Indiana Tribüne, Volume 7, Number 232, Indianapolis, Marion County, 10 May 1884 — Page 3
Oliloago, St. JLouls anet XItrtslixrfif Rallroad. ZeU-TaitLe für durchgehende und Lolal-Züge. V17. Felr-1883 cm: JJ3g Uffen daOnion.Tkxot,Jndxl.,wi, sollt:
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Gesühnte SHnld. Roman au dem Englischen, fli bearbeitet von Hrrmlne Frankenfle!.
sJortsedung und Schluß.) , as fettster war viereckig uno vas massive Eiscngitterin mächtige Steinqua--derningefügt. Selbst mit einem starken Werkzeuge hätte er dasselbe nicht zn schüttern vermocht, und er brsaö kein sol chcZ Werkzeug. ' Als cr überfallen und jrtgeschlevpt worden war, hatte man ihm irntc und Jagdmesser weggenommen, und das Ät'esser,' das man ihm ZU den Speisen zurechtgelegt batle, konnte ihm bei einem vluchtversuwe gar nichts nützm.. . Bei der Untersuchung des Zimmers fand er .einen Wandschrank, in welchem einige alte Bücher waren, mit denen er sich wenigsten die Zeit vertreiben tonnte. Auch Kenen und Leuchter, sowie andere nützliche Dinge fand er vor. Gr warf sich auf sein Bett, und las eine Zeit lang. Dann schlief er vor Erschöpfung ein. Als er erwachte, war in seinem Zimmer Licht angezündet, der Theekessel summte über einer Spirituslampe und auf den: Tische stand Alles, was zu einem Abendmahle erforderlich war. Man beabsichtigt also nicht, mich aul zuhunzern," dachte er mit finsterem Lächeln bei sich und verzehrte dann sein Abendbrod ziemlich hastig. Das währte nun so eine längere Zeit hindurch. Er bekam keinen Menschen zu Gesichte. Seine Mahlzeiten wurden ihm regelmäßig, während er schlief, gebracht; und er schlief so ükl und so fest, daß er überzeugt war, daß in den Wein, welchen er" erhielt, ein Schlaftrunk gemischt war. . So vergingen die Tage und Wochen, und die Einsamkeit und die Haft griffen ihn schrecklich an. Er konnte sich selbst nicht sehen, aber er fühlte, daß er hager und schwach war. , ' . Und während dieser ganzen Zeit kam keine Botschaft von irgend Jemandem zu ihm. Der Muth begann ihm endlich zu sinken,' und er spähte wieder nacb einem Mittel zur Flucht. Er machte verschiedene Versuche, den Charakter seines GcfangenenwäncrS zu entdecken, aber es war nicht gelungen. Er hatte mehr als einmal beschlossen, in der Nacht wach zu'bleiben, aber ervermochte es nicht. Die Tage waren kalt, aber als er eines Äkorgens erwachte, war Feuer im Kamin angezündet und, waS noch merkwürdiger war, seine Thüre war offen. . : Er sprang durch dieselbe hinaus und befand sich in einem hübschen, als Wohn zimmer mit einem Anstrich von Bequemlichkeit ausgestatteten Gemache. Der Fuß dodeN'lvar mit Matten bedeckt, auf dem Kaminsimse stand eine kleine Uhr und auf dem Tische lag ein Papierstreifen, auf welchen in ungeschickter Handschrift geschrieben stand : Wenn der Gefangene sich in das nachte Zimmer zurückziehen und die Thüre chließen will, um Eins, Fünf und Sieben verden ihm seine Mahlzeiten auf den Tisch eiteut: der Gefangene muß eine Dlertelrunde im Nebenzimmer bleiben. Jedes bweichen von dieser Regel wird zur Folge haben, daß das äußere Zimmer wieder geschlossen wird." Der junge Mann fühlte die Verände rung, em zweites Zimmer zur Verfüguua zu haben, als eine solche Wohlthat, daß er beschloß, diese Vorschrift nicht zu vet letzen. ' irr handelte genau nach derselben und fand seine Äi'ablzciten stets mit Pünktlichkeit vor. Eines Vkorgens fand er auch ein Packchen neuer Bücher auf dem Hv sche, neben seinem Frübstücke. Das war tint außerordentliche Wohlthat für den urmen Gefangenen. Nach einiger Zeit begann er auch dieses Zimmer zu untersuchen; doch war auch dort nicht die geringste Aussicht, einen Fluchtversuch wagen zu können. Luft und Licht waren nicht ausgeschlossen ; aber es war nirgends ein Ausblick in's Freie. Es war eine öde, trübselige Existenz ; aber er konnte nichts weiter thun, als geduldig waiten, bis sich eine Aenderung ergeben würde. - ' Eines Nachts es waren Wochen seit seiner Unterbringung in diesem Gcfängnisse verstrichen erwachte Einst in Folge 'eines eigenthümlichen Geräusches. Ein merkwürdiges, sich in ziemlich regelmäßiger Weise wiederholendes Klopfen gegen das Fenster war es. In größter Aufregung sprang Ernst von seinem La gcr und auf das Fenster zu. Die Nacht war ziemlich dunkel, aber doch erkannte er bald deutlich, daß ein Packet an einem Stricke von oben heruntergelassen worden war und daß Jemand im oberen Theile des thurmartigcn Gebäudes den Strick so diiigirte, daß das Packet gegen die '.von Innen stark vergitterten Fenster flog . War cö ein Freund oderein'Feind, der sich hier so meldete 'i Nein, es konnte nur eine Freundeshand sein, seine Feinde hatten ja stets Gelegenheit, sich ihm zu
nähern. Ernst wagte nicht zu rufen, aus Furcht seine Wächter zu erwecken. Mit hastiacm Griff setzte er sich in den Besitz des Packetes und öffnete dasselbe. Es enthielt mehrcreFeilen, eine Stahlsägc, eine Wachskerze nebst Streichhölzchen und was Ernst vor allem intercffirte, einen ' Brief. Er verdeckte das Fenster mit seiner Bettwäsche, daß der Schein der Kerze nicht bemerkt werden konnte und dann riß er daS Eouvcrt deS Briefes auf. i , Derselbe war von Jake Mole und lautcte Folgendermaßen : Ich habe Ihren Kerker . erkundet. Aber rühren Sie sich nichtund rufen Sie mich nicht, denn Ihre Wächter befinden sich in nächster Nähe. Mit den Feilen und der Säge durchschneiden Sie morgen die Gitterstäbe des Fensters so, daß Sie dieselben in der nächsten Nacht s durchbrechen können. Morgen Abend bin ich wieder in Ihrer Nähe. Ich werde Ihnen dann eine Strickleiter herunterlassen, auf welch Sie zu mir emporklimmen können.' Von meinem Standpunkte aus führt ein hedbverfallenerGang in einen anderen Thurm dieser Ruinen,von dort aus ist die Flucht . "
:elcyt. Holgen Sie meinen Anornungen genau und ich zweifle nicht, daß alles gut gehen wird. Ihre Freunde befinden sich wohl und harren auf cm Lcbenszeichen von Ihnen. Binden Sie einen Brief an das Ende des Stückes Jbr treu Ergebener, -Jack Mole. Ernst hätte am liebsten dem treuen Jack einen Gruß hinaufgerufen. Aber eingedenk dcr Warnung,bekämpftc er seine Freude und schrieb rasch ein paar Zeilen der Antwort. ieder, welche dann an dr.i Strick gebunden und von' Jack eniporgezogen wurden. Mit klopfendem Herren horchte Ernst am offenen Fenster. Einige Stückchen Kalk, welche losgebröckclt waren, stürzten mit leisem Knistern nieder, sonst blieb Allcs stumm. Nach einer halben Stunde legte er sich wieder mit der Gewißheit, daß es Jack Akole gclungeu sein müffe zu ent kommen, ohne daß er von dem Wächterbe obachtet worden war. . . Ernst konnte den Anbruch des Tage kaum erwarten. Sobald der erste Schim mer des Tageslichtes in den Kerker siel begann Ernst seine Arbeit. Er feilte und sägte und nach einigenStunden angestreng ter und mit größter Vorsicht betriebener Arbeit hatte er die Genugthuung, daß das schwere Gitter nachzugeben begann. Noch wenige kräftige Züge mit der Stahlsäge und er konnte das Gitter herausnehmen. stellte es jedoch sofort wieder an seinen Platz, um keinen Argwohn zu erregen. Die Swndcn bis zum 'Einbruch dei Dunkelheit schlichen ihm dahin wie so viele Monate. Endlich war. es ganz sinster, aber noch immer hatte Ernst einige Stunden zu warten, denn Jack würde schwerlich in den ersten Abendstunden das Wagnip unternehmen. Endlich, kurz nach Mitternacht wider derholte sich das leise Klopfen der vorhergehenden Nacht. Im Nu stand Ernst vor dem nun freien Fenster und im nächsten Augenblicke hielt er das Ende einer aus starken Stricken hergestellten Leiter in seinen vor Freude zitternden Händen. Ernst war ein geübter Turner. Er kroch in die tiefe Fensterbntstung und begann nun langsam und vorsichtig und mit der größten Ruhe emporzuklimmen. Dann und wann hielt er an,-um zu horchen. Alles blieb still, nur der Wind rauschte in den Zweigen der benachbarten Bäume. Da endlich fühlte er eine Hand auf seiner Schulter und Jack Mole's Stimme flüsterte ihni zu : Hier Herr, noch ein paar Stufen,da, greifen Sie meine Hand." So Ernst war in Freiheit ! Er bättc den
treuen Diener am liebsten umarmt, aber dazu war jetzt keine Zeit. Fort aus der Nähe der Helfershelfer seiner grausamen Stiefschwester ! Jack übernahm das Füh reramt. Der Weg war ein ebenso gcfähr- , 4 D , . llcher, als veiHwerilwer. ucver cme nicht sehr breite halbverfallene Mauer hinweg führte Jack seinen Herrn in einen tunnclartigen Gang, welcher die beiden Flüchtige endlich nach einem verfallenen Thurme brachte, aus welchem eine Treppe ins Freie führte. Bald verbarg der Wald die beiden Flüchtlinge und jetzt konnte die Flucht auf einem bequemen Wege fortgesetzt werden. Der Waldweg führte auf cine.Ehauffee und dort hatte Jack Mole ein Fuhrwerk bereit, das die Beiden im raschen Trabe nach der etwa drei Stunden entfernten Eisenbahnstation brachte. Dort wurde der nach )!orden gebende Courierzuz bestiegen und am Spätnachmittags hatten die Flüchtlinge Schottlands Boden unter sich. Von Edinburgh aus 'schickte er Jack Akole nach England zurück, um Edith und Alice von seiner glücklichen Flucht in Kenntniß zu setzen. Aber er verniied es, sine Adresse anzugeben. So sehr er auch nach )!achrichten von seiner Sä'wester und seiner Braut sich sehnte, er wollte sich doch nicht der Gefahr aussetzen durch eine Correspondenz, welche seine grimme Feindin sicherlich zu entdecken bestrebt sein würde, sich zu verrathen. Er leble in Edinburgh ganz zurückgezogen und beschäftigte sich in den wenigen Wochen, die nun noch bis zu seiner Großjährigkeit verstreichen mußten, mitwiffenschaftlichen Studien. . Aber in den letzten Wochen vor seiner erfolgten Großjährigkeit konnte er seiner Sehnsucht, in der Nähe seiner Lieben zu sein, nicht mehr wiederstehen. Er lehrte also nach Ehurch Farm zurück und erfuhr dort erst den Diebstahl der Akten, sowie den Tod feines geliebten Großva ins. ö s n g. In dein einsamen Farmhause begann w htf'-Mj aii;cili,j) lochst ein form iges, stilles Leben, doch waren die Bewohner desselben von einer erwarturigsvollen Spannung und Ungeduld eiftillt, denn sie wußten, das; jeder Tag Ernst Nivcrs seiner vollen Großjährigkeit naher brachte, wo cr dann offen auftreten und seinen wahren Namen, seine ihm gebühr rcnde Stellung in Anspruch nehmen konnte. Ernst bezwäng auch seine Sehnsucht nach einem Wiedersehen mit Lady Edith und Alice und führte nur einen ziemlich lebhaften Briefwechsel mit ihnen; und die beiden jungenDamett waren viel zu glücklich in dem Bewußtsein,' daß er gesund und wohlgeborgen sei, um ihn einer neuerlichcn Gefahr auszusetzen. Auch sie trösteten sich mit dem Gedanken, daß die schwc re Prüfungszeit nun ihrem Ende entgegen ging. Die ersten Tage nach seiner Rückkehr nach Ehurch Farm verbrachte Ernst in stiller aber tiefer Trauer um seinen Großvater, von dessen plötzlichem Tode cr gar keine Ahnung gehabt hatte, und er wurde nicht müde, den Grafen Oscar um alle Ei:';elnheiten darüber auszn fragen. o war in ruhigem Dahinleben eine Woche vergangen, und Ernst sah der. Heimkehr Tranters nach England entge gen. ' Mittlerweile war Lady Higham mit ihrer Schwester, Alice Harcourt und dem ganzen Haushalte nach London übersiedelt, da die . Saison bereits ihren Höhepunkt erreicht hatte und ihre Hochzeit mit Lord Vansittart in kurzer ZeU stattfinden sollte. Auch Lord nsittart befand sich mit seinen Eltern jetzt in London. ' - Die bevorstehende Hochzeit bildete in den vornehmen Kreisen dasTageLgespräck',
und Lady Higham, nicht ahnend, datz alle ihre teuflischen Plane fehlgeschlagen Wann, und wie bald sie von ihrer stolzen Höhe hcrabgestürzt werden sollte, schien in einem Meere von Glückseligkeit zu schwim-. men. Lady Edith konnte nicht begreifen, wie ihre Schwester so glücklicherscheinen konnlcda sie doch heimlich von dem Gedanken an ihr begangenes Unrecht niedergedrückt sein mußte. Edith wußte auch, daß, wenn Ernst plötzlich erscheinen würde, um seine Rechte geltend zu machen, und ihre Schwester ihm dann noch immer Widerstand leisten würde, ein furchtbarer Skandal entstehen müse, den sie um jeden Preis vermeiden wollte. . Aber sie konnte vorläufig gar nichts thun und mußte die Dinge nlhig ihren Laus nehmen lassen. Es fanden dem vornehme,. Brautpaare zu Ehren viele Festlichkeiten statt, und Ladv Elarence war stels die Königin derselben. Eine Woche vor dem anberaumten Hochzeitstage sollte bei Lord Vansittart's Eltern ein großer Ball zu Ehren des Brautpaares stattfinden, und es wurden zu demselbendie glänzendsten Vorbercitungen getroffen. Am Morgen des Tages, an welchem der Ball stattfinden sollte, sahen sich öady Edith und ihr Verlobter und Ernst undAlice nach der langen Trennung wieder. Sir George war mit seinem So ne einen Tag nivo? aus Italien zurückgekehrt und Ernst war einer brieflichen Auf' forderung zufolge in die Stadt gekommen, um daselbst die entscheidenden Schritte zu thun. Sir George wa? wieder vollständig hergestellt und" hatte alle rechtskräftigen Beweise für Ernsts Identität gesammelt und in Bereitschaft. Mit Lady Edith's Brief von ihrem verstorbenen Vater war die Beweiskette vollständig und unantastbar. Das Wiedersehen war auf allen Seiten ein freudig bewegtes. Die jungen Damen blieben mehrere Stunden im Hause Sir Georges, und der Plan, wie der entscheidende Streich geführt werde, wurde. besprochen. Als die jungen Damen sich verabschiedet hatten, schrieb Sir George einen Brief an Lord Vansittart's Vater, mit dem er sehr gut bekannt war, theilte ihm mit, daß cr genesen nach England zurückgekehrt sei und daß er sich die Freiheit nehmen werde, seinen Ball an diesem Abende zu besuchen und seinen Sohn und einen jungen Freund mitzubringen, den cr dem Lord untei ganz besonderen Umständen vorzustellen wünschte. Ein zweiter Brief ging an Lady Elarence Higham. Er lvar ganz kurz. Lady Higham ! Bereiten Sie sich vor, die Strafe für alle Ihre Vergehen zu einpfangen. Ich bin nach England zurückgekehrt und habe alle Beweise für die Identität Ihres Bruders zurückgebracht. Ihr Geschick kann Sie jeden Augenblick ereilen. George Tranter." Lady Elarence zuckte höhnisch die Ach. seln, als sie diesen Brief empfing. Sie glaubte, öir George habe sich die erwähnten Beweise verschafft, nicht ahnend, daß Ernst nicht todt sei in welchem Glauben sie
noch immer fest verharrte. Sie fürchtete seme Drohung nicht, und als der Abend kam, erschien sie in glänzender Toilette in dem Salon und erregte allenthalben BeWundenina. Sie schritt am Arme Lord Vansittart's durch die bleiben der Gaste, dieselben be grüßend, und blieb hei Manchen einige ftrt ", r, e , ' r . iinuren hieven, um mir iynen zu piaudern. Als sie nach einerWeile erinüdct schien. fülnle sie Lord Vansittart in ein kleineres 'eltcnacmaw, das leer von Galten war. und lud sie ein, auszuruhen. Er nahm auf einem Sopha Platz mit ihr und sagte dann plötzlich : Wir werden heute noch ganz uncrwartete Gäste hier empfangen, liebe Elarence. Sir George Tranter. kommt mit seinem Sohne und einem geheimnißvollen Fremden, dessen Namen er erst nennen will, ivenn er ihn hier vorstellt. Lady Elarence hatte ein Gcfübl, als ob ihr das .erz still stehen wollte. ' ' Was sollte das heißen? Wer konnte der geheimnißvolle Fremde sein? Sie ließ jedoch von der Angst, die sie erfaßt hatte, nichts merkeii und erwiderte nur : Ich habe gehört, daß Sir George nach England zurückgekehrt ist, wußte aber nicht, daß er gesund genug sei, um Gesellschaftcn zu besuchen." Er schreibt sehr l?eiter," war Lord Vansittart's Antivort. Was wolle,! Sie, JanleS?" fügte er dann, an einen Diener gewendet, hinzu, der in der Thür erschienen war und ihm etwas sagen zu wollen schien. Ick bitte um Entschuldigung, Eure Lordschaft, aber Sir George Tranter ist hier mit noch zivei Herren, und cr möchte Sie und Lady Elarence Higham allein sprechen." Führen Sie die Herren herein," sagte Lord Vansittart. Der Diener verschwand, öffnete 'aber gleich darauf die- Thür lvieder und meldete : - Sir George Tranter und Sohn und der Graf von Higham." Und Sir George, Edward und Ernst traten ein, und der Diener schloß die Thüre hinter ihnen. - Als Lady Higham den Todtgcglaubten plötzlich so frisch 'fctd gesund vor sich stehen sah, noch dazu in Begleitung von Sir George Tranter, der jedenfalls gekommen war, um sie zu entlarven, wurde sie von einer grenzenlosen Venweiflung erfaßt. Umsonst waren alle ihre Bemühunacn gewesen, den verhaßten Feind aus dem Leben zu schassen, oder nur unschädlich zu machen. Da stand cr nun vor ihr, .um sie aus ihrer stolzen Höhe herabzuschleudern und sie für Alles, was sie ihm angetha hatte, zu bestrafen. Sie wurde leichenblaß, stammelte müi selig die Worte hervor : 'Barmherziger Gott ! Gibt das Grab seine Todten .heraus V und stürzte dann, ihrer Sinne fcrnm mächtig, aus dem Zimmer. Lord Vansittart, der nicht begriff, waS das Alles zu bedeuten habe, wollte ihr vr . :-.. nt : t;.ri :c r.:... .nacyetten, averir George gieu ivii vcuii Arme zurück, indem er sagte: Bleibe Sie, mein Lord. Dieses Weib ist eine Unwürdige ! Ueberlassen Sie sie ihrem Schicksale und hören Eie mich jejt an Mechanisch, wie im Traume, ließ sich
Lord Vansittart von dem Baronct auf einen. Sitz ziehen und hörte dann dessen Erklärung, daß Ernst 3livers der rechtmäßige Graf von Higham sei, und was Lady Elarence Alles gethan hatte, um ihrem Bruder fein Erbe vorenthalten zu können. - Die Beweise, welche Sir George vorlegte, waren so vollgiltig, daß es unmöglich war, an Ernst's Identität zu zweifeln, und Lord Vansittart war der Erste, der ihn als Graf von Higham anerkannte und begrüßte. Er schauderte bei dem Gedanken, an was für ein Weib er sein Herz gehängt hatte, und eilte hinaus, um sie zu suchen, und sie für das bittere Unrecht, daß sie ihm Zilgcfügt hatte, zu bestrafen. Lady Elarence war nirgends zu finden. Tage vergingen im fruchtlosen Suchen nach ihr. Lord Vansittart hatte beschlossen, auf Reiseilzu gehen, und in fernen Landen Vergessenheit zu suchen, und am Morgen, ehe er England verlassen wollte, erhielt er folgenden Brief : . Suche mich nicht und fluche mir nicht ! Ich. habe schwer gesündigt ! aber es geschah, weil ich Dich liebte, und nicht verlieren wollte. Ich sehe jetzt zu spät ein, daß is besser gewesen wäre, offen gegen Dich zu sein. Ich habe mir die schwerste öühne für meine Schuld auferlegt ich habe den. Schleier genommen. Vergiß mich und sei glücklich ! Lebe wohl auf ewig ! Elarence." Wir haben unserer Geschichte nun nicht mebr viel hinzuzufügen. öord Vansittart wandert im Morgcnlande umher, bemüht, die falsche Schönheit zu vergessen, die sein Herz umgarnt und ibn dann so unglücklich gemacht hat. ' ' Ernst wurde öffentlich als Graf Philipp von Higham anerkannt, und seine Hochzeit mit Alice hat an einem Tage mit der von, Edward Tranter mit Lady Edith stattgefunden Der Schurke, welcher fich so schivcr a:i dem jungen Grafen Oscar Calvani vergangen hatte, wurde entlarvt und zu einer zehnjährigen. Galeercnstrafe venirtheilt. - Jack Mole hat den Berns eines Detektivs aufgegeben und nimmt auf den Gütern des Grafen von Higham sine hervorragende Stelle als Aufseher ein. Auch cr ist glücklich geworden und wird nächstens die hübsche Kammerfrau Lady Higi?am's als Braut heimführen. (End c) Vom Auslande
Die gambettistischenBlät ter veröffentlichen die Rede, welche Professor Paul Bert in Eahors bei Enthül lung des Gambetta Denkmals vor einem größtentheilsausSchullehrernbestehenden Publikum hielt. Dieselben hatten ihm den Abguß einer Gruppe zum Geschenke angeboten, welche von Elsaß-Lothringen im Jahre ,1371 Gambetta überreicht wor den war. Herr Paul Bert sagte : Die Gruppe Der Fluch des Elsaß" enthält für uns eine Lehre. Die alte Großmutter ist über die in ihrem Schyoße ruhende Leiche ihres Sohnes hingebeugt; mit dem vorgestreckten Arme droht und flucht sie dem unsichtbaren Feind. Hinter ihr halb versteckt, schaut in Enkel nach den: Ziele, auf welches die Großmutter weist, und seine kleine Hand sucht den Säbel zu beben, welcher der Hand des VaterS entfallen ist. Dieses Kind, lassen Sie mich daran erinnern, ist heute zwanzig Jahre alt ; seine Hand vermag den Säbel'zu schwingen. Indem Sie mir die Gruppe anbieten, welche ich 'so oft beWundert habe, will mich dünken, daß Sie das große Leid Gambetta's und auch seine unverwüstlichen Hoffnungen zu den meinigen machen. Seit dem Unglücksjähre hatte er nur Einen Gedanken : den Tag und die Stunde dessen vorzuberei ten, was er die der Geschichte innewohnende Vergeltung", nannte ; ein Frankreich zu schaffen, so einig, so mächtig, so furchtbar, daß diese Stärke im Interesse des Rechtes den Triumph und die Re vanche vielleicht ohne Thränen und ohne Blut herbeiführte; die Nation und das .Heer zu einem unauflöslichen Ganzen, ei . ri r? -T-kv r . . ner umvioersieyticyen vtacvr zu vervln den ; Dank einer von Ihnen, meine Herren, begonnenen und beim Regiment fortgesetzten Erziehung, aus jedem Kind einen Bürger, aus jedem Bürger einen Soldaten zu machen, ohne irgend welche Begünstigung oder Ungleichheit; auf diese Weise das wirksamste Werkzeug für den Krieg und die sicherste , Schutzwehr der öffentlichen Freiheit herzustellen : das war die Hauptleidenschaft seines Lebens, die glühende Sorge jedes seiner Augenblicke, der Traum oder vielmehr die Hoffnung, deren Verwirklichung er mir theil weise anvertraut hatte. Professor Zuckerkand! erstattete der Anthropologischen Gesellschaft m Wien einen Bericht über eine Entdeckung, die er auf seinen Reisen durch die österreichischen Alpenländcr zu machen Gelegenheit hatte. In den BeinHäusern von Alpendörfern fand cr unter den aufgehäuften Todtenschädeln einzelne vor, auf welchen sämmtliche Zahlen unseres Lottos von 1 bis. 90 der Reihe nach aufgeschrieben sind. Nach den Aufklärungen, welche Prof. Zucker kandl über diese Entdeckung gab,' besteht in vielen Ortschaften der Gebrauch, die Schädel verstorbener. Verwandten auf irgend eine Weise am Stirnbein zu kennzeichnen. ' Die Friedhöfe in diesen Ortschasten sind klein ; ' sobald neue Gräber angelegt werden, öffnet man die ältesten und schafftdie ausgegrabenen Gebeine in's BeinhauS. Zu Allerheiligen nun verrichten die Dorfbewohner ihre Andacht vor den aufgeschichteten Todtenschädeln ihrer Vorfahren und beschreiben einen oder den anderen derselben mit den erwähnten Nummern, hierbei von dem immer - mehr Verbreitung sindenden Aberglauben geleitet, daß Derjenige, welcher eine solche Beschreibung vornimmt, stets Glück im Lotto hat . Die Norddeutsche Allaemeine Zeitung" vergleicht die Deutsche Freisinnige Partei" mit Einbrechern. Vielleicht schien es ihr sehr verdächtig, daß diese Partei, sobald irgend ein ver besserunßsbedürftiger . Gesetzentwurf von der Regierung vorgelegt wird, zu feileit beginnt.
Ein gigantisch er Proz es;, welcher in den Annalen der Justiz gewiß einzig dasteht, wird in der nächsten Zeit vordem Geschworenengerichte in Eatania zur Verhandlung kommen. Die Angeklagten, an der Zahl etwa dreihundcrt, g-hörtcn der maffiusischen Vcrbindunz Ofano fratenia" an, welche im vergangenen Jahre die Provinzen Girgenti . und Trapani terrorisirte. Die vorgeladenen Zeugen sind fast anderthalb tausend. Aus Rücksichten für die cffcntliche Ruhe wurde das Gericht in Eatania mit der Führung des Prozesses retraut, während eigentlich das Tribunal in Palermo hiezu berufen war ; nach dem aber die Zkäumlichkciten des Gebichtspalais in Eatania für die Aufnähme einer solchen Menschenmenge unzureichend sind; wird die alte grandiose Benedictinerkirche zum Gcrichtssaal adaiirt. Die Zahl der Eicherbeitöwache wird bedeutend vermehrt und ern zweites Bersagliere-Regiment für die Dauer des Processes in Eatania die Garnsion ver parken. Professor Lücke, Direktor der chirurgischen Klinik in Straßburg im' Elsaß, theilt im Eentralblatt für Chirurgie" eine Beobachtung über eine gewöhnlicheUrsache des '-Beines (Knickoder Bäckerbein) der Kinder mit, die ge eignet ist, auch weitereKreise zu interessiren. Er sagt, daß sich die X-Beine der Kinder seit den letzten zehn Jahren in steigender Progression vermehren und auch bei ganz gut genährten, gesunden Kindern vorkommen. Die Ursache dieser Difformität war in allen Fällen dieselve: das Tragen elastischer Strumpfhalter, welche am Strumpf außen festgenäht sind, nach oben über die äußere Seite des Oberschenkels hinlausen und dann am Korset oder Unterjäckchen festgeknüpft Werden. Die Wirkung des beim Gehen und Laufen sich spannenden elastischen Bandes wird auf den vom Strumpf umschlossenen Unterschenkel übertragen und wird sich vorzugsweise im Kniegelenke in der Weise geltend machen, daß der Unterschenke! nach außen gedreht wird. Ein stärkeres elastisches Band wird auch durch direkte Gewalt wirken. So bildet sich allmälig ein X-Bein aus. Jeder, der )ie wunderbaren Wirkungen der elastischen Zugverbände bei der orthopädischen Behandlung von Verkrümmungen kennt, wird zugeben, daß durch das gerügte Modestrumpfband in der That Difformität herbeigeführt werden mu. Lücke empfiehlt gewebte oder wollene Bänder, die im untern Drittel des Oberschenkels als Strumpfbänder umgelegt werden, damit uns nicht unvermerkt dnz kl'ebeimge. Jugend zunächst. Auf der Ausstellung in Kalkutta war ein Bild ausgestellt, welches den indischen Gott Vali, den Fürsten der Unterwelt", schilderte. Einer der Mitarbeiter am Kataloge glaubt diesen Ausdruck nicht besscr.cnglisch wiedergeben zu können, als durch Kingof
rno jNeuierianüs", und so blieb der furchtbare Bali so lanqe als König der Niederlande" stehen, bis Professor Monier Williams in Kalkutta diese Veleidigung einer befreundeten Macht" bemerkte und die Unterschrist in Kiii of tks Nethenvorld" umändern ließ. .Aus Neapel wird geschrieben: Ein 10jähriges Mädchen, Marietta Benoni, kehrte am Ostermontag mit ihrer Tante von einer Spazierfahrt heim. Der Fuhrma in weigerte sich am Thore, der alten Frau einen Sou herauszugeben, und als das junge Mädchen gleichfalls die Förderung geltend machte, rief ihr der wüthende Kutscher einen Schimpfnamen zu. Zornig riß Marietta eine Haarnadel vom Kopfe und stieß sie dem Unglücklichen mit solcher Gewalt in die Brust, daß er am selben Tage unter entsetzlichen Qualen starb." I ni schönen E m in e n t b a l e des Eantons Bern, der Heimath des schweizerischen Bundesrathes Dr. Schenk und der .sieggewohnten Aelplcr beim schweizerischen Nationalspiele, dem Schwingen, findet alle zwei Jalire ein Weiberschießen" statt. Daß man sich darunter in manchen Orten etwas ganz Unrichtiges vorstellt, beweist eine jüngste Mittheilung in einem französischen Journal, das da schrieb : Im Emmenthale üben sich die Frauen im Schießen, wie die Männer ; sie werden ihr diesjähriges großes Schießen am 11. und 12. A!ai nächsthm abhalten." So verhält sich die Sache nun allerdings nicht. Die Frauen des Emmcnthales sind zwar sehr gute Patriotinnen, aber .für Stutzen und Ordonnanz-Gewehr vermögen sich diescl ben zur Zeit doch noch nicht zu begeistern. Daß aber die Frauen bei einem Weiberschießen eine Rolle spielen müssen, versteht sich. Dies geht auch aus dem Reglement desselben hervor, wo es heißt: Die betreffenden Schützengesellschaftcn, in der Absicht, die gegenseitigen freundschaftlichen Beziehungen zu einander cnger zu knüpfen und im Kreise vonFrauen und Töchtern einen fröhlichen, geselligen Tag mit einander zu verleben, vereinigen sich hiermit zu einem gemeinschaftlichen Verbände unter dem Namm:' Wctt und Weiberschießen". Jeder Theilnehmer bei diesem Wettschießcn ist streng verpflichtet, den Fall der Unmöglichkeit ausgenommen, in weiblicher Begleitung m erscheinen. Eigenthümlich ist ferner die Aufstellung einer Wettscheibe, in welche um ein gemeinschaftliches Nachtessen geschossen wird. - Mittelst Ziehuna von vier Farben theilen sich die Theilnchmcr in vier Parteien, und jede Partei ;ablt für das Nachtessen je nach der Anzahl der geschossenen Nummern ein Zebntel, zwei c.x.L.t v ; n.r...ä.r c . ' , 0 . Jcyniei, vrei Jeyniei ooer vier Zehntel, Inbegriffen die Kosten für Ballmusik. Das gemüthliche Festchcn schließt nämlich mit einem Tanzveranüaen ab. was manchen Theilnehmerinnen die Häuptsache sein dürfte. Indessen ist die weibliche ntr ' r r 1 yeuneymeychast auch vorher schon activ ibätia. Die Schük??,!"" w?v nämlich ausschließlich von den tbeilneh menden Frauen und Töchtern gespendet, und unter den Frauen der festgebendcn rj r r. . tl r rc irr . 'riscyasr cmoerncö em Mpsangs- und UnterhaltungsEomite, das den von auswarts kommenden Festbesucherinnen einen währschaften Kaffee servirt und dafür besorgt ist, daß auch andere Dinge als chutzen-Angelegenhelten zur prache kommen. Das ist daS Weiberschießen" im Emmenthal."
XVCvi X J ' ' v5?Das einzig r?!b.re nrrsTn m STOI ,M reinig taZ Int, ttulkrt die Leber und KZiern, uo tttnztdeeAeiLud hett uud Trust ctr öogm teter. yepkxne, rxekluoilgieu, linm rauit:eit, rastn, angk! no itslttt urvkdtnat geyr. xvcqtz. uxusreia und Nerven e:izm neue rast, lj tdttt dt weljt und kräftigt da Cfctfta. ..tl vn;ciu?ftt 2V stffren leide, sluden in Dr. HaTter's Iron '. n;.o ein sicheres, schnell rclrkeudeS QeUminei. Ci .i:ä?t tiarin Teiut. Tie Versuche ti nachzumache, tu A t'. nur die Beliebtheit des echten, ndtre nicht cnrere, sondern d?aucke daS echte, bei) e. l. IT . fJTk. .T . .IPW. T TT. V.Vi;W A iQ AS4 mm 4 w. g. St. Lenin, Mo., um imf "Dtwn Book " da0 N Siel iclftm wrc nUe n6atft 31$ SU, V fsfssntrtt i&xanca. . T reinlicher 78 ttetti Vctuxsolvcnia Ctr t, 233 Cftnas&lngtsst CtrcSr, 38 Bellesontain C träte . . und tand 1 3 03 CTcrlrt CaiV INDIANAPOLIS IND. INDIANAPOLIS IW COUP,, 23 Süd Pennsylvania Straße, liefert ausgezeichnete! Waffer zum rrinken, vchen. esaschev. Baten und sür.Damxfkefsel ,u ewem ftr solch Noth-vkndigkeit, V,quettchktt . und LuruZ nicht im Vergleich flehenren Preik. Rat! ' - Per Iahe. kZÜr ein LZohnhauS mit sech Zimmer der einer ööwuic vcmooni.. ür jedet veitcre Zrmmer . ilr iede YDtittr SjtniH in rintm noo $1C0 30U 3 Cd pco 13 UÜ Rar jede .Privtt Water Sloset derUral ?ür jede . imdlU" SLater 8lcrt der Ur. a Für jede Badevanre in Prtva .FamMen.. lu,g,,e,r, itovT ciuno in er Badewanne ist Ut einzige Wasser'Ler Itnfcitng im Hau, Utf der Hotel; ' eine be,ndere Bezahiuna Lr andere ff imilien,, PZch er.oder lonftige r. brauch f r iotche Benutzung zu den ge, Ldni Sen Raten irrttiuttt. Für jede Badenne in ernem LLenUichen cigtiu Zur jeden Laden, 2) Fuß Zrout - der 115 0) $1000 K AI jeden Laden über 25 JA uriede O'iic? einer eluk,, lvrri?lirr . Für jede Familie in Zimmer, Laden oder Otfice . Ür iede Bakbiklstuke mit einem &tnh1 . 500 iW $t0D fiW ?ür jede Bsrbierstude Mit rceitercm Etuiil. nu iccen rau Pklval'amltte, inschließ lich , um Wäschen der Kutschen, für ,wt Tierde vier menlaer iur jeven Stasür jedes veitere Pferd.'.'..' ür zede K,rche Für jede SSerei, die rer Tag durchschnitt. 13 00 11 w 110 00 Toch fc3 keine Bäckerei weniger beiahlen al klO.w , in j7j wtDi Virvrauqr $3 50 Küchenoesen. KNUF08, AliNtöl auü Zrat8, Alaska Neftigerators, Eisbehältcr, Pctrolcum-Ocscn, Gasolin-Ocscu. aJlT(1 f AN& i1 stH)W w w p P QjsjENfJETJ 62 Ost Washington Str. BilllgeHeimstStten inArkansas and Töxas. Die Ct. Lonis, Iron Mountain und Sou lheru Eisenbahn entlang, sowie die Teras und Pacisic.Eisenbahn und die International und Ereat Notthem Eisenbahn sind Tausende do Ackern de sevähltestea Farm, und Weidclandet ,n der Welt, im Preise don tzS, $3 und $4 per Acker, in gksunder Gegend und einem unüber trefflichen Klima, für Sesundheit und Lebenqevuß. Man schreibe an den Unterzeichneten um emen statistischen Erntebericht de rfansag und Texa für 1882 und man entschließe siÄ zu gehen und sich stlbft zu überzengeu, daß die Ernte don 1L88um.L0 Prozent gröher war al 1882. - ' - . Denjenigen, Kelche Land don diesen gesell, schasten kauf.', und ein Viertel, die Hälfte oder tüci baar bezahlen, wird ein verdältnikmäßiger Nachlaß an Fahrpreis oder Fracht über diese Eisenbahnlinien erlaubt.II. ?. To-Tev-nBenil, Een'l.Pass..Agent. St. Lonis, Vlo. TT A Tn1A Distrikt. Land .Pass. . Agent,' No. 40 Oeft Washington Straße, Indianapolis. ' , , JI&IR TZe kürzeße uud beste OaZa nach IouisvlUe, NksdvMs, UeWpKIs, Chzt tanooga, Atlanta, ßavannah, jackBonvillc, Mobile änd'NeTT. Orleans.' S ist vortheilhast für Passagiere ach dem Süden, eine dirette Ror.te zu ehme. Palast., Schlaf, und Parlor.Qägen zwischen Chicago und Louiödille und Ct. Lonis nd Lonisville ohne Wagentrechsel. ' Comfort, Schnelligkeit nd Sicherheit bietet die .Jeff'dle alte znderlZsffge 5ö . Ml. 5S. M. M. H, R. Dorinj, istilkn, enerai vanagter.Lgent, Rvrdvst.EZe Washington und Jllinoi tr., Jndxl L. V. HcKzsxa, Soperintendent.
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