Indiana Tribüne, Volume 7, Number 164, Indianapolis, Marion County, 3 March 1884 — Page 2
ndians Möüne.
Erscheint Füglich, WöHenMch n. Sonntags. Office: 120 .C Marhlandgr. .ie tlgltche .Tribüne" trttt durch den TrZger 12 ' entS rer Woche, die Sonnt.g, ..Tridä" Ccnil per Wocht. Beidt plannen IS kentZ. Per Poft ,ugefqic!t in oraube,ahlung Sti per Jahr. JndulnapoliZ. Ind.. 3. März 1834. Interessanter Indianerschädel. Ein Farmer bei Soutbport, N. ?). dessen Gut am Baldwin's Creek und zw auf dem Boden liegt, auf dem die QnU scheidungsschlacht zwischen den amerika. nischen Streitkräften unter General Sullivan und den von den Briten unter stützten Sechs Nationen" unter dem Oberhäuptling Brant im Jahre 1779 geschlagen wurde, besitzt ein Ueberbleibsei aus jenen Kämpfen, das eine romaw tische Geschichte hat. Es ist der Schädel eines Indianers, den der Großvater des .jetzigen Besitzers der Farm von Eorw Zlanter, dem Häuptling eines den Ameritanern freundlich gesinnten Jndianer.ftammeZ, zum Geschenke erhalten hat. Der Indianer, dem einst der Schädel ge--Hörte, var einer von Brant's blutdür; ,stigsten und grausamsten Kriegern. Er var der Anführer der Bande, welche die Greuel im Thale Wyoming, die Schand' thaten bei Minisink und die blutige Schlächterei unter den Bewohnern des Eherrv-Thales verübte, und die Ansiede: ;lung oei Harperssield in Delaware Co. Kbersiel, sämmtliche Bewohner nieder.metzelte und die Blockhäuser verbrannte. Von letzterem Anschlage hatte derjugend'liche Häuptling Cornplanter durch seine Kundzchafter Kenntniß erhalten und eine ischnellfüßige Indianerin abgeschickt, die Weißen zu warnen. Sie kam erst nach den rothen Teufeln in Harperssield an, fiel den letzteren in die Hände, wurde als zum Stamme Cornplanter's gehörig ersannt und von dem Führer der Indianer, meist Seneca's, getodtet und scalpirt. Als Cornplanter die Nachricht hiervon erfuhr, schwur er dem Mörder des indianischen Mädchens, das er geliebt hatte, Nache. General Sullivan rückte damals mit seinen Truppen den Susquchanna entlang gegen die Krieger der Sechs Na tionen vor und Cornplanter leistete ihm als Kundschafter die wichtigsten Dienste. Indem er seinem Dienste nachging, schlich er einst vorsichtig durch dichten Wald und erblickte dicht an einen umge .stürzten Baumstamm geschmiegt einen feindlichen Indianer am Boden liegen. ES gelang ihm, geräuschlos hinter eine dicke Kastanie zu springen. Von dort aus behielt er den Baumstamm, hinter dem sich der Feind verbarg, scharf im Auge. Endlich richtete sich der letztere vorsichtig auf und spähte nach allen Sei ten um sich ; als er Cornplanter das 0e sicht zuwandte, erkannte dieser den Mör der der Indianerin. Im nächsten Augenblicke hatte der Sencca die tödtliche Kugel im Hirne, Cornplanter scalpirte ihn und ließ die Leiche liegen. Zwanzig Jahre später kehrte der Häuptling, der mit seinem Stamme west ch gezogen war, nach dem Schauplatze jener Kämpfe zurück und genoß die Gap fteundschaft des Großvaters deS jetzigen Besitzers der Eingangs erwähnten Farm. :Mit di:sem jagte er einst im Walde, als r an einem Baumstämme, der völlig vermodert war, stehen blieb. Er stieß die Erde, die sich aus verrottetem Laube gebildet hatte, mit den Füßen auseinan'der und es zeigte sich das wohlerhaltene Gerippe des vor 20 Jahren getödteten Indianers. Das Loch, welche die Kugel in der Mitte der Stirn gebildet hatte, schloß die Möglichkeit eines JrrthumZ auS. Hebt Euch den Schädel auf, jagte Cornplanter zu seinem weißen Freunde, der Mann, der ihn einst trug, 'war ein schlechter Indianer, aber immerhm ein tapferer Krieger. Das Loch in er Stirne möge Euch daran erinnern, daß Euer Freund der beste. Schütze des ganzen Stammes war." Früher hat 'der Schädel als Nest für kleine Singvögel gedient, jetzt beherbergt er ein Vaar .. r jierllye cnzmauje. Maulthlere. Nur bei der lateinischen Nasie in Spa aien und Portugal, sowie im Oriente stchen die Maulthlere und von ihren Eltern öie Esel noch in dem Ansehen, das sie in der That' verdienen. Bei den germani fchen und den angelsächsischen Völkern besteht ein tief eingewurzeltes Vorurtheil gegen diese Thiere. Dasselbe ist ziemlich neuen Datums, denn noch im voriaen Jahrhundert waren in England die Maulthiere zur Beförderung der Equipagen beliebt und die hohe Geistlichkeit spannte dieselben lieber vor ibreCarojsen alS die edelsten Pferde. Daß im Jahre 1630 die Bourbonen in Frankreich zum Lande hinausgejagt wurden, war ein sehr erfreuliches Ereigniß, daß aber mit ihnen die Maulthiere Ja belle France den Rücken kehrten, war weniger erfreu lich. In den Marställen der Könige spielten nämlich die Maulthiere der Bourbonen eine hervorragendeRolle, und so oft der Hof von Paris nach Campiegne oder Fontainebleau übersiedelte, zogen sechs Maulthiere den Staatswagen mit den allerhöchsten Herrschasten, und zwar spanische Maulthiere, 16 Hand hoch, alänzend schwarz und mit Augen und Beinen wie die der Antilopen. Auf der pyrenäischen Halbinsel haben b'it Mauren die Berberhengste und die arabischen Vollblutpferde eingeführt und den Stuten der letzteren, sowie maltestfchen Eselhenasten entstammen die werthvollsten Maulthiere. Von Spanien gelangten diese werthvollen Geschöpfe in unsere Südsta'aten, aber auch dort wird to Zucht derselben nicht mehr dieselbe Sorgfalt zugewendet wie früher. In Kentucky giebt eö noch einzelne Gespanne, die 10 Meilen in der Stunde und 40 Meilen in 4 Swnden- ohne Unterbre chrni$ zurücklegen, am Red River in Äuittana sind die Maulth!e auch zum Neiten noch hoch geschätzt, und derFarmer fXom HugbeS in Ravpahannock, Va , ein W?nn6 jfrfciäsSL ho uZWPHmd
schwer, benutz: noch yeute für seine Neisen auf den steilen und gefährlichen Ge birgspsaden ein Maulthier, das nie in seinem Leben einen Fehltritt gemacht hat. Wenn wir den Maulthieren dieselbe Sorgfalt zuwenden, wie den Pferden und Hunden, so zeigen sie bald dieselbe Anhänglichkeit an den Menschen und dieselbe Gelehrigkeit, wie jene Thiere, die wir hock' über sie zu stellen 'gewohnt sind. Daö Schwein ans Lsna Island. Die schöne Insel mit der großen tfirchenstadt Broolli,)n, welche der Sndostfeite New Jorks gegenüberliegt, ivird nicht nur durch Raubmörder, Bagabunden und Temperenzler, sondeni auch neuerdings durch Feinde des amerikanischen Schweines in fortwährender'Aufregung erhalten. Die Ortschaft Killjordan ist fast ausschließlich von Farbigen bewohnt, aber trotzdem hat sich der weiße Farmer Marshall daselbst durchSchweinezucht ein ansehnliches Vermögen erworben. Bis vor Kurzem hielt derselbe mit seinen farbigen Brüdern und Mitchristen gute Freundschaft, als ihm aber neuer dingS Schwein auf Schwein erkrankte und unter verdächtigen Zuckungen starb, da versicherte er, die verwünschten Nigger bätten ihm seine Schweine mit Pariser Örixn, gestoßenem (Älase und sonstigen Stoffen vergiftet, die nicht einmal ein Schwein vertragen kann. Die Farbigen hielten darob eine Jndignationsversammlung ab, wollten zunächst ihrem Weißen Mitbürger die Äude über dem Kopf zusammenbrennen, begnügten stch aber später auf Grund des Rathes ihres Reverend damit, die letzten der verreckten Schweine durch einen farbigen Doctor untersuchen zu lassen, welcher bezeugte, die Schweine seien ordnungsmäßig an den Masern krevirt. Marsball wird ein Weißes Super-Arbitrium einholen, i Nussisckc VerfassungSpartci. In Petersburg werden seit einigerZeit Flugblätter massenhaft verbreitet, ohne daß eS der Polizei gslingt, den Verbreitern auf die Spur zu kommen. ES handelt sich aber diesmal nicht um ein nihilistischeS Schriftstück, sondern um einen Ausruf der Constitutionalisten, also derjenigen, die sich mit der Gewährung einer Verfasiung begnügen wollen. !n der Flugschrift heißt es unter Anderem : Bis jetzt hatte sich die einzige social-revolu-tionäre Partei organisirt und systematisch mit der absoluten Regierung gekämpst. In einigen wesentlichen Fragen theilen wir nicht die Anschauungen, welche von dieser Partei so standhaft, mit einer so bartnäckiaen Selbstvcrleuauna verthei-
bißt werden. Wir svmpathisiren nicht mit den Mitteln, welche die terroristische Gmppe der russischen social-rcvolutionä ren Partei anwendet, und nehmen den Kampf gegen die Regierung nur auf dem Wege der Propagandimng unserer UeberZeugungen auf. Die Terroristen begehen für ihre Idee Verbrechen und gehen dabei selbst ;u Grunde. Von ganzem Herzen wünschen wir, daß eine solche ördnung der Dinge eintreten möge, wo die Ueberzcrlgungen nicht verfolgt werden wo man Russen wegen der Verbreitung derselben nicht in die Bergwerke verbaunen und in den ewigen Käsig, die bleiernen Keller der Peterpaulfesn:ng, einsperren würde. Die Reaieruna bat die liesse bis zu den äußersten Grenzen des Möglichen beengt und sie hält jedem ehrlichen Mcnschen den Mund p. Wir sind dayer genStbiat, .ur aebetmen Dmckcrei, zur geHeimen Propagandirunz unserer Ueberzeuaunacn Zuflucht zu nebmen, und wer den so lange von dem Kampfe yegen die Regierung nicht ablassen, bis dieses mo rallsche System zusammenstürzt, bis die russische Gesellschaft frei aufathmet Das Programm, welches nun folgt, ist von einer erstaunlichen Einfachheit und Bescheidenheit. So verlangt der erste Artikel : Einberufung der Vertreter Rußlands zu einer besonderen berathenden Institution, ln welcher alle Gesetze, Projecte und der alljährliche Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben offen b esprechen werden sollen. Der Kaiser kann sich mit der Meinung der Majorität oder der MrnorNat emverstanden erklären: die von ibm aewäblte Meinung erbält gesetzliche Krast. : " . s ? .. . Wenn aucb damn der Kaner no mcyt einverstanden ist, so muß er schon ni mehr zurechnunassähig sein. Denn die gesetzgebende Versammlung, die hier in s Äuge gefaßt wird, müßte einerseits alle Verantwortlichkeit tragen und hätte andererseits nicht das Geringe zu befehlen. Die Mehrheit vielleicht die überwältiaende Mehrheit, könnte beschließsn, waS sie wollte, ohne daß auch nur ein cr r t t - rr c . c einziger ryrer ;ociia;iuiiie, ver ccrn naer nicht genehm wäre, Gesetzeskraft erlangte. Mner solcher Versammlung gegenüber ist selbst der deutsche Reichstag noch eine mächtiae Körperschaft. Sie hat, so weit die Beschränkung deS Absolutismus in Betracht kommt, rein nichts zu bedeuten. Einen Vortbeil würde sie dem Lande höchstens insofern bringen, als Mlßstande wenigstens besprochen werden könnten, ohne daß die Kritiker gleich nach Sibirien verschickt würden. Sonst verlangt das Programm weiter nichts,alö Freiheit des Glaubensbekennt nisses. Absckaffuna der Vorbeuae und Strafcensur, Geschworenengerichte für Preßvergehcn und Amnestie für alle Staatsverbrechen. Von Preß-, Lehrund Redefreiheit, von Verantwortlichkeit der Minister und sonstigen Grundlagen eines Verfassungsstaates ist gar nicht die m t. rrr-t r . rn j r neoe. nijcnn aver oic crcrauung ni? im Geringsten eingeengt ist, wer bür denn dafür, da sie die Glaubensfre: heit anerkennt und politische Verbrecher" nicht doch nach Sibirien schickt? Den Vorwurf der Unverschämtheit kann man also den Versassen deS Aufrufs, ganz . qc wiß nicht machen. . , . .. . Da Z?luablatt träat aar keine Unter ichrift und kein Siegel oder Zeichen, wie die Echnftstuae.der russischen Nevolutio näre. Trotzdem hat es seine Wirkung nicht verfehlt, denn in allen gebildeten Gesellschaftskreisen wird von der neuen Gruppe der . Constiwtionalisten aesörochen. .-.Ob dieselben noch eine bedeutende r r r.rLl i f i. r !loue zu . spicicn; venmmi nno, victoi trotz der Versicherungen namhafter Eör respondente. doch rr .böchften Grade
WUjlki... eZWW ItesM
anzunehmen, däßder denkste T?e1i rel Russen mn einem so lächerlichen Verfaffungsstaate" sich zufrieden geben will. Zinn in Nord'Carolina. Die Akeldung, daß Zinn, dessen Vorkommen in den Ver. Staaten bisher beZweifel: wurde, in Nord-Carolina gefunden worden ist, wurde anfänglich für unwahr gehalten, bestätigt sich aber vollkommen. Ein junger Mann Namens Robert T. Claywell aus W!organton, der p r rr- f r r p
eine mineratogiscye rzoricyungsrelze un tcr Professor Humphrey mitgemacht und bei dieser Gelegenheit eine Vorliebe für die Mineralogie gefaßt hatte, entdeckte vor einem Jahre das Metall, während er die Schule in King's Mountain besuchte. Er nahm verschiedene Proben und fand. daß sie bis zu 70 Procent reines Zinn enthielten. Tcr Fundort liegt in tleveland dounty m der Nahe von Kmg's Mountain Station an der Air LineEisenbahn von Charlotte nach Atlanta. Soweit bis letzt sestgestellt werden konnte, läuft die erzhaltige Schicht in einer Breite von fünfzig )ards 1 Meile fort. Die ' Bodenformation ist verwitterter Glimmerschiefer mit eingestreutem Quarz. Bis jetzt ist noch wenig Zinn gewonnen worden, da die Arbeiten sich hauptsächlich auf die Bloslegung der Adern beschränkten, doch ist bereits eine Ader gefunden worden, die sich sehr weit in die Tiefe erstreckt, nach unten zu immer dichter wird und sehr viel mn zu enthalten scheint. In der Bodenbildung und dem Vorkom men gewisser Aiineralien gleicht die Gegend genau derjenigen in England, in welcher das Zinn hauptsächlich gewonnen wird. Professor Hanna ans Charlotte, S. C., bat vor einigen aacn neben quantitative Analysen des Enes vorgenommen und einen durä'schnittlicben Zinngehalt von 45 'rocent festgcstcllt. Fraucnarbeir. Die Patti soll kürzlich geäußert babcn. e? sei lächerliche behaupten zu wollen, die Frauenarbeit werde schlechter bezahlt, als diejenige der Männer, sie wisse auS eigenerErfahrnng, daß sie mehr verdiene, als irgend ein Tenorist oder ' Bassist der Welt. Nun ist die Diva nicht nur eine große Sängerin, sondern, wie ihr widiger Ausspruch beweist, auch eine recht kluge Dame. Trotzdem aber steht es tm Allgemeinen fest, daß die Frauen bei gleichen Arbeitsleistungen schlechter bezahlt werden, als die Vkänner. Fräulern Clara Bell in New yoxt macht darauf aufmerksam, daß die Stenographie der Zvrau eine bessereGeleaenbeit u reich lichem Verdienste giebt, als irgend welche andere Beschäftigung. Diese Kunst wird von Frauen und Acadchen ausfallend leicht erlemt, und wie die meisten Angehörigen deS schönen Geschlechts die B r . r v nv cx scywersaulgen Scanner an omoiiiUir der Zunge übertreffen, so thun sie dicS auch in der Geschlcklichkeit, das gesprochene Wort in dem Momente, in dem es dem Zaune der Zähne entflieht, auf daS Papier zu bannen. Freilich gehört eine gründliche Ausbildung hierzu, aber diese vorausgesetzt, sind Frauen und Mädchen von gesetzgebenden Versammluugen, Ge richtshöfen, Advokaten mit großer Praxis und Zeitungen mehr als Schnellschrelberinnen oder Stenogräsinnen" gesucht, als die weniger zuverlässigen männlichen Stenographen. , . rs n r r , , m vervlenr raui. eannelle auan tyne in Nochester, N. I., als Stenographin des NacklaßgerichtS $2,500 jähr lich und an Nebcneinnahmen für Privatarbeiten, die in ihr Fach schlagen, min destens ebensoviel. Fräul. Sarah G. Grosby in Watertown, Me., verdient für ihre stenoaraphischen Berichte, die sie in correcter Schrift verschiedenen Zeitungen liefert, $200 bis $400 monatlich. Noch mehr verdient Fräul. Jennie Turner in New Jork, die allerdings im Stande ist, in der Minute 150 Worte zu stenogravhiren. Aber auch abgesehen von diesen glänzenden Bezahlungen, die immerhin die Ausnahme bilden, werden weibliche Stenographen,welcheeinedurchschnittlicye Tüchtigkeit' besitzen, ebenso yut. bezahlt als die Männer, welche sich hesemBenise gewidmet haben. Eine reiche Dame empfiehlt die Stenoaraphie sogar als bestes Mittel gegen Nervosität und, was factisch beinahe dasselbe ist, Blasittheit. Sie hatte keine ernste Aufgabe des Lebens zu erfüllen, und das Leben war ihr zum Ekel geworden. Ihr Hausarzt empfahl ihr, sich zu ihr-.m Vergnügen der Stenographie zu widmen, ihr Leben gewann hierdurch Zweck und Inhalt, sie stenographirt für Bezahlung, widmet das verdiente Geld gemeinnützigen Zwecken und ist gesund und glücklich. Die hohen Häuser. Wenn ein Wohnhaus sich höher als 60 Fuß über den Boden erhebt, auf dem e5 steht, so ist jeder Zoll vom Uebel, der Über dieseS Maximum der Höhe hinaus geht. So lautet ein alter Grundsatz be währter Architecten. In New York und in andern großen Städten hat man in dessen diese Lehre längst veraessen, ja in dem aroßen Gotham ist dieser Tage bei der Baucommission der Bauplan sür eine Mlethskaserne eingereicht worden, deren IS Stockwerke volle 182 Fuß in die Lust hineinragen. Ueber diesen, jeder ProPortion zu seiner Grundfläche spottenden Niesen soll sich noch eine Kuppel von 40 Fuß Höhe erheben. In New York hat die Kostspieliakeit der Bauplätze die Ausbeutung der Luftsäulen über solchem in einem Grade gefördert, daß die Höhe der zu Micthswohnungen bestimmten' Gebäude bedrohlich zu werden beginnt,und in manchen Großstädten unseres Landes ahmt man das fcylechte Beispiel der Metropole eifrig nach. Wie aber New York in Errichtung der den Himmel stürmen den Menschenfallen den Reigen eröffnet hat, so thut eS gegenwärtigauch die ersten Schritte, der gefährlichen Mode und Ma nie zu steuern. In einer kürzlich abae haltenenBürgerversammlung ist oeschlos sen worden, der Legislatur deS Staates einen Gesetzentwurf zu unterbreiten, wel cher die Höhe der in der Stadt zu errich tenden Wohngebäude bestimmt und fest setzt. Da eine derartige Beeinfluffuna der Vauthätiakeit.nach ieder Richtung hin fiJ2jfeVu
von Männern geltend gemacht, deren Beruf ihnen die Schädlichkeit der Hochbauten 'fast täglich vor 'Augen fübrt. Der Chef des New Aorker FeuerlöschDcpartcments erklärte, daß die Bckäm pfung eines Schadenfeuers bei Häusern von mehr als 75 Fuß Höhe unmöglich sei. Im letzten Jahre sind in New Aork 103 Gebäude von 80 Fuß und mehr Höhe errichtet worden und die Bewohner derselben sind bei ausbrechendem Feuer einem entsetzlichen Tode um so mehr ausgesetzt, als im? bei wenigen dieser Gebäude-Un-gethüme. die Vorsichtsmaßregeln gegen Ausbreitung eines Feuers getroffen sind, deren sich alle rühmen. Daß aber diese hohen Gebäude nicht, nur den Bewohnern derselben, sondern der ganzen Nachbarschaft und in Folge dessen ganzen Stadttheilen gefährlich sind, wurde von Mitgliedern deS Gesundheitsrathes nackgewiesen. Ein Gebäude von 155 Fuß Höhe wirft in einer Straße von 60 Fuß Breite noch einen Schatten von 110 Fuß Ausdehnung in die Straße und auf die it)m gegenüber befindlichen Häuser, bei einem Gebäude von 142 Fuß verbreitet sich dieser Schatten noch in einer Länge von 93 Fuß. Jene Häuser schließen sonach die Sonnenstrahlen von der Straße gänzlich ab und gestatten denselben nur im Hochsommer für kurze Zeit den Zutritt zu den benachbarten Wohnungen. Slra ßen, Höfe und Wohnungen werden in A)lge dessen dumpsig und ungesund ' die Sonne wird außer Stand gesetzt, ihren desinsicirenden Einfluß zu äußern, und
der xn fortwährendem Schatten lagernde Boden bildet sich zu Cf , . ' einem Heerde für ZlMslecmngsslone uno verheerende Krank yetten aus. In den italienischen Städten, deren Straßen meist eng sind, hat man den Ausschluß des Sonnenlichtes schon längst als diell rsache des ungesun oen JUsianoes oer ' Die besten Miet ädte erkannt. bskasernen in der ganzen Welt hat Par s, das diese Wohlthat lediglich seiner ausgezeichneten Bauordnung verdankt. Letztere nimmt auf den ungehinderten Zutritt von Luft, Licht und Sonnenstrahlen bei allen Neubauten die größte Rücksicht und gestattet selbst an den breitesten Boulevards nur die Errichwnz von höchstens 65 Fuß 7 Zoll hohen Häusern, während in New Yorker Straßen von nur 60 Fuß Breite Häuser von doppelter, ja beinahe dreifacher Höhe unbeanstandet aufgeführt werden. Die Legislatur soll ersucht werden, durch Gesetz zu bestiminen, daß höhere Wohngebäude als solche von 80 Fuß überhaupt nicht errichtet werden dürfen, und daß in Straßen von nur 60 Fuß. Breite die Höhe 70 Fuß nicht überschreiten soll. kähterinneu. Ich will alle Ihre Fragen gern beantworten, aber nehmen Sie es nicht Itbel, wenn ich meine Arbeit nicht unter breche, ich muß dieselbe bis Nachmittag Z Uhr abliefern, sonst bekomme ich rnei cn Lobn nicht ausbezahlt und dies würde für mich eine Woche gänzlicher Hilslosiz--keit bedeuten." So sprach vorigen Samstag ein Mädchen in Neu; York zu dem Berichterstatter einer Zeitung, der sich von der Lage der Nähtcrinnen in jener Stadt überzeugen wollte. DaS bleiche, abgezehrte Äesen war über die erste Jugend mit ihrer Blüthe und mit ihrem Glücke kaum hinauS, aber das resignirte Lächeln des feinen MundeS schien zu sagen, daß von oem Glücke der Jugend wohl nieinals auch nur ein Schimmer in ihr Herz gefallen war. DaS Stäbchen im vierten Stocke batti 10 Fuß im Geviert, das einzige Fenster ging nach dem Hofe, den hohe Hintergebäude umgaben, durch das Fenster wehte ein eisiger Zug in daS Zimmer, daS durch das spärliche Feuer im zerbrochenen Ofen nur höchst unvoll'kommen erwärmt wurde. In einer Ecke stand daS Bett, sauber, aber mit wenigen und dünnen Decken ; auf einem Brette, oaS an die Wand genagelt war, befanden sich ein paar Teller und Tassen, ein Kasserol und ein Tigel ; ein wackeliger Tisch und zwei alte Stühle bildeten das übrige Mobiliar. Wie viel ich verdiene, wünschen Sie ;u wissen, nun, das ist leicht 'gesagt. Zln den Hemden, die ich da gerade vor mir habe, verdiene ich 7 Cents am Dutzend' dafür habe ich an jedem vier Zwickel einzusetzen und 3 Knöpfe anzu nähen. Für das Einsetzen von 4 Zwickeln und das Annähen von o Knöpfen erhalte ich 9, bei derselben Anzahl von Zwickeln und 8 anzunähenden Knöpfen 10 CcntS vom Dutzend. ' Außerdem habe ich auch für dieselbe Bezahlung dasjenige Stück Zeug aufzunähen, welches den irmastempel der Wäschefabrik enchalt. Diese Arbeit bezahlt sich immer noch besser, als wenn ich auf der Maschine arbeite ; ich besitze eme Nähmaschine, leihe aber solche für 25 CentS wöchentlich aus und verbessere hierdurch meinen Verdienst. Außerdem greift meine gegenwärtige ,'lrbcii die Äugen nicht so an, Wie daS Näben an der Maschine. Ich bättc schon la.ge eine Brille tragen solsen, aber ich muß noch ein paar Monate sparen, ehe ich im? gute Gläser anschaf fen kanii. Ich verdiene bei täglich v!er;cbnslündigcr Arbeit für die Woche, sodaß ich mit der Miethe für meine Maschine mit $2.65 wöchentlich alle meine Acdürf nisse bestreikn muß. Wie dies möglich ist 'i fragen Sie, nun, es muß eben gehen. Tie Miethe kostet mich 73 Cents, Heizung und I 40 CentS die Woche, sodaß mir für Nahrung, Kleider und lasche, etwaige Medlcm, nothwendige Fahren mit der Straßenbahn und eine 5?oge in, pcrnhause 1.50 bleiben. mi . i r . ii t ri r i 2jmn uwenzeilei, iji lelw! rescyrieoen : Ich brauche wöchentlich j- Pfund Thee, h Psund Zucker, 1 Pfund Hafergrütze, j Quart Bohnen, 2 Laibe Brot, jeden zu 10 Lcnts, cmcn uvvcnknochen, und Salz, Pfeffer und Suppenkräuter kosten auch wöchentlich ein vaar Cents. Außer dem kaufe ich auch noch jede Woche Psund Butte? und Sonntags Cuan Milch zum Tbce, die auch noch für die nächsten paar !?age langt. MeniFrüh, stück bildet Thee und Brot, :u Mittag babc ich zweimal in der Woche-Fleisch-bruhsuppe, zweimal Bohnensuppe, zwel-j mal ein ivenig gebratenen Speck und! Sonntags für 5 Cents Leber, von der.' noch für den Wend genug übrig bleibt.: Die Bobnen wechseln mit Kartoffeln ab; unAbendS ievt e5 ?5ee und Brot.-
bwewseind genieße icy sruy unv Slbends Hafergrütze, statt Thee und Brot.! iNehr als $1.25 darf mich das Essen in keinem Falle kosten, und da ist es denn! sehr traurig, daß wir kleinen Leute alleö um so theurer bezahlen müssen, je kleinere Quantitäten wir käufen können. Denken Sie sich z. B., 1 Pfund Grütze kostet 6' CentS, !- Pfund-4 Cents, ein Quart' Lohnen kostet 12 Cents, Quart. 8 Cts.! Die Kohlen kaufe ich täglich, odcr ss oft ich welche brauche, beydem Hübä. irno. 0er Mann, der wöchentlich die Mietbe
abholt, hat mir gesagt, daß auf dieseövcise die vnne ans Mti zu stehen kommt. Die 25 CentS, die nach der Bestreitung. der ucye noa urna dlciden. rnun ick urücklegen, um Schudwcrk und Wäsche und Kleider kaufen tu können, und in mancher Woche bleiben kaum ein paar Cents für die Brille übrig, die ich so nö hlg brauche. Sie sagen, daß eS so sauber aussiebt in meinem Stübchen. Das freut mich, das verdanke ich auch meiner Mutter, die hat immer strenge auf Reinlichkeit gehalten. Und lieber Herr, glauben Sie mir, die Versuchung ist für uns schrecklich gron, in Unrernliwkett und schmutz zu versinken. Die Anschaffung eines Besens kostet uns ein Kapital, wir . L l V im. L. .. empfinden d o oen, oie wir jur cire ausgeben, hart, und die Zeit, tu wir auf die Säuberung unserer Umgebung verwenden, bedeutet sur uns eme fcmbufce an Lobn. ?ch bade ein vaar Mal aeiucht. m ei- " , " r " u-1 ,7 nem anderen Erwerbe zu grelfeil, aber es ist gar schwer ; ich schreibe eine gute Handschrift und habe früher im Bureau eines Advokaten Äbchriiten besorgt, aber die anderen Copisten ruytcn nicht eher. biS ste mich hinausgebissen hatten, ch habe es als Ladenmädchen versucht, aber ich war von jeher zu unansehnlich, als daß ich es zur Verkäuferin hätte bringen können. Um in Dienste zil gehen, bm ich jetzt 'wen igsiens nicht mehr kräftig ge nug. So tverde ich bleiben müssen, was r f .. sX rcy vin, uno iw uagc niar. uruens würde das nichts helfen und zweitens bin ich ia unter der ganzen großen Armee von meines Gleicher eine Kapitalistin: ich besitze eine.Nähnlaschine. Drei Jahre habe y gearbeitet, bis ich dieselbe endlich mcm bezahltes Eigenthum nennen konnte ; der Fabrikant, für den ich früher arbeitete, hat ue mir sie war nicht mehr neu, für d15 verkaust und ich habe mir wochentliche Abzüge an meinemLohn machen lanen, bis fcic Kaunumrne bezahlt war. So lange ich nur gesund bleibe, wird eS schon geben, und daran, daß ich krank werde oder dan meine Äugen nch noch mehr verschlechtern, darf und' will ich'gar nia?t denken. In dieser Beziebung 'batten es freilich die Sklaven besser, als wir Arbeiterinnen. Doch mein Herr, jetzt muß ich gehen und mir meinen fürstlichen Lohn holen ; ich danke Ihnen für Ihren Besuch, ich plaudere gern einmal und habe dabei an M . ' t i .....fr' .?f . . meiner Zirveir niars veriaurnr. ?agen Sie aber Ihren Freunden : wenn ihnen . C .. T .1 L . f... 'f.i einmal ein nnops am ernoe avreipr, sotten sie nicht gleich so seyrauf die armen Nähterinnen schimpfen; ein Stich mehr an jedem Knopfe kostet die täbterin einen Laib Brod für d Woche." Wir haben noch hinzuzufügen, daß jene Nähteritt nur mit Äküye zu bewegen war, sich auf Kosten der Zeitung von eineni tüchtigen Augenarzt untersuchen zu lassen und die Brille als'Geschenk an:unebmen, welche dieser ihr empfabl. In dom geschilderten Bilde aus dem Arbeiterleben ist kein Zug von Selbstverschuldung, keine Spur von Energielosigkeit, und doch bei aller aufreibenden, unnatürlich langen Arbeit, welch' eine Summe von (!leiid ! Vom Inland e. Um einem l angge fü b lten Mangel abzuhelfen, follte eine amerika nische Akademie der Wissenschaften nach dem Muster der französischen ln's Leben gerufen werden. Der große Vanderbilt wird voraussichtlich einer der Ersten von den vierzig Unsterblichen sein. w Toledo. C i st d i e s e r T a ge r.ii "ci.vß e,i:j.vi;di w'.den, in dem eS ). u :n die Frage der Giltikeit einer Sklavenveiratb bandel:e. Em Neger, Naiens'AkiSerson, welcher im vorigen Jah.e in oledo yeirathete, wurde wegen Bigamie der'bastet, indem geltend gemacht wurde, fcajj a zur Zeit, als er Sklave war, im virg mischen County Bedford im Jahre 1861 eine Sklavin heirathete. Es bandelt sich nun im vorliegenden Falle um die Giltigkeit der Ehe zwischen Sklaven. Der Nichter instrurrte die Geschworenen, daß Sklaven als Eigenthum" keinen gesetzlichen Vertrag eingehen konnten, daß dle Gerichte entschieden hätten, daß eine Sklavenheirath Giltigkeit erlangt habe, nachdem die Emancipationsproklamation im Jahre 1864 in Krast getreten, im Falle daS Paar als Mann und rau nachher zusammenlebte. Die Geschworenen hatten nun zu entscheiden, ob dies in Bezug auf den Angeklagten der au war. wai Verbiet lautete auf Freisprechung. Arthur Livermore in Janes ville, Jll., hatte zu seinem Hochzettsseste vlir. ?cke unaekabr 100 Gäste aeladen. Wie üblich, brachten die meistenGeschenke mit, und' unter diesen befand sicb auch ein kleines Kästchen, in dem ö Zchndolfortab lasten. Wäbrend des Abends verschwand daS Kästchen und kam nicht wieder zum Vorschein. Da erklärte der über den Verlust aan,; wüthend gewor dcne junge Ehemann, er werde Niemand p i p . n x .!Xi ri soriiaen, wenn er a? muyi ij vui nauen Untersuchung unterworfen yane. Da balf kein Protestiren. Die mannlichen Hochzeitsgäste wurden in ein Zimmer aesverrt, die weiblichen in ein ande reS, und nun ging eS an ein genaues durchsuchen. Die. Gäste mußten ihre Kleider ablegen, und während diese einer genauen Jnwection unterworfen wurden, schäumten die so schmählich Behandelten vor Wutb. Schließlich fand man doch nichts. Das; an eine Fortsetzung der Festlichkeit nicht m denken war, versteht sich von selbst. Jeder beeilte sich, sobald wie möglich aus dm ungastlichen Näumen fortzukommen. Geo. H. Fryer, früher ein reicher Minnbesitzer in Colorado, . wel rfcr seit 2 Jabrr eiV Vermögen tzon
500,000 durchbracht und an den Bettelstab gerieth beging Sonntag Abend in Denver, Col., Selbstmord durch Ein' nehmen von Morphin. Das Weiße Haus" wird täalich mit 250 bis 300 Blumenstöcken, Blattpflanzen und tropischen Gewächsen nm geschmückt, bei festlichen Gelegenheiten aber mit mehr als 1000. Weibliche Gäste des Präsidenten erhalten Blumensträuße. Bei Schmäusen im Weißen Hause" bekommt auch der männliche Gast einen solchen Strauß. Wie daö Weiße Haus", so ist auch sein Treibhaus jedem anständigen Besucher ohne Weiteres y.i--gänglich. Die i n N e w H o r k erscheinende Negerzeitung Globe" ergeht sich in folgendem Ergüsse : Die vor dem Bundcssenate anhängige Untersuchung der
Infamien in Copiah Countv und der Schlächtereien in Danville, Va., zeigt schlagender als alles andere, wie elend ohnmächtig und' kraftlos das Gouvernement der Ver. Staaten ist, worüber so ?.r mr.r . r i. . r i l. p r r viei praLieriscyes gesagr uno gescyneoen wird. Sie sind einVereinigter Humbug ohne Würde und Macht, außer um dem Volke Bürden aufzuladen und Dienste zu erpressen, welche nicht entsprechend belohnt werden. Ten Schwarzen des Südenö wird der gesetzliche Schutz vom Staate und vom Bunde verweigerte Sie sind der Gnade und Ungnade jedes brutalen Burschen ausgesetzt, den ungeügelter Ehrgeiz und Haß bewegt. Mögen die Schwarzen ihre politischen Rechte vertheidigen und, wenn ihr Leben angegrif. c M rc J sen roirv, mögen den Andern es nebmen! Für jeden von wilden Weißen niedergeschossenen Schwarzen follte ein weißer Wilder erschossen werden! Entsteht dann ein Bürgerkrieg, so wird vielleicbt das Gouvernement entdecken, daß es Vollmacht hat, Gesetze zum Schutze Aller zu geben, sollte der Staat keine geben." Zu Lowell im gutcnStaate Massachusetts hat man eine Bande von jungen Taugenichtsen, sieben Knaben und ein Mädchen, keiner über 13 Jahre alt. aufgehoben, die seit Jahc und Tag syste matisch denDiebstabl betrieben hat. Als Staatszeuge t ein nnlnjähriger Knabe aufgetreten. In einer vor K u r z c m in der Kirchcnstadt Brooklvn abgehaltenen Ver sammlung frommer Temperenzler zeterte ein Reverend gegen die 16. Ward der Stadt, weil in derselben sich nur zwei Kirchen, aber 330 Wirthschaften besänden; der hochwürdige Herr nannte diese Ward, in der fast nur Deutsche wohnen, eine Schande für die ganze Stadt. Zufälliger Weise geht aus dem gleichzeitig veröffentlichten Berichte der Accise-Com-missäre hervor, daß die Zahl der wegen Trunkenheit Verhafteten in der 16. Ward geringer ist, als in irgend einem andern Theile der Stadt. Im ersten Polizeibczme, in dem eS die verhältnißmäßig meisten Kirchen giebt, wurden dreimal so viele Besoffene verhaftet, als in der 16. Ward. Dort, wo die meisten Prominenten" und sonach Frommen wohnen, wird nur im Geheimen Schnaps ' verkauft, in der deutschen 16. Ward wird öffentli Bier verzapft und getrunken. Höchst lehrreich ist der Vergleich, welchen daS statistische Bureau der Ver.' Staaten zwischen dem Verbrauch von Branntwein, Wein und Bier im Jahre 1333 miteinander, sowie mit dem Verbrauch in früheren Jahren angestellt hat. Danach hat der Verbrauch des Branntweins 1833 gegen 1873 um 3 1.40 Prozent zugenommen,der des Weines um 30,65 Proc., der deS Bieres aber um 77,01 Proc. Im Jahre 1830 wurden consumirt 76,762.062 Gallonen Branntwein, 25,833,492 Gallonen Wein, aber 555,375,654 Gallonen Vier, also mehr als siebenmal mehr Bier al Branntwein und 22mal mehr Bier als Wein Äuf eine geschätzte Bevölkerung von 51, 163,000 Seelen berechnet, consumirte durchschnittlich jede Seele 10.18 Gallonen Bier, 1.42 Gallonen Branntwein und nahezu eine halbe Gallone Wein.' Ebenso stark wie der Viereonsum nimmt der Consum an Kaffee zu. Im Jahre 1873 betrug er 6.51 Pfund auf dieSeele, 18,33 aber schon 9.52 Pfund, wäbrend der Theeverbrauch langsam abnimmt. Ein Großhändler in im portirten Weinen in Chicago hat an eine bedeutende Finna in Rude5heim daS schriftliche Ersuchen geiichtck, ihn nicht mehr mir Preisconranten und dergl. zu belastigen, da er fest entschlossen sei, bis ;ur Aufhebung deS lächerlichen SchwcinefleischverboteS keinen Tropfen deutschländischen oder französischen Wein zu imsortiren, er werde vielmehr in Gemelnschaft mit mehreren seiner College in Zukunft der Pflege und dem Vertriebe unserer besseren amerikanischen Weine diejenige Aufmerksamkeit zuwenden, welche denselben schon längst hätte geschenkt weeden sollen. Die Lehrschwesternfrage fand vor dem Vasler Großen Nathe eine Erörterung. In Berathung stand in Basel das Schicksal der katholischen Schule, deren Lehrkräfte ausnahmslos dem geistlichen Stande angehören, die Mitglieder . von Congregationen sind. Die Baöler Regierung hatte durch Erperten konstatiren lassen, daß die Leistungen dieser Schule hinter denjvnien der öaatsschule zurück bleiben. Sie fand ?ie Ursache dieser Erscheimng in der geistlichen Leitung der Schule und . in dem dadurch bedingten Lebrsystcme übetHaupt. Gestützt auf Art. ' 27 der Bundesverfaffung, der ganz allgemein die Primärschule der staatlichen Leitung unterstellt und den Kantonen aufgibt, für genügenden Primär -Unterricht zu sorgen, beanspruchte die Regierung nicht nur eine oberflächliche Aussicht über die katholische Privat, schule, sondern vielmehr die direkte Leitung derselben, das Recht auf die Anstellung der Lehrkräfte und das Lehrshstei.. einen entscheidenden Einfluß ausüben zu können. Diese Forderung stieß im Großen Rathe selbst auf lebhf:en Widerspruch. ES enthielten sich nicht wenige Freisinnige der Abstimmung, im? nicht die Katholiken zu verletz:. Ob daö Referendum im Sinne des Großrathsbefchluffes ausfallen wird, ist noch fraglich. (Inzwischen ist lautMeldung deS Kabels die Volksabstimmung zu Gunsten deö Großen Rathes ausgefallen.) .
DMWlHociO NsS" i'W) föföM - jl ( ' J&rvfc " s?v"wi : rl iv (Ars&A . CrCtt '' g m7My fiWH vA Wl Ml V ' V. :, rnQSMA rsTvv i ! ' LizrcHvus jCG j. lj JjlVS l lil Mop
gegen alIcBlutkrankheitep. Eegen Leb erleid m. Segen Magenleiden. tUs' txr ttrfar.it dch Tho Charlc A. Vogel er Co., (TJaSfoIfitc von 8t. Cftgtftr C. ' Baltimore, Md. MMHikW 83n alle Krankheiten fctr der wmsm 9 und Itt Zr. st itnli'i pamburaer vrnßti dirb ur tn Origik.al.!pa5tkn. !xti ti Cent, oUt fünf Psiktte U.OO, tf. lauft: in oCen Spotteke u ?n, oder wird na'j empfang des Setrage frei wub allen Zttiltx itt ttttinhitn Cta?tta vr. fanit. nadikssire: The Charles A. Yogclcr Co., lachfolzer ton 2T. Logein & C. Baltimore, Md. Dr.H.S. Cunningharn (öl tolrt Teutsch gesprochn!.) ! No. 354 Süd Meridian Straße. It11ttnl!, Ind. Osfic . Stunden : ft. 9 Hr Werg., 11-3 Ram. 7-8 Uhr kdtnd. Telepbsuire nach Gore F. Bork' Zlpothcle. vr. e. . üvvrts, DeutfcherZahnarzt, (Nachso!gr rvn Cha. ..Tattert.) N.-W.-Ecke Washington u. Pennsylvania Str. Jndtanaxoli. Von Bremen nach New Aorl oder Baltilnorc ?2y.W. Von Brcmcn nach Judmnapolis, via New Jorl 32.30 Hin Bliltimote $30.50. Vebrübev Fre,lze!, S. SB. Eckt Walhwgton u. Mlridian r.. Dr. Sngo O. Pantzcr Arzt. Wundarzt . OeburtSbelser, oifi: ftVX a. Solawuro öt. nchftund: 10-11 Cftt vormzXUHrR.ch. Vohiung: 4S3 Madlaon Ato., Zt. ta.j Scheller'A früher, Office, exiechftu.b.? tnx Bsra.; 1 Ulz Kaln: I S Uli hntZcUsboit.ltllMtibuR.. Heilrh Spielhoss Zimmermann und W'aumeister. Ll!e Austräge wcrdcn prolipt und zufnedeustellend autgkfährt. Job Arbeiten eme vf i jiuiuui. Werkstätte u u d.52o h nu ag : No. 191 Gvbnvn Otraffe.
ZU vambn sretfrn koftkt c wnrt,
fi nf Flafch t.: tn aZtn t$t2 i yab,
trnbtn ttx iStWiuTiQvn tm UM Hxmn
MFch t' V yhi 'SSsM f - &J' Kjf -TV . j '"AvW" -'. ' jA sJV. tMK
WmM
mim.
