Indiana Tribüne, Volume 7, Number 166, Indianapolis, Marion County, 5 March 1884 — Page 2

ndiana Hriöüne.

Er sch eint FSgttH, Wöchentlich n. Sonntags. Office: 120 ß MarhlanbSr. trVttSallA ,?rt!üe- fcRtt durch den Trsr!2 Ten: per Woche, die Ssnngö .,?ribüeLentS xr Locht. Leid jujac IS Cent. tr Psft ,gcschickt in VorzuZbk,ahlus Pi vtx Jair. Indianapolis, Ind., 5. März 1884. Die .Weiß: Lilie." Ter Engländer Col. I. Drew Gay, der von einer längeren Reise durch China t urückgekehrt t, macht im London el." ie interessante Mittheilung, daß die be kannten Sechs Compagnien" m Cali ! 1 i v a r:v fa Ou..:.. Tonnen lucis ante u Gesellschaften deS chinesischen Geheimbun !des der Vcihen Lilie". Dieser Bund übt über alle Chinesen, gleichviel wo dieselben sich aufhalten, eine absolut unbeschränkte Herrschaft aus. Er hat über 'll seine Agenten, welche Contributionen für die Zwecke d?s Bundes erheben, und der Rache des letzteren kann kein Chinese entgehen. Cs ist die zahlreichste und mächtigste geheime Gesellschaft der ganzen Welt, ibre förmlichen Mitglieder werden aus 2,000,000, die Zahl der Personen, die ohne in die Mysterien des Bundes einzeweibt zu sein, sklavisch seine Gebote vollstrecken, auf wenigstens 20,000,000 geschätzt, für diese Gesellschaft existiren keine Gesetze, als die sie sich selber giebt. Eines der letzteren geht dahin, daß Leben und Eigenthum der Engländer undAmerikaner unter allen Umständen so lange respectirt Werden müssen, als diese nicht das Unglück haben, ein eingeweihtes Mitglied des Bundes selbst zu schädigen oder auch nur zu beleidigen. Unter welchen Bedingungen ein Chinese in den Bund aufgenommen wird, ist ein Geheimniß, das noch kein Nichtwij' send" ermüdet hat, so viel jedoch ist bekannt, daß der Bund in allen Ständen seine Mitglieder zählt, sowohl in den vöchsten Beamtenkreisen, als unter den niedrigsten Kulis. In Siam erstreckt sich die Macht und der Einfluß der WeiJen Lilie über die Siamesen sowohl, als &cr die zahlreich dort verbreitetcnChinesen. In der Rah? der HauvtstadtBangkock ietrieb der Franzose Bcnneville ein groGes Etablissement, in welchem die Stäm tat des Tekabaumes für den Schiffsbau zugeschnitten und hergerichtet wurden. lincr der Kulis hatte sich einer groben Fahrlässigkeit schuldig gemacht und erbielt von dem aufgebrachten Franzosen einen Schlag. Der Arbeiter nahm denselben in hündischer Demuth hin, aber in ier Mittagsstunde versammelten sich sämmtliche Chinesen, setzten Bonnevllle n Kenntniß, daß er noch vor Abend sein Etablissement verlassen oder sterben müsse, zerstörten die gesammte ÄZaschinerie und verbrannten alsdann die ganze Fabrik. Der geschlagene Arbeiter war ein Mitglied des Bundes der Weißen Lilie" und der Franzose hätte eher ein Dutzend andere Arbeiter ungestraft todtschlaaen können, als sich an jenem unverletzlichen Auli vergreisen. Auch in Singapore machte die Weiße Lilie den Versuch, einen ahnlichen Einfluß au-zuüben, wie in China undSiam. Die britische Regierung 'läßt dort das Recht der Erhebung der Eingangszölle an den Meistbietenden verpachten. Dies ist nothwendig, denn europäische Beamte würden nicht tmStande sc,denSchmug gel zollpflichtiger Güt.'r zu unterdrücken. Seit Jahren hatten Mitglieder der Weißen Lilie jenes Recht gepachtet. Bei der letzten Versteigerung wurden sie von einer Gesellschaft von Geschäfts leuten überboten, die nicht Mitalieder des Geheimbundes sind. Sofort organisirte ver letztere ras lnjchmuggeln der Waacn, auf denen die höchsten Zölle basten. in großartigem Maßstabe. Die neuen Pächter der Gerechtsame der Regierung kamen an den Rand des Bankerotts und wandten sich um Abhilfe an den britischen Gouverneur Sir Frederick Wild. Mehrfache Verwarnunam der chinesischen Kaufleute, welche bekanntermaßen an der Spitze des ganicn Schmuggel-Unlerneh-mens standen, hatten nicht den geringsten (Zrfolg ; da ließ der Gouverneur die drei Vornehmsten derselben vor sich entbieten, führte sie an ein Fenster des AudienniminerB. deutete mit der Hand auf eine im Hafen liegende britische Fregatte, die Dampf aufgemacht hatte, und erklärte den erschreckten Chinesen, sie würden sofort nach jenem Fahrjeuge gebracht werden, um auf demselben die Reise nach Danton anzutreten. Die Chinesen sielen auf die Knie und siebten den Gouverneur an, sie nicht nach v' r . t f uyma oringen zu lacn, )it yatten Uch in Sinaavore naturaliurt und das ckiinepsche (sefetz bedrohe jeden Sobn des RelcheS der Mitte mit dem Tode, der fein Bürgerrecht aufgebe. Der Gouverneur erklärte, er wisse das recht Wohl, die Cbinefen hätten aber ein derartiges Schicksal verdient. Die Leiter des Schmuggelgeschäfts wurden in der Tbat nach Canton ebrackt und dort hingerichtet. Seitdem hat sich der Chinesen in Singapore und ..... CV V ! f j cr r . t r m ganzen noijcyen Ärcylpe IC ein yelt samer Schrecken bemächtigt und sie kom men allen Anordnungen des Gouverne ments mit pünktlichem Gehorsam nach. Die Macht der Weißen Lilie" ist in Singapore völlig gebrochen und der AnWesenheit der britischen Kricasschine in ttn chinesischen Gewässern ist es einzig nno auein zuzuicyreiden, daß jener mäch, tige Geheimbund auch in China das Leben und Eigenthum der Enaländer und d ihnen stammverwandten Amerikaner veyr respectlrt,als dasjenige der Ange hörigen anderer Nationen. Ein bariarisches Mittel. .Je älter wir werden und je nöthiget ir es hätten, die uns noch zugemessene gett auszunützen, desto schneller eilen die Stunden dahin. DieS ist nickt nur eine Beobhtung, sondern eine Äegel und deshalb giebt eS Ausnahmen von derselVen. Da ist z.B. der Merch ant Taylor ßaian in .Wladelphia, der bat ein

hübsches und lreuzbravcs Döä'teriein, und diese hat einen Bräutigam, einen charmanten jungen Mann. Die jungen Leute sitzen, da gegenwärtig MondscheinPromenaden nicht gut ausführbar sind, jeden Abend bis 12 Uhr im Parlor, die Herren Eltern in der Küche. Ersteren stiegen die Stunden wie Secunden, letzteren schleichen sie wie Jahrhunderte dähin. Zu Äctte geben, ehe der Bräutigam ans dem Hause ist, wäre gegen die gute Sitte; Anspielungen, daß man gern lurz nach 10 Uhr schlafen gehe, versieht der charmanle junge Mann nickt ; ihn, bevor er selbst an den Aufbruch denkt, i l'inauswcrfcn, kann und will man nicht. Sm Uebrigcn wäre die Sache nicht sc schlimm, denn dem Glücke, eine Tochter zu besitzen, kann man schon täglich ein paar Stunden opfern. Herr Fabian hegt jedoch die felsenfeste Ueberzeugung, daß der Schlaf vor Mitternacht nicht nur für ihn, sondern auch für Frau und Tochter der beste ist. Und dieser Glaube läßt den sonst berzensguten Mann abscheulich, tyrannisch, grausam und satanisch handeln. Zum Abendessen Werden jetzt regelmäßig Zwiebeln in ver schieden Zubereitung verspeist, unX wenn die Tochter ein paar Zwiebelchen roh ißt, macht sie ihrem Bater, der dies für äußerst gejund erklärt, die größti Freude, kann sie alles, was sie will, vor ihm verla ngen. Jetzt liegt in der Fami lie schon um 10 Uhr Alles im tiefster Schlafe. Der Bräutigam empfiehlt sich schon halb nach neun,er getraut sich nicht, feiner Braut zu sagen,' warum ihn ihn Küsse nickt mehr so fesseln als früher, diese selbst hat, da der Zwiebelgenuß ir der Familie allgemein ist, keine Ahnung davon, daß eS nicht die Geschäfte sind, die den Geliebten die traulichen Abend' vlaudereien abkürzen lassen, allen Vierer bekommt das frühe Schlafengehen sehgut, und das hat mit seinen Miebelr Herr Fabian gethan. Auch eine Berühmtheit.

Die Frage : WaS soll mit Cetewayo geschehend schreibt man der Köln. Zeit." auS London, war der Tod so freundlich, rn einer für die englische Relerung willkommenen Welse zu lösen. )er Zulukönia ist am 6. Feor. m Ekowe aestorben. Eine Herzverfettung hat ihn hinweggerafft. 9!icht im Tumult der Schlacht und dem Geräusch der Waffen" schied er, der Begründer deS auöschlicßuchsten Mlitarstaates, den die Welt gesehn?, sondern in seinem Bette, gleich einem gewöhnlichen Genußmenschen des Londoner Westends. Das Schicksal, das ihn schlnnm mitgenommen, resckeerte ibm wenigstens ein friedliches und, alles in allem genommen, zeitgemäßes Ende. Im Zululande war seines Bleibens nicht mehr; seine Rolle war ausgespielt. Aus der Ferne betrachtet erscheint er lediglich als em Opfer der selbstsüchtigen britischen Staatsraison, jener Staatsraison mit der wächsernen Nase, die bald ihre Gegner unbarmherzig niederschmcttert, bald den Gefallenen liebevoll wieder aufhebt und an ihr Herz drückt, um ihn schließlich wie eine ausgequetschte Saftfrucht wegzuwerfen. Eigentlich hätte er der Verbündete der britischen Regierung im Kampfe gegen das aufstrebende Boerenthum sein sollen. Die Boeren sind die Hauptgegner der ganz Südafrika unter ihre Fittiche nebmenden englischen Gewalt ; und Cetewayo haßte sie auö vollem Herzen. Statt dessen zog England das Transvaal in sein eigenes Interesse, schlug den kriegerischen König aufs Haupt, zerstörte seine Militärmacht, löste sein Reich in drei:ehn Zaunkönigthume auf und sandte ihn selbst gefangen nach der Capstadt. Unterdessen wechselte in London das Cabinci; es wechselten die Ansichten', die Staatsraison wurde weich und eines Tages sah sich Cetewayo auf der 3ieise nach Großbritannien begriffen, wo er seine Wiedereinsetzung vor der Königin vertheidigen sollte. Und einige Monate später zog er zurück nach Zululand, zu seinen Kraals, seinen Weibern und sei nen Ochsenheerden, 'voll guter Vorsähe und, wenn man der liberalen Presse glauben sollte, voll civilisirender Ideen, die er während feines Aufenthaltes im Westend eingesogen hatte. Dann kam die Nachricht von seiner Niederlage durch Usibepu und seinem Tode bei Ulundi. Der erstere Theil der Nachricht be wahrheitete sich, der letztere nicht. Cetewayo floh in das englische Reservatland, unter der Aufsicht der englischen Reczieruna den Prätendenten spielend, eine Last für seine Umgebung, für England und für sich selbst. Die Zeiten des Cete wayus ßediviyus waren die traurigsten seines Lebens. Er klagte die Engländer an, die ihn nur lau unterstützten und die Abmachungen deS Londoner Vertrags vernachlässigten. Die britischen Obrigkeiten aber fanden, daß der alte Tyrann und Menschenschlachter kelnen neuen Menschen angezogen, sondern sein blutiges Handwerk wie ehedem betrieb und vor allem keine andern ZuluHäuptlinge neben sich dulden wollte. Zum lück für Glsdstone trat der Tod als sein Bundesgenosse auf und versammelte den Zulukönlg' zu seinem Bater Pande. Französische Mannszucht. D pariser National" bringt fol gende Mittheilung: DaS Dekret vom 23. Oktober 1683 über den Militärdienst in den Garnisonstädten besagt: Die Patrouillen durchziehen in guter Ordnung und mit Stillschweigen dttr ihnen vorgezeichneten Wea ; sie dürfen sich von demselben nur entfernen, wenn sie Lärm in den benachbarten Straßen vernehmen oder eine Feuersbrunst erblicken. Die Patrouillen verhaften die Militärs, die sie ohne Erlaubniß auf den Straßen antreffen, und alle Personen, welche die Ruhe stören und gegen die Gesetze oder Polizeivorschristen handeln. Jeder Mi litär, der seine Weisung verletzt, wird vor das Kriegsgericht gestellt und mit zwei bis drei Monaten Gefängnisstrafe belegt." . Nun ereignete sich Folgendes in Lyon : Kürassiere, die sich auf einer nächtlichen Patrouille befanden und in trunkenem Zustande waren,' nahmen Frauen von schlechtem Rufe hinter sich aus 8 Pferd und ritten dann vor eine Bierwirthschaft der Rue Lanteme,' die sie äff en lanen.tzollt. Dr.Wmb 5.

sich, zu so später Stunde Getränke zu verabreichen ; die Kürassire stießen Drohungcn aus und der Wirth ließ Polizei holen. Die Patrouille aber, ihren Führer an der Spitze, ritt auf die P o l iz e i d i e n e r ein, so daß diese Verstärhingen boltcn. Eine Abtheilung Polizeidiener, den Revolver in der Hand, eilte herbei und die Kürassiere entschlossen sich endlich, das Feld zu räumen. Am folgenden Tage begaben sich die Kürassiere zu deni Wirthe, um sich zu entschuldigen; der Polizeibericht war aber schon zum Platzkommando geschickt worden und acht

.ürciss'.erc wurden verhaftet. Am folgenden Tage geschah äbnhckcS mit einer Husaren-Patrouille, welche ihren Dienst unterbrach und sich in em Übet berüchtigtes Haus begab. Sie überließ die -Bewachung der Pferde einem einzigen Manne, machte aber keinen Lärm. Die lyoncr Blätter theilen nun allerdings mit, daß der Führer der Hu-sarcn-Patrouille zu 30 Tagen Gefängniß , , afi . i -?.- c . r y . verunyeur ivurce. u ist zeoocv meyr zu dulden', da-auf so schwere Ausschreitungen nur eine vom Platzcommandanten verhängte DiScivlinarstrafe folgt. Wenn Unordnungen dieser Art binnen 24Stunden in zwei verschiedenen Regimentern vorkommen können, so muß es um die Disciplin in der Garnison, derdie Uebel thäter angehören, schlecht bestellt sein. Wir rechnen also darauf, daß der Kriegsminister diese Kürassiere, Husaren und ihre Führer sofort vor em riegsgericht stellt, und daß die Regimenter, welchen diese Leute angehören, sofort eine neue Bestimmung erhalten. Ein Beispiel ist nothwendig. Die Nachsicht ist eine schöne Sache ; aber auf die Disciplin angewandt, ist sie ein Verbrechen." Nach späteren Mittheilungen hat der Kriegsminister eine Untersuchung angeordnet. Spielhöllen für Damen. Aus London wurde ileulich berichtet, daß in einem der dortigen aristokratischen Clubs ein russischer Graf an einem einzigen Abend 80,000 verloren habe. Hierbei war bemerkt, daß in den Clubs in London und Paris jetzt höher gespielt wird, als in Monte Carlo und früher in den Spielbädern in Deutschland, sowie daß in beiden Städten jetzt Spiclhäuser ezistiren, in denen nur Damen Zutritt haben. Auch 9kew ?)ork ist in dieser Beziehung Weltstadt. Dott besteht feit ungefähr einem Jahre eine Spielhölle ausschließlich für Damen, deren Ausstattung jedenfalls jedes Londoner und Pariser Etablissement an rafsinirtem Luxus übertrifft. Dieselbe befindet sich nur zwei Blocks vom Brcvoort-Hot.'l cntfenit in einer Strape. die von vornehmen Häufern der reichsten Leute eingefaßt ist. Die letzteren, wenigstens der männliche Theil derselben, haben keine Ahnung,daß in ihrer unmittelbaren iachbarfchast das Laster sich einen goldenen Tempel errichtet hat, dagegen ist eS recht wohl möglich, daß die Frauen und Töchter der Stachbarschaft die Spielhölle kennen und ihr regelmäßig oder gelegentlich ihre Besuche abstatten. New Iork und Chicago besitzen ihre Börscnlocale, zu denen blos Damen Zutritt haben, diese sind ebenfalls Spielhöllen, nur wird in ihnen das Spiel Speculation, in dem erwähnten Hause aber Roulette und Faro genannt. Die Fenster des Hauses sind immer von außen durch Jalousien verschlossen und von innen durch kostbare Vorhänge verhüllt, eS wird nur von Vormittags 11 bis Abends 9 Uhr gespielt, aber das Ta geslicht ist ausgeschlossen und durch die reichste' Kerzenbeleuchtung ersetzt. Zutritt haben nur die schon bekannten Damen und solche, die von diesen mündlia) oder schriftlich empfohlen sind. Die innere Hausthüre ist stets verschlossen und wird von dem weiblichen Cerberus, der sie bewacht, nur geöffnet, wenn eine Besucherin bekannt ist oder ihre Legitimation in Ordnung befunden ist. Alle Bedienung, Vankhaltcr und Croupiers gehören ausschließlich dem weiblichen Geschlechte an, in einem großen Vorzimmer ist stets ein aus den feinsten Dellcatessen bestehender Lunch servitt, ein kostbares, von hwei jungen Mädchen bedientes Büffet bietet die auserlesensten Getränke. An dieses Gemach schließt sich, durch schwere Portieren getrennt, ein Conversationszimmer und auS solchem tritt man in die eigentlichen Spielzimmer, in denen mehrere Rouletten und Farotische aufgeschlagen sind. Die Besitzerin war noch vor einem Jahre die Maitresse eines bekannten Bankhalters in New York, dieser lehrte ihr die mannichfachen Kniffe und Correctioncn des Glücks, die zu einem ehrlichen Spiele" unerläßlich sind, entzweite sich aber mit ihr, da sie die Aufmerksamkeiten eines Croupiers, der im Volteschlagen eine wirkliche Genialitat entwickelte, zu sehr ermunterte. Sie ist eine große massive Person mit frechen, aber nicht unschönen Gesichtszügen und nichts weniger wie auf denKopf gefallen. Der großartigen Summen, welche ihr edler Gönner zu ihrer Verfügung stellte, beraubt, verlauste sie schnell entschlossen ihre höchst werthvollen Juwelen, miethete das erwähnte Haus und richtete es zu einer Spielhölle fr Ladie only" auf das Glänzendste ein. Sie war in den Kreisen der New Aorker Plutokratie Wohl bewandert, schrieb Briefe mit zarten An deutungen über die höchst respectable Qualität ihres Etablissements an die reichen Damen. Erst kamen einzelne, dann mehr, und schnell erweiterte sich der Kreis der den Taa, über von Langweile gemarterten Müßiggängerinnen, m deren vom Golde übertünchtes, aber schales und inhaltloses Dasein das Hazardspiel wohlthuende Abwechslung brachte. Die ausgediente Maitresse verstand es im Anfange schlecht, ihren Kundinnen daSGeld abzunehmen, sie verlor häusiger, als es sich für eine solide Spielbank geziemt und dachte schon an Aufgabe des Geschäfts, als eines schönen Tages eine reiche Creo liit aus New Orleans in nicht ganz einer Stunde 58,500 verspielte. Hierdurch kamen neue Mittel und neue Zuversicht in da5 Geschäft und feit jenem Tage ar beitet die Bank fast immer mit horren dem Glücke. Die Besitzerin derselben zieht große und schöne Perlen jedem andem Schmucke vor und trägt um den fleischigen Hals ein Halsbaud, daS einst dem in. Napoleon für seine scyone iLu aenie beinahe zu theuer gewesen. Ihre ebilnnnen sind ebenfalls. . eleaant aefue&tt

Hause, werden brillant beköstigt und gut bezahlt und haben die Zeit von Abend 9 bis Vormittag 1 1 Uhr zu ihrer Verfügung, die sie unmöglich ganz zum Schlafen verwenden können. In dem Etablissement verkehren heutzutage so viele Frauen einflußreicher Millionäre. Beamten und Politiker, daß die Inhaberin desselben eine vorlaute Einmischung der Polizei in ihre Angelegenbeitcn nicht zu fürchten braucht. Die ,.N.' I. World" behauptet, alle einschlaaenden Verhältnisse genau zu kennen, bütet ssck aber wohl, durch allzu deutliche

Aufdeckung eine Indiskretion zu begehen, die bei vornehmen Leuten durchaus nicht am Platze !räre. Und die Polizei nun, der besten Polizei der Welt wird ?!iemand die Taktlosigkeit zutrauen, dap sie sich vornelnnen Leuten aeaenüber an die Eristenz eines Gesetzes crinneni sollte. welches das Hazardspiel verbittet. LandwlrthschaftlicheS. )elkuchen. DaZ Derfahren, bei der Fütterung und Mas: der Haustbiere außer Getreide und Hackfrüchten Futter stoffe zu verwenden, die einen größeren Proteingebalt haben, als Getreide, namentlich Äkais wird auch Her immer allgemeiner. Protein wird in der Chemie bekanntlich die Grundlage oder das Radical des pflanzlichen oder thierischen Eiweis-Käse-Faser und Harnstoffes genannt. Als ein derartiger Zusatz ;um gewöhnlichen Futter empfehlen sich Oel--tuchen am meisten. Im Norden werden dieselben aus Leinsamen, im Süden au Baumwollsamen gewonnen. Erster wird gemahlen und aus der erhitzten Masse wird ' daS Oel durch hydraulische Pressen gewonnen. Der Rückstand toird in Formen gepreßt und kommt als Oelkilchen, oder gemahlen als Leinsamen,nehl in den Markt. Die Qualität ist einigermaßen verschieden, jedoch lange nicht in deni Grade, wie bei den Oclkuchen aus Baumwollsamen. Die letzteren werden folgender Weife hergestellt : Der aus den Egranirmaschinen zum Reinigen der Baumwolle kommende Samen enthält noch ziemlich viele Fasern; diese werden durch besondere Maschinen entfcrnt und der auf diese Weise gereinigte Samen wird alsdann in viclm Oclmüh len noch genau so behandelt wie der Lcinsamen. Die Kuchen, die man auf diesem Wege herstellt, enthalten jedoch die spröden und hornige, für die Thiere nicht Verdaulichen Hülsen oder Schalen des Samens und derselbe wird daher in allen neuen Oclinühlen erst noch dem Proccsse der Enthülsung oder Deeortication unterworfen. Die Hülsen liefern' ein vortreffliches Feuerungsmaterial, dessen Asche bei der Seifenfabrikation Verwendüng sindet. Der enthülste Samen wird dann gemahlen und entweder vorher erhitzt oder auch kalt in Formen gepreßt. Dle Oelkuchen, die man auf diese Weise erhält, und die im Markte die Bezeichmrng decorticirte Kuchen führen, sind zwar etwas theurer, für den Farmer zu Mästungszwecken aber trotzdem weit vortheilhafter als die nach dem alten Verfahren gewonnenen. Die Verwerthung der Hülsen, die bei dem letzteren unverdaut durch den Thierkörper hindurchgehen und selbst als Düngung so gut wie keinen Werth haben, trägt einen Theil der durch die complicirtere Herstellung erwachsenden Kosten. ES ist ganz richtig, daß man mit Mais allein blinder und Schweine mästen kann, durch einen Zusatz von Ölkuchen zu diesem Futter bewirkt man jedoch, daß das Protein die Verdauung des StärkegehaltcS des MaiseS und dessen Ausnutzung befördert, den Mästungsproceß beschleunigt und die Qualität deS Fleisches verbessert. Prof. Völker, der Chemiker der kön. AckerbauGesellschaft von England, hat durch wiederholte Analysen den Proteingchalt der Ölkuchen festgestellt, und lrmsley in New Aork giebt in seiner Anweisung zur Nindcrmästung an, daß die nach dem alten Verfahren Hergestellten Kuchen 23.5 Procent, die decorticirten dagegen 40.9 Procent Protein durchschnittlich enthalten. Der französische Professor der Landwirthschaft. Rcnouard, hat Ölkuchen aus Egypten, Syrien, der Türkei, Italien und den Ver. Staaten analytisch untersucht und gefunden,, daß die amerikanischen decotticirten Ölkuchen das meiste Protein, nämlich 47.75 Procent, enthalten. Derselbe macht hierbei darauf aufmerksam, daß die Ölkuchen nie hjj angebrüht werden sollten, weil sich hierbei ein unangenehmer öliger Geschmack entwickelt, welcher den Thieren widersteht. Kartoffel-Pflanzen. Keine Frage bildet in den Versammlungen landwirthschaftlichcr Vereine so oft den Gegenstand der Debatte, als die Frage, welche Methode sich beim Auslesen der Kartoffeln am meisten empfiehlt. In Deutschland hat Lydecker seit mehreren Jahren interessante Versuche angestellt, theils ganze Kartoffeln von verschiedener Größe,' theils die Augen von verschiedenen Theilen der Frucht, und diese' wiederum theils tief, theils seicht gepflanzt. Bei allen diesen Erperimenten hat er die übereinstimmende Erfahrung gemacht, daß aus den Auen an den Enden der Knollen sich kräftigere und fruchtbarere Stöcke entwickeln, als aus denen, die ,sich in der Mitte . der Früchte befanden, sowie daß die nicht tief in die Erde gepflanzten Augen reichlichere Erträge ergaben, als bei tieferer Leaun. Ferner hat derselbe ganze Kartoffelschei den gepflanzt, die nach dem Längsdurch messer der Früchte geschnitten waren und beobachtet, daß die sich aus ihnen entWickelnden Stauden mehr und gleichmäßigere Früchte trugen, als die auS Abschnitten, deren Seiten mit dem kurzen Durchmesser der Früchte parallel liefen. Erstere erwiesen sich soaar als Vortheilbafter als die ganzen nollen, die er als Stecklinge benutzte. Sin gleiches Resultat wird der Landwirth jedoch nur dann erlangen, wenn er auf die Auswahl der Augen und das Ausschneiden der zu vc,wendenden Theile der Frucht so viel Mübe und Zeit verwendet,wie zwar aufeinem Versuchsfelde nicht aber auf einer für den gewöhnlichen Betrieb eingerichteten Farm zur Verfügung steht. Für letztere wird eS sich noch rmmer am eilten empfehlen, dLeLMKzr zu legeA; ix M.

tress der Grüße laßt sich nur sagen, dah offenbar unausgewachsene Kartoffeln ebenso zu vermeiden sind, wie solche vo:'. beträchtlicher Größe ; bei der Verwendüng der letzteren ha: man nämlicl' dre Beobachtung gemacht, daß die löefab! einer Erkrankung der Stauden undFrüch. te mit der Größe der Sanrenfartcnn zunimmt. I n t e n s i v e a n d w i r t h s ch a f z. bekanntlich ist diejenige Bewirthschaft tuna eines Landautes, welcke die arövten

Erträge erzielt, nicht immer auch die vortheilbafteste. Prof. Jordan am Landwirthschaftlichen Institute des Staates Pennsylvanien sagt in dieser Beziehung : Die Steigerung der Ertragssähigkeit eines Ackers hört auf vorthciloaft zu sein, wenn ein gewisser Ertrag erreicht ist. Der letztere ist je nach der Beschaffenheit deS Bodens verschieden. ' Für Pennfylvanien beträgt der höchste Ertrag anWeizen, der mit Nutzen erzielt werden lann, durchschnittlich 35 Bushels pro Acker. Jeder Bush:! darüber hinaus kostet an Arbeit und Dünger mehr als er werth ist. ES ist natürlich eine falsche Ma;ime,mö liehst große Erträge zu erstreben, w nn kleinere Urträge sich besser bezahlen. Wäbrend der letzten 19 Jahre war oei jährliche Ertrag eines Ackers in Pennfl- . l. x r t , . i' f M st cr rr f , vanien ourcysconuulcy io nusvel, o.'cr ist dieser Durchschnitt durch einige auffallend schlechte Jahre gedrückt. Der Durchschnitt der Bestellunzskosten emeö Ackerö wird mit S27. 11 bei Weizen u id mit 822.39 bei Mais officiell angegeben, doch bezeichnet Prof. Jordan dieseZaölcn als zu hoch. Auf der mit dem erwähnten Institute Verbundenen Bcrsuchsfarm beträgt der jährliche Durchschnitt der Be-stellungs-und Erntckosten bei Weizen 11.20 und bei Mais 310.1!.; die hinzu zu rechnende Verzinsung des von dem Acker reprasentirteu Capitals undX'ie Steuern würden den Aufwand auf resp. 817 steigern. Ein Acker, der weniger als 13 Bushels We'zen oder 35 Bushels MaiS durchschnittlich jährlich trägt, bezahlt sich sonaä' nicht. V'm Jnlande. AuS Port T o w n f t n d im Territorium Washington meldet man,- daß daS Einschmuggeln von Ehincsen aus Britisch-Columbia in das cbenerwähnte Territorium fast mit jedein Tage mehr überhand nimmt und jetzt Hunderten von Personen zu einem regelmäßigen und sich gut zahlenden GeschäftSzwelg dient. In Port Townsend selbst besteht eine regelrecht organisirte chinesische' Gesellschaft, die sich ausschließlich mit der auf krumniem" Wege betriebenen Einfuhr chincsischer Arbeiter beschäftigt und deren Verzweigungen sich in Victoria und in Westminster in Britisch-Columbia befinden. Die professionellen EinBrecher können stolz sein auf James Stanton, 20 Jahre alt, welcher binnen wenigen Monaten 33 Häuser in der Stadt New Iork beraubt hat und dafür 7j Jahre Staatsgefängniß zugesprochen erhielt. Zwei Arbeitcrforderungen sind der 3!ew Iorker Assembly günstig einberichtet : eine, welche die abrikarbeit von Frauen und Kindern regelt, und eine, welche das in Erie County (in Vusfalo) giltige Gesetz, das bei Bänkerotten den Lohnforderungen den Vorrang gibt, auf den ganzen Staat ausdehnt. Sieben Junten in einer öffentlichen Schule in Philadelphia, im Alter von 10 Jahren etwa, hatten Revolver in der Tasche, und einer drohte, seine ihn tadelnde Lehrerin zu erschießen. Es scheint nothzuthun, daß man alle Schuljungen nach Waffen durchsucht, wenn nicht eine Tragödie aufgeführt werden soll, wo man sie am wenigsten erwartet. JnLosAngeloö, Cal., ist kürzlich während der Nacht eine Briicke eingestürzt und mit ihr sielen die Drähte für die elektrische Beleuchtung in den Fluß. Obgleich die in keiner Weise isolirten Drähte im Wasser lagen, brannte doch das elektrische Licht.das mittels derselben mit Elektricität versehen wurde, noch volle drei Stunden. Viele Einwohner hatten Angst, daß die Drähte das Wasser in Flammen setzen würden. Die Mulattin FannyScott, Köchin in Diensten des Richters Hinton in Petersburg, Mitglied de5 Appellationsgerichts des Staates Virginien, richtete vorige Woche das Frühstück an, und bat die Familie, während sie dieselbe bediente, sich ja recht satt zu essen, da sie sterben würde, bevor sie das Mittagessen zubereiten könnte. Nach 2 Stunden war die Frau eine Leiche. Ihr Mann, der im Hause als Gärtner und Kutscher beschäftigt war, wurde durch den Tod sehr wenig berührt und äußerte gleichgiltig, in 24 Stunden sei auch er todt. Seine Zlhnung traf pünktlich ein, und der abergläubischcn Neaerbevölkerung von Petersburg hat sich eine förmliche Aufregung bemächtigt. Dr. O g l es b y in Fossil, Or., hat kürzlich bei dem Fällen 'eines Baumes, der nach Ausweis der Jahresringe mindestens 300 Jahre alt ist, in einer am Fuße des Stammes vorhandenen, durch theilweises Vermodern des letzteren entstandenen Oeffnu.ig ein altes Messer aus Stein gefunden. Dasselbe ist 13 Zoll lang, 3 Zoll breit und besteht auZ Granit, der an einer Seite in bewundernswerther Weise zu einer Schneide zugespitzt und vortrefflich polirt ist. Ogleeby ist mit einem sehr alten Jndianer befreundet, dem er vor Jahren im Kampfe mit einem Grizzly das Leben gerettet hat. Dieser sagt, in den Ueberresten seines Stammes habe sich feit Jahrhunderten eine Tradition von Vater auf Sohn vererbt, laut deren vor ewig langer Zeit Männer, die mit Steinmesfern bewaffnet waren, auf Booten in das Land gekommen seien, sich vorübergehend an der Küste aufgehalten und viele Indianer getödtet .hätten. Das Misser gehöre offenbar der Steinzeit an, doch sind bisher Gegenstände, die auö dieser Periode stammen, nördlich von Merico Nicht aufgefunden worden. Ein deutscher Ins a s s e der Soldatenhcimath zu Dayton, O., hatte NamenS der 2500 deutschen Invaliden jener Anstalt in New Forker Zeitungen darum gebeten, gelesene deutsche Zeitschriften und Bücher der Anstalt zugehen $L lasse. DHer Aitte $n fy 55

Maße entsprochen worden, dan

die Staatsztg." bereits Ende vor. Men. vier große Kisten mi: guter deutscher i Lectüre an den Gouverneur der Anstalt ! abgeben lassen konnte. Dieser bat Bücher und Zeitschriften den Sergeanten der 35 Compagnien behufs Verkeilung an die deutschen Invaliden übergeben lassen und spricht den Gebern im Namen der deutschen Veteranen seinen Herzlichsien Dank aus. Zehn Meilen von La Salle, Jll., steht dicht an der Landstraße nach Mendota ein jetzt verfallenesFramebaus, das heute noch unter dem )!amen Rock' Farm in der Nachbarschaft bekannt ist. Hier schloß vor 24 Jahren der alte Farmer Rock seine 16jährige Tochter Maggie in einer Dachkammer u, weil sich die selbe seinen verbrecherischen Zumutlmngen nicht fügen wollte. In der Nachbarschaft verbreitete der Schurke das Gerücht, Maggie sei ihm davongelaufen. Nach Monaten wurde daöMädchen wc.hnsinnig und blieb in diesem Zustande ohne Kleider, ja selbst ohne Strot), bis sie vor 4 Jahren nach dem Tode ihres Baters entdeckt wurde. Ihr damaliger Zustand war entsetzlich; Nahrung und Waffe? hatte ihr der Vater die ganze Zeit hindurch durch eine Oeffnung rn der Kammerthur gereicht, vor der er einen starken Verschluß angebracht hatte. Die Unglückliche, die .,üt einem menschlichen Wesen nicht die geringste Aehnlichkeit mehr hatte, war nackt, zolldick mitSckmutz und Koth bedeckt, hatte die Fähigkeit, zu sprechen, verlernt und befand sich im Zustände völlig verthierten Blödsinn. Ein Verwandter, Herr Michael Battendorf in Mendota, nahm sich des Opfers einer unglaublichen Brutalität an u. in dem Hause desselben hat sich Maggie's Zustand so verbessert, daß sie jetzt gesund und kräftig ist, wieder geläufig spricht und zusamr. nhängcnd und logisch denkt. Sie steht jetzt im 41. Lebensjahre und erinnert sich des Tages, an welchem sie der Vater in der Kammer festband, sowie der nächsten Wochen mit ihren Martern ?;enau ; aus den folgenden Jahren ist ihr eine Erinnerung geblieben oder wieder erwacht. Der Jahresbericht des DirectoriumS der Gesellschaft zur Ausbcuwng der Steinkohlen- und Eisenerzlage: in Colorado weist ncich, daß im vergangenen Jahre 599,000 Tonnen Kohlen und 39,000 Tonnen Eisenerz gefördert worden sind. Die Einnahmen betrugen 54,126,009, die Ausgaben 53,813,000, und sonach der Nettoverdienst S3 13,000. Der Bericht weist darauf hin, daß die Denver & RioGrande Eisenbahncompagnie eine den Interessen der Gesellschaft schädliche Politik einzuschlagen beginne, sowie daß mehrere Actionäre der letzteren auch Actien der Eisenbahncompagnie besiöen, und daß eS daher sich empfehle, bei der am 7. April stattfindenden Generalversammlung nur Männer in das Directorium zu wählen, die nicht an beiden Unternehmungen betheiligt sind. Neun deutsche Familien, die in Westmoreland Co., Pa., in unmittel barer Nachbarschaft wohnen, haben zu li . ;.! i 101 lebendige Kinder. Dae it.:: c:-irmftc Haus ist mit 9, das linder reichte mit 14 gesegnet. Deutsche Lvkal , Nachrichten. 3roo. S2?salen DaS Donkapitel von Münster hat bekannt gemacht, daß der 73jährige Bischof Dr. Brinkmann in aller Stille, ohne Festlichkeiten in feineDiöcese zurückzukeh ren wünscht. In Oelde und Ungegend grassiren die Masern. Bei Minden wurden zwei Artillerie-Unterossiziere und ein Infanterist von einem Zuge übersahren und vollständig zermalmt. Ein Theil des zur Zeit in Köln liegenden Westfäl. Ins. Reg. No. 1ö soll nach Paderborn verlegt werden. Polizeisergcant Gernschmidt aus Schalcke wurde von einem betrunkenen Raufbold durch einen Messerstich lebensgefährlich verwundet. Sroöherjoqthum Baden. f Oberbaurath M. Becker in Karlsruhe. Die Einbrecher Herm. Klemm von Luttringcn, Rud. Fischer von Pfonheim und Mar Scufert von Blankenloch, welche daS Rathhaus in Karlsruhe beraubten, wurden zu 7, 2 und 5 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Rangirer Knapp von Stettfeld wurde im Bahnhof zu Breton erdrückt. Wegen Erpressungen an dem Landwirth B. Reußcr von Zeuthern erhielt der Handelsmann W. Freund in Bruch sal drei Monate Gefänanißstrafe. In Mannheim wurde der Kaufmann Julius Lehmann aus Diez zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt, weil er durch Simu liren von Kurzsichtigkeit seine Befreiung vom Militärdienste bewirkte. Polizeidiener S. Berner von Wölchingen er trank. Konrad Troll von Gutmatingen hat sich unvorsichtigcrweise erschossen. Bei Kehl wird die Ausfüllung des AltrheinS in Angriff genommen. Der ehemalige Oberbürgermeister Stromeyer in Konstanz hat sich erboten, die Verluste, Welche die Sparkaffe unter seiner Verwaltung erlitten, mit 10,000 M. zurückZuzahlen, desgleichen die damaligen AuSchußmitglieder 5000 M. Der Grundtock für das deutsche ReichswaisenhauS n Lahr beträgt jetzt 138,000 Mark. Stubenwirth Hummel von Mahlberg, welcher betrügerischen Bankerott machte und nach Amerika durchgehen wollte, wurde in Havre ergriffen 'und zurückgebracht. f In Mannheim, der Redacteur deS,,Tageblatt",Heimich Roth.-f Landgerlchtsrath Dr. Joachim in Mosbach. Wegen Golddiebstahlverdachts wurce Bijoutier.Fr. Off von Unterreichenbach, beim Ringfabrikanten Ferd. Roller in Pforzheim, verhaftet. Wegen Sittlichkeitsverbrechens an seiner 15iährigen Nichte ist der verwittwete Goldarbeite? Fr. Nixinger von Merklingen verhastet worden. Bierbrauer Karl Wörner von Renchen wurde wegenBierpanscherei xvl 100 M. Geldstrafe event. 3 Wochen Gefängniß verurtheilt. In Eschelbronn ermordete die Ehefrau Strumpf ihren Gatten. Brauer Georg Süßmann aus Neustadt a. S. brach in der Bierbrauerei von MeÄ und Söhne in Weinheim das Genick. In Triberg ist Apotheker JuliuZ Buisson zum Bürgermeiste? gewählt worden. Goldene Hochzeiten feierten in Untergrombach die Cheleute Kilian Lauber, m Rastatt I. N. Voll und m Dalanden das Valentin Lüa'iche Wevsar.

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