Indiana Tribüne, Volume 7, Number 182, Indianapolis, Marion County, 21 March 1884 — Page 2

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Erscheint FSgriH, Wöchentlich u. Sonntags. Osflce: ISVO-Marvlandgr. fXNi tSalle .Tribane- kostet durch te Trer !? ? .nt,x Woche, di? Son;sgZ ..Inoixnt Ccntl per Woche. Beide zusa:nln lb Ctn:?. Per Pzst zugeschickt tn VorauZbeahluna .j rer Jhr. Indianapolis. Ind.. 21. März 1831. i - Louks XVZN. j i -9ln New Nork fält sich zur Zeit ein . . - ' t - i :rvi rraulern de Geheimsei Frankreich, je: aenannte erkennunz des niederländischen Oberst de Vourbon als des Enkels Louis X V I. und somit des Hauptes der sranzöijchen Legitimisten Propaqanba. Thatsache ist, daß ihr Großvater den letzten König aus dem Hause Bourbon aus das Schaffet begleitet, späte? in der Urnzebuna be? Köniain Ä1!arie Antoinette und ihres Sohnes Earl Ludwig gelebt hat. Fräulein de Bremond beyauptct aber luna durch den 'ü'uit. Jahre 17H5 gestorben, sondern durch ! ihren Großvater,' den Llrzt Dcsault und '

Fräulein be Vreniond auf, bie Enkclln j tcninet wegen billig waren u-'.b Lonbo:, des Geheimsekretärs Louis XVI. von ! nur einer g:rinqcn Zufuhr vom (sontf

rcS unglückllchen IViorur ! n:nt d.eurste. Ter -rers janf in ttera ! . r f f ... , , v . . , . !

chen, der als üdnopser rcr crccvcii Vt Y?ig oeo n-poncv un? ca Vier; seiner Vorfahren imb weil ihm bie $cit :nadenb in, würben bie Preise in rar die Eigenschaften eines Herrschers , .:x nr.en i'er. Staaten hcl'.mtcrgeversagt hatte, unter ber Guillotine siel. j drückt. Tie Jmportaticn von Eiern aus Die aenannte Dame macht für die An- puicivr ist nur burch bie beben Fracht-

weiter, nacdweizen zu können, ra,; cicsr , Prinz, ber nach dem Tode seines alteren LienerÄlätter vom lAiiiX$ schreiben Bruders Dauphin von Frankreich wurde, , heu!e erst kann der Schleier von Vernicht in Folge' der scheußlichen Behand- i zängcn geizen werden, die seit drei Ta

andere vertraute zunächst naö' fallen ; pudere die Leitungen über die im gestnentführt worden ist. Ein Oheim des je A5endb!atte erioähnte Verhaftung

Knaben, der Gras von ro'.'encc, ! ses Älnarchlstcn öcammerer bewahrt hamals als Louis XVIll. iönig v-.m ! bcn, lag im allgeun'inen öffentlichen Jn Frankreich, ließ schon auf dem Be- j leresse; vorzeitige Mittheilungen hätten zrübnißplatze der St. Margarethenabtei i ;ine Untersuchung stören lernen, wie sie in Paris, auf bern die Leia'-e des Dau- schwieriger und gefährlicher nock nicht

phin beerdigt worden, )!achgrabungen anstellen, es wurde aber nicht die Spur ; gelöschtem Kalk überschüttet worden, mt j Fräulein Brcmond dagegen sagt, weil statt des Knaben eine Wachsfigur begraben unb in ber angegebenen Weise verbrannt wurde. Als ber nach Italien gerettete Dauphin und sonach als Louis X VII. hat der bekannte Uhrmacher Earl Wilhelm Naundorf aus Potsdam feine vermeintlichen Ansprüche auf den französischen Thron nach ber Julirevolution in Frankreich geltenb zu machen versucht, warb abe? 1836 ausgewiesen und starb am 10. August 1845 in Telft in Holland. Seme Kinber nahmen ben tarnen De Bourbon an unb strengten 1851 unb 1874 vergebliche Processe gegen ben Grasen Ehamborb auf Herausgabe bcs Vermögens 'der Linie Bourbon vor ben Gerichten in Paris an. Der älteste Sobn bes angeblichen LouiS XVII., Charles De Bourbon, 'ist zur Zeit Oberst in niederländischen Diensten und hat nach dem im August vor. I. erfolgten Tode des Grafen Ehambord das bekannte Manifest an die Franwfen erlassen, in dem er sich als den einzig richtigen Louis X VII. unb bas Hau-t der französischen Legitimisten bezeichnet. Nach Versicherung des Fräul. De Beemond.zahlen d:e Anhänger dieses Lo'ui und Marie Antoinette führt bie De Bremond durch Berufung auf die im Vatican vorhandenen Papiere, laut denen patoren bezeichnet daben, durck' ein beschworenes Zeugniß bes Dr. Tesault aus bem Jahre 17H5, burch einen Brief von Jules Favre, ber Louis X VI l. ebenfalls als solchen anerkennt, sowie burch ! Portraits, welche bie überraschenbeAehnlichkeit des Prätcnbc itcn unb seine Sobncs Charles be Bourbon mit Louis XVI. und einer Schwester des letzteren mit Marie Antoinette barthnn Die rtf.mf lj iiir?tilf iini V.r tn.ifiis'i.n? V'.it- ! fvvt n ü tA4 fei w v limistin klingt fabelhaft, ist aber sedenfalls nicht ohne Interesse. Der Grabstein des alten Zkaundorf in Delft trägt übrigens noä' beute die Inschrift: Louis rV!I. König vonFrankreich unb Navarra. Dernoifelle De Bremond erzählt noch folgendes kleine Geschichtchen von ikm: Louis .X VI. war bekanntlich ein sehr geschickter Schlosser und hatte ein Schmuckkästchen angcscrtigt, dessen gebeimnißvollcr Berschlns'.nur dem König selbst, dem nachmaligen Da:i--phin 'und dem Gebcimsecretär de Biemond bekannt war. '.'naundorf oder Louis XVII. befand sich im Besitze dieses Geheimnisics. Cier-k?-infu!?r. Der Eier-Jrnport aus Europa macht Um Central Ohio Butter- u::d Eierhänble? Ve?ein" große Sorgen und cr schickt Proteste über Proteste nach Wasl" ington, um durch geeignete Schutzrnaßnahmen ber europäischen Eoncurren; ben Stachel zu nehmen. Ein New Yorker Hänble? sagt : Die Einfuhr von Eiern aus Europa begann vor vier Jahren in kleinem Maßstabe, hat sich aber stets verzrößcrt. Die Eier werben hauptsächlich von Kopenhagen unb Hamburg aus ver sandt, d. h. die beiden Städte bilden gewissermaßcn den Eentralpunkt des EierHandels in Europa. Die leisten Eier kommen aus Italien, Oesterreich, Tä.cmark und der Türkei, von wo aus dicselben in Kisten von 50 ,00 und v0 Di)d. in Stroh verpackt versanbt werben. Die ur längeren Aufbewahrung bestimmten werben, wie hier zu zu Lande, in eine Kalklösung gelegt, die in die Poren der Schale eindringt unb dieselbe so lustdicht verschließt daß eine Faiklmß nicht eintreten kann. Die meisten werben jedoch in frischem Zustande verschickt und sie halten sich nach zwei- oder breiwö-

emer Leiche gefunden, und war, w:e di) z Kämmerer, ein geborener 5)esterrciGeschichte sagt, weil der Prinz in eine ; chisch-Schlesier, ist xroiz seiner W Jahre gemeinsame Gruft geworfen und mir un- ! bereits ein wütbendcr Anarck'ist, war

XVlll. nachHunderttausenoen mrank- haltend. Zcüch wilde? Jagd wurde ber reich und vermehren sich täglich. Der , Flua'tting von einem entgegenkommenden Beweis für bie Abstammung ihres Louis ' Wachtmaun niebevg.'bauen.abcrerst.nachXVII. alias Naundorf von Louis X V i. lern er le!'tercn in die Stirn aeiel'oisen

,oori ver '4aptt ms v M. als lardt- eine über zwei Kilo schwere Dynamitnal.Una denselben als Louis X VI l. ! Sprengbüchse mit Zündschnur vorgefunanerkannt und den König Louis XVlll. j ben. Der schwer verwmnbete Siä'erbeitssowie deffenNachfolger Earl X. alsUsur- i Wachmann ist Vater von sechs Kindern.

chcntt'.ch'm Tra:iöpi?rtc noch einen Monat eber sechs Sachen länger. J:::portirte Eier können in ?icn v)orf im GJvojj b:.b.l am 12 H : (5cnis billiger per nb Verfemst twvbcn. ES ist hie? nethig. d.s) wem lxc Waare zuerst einer U nt'erfu chung im Unecht; bic mit bcrsclb:n betrauten .UKSter besien eine solche üvvif;vit?.ß bvV.tt!, bas; sie nicht etwa, feie man eileui&cix konnte, iebe einzelne Ei

vov vi.i Licht ?.u halten brauchen; bas Aussehen imb bv: (&Unüt bcra?cn laut sie sofort errathen. i;i welchem Zustanbe sich ein Ei iciiitcct ttnb bic i'cutc entr;tt.:u lic schlechte;: s? rasch, wie ein geüHcv -lV.intca)r;er cm s.zchcS Mbstüa f.erau:üubvt. Bo'.n 1. März 1883 Ob l. yiü) 1S81 würben ciiva 10,000 bis i ;,n,iO Miste irayertirt. Im Laufe bes iiuicvv war bic Einfuhr besonders stark. da die Eier in England ber milden Wit- . , t.' tv;icn rwglich gemacht, welche bie hiesig gen Eisenbahnen fordern. Die Fracht pcr Ta:npfc?'vö'.l Europa ist niedrig.'?, als . bie Eisenbahnfracht aus dem Westen dieses Landes. Die Fracht für Eier, aus Missouri versaubt, beträgt ungcfähr 8 Eents per Tuvcud. Ein Eingangözoll ruht auf Eiern nicht." t-. - ilcr!)atti::tg vo. ?c!)tz:cn. ssen!l:chen Besprechung entzogen worden sind. Das Schweigen, welches insbe?er Behörde zu? Aufgabe gen irar. . lacht worben 1883 in eine Untersuchung verwickelt, :ntkarn nach der Schweif und sollte von oort nach Amerika 'entflohen sein. . Am Sonntag, ben 21. Februar, würbe er jein AsnriSdrrr stjsn-n. 0iin fand " ' f - s j 4 w "w ------ seine Wobnung, entdeckte, das; er in ber letzten Zeit öfters weisen nach Pest, bem jetzigen Hauptquartier ber Anarchisten, zemacht habe, konnte ihn aber in seiner Wohnung nicht verhaften, weil man wußte, das;' cr daselbst eine Dynamit-l-ornbe ausbewahre. Es wurde ferner festgestellt, bast' Kammerer jeben 3!achmittag ein Kaffeehaus in ber Blindengasse besuche. Ihn beim Heraustreten W verhaften, halte aber auch seine Schwierigkeiten, da er stets eine geladene Schießwaffe bei sich trug. Endlich begaben sich vier Detectivs nach demKassechause, von dcnen zwei sich im Hausflur verbargen, einer im Lokale selbst Platz nahm und eine? auf der Straße .Wache hielt. a:nmcrcr saß so, daß cr den Lücken gedeckt hatte und alles überblicken onnte. 'Auch zog er den Ueberrock nicht aus und hielt dieHaud stets in derTasch'e, in der er den J!evölver hatte. Als Kamknercr heraustrat, sielen zwei Tetectivs iu-cr ihn her, er aber schüttelte sie ab, sa oß te.: einen in bie Hand unb lief ba den '.levolver immer in die Ho hatte. In dem Besine beS Verhafteten wurden außer dem levolver auch eine zugespitzte Feile unb in seiner Wohnung der zweite Sichcrheitswachmann Vater von zwei Kindern. Im Zusammenhange mit der Verhaftuna Anton Kämmerer'S itebt bie eitnabme Armin Prager's in Pest, bie auf Wunsch ber Wiener Polizei erfolgte. Prager war zuletzt :)!edatteur cincs revo lutionärcn Blattes. Die Nachricht, das; in seinen; Besitze Werthpapiere gefunden worden seien, die von dem Ngi:'be in der Eisert'schen Wechselstube verrühren, bestätigte sich nicht. Unbrauchbare Xkolssse. Der traurige Zustand der amerikanischen Kriegsflotte ist leider so allgemein bekannt, daß kaum noch ein Wort über den Gegenstand zu verlieren ist. Es scheint jedoch, als ob die Ver. Staaten nach dieser Züchtung hin Genossen im Unglücke hätten. Vor kurzer Zeit führte eie Frankfurter Zeitung" aus, dasz'die Panzerkolossc der deutschen Äkarine ihrem Zweck ganz und gar nicht entsprechen, und über die italienische Flotte verlauten öesck'ichten, bie sich beinahe lesen wie Berichte über das Schmerzenskind der amerikanischen Nation.' Die italienischc Kriegsmarine weist auf dem Papier sieben gepanzerte Thurmschisse von einer Größe und Bewaffnung auf, wie keine zweite Kriegsmarine übnliche besitzt. Von diesen Kolossen aber ist zur Stunde kein einziger seefest und kriegstüchtig ; dem Duilio find bie Kessel verbrannt, allerdings ganz nach dem gewohnlichen Lose der Dampfkessel ; bem Danbolo sind aber nicht nur bie Kessel verschlissen, sondern auch sonstiges Eisenzeug an ben Heizvorrichtungen in ungewohnlicher und unerlaubter Weise wegen zu schlechten Materials unbrauchbar geworden. Dieses Schiff wird mindestens ein halbes Jahr im Spital liegen müssen ; die übrigen von den sieben Kolossen aber sind zur Zeit noch auf den Werften oder erst noch im Stadium der BcpanzcNlng. Um also das permanente Gcschwader mit seinen zwei Admiralsflaggen nicht ganz aus dem Slabmen fallen zu lassen, hat man ben 1862 gebauten Eastelfidarbo l AMMitAw f'. r ...rx i rc r j. c . bereits durch bic ebenfalls 18G2 gebaute Noma ersetzt worben, unb biese muß jetzt dem, ..ebenfalls nicht mehr aus der Höhe deMeit'stcheilben Principe Amebeo Platz

.'r linon un -,en mit auer nur oenkoaren oriicht der

ui uii'pvi cut unmti als ray für öle Palestro, bie übrigens auch schon auf ber Aussterbeliste steht: der Dandolo war

machen. .'urz, permanent ist bieses'Gcschwaber fast nur im Hafen ; baß es einmal vollzählig brci Atonatc lang bic Sce halten könnte, daran ist gar nicht zu denken. Die drei genannten Panzersregatten, Palestro, Noma unb Principe Amabco, schleppen mit ihren gichtbrüchigcn Ho!,',tasten eine gar zu schwere Panzerlast, werben auf hoher Sce asthmatisch, inbem ber sie vorwärts treibende Mcchanisrnus zu ticf eintaucht, und dürfen kcincrn starken Seegänge trotzen. Am besten halten sich die vier im Anfang der sechziger Jahre in Frankreich gebauten eisernen Panzerschiffe Anccna, Castclfidardo, Maria Pier unb San Martino ; aber auch von bicsc haben zwei die Dampfkessel verbraucht. Die Corvctten Terribile, Formidabile und das gepanzerte Kanonenboot Varese sind bereits ganz unbrauchbar ; das Widberschisf Affonbatore unterliegt einer vollstänbigen Umänderung seiner Thürme und Geschütausrüstung. Kurz, von ber ganzen auf ' dem Papier so mächtigen Flotte würden-kaum drei Schiffe einem Feinde entgegengehen können. Auf Italien lasten die Opfer, die es

für icine Flotte gebracht hat, ungleich schwerer als auf den Ver. Staaten, und da es Absichten" auf verschiedene Mit-telrnecr-Äebiete hat und gern die Großmacht spielen möchte, so it ihm der Zupand i einer Kriegsmarine naturlich noq vin un.'.T.'.ei';; ner als uns der'Verfall du unsrigen. Die .CornplanterS. Ein seltsames und interessantes Völ? chen bewohnt jene Jndianer-Reservation, welche im EatarauguS Co. im Staate New Dork 40 und in ben Counti:s Warren und McKean in Pennsvlvanien 6 Ouadratmeilen umfaßt. Es sind Seneca's, bie ihren Namen zu Ehren ihres dere instigen' Häuptlings Aöeal, eines Mischlings, führen, dem die Weißen wegeii seiner Verdienste um Einführung des Ackerbaues und Ausrottung der Trunksucht unter den Indianern in jener Gegend den Ehrennamen ,I!aispflanzer" beigelegt haben. Der Staat Pennsylvanicn hat diesem Hochverbienten Manne nach dessen im Jahre 1832-erfolgten Tobe in ber Näh? von Coryben in Warren Eounty ein würdiges' Denkmal errichtet. Unähnlich bem Manne, von bem sie ihren ?!amen ableiten, sinb bis Cornplanters schon längst wicber in ihre früheren Jkohheiten verfallen; sie leben friedlich ober richtiger apathisch und geben sich ben größten Theil bes Jahres hinburck' absolutem Aküßiggange unb bem Laster ber Trunksucht hin. Ihre Mittel erlauben ihnen beibes. Ihre 9!ieberlassungen führen bie ?!amen Reb House, Cold Springs, Ouakes Bridge, Onoville und State Line Town ; die ersteren drei befinden sich in New Jork, die letzten bei ben in Pennsylvanicn. Außerbem ha ben bie Jnbianer bas Lanb, auf bem die von Weißen bewohnten Städtchen West Salamanca, Earrolton, Great Valley und Vanbalia, sämmtlich in New ?)ork, sich bcsinben, an bie Weißen verpachtet. Die Pachtungen sinb sämmtlich für acht Jahre, jeboch in ber Weise abgeschloffen, baß ben Weißen bas 3techt der Erneue rung für alle Zeiten unter der Bedingung eingeräumt ist, daß sie die Pachtgelber pünktlich abführen. Die von den Weißen jährlich zu entrichtende Pachtsumme beläuft sich auf ziemlich 820,000. Alles übrige Land ist an bie Jnbianer selbst zu nicbrigen Preisen verpachtet und keine Handbreit desselben besindet sich im Einzelbesitze. Die Zahl der Jnbianer beläuft ficy auf ungefähr 2,500 und an der Spitze berzclben steht ein Rath von 16 Mitgliedern, welche alle zwei Jahre von den männlichen Indianern, die über 20 Jahre alt sind, erwählt werden und den obersten Erecutivbeamten aus ihrer Mitte ernennen. Diese Behörde besorgt die Verpachtung der Ländereien und die Erhebung und Vcrtheilung ber Pachtgeld be?, crlcbigt alle übrigen Angelegenheit ten bes Stammes und zwar durchaus willkürlich und versteht es, den Löwenantheil der eingehenden Gelde? so meiste?hafr in ihrem der Mitglieder eigenen Nutzen zu verwenden, als ob sie dies von den Ätingen" in der Met?opole gele?nt hätte. Die )!icderlassungen ber Jnbianer bestehen aus halbverfallenen Baracken und starren vor Schmutz. Die indianischen Pächter haben nicht dasselbe Recht auf Erneuerung der Pachtverträge, welches den weißen Pächtern zusteht, und die Ungcwißheit des Besitzes würbe baher die Leute, selbst wenn sie weniger faul waren, von der Verbesserung ihrer Wohnungen unb Gärten abhalten.' Bogen und Pfeile, Tomahawks und moderne Waffen hängen an den schmutzigen Wänden der Hütten, werden aber nie benutzt, da die Männer selbst zu faul sind, auf die Jagd zu gehen. Die Arbeit, die auch für den erbärmlichsten Haushalt erforderlich ist, wird ausschließlich von den Frauen verrichtet und diese tragen auch das Gemüse, das sie in ihren Gärten bauen, auf ihren Köpfen nach Salamanca zu Markte. An den Markttagen, Mittwoch unb Samstag, herrscht bort ein bewegtes Leben, denn auch die männlichen Indianer besuchen dann die Stadt, nehmen den Frauen den Erlös für das Gemüse ab und legen denselben in Schnaps an. Der letztere wird ihnen von den Weißen trotz des bestehenden Verbots beinahe öffentlich verkauft. Acaterialwaarcn- und ähnliche Geschäfte werben auf ber ganzen 3!escrvation ausschließlich von Weißen geführt unb letztere haben auch hierfür alljährlich Licenzen an ben erwähnten Rath zu entrichten, welcher bic Höhe derselben festsetzt. Ein frisches Leben und Lust zür Arbeit kommt nur im .Frühjahre und im Herbstt und zwar so lange in bie Jnbianer, als bas in den Wäldern geschlagene Holz in großen Flößen den Allegheny herab befördert wird. Die Cornplanters sind die unerschrockensten und geschicktesten Holz säller, die es giebt, unb werben baher von den Eigenthümern der Flöße gesucht unb gut bezahlt In jenen Wochen wim: mclt es von Cornplanters in den Straßcn von Pittsburg und bie bortigcn Gefängnisse sinb von betrunkenen Indianern überfüllt. Die einflußreichsten Mitglieder bes Rathes sinb zur Zeit John Halstown, Silver Heel, Noah Two Guns unb Harrison Reb House.

Eine Nmarmung.

Hinter bcn Bergen tvohncn auch Leute, und ganz anbcre wie wir sind. Nach dem fernen Westen muß man gehen, wenn man den Menschen noch in seiner Urkraft bewundern will. Dort sind die Leute noch nicht von der Civilisation übertüncht, dort haben sie sich noch ihre ganze reizende Urwüchsigkeit bewahrt, dort sind sie noch Menschen. Sicherlich ist das Recht, zu lieben und geliebt zu werben, nicht blos bas größte Glück aus Erben, sonbcrn auch ein ebenso unvcräußerliches, wie baS Menschcnrccht ber Staatsbürger in Ohio auf cm abgestuftes Licenzsystem. Diesem uns angeborenen Privilegium entspringt das weitere Menschenrecht, sich zu umarmen. Auch im Osten umarmen sich bie Leute, aber wie. Es ist kein Zug und keine Kraft darinnen, die Eultur, die den ganzen Osten beleckt, hat auch die Umarmungen angesteckt. Schon der alte Barfüßermönch Abraham a Santa Clara tat mit seinem praktischen Blicke in die Verhältniffe des Lebens diesen Uebelsland crkannt, was würde er heute sagen, wenn er sähe, wie ein Bräutigam bei der Umarmung der Braut noch darauf Rücksicht' nimmt, baß er Weber Falbel noch Falte zerknittert ! Nach dem Westen müßte er gehen, wenn er noch menschenwürdige Umarmungen sehen wollte. In der Nähe von I)ankton, Dak., wartete an einem Abend voriger Woche eine Jungfrau aus ihren Geliebten. Straßenbc leuchtung giebt es dort nicht, der Mondschein stand blos im Kalender und nicht einmal die lieben Sterne milderten die Schwärze der stockdunkeln Finsterniß. Da war es der Jungfrau, als höre sie das Pförtlein gehen, als klirre de? Riegel, und hoch aufgericht.t nahte sich ihi der Geliebte. Sie fchloß ihn in dic Arme, daß ihm die Rippen krachten,tran! seinen glühenden Hauch und ließ sich die ungeschminkten Lippen küssen. Fester schlössen sich die Arme, bis der Geliebt? keuchend und wimmernd sich losmachte unb merkwürdiger Weise auf allen Vieren ben Garten verließ. Ihr Lebewohl würbe von einem anberen Manne aufgefangen, dessen Contouren sich aus der Finsterniß abhoben. Er war de: eigentliche Bräutigam. Seine Braut theilte ihm mit, daß er soeben erst bageWesen sei, cr witterte Unrath, holte eins Laterne, folgte ben Spuren seines Vorgangers im Schnee unb fan!) biesen nach kurzer Suche am Verenben ; seine Braui hatte einen stattlichen Bären für ihn gehalten und ihm in ihrer Umarmung i'v Rippen gebröchen. V3om Inlande. I n U t i c a, N. Y., wurde von öen Veteranen des 5. Corps ein Salut m Ehren der Rehabilitation des General Porter durch den Congreß abgefeuert. D i e L ootsen -K art e des atlantischen Oceans für den Monat März ist vom hydrographischen Vüreau fertig zestellt worden und zur Vertbeilung gelangt. Sie zeigt vierzehn neue Wracke, welche während des Monats Februar angemeldet würben, sowie bie Grenzen ber Eisfelder, welche noch in bem Fahrwasse? ber europäischen Dampfer liegen, welche ben nörblichen Kurs steuern. Californienistber einzige Staat in ben Ver. Staaten, in bem Salz aus bem Seewasser gewonnen wirb. DaS meiste Seesalz wirb in Alemaba Co. fabricirt; dort wird das Seewasser zur Zeit ber Fluth durch Schleußen in große Teiche gelassen, die ringsum von kleinen Teilen umgeben find. Hier findet die Verdunstung des Waffers durch die natürliche Wärme der Luft, begünstigt vom Winde statt. Je nachdem die Verbunstung vorgeschritten unb bas Wasser saljiger geworocn ist, wird es nach und nach in 5 bis 0 andere Teiche gelassen. Im letzten Teiche hat es schon eine Stärke von 160 Grad Salometer oder Salzmesser erhalten unb haben sich bie meisten Unreinlichkeiten ' schon abgesetzt. ." Der Loben ber ersten 5 Teiche ist mit Lehm ausgeschlagen, ber bes 6. Teiches ist mit Brettern ausgelegt. Hier crystallisirt das Salz, die überschüffige Brühe wird abgelassen und auf Magnesia verarbeitet. Wie eine Kupfer, ad er in Colorado entdeckt wurde, erzählte einer der jetzigen Eigenthümer, Henry Koch, dem Redacteur des Colorado Journal" so : Wir hatten einmal draußen in Golden freundlichen Besuch und unter oenGästen befand sich auch der gemüthliche Pastor L. Dornseif. Der ist als echter Deutscher aus Blumen, Moose u. dgl. ganz verseffen und so lief und kroch er in unse?n Hügeln und Klippen umhe?, wobei e? sehnsüchtig an die Blumen und Blüthen de? alten Heimath zu?ückdenken mochte. Auf einmal fällt es ihm ein, ein Stück Moos vom Felsboden abzukratzen und da findet er plötzlich etwas, was ihm als ein ganz merkwürdig schwerer Stein vorkam. Er wirft mir das Ding zu und ich' sind? auch, daß der Stein ganz merkwürdig schwer ist. Endlich schaue ich ihn näher an und finde, daß der schwere Stein an einer Stelle wie Grünspan aussieht. Ich untersuche näher und überzeuge mich, daß das ganze Stück aus gediegenem Kupfer besteht. Das war der Anfang meiner Kupferminen und seither graben wir immc? sleißig darauf los und die Mine wird alle Woche besser." Bismarck's Laöker-Krakeh ! war in San Francisco die Veranlassung zu einem Mord. Der französische Wirth Chas. Persival schimpfte aus Anlaß jenes Krakehls in Gegenwart des deutschen Tischlers Heinr. Pfasf auf Bismarck, den Kaiser Wilhelm und auf die Dentschen, die schlimmer seien, als die Chinesen, und warf H. Pfaff. als dieser dagegen protestitte, vor die Thüre. Statt den Franzosen dafür durchzuprügeln, holte Pfaff leider einen Revolver und scbo ihn todt. In Philadelphia starb v orige Woche der 12jährige Peter Mohr, allgemein unter dem Namen das blaue Kind" bekannt. Er litt von seiner Geburt an an unvollstänbiger Herzthätigkeit, und sein Fall erregte großes Intereffe unter den Aerzten. In Folge seiner Krankheit hatte seine Haut eine bläuliche Farbnng angenommen. Dr. Strittmatte?, de? den Knaben behandelt hat, behauptet, daß die Eltenr ihm ve?sprochen haben, nach Peters Tod eine

Postmortem-Exammatlon vornehmen zu lassen.' Im vorigen Sommer hörte der Knabe, wie zwei Aerzte sich in seiner Gegcnwart über die Disscction seines Körpers unterhielten, dadurch wurde er so in Schrecken versetzt, daß er seine Mutter oftmals bat, ihn nach seinem Tode nicht in die Hände de? Dokto?cn fallen zu lassen. Sonntag Nacht trat eine Lungenblutung bei ihm ein. Er rief seine Muttcr herbei und bat in kläglichem Toire : Mama, leide nicht, daß sie mich sufschneiden." Bald darauf starb cr. Als D?. Strittrnattcr die Leiche des Kindes verlangte, um sie zu secircn, wurde ihm dieselbe verweigert. Er appcllirte darauf an den Coroner, aber auch dieser wollte nicht zugeben, daß die Leiche verstümmclt werde. Kürzlich hat man in Rochestcr, N. ?)., einen 45jährigcn Arzt, ber im letzten Kriege biente unb häusig krank war, entbeckt, bcffen Herz nur 26 .mal pro Minute schlägt. Als eine Folge dieses anomalen Zustandes sind die Hände und Füße des Mannes stets kalt und mitunter

fallt er Plötzlich zu Boden, erhebt sich , aber bald wieder und sieht sonst aanz gesund aus. Bei anderen Menschen beträgt der Herzschlag gemeiniglich 60 bis 80 pro Minute oder durchschnittlich 65.' In Montreal hat die Polizei einen Selbstmord durch Verhunge? verhindert. Vor etlichen Monaten kameÄ Frau C. M. Fitte, ihre Tochter Alice Fitte und ihre Schwester Ellen Jones mit S100 in ihrem Besitze nach Montreal und versuchten als Kleidermacherinnen ihr Leben zu fristen. Es gelang ihnen nicht, das Geld war aufgebraucht, und alle Drei, zu stolz zu betteln, beschlossen, ihrem Leben durch Verhungern ein Ende , zu machen. Sie schloffen Thüren und Fensterläden, leaten sich zu Bette und hungerten. Schließlich wurden die Nachbarn auf das Haus aufmerksam und benachrichtigten die Polizei. Als diese in's Haus eindrang, waren alle drei so schwach, daß sie sich nicht erheben, ja kaum sprechen konnten ; man brachte sie in's Hospital, glaubt aber nicht, daß die beiden älteren Damen genesen werben. JnEbarlotte ,N.C.,klagt der Farmer H. H. Peoples auf Scheidung von seiner Frau, und nach den Angaben der Klageschrift muß bie Frau allerdings eine ungewöhnlich böse Sieben sein. Sie pflegte ihren Mann, so oft derselbe ihr Mißfallen erregte, durchzuprügeln und der letztere mußte sich zu diesem Enbe auf eine Bank legen, auch den Stock selbst herbeiholen. Das hätte der Mann sich schließlich noch recht gern gefallen laffen, aber die Behandlung, die ihm im vorigen Herbste widerfuhr, war ihm doch zu bunt. Damals mußte er barfuß auf einen hohen Aepfelbaum klettern und als er ganz oben im Gipfel war, sägte die iä?tliche Gattin den Baum um, daß Peoples mit solchem zu? Erde stürzte und sich ein halbes Dutzend Nippen b?ach. Das vielbesprochene Lu-ther-Denkmal, welches die in New-Iork bestehende Luther - Gesellschaft" unter Mitwirkung vieler Verehrer des Neformators im ganzen Lande in Lauchhammer, Sachsen, hat gießen laffen, und das im Mai an der Ecke der Vermont Ade. und 14. Straße in Washington enthüllt werden soll, ist nunmehr per Dampfer Habsburg" am 5. März von Bremen nach Baltimore abgegangen, und hat Pastor I. G. Morris seine freie Beföxderung aus der Baltimore-Ohio-Bahn" von Locust Point nach Washington vermitkekt. Die Lutheraner beabsichtigen, den Tag der Enthüllung zu einerrchautigen Feier unter Theilnahme von Besuchern aus allen Theilen der Ver. Staaten zu machen. Das Denkmal ist dem großen Lutber-Monumente in Worms nachzebildet. Vom Auslande. Ueber den sogenannten Würmerregen", deffcn auch wir nach einer 'Notiz der St. Petersb. Ztg." Erwähnung gethan haben, gehen nunmehr den sinnländischen Blättern genauere 3!achrichten, und zwar aus verschiedenen Orten zu. In Pilikis, Pemar und Ki' mito zeigten sich aus Feldern unb Wie sen, vorzugsweise, aber auf ben aus ben Eis- unb Schncelagen hervorragenben Erbhöckern, solche Maffen von grauen und' braunen Würmern, daß man sie in ansehnliche Haufen zusammenkehren konnte. Das Volk behauptete, sie seien mit dem 3!egen herabgefallen und befürchteten in ihnen gefährliche Feinde des Ackerbaues Bei genauer Untersuchung einiger nach Helsingfors beförderter Eremplare erwies es sich jedoch, daß es Larvcn sind ; die in größeren Nassen vor kommenden grauen sinb bie Larven der Riesenschanke, die braunen aber die deS Laufkäfers, beides dem Landmanne höchst nützliche Jnsektengattungen, .indem sie seine Aecker von schädlichen Insekten säu bern. Diese Larven .fallen aber keines Wegs aus den Wolken ; alljährlich, besonders aber in nicht allzu schnccreichen Wintern, kommen sie aus der Erde hervor beim Thauwcttcr, und kriechen auf dem Schnee umher, sogar bei gelindem Frost. Ein ähnlicher und Wohl denselben Ursachen zuzuschreibender Würmer regen" ist auch in Aland am Schluß deS Vergangenen Monats beobachtet worden." Ein Fall, wie der nachfolgende, dürfte sich Wohl noch selten zu getragen haben. Vor einigen Monaten stand vor dem Brünner Schwurgerichte ein bildhübsches junges Mädchen unter der Anklage des Kindesmordes. Unter Thränen gestand die Aermste, von ihrem Stiefvater, dem ehemaligen Bürgermei! ster in Meblanko, Johann Tischnowsky,' verführt worden zu sein. Sie wurde, bamals von Dr. Stransky vertheibigt,' vom Kinbesmorbe freigesprochen nnd nur wegen eines geringeren Vergehens zu, einer mehrwöchentllchen Freiheitsstrafe vemrtheilt. Während der ganzen Ber-! Handlung ließ einer de? Geschwo?enen,' Namens Weidhoser, ein wohlhabender Grnnbbesitzer in Marborf, kein Äuge von' dem schönen Mädchen, und siete ! kaum hatte sie bie Sttafe verbüßt, als er sie' aufsuchte und ihr gestand, welchen Eindruck sie während der Verhandlung auf ihn gemacht. Bald wurde aus den Beiden ein Liebespaar, dann ein Brautpaar und ein Ehepaar. In Peking so schreibt' mjrnjer North China Daily News"

von Anfang Januar herrscht großeAufrcgung. In der Kaiscrstadt, unmittelbar außerhalb ber Palastmauer, steht bcr Tempel ber kaiscrlichcnAhnherrcn und in diesem Tempel sinb Geister - Tafeln ber verstorbenen Kaiser unb bcr bcrrschcnbcn Dynastie aufgestellt. Nacht' für Nacht soll nun bort ein Klagen und Weincn unb bann ein Schlag, als wenn alle Tasein von ihren Plätzen sielen, zu hören. sein. Tritt man c:n, so stehen sie' alle an ihren Plätzen, allein in bcr nächsten, Nacht hört man wicber bas unerklärliche, Geräusch unb es herrscht deshalb die größte Bestürzung über das schreckliche Omen. Wehklagen unb Weincn höre man auch von ben kaiserlichen Gräbern, wo bic Kaiser älterer Dynastien bestattet' sind. Die Ehinesen betrachten all bas natürlich als bcbcnklich für das Schicksal der Montschu-Tynastie. Die Sache ist aber wahrscheinlich dadurch zu erklären, daß eine der zahlreichen geheimen Gesellschaften in Peking dieselbe 'in Scene setzt' und die abergläubische Bevölken:ug zu

oeemstunen iuwi. Die Fraae de? Studenten -Mensuren wirbelt zur Zeit viel taub aus und wwd seitens beider Lager mit großer Heftigkeit behandelt. Jüngster Tage hätte die Deutsche Reichszcituna" wieberbolt ben aebacbten stubcntischen Gebrauch in scharfen Ausbrückcn' verurweitt. aruver empört, begaben sich, wie bas aenannte Blatt in möalichst schroffen Ausdrücken erzählt, brei Stul. x "l.if- f. ein 't. r . venien naa;ia;er ene, lies vermumm: und mit Knütteln bewehrt, vor das Haus des Verlegers unb warfen bort eine Fcnsterscheibe ein, zogen sich jeboch bei dem Dazwischentreten eines Bonner Bürgers schleunigst zurück. Einer der Studenten würbe inbeß burch einen Nachtwäck'tcr ergriffen. Es soll ein 23jäh?igcs Mit glicb ber Borussia" sein. Zu bcrsclben Zeit so heißt es am Schluß bcs Berichtes bcr Reichsg." wurde in ben Briefkasten unserer Expedition Blausäure gegossen. Es freut uns, baß bie Herren bie Frcunblichkeit hatten, unsere Behauptung, baß bie Mensuren zur Verrohung ber Jugenb beitragen, so prompt zu bestätigen." Vom P o l i z e i g e r i ch t i n Frankfurt würbe am 18. "Februar Frau Baronin von Berg, geb. Freiin v. Hanstein, wegen Ucbcrtrctung ber Sittcncon-trol-Vorschristen (d. h. als Prostltuirte, die siS bcr polizeilichen Aufsicht entzogen hat) zu drei Tagen Haft verurtheilt. Die Dame sprach zu ihrer Bcrthcibigung kein Wort, unb mit eisiger 3!uhe vernahm sie auch ihr Urtheil. Den io st barsten Sonnenschirm, ber wohl jemals angefertigt worden ist, besitzt ohne Zweifel bie Königin von Englanb. Es ist ein Geschenk bcr reichen oftindischen Compagnie, und bas dazu verwenbete'Material ist ausschlicßlich bicscr Colonie entnommen. Der Scibenstoff, aus welchem ber Uebcrzug gefertigt ist, würbe bisher an Feinheit des Gewebes noch nicht erreicht und bie seltensten Farben verleihen .ihm bas bunte Colorit. De? Stab ist ganz von Elfenbein unb mit ben kunstvollsten Schnitzarbeiten versehen ; bie Spang?n sinb von massivem Golbe,cbenso berGrisf und der Ring, welcher den Schirm zusammenhält. Eine beträchtliche Anzahl kostbarer Diamanten und anbercr Edel' steine, mit denen Griff und Ring besetzt sind, erhöhen den Werth dieses Prachtstückes, welches die Königin nur bei bebesonders feierlichen Gelegenheiten trägt. Die schottischen 3!egimnter der britischen Armee sollen auf Höheren Befehl in Kurzem ihren historischen gederhut mit dem Helme vertauschen. Die Controverse, die in Bezug auf diese in Hochländerkreisen nicht sehr beifällig aufgenommene Neuerung im Gange ist, ruft einen interessanten Zwischenfall in's Gedächtniß, der sich vor einigen Jahre:bei den englischen Hcrbstmanövcrn zutrug. General v. Blumenthal, welcher die deutsche Armee bei den Manövern repräsentirte, ritt cincs Tages an der spitze cincs Hochländcrregimcnts in Gesellschaft mit dem Obersten, Ist Ihr Federhut nicht zu schwer i" fragte der Aencral. Nicht schwerer als JhrHclm, glaube ich", erwiderte der Oberst. Um vie Frage zu lösen wurde ein Tausch vorgeschlagen. Der deutsche Gcncral setzte sich den . Hochländerhut auf und derOber st des Hochländerregiments stülpte die prcußische Pickelhaube auf sein Haupt unb so 'etzten bie beiben Officicre ihrcnZ'itt fort. De? Effect war s) lächerlich, bas; bie an der Spitze ber Kolonne marschirenden Sergeanten dasLachcn nicht unterdrücken konnten, zur großen Entrüstung des Generals, der einen solchen Verstoß gegen die Disciplin nicht begreifen tonnte Schließlich drückte Gcncral Blumenthal fein Erstaunen aus über die Leichtigkeit einer Kopfbedeckung, welche ein so schwer'älliges Aussehen hat. Bon Bremen nach Nclv Jork odrr Bliltimorc. $20.00. Von Bremen ach Jndianapolis, via New S)ork $32.30 Hin Baltimore $30.50. Gebrüder FreuzeZ, S. W. Eckt Walhingion u. Miridianslr. Dr. C.C. Evorts, DentfcherZahnarzt, (Nachfolgkr von ChaS. 6. 2 altert.) N.-W.-Gcke Washington u. Bennshlvanla Str. Indianapolis. um PslPün Fr rnay be sound oa un ai ueo. r. Iiownix & Co'ä Newapaper Adrertlslng Bureau 10 Spruca ßtreet,wnewaaver.fr-7 lrnnrf ssäffisreaUBU VfiUiL

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