Indiana Tribüne, Volume 7, Number 290, Indianapolis, Marion County, 9 July 1884 — Page 3
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Herbert's Schuld.
Roman von I. V o h . (Z d. lSortsttzung.) Tie Gnädige befinden sich schon im Salon," sagte die alte Maria, die gerade den Korridor entlang kam und das Fraulein sehr freundlich ansah.. Just öffnete dienbeflissett die Thür. Das gnädige Fräulein und der Herr Doktor," meldete er. Die Geschwister folaten ihm auf dem Fuße, Lillv mit schrecklichem Herzklopfen. Mitten in ibrem gold- und seidegleißenden Nococojalon stand unter der Krvstallkrone, von . der : herab flimmernder, Lichtschein strahlt?, die Baronin Hanna, schlank, dunkel, still. Lilly ging ih ent gegen, sa5 'sich zaghaft im Zimmer um, jcbaute m die großen,"merkwürdigen Au1 ' . m -W " r if t en der Diak75 yrau, e wr itzi .ano instteckttkd diese Sano heftig erzreiend, rief sie: ' ' Ach Gott, ich hatze solchegt." Weshalb? ' M mir? Vor der großen Stadt Vor der neuen Welt? Tausend Mal Willkommen, Kleine.Sie sind hier nicht in der "fremde, Sie . sind hier sc5on lange heimisch gewesen, ohne es zu aynen." . " Hanna öc das Wdchen in ihre Anne in äh aufflammender Zärtlichkeit ; sie wollte einen Kuß aus den jungen, rosigen Mund drücken, zugleich suchte ihr Blick Herbert. Ihre Augen trafen sich. Hanna erglühte, sie ließ Lilly, ohne sie geküßt zu haben. a, Lilly," hob Herbert an, schau iur einmal da5 . Bild dort an der Wand kennst Du es." Lilly tbat einen Schrei. . Das bin ich das bin ich," jubelte sie auf. 0, wer konnte das malen V Der Professor Müller. Weshalb hast Du meine Frage nicbt beantwortet, ich s5ncb Dir doch, ob Du ihn 'kannW Ach," antwortete Lilly ungeduldig, wenn ich einen so berühmten Maler gesehen oder gesprochen hätte, würde ich es Dir doch längst erzahlt haben." Waren Sie denn nicht einmal imLiebenstein zusammen?" fragte die Baronin, indem sie fürsorglich Lilly Hut und Mantel abnabm und ibr dann liebevoll das Haar stricb.' In Liebenstcin ? Nein.' Lilly sann ernsthaft nach. ?!ein, dort war Mama so schwach, daß wir außer , dem Meister Stephan keinen Menschen kcnnen lernten, weil Mama das Gärtchen binter unserem Hause kaum verlassen konnte." Die Baronin zog Lilly neben sich auf das Sopha, Herbert nahm neugierig ibnen gegenüber in einem Lehnsessel Platz. Meister Stephan wer ist das? Wesbalb sprachst Du nie von ibm wie lernt'et Ibr ihn kennen?" In Lilly's leichtbttveglicheni Gesicht kämpfte eine heitere Erinnerung mit einer noch gegenwärtigen Trauer. Ach," sprach sie, weshalb sollte ich Euch von Jemand eräblen, dessen Wesen man doch nicht mit Worten schildern kann. Meister Stevhan wohnte in dem Hause nebenan; ich kletterte einmal in den Apfelbaum, welcher an der hohen, bölzernen Scheidewand zwischen den Gärten -stand.. Ich konnte nämlich klettern-..wie-ein Junge als ich -noch. 'kurzem Kleider f trüg," schaltete sie vergnügt ein. ,,Da.sah ! ich im andern Garten einen Mann, der mir lachend zusah. : ; Ich. lachte, auch und warf ihm den Kornblumemranz an den Kopf, den ich auf meinen Haaren getragen batte." Das war sehr unartig," bemerkte Hanna lächelnd. Ja, ich bin immer sehr unartig gewesen, sagt Heinrich.' gestand ' Lilly reue voll. Kleiner Puck, wie heißt Du, komm herab," rief der Mann. 'Ich rief zurück: Bald werde ich fünfzehn Jahre und es schickt sich nicht,.mich Du zu nennend? Also, kleines Fraulein, sind Eie ein Menschen- oder , ein Elfenkind Unb ich sagte ihm, daß ich Lilly heiße . und lei-. der noch immer die Bänke einer höheren Töchterschule drücke, daß aber laut Llussage meines Schwagers Heinrich nie Etwas nach mir kommen könne. Im Lauf der Unterhaltung machte: Meister Stephan sich drüben aus Tischen und Stühlcn eine Pyramide und konnte dieselbe ersteigen, um sich auf. den Mauerropf zu setzen. Wir schwatzten lange und ich sagte ihm alle meine Geheimnisse. Er erzählte mir, daß er der Photograph der Königli-' chen Hoheit sei, die eben .in Licbensttin tveile, und daß er jeden Tag fast ihr haßliches, langweiliges Gesicht Photograph!-, ren müsse, was noch qualvoller, sei, als. ein schlechtes Buch zu lesen. Ich bat ihn, er solle mich auch Photographiren, oa lachte cr und sagte, seine Apparate seien kaput. Mama war natürlich erst vöse über die Bekanntschaft, dann aber kam Herr Stephan zu ihr, sie mußte ihn ebenso lieb haben, wie ich, und .von. da an sind wir mitsammen durch Feld- und Wald gestreift.. Er hat mich getragen, , wenn ich müde war, er hat aufgepaßt, ivenn ich im Walde unterwegs schlief, daß die Mücken mir nichts thaten, cr war sehr, sehr gut, mit mir. O, Sie sollten ihn kcnnen, Frau Baronin, cr ist der beste von allen Menschen, die ich )e gesehen. Und daß ich ihn vielleicht nie wiedersehe, ist schrecklich traurig. ' Aber er wollte uns nicht sagen, aus welcher Stadt er sei, es war manchmal wie ein Geheimniß um ihn.". ' Wer weiß," sprach die Baronin, mit Herbert lächelnde Blicke tauschend, . ob vas Glück Ihnen', den. crrn Stevyan hierin der großen Stadt nicht in' den Weg führt ! .Aber ich denken lieber Doktor, unsere Kleine wird' der Erholung bedürfen ; sie muß speiseNt.ausmhen und dann den kleinen Wolf und den Baron kennen lernen. Sie sind entlassen und wir hoffen, Sie morgen Abend wieder sehen." - V Herbert verkehrt, hier freundschaftlich im Hause ?" rief Lilly vergnügt; o, das ist schön, so haben Sie mich wohl nur seinetwegen.hierher genifen?" Diese einfache, harmlose Frage machte die Baronin Hanna verlegen. 'Willy's Naivität.ist.inanchmal . höchst oeinlich," dachte Herbert.
Ich gehe also' sprach er, und überlasse Ihnen meine kleine Schwester. Seien Sie nachsichtig ; sie hat keine ge-. sellschaftlichen Erfahrungen und ich fürchte, ihre Manieren sind oft recht zwanglos." Die Baronin scbritt mit Herbert bis zur Thür. Keine Sorge," sagte sie leise, von einem wilden Waldbach erwartet man seine glatte Fläche, sein Schaukeln ist gerade seine Schönheit." Herbert ging, Unruhe im Herzen, Unruhe im Kopf. Sie war sein beständiger
Genon geworden, es war ihm immer heiß, fieberhaft in der Brust.' Er überdachte, wie er so durch die hellen, men schenvollen, eigenthümliche 'Fröhlichkeit athmenden Straßen ging, von denen )as Zeugniß des Winterfriedens, der Schnee, längst nächtlicherweile fortgeschasst worden, gedankenvoll die letzten acht Tage. . , .Sie schienen ihm wie ein wirrer Traum, und doch war wenig in ihrem Rahmen vorgegangen. Estber. hatte er nicht mehr gesehen, sie wa? niemals - zugegen, wenn er täglich sein Stündchen bei dem blinden Greis verbrachte. Roderich hatte sich unschwer bestimmen laffen, die Stellung als Borleser anzunehmen. ' Der Profes sor begegnete dem Armen milde ; seine übergroße Herzenshöflichkeit ließ es fast so scheinen, als habe er Roderich für ein täglich, ihm dem Blinden gebrach' zes Geduldopfer zu danken. Herbert konnte nicht unterlassen, eines Abends in die Wohnung des Juendbekannten em porzusteigen, zu dem einzigen Zweck, die Frage an Roderich zu richten: Wie gefällt Dir Esther, wie begegnet sie Dir?" Die Antwort hatte gelautet : Sie ist sehr gütig zu mir, ich aber lebe in einem sonderbaren Kampf mit mir selbst ; ich möchte ihr auch gut sein, aber mir ist, als wäre dieses Mädchen meine Feindin, als habe sie mir etwas geraubt. Ich hege ein heimliches und empörend ungerechtes Haßgefühl gegen sie." Herbert fand dafür schnell eine Erklanmg : gegen ibr Wesen, dem die Selbstüberbebuno ungeprüster Tugend innewohne, lehne sich instinktiv jeder Mann auf. Es war ein Triumph für ihn, daß Roderich auck)die Empfindung einer Abneigung hatte. Die Thätigkeit Herbert's war in dei vergangenen Woche sehr angestrengt ge Wesen, er freute sich darüber, denn er wünschte keine Zeit zum Nachdenken zu ha ben. Mühsam nur hatte er an den b stimmten Tagen die Stunde für die Po liklinik sich geraubt ; zweimal traf er dort mit der Baronin Hanna zusammen, aber eigenthümlicherweise leistete die Gräsin Jllingen der Baronin Gesellschaft, um sie praktisch in dem Perkehr mit ven Armen zu unterrichten". Rim kam morgen der Tag, auf vessen Erscheinen Groß und Klein sich seit Wochen rüsteten. Es lebt wohl öiiemand, dem die Weihnacht spurlos vorüber geht, der nicht dazu rüstete, wenn auch nicht mit Händen, so doch mit Gedanken. Und so zog auch allmählich in Herbert's unruhiges Herz eine'stille Fröhlichkeit ein, die über ihn kam, währender durch die Straßen schritt. Und sie blieb ihm treu bis zum andern Tag, lvo er sich rüstete, zu dem Fest im Hause Hanna'ö zu gehen. An der Thür der ersten Etage blieb Herbert einige Augenblicke stehen, als er die Treppe hinabstieg. Ihm war's, als lockte ihn etwas, dort einzutreten ; schnell vorüber huchend,' umzog ihn eine Erinnerung an stillen Frieden, anspuichs lose,- durch Wehmuth abgetönte Fröhlichkeit an den vorigen Weihnachtsabend, den er hinter jener Thür verlebt, ölber das stieß er von sich, schalt sich sentimental und kam mit heiterer Stirn in dem Palais auf dem Albertplatz an. Meister Stephan, Adalbert von Hattcnheini - und Herr von Marthoff, die nächsten und fast einzigen Freunde dieses Hauses, waren schon anwesend. Frau Hanna führte unmcrklich den Finger an die Lippen, als Herbert eintrat. Er verstand und fragte nicht, weshalb Lilly seyle. . Er bearüßte den Baron, den er inzwischen nur selten gesehen, der ihn aber !tnit seinem, freilich in etwas knurriaer Weise siw äußernden Woblwollen be bandelte.. Baron Sliko schüttelte ibm kräftig die Hand und führte ihn in die fernste Ecke des Salons. . 5lleine Herev Ihre Schwester, Doktor ! Alle Achtung. Wenn man vorher gewußt hätte, daß die neue Gesellschafterin Ihre Schwester sei, würden wir wahrscheinlich V Sache als nicht konvcnable abgelehnt haben. ' Denn, gestehen Sie selbst, es hätte peinliche Verhältnisse erzeugen können, wenn das Fräulein uns mißfallen haben würden Aber die kleine Here hat uns ja im Sturm genommen. Der Junge, der Wolf, kommt uns gar nicht aus dem Lachen sie macht's zu arg, es wird ibm schaden." Heiterkeit, Herr Baron, hat noch nie einem Kinde geschadet", erwiderte Herbert, ichlwerde glücklich sein, wenn Lilly ihre Pflichten erfüllt." Der Baron wandte sich nach nochmaligcm Handedrück und einer Art vcrschmitzter Kopfbewegung in die Richtung, wo Meister Stephan sich befand, ab. Hanna hatte neben, ihrem Gatten gestanden, sie mußte seine halbgeflüsterten Worte verstanden haben. Mit gesenkten Lidern sprach sie : - Sie begreifen, daß ich dem Baron diese Angelegenheit so darstellte, als hatten irir erst nach Lilly's Engagement entdeckt, sie sei Ihre Schwester." . Weshalb dem Baron die harmlose Wahrheit nicht ehrlich erzählen ?' Oder war sie nicht harmlos? ' Ward durch Hanna's Bewußtsein ein Etwas hineingetragen, das man zu verbergen hatte? Schwach, . verwirrt von dem, was er aus ihren Worten ahnte, küßte, cr schweigend die blaffe Hand, der schönen Frau. . .' Die Stille der Erwartung lagerte sich niin über den kleinen Kreis von Männern, als Hanna dann den Salon verließ, um nebenan den Tannenbaum anzuzünden. Maria mit dem kleinen Wolf auf dem Arm, aesellte.sich zu ihnen. Es war das erste Mal seit vielen Wochen, dah der Knabe sein Bett verließ, cr sollte indeß noch nicht die Kraft seiner Füße versuchen und ward' deshalb von der Alten getragen. ;::.. .... v ..Weiß Gott, Doktor," sagte der Ma- ! ler, .denrLungen die dunklen Locken zau-
send. ..Der Kleine sieht schon menschlicher aus. He Wolf was meinst Düwenn wir erst wieder zusammen berumtollen können?" Bewahre unser Heiland uns davor," prach die Kinderfrau, dann könnte man ich wieder ängstigen, daß der Herr Pro-, effor unserem Junker die Knochen zerirochen." ' ' 1 Jetzt brauche ich Dich nie wiedcrzum Soldaten spielen, Meister," sagte Wolf stolz, ich habe einen besseren Lkamcraden, aber von dem darf ich Dir nichts erzählen) sagt Mama, weil Du die Gesellschaftsda
men nicht leiden kannst." O weh hat Mama wieder eine eng lische Vogelscheuche angeschafft? Und die spielt Soldat mit Wir r . Diese Dame ist sehr schon." Das glaube ich Nicht. Hattenheim, glauben Sie an solche Möglichkeit aber dorcht unsere Souveränin klingelt eins zwel drei, Hurrad, Wolf nackt'" Der Meister'b'ob den Knaben Armen der Alten hoch, doch bis fast an den Kronleuchter und ließ das auflachen? de Kind dann soralich'nrrückaleiten.' Die-
Flügeltbüren thaten . sich auf, ein Tan- noch immer, wenn es schon verklungen ist.' nenriese der bis zum Plafond aufragte. Es hat etwas Geheimnißvottes . Heunward' in seinem strablenden Lichteralan liches al? wenn sie noch immer einen
sichtbar. Der Baum stand inmittm eines ' - .ä r 1 .'..im r - . . : I großen aales, ver nur ver üeslen venuyr stolze Baum sechsmal wieder. Auf weiß-' acdeckten Tischen waren an den Wänden rechts und links die Geschenke für die rs. 1 .1. . 1 - - I reunoe uns eie ienerscyan ves gainc ausaebreitet. Von Lilly noch immer keine
wurde. Die Wände waren in Weiß und - 'en unerswcpsttcven t'etl, welcher - Gold dekorirt und durch große, in die in ihrem reinen Kerzen wohnt," sagte . Mauer eingelassene Spiegel unterbro- Hanna schwermüthig. Man wird an-' chen. Aus diesen Spiegeln strahlte der dächtig? vor dieser Unbefangenheit und!
Spur.' Herbert sing an, ungeduldig zu sinn war von fieberhafter Art. Er beobwerden. achtete die Baronin, wie sie hin und wie-
Da sprach die Baronin mit erhobener, Stimme: Heute sei .unser Meister der Erste, welcher sein Geschenk erhält ; . 9 m es uciiei;i nur au eines unerwarteten ifim prpiitn " " t,.ti w i-W-T. rr . i ' Sie eilte an die Thür, welche von diesem Saal aus in das Wobnaemack de Barons führte. Dort hatte'Lilly geduldig gewartet, weil man ihr sagte, es gälte eif - 1 fnffAriftsnS rtpfnrf. li?n Wnchingen mehr ungeduldig als freudig erwartet an der Tbür. Da erschien die ri ";."",v 1 . - IV... V viwnvii I Gestalt zaghaft auf der Schwelle, da schauten ein paar junge, erstaunte Ma chenaugen in den Saal voll Llchterglanz. Der starke, bärtige Mann erblaßte. Lilly that einen Schrei. Sie sah Nichts und Jttemand. Sie sah nur Meister Stephan, sie flog auf ihn zu und mit ibren Kinderarmen umschloß sie laut jubelnd ihn, der die Hand über seine Augen legte. Es kam ein harter Seufzer aus seiner Brust mit raubem Entschluß stieß er Lilly zurück, wandte sich um und floh hinaus. ( Diese Wirkung des Wiedersehens hatte die Baronin nicht erwartet. Hilflos sah sie Herbert an. - Lilly aber, ebe Jemand etwas sagen konnte, lief demMeister nach, zur Thür hit.aas. . Lassen Sie die beiden großen Kinder allem mit ihrem Schrecken fertig werden,", bat Herbert. Er hatte eine eigene Rüb-, rung empfunden, als er den Meister so erblaffen sah. Die Baronin schickte sich, wenn auch etwas unrubig, in seine Bitte; sie begann mit ihrem Gatten ihre heitere Pflicht als Gabenspenderin zu erledigen. Das Bild welches Meister Stephan nicht weiter malen wollte, weil er behauptete, daß Hanna' sich verändert babe, befand sich, als Beweis der Absicht, in unfertigem Zustand amdtmMsNmn. klemen Wols hottenan bald m großen ubel über seine Schatze aufbrechen. Lliich Hattenhemi und Marthoss fanden viele Gaben, die Letzterer mden sehr zerstreut bmnabm. i , . , . . , cn .. . twaeit;bctj3tcn gut.g Tol,r. ,.,,nr scl'c,t. -,e geh. leer den aus." ivv.yvuuiu ml, iv tuv ch so fremd, '.daß ich' unmöglich seine f . ii i .t LrtHrt! . Iinl iv a.m ..-2 no kleinen Wünsche erlauschen oder seine klei T "v T i ei i hwachen durch "Mche Gaben 'N konnte, wie bei Adalbert und nen ch vcripotten a;t r r . r ? . - - ' k - i rL "T WÄC?U5C5 blcc?P Jbre Gute mcht entschuldigen kann: geben Sie mir als Erinnerung an diesen Tag Erlnnenlna an diese ein ipuo meines liein n .aiieni n, vmz i fti.i. .i f.,.'. oenige oerti.rn meines niienien, !Frny .yvivviw . . . Gewahrt," rief der Baron, desich in ve ier aune venino, aewanri. le aronin wird Ihnen unsere Bilder aeben. ir i i . f rvr ? , . -Mais voila und unserMe,,ter mit der 'V.VIIIVII. .. , , Y PY' . n'ff Meister Stephan erschien Mit Lilly am
anw,. der "Men, läTfcIrctSt gtanj ginpirttilfc als die Anderen, er soll Wunsche ausspre- : Muncken Der Reit'rsül'nr Ober chen dürft und sie sollen ihm erfüllt ,er gufÄu, ienVÄ -j- - r r r schössen. Dem Verein: der Bader und So wird er gleich einen sehr hohen :r' .K:sk... :m?n..;?.e.
.'trm wieoer im aat. häuscn siel der Mühlenbesitzer Blank von - riacttc J. fF$ydftxl tdl Westerheim todt nieder. - Bon Mello gewachsen bin," erklärteste lustig, und lAt - Qu,nrM.i ;? ;n.
, , i fK f- L. C well cr eme alte Engländerin tn derneuen GeseSaftöd Aber . "r.ttt4v ' . ai . f t . ,il i ii M-tdx.AU.. (hi. Uuvk.. 11 ivt. .SAVhitltl ccr 'teisler ausiaa'eno. eln, raulem !Lilly,ich hab derweilen memcn Geschmack geändert, die onkelhafte Brüderlichkeit macht mir- Mamsellchen Sausewind zu rordlal i)tcspckt muß sein ungeheurer Mpekt." tlly wandte sich cm wentg trotzig ab. Auch für sie ha te die Baronin noch einen ganzen Ba;ar voll eleganter Klemigkeite, die Lilly mit so wel Entzücken hmnahm, dadie ganze Gesellschaf lachend um sie beschäftigt war. Es fehlte mcht ll!k Äle t -f. c - v stff, c etw ' ri , sie kräftig die Hand. Als der Meister CT i nachher fragte : .- . stnSF m Sie ' antwortete sie .
vv.uv.i lllV'0:7ullu" WT' liche Hebung und Entwickelung desRhön et, ermussezetzt Sie sagen-in l Lieben- verspricht.- Die als Lebrerin gekannte stem hatten wir naturlich Bruderschaft Blumenmacherin Elise Mayer von Nordgemacht. Uns hnt in GtlGnttin Keraüiet.
i li p i c-' a , iiiihvii l,vv .ii-'-n ,e2eiber,'' faßte grau Hanna gutla, Ni rnbe7g wurde ein Mormonenwird . m diesem öal der Meister Recht tzendling, Mr. Smoot auö Utah, aus behalten. Rücksicht auf die. öffentliche Wohlfahrt" Aber es :st doch beinahe, als wie wenn gewiesen. Äe Brü-
er .eroen wäre, oeyarne luy.
El, den Grafen tnag ich nicht leiden ; da c; ich ihm doch die Hand nicht geben. Der Andere gefällt mir aber bx gut." Das iixir ein Weihnachtsabend, dessen Alle sich für immer erinnern sollten.. Ein Frohsinn lag auf den Stirnen dieser Menschen, der nicht durch das Lachen des Kindes, durch den Glanz der Lichter hervorgerufen sein tonnte. Und Alle fühlten es, daß jener Hauch von froher Lust, der dav Zimmer durchwehte,, von dem jungen, quecksilbernen Wesen ausströmte, oa? in seinem simplen schwarieil Woll-
kleid sich so ungenirt in den Prachtgemaals l'abe es imuicr dort gewohnt. Herbert sah mit Erstaunen. das;., Vuh' iner schon gan; 51t Hanse war, mit dem Baron hemmschmeichelte,' Mlt Ävoir sptelte, von der Dienerschaft besonders willig bedient wurde und den Meister, mit der köstlichsten Vertraulichsiraire'. Er kam einmal, zu? Baroninund .sprach:Wie sie lacht '."Man bort ihr Lachen Theil der goldenen Heiterkeit für sich be c : n . t v.cuc. tnan zittert könnte." -Das darf nie geschehen," rief der Ma j r. ,. .ci.; I l" vi3Auch Herbert war froh: doch sein Frohderschntt, er berauschte sein Ohr an dem nisiern i irrer öcwcnwjeir. uge an den weißen Spitzen, die unter dem f. ll,. I I AMM A . 1 AMU h la 1 Ukl.tu i-.m m i i ri i.- 'ii iriinr ' iiri iiiu imii mim irri Zenschten drei Mlder, nun trug er ihr Portrait in semer Bnlsttasche. Sie hatte hsipe Wangen und sah wem als sonst, aber s Fette öfter als sonst AM . 4- A liu. AI At4Kllllt A lll AU y Sfc a oie 'meiven, yoraie aus ras ,emam laute rasche Pochen ihres Yerzens und slu- , .. , . f : t r , t m . . - sterte: (Forlsedung folgt.) Deutsche LoealRachrichten. Thüringische Ltaaten. Seit dem Bestehen derLeichenverbren nungsanstalt in 'Gotha wurden 177 Feuerbestattungen vollzogen, darunter in diesem Jabre an 11 Frauenleichen. Zwischen' Tüngeda und Wangenheim ging dem Einwohner Christian LeinhöoS aus Gotha der mit Holz beladene Wagen über die Brust, so daß L. den Berletzun gen erlag. Die Feier deS 100jährigen Bestebens der Erziehungsanstalt Schnepfentbal" in Friednchsroda ist glanzend ausgefallen. Bei einemgroßen Brande in Neustadt a. H. würde der Obersteiger Glaser Koch tödtlich verletzt und 7 Personen wurden von einer stürzenden Mauer erschlagen. f Gebeimrath Moritz Seebeck in Jena. Die Fluren in Ehrenberg," Siegnitz Grimmelshausen, Borstadt und Kl.-Bessra sind von einem Hagelwetter in verbeerender Weise beimgesucht worden. ' ' ' Hessen.Vmftait. . . j.c, r . . , De Frequenz der Hochschule in Gtepen betragt im gegenwärtigen Somnemme.. ?Ä Wn 49a m ÄÄ-." ggS'KÄ dch Blitzschläge beschädigt und auf dem Bergwerk bei Großlinven 3 Arbeiter ge-tödtit.-Direktor der Realschule inGwßUmstadt ward der Lehrer an der Realk,.s. ; ,css,nk r? p7 ri,rs. iwuiv w 1 1 viivMwi v ivv. wi Maschinmfabrikant Ludwig Akiter in Mud der lOberstlinitenant dn avv,r! s't, Cnwfcro? 1t I WilVHtiilVtt WM V V. JVIIIVHH' A I I 9 V i vgj) ',; . Lönkgrtlch Lavern. - - t - Universitatsprofessor Dr. August' v. grüner,. Fram Ära v. Reinstein, der ;ar tltu irJ Gr; isu' tinivU.Hivi'Ii1 . n jmiiu-n ti vv on' einseassie ' A. Rudolf mit der Kasse hurchgebrannt. - Das Magg'sche Gastu.,.. tr&ttn m. Cf.rltattfstatillZ in 91?ri(it I vwuv ia v"U vm fert m to0 München für 39,000 I)!.I Ir'UUV H ji kiy UUiV VVMU'11V vBei Mitterleich ist der kgl. Forstgehilse I fihr. Zürnet von tmem Wilderer errissen worden.-Acht Leichen von Mit' ;.ü Ti..r;M., t5.;:.,z?,:s:. r, ' l' 4 u.) i viv .tv iv vun vnv vo .ivHtwi toUtbe Tcgernsee - ichcrsuhr,. - Cr11WknXI(tr W.ift.rsr nCT..ttnsnr I VV UUVVIVUilVUk V( kVnVV HliViHMIW'V c der Bahnstation Ung. IHW kHmiliivttwtiiii I. v.v Sttiindarbabn projektirt, von der man roßeVrrtheile für die wirthschaftftUtftnto Yl5ts (nftTor tinS svrnts vv ihv ' 1 I Austel. Schmied aus Lösmk wurden als Sattler die Mörder des .Sattlergesellen Kurze von Wiesbaden verhaftet. Den Schriftsetzer . Demhöfer von Jngolstadt- fand man ertränkt, vor. Der Gütlerssohri Zvranz Hilmvel von Schillwitzhausen tödtete den . Dienstknecht Andreas Strobel von Menning. 1' Der Abgeordnete Ländkreises' ' Würzburg, ' PostHalter m&: Vollmuth- n - SurtfattfcnA In Heidingsfeld wurde der berüchtigte HalsAbschneider Bamberger .weaen Wuchers Wegen Attlchstlschung erhielt der Oekonom Adam" Schräg von - . v I r i i s?vtk i rt (2ZAitntn1wA ' fAltt I iiv v in vwivMiirnmw. xvi iivn c.is5 ..7 fcnnVt I W L) I J v " ivvii wv.viv.. ra,m7rf ling, StoffenPolling, Huglsing, Fichs und die Schongauer Gegend.
Weih- kett vcyanoelle.ÄUch . .Nlilnerrn von Martbosf.schlon sie eine 'w?nit i.!onmä'
aus den faV, . r..;zche Freaud1chast. 2a .Meist:?
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, daß sie gestört werden I ' . , I
Königreich Sörnemverg. Drei in Amerika lebende Boleimer haben ihrer Heimathgemeinde eine Ausruferschelle" geschenkt. Dieselbe trägt die Aufschrift Aurora und die Namen bei Stifter : I. Werner, G. Schwarz und M. Benz. Die von ihrem Manne getrennt lebende Ehefrau Lene Wick aus Eningen u.A. wurde wegen Kindesmords verhaftet. Die Fluren im Lenthal und im Remsthal haben durch Hagelschlag bedeutend gelitten- Der Stadtpfleger in Herb wurde - wegen Unterschlagung verbastet, Der Güterbeförderer Zwicker in Äurrhardt erhielt von einem Geisteskranken tödtliche Verletzungen. Regierungspräsident Emil v. Äcajer und der Gasanstaltsdirektor Otto Kreuser in Stuttgart ; zu Eanstatt Pfarrer A. D. K. Dieterich ; zu Heilbronn Kaufmann Ludwig Merker und zu Tübingen Oberamtsbaumeister C.Rinkert. Zu dem 20. allgemeinen Liederfest. in . Ulm, . sind 82 SäNgerdereine angemeldet. . eZroßderzogtdum Baden. 1' Rechnungsrath Kappel in Karlsruhe. Drei Schwarzkünstler in Karls
ruhe, Mayer, Sindel und Roth feierten ibr öttjahnges Dienstiuvtlaum. Der Personalbestand der Universität Freibürg in diesem Semester ist : Jmmatrikulirte Studenten 9Z3, Hospitanten 134. Zusammen 1057, die größte Zahl seit ihrem Besteben. Die UniversitätHeidelberg zählt 989 Studenten.-iGeh.Hofräth Bezirks arzt Gustav Schmidt in Konstanz. Bei Gelegenheit eines Ausflikges ereilte den Kaufmann Alois Bubser in Meßkirch der Tod. Billetausgeber Weber in Zusenhofen feierte sein 40jähriges Dienstjubiläum. Wegen fahrlässiger Verletzung der Eidespslicht erhielt der Landwirth G. Baas von Legelshurst i 6 Monate Gefängniß. Die Tricotweberei von Jaques Schieffer in ötadolszeU wird mit elektrischer Beleuchtung versehen. flul ber ihiiijsaJi. Dem verstorb. Prof. Georg Weber ist in seinem Geburtsorte Berg;abcrn ein Denkstein errichtet worden. Das GastHaus Zum Salmen" in Germersbeim kaufte der Bierbrauereibesiler Wilbelm ! Schmidt für 2.,000 M. Das Aull'sche ! Gut in Freinstein ging uni 61,000 Tl. ! an Herrn Kaufmann von dort über. Die 20jährige Tochter des I. Metzger in ; Landau hat sich erdrosselt. In Weiden-: thal wurde Bürgermeister Math. Lay . wegen Unterschlagung, von seinem Amt entlassen und an dessen Stelle der bishe-; rige Adjunkt Math. He'ntz ernannt. Wegen Unterschlagungen erhielt der frühere Gemeindeschreiber Karl Rohr von , Großbundenbach 9 Monate Gefängniß. ' Slla?.okyrlnen. Auf der Fahrt nach Knöringen stürzte der Ackrrer Jacob Weßpijser vom Wa-; gen und starb an den Verlegungen. ' Der berüchtigte Militärbefreiungsagent Fr. Wilh. Gärtner von Frankfurt, wurde ; in Colmar neuerdings zu 2 Monaten , Gefängniß bestrast. Seine Genossen -Löch' und Frever ereilte dasselbe Schicksal. In Dkülbausen wird eine Frau-! enindustrie-Schule gegründet. Mecklenburg. t Zu Schwerin im Alter von 76 Jab-: ren Gräsin Melusine von Oeynhauscn, ; früher in Vrahlstorf, Ehanoineffe des ! Klosters Wennigsten. B ran d fälle: Zu Wahrsow im Fürstenthum Ratzeburg ; hat eine Feuersbrunst das Schulhaus ; bis auf die Ringmauern und die' bei i demselben befindliche Scheune gänzlich zerstört. In Konow bei Dömitz sind die ' Büdnereien der Einwohner Äö!k und Witt abgebrannt und in )!iendorf bei ' derselben Stadt 11 Gebäude. xnugre Saotf?n. ! f Holzbildhauer ouis Elmcndorff in ! Dresdett. Unter dem Verdacht, die an dem I! jährigen Schnlmädchen E. M. Gottlöber ausLangenwolmödorf verübten : Verbrechen begangen zu haben, ist in)t'eu- ! stadt bei lolpe.i ctn vom tilttar wegen Vergehens . auszestoßener Unteroffizier KiAmbiegel verhaftet worden. ?lcferendar Dr. jur. Felir Teichmann aus ittau wurde zum Bürgenneister in Wolkens'.kin erwählt. In Ehemnit) wurde die ÄZ:bm.tschinenfabr:k von E. A. Aue?bach durch Jeuer theilweisc zcrstört, in Langhenneredoif bei Freiberg die GeHöfte des Gutsbesitzers Lance und des Bergarbeiters Küttner, in Ältgfrsdors daö Wohnhaus des Großkirundbesitzers Gust. Schobel. in Pobersbau das dem Holzdrechs.ler Gotth. Äkorgenstern gehörige Grundstück, in Obercrderitz sammtliche Wirtbschaslgebäude des Lteudtner'schen Gesttäs'.. sowie die Häuser der Weber Eich'.er und Müller, in Tippoldisivalde die Maschinenfabrik des Eduard Mendc, in Bobeaneukirchen das Wohnhaus des Maurers Schmidt, in Sofa bei Eibenstock das Bechstein'sche Haus und in Niedcr-Lungwitz die Wirthschastsge'. bäude des Rcuter'schen Gasthofes. Braunschmelg. A,dalt. Lipxe. Der Bau des neuen Stationsgebäudes zu Kreiensen, für welchen 700,000 M. vewilligt sind, wird nächstes Jahr be- . stimmt begonnen werden. Pastor Braun zu Lobmachterscn feierte unlängst sein 'öOjährizes Dienstjubilaum. zu Oes: dorf bei Atolsen Landwirth Heinrich Schaper, Veteran von anno 1870. Hoden;overn. Das Landgericht Hechingen hat die Eheleute B. von Gaisweiler wegen versuchten und vollendeten Betrugs bei einem Brand, den Ehemann zu drei, die Ehefrau zu zwei Monaten Gefängniß verurtheil!. iZldendurz. Der Tischlermeister Busch aus Pans'oorf wurde in einem Brunnen verschüttet und erstickte. Der Süsclec Htf bei Eutin ist für 180,000 Mark an einen Herrn Plate in Hamburg verlaust werden. Freie ZtSttt. ' Herr Pollini, Direktor des Stadttheattt's zu Hamburg, hat Herrn Äkaurice für das Thaliatheater die Summe von 1,500,000 M. geboten. Maurice verlangt jedoch 2,000,000 M., dürste aber schließlich doch das Angebot Pollini's annehmen, zumal er demnächst sein 80. Lebensjahr vollendet. Auf Einladung des Hamburger Senats wird der Verein für Reform und Codisication des Völkerrechts! in London seine nächste Versammluna in Hamburg, und zlvar ! vom 19. bis 23. Auguste abhalten.
Der mit Mineralien beladene von Ergastoria kommende Hamburger Handelsdampfer Prinz Friedrich Karl" ist. Wie aus Antwerpen gemeldet wird, in Folge, eines Zusammenstoßes mit dem von Hambürg kommenden Kieler Dampfer Bahrenftld" gesunken. Der aus Vreslau gebü.-tige Schuhmachergcselle Franz Lachmann versetzte auf offener Straße seiner 18jährigen Geliebten, dem Dienstmädchen Hermine Rösberg, zwei tiefe Stiche in die Brust und drei in "den Rücken. Eifersucht oder verschmähte Liebe sollen die Motive sein. Durch Kentern des Vergnügungsbootes Mimi" auf der Weser haben der Schlafbaa? Johann Siems aus Geestemünde und der Elgarrenmachcr Georz Frcrichs vom BremerHafen ihren Tod gefunden.
Schwekz. In Bern soll eine Drahtseilbahn aus' dem Dalmazi auf die Höhe der Stadt' gebaut werden. Der Männerchor in Nheinseldcn beging seine 50jährige Jubctseler. Für das Zschokke Denkmal in Aargau sind schon über 7300 M. einze-' gangen. Die barmherzigen Schwestern' in Jngcnbohl kauften dasSchloß Uebertorf; um eine Privatanstait für zaubstumme katholische Mädchen und Knaben darin einzurichten. Lehrer Bigger in Vilters, der mit. 14 Schulmadchen unsittliche Handlungen getrieben, 'erbielt 7 Jahre Zuchthaus Aus der Strafanstalt Tobel in Thurgau sind der Raubmörder Faschian und der Gewohnheitsdieb Studer entwichen. Ein furchtbares HagelWetter richtete über den 'Sihlwald bis nach Thalweil große Verheerungen an. Auch Oberrieden und Erlenbach wurden davon betroffen. Eine ganz außerordentliche und abenteuerliche Fußtour hat dieser Tage ein Hund gemacht, welcher am 2. Juni per Eisenbahn von Hamburg in Aarmen eintraf, aber bereits am folgenden Tage wieder ausrückte und spurlos verschwand. Nach drei Tagen fand der frühere Besitzer in Hamburg daö arme Tbier ganz abgemagert und halbtodt wieder auf feinem Hofe vor. Der treue Phylar hatte den Weg von Barmen nach Hamburg ohne Kompaß und Karte und selbstredend ohne Mitnahme von Geld oder Frcssabilien" in drei Tagen und drei 'Nächten zurückgelegt. Wie hat nun das Thier den Rückweg nach Hamburg gefunden ? Man nimmt neuerdings an, daß die meisten Thiers mit einem gewift sen Nichtungssinn ausgestattet sind, der mit dem sogenannten Ortssinn nicht zu verwechseln ist. Der Nichtungssinn befähigt die Thiere, sich überall ohne Wei teres zu orientiren, auch wenn Auge und Ohr dazu nicht ausreichen. Nur so ist es zu erklären, daß Brieftauben, tvelche in einem Käfig eingeschlossen, mit der Ei senbahn nach einem weitentsernten Orte befördert tvurden, tocnn sie dort in Freihcit gesetzt werden, sofort auf dem geradesten Wege nach ihrer Heimath wieder zurückfliegen ; nur so sind die nach bestimmter Richtung hin unternommenen Wendungen der Zug- und Strichvögel zu erklären, die immer wieder ihre gewöhnten Bnitstätten aufzufinden vermögen;" nur so die ähnlichen' Wanderungen der Fische, das Umhcrschwärmen der Arbcitsbienen in weiter Entfcrnuna von ihrer Zellcnstadt, ebenso der Ameisen und so fort. Bei den Ä!cnschen ist durch die Kultur der Aichtungs- cder Orient! rungsstnn verkümmert, doch hat man bei Steppenbewohnern denselben noch wiederholt, und zwar in hoher Ausbildung beobachtet. D ie europäische Polizei und der Anarchismus. Die ultrareaktionäre Berliner Krcuz-Zcitg." schreibt: Es ist heute schon aktenmäßig erwiesen, daß die anarchistische Bewegung theilweise von der europäischen Geheimpolizei künstlich genährt worden ist ; jede Regterung, joelche sich an ihrem Theil von diesem Verdacht reinigen kann, sollte es doch je eher je lieber thun." Alles das ist sehr natürlich. 'Geheimpolizisten sind Geschäftsleute, im andere auch. Will das Geschäft nicht von selbst gehen, so muß man alle möglichen Mittel anwenden, um cö gehen zu machen. Und so ' wird es denn gemacht'. G eseguete Wobltbäter. Att ein a's berühmten AerzikN uud Clzcmi. kern bepthttder Nath lz Entdeckung nachte, 5 aß durch Mischung einiger wohlbekannter verlhvoller Heilmittel die ellerwukd ervollste llrznet erzeugt wurde, welche eine solche Menge verschiedener Kraulheiten zu heilen irn Stande sei, daß beinahe alle anderen rzneieu überfliis. sig würden, bezweifelten dieö Viele, aber der Beweis ihre Werthe durch thatsächliche An. Wendung zerstreute jeden Zweifel, und heute sind die Entdecker jener großen Arznei, Hopfen VitterS, als Wohlthäter bcn Allen geebrt. Dieses SittcrS ist zusammenaesct aus Hodfen, Buchn, Mal), Wolfökirsche, Löwenzahn und anderen ältesten und besten Heilmittel der Welt, und ist der größte Blutreiniger, Nieren und Leber-Negulator und Leben und Eesundhei Wiederbringer. Kein Leiden, wo d iese BUter gebraucht wird. Was auch immer die Clzmdtome sein mögen welcher Art auch die Krankheit und Veidcn sind' gebrauchen Sie Hopfen.Bitters. Es rettet Ihnen das Leben. Hunderte sind auf diese Weise gerettet worden. tT $500 werden für jeden Fall bezahlt, wo das BitterS nicht hilft oder keilt. !3ch litt lange Jahre an schweren Nieren und Leberbeschwerden, bekam düvneS Blut, war schläfrg und matt, konnte kaum herumkriechen, war mit einem Wort ein alter gebrechlicher Mann und konnte nichts finden, das mir half, bis ich Hopfen'Bitters gebrauchte, und mich stjft wie neu geboren finde. Mein Blut ist rew, dte Nieren sind recht, und ich bin wieder so kräsHo :xic ein Dreißigjähriger, obschon ich 72 Jahre zölle. Vater." Zehn Jahre lang war meine Frau an's Bett gefesselt, sie litt an einer solchen Mengt. Leiden, daß kein Dölter wußte, was ihr fehlte, und ich warf ein kleines Vermögen für allen möglichen Humbug und Stoff weg. Vor circa 6 Mona teu sah ich eine Ver. Staaten Flagge mit Höpfen.Ditters darauf, und ich beschloß neck ma!s zwei Flaschen zu kaufen, und jetzt tst sie so wohl und kraftig, als irgend eines Mannes Frau und dies wurde ir.it wenigen zwei Dollar erreicht rnx .i ! (rn'i. l. iinrnir. tjui.ii. A. SCHMIDT'S Buch- u. Zeitungs2l g e tt t u r. No. 113 Groor Strasse. 3nbtanoolll. 7 Ale ÄusttZee erdeu fntS unk ränttliH Itjorjt. lpÄcherblttig nd schön gebuuden.
