Indiana Tribüne, Volume 7, Number 296, Indianapolis, Marion County, 15 July 1884 — Page 3

i i

1 W I l

Südlich.

JM&IRR 2r furj'Rf kuö beste Bahn nach LouisVIlIc. Nashville, Mcmpliis, Chalt&nooga, Atlanta, Savaiinah, J:icK.oiivüle. Mobile aud New Orleans. F ist votthktthzft für Passazi.re ncdi Jen; Süden, eine direkte Route zu nehmen. Palaft. Schlas. und Pürlor-Wazen zlrischev Chicago und LouiZdille un It. Louik und LoniiviU, ohne Wagenwechscl Comfort. Schn?lligk?ü und Ticherdeii biet,! StlT 'r iit zp,rlZssi? 5Tv "271 6c M. TH. i . U. Dcrin Ltstt'lk! !3f nital $$aflafller3laer.i, fcrioü-ict xjfli;mäitt uni JLinot? Str., Jndxl W McKexka, Superintendent.

'iiiout, Mt. .oui nnd Pltttnrtr ifcn-ilronci. . ! .k'Z 'd,"- rur knrchztdkode otid LokalZäge. f; n. n: JL. t"l'" Mt U-t3-ripot, )nbill., it titfi:

tatisrfi. : ?rüj3 j pcfi'jg iSchnllzg I cevm. ttdg gnManajl'e nk.emb'eSlty Richmond .... . taijton . 'Ciaua . Urfcana , ttolunibn.... A.V6 Wt 10:15 C M9Ira M.OJfl 6:13. 6:50, 6: -ti: .vj 8:57 . 9:!6 . 11:3091 12:52 . l2:59m 1:37 . 3:31 . . 4:51 , t:io 6:11 7:12 , 8:67 , 8:59 , 9:52 . 11:90 , I2:373ßnt m SteulxnpiQ ! zghcettnj. , P:ttdnrk Harriidu:. .! 6al:tinore . , .. aingts . .; . t&iUifL'&ia.) f)prf .i "tf&fi:. . 5:-t . : t:.v -I 7:fi . j ! IMbCra, 4:71 . S:r . 6:17 . 2:20Nm 7 MO . I S:s . ' 7:M) , . ,. ; :,!, BttOJJrn ß:2 m 5:5 rw läaltd). t Täglich, ausgenommen Sonntag. ullmann'a Valaft, Schlaf, und Hotel.Wagkn durch bi PMSbvrg. HarriSbur. Philadelphia und Vsrk. ohn K'ch'el. Blo in Wagenvechset n ,ch &üUinter. Washinztsn und Boston. ggs- Jaft far'.fj c4 JB n CestliV Städten find in allen jji:irt'git:iH't5urfau3 U i äBcfltltl und in be -tadt. Bureau. 9it er JZtnoiS und aihinaton itraje und im N.non Depot Bureau, -dianaroli. ,u hadn. tjlüfiousttn.icarten tön wen tm orzil gefiZierl weiten durch xplikatton tet den Ant l r in itaH-i'-arrc Kt im Union Trot tu Ftrt'iKrrf liJ. . . r,?iNi,. . ü. . ilozboH'iat ajafiufl ' ich ur.d Jllinoll Stratc. Jnd'xtt. Tiamtt TOceXrffl, Manage,, olumbu, Chio 9. . Vi 9 r . Icr.t. affoaicr und kicket.-Vgent . DUttzbukg. Jeuer-Alarm-SigttiZ!r.

I 1-'cnn!,joania i-ullaiffl. f 5 5auvlauZ!tiec dZ ruer Te?artmkntS.

) 6 Oft.Ttrzße und New Z)ork.

7 Nvdel und ?!ichizan Etra,. S .-.,'i,?.e und Vs' 9 äinjloii uns 5!ord5trabe. 12 Oin4a?ftt Ar, nahe bl Elr. ,:k Ielaa.. Ztr. und ert Wn, Ho14 ?: oC;'f :;n? ,0U ftasr-c- Ä?""' 15 Peru 6tt. und lalJ4jr.r.: A 15 Christian ?. und Äii ctr. 17 'vsrk 'Zve unVflif Ur 5. 1 Barru kr. u .s I!aottv.

19 Archer und John Str. 123 College ve. und Siebente Str. ' 12X Alabama und Siedente 6. ' ; Veridian und Liedent? Ttr. -126 'linde flr. und :ncrln r.r ' 7 une5ane-ÖetäuJ. 10S Centra! und flitf 131 aiadarna unWorr.fjn i

132 Rodamvton und Achte 5t. IZl Eollege Are. und vehte Str. 135 Home Ave. u:i telaware tu 1 lelawai nd .chizsn in. 21 5t. Joe Str.. nahe JZu-e:. LZ Pennsylvania undLratt Str. 25 No. S. Engine Houe Sechste, ne. $t 1" 26 K;fi'njvt und t. fftair cti 27 JllinolZ uns 'Ilichiz,': ?tk. Z6 'öenszl. ai'.ia St:. u?) i9 'JKiJnhlrpi u:d i:fite ti. -213 lennefle und K.'iiui ::. 213 Pnnj,Ioania und Michigan Str. 214 J2int4 und Herbert Ltr. 31 Jndiana Äve. u?,d Vtichigan 5tr. 52 Meridian i-d Ä?al?:ut Lir. 11 ffalifnniiil ui!l f CI9lOItt ?tk.

s i -35 SJUte un 9 2ltv Z)ork St:.

, 06 3n3iana ao. unr -zi. vuu &u i 37 Stadt oszital. ! 23 Blake und Nord !lr. 39 Vtichigan und gnei Str TLZ WS und Wa'.nut Stk. 213 Lest und Dritte Str. 314 Siebente und Howakd Str. -41 Washington, nah Äeil ?tr. 41 Seißendors und ädafljuMio S 43 vliffourtund vitro joxl 3;r. 43 Vertdiau und töafng'Of u. 4 Jlrnoi und Ol,is Str. 47 lennessee und suinz:n 43 Äinaan'i $J ! ioue. 40 Jndianol. 412 Missouri unr ?z:v!ar St:. 413 issisftrpt und ZLadash Str. 41 Zerguson'4 Pott j,ouse. 42! I. B. 23. flound Ho:,. ImIah 9!fnfiiitt.

M a ,r O!" t v " ILinoi und Aerrill Ski.

32 iJßtNOHuno couirxxr.a , 55 West und McZarta Str. 64 Best und South Str. 56 Tennessee nd aeorgia Str. 57 Rertdisn nd Ray Ltr. S Madisan Ave. uns orri ?: ZZadNon Ave. un Lunlop St 612 Lest und AUood tr. S1Z Kentucky Äv. und 1erl,k kl 4 Union und orri Str si Jkiuoia und SansaZ S 7 ri nd Dacotah Str. il euth nahe Delaware Ltr. zns,!ania und Louisiana Str. 43 Kla ud VtcEaet Str. ' . tt Oft d Kiisl Str. 49 AU 6t 4 a irjiana &9t. 7 itjtnia. uvd redlöCS Oft und Soburn Str. . , nlalvania Str. undvkadtt" re. !!. 12 Vernan und Doughetty vtr. f. ' 71 Virginia Ao. nah Hurvn Ltr. . 72 Ost und eorgia Str. 73 Washington und enlon - "74 nton und eorgta Str. ?Z Forest So,, und Pine. 7g DtSon und VateZ Str. 78 Virginia Ave. u?:d D:llon. 79 gleicher Äre. und Lillon 711 Spruee und Prosxelr Str. 713 Snglish Ave und Laurel Str. 714 Orange und Olioe Str. 715 S?U? - 'eecher Stt. ",81 e Jers, Str. S2 Washington und Delamar tv. . Ost und4.artLtr. 4 T.tto zork und Davids," Sl, HZ Taub tum2!kn,Lnfta!t. ' ' S6 er. Staate Arsenal. - Oriental und Washington Sk Frauttt'SeZängnii. .12 No. S Schlauch'Hau. O?t Washingtsnftrai' ,813 Kartet und odl Str. gll Ohto und Haroe? Str ,. arqland nahe Veridian Str. S2 Meridian nnd G.'org'.a Straße. 22-1 TrivatSignal. , 4-2-1 Und asten ieserholt, zmeiier Alarm. I t Iffi.lMrtf fÜT'Sf'lfTm'f .Itl. w8---. I-- f;-- ' i Schläge, geuerau. Crei Schlage, TruZ ab.

! mSls LchlZke, 1Z Nhr Wittazk. !

Herbert's Schuld.

Noman von I. Boy -Ed. (Fortsetzung.) .vcrvcrr )auie geoienver vic zneopatra an, die er gestern Abend schon im Bilde bclvundcrt. Er sagte ihr kein Wort, sie gönnte ihm nichts als den ersten Gruß der Höflichkeit, und2sthcr athmete wieder auf Der Meister kam, um die Baronin zu fragen, ob man den Ball nun bcginncn wolle. Es war so natürlich, daß Herbert seine Hausgenossin um Un ersten Tanz bat. Esther nahm seinen Arm, die frühere Heiterkeit kehrte ihr zurück, sie fand sogar die Kühnheit, Herbert scharf anschauend, zusagen:' Die Baronin sieht geradezu uberwältigend schön aus." 3a," sprach Herbert sevr höflich, sie ist entschieden eine geschmackvolle Frau." Esther war nun lebr Mieden und wahrend sie mitttnandev tanzten, vergaßen sie Bnde alle hönÄotte und alle heftige Abneigung. Zum ersten Mal in ihrem jungen Leben fühlte Esther sich lustig, glücklich, wie berauscht. Es fehlte nicht viel, so hätte sie zutraulich gebeten : Wollen wir nun. doch noch versuchen, gute Freunde zu sein?" Aber Herbert, wiewohl er sehr heiter freundlich war, schien doch nicht so mit ganzer Seele auf den Wegen des Entgegenkommens zu wandein. Er bemerkte, daß der Meister die Baronin bei dem Beginn des Walzers zu einem Sessel geleitet und sprach zu Esther : Sie sehen, der Meister tanzt nicht gestatten Sie, daß ich eine kurze Ertratour mit der Frau Baronin mache V Er stand alsbald vor Hanna. ch danke," s.igte sie lzise und die Ichwermüthigcn Augen groß zu ihm erhebend, ich tanze nie." Frau Baronin !" stammelte er schwer enttäuscht. Sie sahen sich an es verlangte sie Beide, miteinander hinzurasen über das Parkett. Es thut mir sehr leid," sprach sie zitternd. Er verneigte sich stumm und ging. Ach, sie konnte ihm nicht sagen, daß ihr armes Herz die 'heftige Bewegung dcö Tanzes ihr verbiete, daß sie fürchten müsse, erstickt,' in Todesnoth hinzusinken,wenn er sie hineinziehe in den Kreis. Und doch waren ihreMuskeln geschwellt vom juzendlichcn Verlangen, die Lust des Tanzes zu genießen. Die Baronin tanzt nicht ?" Nein," antwortete Herbert, scheinbar gleichmüthig. ich habe einen Korb bekommen." Es kränkte ihn also nicht. Seine Eitelkeit war also doch nicht so kleinlich. Der Saal und die Menschen wurden schöncr, die Musik lustiger, die Lichter Heller für Esther sie schwamm von nun an in einem Ä!eer von Vergnügen. Sie kann auch Iliebenswürdia sein," darbte Herbert, einmal erstaunt in ihr erregtes Gesicht sehend. Und wie schön sie dann ist." Dasselbe fand auch Lilly, die in den Pau sen manchmal zn ihr geschlüpft kam und ibr zuflüsterte: Estber, wie sck'ön Du beute Abend bist." -Sonst hatte Lilly, nicht viel Zeit für sie, denn Herr von Marthoff und die Knappen bemächtigten sich ihrer vollständig. Bei dem' ersten Tanz machte Lilly die Entdeckung, daß Herr von Marthoff sehr schon tanze, sie sagte alsbald zu ihm :' Ach, tanzen Sie doch auch den fünften Tanz mit mir." Glückselig stimmte der Lieutenant ein: Dann kam der lange Fritz, er gab . den; Lieutenant nichts nach, Lilly verabredete sich für den sechsten Tanz mit ihm und als sie dann mit Franz galoppirte Galovv war vraniens Lieblinastan; und Oviu uuiuic iu v iiiuuiuu, vup sie auch ihm noch einen Tanz versprach. Der arme Friedrich abei, dessen Sprünge Franzens Unterweisungen wenig Ehre machten, verlor sich so in Unglück, Nöthe und Verlegenheit, daß Lilly ihn sich aus Erbarmen zum Kotillon cngagirte. Uebrigens wurde sie von dreien dieser Verehrer immer zu Ertratouren geholt, wenn sie mit dem Vierten tanzte. Endlich nahm der Mast das junge, athcmlose Wesen in den Arm, ordnete eine große Erfrischungspause an und befahl Vernunft. Ihr bringt mirdie Kleine um," schalt er. ),". rief Lilly, ihren neuen Freund Franz triumphirend ansehend, wir könncn furchtbar lange aushalten." Unvernünftige Kinder seid Ihr. Halloh, Friedrich beordere einmal Lebensrnittel hierher." Sie setzten sich zusammen in eine gemüthliche Ecke, Lilly verkündete ihre Ab- ... - j. r. j. r .i.--.r: j. v.r. ncht, clnmal eln. kleinen Obamvaanerrausch in Praris zu erproben. Das werden wir hübsch bleiben lassen Marthoff, ich verbiete Ihnen, dem Kinde schoir wieder einzuschenken. Und auch Tu, Franz, nimmst Dich in Acht, während unserm Friedrich ein Räuschchen nicht unvortheilhäft stehen würde." Franz machte eine Schultcrbewegung, welche andeuten sollte, daß er ein so erfahrcncr Trinker sei, und daß ein bischen Ehampagncr ihn noch nicht gleich unter den Tisch bringe. ' Sie moralsiren, Meister," sagte Marthoff, ich möchte Fräulem Lilly gern ein bischen so sehen er machte mit dem Finger vor seiner Stirn krause Zeichen es müßte reizend sein. Legen Sie heute die Würde ab, Meister weshalb tanzen Sie denn nicht V Lilly, soll ich mit Ihnen tanzen V fragte Meister Stephan, ihr tief in die Augen schauend. . ..Tamcn ? Sie V fragte sie verwunj dert entgegen, O nein, das möchte ich nicht seben." Wesbalb denn nicht V ri?f Marthoff.. , Si'e schüttelte sinnend das Haupt. Ich weiß nicht aber es tbäte mir web." Natürlich," dachte Meister Stephan, es paßt nicht zu der Würde meines'Alters, denn für so ein Kind sind meine vierzig Jahre ein Methusalemalter." Sehen Sie dort das Fräulein Prätorius ganz allein," bemerkte Marthoff, 'sie ist etwas fremd in der Gesellschaft holen wir sie her." Lassen Sie mich." Der Meister ginz

auf Esther zu, die eben allein den Saal durchschritt. Nun, kleine Undine," scherzte cr, ihren Arm nehmend, weshalb flammen denn die Augen und glübcn die Wangenmir scheint, es ist Zorn Dieser Hattenheim ist ein fataler A!cnsch," klagte sie entrüstet, er dachte , sich die Langenweile, welche er bei diesem Kindcrvergnügcn," empfindet, dadurch zu vertreiben, daß'cr einmal sah, wie gewandt oder ungewandt, ich in der Abwehr zudringlicher Komplimente bin. Nein, führen Sie mich nicht dort zu Lilly , und ihrem Hofstaat, mir ist so heiß kann man nicht ein wenig im Flur promenircn?" Dort ist's zu kühl aber drüben die Zimmer sind auch geöffnet plaudern wir ein wenig dort." Links vom Flur hatte sich im ersten Zimmer der Baron mit einigen wahlverwandten Seelen um einen Spieltisch zusammengefunden. In den Ecken saßen rauchend und plaudernd einige Herren beisammen. Das zweite Zimmer begrüßte sie mit reinerer Luft. Hier befand sich Niemand, in schweigender Schöne stand das Bild Kleopatra's aufder Staffelei. Neidlos bewunderte Esther das Herrliche Bildniß; wenige Minuten nach ihnen betraten die Baronin und Herbert das Gemach. Er hatte sie hierher geführt, um Original und Portrait zu vergleichen. Der Meister und Esther, welche sich inzwischen ausruhend in den Kaminwinkel zurückgezogen, tauschten einige ScherzWorte mit den Eintretenden und fuhren day.'l in ihrem begonnenen Gespräch, welcycs sich um Esther's Vater drehte, fort Aber Esther lauschte mit halbem Oh Dem, was die Baronin mit Herbert reden mochte. Sie vernahm nichts, in Schwei gen versunken standen Beide vordem Bilde. Dies Schweigen fand sie ssnderbar ; sie hob das Auge, um zu beobachten. Was sie sah, raubte ihrjede Besinnung, kramps-. haft faßte sie des Meisters Hand und deu tete mit leiser Kopsbewegung auf die Beiden. Der Meister folgte mit dem Blick ihrer Geberde. Die Baronin hatte den Weißen Arm, an dem die dreimal gewundene Schlange blitzte, ausgestreckt, um die Hand leicht auf den Nahmen ihres Bildes zu legen. So stand sie, voll bestrahlt von der Lampe über ihr, in ihrem weißgoldenen Gewand, den wundervollen Hals schwer belastet vom fremdartigen Schmuck, in ihrer ganzen schmachtenden Schönheit da, das Auge voll auf Herbert gerichtet ; ihr Blick sog sich gleichsam an ihm fest. Er aber schaute ihr stumm und heiß ins Angesicht. Das plötzliche Schweigen der Stimmen, die zuvor, gleichmäßig fortgeplaudert, weckte ihn. Sein "Blick traf Esther's flammendes Auge, der alte Zorn flammte hier und dort auf und ver

sengte die zungen .ieime der Verfländrgung, welche zuv?'.' sproßt hatten. Er lachte ein wenig gez.vungen auf und rief : Sie sehen uns hier in stummer Verwunderung vor Ihrem Meisterwerk." Der Maler antwortete nichts, aber er schien blas; geworden. Hanna, welche nun erst aus einer merkwürdigen Traumverlorenheit auffuhr, seufzte, sah sich um und sprach : Der Tabaksdampf verirrt sich sogar hierher kommen Sie, Fräulein gehen wir, uns um unsere Lilly zu bekümmern, welche man beute Abend nicht iftem Uebermuth allein überlassen darf."' Ja," sagte der Meister, gehen Sie, Fräulein Esther." Esther fühlte, er wünscke, daß sie aeben solle. Mit geneigtem Haupt schickte sie sich an, Frau Hanna zil folgen, Herbert machte Miene, die Damen zu begleiten. Auf ein Wort," rief der Meister. Herbert blieb, sie standen einander gegenüber vor dem Bilde der schönen Frau. .Schweigend, in. unbequeme ErWartung vertieft, harte - der jüngere Mann der Anrede des Andern. Der besann sich eine schwere Weile und sagte dann : Viele Worte machen sind meine Sache nicht. Bin auch kein Diplomat, um geschickt einzukleiden, was ich sagen inöchte und doch liicht gerade heraus sagen kann, weil's, wenn ich mich irre, eine schlimme Kränkung ist an Ihrer Ehre als Mann und Arzt, junger Freund! Schauen Sie das Bild der schönen, traurigen Frau an sehen Sie mir dann in's Auge. Grade und fest. So. Spricht Ihr Gewissen Sie ganz frei von unerlaubten Gedanken denn bloß Gedanken könnten -es im schlimmsten Fall ia stlbst nur sem ganz frei vom Bewußtsein, die 3luhe einer Frau, die nie glücklich; aber auch nie klein oder schwach war, gestört zu haben, dann reichen Sie knir die Hand und vergeben mir." Der Meister hielt ihm die Ikechte hin und seine Augen blickten freimüthig in Herbert's Gesicht. Herbert erschrak dann trotzte er auf, dann kam die Klugheit und berieth ihn, die schlaue Klugheit der Eitelkeit, die sich gerne weiter in den Blicken der schönen Frau gesonnt hätte. Erstreckte schon die Hand aus, um ?s Meisters Rechte' kräftig im' Druck zu. umklammcrn. ' Lügen durch einen Händedruck?! Es war, als streiche ein Schlag Herbert's Hand nieder, ehe sie des Meisters Hand berührte. Nein, er wollte nie so feige lügen. Er . dachte an seine todte Mutter, kurz, schnell, wie solche Gedanken in solchen Minuten fliegen, und wandte sein Antlitz erbleichend. Und er war doch so klein,' sich einen Augenblick darauf über sein Unvermögen zur Lüg? zu ärgern. Ter Meister athmete auf. Er verhandelte gern mit ehrlichen Menschen ; alle Schwäche ist verzeihlich und besieglich, gegen Lüge kämpft, man vergebcns. Dann sprach ernacheinerPause,geben Sie mir die Hand darauf, daß Sie fortan das Haus dieser Frau nie mehr betreten werden, damit ein Unheil von ihr gewandt bleibe, dessen Nahen ihr vielleicht noch unbewußt ist." ,Jch bin kein Knabe!" rief Herbert im finsteren Trotz, ich bedarf keines Wächters meiner Ehre und meiner Sitten.

Was ich thun und lassen werde, bestimme ich mir allein." Als Ihr Freund und der dieser Frau sprach ich zu Ihnen," sagte der Meister traurig. Wir verstehen uns, nicht, ich beklage das." Er ging an Herbert vorbei zur Thüre hinaus. Der blieb zurück in einem unbeschreiblichen Zustand von Scham, Zorn, Leidenschaft. Jetzt U'icdcr zurückkehren in die Gesellschaft wo Menschen waren, die sich erfrechten, ihn und die Varonin zu beobachten? Um keinen Preis. Die Augen scheu abwenden von dem Herrn dieses Hauses?. Niemals. Er hatte cs gesagt, er war kein Knabe. Von diesem Zimmer führte ja eine Thür direkt in den Garten. Herbert nahm sein Fedcrbarctt, welches an seidener Schnur über seiner Schulter hing, drückte es aufs Haupt, zog den blauen Sammetmantcl fester um die Schultern und ging rasch hinaus, nachdem er sich die Thür, in welcher der Schlüssel stak erschlossen. Mit seinen weißseidencn Schuhen stieg er durch den Schnee, eilte an die Gartenpforte und fand dort, wie er erwartet hatte, mehrere Wagen wartend. Fröstelnd warf er sich in eine Droschke und fuhr nach Hause durch die stürmische, häßliche Winternacht. ' . Auf dem Feste fragte Niemand nach seinem Verbleib, bis im Augenblick des Ausbruches Lilly erst sein Fehlen gewahrte. Er ist schon fort", hieß cs einfach. Die Baronin und Lilly hatten also die Pflicht, Esther nach Hause zu sahren. Ter Festlärm verhallte,' die Wagen rollten davon, als Letzte verließen die drei Knappen, welche sich alle Drei in Lilly verliebt hatten, das Haus. Dann lohnte Möhling' unter großem Geschimpf über ihre Lässigkeit und ihren Durst die gemietheten Hilfsbedicnten ab, schickte die schlaftrunkene Lisette zu Bett, leuchtete seinem gedankenvollen Meister in sein Schlafgemach und machte seine Nunde um das Haus, wie er immer Pflegte. Dabei griff cr jedes Fenster und jede Thür an, ob sie auch verschlossen seien. Heute Nacht waren seine Beine sehr schwer, cr stampfte fürchterlich auf, vielleicht kam das von den riesigen hellen Lcdcrstiefeln, die er trug, vielleicht auch davon, daß cr sehr ost allen männlichen Gästen hatte Bescheid thun müssen, die im Flur häusig ein Glas mit dem bekannten Haustyranncn des Meisters getrunken." Er ging aus Versehen anstatt einmal, zweimal um das Haus aber ebenfalls aus Versehen packte er jedes Vkal. anstatt der Fenster und Thüren, die Mauern daneben an. Alles fest", murmelte cr zufrieden, zog sich in das Haus zurück und suchte seine Klause auf, wo cr alsbald in einen eräuschvollen Schlaf versiel. Schneeslocken, Liegentropsen auf seinen Fittichen mit sich führend, sauste der Jkachtwind durch die schwarzen Aeste der entlaubten Bäume, der dunkle Pfad zwischen den Weißen, krystallen glänzeiiden Schneemassen begann sich mit einer hcllenTcezubckleiden,dcrFrosttriumphi?tc über den Thau, tiefer Schnee siel sacht auf dle Wege. Da kam ein vorsichtiger Fuß und drückte der sauberen Decke seine Spuren auf.' Er ging bis zum Hause und wandte sich dann links. Dort mußte cr durch tiefe, klebende und schwere Schneeflächen steigen. Er bog um die Ecke deS Hauses und hielt vorder kleinen Veranda an. - Der Mond schien nicht, weil Wolken sein letztes Viertel verbargen. Aber doch war es nicht so finster, daß eine absolute Nacht dem menschlichen Auge verboten hätte, zwei Schritte weit zu sehen. Der Marcn, welcher in der Veranda stand, blaß, mit tigerhast funkelnden Augen, sah ganz deutlich die Tbür, durch welck'e cr 4 41Ti t f f 4 t. m

cinzucnngen oaane uno jan auw, vajz hinter der Thür weder Vorhang noch ökouleaur herabgelassen waren. Er preßte sein Antlitz gegen die Scheiben der Glaöthür länge, unbeweglich. Er erkannte endlich drinnen ein großes, weiß schimmerndes, länglich viereckiges Etwas gieriger, näber drückte sich sein Haupt an das Glas. Da fühlte er seinem Druck dasHemmnlN welchen, er fame den ThNe griff, der gab lautlos nach der Eintritt war frei. Der Mann schlich gebückt wie ein Naub thicr hinein. Er blieb vor dem Weißen Gegenstand stehen; es war das Bild der Cleopatra, vcun acwonnte sich erst sem Au ge, die Konturen des Nahmens zu verfolgen. Oft schienen sie ihm in der Tunkelhcit zu verschwinden. Dann sah er das Bild plötzlich riesengroß, dann ganz nah und jetzt ganz fern. Er tastete mit den Fingern darnach, um suhlend das Auge zu unterstützen. Seine Fingerspitzen berührten die kühle, mit der Oelfärbe bedeckte Leinwand ein Schauer durchrann ihn, es war, als habe er eines Weibes luble am berührt. Ein langer zischender Ton fuhr durch das Gemach und endete mit einem i - ... - t - leisen cytag, wie wenn ern cunner. metallener Gegenstand gegen einen hol zcrncn fährt. Viermal klang dieser Ton und endete viermal so. Lilatscheno ftel etwas zur Erde. Aber der Mann kauerte daneben und hanhrte vorsichtig damit. Ter große, länglich viereckige weiß liche Gegenstand war nicht mehr sichtbar. Dann schlich der Äcann von dannen. er stieg jetzt schwerer durch den Schnee, denn cr trug eine lange Rolle unter dem Arm. Der Wind schlug ihm die kahlen Zweige der Busche in das Antlitz, er ach tete dessen nicht. - Dann ruhte das Haus wieder still im Wintersturm, seine Bewohner schliefen den schlaf froher Ermuduna. Ter al te Soldat hatte krause Träume, cr trug stolz seinen Heroldsstab, aber anstatt des goldenen Adlers schwebte Lilly vor und nahm endlich seinen Heroldsstab, um den Aceister damit zu züchtigen, wie cr einst den Jungen Stephan gezüchtigt, aber da wimmerte die Lilly oben auf dem Stab : Wenn Du den Meister schlägst, thust 5Cu mir weh. Unwirsch über so viel Unsinn erhob Möhling sich am Morgen,- fühlte einen höchst ungemüthlichen Jammer als Folge des gestrigen Abends und trat gähnend aus seiner Klause hervor, um an die Ordnung der Dinge heranzutreten. Lljette schlief natürlich noch, so genoß er gleich die Wohlthat, acrecht schelten zu können. Langsam cjing er durch alle Stuben, er kam auch in das Verandazimmer. . Aus dem goldenen .Nahmen auf der

Stasselci war das 'Vild cr Kleopatra herausgeschnitten. ' Möh'ling schrie auf,ficl vordem gräßlich leeren Nahmen in die Kniee 'und jammerte: , Mein Meister mein Meister mein armer Meister." XI. Der Wagen des Barons rollte heim durch die Nacht, nachdem man Esther nach Hause gebracht. Man war zu Hause. Der Baron verabschiedete sich von den Damen, Jedes

ging in sein Zimmer. Lilly hatte ihr lchlasgemach neben dem.entgen Wolf s. Leise vor sich hinsingend, begann sie ihre Kleider abzulegen. Da that sich die Thür von Wolf's Zimmer her auf. Hanna, noch im vollen Schmuck Kleopatra s trat herein. Kleines sprach sie, das Licht hinsetzend, welches sie in der Hand trug, ich habe die Jungfer zu Bett geschickt, ich kann noch nicht schlafen und muß noch mit ynen schwanen. Ach, das tft liebenswürdig von Jbnen : kommen Sie her, da im Sophaeckx. rrt . r. ' r i . r ci c?en sitzen ie vequem, nicyr wayr ? Lilly holte ein FuHkissen herbei, schob eS unter Hanna's Füße, nahm sich ein andere Kissen und kauerte sich neben Hanna nied'er. Meine liebe, theure Frau Baronin", begann sie innig, rn meinem ganzen Leben bin ich nicht so alücklicö gewesen wie jetzt freilich : glücklich bin ich eigentluy immer gewesen, aber so so wun derschön doch nicht. Dies danke ich Jhnen. Und mein Schwager Heinrich sagte, im Glanz der Welt fühle man bald, wie leer und eitel Alles sei, auch werde man schlecht. Das ist nun gar nicht wahr und Heinrich hat cs wohl nur gesagt, weil er den Glanz der Welt nicht kennt." Kind", antwortete Hanna ein weniz hat Ihr Schwager doch wohl Recht. Ein reines,, dauerndes Glück sindct man selten in der großen Welt,' viellaicht häufiger in den bescheidenen, kleinbürgerlichen Kreisen. Ich weißes nicht, denn ich keine nur unsere Welt." O nein", rief Lilly, ich glaube nicht; die Frauen in bescheidenen Bürgerhäusern haben kleinere Wünsche und weniger Versuchungen zur Eitelkeit, aber wieder mehr Versuchung zur Härte, zur Klatschsucht, zur Heuchelei. Ich denke mir, der Kreis macht den Menschen, nicht die Menschen den .ireis. Alle vornehmen Leute, die ich hier kennen lernte, gefallen mir auch nicht, so wenig wie mir zu Hause Alte gefielen. ' Aber wenn ich in beiden Fällen mit Denen verkehren muß, die ick nicht gern leiden kann, sind mir die aus Ihrer Welt lieber, weil sie höflicher und unterhaltender sind. Gut sein kann man in jeder Lebensstellung: je vornehmer die Menschen mich glauben, je vornehmer muß ich auch im Herzen sein." Mein gutes Mädchen '." Hanna neigte sich, um die reine Kinderstirn zu küssen, welche so vertraulich zu ihr empor gewandt war. Möchten Sie einmal glücklich werden, ganz glücklich." , Der Gedanke zitterte durch diese Worte: so wie ich es nicht sein konnte." Daran zweifle ich gar nicht," plaudert Lilly jetzt weiter. Ich mache mir schon inanchmal so meine ZutunftsPläne." Nirn, die möchte ich hören," sprach die Baronin, welche sogleich an Herrn von Akartbon dachte. (Fortsetzung folgt.) Vom'Auölande. tl e v e r die Hoch wasser-Ver hecrungen in Polen u:.d namer.ilich in Warschau werden' folgende Einzelheiten gemeldet: Ein Drittel der 50,000 Einwohner zählenden Vorstadt Praga steht unter Wasser. Die fünf Quadrat-Werst große sächsische Insel mit ihren zahlreichen Vergnügungslokalen ist jetzt ein wogender See. Dampfer verkehren dort, wo die Warschauer Einwohner im Grase lagernd sich der Unterhaltung und dem Spiele hingabcn. Dampfer machen den Versuch, noch zu retten was möglich. Zahlrekche Holzgebäude finden sich auf der Pragaer Seite angeschwemmt, geborsten, auf der Seite liegend. Wie viel Menschenleben der Strom dort gefordert, läßt sich.bis jetzt nicht constatiren, da die Katastrophe sehr unvorbereitet kam und der Zugang gegenwärtig der vielen Baume und Sträucher wegen sehr erschwert ist. An verlorenem Heu wird der Schaden allein auf mehr als 100,000 Rubel angegeben, da hier verschiedene Lieferantcn für das Militär dasselbe' aufgeschobert, hatten. Die neue, der Citadelle ge genüber gelegene Brücke derWeichselbahn hat an ihren linken Strompfeilern bedeutende Risse bekommen, deren Reparatur große Kosten verursachen wird. Stromaufwärts über Neu-Alexandria, Jwangorod und Sandomir 'hinaus melden die Zeitungen zahlreiche Verluste an Menschenleben, da mehr als 00 Dörfer unter Wasser stehen. Man schreibt aus Ungarn: Bezeichnend für das neue Parlament ist der .Umstand, daß der vierte Theil der früheren Abgeordneten sich entweder zurückgezogen hat oder bei der Wahl duichgefallen ist. Ganz neue Männer, meistens junge Leute, haben sich mit großem materiellen Opfer zu Abgeordneten wählen lassen. Die gesetzlichen" Kosten einer Wahl stellen sich auf etwa 3000 fl., welche an Fahnen, Drucksachen, Wagen für die Wahlen d'rauf gehen. Die ungeset'.lichen Kosten belaufen sich häufig auf 30,000 bis 100,000 fl. GroßgNlndbesitze? und reiche Industrielle betrachten die Wahl als eme Art des Sport ; sie wollen - siegen um jeden Preis uud sich der ihren Eandidaten wählen lassen. An diesem Sport ist schon mancher reiche Mann in Ungarn verblutet. Man glaubte diesem Uebel durch das Gesetz gegen die Wahlbcstechungen abhelfen zü können. Aber dies Gesetz hat sich ebensowenig bewährt, wie daS Tuellgisctz. Bei der Prüfung der Abgeoldnctcnmandate ist der politische Parteistandpunkt maßgebend; die Parteien verständigen sich lieber gegenseitig über die Wahlen, als daß sie zahlreiche "Wahlbezirke neuerdings der Wahlagitation ausccn. Die berliner Volksztg. erzählt den Roman einer Gouvernante, wte folgt: Der Stoff, welchen die Wirklichkeit für einen Roman liefert, ist nicht selten pHaniaslischer, als ihn die größte

dichterische Jlunit ersinnen kann, 'ie nach London verheiratete Tochter eines berliner Kaufmanns erhielt vor einiger Zeit durch seine Vermittelung eine deutsche Gouvernante und das junge bcscheidene Mädchen sah sich bald förmlich in die Familie aufgenommen. Sie wußte nicht anders, als daß sie die Tochter eines Bürgers in Sondershausen sei und crfuhr erst in diesen Tagen, wer in Wahrheit ihre Eltern gewesen waren, als sie sich über Nacht in eine Baronesse und Erbin von 400,000 Mark verwandelte. Die Frau, welche sie als ihre - Mutter . ansah, war nämlich in Wirklich kcit die Schwester ihrer Mutter. Ein junger Baron hatte ihre Mutter, eine Predierstochter, vor 22 Jahren gegen den Willen seines Vaters geheirathet. Der alte Baron verstieß den Sohn und das iunae Vaa? aina nach Varis. Qier

starb die Mutter, als sie der jetzigen Erbin das Leben gab. Vier Wochen später siel der Vater ihm vielleicht erwünscht im Duell, und die Schwester der Verstorbeien nahm die wenig Wochen alte Waise zu sich nach Sondershausen. Der Tod des Vaters aber hatte den.Zorn.des Großvaters besänftigt und in seinem Testamente hatte er die Enkelin anerkannt und ihr das volle Erbtheil seines Sohnes vermacht. Einen zweiten Fall eines Selbstmordes im Gerichtssaal berichtet die Post" aus Torgau. Das dortige Schwurgericht verhandelte am 23. Juni gegen den Holzhändler Lorcnz aus Hohenbuko wegen Meineides. DerStaatsanwalt hatte den Strafantrag gestellt, auf 1 Jahr 3 Monate Zuchthaus, zweijährigen Ehrverlust u. s. w. lautend, und der Gerichtshof hatte sich eben zur Berathung zurückgezogen, als der Angeklagte scl'r rasch ein in dcr Tasche verborgen g.'i'.'.ltcnes Pistol hervorzog und einen chuz; gegen seine Schläfe abdrückte. i .vMo brach dcr Mann aus der Anllaii zusammen. Eine v a r i s e r B o n a v a r t is:.' Zeitung versiel auf den zweifelhaften Einfall, seinen Lesern die unentgeltlichen Dieilste zweier Aerzte anzubieten, im Falle sie krank werden sollten. Diese Aerzte gehören zum 3!edaktionspersonak und sind stets bereit, sich der kranken Abonnenten anzunehmen. Das Blatt muß schmerzlich am Äbonnentcnschwund leiden., In Florenz lebte, wie dem Figaro" mitgetheilt wird, Madame Virginia Easparini del Turco, welche sich leidenschaftlich in ihren Kammcrdi'ener Bruschi verliebte. - Als sich dieser ablehnend verhielt,, wurde cr von der Frau ganz a la Potiphar beim Manne verleumdet, welcher ihn aus dem Hause jagte. Bruschi schwor sich zu rächen und lauerte auf Madame del Turco im Flur. Als sie hinaustrat, stürzte cr mit einem Rasirmesser auf sie zu und brachte ihr acht Wunden bei, wovon jn?ci lebensgefährlich sind. Sodann stellte er sich den Gerichten. Ueber die Hoch Wasserverheerungen aus dem Stromgebiet der Weichsel liegen sehr betrübende Nachrichten vor. So meldet man aus Warschau : Das anhaltende rapide Stcigcn der Weichsel sowie des Wieprz, der gleichfalls ausgetreten ist, richtet immer größere Verheerungen an. Das Wasser der Weichsel unterspült zahlreiche Gebäude und reißt sie mit sich fort, lebendes und todtes Inventar kommt in Massen angeschwömmen, auch ist der Verlust von A!enschcnleben zu beklagen. Der Damm bei Warschau ist durchbrochen und man b.falchte! eine Ucd.isch'.ren'.tt'.niig d.r Vorstädte Praga, Saska und Kempa und bei den niederen Stadttheilen von Warschau am li:'.ken Ufer. Der durch Einstürz der Brücke bei Jwangorod entstandene Schaden wird auf ci:ca 30,0l)0 Silbcrrubcl g'.'sch.it:t Eine gleich grol e Ucbe:schw.m uu g hat sei! 18;7 : icht stattgcfattdc.i ; l: ganzen Wechsel strich entlang ist oie Ernte als vernichtet avyisehen. vx u u j ) cy'w u n st , Dvn Berlin nimmt, hat zur Folge, oaß auch die Zahl der Vergnügungs-Etablissements daselbst in stetem Wachsen ist. Der Stadt Ausschuß hat nunmehr bereits, entgegen seinen früheren Beschlüssen, 30 Bewerbern um Wiedereinführung von (Jj'e c'liantants dieselben bewilligt. Die Vorträge unterliegen der Eensur, die auftretenden Damen dürfen nur in geschlössen? Roben vor dem Publikum erscheinen und sich nicht von den Tribünen cntfernen. (Trotz aller dieser Vorsicht maßregeln" erscheint uns diese neue Er. rangenschast Berlins nicht als eine besoiiders erfreuliche.) Tröstlich. Herr Schulz geht unentschlossen Am Strande hin und her. Ein wenig Wasserfahren, Das tv.ir' so sein Begehr. Zwar däucht ihm auch die Sache Doch schließlich zu riskant, Ihm sind zu viele. Fälle Vo.i Ertrunkenen bekannt. Da braver Schifferknabe," So redet er Fritzen an, Was kostet die halbe Stunde Lu fahren in Deinem Eahn Vi r ute !" entgegnct Fritze, Jnoem er den Mund sich wischt. Ja. '.renn ich nun aoer ertrinke?" Denn lo't't et natürlich nischt !" , m m Äeim Thierbändiger. A. Wie die Thiere sich ducken und zittern, wenn dcr Thierbändiger sie nur scharf Frau mich scharf ansieht, zittere ich auch schon und bin doch gerade kein Löwe. Falsch behandelt.- Herr : Herr Doctor kennen mich wohl nicht mehr ? Arzt : Habe wirklich daS Ver gnügen nicht, kann mich wenigstens nicht entsinnen. Herr : Nun, ich consultirte Sie vor zwei Jahren einet Lungenkrankheit wegen, und Sie gaben mir ur odj höchstens sechs Monate Lebenszeit. Sie sehen aber, daß ich trotzdem heute ganz gesund bin. Arzt : Dann sind Sie wahrscheinlich einem Eurpfuscher in die Hände gefallen, der Sie falsch behandelt bat.

ansiey:. liegt oscy eine wunoervare, geheime Macht im menschlichen Auge. B.-. Ja, ia ! Ick, wein es Wenn meinc

''T'- 'ZK 'rpS?7 V? S n? r .. ii jmmmMut-rMn. -5.., felrvi'iy4. it ; t -rT-LZAi- -f sgTvS'fe

Eisenbahn -Zeit -Tabelle. Ankunft und Abgang der Eisenbahnzage in Indianapolis, an und nach Sonn last dcn 11. Mai 18L4 Cleveland, ColnmbJt, tzir.kinaatt nnd Indis. napolis Sisenbakn (Vee Line. Abgang: . Ankunft: 8 St 2 I tflg 6.40 V 95 3j .10.35 92 Anderson c... 2.10 91 rn ., 3 StL eri 5.5a Ü StLSr.li).?! Nr S! V 5 B Sr5 .. 4.10 B Anderson Sc...llJ5Ca otonCl;. 10.10 Bra V5 r ... 7.33 m LJ S Soshen (5:5.25 Vrizhtwood Division, E. S.C.und I. Sbgangtäzkch. 4.lCCn tSjüfl. 6.40 C " 10.10 Cm ' J0.3SBa : "'Lm 2.10 SB ' ?SSI : JJJRa 3..Z N I ... 1.55 er -w "glich, 'm i ' .iSlich'. 50 ..jjini - täglich ,io.3Kn M5bkl, Ciucilmsti & Ct. Louis öisen&a&n Y P L2 5 P ! Ich e u. rlüülich 4.22 i n (jenen Sount. 9.10 m DÄESrc.uIzk. lSPOV nornmenEonnt.l 45 v , tfr ti glich.... . 137 nn R5D ee a8g. j ff fr j aui. Chinas iiKmsi esnntasz, ... 5 27 1s l32SJ2$JB'ü Sr isaliä 2 h X 'S 4!a Danton 9 auSg Srnnt 4.5b Bai t ragi'q 1,1.2,) fcaa Daytsn $ cul. Sovntzgt i..20 ihn CHiksz? Konte via Kokomo. EHicago Schnell' zuz tlz 11.15 T.at Tdicago Errrei.il ft) ;m Znd'I Lou. Schnellzug... 3.19 V Jndxi', Lou. rrrei 35 Terre Haute, Vaudalia & Tt.Louis Eisenbahn. ailTrat .... 7.1b Lm 1 Schnell,? 3 53C statl un,Sck...luu! Tag Erpreß.... 3.21 Tag Sxp, r .... lt.5o Nn Terre Heute ee. IM N aeiftk 9t 10.45?; wau unoce... 4.40 ; Ckcitmati, JndianaMt, El. LouiZ n. Chicac o :r t-t... ttt 1 . , . ' 1 .ijkiivu. winauaii ilvtZlon. 5Luiv. 2. 4.03 Bm Jnviansp c?. 10.30 Bm S5L'ville Srx. 11.50 Rm Bettern ... 4 439m 6t S fi S Cineinnatt Lee 7 00 n tneinnatt See. 11.0 .r re.. Z..45 m ine. kk (j.55 Kn "glich u c c.W.tt Chieazo Division. ?o ur! 85. c.5LVm dicazs NaU '2.10 hie Lou F . tZglicheeu.. 3.35 Bra Lafaoett ee ..10.40 Cm L jttail pe.. 3.30 91m mctnncii ee. 6.40 r IBeftern Cr 5.t.( Nm S täglich I rc 11.20 52m Itffersonville, Madlson nnd Jndlenepolit visenbahn. Süd r tZg. .. 4.10 80 I JndAaoKaU. 9.45 Ba 8 ad ee... 7.25 Bra ' Jnd5bietkrtäa!0.45 B 3nd Mail 3 50 St I il jl) 3t 31 Fl r? 7 00 rdend 1 p tSg. 6.4.'. Sin, ! St 5 gLtagio 45 5 Wübash, St. Loui, & Pacisik. Detr Ehic riail 7.15 Bm &lr 2.11 im Shi ZQch Cj c c ll.A' N CBiftSS 9tt&3 2X0! 5Col yj 1 28 j.. 11.30 Dtt u E5.Ka.il. 8.iü. Jndiana, Vloomington vndWefteru Eisenbahn ffiac tu Mail.. 7Jt0f(n Lasiern & 6 9t. LNTer F L ce 5.10 9tm rafordv.ce. 91 m 8u K 3 I taatl.10 Nm tägltch 3 50B tnc Sxee 11.15 K Ätlantic ti. 6.15 9in St. Louis Division. S!oresildee... 6.30 Bm Kacht ffj 3.55 Ba Na.il u Taz.r. .05 Lrn SaU u Tag ?. .00 acht 9s ll5m l Morftld Aee.. 6.10 ff Oeflliche Didisioa. Oestl.Srail....4.?0Vm I Vacisie rrreß... 7V0B Tögl. cprei....l1 4dm Sc W 3 Er 10 35m tiantic E.p.... 6 4oNm LZestern Ep .... 4 45m LouiSbille,?Iew Albanh & Chicago. Air.Line. Ebicaao ffr laI..12.C072m Chicago!, tgl.. 3.l0Lrn l'ionon Ace 5.0 Mich City Sdicag. El 3Sil l?.Nm .onon c 10.30LM lUich. Ctt, Ehi:. 5H011 AWCn Indianapolit und Vinceunes Eisenbahn. ail air öj 7.04 Bm ineenne See.. 10 34 Cn Blncinnel Slcc 3.A fln 1 ttitiiö. 4 s:J S Jndiauapolii und St. Louit Eisenbahn. Tag rrrek. ee. 91 S u 81 t Ja täglich 7.10 B Lost u St L Sk. 615?i N I n St k r CC 3 55 0 Local Passenger. 9 b0 9k Dare et5gl. 65 tagtich u e c.iu c 3.0 nvlanaxou e 3.15N. TincinlZatt,Hamiltsnä.-Jnd!auapolieisellbahn. Jndx & StLoui 4. Bm eonr-.krloilleZlc 8 30 Bm ail llOBm Jnd? u StLouit0.J m Smcinnaticc Slom onnerlvilleKec 4.?0 Nur Andxli u Lt. L. V.40Nm Sin.. D.T.N.?1l0.!0Lm Mge mit r. e. Lkhnsefftl.E,r mit I., Slas-Wsee mit p. Parr.?st. "t ' tt'mM Die lSMee der Jndiana MbÄNlk l empfiehlt sich zur Anfertigung von Rechnungen, Cirkltlareil, Bricfkö Preislisten, Quittttngeu. Eintrittskarten, Mitglicdcrkartcn, Brochiircn, Constitutionen Adreßkarten,

?