Indiana Tribüne, Volume 7, Number 180, Indianapolis, Marion County, 19 March 1884 — Page 2

Indmna Hriöünc. K r sch e i n t Füglich, Wöchentlich u. Sonntags.

Office: 120 O MaryZandfir. 'Tlt iZattH .Tribüne- kssttt durch den Trlger 12 iw' CeniZ xr Koche, die Lsnn'.sgZ mZübünf 5 itrxti xer LLocht. Bktdt jufjatr.tn 15 Cent. Per Post ,ugesch!Zt in Vi?rautttzsh'uug ?6 er Jahr. Indianapolis, Ind.. 19. März 133-1. Itttrr,lat,'ottale .eirathen.

In keiner Monarchie Europa's stebt ) ch nnt dem britien ton all rn r GeburtZadel noch allgen:ein in ! 'l:m,ore begnügt, emn gan; gcwobnbem Ansebea. als in England. b ; ln, lmd i)t troydenv

der fcViAwt s?'77 nf in (Tn;isiin t VtV VIII v " ...j....r qleicb dott durch die fortgesetzte Zlkischunz I volles Gut anu'-seben, liegt daher den !achkom,nen unserer Mitbürger angel sächsischen lllsxrungö noch von den Vor-' fahren ber im V!u:e uid der Respect sehr zahlreicher Aankec? vor den europäischen Ädelstitcln ist aus diesen! Grunde vielleicht ein wenig berechtigter, als wenn er' blos die lächerliche l'achäffung curopäi--' scher Anschauungen und Gewohnheiten, wäre. In Europa hat die steigende Vildung und der !Zteichthum des Vürgcrstandes den Adel seines wirklichen Vorzuges beraubt, ihn aber seines Ansehens nichr entkleidet und cbcnlowenig schwand bei Wer der Republik denselben für abge-! schaff: erklärten. Niemand bat mit grö-! ßerer Begeisterung und mit größerem' örfolgc für die Abschaffung aller Stan-! desvorVee und die RÄtc des sogenannt tcn dritten Standes, des Tiers-tztat in' ,V I bist mSm ?!,, ''5,,,,'in,.. lW s,! und bleibet Graf ven Mimbeau. ! Bielfack' ist es uck, de EnqlSndnn, ! sich in der neuen Welt iederliebc.! ; Vt? ittffif inS si balfcn sich daher mit Eolonels, Richtern,! Squires u. f. w., bis nach dem letztens Kriege die ganze männliche Hälfte der! Menschheit mit Tssicierstiteln versehen lvurde. Abgesehen von derartigen kleinen Schwächen ist bekanntlich der, Rcspect der Amerikaner vor europäischen, Adelstiteln ihren 'schönen Töchtern schon' hausig verhängnisvoll geworden. ' Seitdem die Fahrten über den cean', so abgekürzt und so wesentlich bequemer! geworden und England und das enropa jche Eontinent Zielpunkte der Rcisen-un-' serer reichen Amerikaner geworden smd,j baben unsere Erbinnen die beste Gele-j genheit, siä' für ibren Reichthum, oder? doch für ihre Aufsichten auf solchen, einen vorilehmeu ?!a,uen einzutauschen. Ame-! rikanerinnen, welche auf diese Weise bisj ganz nahe an Throne hinan geheirathed baben. sind : Fräulein Ä!arv Estber Lee aus R'ew ;')o:k, welche, allerdings nur I.V I morganatifch, die Gemahlin des Prinzen sohneö der Königin Victoria, aeivorden, ist, sowie eine Tochter der Hauptstadt.des! Staates Obio, die'es zu einer Prinzessin! von Lonar, und damit zum .Mitglied einer Familie gebracht bat, tvelche dcnr. boheu Adel anqebört'und das Prädikat! Hoheit" führt. Reben wenigen derartigen 6hen, die glücklich oder leidlich abgelaufen sind,be gegnen wir vielen, in denen der weibliche' Theil znii dem Adel zugleich Elend, Hm? glück und Zurücksetzung erheirathel hat.' Ein Fräulein Sears von Boston heira thete in de:n Gräser. Grand d'Houtvill nnen verbumluelien Hallunken und ihr Schicksal haben.sehr viele Töchter unserer Nation gelbeitt. Iii den srühesten Tagen der jungen. Republik berrsck'ten zwischen der guten Gesellschaft" in Washington, Versailles und Madrid sehr intime Beziehungen vor und aus ihnen sind mehrere europäisch amerikanische Verbindungen bervorg'e-i gangen. Sallie MeKean. Tochter des Oderrichters von Pennsvlvanien, heirathete den Don Earlos Martine; Marquis d':')eigo, den spanischen Gesandten Eornelia Tavvan Elintvn. Tock'ter des :abam daselbst Ashbunon.' Die Schwester der letzteren. ?.'larv, braa'te es sogar zu drei adeligen Ehegatten, indem sie nacheinander den Grafen Tillv, Sir Barina und Marquis 01s -::-f t. . ..s ... 1 vk 7uuiti neiraii'eie 'Fm Fahre 17f5 machte der aus Frankich gezüchtete Henoa ouis Pbtti?v reick von Orleans, der spätere Bürgerkönig", der Franzosen, dem Frl. Binabains m Boston eifrig die Cour und Kielt bei dem' Vater derselben um ihre Hand an. Dep ungewöhnlich scharf blickende Amerikaner 'l binderlick und int Wege sein und geschieht dies nicht, so kann ich Sie für eine sonderlich gute Partie für meine Tochter durchaus' nicht ansehen." Hätte der alte Patter 11 vit aai vinii uw;u'( lern, welche in die reise der curopäischen Aristokratie Kneingefreiraihi ;i n rr Li tiiAiir' w v vv v w . w vv wy4wv

jünaerer ttir.r de- A5e!s mit er Äur- w!." n w qersPaft die-onöcrung der ateligen und, an dleelrach des -irparr? .anklano 5er bürzerlicben Geblechter vielfach auft' von England und der ne jumaae groben wird, eristirt doch innerhalb der ! wn. Ermrer war unter sieorg II. :,fMr.m ri, ühr Mimmi, nnh inir' ! Steuerbeaml' m Bopon, die letztere

peinlicher Genauigkeit mpecrirte Ranq' j xUxn amic einer ordnung, ist andererseits die Bürgerschaft rthschst dazelbtt .r.narrr. yel eö no.d von wirklicher Hochschähung W j m ,chwer. ita zmn,r zu gewinnen, Ädelc erfüllt. Die Auffassung' den Ge- er- durchreite mit ihr ganz üurcjpa. ...,.,sfli .,r irff n ,..k.. Im i.ctober gclanqre das Pärchen

V.lllVVlVVl ttiV V ,' V V vv . '

den Amerikanern ange! ach iscber oder ! r-.'1 yin celtischer Abkunft ein gewisser Respect ! egzassung de. ein.e zu ttr vor dem Geburtsadel dadu ch, dan die' cl1 .ne . Männer nahmen d.

Frankreich, gesprochen und geschrieben,' ! ?.!? Cy ! Ü?' 'nmoen zo wen zu als der kübne und geistvolle Mirabeau,' ! l?' fM befreien tonnte, und doä' sagte derselbe zu seinen; Dienet ! lc lurcl'toa" Ntrengung N'ars diö Antoini, der ibn einfach als lN3iour! ! .nerttanenn aus ank.nbett, ab s;MKM. ;ww. ' i yarrv lobnte 'eine ..ttuug von ctncm

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t iti t,, titi ttiWttKVtt, t ' r , . ' , ergangn, wie jenen Männern, von denen ! lorianna ol,am. gemacht, we - Höraz sagt : Indem sie das Meer kreu- ! f' " -7, "lmg von -chott-zen, ändern sie den Himnielsstrich, unter af -lrath.-te und durc ls Binder ce dem sie wobnen, aber nicht il'rc Natur' ''7 Wi?Irc, - ftUiirtärs TtfMi s . 1 trfit mtS lv. .achkvmmcnchait legte.

,?nednch August von Schleswig-Holstein? Sonderburg Augustenburg, des Äettersj des Prinzen Ehristian, eines Schwieger-,

Gouverneurs von Rew '.'lork, den franko-! even 'aaillcyc gerectztsertlgt. MYsischen Gesandten Baron de Gonet, Frl. j lm Erkannten die letzteren nicht, da Allen von Vbilaoelpbia den britischen'!?" iM em wesentlicher Bestandtheil Gesandten Sir George .ammond, und ! x leiblichen Toilette nicht ist, und Frl. Anna Binabam daielbü dn 9krd wahrjcheinllch auch niemals werden wird.

erwiderte : lieber Herr, sollten Sie m Folge Ihrer Erbansprüche jemals den Thron Frankreichs besteigen, .so würde meine Tochter Fbnen dabei binderlick

Richard Carton und 'Enkelinnen jenes Charles Carroll, welcher alle anderen Unterzeichner der Unabhängizkeitserklärung überlebt hat. Die älteste war mit den: reichen Kaufmann Robert Pattersmr vcrheirathct und machte während eines Reise in England die Vekanntfchaft des 2ir Arthur Wellesley, HerMdonWellinsltou. Das Verhältnis; beider gab zu einem Hauptscandale cranlassnnq, die Patters'n'ö lehrten nach Amerika zu rüä, hier starb aber der iH'anit kurz da', rauf und die 'Wittwe heirathete '.war nicht ihren englische?: Her;oz, der sich inzwischen schon anderweit beweibt batte, wc'hl aber einen älteren Vetter demselben, den MarguiS von Welleslen, Vieetönig von Irland. i zweite Schwester wurde Herzogin von Vceds und die dritte

aroncie !an.ord. vi z ungute a.'wef ' t ,i ' . , V glücklich geworden. nach Lissabon. Am Tage Allercheiligen, dem 1. Äc'ovember, war Agnes im Hotel geblieben, 3ir Harrv hatte die Kirche besucht, als das bekannte Erdbeden die Stadt zu zweiTritteln zerstörte und über .'0,uni ihre? Einwohner tödtete.' Agnes gelang eö, unbeschädigt aus dem Hotel zu kommen und übrTrünuncr nach der Kirche vorzudringen, in der sie Sir Harrv :vume. Sie fand denselben lebend, aber vcn einem Stück Mauer bedeckt, das ibn nicht verletz! !?atte, ibn jedoch wie mit eisernen klammern fest hielt. Fünf Männer trieb Agnes auf ,? . J.X-.. ' ' . YaL h T bc" azider zu bereun nd setzten dann xvx suchen rn n n"mnv "waiger öeu e cit. .'gte jkch Äflne ldb)t unter den Stein und ittmmte nch .gegen denselben, -L'-r' K ri "I i , ... v j. ' . :i . Ä,'.mg ,.mn ;,am'l hnratbttc. . a, rnrn ,, vnchm,e m StMnd. Der Zc'pfkricz. Die für die angehenden Damen besiebenden EollegienAcademicn und sonstigen t'öberen Lelnanstalten werden denen für die zulänstigen Herren der Schöpfung immer äbnlichcr. Latein und Griechisch wird aas beiden gelehrt, die Professoren werden auf beiden geärgert, der 3ycrt des Ru'uvr.s und Batlschla geno wird auf beide''! getrieben, getaucht wird ans beiden, doch mit dein Unterschiede, daß bei den Studenten die Cigarre, bei den Studentinnen die Cigarette vor-h.-rrscht. Auch die ebenso sinnigen als iv-n. itiMge Scherte, welche die alteren B.suchr einer Hochschule an den neueingetretenen Eoininilitonen üben, und die bekanntlich in Deutschland das Schinden oder Prellen der Füch'e", hier aber Haz:::g" genannt werden, Yadeu niä't iur ans unseren liuiiinlich-n, sondern auch aus unseren weiblichen Hochschulen Eingang gesunden, mir den' einzigen Untericiuede jedoch, daß man ihnen jede schwache Spur von Humor cder Witz, die denselben in Deutschland hier und da aus Versehen geblieben ist, auf's Gründlichste und Vollständigste algestreift hat. Auf den amerikanischen Universitäten inüssen sich die jüngsten Studenten, die Füchse.' das Recht, Spazierstöcke zu tragen, durch einen oft blutigen .Nanipf erringen. Kleider machen Leute uns Stöcke die Studeuten, ähnlich wie de? Spazicrstock frü he? in Deutschland anzeigte, daß sich aus der arve des Lehrlings der glänzende Schmetterling des Eommis entwickelt hatte. Dieser iampf um den Stock bürgerte sich auch auf den höheren Lehran stalten sür das schöne Geschlecht ein Unsere lieben Dämchen wußten aus der Geschichte, daß zur Zeit der frönunelnden Akaintenon und der Pompadour, als die HofbäUe mit Vorliebe auf Vulkanen abgehalten wurden, die Edelsrüulein cledes glänzendsten Hofes-in Europa Strande des Seebades Trouville am nie dan auch MiiWwi Men?cke,reckte besitzen, die viel unveräußerlicher sind, als das Recht, Stöcke xi tragen. rsu Stalace College in Obio baben f..: w c.-.-.i:j rr. l ' vci in lurjuiren rvsinung cescilipieiia jahres :IH junge Damen Aufnahnie gesunden. von denen keine Einzige hinter dem Ideale, das wir uns von einer Studentin ?u cntiverfen pflegen, auch nur einenVicrtelzoll zurückbleibt. Sie haben sammtlich das schönste natürliche Haar, tragen aber, da natürliches Haar nie etwas ganz Vollkommenes sein kann, natürlich auck' küustlicheZöpfe.TiesesRecht hatten bisher die älteren Studentinnen, die schon' zwei Semester hinter sich battcn, 'ausschließlich für sich inAnspnich genommen, ie besuchten ihre jüngeren Gefährtinnen auf deren Zimmern, zogen ihnen dicHaarnadeln aus dem Haare, 'rissen ibnen die zopse von den Kopsen, a anen ihnen w- ... IC . t t ' n-i ' ' .q . O ,.. ..n ' ... r n CompromiL, nach dem eme

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ganie loae lrugen ; ue yalten von lyren Frau Müttern gehört, daß die schöne Eilgenie, einst ebenfalls die Beherrscherin

ohne paueriwck erschien, und hierdurch war die Mode, Stöcke zu tragen, auch für

und

der Ihrigen im Besitze ihres 'künstlichen ZopfeS von ihren Gefährtinnen gegen die Angriffe der älteren Eommilitonen geschützt, und van der Entscheidung dieses Kampfes die Berechtigung der Frischlinge zum Tragen künstlicher Zöpfe abhängen sollte. Vorige Woche standen jich beide Parteien im großen Lehrsaale m Schlachtordnung gegenüber. Eine kleine zierliche Blondine trug einen riesigen Zopf, durch den sie sich von ihren Kundinnen unterschied, wie der König unter den Kegeln von den übrigen Aä)t oder 9!eun ; wie diese den König, urnga bcn die .7 Frischlinge die achtundzivanxigste mit dem Zopfe. Der weiblichen ötnschen lvaren nur 21, diese wogen zusammen ebensoviel, wie die W Frischlinge und die Streitkräste waren sonach gleich. Unentschieden wogte der Kampf, Haarnadeln, abgerissene Schürzen, Halskragen deckten die Walstatt, da machten die 24 einen Angriff in schiefer Schlachtordnung und letztere t führte sie ebenso um Siege,' wie dereinst' den Feldherrn Epaminöndas bei Leuktra zum entscheidenden Erfolge über die Spartaner. Der 'Zopf fiel, trotz aller Tapferkeit, mit der er vertheidigt wurde, gleichzeitig aber verbissen sich 5i Hände der Frischlinge in die Köpfe der 24 Sophomoren,beraubs ten diese ihrer künstlichen Zöpfe und flo.henmit solchen in ihre Klassenzimmer, letztere m aller Eile verbarricadirend. Zum Abendessen erschienen sämmtliche studirende' Damen ohne künstliche Zopfe. Der Herr Director glaubte schon, seine zahlreichen Reden gegen die häßliche Mode hätten dies zu Wege gebracht und machte die Herren Eöllegen schmunzelnd auf diesen Erfolg aufmerksam. Die männlichen Lehrer glaubten dem würdiaen Herrn, die weiblichen aber nicht. Lie Frage, ob die Frischlinge künstliche Zöpfe tragen dürfen, ist sonach noch nicht entschieden, ihre Gegnerinnen' wollen im Vertrauen auf ihre schiefe Schlachtorduung von Beilegung des Streites durch Schiedsgericht nichts wissen, und steht die Wiederholung der Feindseligkeiten unmittelbar bevor. Die Sophomorcn haben durch die jüngste Erfahrung gelernt und werden vor Beginn der nächsten Schlacht ihre künstlichen Zopfe ablegen.

Socialismus in Vnakand. Vor wenigen fahren noch hielt man das britische Königreich für gesichert ge gen alle Stürme der Volksleidenschaften, wie sie bald hier, bald da auf dem Eontinent sick' erheben, und die Bank von England galt als der unerschütterliche. Fels, der selbst einer modernen Götterdanunerung trotzen würde. Diese stolze Zuverficht, die den Briten so sehr vor anderen Menschenkindern auszeichnete, ist in letzter Zeit verschwunden. Wie auf dem Eontiiient, ist auch für England die sociale Frage die brennende Frage geworden, die Frage, mit der sich Alles beschäftigt, was überhaupt an den Geschicken des Landes Theil nimmt. In den Salons wie in den Werkstätten discutirt man den Socialismus ; Radikale, wie Herr Ehamberlain und Tones, wie Lord Salisburv, suchen sich seiner für ihre Partei;wccke u bemächtigen ; die Liberalen bekämpfen ihn, allgemein aber berrscht die Ueberzeugung, daß die sociale Frage auck' für England aufgeworfen sei, und daß, wie Lord Melbourne sich ausdrückte, etwas geschehen müsse". Als ttnlnd dieses Umschwunges fuhrt, ein londoner Eorrcspondcnt der Frank-' furtcr Zeitung" übereinstimmend mit vielen andern Beobachtern den warl'sen-' den Mitbewcrb des Auslandes an. Der. Weizen- u. Fleischimport namentlich aus Amerika, hat die britischeLandwirthschafti schwer geschädigt. Doch denkt man nicht an eine Abhilfe mittels hoher Zölle auf Getreide und Fleifch. Der Englän-' der hat zu viel nationalökonomischen Sinn, als dar, er nicht erkennen sollte, daß eine Vertheuerung der Lebensmittcl den Lebensnerv der Industrie und des Handels unterbindet. Im Landsst e m selbst suchen vielmehr immer weltere Kreise die Ursache der EonkurrenzUnfähigkeit der Landwirthschaft. Die liberalen und ein Theil der vürgerlich radikalen Elemente verlangen die Auf-' Hebung der Gebundenheit des Gnmdbcsitzes, die Schaffung bäuerlicher Verhältnisse nach französischem Muster, ein anderer Tbeil der bürgerlich radikalen und der socialistischen Elemente fordern hingegei.', namentlich unter dein Einflüsse der Lehre.i von I. St. Mill und H. George, die National isimng des Grund und Bodens. Weiterhin wird aber auch die englische Industrie durch auslandischen Mitbewerb bedrängt. Fn Europa machen Belgien und Deutschland den Absatzmarkt streitig, die Vcr. Staaten sind industriell beinahe unabhängig geworden, und selbst Asien befreit sich von der englischen Alleinberrschaft. Jil Indien erstarkt die Industrie zusehends und sindet crnen guten Markt namentlich in Australien; Japan beginnt, sich' wirthschaftlich unabhängig zu machen, der oftasiatische Handel ist zunr großen Theil in die Hände chinesischer Handelshäuser gelanat. Dazu kommt nock die massenhafte Auswanderung englifchen Kapitals. Englische Landlords und Pächter kaufen riesige Landstrccken in den Ver. Staaten und Canada und hclfen so, englische Landarbeiter außer Beschäftigung zu setzen ; englisches Kapital Wandert nach der Türkei, nach Ostindien,' und legt dort Fabriken an, ivo der englische Handelsmann sonst Waaren hin-' brachte. So kommt es, daß die englische Industrie gleich wie der englische Ackerbau sich einem erbitterten Wettbewerb ausgesetzt sehen, in dein letzterer in stetem Zurückweichen begriffen ist, erstere nur mühsam und nick't immer erfolgreich um die Behauptung ihrer Position kämpft. ; Dies wirkt auch auf den Arbeiter zurück. So lange die Alleinherrschaft der englischen Industrie auf dem Weltmarkte dauerte, war auch der englische Arbeiter gewissermaßen liors conconrs. Er war der Aristokrat unter den Jndustriearbeitern. Das hat sich jetzt geändert. Uin mit dem Eontinent tönkurriren 311 können, bedürfen wir contineutaler, deutscher, belgischer Löhne !" Das ist jetzt das Motto der Fabrikanten Englands. Lohnherabsctzungen, mitunter unvermeidlicher R'atur, Strikes, Arbeiterentlassungen sind auf der Tagesordnung, die Rei-

t)en der Arbeitslosen werden vermehrt durch die zahlreichen Landarbeiter, welche der Ruin der Landwirtschaft frei macht : das ist die Situation, in welcher der Socialismus in England auf die Bübne tritt. Zwei Männer sind es, die dem englischen Socialismus seine Ziele ioeisen, He n r y G e 0 r g e und K a r l M arx. H. George legt den Schnoerpitnkt auf die Wationalisinlng des Gnlnd und Bodens. AlZ Agitator für Irland betrat er englischen Boden, heute ist er in England populär. Sein '"I'rorvss nni Poverty" ist in unzähligen Eremplaren derbreitet und übt einen kaun: zu überschätzenden Einfluß auf die Richtung der Massen, soweit dieselben denken und sich am politischen Leben bethätige. Seine begeistertsten und bekanntesten Schüler sind Michael Davitt und Helene Tavlor, die Stieftochter I. St. Mill's. seine Anbänger sind organisirt in der tfand Reform Union". Richt so intensiv, wie der Einfluß Henrv George's, ist der von Karl Marr. Marr lebte in England nicht als Agitator, i'ondern als Gelehrter, das Feld seiner Thätigkeit war die Zkudirstube, nicht die Bolksvesammlur-.g. Seine Hauptwerke sind noch nicht in s Englische übersetzt worden seine liebersetzung des Kapital" ist in Vorbereitung und schreitet rasch vorwärts), er konnte also auf die Massen nur durch Mittelsmänner wirken. Ein solcher ist aufgetreten in dem Advokaten H. M. Hvndman, den inan wohl in gewissem Siruu den englischen LassaÜe nennen kann, mit dem Herr Hvndman in mehr als einem Punkte Achnlichkeit besitzt. Hvndman hat es verstanden, die ,.Dcmocratic Föderation" nicht nur mit Marr'schen Ideen zu erfüllen, sondern su auch zu einer geachteten und gefürchteten Organisation zu gestalten. Als Mitar beiter stebcn ilnn der Dichter Morris und

der Naturforscher Aveling ur Seite. Die Monatsschriften Progreß" und To schen d'barakler. denn die ausländischen Socialisten, die nch in London aufbalten. üben auf dieselbe gar keinen Einfluß aus.

Dav". lowio die Wochc!:'ieltung,,uttlce sind die Organe der Socialisten. Ucbri- ! gen bat die Bewegung einen rein engli

Bom Ittlande. F ü n f Meilen v 0 n H a m i I l'.'n. Out., ist natürliches Gas entdeckt worden und eine Actiengcsellschaft hat sich gebildet, dasselbe in Röhren nach der genannten Stadt i leiten und als Be-leuchtungs-und Heizmaterial u verwenden. D i e Löhne der in d e n S ch u hfabriken in Montreal beschäftigten Arbeiter sind um Proeent herabgesetzt worden ; die Arbeiter haben beschlossen, trotzdem an der Arbeit zu bleiben. Ein Frieden s r i ck' t c r i n Pennsvlvanien hat inl Laufe seiner Amtszeit nicht weniger als Paare ehelich verbunden. Er sieht übrigens jetzt ein, das; er des Guten zu viel gethan hat und lehnt es, von Gewissensbissen gequält, entschieden ab, sich wieder wählen zu lassen. B ei d c n V 0 t a l w a l Ich i n Vattejo, t'cvado, stehen sich zwei Parteien. aber nicht die :'!epublikaner und De-i-lokraien, sondern die pium- und Anti'piunlpartei gegenüber. Erstere behauptet, die Bundesverfassung garantire Fede:n das Recht, zn rächen oder nicht zu rauchen, tvas er wolle, wahrend Letztere dem piumrauchen ein Ende zu machen entschlossen ist. V 0 11 den in d e m V e r g w e r t e bei onchdurg, Va., diirch schlagende Wetter uingekommenenArbeitern war kein einziger ein gelernter Bergmann. Die Leiter amcti!a:.ijcher Vergrauten haben eine doppelt große Verant';.'ortunz, tveil sie nicht, tvie in anderen Ländern, ersahrene, zünftige Bergleute, welche mit den Gefahren ihres Berufs vertraut sind, beschäsligen, sondern zum großen Theile Tagelöhner, welche nur der Zufall zu Bergleuten gemacht hat. Sorgfällige Untersuchung der Stollen vor Beginn der Arbeit und Anwendung von Sicherheitlampen würde dieGefahr fchlagenderWetter auf ein Minimuiii beschränken, aber an die strenge Durchführung solcher Vorsichtömaßrcgeln denke,! unsere Miuenbesitzer nicht, solange Menschenleben in den Ver. Staaten noch so billig sind, wie augenblicklich. Die als a u ß e r 0 r d e n t l i ch fromnl" bekannte Krau Blinzlev in jailkton, Dak,, nahm sick' einer Waise, der achtjährigen Maggie Montgomerh, aus Mitleid an und bethätigte letzteres so glänzend, daß sie die arme Kleine auf das schauerlichste mißhandelte. Mit einer glühendrothen Feuerzange Hing die fromme Frau auf das Kind los und zwickte ihm das Fleifch vom Leibe. Maggie's ganzer Körper sah zum Erbat men aus, als das unglückliche Cvfer endlich aas den Händen des Scheusals erlöst wurde. Die Nachbaren drohen, die Megäre zu lvnchen. Die l : j ä h r i g e :'l n n i e H e a l v stand Ende voriger Woche in einer Materialwaareilbandlung an der lii.'.traste in R'ew $hxl und machte verschiedene Einkäufe, als ein Felsstück durch das Fenster sauste, und sie an den Kopf traf. dast sie sofort todt zu Buden stürzte. Der Stein wog drei Pfund und rührte von einer in der Rahe vorgenommene Felsen-Sprengung her. Man hatte im La den keine Atmung davon, daß in der Näh Sprengungen vorgenommen würden, und das FelSstück war so weit geflogen, daß man anch von der mit der Sprengung verbundenen Detonation nicht dasGeringsie gehört hatte. Der Unternehmer der Sprengungs-Arbeiten wurde verhaftet. E i n in d e il t s ch e n K ü n st l e rund Theatcrkrcisen wohlbekannter Mann, der Sänger Wilhelm Formes, ist vorige Woche in New ' ?1ork an ' der Kehlkopfschwlndsncht gestorben. Derselbe N'urde zu Müblhausen a. 3k. am :;l. Januar geboren und erlernte das Fleischergesck'äft. Wie alle Mitglieder der fot milie Formcs begabt mit großen Stimmniitteln, wurde er durch die Unterstützung seines berühmten Bruders Narl zuni Sänger aiisgebildct und machte von Mitte der .0e? bis Ende der 60er Jahre als Bariton in Europa Furore. Seine vorzüglichsten Partien waren Don Juan", Pizarro" ,.Fidelio"),Jäger" (v!achtlager"), char" wtfttaAUA . , -x -i 1, f j. -

E;ar und ,unma'muuu wmiim Tell", haus Heiling", ,.Temp!c !

..TemplerundJudln"), Grat" (.Wildschütz"), Graf" (Figaro's Hochzeit"). ')t'evers" (Hugenotten"), die er wäb-

rend seiner Engagemetits in Köln, Danzig, Königsberg, Berlin und zuletzt am Stadttheater in Hamburg sang. Ende der 60er Jahre kam er zusammen mit sei' nen Brüdern Karl iind Tbeodor (Tenor) nach Amerika, deöütirte mit vielem Beifall in der R. ?). Musik-Akademie" als üssk,,, 'rYi?it4' ffif fii4 K.itn v Ifcfc'Vtt V f I V. f j V VlWWt V 4 VL'.I j Anschütz zusammengestellten CpenigrieiJ i Ichast an und grultdete spater mit Reuendorsf das Germania-Theater". Der Secretär der Handelslammer St. Paul's veröffentlicht einen Bericht über die Fabrik- und Handelsthätigkeit der genannte Stadt im Jahre 188:. Das Resultat erdbetresfendett Erforschungen war, das; St. Paul 7ii' Etablissements hat, in welchen Robmaterialien in Lurus- und Gebrauchs-Arti-kel verwandelt iverden. Das in diesen Fabriken beschäftigte Arbeitöpersonal beläuft sich aus 11,973 Personen, und der Gcsammtwertb derFabrikate betrug 1880 $2rS8-l,471 oder.:,811,18 mehr als in 1882. In die Gesammtsumme sind -1,047,000 für Neubauten eingeschlossen, 1882 gegenüber einen Mehrbetrag von 8787,140 aufweisend. Nachstehend die bedeutendsten Posten: Ackerbaü-Äaschinen und Geräthe, 8800,000 ; Stiesel ' und Srtu&e,$l,0?35,000; Bier und Malz, S5914,02o (106,807 mehr als I 32 ; Cigarren, 800,000; Kleidungsstücke, 83,600,000; (518,834 mebr als im Vorjahre) ; Mehl ßl,5.00,000 '; MaschiuenRbriken, Gießereien und Kesselwerk, 8745,000 ; Zeitungen und andere Druckereien, 81,;98,000 ('r2S:,:ttOmefa als in 1882) ; Schlächterei, 1,75,000. Am 11. dss. Mts. fand die 300. Trauung im Eastle Gardell statt. Frl. Lina Tiger hatte sick' schon in Deutschland mit Herrn Earl Wicbe verlobt, dieser war in die neue Welt vorausgereist, um sich hier ein Heim zu gründen, und batte. nachdem ihn! dies gelungen. die Braut nachkommen lassen. Dieselbe schien ihin bei dem Wiedersehen in Eastle Garden nicht mehr so zu gefallen, wie früher, Lina merkte dies kaut ibrer weiblichen Feinfühligkeit und sprach gegen einen der Eink'anderungscotnutiffärc die Befürchtung aus, ihr Karl werde sie am Ende sitzen lassen. Der Eommissär liest den Missionär des Eastle Garden rufen und dieser traute das junge Paar. K ü r z l i ch f a n d i n E h i ck e ring Hall in )kew floxt ein Eoncert statt, in dem der Pianist I. N. Pattison mitwirken sollte. Auf den Programmen war zu lesen: J. N. Pattison, lnilfcmai), piani?t, erstes Auftreten in dieser Saison. Das Publicurn lachte, der Virtuos war Wüthelid und weigerte sich, zu spielen. Er glaubt, die Finna Ehickering k Sons habe ihn absichtlich lächerlich machen wollen, weil er die Instruntente derselben wiederholt als weniger empfehlenswert!) bezeichnet habe, als die SteinwaY'schen Flügel und wird dieselbe auf Schadenersatz verklagen. Die Fimla versichert, es liege mir ein Druckfehler vor, an dem sie unschuldig sei, es habe heißen sollen: ,We!l known" pianisi. Herr Pattison macht sehr gründlich die Erfahrung, daß. wer den Schaden hat, für Spolt nicht zil sorgen brailcht ; Vom Auslande. Aus Bannes in der Bretagne lvird geschrieben, daß zivischeii dett äcwobnern dieses Orlcs und denen von Stival eine interessante Parthie ..Soule". stattgefunden hat. Der Sieg ist den Bannesen verblieben. Unter Soule" versteht inan einen enormen, mit Kleie gefüllten ederball, der in die Luft geworfelt würd, und den sich die in zwei Lager getheilten Mitspieler streitig rnachen. Der Sieg verbleibt derjenigen Partei, der es gelingt, sich der Soule" zu bemächtigen und sie in die dem Orte benachbarte Gemeinde zu tragen, wo das Spiel begonnen bat, bei dem immer eimge'ähne und Nasenbeine eingeschlagen werden. Diese echt bretonische Volksbelustigung übte aus Jung und Alt eine solche Anziehungskraft aus, daß dem interessanten Tournier in Bannes über 10,001 Personen beiwohnten. M ittela lterl ich es aus der Gegenwart. Ein Seeonde - Lieutenant des inMannheim garnisonirendenTrago-uer-Regiments. welcher sich mit einer getauften Füdin verlobt hatte, wurde infolge dessen dtirch Vorbaltungen des Regiments Eoinmandeurs und das Benehmen der übrigen Offiziere, gezwungen, üiismscheiden'' und ;u den Neserve-Of-sieieren des Reczilnentö über,igehen. Alle Schritte zum Eintritt i,i ein anderes Regiment toaren erfolglos, selbst ein Gnadengesuch bei dem obersten KriegsHerrn würde kurzer Hand zurückgewiesen. So berichtet die JNeue Bad. Landeszcitung." D e r S e n a t der U n i v e rsität von Orford hat einen Vorschlag, Frauen unter gewissen Beschränkunzen zur Betheiligung an gewiffen Uliiversi-täts-Eräniina zuzulaffen,tiach langer und lebhafter Debatte mit 100 gegen 4 Stintmcn genehmigt. Sechs in Freiheit d r c ssirte sibirische Wölfe sind die neueste Acquisition des Theaters der Berliner Reichshallen. Ihr Dresseur ist ein Spanier, der sich bisher :nit der Dressur von Thieren nur aus Liebhaberei beschäftigt hat und jetzt auf Zureden seiner Freunde Kim ersten Male die Bühne betritt. Seine Wolfe, große, prächtige Thiere, pariren auf's Wort und leisten Erstaunliches. Auf Eommando erscheinen sie einzeln aus ihren auf der Bühne placirten Käfigen und kehren in dieselben zurück. Sie marschiren in Eolonnen auf, avanciren im Trabe, sitzen in Front auf den Hinterbeincn, springen ihrem Dresseur auf die Schulter u. s. w., und der Hauptkünstler unter ihnen springt über eine Reihe von sieben Stühlen, vter Stühle über einander, mit Elan hinweg. Wenn man die unruhige Natur des Wolfes erwägt, jo muß man dieses Dressur-Nesultat als ern Erstaunliches bezeichnen. Auch hier bat Güte und Geduld Alles erreicht. Als Thiere jung waren, schliefen sie z. B. wie Hündchen im Bette ihres Herrn.. Und wie ounde folgen sie ihm noch beute.

on Stettin st a r b am- 18. Februar bochbeiaat der am 3. Mai 1797

zu Eleve geborene Schriftsteller Heinrich j Berghaus, der sich besonders als Karlograph und tbätigster Förderer der geo graphischen Wissenschaften bervorgetban hat. ' Von 1824 bis 1855 war er Professor der angewandten Matbeinatik an der Bau -Akademie in Berlin. Vabnbrechend war der in dieser Zeit von ihm herausaegebcne Physikalische Atlaö". Mit Alerander v. Humboldt stand er in regem Briefwechsel, den er 1 863 in drei Bänden veröffentlichte. Er schrieb auch eine' Allgemeine Lander- und Volkerkünde" (fünf Bände), ein Landbuch von Pommern" und ein Landbuch von Brandenburg". In den letzten Fahren beschäftigte er sich mit einem plattdeutschen Wörterbuch Sprachschatz der Sassen." Ueber einen D 0 m e st i t e nball wird aus Paris geschrieben : Wenn die Katze nicht 511 Hause ist, pflegen, nach einem guten deutschen Sprichwort, die Mäuse auf Tisch und Stühlen zu tanzen. Die Pariser Domestiken aber begnügen sich nicht mit einem solchen kleinen Gele genheits-Divertissement in Abwesenheit er Herrschaften, sondern sie veranstalten alle Jahre in der Earnevalszeit ihren eigenen Ball, den sogenannten "bal des gens de rnaison", eine zarte Umschreibung für Gesindeball. Da wimmelt es natürlich von tleinen Kammerkätzchen, die in einem Schkevpkleid von ibre? Gnädi gen einherraüschen und von'Köchinncn, die sich mit Hilfe de Kleiderschranks ihrer koureoko" equipirt und bsllfähig gemacht baben. Die Kammerdiener und valetsde pied aber sind mit ihren tadellosen Fracks, den ioeißen Cravatten und Jabots ihrer Herren und den sorg' fältig rasirten Gesichtern so steif und ceremoniell, daß man sie ruhig in einen Salon des Faubourg St. Genuain ver grandioses Souper, bei welchem cm Pi aueur einen liebenswürdigen Toast auf die Grazien der Küche und Kamnter" lies Stubenmädchen und Köchinnen ausbrachte, beendete das sehr lustige Fest. Uebrigcns gab es einen kleinen vikanten Awischenfall. Man entdeckte einen Paviser Journalisten unter den Geladenen, welcher sich als KamiNerdicner eingcschmuggelt hatte. Der betreffende Mann der Presse wurde von den Festordnern mit den Worten an die Lust befördert : Wir geben nicht Jedennann hier Zutritt, unser Ball ist erelusive, mein Herr!" E i 11 e M u st e r l e i st u n g von Speichelleckerei um seinen unparlameniarischen Ausdruck zu aebratlchen leistete die Wiener Freie Presse" in cittcm Bericht über dett von Wiener Jour nalisten arrangirtell Eoneordia"-Ball. Akall höre : Die Wiener Journalisten und Schriftsteller tragen heute das Haupt gar hoch: etwas vorn l'inralis niajc siaticus, vom selbstbewußten Wir" liegt in ihren Mienen, deim dieGeschichte ihres Balles hat ein Ereignis; ersten NangeS zu verzeichnen : lronvrinz Nudolf ist zum erstenmale als G.rst des Eoreordia"-Ba!les erschienen. Indem der Thronerbe des Reiches diesem Feste durch seine Gegenwart erhöbten Glanz verlieh, gab er zugleich seiner Sympathie für geistiges Schaffen und sür die Mis sion der Presse den ehrendsten Ausdruck." Ist es nicht wirklich ekelerregend?! Eine ganze Anzahl von hochintelllgenten Me? Yjs. m ! . .. -T. It . Y m w r UM roelsi ia; vor ,,ioiz nrn;r zu tal.en, weil ein Prinz auf ihrem Feste er'cheint. An allen Ecken und Enden die seltsamsten )t'aturerscheinungen ! Die neueste Erscheinung ist das Verschwinden eines Berges in den Ardennen im Lurernburgischen. Nicht weit von deut Städtchen Durbuv lag ein kegelförmiger Hügel, welcher ?;ur 'Zeit der spanischen Herrschaft'als Richtstätte diente. Seit dein letzten Sonnabend ist der Berg ver' schwunden. ein steiniges Feld mit einigen Ueinen lruben ist an seine Stelle getreten. . Gegen sechs Uhr Abends bemerkte v.,y. in der Gegend eine leichte Erderschüttcrung ; kern anderes Zeichen hat stunde von dem Moment gegeben, in Welchem die Erde deit Berg verschluckt hat. So zahlreiche Umgestaltungen dee Erdoberfläche, wie sie in dem letzten Iahr? sich vollzogen haben, sind n-it Jahrhunderten nicht vorgekommen. Eine der augenfälligsten großen Veränderungen der letzten Jcchrhnnderte, das plötzliche Erscheinendes Monte Nmvo mitten in der Ebene am Golfe von Bazada t trt doch schon um dreihundert Fahre zurück. Bon Brcmcn nach Nclv Jork odrr Baltimore. 2Q.M). Bon Brcmcn nach Jndianapolis. via New Jorl $32.30 via Baltimore $30.50. Gebrüder Frenzel, S. W. Eckk Washington u. Miridianstr. G.NncLelshans' tt0Vkr. 14 Psuud Zwetschgen für tzl.VS. 14 Pfand L. L Zucker silt $1.00. 1 Buchse Erbsen für 8 Cents. 1 Büchse beste Tomat-e für 10 Cents. 1 Büchse Zncker-Korn sür 10 Crnlk. 1 Psnnd Thee sür 25 Centö. C. Ruckolsliaus, V. 277 Yord TJtMt Straßk. NZI2 PslFSilSi'pÜS Newspaper Adrertlslns Bareaa 10 Sprnc 8tret),wbeea4ver. rM"Tml IfnnfT HPO W9 r '"i . ObUUViJ

setzen könnte. Nepräsentiren sie doch auch auf diesen Bällen die Gesinde-Arisiokra' tie, die Creme der Lakaien-Welt ! Ein

llMg ! KMisttomer caFiflimr' ' vr r .; ,:','' v:v( '"i;r " : : - -rfWn i, 1 vwi5 gegen alle Bllltkrankheitell? (Zezen Leberleide., Gegen Magenleideil. Ti prasse amdurgkr Tropfen tentt es Gw:i. cder fünf Flächen k?.b0; 2n Lp)e?n ?u Ybtt ' cUt werden bci Ses:?ll.nztn r?n kosiki dtrsandi txrch ' TK ChtktlvH .4. Vogcler Co., (Ü?aSs??gkk voa ?. Lsze! Co.) ). Baltimore, ' alle Krankheiten tzftz--kr WRMXL, - I'.Z'.d itv Ir. ugust ikoulg's 5'cmburarr VrkilZkr t?!7d nur in Oriöinal-'i'acketen, uii Gcr.t, oder fünf Packtte il.M, ttiicuü; in uüest Äpottekcn zu l?abkn. oder wird nai) ürnffsn. in Betts Ziik ft,. 1 m aütn Teilen d?r tKir.ii.-n Sartr ttr. Intt. SXtin abveifirr : r, The Cliarl A. Vogcler o., r" tNach'olzkr von St. Vszklr So.) ' , Baltimore, Md. I)r.H.8.Lii!ttlin!ttNtt (ES wird Teutsch Lksprvchni.) Ssfitt und ) fön OC 1 ; Wohnung : ) Öö-l f Süd Meridian Straße. I. Office .Stunden : k S UZr Msra., i: ZXZtt. ' 70 Uhr bendS. ' Telephouire nach George tz. Borft' Lpothekc. BilligeHeimstättctl rkan8a uä Vvxas.-. Die Et.' Louis, ?roa Mouvtain und 2L- -thern Eisenbahn entlang, sowie die Teras un Pacific.Eisenbahn und die International un Great Northern Eisenbahn sind Tausende toi Ackern des gewähltesten Farm, und Weidelandc? n der Welt, im Preise von $2, $3 und $4 Acker, in gesunder Gegend und einem unüctv trefflichen Klima, für Gesundheit und Leb?nZ. genuß. Man schreibe an den llnterzeichnrtrk um eine statistischen Crntcbericht von Lrkav " sa und Teras für 1832 und man entschlieff sich gehen und sich selbst zu überzeugen, das die Ernte von 1885 um S0 P r o z e n t jin. ßer w ar als 1882. Deoienigeo, welche Land von diesen Gesellschaften kauskn, und ein Viertel, die Hälfte ode: AllcS baar bezahlen, wird ein verbaltnißNäsiizei. Nachlaß an Fahrpreis odcr Frack't iil?r diesEisenbahnlinien erlaubt. H. C Towusand, . .' Sen'l.Paff..Vge'.lt. St.LoriZ, Mo Z?'. A 37aliuor, - Disiritt - Land . Pass. . Agent, So. 40 . Washington Etraße, Indianapolis. ß - Henry Spiclhoff ' Iimmermann und Baumeister Alle Auftrüge werden proulpt und zusricdcn? stellend anszesührt. I o b - A r l e i t e n ei'" . . Spezialität. W e r k st a t t c u u d Wohnung: No. 191 Coburn Strafe.-' Dr. Hugo O.Pantzer Ar;l, Wundarzt u. ebttrt bclfer, Ossice: V . Iolnvur Ht.x Srchstud: 1011 TU)t Vorm; Z 4 lijran. 1 Wobnung : Mailion"T0M r. iSaj Schttler's fiuUrt LU'ui. v,,chud vdr or.: 1 Z Udr:,4m: 7 ukr C3 !tte:dzn.irdizksns.z

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