schuld, daß ihr nicht möge angerechnet werden,-wie . sie bis heut -im Traum gewandelt. Ihre Noth blieb stUNM.. .. ..
In bleser Nacht ging sie nicht zu Bctt. Als der späte Wintertag graute, und das Morgenfrösteln durch daö Gemach schlich,' erhob sie sich von ibrem Platz vor dem Kamin. Der fremde Schmuck an ihrem Hals und ihrem Gewand klirrte leise, schrecken rann durch ihre Glieder sie trug noch der Kleopatra Gewand. Ein Lächeln voll bitterem Weh schlich um il)ren Mund. Auch ihre Brust hatte ein Schlangenbiß heute Nacht verwundet, auch sie würde ' daran sterben, nur langsamer sehr langsam. .Leben, leben im Bewußtsein: ich liebe ihn, ich muß diese Liebe ersticken, wie konnte das möglich sein. Sie kleidete sich um, es machte ihr viele Mühe, mehr als einmal sank sie matt, fast erstickt von Herzklopfen, auf ihr Äett hin. Endlich umhüllte ihre Glieder das warme Morgengeivand. ' Sie schellte ihrer Jungfer.
verschlafen und erstaunt kam diese. Ist der Baron schon aufgestanden V fragte Hanna. . : Ibre Stimme war qam klanglos geworden über Nacht. Der Herr Baron nein, es it noch nicht acht Uhr," antwortete das Mädchen, einen bangen Blick 'auf das unbenutzte Bett der Herrin werfend. Man soll mir sogleich Nachricht geben, wenn er aufsteht. Sehr wohl. Befehlen Frau Baronin den Thee." ' Hanna nickte. Die Jungfer ging mit besorgtem Kopsschütteln über die todtenhafte Blässe ihrer Herrin binauZ, um alsbald mit dem erten Frühstück zurückzukehm.. Hanna tand ruhig am Fenster und schaute auf ) von 'Neaen und Schnee gepeitschte Straße hinab. Die Zofe ging wieder, kam nach einer Stunde, um zu melden, daßder Herr Baron sich in seinem Zimmer befinde und sah, daß die Baronin noch ebenso am Fenster stand und das Frühstück gar nicht berührt hatte. Sie wagte keine Bemerkung 511 machen. Mit träumerischen Schritten ging Hanna die Treppe hinab, in das Gemach ihres Gatten. Dies Wiedersehen erregte sie nicht, denn zwischen ibr und ibm war nick'ts verändert.' So früb, meine Lieb ? Es ist doch nichts mit Wolf passirt," fragte der Herr Baron. Er schlürfte seinen Kaffee und las die Zeituug, als sie eintrat ; nun legte er die Zeitung hin, steckte die Hände in die Taschen seiner Beinkleider und lebnte sl(b in seine Top?aecke zw rück. Es ist nichts vorgefallen," sprach die Baronin, ihm gegenüber stehen bleibend, wahrend sie die zitternden Hänfce auf den Tisch stützte, aber dennoch wlmschte ick mit Dir über unsern Sohn und mich zureden. Ihm würde, 'denk? ich mir, ein Aufenthalt im Süden gut thun und mir auch, denn ich fühle mich etwaS angegrisfea. Hättest Du etvas dagegen, Wenn ich mit Wolf so Zchleunig als möglicb nack Italien oder nach dem südlichen Frankreich, oder wobin Du willst, reistet Ten Baron setzte nicht leicht Etwas in Erstaunen. Dies aber kam ihm doch zu unerwartet. Und so früb am Vkorgen. Hör' mal, Hanna," sprach er mit. kurzem Auflachen, Du bist unbequem. Erst hast Du mir keine Ruhe gelassen wegen des braven Kerls, des'alten Hyfler ; gut ich bab' nachgegeben,, der junge Doktor thut'auch sein Möglichstes, unser Sohn erholt sich,. daß eS 'ne wahre Herzensfreude ist. Nrrr ein anderes Bild, heißt's bei Dir. Nun willst Du ihn nach Italien schleppen. Thu' mir den einzigen Gefallen, Hanna und werde nicht nervös, ich kann die nervösen Frauenzimmer nicht ausstehen, sie sind schrecklich unbequem. Außerdem Du wolltest so mitten imWin ter das Haus verlassen adirn Gemüthlichkeit, adieu Behagen. Man kann nicht mehr sein Diner und seine Partie L'Hom bre in Ruhe haben, denn wenn die Dame des Hauses nicht da ist, meiden Einen die Gäste." Hanna füblte, dan er in jedem seiner Worte in s e i n e m Recht sei. Sie aber, im Recht ibrer Notb, bestand auf ihrem Plan. " Vor allen Dingen." fuhr der Baron f r. t . M . m ,m m aus iyr leiies wünschte es sehr" fort, vor allen Dingen wird der Dr.' Erhard gefragt, ob er das erlaubt. Ich kalkulire, er erlaubt's nicht." Ich werde gleich zu .ihm senden. Indessen, da ich sehr elend bin, möchte ich ihn selbst nicht sprechen. Ich bitte Dich iviederholt, ihm meinen Wunsch dringend vorzustellen," sagte.Hanna, immer unbeweglich in ihrer Stellung ver harrend. Du hast es ja gewaltig eilig," sprach der Herr Baron übellaunig, gut, ich werde niit ihm reden." Und cr nahm sich vor. den Doktor zu outen, das; der sehr streng diesen Plan auszuführen untersage. Hanna ging, wie sie gekommen, langsam, mit trägen Schritten. In ihrem Zimmer gebot sie der Jungfer, 'Niemand ui ihr zu lassen und sofort selbst zu Herrn Doktor Erhard zugehen, er möge herkommen. Die Sprechstunden des Herrn Doktor beginnen um zehn Uhr, cS ist schon bald zehn; ich fürchte, der Herr Doktor kann vorher nicht mehr," wandte die Jungfer ein. Sage ihm, ich lasse sehr darum bitten. Nimm einen Waaen." ' . ; Das gnädige Fraulein haben schon tfraat, wie Frau Baronin schlafen alten, und 00 Frau Äaronin ihr erlaubten, zu kommen." Nein geh nur schnell. Ich will allein sein sage dem Fräulein, ich bäte sie, bei Wolf zu bleiben." Sie blieb wieder allein, wie lanae, bemerkte sie nicht. Müßig saß sie am Ka- . v il 1 min, wie m oer cacvr. Einmal schreckte sie zusammen, aus dem Korridor an ihrer Thür vernahm sie die rfi.r c.o V .. v ! ' - wiimme oes narons uno viejenige ervens. . Er ist da," flüsterte sie. ' r Herbert war sofort bereit gewesen, obr.;fc k:. . ck.i,.. rr. 01 yiciu ui ciii(ut -cu4cjimiuti sUuu '4atienten saßen. Hanna rief es konnte keine Zögerung geben. Wesbalb rief sie ibn so hastig ? DaS Kind sei nicht kränker,. sagte die-Jungfer.' WaS begebrte sie seiner ? Ihm kam die Ahnung, daß etwa Meister Ctevban auch ihr ein Wort gesagt, daSJie erschreckte ; zu seinem Er
iraunen naym der Baron ihn in Empfang. ' .Doktor," rief cr, ihm jovial die Hand schüttelnd, ,-,vcrgcbcn Sie diese frühe Beunruhigung. Meine Frau hat Schuld. Ich weiß nicht, welche Launen der über Nacht' angeflogen sind ; sie hat den Einfall, eins, zwei, drei init dem Jungen nach Italien reifen zu wollen. Wissen Sie, die Baronin ist sonst ' sehr verständig, sehr raisonables Weib hat mich nie mit absurden Wünschen und Ideen gequält ; da es das erste Mal irar, mußt' ich kavalicrcment scheinbar auf ihren Einfall eingehen, aber Sie thun mir wobl die Liebe, ibr daö aus;ureden." Gehen wir hinauf zu dein kleinen Wolf," sagte Herbert, dcr crw'artetc, sie dort zu finden Sie will fort," dachte er, c ist rieb; tig, der Meister hat auch ihr Etwas gesagt. Unerhört, sich so. brutal zwischen zwei Menschen zu drängen, die über das, was sie- bewegt, sich noch nicht einmal nussprachen. Sie will mich fliehen !.Ob sie es noch kann, wenn ich sie .bitte, zu bleiben? Unsere Wächter sollen nicht triumphiren." - Aufgestachelt durch Trotz, schwer verwundet in seiner Eitelkeit, bildete Herbert.sich in diesem Augenblick ein, er iTe be und habe ein Recht, zu ringen. Bei dem Kinde fanden sie nur Lilly. Diese erschrak nicht wenig über die Neuigkett, aoer Herbert beruhigte sie und den Äaron, indem er fest erklärte, er könne als Arzt nicht darein willigen. Ich wünschte es gleich der Baronin selbst zu sagen", sprach er. Es wäre das Beste. Sie will zwar Niemand sehen, indeß kann man hier Wohl ihrem Willen entgegen handeln." Er trug der Jungfer auf, sie zu melden. Diese machte noch Einwendungen, ging dann aber. Hanna neigte nur bejahend daö Haupt, sie wußte, es gab kein Eintrinnen. Er kam, sie sah ihn, ob sie gleich das Auge, nicht zu ihm crl'ob ; sie hörte ihn cS tXar noch dieselbe wohllautende Stimme, sie war noch nicht rauh . geworden über Nacht vor Kampf-und Wunden. Wie sollte sie auch ' er träumte wohl noch nerwacht weiter. Hanna aber war wach geworden und im Begriff, in Todesangst zurückzufliehen von dieses Abgrunds Rand. Er sprach zu ihr, gütig wie man einem Kinde einen thörichten Gedanken ausredet. Ja, er träumte noch, er verstand ihre Fluchtwünsche nicht,' er widerstrebte. Wenn sie das Auge zu ihm aufschlüge er würde Alles darin' lesen : ihre Liebe, ihre Verzweiflung cr würde erblassen und sie fliehen beißen. Aber Hanna wagte es nicht,' sie schaute immer an ihm vorbei. Es wäre sogar gcfäbrlich für Wolf, setzt seine Kur zu unterbrechen, denn er ist vor Nücrällen keineswegs sicher", sprach endlich der Baron fast streng, höre auf den Doktor, sei vernünftig und gieb nach. Ohne des Doktors Einwilligung aber erlaube ich es niemals." Da h?b sie doch den Blick zu ihm, groß, vergehend,' ohne Lüge, ohne Schleier. Er sah die heiße, stumme, wilde Bitte. Er wußte, daß cr geliebt wurde. Alle
guten Geister verließen ihn gellect von der schönsten. Uolzesten Frau es war wie ein Rausch. Das Kind muß bier bleiben", antwertete cr fest auf diesen Blick. Und sem Auge fügte auch eme heis'.e Bitte binu. ; . Hanna wankte, wecbselte die Farbe, sprach leise, aber deutlich: . i ' 1 r . ,;co wcroe icy mein .ninc verlassen Denn ich muß fort." ..Bist Tu krank , rief der Baron argerlich, daß Du uns solche Geschichten machst 'i Jetzt allein reisen welche Idee!" sprach Hanna, die sick etwas sammelte, ja, ich bin krank. Ich bin nervös, wie Tu heute Morgen sagtest. .1. et l :M sl' 1 l r t ' ... cy wiu die ttnoenz uno oen rarm vier verlassen. Wolf bleibt bei Dir und Lilly ttn'ück." Der Baron sah seine Gattin nachdenke lich an sie sah wirklich sehr krank aus. Das machte ihn denn doch stutzig; ehe sie ernsthaft nervös wurde, konnte sie lieber für einige Wochen davongehen. Herbert aber ranz um die Beute, welche seine Eitelkeit errungen, und er rief L . t t r..r 1 tt' oas vorncymsieesuyl an, um dem licinsten zu dienen. - Frau Baronin", sagte er leise, Sie wollten wirklich so weit fort, wo die Ofcfahr nahe liegt, daß Wolf immer einmal einen Rückfall haben könnte? Wenn er dann nach Ihnen . verlangt, sind if nicht hier." ' Ein Gott und ein Teufel für sie, stand er vor ibr. Der Baron hatte einen rettenden Gedanken. . ' Gehe für einige Wochen nach Tbalen, dort können wir Dich in kurzer Eisenbahnfabrt oft besuchen und vern dcr Stadt aus' Dir Alles schaffen, dessen Tu bedarfst. Der Doktor und Höffer können dort nach Dir sehen, denn ich merke, Tu scheinst ernsthaft leidend." 'Thalen war das Gut, welches dem Baron im Schlesischen gehörte; die Familie Pflegte den Sommer dort zuzubringen. ' - Ja", rief'Herbert sehr eifrig, das ist ein vorzüglicher Gedanke." . Hanna neigte schwer das Haupt. ,Nein", sagte sie tonlos, ich ziehe cs vor, den Beginn des Frühlings in Wölfsberg abzuwarteil. Es ist weit von hier, aber doch nicht so weit, wie Jtalien." Was, in dem alten Nest am Meer willst'Tu allein hausen ? Stellen Sie sich vor, Herr Doktor, unsere Stammburg da oben am Meer, , fern von der Eisenbahn nian muß von Lauenburg aus noch einige Stunden auf Landwegen fabren - wird von uns nur im Herbst besucht und zeht haust die Bcschheszenn dort. Sott die Baronin sich dort erholen können, wo sie keinen Menschen sieht, außer den Dorfbewobnern und demGutsinspektor?" ES war dem Baron' ein Bc-. weis hochgradiger Krankhaftigkeit seiner Frau, daß sie sich einen Zustand als er? träglich vorstellte, wo man in Einsamkeit und ebne Komfort leben mußte. -Die gnädige Frau"' sagte Herbert mit unwillkürlicher Bitterkeit, scheint so entschlossen, uns zu fliehen, daß ich Ihnen nur rathen kann, ihr den Willen zu lassen. Vielleicht ist es aber nur eine
bose Morgenlaune,. ich gehe jetzt vielleicht daß, daß wenn ' ich morgen wiederkehre, ein- gnädiger Stern über uns leuchtet, daß wir hören, Frau Baronin baben die Reiseplane aufgegeben." Er sagte dem Baron Lebewohl. Dieser sprach: Bitte, bitte, ich gehe mit Ihnen hinab." Hanna zäbltedie Sekunden : jetzt geht cr an den Tisch, wo er in Gedanken seinen Hut hingelegt hat ; jetzt nimmt er ihn; cr kommt, um'nir die Hand zu reichen ; cr schaut mich an, ob ich das Auge nicht zu ihm aufschlage, ihn noch einmal' einmal noch anzuschauen. Nein nie mehr! Hanna legt ihre blasse Hand in seine Rechte,
ihre Hand ist wie Eis die seine Feuer i- r " r r - . f genwart. Die Thür fällt z, draußen rervaur i?vn 'seorirr. . ' Er ist fort fort aus Hanna's Augen auS ihrem Leben, aus ibrer Welt.- . Verloren !" schreit sie auf und sinkr obnmachtig zu Boden. - - XII. Mit brennendem Haupt, mit sieöernden Pulsen und fliegender Feder schrieb Roderich. Der Sturm rüttelte an seinem morschen Fenster, er hörte es nicht. Die Kälte hauchte eisigen Athem auS erfühlte es nicht. Der Morgen war schon weit vorgeschritten, er hatte noch nichts genossen, er suhlte keinen Hunger. Er schriebt Seine Feder konnte seinen Gedanken nicht immer folgen, dann versagte die Gewohnheit, vermöge welcher man me chanisch die Buchstaben in richtige Folge aneinander reiht, ihren Dienst, er mußte. sich erst die Sicherheit erringen, wie man dies oder jenes Wort buchstabire. Sri Feder stockte, wie der Mund des Stotterers zu lallen anfängt, je beflügelter er reden möchte. Er sck'rieb an einem Biid welches ihn als groß beweisen sollte; er dachte an die Lorbeer, nicht die einer Welt, sondern die, welche er von Einer erringen wollte von Einer Stolz wollte er eines Tages vor sie hintreten und sprechen : Siehe, e steht ein Poet vor Dir, kröne ihn mit Deiner Huld." Und cr schrieb : Wabnnnn im Herzen, Wahnsinn im Kopf. Die Fähigkeit, welche er seit fahren umsonst beiß gesuchteste!) auszufprechen, schien ihm über Nacht gekommen. Endlich war er aller Fesseln ledig. Mein Genius bat sich befreit," jubelte er. Er wußte nicht, daß dies Freiiverden," durch das gänzliche Versinken des klaren Selbstbewußtseins hervorgerufen war; der Rest dieses Selbstbewußtseins hatte ihn doch auch befähigt, Selbstkritik zu üben. Nun war er ganz in Nacht und glaubte doch im Morgenroth zu stehen. Man pochte an seine Thür. Er hörte nicht. Das Pochen ward stärker und immer stärker, unwillig schaute er nach der Thür und schrieb weiter. 'öloderich," rief da draußen eine Stimme. Diese Stimme hatte eine wunderliche Wirkung aus den Unglücklichen. Er sah mit unheimlich funkelnden Augen um sich, sprang auf, streifte mit der Hand über seine Bettdecke hin und ging, um zu offnen. (Fortsks).Uttg folgt.) ZZom.Auslande Bei den a ist 1 0. (7.) Juni in Nisch'iv.?wgorod stattgehabten Aus schieitungen gegen die jüdische Bevölkerung sind " Personen um'seben gekommen uud darunter " lebensgefährlich, verwundet worden. Weitere Ruhestöruttgen sind nicht vorgekommen. Zur Untersuchung der Vorfälle ist der Proeurator des Appellationsgerichtihofes zu Bioskau. Viurawjeff, in Nischny-Now-gorod eingetroffen. Am dortigen Tageblatt erschien eine Bekanntmackung des Gouverneurs bezüglich der daselbst verbreiteten Gerüchte, daß in Kunawino wohnei.de Juden ein Ehristenmädchen geschlachtet hätten. Die Bekanntmachung versichert, daß, wie die strenge Untersuchung über die Vorgange ergeben habe, jene Gerüchte lediglich auf Erfindung beruhen. . Durch d ie in Aussicht st eheiiden Mißbelligkeiten zwischen Marolko, Spanien und Frankreich ist die i t r r ri I ÄUsmerlsamletl wieoer in yoneremiLraoe auf jenen afrikanischen Staat gelenkt, und-dadei wird vielfach der verborgenen Schätze gedacht, welche sich in Marokko finden sollen. Es wird von Reisende, welche dort waren, behauptet, daß' die Sultane seit Jahrhunderten Schätze in Edelmetall in ihren Schatzkammern auf gebauft hatten, welche jevt gewiß einen Werth von -200 Millionen Mark hätten. Da die Sultane bei dem herrschenden Auöprch'ungssystem sich große Geldsummen verschaffen und Ausgaben, nicht haden, ist es wahrscheinlich, daß sie im Besitz gewaltiger Summen sind, die in feste Schatzkammern eingeschlossen sein sollen. Der jetzige Sultan soll deren 18 besitzen. Ferner'sollen Private aus Angst, daß ihnen die Machthaber das Geld abpressen, ihre Vaarmittel vergraben, so daß auch diese, im Schooße der Erde, verHeimlichten Schätze gewaltige Summen darstellen sollen. Was davon wahr ist, steht dahin. '. Die ,.Berl. Pol. N a ch r." verzeichnen das Gerücht, die preußische Regierung toerde beim Bundesrathe die Verhänzung des kleinen Belager'unzsZustandes über Elberfeld-Varmen- beantragen. Zur Motirirung dieser Maßregel wird bemerkt : Die sozialdemokratische Agitation hat in einzelnen rheinischen Jndüstriebezirken in neuerer Zeit derart überHand genommen, daß die Be borden allenthalben gezwungen sind, die strengste- Wachsamkeit obwalten zu las sen, u,n "iu-schreitungcn zu verhüten. Die Fachvereine, welche sich lange Zeit ' gegen die politischen Agitatoren mit ErElöcrfeld Barmen sich derart gestaltet hären, da an außerordentliche Maßre. n wird gedacht werden müssen.
Grfaat Äuf- Ä Auslösung der betreffenden Korporation 'kW. ' SrX angedrobt. Diese Verfügung kann aber sstWÄtt fÄrdfÄ' ffi rfbÄr K ÄS ä noch. der Hau iemes drittes aus dem kvuß- .4.,,.-k.4.. vfl, r,v' Aj. v 'cn., cr.r r' : " z sHen SN voraussetzt, wav dem gegen'
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folg zu wahren vermoä,ten, sind schließ-, elostmord-Maniö um sich zu greisen., lich doch unterlegen und bilden' jetzt nur j In den letzten Monaten haben sich ! noch, -socialdemokratische' Eonrentikel. ! dort G2 Leute das Leben genommen, also Insbesondere sollen die Beibällnisse in ! mhrals Ivmonatlich, mehr als die dop- !
den Straßbura? akademischenKrcisen wird augenblicklich lebhast der Mißstand besprochen, das; einzelne Korporationen bei vorkommenden Streitigkeiten von Studircnden, die ihnen nicht anqel'''ren, Unterwerfung unter ganz cinsciilg zusammengesetzte lvrcngerichte fordern und Weigerungen dieser Forderung gegenüber mit Verrusserklärung beantworten. Im Anschluß an gewisse Vorgange der letzten Zeit hat nun das Disciplinar-Amt der Universität den Korporationen durch Anschlag am schwarzen Brett strengstens verboten, über ihnen nicht angehörende Studircndc eine Gerichtsbarkeit auszuüben. Als Strafe sur uebertrctung der Verbote ist sofortige wartigen Charatter des Duellwesens durchaus widerspricht.'' Es hatsich daher der Studentenschaft eine tiefgehende und von der überlviegenden Mehrzahl der akademischen Lehrer gebilligte Bewegung bemächtigt, die zur Beseitigung des wunden Punktes auf die Einsetzung allgemein anerkannter studentischer Ehrengerichte hinzielt. Sollte diese Forderung an dem Widerspruch der akademischen Behörde scheitern, so ist zu erwarten, daß aus der Studentenschaft die andere Forderung sich erhebe, daß die Behörde dann auch daö Duellwescn durch Aufhebung aller Ehrengerichte abschaffen möchte. Zustände, wie sie jetzt herrschen, wo principiell längst verurtheilte Einrichtungen zum Schaden der Studentenschaft fortbestehen, sind faul und bedürfen wirksamer Abänderung. Möge es der Studentenschaft gelingen, die Bewegung zum sicheren Abschluß zu bringen und durch ihren Erfolg auch die leider bisher nur zu gleichgiltigen Studenten der übrigen deutschen Universitäten zur muthigen 3!ach folge zu bewegen. ffrtliny,n A 1 f rf st 9 n Hi Reclame wird aus Wittenberg (Provinz ! Sachsen) gemeldet '. Dem benachbarten ; Bkd Scbmledeberg ist eine richtige Ele ' phantmk gelungen. Ein ElepbmtdeZ , amerikanischen Eireus Aterkel, der in den ri v M v v v V " " " ; Psingslseleriagen cou gaslirre, mupis wegen rbeumatisch geschtoollener Beine T C Y v r . t k.. f. 1 rn & a u. . . Xjiti. C il M in Schmiedebera zurückgelassen lverden und die an dem kranken Dickhäuter ver suchte Acoorkur bat sich auch an diesem so bewährt, daß er tvieder vollständig genesen ist. Ielt belustigt der große Reeonvalescent die schmiedeberaerBürgerschast, deren Kinder ibm au? seinen Svaner. 1 - - u gangen alle möglichen Leckerbissen cntge - gcnbr'.ngen und die er zum Dank dafür auf seinen Rücken bebt Wäre der Ele - (ffn -frr..ff fi phant in Acosen e.tra:.tt, so wuie man tym vleueicot Äsotvader verordnet yarcn. ?: rt (?,.,, den! l n e neue .4 r r, u u n 0 an sich zu locken, wird aus Wien berichtet : Ein junger Kaufmann hat daselbst ' in das Schaufenster seines ' Verkaufsgewolbes folgenden schön geschriebenen ' Zettel gelegt : Der Besitzer diese GeschäftS, 23 Rabre alt, obne Leibesfebler, römisch-katholisch, wünscht sich miteinem braven . lUfadcbeii oder einer iunaen Wittwe ehebaldigst zu verehelichen. Beansprucht wird ein Vermögen von .MO bis 000 fl. Alles Andere Nebenfachlich." Seit dem Erscheinen dieses eigentbümlichen Heirathsantrages wird, das Verkaufsgewölbe des speeulativen Kaufmannes von unverheirateten Käuferin-' nen förmlich belagert. Der Mann macht ' vorläufig ein so brillantes Geschäft, daß, ihm zum Heirathen, wie er Jedermann ; versichert, saltisch keine Zeit bleibt. Eine Schlacht w u r d e in! den Straßen Konstantinrpels geliefert. Die drei türkischen Räuber Mebemet, ! Omcr und Ibrahim hatten schon seit län-, aerer.Zeit fürchterlich in den türkischen j Vierteln von onstanttnopel gehaust, wo sie sogar die Passanten auf der freien Straße übersielen und ausraubten. Vor einigen Tagen rückte nun eineAbtheilung . rr ' r r r t. . ver lcyeryett5waa,'e aus, um diesen Banditen ernstlich das Handwerk zu legen. Es folgte nun ein blutiger Kampf auf offener Straße, wobei zwei der Vanditen todt auf der Stelle liegen blieben, während der dritte gefangen genommen wurde. Fast sämmtliche Sicherhcitö Wachmänner trugen schwere Wunden da von. Alles schon dagewesen. Wir sind gewohnt - sagt Sch. Fbl." den sogenanntenStreik für eine durchaus moderne Erfindung zu halten. Weit gefehlt. Ein archäologischer Fund in Griechenland hat soeben das Gegentheil bewiesen. Eine römische Inschrift aus der Kaiserzeit ist gefunden worden,welche einen Erlaß der Bebörde gegen einen Streik der Bäcker enthält. - Die Ob. rigkeit also wendet sich an die Streiken den, appellirt an ihre Weisheit, verspricht den Nachgebenden Verzeihung und bedroht die Ruhestörer, welche ihre Arbeit niedergelegt, sich versteckt und geheime Gesellschaften gebildet haben. Bei Gelegenheit der Vor. stellungen der Lulu Hurst von Georgia m Wallack's Theater in New York ist es wiederholt zu tumultuarischen Austritten gekommen. Der dortige Arzt Dr. Forrest behauptete, die Hurst sei ungewöhnlich stark und bringe bei ihren Kunststücken lediglich ihre Muskelkraft in AnWendung. Er führte auch einige der Leistungen auf der Bühne aus, welche Lulu vorgemacht hatte, nur mit dem Unterschiede, daß cr nach jeder derselben erschöpft war, ungemein beschleunigten Pulsschlag zeigte und stark transpinrte, während Lulu, deren Puls von verschiedenen Aerzten geprüft wurde, auch nicht die entfernteste Abweichung in Temperatur, Athmung, Herzschlag oder auch nur in der Farbe des Gesichts von dem Zu stände vor ihren Kraftproben zeigte. Die Erscheinung . ist nach wie vor unaufgeklärt. In C a l i f o r n i e n sch e i n t die T . . ... Cl X avaiTa Z ?elte. Zahl der Selbstmorde in der ent- ! iprechenden Zeit der vorhergehend en 5 ! Jahre.
In
'W'r -WMMÄM?,. Eisenbahn -Zeit Tabelle. Ankunft und Abgang der EiscnbahnzUge in Indianapolis, an und nach Sonn tag. den 11. Mai 1884. kleveland, Columbut, Cinciunati und Jndta. nepolls isendahn (Lee Line.) Abgang: Aukuuft: 51 9 53 l 8.. 4.10 Cm Ln dessen 8c. .11.1 Cm fcaston t r. lrt.10 3m 2& t 2i t3g 6.41) Du 0 51 01 .10.35 Ka nderson e... 2.10 .. a StL fltl 5.MI . 9 7 30 R 2 3 Eoshen Cr5.2i Km r f) St r.l.Zi LrighÄood Dldision, C. C.E. nnd S. :e2ng tzgttch k 46Cn. 10.10 Cn 11.15 Cm ' tSguq. " 10.35 Ba 2.10 m 3.25 Rw 4.55 Km täglich. So täglich .l0.Z;ra 2.2 j 3.30 Kn tSaKft. 5.25 Nm 7.3J Nm I PUtsbrg, CiNlinRati & Ct. Lol Eifeudahu NFPOLP iRichmLeeaut. Er täglich KJ2 Cn I ccr.om etnni Oinr va vir.uKc 1 ?l , - Ttt 1 r - - - O B ncntencttnt,I0.45 Cn R I)Cccaac. Sonntag ;.C0 Un NS)B!LBY Sc täglich 4 i.. 4.K5 N Tsyion aug Sonnt 4.55 Cn :t IZSllS Rni 58l cuS. Sonntag, .... 5.27 R 2 23 $ t töglich 10.20 fim Dayton ftj cuS. Sonntag 10.30 Ca Chicsgs Route dia Kskgs. Ehicago Schnell Jnd' Lou. eäbntüm... 3.19 0 Jndxl' Lou. iprel 3J$ zug ta ,icags ua taa 11.15 Kra EhicagsSr7reß.ll.w trne Haute. Vandalia & Et.LouZ Siseubahu. sil Itcin 7.15 L echneijug z Rat und See... v. Tag Slxrej.... 3.3)?? stl und... 4.40 Tag ?i, p .... lt.Cä rerreHsut cc. .tn : vacifte Ci la.tjf.n Cinrinr.stti, Indianapolis, St. Louls n. Edieac rm' e t c rr ? t a m. . ' ijcTiPRr.. .xixcianan ivisisn. KLouikv.FL. 4.C3 Ca Einciunstt Acc 7 0J Vm Jndizna? ec. 10 i SL'ville rx. 11.! st UlHa Sinetnnati Scc.li.OJ n'Vir'"' tlalich I u c c. 10.45 Cm .5L? re.. z.. ; ine. Lee fc.55 Sim Chicazo Didiston. Lurl Cr. C.55Cm dicass ?ail p.:2.M9im C5tc Lou ff L. täglich Kul.. 3.35 Um Safaofltt Äcc ..IC.iOltw i'iatlpc. sg tftnctnratt et. 6.40 KoT 11 ! g a tiigttch ' tc , g&eurt c... . &.l0jra e MMTin t.tr.r--L ?, rn.vr w . . " 3mcoi e2iiJt (.IPn3Ri;am(1I. ,M9m a ... 7.z ' yndbicrtai, u W'lf. ig lSÄi&,K! 55 Wabash, Et. Lovi & Pacific. retLiic Wau?. I 2&";:"2'llKn I Vj ' M. . hiSRSrtag ?.(K)3 Icl t!3i.. II.SJC Det u St) vkatt. 60 5: c ii.;s3Jm Jndiana, Slocmingtoa undVestern Sifenbaha - P-eruai:.. 7.30 Sauern & s 9t. täglich 3 :o r, Eine Sxee 1US UtlanUc-!. 6.15 tu 5SSS5'lI s. : St. Loui Division. ' ?'?Ne.... 8.50 c 1 t a: Viau u ög.x- .i!5 tim 1 Kau u aq 4j. v.i B v. v, 17014 U 31 ' at .ii.Ld nr i L5oref.e'.s See.. v.iii rx Oestliche Dibisioz. ; d;pi.xkäk... 4.2c8cifictjnfte... iwvm 1 ii.0cr-ws...,iijr3r ION srn j Western ex? .... 445 ; Louisdille, New Alba Albany & Chicago. Air.Line. 220 ertZl..iZ.z?:ct mnon i 0 Mich cu sij:cog. Chicago j. tgl.. 3.100a Monon EC W.3l) iÄ. Ci'.a : CM l aaail l?.4!Nnr j ffj su. 4.C0Bm Jndi2N2do!it nnb VtLeertnek CtifenbaLn. ail kiro 9t 7.04 : Cir.ee nnt 4 Scc.19 24 v ink,nnel cc . 3.33 ?ist 5?ail& itx9. 4.?Z S Judianapolik und Et.Loult SisenbaZu. tas 2txn, cc RV u B S: tSg j ßfe; CC Localaenger. S L Das Lr c e täsl. eZV R?) et er täzlich u c e.lS.c.'. f.m Andianaro:i4 2: 3.15. CinciJsali,Hs?nlI:on!ZcIndia7:apslitStseLbah. OmIm M. ififlAii! M iJ an . i jt . a mm m iu4-Ä osyv.; üsi onrr.ciätz.cc sn Sn,rvilleee 4.?c 9ixn Matt 11 0 eindxlSuSt. L. ti.WKm Jnd? u !Lsui4lJ.43 Cmc:nnaticc S) tit.,a.X.3J.gio.tl)8n 8fig talt r.e. Lednseffe: Ult mu l., S?ksSLage. tt p. P.s:'?k7. Bitt, rblt'tZ.I' fbte DMö der Jndiana iMm 9 empfiehlt sich znr Attfertigttng von ni : . meuznungeu, Cirkttlarc, Briefköpfen, Preislisten, Qnittttttgeu, Eintrittskarten, Mitgliederkarten, Brochmen, i Constitutioneu Mreßkartcn,
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