Indiana Tribüne, Volume 7, Number 190, Indianapolis, Marion County, 29 March 1884 — Page 2

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Ersch eint FägttH, WöHentliH u. Sonntags. OffTcn ISv O.Marylandftr. Vt3aH$ .TriSüne- kostet durch den Trager!? Sentixer Woche, die Sonntgi.Tribane'' 5ent per Woche. Beide ,usmn ib Cents. Per Post ,ugelchiSt in Vorausbezahlung ft rer Jahr. Indianapolis, Ind.. 29. März 1834. Endlich gerechtfertigt. , Anfang dieser Woche ist inÄkron, D., Dorsey Biers, einer der ersten Ansiedler in Summit Co., im 91 Jahre seines Lebens gestorben. Der Mann hat lange lange Jahre in dem Verdachte gestanden, ein Bkörder zu sein, aber durch eine beispiellose Energie und mit Aufopferung seines Vermögens sich schließlich von diesem Verdachte gereinigt. - Im Frühjahre 1826 bewohnte Vicrs mit seiner Gattin ein hübsches Häuschen in dem Städtchen Northsield, ebenfalls in Summit Co., hatte schon viele Acker. Landes cultivirt und bewirthschaftete seine Farm so, daß er von Jahr zu Jahr schneller vorwärts kam. Er und seine Frau waren äußerst sparsam, hielten-jeden Cent- zusammen, und die Leute machten ihnen den einzigen Vorwurf, sie seien etwas gar zu sehr auf das Geld verpicht. Ein Engländer, Namens Nupert Charlesworth, ging zu den Leuten in Logis und Kost. Das war ein sideler Kauz, der bald weit und breit in der Nachbarschaft ebenso bekannt, wie beliebt wär. Er batte immer die Tasche voll Geld, war nichts weniger als knauserig und die Wirthe in Northsield und in den benachbarten Ortschaften machten an ihm gute Geschäfte, denn die Farmer nahmen auch damals schon einen Trunk aus anderer Leute Unkosten nicht übel. Charlesworth sprach davon, daß es ihm so gut in Summit County gefalle, daß er sich dort anzukaufen und niederzulassen gedenke. ' . Am 23. Juli 182 spät Abends hatte sich Charlesworth von zwei seiner neugewonnenen Freunde in nächster Nähe des Viers'schen Hauses verabschiedet und war heimgegangen. An demselben Tage war in Akron glaubhaft zur Anzeige gebracht worden, daß Charlesworth falsches Geld unter die -Leute bringe, der Constable hatte Befehl erhalten, den Verdächtigen zu verhaften und hatte sich so' zeitig auf den Weg gemacht, daß er vor Sonnenaufgang in dem Hause des Vierseintraf. Charlesworth war verschwunden und Viers sagte dem Beamten auf Befragen, derselbe sei in der Nacht aus dem Fenster geklettert, gleich darauf aber auf weiteres Befragen: er denke sich das so, denn C. könne ja gar nicht anders aus dem Hause gekommen sein. Vor- und Hinterthüre hatte man von innen verriegelt gefunden. Charlesworth war und blieb verschwunden. Ungefähr vier Jahre später fand ein Farmer, durch seinen Hund aufmerksam gemacht, in dem ganz, nähe an dem Viers'schen Hause befindlichen Wäldchen ein männliches Skelet in der Erde ver scharrt ; Kleider oder Ueberreste von sol chen fand' man nicht, nur ein paar Stücken Zeug, die wahrscheinlich von einem baumwollenen Hemde herrührten. Die Leichenschau förderte ebenfalls nichts weiter zu Tage. Erst schwach und vereinzelt, bald bestimmt und bestimmter tauchte das Gerücht auf, das Skelet sei das des erckordctcn Charlesworth und Biers sei der Mörder. Ein Nachbar des letzteren erinnerte sich, daß in der Nacht vom 23. zum 24. Juli 1826 ein Schuß gefallen sei; eine Frau, die damals noch ledia war und bei Viers im Sommer die Küche besorgte, hatte bemerkt, daß in dem Bett, in dem Charlesworth schlief, sich kein Betttuch befand und hatte später ein solches im Heu in der Scheune mit Blutstecken bedeckt gefunden und gedankenlos mitgewaschen; ein. Nächbar hatte i aus dem schmalen Fußwege nach dem Wäldchen eingctrockncte Blutflecken gesehen; Viers hatte in den letzten ' Jahren sein Haus umgebaut und vergrößert, einen neuen Stall errichtet und werthvolle Zugthicre angeschafft. Schließlich war die öffentliche Meinung so fest von der Schuld des Viers überzeugt, daß der Countyanwalt eine Voruntersuchung anordnete, die am 8. Januar. 1831 vor Nichter Wallace begann, 17 Tage dauerte und in ganz Ohio mit Spannung verfolgt wurde. . Es regnete förmlich Jndicicn, neue VerdachtsMomente, belastendes Vcwcismaterial, und Viers wäre unter allen Umständen unter Anklage gestellt, dann aber auch sicher verurtheilt worden, wenn nicht am letzten Tage zwei höchst respcctable Farrner aus dem nordöstliche Ohio freiwillig auf dem Zeugenstande erschienen wären und ausgesagt und beschworen hätten, daß sie vor kaum zwei Jahren mehrfach mit Nupert Charlesworth verkehrt hätten. Das gab der Untersuchung eine entscheidende Wendung und'Viers wurde entlasten. Die Leute zogen sich aber von ihm zurück, zeigten ihm ihren Abscheu, wie sie nur konnten und selbst ein Lynchversuch konnte von den verständigeren Bewohnern von Northsield nur mit Mühe unterdrückt werden. Da beschloß Vicrs, der dieses Leben Richt mehr ertragen konnte, Nupert Charlesworth aufzusuchen und koste es ihm auch sein ganzes Vermögen.- Die Auskunft, die er von jenen beiden Farmern erhalten, wies ihn nach dem ostli chen Theile von Kansas; Stadt für Stadt, Dorf für Dorf suchte er ab, entdeckte den letzten Aufenthaltsort des Gesuchten und erfuhr dort, daß Charlesworth nach England zurückgereist sei. Dorthin wanÄe sich Viers und ermittelte schließlich, daß Nupert nach Amerika zurückgezogen sei und sich zunächst nach New Orleans gewendet habe. Von dort führten die Spuren den im ermüdlichen Forscher am Mississippi, dann den Ohw herauf, bis er endlich nach Cincinnati kam und entdeckte, daß sich Charlesworth vor Kurzem nach Detroit. Mich., gewendet habe. Dort suchte Viers lange, erzählte schließlich im Herbst 1810 in einer. Wirthschaftvon seinem

Schicksale und folgte einem Manne, der ihm mit den Augen zuwinkte, auf die Straße. Der Mann war Charlesworth und nur der struppige und verwilderte Bart hatte Viers verhindert, denselben sofort zu erkennen. Dieser erfuhr, daß sein ehemaliger Hausgenosse in der That falsches Geld in Circulation gesetzt und davon, daß er verfolgt werde, 3!otiz erhalten, daher das Viers'schc Haus in der Nacht allerdings durch das Fenster verlassen und sich dann unstät in der Welt umhcrgctricbcn habe. Ein guter Anzug, theilwciscs Nasiren und eine angcmcsiene Behandlung des Kopfhaares gaben Charlesworth schnell sein ehemaliges Aussehen zurück. Er begleitete Vicrs nach Northsield, Boston, Akron und anderen Orten in Summit County und Wurde von seinen zahlreichen ehemaligen Bekannten wieder erkannt. Kaum war er nach Michigan zurückgekehrt, so verbreitete sich das Gerücht, der angebliche Charlesworth sei nicht Nupert, sondern ein Vc,ttcr des letzteren gewesen und von Viers bestochen und instruirt worden, sich flr Nupert Charlesworth auszugeben. Wieder begab sich Viers auf die Reise, fand diesmal Charlesworth ohne große Mühe und reiste mit ihm nach Northsield. Im ganzen County wurde nunmehr durch Anschläge undCirculare bekannt gemacht, daß alle Bewohner ersucht seien, sich in einer bestimmten geräumigen Kirche einzufindcn und dort über di Identität des Charlesworth mit Nupert Charlesworth, früher in Northsield, zu Gericht zu sitzen. Dies geschah und hatte nach langen VerHandlungen die einstimmige Anerkennung des letzteren zur Folge. Jetzt endlich war Viers von jedem Verdachte frei, aber ein armer Mann und seine Gesundheit war gebrochen. Schnell erholte er sich jedoch, nachdem jmer furchtbare Bann von ihm genommen war, und brachte es auch wieder zu großem Wohlstande. Erzwungenes Eheleben. Auf Grund des gemeinen Rechtes, das ja auch in den Ver. Staaten vielfach in Anwerwung kommt, wurde neulich in England ein höchst sonderbarer Fall entschieden. Es handelte sich um den Proccß einer Frau gegen ihren Gatten zur buchstäblichen Wiederherstellung ehelichcr Rechte". Das genannte Paar hatte mehrere Jahre getrennt gelebt, und zwar wegen des geistigen Zustandes der Frau. Zwar war dieselbe nicht wahnsinnig oder idiotisch, aber ihr Zustand machte sie un fähig, die Nolle einer Lebensgefährtin zu spielen und Gesellschaft zu empfangen. Acrztliche Sachverständige btteugten, daß sie zurückgezogen leben und sich möglichst ruhig verhalten müsse. Es wurde ferner bezeugt, daß ihr Gemahl in der liberal-

stcn Weise für sie gesorgt hatte. Sie blieb in dem Familienschlosse, behielt ihre Dienerschaft, die Möbeln und Equipage, genoß des besten ärztlichen Beistandes und empsing außerdem $2500 jährlich. Damit war sie indessen nicht zufrieden, sondern verlangte, daß das Gericht ihren Gemahl zwingen folle, mit ihr zusammen zu leben. Sir James Hanncn, vor dem der sondcrbare Klagefall zur Verhandlung kam, konnte sich der Bemerkung nicht cnthalten, daß es eine große Thorheit sei. Jemandcm das chelichc Glück gerichtlich aufzwingcn zu wollen. Indessen müsse er das Gesetz ausführen, wie er es vorfinde, und sich außerdem nach früheren Entscheidungen und Präccdenzfällcn richten. Um einen Vergleich anzubahnen, sch!u j der Verklagte vor. cm Haus in Staöt oder Land für 9100 monatlich zu miethen, dasselbe in der glänzendsten Weije auszustatten, zwei Diener und Aerzte zu stellen iinb außerdem 82500 jährlich an die Klägerin 'zu zahlen. Diescn Vorschlag, wies letztere mit Entrüstung zurück Sie habe die Klage nicht behufs Erlangung der ihr angebotenen Vortheile angestrengt, denn sie besitze dieselben schon. Sie wolle einen Mann, und zwar Denjenigen, den sie vor mehreren Jahren gchcirathet habe. Somit mußten die Verhandlungen aufgenommen werden. Die Frau bewies" durch zahlreiche Zeugen, daß sie bei gesundemVcrstande sei, ein liebendes und zärtliches Temperament besitze, gesellig, fähig, ein Heim glücklich zu machen" nnd von dem' Wunsche erfüllt sei, eheliche Beziehungen zu führen. ES genüge ihr nicht, nur dem Namen nach verheirathct zu sein. Sie liebe ihren Gatten und wünsche seine Gesellschaft. Der Stellung einer wirklichen Gattin hafte eine Ehre an, die eine von ihrem Gemahle getrennt lebende Frau nicht genieße. Vom rechtlichen Standvunkte uus behauptete sie, daß sie nach dem gemeinen Rechte, speciell nach den Entscheidungen der alten kirchlichen Gerichtshöfe, ihren Mann zwingen könne, mit ihr zusammenleben und ihr die Vortheile seines Umganges zu gewähren. Kurz, sie begründete ihren Fall" (rnade out her case), wie es in der Gerichtsspräche Heißt. Nach mehrtägiger Zögerung, Ueberlegung und Befragung der Äutoritäten" gab der gelehrte Vorsitzende des Gerichtshofes widerwillig die Entscheidung ab, daß der Gatte in Zukunft ehelich" mit seiner Frau zusammenleben müsse. Trotz des heftigen Widerspruchs der Klägerin gab er aber dem Verklagten wenigstens noch eine. vierzehntägige Bedenkzeit, nach deren Ablauf letzterer sich entscheiden sollte, ob er die ehelichen Veziehungen zu seiner Frau wieder aufnehmen oder wegen Mißachtung des GerichtsHofes in's Gefängniß wandern wolle. Was der Bedauernswerthe beschlössen hat, wissen wir nicht, doch ist er auf alle Fälle in einer üblen Lage. ES ist nicht angenehm, die Freiheit einzubüßen, aber kaum weniger unangenehm ist das gezwungene Zusammenleben mit einer Frau,, die ihren Charakter durch obige Klage genügend gekennzeichnet hat. Ohne Frage ist die Entscheidung durch daS bestehende Gesetz geboten gewesen, aber dieses Gesetz selbst ist ebenso unbestreitbar ein sehr schlechtes. Es giebt gewisse Verhältnisse, in welche sich der Staat nicht einmischen darf, die so rein persönlicher Natur sind, daß sie die organisirte Gesellschaft nichts angehen. Ein Gesetz, das verheirathete Personen zum ehelichen Zusammenleben zwingt, nachdem die3!eigung erloschen und Abneigung an ihre Stelle getreteten ist, muß nicht allein als tvranniseb. sondern loaar

als widernatürlich bezeichnet werden. Es setzt den Begriff der Ehe herunter, entkleidet dieselbe ihres Charakters als eines innigen aus gegenseitiger Liebe und Achtung hervorgegangen? Zusammenlebens von Mann und Frau und stempelt sie zu einem gewöbnlichen Gefchäftscontraet, auf dessen Erfüllung der Staat gcwaltsam dringen kann. Weibliches Zartgefühl sollte vor der Berufung aus ein derartiges. Gesetz noch mehr zurückschrecken, als vor dem leider nur zu häusigen Versuche, einen Mann zur Eingehung einer Ehe zu zwingen. Hier sagt eine Frau, daß sie den Proceß eingeleitet habe, um ihre Rechte und ihre Ehre zu wahren, cs liegt aber auf der Hand, daß letztere durch die Klage wesentlich mehr gelitten hat, als durch die Trei::iung von ihrem Gatten. Es ist ein Unglück, daß nicht nur in England, sondern auch in den Vcr.Staaten an einem System von Gesetzen fest-gehalten-wird, die ihren Ursprung zum großen Theile im barbarischen Zeitalter haben. Zum Lobe des gemeinen Rechtes" wiid häusig angeführt, daß' es die gesammelte Weisheit aller Zeitalter enthält, während deren es- sich bildete. Selbstverständlich muß cs dann aber auch die gesammelte Thorheit der nämlichen Zeitalter enthalten und diese überwiegt jedenfalls von unserem Standpunkte aus die Weisheit ganz bedeutend.' Was vor Jahrhunderten als höchstes Recht und größte Vernunft galt,' wird heutzutage häufig als gröbstcs Unrcch und verrückter Aberglaube angesehen. Gesetze sollten die Anschauungen derZeit wiederspicgeln. in der sie Geltung haben. ' Friscber Ahornzucker. Als die neue Welt noch - Schinken und Muskatnüsse aus Holz herstellte, hatte sie sich als Abnehmer dieser Beweise ihrer Smartheit lediglich die alte Welt auser sehen. Auch von dieser Einseitigkeit hat der Fortschritt unsere Industrie geheilt ; die BeMger und Fälscher finden ietzt den einheimischen Markt mindestens ebenso einträglich, wie den auswärtigen. Namentlich auf dem Gebiete der NahrunsMittel treibt die Fälschung die mannichfaltigsten Blüthen und Früchte. Nicht die Ochsenbuttcr, die consequent als Kuhbutter verkauft wird, ist es, die uns diesmal ärgert, sondern der Zucker. Wir sagen ausdrücklich blos ärgert", denn so bedeutsam ist die Verfälschung, die wir meinen, nicht, daß sie Zorn und Empörung veranlassen könnte. Wenn wir jetzt in irgend einer Stadt 'ourch die Straßen gehen, so begegnen wir in den Läden der Grocer den Anschlügen: Neuer, reiner Ahornzucker aus Vermont," - sehen wir daö bekannte Product von gelb- bis dunkelbrauner Farbe meist in der Form von Backsteinen in den Schaufenstern aufgeschichtet. Auch

diese Waaren haben Vermont nie und vom Safte der Ahornbäume nur sehr wenig gesehen. In Vermont und den benachbarten Staaten hat man' kaum mit dem Anzapfen der. Bäume begonnen und der aus diesem Safte gewonnene Zucker kann vor vier Wochen nicht in den Markt kommen. Er kommt aber überhaupt fast gar nicht mehr aus jenen Staaten heraus, wird, so lange er echt ist, dort ausschließlich verzehrt und mit emem höheren Preise bezahlt, als er in Chicago, St. Lonis, New Orleans u. s. w. verkauft wird. Was in jedem Frühjahr als frischer Ahornzucker und Ahornsyrup verkauft wird, ist fast immer zu vier Fünfteln Glucose und höchstens zu einem Fünftel wirklicher Ahornzucker. Im ' Geschmack ist der sogenannte Ahornzucker nur schwer von dem echten zu unterscheiden, gesundheitsgefährlich ist er nur dann, wenn der verwendete Traubenzucker noch mehr oder weniger der bei seiner Fabrikation verwendeten Schwefelsäure enthält, aber Glucose kostet 3 bis 4 Cents per Pfund, Ahornzuckcr kostet 10 bis 13 Cents per Pfund und bierin liegt der Prosit des betriigerischen ' Fabrikanten. Während Ahornsynlv in Vermont selbst nicht unter 81.15 verlauft wird, kostet derselbe im Westen auch nicht mehr, ist aber dort höchstens 54 bis 65 CentS werth. Cs handelt sich also auch hier, um einen Betrug, der sich für die betrügerischen Fabrikantcn mindestens ebenso gut bezahlt, wie der Kunstbuttcrsa)windcl. Die Ahornzucker-Gaunerei wird die Welt nicht einreißen, ist aber ebenfalls ein trauriges Zeichen dafür, daß die Respectabilität im Ver'ehre mehr und mehr abnimmt. Herr Präsident l Die Sucht unserer reichen Leute, die Marotten der europäischen. Gesellschaft, was Wappen, Livreen und sonstige Plattheiten anlangt, möglichst ungeschickt nachzuäffen, fordert mit Recht die Spottlup heraus. Dieser Lächerlichkeit gegenüber dürfen und wollen wir nicht vergessen, daß in unsern höchsten Veamtenkreiseii, was wenigstens die Titulaturen anlangt, noch' eine wirklich republikanische Einfachheit vorherrscht. Es ist z. B. einfach taktlos und ein Verstoß gegen das seit dem Bestehen unserer Republik geübte Verfahren, den Präsidenten anders elö: Herr Präsident !" anzureden. Die ofsicielle Adresse an den höchsten Beamten der Republik lautet einfach : An den Präsidenten, Executivgebäude, Washington, D. C." An Titulaturen haben wir nur zwei wirklich ofsicielle: His Excellenz" für den Gouverneur und His Honor" für den Vice-Gou-verneur von Massachusetts. Es ist durch den Gebrauch gerechtfertigt, den Mitgliedern des Cabinets das Prädicat Excellenz" beizulegen, aber ofsiciell gej'chieht dies nicht. Auch den Senatoren gegenüber ist die Anrede : Herr Senator" die einzig richtige und nur auf Adressen das Evitbeton HonnrAble" gebräuchlich. Die- Mitglieder des Repräsentantenhauses werden auf den Adressen meist auct als Uonorables" bezeichnet, sie im Verkehre so ;u nennen, ist ungeschickt.- Wer jemals Sprecher, Senator, Gouverneur war oder eine ähnliche Stellung bekleidete, wird für sein ganzes Leben mit diesen BeZeichnungen angeredet;, wollte dies Jemand unterlassen, so würde, der Angere bete ihm dies möglicher Weise als eine unverzeihliche Unvekanntschaft mit seiner Vergangenheit auslegen. Das ist alles, was in Betreff deS ame-

rikanifchen Titelwesens zu bemerken ist, soweit es sich um Civilbeamte handelt. Die Ofsiciere unserer Glorreichen" und unserer Llrmada lvcrden natürlich nach ihren Stellungen titulirt und in Betreff ver sonstigen militärischen Bezeichnungen haben wir eine Titelsucht und Titclwuth, die aber nicht nur harmlos, sondern geradezu urgemüthlich ist. Es giebt indeß nicht wenige Leute, die auch in dieser Beziehung empfindlich sind,und daher empsichlt sich als Regel, in der Auswahl des militärischen Ranges immer möglichst hochzugreifen. Vkajor sollte man immer nur Jemanden nennen, der entweder gar nicht im Kriege war, oder cö dort hochstens bis zum Vice - Gefreiten gebracht hat. r DaS Loch im Aermel.

Zfchokke hat die Bedeutung der Löchn erkannt, aber Pasteur war die Entdeckung vorbehalten, daß auch sie ihre Entstehung der Thätigkeit gewisser und bestimmter Bacillen verdanken. In Betreff diese: schätzbarm Thierchen, Keime, Pilze, Sporen und sonstigen Lebewesen kennen wir jetzt so viele, welche die Verbreiter der mannichfaltigsten Krankheiten sind, daß wir in Zukunft die ersten fünf Lebensjähre unserer Kinder auf ein fortwährendes Impfen der uns anvertrauten Pfänder der Liebe zu verwenden haben. Diese werden alsdann, gegen jede Krankeit gefeit, schon auf Erden unsterblich sein, so lange nicht ein Schuß, ein Eisenbahnunfall, eine See- oder sonstige Katastrophe einen Strich durch die Rechnung macht. Daß nämlich auch letztere Begebenheiten auf Bacillen zurückzuführen sind, ist nicht, daß wir dagegen das Sterben an Krankheiten lediglich diesen Thierchen verdanken, im hohen Grade Wahrscheinlich. Von dem Augenblicke an, in dem die Menschheit die Leiber durch Impfen ge gen irgend welche Krankheiten schützt, ist es von Bedeutung, daß sie auch die Kleider gegen deren Feinde, die Locher, durch Impfung sicher stellt. Die LocherEpidemie ist ihrer Entstehung und Auöbreitung nach noch nicht ausreichend beobachtet, so viel scheint jedoch festzustehen, daß sie besondere Umstände zu ihrer Entstehung und VörbreitunZ voraussetzt. Bei Eisenbahn-Prasidenten kommt sie sehr selten, bei Eisenbahnarbeitern ungemem häufig vor und mäßige Leute sind ihr weniger ausgesetzt, als solche, die jeden Cent durch die Gurgel jagen. Am Elbogen des Aermels zeigt sie sich in der Regel am ersten und verbreitet sich dann rasch über Rock und' Hosen, während sie die Weste erst viel später zu ergreifen pflegt. Bei Leuten, die eine sitzende Lebensweise führen, pflegt die Löchcr-Epi-demie früher in den Beinkleidern, als am Rocke zu erscheinen. , Vom Inlande. Ein 96jahriger Vraujigam, Abr. Sischer, ein alter Ansiedler von Knox Co., Ind., soll der glückliche Vater von 24 lebenden Kindern sein. Der alte Herr hat sichsoeben zum fünften Male und dieses Mal mit einem 16jährigen Mädchen verheirathct. Da Hr. Fischer Veteran aus dem Kriege von 1812 ist, so kann, wenn er demnächst sterben sollte, seine junge Wittwe von da an für den Rest ihres Lebens Pension beziehen und so die Generation der Krlegswittwen von 1812 möglicherweise bis in die Mitte des nächsten Jahrhunderts erhalten. . . Die Aufregung unter bei Wittwen, Waisen und sonstigen Angehörigen der 154 Ovfer der schlagenden Wetter in der Kohlengrube bei Pocahontas, Va., dauert nach den letztcnNach.ichten fort. Die Leute vccla , n, dar; unter allen Umständen V.rsache gemacht werden sollen, die Leichen der Toötn zu erlangen und glauben, daß nur ganz gememe . Habgier die Vesiy-r der Grube veranlaßt, letztere geschlossen zu halten, damit das schneller erlöschende Feuer einige Tonnen Kohlen weniger ' verzehre. In diesem Falle thun wahrscheinlich jene beklagenswerthen Hinterbliebenen den Grubenbesitzern Unrecht, denn' nach Ansicht unbetheiligter Sachverständiger würde der Versuch, die Leichen . zu erlangen, nicht nur völlig resultatlos verlaufen, sondern auch das Leben der muthigen Männer aufs Aeußerste gefährden. Höchst mannhaft hat sich Pastor EharleS Ashley am vorigen Sonntage benommen, der in seiner Predigt .den Angehörigen jener Opfer nicht etwa geduldige Unterwerfung unter den 3!athschluß des Herrn in der ebenso bekannten als bequemen Weise empfahl, sondern denselben das Verhängnißvolle ihres zwar nahe liegen den, aber in diesem Falle thörichten Verlangens vor die Seele führte Wir nennen dieses Verfahren mannhaft, ',veil der Geistliche einer vor Schmerz halbwahnsinnigen Bevölkerung gegenüber nicht nur seine Popularität auf's Spiel, sondern sich selbst einer ernsten Gefahr ausgesetzt hat. Nach der Kirche fand eine Versammlung jener Hinterlassenen statt, deren Beschlüsse aber geheim - gehalten werden. Nach derselben sprang ein bildschönes Mädchen auf einen Tifch und schrie: Ich will und muß die Leiche meines Vaters haben, wer mir sie bringt, den heirathe ich, und wenn es der älteste, häßlichste und liderlichste Kerl wäre!" Stumm schauten die Männer zur Erde, das Mädchen rief : Ihr seid Feiglinge!" und sprang vom Tische. Ein Geistlicher, der emer .so erregten Menge die Wahrheit sagt, handelt entschieden mannhaft. In West-Philadelph ia'hatte einen neunjährigen Knaben das Erfindersieber gepackt, er hatte eine Flugmaschine zunächst in kleinem Maßstabe hergestellt, und bedürfte nur noch eines practischen Versuchs, um dann die Erfindung 'im Großen ausbeuten zu können. Er setzte seiner sechsjährigen Schwester, für die er der Gegenstand unfehlbarer Autorität war, seine Erfindung auseinander und diese war sofort einverstanden, den Versuch zu machen. Die Kinder begaben sich auf einen Balkon im zweiten Stockwerke des väterlichen . Hauses, der Bruder band dem Schwesterchen . an jeden Arm einen Truthahnflügel, befestigte einen alten Familienregenschirm an einem. unter den Armen durchgezogenen Stricke, half dem kleinen Vogel auf das Geländer des Balkons und sagte : So

Mariechen, jetzt sUcg' !" Maricchen flog. Fünf Minuten später stand der Hausarzt an ihrem Bette, das arme Kind hatte beide Beine gebrochen. Der Bruder weinte bitterlich, meinte aber doch: Ach, wenn Maricchen nur die Arme mit den Flügeln lebhaft genug bewegt bätte, fo wäre sie schon geflogen." Der Papa war nicht zu Hause, als die Geschichte passirte, und der kleine Erfinder Hai den .Stock, den dieser mitunter zu benukcn Pflegt, versteckt.

Ein revolutionärer ..deut-! scher Landwehrmänncr Vcrein !" Sollte man glauben, das; cS solch' ein Ding gibt ? Und doch schreibt die Milwaukee Freie Presse": Alle Ehre gebührt einer Anzahl hier wohnhafter ehemaliger deutscher Soldaten, meist Akitglicdern des hiesigen Deutschen LandwehrmänncrVereins", welche in einer gestern Abend in der Deutschen Reichskneipe" an Ehest-nut-Straße abgehaltenen Versammlung zeigten, daß sie die alte deutsche LandWehrdevise Mit Gott für König und Vaterland" nebst anderem feudalem Plunder drüben gelassen hatten. ' Die Versammlung wurde nämlich zu Ehren des gestrigen Jahrestages des blutigen 18. März 1848, des Tages des BerlincrBarikadenkampfcs abaebalten,an welchem freiheitsliebende Berliner Bürger heldcnmüthig ihr Leben dem Streben nach Erlangung der höchsten Volksrcchte zum Opfer brachten. Und nicht etwa wurde da der uniformirten Schergen des Königthums gedacht, deren Shrapnells, Säbel und Bajonette jene Freiheitskämpfer zu Hunderten niedermetzelten, nein, zener Freiheitskämpfer selbst, deren Gräber im Friedrichshain alljährlich nur verstohlener Weise geschmückt werden ! Die Theilnehmer an der Feier gelobten sich in kameradschaftlicher Weise, sich niemals zu Werkzeugen irgend einer Reaierung herzugeben, die gegen das Volk Front mache, andererseits aber sofort zur Stelle zu sein, sowie unserm herrlicl'en Adoptiv-Vaterli?ide, den Ver. Staaten, Gesabr droht, von welcl'er Seite es auch sei!"' Zwei Erben werden inPbiladelphia gesucht. Das dortige Vlköbl." sagt : Die Bemühungen, eine Spur über den Verbleib von Gustav Hoffmann, den 15jäbrigen Deutsclen, ;u finden, der kürzlich in Deutschland 8100.000 erbte, nachdem er kurz vorher von Hausc fortgelaufen war. sind bisher vergeblich geWesen. Dieselben wurden ungaii nur durch den Vater und die Sticfmn'.tcr betrieben, denn cs hat sich kein Detectio gefunden, der die Nach forschn .ig für die gebotene, sehr gcringeEntschädigung übernehmen wollte. Wie man in der "Nachbarschaft bort die Eltern wobnen No.' 204 Süd 43. Straße, West-Philadelphia soll der Knabe schon längst vorgehabt haben, fortzulaufen, und so den Ä)!ißhandlungen seines Vaters und seiner Stiefmutier zu entgehen, und man glaubt allgemein, daß er sich jetzt in West-Phila-delphia unter der Obhut von Freunden besindet. Das Erbe in Deutschland soll ihm erst ausgehändigt werden,' wenn er 25 Jahre alt ist." Der andere Erbe heißt Heinrich L. Schönborn, dem in Deutschland der dritte Theil einer Erbschaft von $150,000 zugefallen ist Schönborn hat kurze Zeit in Philadclphia gelebt und man hält es für wahrscheinlich, daß derselbe Selbstmord begangen hat. Eine höchst erfreuliche yatsache haben wir zu berichten: Es wird für die Damen wieder fashionabel, das Haar zurückzukämmen und die Stirn zu zeigen. Einen so vernünftigen Einfall hat die Souveränin Mode in ihrem ganen Leben noch nicht gehabt. Wie viel ichöner werden die Schönen wieder aussehen, wenn', sie die reizenden Gesichter nicht mcbr durch den thierisch gemeinsinnlichen ilvdruck entstellen, den jedes Eeficht ohne Sti'.n hat. Vom Auslande Alexander Tschernidyff, 5er durch seine unsinnige Verschwendung in Paris, Vevey, Mailand, Trieft ic. bekannte enterbte Sohn eines Millionärs in Jrkutsk, hat unlängst eine StrafhÄft in Wien verbüßt und wurde von da nach Dresden ausgeliefert, wo er sich wegen daselbst begangener Gesetzwidrigkeiten zu verantworten hatte. Erhat dort ein halbes Jahr lang von 1873 bis 1879 als russischer Oberst mit seiner Gemahlin gelebt und die Besitzer des Preußischen Hofs" um etwa 10,000 Mark betrogen. Zu jener Zeit hatte er der Polizeidirection die Anzeige vom Verluste eines Werthpackcts mit Banknoten und Effekten im Betrage von 11',000 Mark gemacht und eine Belohnung von 1000 Mark für den ehrlichen Finder angesetzt. Von Dresden verschwand er sodann, ging mm zweiten Male nach Paris wo er sei seiner ersten Anwesenheit in einem Jahre über eine Million Schulden gemacht hatte, machte nochmals über kine Million Francs Schulden,- vergeubete dann 600,000 Francs, die er von ziner Tante geerbt hatte, in Vevey und Mailand als Fürst Tschernidyff und bezab sich endlich über Trieft nach Bosnien. In Paris und in Wien wegen Betruges zu 13 Monaten resp. 2 Jahren Gefängniß verurtheilt, ist der ehemalige Millionär nunmehr am 0. März auch 'in Dresden durch die Strafkammer des dortigen Landgerichts wegen Betruges u 4jähriger Gefängnißstrafe verurtheilt worden. Aus Steinach bei Koburg wird geschrieben : Ein hier entdeckter Streich, den vier Schulknaben ausführten, meist Kinder sehr angesehener Familien hiersclbst, erregt ernste Sorge für die Zukunft derselben. Diese vier Knaben nämlich hatten beschlossen, eine Näuberbände zu bilden, und hatten den Vorsatz auch folgendermaßen ausgeführt : Der älteste von ihnen wurde der Anführer der nur drei Mann zählenden Bande und nannte sich den' Schinderhannes". Heimlich schlichen sie sich in die Kirche, stellten sich vor den Altar und schwuren mit einem feierlichen Eide, treu zusammenzuhalten, einander beizustchen und nicht zu verrathen. Nach dieser feierlichen Handlung gingen sie gleich an ihr erstes Räuberwerk, erbrachen den Opferstock, dem sie 50 60 M. entnahmen und brüderlich theilten. Nun wurden Waffen für die errungene Beute .qekauft. es siel

aber auch mancher Groschen für Leckereien ab. Da diese vier Burschen immer Geld hatten, wurde man aufmerksam und brachte sie zu theilweisem Geständniß des Vergehens. Man wird ihnen nun wohl die Lust austrciben, auf solche Weise 3!auber zu spielen. Vor cinigenWochen fällte der Erbgcrichtsbcsitzer in Mulda beiFreiberg in Sachsen einen Baumkoloß, eine große Linde, inmitten seines Hofgrundstückei., da dieselbe dem Wohnhails und dem Stallgebäude mit ihren weitragenden gewaltigen Aesten Gefahr zu bringen drohte. Sachverständige behaupten, daß die Linde ein Alter von nahezu 500 Jahren erreicht haben könne. Zwei volle Tage mußte von mehreren starken Kräften gesägt und gehackt- werden, um den Baum zu stürzen. Welche Dimensionen der Baum noch hatte, dem schon vor drei Jahren viel alterndes Holz genommen worden war, beweisen die gemachten Messungen. Der Umfang der Mittelstärke des Stammes betrug 8.57 Meter, der Umfang der. schwächsten Stelle 5,7 Meter. Die Höhe der Linde ergab z. Z. noch 22 Meter bis zum Wipfel, die Stammlänge 6,9 Meter. Anö den noch vorhandenen Aesten wurden 10, aus dem Stammende 14 Festmcter zum größten Theil kcrnhaftes Hol; gewonnen. I m Petersburger Militärbczirksgericht wird gegenwärtig wieder einmal ein Proceß verhandelt, der zur Aufdeckung eines größeren militärischen Schwindels dienen soll, vermuthlich aber nur geringe Resultate zuTage fördem wird, da sich der Haupwngeklagte bis jetzt beharrlich weigert, seine Mitschuldigen zu nennen. Angeklagt ist zunächst nämlich der Schreiber des Generalstabs, Schumeikin, und zwar wird derselbe beschuldigt, Staatspapiere unterschlagen zu haben und von zahlreichen Personen, denen er Beförderung resp. Versetzung auf einen anderen Posten auswirkte, bestochen worden zu sein. Es ist nun wahrscheinlich, daß er .diese Ge schäfte nicht allein machen konnte, sondern daß er dabei durch, gewisse Verbindüngen, die vermuthlich bis zu höheren Beamten hinaufreichten, unterstützt worden sein muß. Hier hapert es aber mit den Beweisen, und der Angeklagte läßt sich absolut keine R.'men entlocken. Ueber einen Studentenkrawall in Indien wird aus London geschrieben : Seit einiger Zeit, so melden indische Zeitungen, haben sich im Grand Medical College sieben weibliche Studcnten angefunden, um sich für die ürztliche Laufbahn vorzubereiten; drei von diesen Studenten sind englischer Abkunft, vier gehören zu den Parsi. Da die Zahl der Studirendcn sehr groß ist, haben die Univcrsitätsbchördcn den jungen Damen Sitze ganz vorn angewiesen. Die Mehrzahl der Zuhörer sindEingeborcne, welche gegen die Anwesenheit von Frauen, in Vorlesungen über Anatomie besonders, ausgesprochene Vorurtheile haben. So oft daher die Damen in den Hörsaal traten, wurden sie mit Zischen begrüßt ; damit noch nicht zufrieden, nahmen die Hindus von den reservirten Sitzen Besitz, machten anstößige Bemerkungen, so daß die Frauen es hören konnten, und schließlich gipfelte die Unzufriedenheit damit, daß die Studentinnen bei ihrem Eintritt mit Unrath bcworfen wurden. Natürlich schritten die Behörden zum Schutz der beleidigten Mädchen ein, allein es wird allgemein bedauert, daß sie überhaupt die Erlaubniß für gcmische Kollegien gegeben haben, angesichts der starken Vorurtheile unter den. Hindu's, In England selbst ist die Zulassung von Zuhörerinnen keineswegs auf allen Hochschulen gestattet und hat'z. B; in Edmburg zu höchst bedauerlichen Auftritten Veranlassung gegeben. In -Indien dieses. Experiment anzustellen, ist , mindestens verfrüht, so wünschenswerth es auch sein mag, Weibliche Aerzte zu besitzen, welche in die Gemächer der eingeborenen Frauen allein Zutritt haben. Wie die Sozialdemokraten sich zu den Anarchisten stellen, geht aus einer Aeußerung des Abgeordneten Hasenclever hervor, die er vor dem Schöffengericht zu Nürnberg kürzlich gethan und die wir nach dem Korrespondent von und für Deutschland" , wiedergeben wollen. 'Auch die Gegner seiner Partei anerkannten, daß die Mittel, welche die Sozialdcmokraten und Anarchisten zur rringung ihrer Ziele, ihrer Endzwecke wählten, sehr verschieden seien, die erste ren wollten durch Aufklärung, durch Einwirken auf die Arbeitermassen ihr Ziel erreichen, die letzteren lediglich durch brutale Gewalt. Aber dieselben Gegner der Sozialdemokratic erklärten, wie man auch soeben vernomn.'n habe, daß die Ziele, die Endzwecke der Sozialdemokraten und Anarchisten ganz dieselben seien. Das sei völlig. unrichtig; Sozialdemokratcn und Anarchisten schieden sich wie Feuer und Wasser. Der Anarchismus wolle wie der Nihilismus die vollständige Auflösung des Staates; die Sozialdemokratie erstrebe im Gegentheil eine Kräftigung des Staates, eine Hebung desselben auf eine höhere sittliche Stufe.

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