Indiana Tribüne, Volume 7, Number 178, Indianapolis, Marion County, 17 March 1884 — Page 2
indiana Hriöiine.
Ersch eint ZSgttH) Wöchentlich u. Konntsgs. Sfflce: 120 O Morhlandftr. fTKlt täglich Ztitcnt- tastet dvrch ken SrSaer 12 yO 6tlt9tt die S3ata$..XrijsntCent! xe: Ssche. Bei jufaaiten 15 Sect. . Per Pol ,ursUtt in Ve?u,wvz J Ki Iah? JndianaxoNZ. Ind. Ein Räthsel für die Wissenschaft. i u der beobawtet worden i erte Hill, unrreir Denver, fcol., verrchtet. Tott erkrankte vor ungefähr drei Mona:en ein acktjähriger Knabe am Keuchbusien, der jedoch der von einem Arzte am i enver emgeZedlagenen Beyanoiung bald wlck'. Wenige Ä'aze darauf kam der Vater deZ Knaben wieder zu dem Ante und theilte frisiern mit, der Hunten bade fif mit vollständig verloren, aber das Kind sei später plötzlich eingeschlafen, durch nichts zu erwecken und wahrscheintich todt. Doetor traf seinen jugendlichen Paliemen in einem Zustande, der vollkommen dein Tode gliä. Das Athmen hatte atljzehört, nicht der leiseste Pulsschlag war zu entdecken, das Gesicht war lelche'nblgß und todtenstarr, der ganze Körper war im Zustande langsamer Erkaltung begriffen, die Glieder waren noch biegsam, blieben aber in der Lage oder Stellung die der Ant idnen gab. Der letztere glaubte ftlbfl anfänglich, daß das sZind vor Kurzem verschieden fei, und konnte erst nach sorgfältigster Beobachtung ein eigenthümlich nervöses, taxim wahrnehmbare-) Zittern des linken Au? genlides enldecken. Wie die ))!utter dem Ärzte tnittheilte, tvar jener Zustand in dem Augenblicke eingetreten, als der erste schmale Rand der onnenscheibe über den Äergen emportauchte. Der Arzt versuchte alle möglichen iueizmiitel, den Knaben vaxn Bewußtsein zu bringen, aber bei demielben schien uicdt nur icfce Lebens- i chätizkeit, sondern auch das löesabl völ- i 1 " ' t r tV Ti L ' 111 ttg ert0la)ett zu löttt, UNO eiDt cie '4?u- j m, m Ig S W r t den ein rar Trobten ylr:n?i cniitiTsSuMi. W w w w w r w f f f t jV und kehrte am Nachmittag mit einem galvanischen Apparate zurück, dessen Anirendung 'jedoä' ebenfalls nicht die geringste 'tenderung im Zustande des Knaden herbeiführte. Der Ar-zt wartete den Sonnenuntergang ab, inan konnte vom Hause ans das Tageögestirn hinter einem lZebirgskamme versinken sehen und in demselben Augenblicke, als' die letzten directen Strablen verscbwanden, erwarte daö Mind. Dasselbe klagte über heftigen Hunger, verzehrte die ibm gereichten Nabrunamittcl mit . förmlick'er Gier. t.?:.!... . .ij.l ! I ' "-(. - - ' a"j" l Schmerzen empfinde, sprach vollständig j utiiiiiiiriir. l'.i ii iv iiinii nfi'-iii'rin.iirpiT W1 t i 4 i . S 1. itar, paue levl'gste unrnirnimi an cic Vorgänge der letzten Tage, verlangte aus dem Bette und machte sich im Zimmer zu schan.cn, wie es nur ein gesundes Kind paar Stunden, begehrte dann wieder ui NN Ür,tff liS frsr. sistijfi Kai !, ir iv v, vniv luw itii Bett und verfiel in demselben Augent.i'.Jt. ' W ... v L. ' i'uuc in cen ,uuino oerzeli'cn larrsucht wie am Tage zuvor, als von Osten her der erste Eonnenstrahl in das Zimmer drang. Sämmtliche Zlcrzte von Tenver haben den merkwürdigen Fall beobachtet, einzelne babcn denselben an ärztliche Vereine und Autoritäten der Wissenschaft hier und in Europa berichtet, von allen Seiten schenkt man dem früher nie beobacbteten SSnftrtnfc? ttriMii . Aufmerksamkeit, die verschiedensten Behandlungsmethoden sind erfolglos vcr sucht worden und die Eltern haben jetzt endlich darein gewilligt, das: der Knabe ' auf Kosten mehrerer Üttiv tyoxUx Aerzte narv der Metropole gebracht und dort n Behandlung genomnien wird. Die Eltern find Teutsche, völlig geMd und kräftig,, und Von ihren beiden übrigen Bindern, die jünger find, als der Knabe, gilt dasselbe', der letztere bat übrigens auch in den letzten drei Monaren ncb körperlich nonnal entwickelt. euer Vorzug deö seltnen GeicklechtS. ie Untersuchungen über Farbenblindbeit haben ergeben, das: mindestens Vier Procent aller Eisenbahn-Beamten grün von roth und gelb von blau nicht zu unkerscheiden vermögen. Die bedeutendsten Augenärzte, wie z. B. Prof. Thompson in Baltimore, versichern, tun bei der Äkadchen noch niebt einmal eine Viertel Promille farbenblind sei. Da hätten wir also abermals ein Feld, auf dem die Frauen die Männer ül'ertreffen und uberragcn. Ein Wunder in dieser Vorzug der holden Weibl.cbkelt eigentlich nicht. Durch Rasten rosten nicht nur unsere Hansschlüssel, sondern auch unsere Sinne, Uebung, fottgcseyte Uebung erhält die letzteren frisch und kräftig. In der Schärfung des Farbensinnes und somit in der Erhöhung der Tüchtigkeit desselben leistet aber das schöne lLeschlecht von Jugend auf unglaublich Wunderbares. Unsere photographischen Apparate zaubern im tausendsten Theile eine Sekunde den Blitz auf das 'Gelatin, unsere Frguen und Mädchen umfassen, überblicken in ungefähr derselben Zeit die modern ge - -1 . , . , . l. . ' t lteiocte r'cyemung eines anoeren tvetolichen Wesens und halten das Bild fest, nicht blos nach seinen Farben und Schätzungen, sondern bis auf die Zahl der Handschuhknöpfc an den zierlichen Händen, lind dann jene' reizenden und belehrenden Nundgänge durch die Mode- und Schnittwaarengeschäfte dcr l Städte ' Uvenn dte über den Besuch entzückten Verkäufer das aane Waaren-
Der eigentbümlzchzie Fall von zettwel- . .1. ... ... or.A. ?4.s i:.f
g vvUlg aiiygervi-tuci .vivurciv"")""'
jemals kner iowodl als in Europa
, oxo aus iarvon-
pme des voylchtig geoffnetenAuges blieb j hen Bewegung rn Deutick'land nahm Lichtcmdrücken gegenüber unenipfmdlich. , und aus seiner süddeutsä?cnHeimatb näcb Der Arzt verlies; den Patienten, nach- Z Amerika ausgewandert ist, hat kürzlich in dem er vergeblich versucht hatte, demsel-! Münzen i Merbon's Verlaal ..Social!-
ryun kann, ihaaj mehreren stunden j großer und die llcinen Löbne lmmer un i ' ,r . ! ' .
legre um cer nare aus eigenem 'tntrie- -a:..kä'ender werden, wo die Menge der be wieder itt'.' Bett nnd fä'lief wie nur j da and und die Strafe unsicher ,naein gesundes Und schlafen kann, ein cb ende Vcttler in ikuerlrtr "kiAU nit
ganzen mannllwen välste der civilijiilen Menschheit dasselbe Verhältniß sich sindet, dan dagegen unter den brauen und
laqer auf fcic Lädcntischc scklcppeil und vor den Damen ausbreiten, so entfaltet sich ein solches Lbaos von Farben, das; foiirtf Beurtheilung und ' Unterscheidung derselben dic Augen, in denen bekanntlich nebenbei nuefc daS Her.; liegt, auf das Wohlthätigste geübt und gekräftigt wer--den muffen. Die Eisenal'n csells6aftcn und dcr'n Präsidenten beabsichtigen von dieser .uperiorität des schönen Geschlechts im Interesse des reisenden Publikums datjx& eiebrauch. zu kuacben. daft sie auf
jeder ittciMiictrcc ncbeu MajchlNlstn und .ftei;cr ein lreiblicbeö Nvi.n anstellen. ! da.5 auM'l!cW die Signale ;u Uefa
9)fär 1884. ! achten hat. Dies wird zn-ar den x'3 ' I triebc-answand nicht unerheblich vermehr - - - i - .jrf.
t, at'cr r-icrtiiu :u;irnt ici.uintiia icm (Eisenbahn Präsident die geringste fMficht, wenn es gilt, die Sicherheit und !t:'.nch,nlichi: der Fahnen zu erböHrn. Nach einem schönen und poetischen ßlauben erhält jeder Mensch einen Scbuyengel mit auf den .'ebens?eg, diese geschätzten Begleiter verladen aber manchmal ihre Posten, wenn wir sie den Fallstricken des Teufels und anderweltea, ach, nur y. versübrerischen ersuchungen gegenüber am no:!':oendigtten branchen! i.l prattischer löird es da' her seil,, wenn in Zukunft die (lisenöahn Züge mit einem nicht farbenblind den Schutzengel an der Spitze dnrch.das Land d'raüstn, der seinen Posten, während der Fahrt wenigstens, nicht verläßt. "Auf Locomotiven, die junge Führer baden, dürfen natürlich nur altund häßliche, auf Dampfrossen mit alten M.schiniften können junge und hübsche Schutzengel angestellt weuen. Was würde die gewissenhafteste Beobachtung dec Signale nützen, wenn ein junger Maschinist neben einem jungen Engel Steuerung und Regulator und BremsVorrichtung verwechselte? i Socialistische Briefe auS Amerika. Die öteptilienpresse in Deutschland be reibt einen sonderbaren (Gimpelfang, in-' dem sie ..dem Volke" ge sä l.s.ch t e Be-' richte aus dem Auslande vorlegt, um zzt zeigen, das; es nirgends ine so henliche, väterlich sorgende Negierung giebt, als im deutschen Reick'e. Darüber schreibr ! die ..Berliner 'ollszeitung" schärf "nd zutreffend : ' Crin sä'lichter Arbeiter," der flüber . '...- . . ' lcbdanen vintbe.il an der toclaldemokra- - 1 stiscbe Briefe aus Amerika" veröffentliä't. Diese Briefe, die in Süddeutschland zie'.nlich unbeachtet geblieben sind, löerden s,an; besonders voil der preußischen Provincialpresse besprochen, und zwar in längeren Leitartikeln, deren Ursprung im schwer ?.u errathen ist. Nachdem der ..schlichte Arbeiter" nämlich die amerika nischen Zustände unparteiisch Utld unbefangen" geschildert und vor AuswandexH 'M'arnl bat, crttärt cr es für ,.Gcfafel". wenn die deutschen Leitungen die Melnung verträten, dan die amerttantsche 3kcpu!.lit nichts, vom Socialisnius zu r.'in r i 1 1 i . IV .411.111 IIUIUV U'lll wVvlUllIIIU9 KW fiirrf ten habe und fährt dann wörtlÄ Ttit : ...veute. wo die .lnft zwischen Gleich und Arm in Amerika lusebends 6 er weitert, wo die groften Gerdhaufen immer nimmt und die Anwendung barbarischer Mittel und drakonischer (iZesetze hervorruft ::nd das gemeinsame Interesse der Eisenbahniruige. letreid.' , Pcnolcum , Laild- und ebensknittelmonoplisten den größten Druck auf das producirende 'I'ölk aufübt, in einem solchen Lande wird die Anarchie nur die nothwendige Folge des schrankenlosen Manchestcrthunls sein." Auf sein altes Heimathland ttbergehcnd, erklärt der, ,fc!licbte Arbeiter" nunmebr : In Deutschland sind die wirthschaftv r i ." . . . ' 'S m ' sich au5'alge!taltell, allein die monarchi sche Ilegierunz war noch selbstbewußt und stark genug, um die Dinge nicht zum ölcuß?rsten kommen zu lassen. Ein so weitsichtiger Staatsmann wie Fürst Biswenn er nicht die Nothwendigkeit und Möglichkeit, dem ..armen'Mann zu helfen, einsah. Solche Wyrte und Ver--sprechungen, die in den kaiserliche n o v t l ' a z t e n enthalten und, werden nicht ten Zeitungsartikel für den Tag en:achl, solche Kuiidgebungen von solcher' Ställe und aus solchen, Mune sind ge-' schia'tliche Thatsachen, an tvelche die 1'iit uud !)iachwelt anknüpft, um den! Fortschritt der Cultur und Civilisation zu' begründen." Den schlichten Arbeiter" wollen wir, an dieser Stelle zunächst fragen, ob er! nichts davon weiß, daß gerade hier in! Deutschland von seinen jetzigen' Gesin-! ttuna?gcnossen, den Evnservativen. eini zioes Lamento über die Menge der die! ! traszen unsicher machenden Bettler" ge-'i. mawl nno vle Änivendllng des barvari-! schen Mittels der Prügelstrafe, gefordert Wird : Doch man merkt die volle Absicht des schlichten Arbeiters" aus folgendem atze: . Die deutschen Sveialisteuführer trei- !,.,, 4 s. Tv! j. i..- r?..- i ' v. . VI" 4.H,"vi;v piet, indem ne gegen alle -ocialreformen opponiren, die von ..vven" kommen. Sie haben Angst um ihre politische Stellung und füttern ihre peerde mit leeren Träumereien. Nun e deutschen Arbeiter werden boffentlich per kurz oder lang eine solche Komödie satt bekommen und die Reformen von' denuenigen nehmen, der sie ihnen geben ! will. Der Ausdruck Heerde" für Millionen dcutlcher Arbeiter klingt im Munde eines schlichten Arbeiters" allerdings nicht gut doch mag dieser Ausdruck .im u-' bewußten Augenblicke der Feder des ..Komödie" -spielenden Verfasiers entschlüpft sein. Die trone aber setzt sich der Versasser auf durch seine Aeußerungen über das ve er wesen. Nachdem das amerika-
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ii erralkNte mo;t gll ver gleichen Stuft gediehen. Sie waren auf dem besten Wege, nach amerikaniscbem Muster
marck hatte sich kaum herbeigelassen, die soeialen Pflichten des'Königthums und des Staates h entschieden ;ü betonen.
iscl'e Milin'vstcm in der acringschätzlg st cn Weise behandelt worden ist, meint. der schlichte Arbeiter", das; die Erspar, nisse, die im Frieden durch ein kleines stehendes. Heer einträten, imKricgc zehn-' und hundertfach ailfgebraucht würden." Die für das deutsche Heer verwende: ten Milliomn werden ja der Circulation nicht cnt;vacn, sie trandern viclniehr in die Taschen vieler kleinen Leute zurück, statt auf den einen großen Haufen des Großeapitals und der Banken. hc Armee hätten wir überhaupt keine VolksWirthschaft mehr, sondern nur noch Prtvatwitthschaft. und was für eine ! Die Annee beschäftigt eine Menge von Industrien, schafft sogar niue dazu. Und was verdankt ihr nur die Landwirthschaft durch Hebung der Pferdezucht ! Was das Verkebrswesen, was die Schule, die Gymnastik und selbst die Wissenschaft!" 'Ja, was denn ? Auf diese Frage ist leider keine Antwort vorhanden ; wir wären in Beug auf den Dank, den Schule und Wissenschaft der Armee schulden, ganz besonders neugierig auf die Ant woit. i,Heöung der' Pferde)uch t" das ist wahr ! . Sollte man übrigens nicht annehmen dürfen, daß bei dem sehr großenJnte'resse, Welches der Berfasier der, .Socialistischen Briefe aus Amerika" (ein sehr sonderfom Titel !; für die Interessen der deutschm Armee und der deutscben. LandWirthschaft hat, der schlichte Arbeiter", in den Kreisen der Herren von Minnigerode und Genossen zu suchen sei Doch nein ! Wir wissen es besser : Der schlichte Arbeiter" ist weder ' i:t Amerika, noch sonstwo $u fischen, er sitzt aemütblich hier in Berlin im o f f i c t vsen Preßbureau!" Am .ellowstone". - In dem wunderbar wechfelvollen nd abenteuerlichen Leben des bekannten SalZ mi Morse, das in den Fluthen des Hud son endete, bildete die rührende Anhang lichkeit der ebenso schönen, als talentvol len Schauspielerin Mary. (5. Blackbur in New Dort an den alten wunderlichen Manu, um nicht in sagen Nanen, eines der vielen, ungelösten Mthsel. Die 5lünstlerin hat jetzt' mitgetheilt, wie sie mit Morse bekannt gewordeit und warum ihr der Sonderling theuer gewesen ist. Zum besseren Verständnisse ist ein kurzer Rückblick auf die ebenfalls höchst romatttische Vergangenbe.it der jungen Dame erforderlich. Dieselbe ist die Tochter de Richters Blaäburn, der lange Jahre der tüchtigste und angesehenste Jurist in )5evada war. Lor (i Jahren wohnte derselbe mit . seiner Tochter, die damals 10 Jahre alt, aber bereits von ungewöhnlicher Sch'önteit war in Silver City und selbstverltändlich war daö Mädchen der Gegenstand eifriger Bewerbungen aller jungen und auch einiger alten Männer. Der Nichter hielt ein gastfreies Haus, sorgte aber durch seine Wachsamkeit dafür, day sich kein Gast seiner Tochter allzu sehr nähern konnte. Der bedeutendste junge Mann der Stadt war Harry I. Norton, der damals eine Zeitung herau5gaö, d!e in den Minenbezirken stark verbreitet war. Er war kaum 23 Jahre alt und hatte schon eine Anzahl der tvunderbarsten Abenteuer erlebt;' cr war einer der ersten Weißen, die den Aellowstone-Park betraten und durchforschten,war in einem Kampfe zwischen einer Erpedition von 1ö Weißen, zu der er gehört, und den Apa chen der Einzige, der mit dem Leben davon kam, hatt? unseren Truppen als Kundschafter mehrfach die wichtigsten Dienste geleistet und vermochte alle diese Erlebnisse in bezaubernder Manier mündlich sowohl als schriftlich mit;u theilen. Dabei war er eine männlich schöne Erscheinung. Mary liebte ihn, aber ihr Vater wollte nichts von ihm wissen. Um jene Zeit kam ein junger Mezicaner nach Silver City, ein vollendeter süd licher Cavalier, den das Gerücht als einen mehrfachen Millionär bezeichnete. Er fand Zutritt im Hause des Richters und wurde der eifrigste Bewerber um die Gunst der schonen Marv. Norton glaubte denselben als Nebenbuhler fürchten zu müssen, fand sich durch eine harmlose Be merkung beleidigt und forderte den Me;v cancr zum Zweikampfe heraus. Diesem, als dem Geforderten, stand die Wahl der Waffen zu, er entschied sich .für Colt'sche Revolver und bestimmte den Sonnenäufnang des nächsten Tages als Zeit für das Duell. Rortoii arbeitete in jener Nacht so ruhig und gleichmüthig an sei ner Zeitung, als erwarte ibn nach getha ner Arbeit sein friedliches und sicheres Lager, er schrieb und eorrigirte und Verlies; beim ersten ?)korgengraucn sein Bmeatt, nachdem er einen )kachruf aus sich selbst an den Haken für die ,.Copy" gehängt und dein Seher, der die Formen zu ordnen batte, gesagt hatte, dieser Ar tikel solle in die nächste Zeitung, wenn er im Laufe des agcs nicht zurualebren sollte. Als der äußerste Rand der Sonnenscheibe ant Horizonte cmportauchte, stan: den sich die Gegner vor der Stadt auf 30 Schritte Entfernung gegenüber, feuerten auf Commando gleichzeitig, und der Mericaner brach mit der Kugel in. Herzcn todt zusammen, wahrend seine Kugc! dicht an Norton's Kopfe vorüberpfiff. Norton eilte nach Vlackbnrn'ö Hause, weckte die farbige Dienerin und bestach dieselbe, daß sie Mary veranlaßte, sich zu Norton in den Garten zu verfügen. Als sie den Tod des Mexikaners und tveiter erfahren hatte, daß ?!orton fliehen müsse, betbcuerte sie mit Entschiedenheit, das; sie ibui folae und tbat dies, ohne daß es irgend tvelcher Vorbereitungen für die voraussichtlich weite Reise bedürfte. Zum rrn p. ' 4. 'O . f. ...I. r"t. i 1t i2)iua die diese von über il Stunden vor dem Richter, der vor 8 Uhr nicht aufzustehen Pflegte. Mary wußte, daß ihr Vater, sie zu Pferde verfolgen irnd daher die schwerfällige Postkiltsche bald einholen tvürde. Norton sauste deshalb an der nächsten Station iwci gute.Pferde und beide setz ten die Reise nunmebr mit verdoppeltet .Eile fort. In Virginia Eitv ließ sich das Paar sofort trauen und batte kaum bas Hotel erreicht, als 'der alte Richter vor demselben auf keuchendem Roffe anlangre. )!orton trat ihm mit dem Heiratt)s -
rn
sur ne leoenocn ging inip i ui;c
Postkutsche nach Virginia Eitn ab und
gewänne n lnerdurch kinetiVorspruitg
certisieate in der Hano entgegen. Hätte ich Euch ledig und meine Tochter entehr! angetroffen, so hätte ich Euch getödtet." Damit wendete Älackburn seinemSchwicaersohn den Rücken und sprengte ein paar Minuten später zu? Stadt hinaus. Für das junge Paar begann ein Leben im steten ööanderns, welches dasselbe nur ausnahmsweise ein paar Wochen an einem . und demselben Platze verweilen ließ. Norton gründete und redigirte Zeitungen, verkaufte dieselbett oder ließ sie eingehen, arbeitete in denVergwerkcn, untersuchte Erproben auf deren Metall-, gehalt, ivar Prvspector, verdiente viel mehr Geld als beide brauchen konnten, batte aber selbst unter den günstigsten öcrhältnisscn Weder Ruhe noch Rast. Trotz der fortwabrcnden Reisen erübrigte er dle Zeit, die Schrift ,.ÄmBellowstone" herauszugeben, toelche eine Beschreibung seines abenteuerlichen Lebens enthielt und vcri'lbergehend sehr viel gelesen woiden ist. Ein sehr glänzendes Anerbietet?, die Redaction des "Ehrönicle" in Lead ville, Eol., zu übernehmen, schien diesera Wanderleben ein Ziel zu setzen. Nottoa wollte dort die Stätte für seine Gattin vorher betmisch und traulich einrichter, und' diefe besuchte zum ersten Male seit ibrerLerbeiralyung ihren Vater inSilver Eitv. Von dort rief sie eine Depesche nack Leadville zu ibrem plötzlich schwer c, ' y . '. ' . . i T
ertrantten satten ; ne reifte fotort av und traf eine Viertelstunde ' nach dem Verscheiden ihrestzarrh an dessen 7odtcl. bette ein. Von Leadville zu ihrem Vater zurü gekehrt, brachte sie den in Manuseripten bestehenden Naä) las; ihres Gatten m'i nach Silver Eity und ließ sich später in :t dem Vater in San Jraneisco nieder. In dem erwähnten Nachlasse hatte die noch nicht 20jährige Wittwe cineUmarbeitung des Romans Am ?)ellowstone" und de Anfang einer dramatischen Bearbeitung des Stoffes gefunden und beschlossen, die letztere zu vollenden. In Sän Fralteises sah sie Salmi Morse's Passionsspiel", lernte den Verfaffer kennen, hielt diesen für die geeignete Persönlichkeit zur Vollendung der dramatischen Bearbeitung und übergab ihm zu seinem größten Entzücken das ?)l'anuseript ihres Gatten. Später wurde Frau Norton durch eine mäßige Erbschaft in den Stand gesetzt, sich für die Bühne auszubildend tvaS längst ihr Wunsch gewesen war, sie that dies, trat später unter ihrem Mädchen nanien mit entschiedencui Erfolge in New ?)ork- auf und traf hier wiederum mit Salmi Morse zusanimen. der sie wie eine Heilige verehrte und .in dessen freudloses und durch Schivcrnluth noch mehr verdüstertes Dasein sie einige Lichtblicke geworfeii Hai. V i Iulande. ( u i ! e iv v a i e , (i o n w iir den kürzlich vicr neunjährige jungen we gen B?lclklgung cknes ollz,sten zu mebrsttindiger vlesällgnlßstrafe verur , theilt . Cb diese wegen BismarcköbeleidZgnng" verhängte Strafe an sich gc rechtfertigt war, läßt sich ohne lenn!niß der Einzelheiten nicht beurtbeilen, wohl aber hat es böses Vlut in ö!ew .Haven gemacht, daß der Gefängniß - Jnspcetor sich einer wrUlüdicheit Strasschärfiing fchuldig machte, indem er die Jungen ihre Strafe in der Frauenabtheilung des ttefängniffes absiven liest. Der Aall der kleinen Engel. In Merico und in Peru, so erzählt der Gaulois", ist der Tod eines kleinen unschuldigen lindes nicht der Gegenstand gemessenen Schmer;eö der Eltern, sonder der Freude für dieselben. Mwi betrachtet die Hinfortnahme dieser Ileincn, noch durch keine Todsünde befleckten Wesen, die unmittelbar und unfehlbar Engel werden, als eine Gnade Gotteo. Dieser öluffanung geu'.äfz wird der Tod eines ttemen lindes festlich began gen. . I o a g u t n M i l ! e r, der c a l U ornifche Dichter, war vor den HausauZ chuß für Territorien geladen worden, um eine Meinung über die Mormonen zu agen. Dieselbe lautet so : Die Mormonen seien meistens Eranks" und Guiteaus", aber es sei eine falsche Po: litik, Gewaltmaßregeln gegen sie zur Anwendung zu bringen. Dadurch würde man sie nur noch mehr ausreizen, sie noch verstockter in ihren verrückten Ideen machen und zu Verbrechen veranlassen. Die große Masse der Mormonen seien unwissende und ungebildete Leute, und ihre Fuhrer seien Franks". Die Vielwei berei sei offenbar im Abnehnicn begriffen, und tvenn man obne Drohungen und .Gewaltmaßregeln die Mormonen von der Nnsittlichkeit dieser Einrichtung zu über: zeugen suche, so loerde man damit schneller das Ende der gegenwärtigen Zustände in Utah herbeiführen, als durch strenge Gesetze.' Susanne. Anthonv hat sich vor dein Territorial Eomite in Washingz ton mit dem Delegaten Eaine von Utah in einen Wortwechsel über die Verechti? gung der Vielweiberei eingelassen. Wir hätten von der ninthigenVertrcteriii ihrer Ansichten eher erivartet, sie würde den Mormonerich aus'c' Maul schlagen, statt ihm die Ehre einer Unterhaltung zu gewäbren. öil'Citv ist diedrittcStadt in Pennsvlvanlen, in der kürzlich eine Bande 7 bis lOjähriger ,.Dime-Novcl' len" lcsellder Jltngen aufgehoben loorden ist. Die Burschen hatten sich als,Eowbovs" organisirt und den Plan ausgeheckt, ihre Mütter zu vergiften und dann gen Westen zu ziehen. Ein kleiner Junge Von sieben Jahren tneinte bei der letzten Versammlung, welche die Bande vordem Abmarsch hielt, es tvürdesciner Mutter toohl zu viel Schmerzen verursachen. Darüber suchte ihn der Anführer der Bande, der den hübschen Namen Dcad: Wood Jim" führte, zu beruhigen, indem er ihm ricth, es erst einmal init dem Dienstmädchen zu versuchen, und wenn es bei diesem gut von Statten ginge, dann die Mittte? vorzunehmen. Das Dienstmädchen überhörte das Gespräch und unterrichtete die Eltern der hoff nungsvollen Jungen von dem Vorhaben dieser. Die Folge war ein schreckliches Strafgericht. Die b e i d e n H a u p ts ch ä ch t e der consolidirten Union-Mine" unweit Vir ginia, Nev., sind in einer Tiese von I 3100 Fuß durch einen Stollen verbunden . v 1 . .j.. . v r-M. ' worden, und in lejterem werden, ItfSt die
Schwellen und Schienen für die Bahn gelegt, lvelche beide Schächte mit einander verbinden soll. Gleichzeitig ist durch den Stollen eine so vortreffliche Vcntila: tion hergestellt worden, wie sie, in gieb cher Tiefe wenigstens, kein Bergwerk der neuen Welt bcswt. Die Luft bewegt sich fortwährend mit einer Geschwindigkeit von 7,0 uß in der Minute oder 7-1- Meilen in der Stunde vorwärts und in jeder Minute werden deut Stollen 20,00 Eubilfus; friste Luft zugeführt. 500 Eubikfuß Luft reichen für einen Mann 21 Stunden zur Athmung aus und in die Mine tritt i nach jede Minute so viel frische Lust ein, als 10 Mann in 21 Stunden verbrau chen. Ein Stearinlicht, wie solche ir den Bergwerten benutzt - werden, ver brauet, solange eS brennt, soviel Luft. wie ein Mann in derselben Zeit.' Be!
einer derartigen Luste;rculation kann von einer Ansammlung verderblicher Gase oder schlagender Werter nicht mcbr die
schlagender Red? sein. Eine alte Frau in Newport, R.' I., glaubt daran, daß die Menschen durch Petroleum von allen Leiden befreit werden können. Mag Jemand nun von Kopf-, Zahn- oder Leibschmerzcn, Lungen-, Nieren-, Hfrz- oder Leberleiden, Hühneraugen, NheumatismiiZ, Schwindsucht, Nasenbluten, Ohrenreißen oder sonst eti?as geplagt fein; die MU, die man das Petroleuin-Liesl nennt, em pstehlt stets die äußerliche. Anwendung von' Pe:roleum, an dessen Heiltraft sie offenbar felsenfest glanbt. Wenn wi; uns nun auch nicht so sehr, wie diese gute Frau, für das Petroleum begeistern können, so müssen wir doch anerkennen, daß es in gewissen Fällen mit dem besten Er folge gebraucht werden kann. Das Pe? troleum-Liesle rieth einmal einer Freun din, deren Tochler die krankhafte Neigung hatte, ölbends aus dein Hause zu lausen, das Mädchen, rn es zum Da beimbleiben zu bewegen, äußerlich m.t Petroleum einzureiben, An diesem Falle that das ungercinige lohlenöl Wnnde?, das Mädchen blieb nicht nur zu Hause, sonder versteckte sich auch ' vor einem Freunde, der sie im Hause ihrer Mutttr besuchen wollte. Das; die jungen Mädchen sich dieser Eur nicht immer gefügig unterwerfen werden, inacht gar nichts aus ; in der Jugend nun dem Menschen manche Medicin gewaltsam beigebracht werden. Ein biederer L a n d m a n n trat dieser Tage in die- Erpedition des Nepublican" in Springfield, Mass., und bat um die ibm gern ertheilte Erlaubniß, die File des Blattes nachsehen zu dürsen. Er sagte : Wie mir vor zwei Monaten mein Nachbar mittheilte, bat um diese Zeit in Ihrem Blatte gestanden, daß lnein Sohn incerico ermordet worden ift ; ich möchte gerne dle näheren Em;elnheltcn wlffen; ich wäre gern srüber gekommen, aber unsereins hat zu die! zu thun." An Bord des Da m p s e r S Amster'daln" wurde dieser Tage im Hafen von New Aork auf Ersuchen der deutsche Negierung der Bäckergeselle Earl Huchthaussen aus Dielniiffen im HerzogthumBraunschiveig verhaftet, ub cher seinen eigenen Onkel, den herzogl. Källlmcrcr Huchthausscil illBralinschweig, mittels Einbrilchs um 10,000' Mark be stöhlen hat. Ein einfacher Einbruchsdiebstahl würde eine Auslieferung des Verbrechers nicht rechtfertigen, letztere ist jedoch aus dem Krunde jedenfalls zuläs sig, weil die gestohlenen Gelder Negie Nlnzsgelder sind. ' . Der b er ü h m t e Geiger Flent" in 'Nashville ist gestorben ; er war kem Virtuos, aber er hat bereits im Jahre 1810 den Präsidenten Monroe bei deffen Besuche in Nashville angegeigt. Er hat nie nach Noten.' aber so viel gezeigt, wie willige Menschen, und es an? volle S9 ?abi? gebracht. Vem Auslande. T o d -:m weiter d e i d e ii t jiv;i Eommission zur Erforschung der Ebolera. Geb. Ratb'Dr. .5och, liegt der f aiiftc voin Staats Anzeiger" veröffent lichte Bericht vor, dein wir folgende Stelle entnehmen : Zunächst bestätigte die mikroskopische Untersuchung auch. in allen diesen Fällen das Vorhandensein der Bacillen im Eboleradarm, wie sie in Egypten gefundenvaren. In meinem Bericht ivm 17. September v. I. milßte ich es indessen noch unentschieden lassen, ob diese Bacillen nicht wie so viele aiidere Bakterien ztl den regelmäßigeli Parasiten des menschlichen Darms geboren und nur unter dem Einflüsse des rankl'eitsprozzsses der Eholera in die Schleiinhaut des Darmes einzudringen vermögen. Es fehlte damals noch an Merkinalen, um diese Bacillen von sehr ähnlich geformten anderen Darmbacitten unterscheiden zu können. Dieser Alangel ist nun aber glücklicherweise beseitigt. Denn mit Hilfe der im Gesundheitsamt ausgebildeten Methode, welche sich auch bei dieser Gelegenheit vorzüglich bewährt haben, gelang es, aus dem Danninhalt der reinsten Eholerafälle die Bacillen zu isoliren und die Neinkulturen zu züchten. Die Beobachtung der Bacillen in ihren Reinkulturen führte dann zur Aufsindung !oon einigen sehr charakteristische Eigen ffcbasten bezüglich ihrer Form und ihres Äachstbums in Nährgelatine, wodurch sie mit Sicherheit von anderen Bacillen unterscheiden sind. Damit waren Hin aber die Mittel an die .vrnd aeaeiben, um die Frage definitiv zu entscheid kden, ob diese Bacillen zu den gewöhnli xhen Bewohnern des Darnts gehören, !odcr ob sie ausschließlich im Darm dei lEholerakranken vorkomnieii." Demzu? Zfolge scheint die Aufgabe, welche so langt er Gegenstand der Untersuchung gewe sen, endgiltig gelöst zu sein. In Eng lau d ist es still, schweigend Gew nheitsrecht, daß Jeder, er irgend welches Attentat gegen das sStaatsoberhaupt untcrniinmt, verruckt ilst. Der Mensch kommt nicht unter das 'Fallbeil, sondern in die Zwangsjacke des Sollhauslers, tnuß lebenslänglich die Jsolirzelle hütm oder toird mit anderen pöerrückten zusammengesperrt. Diese Me-' ithode, Attentäter zu bebandeln, ist sicher sehr praktisch. Wir werden an dieselbe 'erinnert durch den Verlauf der bisberigen .Untersuchnng, welche wegen des geheimnißvollen Vorfalls be! Evrneto" in Jta lien angestell.t wurde. Die Gerichtsbe hörde bat gegen die unbekannten Tbät
nicht einen Prozes; wegen eines versuchten Attentates gegen König Humbert.fondern ! .'einen solchen wegen versuchter Er.cri jdung des Gendännen Baricck'io ringclei-! stet. i o n S t u t t a art i st w i e d e r '
ein Raubmord verübt worden. Man .schreibt darüber folgendes : Am eonihardsplatze besindct sich das Geschäft deZ iPfandleihcrs Reinhardt, eines Mannes, !der im Rufe stand, jenen nicht' immet 'imfipfcfltfnrbi!, .rnf in )i'nrVn.-!v r.iif wiMv vt( 'licher Weise aiiszuüben, und der selbsiz der Polizei bei Nachforschungen nach Ge-1 !acnständen, wie sie" öftcro auf dnnllel, , iWegen in solche Geschäfte gelangen, stets z jgcfällig an die Hand gegangen sein soll. ! ! Reinhardt war am .;. v. Mtö. Abends! znock verbältnimnäkig spät, wie dic der ! 'fx t-.-V ? s.U .f j. -i ! ic?amiagapcstp m crn;t'n eicvaslen inu sich bringt, IN seinem Kadett beschäftigt. '.Seine Frau, Jlutter von sechs tleinen Äindern, war bei ihm gewesen, endlich aber nach oben geganzen, da er äiißerte. rntr noch die Gescbaftsbücher an sich nel '.men zu wollen, um gleichfalls nach oben j zu gehen. Als seine Frau wieder nach ,'ihm sah es war kurz nach 9 Uhr, ein Äunde hatte die Glocke nach oben ange zogen, da unten alles offen, aber dunkel und still war , lag Reinhardt entseelt mit. eingeschlagenem Echadel und durch: -schnittener Keble auf dem Boden. Die adenkasse, etwas iirer 100 Mark, sowie 'einen Geldbeutel und eine Geldtasche eut.haltend, war ausgeraubt, sonst nichts von Mingen, Uhren u. dergl. ans dem Laden 'fortgenommen. Beim Leichnam lag ein Paar Beinkleider, um die' kurz vor der iThat ein Mann von etwa 20 Jabren, in Ärbeitertracht, die schwäbische Äundart sprechend, im Laden, als die Frau noch ist war, gehandelt hatte. Der Verdacht :liegt nahe, das; dieser Mann nach Entfer.nung der Frall wiedergekommen sei und ie That vollführt habe. 3!einhardt, ein -sehr kräftiger Akann von Vi fahren, soll .sich in seinem Geschäfte, da der Natur -der Sache nach von allerlei Volk besucht iourde, nicht ohne Unisicht gehalten ikben ; auf seinemPult lag stets ein Dolche messer zur Abwehr bereit. Die Unthat 'scheint aber so schnell, vermuthlich rück'lings, als Reinhardt die Beinkleider 'holte, vollführt worden zu sein, daß 'Reinhardt sich nicht utehr schuhen konnte. W eiche G e n 1 1 e :n e n i :n deutschen Reichstage sitzen, zeigt folgende Erklärung des Abg. Herrn von Hammerstein : In der Plenarsitzung des AbgeordnctenhäUses vom .". Dezember 1883 Znahnt Dr. Stern, Abgeordneter für 'Frankfurt a. M., in einer gegen mich ge.richteten persönlicheit Bcinerkung, welche ,im stenographischen Bericht nur zwölf zZrilcn einnimmt, zioeimal Gelegenheit, mich als den Abgeordneten für St'olp-Lauenburg-Bütow' zu bezeichiicn. Die 'Betonung, mit welcher Herr Dr. Stern idiese Bezeichliung 'meines Wablkreises sanssprach, liiid die vcrständttlsnttttige Heiterkeit, mit welcher ibn beide Male seine Freunde belohnten, licsien leicht erkennen, daß er sich denselben billigen Witz gestatten zu lönnen glaubte, da bei den Liberalen häufiger beliebt wird, .wenn von hochcoilservaiiven l'iuteipommerschen Wahlkreisen die Rede ist. Diese Anmaßung des Herrn Dr. Stern verdiente eine gebübrcnde ,'VarechtN'eisung. Ich liest ihm eine solche in aller Stürze, wie es im Nahmen der persönlichen Beznerkuug nur möglich war, dadurch zu Theil werden, das; ich im Eingangsworte meiner Erwiderung seinen nationalen Dialekt nachahmte, (Herr v. Hammerstein sagt : wosut" anstatt wozu"), um ihn darauf hinznweiseil, dast es einem demokratischen Frankfurter Juden nicht wohl anstehe, über königstreue conserva t!ve Wahlkreise der alten Provinzen höhnende Bemerkunsen zu niachen. Bon Bremen nach New Jork oder Baltimore, $20.00. Bon Bremen. nach Indianapolis, via New Jork K32.30 liia BaltimoreM.50. Gebrüder Frenze!, S. W. Ecke Washington u. Meridianstr. vr. C. C. Everts, DeutscherJahnarzt, lNachsolger ron Ehai. S. Taldert.) N.-W.-Scke Washington n. Peunsylvania Otr. Jnvianapvltl. Henry Spielhoff glmmermann und Baumeister. flle Nuftröge wrdeu prompt und zufriedenstellend avtgefiihrt. Job. Arbeiten rinr SprzialitZt. Werlflatte und Wohnung: No. 191 ?oburn Straße. RHttsnirtt Malllle ! TU. 57 & 39 Oüd Deladue Ctroßr. Dat größle,schöuste und älttfte Lokal in derStadt etränkk Ux rt. frwi, kalt peilen vnzllgliche Bdiknng. Dl xrachtvol ingerichtet, Hall fteht er. inen, Logen und Prtvtten , bhattung vo 911 kn, kirtn und vrsam:ungtn unter liberalen Bcbingungtn u Berfügnn j. JOHN BIBKIVHLAJRÜT, SlqeuthSmn. Dr. Sügo O. yanyer Nrzt,' Wundarzt u. OeburtS belser, Ossi: S. Dolawaro 8t. Svnchftund: 101 l Uh, vor z 5-4 UhrNach. Qohnnna: 488 ModloonAre., Lr.vaz vochelln'l srüdr Offlc. Sxrchftun: bsvuvom.: i-iKör;anm; 7 rur imti. ?drrtan.
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