Indiana Tribüne, Volume 7, Number 263, Indianapolis, Marion County, 10 June 1884 — Page 3
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Oliicacro, St. Louis and y rittwlur Hn.llroa.cl. X 8ü-?ölilf für durchgehend, und Lokal.ZSge. rsn. Kttr. iS83 an: tq ptTU n cctUnto- JnM.il.. 8 folgt:
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Kt Ost ' v 4 Httv lIlMl'H! .g-j ant .a ''itnaii 6 er. Slaaleu 5r??nal . QxuuuX -. ttifU-ato rau, ' Aesängn'k 12 ?o.? Schlauch-Sau. Oft Ö4ltMitoftrai. H j iToriet un Str. 14 CfcU 5 t'V ' jjanjljiid noijf enbU 5tr. 92 ertia nnd orgia Ltrake. l-Z-X Pnval'Slk"! i-2-1 Und asten wiederholt.,,...,, lar. Signal süreuer.Tru?. ''.ei Schgk. trei SlZge. Druck ab. KS!,Lch?se. NUhr Vitt.a.
Goldene Verge.
Roman don M. 6 lt o n. (Fortsttzung Ulll llvlUvl lU'ltivUtl miK.i .V-'vl liu tA 4 r. fi. . ci jt hinter bem Hause an bcr.x Weinberg her, und unter den hohen 3!osenstämmen, die ! 'r.' erzi..'.! . oten des Somniers in duf- ' i:cr 'raä't aussandten, bewegte sicl? . l .iJXU'ti. Das Geräusch, da-i !lo,c.t S Tritte verursachten, rief da5 jn ae d en in d.n schmalen Weg z;ui n : er ih n mit hochaerotl?eU:n ei.e.n hellen S.rahl der Freude in den großen blauen Augen. Sie reichte ihm die Hand ; er aber umfasste sie und drückte einen Kuff auf ibrcn Mund. Nicht, nicht Robert," flüsterte sie erschreckt und wand sich aus seinem Arm. Wenn man uns sähe, was würde aus meiner Stellung?, Llls ob ich je an Deine Stellung gedacht!" rief er aus und versuchte, sie wieder an sich zu ziehen. Und sind wir nicht Verwandte? War Dein Vater nicht ein Vetter nteines Vaters.? Ei nun, die nahe Verwandtschaft berechtigt zu einem Lkusse. Aber la?i am3 hinaus gehn, dieser spannenlange Garten am Fuße des Berges benimmt mir den Athem." Ich thue es nichtigern, Robert," stgte sie zögernd. Die Besitzerin des Hauses, is unten wohnt,' treibt, glaube ich, die Diskretion nicht so weit,.daß sie nicht von Deinen Besumen in meiner Wohnung spräche. Ist Dein Bruder Bernhard nicht eine solide Ehrenwache ?" fragte er und lachte. Siehst Du, ich bin schon im Hause, olge oder folge nicl't, Bernhard ist ja ?ben." Sie folgte ihm die enge Treppe hin auf. Er trat in ein großes, freundliches Zimmer, von dem man eine berrliche Aussicht auf die Mosel, in der sich der Vollmond wiegte, und auf das gegenüber liegende hell beleuchtete Dorf hatte. Von 'tofm Mondlicht beMetten) macbte es mit r.: ... : rvt'.. ' r r seinen drei, von dem stolzen, schönen j -trome be'pülten weiten gan; den Effekt ' cllK"ci: .' . ! Das it wunderschön, Ellje," jagte Robert und trat an das offene Fenster. ! ..Wie still das Dorf da drüben um die höher gelegene Klrche ,.ch recht. ch glaube, das; das vor nur noch kein Mensch veiouiiveiic ; iver vm cenn t'ler inn für Jtatnrschönbeit V' . k...., . -A. l . I W - I 7 - 1 Meinst Du, bieie Aussicht hätte mich ff V V V V V dH i;'MUV 11t IU' mtrngezöcxn?" frägte sie, und trat zu ihm änS . Fenster. Als ich vor zwei '"c.tfcrvrt fiirfiir f.mi unS .y .in imtli't ist irf ! jy' IHt't .. HIIV JV4J MIIVJ444M4IVY Wär, sobald ich die Wohnung meiner
Vorgängerin gesehen, da blieb ich hier wird mir die Gegenwatt so süs;, so Mtvor drem emjamen Hause liehen, ent- zwerth. Der Tag, an welcbem ich zuckt von der Lage, und war ttlcht eher Dich zum ersten Male sah erinnerst ruhlg, bis mlr dle Eigenthümer einige ! Du Dich, eines Sonntages vor drei MoZimmer abtrat. : nten beim .Ninausaeben aus der iirck'e?
Das ist unbegreiflich', wie sich Dein prosaiss Metier und die Poesie dertragen," sagte er und sah ihr zu, wie sie die Lampe ansteckte. Dies Zimmer ist angenehm. Du hast es für die Verhältnisse ganz geschmackvoll eingerichtet, ganz komfortabel. Nur eins ist mir in der Seele zuwider: dieser Stoß Schreibhefte. Das riecht nach der Schule, nach den schmutzigen Stuben der Bauern, nach Knaster, nach Allem, was meine Geruchsnerven beleidigt ; trage die ekelhaften Hefte binweg, Bernhard." Der Blödstmilge, der in einem Winkel yesle M oas 'jiepenztmmcr. Du mukt kem so verdrießliches Ger . . t. s f sicht machen, Lieschen, z-tthe, dasind die Untugenoen des Großstädters. Lae mich er,t heimisch aus dem Gute mel - nes Onkels werden, und Du sollst .e - 5, wie werden. Es verdrießt mich, daß Du eine Dorfschulmeisterln bist ; ja Lieschen, das kränkt und verdr:er.t mich ; Du verdienlezi es lPiiimwinr., chic grosie xaine sein." Sie sah iyn traurig mit den klaren blauen Augen an. JDm t nicht freundlich, was u mit da sagst," flüsterte sie. Ach bin dem lieben Gott dankbar dafür, das; er mir diese bescheidene Stellung gegeben hat. Was wäre aus nieinem Bruder Bernhard geworden, wenn ich ihm nicht ein Heim bieten könnte ? Und mir ist die Schule lieb und werth, und ich fühle mick glücklich unter den Kindern." Ta ist nicht wahr und das bestreik' ich ganz bestimmt," sagte er neckend, und ?:'g sie auf das mit Blumen umgebene lleineSopha. Soll icb schlafen gehen ?" ' fragte oer Blödsinnige aus. ,nem Versteck her. aus. ,Rini, Bernhard, bleibe noch ein i?ieria. wenn Tu nick't zu müde bist," sagte irliic letz! laust und Nickte ihm freundlich . . iu. aß ibn doch gehen," flüsterte Robert. Er mag sich ausniben, weitn er müde ist." Rein, er soll bleiben," antwo.'tete sie freundlich, aber bestimmt. ,.Wie geht es Deinem Onkel? W'.e beindet sich Fräulein Martha ? och be- ! i louudere .'antags m der Kirche ihre ! Schönheit u,id ihre elegante Toilette, ! Sie ist eigentlich in ihre; Vaters Ab ,. j . I . il ' 4. ? ? toesenoeil recr auein aus oem cinsamai Gute." Bin ich denn nicht da?" fragte er i t 7 . h 7 ... ! , und sah Elise yroß an. Du kannst Mir i glanbe.,,.daß sie mich mit einigem Ver- ' gnü.gen kommen sieht, wenn ich gesonnen ! bin, ihr einen meiner wenigen freienAu- ! genbllcke zu widmen. Wer weiß, was i geschehen wäre, wenn ich früher gekoui,nen w.ire, ehe die :ilommelshausen unc ie Turand auf dem Schauplatze erschie uen. Sieh mich nur so verblüfft an, Lieschen, es giebt mehr Leute wie Du, die mich nicht so ganz übel sinden. Aber erschreck' nicht,Kind, es hat keine Gesabi. Seit lMe" Abend scheint mir die Sache mit dem 'Franzosen entschieden. - Siehst Du. es ist mir lieb, wenn die Geschichte sich einmal auf die eine oder die andere Art entscheidet. Ist Martha einmal vep beiratbet,' wird mein Onkel nicht allein auf dem Güte- bleiben. Er schenkt ihm ohnedem keine rechte Aufmerksamkeit mehr, seit er das Geld so leicht mit fei -
hinter nnem Blumentische voll schöner, ! tetcft mich den weiten Weg bis an meine üppiger Pflanzen gesesten batte, kam zum ! Wobnung. Sä'on als wir an der Thüre Vorschein und trug gehorsam die Schul-, rtWfnmmi'ii w.i'r.',,. ittrt ?, Du" :n
ncr yaont vcroicnr. Ohne mir zu schmcichcln, kann ich behaupten, daß ich ein größeres Interesse an seinem Gute neh mc, wie er selbst. Es weist Alles d rauf bin, daß er mit dem Gedanken umgebt, cö zu verpachten. Wer wird der Pächter sein? Der, der sich am meisten darum kümmert. Meine Mutter will
Alles, was ihr einziger Sohn will. Nur in der Wahl meiner zukünftigen Frau bat sie ibre eigenen Ansichten. In Ham
burg fand sie nichts, was gut genug für mich war; Du weißt ja, nultterlichc Sckwäcbe. Bin ich aber einmal provisorische? Gutsbesitzer', so hoffe ich, wird cö mir nicht schwer verdcn,'mcine Mutter zu überzeugen, daß keine Andere, als unsere Verwandte Elisc Hoßmann, zu meiner Frau paßt." Elise schmiegte sich an ihn und sah ihn mit glückstrahlenden Augen an. ,.'tbcr eins, theurer . stöbert, eins mußt Du mir gewähren," flüsterte sie ganz leise, nicht wahr, Bernhard tann ,nit mir gehen? Es wäre ihm und iuir schrecklich, wenn wir uns trennen müßten. Ricbt wabr. Du bist gut und erlaubst cs ihm ?" Dem da ? Meinetwegen; er muß uns aber nicht immer auf dem Nacken sitzen, wie hier," gab er gleichgiltig zur Antwort. Wie trübe und glanzlos dachte ich mir die Zukunft," fuhr sie mit schwärmerischer Innigkeit fort, als ich neben ihm bei der Reiche unserer guten Mutter stand. Was konnte die Wittwe eines Beamten ihren Kindern hinterlassen? Das Wenige, was bei der Versteigerung herauskam, nabm icb, um cinestheils Bernhard's Kostgeld für zwei Jahre -,u bezahlen, mit dem Rest machte ich so eilig wie möglich meine Studien als Lehrerin. Als das Examen abgelegt war, und ich hier meine erste Stelle antrat und für mich und den armen Bruder wieder ein Heim gefunden, da habe ich in einer SommerÄ!ondscheinna'cht vor Freude und Entükken kein Auge geschlossen. Es war wie in dieser Nacht, mein Herz erfüllten Dankgefühl und Jubel, wie jetzt, wie in diesem Augenblicke." ext faltete die ände und fah zu dem vollen Sternenbimmel binauf un'd wieder ... s,m ftissm. tirStt G?trnm. in .t WH ii.ii Sterne binunter zu regnen sck'ienen-. Alles wogte in Lichtstrablen und Alles atbmete in grieben. Warum be'sck'worst Du solck' traurige Bilder berauf, wie Tod und Armuth? Das mur.t Du nicht, Liessen, das verdirbt die ' , gute Laune-," sagte Robert, und beschattete ihre Augen, die immer noch am das Wasser sahen, in dein eS sich wie spielendes (old bewegte. Das sind Bilder, die ich so gerne herausbeschwöre," sagte sie mit leuchtenden 9sifrtf,v r.W"!rV im VSmMisfV mif ii Tu standest da und erwartetest Fräulein Engelhart, und als Du zu ihr getreten warst, sah ich, wie Du eine Frage an sie richtetest und nach mir deutetest, als ich eben aus der Kirchenthür trat. Und da kamst Du mir und sagtest: Habe ich nicht das Vergnügen, Fräulein Hostmann, meine Eousine, vor mir zu sehen ? Sie haben vielleicht von Robert Brückner aus Hamburg sprechen hören, und sreuen würde ich mich außerordentlich, wenn Sie mir die Rechte eines nahen Verwandten zugestebcn wollten ! Und da reichtest Du mir die Hand und beglei i m'tx und warst lieb und gut geqen Bern- ! s. der an der 3W stand, lind einen z Monat später, als ich Abends bei der Z au des vorigen Lehrers gewesen war ; unb schnell den einsamen Weg zu meiner i Wobnung zurücklegen wollte, da tratest ersten dicken Ntchbaum j und fragtest, ob Du mich begleij tcn dürftest. Das Herz schlug mir laut ! und auch Tu warst schweigsam, und als wir uns trennen mußten und ich x schnell die Hand reichen wollte, da sagtest Du mir ein Wort, das mich mit einer solch unermeßlichen Seligkeit erfüllte, daß ich glaubte, mein Herz müsse springen vor Glück und Wonne. Und nun bin ich glücklich, ganz glücklich, mein Robert ! Es giebt der glücklichen Tage nun so vicle, daß mein Kalender nicht Raum genug hat, sie alle zu martiren. Sich hier. Lieber," sagte sie und nahm einen zierlichen Kalender von der Wand, hier stehen sie alle, die denkwürdige Tage, vom ersten Begegnen bis zur Stunde, wo ich mit einem' rothen Kreuze Deinen lieben Besuch bezeichnete. Mag man denn darüber svrecben. dar. Du Herber summst: wenn wir einmal vnentlick den i .,nser Glück ;eiaen dürren, dann hat Riemand mcbr etwas darüber zu sagen." : ; u- o i ' - - Kebre Dich dock' nick't oaran, was I m V M. V m k. 4. ' , t, ktllllll 4V 4 bic utr sagen. Ich sifce allein mit luattha ;usammen, wann es mir anfallt; und bist Tii nicht auch meine Eousine? Aber ich wollte Dir es schon sagen. Tu könntest Martha einen Besuch machen ; ich fände dann, loeiin Jbr Euch ein toe- . t..rr... t i i .i .! " ' t . uig oesser rennen ternier, vleueiar osiers Abends Gelegenheit, Tich vom Gutenach Haust zli begleiten. Willst Du, Lies1 V i ' das werde ich nie wagen, Robert. Denke dock', sie und ick ! Herr Engelbari . . . ' . J '' V4 4 art j ist ein stolzer Mann, dessen Vermögen nach .Uiilliciieu zählt, was sollte die bescheidene Schnllebrerin in dem vornebmen Hause Das ärgert mich, das bringt mich auf, Elise," rief er jetzt ungeduldig. Stelle Dich doch nicht so tief. Was geht uns Herrn Engelhart's Vermögen an ; was liegt uns daran, was ihm die Fabrik einbringt? Martha wird Dir schon artig begegnen, dafür laß mich nur sorgen. Mache nur etwas Toilette; Martha siebt darauf. Wann wirst Du bingehen?" Wenn Du es haben willst," antivortete sie ihm milde. Wir sprechen noch darüber. In der Äürze wird es vielleicht viel Bewegung zu Haufe geben wegen des Franzosen; wir tverden weiter darüber sprechen. Gute Nacht, Lieschen. Komm, begleite mich noch ein wenig, der Maiabend ist so berr-lich."
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.DaS darf ich nicht, Noberk," wandte sie schüchtern ein. Ich will Dich begleiten. Vetter sagte der Blödsinnige rasch aus seiner Eckt hervorsprang. Danke, allzu freuiidlicher Vetter; geh, lege Dich schlafen," antwortete Robert geringschätzend. Sei doch gut gegen ihn," flüsterte Elise ihm zu und warf ihm einen bittend-vor-wurfsvollen Blick zu. Du willst mich nicht begleiten?" fragte er und zündete seine Eigarre über der Lampe an. Gute Rächt, Stöbert, ich wäle verlo-
ven, ich kann nicht," erwiderte sie traurig. Du liebst Deine Drei - Pfennigstelle mehr, wie Du mich liebst," sagte er und ging der .yur zu. ! Sie eilte ihm nach und ihre Arme leg- i ten sich fest um seinen Hals. Sei mir nicht böse; Tu weißt es nur zu gut, da ich Dich über Alles liebe," schluchzte sie an seinem Halse. Der Blödsinnige stand dabei und starrte theilnahmloS auf die Gruppe. Sie ging ans Fenster, als er das Haus verlassen hatte; sie sah ihn in dem Wege, der nun im Schatten lag, verschwinden. Ihre ?lugen erhoben sich zu den Sternen, ihre Hände falteten sich und sie betete leise. Als sie das Fenster schloß, waren die Spure der Thränen verschwunden und die ruhige Heiterkeit lag auf ihrem Gesichte, die diesem Gesichte einen besonderen Rnz gab. Die klaren blaueil Augen strahlten so ruhig und das zarte Gesicht drückte stillen Frieden aus. Sie hatte etwas ungemein Sympathisches und Rührendes in ihrer ganzen Erscheinung und man fragte sick', wie dieses kleine sanfte Mädchen im Stande war, die wilde Bande der kleineren B4iuernkinder im Zaume zu halten. Und doch ging Alles gut. Wenn der Schulinspektor aus der 'Stadt kam, die Schulen zu besuchen, dann zitterte wohl die kleine Lehrerin, wenn er in ihr Schulzimmer trat; aber wenn er es verlies!, dann klopfte ihr Herz vor Freude. Der gute Mami hatte immer ein freundliches, anerkennendes Wort für ihre Leistungen gehabt. Rur das that ihr loche, das; der, den sie liebte und den sie in freudigem Erbittern ihren Verlobten nannte, ihre Schule, ihren Ruhm und ihren Stolz verachtete. Sie war ein 5tinb, unerfahren, unbekannt mit der Welt, den Matschen. Ihr Leben war auf den Schulbänken dahingegangen, sie wusste nichts von Bällen, nichts von Vcrgnügungen ; bis vor einigen Monaten hatte sie keinen anderen Ehrgeiz gekannt, als den, eine tüchtige Lehrerin zu sein und ihrem Bruder das' Leben angenehm zu machen. Sie dachte an alles dieses und' an die Zeit, die nun gekommen war. Zerstreut beugte sich ihr Gesicht über die unförmlichen Buchstaben in den Heften vor ibr. Auf dem Gute kamen täglich Kisten von enormer Schwere an ; der Gutsbesitzer sah in eigener Person dem Oeffnen und Lluspacken zu und rieb sich vergnügt die Hände. Erräthst Du etwas, Martha ?" fragte er in besonders guter Laune, als sie mit Staunen die Ankunft der Kisten betrachtete. Sie schüttelnden Kopf und ging in das Haus. Ein allerliebstes kleines Zimmer, hinter dem gemeinschaftlichen Wohnzimmer, war Martha's Boudoir. So nannte es ihr Vater und hatte das Plätzchen mit tveicheii schwellenden Möbeln, die mit hellblauem schwerem Seidendamast, in den bunte, in den brillantesten Farben schimmernde Blumen eingewirkt waren, ausgestattet. Reiche Gardinen und Portieren von demselben Stoffe fielen zur Erde aus weiche Smyrnaer Teppiche. Hierher ;og sie sich so gerne zurück ; sie erfreute sich an den Blumen, die der Gärtner täglich erneute, und sie nahm ein Buch und drückte sich in eine weiche Ecke und vergaß ihr Allanfem und ihr freudenloses Leben. Hierher dufte ?!iemand koilimen, sie aufzusuchen, ausgenommen ihr Vater. Und das sah er so gern z er weidete seine Augen an der reichen Pracht des kleinen Salons, er bewunderte die eigenartige Schönheit seiner Tochter, -die wie eine Odaliske müßig auf schwellenden Polstern ruhte. So gesiel sie ihm, so erschien sie ibm als die Verwirklichung seiner Wünsche. Seine Martha musste eine große Dame werden; er konnte ihr dies nicht oft genug wiederholen, daß sie sich von der Sorge um das Hauswesen ganz fern halten müsse, da er ihr außerdein Beschäftigung genug verspreche. Es war ein schönes Reitpferd für sie angekommen ; sie fuhr wöchentlich einige Male zur Stadt, um Reitunterricht zu nehmen, und Herr Engelhart war entzückt, daß seine Tochter sich so wohl in die Rolle einer reichen Erbin fand. Anfangs beschlich ihn ein gewisses Misstrauen, als sie mit so großem Eiser den Reltunterricht nahm. Sollte dieser Offizier, der sich so sehr um sie bemühte, ihr vielleicht in der Stadt begegnen und alle seine Pläne durchkreuzen ? Verbieten durfte er die Besuche Herrn von Nommershausen auf dem Gute nicht. Er kannte seine Dochterhätte sie nur das geringste Interesse für ihn gefühlt, so wäre seine Einmischung ein Grund gewesen, daß sie wärmer für ihn gefühlt'hätte. Es waren ihr im Le ben keine Wünsche versagt worden, Vate? und Vkutter hatten gewetteifert, sie zu verwöhnen. Mit Bangen und Zagen kam Herr Engelhart so manchmal aus seinen Freund Durand zurück. Sie kannte ihn schon seit Jahren und äußerte sich nicht über ihn, wenn et ihr die ver bindlichsten Artigkeiten sagte und seine Augen jeder ihrer Bewegungen folgten, sie äußerte sich nicht über ihn, als ihr Vater ihr ein Jahr vorher schon Monsieur Durand's Absichten in Bezug auf sie mit Zagen offenbarte. Ich will mich noch nicht verheirathen," war ihre kurze Antwort, uild ihr Vater glaubte bemerkt zu haben, daß ihre Lippen tief erbleicht waren. Auf den dringenden Wunsch seines Freundes hatte es Herr Engelhart gewagt, Martha die Entscheidung vorzulegen. Die Sache war ihm nicht leicht geworden. Aus solch leichtes Nachgeben war er nicht gefat. Er tvar außer sich vor Freude. Sogleich lvar ein Telegramm nach Paris abgegangen. Der Kompagnon antwortete, er werde Sonntag darauf auf dem Gute von Mondorf erscheinen. Martha war davon benachrichtigt, der Neffe er-
r!elh Älle?) au? den Vorbereitungen, und so wußte cs jedermann. Schon seit dem
trüben Moraen war der Rene in aron Toilette und hoffte, daß der Onkel ihn auffordern würde, mit zur Station zu fahren, Herrn Turand abzuholen. Aber es' geschab nicht; Herr Engelhart gcib in großer Aufregung Befehle im ganzen Hause, Martha war nicht sichtbar. Unruhig versuchte Herr Engelhart einige Male, ihr Zimmer zu betreten und erhielt nur die Antwort : Sogleich, mein Vater !" Es War die höchste Zeit, er stieg in den Wagen, der längst auf ibn wartete und fuhr ab. Martba hörte den Landauer zurückkommen,siewarf einen schnellcnVlick durch das Fenster und erbleichte : der Mann, dem sie heute verlobt werden sollte, stieg aus dem Wagen. Wenn ich nur Hofken könnt?, mich an ihn zu gewöhnen," flüsterten ihre bleichen Lippen." Ich will ja so gerne d.'.s Opfer bringen, ich tvciß, daß es sein muß. ' Das sorgenvolle G sick't meines Vaters sagt mir genug ; er ist ganz in den Händen seines Kompagnons. Und nun will ich stark sein, cs darf ja 'Niemand erfahren, daß mir die Person des Äi'onsieur Turand abstoßend ist." reize.id, wie schön sie aussah! Das Opfer war dem großen Tage festlich g-s'rnit. Ein weißes Kleid umschloß ihren schlanken Leib; eine Fluth von Spitzen umsloß die anmuthige Gestalt und umgal? reich den cd:lgefo?mtcn Hals. Ein Sliails; blaßrolherZkosen gitterte an dem wogeilden Busen. Es war ein so herrlicher aisonntag, es regnete Blüthen und Blumen ur Eide und Martha slüchtete sich äg'Ukd' in den Garten. .Sicr in der Allee unter den alten lieben Bauinen wurde sie ruhiger ; sie dachte an ihre Mutter und sie wußte, daß sie mit ihrer Manha zufrieden sein würde. Sie sah ihren Vater mit Herrn Durand der Allee zuschreiten, sie ging ihnen entgegen und kein Zug ihres schönen Gesichtes verrieth ihre Aufregung. Herr Turand nahm M.irtha's Hand und ohne cinenAugenblick zu verlieren, sagte er mit sichtlicher Erregtheit : Ihr Herr Vater hat mich davon benachrichtigt, daß Sie einwilligen, meinc lauge gehegten Wünsche zu erhören und mich zum glücklichen Menschen machen wollen." Herr Engelhart trat zurück und entfernte sich in einer anderen Richtung, als Turand fortfuhr zu sprechen, und sah Martha's Hand in der seinen. Er durchmaß mit Sturmeseile den Garten und als er sich umwandte, sah er seine Martha am Arme Turand's die Allee durchschreiten. Gelt sei Dank '." rief er mit einem Austaf, als falle ein schweres Gewicht von seinem Herzen. Als das Brautpaar imSalon erschien, voar Martha sehr bleich; ihr Arm bebte in dem Arm des Bräutigams, aber auch er lvar ergriffen, sein Glück raubte ihm fast die Besinnung. Herr Engelhart schämte sieh nicht, als er seine Tochter umarmte, in die Spitzen an ihrem Halse vor Rührung zu weinen, Robert Brückner brachte durch seinen cercmoniellen Glückwunsch die so verschieden bewegten Menschen zur Besinnung. Er blieb bei dem lukulüschen Mahle aufmerksamer Beobachter und seine Eousine stieg außerordeutlich im Werthe, seit er die Ucberzcngung gewonnen, daß der Millionär wirklich eine heftige. Leidenschaft für Martha gefaßt hatte. Man erkannte den ruhigen, ernsten Mann nicht mebr, seine Stimme zitterte, so oft er Martha anredcte, seine Hand bebte,mit der er das Glas an die Lippen führte, und sein Gesicht wechselte mit jäher Nöthe und Blässe. Manivi' dunkle Augen erhoben sich nicht oft, ihre Stimme aber war ruhig und sie schieil :0uitl au dem Glück zu schöpfen, das aus dem Gesicht ihres Vaters strahlte. Ter Bräutigam verweilte so lange, bis ihn nach einigen Tagen wichtige Geschäfte nach der Fabrik riefen. Die äußetste 'Zurückhaltung seiner Braut entzückte ihn und brachte ihn zu gleicher Zeit ln Verzwclslung ; sinne Leidenschaft für das schöne, ruhige Mädchen schien noch zu wachsen. Seine unruhigen heißen Blicke ivcilten mit verzehrendem Feuer auf ihr, und die Leidenschaft wirkte verjüngend auf seine Erscheinung. Durand war kein schöner Mann; sein Gesicht war eher unsympathisch. lFortsetzung solgt.) Deutsche Local-Nachrichten. Vrovlnz Sachsen. In dem Dorfe Grabitz bei Weißenfels erschlug im Streite der Öekonom Ködderitsch seinen eigenen Vater. Kurze Zeit darauffand man den Thäter selbst erhängt vor. Der Kaiser hat als Farben der Provinz Sachsen Schwarz-Gelb" bestimmt. Wegen der Ermordung der Frau des Dreckslermeifters Zienau in Sudenburg wurde der ausMagdeburg gebürtige Drechsler Hermann Wittenberg, zum Tode verurtheilt. Kaufmann Nabert aus Nieder, welcher wegen Verdachts der Hehlerei in Halberstadt gefangen saß, hat sich in seiner Zelle erhangt. Während emes Gewitters sank auf der Elbe ein Kahn, wobei die Schiffer Förster und Elert aus Schönebeck ertränken. In der Mcrgelgrube an der Lust wurden die bei Gebr. Schuhardt beschäftigten Arbeiter Heinrich Nieboff und Einbrodt aus Wernigerode, verschüttet. Die günstige Lage der Hallischen Maschinenfabrik hat die Direktion veranlaßt, den' 470 Arbeitern eine Ertra-Gratisikation zu geben. Von dem Oberpostdirektor Nietschmann in Erfurt wurde der Postassistent MaxKramer, Lehrersohn aus Gräfentonna, wegen Veruntreuung zur Rede gestellt, worauf sich der 21jähnge Junge erschoß HssenDarmSadt. Der Senior der Sprachlehrer ln Mainz, Herr Saintonges, feierte sein 50jährigcs Berufsjubiläum. Die 13jährige Kath. Proßmannaus Freilaubersheim, welche versucht hatte, ihren Vater mittelst Phosphor zu vergiften, wurde,dadieselbe nachAnsicht desGerichtsHofes das Strafbare ihrer Handlung nicht erkannt hatte, einer Befferungsanstalt überwiesen. In Nackenheim hat ein Gewitter mit Hagel in den Weinbergen großen Schaden angerichtet. Feldschütze Büchner in Ober-Ramstadt slarb an Blutvergifwng. Die Gemeinde Zornheim beging hai 25jährige Jubiläum ihres Bürgermeisters Knußmann durch einen Fackelwa.
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Königreich Württemberg. Der verheirathete Sckondelicutenant H. Sceger vom 7. Infanterieregiment, bat sich in Stuttgart erschossen. Acht Offiziere des rheir.ischenUlancnregiments No. 7 haben einen Distanzritt von Marbürg nach Stuttgart in 2 Tagen zurückgelegt. In Bönnigheim, Brackenheim, Dürrenzimmern und Eleebronn grassiren die Pocken. Das landwirtschaftliche Hauptfest des Eannstattcr Volksfestes ist vom König auf den 27. September anberaumt worden. Weingärtncr Fr. Doll in Cannstatt hat sich wegen eines für ihn fi - f irr rs mi
ungunsiig aufgefallenen Prozesses erhängt. Gemcindcpflegcr St. in Ehingen wurde loegen Veruntreuungen und Fälschungen verhaftet. Wegen Belcidigung des badischen Landesherr wurde Student Emil Hartmann von Freudenthal zu 3 Monaten Hast verurtheilt. Den WildschützHonold von Jcattbcim fand man, im Walde erschossen vor. Nahezu 200 Turner des Keppler-, Na-gold-, mittleren und unteren keckargaues feierten in Ludivigsburg ein mit Wettturnen verbundcnesWaldfest. Sergeant Malitz vom Ulanenregiment No. 20 in Ludwigsburg hat sich erschossen. In Neresheim ' sind 22 Haupt- und Nebengebäude durch Feuer zerstört worden. Auf Anregung deS Kaufmanns Karl N. Büß hat sich in Rottenburg ein Schützenverein gebildet. Der Gesammt-Gemein-depfleger Abele in Rudcrsberg beging seine goldeneHochzeit. Die beim Brande im Ssnnenwirtbshause" in Schopfloch Umgekommenen sind die Frau des Taglöbncrs Sceger mit ? Kindern. In Smdelfingen wurde der PostVerwalter wegen Unterschlagungen verhaftet. Die Privatierswittwe Oestcrle in Ulm stürzte in den Keller und erlag den Vcrlehungen ; daselbst ertrank beim Baden Oberrcalschülcr Albert Hehr, Sohn eines Elfenbeinschnitzers in Geislingen. f Zu Heilbronn, Oberamtsarzt Mcdizinalrath Dr. v. Horing, zu Heimshcim der rcs. Stadtschultheiß Schorle, zu Eannstadt Pfarrer a. D. Roller und in Oberndorf der sog. Sandfricdcr. Königreich Bayern. Heftige Gewitter haben in verschiede' ncn Gegenden Bayerns großen Schaden angerichtet, so namentlich auf dem rechten Jsarufer in der Moosburgcr-Gcgcnd und bei Aibling. f In München Forstmeister Clemens Herndl, Chemiker Karl Albert Röckl. In Mistelgau bei Bayreuth Pfarrer Bönitsch. Wegen Gotteslästerung erhielt der Fuhrmann Lorcnz Kainz von Günthersäge .6 Monate Gefängniß. Der blödsinniae Josef Bott von Massenbach hat das sjährige Dochterchen des Schuhmachers" Dengler in Scuversholz mißbraucht und ermordet. t In Höllsorunn Pfaner Pittinger und Kooperator Elbs. Der Herausgeber deS Reichskobold" in Fürth, Adam Weber, wurde wegen Religionsschmähung zu Ih Monaten Gefängniß verurtheilt. f Dr! Aug. Bübritsger, Prof. an der Industrieschule in Nürnberg. Bei Bernried sind drei Personen im See ertrunken. Maurer Josef Pirk von Waakirchen wurde wegen Raubes und Vkordversuchs, begangen an dem 84jäbriaen Ausnabmsbauer Hupsbauer zu AbWinkel, zu 12 Jahren Zuchthaus hcrurtheilt. f In Würzburg der erste Bürgermeister, Dr.v. Zürn. Vor dem Landgericht in Würzbürg sind wieder eine Anzahl ehemaliger Angehöriger der .Hochschule, darunter ... cf i tv r t zwei ncrzre, ein licyicr uno ein Kaufmann, wegen früherer Duelle, zu je drei Monaten Festungshaft der urtheilt worden. Im Guttenberger Walde hat sich der Bautechniker Kehle erschossen. Zu Rohnnoos ist das An Wesen des Schneidergütlcrs Franz Hiebel abgebrannt, die Brandstifterin, Anna Engmann von Maxglonn, wurde bei der That erwischt. In Oellingen derThunn der Pfarrkirche und die Anwesen der Oekonomen Schimmer und Lösch, in Schöneberg bei Kirchheim a. M. der Gutshof des Oekonomen A'aver Ramp. Der Photographengehilfe Anton Schildknecht in München lebte mit seiner Frau im Unfrieden und beabsichtigte sich an derselben zu rächen. Er mengte in Houig Eyankali und gab cs seinen drei Kindern, zwei Knaben und einem Mädchen im Alter von 8, si und 2 Jahren, zum essen. Die Kinder wurden bald von entsetzlichen Schmerzen gepeinigt u. schrieen,daß die Nachbarschaft herbeieilte. Der Mörder rief ihnen noch zu : Es wird euch bald besser werden!" worauf er sich entfernte und sich in seinem Atelier vcraistete. Als die Frau nach Hause kam, fand sie ihre Familie todt vor. Braunschmelg. Anhalt. Zwischen der preußischen und braunschwedischen Regierung sind abermals Verhandlungen wegen der Eisenbahnfrage im Gange. Der Gemeindevorsteher König, der wegen Unterschlagungen zu 20 Monaten Zuchthaus vcrurtheilt wurde, ist vom Landesherrn zu einer Geldstrafe von 450 M. begnadigt worden. Mecklenburg. Der Großherzog hat im besten Wohlsein Florenz verlassen und weilt jetzt in Bellaggin. Die israelitische Gemeinde zu Güsttow hat dem verstorbenen Großbenog eine Gedenktafel errichtet. Der m Wesenberg wohnhafte Sohn des Dichters W. Heyse ist als Oberförster eines Grafen nach Esthland berufen worden. f in Teteröw der Postdirector Halleur, eine in der ganzen Gegend bekannte Per sonlichkeit. ravte. Der Bundesrath in Hamburg hat,dcm Vorschlage des Reichskanzlers gemäß, beschlössen, eine Beleuchtung des Elbstromes bei den elbseitigen sogenannten langen Brücken der Zollabfertigungsstelle am Entenwerder herzustellen. Wie man näher erfährt, bandelt es sich um Herstellung ie einesöeuchtthurmes mit einem Negenerativbrenner von ca. 1100 Normalkerzen Helle an dem Kopfende der beiden Landungsbrücken auf gemeinschaftliche Rechnung der Zollgcmeinschaft und der Stadt Hamburg zum lKostenbetrage von je 3950 M. Der Kosmosdampfer Dcnderah", von der Westküste Südamerika's kommend, ist mit dem Dampfer Rio" - zusammengestoßen und gesunken. Mit Unterstützung der argentinischen Regierung .wurde in Bremen von der Geographischen Gesellschaft Bremens am 20. Mai eine argentinische Ausstellung eröffnet.
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' i Eisenöahn -Zeit-Tabelle. Ankunft und Abgang der Elsenbahnzüge in Indianapolis, an und nach Sonntag. den 11. Mai ILtt. klevrland, Columbnl, Gincina&xi und 3 Mo. . ; e v . x rv . riopcaf Viienvay iccc eine.) Abgang: Ankunft: N t) & 83 Cr 4.10 Itrn Ct 8 Ix ttg 6.0 , 38i.10.aca Anders e... 2.10 R .. I C12 8(1 &.W Ra W Ct r. 10.31 R nderisn 2c. .. 11.15 Ba Dot5tor Cl 8j.10.l0 S5m I Ä Ssshen C5.2i Nm V:igh!kood Division, C. C.C.vnd I. kbgan täglich. 4.!CCct. tguy. . 10.35 ca 2.10 SJÖ Km AAS ts-ttch. bxazm t3flUA.10.3Mr9 10.10 M 11.15 Km 2.2v)ffi 3.30 W t6Ri;3. N m . . 7 3J Nm I Pittburg, Cincinnati & et. oull Kiseubadu 31 v v 23 9 9tilm SLct ans griSalicd UüPa D A5 ttt p.ulgeßenom Sonnt. 9.10 Cn UPS 8 4 9 9i täglich 11.37 Cn 5 i ti aul. f""fl8 . .. 3J27Ü 71 V PS iikP Ez iägi'ch 10.20 R Da,i j cul. Sonntag 10.30 B nomincnsonnt.10.45 91 See 01183. o,.ntag ; 00 Um N Z) P W K P . US täglich D.. l.r,5 9tm Tayisn (e üu3 Sonnt B Chicago Noute dia Kokoma. hicago Schnell. I Jnd' Jt ou. ug tag 11.15 Km I Schnell,?... 3 9 Shlcago Elxreb.il i Nm I JndrI', fiau. I 9rttt ..... . Z '5 S Terre Haute. Vandalia & St.Lonis Lisenlahu. Mail Train 7.15 m Xao Orv. s 11.K5R Schnell, 3.80 Cm Wou und cc... to.oo, taa ipr.... 3.3) a all und... lAQ9tm Terre Hsutt eee. 4.00 9!ai ae:?e er 10.43 tzincinnati, Indianapolis, St. Louis u, Ehicacs a'.r. nr:M.;Ui; ir;. ri(uvuyu. .rnuäiiuu HivisNNl, tt&2oui8n.9r fi. 4.00 Jndianap Xc.. 10.30 B EL'oiUe8jp. ll.wna tvem 8j.... 4 43Ksi ff 6t a s fi Cincivnati Acc 7 00 Lm Lincinnatt Lcc.li.O K.n 47. & Sr s e.. ine. vice i.ro im 1 tlglich e e.t0.43 Chicago Didision. es füll Gr. CSSCrn hie Lu F . täglich e e u,.. 3.33Bv Lsfavett, See ..10.40 Cm 8 L Stl , e.. Lg inetnnati ee. . Chicago Wall p.:2.l0 Vlm geilern r s.i.o Nm ff S L glich i t c 11.30 Rm Jkssersstidillk, Madisou und JLdlevodolit m:r.x. -v r VMcaoasa . --p- - 1 V 1'. 4 8 5 ad Akk... 7. m ' Zd8hte8jUta10 4S Cm Jnd SMad Rsti 3 50 Na I V 5 gl 8j. 7.00 ttm b,nd Sz x tSg. .5 Ni StSLtsgl0.4 cii er iaa. . 1.10 1 qtsnvnii! 0 1. Wabash, St. Louik & Pansir. TetChie Mail 7.15 m ChickS N 8rtäg 2JDQH9 Tolt8j.. 11.30, Dtt u h all. So r: x z.11 Rm khi 5 Mich E5 e t&6 11.20 Kn Jndiana, Dloomiogton undWeftern viseubalzn Cic ÖriiKail.. 7.30 Bai Eastern & 6 fr. nTer F L ee d.0 Rm Erawsocdv. See. Rm ur H a 5j tägll.10 NM täglich 3 10 Ob Eine S,e 11 IS Bn tlanttk 8rN. 9.139 St. Louis Division. orefteldSek... v.ZO Lm I Nacht 8j ZJSü CB IVcil u Tag'Sk. 8.05 Lm I Mail u ?ag 81. . 5, ach: I ll.eS rn aRortfitU cc. .10 fta Okstliche Division. Ccst..C$53ail....4.203rn Vacisie 8jxrej... 7wm Tgl Cepreß....!! 4m 3 t 10 A Ät'antic Ejp.... L4sNm Western Er? .... 4m Louisdill,, New Albauh k Chicago.-Air.Line. 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Man schreibe an den Unterzeichneten um einen statistischen Erntebericht von Zlrkausaö und Tcras für 1882 und man eut schließe sich zu gehen uud sich selbst zu überzeugen, daß die Ernte von 18SS um 50 Prozent grö ßer w ar als 1882. Dcvjenig, welche Land von diesen Gesell schastcn kauf:n, und ein Viertel, die Hälfte oder Alles baar bezahlen, wird ein verhältnißmäßiger Nachlaß 'an Fahrpreis oder Fracht über diese Eisenbahnlinien erlaubt. II. C Towusend, Fen'l-Pass..Agent. St. Louis, o. IT. A.. Palrncr, Distrikt . Land . Pass. . Ageut, No. iO Qeft Washington Straße, Indianapolis. rick Go. Fabrikanten und Händler aller Arten & G e i n Office: 88 Virginia Nvenue. Baucoutraktoren und Private sind ersucht, vorzusprechen.
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