Indiana Tribüne, Volume 7, Number 181, Indianapolis, Marion County, 20 March 1884 — Page 2

Indiana HrMne. Er sch eint Füglich, Wöchentlich u. Sonntags.

Osstce: 12O.Mar!)Zaudstr. flNie iJfllic&e Tridüne- kostet durch den TrSger!2 V EentSxer Asche, die SonntgZ Tribüne-5 LentS per Loche. Beide ,usaen 15 CevtZ. 9 Poil zugeschickt in Vorausbezahlung Z rer Jahr. Indianapolis, Ind., 2. März 1834. Vranntwein-Steuer. In einem ölrtikcl über Unsere Erfahrung mit der Besteuerung gebrannter Getränke" giebt der bekannte Volkswirth David A. Wells einige interessante Zablen und Taten. Er macht zunächst darauf aufmerksam, daß die Blüthe der ,.Rum"-Fabrikation in den NeuenglandStaaten sehr viel mit der Ausdehnung der Sklaverei in den Südstaaten zu thun hatte. Ter 9!um, der in ölhode Island und Akassachusetts zur Colonialzeit gemacht wurde, war den afrikanischen Häuptlingen lieber, al britisches Gold. Er wurde von ihnen iin Tausch gegen Sklaven angenommen, die von den front men Puritanern nach dem Süden verkaust wurden. Mit .dem Amerikaner konnte in Bezug auf billigen ökum keine andere Nation den Mitbewerb aufnehinen. Sie brauchten denselben nicht zu versteuern und hatten in Folge ihres ausgedehnten Handels mit Wcstindien die Molasses außerordentlich billig. Wo letztere schwerer zu haben war, wurde Whisky aus Mais oder Getreide gemacht und Brandy aus Zbt gebrannt. Die Farmer brachten das Rohmaterial nach den Brennereien und erhielten einen Antheil an dem fertigen Produkte. Biele von ibnen legten daher Wintcrvorräthe von Schnaps gerade o gut ein, wie kartoffeln und Rüben. Ter Stoff fehlte in keinem Haushalte und wurde allenthalben reichlich genossen. Als die Colonien unabhängig von England geworden waren, dachte die )!egierung der Ber. Staaten daran, dem Beispiele aller anderen civilisirtcn Länder zu folgen und den Branntwein zu besteuern. Das war aber, nicht so leicht. Unwillen über die Theesteuer hatte zur Revolution gegen England geführt, und die biederen Freiheitskämpfer 'wollten es natürlich nicht zugeben, daß man ihnen den noch viel beliebteren Rum und Whisky vcrtheuere. Eine Zeit lang behalf sich daher die Regierung, so gut sie konnte, nahm die größten Einschränkungen vor und suchte mit 84,000,000 jährlich auszukommen. Zwar hatte der erste Eongreß die Erlaubniß zur Besteuerung des Schnapses gegeben, aber erst im Jahre 1791 wurde dieselbe eingeführt. Sie war nach jetzigen Begriffen außerordentlich mäßig, denn sie betrug nur 9 bis 25 Cts. auf die Gallone, je nach der Stärke des Getränkes, und bei Baarzahlungen wurden noch 2 Cts. auf die Gallone Rabatt bewilligt. Dennoch rief die Neuerung großen Unwillen hervor, da fast jeder bemittelte Bürger direct oder indlrett an einer Brennerei betheiligt war. Pflanzer, Fabrikanten und Geschäftsleute, die viele Hände" beschäftigten, hatten häufig eine eigene Brennerei für den Hausgebrauch. Selbst der Bater des Baterlandes brannte Schnaps auf seiner Pflanzung in Ätount Bernon. In WestPennsylvanien führte der Widerstand gegen dle Steuer zu einer förmlichen Revolution, die nur durch Truppen aus anderen Staaten und mit einem Kostenaufwände von H Millionen Dollars niedergeschlagen werden konnte. Die ökegierung wurde so unpopulär, daß die neue Partei, mit Jefferson an der Spitze, ihren Step wahrscheinlich vorwiegend ihrem Versprechen verdankte, die Schnapssteuer abschaffen zu wollen. Jefferson empfahl denn auch in seiner ersten Botschaft dte Beseitigung der Steuer, die bis zum Jahre 186'i nur vorübergehend, natürlich wahrend des Krieges mit England im Jahre 1312, wiederbelebt wurde. Der Whisky wurde iir Folge der Steuerfreiheit in riesigen Quantitäten hergestellt und war sehr billig, viel billiger als sonstwo in der Welt. Kurz vor dem Bürgerkriege wurde er in Emcinnati zu 13 Cents die Gallone notirt und war dabei noch schwach begehrt. Alkohol kostete in New ?)ork 40 Cents. In Folge dessen wurde die Flüssigkeit natürlich nicht blos als Getränk benutzt. Das sogenannte Brennfluidum, welches aus Ällkohol und Terpentin bestand, war der tneistgebrauchte Aeleuchtungsstosf. Mehrere Jabre hindurch wurde im Lande täglich das Prodltkt von 12,000 Bushel? Mais gebrannt und selbst als tizungsmaterial mußte der Alkohol weger seiner Wohlseilheit herhalten. Er würdzum Waschen und Baden benutzt und von der Industrie in der mannigfaltigsten Weise ausgebeutet. Die Fabrikanten von Efisig, Parfümerien, Firniß, Ertracten, Patcntmedizinen, Bleiweiß, Hüten, Tabak, Haar-Färbemitteln u. s. w. vcr brauchten enorme Mengen. Ein einziger Fabrikant eines Haarstärkungs - Mittete lauste in einem Jahre 19,040 Gallonen, tin Sarsaparilla-Fabrikant $1,300 und die Erzeuger eines Schmerztödters" 41,105 Gallonen. Zur Herstellung einer Pferdemedizin benutzte eine Firma laut Aussagen vor dem Steuercommissär 50,000 Gallonen jährlich, eine andere Firma verbrauchte für Patentmedizinen gar das doppelte. Angesichts der großartigen Bedeutung der Branntwein-Jndustrie vor dem Kriege, der großen Zahl von Personen, die dabei interessirt waren und der mannich fachen Verwendung, welche der Alkohol in der Industrie fand, spricht es gewiß Bände für die pferwilligkeit dieser ?!ation, daß die Regierung obnc sonderlichen Widerspruch s2 Steuer auf die Gallone einer k??' i ? . ! inff...u HMjngietr tegen ronnte, vte nur isenis werth war. Jetzt hat sich das Volk an diese Steuer derartig gewöhnt, daß es schwer halten würde, sie wieder abzuschasten. Dte legteritng oder Partet, dte dazu den Versach machen wollte. würde wahrscheinlich ebenso unpopulär . . r ' i n i ' weroen, wie leinenen vte megterung. wetcye ne er :e nranntwetn teuer tn Amerika eintübrit.

Künstliche Vcwässerttrzg Ter Ackerbau ist in Colorado bekanntlich fast ausschließlich von der künstlichen Bewässerung abhängig. Im ganzen Staate eignen sich ungefähr 3,000,000 Aecker zu solcher Bewässerung, von ihnen sind aber bisher nur ungefähr 250,000 unter Cultur. Zur Zeit sind mehrere große Canäle im Bau begriffen, welche das zur VeN'ässcrung einer Million von Aecke.n erforderliche Wasser liefern werden. Der ' wichtigste von ihnen befindet sich in dem San Luis Parke, der sich durch die Counties Rio Grande, Conczos und Saguache erstreckt und in der.iichtnng von Nord nach Süd eine Länge von 80 Meilen, in der Richtung von Ost mich West eine Breite von HO Meilen hat. Derselbe hat eine elliptische Tioxm und umfaßt gegen 1,500.000 Acker, wovon ungefähr 450,000 Acker bewässert werden können und sich scnach zum Ackerbau eignen, während der ''Rest in werthvollem Weidelande besteht. Der Parke steigt von )t nach West all mälig und zwar fast überall in der Weise an, das; die Crhöhung 23 Fuß auf die Meile beträgt, ist rings von Bergen eingeschlossen, welche die über die Prairie brausenden Stürme und Winde abhalten und auf ihren Abhängen noch Holt im Ueberflusse, in ihren Tiefen Steinkohlen bester Qualität liefern. Dieselben Berge enthalten MetallSchätze aller Art. Der größte, ietzt der Vollendung nahe Canal in dem Parke, der Del ?corte Canal, bezieht in der Nahe des Städtchens. Del Norte, des Hauptortes des San'Juan Co., sein Wasser aus dem Rio Grande, ist ander Einmündung in diesen 120 Fuß breit, wird langsam schmäler und ergießt sich in einer Breite von nur noch 12 Fuß in das Flüßchen Saguacbe ; derselbe ist 2 bis 6 Fuß tief und enthält gsnug Wasser, mit solchem 400,000 Acker bewässern zu können. Ter Haupteanal istim 8. dss. Mts. vollendet worden und gegenwärtig wird an den zahlreichen Seitencanälen, Gräben und 3t innen gearbeitet, in denen das Wasser über das Land vertheilt wird. Der Vorrath im Haupteanal ist von dem Wasserstande des Rio Grande abhängig und kann bei den reichlichen Zuflüssen des letzteren aus dem Hock'gebirge zu jeder Zeit des Jahres als unerschöpflich bezeichnet werden. ' Die Arbeitslöhne sind während der Ausführung der Arbeiten am Canale fortwährend gefallen und betragen zur Zeit täglich für einen Maim mit einem Gespanne ' von 2 Maulthieren $1.50 ohne Kost und Futter oder 8,2.00 mit Kost und Futter. Die gewöhnlichen Arbeiter erhalten 91.00 täglich und die Kost. Die Akaulthiere werden demnächst in jenem Theile von Colorado billig wer-, den, denn mit Vollendung der Arbeiten werden 50 bis ;0 Gespanne beschäftigungslos, für die es im Parke selbst nur wenig, in den höher gelegenen Theilen des Gebil.cs aber fast gar keine Venoendüng giebt. Die Arbeiter sind meist Weiße, doch befindet sich eine Colonie Mericaner unter denselben, die den Ban kinzelner )!ebencanäle contractlich überuommen hat und sich von den übrigen Arbeitern völlig abgeschlossen hält.

l,oc!z?iclitlgcr :in5. Endlich scheint begründete Hosf.lung vorhanden zu sein, daß wir Näheres und Zuverlässiges über die Erbauer d.-r l'ionnds und ihre todten Bewohner erfahren. Im Auftrage der Smithsoniannftitllttnn fviTiiMi irnsr.rv )sfrit rsr i )t UMHV 11 lMVVII Itllt'tVtl ltUi(Vtl'j)MI dicken L.ige Er)e stieß man ans c.Aglatten, die regelmäßig behane.l liny kunstvoll aneinander gesügt wären. Nachdem man eine derselben vorsichtig enternt hatte, lag das gänzlich aus Bruchsteinen hergestellte Gewölbe offen vor den Männern der Wissenschaft und dieselben förderten auf das Vorsichtigste den Inhalt desselben zu Tage. Zunächst fiel das riesige Skelet eines Mannes von 7 Fuß 3 Zoll Länge in die Augen, dem das wohlcrhaltene, straffe Haar "bis auf die Hüften reichte und ein kupferner Ring den Schädel über den Augenhöhlen umgab. Daneben lagen zwei Gerippe von Kindern und neben der Wirbelsäule zwischen Schultern und Schädel kleine, perlenähnliche Kügelchen ' aus Knochen ; offenbar waren diese einst durch eine Schnur vereinigt gewesen und durch das Verwesen der letzteren auf den Boden gefallen. In einem anderen Theile der Gruft fand man in ein netzähnliches Gewebe aus einer Art Binsen eingehüllt menschliche Leichen', die völlig zusammengetrocknet, aber noch von der Pergamentähnlichen Haut umgeben sind. Offenbar wurden diese Leichen in ähnlicher Weise behandelt, wie die EgYpter ihre Mintien herstellten und ist dies eine neue Achnlichkeit zwischen den Ureinwohnern dieses Landes und den ältesten Völkern der alten Welt, von denen Spuren auf uns gediehen sind. Alle diese Funde sind an die Smith-sonian-Jnstitution befördert worden und mit ihnen zugleich die Felsplatten, welche die Decke der Gruft bildeten. Dieselben enthalten nämlich zahlreiche Inschriften, die man anfänglich gar nicht bemerkt hatte, die aber nach vorsichtiger Reinigunz der Platten scharf und deutlich hervortreten. Ihre Entzifferung wird und muß gelingen und hierdurch von der Urgeschichte dieses Landes wenigstens etwas zu unserer Kenntniß gelangen. . Temperen; fruchte. In dem Muster - Tcmperenzstaate Maine ist eine Merauerei und eine anständige Wirthschaft natürlich ein Unding, daß aber in demselben mehr und wüster gesoffen wird, als irgendwo sonst in den Ver. Staaten, dafür ein paar neue Belege. In Portland, Me, wurden im vorigen Jahre 2254 Verhaftungen vorgcnommen, hiervon mehr als die Hälfte, nämlich 1426 wegen Trunkenheit. Unter den Orten, an welchen Schnaps verborgen wird, sind das Bett und noch privatere Orte am meisten beliebt. Eine Frau wurde über dem Hausiren mit Schnaps abgefaßt. Sie trua an icdem I Betne eine abgeflachte Flasche, welche

5en bet (vartcrsville, y)., befindlichen indianischen Bcgräbnißhügcl geöffnet. )?ach Wegchaffttng einer mcbrere auü

ocn Whisky enthielt ; sie sitzt darob jetzt eine sechsmonatliche Gefängnißstrafe ab. Eine andere Frau hatte zwei Flaschen l'ntcr ihren Umcrröcken an einem Gürtel wm die Hüften befestigt. Wenn ihre Kunden zu trinken verlangten, brachte sie die Flaschen zum Vorscheine, der Trunk aus der einen Flasche kostete 15, der aus der anderen 20 Cents, wer den letzteren Betrag bezahlte, konnte sich schon eine kleine' Freiheit gegen die junge und hübsche Frau herausnehmen' In den Hotels in Portland wird der Schnapsverkauf ziemlich öffentlich betrieben. Der Schankwärter miethet das als Bar dienende Zimincr zum Scheine von dem Wirthe und treibt das Geschäft so lange, bis er abgefaßt wird in diesen: Falle bezahlt ?er Wirth die Geldstrafe, welche Vt ersten Uebertrctungcn nicht hoch tst, entläßt seinen Schankkellner und schließt mit einem Anderen einen Scheinvcrtraz, so daß andre, als erste Fälle von Gesetzesübertretungcn nicht angezeigt werven können. Der Barkeeper eines sollen Hotels nimmt sonach eine ähnlich tellu7;j ein, wie ein Sitzrcdacte'ur" i'' Deutschland. LandZvirthschaftlicheS.

M a tt l- tl n d K l a tt c n s e u ch e. Bekanntlich ist auf den Prairien von Kanfas die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Der Gouverneur von Kansas hat gegen Verbreitung derselben diejenigen Vkaßregeln getroffen, die ihm möglich ivaren. Einer Verbreitung der Krankheit über den Staat hinaus mag vielleicht hierdurch vorgebeugt werden, vielleicht aber ist auch dieser Fall bestimmt, der Nation zu ihrem Schaden klar zu machen, zu welchem Unheil der übertriebene 1!espeet vor den sogenannten Staatenrechten führen kann und muß, jenen Staatenrechten, die es dem Eongresse auch in dieser Beziehung unmöglich machen, solche Vkaßregeln zu ergreifen, wie sie sich in England und Deutschland als äuperst wohlthätig bewährt haben. Wenige Krankheiten sind in so hohem Grade ansteckend, ivie die Maul- und Klauenseuche. Es bedarf nicht der Berührung oder auch nur der Näh? erkrankte? Thiere, die Ställunzen, die Weiden, die Landstraßen, Schiffe, Eisenbahnen, die Wassertröge, das Wasser selbst, Thiere, welche der Ansteckung selbst nicht ausgesetzt sind, Menschen, denen die AbWartung der Thiere obliegt, verbreiten die Krankheit; kaum wahrnehmbare Spuren von Speichel, Elementen oder Ausflüssen aus den Wunden innerhalb und oberhalb der Hufe sind die Träger des Ansteckungsstoffes; der.Krankheit eigenthümliche Keime oder Spuren 'verbreitet die Luft nicht; aber mikroseopifch kleineTheilchen von Spreu, Futter oder Streu, die inficirt sind, trägt der Wind verderbenschwanger über das Land. Die ersten Nachrichten über den Ausbruch der Krankheit in Kansas waren von der Bemerkung begleitet, daß dies der erste Fall innerhalb der Ver. Staaten sei, in dem die Krankheit im Lande selbst sich ausgebildet habe, also autochthon aufgetreten sei. Höchst wahrscheinlich ist diese Annahme irrig und auch die gegenwärtig Krankheit eingeschleppt worden. Der Glasgow Herald" macht folgende Angaben über die für uns vielleicht vcrhängnißvolle lngelegenhcit. Der Dampfer Ontario" brachte vor vier Wochen 275 Rinder und 041 Schafe von Portland, Me.. nach Ehcshire an der Tee südlich von Liverpool. Die Thiere wurden geschlachtet und die Zungen der Rinder der üblichen Untersuchung unterworfcn. Eine große Anzahl derselben wies nack', daß die Thiere von der Maulund Klauenseuche, zumeist in leichten Stadien der öirankhcit, befallen gewesen Waren. Dieselben kamen nicht aus den ier. Staaten, sondern aus Canada, waren aber über Portland verschifft worden, weil die kanadischen Häfen geschlossen sind. Es war leicht die kränkelt Rinder und Schafe durch einen Theil der Ver. cati aaten zu transportiren,dadort ausrelchende Maßreaeln gegen die Einschlevpung kranker Thiere nur in Betreff des Transports zu Schiffe getroffen sind. Wahrscheinlich waren jedoch in diesem Falle die Thiere, als sie in Portland eingeschifft wurden, gesund und sind erst auf dein Schiffe angesteckt worden. Der .,Ontario" hatte nämlich auf seiner der erwähnten Reise vorausgehenden Fahrt vierzig Jersey - Zuchtkühe . von England nach den Ver. Staaten gebracht und unter diesen trat während der vorgeschrieben nen dreimonatlichen Quarantäne die Krankheit auf. Das Schiff wurde in der üblichen W?ise desinfieirt, doch sind wahrscheinlich u und an den Stallungen desselben Ansteckungsstoffe zurückgeblieden, welche die Krankheit unter den von Canada nach England verschifften Thie ren verbreiteten. Unter den Wärtern der letzteren befanden sich zwei Ä!änner, welche mit dem Ontario" nach den Ver. Staaten zurückgekehrt sind und sich nachweislich nach Kansas begeben und dort als Viehhirten Anstellung gefunden haben. Daß in den Kleidern derselben den Ansteckungsstoff nach Kansas gebracht wurde, ist beinahe gewiß. Der Verbreitung der auf unsere Prairieen eingeschleppten Krankheit sind die hiesigen Verhältnisse nur zu günstig. In vielen Landestheilen weiden die Heerden, ohne daß sie irgendwie abgesperrt sind oder anders als durch außergewöhnliche ?)!aßregeln, abgesperrt werden können. Die Eisenbahnen befördern die Thiere nach jeder Richtung. Manche Staaten haben absolut keine Gesetze zur Verhinderung der Verbreitung ansteckender Krankheiten, in anderen Staaten und Territorien werden die mangelhasten Gesetze noch viel mangelhafter ausgeführt'. Die fanatischen Anhänger der Staatenrechte bestreiten dem Congrejse jedes Recht zu einer einheitlichen Gesetgebung auch in dieser Beziehung. Dte Opposition einzelner Staaten gegen Ausführung der bei Gelegenheit des sögenannten Texasfiebers" erlassenen Bnndesgesetze ist in frischer Erinnerung. Kurz in keinem Lande liegt dieser Zweig der Gesetzgebung so im Argen als bei uns. 3Vir haben mehr medieinische Collegien als irgend ein Land in Europa, aber weniger 'Thierarzneischulen als irgendein solches. Auf unseren landwirthschaftlichen Lehranstalten tvird Griechisch,Musik,

Philosophie und dergl. geichrr, Äetertnärkunde aber nicht. Unsere Menschenärzte halten es unter ihrer Würde, sich mit ThierkranZheiten abzugeben und dies ist in vielen Fällen ein Glück für die Thiere. Die Wissenschaft der Thierarzneikunde ist namentlich in Betreff deren vorbeugender Thätigkeit eine so selbstständige und mit der Mediän so wenig verwandte, daß selbst der tüchtige Arzt den epidemisch auftretenden Thierkrankheiten als Laie gegenübersteht.

Für die Annahme, daß die Maul- und , ' . . r L vorgekommen sind, vor allem aber das Beispiel Englands. Die euche trat schon Ansang des 17. Jahrhunderts in Italien und Deutschland wiederholt verbeereud auf. England, Schottland und Irland blieben bis 1S.'J9 vollständig von derselben verschont ; in diesem Jahre trat sie in allen drei Ländern und zwar in einer Heftigkeit auf.daß sie zur ernsten und allgemeinen Calarnitat wurde. Tis Cinschleppung wurde damals zur Evidenz I.S39 hat die Krankheit noch wiederholt l,n europäischen Großbritannien gewüthet, und in jedem einzelnen Falle ließ sich die Einschleppung constatiren. In Dänemark trat die Krankheit unter denselben Umständet im Jahre l 41 zttm ersten Male auf. Ist die Krankdeit einmal vorherrschc-.'d i werden nicht nur Rinder und Schase, sondern auch Ziegen, Schweine, Hunde, Hirsche, Pferde, ja selbst das Geflügel von derselben befallen. Hunde sind vorzüglich geeignet, die Krankheit zu verbreiten. Bei sorgfältiger Behandlung nimmt die Krantheit in bis 15 Tagen einen meist günstigen Verlauf, die Verbreitung ist nur durch absolute 'lbsperrungangesteckter Districte zu verhindern. Thiere, welche die Krankheit bereits einmal über standen haben, sind vor Ansteckung nich: geschützt, werden aber zum zweiten vdet wiederholten Male von der Krankheit nu. in ihrer leichtesten Form befallen. Ter. Verlauf der Kraukhett haben wir vor i1ur;em erst beschrieben, dieselbe vslegt öis 4 Tage nach erfolgter Ansteckung iixixu b reck'en. Vom Jnlande. Unweit Titusville, Pa., sind zwei neue Oclquellen angebohrt worder und zwei Behälter von je 250 Faß Capacität wurden errichtet. Dieselben ergeben für jetzt je 200 Faß in vierundzwazig Stunden. ' P a st v r H e it r y W a r d B e c ch e r erklärte neul'ä' : Die Engel im Himmel balten sick' di; Rase i ya, sobald sie einen Wall-cvefuiantcn erblicken." Seit wann halten sich denn Wall-Str.-Spe-ko.lailten i:n H'.:n:.'el auf? Das gelbe F i e b e r g r a s s i r t in der mexikanischen Stadt Tehuponepee. ?c''. Myers, ein amerikanischer EisenbahN'Contraktor, erlag Donnerstag der Seuche. S i t t i n g B i sl, d c s s c n Neffe One Butt und der !':::aligeKundschafter William Wl'itcsill, den Indianern unter dem Namen Sport" bekannt, haben in Begleitung des Major Brothcrton von isoxt 5usord einen "luszlug von der Standing )iock -'lgentur nach St. Paul, Minnesota, gemacht. Der Sitzende Stier" ist ' bedeutend fetter geworden, als er bei seiner Ankunft auf der g'.nannten Agentur war, klagt aber über heftige Brustschmerzen ; letztere sind die Folge übertriebenen Tabakrauchcns, der Wilde ist aber bereits so eivilisirt, daß er seinem Arzte nicht folgt, währen) er :.':; :r:t Vorschriften seines Medicii'.iiZa.i'.-.cv pünttlich nachkain. Am meisten erstaunt sind die Indianer über das Telephon, von dessen Apparaten sie sich im Anfang: gar nicht trennen konnten. Das Jnstrninent macht den sonst immer schweigsamen Häuptling gesprächig. ' . Eine Anzahl Indianer von der Agentur in Poplar Rivcr, Minn,, war kürzlich wegen vollständigen Ä!angels an Nahrung nach der Standing Nock Agentur aufgebrochen, wurde jedoch in Fort Bttford von Weißen und Jndiancrn von der erstgenannten Agentur über; holt und veranlaßt, nach letzterer zurückzukehren, da Rationen nach solchcr'unterWegs seien. Der Vermittelung des EomMandanten von Fort Auford, General Whistler gelang es, die Leute .ur Rückkehr zu bewegen, doch müssen so schleunig als irgend möglich Maßregeln ergriffen werden, der furchtbaren Noth unter den Indianern ein Ende zu machen. Der Schnee lag vorige Woche . am Poplar River noch Jj Fuß hoch, hierdurch ist die Connnunicatwn außerordentlich erfchwert, und, sollte plötzliches Thauwctter eintreten, so ist eine verheerende Uebcrfluthung des Thales des Äcissouri unausbleiblich. In New I o r k d a u e r t , d c r Krieg zwischen der Unioit" der lpotheker und den 9!icht-Pharntazeuten, welche Patcntmedizinen, und zwar unter dem Preise verkaufen, fort. Man sinnt auf Pläne, Dieses ;u verhindern, und will sich um Schutz an die Gerichte wenden. Die Apotheker erklären, daß sie als solche demPublikum g-genüber Verpflichtungen haben, die man nicht ignoriren könne. Ein Apotheker sei verantwortlich für irgend einen durch Medizinverkauf angestifteten Schaden, und deshalb sollte ?!icht.Äpothekern nicht der Verschleiß erlaubt werden. New Äorkcr Blätter werfen die Frage auf, ob das Gericht bei Patcntmcdizin-Vcrkauf dieses Argument gelten lassen wird. Vor zweiIahren hcirathcte Nellie, die bildschöne und hochgebildete Tochter des inzwischen verstorbenen Gounerneurs Hubbard von Connectieut den farbigen Kutscher ihres Vaters und zog mit diesem nach New Havcn, wo der letztere einen kleinen Leihstall erwarb und betrieb. Vor einem Jahre ließ sich das Paar nach der Geburt eines Kindes schciden. R'cllie wurde hinter dem Rucke ihres Vaters von ihrerÄ!utter unterstützt, aber diese starb und ihr folgte der Vater. Ende voriger Woche tvurde das Tcstament des letzteren eröffnet und in solchem ist Nellie, deren Erbtheil außerdem V75,00 betragen haben würde, völlig ent-.-rbt.

Klauenseuche nie ipoman austrtn,wnoern immer eingeschleppt wird, sprechen alle ',välle, die früher in den Ver. Staaten

nachgewiesen und den energnchen vhanahmen der 'Regierung gelang es schlich lich, dieselbe völlia i unterdrücken. Seit

' I n F o l g e d c s G c n u s se s von verdorbenem Fleische starben am 10. Mär; in Galvcston, Teras, zwei Kinder der Familie Wagner, toelche erst kürzlich von Lake Charles dahin gekommen war. Die Kinder waren ?ädchen,Jahre,resp 18 Monate alt. Vor einigen Tagen hatte die Familie frisches Rindfleifch gegessen, welches schleimig aussah und nicht gut sch -cckte. 'Die Eltern und vier Kinder erkrankten sofort, und die Symptome glichen ' der Ruhr. Dr. Rhode-5 wurde gerufen , er rettete zwar die Eltern in )vol.te ibrcr

kräftigen Constitution, doch zwei Kinder sind schon todt, und die beiden anderen können kaum gerettet werden. Im Jahre lnsi starb in der Umgebung von Baltimore John Jolly Johns und hinterließ ein bedeutendes Vermögen, das sich an Grundbes'.:'. allein auf über Sl00,00l belief. Er hatte ein Testament hinterlassen, ixt dem mehrere Personen mit Ausschluß seiner Verwandten zu Erben eingesetzt wären. Johns war in den letzten Jahren seines Lebens ein ercentrischer Kauz gewesen und die Verwandten fochten das Testament wegen Unzurechnungsfähigkeit des Erblassers an. Zu den eingesetzten Erbeit gehörte der Arzt Dr. John Caldwell ; seine bildschöne Tochter Maud hatte viel mit dem alten Johns verkehrt und wurde über dessen Lebensweise im letzten Jahre vor seinem Tode als Zeugin vernommen. Unter den Geschworenen befand sich der Kaufmann F. L. Barrada Turner, auf den die Schönheit der Zeugin einen tiefen Eindruck machte. Maud wußte denselben durch Liebäugeln und feine Eoqucttcrie noch zu erhöhest und Turner ging imBerathungszimmcr der Gcschworencn lebhaft für die Aufrechterhaltung des Testaments in's Zeug. Die Jury schloß sich seiner Ansicht an. Die gegnerischen Anwälte hatten Turner's Liebäugeln mit der Zeugin beobachtet und von den Geschworenen erfahren, ihr College habe während der Berathung die Aeußerung gethan : es fei ja gar nicht möglich, daß man ein Urtheil gegen ein so reizeitdes Wesen abgeben könne. Auf Grund dessen beantragten die Anwälte einen neuen Proceß. Turner sagte unter Eid aus, Maud habe allerdings einen mächtigen Eindruck auf ihn gemacht, doch habe dies sein Urtheil nicht beeinflußt. Das Verdict der Jury wurde aufrecht recht erhalten und Ende voriger Woche haben Turner und Maud Hochzeit gemacht. Joh 8 W. I o h n s o n, ein reicher und angeschener junger Maim in staunten, Va., verlobte sich mit der 19 Jahre a'ten Abbie Peters, ließ das Mädchen aber schließlich sitzen, weil seine Familie nichts von der Verbindung wissen wollte. Abbie's Vater ließ den Treulosen verhaften, und das Gericht verdonnerte ihn zu zwei Jahren Zuchthaus. Die schöne Abbie weinte sich über das Schicksal des immer noch Geliebten die Augen aus; cö gelang ihr, Einlaß in das Gefängniß zu erhalten und Johnson zu sehen. Schluchzend beschwor sie ihn, sein Versvrcchcn zu halten und ihr seiuen )!amen zu geben. Ter Generalanwalt versprach, dem Gefangenen Pardon zu erwirken, wenn in der That die Hochzeit erfolgen sollte. Johnson erklärte sich mit Freuden bereit, der Gcneralanwalt hielt sein Wort, und jetzt sind die auf so seltsame Weise Vereinten das glücklichste Pärchen von der Welt. Vom Auslande. Aus Budapest schreibt man: Ein hiesiger Leichcnvcrcin, der den glückverheißenden Namen Fortuna" erhielt, hat jüngster Tage einen Ball arrangirt. In Budapest tanzen nämlich selbst die Lcichcnvereine und dieser Umstand beweist zur Genüge, daß der ungarische Carneval auch seine heiteren Seiten hat. Der erwähnte Ball war sehr lustig, man tanzte frisch darauf los und gegen Mitternacht hatte die fröhliche Stimmung ihren Gipfelpunkt erreicht. Niemand hätte eine Steigerung des Animos für möglich gehalten und doch schloß ber Ball mit einem Knalleffekt. Ein Ballgast verlangte in etwas stürmischer Weise eine Wiederholung des Esardas, doch zwei Arrangeure sahen in dieser Forderung eine Beleidigung und sie cntrirten eine erregte Debatte, in deren Verlaus ihm einer derselben eine gar nicht ballmäßige Ohrfeige versetzte. Ter Spektakel, welcher nun entstand, läßt sich nicht beschreiben ; eine großartige Keilerei begann, die sich von der MiUe desSaales über die gan;c Peripherie desselben erstreckte; die Damen kreischten und slüchtetcn in die Ecken, die Herren prügelten und wurden geprügelt, und balo sah man nichts als eine Unzahl wirr durcheinander geschlungener Schwalbenschivänzc und wild hcrumfuchtelndcrArme. Am übelsten erging es zwei ganz unbetheiligten jungen Leuten, die gerade die Treppe heraufkamen, von dem Strudel ergriffen,' windelweich gedroschen und schließlich über die Stiege hinabgeworfen wurden, wo sie mit vieler V!ühe ihre geschundenen Glicdmaßen zusammcnlaseit Damit hatte aber auch der Ball sein Ende erreicht. Den Kehraus zu demselben wird das Bezirksgericht spielen. Jetzt sage noch Jemand, daß der Carncval in Ungarn nicht gemüthlich ist 1" M e r w, der neue wichtige Erwerb der Russen in Central-Asien,wnrd folgendermaßen geschildert : Merw ist der Schlüssel zu der wichtigsten Position in Afahanistan, der Grenze der britischen Machtsphäre in Central-Asien, besonders. mt . . , rti r . rti. ZU Herat, weicyes mt: lecyk vte Psone von Mittel-Asicn" genannt wird. A!erw, mitten im Turkmenengcbiet gelegen, ist eine Oase von außerordentlicher Fruchtbarkeit. Sie breitet sich zu beiden Sei ten des Murghabflusses, der von den Gebirgen Afghanistans herabfluthct, zwi schen den bedeutendsten Städten CentralAsiens aus,' zwischen Bokhara, Chiwa und Sarmakand Herat, Balk und Meschcd, und bildet so eine Verbindung zwischen den Grenzgebieten Afghanistans bis zu den russischen Territorien am Oxus. Deshalb wird sie auch von den meisten Karawanenweaen durchkreuzt. Die große militärische Bedeutung dieser Oase für die Russen liegt darin, daß sie ihnen neben der Straße von Mesched auch mmmehr dieLLege von Norden nach Herat

öffnet. Ma:w hat übrigens in Cciüral.sicn schon in ältester Zeit eine große Bedeutung gehabt. Bereits in dem alten Zeligionsbuch der Ost-Jranier inAwesta. geschieht der Oase Erwähnung, und sie vird in demselben eine ntächtige und blühende Provinz" genannt. Aterander htx Große hatt? auf ihren Fruchtfeldern eine Militär-Colo::ie abgelegt und der große Antiochus hatt.' die ganze Oa' durch eine Umwalluna mit 5).'auern ?n

cmem Aollwen ce.r;:: iüvd:uvc ren gemacht. Griechisch: Schrift': haben die Ueppigkeit 'erws c Zeiten gepri.'fen V .1'. Ein a tt f a e r g . V " chinesischen Volks xiii: verschlossene französisch 'II-' '". (5o: e.ie1. -..y'U' ' . i . iv ide in Canton vor, zertrümmerte die Umfassungsgitter und die Thüren und er?;wana solcheracstalt den Eintritt in's Innere. Dort fanden die zcrstörungslustigen Eindringlinge zu ihrer nicht geringen Verwunderung Alles leer, da das Consulat kurz zuvor in ein anderes Gebände verlegt worden toar. Nach dieser Entdeckung verlief sich die Menge wieder, und der Vorfall hätte nichts Bemerkenswerthes, wenn er nicht einen bezeichnendrn Gradmesser für den wachsenden Ingrimm des chinesischen Volkes gegen alle eingcwanderten Ausländer böte. Dieser Fremdcnhan, der zu den Zeiten des engltschen Opiumkriegcs heftiger denn jemals im himmlischen Reiche entbrannte, danach a5er während einerlangen Zeit des Friedens in Folge der vielfältigen BeZiehungen zwischen Eingeborenen und Ausländern gänzlich gewichen zu sein schien, ist seit den jüngsten Ereignissen in Tonkin toiedcr so inächtig aufgelodert, daß der Ausländer, gleichviel welcher Nationalität, in seinem eigenen Viertel nicht sicher ist und wenn er sich aus dcntselben herauswagt, sein Leben völlig auf's Spiel setzt. Die Benennung lau kwei fremder Teufel" oder fremder Geist", mit welcher früher die West länder allgemein bezeichnet wurden, die aber seit Langem, selbst in Canton nicht mehr gebraucht wurde, weil die chinesische Bevölkcning sie als einen häßlichen Scheltuamen betrachtete, diese Bezeichnung wird jetzt wieder von den niederen VolksHassen den Fremden nachgerufen, während die Chinesen, welche etwas von Geographie verstehen, bei der Wahl ihrer Scheltworts zwischen denNationen unterscheinen und z. B. den Engländer Innirnao, d. h. Nothhaariger" oder Nothkopf", den Franzosen clmk-kwok, d. i. Räuber" betiteln. Bleibt ein Ausländer jetzt auf der Straße irgendwo stehen oder tritt er in einen Laden, so pslegt alsbald eine wilde, ungestüme Menge sich um ihn zu versammeln und allerlei Verwünschungen und Drohungen ihn aususiocn. -- s e li t s e h ! i ch e s F a m is liendrama fand neulich in Berlin seinen blutigen Abschluß. Dort hatte das E. Blachosky'sche Ehepaar ein Posanientierund Wäschegeschäft inne. ' Obwohl die materiellen Verhältnisse des mit drei Kindern (zwei Mädchen und einem Knaben im Alter von bczw. Vt, 11 und 10 fahren) gesegneten Ehepaares recht günstig tvaren, so war doch der häusliche Frieden längst gewichen. Tie etwa '6:1 Jahre alte, recht hübsche Frau hatte ge gen ihren um etwa zehn Jahre älterem Chemann schon seit längerer Zeit, wie man sagt, infolge einet eingegangenen Liaisons einen, tiefen Widerwillen gefaßl und trachtete danach, ihre Ehe zu lösen. Eine von ihr eingeleitete Eheschcidungsklage blieb bei dem Vkangel an genügenden Gründen, und da der Mann seine Einwilligung versagte, ohne Erfolg, trtlg jedoch dazu bei, das Verhältnis; zwischen den beiden Ehegatten noch unfreundlicher zu gestalten. Oft klagte der Mamr seinen Nachbarn, daß er es niinmer ertragen würde, daß seine Frau sich von ihm trenne, um einein Anderen die Hand zu reichen. Die unaus gesetzten Zwistigkeiten hatten schon dahin geführt, daß der Mann grübelte und Tag überZ nur wenig mehr mit seiner Frau in Berührung kam, nur des Nachtu noch schlief er nach wie vor in seiner Wohnung. In einer Nach! gegen zwei Uhr kam es, nach Aussage der drei Kinhr, welche in einer an das Wohnzimmer ailstoßendcn Kammer schliefen, wiederum zwischen den Ehcleutcn zu argen trei' tigkciten, welche damit endeten, daß der Mann einen ölcvolvcr ergriff und auf seine im Bett liegende Ehefrau drei Schüsse abfeuerte, tvclche in Brust, Unterleib und den rechten Arm trafen. Darauf feuerte Blachosky gegen sich selbst, gleichfalls im Bette liegend, vier Schüsse ab, davon drei in den Unterleib und einen iii den Kopf, welch' letzterer sofort den Tod herbeisührte. Die schwerverletzte, jedoch :och bei Besinnung befindliche Frau rief darauf nach ihrer ältesten Tochter Clara und schickte dieselbe nach :inem Arzte, welcher auch sofort erschien, den ersten Bei l-and anlegte und, nachdem zuch die Polizei ct schienen war, die Ucbcrfuhrnng der Frau nack dem Kranken Hause Betbanien veranlaßte. Dort i ri Frau Blacho-ty ihren Vcrltzungc .rlegcn Von Bremen nach New Aork oder Baltimore, 20.0. Von Bremen nach Jndianapolis, llia New Jork $32.3 via Baltimorc $30.50. Gebrüder Fvenzel, S. W. Ecke Washington u. Meridianstr. vr. C.C. Everts, DcutscherZakkliarzt. (Nachfolger von ha. S. Tattert.) N.-W.-Ocke Washington u. Vennshlvanla Str. Jndtanapoli.

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