Indiana Tribüne, Volume 7, Number 182, Indianapolis, Marion County, 21 March 1884 — Page 1

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OTM AU Jahrgang Office: No. 120 Ost Marhland Straße. (. Nuulmer 182. Indianapolis, Jndiana, Freitag, den si. März 188.

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Neues per Telegrapkj. Wetteraussichten. W a s h i n g t 0 n, 21. März. SchSneS Wetter, am Samstag Morgen stellenweise Regen, höhere Temperatur. Bankerotte. New York. 21. März. Zahl der Bankerotte in der abgelaufenen Woche in Canada und den Ver. Staaten 213, geen216in voriger Woche. Neues Ministerium. Rom, 21. März. König Humbert wird DepretiZ zur Bildung eines neuen Ministerium? auffordern. Französischer Uebermut h. Madrid, 21. März. Die Drohung der französischen Regierung, Militär in die kleine Republik Andorra zu schicken, im Falle die Forderungen Frankreich's zurückgewiesen werden, hat hier böses Blut gemacht. Spanien wird das Ein dringen französischer Truppen in An dorra als einen Bruch des Völkerrechts betrachten.

Dralztnnchrichtcu. Arthur und Graut. W a s h i n g t o n, 20. März. Gestern Abend stattete Präsident Arthur General Grant einen Besuch ab. Die Unter redung dauerte zwei Stunden. Für Carl Schurz. R e w A o r k, 20. März. Die .Tri büne" wird morgen mittheilen, dab einige Freunde von Carl Schurz beabsichtigen ür ihn die Summe von $100,009 zu ammeln. ES heikt, dabJesse Seligman hervorragenden Antheil an der Sache habe. Aus Befragen erklärte Seligman, daß wohl die Absicht vorhanden sei. Schurz ein Geschenk zu machen, daß aber die Summe noch nicht bestimmt sei. Starb im Dienste. Wbeeling, W. Ba. 20. März. Der fünfzig Jahre alte Eisenbahn-Con dulteur Henry Cramer wurde heute von einer Locomotive Übersahren. Starb nach 50jährigerGe süngnikhast. Philadelphia. Pa. 20. Marz. Charles Langheimer, ein Deutscher ist im Zuchthaus gestorben, nachdem er 50Jahre seiner 75 jährigen Zuchthausstrafe abge Vilkt hatt. Er war zwar vorher begna digt worden, derblieb aber im Zuchthaus, das ihm wie seine zweiteveimath erschien. Jugendliche Diebe. B o st o n, 20. März. Gestern Nacht wurden im südlichen Stadttheil 15 Knaben verhastet, die eine wahre Räuber bände gebildtet haben. Sie hatten ihre Höhle in einem Keller aufgeschlagen und eine große Anzahl Diebstähle verübt. Der Aelteste zählt 1 Jahre. Eine Wahnsinnige. San Franzisco. Cal. 20. März. Frau John Schäfer von Oakland, Cal. ist über den Verlust eines ihrer Kinder wahnsinnig geworden. In einem solchen Anfalle schnitt sie ihrem Jüngsten den Hals ab und als ihr Gatte hinzukam versuchte sie Selbstmord zu begehen. wurde aber daran verhindert. Ermordet. Philadelphia. Pa.. 20. März. George U. Vaters, ein Farmer in mitt leren Jahren, der seit Jahren ganz allein in der Nähe von Vineland, N. I. wohnte ist seit dem 18. Feb. in jener Nachbarschaft nicht mehr gesehen worden. Man ahnte Schlimmes und begab sich am Sonntag nach seinem Hause, woselbst man ihn auch wirklich als Leiche auffand. Er war augenscheinlich ermordet worden, und der Mord war zum Zweke der Beraubung des Mannes vorgenommen worden. George und Frank JoneS, die Söhne eincs oerannren Veiazaslsmanues in Vineland sind zu gleicher Zeit spurlos verschwunden. Sie st?hen im Verdacht die That began gen zu haben, und auf ihre Verhaftung ist eine Belohnung auSgesetzi. Alte Liebe rostet nicht. D a y t o n, O., 20. März. E. Eben hardt Arcannum, der seine Frau seit lctztcn Sommer verlosten hat, wollte die selbe gestern bewegen, ihn wieder auszu nehmen. Als sie das virweigerte, brachte er ihr einige Schnittwunden bei, ohne sie jedoch zu tödten und erhängte sich in einer Scheune. (5 o n a r e si. Washington, 20. März. Senat. Der Senat beschäftigte sich heute ml der Diskussion der Bill zur Bewilligung von Geldern für die Schulen im Süden Alle möglichen Ansichten wurden auSge sprachen. Verschiedene Senatoren spra chen sich gegen die Fassung der Bill aus, andere gegen die Aertheilung des Geldes,

wieder andere gegen das der Bill zu Grunde liegende Prinzip. Ihren Ver theidiger fand die Bill in Senator Blair, welcher hauptsächlich hervorhob, dab Zum Schutze des allgemeinen Stimmrechts eine bessere Schulbildung der Neger nö thig sei. Ihren Hauptgegner fand die Bill in Best, der sie vom Standpunkte des Staatenrechtes au? für verfassungS widrig erklärte. ES kam zu keiner Beschlußfassung. Haus. Das Haus diskutirte die Bill zur Ver längerung der Periode innerhalb welcher die Steuern auf den in den Regierungs lagerhäuser lagernden Whiskey bezahlt werden mug (extenslon ostke donäecl period). Die Bill wird der Kürze hal. ber einfach Whiskey Bill genannt. Eine sehr starke Opposition machte sich gegen

die Bill geltend. Es wurde hervorgeho ben. dab die Steuer sich aus 66 Millionen belaufe, dab die Pafsirung der Bill gleichbedeutend mit einem Anlehen der Branntweinbrenner sei und dab im Falle die Steuer abgeschafft würde, die Regierung fast deS ganzen Betrages verlustig ginge. Das Haus vertagte sich ohne Beschluß fastung. ver Kabel. Das AuSnahmegtsetz. Berlin, 20. März. In der Debatte iber das Ausnahmegesetz protestieren Hasenklever und Bibel gegen die Ver wechSlung der Sozialisten mit den Anar chisten. Sie sagten, das Gesetz habe die Sozialisten nicht geschädigt. Dr. Mar quardsen erklärte sich im Namen der Nationalliberalen zu Gunsten der Beibe Haltung des Gesetzes. ' Puttkammer, Minister des Innern sagte, er hoffe, dab die bereits begönne nen sozialen Reformen die Masten zu Verstand bringen werden, dab die Aus Hebung des Gesetzes weniger als je gebo ten sei, da es Deutschland vor gefähr lichen Excessen schütze. Von den Absichten der Sozialisten sprechend, wie sie von Liebknecht, Vollmar und Bebe! dargelegt werden, sagte cr: Wer kann eugnen, dab Gefahr vorhanden ist und strenge .Maßregeln nothwendig sind? Der Zweck der Bewegung ist Revolution. Eine Waffe mub geliefert werden, um den SozialiSmuS zu schlagen. Windthorst beantragte Verweisung an eine Commission. Er sagte, er hoffe. dab das erste Resultat der wiederbergestellten Gesundheit Bismarck's in einer vollständigen Rückkehr Preußens zu sei mi früheren christlichen Denkmeise sei. Bismarck erklärte, dab die Regierung die Verlängerung des Gesetzes als eine fortschrittliche Maßregel zum Besten der arbeitenden Klasse verlange. Die fort schrittliche Presse unterstütze die Absichten der Sozialisten, indem sie die von der Regierung verfolgte soziale Politik ver ächtlich zu machen suche. Darauf Vertagung. Verhaftung v o n N i h i l i st e n. Petersburg, 20. März. Heute wurden 27 Nihilisten verhaftet. Soldaten als Heilmittel ge gen einen Strike. Wien, 20 März. Gegen die 5.000 steifenden Fabrikarbeiter ist ein Bataillon Soldaten aufgeboten worden. Rücktritt dVsitalienischen M i n i st e r i u m S. Rom, 20. März. Angeblich wegen zu geringer Majorität bei der Präsiden tenmahl hat das Ministerium demis sionirt. NeuerViceKönig von Norwegen. S t o ck h o l m, 20. März. Der Krön Prinz von Schweden und Norwegen ist zum Aice-König von Norwegen ernannt worden. Gesetz gegen Geheim Mitteln. L o n d o n, 20. März. Im Hause der Gemeinen wurde eine Bill eingebracht. welchen den Verkauf von PatentMedica mentcn verbietet, wenn sie nicht vorher analysirt und für giftfrei erklärt werden. - Fischzucht. L o n d o n, 20. März. Die englischen Seen sollen mit X Millionen Weißfisch Eiern befruchtet werden. JnternationalerPolizeik lub. L o n d o n. 20. März. Unter der Lei tung Jenkinson, des Direktors des irischen CriminalUntersuchungSDeparte ments, sind 50 Geheimpolizisten ange stellt worden, wovon 12 Engländer, je 8 Jrländer und Amerikaner, der Rest Rus sen, Franzosen, Deutsche, Oesterreicher, Spanier und Canadier sind. Dieselben sind mit speziellen Pflichten betraut und erhalten Zahlung auö SpezialsondS. (Letzterer wird wohl auS den Mitteln des internationalen RegierungSconcertS, bei welchen Anarchistenangst auS allen Ton arten geblasen wird, bestritten.)

Tonking. Paris, 20. März. Nach der Ein. nähme von Hung Hon werden die Iran zosen die westliche Grenze von Tonking bei Tuan Kuan, welches jetzt noch im Besitze der Schwarzflaggen ist, feststellen. Den Schwarzflaggen, wird dann unter der Bedingung, dab sie freie Schiffahrt auf dem oberen Song Cri garantiren, ge stattet, die Städte von Tuan Kuan bis Lar Kai im Besitz zuhalten.

SchissSnachrichteu. N e w Y o r k, 20. März. Der Damp fer Silesia" landete von Hamburg. N e w Y o r k, 20. März. Der W. A. Schölten" ist von Rotterdam heute hier angekommen. N e w Y o r k. 20. März. .City of Ehester" landete von Liverpool. New Bork. 21. März. Bothnia" von Liverpool landete. Marktpreise. Le i,e n-Ro. 1 J1.Ü.-.: No. 2 rotb, jl.00. orn 910.2 weiß 19c: gelb 43c; aemisch. 47c. haser No. 2 weiß 3Cc; gemischt 3l'c. Roggen Mc. Ä le ie 513.50. ßeu 110.00. Schinken tt'.t. Schultern 9H, Spea I2e. Seiten tte. Schetneschmal, lltf 114 c. e h l Famil, 54H)-!t.n; ane? fl.50 ?.: frtra 12.50-12.60. - i e t 13c ; im Store 20c. Butter reamer, 3 -40c ; Xairy 22 26c ; ountn, 15-16. Hühner lle. Aartosse! n $1.10 1.20 er Sri. rfei-ochaxfel k2.d0-?3.b0; Xafcldpfel $4.5014.75. Ulf rl. .Vom Auslande. Mit 82 gegen 64 Stimmen hat der bayrische Landtag einen Gesetzentwurf über Erschwerung der Eheschließungen angenommen, welchen man auch ein Gesetz zur Vermehrung der unehelichen Geburten" nennen dürfte. Durch dieses Gesetz wird das seit 1863 aufgehobene 3kecht der Orts (Gemeinde-) BeHorden gegen die Verehelichung wieder hergestellt. Die Verehelrchung soll danach verboten werden können, wenn der Mann oder die Braut während der letzten drei Jahre eine Verurtheilung wegen bestimmter Vergehen erlitten oder in diesem Zeitraume ArmenUnterstützung empfangen hat. Ferner soll die Verehelichung verboten verden können, wenn der gedeihliche Bestand der zu gründenden Familie dadurch ausgeschlossen erscheint, daß der Mann oder die Braut mit einem körperlichen oder geistigen Gebrechen behaftet ist," 'und ferner, wenn Thatsachen vorliegen, welche die Annahme rechtfertigen, daß der gedeihliche Bestand der zu gründenden Familie durch andauernden Mangel an Arbeitsamkeit, Nüchternheit oder Sparsamkeit ausge schloffen ist." Diese zwei letzten Bestimmungen sind so dehnbar, daß damit nicht nur Krüppeln und Landstreichern, sondern auch den nur irgendwie bürgerlich Geschädigten, den nur wegen wech selnder Geschäftsverhältniffe zeitweilig brodloS aewesenen Arbeitern, kun und gut allen Armen und Unglücklichen für immer vle erecyugung entzogen werven darf, eine Familie zu gründen. Während sonst in d er Heu tigen Welt allerorten Mäßigkeitsvereine rf- C . . i. vafX geviioer weroen, yar ncy, wenn ver ei tunz Sarja" zu glauben ist, zu Kiew im heiligen Neußenlande ein (man gestatte uns, den Titel richtia wiederzugeben) Säufer-Verein" gebildet, der angeblich auch seine Statuten hat. Zu bestimmter Stunde versammeln sich die Mitglieder bei ihrem Präsidenten und das Gelage beginnt. Niemand darf das GeseU schaftslokal im Zustande der Trunken heit verlassen; erst muß er völlig aus nüchtern, ivcan wollte dadurch wahrtt V 9 W rw . W . mm J HemtiH vie Mitalleoer vorauerleiuayr nissen bewahren, wie sie Betrunkenen aus den Straßen so mcht zustoßen. Alle Anwesende-.sind xu trinken vervstilbtet : nur das Mitglied du jour darf nicht trinken, weil ,hm die Pflicht obliegt. Jenen immer wieder einzuschenken, die schon zu schwach sind, dies selost 'zu thun. Es wird ausschließlich Branntwein getmnken. Jederist verpflichtet, so lange zu trinken, bis er das Bewußtsein verliert. Kein anderer Imbiß ist zulässig, als rohe Leber (?). Der Vorsitzende unterhält ezieyungen zu anoeren ayniicyen e sellsckaften. wieie in verschiedenen aroßen Städten Rußlands bestehen. Einen klonst vor dem Kiewscren Jahrmarkt erhielt die Gesellschaft" die Nachricht, daß demnächst in Kiew der erste Xxvx ker aam Nuklands" eintreffen würde : derselbe sei dadurch berühmt, daß noch Niemand im. Stande war, ein gleiches Quantum Branntwein zu vertilgen, wie er. Gegenwärtig ist derselbe in Kiew eingetroffen und zwar lediglich zu dem -. " c " irr . r'-w yf. r Zwea, um mir ven yocoors (.leinru' sen) zu trinken. Es wurde eine Extra versammluna aller Trinker einberufen. auf welcher der Ehrengast den Vorsitz führte. Die Trinkerei vvllzog sich, wie zu erwarten war, zur größten Befriediauna der ..Gesellschaft". Der Herr Abgeordnete v. Hammerstein hat es richtig durchge setzt, daß der stenographische Bericht über die Sitzung vom 5. December Nachtrag lich corriairt worden ist. Die Kreuzztg." registritt diese Thatsache in folgender Bemerkung : Der stenographische Bericht über die 50. Sitzung des AbgeordnetenHauses, vom 19. Februar, enthält am Schluß folgende Berechtig zum lteno

geapyischen Bericht der 9. Sitzung: Seile 224, Spalte 1, Zeile 3 ist in der Personlichen Bemerkung des Abg. Frhrn. v. Hammerstein statt Wozu" zu lesen Woßu". Nunmehr ist es also amtlich festgestellt, daß der Abgeordnete für Stolp-Lauenburg-Butow und Redakteur der Neuen Preußischen Zeitung", in einer össentlichen'Sitzung der ersten ZWrPerschaft des Landes gemauschelt" hat, um einen anderen Abgeordneten zu ver-

höhgen. Niemand hat jetzt mehr das Recht, an dieser Thatsache auch nur im Geringsten zu zweifeln. Wohl aber muß man saen. dak es sicb wobl selten ein Mann so große Mühe hat kosten lassen, sich vor aller Welt zu blamiren und sich offiziell blamiren zu lassen, wie der Abgeordnete für tolp-Laucnburg-Bütow. Auch in der Republik läßt sich in Frankreich die Eorruption so wenig in den Hintergrund drangen, wie in den Tagen des Kaiserreichs. Unter dem Titel : Die Trinkgcld-Affaire Arrazat" enthüllt der Gaulols" eine neue Skandalgeschichte, bei der es außer Zweifel zu e ef m c ri r r i rs r . r lein ityeinr, oan oie erzayiren yatsacycn wahr sind. Herr Arra;at soll soqar nicht der einzige Deputirte sein, der sich Bestechungsversuchcn gegenüber zuqänallch zeigte. Aus den Erzählungen des Gaulois entnehmen wir tun Folgendes: An Herrn Ärrazat, Dcputirten von Lodeve, der sich m schlechten Verhältnissen befand, wandte sich im Mai des vergangenen Jahres eine Gruppe von Tuchfabrisanten von Clermont-l Hcrault durch die Vermittlung eines Bankiers und bot deinselben 70,000 Franken, zahlbar in Summen von 5000 Franken, an, trenn er semen Einfluß beim Kriegsminister geltend mache, um den gedachten Fabrikanten Lieferungen von Militarwchen zuzuwenden. Her? Arrazat ging auf den Handel ein und ließ sich von dem vermlttclnden Bankler gleich 1000 Franken gegen Ausstellung eines Scheins cinhändigen. Als er dann eine yünstigeZusage des damaligen Kriegsministers, General Thibaudin, in der Tasche hatte, wandte cr sich an einen der Fabrikanten mit der Bitte, ihm die ersten 5000 Franken vorschußweise auszuzahlen. Der Fabrikant beauftragte hiermit den Bankier, die oben erwäbnte Mittelsperson. Dieser war durch Geschäfte verhindert, sich sofort damit zu besassen, und als er einige Tage später nach Paris kam und sich zu Herrn Ärrazat begab,war dieser gestorben. Doch m dem i)cachlaß desselben fand man cm Houvert, welches nur fünf TausendFran-ken-Billete enthielt. DcrFabrikant hatte tie geforderte Summe Herrn Arrazat dircct zugesandt. - Ber der Eoncurrenz für den Bauplan der Protcstations-Kirche m Spever wurden preisgekrönt: cordmann und Flügge aus Essen, Harte! aus Leipzig, Becker aus Mainz, Bollmer und Lorenzen aus Berlin, Professor Schmidt aus München, sämmtliche ohne Rangordirung. Die Projekte sind alle im go thischen Style gehalten. Dem neuen Aundcsqesctz über die Arbeit in den Fabriken sind geaenwärtia in der aamen Scbwcn 2843 Etablissements mit 139,682 Arbeitern unterstellt. Die grönte Anzahl Etabllssements fällt auf dcn Eanton Zürich (474 mit 30,997 Arbeitern), Bern (205 mit 12,846 Arbeitern), Glarus (73 mit 8591 Arbeitern), Solothurn (65 mit 6460 Arbeitern), Baselstadt (113 mit 9728 Arbeitern), Appenzell A. Nh. (204 mit 4200 Arbeitern), St. Gallen (693 mit 20,233 Arbeitern), Aargan (241 mit 13,016 Arbeitern), Thurgau (264 mit 8372 Arbeitern), Waadt(105 mit 4,123 Arbeitern), Neuenburg (37 mit 2,025 Arbeitern) und Genf (83 mit 2343 Arbeitern. Der Pariser Zig aro" erzählt wahre Schaudcrgeschichten von den Küchen-Tyranninnen der Weltstadt. Ihr Monatslohn betrage durchschnittlich achtzig Francs ; dabei Zcien die Huldinncn nicht im Stande, ein weiches Ei zu kochen, so daß man leidliche Hausmannskost nur mehr bei den Dorspsarrern oder bei ein paar alten, ländlichen Hagestolzen findet. Außerdem sind die Nymphen des Kochlöffels nicht allzu große Freundinnen des bauslichen Nachtquartiers, und das -. ' er I chilmnme an vielem leoergang ocr französischen Küchenzustande" bleibt die Unmöglichkeit, sich Hilfe zu verschaffen. Eine planmäßige Herabsetzung der Löhne würde zu einem allgemeinen Strike führcn :e. So weiß denn Herr Adrien Marx in feinem ernsthaft vermeinten Scherzartikel schließlich nichts Besseres vorzuschlagen, als die Gründung einer Lebrkanzel für kulinarische Wissenschaften am College de France ; die Jnstallarion von Fachschulen sür junge Damen aller Stände und Provinzen ; endlich die Vev anstaltung einer internationalen Koch kunstausstellung, beziehungsweise dieEinbürgerung fremdländischer )!ationalgerichte und die Berufung wienerischer, böhmischer, englischer, magyarischer und italienischer Köchinnen an Stelle der unbotmäßigen Pariser Küchentrabanten. Für ein lustiges Singspiel reichen diese Motive vielleicht aus ; eine 3!cform der Dienstbotenwelt aber wird leider Gottes nicht mit Schwanken in's Werk gesetzt. Davon wissen ja wohl auch unsere Haus frauen ein Klagelied zu singen. Wie aus den für die verReichende Sterblichkeitsstatistik der gröi:wi. ? r i c i m. eren lavic viiui'f u uuutuyucji jereckmunaen der Einwobnenabl ber vorgeht, hat die Bevölkerung Londont die vierte Million überschritten und bes käat gegenwärtig 4,019,000 Seelen.

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