Indiana Tribüne, Volume 7, Number 179, Indianapolis, Marion County, 18 March 1884 — Page 2

Zndiana Tribüne. Er sch ei nt Täglich, Wöchentlich n. Sonntags.

Office: 120O.Marhlandftr. (TSU täglich Zri&anC koket durch Ven Tx&ztx 12 V Cent xer Koche, di ounttgl nttolnf Ccntl per sch. Bid juftwntn 15 Sentl. P, P,i1 ,ugschickt in rrau5StaHung er Iah?. Indianapolis, Ind.. 18. März 1834. Unsere Vatettt-VeseHqcbuttg. In dcn Ver. Staaten wurde bekannt lieft der Schutz des Ersmders schon in: Jabre 1776 als eines der vom Congresse beschlossenen Menschenrechte proklamirt. cn VfKffcsnrrh wurden bis ur l?rrick' j - (.--- tun des Patentamtes in Berlin Ersin - . . r: jc - ciri.: dunasvatente als landesherrliche Privi legien gewäbrt. In den Ver. Staaten werden bei Weitem die meisten Patente alljährlich erweilt. Eine möglichst ge rechte BeurMlung der nngenein zahlreichen Gesuche wird dadurch gewährleistet daß dav Patentamt über 1(X) Eraminat:ren und 400 Gehilfen besoldet und neben einer höchst umfassenden Bibliothek die größte Modellsammlung der Welt verfügt. Tie sehr bedeutenderevegung, wel! sich wcher gegen jn Patentschutz in verichiedenen Ländern geltend machte und behauptete, die Grsrn--dungspatente gewährten ein gememschad ttches Ätsnepol und beeinträchtigten die Gewerbesreibeit, ohne in den meisten Jällen den Inhabern einen entsprechenden Nuven zu gewähren, ist überall in den Hintergnmd getreten und hat derAnschauung Plad gemacht, daß wir des Patentschutzes gar nicht entbehrennen, daß derselbe den Erfindern nur die ausschließliche Nutzung an ErsindunAen einräumt, die ohne dieselben gar mcht eristiren wurde, und daß die Patente den Antrieb zum Erfinden sehr wesentlich verstärken. Sehr vorsichtig muß dagegen bei Abfassung der Patentbriefe verfahren werden, weil durch die zuwenig limititte Verleihung eines Patents allerd ingsÄ!o-. nopole geschaffen werden können, die unberechtigt und geradezu unerträglich sind. Das Bell'sche Telepbon-Patent, durch welches ein ganzes Princip, statt der speciellen Verwendungsmelhode desselben, geschützt wird, ist ein sprechendes und warnendes Beispiel in dieser Beziehung. Im Allgemeinen ist es nicht anders möglich, als daß auf einem so wichtigen und schwierigen Gebiete Mängel der einschlagenden Gesetzgebung sich herausstel!en, interessant ist es aber, wie weit in dieser Beziehung die Anträge auf Ver befferung auseinander gehen.' Dem Eongresse liegen über 20 Bills vor, welche diese Angelegenheit betreffen. Ein Gesetzvorschiag will die Zeit, für welche Patente gewährt werden, von 17 Jahren auf 5 beschränken und jede Verlängerr'mg bei Ablauf dieser Frist verbieten, ein anderer will den Berkaufsprcis aller durck Patent geschützten Fabrikate oder Methoden Juries von Sachverständigen übertragen, ohne daß dem durch Patent geschützten Erfinder einNccurs gegen eine nach seiner Ueberzeugung zu niedrige Abschatzung zusteht. Andere Anträge beab sichtigm, denjenigen, der im guten Glauben einen durch Patent geschützten und hinter dem 3!ücken des Patentinhabers hergestellten und verkauften Gegenstand erwirbt und benutzt, gegen alle Schadenersatz - Anspriiche des Patent - Inhabers sicher zu stellen.' Ein Antrag von geringerer Tragweite verlangt, daß PatentInhaber, welche Processe wegen irgend welcher Eingriffe in ihre Rechte anhängig machen, bei Einreichüng der ftlage Caution dafür zu leisten haben, daß sie im Verlustfalle nicht nur alle Gerichtskosten, sondern auch die durch dieVertretung des Beklagten in dem Processe erwachsenden Gebühren bezahlen, sowie ferner, daß der Patent-Jnhaber alle kosten in solchen Fällen zu tragen bat, in denen die ihm zuerkannte Entschädigung weniger beträgt, als der Gesamtbetrag der Kosten. Es geht aus diesen Anträgen henor, daß durch die scharfe Verfolgung ihrer Rechte seitens mancher Patent -Inhaber gar mamhen Versonen ohne deren directe Verschuldung Unrecht geschehen und Schaden zugefügt worden sein mag, doch stehen derartige 'Juichthdle unserer Patentgeseygebung in gar keinem Verhältnisse zu den großartigen Vottheilen, welche dieselbe dein Lande bringt. Wenn es zewissermaßen bereck'tigt ist, das Ersindungspatent ein 'onopol zu nennen, so rouji man sich aus der anderen Seite erinnern, daß der einem Erfinder gewährte Schuy denselben gleichzeitig gegen das scheußlichste Monopol, dasjenige des dcpita!isi:m5 schützt. Der beqrabettr Todtenqräber. Im März früb gegen Sounett aufgang wollte ein in der Nachbarschaft von AUeghanv Eito, Pa.. wohnender wohlhabender Farmer ein paar ausgeschlachtete Scbweine nad. der Stadt auf sen Markt bringen. Die Straße führte ihn vor einem alten Holzkirchlein und dem Friedhofe vorbei, der dasselbe umgab. Der letztere war durch eine BretteNvand von der Straße getrennt. Als der Farmer diese entlang fuhr, hörte er auf dem Friedhose ein Geräusch, wie wenn Jemand eine bölzerne Kiste mit einer Ä.rt zerschlägt. Er hielt an, kletterte über die Bretterwand und näherte sich vorsichtig den Gräbern, aus denen daö Geräusch zu kommen schien. Letzteres verstummte und dafür sah' der Farmer, wie aus einem der Gräber ein Mann stieg uild an einem Stricke eine in Weiße Gewänder gehüllte Leiche emporzog. Der Farmer erkannte die Leiche, es war die einer hochgeachteten jungen Frau aus der Stadt, d,e erst am Tage zuvor beerdigt worden war, und er selbst batte dem Begräbnisse beigewobnt. Wuth und Zorn über das frevelhafte Beginnen des Leichenräubers erfaßte den Farmer, er ergriff cm in der Nähe liegendes Grabfckeit und schlug mit solchem den Auferstebungsmann von hinten über den Kopf. Dieser stürzte zusammen mit der Leicbe in das Grab. Entsetzt lauschte der Farmer, ob er nicht einen Schrei öder nur einen Laut

orn dem Leichenräuber vaiul)iue, aber alles blieb still ; cr ließ sich nunmehr in das (rab hinab, erkannte hier in ern Man::e. den cr geschlagen hatte, den bis cvi'uji gut beleumundeten Todtengraber und cnideäte gleichzeitig, daß derselbe mausctodt war. Der Faruier hielt c3 für das Gerachcnstc, das Grab, das nunnie i) - ,;wei Reichen enthielt, so schnell als mdglick zuulschaufeln. mit der Erde, die .:i.i't Mnciii ging, eine Art Grabhügel zu ;ii.M.:n. reinigte sich sodann von der riini'cn EvK und brachte seine Schweine ;;: Markte. Während sein Geschirr aus .v Strafe vor de:n Fricdhofe stand, war inerkivürdi.er Weise kein Mensch in die Sv vnd gkommen. rCro Verschwinden des Todtcngräbcrs cn :.c un:i:tn'tirc Aufsehen; die Familie r: selbe ! u:iD die Behörden ließen nichts unversucht, bd wenigstens -eine- Spur -:;:! ilr.x r1 die Gewißheit seines Todes ;:t s:la;:gM, toi blieb alles erfolglos. a Farmer wurde es, obaleicb iema,)iUlch nur entfernt eine. Ahnung h.'.:: , d.iß cr mit dem Verschwinden des Toleiigräber in Verbindung sMen k".,.ke. in der Nachbarschaft jenes Medhofe unheimlich, er verkaufte sein Änki!M un ließ sich mit Frau und Kind im Staate Ohiv nieder, wo er dieser Tge in gl luzenden Verhältnissen gestorben ist. Cr hatte sein G.heimniß einem Freunde anvertraut, der dasselbe bis zu seinem Tode ltnerschütterlich bewahrt hat. - Gegenioartig hat derselbe sowohl die Wittwe und die Binder seines Freundes, als die Binder des verschwundenen Todtengrä--der) davon in Kennwiß gesetzt, was au-' dem !er,tren vor -U Jbren geworden ch(sin anderer Vkarne. -mtl.)

Als die im vorigen Jahre von Herm J Billard aus der nördlichen PaajKbahn veranstaltete Etcuqion mir ihren zahlreichen und hervorragenden jheilnehmern aus der alten und neuen Welt im September daö neue Tenitorium Dakota erreichtc, wurde in Folge ihrer Anwesenheit daselbst dekarmtlich die Leguna des' GrrindsteineS für das Capitel des Terri toriums in besonders feierlicher Weise? l.W ä't W M . vegangen. vlejerv)etegenyett jpieite sich eine Scene und ein Schauspiel von hoher und seltener Bedeutung und höchst charakteristischer Eigenart ab. Der für, da Staatshaus ausersehene Platz befindet sich auf der obersten Terrasse einer Aodenerhohung. die bis zu ISO ußttber reit Missouri ansteigt, und von dr wel lensdrmigen, baumlosen unermeßlich scheinenden Prairie umzel'en wjrd, die sich rings bis zum Horizont ausdehnt.' Auf diesem Platze fand däc Grundsteinlegung im Beisein einer Versammlung von ungefähr 1,500 Personen statt, wie sie bunter und origineller nicht gedacht tver. den kam:. Da standen Sittmg Bull und Gen. Grant, dort wandelten gravitätisH stolze Ztcthhavte im kriegerischen Schmucke' derselben Farben und Federn, die sie? während des Euster-Äiasiacres getragen hatten : mit ihnen verkehrten die fficiere und Soldaten unserer Armev; ne.ugierig schauten die größten Jledner und Staatsmänner unserer Zeit in schwarzen Huten und Fracks auf das Gewühl: wet-; terge -.'raunte Viehzüchter und Viehhirten mit den mächtigen Sombrero's schienen den Uebergang zwischen der Angstrohre der Heroen des Geistes und dem Kopfschmucke der Indianer zu bilden ; Mitglicd'r des Eongresses, des deutschen :'!eich-:ages, des englischen Parlaments, D:p:o.naten und die Würde,lträger der. Ätrche, hoch elegant gekleidete Damen, und mdianizck'e Squaws mit ihren Pap pooses und die scharf beobachtenden Älkünner der Pren' bildeten cn buntes, bock" interessant. .. BiL ca z.a.'lreiche Phowgrapsen festzuhalte.: suchten. Zu Fuß und zu Pferde, in ichsenkarren, Buggies, Equipagen uiy) Karossen toaren dte Theilnehmcr an der Festlichkeit hcrbeigeeilt und die jmuze Stadt, die sich ungefähr eine halbe Meile von dem Hügel erhebt, war seit den ersten Tagen . ihrer Gründung nicht so still und menschenleer gewesen, als während des Festes der Grundsteinlegung, das die meisten Bewohner auf den Hügel gelockt hatte. Die Stadt besteht aus zwei Hauptstraßen, die von kleinen, freundlichen, meist steinernen Häusern eingesaßt sind, besitzt aber auch großartige Geschäftshäuser und. Hotels, sowie eiue geräumige Markthalle.'. n der Nähe jener Stadt sah man die besten zu schiffbar, von der stählernen Brücke der nördlichen Pacisicbahu einem Wunder der Baukunst, nberspannt wird. Großartig, Überwältigend waren die Scenerie uno die Gruppen so verschiedenartiger Menschen innerbalb derselben; die Amerikaner sagtet sich und die Ausländer ahnten, daß sich ein echt ,md snecisisch amerikanisches Bild von Fortschritt und Eivilisation vor ihnen abspielte, ine Fortschrittes, der unter dem schir, inenden Banner der Republik in kurzer Frist ein unaehelires Terrain in einen blübendelt Staat verwandeln wird, das. noch vor wenigen fahren, ganz und aus schließlich unter der Botmäßigkeit der Wilden stand. Warum, so dachten damals schon; die Amerikaner, tragt die Stadt, kvelche. die Hauptstadt des Territoriunls mit dem! wohlklingenden indianischen Namen Takota, welche der Älittelpunkt einer so durch und durch amerikanischen Entwickelung ist, den ö!amen eines Älannes, der, mag er noch so grsß in mancherlei Hin-' ficht sein und noch so mächtig, und noch, so treu seinem Hm und Kaiser und Kö-! nige dienen, doch seinem ganze, Wesen nach dem besten Streben des freien amerikanischen Volkes verständnißlos oder fast feindselig . gegenüber steht und der. aus diesen Gefühlen wiederholt gar lein Geheimniß geinacht hat 'i Hat doch er, der Feind wirklich freisinniger Jnjtitu-' tionen, der eingefleischte Verfechter des crassesten Militarismus selbst damals, als jene Stadt seinen Namen erhielt, kaum einen Schein von Freude über die Ehre geheuchelt, die ihm die Bewohner ?ines freien Landes anthaten. Warum, so denken heute die Ame rikaner, fährt die Hauptstadt des fünftigen Staates Dakota fort, den Nameneines Mannes zu führen, der in neuerer Zeit jede Gelegenheit ergriffen hat, den

Sternenbanner von den Dampfern auf oem Mijstniri flattern., dem mächtigen Strome, der, noch 2,ooo Meile nach dem

Ver. Staaten und ihren Bewohnern feine Mißachtung yii bezeugen Der Kongreß. sollte nach den letzten Borgängen Dakota nicht früher in die Neihe. der Staaten aufnehmen, als bis dasselbe seinerHaupt-, stadt einen anderen Namen gegeben hat' ils : Blsmarck". In, Walfischbaucke. In einem schwarzen Walfische, nicht zu. ölscalon, sondern vielmehr zu Dundce in Schottland, und zwar im Magen eines im Tay gefangenen Walfisches, ist ein lebendiger Mensch aufgefunden ioorden. Da die Nachricht aus Schottland kommt, sollte. sie nicht bezweifelt werden. Die Schotten sind ein mannhaftos, kühnes, besonnenes und entschlosjenes Völkchen, aber nicht weniger als Freunde von schlechten Witzen. . Die Ode des lorbeergckrönten Dichters und Baronets, welche eine große Konigin auf ihren schottischen Bedienten John Brown anfertigen ließ, ist der einzige schlechte Witz juf einen Schotten, von dem wir seit langer Zeit gehört haben. Eine der erhabensten Erzählungen auS oem Leben der großen und kleinen Provheten ist bekanntlich die Geschichte von Zonas ini Magen des Walfisches,-und selbst an diese Wundermähr hat sich der Zweifel gewagt, selbst ibr gegenüber hat der geistreiche Spötter Bob Jngersoll nur zu oft vergessen, daß alle diese Geschichten über allen Zweifel erhaben sind, weil es verboten ist, sie zu bezweifeln. Wie müssen diese Thoren, die es bisher aus Griinden der sogenannten 'Wissenschaft für unmöglich erklärt haben, daß sich ein Mensch mehrere Tage lang im tauche eines Walfisches Wohlbefinden könne, jetzt in sich geben nid demüthig bekennen, eaß die Wissenschaft sich wieder einmal auf dem Holzwege befunden hat ! Besagter Mann ist mit dem Magen, m er bisher bewohnte, . und drei Centnern sonstiger Eingeweide von Dundee lach Aberfoen geschickt worden, um hier on der Wissenschaft, für die der ganze Fund doch eigentlich eine Blamage ist, des Näheren untersucht und geprüft zu werden.' .Die Ueberraschung, welcke die Anwe senden befiel, als beim öffnen des Magens der Mann zum Vorschein kam, läßt sich eher denken, als beschreiben. Am fänglich hielt man den armen Teufel für todt, doch stellte sich bei näherer Untersuchung heraus, daß derselbe lebte, aber allerdings in hohem Gr5öe angegriffen war, so daß das Wort Schnaps das einzige tvar, das er ausjprechen konnte. Der Walfisch, der ihn annectirt halte, war sehr fett und das Bedürfniß nach einem Schnaps ist daher erklärlich. Das

in Dundee erzchemende People s our nal", ein schottisches und daher zuverlassiges Blatt, stell: weitere Ermittelungen und Mittbeilungen in Aussicht. Rindf!eisch.L!se in Wien. Zu den zahlreichen Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten, mit denen Wien immerfort zu kämpfen bat, schreibt das Berliner Tageblatt", gesellt sich im Augenblick noch die Gefahr eines Rind-fleisch-Mangels. Die ungarischen Viehmäster, die seit der Grenzsperre gegen Rußland und Rumänien zum großen Theile dasHornvieh für die österreichische Residenz liefern, drohen zu streiken und den Atarkt nach Prepburg zu verlegen, was einen. Mangel an Rindfleisch, oder wenigstens eine empfindliche Vertheilerung des Fleisches im Gesolge haben müßte. Die Ursache des Streiks ist eine Maßregel, welche die ökegierung getroffen hat, und welche dazu bestimmt ist, das Monopol einzelner Person auf dem Viehmarkte zu brechen. Bisher bestand nämlich die Einrichtung, daß einzelne Vermittler von den Viehmästern das Vieh kauften und dadurch den ganzen Markt souveraln beherrschten. Der Fleischer konnte nicht direkt vom Viehmäster und nicht einmal vom Händler kaufen, sondern cr mußte sich an die Mittelsperson, an den Agenten wenden, welcher die Preise dictirte. Einer dieser Agenten bat sich Millionen erworben, während die Fleijchpreise eine Hohe erreichten, wie in keiner zweiten Stadt des Eontinents. Seit Jahren wurde gegen dieses Monopol angekämpft, die lebhaftesten Klagen wurden von ganz Wien erhoben, aber eS wollte nicht gelingen die'Macht des betreffenden Agenten und seines Anhanges zu brechen, zumal derselbe in Folge seiner erworbenen Reichthümer die Viehmäster und einen großen iheil der Wiener Fleischer von sich finanziell abhängig zu machen verstanden' hatte, sodaß dieselben stetS auf seiner Seite zu finden waren. Endlich, nachdem diese Verhältnisse sich geradezu zu einer Kalamität für Wien herausgebildet batten und die Bevölkerung gegen den drückenden 'Fleischwucher allzu vernehmlich zu murren begann, griff die Regierung energisch ein : es wurde eine neue Marktordming für den Schlachtviehmarkt geschaffen "und eine Fleischkaffe 'errichtet, welche am 15. März in's Leben treten sollen. Darnach sind die Agenten und Zwischenhändler besei tigt, und die Fleischkasse ' besorgt die finanziellen Transactwnen des Schlachtviehmarktes. Hiergegen nun lehnen sich die wenigen, aber mächtigen Agenten mit ihrer Clientel auf und drohen, daß kein Mastvieh mehr nach Wien kommen solle, solange man fie nicht in der alten, für die Bevölkerung aber drückenden Weise fortwirthschasten lasse. Die Regierung aber scheint sich von diesen Drohnnzen nicht einschüchtern zu lassen und giebt vekannt, daß sie im Falle des Streiks der Wiener Fleisch-Agenten und der ungarischen Viehmäster die Grenzsperre aufheben und auf diese Art für die Versorgung Wiens mit Rindfleisch das Nöthige veranlassen kverde. Dem Ausganze dieses sehr charakteristischen und in seiner Art wichtigen Kampfes wird in Wien mit nicht germger Spannung entgegengesehen. ' Daß die ganze Bevölkentng in diesem Falle auf der Seite der Regierung steht, bedarf wohl keiner Versicherung, denn' tnan ertvartct mit Recht, daß nach der Durchführung der neuen Einrichtungen die exorbitanten Preise des Rindfleisches zum mindesten stationär' bleiben, wenn sie nicht niedriger werden. .Gegenwärtig kostet ein Kilo gewöhnlichen Rindfleisches in Wien von 63 Kreuzer bis zu einem

Gulden, befferer Sorte bis zu 1' Gulden und 30, auch 1 Gulden und i)0 und sogar 40 Kreuzer, und noch immer tverden diese Preise in die Höhe geschraubt, jeder schwächere Auftrieb brachte einen Aufschlag, während ein Preisrückgang selbst in den dentbar günstigsten Fällen nie ein: trat. Die Eugros-Preife auf dem Äkarkte schwankten allerdings von Markttag zu Markttag, aber im'Detail-Verkauf gab es nur ein Steigen des Preises nach dem Diktate der großen Agenten, deren Herrschaft nun endlich gebrochen werden soll.

Berscluffttna von drpll'fivf'toffen. Namens des Präsidenten bat der Bun-des-Generalanwalt säimirtliche Bezirksanwälte und Mavschälle, welche die einzige Pclizeimacht der Bundesregicntng bilden, auf verschiedene Gesetzesparagraphen aufmerksam gemacht, welche die Versendung von Explosivstoffen regeln. Dieser Befehl soll zur Entkräftunz der Anklage dienen, daß die Her. Staaten das Treiben der irischen ,,Heldcn" geradezu ermuntern, welche angeblich von hier aus Dynamit und Höllenmaschinen nach England schaffen und Attentate gegen Eisenbahn-Stationen und öffentliche Gebäude ausführen. Es ist daher intereffant, die Bestimmungen kennen zu lernen, auf welche der Generalanwalt binweist. Die betreffenden Paragraphen bilden die ersten drei Abschnitte eines Gesetzes vom 3. Juli 18fiß und bestimmen folgendes : Wer wesentlich Nitro Glycerin, Nitrvleum oder Spreügöl, Nirtatöl cder mit solchem Oe! vermischtes Pulvcr oder Fasern, die mit derartigen Substanzen gettänkt sind, an Bord eines chip.es oder Fahrzeuges transportirt, abgiebt oder abgeben läßt, tvelches zu Land oder zu Waster Passagiere nach einem imAuslande belegenen Plae oder einem Punkte innerhalb der Ber. Staaten befördert, soll mit Geldstrafe von nicht weniger als $1000 und nicht mehr als $10,000 bestraft werden ; ' die Hälfte dieser Summe derer des Todtschlags schuldig erachtet und mit nichtveniger als Jahren Gefängniß bestraft lverden. Ein anderer Abschnitt giebt eine sichere Methode zur Verschiffung von Sprengstöffen an und bedroht Jeden mit 8l00 bis $".000 Strafe, der diese Metbode nicht anwendet. Soweit dieses Gesetz reicht, ist cs ganz gut. Die Versendung von kleinen .Listen oder Päckchen, in denen Sprengstoffe kunstvoll verheimlicht sind, wird es selbstverständlich nicht verhindern können, denn man kaun doch mmwa.lub jede? Bttnde! chen uuteiju'.i'en. da :ack England ghl. Die Vr. itiJt.j K;ti ödesten we'.i.z Ueni- ib...: i. . . 'tfoui Iulande. I n B u f fa lv , N. ?)., tt a r 1 d i eser Tage die 0 Fuß 2 -V?ll große, 400 Pfund wiegende und erst 10 Jahre alte Museums-Schonheit Jcssie Reed, geb. Waldron. Sie hinterläßt ein Kind, 6 Monate alt, iwlches nur 5, Pfund wiegt Unter d e n V e t t e r n v v m Lande" in der (Gesetzgebung oes Staates New )ort herrscht ob der dekretlrten Aufbebung der contractlick'n Vergebung der uchthausarbeit erhebliche Mißstimmung und sie finneii auf Maßnamnen, um durch anderweitige Gesetzgebung dem Anfalle in der Staatskasse, resp, del Erhöhung der Abgaben, vorzubeugen. Bis dahin ist kein Plan über die irage gereift, was in Zukunft mit den 'Zücht.lingcn geschehen soll. Der D. E o r r." s ck' lägt v o r. den Führer der Greelv Erpedition mit der Untersuchung zu beauftragen, ob dci Nordpol wirklich der Stamm des Baumes der Erkenntniß ist. Prof. Bibbero bereitet sich in England vor. nächsten Sommer die Stromschellen des Niagara zu durchschwimmen; es kommt selten vor, daß Jemand, der Selbstinord begehen will, hierzu so lange Vorbereitungen trifft. Ein kostspieliges 'Gebäude ist das Staats-Eapitol in Des Moines, Ja., und sein Unterhalt wird jedenfalls auch enorme Summen verschlingen. So .heißt es, daß an einem Tage allein Tonnen Kohlen verbraucht u'ttrden.uin dasselbe zu heilen, und wenn alle Gaslampen in demselben brennen.werden b'Z3 per Stunde für Gas verbraucht. Dieahl der Gaslampen beläuft sich auf 2212, wovon 29 auf die Laternen 5 kommen; 141 sind in der Bibliothek, .-.58 imDome, 522 im Hause der ökepräsentanten, S62 im Senate, 780 in den Hatten und Eo-mite-Zimmern. Peter de Eorvev, ein 9:;jähriger Greis, lebt seit mehreren Monaten im Armenhanse von Otter Tail Eounw, Minn., weil ihm seine sämmtlichen Verwandten mit Ausnahme eines Enkels die Thüre gewiesen haben. Dieser Enkel aber, der allein Barmherzigkeit kannte, war selbst so arm, daß der Greis es vorzog, das Armenbaus zu wähle. Jetzt hat der Mann, der im Kriege von 181 diente, eine rückständige Pension von $9200 sowie eine Heimstätte von 160 Ackern erhalten. Sofort erschienen auch die Verwandten und jeder wollte ihn aufnebmen ; aber jetzt wies ibnen der Alke die Tbüre, tvährend er das Land seinem Ente! überschreiben ließ und ihn außerdem zu seinem Erben einsetzte. Die F a m , l i e des Müllers der 10jährige Sohn, eine Tochter von 11 und eine von 5 Jahren, sowie Frau Völker's junge Schwester. Roher Schinken war wiederum die Ursache. In dem neuen Dorado zwi schen Eagle Eity und Eveur d'Alene ii: ödaho, welches zuerst von einem alten Goldgräber Namens Pritchard entdeckt Worden ist und bekanntlich jetzt die Ein: Wanderer in Schaaren anziebt, kostet zur Zeit brauner Zucker 40 Cents dasPsund, Petroleum 53.00 die Gallone, Schnaps dort Särgfirniß genannt 25 Cents der Ponnv, Mehl 845 das Faß. Ein alter Kochofen brachte kürzlich in einer Auction 5150. Kürzlich wurde in5!ewZ)ork die Aulmerkiamkeit des SanitKtsratbeS anMsxseS

erhält der Angeber. Wird durch die (?rplosion sokber Artikel ein Todesfall verursacht, so fall der Verschiffer oder Beför

A. Völker m MlNneapo!ls,Minn., ist an der Trichinose erkrankt. Sechs Personen liegen darnieder, Herr und Frau Völker,

auf Sensverfälschungen gelenkt, deren sich gelvisse Fabrikanten schuldig machen. Der mit der Untersuchung beauftragte Sanitätsinspektor Dr. Edson analysirte mehrere Senfproben und überzeugte fich von der Verfälschung. Er berichtete, daß der Senf mit Essig und Mebl versetzt werde und daß man dieser Mischung, um derselben eine dem echten Senf ähnliche Färbung zil geben, einen gelben Farbstoff hinzufüge, der aesundbeitsschädlich sei.

Ein Hund, den er drei Tage lang mii ! Fleisch und dem verfälschten Senf gefüt- s i t ,r f i ... . iv y i rerr vave, ici oaran verenoer. Aus eine bezügliche Vorladung hin erschien einer der Scnf-Fabrikanten vor dem Sanitätsrath und erklärte auf Befragen, derFarbstoss sei ganz und gar nicht gesundheitsschädlich, und der Hund würde jedenfalls sowie so verendet sein. ES sei dled weiter nichts als ein Zufall. Der Sanitätsrath wird die Sacke ioeiter untersuchen. Rev. Dr. W. F. Wirren ie Bsston hat kürzlich vor' der BibchEesellschaft daselbst den Gedanken ausgeführt, daß sich das Paradies oder der Garten Eden am Nordpole befunden habe. Frei lich ifk dies lanz? her und damals, war der Erdkörper, welcher ein Sphäroid ist, dessen Längenaxe sich genau ' von Nord uM Süd erstreckt, noch nicht so abge kublt, wie jetzt. - Das Festland am Nordpsl hatte damals nicht nur noch seine eigene Hitze, sondern war auch den belebenden Sonnenstrahlen zunächst und am meisten ausgesetzt, hatte den größten Theil des Jahres hindurch Tag und.seine beiden kurzen Nachte waren durch die Fracht der Sterne und durch die Polarlichter erleuchtet. Am Nordpole befand sich daher auf einem riesigen und glück!!chen Eontinente die Wiege der Menschheit, die dtlrch ihre Sündhaftigkeit nur zu bald die'Sintfluth herausforderte; bei dieser Gelegenheit ist wahrscheinlich auch das Festland am Nordpole gänzlich verungcnirt worden. Somit ist derorscherdrang, der kühne ))länner nach dem Nvrdpole zieht, nichts als eine Art Heimweh nach der Wiege unseres Geschlechts. Im Armen hause des Countvs 'ayette, N. A.. starb kürzlich die Wittwe Hqnnah McFeeleh, die seit Vkenschengedenken in jener Anstalt gelebt hat. Eine alte Lade enthielt ihre wenigen Habseligkeitcn, doch entdeckte man unter solchen eine Familienbibet, welche die. Geburtsund Todestage .von iir und 7 0!eschwisjftt enthält; nach derselben hat' die Frau ein Alter von 124 Jahren erreicht, or mehreren Motiaten wurde sie von einer Schwester besucht, die irgendwo im Staate Ohio wohnen soll, diese fiel den Beamten der Anstalt durch, ihre Rüstigkeit auf und dieselben wollten ihrer Versicherung. fie sei über 100 Jabre alt, nick't glauben ; nach der Familienbibel ist tiefe Schwester 101 Jahre alt. G o u v e r n e u r S t o n e m a n von Ealisornien bat im Kampfe gegen das Eisenbahn-Monopol jetzt eine Proklama tion erlassen, in toelcher cr die Staatsgesetzgebung auf den 2 k. März zu einer außerordentlichen Diät einberuft. In dieser Proklamation empfiehlt der Gou verneur, daß die jetzige Eisenbahn -Eom-Mission abgeschafft, dehnst Besteuerung sämmtlicher Eisenbahngesellschaften, lvelche im Staate Californien Geschäfte machen, ein Gesetz erlassen, das Eigenthuider Eisenbahngesellschaften, wenn sie di Steuer nicht bezahlen, verkauft und der Staatsversassung ein Zusatz gegeben werden soll, welcher das Maimum des für Personenbeförderung und Güter transport auf sämmtlichen Eisenbahnen des Staates zu fordernden Preises fest stellt. Vom Auslande. ;s i a o c r o o r tt tn o t e t e r Tage ein skandalöser Unfug passirt. Ein angesehener dortiger Bürger, welcher schwer krank darniederlag, wies den Beistand des Geistlichen zurück und starb bald darauf. Am Sonnabend bemächtigle inan sich ohne Zustimmung der Angehörigen des Sarges, worin die Leiche aufgebahrt lag, setzte denselben aus einen Karren, vor den ein Esel gespannt war, und transportirte die Leiche auf diese Weise durch die Straßen der Stadt nach dem Kirchhofe. Die Straßenjugend gab gröhlend das Geleit und. sang: So leben wir, so leben wir . ' Die Polizei ist eifrig bemüht, die Unruhstifter zu ermiteln und zur Bestrafung zu ziehen. Auf indischen Landst ra fcen ist man doch recht unangenehmen Begegnungen ausgesetzt. Ein im Mv dras ' Mail" abgedruckter . Brief einer englischen Dame giebt davon einen Be weis. Wir sind 5 Tage lang durch bei; dickten Kungle gereist," schreibt die Da me. Die Landschaft war prächtig, abei vor .". Tagen wurden Mrs. M., die Avah (eingeborene Kinderfrau), dei Kleine und ich furchtbar erschreckt. Meip Gatte war eine Strecke vorausgerittei und wir fuhren im Ochsenwagen lang sam über die holperige Straße. Plötzli. rief der Ochsentreiber : Ein Tiger! ei Tiger!" Ich schaute auf, und richti ein gewaltiger Tiger marschirte dur daö Gras auf uns zu. Wie er etir sechs Fuß von uns entfernt war, blieb c steten uud starrte uns an. Der Klein ersctnak gewaltig und schrie sehr. Dei Ochsentreiber wagte es- nicht, schnell z: fahren er ließ die Thiere langsam ge hen und starrte den Tiger an. Wie wii ein paar Schritte weiter waren, sahen wir zu unserem Schrecken das Thier im Trab uns nachlaufen. Gerade da kehrte sich mein Gatte, der von alledem nichts kvußte, um, stieg vom Pferd und kam aus uns zu, um mich aus dem Tonga zu nehme, damit ich ihn zu Fuß begleite. Er hatte blos seine Jagdflinte und kein 03cictbx bei sich. Sobald der Tonga anbielt, blieb der Tiger stehen, kauerte und bereitete sich zum Sprung. Mein Gatte leate än und fcboß seine Flinte ab, um den Tiger zu erschrecken. Der Schuß ! batte die gewünschte Wirkung; das Un j . . t i. r? s. v rv i . je i imer oeellie na', in orn ung zuruuzv.. galoppiren, und ioir fetzten unsere Neise unllästigt fort." 11 c b c r den vierfachen iord welcher in Hermannstadt an dem penf. Negimentsarzt Dr. Friedenwanger und dessen Familie begangen wurde, wird be i rrs ... -l ti. rla.'ier : ajx. ?vrieoenivanger vewoonie mit einer Frau Namens Amalie Berger, m$ der er gemeinsamen Hausbalt führte,

mit sekneni vierjährigen' Söhnchen Her' mann und mit der Dienstmagd Mari Müller allein ein Haus in einer abgelcgenen Straße Hermannstadtv. Dadurch erklärt es sich daß das Verbreche erst entdeckt werden konnte, als der Feuerschein des im Innern gelegten Brandcö außen sichtbar wurde. Dr. Friedenivangcr war durch einen Arthicb, der ihm die Stirn spaltete, niedergestreckt und ihm hierauf der Unterleib aufgeschlitzt kvorden. Seine , Kleider standen schon in Flammen, als man in das Zimmer eindrang. Die Zeichen der Frau, des Kin des und der Magd waren anbänden und Füßen durch Mcsserschnitte und Artbiebe verstümmelt. Die Familie tvar offenbar überfallen worden, als sie sick zur Ruhe begeben wollte. Die comnussionelle Eröffnung der feuerfesten Kasse ergab, daß dieselbe vollständig leer, also Wahlschein' lich der Inhalt geraubt worden sei. Dr. Friedenivanger ivar wohlhabend geivesen und hatte 'Geldleihgeschäfte getrieben. Die ermerkbüchcr über dieselben sind zum Theil verbrannt, da sie voii den Raubmördern zum Anzünden des Feuers verwendet worden waren. Auch fehlen alle Schmuck- und Werthgegenstände. Die Verbrecher sind toahrscheinlich durch ein unbewohnt stehendes Nachbarhaus in Dr. Friedenwanger's Wohnung einge drungen und haben sich auf demselben Wege wieder spurlos entfernt. Fast gleichzeitig mit dem 'Feuer in Friedenwangers Hause brach ein Brand in einer Schneidemühle am entgegengesetzten Ende der Stadt aus, und man nimmt an, daß derselbe auch von den Raubmördern gelegt ivorden sei, um die Aufmerksamkeit vom Schäuplave des ersten Verbrechens abzulenken. Die Ausregung der BevölkerUng über diese Unthaten ist sehr groß. Vor e in i ger Zeit wurde gemeldet.' der nissische Eonrrnunicationsminister habe angeordnet, daß inZukunst keine fremde Staatsangehörigen mehr an russischen Eisenbahnen angestellt werden dürfen und daß die bereits angestellten binnen einer bestimmten Frist entlassen werden müssen, falls sie nicht nissische Unterthanen kverden wollen. Wie man der Pol. ." aus Warschau meldet, ist in einem vom russischen Eommunikationsministerium vorbereiteten Entwürfe der Vorschriften für die Vahnverwaltungen die imperativeBestimmung enthalten, daß nur russische Staatsangehörige, welche der russische Sprache vollkommen mächtig sind, aU Eis'nbadnbeanite angestellt iverden dürfen. Thätsache ist. daß zwischen r!'m !.".. und 2. Januar allen DepartementschefH der nachstehend bezeichneten Linien mündlich mitgetheilt worden ist, daß alle an denselben beschäftigten Ausländer entlassen weiden müsen. falls fie nicht binnen drti Monaten russische Unterthanen werden. Mit Recht beklagen sich nun die fremden Staatsan gehörigen darüber, daß ihnen auch nicht ni geringste Garantie dafür geboten derde. daß sie. wenn sie lusüstbe Untere ihanen werden, uock' länge.' in ihren jeien Stellungen belassen werden. Professor Dr. Th. Vill roth, der bekannte Wiener Operateur, erläßt in einem Schreiben folaende Waruung : Es find mir innerhalb der letzten Monate vier Fälle vorgekoiiimen, in welchen Finger mit ganz unbedeutendenVcrletzungen durch unsinnige Anwendung öon Karbolsäure brandig gewordeii sind; sn allen vier Fällen handelte es sich um Rinder, deren Elkern die Verordnung ei es Karbolverbandes selbst gemacht hattten, weil die Karbolsäure gut für die Mundheilung sein soll." Die Karbolkäure hat'schon jetzt in der Chirurgie eiue sveit beschränktere Anwendung als früh; vir haben die Gefahren, welche dieselbe nter Umständen herbeiführen kann, erst ach und nach kennen gelernt ; das Mittel kann nicht nur Entzündung undBrand erzeugen, sondern auch durch Bllltvergiftung tödten ; es entfaltet seine guten Ei.Igenschasten nur in der Hand des knndinen Arztes. Ich widerrathe hiermit auss Dringendste, ohne Anordnung eines Arz tes Karbolsäure anzuwenden. Als das feste Umschlagsmittel bei frischen Verletzungen rathe ich das in den Apotbeken Käufliche Bleiwasser" an. Wieder SR u s s. K u r." "i i ttheilt, hat sich unlängst unter den essavabischen Juden eine eigenthümliche neue Sekte gebildet, die sich zur Aufgabe stellt, die jüdische Religion nach den Principien ier Lehre Luthers neuzugestalten, unter Beibehaltung ' lediglich des Sabbatbs .(Sönnabend) und der Circumcision. An s?er Spitze dieser Sekte steht ein bekannZer jüdischer Publizist, Namens Joseph ßtabinowitsch, der, koie es heißt, schon piele AnHanger unter der jüdischen Juaend geftlnden hat. Die Versammlunken der neuen Sekte finden im Hause des Nirschenewer lutherischen Pastors Friedtnann statt. Die Verantwortung für diese Nachricht müssen wir dem russiscken Glatte überlassen. Bon , Bremen nach New Jork oder Baltimore, $20.00. Bon Bremen nach Jndianapolis, liia New York $32.30 via Baltimore B0.50.

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