Indiana Tribüne, Volume 7, Number 238, Indianapolis, Marion County, 16 May 1884 — Page 3
oixicaSo, St. Louin and Pittsburg: Hallroad. fiett-toMe für durchgehende nud Lokal-Znge. 17. Fbr. l8Z an: L2e ttafftn da, Nnlon.fcepot, Jndxll. Bit folf i:
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James TUtUtta, Managet, Eolumbu, Ohio ..Ford, Cjenl. Passagier und ricket.,?g,nt Dttttbura. Mir seyen, Iyr öenützt die VANDALIA LINE! tzr Warum? Weil sie die kürzeste und beste Linie über &t JLouis, Missouri, Han sas, Iowa, Nerjraelia, Texas, Ai-Icixiihuh, Oolo rado, New Mexico, De eota und California ist Daß Bahnbett ist von Stein und die Schie. neu find an Stahl. Die Wagen hab die neuesten PervesseruNgen. Jeder Zva bat Schlafwagen. Passagiere, ob sie nun Billete erster Klasse oder Smlgranten.Dillete haben werden durch unsere Passagierzuge erster Klasse vesördert. Ob Sie nun ein Billet zu muäkiaten Prei- . sen, ei Exrurfntbillet de? irgend eine Sorte , Sisenbaynblllete - wollen, kommen Sie, oder sqrnoen Sie an H Tt. Dering ssiftent General Pasia?ier,Agent. 5!ordofi.Eck Washington und IM, i Str., Jn d'pl Sen'l Snpt. St.Loni,,Mo. E .Ford. en'lPass..gt., St. Loni,Me Feuer-Alarm-Signale. 4 Pennsyzvanla uud Warket. 5 Haurtauartier de Feuer Devattementt. 6 Ost.Ttraie und New Dork. Nobel und Michigan Strai. 8 New Jerse,Straie und efsachusett 9 Winfton nd Siord'Straie. 12 Kafsachuffett Ave. nahe Nble Str. 13 Telamare Str, und Fort Wayne Ave. 11 Nt Jerse? und Fort 28? Sven. 15 Peru Str. und vkajsachufett Ave 16 Christian Zlve. und Ash Str. 17 Park Ave. und Butter Str. IS Barrom Ltr. und Malott. IS Archer und John Str. 122 College Ave. und Siebente Str. 124 Alabama und Siebente Str. 125 Verldian nd Siebente Str. 126 Landes Str. und Lincoln Ap . 127 Au,rellung.Sebäude. 128 Eentral Ave. und Achte Str 131 Alabama und Morrison Str 122 Rohampton und Achte Sri. 154 College Ave. uud Zehnt Str 135 Home Av. und Delaaar St, 1 Delaware nd Michigan Str. 21 St. Ioe Str., nh Jlliyoi. 23 Pennsylvania und Pratt Str. 25 No. 6. Sngin House - Sechstt? nah, Jet"? 26 Wisstssipxi und t. Eliir Ctr. 27 Illinois und Michigan Str. 2S Pennsylvania Str. und Home Av. Misftsftvvi und iert Str. 212 Tennesse und William Str. 213 Pnns,lvania und Michigan Str. 214 Jllinoi und Herbert Str. 51 Jndian v. und Vktchigan Str. 52 eridian nd Walnut Ltr. 84 California und Lermont Str. 85, lake und Neu, Aork Str. , , 86 Jndtana Ave. und Et. Clair Str 87 Stadt. Sospital. SS Blake und Nord Str. 89 Richtga und zne Str 812 West und Walnut Str. 813 Wkft und Tritte Str. 814 Sieben! und Howard Str. f 41 Washington, nahe West Str. 42 Sißndors und Washington Str 48 Ittfsouri und New Kork Str. 45 Pikridtau und Washington Str. 46 Zllmot und Ohio Str. 4? Tnnsse und Washington Str, . 4S ingan'A Pork Houf. 49 Indtanola. ' . 412 Vttfsourt und Vanzland Str. 418 Visstsstxpt und Wabash Str. 415 zerguson' Pork House. 421 3. 8. X3. Round House. 428 Jnsan As?lum öl Illinois nd Merrill Str. ö2 ZItnoik und Louisian St, 52 WS und VeCart, Str. 64 West und South Str. -- 66 rennefskk und orgia Str. 67 eridiav nd Ra St. SS Radtson Av. und Pkorri Str. lüadison Ave. un Tunlop Str 612 West und Siokwo Str. , 513 ntuck, So, und Mkttilt e 614 Union und orri Et 61 Ikinoi und ansa S 617 Roni und Tacotai Str. kl South nah Telawar Str. 62 Pennsylvania und Louiftana Str. 68 Tlaaar und VcCatt, Str. -G4 Oft nd eCart, Str, 65 Alabama und Lirgiana Sri. 67 'Virginia Ave.'und Bradsham Str SS Oft und Coburn Str. 69 Pennsylvania Str. und Vadtso . 612 Veernan und Dsughert, Ltr. 71 Virginia Av. nah Huron Str. 72 Oft und Seorgia Str. 78 Washington und Btnton Str. 74 vknton und Seorgia Str. 75 Forkft ve. und Pin. 75 Dill nd Bat Str. 78 Virginia ve. und Di2on. 7 Flttcher Ao. und Dillon 712 Sxrue und Prospkkt tn 713 Cnglish Lv und Laurel Str. 714 Orange und Olive Str. 715 SHU und Bchr Str. 81 - . - Jers? Str. - 82 Washington und Dkwar Str. 83 Oft und 4!arl Str. 84 Nw Urt und Davidson Str. 85 Taub lumnknftalt. SS ver. StaatkU Arsenal. 87 Orikntal und Washington Str. rauen'Skskngniß. 812 No.S Schlauch.Hau. Oft Washwgtonftraß, St8 artet und Nobl Str. 814 Ohio und Harv, Str. . Var,land ah rtdian Str. ' 92 Wertdisn nnd orgia Straß. 4-2-1 Pnvat'Signal. 1-2-1 Und Saften ikdkrhoU,,wtter?lar. Signal f2rFukk.Druck. Zwei Schläge. Feuer au. . Drei Schläge, Druck ab. ZwLls Schg, U Uhr ittag.
Seltsame Schicksale. Roman an dem Englischen, frei bearbeitet von Hernine Frankenfleiu. lJortsetzung.)
V Obwohl es'Philipp entschieden widerstrebte, Gefälligkeiten anzunehmen, war doch er so gerühtt vonMuriel's Güte, daß er fühlte, er könne nichts Anderes thun, als in die ihm gemachten Vorschläge wilugen. Ueberdies kam ihm die Gelegenheit m einem Verdienste gerade recht, und die Bedingungen, welche Sir Jasper stellte, waren sehr günstig. Er versprach daher, sogleich nach Heathcuss Priors zu schrei den und den Tag seiner Ankunft daselbst zu bestimmen. Sehr gut : das ist also abgemacht !" sagte W!uriel, .entzückt von diesem Erfolge ihrer llsslon und ausstehend, während ne sprach. Ich vermuthe, Mib Darlev. Ibr Vater hat die von mir gewünschten Briefe noch nicht gefunden?" fragte Philipp Greville. Ich habe nicht gehört, daö er' etwas davon erwähnt hätte, aber ich will mit ihm, darüber sprechen, und Sie sollen sie " IV! CTV I T VUV V14VUUU1; VVIVlVttit MKUliKK Philipp setzte seinen Hut auf und schickte sich an, die junge Dame nach Hause zubegleiten. Als sie etwa die Hälfte des Weges zurückgelegt hatten, blieb Murielmyen. . ,,Jch glaube, es wäre besser, wenn Sie nicht weiter mitgingen ; wenn Papa Tie sehen würde" OT verstehe," entgegnete Mmvv, sn?t ihr? .(SnnS MYritfrh ltf hnnf Ihnen herzlich für alle Ihre &üte. Miß Darlev.. Vielleicht werde ich eines Tages im Stande sem, Ihnen zu vergelttn!" Ach! wenn er hätte vorhersehen können. wie und wann er sie ihr vergelten konnte. em Schauder hatte ihn ersaßt vor dem furchtbaren Schatten, der ihr zartes, junges Leben bedrohte l Aber glücklicher Weise können wir mcht in die Zukunft schauen. Milcht ahnend, in welch feltsamer Weise ihre beiden Schicksale sich kremen sollten, sagte ihr Philipp Lebewohl und r 5 . mn . gmg sorr, wayreno 'curlei ncy umoreme, um sich Lord UrWicke gegenüber zu sin den! SiebentesKapitel. Glücklich ist die Braut, welche die Sonne bescheint !" sagte Muriel für sich, als sie bräutlich geschmückt an dem Fenster ihres Ankleidezimmers stand. Wenn sich das Gegentheil auch vewah ren sollte, fürchte ich, daß nicht viel Aus, sicht für mein künftiges Glück vorhanden. ,tt!" Es war em Regentag und gleichmäßig, unaufhörlich strömten die Wasserfluten von dem oleigrauen Himmel herab em trübseliges Bild. Zlcuriel fröstelte, als sie sich abwandte. Das war doch ein gar zu trübseliges Wetter für ihren Hochzeitsmorgen. Ihr Hochzeitstag ! Der Tag, an dem sie dem Manne angetraut werden follte, den sie liebte, der ihr Gluck für immer krönen sollte ! Sie hatte spater nur eine unklare Erinnerung von der Trauungsfeierlichkeit ; ihr war zu ivcuthe, als ob sie träume. während sie am Arme ihres Vaters durch das Kirchenschiff schritt und wie im Traume erblickte sie dann auch Lord Urwicke vor dem Altare: und er sah sehr vornehm, aber unnatürlich bleich aus und seine Züge hatten nichts von dem Ausdrucke eines glücklichen Bräutigamö. ' 1 :; i Und dennoch sah Muriel schön genug aus wenn er sie nur angesehen hätte schön u. stattlich und jungfräulich mit den gesenkten Blicken, und nur noch viel bleicher als gewohnlich. Aber er schaute sie kaum an; für ihn war sie einfach die Tochter des Mannes, der ihm Geld auf Wucherzmsen geliehen hatte ein Mädchen, das bereit war, sich um eines Titels und einer Stellung willen mit Leib und Seele zu verkaufen. Bei dem Frühstücke bemerkten alle Gaste, wie schweigsam er war, und sie machten darüber gegenseitig ihre Bemerkunen, die jedoch dem Brautpaare nicht zu hren kamen. Als Muriel nach demselben verschwand. um ihre Kleider zu wechseln, und bald darauf in höchst eleganter grauer Reise touette herab kam, trat ihr ihr Vater ent gegen, gab ihr eine Pergamentrolle in die Hand und führte sie gleichzeitig in ein ....lt.. i rrt e Zimmer, m weicyem oer lunge ksxüj sie erwartete. Mein liebes Kind," sagte triumphirend, Dein Gatte gab Dir die UrWicke schen Famuiendiamanten als Hochzeilsge cyenr : iou r iym vaiur vie 9 . p p rtfi r l p. Güter der Urwicke's als das s e i n e ge ben !" Muriel schaute verwundert von dem Einen zum Ändern, aber ehe sie noch ein Wort sagen konnte, hatte Lord Urwicke die Papiere genommen, ihren Arm in den seinen gelegt uud eilte mit ihr die Stiege hmad zu dem Wagen, der vor dem Thore wartete. Dann kamen die Abschiedsgrrße, und sie fuhren forr. dem neuen Leben entgegen, das' gani anders begann, als WfurJol rVirtrt fuhr foIAst. IV. VVYVV. V MYVI VV Verständlich in einem Koupe erster Klas se, und die Kammerfrau und der Kam. merdiener Von Lord und Lady Urwicke be fanden sich in dem nächsten Koupe. Vor der Abfahrt hatte der junge Graf einen ganzen Pack illustrirter Zeitschriften und Tagesblätter gekauft: einen Theil derselben gab er seiner jungen Braut, und mit einigen drückte er sich in eine Ecke und vertiefte sich sofort in die Lektüre der selben. - Beleidigt und verlvirrt schaute Muriel durch die überlaufenen Fenster m die ver regnete Landschaft hinaus und fragte sich ob dies die Art und Weise sei, m welcher rrsr .. & m . Scanner ihre ,au, die ne uevten, an ihrem Hochzeitstage behandelten. Wahr lich, wenn sie eine gänzlich Fremde gewe sen wäre, hätte er sich nicht gleichgiltiger benehmen können. Sitzest Tu bequem, Muriel wünschest Du etwas " fragte er ein-oder J P. c . zweimal, und oa sie veruemeno gcam wertet hatte, kehrte er zu seinen Zeitun gen zurück, zufrieden, daß er seiner Pflicht
genügt hatte, und machte keinen Versuch zu einem Gespräche mehr. Muriel sagte nichts, ihr Stolz verhinderte sie daran, aber sie war tief verletzt und seh? froh, als endlich die Station Heathcliff erreicht war und sie den Zug verließen, um eine prachtvolle, mit feurigen Pferden bespannte Equipage ein Geschenk Mr. Darley's für seinen Schwiegersohn zu besteigen, die sie. nach Urwicke Towers bringen sollte. ,Die Fahrt wurde in Stillschweigen zurückgelegt ; aber um Lord Urwicke Gerechi . t. r i rr et.
llgieil wioersayren zu lassen, er scywieg ; nicht weil er etwa wünschte seine Frau zu kränken, er glaubte einfach, daß die Liebe und deren Aeußerungen mit dem Handel, den sie geschlossen hatten, nichts zu thun habe. Vor den Leuten mußte der Schein natürlich gewahrt werden ; aber sobald sie allein waren, konnten sie doch die Maske fallen lassen und Jedes seiner Wege gehen, ohne sich um das Andere zu kümmern. Hier sind wir!" sagte er endlich. Das ist Urwicke Towers !" Muriel entraffte ihrer Träumerei und schaute hinaus. Sie befanden sich vor einem stattlichen, alten Schlosse, dessen mächtige Hauptpforte jetzt weit offen stand. In der Halle sah man die Dienerschaft in zwei Reihen aufgestellt, um die neue Herrin zu begrüßen, während auf der Schwelle eine junge, auffallend hübsche Dame mit blitzenden schwarzen Augen und junonischer Gestalt stand. Sie trug ein dunkelblaues Seidenkleid und hatte emen traun vrenneno rother Ro en an der Brust, aber seltsamerweise fühlte sich Muriel von ihrerErscheinung unangenehm berührt. Willkommen !" rief sie aus, der jungen Braut mit ausgestreckten Händen entgegeneilend. Lassen Sie mich die Erste sem, welche die neue Lady Urwicke oe grüßt." Sie neigte sich vorwärts und küßte die junge Braut aus die bleichen Wangen, und seltsam, bei dieser Berührung fühlte sich Munel von einem kalten Schauer t m . W m durchrieselt. War es möglich, van ein prophetischer Instinkt sie vor der Nähe emer Femdm warnte, die erbarmungs los gegen leienigen war, vie ihr im Wege standen ? Lord Urwicke's Gesicht bedeckte sich mit dunkler Röthe, als er der Dame die Hände schüttelte und dann stellte er sie seiner jungen Frau vor. Dies ist Miß Shbil Ruthven," sagte er hastig, ich glaube, ich habe Dir schon von ihr erzahlt ! ' . Wir sind so also Freunde, Ihr Gatte und ich," sagte Sybil lächelnd und dabei zwei blendend weißer Zahne zeigend : und als ich hörte, daß Sie noch heute nach Hause kamen, konnte ich der Ver suchung nicht widerstehen, herüber zu fahren. Ich hoffe, daß wir uns in Zuunft sehr oft sehen werden." Sie sind sehr gütig," entgegnete Muriel, den Schleier zurückschlagend und mit emer gewissen einfachen Würde sprechend. die ihr sehr wohl anstand. Dann gm? gen sie alle Drei m ein elegantes Empsangszimmer, in welchem jedoch jener ungemüthlich frostige Hauch unbewohnter ct r . naume weyle. Ich habe in dem Weißen Salon em heizen lassen es ist ein solch unfreund licher Tag, daß ich glaubte, das könne nicht schaden," fuhr Miß Ruthven fort. sie durch einige Prunkgemacher m den weißen Salon führend, und ich schaffte f c r c - rr' i rw .. aum an, oan oas mer in oem rruystückzimmer fervirt werde, anstatt in dem f . p p'riv r r , , pelse aal, oer o gron unv oungemutylich i l." Ich ließ emyeizen, ich schaffte an Muriel schaute bei diesen Worten und bei diesem Tone überrascht drem, denn diese t"i.i. il-r. i .1 r. rr ... r ' f c oaiitn oocy viel oener sur vie errln oes Hauses, als für einen Besuch gepaßt. Sie sind sehr gütig, sich um unsert willen so bemüht zu haben," sagte sie mit einem unbeschreiblichen Etwas im Tone, welches verrieth, daß sie beabsichtigte, sofort die ihr gebührende Stellung im Hause einzunehmen. ' Dann fügte sie, zu ihrem Gatten gewandt, hinzu : Sei so gut. zu läuten und die Haushälterin zu ert.i.. ...rr. ...r r? ... r-.r. sucyen, mich aus mem Zimmer zu suy ren." Er gehorchte, ziemlich überrascht von ihrem ruhig würdevollen Wesen, und nachdem er die Thür hinter ihr geschlossen hatte, kam er zurück und lehnte sich an den Kaminsims. Ihm gegenüber stand Sybil Ruthven, angeglüht vom dem ro then Feuerschein, der den an ihren Ohren und Fmgern blitzenden Diamanten Funlen entlockte. Warum sind Sie heute Hieher gekom men ?" fragte er leidenschaftlich. Glauben Sie, daß Ihre Gegenwart mich weniaer elend machen konnte r Ich kam,. weil ich wissen wollte, wie Ihre Frau aussehe," anttoortete sie langsam; ich war etwas neugierig, das Mädchen zu sehen, das Sie mir vorzogen." Das ich Ihnen vorzog !" wiederholte er stöhnend. Ich hatte keine Wahl. Ich konnte Sie nicht in den Abgrund von Armuth und Erniedrigung ylnaozieyen, m den ich versunken war, und so richtete ich mich durch die Hilfe einer Anderen auf!" ,Sie haben also nicht aus Liebe geheirathct sie hat nicht meinen Platz in Ihren Herzen eingenommen!" rief sie rasch aus, auf ihn zutretend, femen Arm mit ihren Händen umschlingend, während ihre dunklen,leidenschaftlichen Augen ernsthast M ibm emvorsckauten. Aus Liebe nein ! Ich habe bisher nur em Welb geliebt Sie !" Dem Himmel sei Dank dafür ! Jetzt kann ich zwar nicht glücklich sem, aber mich doch weniger elend fühlen, als zu vor," flüsterte sie, in einen Stuhl sinkend und sich das Gesicht mit den Handen be deckend. , Oben, in ihren kostbar ausgestatteten Gemachern vertauschte Lady Urwicke un terdessen ihr Reisekleid mit einer eleganten Salontoilette; aber es lag nichts von der bebenden, zagenden Glückseligkeit der jungen Braut in ihren Zügen,während sie vor dem Spiegel stand und die weiß gekleidete Erscheinung betrachtete, die er zurückwarf. Ein seltsamer Schatten lag statt denen in ihren ügen Welchen des Arg wohnes und Mißtrauens, das sich ihrer bemächtigt hatte. . Als sie wieder hinabging, fand sie Miß Ruthven zur Absahtt bereit und als sie in den Wagen gestiegen war
und fortfuhr, entfuhr' Muriel's' Lippen unwillkürlich ein Seufzer der Erleichterung. Der junge Graf bot ihr den Arm und sie begaben sich zur Tafel, die unter einem fast drückenden Stillschweigen servirt wurde. Die Bedienten, welche die Speisen und Gedecke ab- und zutrugen, schauten einander bedeutsam an, als eine Schüssel um die andere fast gänzlich UN berührt blieb; und der alte Haushofmeister, welcher fast ein halbes. Jahrhundert m der Familie war, schüttelte voll ernsten
Argwohnes, daß da nicht Alles m Ord nung sei, den Kopf, als er bemerkte, wie ! oft er das Glas seines Herrn füllen mußte, und wie wenige Zeichen von Liebe zwischen den Neuvermählten gewechselt wurden. Muriel wurde immer verlegener über das Benehmen ihres Gatten, als die Zeit vorrückte. Nicht, daß er unartig oder unfreundlich gegen sie gewesen wäre ; .er behandelte sie einfach, als ob sie ein frenlder Gast gewesen wäre, und nicht seme vor wenigen runoen iym angeiraule Braut, und das warme, von Liebe und Zärtlichkeit überfließende Herz des armeu I Mädchens wurde kalt und schwer von einer
v , o- r. f r 'f. t. ViH4V IVUllViV IW I VII VO UVV VVU imbegrenzten.Furcht. Sie ließ ihn beim rf ihrer Augen ab, a s sie sich wieWeine sitzen und ging in den weißen Sa- tZ lHt::r nJ SsJZS?
r r r t . . -s f'y. s. . et. I Ion, wo sie sich vor das lodernde Kamm.
seuer setzte und mit über den Kmeen ge diesen Bttckcn v Iftt ?ÄSk "Ich weih jetzt, was mein Vater mein- ' ' SK13 ffÄ te, als er m?r heute diese Dokumente gab
und ich verstehe die Lage sehr wohl, in der ich mich befinde," sagte sie leise, aber war so jung und sehnte sich so sehr Nach -m uZtlxm Tone; aber ich erfahre Al-
A's .5' att eine halbe Swnd. Dich?.K spaterem den Salon trat, fand er sie L ... m- , ' , 'xtl aA : krrr,.M flrr L ui.n den, zu achten. Dir zu gehorchen, war es z Ä'ich,
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an wren Wimpern yanaenven, ,l?im ' I mernden Tropfen nicht sehen konnte. Er 'h' S'er u"d 'en eme Zeit lang gar keme Not.z n .hrzuneh. Gefallen Dir Deine Gemacher, Mm r el V fragte er nach einer We le, d e nnf,h,.x; J.;t .7 t trr. ÄÄl hmzuaefilat. a.ä 7vMfArf frt f. VVVV VJVVHiVVV V4tVYVV V VV)V VW IIU Mrs. Earle und sie wird Alles besorgen sie ist eine unschätzbare Haushälterin. Dann schwiegen Beide wieder eme Weile. otk ti.. wrm.iu 0"7 VVV' ,v"r ö'vum es ist langweilig hier, aber wir müssen r i r rrt .. r, r i - I nach und nach Gäste einladen, um uns ein wenig aufzuheitern. Ich glaube aber," und er lachte ziemlich verlegen, es ginge doch nicht, das wir schon in der ersten Woche nach unserer Hochzeit Gaste emla den." Wieder herrschte Stillschweigen. n i iC'rXuc ' ur Q" - e.:.!: i..-r,rs unv iiw vvi vviiiiKv.tuuvu uv uv;uiivuii' te. Es verursachte ihm ein unbehagliches ". . . . ' ' ' 3. V Ge üHl, dle er stummen, stillen Gestalt gegenüber sitzen. . aiunel zog langsam ,bre Hand vom . Gesichte zurück und schaute ihn aus ihren tiefen, grauen Augen fest an mit einem Blick voll ernster Frage, den er nicht verstand. GlaubstDu nicht Claud.daßwnun, SÄSÄ thet ist Z" Was meinst Du Z" rief er etwas er T X st Aftj9 " I I Ll wr vfff V V jvyiv-ui uu. Das, was ich sage nicht mehr, noch Zi evi t: xJL 7 ttzz. juug, ijuw wy c)r.cr.,. .t.V (Ä Sffiffi ges Ehepaar an einem Hochzeitstage weder zu langweilen, noch nach Gesellschaft zur Erheitemng zu Lehnen pflegt. Jch s.sv JLZun!iJz7 glaube, wir müssen ein Ausnahmspaar semi". .Das sind wir auch," entgegnete er jetzt kalt. Daran ist nicht, zu zwei teln." Aber warum sollten wir es sein ? Wie memstDudas?". Er schaute sie emen Augenblick überrascht ob ihrer Kühnheit an. Nun, ich denke, wenige Leute heirathen sich unter solchen Umständen, als dies bei uns der Fall war." Unter solchen Umständen ! Ich wußte mcht, daß etwas Besonderes, dabeim Spiele war. Ich bitte Dich meme Unwissenheit aufzuklären." Lord Urwicke war von ihrem Benetz.men aanz verblüfft er hielt es für Affektation und wurde m semem ohnedles aufgeregten Zustande noch gereizter davon, Mit ungeduldig ärgerlicher Geberde stand er von seinem Sitze auf. Ich weiß nicht, was für Gründe Du haben magst, diese Fragen an mich zu stellen, aber sie erscheinen mir höchst unzeitgemäß." Meme Gründe sind, Aufklärung über einen Punkt zu erhalten, der für mich hiiil nRAstoi' flstt(filrt?,Jf iff " imrirAm 7vyv jvvYiyv. ., M..vvvvy sie ihn mit leiser, vor Auftegung bebender Stimme : ..und ick werde mick nickt eher zufrieden geben, als bis Du mir geantwortet hast. Ich wiederhole meme Frage: Wieso sind wir verschieden von Anderen?" . Da Du so beharrlich bist, bleibt mrr nichts Anderes übrig, als Deinem Wunsche zu willfahren, selbst wenn meine Antwort Dir roh vorkommen sollte. Ich alaube, gewöhnlich heirathen sich die Leute aus Liebe, während wir" Nun " rief sie aus wir haben uns geheirathet " Einem gegenseitigen Uebereinkommen zufolge das ist die mildeste Form, es klar u legen." Sie taumelte zurück, von einer tödt lichen Schwäche erfaßt, aber sie überf' .r. r r t. r i rw r "ep sich oerjelven nur einen Augenvlicr lang : und als Lord Urwicke herzu sprang, um sie zu unterstützen, wehrte sie ihm gebieterisch ab. nnd blieb mit fest an die Brust gedrückten Händen vor ihm stehen. Ich glaube, ick war von einem Miß Verständnisse befangen, aber ich fange setzt an klar zu sehen," sagte sie mit har ter und gepreßt klingender Stimme. Da r. ... r r r . rr- t r- 1 wir aber schon bei der Erklärung sind. ist's besser, sie zu vervollständigen. Willst Du mir sagen, warum Du mich geheiraf.r9" Vv
Soll ich D r ein Buch aus der Biblio- dieselbe zu schänden. Die lt bcht the'k holen, Muriel ?" fragte er wieder in Il'cht daß wir weniger gluck ch
,,cn nich: Xtm Äater " Lasse ihn gefälligst aus dem Spiele. Ich verlange von Dir eine Antwort, und" mit heiserem, krampfhaftem Lächeln, Du brauchst nicht zu fürchten, meine Gefühle oder meine Eitelkeit zu verletzen ich versichere Dich,sie werden den Stoß aushalten können. Ich will nur die Wahrheit totzn." Dann sollst Du sie erfahren. Ich heirathete Dich" dies sagte er leise und zögernd weil Dein Vater sämmtliche auf meinen Gütern lastende Hypotheken
besaß und weil er mir sagte, daß, wenn ick Dick wr ftnxu nebme. ick meine Erb guter schuldenfrei als Deine Mitgift , zurückbekäme." Muriel schaute hinweg und ihre Blicke irrten im Himmer umber. Sie bemübte sieb, ibre wirren Gedanken m sammeln und den Sinn dieser furchtbar grausamen Worte iu vergeben, die nck wie Messerstiche in ihr Herz bohrten. War sie wahnsinnig und bildete sie sich diese schrecklichen Dinge nur ein, oder war ,z wabr. dak sie in ibren beiliatten füblen so furcktbar aekränkt verkauft und verrathen worden war? f0sA X X a 9yu kä X Cl uW TJ3 vv u iiiu ivuuvv. -urnuuu uuis rnl rz, :m fnm rnu U.1LU 1L Ll L U liLiil U Wil V71LIIL ftUn V S)flVttYA jj. . ',.u.r. :j. ... u.: " V' " i&y"M, j j Altare selbst, n Dir ab. und keine Macht der Erde bä.te Z SV das mich an Dich bindet ! Abei !?a,doch -reim.h M n u,,v ,llvv "vv i o Dir volle Freiheit gewähren, zu leben wie Du. willst; betrachte Dich als eben so ungebunden, als ob ich nicht existirte denn ich will Dich selbst für den Schein, Dir Deine Freiheit genommen zu haben, so . r -. - f nrn '. f. viel als möglich entschädigen. Was mich l,4.:k?t II v .. tt? nl Sie hielt einen Augenblick inne, die Stimme versagte ihr dann fuhr sie aber mit neuer Festigkeit fort: Ich werde nicht vergessen, daß ich Deinen Namen trage und daß die Ehre einer edlen Familie in meine Gewalt gegeben ist. Ich werde nie etwas thun. i Wir wollen einmal täglich unsere Mahl iuiy, tu Uttve.r viuuutc eit gemeinschaftlich einnehmen, hie und ir . ' . 1s Q-: da mit e inander, ausgehen, im Uebrig n I hav YrAiAi tMtu v t flttirtMnflr n S I ; 7 rX verkehren, Dts ßou tft , gotUob, i nrnn tönn rr niTi im ipiit tt t m t i m i rrZLZV ,, Und jetzt," sie fühlte, daß ihre Ruhe sie verließ und sie im nächsten Augenblicke vor tVMUVUV VMIMUVV 7V v IJVit Schmerz aufschreien oder ohnmächtig weri .-.rr, s. o t. c. . l., i:. S uttm Fupneben 'einander zu lebsn, i? nichts mehr zu sagen. Ich wünsche Dir gute Nacht ich bin müde und bedarf der Wut i" . (AvnS YnW im 5n,k skkaute '7 tl r i -1 7 7 ' ' 71 ihr nach, als sie leichenblaß, aber anscheis ;..,r c oinl' tx;e aber als l iickv i;vit vu rnv vvuvp, vvv sle. 5te?Afö 7? XTn T Niemand sie sehen oder hörm konnte, da JTaS übermannt, aus ein Sofa, und m ersticktem Schluchzen tönte es von ihren Lip ven : Das ist mein Hochzeitstag ! Mem Hochzeitstag !" lJortskpunq folgt.) Vom Auslande. Wenn. in Rußland e i n E ! senbahn-Unfall geschieht, so scheint er im t ri . ! r. , nock ein eiaenes Lokalkolorit iu ha U. N-isuiel der folgende, am 2. qs bei c..:gsslaw vassiite. Auk der Linie wurden die alten verfaulten Schwellen durch neue ersetzt, wobei der Bahnmeister verpflichtet war, auf beiden den der Strecke Signale aufzustellen, damit der Maschinist den Zug rechtzeitig mm Stehen bringen könnte. Diese Vorschuft war aber nicht eingehalten worhen. Weder wehte die rothe Flagge, welche das Halten des Zuges, noch die üne Flagge, welcheVerlangsamung der Fahrgeschwindigkeit verlangt. Ein Güjerzug pasirte nun mit der gewöhnlichen, fahrplanmäßigen Geschwindigkeit und die Katastrophe war unvermeidlich. Die Lokomotive stürzte mit dem Tender die Böschung hinab, grub sich tief in die ni v -'.C 4,:- 5U..t. HIOC VlU UIIV Uj IIVU ViütV Vliyv XxXt sich, die sich von den übrigen losge sst unh in Sklitter iersckellt wur. den. Zum Glück kam von dem Zugper sonal absolut Niemand zu Schaden. Sofort wurde Nachricht auf die Station gegeben, von wo auf einem Hilfszuge der Chef des Jakaterinosslaw'schen Depots mt Arbeitern zur Freimachung der Linie eintraf. Von der anderen Seite kam auf einer Lokomotive der Distanzchef aus Ssinenikowo ; aber wie waren sie überrascht, als sie auf der Unglücksstätte alle Bahnossicianten : den Diaschinisten, die Conducteure, den Bahnmeister und die Remontearbeiter besinnungslos betrunken vorfanden ! Es war nicht ein einziger Mensch am Platz, der seiner Zunge Herr gewesen wäre. Betrunken hatten sie sich mit Branntwein, Wein und Metb ' . ' . . ' . . aus den Fässern, die sich :n den zertrüm merten Waaaons befanden. Der erste. gleich auf den Tender folgende Waggon w? mit Sviriwosen aefüllt.aewesen. Fast das sämmtliche Geschirr war zerbrochen. Wein, Liqueure, Meth, Branntwein flössen in Strömen. Am Bahndamm hin lagen ganze Fäßchen zwischen Kohlen, Salz und sonstigen überall umhergeschlenderten Waaren. Die Aufräumung d Bahn wurde also damit begonnen, daß man alle Betrunkenen Mann für Mann zur Seite trug -
C(lU(t OVvvil V.
und wte Leichen zu einer Gruppe zusam menlegte. Das Erdbeben, welches vor drei Wochen England heimsuchte, trat mit der größten Heftigkeit in den östlichen Landestheilen auf und hat dort an manchen Stellen geradezu verheerend gewirkt. Der Stoß wurde zwar auch sehr deutlich in Cambridge, Northampton, Jpswich, Bishops Stortford, Woolwich, Sheerneß, Southend, Harwich und bis hinunter nach Bristol verspürt, seine Gewalt nahm aber gegen Osten immer
mehr zu und äußerte sich am stärksten an den Seeküsten und in der Nähe derselben. Die Dauer des Erdbebens wird verschieden mu ö bis 20 Secunden angegeben ; die Richtung des Stoßes ging von Osten nach Westen und war wellenförmig. In London verspürte man das Erdbeben namentlich der Themse entlang und ganz besonders deutlich im Parlamentsgebäude; der große Victoriathurm soll, wie einige Arbeiter aussagen, geschwankt haben ; Schaden aber richtete das Erdbeben in London nicht an. Ein starkes unterirdisches Getöse begleitete die Erschütterung. Am 23. April brach in dem Bell-Hotel m der Old Bauy in London ein Brand aus, der leider mehrere Menschenleben forderte. Die Flammen, welche im Erdgeschosse zum Ausbruche kamen, ergriffen rasch die zu den oberen Geschossen führenden Holztreppen. Der Besitzer des Gasthauses, Herr Billinghurst, stürzte nach dem dritten Stockwerke, wo seme Schwägerin mit zwei Kellnerinnen schlief, weckte sie und forderte sie auf, ihm rasch zu folgen. Mit Mühe gelangte er noch in's Freie ; die Frauenzimmer, die anscheinend ihre Kleider anzogen und noch etwas retten wollten, waren zurückgeblieben und sahen eine Minute später den Ausgang versperrt. Sie erschienen am Fenster und riefen verzweiflungsvoll um Hülfe, die ihnen jedoch trotz aller heldenmütigen Versuche Billinghurst's und zweier Polizisten, welche von dem Dache des Nachbarhauses einen Rettungsversuch machten, nicht mehr gebracht werden konnte. Ehe die Feuerwehr erschien, war der obere Theil des Hauses eingestürzt und alle drei Frauenspersonen waren in den Flammen umgekommen. Zur Lösung der egyptischen Schwierigkeit ist GeneralconsulBaring aus Kairo nach London berufen. Der Bericht, welchen er seiner Regierung zu erstatten haben wird, mutz die Sudanfrage und die finanzielle Lage Egyptens umfassen. Was letztere anlangt, so haben auch andere Machte ein Wort mitzusprechen und das britische Cabinet beab sichtigt, diese Angelegenheit einer in Lon don abzuhaltenden internationalen Eo ferenz zu unterbreiten, zu der die Einladüngen bereits ergangen sind. Wie ein Telegramm aus London meldet, soll sich die Aufgabe der Conferenz darauf beschränken, den Vorschlag Englands in Erwägung zu ziehen, das Liguldatlons' gesetz zu Gunsten Egyptens abzuändern. Es verlautet, daß England bereit ist, die Garantie für eine egyptische Anleihe von acht uilillionen Pfund Sterling zu übernehmen, wenn das Gesetz nach seinem Vorschlage modisicirt oder ganz sistirt wnd. - Ein großartiges V er mächtniß ist der Stadt Leipzig zugefallen. Der vor emigen Tagen gestorbene Buchbändler und Buchdrucker Herr Carl Cbristian Philipp Tauchnitz hat in seinem letten Willen die Stadt Leitern wr Uni versalerbin seines mehrere Millionen Mark betragenden Vermögens eingesetzt und zwar mit dem Ausdruck des Wunsches (nicht Bedingung), daß die Zinsen des Eapltals zu neun Zehnteln stavtischen Wohlthätigkeitsanstalten zufließen sollen. Ein Zehntel des Zinsenertrages soll nicht verwendet, sondern zum Capital geschlagen werden. BaronRothschild ausParis unternimmt soeben mit seiner Facht Eros" eine Vergnügungsfahrt im Adriatischen und Ionischen Meer. Bei diesem Ausfluge ist nun die Eros" bei Sette Valle auf der öden Karst-Jnsel Malade auf emem Felsenriffe aufgesahren. Als dieser Unfall in Zara bekannt wurde, lichteten sofort die beiden im dortigen Hafen liegenden Kriegsfahrzeuge, u. zwar der RaddampferAndreasHofer" unter dem Eommando des Corvettencapitäns Pogetschnigg und das Kanonenboot Krka"unter dem Eommando desLmienschiff -Lieutenants Erzherzog Karl Stefan, die Anker, um dem Schiffe Hilfe zu bringen. Als die beiden Kriegsfahrzeuae an Ort und Stelle kamen, erkannte man,daß die Aacht Rothschild's ungemem festaufsitze und daß nur eine längere umfassende Arbeit dieselbe wieder flott machen könne. Der Andreas Hoser", das Stationsschiff des Statthalters von Dalmatien, durste sich aber nicht längere Zeit aufhalten und mußte nach Zara zurückkehren, da Baron Javanovlch das Schiff selbst bencthigte. Da die ..Krka"aber nicht allem imStande war, die Facht flott zu machen, fuhr Erzherzog Karl Stefan nach demCentralbafen von Pola, wo er einen großen ponton mit zahlreichen Materialien und Werncuqen ins Schlepptau nahm und aoch am selben Abende den Hafen wieder verließ, um dem SchiffeRothschild'sHilfe 4i bringen. AusKüstendje,Jassy, G a i. ..mV . ! r fAis.M ... tun uuv jiaiiu iuuuii ctnuit wu, welche die wirthschaftliche Zukunft dieser kür den rumänischen Handel wichtigen Plätze in traurigstem Lichte erscheinen lassen. Was Jassy anbelangt, fo liegt :s wohl in der Natur der Verhältnisse.. daß die ehemalige Residenzstadt der moldauischen Hospodare unter den Folgen der Erhebung Bukarest's zur Haupt- und Residenzstadt der zum Königreich Rum nien vereinigten Donaufürstenthümer zu leiden hat. Hingegen scheint der Verfall der oben erwähnten früheren Freihafenstädte zum Theile auf die übergroße Eile zurückzuführen zu sein, mit welcher die Beseitigung -der Freihafenpnvilegien deIvexirt wurde, bevor noch für dieSchaffung eines die nothwendigen wirthschaftlichen Folgen dieser Neuerung so viel als möglich beseitigenden Uebergangsstadiums .orge getragen war. Als' bezeichnend iu? den hierbei erzielten Effekt mag hervorgehoben werden, daß in demselben Grade, in welchem der Handelsverkehr in den ' rumänischen Hafenstädten abnimmt, der Verkehr und Woblstand Odessa's Qu
Der B e r lin er Börsen . Qou rier schreibt: Elfhundert und zwei Per, sonen sind in Berlin im Jahre 1833 aus zähe Weise um's Leben gekommen. Elf hundert und zwei Leben sind jäh beendet worden ; Verbrechen, Fahrlässigkeit, un berechenbare Unglücksfälle oder freier Entschluß waren die Veranlassung, daß der Lebensfaden von weit mehr als tau send Menschen durchschnitten ward. Nicht an Alter oder Geschlecht kehrte sich daö Unglück, nicht Mann, Weib oder Kind wurde geschont. Es ist ein dunkleö Ca vitel aus dem Leben der Großstadt, daS m diesen Zahlen in dem Berichte deS Leichen-CommissariatS gegeben wird. Die Statistik kennt kein Mitleid. Sie
lebt m erbarmungslosen brutalen Zis 'ern ihre Ermittelungen. Wollte man lich in diese Daten vertiefen, man würde die ganze Chronik der Verbrechen und der Unglücksfälle noch einmal Revue Jassiren lassen. Da taucht vor uns auf das Eisenbahn-Unglück in Steglitz, das mit einem Schlage 40 Menschen auS ihrem stillen und beglückten Heim geris ' sen, da sehen wir Flammen emporzün geln und in dem Rauch die tnt ,tellten Leichen der Erstickten liegen.' a sehen wir Mordbuben die Hand er heben und meuchlings um schnöden Ge winn kaltblütig Blut vergießen; da sehen wir ein unglückseliges, in der Stunde ihrer Noth von dem Verführer verlassenes Weib das Kind auf ewig zum Schweigen bringen, das unter anderen glücklicheren Verhältnissen ihre Wonne hätte sein können welche unendlich trübe Seiten in dem Bilde der äußerlich so heiteren, so lebensfrohen Stadt. DaS dunkelste Capitel aber in dieser dunkelsten Erzählung bilden die Selbstmorde. DaS sind geradezu erschütternde Mittheilun gen. Nach dem Stricke, alS ihrem Erlo ser von aller Erdenpein, haben 162 Per sonen gegrissen, den Revolver haben 45 auf sich abgedrückt, 105 haben den Tod m den Wellen gesucht und gesunden und 82 Personen haben sich den Giftbecher gemischt. Vierhundert und vierzehn Per sonen haben sich gewaltsam aus der Welt geschafft Tag für Tag, Werkeltag wie Feiertag haben Noth, Elend, Krankheit w mr . , r "w ;n unserer Acme zu oer letzten yar der Verzweiflung gesagt. Gesegnete Wobltbater. Als ein auS berühmten Aerzten nnd Chemi. kern bestehender Rath die Entdeckung machte, daß durch Mischung einiger wohlbekannter werthvoller Heilmittel die allerwuodervollfte Arznei erzeugt wurde, welche eine solche Menge verschiedener nramheuen zu heuen un Stande sei, daß beinahe alle anderen ?!neien Übelsiüs sig würden, bezweifelten dieS Viele, aber der Bewei ihre Wcrthe durch thatsächliche An. Wendung zerstreute jeden Zweifel, nnd heute sind die Entdecker jener oroßen Arznei, Hop'enBitter, al Wohlthäter doa Allen geehrt. Dieses Bitter ist zusammengesetzt ans Hopfen, Buchn, Malz, Wolfikirsche, Löwenzahn und an. deren aueslen und besten Heilmitteln der Welt, und ist der größte Blutreiniger, Nieren, und Leber.Regnlator und Leben und Eesvndhei Wiederb rin ger. Kein Leiden, wo dieses Bitter gebraucht wird. Söa auch immer die Symptome sein mögen welcher Art auch die Krankdelt und reiben sind gebrauchen Sie Hopsen.Bttters. Es rettet Ihnen daö Leben. Hunderte sind ans diese Weise gerettet worden. ZT $50 wer. den für jeden Fall bezahlt, wo da Bitter nicht hilft oder heilt. .Ich litt lange Jahre an schweren Nieren. und Leberbcschwerden, bekam dünnes Blm, war schläsr g und matt, konnte kaum herumkrirchen, war mit einem Wort ein alter gebrechlicher Mann und konnte nichts finden, das mir half, (.: :x Äut oa:n.. . ...v . ! 6 io) vpirnzziuer gccraune, nno miq tfi wie neu geboren finde Mein Blut ist rein, die Nieren sind recht, nnd ich bin wieder so fräs tig wie ein Dreißigjähriger, obschon ich 72 Jahre zahle. Vater." .Zehn Jahre lang war meine Frau an's Bett gefesselt, sie litt an einrr solchen Mengt. Leiden, daß kein Dokter wußte, wa ihr fehlte, nnd ich warf ein kleine Vermögen für allen mögliteu Humbug nnd Stoff weg. Vor circa 6 Mona, ten sah ich eine Ver. Staaten Flagge mit Hopfen-Bitters darauf, nnd ich beschloß n ch. mal zwei Flaschen zu kaufen, und jetzt ist sie so mohl und kräftig, als irgend eine Mennes Fran nnd dies wurde mit wenigen zwei Dollars erreicht H. W. Detroit. Mich. BilligcHcimslattcn ArkansaH and Texas Die St. Lovis. Jlon Mountain nnd Sau. thern Eisenbahn entlang, sowie die Texas und Pacific.Eisenbabn und die International nd Gi eat Northern Eisenbahn sind Tausende don Ackern de gewühltesten Farm, und Weidelandes n der Welt, im Preise don $2, $3 und $4 per Acker, in gesunder Gegend nnd einem nnüber . m , ? r ? rm lreistlazeu nnma, rur Vk,unooeu unv Nvens gevuß. Man schreibe an den Unterzeichneten um einen statistischen Srntebericht von rkaa. sas und Teza für 188? und man entschließe sich zu gehe nnd sich selbst zu überzeugen, daß die Ernte don 1888 um 60 Prozent grö ßer w ar als 1882. Vevlenigen, welche Land don diesen Gesell, schaften kauf.', nnd ein Viertel, die Hälfte oder Alles baar bezahlen, wird ein verdältnikmaiiae? Nachlaß an Fahrpreis oder Fracht über dies l'enoaynunien eriauvr. , . H. C. TowngHnd, Ten'l-PassZlgent. St. Louis, Mo. Palraor, Distrikt Land . Pass. . Agent, No. 40 West Washington Straße, Indianapolis. rr yfA y m. n Jffl&IRR Die kürzeße u5 beste Oan nech Louigville, Nashville, Mernphls, Chaltanooga, Atlanta, ßavannah, Jackeonville, Mobile and New , Orleans, es ist dorthellhaft für Passagiere nach dem Enden, eine direkte Ronte zu nehmen. Palast., Schlaf, nnd Parlor-Wagen zwiscben Chicago nnd Lonisville nnd St. Loni nnd Lonisville ohne Wagenwechsel. Comfort, Schnelligkeit nnd Sicherheit bietet die .Jeff die alte zuverlässige D. M. &,. M. M. Xfc. Xo-incr, Lsstftent Seneral vaffazier.Zlgtni, Nordost.gcke Washington und Jlltnoi Jndxl L. MT, IIcKinna, Superintendent.
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