Indiana Tribüne, Volume 7, Number 216, Indianapolis, Marion County, 24 April 1884 — Page 3

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. tr r---f; " i-s rT M-, A. i-V. Mnbahn -Zeit -Tabelle. WunZt und Abgang dir Eifeniahnzüak nJnd!anapo!iZ,an und nach Sonn. S tag den 16. Dez'br 1883. lkveland, E-lurnbu, incinnatl nd Jndi. napsiiö Eiskröahu ($ Line.) bgang: Änknukt: 4.15 B i&erson c...ti.pJBsi itcn tlj.io.lrt Cm 7.00 Km i8"" im RJi$ .10.53 R Anders e... 2.) I StL I 33of$enCj5.2o N et tj.10.65Rn Srizhuroad Didision, . C.E.uud I. gang täglich. 4.165m. " glich. M HUI m ZLSRm 4.6 92 qi " Wfili3. 5.43 Rat - Uglifl. 10.44liuu a 10.45 Bai 2.llm Z.V m glich. 5.39 Nm 5.59 Nm l Uttburz, Ctatianati & St. Louis Siseubahn V .? W 9 . ichm ce au. irualtCD 4.22 Cot I cenotn eine a . . n .g? V P 5 k tZ glich.... 7l J) i auf. cmaensonntlü. Bn 3 ceaalg ntltnl 1 H 11.37 Bm . . . . . v j jta sKBWBP täglich h.. 4 KZ hezton 2 aujg 'Zi.. f ,1 n snntaal Rf)?B9B i täglich..... 1gLZ Da,ton i ci. Sonntag 10.23 ..... 1 hieago Route dia Kokoms. Zicsg Schnei ,g tZg iLttKsi jicago Sroreß.tv.44 ?:-. Ins' Leu. schnell, Zndxl'S i s.:9qb K. wn ... 3.3i lern Haute, Vandalia & Tt.Lonis iseubahu. UailXrain 7.15 8b i 6chaHiBfl .. 3 5J Ba TUlp. V ... 1165 Nm I Mail un, ee. .tü.Uü B Xtrrefcaut ce. 4.UU Nm Tag riret ... . 3 ist '-i - " l.tu vg utine ? iii is wfm t unif v . . . .: wcinuatt, Indianapolis, Et. Lonis c. Uaa Visenbahn. Sincinuati Division. LLouiiv. L. 4.1 Bm ! 5knkizno , lmcwnati Ace.1l 0- Um tffc'eiue ar 11.00 Bm 8iUerii. 11.30 n ?C. 3..45 N BiCern fj.... S.CSXs ca b unc. ce t.5 m täglich u c e.i0.4j, Chicago Division. o fcutl ff;. 6.568m I-cago Mail p.'1.45bi lzieLö? L. täglich.. 3 3 .flttn t b is Nm UZ L täglich saue::, ce ..W.4U? u. 11.3; Nm tlpc. 3.19 Sin ttncinnatt 8cc. l ' Ieffnsondille, Madison und Jndii'ospsM izenoavn. a-r t it M 51 ad See. w C9 si j Jnd5adNail. S 44 Cn 7.21 Vm anöÖicirtJall IK) m t?aa ckVad Mail 3 4 j Hm i X Fl ,. a! ünd i p tas . v ?4 jim et a 5 wi IQ. Wabash, et. LouiZ & Pacifif. t Ehic Aail 7.1: B T Sr 2.Ü1 m his R rtäg 2.rsw Told tWr-.!v.3S B. Dkt u Eh all. ii 5 Z!tt4 Sr kI il.N N Juiana, Tloo.wg'.on nadWeftern Eisenbahn TuSru Vka'.l.. 71SA astern S r. täglich 3 Bm Eine S?ee 10.3i m Ctlantic i 6.15 9In ler J L ce 5 10 Nm e::Zsoröv.Zl:e. Nm mJt H 3 Sr tagll.10 Nm St. Louis Division. VK:flkl d.A vm , Nacht Er 3.55 m .' .11 5! (.ailtt Zag-O;. 8..5 Sm Watl u Tag k.l k .... iiSNml!lorftkld ce Oesillche Division. ck?S?Nail....4:V I Pacific rrrki. m;l cjcp....iii(! ö si 3 jr.;., ir-Z.'tie ff;c 6 ta-Jlnt I Wettern Er ... . 7 MB .10 35m . 4 4SNm Iudiauüpolii und St. Loutö iserbahu. ?zzrrreß. cc. ?i u i. ttlich 7.10 ce .7X0. ei u 2 . 6 3J total Jaffenaer 0 tu f. V. u 6i fc Cr j Da, 9: e e täal 6.3üm Mfiiicj 5 u ce.!! 10 m i ndiaavoli e 3.1591t. ÄcinL2!i,Haittol:ä:IudianapsliZSisendahn. tp LtLout4 t.i Lm 1 Es!7erIiISkc 30 erivllleZltk 4. 0 Scm Mail lUOBrn bpl3ut. L 6.ii Not flnij u Cifiaut 410.40 R .'D.T.Ä.Zl '.d0B.m Cinrinnatil.c B.00 Km 3nbtancpoItl und Vinceunes Sisknbakn. sSitl & jatro 5j 7.5)4 Sa j incenne See. .10 3t r oincennti . 3. ?:m SRatl Satro. 4 LZ i.'guiZviI,,Ned, Alöany Chicago. Air.Line. zga ?r tgl. . lZ.rom l Ch-cag r. tgl.. 3.I0B on ce 5 O'Nm iRonon Ac 10.3U5m EitqCHc,g. TIail 12.43?in ich. City k SKiil... Chi ,.. 4.C0Srn Lge mit r. e. Lehnseflel,? mit ., Scdlaf.Waztx. it r. Panirar. Vtith 0jflai? Chicago, Ht. Louis ancl Plttsburff Railroad. Zc.Tabell für durchgehende und Lokal-Züge. Vom 17. Febr. 18 an: )lit klaffen da Nnion.D,ot, Jndxl., i folgt:

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Ltationev. sSchnll,g,Poft,ug.,Bchnlljg ccom. a.Jndiaa!' 4:26Jm I0:4SÄ4:?lm 4.l t.amb'geit? 6:ZJ !Z:59M 6:41 6:13, i . ichmond .. 6:52 . 1:37 , 7:13 , 6:10. I . Da,!-.,.. .. 8:57 . 3:3J . 8:57 , I .Piqua :'S , 3:47 8:9 , . llrbina 9:? 4:51 9:52 . . kolumtu.... ll:3UNm :40 . lt:i . . ... , ewark 13:52 12:37Bm , . Lteubenville. 5:S , 4:24 , 1 . Sheeling 6:33 , 8:03 . . PUtiburg.... 7:02 . 6:17 .-Harri4N!?g... 4:15Lm .... .... 2:30Nm , . Baltimore.... 7:43 , 5:13Ä .Lashington.. 8:50 . .?' . hiladelvhla. 7:. SO . 6:15 , em York ... ll:2 . 7:3 ; v. gölten tiilfita 793ttl.

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Gesühnte Schuld.

Roman aui den Englischen, fici bearbeitet von Hmie FrLkenflel. (Fortsetzung.) Da sie seine Gesellschaft im üblich ju rsiörjeifcii koiiiiteil, michten sie aud) jcinen Vorschlag anttkhluett.sich ihnen auzuschlie ßen und einige Tage mit ihnen in Paris zuzudringen. Der Ärak that sein Möglichstes, lim sich den jungen Leuten angenetzlil zu ma chcn. 6r schien Paris sehr genau zu senilen und schilderte ihnen besonders daZ Leben und Treiben der eleganten halb welt, das für die Fremden so anziebend ist, in äußerst lebhaften Farben. Man konnte sich in derselben ganz frei und zwanglos bewegen, und es gab Häuser, wo dem äußeren Ättscheine nach gar n'chtS Unrechtes vorging. Da ist jetzt eine Madame Fourpier sagte der Graf, .wo Sie in einer Nacht alle künstlerischen und theatralischen Be rühlntheiten beisammen finden können. EZ wild musizirt, Kauen gespielt und geht Alle in bester Ordnung vor sich..Ich habe schon von ihr gehört sagte Edward Tranter in gleichgiltigem Tone. .Sie ist eine reizende Frau rief dec Gras au?, .und gestattet mir, mich ihren Freund zu'nennen. In ihrem Hause stud Sie keiner Verführung zu irgend etwas Unrechtem n s gesetzt. Darf ich mir er lauben, S: rrt vorzustellen V .Ja, wir wollen einmal für einen Abend hingehen entgegnete Edward Tranter, welcher keinen Grund sah, warum sie das Anerbieten des schlauen Italieners nicht hüllen annehmen sollen. Ernst Rivers wäre dem Manne freilich viel lieber auSgewichen ; aber er konnte es nicht thun, ohne einen Theil von Eoith's Geheimniß zu verrathen. Sie kamen nach Paris und stiegen in einem der vornehmsten Gasthöfe ab. Tranter meldete seine und Ernst'S An kunst bei der englischen Gesandtschaft, dann speisten sie und Abends gingen sie in die Oper.. Graf Ealvani bealeltete ne nicht da hin, denn er sagte, daß er Besuche zu ma chen habe. Als ue aber in ihren Gasthos zurück kehrten, fanden sie ihn daselbst aus sie wartend. Am nächsten Morgen erhielten sie schriftliche Einladungen für den Em pfangS Abend bei Madame Fournier. Da kein Grund vorlag, warum sie denselben nicht Folge leisten sollten, beschlossen sie, hinzugehen. ES war wohl wahr, daß ihr Haus von streng tugendhaften Damen gemie den wurde, aber die Männer vergötter ten sie, und sie hatte gar viele Freundin nen, die ihr Hans doppelt anziehend mach ten. Als die Engländer in Begleitung des Grasen bei ihr eintraten, stand sie rasch auf und ging ihnen entgegen, um sie zu begrüßen. . .Es ist sehr freundlich von Ihnen, zu meinem einfachen EmpfangS-Abende zu kommen jagte sie. .Wir schätzen uns sehr glücklich, von Ihnen empfangen zu werden war Tran ter's höfliche Antwort. Es war nicht zu verwundern, daß es den jungen Leuten in dem Hause der Sirene gesiel. Sowohl die Einrichtung der geöffneten Salons, als das Treiben in denselben trug den Stempel der Ele ganz und Gediegenheit. Obwohl zwei Zimmer nur für die Mu sik und die Unterhaltung im Gespräche rejervirt waren, vergnügten sich die meisten Gäste doch mit Kartenspiel. Es wur de jedoch um geringen Einsatz gespielt und schien keinerlei Hazardspiel getrieben zu werden. Auch Edward und Ernst wurden eingeladen, au einem kleinen Spiele theilzu nehmen, und obgleich sie eben keine Lust dazu hatten, konnten sie sich nicht wohl entziehen. Während sie spielten, gingen, ohne daß sie etwas davon merkten, mehrere Personen durch das Zimmer, öffneten eine hinter einem Vorhange verborgene Thüre und verschwanden hinter derselben wieder. Das waren meist Herren von etwas abentkuerlichem Aeußeren und junge Le bemänner. Verführer und Verführte. In diesem Zimmer wurde das eigent liche Geschäft des Hauses vollführt al les Uedrige uar nur Täuschung und Blendwerk. Hier vergeudeten verblendete, junge Thoren, bethört von reizenden Weivern und halb sinnlos gemacht vom feuligen Wein, am grünen Tische in einer Nacht oft ganze Vermögen. Aber in dieses Zimmer führte Madame Fouru'.er memalS Die jenigeu, von denen sie fürchten mußte, daß ihnen die Augen zu schnell ausgehen mürben. Madame gonrnier war eine reizende Brünette von mittelgroßer, etwas üppig geformter Gestalt, mit wunderschönen Augen und einem lieblichen, pikanten Gcsich te. AIS sie sah, daß Ernst RiverZ keine Vorliebe für daS Kartenspiel zu haben schien, führte sie ihn nnf ein Sofa, und verwickelte ihn in ein Gespräch. Die Frau i saß eine selteneAnziehiingSkraft und ihre weiche, wohlklingende Stimme verfehlte ihren Eindruck auf den jungen Mann nicht. Er war kaum 20 Jahre alt und hatte !N fchr empfäugliches Geiiiülh. DaS sah Madame Jvurnier und wußte seine Schwäche sofort zu benützen. Sie ließ das ganze Feuer ihrer schönen Augen auf ihn wirken und seufzte wiederholt, wie wenn sie von einem geheimen Kummer l edrückl wäre. .Ble.bt Monsieur lauge in Par 'S V srazte sie plötzlich in ctwaS hastigem Tone. .Ich zreiß es wirklich nicht sagte er in zögerndem Tone. Er dachte vielleicht, daß es sür ihn nur gut wäre, ivenn er trachtete, so rasch als möglich aus dieser v.:jührerischen Hauptstadt sortzukom men. .Haben Sie sür morgen irgend etwas vor? sra.zte die Sirene wieder, ihre Au gen voll zu ihmausjchlageud. .NichtZ B..sond.reV antwortete er, von ihrer Frae etwas überrascht. .Dann möchte ich Sie wohl bitten, mich morgen um ein Uhr zu besuchen suhr sie in einschmeichelndem Tone sort. Sie war um fünf Jabre älter als er und

Halle daher eine ungehiure Gewalt über ihn, dec kaum noch ein Mann zn nennen war. ..Ich will mit meinem Phacton ins Bois de Boulogne fahren und Ihnen die Scbönheiten dcösclke'.l zeigen. Mein Wagen ist nur für zwci Personen, sonst hätie iiy Ihren Freund a::ch eingeladen." ZZaö konnte Ernst Ä'idcr? unter diesen Umsiäi den lhnn ? Dic Klugheit riet!) ihm wc HI, seinen Ficnud als EnlZch.lldigung sür eine Wciernng vZttzchichcn, aber die Vernunft vermochte nicht zn siegen. (serft NiverZ i?ar noch sehr jung und

li o 1 1 e noch nicht dcn Muth, einer schönen Frau einen Wunsch abzuschlagen. ?ii:1) wollte cr nicht III dem Lichte dcr A b a n g : g k c i t c r z ch r i n e u . Er sagte datier zn. .Ich :veröe mich g!ück!ich schätzen, Ihre freundliche Einladung nuznuchmen." sagte er. Während all' dieser Zeit halte ihn Gras Ocar Calvani scharf beobachtet, indem ein hohnvolles Lächeln um seine Lippen spielte. Er wußte, daß cr seine Mine gelegt hatte. Was wii:Sc dav Ende sein ? E i n g e s ii l) r i 5 ch e A b c n l c u e r. Ernst Nivers sagte nicht? seiner Znsammenknnst sür den uäcksten Tag zu Tranter. Er schämte sich seiner eigenen Schnzäche, sobald er dem Eiüflusje der schönen Verführerin entrückt war, aber er louule sich nicht dazu enljchi.tß u, sein Wort zu brechen. Er beschloß jedoch, die Fahrt so rasch als möglich abzuthun, Ed ward dann die ganze Wahrheit einzuste hen nttd sich in Zukunft dieser Zauberin ferne zu halten. Er wußte eben nicht, mit was sür einem Weibe er es zn thun hatte so schlau !s schön, so schlecht und verworfen als lieblich. Jeder, dcr sie am nächsten Morgen gesellen hätte, würde sofort ih ren wahren (iharattcr erkannt haben. Sie lehnte zwischen den Kissen ihres mil rassinirtcstem Lurns ausgestatteten Bet tcs und schlülfte ihre Chokolade, während Graf Oscar Ealvani neben ihr saß und nippte. Sie dürfen nicht vergessen, meine liebe Fanchett? sagte er, daß ich in bergan zen onchc gar nicht erscheinen darf. Ich überlasse Alles Ihnen." .Ich bin keine Thörin, Oscar sagte sie schnippisch. Ich glaube, ich tm diesen englischen Knaben um meine Finger wickeln.Wir wollen sehen," antwortete cr; .seien Sie vorsichtig. Sie wissen, was auf dem Spiele steht. Air können uns zurück ziehen, wenn diese Sache gelingt. Ich glanbe.etwas Luftveränderung würde uns Beiden dann gut thun. Ich hörte gestern Abends Jemanden sagcn,daß Ihr Treiben schon zn durchsichtig sei, so daß selbst Ihre j Gönner Sie nicht mehr lenge beschützen können werden. .Nun, vielleicht wäre zeitweilige Uebersicdlill'.g wirtlich von Nutzen fuhr sie fort. Wir tonnten es mit London versuchen .Ich halte das für eine prächtige Idee erwiderte cr. . Es wäre mir cin Leichtes, Ihnen dort die jeunesse aorce znznsühren." Gilt ; wir wollen erst sehen, wie diese Geschichte ablaust entgegnete sie. ..und jetzt sollten Sie lieber gehen. Ich muß aufstehen und meine Toilette machen." Graf Oscar Ealvani stand auf, drückte einen Knß aus ihre vollen rothen Lippen und verließ das Zimmer. Madame Fournier machte ihre Toilette mit großem ttnnstauswande. Es war ihre Absicht, ungemein einfach, mädchenhaft und unfchuldsvoll zu erscheinen und es gelang ihr auch wirklich, diesen Eindruck hervorzubringen. Als sie fertig war, schlug es cin Uhr und gleich darauf wurde an ihrer Wohnungslhüre geläutet. Ee w.ir Ernst NiverZ. Es war ihm nicht schwer geworden, sich sür einige Stunden vou Edward Tranter srei zu machen, da dieser mit dem Grasen einer Bilderversteigernng beiwohnte und Ernst erklärte haite, daß er sich nicht in dumpsenNäumen aufhalten, sondern lieber sich im Freien herumtreiben wolle. Er war höchst elegant gekleidet und machte einen sehr vornehmen Eindruck. Als er jedoch an dcr Glocke vor der Wohnnng der Buhlcrin zog. hatte er das Gesühl, als ob er am liebsten n in gekehrt wa lk, doch witr cs dazu bereits Z!l spät für' thu. Die schmucke Kalnmeizvfe öffnete ihm die Thüre und sührte ihn in iwi Zimmer, wo Madame ihn erwartete. ie sah bezaubernd schon und anmnthig ans und eilte ihm freudig lächelnd nat ausgestreckten Hiwdeu entgegen. .( ist wirklich sehr schön von Ihnen, daß Sie kommen sagte sie im Tone tiefsier Dankbarkeit. Wir wollen jeltt zn meieiil Wagen hinabgehen." Sie gingen jetzt in den Hos hinaö, wo ein höchst eleganter, von zwei prächtigen Ponuies bespannter Wagen in Bereitschafi stand. Madame Fournier stieg ein, Ernst. nahm an ihrer Seite Platz; dann er griss sie die Zügel und lenkte den Bonlevard enllag nach dem Bois de Bonlogne. Es war noch ganz leer daselbst. Die Stnnde war eine viel zu srühe sür die vornehme Welt. Madame Fournier war von bezaubern der Liebenswürdigkeit und Ernst war ganz überwältigt. Die Schönheit und Bcrsührungsknnst dieses bösen Weibes waren zn viel sür ihn. Wovon sie sprachen, daran konnte er sich später gar nicht mehr erinnern. Es kam ihm jetzt Alles wie ein böser Traum vor. Endlich lenkte Madame Jouruicr bei dem Thore von St. James hinaus. Ich habe eiu kleines Landhaus hier Zaaie sie mit bezauberndem Lächeln ; .in wllteZ ich nur meinen intimsten Freunden Einlaß gewahre.Und sie hielt vor einer reizenden, kleinen, dicht am Wasser gelegenen Villa ihren Wagen an. Der auf dem Nücksitz sitzende Lakai sprang ab, das Thor flog wie durch einen Zauber bewegt auseinander, und schloß sich hinter ihnen sofort wieder. Es war die alte Geschichte von der Spinne und der Fliege. Als sie ausgestiegen waren, führte Ma dame Fournier den etwas verwirrten jnn gen Mann in cin Frühstückszimmcr, das an cin mit anserlescnstcn Geschmacke cinberichtetes Boudoir stieß. Bei ihrem Ein

(ritte erschienen sofort Diener, welche eil! reichliches Frühstück servirtcn. Madame Fournier hatte dasselbe schou am frühen Morgen bestellen lassen, daher Alles in Bereitschaft war. Die Diener zo gen sich bescheiden wieder zurück und das junge Paar war allein. Einst Nivcrs nur ltt einer sehr gcsährlicheu Lage und cr war sich dessen wohl bewußt, i.iöstlichc Speisen, feurige Weine und cin bezaubernd schönes Weib, das. wie cr glaubte, von einer heftigen LeidenZchas! sür ihn cifaßt war, winkten ihm. Er hätte. ein Heilic-cr sein müssen, nm wi dcrstcßen zn können. Als das Frühstück v rsetjrt war, lkfi sie Wei'i und Flüchte

, . . , t"l . - , ans ein lich ic;; stehen iiay fnlte iijn zu dkli'.sciben. :ir)iii !' chi von den Friichkn, genon ai'cr icui:i .. ium uem vii.ir. i . ... V . VI . ... . I S c hatte nch di.U an ihn gc,:u:cgt. .... . . c..a : i i hielt ic:nc lieioci: sanoe scsl UN., um Ernst war nie zuvor in den eine? solchen Weibes aewesen. Banden X Yn,-f ein vollkommen unerfahrener Jünglinz, der kaum wußte, was mit ihm geschah. Er sah nur ihre leuchtenden Augen, hörte ' i t i . . r . t i nur ipic naaiUi;e vic ajia).e vvn grau sameu Eltern, einem schweren Opfer, Di ne vane ewigen minien unv vvm ci i .. r rz . . .. v . . : 1 fcrsnchtigen, u n g e r c ch : e n, w i s c r w a r r ; g e n Galten. O, daß sie frei sein, mit den, Manne, den sie ticbt, leben konnte, wo sie wollte! ..Würden Sie also sortg' hen ? ' siamHielte Ernst, -der kaum wußte, was cr siigte. Mit Ihnen bis an's Ende der Welt flüsterte die Sirene, ihn mit feurigen Bli cken anschauend. Dann sollen Sie es auch !" rief er I - ans. - Es war eine halbe Stunde später und C I sie waren etwas riliNger geworden, sanen aber noch immer in inniger 5erfchlingung neben einander, als plötzlich die Thüre des Boudoirs mit Heftigikit aus gestoßen wurde und ein Mann in's Zim Ter "v'.: 0r wai t:.;!M;;a i., N'.ililarlschem . I ....... I jiussehcn. laue cui taihendes Gencht . c , . . r . iii 0 iir.ui liiraccveu'.cn ccDUiinotUi. Zu e l!,i.:c:l Augen funkelten vor Wuth, So, Madame, so mein Herr schrie .' ' er (iiiLcr r.ci) vor i",orn, was tonnen zur Entschuldigung vorbringen, daz; ich Sie nicht auf der Stelle Beide erschla- ' '1 gC . Oh, mein Hatte, verzeih' mir !" sagte Madame Fournier, die Hände faltend und vor dem Fremden aus die Knie sinkend. .Ich werde wissen, was ich mit Ihnen zu thun habe, Madame fahr der Andere wüthend sort. Wer ist dieser Mensch was will er hier V Er ist ein jnnacr Engländer, dem ich die Schönheiten von Paris zeigen wollte," beaann sie in zöaerndem Tone. Die eigene mit eingeschlossen unterbrach er sie voll bitteren Hohnes. .Hüten Sie sich, sonst bezahlen Sie es mit dem Verlust Ihrer persönlichen Freiheit." Mein Herr," begann Ernst Rivers jetzt, der, sich wie ein erbärmlicher Verräther vorkommend, bisher zu bestürzt gewesen war, nm zn sprechen, hier ist meine Karte. Und hier die meine," war die Antwort des anscheinenden Militärs, als er ihm das glatte Papier znsteckte. Ernst wußte, daß cr iu diesem Augenblicke nichts Klügeres thun konnte, als sich entfernen. Er verneigte sich tief vor Madame Fournier und ging, ohne ein Wort znsa gen, hinans. Auf der Straße angelangt, schaute er die Karte an, und las darauf die Worte: .Oberst Gustav Fournier Ernst's Stimmung wurde immer ern ster. Er war plötzlich ganz ernüchtert, und dachte, daß wenn der .Franzose ihn forderte, sein Leben in großer Gefahr sei. Er nej einen Wagen herbei und snhr nach seinem Gasthofe. Aus sei nem Zimmer daselbst angelangt, schrieb er einen langen Brief an seine Schwester Edilh. Celne Erklärung war sehr einfach. Er eifersüiutia. war nnancichii das. i l iJ" - X M vm i .Jrü ' ;t rx . ' 7 1 iu) mir igm ia;iageii nmiic. Er war offen genug kinzugkstehen, iafj f l. m . m . er ?eyr lyoriazt und unvorsichtig gehandelt habe. Diesen Brief versiegelte und adressirte er, so daß er abgeschickt werden konnte, falls ihm etwas Ernsthaftes zustoßen sollte. Dann ging er zu Edward Trauter hinüber, der mittlerweile nach Hause geWH. Kl. L iUU( lill UHU Ul. Will Alles zu sagen. Sein Gesicht war bleich und ungewöhnlich ernst, und Tranter sahsofort, daß etwas Besonders mit ihm vorgegangen war. kommen war. kr war entschlossen, ihm .Was ist ge chkbi!,, Ernst V tagte er. teftn aufspringend nd auf ihn zu eilend. Ich habe mich wie ein aror Tbor benommen antwortete er, .nnd mnß mich nun duelliren." .Dn, ein halber Knabe noch '" keuchte Tranter, noch viel bleicher werdend als r i-N i ' sein Freund. Knabe oder Mann : ick, alanbe. ich habe einem Gatten das Recht acaeben. inicij zu soro.ern," erwiderte Ernst Rivers . . . ' . ' uno icu yavc auch keine Wahl in der Sa .Du!" rief Edward in sprachlosem Er staunen ans. Kaum zwei Tage in Pa ris, und Dn hast schon ein solches Abcn. teuer. Wer ist das Weib?" I Äkadamc fournier antwortete der llllige Akann. während brenncndeScham ? ' r iuiyv. uuc Zungen noergos;. gf j y v j v . trn nnnu - Mlr's. verlebte Trauter üiiicr. .a) beobachtete sie gestern Abends. Dn bist da rwr .;nr oif. - ' . ' . - schwörnng; dieser Mann wird Geld haben wollen." .Ich glanbe nicht versetzte Ernst tro cken; .aber wir werden bald sehen, wer Skecht hat." rt i , ii oie ein V uaenbl cke flikrte der

brennenden L'ppen und bllßenr.en Anen Pistolen erwiderte Tranter, welcher erzäic ihm die schöne Versuhl das wußte, daß Ernst ein sehr gewandter Märchen, das ihn ganz und gar zu ihrem Schutze war. Sklaven machen feilte. Der Franzose lächelte finster, verneigte

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....Mv.. fjutii wiiit, vinw v i v - ..er . l. r- n v i n schönen Frau, vorgestellt worden. Der it, daß er lu den Handen der Vor. Gatte, der ihn bei ihr fand, war furchtbar sehung war. und das gab ihm Muth. Die

ölilswärter einen Herrn herein der sich em lLnde gesetzt yatte. )vas mipyanoeue stadt an einem chlagansau. nierla Hanptmann Perrichon nannte. ' Er er- Weib wird wahrscheinlich nicht mit dem erstickten die Kinder des Arbeiters Wolklärte, daß er als Sekundant seines Leben davonkommen. Ihre Verwandten ter, nachdem fie, mit Streichhölzchen freundes Oberst ftonnii-r k.m ,,d haben beim Stanowoipristaw eine Klage svielend, die Betten in Brand aesteck

Ernst clsuche, seinen etundanten zu nennen. - Der bin ich," warf Edward Tranter ruhig cin; .aber die ganze Sache beruht auf einem Irrthume und kann aufgeklärt werden .Ich glaube nicht," versetzte der Iran;ofe höhnisch. Die Ehre'ciucs Gatten wurde beleidigt, und solche Schmach kann nur mit Blnt abgewaschen werden Wie Sie wollen, mein Herr entgeg nete Tranter. Nennen Sie Stunde und Ortdcr Zusammenkunst .echs Uhr .Morgens," war die et-

was höflichere Erwiderung. Finden Sie sich beim Rondeau in den Ehamps Elysees IM', imh ss1- 1,,,kor?,', YstrtrtM ....v .-liVI VIV ttlllkil.l Ullllli 6i er Hält. Wir werden vor Ihnen dort sein." Ganz gut sagte Tranter. V sVV r- - c 'veicue Ivanen wird der verr walllen ?" fragte dcr Frauzofe mit anscheinen- ? . , - Her Iclchgiltigleit. sich und ging hinaus. Das ist ein schönes Ende unserer Reise !" rief Tranter ans, sobald er fort war. Ich habe wie cin Thor gehandelt," erwiderte Ernst, und erzählte die aanGeschichte mit großer Offenheit. Ichstand .... l... Ss.u. f.' :s. r r . V . uuicr ocm iinjiwie klncsJauvers, rügte er hinzu. Hier ist ein Brief, den Du für den Fall meines Todes an seine Adresse befördern mußt." Du wirst nicht sterben," sagte Edward Tranter in ermnthigendem Tone; es darf nicht sein. Wir wollen die ganze Sache jetzt in allen Einzelnheitcn ruhig besprechcn Die beiden Freunde blieben von dieser Stunde an den ganzen Tag beisammen und suchten auch keinerlei Gesellschaft oder Vergnügnngsorte auf. Ernst hatte en . ... ftt ...... rr . lein verlangen, oen ra cn von ealvani zn sehen. In seinem innersten Herzen 4 5 I A C rv m orachic er ll)tt inti ocin xiitu m Aervlndnng. Aber cr konnte das zu Edward nicht sagen. Er hätte dadnrch sein Geheimniß verrathen müssen und das erschwerte seine Lage doppelt. Sie blieben bis elf Uhr o.X l . : 7 v r.rti f imyi velzamineu una louien um o uyr r"" - , t nrv c morgens gewecirweroeu. iin 'zagen uuo v... r: . c.s.:i... r . s,t . un aizi, uu uc uegieuen fouie, ujareii bereits bestellt. Mit tiefem Ernste schüttelten sich die Freunde die Hände, als sie sich t.i. s:. r?..... k..stKjf.n' ,U4 vir wrnigrn lunveu r Ullil ltttttt ten. kurven sie es am nächsten Abende wie- ... is. ... o n . ' . rL V ... vei, iijiiii iviinrn ?cnigc Vlnnvcn konnten eine gewaltige Veränderung hervorbringen. Ernst Rivers schloß in dieser Nacht kein Auge. Seine Gedanken schweiften hinüber nach England zu dem holden Mädchen, dem seine wahre Lude gehörte, rd von brennender Scham ersüllt.dachte er daran, wie cr der französischen Sirene zum Opfer gefallen war. Wenn er doch seinem ersten Impulse gehorcht und sich dem Einflüsse der Vcrsülnerin entzogen hätte, w.e anders wäre Alles geworden ! Der Morgen graute endlich nach dieser ualyollen Nacht und Ernst Nivers stand nf, kleidete sich an und eilte zu seinem Freunde. Edward nöthigte ihn, eine Tasse hei ßen. starken Kassees zu trinken und Ernst willsahrte seinem Wunsche. Dann wurde das Pistolenküstchen von einem der Diener zum Wagen hinabgetragcn, und obwohl von der ganzen Sache nichts gesagt wor den war, wußten die Diener dennoch sehr gut, was mit ihren Herren vorging. Nur wagten sie es nicht, irgend eine Bemcrknng zu machen. Ans ihrem Wege nach dem Dnellplatze holten sie den Doktor ab und dann trafen sie nach rascher Fahrt aus dem sür das Duell bestimmten Platze ein. Es sollte in einer der verstecktestcirAlleen im Boulogner Wäldchen stattfinden. Die Franzosen nit ihrem Arzte waren bereits anwesend. Kurze, aber höfliche Begrü ßungen wurden gewechselt, doch von sa "er Seite mehr em Versohnungsversuch macht Die Plstolenwnrden geladen nd die Gegner stellten sich ernander geyuiuvci. Die Etttserniiilg betrug dreiszig Schnttc; sie sollten jedoch noch fünf Schritte vorwärts machen und dann schießen. Edward Tränier war leichenblaß, wäh rend Ernst vollkommen ruhia war. Er ellll!oalllcil zogen slü) zurua ä f y cn c . , I keimen wurde eaeuen. Reide traten " " "J0- i ; . y l"!'"' i 8' 6 1 f (Fortsetzung folgt.) Vom Auslande. Vor Kurzem hatte in & menla (im russischen Gouvernement Taulierri ein iunaer Bauer ein verwaistes rrn. r " r 1 1 L fl' tT X. c. . L . Madchen geheuathet. Dle Schwlegermutier der zungen Frau hatte aus irgend "nem Grunde eme Abneigung gegen Letztere gefaßt. Eines Nachts, erzahlt r. C i 4w CTitu kl mit t m -l" ütTTr.1 f WhJ SJ fjeriüa;ict unv wfjwnn. vtvvv. Unbarmherzigste zu chlagen. m Wxtx der Mißhandelten kamen oeren '2!cann unv scywlegervaier yeroergetau- . Un. Die Alte erklärte ihnen, das jung rb sei eine Here, was übrigens ihrer Ciit.:....u. J. ., ki,,, TAfvm r9 :vikuiuiq uuu; vzt.uuyt vwvu w lviesen sei, daß unter dem Kopskiffen de' selben Bündel mit Federn versteckt ioev ren. Auf diese untrüglichen Jndicien bin begannen die Drei mit vereinten Ärgsten auf das arme Weib loszuschlcgen. Unter dem Einfluffe der Schmcrzea clestand dieselbe auch auf das Drängen ihrer Peiniger, daß fie eine Hexe sei. Die Unmenschen schlepvten hierauf das nackte Weib auf den Bodenraum und hm? gen fie an den Haaren auf. Die Schwie germ'utter machte Pfannen glühend un'ö applicirte dieselben verschiedenen Stellen . ' r r r 4 i des orpers ver ungmclttchcn. unrcr dessen verloren Mann und Schwiegerva " nm ' . O.'i 1 des armen Weibes nicht ihre Zeit und zerstachen mit Pfriemen daö Gesicht derselben. Wer weiß, welche Martern die Unmenschen noch erdacht hatten, wenn mcht zufällig Jemand m das Haus geL ckM !?M W Vam 0iiVV d C rt" m? ivwvc uv vui vwv.i vv eingereicht die faubere.Familie fitzt in

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folge dessen htnter Schloß und Niegel, und ist zu hoffen, daß sie ihrer wohlverdienten Strafe nicht entgehen wird. Zur römischen Grenzforschung am Main wird von dorther gcschrieben.: Schritt für Schritt werden jetzt die einzelnen Stellen gesucht und gefunden, welche den Nachweis liefern, daß entgegen früherer Annahme zwischen Miltenberg und Großkrotzenburg der Main, nicht der Spessart, die Grenze des römischen Reiches gebildet habe und n.v inentllch haben wir Herrn Kreisrichtcr Conrady in Miltenberg zu danken, daß

cr an die stelle von chwaci) vearundcten dre stelle von schwach begründeten Vermuthungen fichereBewcismittel setzte, unermüdliche, char sinnige Beobachtungen und Nachsorfchunacn der Erde dieNeste entlocken wußte, J v. . . - ' Welche uns beute noch die AusUelluna. römischen Truppen imd damit auch Lauf der römischen Grenzlinie untrüalich andeuten. Nachdem er da is romische Standlager zu Miltenberg blosgeleat, zu Tnnnfurt und Wörth die romischen Lager entdeckt, zu Obernburg die römische Besatzung nachgewiesen, hat er jetzt auch zu Niedernberg römische Bauten aufgefunden, deren gestempelte Ziegel die Anwesenheit einerAbtheilung der legio XXII. und der cohors IV. Vindelicorum und damit auch das Vorhandensein eines Lagers daselbst bezeugen. Zu Stockstadt und zu Seligenstadt war die Anwesenheit römischer Truppen schon früher nachgeWiesen und so sehen wir jetzt von Seligenstadt aus in regelmäßigem Abstand von etwa fünf römischen Meilen jedesmal eine Besatzung zu Stockstadt, 9!iedernburg, Obernburg, Trennfurt, Mil tenburg und außerdem noch das zwischen Obernburg und Trennfurt liegende Lager von Wörth, das entweder einer anderen Zeit oder der von Schlossau übe? Viel brunn ziehenden, hinter der links liec enden Besatzungslinie angehörte. WienerBlatterberichten, bei der Räumuna des Kanals in der Neiterkaserne machte dieser Tage ein Kanalraumer einen kuriosen Fund. In der Nähe des Kanalschachtes, der in den Hof Nr. 2 einmündet, lag ein Ulan im Zu stände vollständiger Bewußtlosigkeit. Er schaffte ihn mit Hilfe seiner Kameraden ans Tageslichts wo man in dem Ohn mächtigen den 20'jährigen Ulanen des 2. Ulanen-ökearments Prrklok erkannte. Priklok, dcr erst vor Kurzem einaestcllt wurde, hatte keine Freude am Soldatenleben und war bereits vordem zweimal durchgegangen. Diesmal fürchtete cr wieder einmal eine Diseiplinarstrafe, und sctt fünf Tagen war er verschwunden, mit ihm eine Anzahl von Brotlaiden, die er vom Kopsbrett über den Betm s3k t tf SYVfc ten seiner ameraden naynr. uvlo es sic nun herausstellt, war cr mit diesem Proviant in den Unrathskanal hinalsJestiegen und hatte die qanze Zeit über dort verweilt. Jetzt ist Priklok in einem geradezu gefahrdrohenden Zustand? in Folge der Einathmung der Miasmen dcs Kanals und befindet sich im Garnisonsspltal rn ärztlicher Behandlung. X'iuö öa m v u r q wrro a e schrieben : Für das Norddeutsche Musikfest, welches im Monat Juni hier abge halten werden wird, find bereits recht energische -dorverettungen im Ganze. Das Sängerchor zum Feste wird nach den bisherigen Anmeldungen aus 1464 Personen vestchen, wovon 121 aus Areinen, 78 aus Araunsckwelz, 50 aus Flensburg, 112 aus Kiel, 104 aus Lü beck, 98 aus Oldenburg und 70 aus Schwerin herkommen, und zwar sind 601 Soprane, 501 Alt, 167 Tenöre und 276 Bäffe angemeldet. Das Orchester wird 180 Personen, darunter 30 erste, 30 zweite Violinen, 24 Bratschen, 20 Celli und 18 Eontrabäffe zählen und ztvar zunächst aus den Mitgliedern der Philyar monlschen Orchester zusanimengeseyt wc den. Die Leitung werden die Herren Prof. v. Bernuth von hier und Musikdirekter N'inthaler aus Bremen übernehmen. Wie aus Wien gcmelocr vnd, bat sich die österreichische vltxw rung im Gewerbe Ausschusse des icichsrathes für den -IcormalaroeitStaa auögc sprechen. In Oesterreich ist man ja jc!)t aucb m die Aera der ozialresorm elngctreten, und cs wird wohl nicht ausblciden, daß cin entsprechende? Gesetzentwurf der Landesvertretung vorgelegt werden wird. In Äi.'!Ug auf den N'ormalarbeitstaa nimmt die österreichische Regierung den entgegengesetzten Standpunkt von demjenigen rill, welchen Fürst Bismarck vertritt. Der deutsche Nelchökanzler hat fich bei verschiedenen Gelegcnhelten ' in entschiedener Weise gegen den 1!ormalarbeitetag erklärt. Daß er auch noch beute auf demselben Standpunkte liche Festsetzung der Arbeitszeit Stellung genommen wurde. Die Durchführung einer so einschneidenden Maßregel, über deren Zweckmäßigkeit die verschiedensten Ansichten herrschen, in einem so großen Staate wie Oesterreich, würde von dem größten Interesse und für die Klärung dcr zzrage höchst wichtig sein. Lraunschwekg. Anhalt, kivpe. Der Landtag ist in Sitzung. Für dvn Bau einer festen Weser-B'rücke bei Holzinden hat cr 200,000 Mk. dccrctirt. In Köthten fand das Ehepaar Köhler durch Einathmen von Kohlenoxydgas seinen Tod. In Lage starb der alte Echterling", der Führer dcr Lippe'schen Fortschrittlcr, im Alter von 75 Jahren. Mecklenbura. Der Großherzog l?at zu dem in Schwcrin zu errichtenden Denkmal des Eomponisten Kücken einen bedeutenden Beitrag versprochen. Ein VerörecherEonsortium, bestehend aus einem Cigarrenmacher, einem Schuster und einem Buchbinder, hat die Kaffe der in Schwerin garnisonirenden Artillerie - Abtheilung um 18,000 M. in Baar und 8000 M. in Depositen beraubt. Sie wurden verbaftet und das gestohlene Geld wieder herbeigeschafft. In Hagenow erschoß fich derNcchtsanwalt Mattienffcn. In Neu- -, a r r i. . f X. ? slreily iaxo cer auvimann v. Revierüuft

steht, beweist cm uittfcl, der vor Kurzem in der Nordd. Allg. Zeitung" erschienen ist, in welchem ebenfalls acaen die gcsctz.-

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