Indiana Tribüne, Volume 7, Number 262, Indianapolis, Marion County, 9 June 1884 — Page 3
OliicncsOi St. L.ouis and Plttfcitmrg: Tttiilrond.
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Hlkördert. Ob Sie nun tin VlUet zu ermäßigten Prel. - sln, ein Sreurs.Zntbttlkt ht irgend eine Sorte tZiskabahnbillkle WI, komm, Tie. oder sä rriben Hi' a II U. DeriutT, ssistent öercral VasZagier.Agent. rrdofl'Eck Washtt'gton und Jlli, oiS Str., Jnd'xl . H en'l Supt St. Lonie. Vko.
0 .jord. en'lPass.Agt., St Loni.Mr Zencr-Alarm-Oigna! 4 1?knnj'.vania uud Vk!kt. 5 fcaurnuaitif r des Feuer Devart'knt. 0t3tntr uns New Viert. 9iobel und Michigsn Strafe. S Nm Jell, Tt,ck?, un Vaffou'' 9 LSinston nd ?k?!dSliasc. r llaffachuflett Ave. nahe d Stt. 3 Delawar 5tr, und Fort &a: v 1 w Jerle, und ?ort Wa,n o,n' l5 Peru Str. und Masiachutt l Christian oe. und Astz Str. 17 Park ve. und Butter Str. I Barrsio - ,r. u -d a!on IS Zlrchtr und John St?. li Eolleg See. und Mieden: St, 12 klaban.a und Siebente in Meridian und Siebente Str. 126 Landes Str. und Lincoln Ar 117 uiueUungl-Sebitude. I Zentral oe. und Ächie S Alabama und Morrlton ( l Rohamslsn und Achte I i4 SoSegk Äoe. und Zehnt, St,. VX, Home Äo. und teUroai S 16 Delamar, nb Michigan in. 21 St. Je Str.. nah Jllinoii. ZI Pennsylvania und Prat 6n 25 No. S. Engine House Sechft. -.' - 26 ftlf iiflppi und 6t. lair etr 27 3Cinci4 und Viöigan Str. 2$ Pennsyloania Str. nd Ho, isstssipxi und iert, Str. 21? Iknneffe und William Str. 213 Penni,!vania und ivttchigan sn Illinoi und Herd,ri Str. :l Jnbiana Ave. undichigan -u. 2 rieribtan und Walnut Str. 3i (Ealifotrna und Bermoni i' :.. Blake UNS em zzslk Sll. 8 Indiana 9loe. und Zt. QUu n 37 ?tabt,'otVital. 3i Uke und o:d Skr. L9 Vttchigzn und ttgnet S? 12 Weft und SLalnul St,. ZlZ Lest und Dritte Str. 514 Siebente und Hrwaid Slk. 41 Söashinaton. ah Wen lr. 4? Geiiendors und Washingron Si 4Z Missouri und New Kork Str. 4Ö Neribiau und Waslzingto ??' 46 Jlinoi, und Ohi Str. 47 lennessee und Washington Vr. 48 ingan't Po?k Ho:z, 4S Jndianola. 412 1'fifTouri und Vkarqlanö Str 413 ZZUIsisftxpl und Wadai Str.' 4IS Ferguson' Pork Hous. 42l I. B. 33. ou-d Hou', 423 Jusan Asolum. 51 Jlltnoi undMerriU St,. 52 Jlinoii und Lonisiana ?' 53 Ötfl und RcSarto Str. 54 West und South Str. 5 lennefsee und Keorju S:i. - 57 eribian und aa Str. Si Kabis oh Sve. und fiorril St, Kadiksn Ave. un lunlo? Str 12 Wett und owoo eir. 513 HentuJfl Ant. u id -.tnu S 514 Union und IHoniJ S:r 61G Jinoil und Xa.ifa S . &17 ttotn und Tacotai Str. 61 Soutd nah Telaware Str. K2 Pennltzlvan.a und Lsuijiana Sl LZ Delaware und ZKcCatty Ltr 64 Ost und clart? Str. S ladama und Llrgiana v. 67 Lirg uia Rve. und radiza St, 6 Ost und oburn Ltr. Pennsylvania Str. undRadtsok it. 612 cSerniln und Tougherk? Str. 71 Virginia Ave. nah Huron Str. 72 Oft und Seorgta Str. 73 Washington und Benton Skr 74 enton und Seorgis Str 75 Forrst ve. und Pin. 76 liSon und Va!I Str. 7 v:riiniaoe.nd DtNo. 79 letcher Äre. und Di2on 712 Spruce nd Prosxett Str. 743 nglish v und Laurel Str. 714 Orange und Olive Ltr 715 Shtd- . St. tt ' w Jeise, Skr. 2 Washington und tl 83 Ost und .arl Str. 84 Sie -rk und Davidson Str 85 Taub .umnstalt. tii er. Etaateu rseual. Drienal und Washington U. J?au,i'esZngnz. 812 Zchlauch.HiuI. Ost Washtugtonftraß artet und odl Str. 14 Oht und Harve? Str. Var'.and nahe Äeridian Str. S2 M,r,b,an nd Sorgia Strat. - 1-2-1 PnvatSignal. t-7r Und Sasten wiederholt, zivetter Alarm. J-3 Signal filr Zseuer.Druck. Lwi Ech!äge. Zeuer aut. Zvrei SchlZge. Truck ab. Sls EchUse. VI Uhr ittjgl.
Koldene Werq; n V Sfonwn von M. Elken. 1. Der Taa neigte sich, ha Gebirge :::;: i'.il tiefsten Notb und die Schatten T I, :cl:. :,.!:crur.d länger die Flur. Der ik'U:ih:t d!.:b.adenlur ging in tic- , ?.i:i naat;:'.tc i ar. den Arbeitern vorüber ia- vri-.chi'te nicht ihren ftleifl; nicht i Ibx Taae-?er5. In t:n vor uralten ! :iV:aii.T.&.umcn taiUctcr. irrten, der f : Mircv eine bcteMvT.::r eiuMheilc Vcn den j ; jyclccvrt. a.'.bcrc.ithcilS t?ii cxnicjcn HauI fern bee nakeliegenden Torfes geschieden tii:, saß eil junges ?.'!ädchen im Garten sessel, und ein blonder junger Mann ihr 5tcpf gebeugt und die Arme auf den Rükken bä!t,'dann ist sicherlich was. in der Luft. Dein Vetter wird, wie immer, ein Mann der Vorsicht sein nndseinen guten Humor scbonen. Tbut er klug daran, !v,'artha-?" ja, gehe nur," antwortete das junge Mädchen eifrig und richtete den dunklen tiefen Blick vorwurfsvoll auf ihn. Du verstehst die' Kunst, ' den Tag mit Nichtsttun zuzubringen meisterhaft.' .Dubist hier, um dem Vater zu helfen, seine Felder und seine Arbeiterzuüberwachen,wenn ihn seine Fabrik nach auswärts rust, kommt er abervzurück, dann ist nichts geschehen nichts"ist in'seinem Sinne gethan, und keine Seele weiß, wo man den Herrn Neffen suchen soll." . Das ist nicht gerade so, Manha," vertheidigte er sich lebhaft. Ich kann nicht den ganzen Tag auf den Feldern berum lausen; dazu sind die Bauern hier herum kreuzdumm, sie verstehen selbst kein richtiges Deutsch. Trotzdem mache ich täglick meine Runde und bin müde vom Umherlaufen. Soll ich Dir aber meine Meinung sagen? Ich bin es nicht allein, der die Beobachtung' geinacht hat, daß Dein Vater seit einigen Wochen mit nickt und mit Niemand mebr zufrieden 'i Mi.
gegenüber. sa'enicn uno culler unv v'trl k,kw Der Patron scbeint nick't bei guter sich an den langen Winterabenden allein ttaiuie su sein; das sebe ick i'bm fünfbun- ! egenüber und sie boftten in)o.)t denbe-. hm:Arit rn't an 'fen er 'den I sckzftiatcu Mann für die em.achen ox--
1 ' V . . . , .vt 'V.lhttlVI' ..va. to Und Du iprichjt imt zremden ! Paris,-ob, hätten wir statt der GeschenLeuten darüber und erlaubst ihnen Ve s.. g,t;r i:. ivr i, inni mit ,,s
merkungen zu inachen, wo der Grund sei- . i ü4iii(h.Mtiiniiiiit i . iui mi iiv !
ircji sei . m rsN'en..n' vvn n, j Xilbcsbcweis S gcben '." Msnlrt " ! .,'..,
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' , ., ... ... , .., ; rau i2ngell'arr slaro an einer lnr;en Des ,ttnaen Mannes Gencht färbte sich , .rankbeit und der GutsbesiUer betrauerte mit zäher Rötde und er schien bereit zu . sie tief' und suchte in den verdoppelten Ge-
einer vqnyn swioerilng, ywiy sckäften Fassung und Trost. Martda besann er sich und sah semeouzlne mit xxls ?bn mjk 'npd f.crcr 2mc und ClNCm wausfordernden Lächeln a,i Liebe, und er seinerseits suä'te sie auf alle schön Du bist! Wie suverb kleidet ,,,.Vin,,- S1, iftmini und ihr tas
Dich die edle Entrüstung! Es ist Nässe, in Deinein Blut und in Deinem Ebarakter liegt ein Etwas, das Dich wür-! big des stolzen Geschlechtes derer von ?rommerHausen macht, ch frage mich ,1 ... Z V . .r..a.ki.. 7: ' Vl . ti'tn, iji es i'ic jiuiiiiiti)c nin, oder gehört die chmÄthZge' Schäl-. z,,,,. ir iihirtttnthtii HIt(r rer nut ISrtH; : JUiltf V IIVVUHWIQV VIIH V Vi'.Wsin in den mediokren Lebensverhaltnissen eben zu Theil geworden ist, der tzrau des Millionärs an? Aber schön bist Du in diesem Augenblicke, schön, daß man seine Seele für Dich verkaufen könnte."' Sie aber machte eine ungeduldige Bewegung mit den Schultern und warf ihm einen kurzen Blick zu, den er nicht mißverstand. Ah, nun weiß ich, tven ich vor mir habe; die Millionen geben nur diesen Uebermuth." Martha gab keine Antwort, sie seiifzte nur "leise und nahm ihre Stickerei langsam von ibrem Schooße auf. Was habe ich. nicht Alles. von Dir erwartet, als Du vor drei Monaten hier
ankamst! Die Geschäfte erdmcken den ; Mnsä', Uv eue Schulmeister, bochmüarmen Vater, Tu Zolltest ihm doch ei- , tb mir Giner Ich begegnete ibm nen heil davon abnehmen, u foll- ta unten in der Straße und stand still.
teit " Ist es meine Schuld ' Warum läßt mich der Onkel nicht einen Theil seiner Reisen nach Frankreich .zur Fabris machen suhr der junge Mann auf. ..Da könnte id' ibm von Ruven sein; aber der Patron macht lieber die! Geschäfte mit dem pariser Mephisto allein ! ab." Herr Durrand ist ein tausmailu uid ein tüchtiger Geschäftsmann," erwiderte Maiti'a ruhig. Bin ich nicht auch ein Kaufmann V4 warf er eifrig ein. W wohl, firk.aufmailn, ein Oekonom, Du bist' eben Aa.r"Al Mlseitigfur Deine dreiillidNa.uziz)Jahre, bemerkte sie mit leiseinott.' Der Onkel. wird in seinen alten Tagen noch vielseitig und baut Fabriken und läßt teingutplatten fabri'.iren," warf er t'hnisch ein.
' V 1" tu Vater hat d,e Ersabrung für jlch; Ux immcr mc(n. ilf dcn Eifer hinein er tastet nicht umher, wie Du." euigeg . Xtktttl neie sie swlz 1 Wir kennen diese Leute ; sein Ruf ist Da gasten, wie u e nennst, bat i ihm schon vorausgegangen; der Schulmei-cb.-nsatts jciue Berechtigung, und die Er- ftcr ift ciu -ozialdemokrat, den man zur sahruna kommt nur durch das Veriuchen, : : r: ....
: v r. ti w r w U"'v grau ist alle .heorle, doch der Patron naht mit schnellen Schritten, aus ledeneben, liebenswürdigste der Evuji- ! l.'lt "
- f 4 i f s I P9 m Ir " Warn vtu mich j6t immer lieben- Z vier zu baben." bemerkte kartba und würdig findest, rnem armer Robert, so bitte hoick'te nach dem hinter den Bäumen verich Dich, doch immer den Gedankeii.se,t-: steckten Schulbause bin. Ulhalten, daß ich immer dem Sohn mei- - g:t. r.fWfirf z.x uu. di.-.i?
i u .' oaxtx luwqicrcuiciwic Arauunu ; anderer Leute Moste leben möchten; er ist . bin und sein werde. . . . ! gekleidet wie ein eleganter Großstädter, Weißt Du, Martha. m meinem Alter er rmi,:,-tl,r her ,. ,t msln s;,.
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weiß man die Freundschaft eine schönen j .ytädä'ens nicht zu schatzen,be!onde.r mcht, I . . . M. 171 A A a. M 1 . M M . M A ff ji'vnn sie y vici uu itiu ivuiut zu uivun bat. Au revoir, Madame Durand," warf er neckisch Hin und verschwand unter ?cn Bäumen. ; Martha's dunkle Augen schauten düster ins Leere, die kleinen weißen Aäbne bohrteu uch in die rothe schwellende Lippe und eine flüchtige Nöthe überzog einen Augenblick lang die südlich beipe Färbung ihres Gesichtes. Es war ein bedeutendes Gesicht, das neben dem Zauber der Jugend and Schönheit in den Momenten der Bewegung, eine Gluth des Gefühl, ja der Leidenschaft ausdrückte, die bei der Jugend des jungen zwanzigjährigen Madchens verwirrtt und befremdete. ' Trotz dem heißen Kolorit war ihr Profil unemein zart und anmuthig; der gewöhnliche Ausdruck der großen schwarzen Sammetaugen war ein ruhiger, echt orientallscher; die großen Sammetsterne schwammen in stiller Klarheit'in dem bläulichen
Azur.
Seit dem Tode der Mutter, seit ivci Jahren, stand sie an der Spitze eines großen Hauswesens. Durch das so plötzliche Hinscheiden einer geliebten Mutter, die eine abgöttische Liebe für die in voller Schönheit heranwachsende Tochter füblte, wurde das Leben Zlkartba's ein-
sam und sie zeigte meistens einen Ernst, ! ' r . i' r mii ... . I ccr niwl irrem jgenpua;cn ;riiicr angemessen war. Die arme ,vrau hatte sich schwer an die häufigen' Reisen und die längere Abwesenheit ihres Gatten getvvbneu können. Das Leben war so schon und so gemüthvoll auf dein Lande geivesen, bis es Herrn Engelhart einfiel, sich bei einem größeren Unternehmen zu betheiligen. Rlln fand er kaum nect; die Kit, sei nem Gute die nöthige Aufmerksamkeit zu fälle ihres zurückgezogenen Lebens mi interesnren. Frau Engelhart weinte viel im 5tiller hierüber; aber sie trocknete schnell oie Thr aen, wenn sie Martba's Augen traurig auf sich gerichtet sah. . ..Ich war zu sehr voin Glück verwöhnt, Martha; es ist so schwer, sich daran ;u gcwohnen, den besten Äkann, der bis vor Kurzem kein schöneres Glück kannte, als sein heimatliches Land ;u bebauen, und Alles, was er an Liebe und an Genlüth besitzt, seiner Frau und seinem iind zu schenken, jetzt so ganz von andere Gedanken eingenommen zu sehen und uns verwaist zu lassen." Das muß Dich nicht so tief betrüden," antwortete Martha, ist es denn nicht immer für uns, das; der arme Vater den alten, ibm so lieben lewobnbeiten entsagt?" Du hast Recht, iind; Dein Vater ist zu bedeiitend, um nur sein Land zu bebauen. Er sagt, daß das Land in unserer Gegend von Tag zu Tag an Werth verliert und das; unsere Einlünfte sich mindern. Gott weiß, wie wenig das ' inich anficht, sobald wir nur das tägliche j Brod haben ; aber er. er wünscht uns i Freude zu machen, er beschenkt uns bei jeli.'Krf.'sir mit trsiönn snrsvn (Hin . ar und kein größere Glück j . . ' . kannte, als UN IN icdcm orte einen allü'e Leben so angenebm wie er nur konnte, zu .z, :s. N;.Mi,nr rvs niawen. Wartens eintreten und langsam naä' dem streiten, an dein sie siel' gerne . ' stunnelt nack'denkelid der Vater . t r, ' . r ausieht," daä'te sie, aus ibrem tiefen Traumen erwachend. Und dennoch verwünsche ich diese Fabrik, die ihm seine Fröhlichkeit geraubt hat, und die nun droht, auch meinem Dasein verhangnißvoll ;u werden." Du siehst nlüde aus, armer Papa," sagte sie und sah ihn forschend und traurig an. , Er ließ sich neben ihr nieder und sah ihr mit zusriedener, wohlwollender Miene ins Gesicht. Ah, da sitzt sich's gut, Martha ; da ist ein heimisches gutes Plätzchen unter dem schönsten und dichtesten Baum dieser Allee. Die Vöael sck'weiaen : aber da i dringt ja Musik aus dem Schulhaus; das ist etwas ine?. Em merkwürdiger Straße und stand still. Hören Sie," sagte ich zu ihm, Sie können jeden Abend von sechs bis sieben zu mir kommen und Briefe bei mir kopiren, wie Ihr Vorgänger, Sie bekommen die Woche einen Thaler dafür, und wenn ich keinen Besuch habe und bin gerade zu Hause,dann mögen Sie auch mit zu Abend speisen. Was meinst Du, was mir der Mensch antwortete? Er sah mich impertinent genug an und fragte : Wer sind Sie, mein Herr? ich kenne Sie nicht." Als ich ibm meinen )kamen zu versteben gab, i antwortete er mit einem knapven. boä'müthigen Gruß: Bedaure sehr, Herr Engelhart, ich habe bereits über meine Abende verfügt." Weiln er keine andere Verfügung hat, wie die, .lavier zu spielen, sd war es eine doppelte Unverschämtheit von dem Menschen." W.it,1,i iSfirti it,ritiviit ihivni !.ii.r : I l V j überwachen will ich schon, daß er mir mx seinen balsabschneiderischen ccn h-l(X im Dorfe verbreitet.' ,.... . i. i ..14(r N'k, le .int iinS tchiMiit f. in iiffic " ! jste übergeben, Martha ? M habe Dir cine Toilette von Paris rnitge- ' . v gebracht, so wie Du sie liebst, reich, auf fallend, die vtiemand )o gut zu tragen Weiß, wie Du." Immer ein gütiger, galanter Papa," sagtt sie munter ; aber wie ist denn die Toilette, die Tu mir bestimmt hast?" E ist ein ganz dunkler, blaugrüner Sammet, mehr blau wie grün, mit verschiedenen Stickereien ineide und Gold," antwortete er, Du kannst e Dir ja ansehen; Monsieur Durand Hat bei der Wahl geholfen, ich verstehe ja nichts von' dergleichen Dingen." Es flog ein leichter Schatten über Martha's Gesicht, sie sagte schnell: Sammet jetzt, Ende Mai '. Monsieur Durand scheint aber nicht mehr Begriff von einer Svmmertoilette zu haben, wie mein Papa." Wir bekommen hoffentlich noch kalte, regnerische Tage, 5lind; die Toilette darf uns nicht bis zum Winter vorenthalten
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werden,'" meinte Herr Engelbart' frob-lich.
Wünscht sich der Gutsbesitzer kalte regnerische Tage V' fragte Mart ha und drohte ibremVater mit dem Finger. Iedennamr
feufzt nach guten warmen, und Du giebst Deine Saaten preis, eines SammetkleidS wegen?" Es ist ein armes Stück Brod, das unö das Wetter macht, ein mühseliges, bitteres Stück Brod. Da hinten, da rauchen die Schornsteine bei gutem und schlechtem Wetter; jeder Tag bringt wie durch Zauder eine Frucht hervor, die keine Sonne braucht, und nicht kärglich belohnt sich der Fleiß, sondern das Geld, der öieichtbum strömt von allen Seiten berbei. Welch ein Zauberer, dieser Durand ! Ich segne den .ag, der mich ihm begegnen ließ. Seine Kenntnisse sind erstaunlich, da ist kein Gebiet der Wissenschaft, auf dem er nicht ganz zu Hauw ist. Er be- j wohnt einen Palast in den Ehgmps Ely- j sees, und sein Haus ist auf einem groß-.! artigen Fuße. Ich verlebte kürzlich einen Abend, oder vielmehr eine Nacht bei ihm, die mich wahrhaftig ganz geblendet hat. Der rafsinirteste Lurus überall und eine auserlesene Gesellschaft vonAtännern aus der hohen Finanz verherrlichten den Abend. Ich fragte mich oft: wie konnte der Mann, dem überall ganz andere Ressourcen zu Gebote stehen, wie bei dem bescheidenen Gutsbesitzer Engelhart, mich an einem solch lukrativen Unternehmen Theil nehmen lassen? Aber da steckt etwas Anderes ' dahinter," flüsterte er seiner Tochter zu und sah sie neckend von der Seite an. Cfc nicht doch, Papa, ich verstehe, was Tu sagen willst," entgegnete sie und schüttelte den Mops. Da Unternehmen war schon ein ganzes Jahr im Gange, ehe Monsieur Durand einmal hierher gekommen ist." Freilich, Närrchen, aber als er Dich gesehen hätte, . ivilrde er ein ganz anderer Mensch, der enge geschraubte Geschäftsmanii verschwand, und es trat an seinen Platz ein gefälliger Kompagnon. Solle wir ihn noch lernet c seufzen lassen, Martha?" ie erröthete tief, und dann stützte sie den Arm auf den Tisch und legte die Wange in die Hand. Wenn Du beschlossen hast, das; ich Deinen Kompagnon heirathen soll, warum gestattest Du denn, das; Hauptmann von Rommersbausen öfters einen Spazierritt. Herber macht ? Du kennst dock' wobl seine j Absichten?" ' Sie sagte es mit ruhiger, klaur Stimme, und sie sah ihn an mit dem ruhigen Blick, tief wie die Rächt. Ei nun, Kind, Tu sollst die Wahl haben," sagte er und crgrisf ihre andere Hand. Du sollst Dich nicht bestechen lassen dnrch die offene Bewunderung, die ich dem Talent und dem Charakter meines Freunde Durand zolle. Die Jugend läßt sich oft von minder schätzenswerthcn Eigenschaften blenden ; der Baron von Ziornmershausen ist ein leichtlebiger, glänzender Offizier, Monsieur Durand ein ernster Mann, der eine Welt von großartigen, praktischen Ideen in sich trägt." Es würde Dir eine große Freude bereiten, wenn ich in ich für Monsieur Durand entscheide würde?" fragte sie, und erblaßte bis in die Lippen hinein, ihre Augen aber ruhten ans ihm in ihrer nlhigen Tiefe. Ja, Martha, ja!" rief Engelhart in großer Anfregilng, aber das kommt nicht in Betracht, Kind, es handelt sich darum, was Dir Freude macht. In meinem Leben der Arbeit und der Sorge ist die Freude ein seltener Gast gewesen, deshalb" Sag das nicht, Vater," fiel sie ihm in Wort, und zwei schwere Thränen tropften aus den Steintisch. Er verstand sie. Hat ihr Tod denn nicht nbarmherzig mein Glück niedergetreten ?" rief er erregt. Ein Glück war', daß mir keine Zeit zum Nachdenken blieb. Aber eine Freude könnte mir das Leben noch bringen. Martha." Die Millionen," sagte sie ausweichend. Die werden mir kaum mehr Freude machen, da sie nur die Konsequenz einer aus klilger Berechnung beruhenden Spekulation sind ; aber nun wollen wir uns wenigsten verständigen: was soll ich Durand sagen ?" Seine Stimme zitterte ein wenig und er sah unsicher seine Tochter an. Ich liebe Herrn Durand nicht," slüsterte sie ganz leise. Herrn Dr. Engelhart' dunkles Gesicht abfaßte. . Du liebst den fsizier?" fragteer athemlos. Nein," gab sie jefct ruhig znr Ant wort. Dann ist ja Alle gut, meine kleine Martha," rief er und streichelte zärtlich ihre Hände. Du bist ein zu vernünftiges Mädchen, al daß ein guter Tänzer oder ein perfekter )!eiter Dem Herz im Fluge davontragen sollte. Solide Eigenschaften sind es, die Dich glücklich machen werden, diewahre dauernde Liebe kommt in der Ehe, sie entsteht aus Hochachtung und Vewunderung." ' Du hast nicht nöthig. Deiner Tochter gegenüber so länge zu plaidircn, mein armer Vater. Das beschämt mich ja vollständig. Sage nur ich will es so" und cs geschieht." Nein, Martha, dieser Satz darf nicht zwischen uns Beiden vorkommen. Tubist frei, mein Kind, der Bimmel mache Dich glücklich." Er war aufgestanden und hatte seine H:md auf ihr schweres, dunkellockiges Haar gelegt, seine stimme war belocgt. Sie nahm die andere Hand ihres Vaters und drückte einen inbrünstigen Kuß darauf. Fch Will die Frau Turand's werden," sagte sie und ihre Augen erhoben sich zu ihm mit einem Ausdruck von Verklärung und Opfcrwilligkeit. Diese Stunde vergesse ich Dir nicht, meine Tochter," sagte er fast athcmlos, er drückte einen raschen Kuß auf ihre Stirn und ging eilends davon. Da oben tönte cine sanfte,süs;c Melodie herunter; cs war weiches mächtiges Sehnen, es war Ruhe und Versöhnung in den zarten Tönen, von denen der letzte zittemd in der Abendstille verklang. Das liebe Gesicht des jungen Mädchens war von
Thränen überströmt, ih? Battisttuch versuchte sie zu trocknen, aber andere stürzten um so eiliger hervor. Ch, wie bin ich so abscheulich," schluchzte sie, kann ich dem besten Vater nicht seine Freude ganz rein, ohne jeden bitteren Beigeschmack gönnen Wenn nur das .lavierspiel da oben aufhören woll--te, da ist's, was mir die dummen THränen hervorlockt." Sie faßte sich, sie strich die schweren Locken au der Stirn. Wie sie nach einer Viertelstunde leicht durch den Garten schritt und die zarte schlanke Gestalt ihre ganze Anmuth entfaltete, da zeigte ibr Gesicht den Ausdruck der Ruhe' und Heiterkeit. Der große struppige Hofhund kam bei dem leichten Schritte eilig aus seiner hölzernen Hütte und biß an der Kette, ihr entgegen zu eilen. Und als er sie mit freudig bittendem Blick ansah und sie ihre schmale Hand auf den schwärzen rauhen opf legte und dabei sagte r Tu guter Tom", da sah das .Thier schnell zu' ihr auf, und sah aus, als wollte er sein ganzes, treues Herz in seine Augen legen. Er hatte es in ihrer Stimme und indem leichten Zittern der Hand gemerkt, daß es ander um sie stand, als sonst. Und als sie von ihm fortging, und durch den Hos dem Hanse zuging, da sah ihr Tom nach und
sein ganzer struppiger Körper erzitterte ! vor Unruhe. Martha ging zur Küche wie gewöhnlich; ihr Vater, der immer auf eine gute Wiche gehalten, war, seit er sich so viel in Frankreich aushielt, ein Feinsä'mecker geworden, und Martha bestrebte sich, seine Berichte genall zn erfassen und der Köchin die nöthigen Einweisungen zu ge ben. Wie Du glühst!" rief ihr der Eousin entgegen, al sie in das Speisezirnrner trat. Nim siehst Du ganz famos in dem blauen Eachemirkleid aus. Du bist gewöhnlich zu bleich, um Hellblau tragen können, und es ist doch Deine ieblingsfarbe. Du nimmst überhaupt bei der Wahl Deiner Toilette mehr Rücksich! auf Deine Launen als auf das, was Dich vortheilhast kleidet. Wenn Du meinen Rath hören wolltest; wir Großstädter haben im Geschmack etwas lo. Aber freilich, Monsieur Durand ist ein Pariser; und wie bald wird seine schöne Frau in der inanzwelt von Paris Stannen erregen." Du wiederholst Dich zu ost, Robert. Euch Großstädtern fehlt es an Stoff, lvenn Ihr Eure täglichen Neuigkeiten entbehren müsst." sagte Martha gleichgültig. Es ist schwer. Dir es recht zu machen, Eousine. Erzähle ich Dir die einfachen Vorkommnisse zwischen den Bauern hur, und e ist wahrhaftig gefällig von mir, wenn ich mich darum kümmern will, so rümpfst Du die Nase und fragst, ob ich nichts besseres zu thun habe." Der Eintritt Herrn Engelhart' machte seiner weitere Ergießung ein End. Des Gutsbesitzers Gesicht leuchtete vor Freude. Seine Blicke schweiften von dem Neffen auf die Tochter, er nahm ihren Arm und steckte ihn unter den seinen, ergriff warm ihre Hand und führte sie au ihren Platz. Der Neffe machte große Augen, so vergnügt hatte er nie seinen Onkel gesehen. Er beobachtete Martha, aber rr konnte nichts Auffallendes an ihr entdecken. Heute Abend gab es keine grämlichen Gesichter, keine Anspielunzen auf Dinge, die dem Großstädter mißfielen, heute Abend wurde er Mein Junge" genannt, und am Schlüsse des Abendessens hieß ihn der Onkel eine Flastbe Champagner aus dein Keller holen. Er erhob sich rasch und sah noch, wie Martha tief erröthete. Aler jnif der Flasche erschien, strich Herr Engelhart liebreich seiner Tochter die Wange. Sie blieben noch am Tische sitzen, und stöbert sah keine Gelegenheit, noch mit seiner Eoustne zu sprechen. Als die Flasche geleert war, stand er auf und entfernte sich. Er war kein Fremdling mehr in dem Dorfe ; ein Vierteljahr hatte hingereicht, ihn mit allen Verhältnisseit vertraut zu machen. Den Landleuten gesiel der junge, gesprächige Herr, sie nannte ihn mit großem Wohlwollen so gemein", und die jungen Dirnen bewunderten seine hochfeine Kleidung und die verschiedenfarbigen Gla?ee-Handschuhe, die er täglich trug. 3!obert verließ das Haus, ein langge strecktes zweistöckiges Gebäude, durchschritt den Hof uud die lange Allee, die hinaus zur Straße an dem Fluß herführtet Eine dichte Reihe von alten Nußbäumen lief an dem Wege her, dessen Ufer sich fchroff und steil zu dem Wasser hin abdachten. Der Hamburger führte mit der fein bekleideten Hand die Cigarre zum Munde und setzte seinen Weg fort, auf der einen Seite den tiefliegenden Fluss, auf der andern von l,ochaufsteigenden Weinbergen begleitet Da, wo die Nerl in die Mosel mündet, liegen zwei reizende Dörfer. Das eine da, wo die Moftl breit und stolz den deutschen Boden betritt, das andere, etwas weiter unten, springt ' aii einer Biegung so anmuthig hervor, daß es aussieht, als sei es aus einer bluhenden Insel gelegen. Diesem Dorfe gegenüber auf der andern Seite der Mosel, liegt ein einsames Haus, dicht unter den Weinbergeil. Nach diesem Hause lenkte der junge Mann seine Schritte. Es war in größeren Proportionen gebaut, wie ein Vauernhaus, die Fenster waren groß und weiße Atusselinvorhänge zierten sie. Es lochte gegen neun Uhr sein, aber kaum war die Dämmerung eingetreten. Du kommst spät, Vetter Robert," sagte ein Menfch, der aus der Treppe am Eingang des Hauses saß. Er hatte ein überaus langes Gesicht, eine niedrige, an ?jr.rr.- v ji i. cen auiircn eingccruaic urn uno große glotzende Augen. Die langen Arme hingen schlaff an seinem Körper herunter und sein Gang war schlürfend und unsicher, als er vor Robert heinein in das Haus ging. Elise ist im Garten, Tu kannst nun zu ihr gehen," sagte er und ying langsam die Treppe hinauf. (ZZortsktzuna folgt.) A. SCHHIDT'S Buch- undZeitungs-Agentür. No. 113 Groer Strasse ; 3 n d t a n a p o tt I. tZT" SUU auftragt BCtbtu schnell und pünktlich besorgt.' ' ' Y5cher billig und schön gebunden.
Vom ?luölaude. EineVürgermeisterwahl mit Hindernissen wurde soeben in Thornhill in England vorgenommen. Die kleine Stadt hat natürlich auch ihre zwei Parteien, die sich spinnefeind sind und von denen jede ihren Eandidaten aufstellte. Als sich die Stadtverordneten zur Wahl versammelten, zeigte es sich, daß beide Parteien gleich stark waren, und da Niemand nachgeben wollte, wurde fortgesessen und von Zeit zu Zeit immer wieder, frisch und immer mit dem Resultate derStimmengleichheit gewählt. Wer länger aushielt, mußte gewinnen. Die RatHsstube, aus der sich . Niemand hinauswagte, glich einem Feldlager ; es wurde dort auf dem Voden geschlafen, man kneipte dort, man aß. und rauchte volle 30 Stunden lang aber zur Erwählung des Bürgermeisters kam es noch immer nicht ; einer der Stadtverordneten verließ den Saal für einen Augenblick und die Gegenpartei trachtete alsbald die Thüre zu besetzen und ihm die Rückkehr unmöglich zu machen was zu einem Kampfe führte, der mit der Freimachung derThüre u. einigen blutendenNasen endete. Endlich machte ein glücklicher Zufall" nach 36stündiger Dauer der Sitzung ein Ende und verhalf zugleich Thornhill zu einem Bürgermeister. Die Frau eiues der Stadtverordneten starb; er mußte an das Todtenbett eilen, wenn er schon vom Krankenlager fern geblieben war und dies sicherte der Gegenvartei den Sieg,' deren Eandidat gleich darauf mit einer Stimme Majorität zum Bürgermeister erwählt wurde. Zu einer Versammlung, welche dieser Tage in Angelegenheiten der Emrich'fchen Millionenerbschaft in Kreuznach abgehalten wurde, hatten sich nicht weniger als 500 Personen aus den benachbarten Ortschaften, lheinhessen, der bairischen Pfalz :e. eingeftinden; auch Frauen und Kinder waren erschienen. Den Vorsitz führte Rechtsanwalt Dr. Hangen aus Mainz, der zu den verrneintlichen Erbberechtigten gehört. Nach einer kurzen Ansprache desselben berich-, tete Rechtspraktikant Seiler aus Bingen über seine Verhandlungen mit seinem Freunde, dem Rechtsanwalt Lerow in New Jork, Präsidenten des dortigen deutschen Rechtsschutz-VereinS. Letzterer habe tn Philadelphia persönlich Nachforschungen angestellt und von dort telegraphirt, daß die Aussichten brillant" seien. Hr. Lerow wolle zunächstAlles unentgeltlich besorgen, verlange aber im Falle der Erlangung der Erbschaft (87 Millionen Dollars) die Hälfte. (Große Unruhe.) So freigebig wolle man aber nicht sein. 20 pEt. würden genügen. Ein Mitglied der Versammlung schlug unter stürmischem Beifall der Anwesenden vor, den Reichskanzler und den deutschen Eonsul in Amerika mit der Sache zu beauftragen ; 20 pEt. Provision sei viel zu viel, man könne billiger zn den Millionen kommen. (Donnerndes Vravo !) Der Vorsitzende bemerkt, daß das Eonsulat einen Vorschuß von 1000 M. verlange, um einen Beamten nach Philadelphia senden und die Archive dort studiren lassen zu können. (Große Unnihe.) Die amtliche Untersuchung werde niwt so schnell, nickt mit dem Eifer ae-
führt, als wenn man einen Anwalt mit der Führung der Sache beauftrage und diesem 20 pEt. verspreche. Heute roiffr man za noch gar nicht einmal, was für eiit Emrich der Verstorbene gewesen sei, ob er auch wirklich, wie man vennuthe, in Biebelsheim geboren sei, Beschaffung des Testaments sei also das Nöthigste': Erst wenn man dieses habe, könne man sehen, wer berechtigt sei. Zur Erlanaung desselben wurde eine Vollmacht ausgefertigt, die 79 Unterschriften fand. In den Reihen der Unterzeichner befanden sich 12 Emrichs aus den vcrschieden ten rncyattm. Die Nachrichten, die über den Brand des Wiener Stadttheaters Hierher gelangen, zeigen wiederum, daß c . e . .. r.r . t c nr t Z vie surcyioare nyre, vle oer rano ve Rlngtheatcrs gegeben, so nemlich veraes sen worden ist. Auch diesmal war in erster Reibe der alte Schlendrian für die Katastrophe verantwortlich gemacht. Allem Anscheine nach mit nur zu gutem Gmnde, denn bereits ist festgestellt, daß die Feuerwächter Nachmittags nicht im Theater anwesend waren. Da nach der Verordnung der BeHorden die TheaterUnternehmer verpflichtet sind, für einen verläßlichen und pernranentenWachtdienst lm Theater zu sorgen, so x es möglich. daß Bukovics sich wird verantworten müssen. Jedenfalls ist die . Abwesenheit der Feuerwächter schuld, daß der Brand nicht früher wahrgenommen wurde. Erst Passanten auf den Strafen fianalisirten ben aufsteigenden Rauch, uno der Thürmer von der Stefanskirche bemerkte den Brand 13 Minuten, bevor derselbe im Stadttheater selbst entdeckt wurde, m ner ist der alte Schlendrian schuld daran, daß die Hydranten im Theater und sogar in der ganzen nächsten Umgebung desselben verdorben waren und kein Was Ler aaben. Thatsächlich bensckte Was sermangel, bis das Wasser von weither geholt wurde. Im Verlauf der Löscharoeiten mußte das Wasser von der Donau hergeschafft werden. So konnte die überaus rüMiche Aufopferung der V . .-nr ii . euerweyren mcyr lyren vousianoigen Weck erreichen, und heute lebt das alte ,colaawort von dem furchtbaren Ver pumniß" wieder auf. Von dem Ge bäude steht die Hauptfront ziemlich un versehrt, im Uebrigen nur nackte, rauche geschwärzte Wände, an denen innen hier und da Stücke von Gallerieen und Loemeihen halb verkohlt und einsturzdroend hangen. Allgemein wird hervorgeoben, daß der eiserne Vorhang Vollaus feine Schuldigkeit getban ; nahezu zwei Swnden rnelt er den Flammen Stand; Beweisacnug, daß die Menschen aus dem Theater sich retten können, wenn wahrend der Vorstellung rm Buhnen räum Feuer ausbricht. .Verletzt wurden der dem Brande achtzehn Menschen, da runter drei schwer einige sehr focht, die übrigen unbedenklich. Viele andere kvurden ohnmachtig. Von dem Wiederaufs bau des Theaters als 'solches ist .keine Rede. Die BeHorden enheuen kerne Aewilligung zu dem Theäterbäu : mehr in engen Straßen und anliegend an PrivatHäuser. Von dem'Drotlos gewordenen Personal dürften einige in das Burg theater, darunter Bukovics flbst; andere
in das Earltbeater kommen.
Court House FMfch-MMW
von FritzBöttchcr, Zl. 147 Qfl Nasöknglouk. HZ. HMettz's i Msch-Wswm, Rs. 315 LZassschnsettS tttntse, k n S7 Frisch, gute, Fleisch ,u Zeder Leu. Gute Würste. S che in $ raa l, tu Indem iJb meinen freunden nb GSnmr mh eeienung garantire, tut ich 8. geneigten - . .... auftrSae könn er Xelcs&on tit&tllt tiktru. nb alle Bestellungen erden xrvmN besorgt. Lchtunglvollst " Kdmiind Dlctz. Pouder's reinlicher - Mch-WWvG, 78 orth Vknnsylvnla rrrale, 833 Oft ashlnston kratze, .170 Vevesonralne trat, und tand 13 Cs! artet QtüU INDIANAFOLIS IND. Hunde - Kragen ! in allen Sotten und Größen. Hllndckcttcu undPcitslhen G3ias.Maye2&, 28 und 31 ?öcst Washington Straßc. rickÄo. Fabrikanten und Handler aller Arten tlubc Office : 88 Virginia Avenue. ' Vaucontraktoren und Private sind nsuHt, dorzusprechen. Gas - Maschine k von s Pferde kraft a u f ro 5 r t . ERICSSON'B New Caloric" Pump Maschine. Ii Sas Hefen! Alle Sorten zur Ansicht und zum Ver kauf in der Ofsiee der JttdiattapoliS Gas Light & Coke Co. 4V Süd Pennsylvania Str. W"Wir verkanstn nur an GaS.Consumente GÄöttch. j I & I R R D!e kürzeste uud kiefle Bahn nach Louisvillc, Nashvillc, Mcrnpliis, Chat tanooga, Atlaiila, Savannah, Jacksonvillc, Mobilo and New Orleans, SS ist dortheilhsft für Passagiere uach den-. Süden, eine direkte Route zn nehmen. Palast-, Schlaf und ParlorWagen zwischen Chicago und Louisville und St. Loui urrd Lonikville ohne Wagenwechscl. Comfort, Schnelligtcit und Sicherheit b'vtXtl die .Jeff" die alte zuverlässige 5ö. Ml. & B. M. M. II. lt. Dorlnff, Assistent Senerai Passagier,Lgevr, Norkvsl.Eck Washington und Jllinoil Str., JdxU E. W. McKenna, Superintendent. BilligeHeimstkttcn Arkansas and Texas, Die Ct. Loniö, Jron Mounlain und Co thern Eisenbahn entlang, sowie die Teza nnd Pacisil'Eisenbahn und die International und Ereat Northern Eisenbahn sind Tausende do Ackern de gewähltesten Farm, nnd Weidelandes in der Welt, im Preise vo $2, $3 und 1 4 per Acker, in gesunder Gegend und einem unüb. trefflichen Klima, für Gesundheit und Lebens . genuß. Man schreibe an den UnkerzeichnettU um einen statistischen Srntebericht den klrka saS und Terak sät 1832 und man entschließ sich zu gehen und sich selbst zu überzeugen, dafr die Ernte von 1L8S urn&O Prozent grö ßer war al 1882. Denjenigen, Kelche Land von diesen Gesell schaftcn kaus:n, und einLZiertel, die tzälst oder Alle baar bezahlen, wird ein derhältnißmlßiger Nachlast 'an 'Fahrpreis oder Fracht über diese Eisenbahnlinie erlaubt. , II. C Townsend, Gen'l.Pass..Agent. St. Loniß, Mo. F. V. Palrnor, Distrikt. Land. Pass.. Agent, No. 40 West Washington Straße, Indianapolis.
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