Indiana Tribüne, Volume 7, Number 161, Indianapolis, Marion County, 29 February 1884 — Page 2
Mana Möune.
Er sch eint Füglich, MHentttch u. Sonntags. Offlee: 120O.Marhlanbstr. itZattch Tribüne- kostet durch den Träger 17 w E,.tS per Woche, die SonntgS Tribüneent? per Woche. Beide zusammen 15 Cents. Per Post zugeschickt t Vorausbezahlung 5 xer Jahr. Indianapolis, Ind., 29. Februar 1884. Die Quelle des LMsstsslppi. Der ,LZater der'.Gewäffer", der größte Strom Nordamerikas, der zehn Staaten berührt, entsvringt bekanntlich-in Gegenden, wo Schnee -und Eis den größeren Theil des Jahres den -Boden bedecken und mündet, too in einem fast tropischen Klima beide nur dem Namen nach bekannt sind. Sein Quellenbezirk, der erst 1333 von Allen und Schoolcraft aufgefunden wurde, liegt auf den verhaltnihmäßig unbedeutenden Ausläufern der Schwarzen Berge, die einen Theil der Wasserscheide zwischen dem Golf von Mexico, der Hudsons Bay Und dem atlantiscken Meere bilden. Als seine eigentliche Quelle wurde bisher der Jtascasee angesehen. Als Henry N. Schoolcraft auf seinen Streifereien durch die Wildnisse von Minnesota diesen See entdeckt hatte, fragte er seinen Begleiter Allenwas im Lateinischen das wirkliche 'Hc.upt. der Gewässer nämlich englrf 4 wi j. Iiaa fisl& f riZ 4- n a caput" lautete die Antwort, an deren grammatikalischer Richtigkeit wir nicht weiter zu deuteln haben. Schoolcraft wollte den See mit den lateinischen Worten benamen, welche dem englischen jtrae iieaä entsprachen. Veritas ca. put erschien ihm zu voluminös und so nahm.er die veiden letzten Silben deö ersten, und die erste Silbe des zweiten Wortes und bildete hieraus : Itasca", sich"- der Ueberzeugung hingebend, daß inan dieseS.aus dem Lateinischen neugebildete Worvals aus dem Indianischen abstammend erachten werde. Gar viele Etädte, Ansiedelungen und Flüsse in Minnesota und Wisconsin führen bekanntlich.indianische Bezeichnungen. Jetzt ist-entdeckt wordm, daß der See JtaZca.niht das Yeritas caput'1 des Mississippi ist, sondern daß diese Ehre dem See Glazier zukommt. Der See JtaZca hat annähernd die Form eines dreiblätterigen Kleeblattes, ist 5 Meilen lana und Meile breit. Der Mississippi tiefet in semer Kindheit in nördlicher und nordöstlicber Richtung ; südlich, westlich und nördlich von ihm befinden sich aus den Hügeln, die amphitheaterförmig von seinen Ufern ansteigen, zahlreiche Seen, die ihm Theile ihrer Gewässer zuführen. Der südliche Theil des Sees Jtasca ver läuft in einen Sumpf, der Jedem undurchdringlich erscheinen muß, der nicht seit Jahren das dortige Terrain studirt hat. Auch der Capitän Glazier, der seit 1821 die dortige Gegend durchforscht, hatte keine Ahnung davon, daß es mög lic$ sei, in jenen Sumpf einzudringen. Ein Indianer jedoch, Ehenowaaesic, den Glazier als Führer benutzte, hatte seit Jahren in jener Gegend seine Jagd jy tW UWWV zj ff V wvvotm arunde, führte (plazier aus nur ihm vekannten Wegen durch den Morast und brachte ihn an einen Bach, in dessen Verfolgung der Reisende einen See entdeckte. Glazier befuhr denselben auf einem Canoe, pellte seine Länge auf 1j, seine Breite auf 1 Meile fest und legte ihm seinen Namen bei. Dieser See liegt oberhalb des Jtascasees, ist mit diesem durch den erwähnten Bach verbunden, und letzterer entschwindet nur auf der erwähnten Strecke vorübergehend den Augen. Während der Jtasca ringsum von sumpsigem Terrain umgeben ist, sodaß seine Grenzen in solchem verschwimmen, ist derSeeGlazier von steil abfallendenHügelabhängen umgeben, die mit stattlichen Holzbeständen bedeckt sind, an seinem südlichen Ende springt eine ebenfalls erhöhte Landzunge tief in den See vor und auf dieser entspringt eine starke Quelle krystallhellen und eiskalten Wassers, die am meisten verdient, die eigentliche Quelle, deö MWsippi genannt zu werden. Der aane See Glaser wird übrigens aus-,' schließlich von Quellen gespeist, die sich theils auf seinem Boden besinden, theils von den steilen Ufern herabrieseln. Die Gesammtheit derselben bildet den Quellenbmrk, der See gewissermaßen das erste Sammelbas.indesVatersderStröme. Mehrere Bäche vereinigen sich ebenfalls in diesem Wasserbecken, die jedoch sämmtlich ebenfalls aus Quellen entspringen ; die bedeutendsten derselben sind die Creeks Alice, Elk, Excelsior und Eagle. Es würde nicht richtig sein, den längsten dieer Bäche als die eigentliche Quelle des Mississippi zu bezeichnen, sondern die Vereiniguna von Quellen, welche theils im See Glazier entspringen, theils aus näberer oder kürzerer Entfernung in demseloen zusammenströmen, ist das"trus head", oder, wie es Schoolcraft's Begleiter übersetzt hat,daS-veritag caput": des Vaters der Ströme. Die Geographen unseres Landes haben es denn auch aufgegeben, den JtaZcajee als die Quelle des Mississivpi zu bezeichnen, und auf den neuesten Karten werken, die in New Iork und Chicago erschienen sind, ist der See Glazier als solche bezeichnet. Frauen im Tchatzamte. v,mh,rt- fcfln sfrfliTin rtsthmstn in 9Vn. tM.fr.v mvv rjvt iivyiiivii ken und sonstigen kaufmännischen Geschasten veramwonitme Stellungen ein, m h(m, fsir CAtvh iinh siMhf3hirff 4 vyiiytt V v V W9 9 9r y viv täalick durch ibre Hände aebt, und es auffallend, wie verschwindend wenige Unterschlagungen, Fälschungen, oder auch nur 9!achlässlgkeiten von denselbe-n begangen werden. Man kann sagen, daß fast alle bisher an den Frauen in dieser Beziehung gemachten Erfahrungen deren sittliche. Physische und intellektuelle Beiähigung zur Verwaltung derartiger Aemter bestätigen. General Spinner war der crte, der grauen und !vcadchen als Gehilfinnen auch in den verschiedenen Bureaur des Äunde?schatzamts angestellt.
namentlich aber bei dein Zählen von Geld und bei der Prüfung des Metallund Papiergeldes auf dessen Echtheit beschäftigt hat. Bis zu 1,000 Angehörige des weiblichen Geschlechts haben gleichzeitig unter ihm gearbeitet, und er war daher zur Abgabe eines zuständigen Urtheils mehr als irgend ein Anderer befähigt. Sein Zeugniß geht dahin, daß Frauen und Mädchen das Geld rascher und zuverlässiger zählen und Fälschungen schneller und sicherer entdecken, als Manner. Ferner hat Spinner sich wiederholt dahin ausgesprochen, daß hinsichtlich der Frauen Unchrlichkeiten garnicht, Vernachlässigungen des Dienstes aber äußerst Zelten zu seiner Kenntniß gekciumen sin So oft es sich um die Entdeckung einer besonders geschickt ausgeführtenFälschun handelte, die Spinner zu persönliche Entscheidung vorgelegt wurde, zog e: stets ein Fräulein Grandie u Rathe, die mehrere Jahre lang in semem Bureau gearbeitet hat. Ueber deren auffallende Befähigung, auch die täuschendsten Nachahmungen als solche zu erkennen, pflegt; er zu sagen : Wenn ich an Hellseherei oder Hellsichtigkeit glaubte, würde ich sagen, daß diese junge Dame eine Claw voyante im wirklichen Sinne des Wortes ist, ich glaube aber an dieses Zeug nicht und kann daher jene Begabung nur als eine besondere Naturanlage, als eine Ar! Instinkt bezeichnen." Im Bundesdiensts find mehrere Tausende von Frauen und Mädchen als Beamte, Zählclerks, Postmeisterinnen und in anderen Stellunger beschäftigt, und die ofyciellen Berichte enthalten nicht einen einzigen Fall von Unehrlichkeit odergrober Dienstverletzung von ihrer Seite. Entlassungen sind mehr fach vorgekommen, aber ledialich wegen körperlicher oder geistiger Unfähigkeit, keine einzige wegen Unehrlichkeit oder eines sonstigen Vergehens. Deutsch, 'abbätbarianer. Die Reactio in Deutschland und na, me.ntlich in Preußen marschlrt jetzt so schnell, daß eö der Regierung selbst unangenehm zu Muthe wird. Im preußi, schen Abseerdnetenhyuse hatte der be: kannte Judenhetzer Stöcker, der sich selbst den zweiten Luther zu nennen dte Unverschämtheit besitzt, den Antrag auf Aufhebung des Sonntagsunterria)ts in den Fortbildungsschulen gestellt. Neu war dieser Antrag durchaus nicht, vielmehr ist er schon wiederholt gestellt worden, aber stets vergeblich. Denn noch im vorigen Jlahre erklärte eine Commission, in der daS religiöse Element stark vertreten war, daßes die Berwilderunq der in
aoriken und Werkstatten arbeitenden uaend fördern hieße, wenn man ihr die leleaenbeit zur geistigen Ausbildung am Sonntage rauben wollte. Man kann den Lehrlingen u. f. w. allerdings den Besuch einer Fortbildungsschule am Sonntage verbieten, aber man kaun sie nicht zugleich zum Besuche der Kirche zwingen. Es ist sogar nicht einmal wahrscheinlich, daß sie in die Kirche geben werden, weil ihnen die Schule verschlossen ist. Im Gegentheil ist es viel wahrscheinlicher, daß die halbwüchsigen Burschen, die bisber durch einen gediegenen Fortbildungsunterricht am Sonntage gefesselt, von dummen Streichen abaehalten und zu sittlichem Ernste hingelenkt wurden, nach dem Wegfall dieser UnterWeisung den freien Tag vergeuden oder noch schlimmer mißbrauchen werden. Es liegt gerade so wenig im Interesse de: Religiosität, diesen Unterricht abzuschaffen, wie derselben durch die Schließung der Museen, Kunstanstalten, anständigen Concctthallen und Theater am Sonntage gedient wird. Alles das sagte der ultusmiNitter Goßler, der selbst ein sehr kirchlich-ge-sinnter und consersativer Mann ist und den streng religiösen Kaiser zu vertreten hat. üv fügte noch hmzu, daß nach Lage der heutigen Jndustrieverhältnisse ein Fortblldungsunterricht für die lnder der unbemittelten Classe gar nicht zu ent Kehren ist. Die Volksschule, die in Deutschland noch viel überfüllte? ist, als in den Ver. Staaten, kann über den nothdürftigsten Unterricht in den Elementarsächern nicht hinausgehen. Sie kann sich namentlich mit Zweigen nicht befassen, deren Kenntniß zum Fortkommen im späteren Leben heutzutage unerläßlich ist Kommt dann der Knabe in die Lehre, so sindet er auch ganz andere Verhältnisse vor, als seine Vorfahren. Die Maschine und die Arbeitseintheilung bis in'T Kleinste hinein haben das alte Handwerk so ziemlich verdrängt. Auge und Hand werden nicht mehr m derselben Weise geübt, wie vor Zeiten, da es galt, ein Meisterstück anfertigen zu lernen. In der Fabrik vollends sinkt der Knabe bald zur Maschine herab, wenn nicht nachhelfend auf feinen Geist eingewirkt wird. Letzteren Zweck hat die Fortbildungs schule, die ihr Augenmerk besonders darauf richtet, die industriell thätige 3Ul gend mit der Formen-, Farben- und Stosslehre bekannt zu machen, ihr Aufschluß über die mechanischen und Natur gesetze zu geben, sie zu v e r st ä n d n i ßvoller Arbeit zu befähigen. Trotzdem also die Regierung durch den Mund des CultusmmisterS gegen die Ab fchaffung der sonntäglichen Fortbildungs schulen eintrat, wurde dieselbe von den vereinigten Clerikalen und Conservativen beschlossen, welche zusammen die Mehrhett hatten. Noch ist es fraglich, ob die Negierung der an sie ergangenen Weisung gehorchen wird. Immerhin wird zener Beschluß nicht nur in Preußen und Deutschland, sondern auch im Auslande Unheil anrichten. Denn die amerikanischen Pbarisäer z. B. werden gegenüber den Forderungen der deutschen Bürgn nach einem freien Sonntage auf die Thatsache hinweisen, daß im leitenden deutschen Staate sogar der barmlose ??ortbildungsunterricht am Sonntage verboten woroen Leider eine Ente. Aus jenem Winkel vcn Dakota,welcher der canadischen Grenze am nächsten liegt, kamen vor einigenTagen aan; sonderbare Berichte. Sie hatten ungeheure Aehn. lichkeit mit den geheii.mlßvollen" Andeutungen O'Dormovan Rossa's, daß an dem oder jenem ganz genau bestimmten Tage irgend ein britisches Schin versenkt oder ein englisches Regierungsgebäude - in kie ujt gesprengt werden würde.
Ganz ebenso eheimnißvou, nämlich Mit Hilfe möglichst weit verbreiteter Zeitungen, trat das Gerücht auf, daß dierischÄmerikaner abermals eine Expedition" gegen Canada beabsichtigten. Diesmal wollten sie indessen nicht vonBussalo aus nach Ontario, sondern von Dakota nach Manitoba marschiren. 20,000 Mann ständen bereit, sich über die Grenze zu begeben, sobald die aufgeregte Bevölkerung eine formelle Unabhängigkeitserklärung von der Dominion losgelassen babe. Dafe aber letztere wStande komnie.
dafür hätten gleichfalls die irisch-ameri-kanischen Agitatoren aesorat. Mit aeschickte? Benutzung der Unzufriedenheit, vie in '2canitova über die Land- und Schutzzoll-Politik der Dominion herrscht, hätten diese Todfeinde Großbritanniens die Drähte so geegt, daß die Mine in einer demnächst stattfindenden MassenVersammlung explodiren müsse. In derselben würde die Losreißung erklärt und ein unabhängiger Staat gebildet werden, in welchem die keltischen Jrländer die Führung übernehmen, die französischen Canadier aber gar nicht geduldet werden sollten. Später sollte dann Anschluß an die Union nachgesucht werden. Leider ist zwar nicht die Mine, aber die Ente explodirt. Die 20,000 Mann, die natürlich nur die Vorläufer ebenso vieler Hunderttausende von Jrländern gebildet hätten, sind nicht marschirt, sondern widmen ihre kostspieligen Dienste noch imme, den Ver. Staaten. Es wäre zu schön gewesen, als daß es hätte sein sollen. Wenn nur einmal die Jrländer den guten Gedanken zur Ausführung bringen wollten, ein großes Land möglichst nahe am Nordpole zu erobern, zur irischen Ne publik zu machen und in Massen dahin auszuwandern, so würde man sogar über den Anschluß an die Ver. Staaten hiw wegsehen. Mittel gegen daS schnarchen. Wenn wir den Sitz und die Beschaf fenbeit eines Uebels kennen, so sind wir auch in der Regel im Stande, dasselbe zu heben.. Jedoch nicht immer. Das Schnarchen, jenes bekannte Geräusck, entsteht bekanntlich dadurch, daß derAty-mungs-Luftstrom das Gaumensegel eines Schlafenden in Schwingungen verfctzt. Das wissen wir, und dennoch ist es unendlich schwer, uns selbst oder Anderen das Schnarchen abzugewöhnen. Haben unsere Mütter verabsäumt, uns das Schlafen mit geschlossenem Munde von frühester Kindheit anzugewöhnen, so schnarchen wir ruhig welter, ein Schrekken den Mitpassagieren in Schlafwagen, sogar den nächtlichen Schlummer holder Lebensgefährtinnen störend. Von dieser männlichen Untugend konnte eine junge Frau in Alleghanv, Pa., ein Lied singen. Sie hat einen Vkann, der sie auf den Händen trägt, das V!uster eines Gatten und Vaters, und sie selbst ist beinahe das Ideal einer Gattin und Mutter. Nur ein Schatten trübte ihr ausllches Gluck: ihr lieber Mann chnarchte entsetzlich ; nicht in den tiefen öaßtönen, die dieser Sorte Musik in der Regel eigenthümlich sind, sondern in der höchsten Tenorlage einer haarscharfen Kehlkopstimme, an die Niemand sich gewöhnen kann. Diese Umwandlung war erst in neuerer Zeit vor sich gegangen ; die im Basse ertönenden Schwingungen des Gaumensegels hatte die Frau mit christlicher Geduld ertragen, die Tenorläge brachte sie zur Verzweiflung. Die schönen Augen wurden ein wenig trübe, das rosige Gesicht um einen Schein blei cher und blässer, das reizende Lächeln nahm einen schwermüthigen Ausdruck an. Süm Glück hatte die junge Frau eine alte Tante, eine von jenen, die für jedes Leid zuverlässigen Rath und nie versagende Mittel wissen. Du bist nicht mehr, wie sonst, mein Kind, dein Gesicht ist nicht mehr so heiter, nicht mehr so der Spiegel deines inneren Glücks; ist mein Herzblättchen nicht mehr glücklich?" O, Tantchen, Dir kann ich es ja sagen, mein Mann ist der beste Mann von der Welt und unsre Kinder lind gesund. Aber mein Mann schnarcht so schauder haft; er hat ies' immer gethan, aber .nicht so entsetzlich, wie jetzt; eS klingt, wie wenn der zunge Apotheker im Lie derkranz" da? Preislied aus den Meistersingem" singt. DaS muß freilich schrecklich sein, aber dafür giebt es ein Mittel, ein zuverlässiges Mittel. Merke wohl auf. Wenn Dein Mann wieder einmal so recht in den höchsten Tönen schnarcht, so nimmst Du ein Talglicht und kitzelst mit dem hervorstehenden Dochte' Deinen Mann am Zäpfchen. Davon kriegt er einen Schrecken, daß er sein Leben lang nicht wieder schnarcht." Die junge Frau verbarg ein Talglicht unter dem Kopfkissen. Schon in der nächsten Nacht schnarchte der Mann, daß man es über die Straße hören konnte. Entschlossen packte die junge Frau das Talglicht, aber die Hand zitterte, das Herz schnürte sich ihr zusammen, als ob sie einen Mordstahl umfaßt hätte, aber es mußte sein, die Tante hatte es gesagt, deren Rath war immer gut. Scharf und pfeifend arbeitete das Gaumensegel, und das Talglicht fuhr dem Schläfer in den Schlund. Wie die Arme einer Falle klappten die Kinnbacken zu fammen, die Zähue bissen das Licht durch und durch, aber gleich darauf erfolgte ein f usten- und Brechanfall, der die arme rau in noch größere Angst und Aufregung versetzte, als den unter demselben leidenden Schnarcher. Weinend gestand sie, nachdem der Mann wieder zu sich gekommen war, was sie auf den Rath der Tante gethau hatte, um ihrem Männchen dasScknarLcn abwaew Seinen. Der Gatte sah ein, daß sein Schnarchen seine Frau allerdings um deren Nachtruhe bringen mußte; er ordnete an, daß sein Bett in . fj r M . ' ... einem acyzimmer aufgeschlagen würde. Am nächsten Tage sprach die Tante wieder vor und fand ihre Nichte in Thränen. Du weinst ?" Ach, Tante, ick habe das abscheuliche Mittel versucht." Hat es nicht geholfen ? Du mußt Geduld haben, es wird Dir schon Ruhe schaffen." Ach, das hat es ja schon cm r r r r. ' , ' gelyan mein vjiann icyiastin oer )vaci stube." LandwirthschaftlicheS. Sellerie. Der Sellerje oder Ev, pig apinm kommt wild sowohl in Europa als in Amerika vor. Er wächst an sumpfigen Stellen, besonders auch auf
salzhaltigem Boden undist an den 'dunkelgrünen, glänzenden und stark riechenden Blättern kenntlich. Die Wurzeln und Stengel der wild wachsendenPflanze haben einen widerlich durchdringenden Geruch und bitterlich scharfen Geschmack, sind für Menschen ungenießbar, geben aber den Wildenten, die sich fast ausschließlich von ihnen nähren, einen sehr schätzenSwerthen Wohlgeschmack. Durch die Kultur werden die Wurzeln desSellerieö knollenförmig, die Stengel zart und der Geschmack beider wird angenehm süß und aromatisch. Der Sellerie ver-
langt kraftigen Boden, im Sommer viel Wasser und muß im Frühjahre .r, . .?.T ?.. . . ' o zeiilg aiö mogiicy geacr weroen. Xn Europa wird der Knollensellerie vorwiegend cultivirt, er ist eine der würndften Zuthaten zu Suppen und au? Fleischbrühe, wird mit Essig und Oel als Salat genossen und liefert mit Zucker und Weißwein ein der Ananasbowle außerordentlich ähnliches Getränk. In Amenka wird der nollensellerle fast nur Von den Deutschen geschätzt, im Uebrigen aber der Krautsellerie allgemein vorqeogen. Die Stengel des letzteren werden meist roh gegessen, doch ebenfalls auch als Suppenkraut verwendet. Der Genuß der Stengel ist in den letzten Jahren ungemein häusig und allgemein geworden und empsteylt stch ebenso des Wohlgeschmacks der Stengel wegen, als Wegendes wohlthätigen Einflusses, den dieselben auf die harnabsondernden Organe ausüben. Viele halten den Sellerie für ein Aphrodisiacum, doch kann man ihm weder nachrühmen, noch den Vor.vurf machen, dies wirklich zu sein. In Amerika gedeiht der Sellerie immer kräftigen und feuchten Boden vorausgesetzt nur in einem kühl-gemäßig Klima, in den eigentlichen Südstaaten absolut nicht, und in den an diese arenzenden Gebieten weniger gut als imNorden. Die großartigsten Gartenanlagen für den Bau des Selleries besinden sich in Kalamazoo, Mich., in Lake View nördlich von Chicago und mehrfach in New Jersey. Für den Farmer empfiehlt sich der Anbau des Krautselleries nicht ; derselbe erfordert im Frühjahr, Sommer und Herbst zu viel Arbeit und im Winter will die Aufbewahrung der Stengel gründlich verstanden sein, wenn dieselben nicht unscheinbar werden und verderben sollen. So lucrativ der Anbau des Krautselleries für denHandelsgärtner ist, so thut der Farmer besser, Knollensellerie anzupflanzen und zwar nicht mehr, als er für den Hausbedarf nöthig hat. Diefer erfordert keine andere Arbeit, als daß das Beet von Unkraut rein gehalten wird und die Knollen werden den Winter über im Sande gehalten. Vom Inland e. Ein Texaner, der in der Nah von San Antonio ansässig ist, stahl von den Friedhöfen jener Gegend die Leichensteine, um sie beim Bau eines Hauses zu verwenden. Menschliche Niedertracht, hast du denn gar keine Grenze? Stone Pascha", welcher gegenwärtia in Flushing auf Long Island lebt und sich Charles P.Stone,GeneralLieutenant", unterzeichnet, theilt einer New Aorker Zeirung den Wortlaut der Jnstructionen mit, welche Jsmael Pascha im Februar 1674 dem eben zum Gouverneur der egyptischen Aequatorial-Pro-vinzen ernannten damaligen Obersten Gordon hinsichtlich derUnterdrückung des Sklatzenhandels ertheilt hat. Aus diesem Schriftstücke acht hervor,' daß der vielgeschmähte El-Khedive es mit der Unterdrückung dieses Handels ernst meinte. Stone Pascha bezeichnet es als seltsam, daß eö Gordon selbst ist, welcher jetzt un ter Gutheißung derhumanen" englischen Regierung die damals von ihm durchgeführten Principien umstößt. Gordon's Plan, dem nach Ceylon verbanntenArabi die Verwaltung Egyptens zu übertragen, billigt StonePascha. Die bekannte Schnell- und Dauerläuferin Bertha von Hillern Hai. wie kürzlich ein New Jorker Prediger, um die Macht des Gebetes zu beweisen, von der Kanzel verkündete, nie die Nennbahn betreten, otne vorher brünstig um Verleihung deö Sieges gebetet yx haben; nur zweimal hat sie dies unterlassen und da ist sie von einer Rivalin, die ausnahmsweise schneller trampelte wie sie, geschlagen worden. Ein angesehener Bürgerund Kirchenvorsteher in Evving, N. H., w kürzlich während des AbendgotteSdiensteö selig entschlafen. Sein Nachbar suchte ihn zu wecken, der Kirchenvorsteher schrie aber : Geh' zur Hölle, Betsie, kannst Du denn nicht auch einmal das Feuer anmachen?" P.Aoung,der Bürgermeiste, von Schenectady, N. , hat sich der ver rückten Bande der Heilsarmee angeschlossen, soll aber jetzt auSaestoßen werden, weil er die öffentliche Aufführung einer scandalösen Posse : Des Teufels Auc tion" verboten hat. Die Seils -Bande kann nur völlig verrückte Mitglieder ode: heuchlerische Schurken brauchen. In Clay C o., N. C., i st cin Mann 92 Jahre alt geworden und noch heutf gesund und rüstig, obgleich er von Kindesbeinen an folgenden Namen mit sich herumgeschleppt hat: Alexander Gumblet,n Ruffleton Scuffteton Oberda Whittleton Southenhall BenjaminFranklinSquires. Die in Bronze ausgeführte Copie der großen Luther - Statue deö flttnrmäVr 3Vnfmstl8 ist tN LauckbaMM vollendet worden und an die Deutsch,, amerikanische Luther-Gesellschaft m New Jork unterwegs : dieselbe soll im Mm dss. I. in der Bundeshauptstadt aufge. stellt worden. , Philadelphia hat sich durch die Anzeige, daß der Mayor den Negn Chas. K. Draper zum Polizeilieutenant ernennen will, in gelinde Aufregung hmein gearbeitet.. Nabe Camden, N. I., machn vor einigen Tagen der neun Jahre alte Knabe Drenk einen Versuch, sich zu erhängen. Man schnitt ihn noch rechtmtig wieder ab. Kurz darauf band er sich mit feinem sechs Jahre alten Schwesterchen zusammen, und Beide wollten gerade in'S Wasser springen, als vorübe, kommende Leute die That verhinderten. Befragt, weshalb sie den Tod suchten, erwiderten sie. da eine Katze etwas Fleisch Lestohlen haeunieefürchte
ren, saft oer Aaier t öcr 2'yak üttttagev und bestrafen würde. Der Vater ist a't roher Geselle bekannt und wurde noch unlängst wegen unbarmherziger Züchti gung seiner ältesten Tochter zu S50 Strafzahlung verurtheilt. Die Nach' barn wollen sich jetzt der Kinder anneh men. Fräulein Anna Fischer, eine Jungfrau von 00 Lenzen, welche in der Eisenbahnstation Old Deposit h 5Zcntucky .von Zinsen lebte, wurde im Juni vorigen Jahres von einem aro' nr p
pen neufunoianoer gcvicn. il Wunde heilte schnell, die alte Damt quälte sich aber von Swnde an mit der Angst, daß sie wasserscheu werden würde. Ihre Befürchtung ist eingetroffen, vorige Woche ist sie nach furchtbaren Leiden an der Wasserscheu gestorben. Der Hund lebt noch und ist gesund. Californi'sche Obstzüchte, haben entdeckt, daß Aprikosen, welche erst in Schwefeldämpfen gebleicht, dann aber in der Sonne gedörrt werden, sich besser halten als die eingesottenen oder auf andere Weise getrockneten. Man hält diese Entdeckung für sehr wichtig für den ganzen Staat. Der ärmste und kleinste Obstzüchter kann auf diese Weise feine Aprikosen und andere Früchte vortheilhaft zu Markte bringen, ohne an die Ein mach-Fabriken verkaufen zu müssen. Zugleich soll dieses Verfahren wohlfeiler sein als jedes andere, weil das Gewicht mehr in der Frucht verbleibt, und de? Geschmack besser ist. Viele Tausende von Aprikosenbaumen sind neuerdings in Californien gepflanzt worden, und ihre Frucht soll den doppelten Preis der Wemtrauben einbringen. In einerNacht vorigerWoche S'örte in London, Ont., ein Polizist aus einer Runde durch die Straßen seines Districts in einem Hause einen wahrhaft höllischen Spectakel. Er trat ein und sah die Leiche einer alten Frau - aufrecht im Sarge sitzen und viehisch betrunkene Männer und Frauen um dieselbe beschäf tigt. . Jrländer hielten eine Todtenwache und machten sich däö in ihren Augen charmante Vergnügen,derTodtenTchnaps in den gewaltsam- geöffneten Mund zu gießen. . Die Wiederholung einer alten Geschichte hat kürzlich in New Mezico einer beleidigten Ehefrau zum Siege verhelfen. Die Frau des Farmers I. M. Chavcz bei Jileta Pueblo war seit längerer Zeit auf eine bildhübsche Indianerin eifersüchtig, die in der Nähe wohnte. Als Chavez neu lich noch in der Dämmerung auf dasFeld gehen wollte, schlich seine bessere Hälfte ihm nach und sah, wie derselbe m der Hütte der rothhäutigen Schönheit ver schwand. Sie eilte ihm nach, beide 'Frauenzimmer geriethen sich in die Haare und der Äcann, als der Starke, wich muthig zurück. Frau Chavez trägt eine künstliche Haartour, diese riß die Indianerin .ihr vom Kopfe und der Gedanke, das ne ihre Gegnerin fcatpirt habe, seyü sie so in Schrecken, daß sie ohnmächtig wurde. Frau Chavez prügelte die Wehrlose windelweich, winkte dann ihrem Herrn und Gebieter und z'og sich mit diesem in die traute Häuslichkeit zurück. Herr Chavez ist so eingeschüchtert, daß er nicht mehr auf verbotenen Wegen wandelt. Ein italienischer Arbeit er Wurde kurzlich in einem Steinbruche bei Ballfton, N. A., von einer einstürzenden Wand ersolagen. . Die Arbeiter Werder! m jenen Steinbrüchen, wie in Zuchthäu sern, nur mit den Nummern bezeichnet, unter denen sie im Arbeiterverzeichnisse eingetragen sind. Der Getödtete führte die Nr. 13 und dieser Umstand hat unter den dortigen Arbeitern dc,n bekannten Abflauben neue Nahrung gegeben. , m Vom Auslande. Eine eigenthümliche Be strafung von Schulkindern foll m einer Volksschule zu Lochgoilhead (England), schon seit geraumer Zeit an der Tagesordnung sein. Man gießt nämlich den Schuldigen mit Gewalt Ricinusöl in d'tfn geöffneten Mund, wobei es auf dieMenge nicht anzukommen scheint. Die Sache wird im Parlaiente zur Sprache kommen. Das neue Manifestier ungarischen Unabhängigkeitspartei bezeichnet es als nothwendig, daß die die Gemüther in Aufregung versetzende Judenfrage" einer Lösung entgegengeführt werde. Es sei, so wird ausgeführt, unleugbar, daß die mißliche wirthschaftliche Lage Ungams, die einseitige Entwicklung der Judenschaft, die Tendenz eines Theiles derselben, welcher Theil sich nicht dem Zeitalter und dem nationalen Geiste assi miliren will, ferner der Umstand, daß ein Theil stets der bestehenden Macht gefügig ist : daß diese Umstände zur Verbitterung der Frage beitrügen. Verantwortlich wird hierfür in erster Linie das politische System der Regierung gemacht und die feste Ueberzeugung ausgesprochen, daß das Hauptheilmittel der vorhandenen Uebel in der Herstellung der staatlichen und wirthschaftlichen Unabhängigkeit Ungarns zu suchen. Vorläusig nun ist dies so ersehnte Ziel nicht erreichbar und da schlagen die Politiker von der äußersten Linken einen anderen Weg ein, um die Judensrage" aus der Welt zu schaf. fen. Sie verlangen nämlich das Follende: Da das Judenthum als Korn ession auch heute nicht auf jenem Niveau ich befinde, auf welchem es mit den übrigen Konfessionen gleichgestellt werden könnte, so sollen die Juden aufgefordert werden, daß sie mit gehöriger Bestimmtheit ihre Glaubensartikel publiziren, ihre mit dem Zeitalter und der gegenwärtigen Gesellschaft nicht verträglichen Gepflogenheiten reformiren und eventuell abtellen und zu diesem Behufe eine Landesynode abhalten. Sie sollen ihre Kirche und chre Religionsgememden einer richtigen Führung der Matrikeln gemäß or . ganisiren. Sie sollen in ihrer Mitte den öffentlichen Unterricht, von der Rabbi nerbildung angefangen, auf allen Stufen des Unterrichts, m ungarischem nationalen Geiste regeln und entwickeln. Endlich soll das Hereinströmen der ausländischen Juden durch Verschärfung der Nie-derlassungs-Bedinungen, ja selbst durch das Verbot der Einwanderung für eine gewisse Zeit verhindert werden.
Den Waldungen Schottlands hat der jüngste Sturm ungeheuren Schaden - zugefügt. Man hat durch Zusammenstellung der aus verschiedenen Gegenden eingelaufenen Berichte ausgerechnet, daß in einer einzigen Nacht nicht weniger als 320,000 Bäume niedergeweht worden sind. Von dem untergegangenen Dampfer Cimbria" sind nach V!eldung von Finkenwerder Fischern an die Elbküste verschiedene Schiffskisten angetrieben, wie auch andere augenscheinlich zu dem verunglückten Schiffe gehörige Gegenstände. Es ist anzunehmen, daß die letzten schweren Stürme die Trümmer vom Meeresgrund emporgcwühlt und ins Treiben gebracht haben. ' Wie aus Würzburg gemeldet wird, ist die gerichtliche Voruntersuchung in der höchst bedauerlichen Mensuren - Angelegenheit Moschel - Leunig nunmehr abgeschlossen. Die Protokollbücher über die Sitzungen des SeniorenConvents vom December 1830 bis Juli 1833, sowie die Protocollbücher der Ehrengerichte sind zu Händen des Gerichts felangt und auf Grund derselben eine stassenanklage erhoben worden. In der Sitzung des preußischen AbgeordnetenHauses vom 1. Febr. erwähnte der Abg. v. Zitzewitz diese Vorgänge mit folgenden Worten : Der Fall Moschel bietet in seiner Hauptsache ein sehr trauriges Bild der Ausschreitungen des Tuellwesens in der Studentenschaft. Aber ich kann auch an das polizeiliche Nachspiel dieses Falles erinnern. In diesem Falle wurde eine Haussuchung gehalten, ich glaube nach Waffen oder anderen Dingen, genug, das betreffende corpus delicti wurde nicht gefunden, wohl aber die Pankbücher der Würzburger Corps, und der Staatsanwalt des betteffenden Orts hat sich gemüssigt gesehen, gegen alle die jenigen Herren, die in den Pankbüchern verzeichnet waren, die Untersuchung zu eröffnen, also geaen alle die Herren, die bereits im öffentl .chen Leben in Amt und Würden stehen, indem er aus Pankbtt chern die Anklage formulirte." Der Redner knüpfte an diese Mittheilung die Frage, ov dieses Verfahren denn nicht über das Ziel hinausschieße ; die bestätigende Antwort, welche er aus dem Hause erhielt, wird wohl ziemlich allge meinen Beifall finden.
Aus Marsch au wird von emem vornehmen Orgelspieler berichtet: Im letzten Sommer zog durch die Straßen Warschau's ein junger Italiener mit emer Drehorgel. Unlängst wurde be kannt, daß der Leierkastenmann ein Graf de Severare war. Derselbe entstammt einer vornehmen, aber verarmten Famille, und da er keinerlei Erziehung genos sen hatte, entschloß er sich, gleich vielen seiner annen Landsleute, sein Brod in der Ferne zu erwerben. Plötzlich wird er in Warschau gesucht, um den reichen Nachlaß eines kürzlich verstorbenen Oherms anzutreten. Gleichzeitig wurde ihm eine ansehnliche Summe zur Verfügung gestellt, um in die Heimath zurückkehren zu können. Vergnügt machte er sich auf den Weg, nachdem er seinen Leierkasten einem armen Landsmanne gesch?nkt hatte. Die belgische Kammer zeigt sich der Entwickelung des Kriegswefens wenig geneigt. Das jährliche Contingent ist von 12,000 aufl3,300 Mann vermehrt worden. Die Regierung verlangte deshalb einen Mehrkredit von Fr. 1,303,900. Diesen hat der Centralausschuß der Kammer verworfen, indem er angibt, daß sich die Summe durch frühere Beurlaubuug ausgebildeter Soldaten leicht sinden ließe. Der Ausschuß verlangt ebenfalls, daß der Preis der Lebensmittel und des Pferdefutters möglichst genau vorher veranschlagt werde und daß nicht für andere Zwecke bewilligte Summen dafür zur Verwendung kommen sollen. Das Landgericht in Straß bürg hat in einer Majestätsbeleidigungsklage eine bemerkenswerthe Entscheidung gefällt. Der Redacteur des Straßburge? Volksfreund", Adbe Gruß, war unter Anklage gestellt wegen Beleidigung des Kaisers und des Kronprinzen, begangen durch einen die spanische Reise des letzteren besprechenden Artikel. Die Urtheils verkündung lautet auf Freisprechung von der Anklage der Majestätsbcleidigung, dagegen auf Verurtheilung zu einer Festungshaft von sechs Wochen wegen Beleidigung des Kronprinzen. Die Entscheidung ist so fügt die E.-L. Z." hinzu deshalb bemerkenswerth, weil das Reichsoderhandelsgericht als Kassa tionshof für Elsaß-Lothringen im Jahre 1374 gelegentlich einer Klage wegen Beleidigung eines andern Mitgliedes des preußischen Königshauses angenommen hatte, daß die Verfolgung nur auf Antrag des Beleidigten eintreten könne, da das königlich preußische Hauö nicht lan desherrliches Haus in Elsaß-Lothringen und demnach eine Verurtheilung nicht zulässig sei. Das Landgericht Straßburg hat sich mit seiner jetzt gefälltem Entscheidung auf den entgegengesetzten StandPunkt gestellt : daß, da der deutsche Kaiser und König von Preußen Landesherr von Elsaß-Lothringen ist, auch die Mitglieder des preußischen Königshauses als Mitglieder des landesherrlichen Hauses von Elsaß-Lothringen zu betrachten seien, daher denn die Erhebung der Anklage auch ohne .Strafantrag des Beleidigten für zulässig erachtet werden müsse. Wie Kosaken reiten können, möge man aus folgender Notn eines russischen Blattes ersehen. In Petersbürg t jüngst eine Kosakenabtheilung von Nishni - Nowgorod angekommen. Dieselbe hatte die Entfernung bis Moskau 410 Werst, in fünf Tagen, und von dort bis Petersburg, 685 Werst, in acht Tagen zurückgelegt. Der Generalinspektor der Kavallerie. Großfürst Nikolai, hat diese außerordentliche kavalleristische Leistung in einem Tagesbefehl der gesammten Kavallerie zur Kenntniß gebracht und zugleich hervorgehoben, von wie großer Wichtigkeit es sei, die Kräfte der Pferde für den Ernstfall" zu sparen. 1095 Werst in 13 Tagen, das bedeutet, daß ein Kosakenschwarm im Stande ist,in einem halben Monat von der russischen Grenze bis zur französischen hrr&Dwstf land zu traben.
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