Indiana Tribüne, Volume 7, Number 175, Indianapolis, Marion County, 14 March 1884 — Page 2

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Zr sch eint SSglich, VSSentliH u. Sonntags . ; Qff!cc: 120 O. Murvlauour. fiet3al5 Triiünt taflet durch b?nIrcT 13 w e:NZ xersche, li Sana; ZtiM h Ztnii x,r iScchf . V?idk jufan.-iin 15 Cttt:. Per Poft iuaJiJt in caiKjajIan j c-fr O-i Jkd:2napsliZ, Ind.. 14. Wrz 1831. - rrrrr ' Ein ciltsctzZicher Mord. Aus dc:n Wcilc? TrnvMe, zeHn Me! ! Un fccu Seneca, S. C., Unrb cme Blutthat berietet, die das Blut in dn Adern erstarr 'macht. Tcr ichstc Pflanzer dort und in der Weiten Umgegend ist ber Farbige John Barnes, ein vierschrötiger, ahtz intelligenter Kerl, Lsrstand ein farbigem e:h?distcn?emeinde, seit Iahren seines Einflusses scheinbar gcchtet, in dcr That iibsr bl?S gefürchtet und mehr noch gehaßt. Das Geheimniß ssincZ vecnniren'ErfolZcZ liegt nnmentlich in de:n Eifer, mit dein cr selbst arbettet und in dcr NücksichtZlostzkeit, mit der die Lciftunsfähigkeit seiner Familie und seiner Arbeiter ausbeutet. Vor drei Monaten ist seine einjwc Schwester, eine Wittwe Crcst, in den elendesten LerhaU nijsen gestorben. In der Todeöswnde hatte sie ihren Vn:dcr zu sid) entboten und beschworen, nach ihrem Äde sich ih reZ einzigen ctinfcev, cincö frischen und kräftigen 7jahria.cn Knaben, anzunehmen. Varnes nafcni nach dem Tode der Schwester daö 5!in'o in sein HauZ. Ais 10 Uhr Abends mußte der Knabe an der Baumwcll-Neinizungömafchine arbeit! und früh I Uhr wieder an's Werk. Da5 Kind würde so schwach und hinfällig, daß ii sich kaum mehr aufrecht erhalten kennte; saus es vor Ermüdung und Kraftlosigkeit zusammen, so trieb es Bar neZ durch unöarmkerzige Peitschenhiebe immer wieder zur Arbeit. Am Tonnerstag frith Uhr weckte der Pslamer das Kind wie geN'öbnlich und befahl ihm, an die. Arbeit zugehen. Ich kann nicht, Ontel, ich sann nicht." wimmerte c von dem elenden Lager. Du kannst nicht, mein Söhnchen, Dn kannst nicbt ?iitn, das wollen wir ver-. suchen. Iä' l?.ibe alich arbeiten mn-sen. als ich so alt war wie Tu." Damit z?rrte 'der Unmensch den Gnaden vom Lag', nst ihm die Lumpen, mit denen er dckleidet war, vo,n Leibe, schleppte ihn in den Raun:, in dem die Äaumwoll-Presse steh:, band ihn dort an den, Balken, der die Tecke stüht, mit Stricken fest. Dann holte er einen ganzen Armvoll Hickoryruthen herbei und begann, da5 Mnd zu peitschen, bis eS von bluttünsti gen und blutigen tnen,en voustärrdlg bedeckt war. Ta5 Geschrei de Knaben loäte die Arbeiter dcrvei, eine alte Negerin iel dem Wütherich in Arme und sehne : Du schlag:: daö Kind Deine? Scl'wester rodt" , abcr Wer nicht arbeiten will, verdient nick't ;u leben" saate dev reiche Pflanzer höbnifch, und die Schlags hagelten fort auf den kleinen, blutigen und zuckenden Körper. Die alte Iran lies p den nächsten Nachbarn, auSschließlich Farbigen, die Männer kamen herbei, rissen Varnes von seinem Opfer hinweg, bandcn den Gnaden loö und leb.loö fiel dieser ihnen ia die Arme. Das Kind war too:. Endlich kam die Empöri'.ng in der Brust der farbigen Männer zum Ausbruche, ste sahen und jua'tcn naw ?barne- und wurden lyn in dtejnn Augcnt'liekc erwürgt und zerrissen haben. Das Scheusal hatte in der üoer halbs Stunde von ibm entfernt woönen,' aefiüchtet, diesen ein Märchen von einem Aufstands seiner Arbeiter gegen ihn er jttiuivju ii.i v i v )ttcn ce$ üiunacn Auftritt'- gewesen waren, und der reicbe Schuft w'.rre verhaftet und im Gefängnisse untergebracht. Wezen Mordes kann keine Jury den Bl-.tthlln? zum Tode verurtheilen, denn die Abncm. zu todten, wird ihm schwerlich nachgewiesen werden können, aber die Bevölkerung bat aucb gar nicht die Absicht, es auf den'Proceß ankommen zu lassen. - u. .v W . 'C. t Desertiozien von .anffabrteischiffen. Die Hafendehcrde in Uhiladelpdia be schäftigt sich zur Zeit mit der ra'ge, in welcher Weife dem Unwesen der Schlepper oder Runner gesteuert werden 'lonne, welebe die Älatrosen der dort ankommen den Kauffahrer zur Desertion verleiten. berkebr, gewährt schon seit I84lt, in wel chem Jahre der Hafen den Europäern eröffnet wurde, durch die zahlreichen schiffbaren Flüsse und Kanäle,' mit denen er in Verbindung steht, unzufriedenen Seeleuten günstige Gelegenheit, von den Schiffen, für die geheuert sind, zu deser tiren; in Folge deffen bat der ÄkatrvsenWitz die Kerle, welche Matrosen gewerbsmäßig zur Desertion verleiten, Shanzlmier getauft. Die Seeleute verdingen sich in der Regel sür die Hin und Rückrcilc.' Bei dcr Ankunft im BestimttNlngSHasen ist der für diese Reise verdiente Lobn fällig. Die ?)latrosen einlaufender Schiffe fallen den Shanghaiern in verschiedener Weise zum Opfer. Dieselben beaebcn sich, als sidelc Theerfacken verD.. . . i'i. liefet, yctmtlcy aus ras scuitt. . Die Nnnncr machen sich mit den An kömmlinaen bekannt und laden dieselben vl einem Trunkc am Lande ein. Dann werden die Matrosen in eines der LogirHäuser gelcctst, in denen ausschließlich Seeleute verkebreil. Dert werden sie erst 77.it betäubenden Getränken trattitt, dann wird ibnen ihr Gelb auf irgend eine Weise abgenommen und sie werden von den'Zkunner an einem sicheren Orte untergebracht, an dem sie auZschlasen, Am nächsten ?ag? begannt Trin-

den Tod des öinaben herrschenden Ausre-. zunz seinen Vortheil wahrqenommen,' stch zu weinen Pflanzern, die etwa eine

zählt und sts dadurch veranlaßt, dan sie! ihn zu Wagen nach Andcrson brachten Dort langten kurz darauf auch einzelne

Dtese Schürten sübren die Bezeichnung Shanghai". Shanghai, dcr Haupt Hafenplät-. Ebina'S für den inländischen

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j Un tcn Neuem, dann erschein: ein neuer I . . . l i . . r i i t

! aplttn, m vie !'7Zttcvr. enzazln I ... c:. vvi . r : r ccu i5tv üic ivumvfcrH, g.vvi umtu ein reichliche Handgeld unV r.:'.chve:n dieses vertrunken ist, der WirtK bei: UruUia'li eben anch noch meist die zt&kt iiijcdie sie aus fc::n iöe hben. für nUf ständigen Bvsrv bawm?nen und dafür r..i K nrVn Sif "' ' 1. ' '' I iuvivii miiiva r vjv ;i wo ihrer fast iincier e: trau rize dt, ungewöhnlich rsbeZ'dtuag ilixb schlecht t)Mt. ?uü) Vcendiqunn Reise nur? de xkutca ! tav leichlichc HsttdF?!d tvitfirli vö i ne abq?n und ezieselbe werde bewahe rnitUUr und nur L::cu l'CftCi N d.ZZ Lnd rttfcHt. ttw C M ; fcienrn Austande hluft verksrmen unb i 5a?li:li selbst ja stbai?rn !rd sinken. Haben die Runuer .us deni Schiefe lein (S'tliid gehabt, o luiscösn sie sich imm die in den Äarrosentneiren ver5er?7.:: Szeleutt. krvren da,4 (esrräch ar die Lohnseroaltnme, friert süb, rsn sis hören, daß die'MäM? M 'SIS öl) monatlich verdienen erst? und cntrüjtvt und bitten auf Kauffabrem erster Klasse" Dlatze zu Stt öis n. Dann erscheirtt der Capitän nd da5 Spiel nimmt in der vorher bezeichneten Weise seinen Fortganz. . Die ijslizei ,n PhUadechhia bt eö bisher nil -au Änstrengunett fehlen lassen, die öbangyaier zur Bestrafung m nehen, dicselven haben aber an den Äe sitzern von Matrozenkleipen einen derar tigen Hinterhalt, das es fast nie gelingt, die gezen daS Unwesen jetzt schon beste benden Berordnunzen ' durchjnfübren. ÄuA anderen Städte wv öber vensel' ben Krebsschaden qellagt, sber-merkvür diger ?eise tritt derselbe innerhalb da Ver. Staaten nirgends so schroff bvor, als in Philadelphia. Donnenliche. t In den letzten Tagen und Wochen hat sich die Sonne ziemlich selten gemacht? IHimmelszelte. Wenn jie einmal für ein Paar Stunden auf nnS babscheint, so Gesinden wrr uns m gehobener Stim imung. Dies geschieht nicht bloß aus .'dem Grunde, toeil Licht und Heiterkeit .gerne beisammen rsOhnen, sondem eS ist gleichzeitig eine Fslge der chemischen Kinuny der Sonnenstrahlen. Die Pho -togravhie führt unS diese chemische Wirk fanckelt am deutlichsten vor Augen, denn auf ihr bernbt der gam.e Proej' msA er nun in dem sogenannten najzen Vershren in Eollodium oder mittels der ziitxen Trockcnplatten in Geltinc ausgeführt werden. Denselben Einfluß HUix die chemischen , Eigenschaften dkv Sonnenlichteö auf 5hiere un Pffnzn ; durch sie wird der thierische Stofftvechsel an$t .regt, elnj Licht Nm' dS 'Mswieh fett und damit kra?, verkümmern di Psla' zen. AndauenÄer Mauze! an Smen licht ;;kfährdet die Gesundheit ,deS Wen scben in hohnn Grade. Unter dem &w flune de(. LichiS nimmt d Bestandtheil der At'.n?'päre. den wir Ozt ?der larisilten Sauerstoff nennen und der eins iroe !ou'c im .aushalte er Namr I jpielt. diejenige Beschaffenheit an, welche i unsercttt DraanimuS avz vortheillfte sten ist ; atlneu wir tafttii Luft ein, die. n,ag sie im ttefcric nch s rein lein, nicht mtt dem Sonneutta'te in Aerührnnz Aekvmmen ist, so einstnden wir lald ein eigenthümluve Äefnbl der Eina.'nommeneit. Av?r nc-ck vl fchliramer wüte kie andauernde Verbanunng de Senneitlichts auö unseren Wohn' und Schlafräuntti: ; s begünstig die Entstehung und Äer--breitung epidemischer Krankheiten und vüj i die chernischm F.iul -ist" ca r se-m:?.') proesi: ,jci!r.tiiS? Ub: .ch . Unter der Einwilknng de Souncnlicht-z vertrocknet und zerstäubt Unrath aNcr Art; ohne solche Einwirkung ballt sich Schmutz allerArt zusammen, wird f:cht, moderig,geht in Gähmn über und sendet MiaSmen und heimtückisch? Spore und Keime auS. Ist dieser Zustand bereits eingetreten, so virv er dnrch den stritt des Sonnenlichts bald wieder tyntigt, wahrend ohn solche FFulniß und Mo. dcr verderblich fortwirkn. Die Shnie bat unö diese Ttsachen schsn längst ge lehrt und bewiesen, wir kennen die Kich, ticzkeit deS Sonnenlichts und wen, das Slgnalbureau iemalS vollständigen Man gel an Sonnenschein für eine lange Periode ankündigen sollte, würden wir alauben, daß der jüngste Tag nahe bevorstehe. Darin aber, daß wir daö Sonnenlicht Wochen laug auS unseren Wohnungen verbannen, erblicken wir keine Gefahr. Um einen einfältigen Teppich oder eine dtlmme Tapete gegen ta5 Beschießen Ju schützen, " halten " wir Blenden, und Borüänge den ganzen Tag üb?? geschlossen und machen hierdurch, mag auch dre Lust durch die Vorhäuze Zugang finden, unsere besten, trockensten, g?sün desten Zimmer zu ungesunden, dumpfigen Löchern. Mitten im Sommer beaünstigt auch noch da3 Fernhalten der .. lästk gen Fliegen diese Absperrung gegen das Licht. 6s ist nicht nothwendig, da zu allen Nuurnen, über die wir verrügen,dö Sonnenlicht dea ganten Tag bindurch ungehindeN Zutritt habe, über für mehrere Stunden ist dies n jedeur Tage unter allen Umsiindttr ncchwendia. In Zimmern, roelche Kindern zum mh& valte diene, m dieö ,n noch bSbrem Ärnde unerläßlich als bei Erwasenen: tu t rl 7" vic icgivicn Kttcrn nur nvryig, iw in ge sundem Zustande zu erhalten, die 'Kinder aber muffen dieß und gleichzeitia auch wachsen. Es giebt keir Mcksicht auf Teppiche, Tapeten Möbel oder sonstige unwesentliche Dinae, welche eS rechtfer tigen könnte. daS Ächt andauernd uschließeu. &in miHkngees CXttcnt. Der Pnersburaer Ekrrespsndent deß N. J.KeralV theilt foknde -je(t erst von mhmftifchenFlngblättern verbreite! Vcschichte rt : " An einem schönen Maimorgen v. I. kurz nachdem der auS Odeffa nach Ä. Petersburg berufene General Gurko seine Stclluna al5 militariscker Gouverneur und gleichzeitig Polizeirajrdsnt der Hauptstadt angetreten hatte, rühr deffen bekannte Equipage, an den Seiten die Escorte von je 6 Kosaken ritt, welche

Ms caf ijjnm C'CiiixltTvto

gleitete den glänzenden Nevs'ky'Pröspekt berab. Die dienstthuenden Polizisten Zalutirten ehrerbietig ihren Chef un ein Bataillon Kaisergarde, das zum Ererciren ausrückte, machte Front und ließ den General mit allgefaßtem Gewehr passiren. Der Wagen bog in den Alexander platz ab, fuhr über solchen hinweg und mate vor einem Seitenthore des riefen.hasten Winterpalastes Halt. Gurko stiea auZ und gab dem Thorivärter Befehl, den Ofsizier der Palastwache vor ihn zu bescheiden. Dieser erschien. Melden Sie mich sofort Sr.'Majestat." Se. Majestät schläft und wird nicht vor einer Stunde geruhen, aufzustehen." ES handelt sich um die persönliche Sicherheit des Kaisers, ntelden Sie nuch auf der. Stelle !" Der Offizier trat zurück un.. lud den General durch eine Verbeugung ein, ihm zu folgen. Beide schritten die mit kostbaren Teppichen belegten Treppen hinaus, durch Corridore, deren Wände. rmr ... rm . . . . i ,-.

zum ri.yi ui wstiaii uno Z.ap;s i; VaH td bts Offizier bsgab sich rn das üSchfts Gottunn - s dem dienst thuenden Lberkammerherrn den Befehl Vurko'S meldete. . Dieser war erstaunt ; e war 5ur nach 7 Uhr, um diese Zeit den Kaizer zu kecken, schien unmöglich. Der Ober Kammerherr flüsterte dem Ofsieier ein paar Worte zu, dieser verschwand durch einen geheimen Gang und fertigte einen Eilboten in Gurto'S PalaiS ab. Diese, kehrte bald mit der Meldung zurück, der jlöenual schlafe noch. Geräuschlos drang die Hesammte Palastwachs in das erste Lorzunmee und überwältigte den aneb lichen Gencralgouverncur und Polizei Präsidenten. Mit verächtlichen: Lächeln ließ dieser sich fesseln, einen sechsläusigen, scharf geladenen Nevolver und einen haarscharfen Dolch abnehmen, und sate auf die Frage, ob er noch weitere Waen an sich verborgen habe, höhnisch : Diese da würden hingereicht haben." Endlich gedachte man auch des Wagens zmd der Escorte, aber dieselben waren verschwunden: ein Polizist hatte sie eine öer Brücken üoer dieNewa pasiren sehen und dann waren sie in der Straße, die nach der Basil'Jnsel führt, verschwunden. Die Polizei yat Himmel und Hölle 'in Bewegung gesetzt, den Kutscher und die Pseudo-Kosakenausstndiz zu inachen, aber auch nicht daSeringste ist erntittell ßvordetl. Der Verschwörer, welcher den Gurko iso tneisterhaft copin hat, daß er ohne die Vorlicht des Kammerherrn sei, n Zweck, frie Ermordung deöCzarcn, erreicht haben würde, sitzt ln der Peter tind Paul'S 'Festung und lacht aller Anstrengungen, don ihn: etwaS über seine Petsönliwkcit nd seme Mitverschworenen zn erfahren. Kr leugnet nicht, daß ein Eomplot besteht, cn Ctaren unter allen Uinständen auS e Wee zu schaffen, und oa$ erwähnte ihilistijche Flugblatt versichert, jene Ver :schwörer würden ihrr Z'veck sicher erreich?Zt. Lehrer in der Politik. , Scbr lcbrrcich für iede Nevubiit und aan; öesonderS fiw die Ber. Staaten ist die ZdriiS, in dcr sich gegenwärtig das ftamöltfche Ministerium befindet, weil es. die Äusaaben für die Schulen nicht erhö Sn toii Eines der größten und unb?' ittenstm Lerdiensts ver dritten französifchm Republik ist die Durchführung und Refornr des obligatorischen Volksschulunterricht?. Noch jüngst wies Ferry mit Genugtbuung auf diesen gewiß hochwichtigen . Äeirrag zur Losung der socialen Kage l)in. Er war dazu um so mehr berechtigt, als er persönlich in erster Linie für diese Errungenschaft gekampft, hat. Aber so löblich die Bestrebungen' iur Förderung dcr Intelligenz sind, so haftet ihnen doch allen ein 'Mangel an, der sich durchaus nicht wegleugnen läßt. Als die wirkliche Republik vor 7 Jahren nach langen Kämpfen die Scheinrepublik endlich ersetzte, erschien die Schulfrage' naruraentäß in erster Linie als eise p olit isch e Frage ; man wollte vor Allem' Republikaner heranbilden. Da aber dies in all' den Gegenden, wo die monarchischen und die' mit diesen fast immer verbundenen clerikalen Ideen noch immer die Oberhand hatten, nicht it den Wünschen der lokalen Bevölke rung in Einklang stand, so mußte der S t a a t in vielen Fragen an die Stelle der widerwilliaen Gemeinde treten und. er that dies besonders dann, wenn durch d Neuordnung der Schule die Kosten, bedmtend vermehrt wurden. Die Folge eineS solchen Vorgehens ist, daß m Frankreich heutzutage die Volksschule zu drei Vierteln' vom Staat und nur zu ßinem Viertel von den Gemeinden unter galten wird, ein Mißverhältniß, wie es , keinem andern Culturstaat auch nur entfernt vorbanden ist. Dieses Mißverhältnis; hat aber noch einen anderen, rveit weniger zu entschuldiaenden Grund, und das ist die Wadltattik der Abgeordneten. Wie kann llch ein Abgeordneter seinen Wählern bcji spfehlen. als indem er ihnen auf Staatskosten Schulpaläste binstellt und' ib Lehrer derselben vom Staat besolden t$t B2blt nun aber der Staat die eisten Schulkosten, so hat er auch den ?ssr?ttliSen Unterricht und daö Lehrer tnsenal durchaus in der Hand, d. h. das sramSsische Staatswesen hat die Schule ebenso stark eentralisirt, wie alles Uebrige. Line solche Einrichtung hat ihre schweren Vedenken. Sie verhindert die Gemein' den, sich ihrer eigensten und wichtigste Interessen lebhaft und dauernd an;uneh! mm, indem sie ihre Kompetenz in Schul! tragen aus ein Minimum "beschränkt.; zkatürlich bekümmert sich die französische, Oemeinde weniger um einen Lehrer, den der Präsekt deS Departements einsetzt und. abberuft, als z. V. die schweizerische Ge-, meinde, welche ibre Lehrer wählt und so, zar wegwählen kann. ' Weiterhin hat diefe Centralisation den. sroßen Uebelftand lm Gefolge, daß die' Abgeordneten rnk die Wah ist i m m e n und den politischen Einfluß der Lehrer stzttnllren. Dieser Umstand gerade hat; die Krisis herbetgefühtt. Eine Schul' cvmmission, an deren Spitze Paul Bert,; der bekannte Deutschenhetzer und chema? lige Unterrichtsminister G'ambetta'S steht,: hat ein allgemeine Erbsbuna der Lehrergshälte? empfehlen. 'Bert selbst schätzt' fei? ficj&tti.wr MiücwlravLf 25 Mil-i

awj w&qus2JUw, 1arcn in Las ernc WNNMör WtUcbsit Wlafae,

lionen und auf da Doppelte in 10 Iah--ren. Die Budgcteommission dagegen ist der Ansicht, dast die Kosten dieser Ä!efornr aus C3, bezüglich 100 Millionen ivcrde. u stehen kommen, unaerecbnet der That sache,'daß durch düö Fortwirken bestehen-' der Gesetze die Ausgaben für den öffent-' lichen Unterricht ohnedies schon von $5 auf 15 Millionen steigen iverden. Da sich nun Frankreich in keineswegs glänzenden sinanciellen Berbaliniffen besin-' det und die geschäftliche Lage deS Landes, eine sehr trübselige ist, so widersetzt sich nicht nur die Budgetkommission, sondern auch die Regierung jeder Erhöhung der. öffentlichen Ausgaben. f Die Kammer, welche hier eine Ent scheidung treffen muß, befindet sich, so schreibt d'e Frankfurter Zeitung" in ei-' ner recht unbequemen Lage. Die Majorität, die biöher das Alinisterium unterstützt hat, möchte dasselbe auch h: dicscr'Gclegenheit nicht im Stich lassen und nur ungern seinen Shin hcrbeifüh-! ren. Andererseits sin) aber viele ihreV Mitglieds? nicht geneigt die Lert'schen Vorschläge zu verwerfen, weil sie fürch-; ten, sich hierdurch die Schullebrer zu ent-' sremdendie namentlich auf dem Lande rei ?en Wahlen eine höchst wichtige Rolle spielen. Biö jetzt lät sich daher auch das Endresultat keineswegs mit Sichert beit vorausbestimmen. Es ist ja mög: lich, daß die Drohung des Ministeriums mit der EabinetSfrage die gewünschte Wirkung haben und. viele bis jetzt nock unentschiedene Mitglieder der Majorität; dazu -bestunmen wird, die Rücksicht auf ihre Wähler der Rücksicht auf das Ministerium zu unterordnen. Möglich aber auch, daß die Ansicht der Regierung verworfen wird, wenn sie auch im Hinblick auf die augenblicklichen sinanciellen Verhältniffe noch so gerechtfertigt erscheint. TaS Mimsterium Ferry würde dann fallen aber sein Nachfolger schwer zu sin den .fein.

Vom Jnkande. Eine Bande Krähen-udias ner hat am 2. d. M. die Blockbänser mehrerer Bergleute bei BillingS, ))!ont.) in Abwesenheit der letzteren niedergebrannt. Die Bergleute befanden sich aus der Suche nach den angeblich ungeheuer reichen Enadcrn bei Von Eabin amBacho, Stillwater. Der C v c l o n e, der kürzlich in Süd-Carolina wüthete, hatte auch eine Eisenbahnbrucke nnfahrbar gemacht. Der Farbige Prinee Necd lief einem Zuge, dcr fällig war, entgegen und brachte ihn durch seine Signale zum Stillstände. Die South Earolina -Eisenbahncompag-nie hat dem Manne in Anerkennung dieses Dienstes einen Freipan für seine Lclcnözcit übcrschickt. Bor dein O berge richte deS Georgia ist ein Prozeß anhängig gemacht, in dem eS sich um die Frage handelt, ob eine Fran mAtlanta, die durch die schauderbaste Beschaffenheit einer Straße einen Unfall erlitten hat, ihre deSfallsigen Cchadenansprüche selbstständig oder nur dnrch ihren Ehemann vor Bericht geltend maalenkann. Die Gerberei, welche der Märtyrer John Brown bei Elarl'ö Eorners in Crawford Eo., Pa., errichtete und mehrere Jahre betrieb, befindet sich, Wa3 die Baulichkeiten anlangt, noch in unverändertem und merkwürdig gut er haltenem Zustande. 1871 loar dieselbe in eine Käsesabrik, 1882 in eine Grau' pmmühle umgewandelt toorden. Drei N c w A o r k e r Damen sind die ersten, welche mitten im Winter denGipfel des Mount Washington erstiegen haben. Sie haben kürzlich die 3 Meilen, während ihnen der Wind mit einer Geschwindigkeit von 10 Meilen in der Stunde in die rosigen Gesichter trieb, in 6 Stunden zurückgelegt, sich mit den Beamten der SignalstatwN trefflich amü.' sirt und dann den Rückweg während eine) dichten SchneesallcS glücklich beendet. Es giebt doch noch Ladies, die nichts weniger als verweichlicht sind. Mehrere Fischer spielten kürzlich rn ihrer Hütts am Eolumbia unweit Astoria, Or.. Poker. Einer von ihnen hob seine Karten auf und sagte : Ich paffe." In demselben Augenblicke fiel er todt vom Stuhle. Ein Herzschlaz hatte ihn für immer paffen gemacht. Ein sehr schöner Vorwurf für die Heuchler!schen Frommen im Lande, die an demsel' ben das Sündliche des Kartenspiels und die der Sünde auf dem Fuße folgende Strafe beweisen können. Pedro Montaldo, cinctn vornehmen Geschlechte Barcelona'S in Spa nien entsprouen, ist in AnnapoliS, Md., gestorben. Er studirte die Rechte und war viele Jahre lang Staatöanwalt in Spanien. Er war auch Mitglied deZ großen republikanischen Bundes dcr südlichen spanischen Provinzen, und noch unter der Königin Jsabella mußte er, nur um daS nackte Leben zu retten, verkleidet und unter allerlei Abenteuern daS Land verlassen. Er kam nach den Per. Staaten, und da zu damaliger Zeit gerade der Bürgerkrieg tobte, trat cr als Soldat in daS von dem Er-Präsidenten Haves kommandirte Ohioer Regiment ein. Im Laufe der nächsten Jahre schwang er sich zum Major empor, aber auch zu einem einbeinigen Invaliden, und vielleicht deshalb blieb er in Amerika. Später lourde er von der Vundcs-Rcgierung zum Lehrer der spanischen Sprache an der Marine-Akadcmie ;u AnnapoliS ernannt; allein da diese Stellung wohl nur eine nominelle war, versetzte man ihn nach dem mathematischen Departement, in welchem er Vorzügliches leistete. Nicht allein war der Verstorbene als stiller be, scheidener Mann allgemein beliebt, son dern cr soll auch seifJahren im intimsten brieflichen Aerkehre mit dem jetzigen Könige von Spanien und zuletck mit den Häuptern der republikanischen Idee in Spanien gestanden haben. Der Farbige William Dünn in Bristowville, 6 Meilen von Savan, nah, Ga., hatte ein Libesverhältniß mir der noch sehr jugendlichen Tochter deS Farbigen Jerry HaginS. Der letztere atte Dunn wiederholt daS Haus verboten, traf it)n aber an einem Abend gegen Ende voriger Woche niit feiner Tochter in demselben und war im Finstern an und schlua ihn nieder. Dunn lief auS dem Qaule. Mnte nach unaefäbr dreinia ! Schr.ittenu LLden undschrie.m.Silfe.

Cic Nachbarn eilten nn't Laternen herbei, fanden D. blutüberströmt u-id mit 'einem Schnitte quer über die Brust. 2c et:

achteten die v'.inde uiä't für o.eiäbrlük und brachten Dunn, da .vag?"i cviuu.;, ; derselbe könne sich in seinem Haufe erholen, in st'lches zurück. Hier vcrblieb Dllnn bis zum V. dies. MU'en , Hag in ö hatte uucdcrn?lt d.',tt Nachbarn gc?iia,t, derselbe U'xU ; i Asthma, am Ab end jenes Tages wurde es jedoch bekannt, daß der Berroundete gestorben sei. Die Be, erdiauna sollte am dies. Mon. iLii finden, die Leich befand sie'' uix Sargc, einige Nachbarn lraren i::l . Zimmer anwesend, al plötzlich der ! Eoroner in Begleitung eine (5onfrjiMcv I in solchem erschien, den Sargdeckel abund dem Todten die .! leider vo:n eibe ! riß, und an der Brust, so.vie am Unter- ! lelbe desselben acht neue Schnittwunde!; entdeckte, die sämmtlich der ersten und obersten völlig gleich waren. Der ör. per war dick mit ' geronnenem Blute überwogen. - Hagins' Tochter genau?. weder zur Wehr setzen, noch um Hilf habe rufen tonnen; tro.ocm uno ttctz der Schnitte, die taglich hinzukamen, habe Dunn rolle 8 Tage 'gelebt. Der Mörder hat sonach seinpser im wahren Sinne des Wortes zollweise gemordet; er wird vielleicht de'. Galgen, sicherlich aber dem Stricke nicht entgehen. Das e l e e t r i sch e L ich t w i r d je:r zum Fischfänge in ähnlicher Weise benutzt, wie in Deutschland die Kienfakkein beim ,,5:rebs!euchten". In demselben Grade, in dem das Glühlich: die qualmende Kienfackel überstrablt. ver größer! sich die Anzahl der durch ersteres angezogenen Wasserbewohner. Rucht blos geblendet schauen dieselben in die neue Herrlichkeit, sondern eineArt hypnotischen Zustandes scheint sie zu überkommen.' so daß sie sich mit Schaufeln aus dein Wasser und in das Boot wenen lassen. Frau E in ,n a M v e 7v r a n iy in Rewark, N. I.. ist eine allerliebste Wittwe und hatte sich, wie dies sehr bäufig vorkonnnt, in einen Apotheker verliebt. Ende voriger Woche stürzte sie in den Drugstore und rief : Waru'.n haben Sie mich am Mittwoch nicht besucht: Wollen Sie mich etwa im St;aV las sen Hierauf fübne sie ein lleines Fläschchen an die kirschrothen Kippen und that, obwohl der herbeieilende Herr Anton Burckhardts dav ist der !anie des Apothekers ihr die Pbiole va entreiße versuchte, einen ber;haftvn Schluct. DaS Fläschchen enthielt Strvchnin. Der Apotheker wandte sofort die geeigneten Gegenmittel an und die Wittwe ivar nach wenigen Stunden außer Gefahr. Auch das noch, sagte sie wehmüthig ,yi dem Manne, der cö ihr angethan, Kitten Sie mir kein Gegengift gegeben, so wär ich jetzt von meinem 'Grame für iinine erlöst." Wäre die Geschichte im Staate New Jork versucht, so käme die verliebte Wittwe auch noch wegen Selbstmordvev' wchö unter Anklage. sosni ?ln5la',d5. I :i b e rn ..E e n t r a l b l a t t" für ' . f w . i. .1 , T . ( . . . v - d;e . er : ü -?l nd'a n ri e'' l l nd e n wir tilgende originelle. ?lot) : Als man ein egvptisches (!rab öffnete, sand man darin eine Mumie, die vor 2000 Jahren begraben wurde und ein Paar Strümpfe, welche beweisen, dan die Kunst des Strickens führt ist, waren anscheinend etwas dicker, als diejenigen, welche jetzt ia Gebrauch, und die Strickarbeit ist lose und elastisch. Die Arbeit beginnt in der einfachsten Weife mit einem einzelnen 5vaden, nimmt aber beim Fortschreiten Muster an. Statt wie der moderne Strumpf mit ciner?!undüng zu enden, kommen zwei Theile von gleicher Weite heraus, '.vie die Finger eines Handschuhs. Dies machte inan, um ihn den Sandalen anzupassen, welche einen Riemen hatten, der in der Mitte befestigt, und beim Anziehen über den Strumpf gezogen wurde, wie beute noch z. B. in China und Japan. DaS t.icrfwürdigste an diesem Scher; ist, daß gerade ein Fachblatt darauf hineinfallen mußte. Die f r a n z o s i s ch c Kammer bat das Gesetz über die Erziehung der Kinder von Soldaten (bis zum Eapitän hinaus.,, die von ihren Eltern für di: Ünterossicicr-Earricre bestimmt werden, berathen und angenoinmen. Diese "en. sants le troun ;", welche bisher regimentilt waren, Lebensmittel bezogen und für deren intettcctuelleS und moralisches Weh! ein Unterofsicicr im3kcgimcntsverband sorgte, sollen bis zum zwölften Jahre in Zukunft den Eltern überlassen bleiben, welche ErziehungZbeihilfe crhalten 109 Francs für Knaben von 3 bis 4 Jahren, 150 von 4 bis 7 Jahren, 180 von 6 bis 12 Jahren. Von diesem Zeitrau'.u an treten die Knaben in eine der sechs Unteroffieier-Vorbcreitungöschulcn, von denen vier für die Infanterie, eine für die Eavallcrie und eine für Artillerie, und Genietruppen bestimmt ist. Da eS ungefähr 500 Puppenkinder giebt, von denen 2500 sich in ihren Familien bcfinden, so wird jede dcr gedachten Schulen 500 Kinder zählen. Die Eltern übernehmen die schriftliche Verpflichtung, ihre Kinder nach Ablauf der Lehrzeit, welche auf fünf Jahre berechnet ist, weitere fünf Jahre im Verband? der Armee zu belassen.' Im Falle der junge Mann im Alter von 16 Jahren sich weigert: sollte, die Militärcarriere zu ergreifen, kann der Kriegsminister bis zur Hälfte die durch die Erziehung dem Staate veranlaßten Kosten von den Einkünften der Eltern oder dem persönlichen Vermögen des KindeS erheben, doch darf die mit Beschlag belegte'Summe nicht ein Zehntel der Einkünfte der Eltern oder deS Kindes übersteigen. Die "eufnntg 1o tnupe" treten als gemeine Soldaten in die Armee, können aber schon nach drei Monaten zum Eorporal, nach sechs Monaten zum Unterofsicier, zum Sergeanten bcfördert toerdcn. Man schreibt aus EgYPten: Daß General' Gordon gegenüber der Sklavenfrage u Concessionerrqeneiqt

c;ip ihr atr dem unn )eden ag einen ' Schnitt beigebracht hake und zwar gleich am ertteN Abend einen )o tiefen, das sieb Dunn seit dieses Reh

damals grone Bervoltlommnung erlangt hatte, denn sie sind wirklich künstlich gearbeitet. Die' Strümpfe find auS feiner fr v r i ". . !

'a'aswoue gcmaeor, zuern wavriweintlcy weiß, aber jetzt braun durch das Alter. Die Radeln, mit denen die Arbeit voll-

ist, lann jeden, der die eroallnte tm Sudan kennt, nicht wundern Die Egypter haben dort den Sklavenhandel betrieben unter dem Verwände, ihn .auszurotten. Ein lugenzcuge, L. Lkeinifch, schrieb darüber im Jahre 1830 : Die egyptischen Soldaten machten sast jeden zweiten T'ag einen Raubzug in die umliegenden Ortschaften, um die Steuern einzutreiben. Planen die Egvpter einen Naubzug. von dem daS unglückliche Volk Wind bekommt, und finden die Soldaten die Einwohner des Dorfes mit der wenigen Habe auf der Flucht, so brennen sie die ganze ?!iedttlassung zusammen und nehmen die ersten besten Menschen, die ihnen in die Hand: fallen, um sie als Sklaven zu verkaufen. Das Geld nimmt die Regierung als Schadloshaltung für den cntgangenen Tribut. Jede dieser Soldatenfamilien hatte ein oder zwei sudanesische Kinder als Sklaven und sagten mir die Soldaten ganz einfach, sie. hätten die Kinder von der Regierung cm Zahlungsstatt bekommen. Si? hofften, die Kinder am besten in Eairo los zu werden. Jrn abre 1873, zu welcher Zeit Gordon Pascha noch allmächtiger Hokmudar dc3 Sudan war) wurden durch die Provinz Galabat zehntausend 'Sklaven transpcrtirt. Der' DurchgangSzoll per Kopf wurde von der Regierung auf 11 Thakr gesetzt und zwar kamen hv von 7 Thaler auf den Schcikh, das andcrs auf Polizeibeamts, mit 10,000 multiplizirt, macht 115,000 Thaler, wclche die genannten Herren als Besoldung von der Regierung bekommen. D i e in Elberfeld erscheienden Neuesten Nachrichten" erzähle, daß in der Born'schen Druckerei eine von zwei Eommissären und sieben Polizeisergeanten ausgeführte Haussuchung stattfand. Es scheint, daß man nach etnem dort verbreiteten socialdemokratischen Flugblatte (welches einen der Eommissäre, Gettschalk, betraf) suchte ; es wurde aber nicht) gefunden, als einige alte Nummern des Socialdemokrat" und eine Broschüre, betitelt : FichteS politisches Vermächtnis; und die neue Gegenwart, ein Brief von Fcrd. Lassalle." Der Eommissär las ben Titel und bemerkte : Fichte?. Wer ist daö? Den kenne ich nicht '." Ach, das ist einmal ein großtr Philosoph gewesen." lautete die Antwort. Ach so," bemerkte dcr Eommissär. so um Humboldt herum." A n R a h r lt n g f u r d c n Aberglauben, der in verschiedenen Gestalten und in den breitesten Volksschichten umgeht, fehlt cö merkwürdigerweise doch niemals. So loerden wieder Hunderte von ahnungsvollen" und vorbcdeutungZgläubigcn Seelen aus der nächstehendcn v.'ahren Begebenheit ihre Ueberzeuzung von dcr Wahrheit deS VolksWortes, das; eine Braut nicht an ihrem Hochzeitskleids arbeiten dürft, stärken und aufrichten. Gleichwohl erscheint uns, schreibt das Berl. Tgbl." die Begebenheit interessant genug, um sie zu veröffentlichen. Die ältesteTochtcr cineS berliner lvoblfituirten HandwcrkZmeistcrs, die im Begriff stand, sich mit dem Werk führe? einer bekannten Glas und Broncetvaarcnfabrik Mi verheirathen, wollte als perfekte Schneiderin ihre Brauttoilette selbst anfertigen, gab aber schließlich dem Drangen ihrer Angehörigen und Freundinnen nach und ließ das Kleid bei einer ihr befreundeten Schneidenn anfertigen. Am Tage vor der Hochzeit erhielt' sie es abgeliefert ; beim Anprobiren stellten sich aber einige kleine Mängel heraus, welche die Braut, als Eltern und Geschwister bereits zu Bette waren, in der Nacht vor der Sochzeit heimlich durch Auftrennen und Aendern de? 5t leides selhst korrigirte. Die Hochzeit fand dann am nächsten Tage ohne jede Störung statt sechs Wochen später V.l Anfang dieses Monats aber war die junge Frau eine Reiche ; eine Unterleibsentzündung hatte ihren raschen Tod herbeigeführt. Auf dem Todtenbette gc-' stand sie ihren vermeintlichen Frevel", die heimliche Arbeit am Brautkleids, ein. Alle ihre Freundinnen und die gestimmte weibliche, unverheirathete 'Nachbarschaft auf drei Strafen im Umkreise Hal den .feierlichen Schwur geleistet, an ihrer dereinstigen BiiV.uwileile leinen Stich zu nähen.

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der große SchmerzsnMer biiltV eumsttismus, Rücteuschmerzen, Berrenkuttgen, f rfi in r m ü i ahnfchmerzen, Gliederreißen. eul.'akgia Frostbeuken, rütnlngett, Gesetnvufft. iKe.vensclill Brandwunden, chnittwnnden, Verftanchnugen, Quetschungen, Hnstenleidcn, Gelenkschmerzen. akobs Oel heilt aO?chmer,e. tix'&t ein fiucrll$c Siittcl teö:yiz:. Fanncr und Viehzüchter Irfc:: wdenZt.Jakol'S Oel einunüdu-rnfftt Heilmittel gezl lit Lebten deö fctftar.. Zedrr FlasZe SI. ZgsgdZ Cd ist eine genau rauÄnweisuna ta kelltliZer, englischer, trar!))V er, spanisch er. schwedischer, kk'ndischer, dancher. oo;. psrtiiztsffcher uns jtsUöntschsr Kprsc tiz.'s. Cm. Flasche Tt. Jakob Cd kostet W 6enl rfiinf lastön sür $1.00) ist üx jeder pothek, n haben ri er triib tti Bestellunzen von nicht wenizer als 55. ZS frrt nach allen Tchlen ter SerttntCT ßtcattrx ctrfanbr. 7Ian ctreiftre : The Charles A. Vogeler Co., (3:a4fo:ger ten . Casu'er & Es.) Baltimore, Md. I)r.ZI.8.(!imi!!uFkiu (ES wird Deutsch gesprschen.) Kfktt nud ) ttZ OK l Zö,Knukg: j vW oo Sud Meridian Straße. IuclIanniioliH, Ind. Olsice .S?un!n : R- 9 UZr Kor.. 1? z ach. Uhr SdendS. Teltphsnire nach George F. ?orü' Lpsthekr. BilligeHcimstattcn Ärknusu and Toxas. Die St. Loniö, J,on Mountam uud Ssn thern Eisenbahn cutlang, ,ovie die TexaZ und Päcisic.ÄleNbahn und die Joternalional und ,(Z eat Norlbern (Zilendakn sind Tausende don Ackern de geädNeZ!cn Harm und Weidclande? n der Welt, im von sS, $3 und $1 per Acker, in g sunder Ceg.nd und einem unüber lrefflichen Mma, für Gesundheit und Lebev. genuß. Man sÄe'be an den Uakekzeicknetn: um einen flatistlschcn Erntebencht von lkan s und Texas für 18? nud man entschließe stz, zu gehtn ivxh sich selbst zu überz?uzen, da die Ernte von IL3Z nm so Prozent grö ßer par als 1832. Denjenigen, tve che Lmd vou diesen Geselle 'chzsten kauf u, und eilt Vierlkl, d'e Hälfte cd Utt b&ax bezahlen, wirb ein vrrvalinikmäßtger Nachlost an Fahrpreis rkcr Frackt über diese ttlscr.bahnlillien erlaubt. II. (?. I'o'w!, c?ea'l.Pass..Agent. St. LoviS, Vo. F. A.. l'ulrncx-, Distrikt. Land. Pass.. Agent, ?!o. 40 Welt Washington Straße, Jndiauap?li?. IDontscho W Etablirt seit 1859. Charles Meyen ä Co.. 39 und 41 Pai P.cw, 3?cw York, besorgen &uj Arten von eeclÄstsatxelgea, Personalanfordeniü;cii etc für dies Zelt2r 5?v!s für klls deutschen Blätter in den Ver. Sta&tcn und Enxcpa. ßtorntlkta DotiH-Ancrlaiilschff Zcitunp a Uegn in rxuBcrcm UcciiiL-Lctal tut rrein ia&lcltt dti 1'ubUkcjn ut ' Dia gefchrka Herau?clr dsutsdcu' XUatur wavx MctungsToa tosuciit, xxa ISr?-ixLii-Q ist usA&a iLeütrtai zu

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