Indiana Tribüne, Volume 7, Number 215, Indianapolis, Marion County, 23 April 1884 — Page 2

Indiana Hriöüne.

Er sch eint FagNH, VöchmMH u. Sonntags. JOfficc 120 O. MarhlandNr. ?i,tZgttqe Srtoune" kostet durch den rrSg.x iZ Cent, xer Koche, die Sonnt,, ZxiUnf b Stntt xer Woche. Beide ,usmen 15 Cent. fJe Poft zugeschickt in raulbezahlung 16 per Jahr. Indianapolis, Ind., 23. April 1334. Die Pönitentiarier. Die Penitents oder Frateraidad pieäoza sind büßende Flagellanten in Neu Merico, welche sich den scheußlichsten und grausamsten Büßungen ergeben. In der Charwoche treiben sie ibren Wahnsinn am keitesten und am Ostersonntage übersteigt derselbe alle Grenzen. Aber Methode ist auch in diesem Wahnnnne, denn indem die Bande sich körperlich? Scbmerz zufügt, glaubt sie hierdurch zur Begehung jedes Verbrechens berechtigt, jedem Laster und jeder Sünde gegenüber straflos zu sein. Und nock zweiter sind diese elenden Narren gemeinschädlich und gemeingefährlich, denn, wie bei den Mormornen der'Präsident, so gebietet beiden Penitents der Obere Bruder" oder her manoinajor liermano von dem lat. germanus, leiblich mit hierarchischer und apodictischer Gewalt über die Stimmen dieser Sorte Bürge? der großten Republik. Man muß dankbar anerkennen, daß die Kirche, namentlich die katholische, die größten Anstrengungen macht, jene Verblendeten von ihrem Wahne zu heilen, aber dieselbe hatte bisher so gut wie keine Erfolge zu verzeichitn. Aus den zahlrcichc'.i Schilderungen über die Vorgänge am letzten Ostersonntage greifenwir nur eine' heraus', alle diese Fälle gleichen sich wie ein Ei dem andern. In Taos, im Countv gleichen Namens, befindet sich das Hauptquartier der Secte und der Sitz des Oberen Bruders. Dort hatten sich die männlichen Mitglieder in einem Hause außerhalb der Ctadt Versammelt, entkleideten sich bis auf breite Streifen baumwollenen Zeuges, die sie um die Hüften banden, und zogen zu Zweien nach der Kirche in der Mitte der Stadt. Jeder trug eine Sfoi the, die aus den Zweigen der Seifenwurz zusammengebunden war und mit diesen peitschten sie sich auf die nackten Schultern und Stücken, daß das Blut erst in Tropfen, bald aber in Strömen zur Erde floß. 9cachdem die Hälfte das Versammlungshaus verlassen hatte, erschien ein 18jäbrizer Bursche, der sich zur Secte bekehrt und um Ausnahme nachgesucht hatte. Sein Körper trug die Spuren der Kasteiungen der vorausgegangenen Tage. Gegen das Haus lehnte ein mächtiges Kreuz, aus schweren Balken gezimmert ; dieses legten zwei Männer dem jungen Burschen so auf dieSchulter, daß es mit einer seiner spitzigen Kanten auflag. ' Sofort spritzte das Blut aus der Haut, aber Nuthenhiebe sielen auf den Kreuzträger und dieser wankte mit seiner Last die Straße hinab. Ihm schloß sich der Zug der Flagellanten an. Alle fangen ein lateinisches Kirchenlied. Die Angehörigen der Büßer standen auf den Straßen und schrieen in widerlicher Verzückung Hosiannah s die übrigen Vewohner der Stadt sahen mit Apathie das entsetzliche Schauspiel. Neichlicher floß das Blut, dichter fielen die Hiebe, auf dem bleichen Gesichte des Kreuzträgers stand der Schweiß in großen Tropfen, da stockte der Zug. Die Ersten waren in der Nähe der Kirche angekommen, vor derselben war die Straße in der ganzen Breite und in einer Lange von 12 Fuß mit Büschen, Zweigen, Ranken von Cactus dicht bedeckt, ausdenen spitzeStacheln bis zu zwei Zoll Lange wie 9!adeln hervorragten. Ein Moment des Zaudern? dann mit den nackten Füßen hinein . f r . r w - . ' in öle surytvaren glänzen und hindurch. aber die Ruthen zersämeiden den bluten den Rücken, er schreitet vorwärts, versucht in machtigem Satze die unterste Stufe zu erreichen, stürzt aber mit dem ganzen eibe mitten in die Eaeteen binein und seine Begleiter zerren den vielfach zerstochenen. zuckenden Leib unter dem Kreuzesstamm hervor und in die Kirche hi: ein. Diese wird verschlossen, nachdem der ganze Zug eingetreten ist und wildes, thierisches Geheul, Schreien und Jauckzen dringt aus dem Innern des GottesHauses" auf die Straße. Sind die Wunden geheilt, dann halten sick die Penitents durch schandbare Orgien für die ausgestandenen Schmerzn schadlos und das übrige Jahr bindurch Üben sie so gründlich ein eben der Sünde, daß es ihnen in der nächsten Eharwoche an Veranlassung uv Reue und Buße nicl't gebricht. Abscheuliche Nachtseite des menschlichen Lebens, die uns' aus jeder Sorte Fanatismus angrinst, sei er der blinde Eifer der Buße, des Fremdenhasses, der Bekehrung oder des Tempercnzwabnsinnes. Die Büßer in Rio Arriba Eo., N.M., haben vor mehreren Jahren einem Wabnsinnigen auf dessen Verlangen ein Stück Mühlstein am Halse befestig und ihn im RioGrande ertränkt. JmJahre1860 haben die Penitents in Taos einen Mann auf sein Verlangen gekreuzigt. Die Großgcschworenen brachten die Mörder unterAnklage, aber die Geschworenen sprachen sie frei. Die Secte stammt aus Spanien und soll von Franciscaner-Mönchen gestiftet worden sein, die wegen irgend welcher Vergehen aus dem Orden ausgestoßen worden waren. Jeder 2Lahn weicht, wenn auch ost unendlich langsam,' vor dem zroßen Segen derAufklärung zurück, aber n New Mexico ist eine Abnabme jener verblendeten für jetzt nicht zu bemerken. Die Slowaken in den Kohlen aruben. In den pennsvlanischcn Kohlcnbe zirken dauert trotz der gedrückten Produclionsverhältnisse die Einfuhr slowakischer Arbeiter fort. Leider hat sich die berechtigte Entrüstung der Arbeiter gecen dieses

ca vatv das Alut in schmalen Bächen von den Kirchenstufen herabläust. Den jungen Kerl mit dem ttrcü; scbaudert's.

System wiederholt gegen die Slowaken

selbzt gewendet. Wenn fciejc uiccn)cien, was allerdings nicht 511 leugnen ist, im Drecke und in Bedürfnislosigkeit sich wohl befinden und somit den amerikanischen Arbeiter schädigen, daß es eine Schande für das Land ist, so finb sie selber hieran nicht mehr schuld, als seine? Zeit die deutschen Einwanderer, die ebenfalls weniger Bedürfnisse hatten und daher billiger arberieten, als ' die Amerikaner. Die (5inschlcppung dieser absolut nicht wünschcnswerthen Einwanderer durch die öompagnicn ist es, gegen welche sich die Entrüstung des arbeitenden Volkes zu richten bat. Wie die bekannten chinesischen Compagnien in San Francisco das Land mit Kulis zu überschwemmen trachteten, so locken die pcnnst)lvanifchen Eisenbahncompagnien als gleichzeitige Besiber b:r Kohlengruben kuliähnliches ManschenMaterial in das Land, durch w.lchcs sie die Löhne der amerikanisier Arbeiter Herabdrücken. Allerdings ist die Erhebung von Einwendungen älterer EinWanderer gegen neue Ankömmlinge ein Vorkommniß, welches sich stets auf's?cue Wiederholt. So kurzsichtig und einseitig dieses Verfahren cer eingeborenen Arbeiter und der älteren Einwatideter ist, so berechtigt und otbwendig ist die Opposition gegen die Einschleppung von Lohnsklaven. Während in den Kohlendistrikten die Arbeitö,;elt auf zwei Tage in der Woche beschränkt war, schlössen die Eompagnien durcb ibre Agenten neue dorn tracte über di- Einfuhr slowakischer Arbeiter ab. Jenen Compagnien kann die Gesellschaft vermöge der Ueberinacht des Capitalismus nicht beikommen, und so wird dieser ö!ull-J:nport aus Europa fortdauern, bis dem Verbrechen des Monopols ein Ende mit Strecken gemacht wird. Doch jey: kann d.is Volk dem Vampvr noch ans gesetzlichem &'ä Flügel beschneiten. (Lm Blick in's Portemonnaie. Wie eS in den verehrlichen Schädeln unserer Herren Senatoren aussieht, das weiß ein Jeder, der nach des TagcS Last und Mühen treu und redlich seine Zei tung liest. Die nicht minder interessante Frage, wie es xvn ihren Geldbeutel bestellt ist. beantwortet die folgende Zusammenslellung ei.ics Washingtoner Verichterstattcrs. Herr Edmunds, der Präsident des Scnats, eröffnet den Neigen mit cinemVermögen von $."00,000 und einer Advokatcnpraris, die ihm mindestens 975,000 jährlich einbringt. Obwohl Herr Edmünds gewis; von seinem' Gelde recht anständig leben kann, erscheint er doch mehreren seiner Eollegcn gegenüber nur als ein armer Schlucker. Da ist zunächst Senator Eameron von Pennsylvanien, der seine vier Millionen unter Brüdern wertb ist, während sein ?kamensvetter aus Wisconsin zwar auch ganz gut ab" ist, indessen die erste Million noch nicht ganz voll hat. Fair von Nevada mißt sein Geld mit Scheffeln, Palmer von Akichigan führt mit einem Jahreseinkommen von 8175,000 ein sehr gemüthliches und sorgenloses Dasein, und auch Pendleton von Ohio scheint nicht oerade am Hungertuchs zu nagen, wenigstens kostet ihm sein Haushalt jährlich das respectable Sümmchen von annäbernd $100,000. Der Sagemüllcr Sabin aus Minnesota macht Geld wie Heu oder vielmehr, um ein auf seine Verhältnisse besser passendes Bild zu Wahlen, wie Sägespähne, Sawyer von Wisconsin hat so viele Millionen, wie seinNa7.le Buchstaben, während John Sherman von Ohio und Sewcll von New Jersey mit der Bezeichnung einfacher Millionär" zufrieden sein müssen. Auct) Joe Brown von Georgia hat nur eine einzige lumpige Million und darf es also gar nicht wagen, neben den bereits angeführten Geldprotzen sein Haupt zu erheben. Recht schwierig ist die Geldsrage bei Herrn Jones von Nevada zu entscheiden, er ist reich und arm, je nachdem seine verwegenen Spekulationen ausfallen. Augenblicklich soll er Obettvasser haben. Aehnlich, wie ihm, ergeht esJngalls von kansas, der jetzt noch ein armer Teufel, aber bei mehreren soliden Unternehmungen betheiligt ist, die ihn binnen Kurzem zum reichen Manne machen munen. Herr Anthony von Rhode Island besitzt einen controllirenden Antheil am Providencc Journal" und außerdem, ebenso wie sein Landsmann Aldrrch, ein Privatvermögen, dessen Zinsen ihn vor dem Verhungern schützen. Eugen Hale besitzt ein ausgezeichnetes Geschäft und eine Gattin, welche sich nicht minder gut rentirt, wenn auch erst von dem Zeitpunkte an, wo ihre Eltern das Zeitliche gesegnet und sie mit einemVermögcnvon ein paar Hunderttausenden allein in diesem irdischen Jammerthal? zurückgelassen haben. Herr Brown von Colorado kann sich seine ganze Wohnung mit Banknoten austapezieren und hinterlaßt dennoch seincn Erben noch mehr, als dazu gehört, um ihm ein anständiges Begräbnis zu Theil werden zu lassen. Bayard von Delaware passirt als reicher Mann"; wie groß sein Mammon ist, weiß man nicht genau, da er sich in Bezug auf Geldfachen äußerst zugeknöpft verhält. Beck von Kentucky, Harris von Tcnncssce und Manderson von Nebraska werden vorläusig auch noch nicht zum Bettelstäbe u greifen brauchen, Hill von Colorado ist mehrfacher" BergwerkSbcsitcr und George von Mississippi hat ane Reihe Plantagen, die ihm jährlich ein Vcrmögen abwerfen. Während Wilson von Iowa in Eisenbahnpapierchen spcculirt, speculirt der Missouri Best als Advocat auf die Dummheit der Menschen, die für ihn jährlich 510,000 bis 520,000 in Baar bedeutet. Miller von New Poik besitzt mehrere. große Papierfabriken, sein Namensvetter aus dem Goldlande ausgedehnte Viehherden; Beide sitzen bis über den Ohren im Gelde. Allison hat ein Vermögen von 9100,000 und eine reiche Frau, während Camden von WestVirginia, Farley von Californien und McPherson von New Jersev, der ebenfalls in Vieh macht", sich bald als Nekruten den Reihen unserer Millionäre einverleibt sehen werden. Platt von Connecticut, der Recbtsvcrdreher ist, hat eine ausgezeichnetePraxis, die ihn, wenn er ordentlichzu Wirthschaften verstände, zum reichen Manne machen

müßte. Leider aber beifct es bei ihnr.

,,wie gewonnen, so zerronnen." Sein College Plumb aus lansas ist das gerade Gegentheil von ihm, und ein kluger, vorsichtiger Geschäftsmann, der es meisterhast versteht, mit der Wurst nach der Speckseite, mit dem Cent nach dem Dollar zu werfen. Pugh von Alabama hat es ja auch,Gott sei Dank und Jones von Lcuisianä hat bei einem Vermögen von inehreren hundertausend Dollars gleichfalls ein ganz anständiges Auskommen. Jetzt marsch iren die Herren auf, die, ohne eigentlich reich zu sein, doch immerhm unter der Rubrik wohlhabend" rangiren. Es sind dies Williams von Kentucko, Slater von Oregon, der als ein Mann von substantiellen Mitteln" bezeichnet wird, Morgan von Alabama, der viele Anlagen zum zukünftigen Millionär hat, Hoar von Massachusetts, Gibson von Louisiana und eine ganze ökeibe anderer Senatoren, von denen keiner sich um den morgigen Tag zu sorgen und u fragen braucht : Was werden wir essen, was werden wir trinken'!" ' Zum Schlug kommen die Proletarier des Senats: Blair von New Hampshire, Cockrell von Missouri, Cullom von Jllinois, Hawley von Connecticut, Logan von Illinois, Jones von Florida, Riddleberger von Virginien, der als nicht reich" 'in der Liste figurirt, und Ransom den Nord Carolina. der fortwährend in Geldverlegenheit sein soll. Damit hätten wir die einzelnen Mitglieder des Senates Revue Passiren lassen, die Parade ist zu Ende. Man sieht, die meisten unserer Herren Senatoren Ind recht gut ab", und wenn auch alle '.ufammen noch lange nicht so viel Geld haben, wie Vandcrbilt, der Protz aller Protze, so dürfte das Volk doch mit sei?eni Senate recht wohl zufrieden sein, Wenn bei ih,.l Weisheit und Erkenntniß in dems-lb-'n vlüw .'un.h-n!!. wie der Geldsack. Herr Abington. In 'al - Code in dem Bai-Staate Akassachiijetts bat ein untcrnch.nendkr Geschäftsmann eine reiche Dame Namens Abington gehcirathet und nennt sich seit dieser Zeit 'ÄNster Abington. Dieser Mann hat dem Zuge unserer Zeit Rechnung getragen : er hat Energie und Geist, aber sie hat das Geld und daher warf ei seinen ?kamen über Bord und nennt sich Abington. In allen unseren Verhältnissen spielt das Geld eine so untergeordncte Rotte, das; eine derartige Ancrkew nung seines Werthes wohlthuend berühren mun. crrn Abington gebührt das Verdienst, eingesehen und anerkannt zu haben, das; Manneetnchtigkeit und Mannestttgend de;n G.'lde gegenüber nicht in die Wagschale fallen. Warum nimmt überhaupt die Frau bei der Verheira rathunq den Namen des Mannes an 's Weil die Bibel sagt : Er soll Dein Herr sein?" Schwindel; es ist ein wahres Glück, daß sie in der Regel die Unaussprechlichen anhat. Also prüse man in Zukunft genau, von welcher Seite das meiste Geld kommt, und nach dem Namen diescrScite muß sich derVkann benennen. In Deutschland ist man auch in dieser Beziehung auf halbem Wege stehen geblieben. Der deutsche BuchHändler Schäffer in Magdeburg gründete mit dem Gelde feiner Frau Margarethe Voit aus Schweinfurt in Baicrn die bekannte Modezeitung Vazar". Als dieses Unternehmen ihn reich gemacht, er seinen Wohnsitz nach Berlin verlegt hatte und der König Wilhelm dem reichen Manne die Erhebung in den Adelsstand anbot, nannte er sich von Schäffer-Voit". Warum das Geld der Frau um einen Theil der ihm gebührenden Anerkennung verkürzen? Herr Abing' ton hat unserer Zeit besser den Puls gefühlt, er nennt sich nicht: SchulzeAbington, sondern Abington. Aus Deutschland könnten wir verschiedene Fälle anführen, in denen Männer durch Hinzufügung des Namens ihrer Gemahlinnen dem Geldfacke der letzteren auch äußerlich den ihm gebührenden Respect erwiesen haben, wir führen aber einen anderen Fall an, in dem dieses Versahren so stolz und berechtigt ist, wie in anderen Fällen unvernünftig. Schiller's einziger männlicher Nachkomme, derSohn seiner jüngsten Tochter, der Frau von Gleichen-Rußwurm nennt sich : Schiller von Gleichen-Rußwurm. Wer durch Abstammung berechtigt ist, den Lieblingsnamen der deutschen Nation seinem Vatersnamen hinzuzufügen, besitzt einen Adelsbries von wirklichen Gottesgnaden und Schillers Enkel straft das Wort Lügen: henmm filii Loxae. Eine bedenkliche Erfindung. Wir leben in einem großen Lande und die Festredner haben ja so recht, wenn sie am 4. Juli' sich heiser brüllen: Dem amerikanischen Genius, den Triumphen des amerikanischen Crsinduttsgeistes ist es zu verdanken, daß die Union an der Spitze der Civilisation marschirt, daß sie die höchste Stellung unter den Nationen einnimt." Das ist sehr schon und gut, da wir aber auf emen so hohen Gipfel hinaufgeklettert sind, müssen wir vsrsichtig sein, daß wir nicht an der anderen Seite des Bera.es unrühmlich wieder hinabrutschcn. Zu dieser Warnung werden wir durch eine Anzeige veranlaßt, in welcher ein Regenschirm, der sich selber ausspannt, angepriesen wird. Regenschirm, nothwendiges Uebel, treuloser Freund die Veränderung liebender Geselle! Du hast jetzt schon in Deiner Durchschnittsbeschaffenheit so viele Fehler, das; man Dir keine Gelegenheit geben sollte, noch neue zu entwickeln. Du wirst stehen gelassen, und läufst Deinem Herrn nicht nach. Tu wirst verborgt und bringst Dich nicht zurück. Du wirst verloren und lässest Dich nicht finden. Du wirst immer gegen einen schlechteren vertauscht und wechselst Dich Nicht auö, Du bleibst zu Hause, wenn es regnet, 'und gehst mit aus, wenn die Sonne scheint. Sind das nicht schon Fehler und Gebrechen genug ? Dein Ueberzug löst sich von den Stäben, Deine Nähte platzen, Deine Farbe verschießt, Du verräthst mehr die Vergänglichkeit alles Jrdischcn, als selbst die empfindlichste Angströhre. Wirst Du bei gutem Wetter unter dem Arme getragen, so stößst Du den Leuten die Augen aus, will Dich bei Reaen und Wind em Schneider auf-

gespannt benutzen, so fliegst Du mit ihm

aus uno oavon. Ist sonach schon der gegenwärtige Regcnschirm äußerst mangelhaft construirt, so muß vor jeder weiteren Tbätigkeit, die man ihm zumuthcn will, eindringlich gewarnt werden. Ein sich selber aufspannender Rcgenschirn! Wenn wir eine Dame begleiten und eö singe an, in Strömen zu regnen, so würde der Regenschirm geschlossen bleiben und gebrauchten wir ihn als Spazicrstock, so würde er sich aufspannen, uns zwischen die Beine gerathen und zu Falle bringen. Kurz, man gebe dem unzuverlässigen Burschen keine neue Gelegenheit, Dummheiten zv machen. Unsere Petroleum - Ausfuhr. Dem amerikanischen Petroleum und der Ausfuhr desselben wird Voraussichtlich der russische Mitbewerb demnächst ernstlich gefährlich werden. Da am Kaspischen Mee unerschöpfliche Erdölquellen vorhanden, ist bekannt. 1881 waren dort 375 Quellen in Betrieb und 5U ihnen sind jährlich GO bis 70 neue Quellen hinzugekommen. Das Faß rohcs Oel kostet zur Zeit im Oelquellenbezirke selbst 8 Cents. Dagegen kostet das rafsinirteOel in Nischni Novgorod unverhältnismäßig niehr und Kerosin wurde wäbrend der letzten doNigen Messe zu 31.30 die Gallone verkauft. Aishsr war es nicht möglich, das rohe Oel so massenhaft zu bes.'.oe'cn, daß Europa mit demselben auch nur annähernd so reichlich versorgt werden konnte, wie von Amerika aus. Die Schiffahrt auf der Wolga, Newa und den Kanälen ist die Hälfte des Jahres hindurch verschlossen. -Um die Oelausfuhr zu fördern, wurde die Eisenbahn von Baku am statischen Meere nach Batuni am Tchwarzen Meere geHaut, wurden billige Frachtraten cingcführt, aber die Balnr kann nicht mebr als 180,000,000 Liter, von denen ziemlich 4i auf die Gallone gehen, befördern. Gegenwärtig gehen russische Capilalisten mit dem Plane um, von Baku nach Baturn eine Röbrenleitung anzulegen. Die Kosten eine: solchen Leitung sind auf L!,")0,000 zeranschlagt. Am Endpunkte am E.wrzc:! Meere sollen großartige clrasnierien errichtet werden und glcichcilig ist eine über große Capitalien versagende sra.izöi'i-che Cor.'.pag'iie an der Arbeit, in Marseille Einrichtungen für das Rafffniren des russischen Erdöls zu treffen. Das io.product ist a'N Kaepischen Mere viel billiger als in unseren Cdtntnetcit, sobald da? rasstnirte Oel aus die angegebene ,is, ebenfalls billiger in den Handel gebracht werden kann, als das ainerikanifche, nird unser- ?!mdiistrie den russischen MltbeN'erb viel empfiad! icher fühlen, als dies bis jeht der -all gbWesen ist Handelte es sich b.iai.n, unseren Lumpenhund, die Standard l Company, abzuthun, so kannte nizu sich über die Borgängc im ri'inschen l districte blos freuea, ab.'r unser ).lcevs schaden von Monepol wird die folgen zunächst aus seine ohnsklavcn abladen. Äom Jnlande. Chicago hat eine Jljährig Frau, die in ihrer Jugend einmal auf Washington's Schoos; gesessen hat. Die alte Dame muß ein Denkmal kriegen. Riesige Jahre Sgehalte beziehen die Mayors von Siour Falls und Bismarck, Dak.. nämlich resp. I und 25 Dollars. Der Neger D o w s e, des s e n 5 Kineer kürzlich i.l s.iner Wohnung nahe Wavnesboro'. ('ia , ermordet aufgefunden wurden, ha: das Verbrechen eingest.inden. Er giebt keinen Grund für da's.loe i.O . : iu! ich wahn sinnig. In Tamaaua, Penn., ereign nete es sich soeben, daß der Nestor der dortigen Ealvarien Episeopalkirche, W. B. Bart, von seiner Gemeinde abgesetzt und die Kirche geschlossen wurde, weil er sich mit einer seinen Geineindemitgliedern nicht zusagenden Dame verehelicht hatte. In d e tl K o h l e n q r il b e n bei Braddock und Wilkesbarre, Pa., suchen die polnischen und slowakischen Arbeiter einander durch schlagende Gründe davon ;u überzel-.ien, daß sie eingeschleppte Lohnsklaven sind, die sich der rücksichtslosesten Ausbeutung durch die Eompagnien fügen. Bor 2 oder 3 Jahren kamen die sogenannten Osterkarten zuerst in die Mode, Karten, mittels denen man seine Bekannten beglückwünschte, wie dies zu Neujahr schon lange Sitte ist Damals hatten die Karten ungefähr den Umfang einer flachen Hand. . Heuer schon bestanden dieselben aus förmlichen Compendien, und wenn dies so fort geht, so werden dieselben am nächsten Osterfeste den Umfang von Ersch und Gruber's Eneyelopädie annehmen. Im Thale des Belle Fourche in Dakota hat der Streit zwischen den Ackerbauern und Viehzüchtern sämmtlichen Hunden der ersteren das Leben gekostet. Die Hirten vergifteten die Hunde, weil dieselben ihr Vieh hetzten, und die Farmer, welche ihr urbar gemachtes Land nicht einzäunen können, setzten, um ihr Eigenthum zu beschützen, das Gras in Brand, wodurch das Vieh massenhaft in den Fluß getrieben wurde. Ein Italiener Namens Ciccarelli in New ?)ork hat mit dem Straßenreinigungs -Departement einen Contract abgeschlossen, nach welchem ihm gegen Bezahlung einer bestimmten Summe das ausschließliche Recht zusteht, Lumpen, altes Eisen und' andere Werthfachen aus den Abfällen auf den AbladePlätzen herauszusischen. Eine Zeit lang machte Eicearelli einen hübschen Profit und schmunzelte, jetzt aber hat er sich mit einer Beschwerde an das Straßenreinigungs 'Departement gewendet, worin er saczt, daß eine Anzahl seiner Landsleute mit den Aschkärrnern ein Abkommen getroffen hätten, nack welchein Erstere das Auf- und Abladen der Asche und Abfälle besorgten und dafür die Werthsachen in einen mitgebrachten Sack stecken dürften, so daß er schließlich nichts mehr in der Asche finden könnte. Es geht doch nichts über die Concurrenz ! Als kurz nach der Vertagung der Gesetzgebung in der Staatsauptstadt

nolneo, :ia., cmlae benitilc

Häuser ausgenommen wurden, !e fanden sich unter den darin Verhafteten fünf Gcsctzgcbungsmitglicder. Als sie nach der Polizeistation acbrarbt waren, mul;ten sie ihr ganzes ttcld ungefähr und ihre goldenen Nbrcn und a'dcre Werthsachen als Bürgschaft ab.ben. Sle nannten Alle statt ibrcr wirtlick'ea Namen falsche und wurden unier lc.'ren crnctraaen. Unter den fallen viamcn zahlten sie auch die Strafe nämlich se Die Polizei nennt die rechtcn?!a:ncn nicht. Man hat jedoch ermittelt, daß jcder der Fünse für einen ! Gesetzentwurf gestimmt bat, welcbcr 55000 für die Anstalt für gesunkene Frauenzimmer bewilligt und das Halten eines üdelbcrüchtigten Hauses m:t fünf Jahren Zuchthaus bestraft. Dieselben Heuchler haben natürlich für Probibition gestimmt. Das sind die Sck'urkcn, die im Interesse der Hebung der Sittlichkeit des Volkes" für Tempcrcn'.gese:)e arbeiten. Ein C ong reßmann aus 'NordCarolina, der ausgedehnte kv und Veerenpflanzungcn bcsidt', bat ein bedcutungsvollcs Pamphlet über das Tbcnia losgelassen : warum aus sinanziellen, Gesundhcits- und diätetischen Gründen die Steuer auf Branntwein, der aus Beeren, Zht und sonstigen Südfrüchten bergestelit wird, unter allen Umständen abgeschafft werden sollte. Der Kämpe für da ciacne Interesse hat bisher zuerlwürdiger Weise wenigAnklang gefunden und der Eonzreß wird wahrscheinlich und hoffentlich nicht begreifen, warum Beeren- und ' Obstbranntwein frei sein soll, wenn es Getreidcbranntwein nicht ist. Er wird sich damit eine herrliche Gelegcnbeit entgcben lassen, den Geldbeutel des Volkesurch Betrug zu bestehlen. In der E n d c voriger W o d c von der Northwestern Lumber N!anufacturer's Association" in Älimicavolis, Minn., abgehaltenen SiZ'.ung bericktcte. ein zu diesem Zwecke cn!.wlttcs Comite, das; in den Staaten Wisconsin, -iinnesoia, Illinois, Iowa und Michlgan im Winter 188381 5,250,00000 Fuß Holz, gegen 420,000,000 im Winter zuvor geschlafen worden sind. Außerdem zog sich durch alle Verhandlungen roie ein rother Faden der Gedanke : Der Einganzszöll ans auswärtiges NuhMz muß aufrecht crhaltcn werden, teilt wir für unsere Waare höhere Preise erzielen tönnen. Die Vernichtung der Holzbestände und deren Folgen kümmern die cdcln Lumbcrmcn nicht. Von Patterson, N. I., kommt wieder einmal ein lrücht über den Verbleib der bekanntlich aus dem St.Mar-kus-Fricdhofe" gestohlenen und tro? aller bisherigen Nachforschnnzen nicht wieder aufgefundenen Reichs des New v)orfer ModewaarenMillienärs A. T. Stewart. Dieses Mal wird cr-.ählt, b.ifj ?twart's Leiche von irischen 'Patrioten gestohlen wurde, um ihre iückerstaüung von nner großen Belohnung abh :n.-,ig zu machen und sodann das G.ld dem Xgi:a!wn5Fond zu überweisen. Als dieses nicht gelang, hätten die Diebe die cn einen New Yorker Ar;t l'?.vsch!a.v.':i, unddas Gerippe ziere nünniebe das cadirzimmer des Aeskulap ungtrs. Sl n f eine m b ü b s ch c n ü a w d side nahe Bordentown, )l . w:h u die Mutter deö irischen Parlaine,it.?.nit,iedes Parnell. Schon vor dem i:n Cc:?: ber erfolgten Tode ihrer patriotischen Tochter Fannie, noch zehr ab.'r rs. ic.v:r Zeit wird die alte Dame von l:nbeka?in. ten Individuen in jeder möglich. 'n v.'ise chikanirt. Ihre Katzen uiid svind; 'x-r-. den vergisttt, ihren Hähnen die öpfe abgeschlagen und sonstiger linsn., .trieben, ohne daß es bis dahin di: Thäter zu entdecken. In letzt-'? 'Diens-tags-Nacht wurde die tLinzänuiig an 5 oder ! Stellen in Brand geZ.'dt un? nur mit Mühe groszer Verlust verbi?:der:. Das; politische Feinde ihres Sohnes di? Urheber dieser Älkiss-'tbaten sind, n:ag eine richtige Annahme sti.l-, die edu Frau selbst ist sich nicht be-vu;;t. irge.d Jemanden provocirt zu haben, i: irischen Dynamitheloen h.iss.'n bkani-.:li !?en freisinnige:?, aber nicht wa-'.iii.ini. zen Patrioten parnell aus's ' c u ti&z v okal-a v ichtcn. Lr?s!n; ZScf..!?,,. In der letzten tadtveroronetenversammlung zu Münster irurde der statt ische Etat 'für 1881 85 aus 413,500 iU. in Einnahme und Abgabe, die Kommunalstener für denselben ' Zeitraum auf 100Prz. der Staatösteurn festgesetzt. Der Maschinenwärter Fcensemaier von Bochold, welcher am 1. Juli v. I. seine Frau auf so scheußliche Weise umgebracht hatte, ist jetzt von der Irrenanstalt aus, wohin er zur Beobachtung seines GeistesZustandes gebracht worden war, wic'ccs in's Gefängniß zurückgeführt worden. Als der, vor Jährest i ist an dem Bergmanne Sonnenschein aus Einsen verübten Mordthat verdächtig wurden kürzlich die drei öcbrüdcr Birkenkamp aus Kühlbruch bei Speckhom verhaftet. Landrath Schmicding aus Altena, welcher seit der Äerufang des Landraths Oberwcg in das LandWirthschafts - Ministerium das Landrathsamt zu Bochum konimissarisch verwaltet hat, ist jetzt dsinitiv zum Landrath des Kreise Bochum ernannt worden. Gestorben zu Unna der in ganz Deutschland bekannte Lehrer Hufschmidt, im Alter von 73 Jahren. Brandfälle: in Werther, Kreis Hall , 5 Wohnhäuser ; in Herford, das in der Neustädter Feldmark No. 46 gelegene Wohnhaus des Kolon Behring, sowiz.in Lemgo das Gasthaus am Lagcrwegr sammt den Nebengebäuden. - Königreich Wiirttemderq. f Dr. L. Stark, Professor am Konservatorium in Stuttgart. Derselbe hinterlies; 10,000 M. zu einem Stipendium für einen Stndircnden der V!usiktheorie, sowie 2000 M. für die Armen Stuttgarts. f In Canstatt Obermcdizinalrath a. D. v. Cleß. In Warthauscn stürzte der Bauer Hörnle von Mittelbach über eine Brücke und ertrank. Die Frau des Maurers Belser von Bcsenfcld versuchte ihren Gatten zu vergiften. Ter noch nicht militärfreie Wilh. Brot von Schmidbausen war mit .dem Ausmuste-

rungsschcin des Andr. Graf von Heilbronn nach Amerika ausgewandert Vnd hatte dann denselben an Job. Bauer von Hclscnbcrg, dessen Sohn ebenfalls auswanderte, zurückgesandt. Der Schein kam in unrechte Hände und Graf und Bauer sitzen nun in Untersuchungshaft. ebenso der Geomctcr Schieferer von Veilstein, der einen Erlaubnißschcin zu? Auswanderung gefälscht hatte. Steinhaucr Gebhardt in Heilbronn stürzte in den Neckar und ertrank. Für das schwäbische Sängerbundesfest in Ulm ist ein Garantiefend von 40,000 M. geschaffen. All Festplatz ist der ganze Naum zwischen der ikarls- und Schaffncrstraße und zwischen der Kcpler- und Kasernenstraße bestimmt Für 000 Personen werden Sitze crrick? tct. Als Dirigent ist Prof. Dr. FaZZ-t. als Ncbcndirigent Herr Schepp, Dirigent der Liedertafel, ernannt. Die Hundescheercrin Louise Scheurer von Trichtingen ist erschlagen worden. Als Thäter verdächtig ist der Wurzclgräber Anton Dictrick von Lautrack' oder Llusnang, O. A. Lcutkirch. ?tt)etnprovinz. Die bald nach Beendigung des deutsch französischen Kriegs vom Staate der Stadt Köln für deren Leistungen zugewiesene Entschädigungssumme wurde neuerdings von der Oberrechnungskammer als viel zu hoch gewesen erachtet, und daher von dieser eineNückzahlung von ca. 200,000 M. verlangt. In Folge einer diesbzgl. Weigerung seitens der Stadt hat nun der Fiskus eine Klage gegen die Stadt angestrengt. In Krcscld vollzieht sich gegenwärtig die Bildung eines Unfallvcrhütungs - Vereins". In einer Stadtverordnetensitzung zu Tuisbürg wurde eine Vorlage, betrcffend Einführung einer städtischen Viersteuer, mit einer großen Majorität abgelehnt. Zwischen ötrefeld und Elberselb soll neuerdings auch eine Telegraphcnleitung angelegt tverden. Seitens des Stadtrathcs zu Aachen ist der Be schlust gefaßt worden, das; in den Trinkhallen weibliche Bedienung künftighin unbedingt verboten sein soll. JnÄachen sind während des diesjahrigcnFaschingZzuges 3000 M. unter dieArmcn dcrStadt und 500 M. unter die Armen von Bnrtscheid vertheilt worden. EroShcrj?:hun: Jdcn. In Karlsruhe wurde Wilhelm. Köhler aus Leopoldshafen, welche ein ihr in Pflege gegebenes Kind zu Tode mißhandelte, zu 4 Jahren 8 Monaten Zuchthaus verurtheilt. Schriftsetzer Karl Octingcr in Karlsruhe starb an Brandwunden. Der aus Evfenhofcn durchgcbrannte QkmeindcrechncrFelir Gleich auf ist inHavre verhaftet wordcn.-Jn der sog. Faulwaag zwischen Burkhcim und Arcisach wird eine Arbeitcrkolonie angelegt. Der Eonlcurdiencr der Rhenania" inHeidclberg, Jakob Häscl, verübte mehrere Dicb.stähle und entfloh ; er wurde jedoch in St. In.lien in der Pfalz verhaftet. Wegen Meineids wurde der 'Lederfettfabrikant Leonh. Klunzingcr von Kehl zu (! Jahren Zuchthaus verurthcilt. Der 17jährige Sohn des Bäckermeisters Müller aus Konstanz, hat sich aus Unvorsichtigkeit erschossen. Bei dem Zusammenstoße zweier Bahnzüge zu Tinglingen wurden Zugführer Nöß'.cr und Öberschasiner Stamm aus Lahr, schwer verlcfct. Der Schuhmacher Schr.ncr aus bcrkirch, welcher in N'cudorfbei Straßburg wohn te, wurde erschlagen. Im Walde bei dem Zinken Mittelbach,Gem. Neicheübach, verübte der Dienstknecht Faißt an der 10jährigcn Pflegetochter eines dortigem Hofbauern einen Lustmord. Provinz Vommern. Seitens des Provinzial-Vereins zu. Bekämpfung des Stromcrthums ist jetzt das Vorwerk Maierci" zu Stettin für '135,000 Mark angekauft und zur Errichtung einer Arbcitercolonie bestimmt worden. An Stelle des im vorigen Jahre zu Stettin verstorbenen Stadtsecxctärs Müller wurde der Bürgermeister Weschke aus Prattin a. E. vom Stcttiner Magistrate gewählt. In Schlawe hat sich in einem Anfall von Geistesstörung der Rentier Karl Knop mittelst eines 3!astrmesscrs die Pulsadern abgeschnitten. :J einem Hotel zu Damm in vergiftete sich kürzlich ein junges Liebespärchen mittelst Blausäure, weil die Eltern nicht gut dazu sahen". LcbwetZ. 7 In Bern der cmeritirte Theologie.Professor Immer. Zum 50jährigen Univcrsitätsjubiläum in Bern wollen ehemalige Studenten einen Fond zm Gründung einer Universitätsbibliothe! sammeln. Notar Sicbner in Jcgernstorf ist mit cincr großen cil'.kassirten Summe nach Amerika entflohen. Die Sozialdemokraten Basels werden dem Dichter Georg Herwcgh an seinem Grabe in Liestal ein Denkmal setzen. t Dr. Wyberr, der Senior der Baslcr Aerzte. Unter den 5G für den Bau der St. Lconhardskirche in St. Gallen cingegangencn Plänen, wurde die Arbeit des Berliner Architccteu Joh. Volmcr mit dem ersten Preise prämiirt. In Mühlen und Häzcnschwyl sind durch Genuß von geräuchertem Kalbfleisch 3.") Personen erkrankt. Bahnwächtcr Gans 'in Goldach wurde vom Zuge überfahren. Die Hauptmännin Wyst von der Heilsarmee wurde in Beroche jämmerlich durchgeprügelt. Das Defizit des eidge. Schützenfestcs. in Luzcrn beträgt 170,000 Francs.

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