Indiana Tribüne, Volume 7, Number 161, Indianapolis, Marion County, 29 February 1884 — Page 1

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3lt! aJ. X . VSWVfo sfflffsfsflr 5 .) ArWU w , - Jahrgang 7. Office : No. 120 Ost Marhland Straße. Nummer 161. Indianapolis, Jndiana, Freitag, den 2. Februar 188.

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Anzeigen n dieser Spalte unter dem TUel .Verlsugt, ,QtiaÄt, .Sefundea, .verloren soweit diestldtu nicht SeschZistkaozeig, find mb )en Aenm dsa dkti Zeilen nicht filcrftti gen, werden unentgeltlich ausgenommen. ilaztizeu, Kelche Ml Vittaz 1 Uhr bgtgtbe werden, finde och am selbigen lazt klusnaie.

Verlangt. wird ein Lehrsung. Nähere ZiI criaNgr in der Office di.BltS. ZYt j 4- ird Stellung von einem Deut ?j,u,tii Ichen; Vorzüglicher Pserderste 8r; PrivatftMllie vorgezogen. Näher, unter F. 2. in der nrnoviuc. 6si 0f w'rd ein gute! Mädchen für all Z&5e?iailftl enteilte Haularbeit In einer nur au 2 Personen beftehenden Familie. Nähere ft. 11 ord Meridian Ltr.. südlich von 7. 6ir. 4j CV.tYjV ir, in Stelle al Haußhalte erzangr rin, in einer einen Familie, bat gute Emvsehlungkn aufzumeisen. Nähere 238 Ost VichigN Straße. 5f 4 ird in Mädchen, da gute mvfehlungen uf,um.isn hat, gezen guten Lohn. Nähere in der Office d. Blt. RZm,2 TC1.4 Sine Stelle ol mdermäd HJ CTiail(Z ; chtn. spricht deutsch und eng. lisch. Nachzusragen ZOi fceloj Strafe. lrnj fllT Ein Nädchen, da kochen. Zicr5ungr. aschcti und bflaeltt kann. Muß erfabreu sein, und genug englisch sprich in, um stch enia'ten vernändl'ch mache iu können. Nähe rtio.72S Nord Neridian Straß. tai CTjifn Auf dem Liederkran, Ma ZiLertvreN X kenbail nmrd eine golden Kette nedft Vedailon mit dem Namen Lilly- verlo ren. Der Minder erhält ein, Belohnung. Nähere in der Office d. Blt. Im, Zu verpachten: len südöstlich aon der Stadt, nahe Ehurchman'Farm gelegen ist, unter annehmbaren Bedingungen. Nach ,ufragen bei Henry Laatz, 2t Doughertyftraße. Zu vermiethen: SHffSffiKfe ,met Herren. Nachzufragen No. 2 Eheftnutftr. 2, Zu verntiethen : EÄÄ und Stall in der Nähe der Stadt. In bester Cultur, achzufragen bei Zller. Megger, Odd Fellow Halle. da Zu verkaufen : tSK.',ft verein. Nähere in der Office d. ll. RZm,5 Zu verkaufen g'SfS Stallung ,c.. ferner! Acker Land 1 Meilen östlich om ee i!in Devot. Vorteilhaft Bedtngnngen und sehr geeignet für ine llcheret. Nachzufragen No.7tln, Straee. Im, Zu verkaufen : S;,ÄÄ Nähere bei G. A. SLürgler, No. 3 Soburnstr. da Zu verkaufen : Ää.7KSW., ,u billigem Preise. Nachzufragen No. 76 Süd Dela wäre Strafe. Zu verkaufen : K..?VV.'W! der Jndtana xnDane." da Auözuleihen: W,M Zu verkaufen: 2jS,n.SBJ667.i2 :en,e billig, auf jlthrtg Zahlungen, kein n Ihlung verlangt. Billige Hauser, Lot UNS FarnZ. flaust nicht, ehe ihr bei mir vorspricht. 91 1 N tz g r, Odd gtlo, Halle, grnndeigenthumi, Lchifsfahtti und FeuerVrstchrungAgent. MttfVöttmen l Um den nöthigen Raum für unsere FrühlahrSmaaren in Ordnung zu haben, bieten wir dem Publikum unseren ganzen Vorrath von Wittterbüten, Pelzkappen, Pelzdecken n. Handschnben, zu den allerZuersten Preisen an. VäWdsrWr 16 Ost Washington Str Indianapolis Palaco Dirne Miisoiini 54 Nortb Pennsylvania Straße, zwischen . Market und Ohio Straße. großartig Attraktionen: Wadam Portes die Rifln. Hrr Footler, Albino. London Middleeofs. der Riesenknabe. Vrofefsor Tharle, der musikalische Allnfller. Orando Warniell, Jong.'eur. Harr, Lawton, Sänger und Tänzer. lntrltt 10 ent. Aufruf! Litzel Ursula, geb. Holland van ZuimarZhausen, vaHern. Seorg.von Zumarhausn, Bayern. Holland Sertrand. von ZuSmarkhausen, Bayern. Guggenheimer, Vkax, von Regentburg, Bayern. Heimbrand Johanna, von Regnburg, Bayern. SlaSik Jvyann. vo uqrln. Hettinger eo.Vichael, von ierchingen, Baden, eck Vtchael, von HugZmeier. Baden. Lichtenberger Johann, von Tiedeiheim, Baden. Leber Bernhard, von Oenibach. Baden, rast Philipp Jacob, von D offen he im, Baden. Höi Andrea, von OtterSweter, Baden, ridoltn Jacob, von Erllnmetteribach, Laden, lbt, Joses, von Nnteralxfen, Baden. ohlr osina, geb. tentz von Oxpe:,an, Baden, raun ilh. von Orpenan. Bare. Rieser Aloi, von schmeier, Baden. Strick, Carolina, geb. eile, von Baden, Baden. Walter Sebrüder. von auenierg, Baden. Steinschmldt. Seschw'fter. von iihlertdal, Baden, erbltnger arl von arlruhe, Baden. Bark Karl, von arlruhe, Baden, li OSengenannten ollen sich wegen Erbschaft! AngelegenheUen enden an Herrn j?lilllp Rappaport, 120 Ost Maryland Straße, Jndianaxolt, Ind. n.i8 mm maj bo srnrnd oa sll3 at Geo. r A CQ'S Kewipaper Advertliing Bureau IS Spruc SääHC11117 ychil

Die Tariffrage.

(Schluß.) Zeitweilig hört man auch daSArgument, daß wir dafür sorgen, daß die Arbeiter anderer Länder BeschSstigung haben.und unsere nicht. Diese? Argument stützt sich aus die Annahme, daß durch den Frei. Handel unsere Industrie wachsen würde, daß wir dann einen Theil der Arbeiten aujsühren könnten, welche jetzt da? Au? land auLsührt. Gesetzten 113 die? wäre so, wa? müßte die Folge sein? In demselben Maße, in dem bei unS die Industrie wächst und die Zahl der beschüstigten Arbeiter zunimmt, müßte die In dustne in Europa und damit die Zahl der beschäftigten Arbeiter' abnehmen. Und so wenig, wie jetzt ganz Europa nach Amerika auswandert, so wenig würde eS nachHerd?? Fall sein. Wohl aber winde der europäische Fabrikant sich bemühen. im Weltmärkte zu bleiben, er würde versuchen mit uns zu konkurriren und die durch den Mangil an Beschäftigung er zeugte WiderstandSlosigkeit des Arbeiter? zeigt ihm den vortheilhasten Weg dazu. Er drückt den Arbeitslohn herab, unter bietet un? dadurch, reißt die Kundschaft an sich und nun hat der europäische Ar beiter bieder Beschästigung und oer amerikanische nicht. Haben wir den Eintritt diese? Zustande? nicht schon vorher durch Lohnherabsetzung unsererseit? verhindert, so wiederholt sich nur dasselbe Spiel mit ander? vertheilten Rollen. Und diese? Wechselspiel der Concurrenz würde fort dauern, so lange, bis der Lohn eine Stufe erreicht, auf welcher ein weitere? Sinken zumVerhungern führt, eineStufe, welchem einzelnen Gegenden Europa'S, wir im Erzgebirge im Vogtlande, in Schlesien :c. schon erreicht ist. Entweder wird der Zustand, wie wir ihn eben geschildert, eintreten, oder wir werden überhaupt die Industrie de? AuSlande? nicht an un? reißen können. In beidenFällen wird, wie da? ja bei unserer heutigen gesellschaftlichen Ordnung und Produktionsweise selbverständlich ist, die Zeche vom Arbeiter bezahlt. Wir sind der Ansicht, daß mit Elnsüh.I rung de? Frkihandel? unsere Verhältnisse instabiler uud unsicherer werden, daß Ar beitSlosigkeit. Krisen, Arbeiteinstellungen und Lohnreduktionen noch häufiger vor kommen werden, al? jetzt, daß dieKlaffenunterschiede wachsen werden, daß der PauperiSmu? bei gleichzeitiger Zunahme der ZahlderMillionSre noch größere Aer Hältnisse annehmen und daß daS Volk? elend zunehmen würde. Vorläufig ist der amerikanischeArbeiter immer noch der Bessergestellte, und so lange ein Schlechterwerden möglich ist, ist der Arbeiter nicht in der Lage zu experi mentiren. Er kann sich nur dann aus Reformen einlassen, wenn in Bezug auf deren wohlthätige Wirkung kein Zweifel bestehen kann. Eine solche Reform ist z. B. die gesetz. liche Regulirung und Verkürzung der Arbeitszeit. Man wird jedoch begreisen, daß ihre Durchführung nicht möglich ist, wenn wir durch Einführung de? Freihan del? unsere Arbeiter zwingen, mit dem europäischen zu konkurriren. Ikann man doch diese Reform fast al? undurchführbar ansehen, so lange nicht durch geeignete Aenderung der Verfassung der Eongreß in die Lage versetzt wird, sie im ganzen Lande lleichzeitig einzuführen. Wir schließen vorläufig hiermit unsere Betrachtungen über die Tariffrage, und hoffen, daß wir durch dieselben Einige? zum Verständniß de? Frage beigetragen haben. Neues per Telegraph. W e t t e r a u ? s i ch t e n. Washington, 29. Febr. Etwa? mildere?, schöne? Wetter, veränderlicher Wind. Die Bundesschuld. Washing ton, 29. Febr. Die BundeSschuld wurde im Monat Februar um 2 Millionen reduzirt. Dynamit. London, 29. Febr. Die Polizei besitzt Information darüber, daß e? beab stchtigt war. die Gerichtshöfe in dieLuft zu fprengen.'.Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Zahl der Geheim Polizisten wird vermehrt. Feuer. Philadelphia, 29. Febr. WSH. rend der vergangenen Nacht brannte e? fünf Mal. Da? bedeutendste Feuer war da? in der chemischen Fabrik von Povier? und Wightmann, wo der Schaden sich auf über eine Million Dollar belief. Da? Feuer war so stark und der Wind so heftig, daß man eine Zeit lang eine große Au?dehnung de? Brande? befürchtete. Da? ganze Feuerdeparttment war fast die ganze Nacht in Thätigkeit. AuödemSudan. C a i r o. 29. Febr. Die Besatzung von Kasiala machte am 12. einen Ausfall und schlug die Rebellen. Nachrichten von Trinkitat melden, daß eine Schlacht begonnen hat.

DrahtuaHrichteu. S t a a t ? d i n e'r. W a s d i n L t o n, 23. Febr. Der Präsident gab heute im weißen Hause ein StaatZdlner. Geladen waren außer ver schiedenett Senatoren und Repräsentanten Murat Halstead von der Cincinnati Com mercial Gazette. Henry Watterson vom LouSville Courier.Journal.Mad. NZ'ssor' und Miß Frelinghuysen. Wird in Amerika beerdigt. Washington. 28. Febr. Die Gattin de? Gesandten Hunt telegraphirte von Petersburg ihren Dank für die Con dolation deSPräsidenten und deSStaats fekretär? und meldet daß die Leiche nach Amerika zur Äeisetzung gebracht werden wird.

Der Schneesturm. N e w Y o r k, 23. Febr. Der Schnee stürm störte den telegraphischen Verkehr, in Boston ist der Telegraph und Tele phonverkehr ganz unterbrochen. In On tario ist der Eisenbahnverkehr unterbro chen. In Nova Scotia wüthe! d?r Sturm mit furchtbarer Heftigkeit. Strike. P i l t ? b u r g. 28. Febr. Die Berg, leute im dritten Pool standen heute IM Mann statt au?. Von den Bergleuten in den drei andern Pool? wird eine Auf läge 'von Zl per Mann und per Woche zu? Untttstützung der Ausständigen erhoben. LizenSinJowa. D e S M o i n e ?, 23. Februar.. Nach einer langen Diskussion über ttennedy'S ProhidiiionSvorlage im Repräsentanten Hause, beantragte Clayton von Potta wnto.iie als Subsiitut eine 51000 Lizen?. Las Hau? vertagte sich ohne Beschluß fassung. Explosion. Omaha. Neb., 23. Febr. Steele & Johnson'S Pulvermühle, unmittelbar außerhalb der Stadtgrenzen, flog heute in die Lust. Vier Pkrsonen fanden dabei ihren Tod. M o r d. St. Loui?, 23. Februar. Robert Craighead, ein wohlhabender Farmer, zwei Meilen von Fulton in Callaway, County, wurde gestern Abend um 8 Uhr au? feinem Hause gerufen, angeblich um einem Mann zu helsen, welcher mit einen Wagkn in einen Graben gerathen war. Er hatte kaum da? Hau? verlassen, al? er von zwei Männern überfallen und er schössen wurde. Von den Mördern hat man noch keine Spur. - Eisenbahnunglück. T e r r e H a u t e, 23. Februar. Ein westwärt? gehender Frachtzug stieß eine Meile östlich von Pari?. Jll. mit einem Passagierzug zusammen. Der Heizer F. W. Lindsav, fand seinen Tod, der Loko motivsührer de? Passagierzuge? brach beim Herabspringen etn Bein. Die bei den Lokomotiven und 15 Frachtwaen wurden zertrümmert. Kongreß. Washington, 28 Februar. Senat. Die Bill zur Erbauung von Stahl schiffen für die Marine wurde diökutirt. Mehrere Senatoren sprachen sich dafür au?, unsere Marine in einen Zustand zu versetzen, welcher e? un? ermöglicht, dem Hasse und der Bosheit der Monarchen und Monarchisten würdig zu begegnen. Ein Amendement statt sieben bloß vier Schiffe zu bauen, wurde verworfen. Hau?. Deuster von Wisconsin legte eine von dem Erecutiv Comite der Liberalen de? Reichstag? übersandte Resolution vor. Er bemerkte dazu, daß diese Resolutionen die Gesühle de? deutschen Volke? au? drücken. BiSmarck habe sich als Autokrat amerikanischen Institutionen feindlich gezeigt, da? deutsche Volk aber hege die freundschaftlichsten Gesinnungen für unser Land. Günther sprach in ähnlichem Sinne. Kasson von Iowa beantragte die Resolutionen an da? Comite für auswärtige Angelegenheiten zu verweisen und mit der weiteren Besprechung der Angelegenheit zu warten, bi? dem Hause irgend welche offizielle Mittheilung werde. Die Bill zur Verhinderung von Vieh seuchen wurde passirt. Dieselbe bestimmt, daß der Commissär de? landwirthschaft lichen Departement? ein Bureau sür Viehzucht schaffe, welche? sorgfältige statistische Berichte über den Werth und die Zahl der HauSthiere, sowie über an steckende Krankheiten anfertige ; der Verfandt kranken Viehe? von einem Staat in den andern ist verboten und Agenten de? Bureau'? fallen da? Recht haben, kranke? Vieh zu konfisziren und tödten zu lassen. Die Kosten sollen zur Hälfte von der Regierung, zur Hälfte von dem betreffenden Staate getragen werden. Da? Hau? veranstaltete daraus eine

Gedächtnißfeier für da? verstorbene Mit. glied D. C. HaLkell von KansaS und vertagte sich dann. Per QaM.

Schwätzertien. B e r l i n. 23. Feb. Da? Gerücht, daß Deutschland beabsichtige, Holland zu an nektiren. wird von der offiziellen Preffe .iile-legt. S a r g e n t. B e r l i n, 28. Febr. Mehrere Berli ner Blätter, welche in freundschaftlichen Beziehungen zu dem Gesandten Sargent stehen, sagen daß ihnen aus Anfrage in Washington von dem Sekretär de? Prä sidenten die Mittheilung wurde, daß man nicht daran denke, Sargent abzuberufen. Dynamit. L o n d o n, 23. Februar. Im Unter hause bemerkte heute der Minister de? Innern, daß auf der Paddington Eisenbahn-Station eine dritte Höllenmaschine gefunden worden sei. Die Polizei besitzt Information, daß Höllenmaschinen von Amerika über Hamburg geschickt wurden. In der Charring Croß Station wurde ebenfall? eine mit Dynamit geladene Höllenmaschine entdeckt. Au?EgyPten. Cairo, 23. Febr. Zwei egyptische Bataillone gingen nach Affuan ab. Gen. Graham hat Ordre, sich auf die Vertheigung von Suakim zu beschränken. Trinkitat, 28. Febr. Gen. Gcaham marschirt heute von Fort Baker ab, bivouakirt heute Nacht und setzt morgen seinen Marsch nach Teb fort. chissSuaSrichteu. N e w V o r k, 28. Febr. Angekommen : .Bohemia" von Hamburg,.. Hohenstausen" von Bremen, .Affyrian Monarch" von London und Circassian- von Liverpool. London. 28. Febr. Angekommen : .Moravia- und Shiedam" von New York. Lord Clive- von Philadelphia. Marktpreise. W e i,e n-Äo. l 1.07: .2 roti, l.üi. je o r n mei &0c : flld (X ; gcrnif 49c. Has r R. ,iz ä)e: gemischt )j. Roggen üSc. St IW 116.53. Stu $9.M. chinken lt'.e. 6$uUirn -9;,c. ptf l2Ke. e tt n Utfc. Sche,neschmal,-Il-üe. Ct 9 l amil 54.00-!.: ane, II.W-5.W; &rtafi.5st i.60. ier-ILe; im Store 13c. Butter Srumirn 20-38c; $atrt t-Ut; ffountt? 1516. Hühner t2c. Kartoffel n-4 1.10-1.20 per Sri. evsel-ochapfl ,2.50 2.S0: afelUpfel tt.vv i3U. per tt. Qom Auslande. Auf Grund des mitChina abgeschlossenen Tractats ist es den rusfischen Kaufleuten gestattet, unter Anderem ungehindert sämmtliche angrenzenden westlichen Provinzen Chinas zu bereisen. Den letzten Nachrichten aus dem Ferg' hauagebiet zufolge haben aber die chine fischen Behörden für die Provinz Kasch gar dieses Recht der russischen Kaufleute, trotz der ihnen ertheilten Erlaubniß, sämmtliche Städte der genannten Provinz zu besuchen, ausschließlich auf die Stadt Kascbgar beschränkt. Aus dem Jligebiete ist, wie die St. Petersb. Wed." mittheilen, die Nachricht zugegangen, die chinesischen Behörden hätten daselbst in allen wichtigeren Städten die Einfuhr von russischem Thee in das chinesische . Jligebiet verboten. In Folge dessen sollen nicht nur in Kuloscha, son' dem auch bereits in anderen Städten zum Nachtheil des russischen Handels englische und chinesische Waaren auf dem Markt erschienen sein. Demselben Blatt zufolge sind die Chinesen gegenwärtig eifrig mit dem Umbau ihrer an der rufstschen Grenze liegenden ehemaligen Be festigungen, sowie der Errichtung neuer Werke beschäftigt. - Zur I l l u st r a t i o n d e r i n Preußen herrschenden Preßfreiheit dient folgende Notiz des jüngsten Kur. Pozn.": Der Redatteur des Kur. Pozn.", Herr GmSczizynski, hat im vergangenen Jahre 5 Monate Gefänaniß verbükt und noch sechs in naher Aussicht. Der verantwortliche Zledacteur deS Dzicn. Pozn.", Herr Laskowski, ist zu ll Monaten ver urtheilt. Der Redacteur des Wielko polanin", Herr Kuczynski, sitzt 15 Mo nate Gefängniß ab. Der Redacteur deS Pneglad Kofcielny", PSnitentiar Jastolski, ist zu 3 Monaten verurtheilt ; der Redacteur des Goniec WielkopolSki", Jankowski, zu zwei Jahren, und der Her ausgebe? der polnischen Lieder", ChociZ zewski, zu 4 Vkonaten. Das macht im Laufe eines Jahres 68 Monate oder 5 x. 5 - V . .... Aayre und Lj vionate. 'on den poitttchen Blättcm Posens haben augenvila ich nur zwei, der Oredownik" und der CKtttot Oi.Vt.." ro.k.iti. im Ci tt rQyy CMVU , IttUU .MVVUHVM wt' ängniß. Alle übrigen Redacteure sind zu längerer oder künerer Haft verurtheilt. Es könnte den Anschein haben, als ob vir in der Zeit von Ruhestörungen, Auf' landen und Revolutionen lebten, doch es herrscht die tiefste politische Stille.

Aus Berlin, 5. Febr., be richtet man über eine seltsame Cntführung : Der noch nickt ganz sechsjährige Sohn eines Handwerkers in der Bran denburgerstraße svielte mit seinem vier jährigen Brüderchen und Nachbarkindern auf der Straße vor dem elterlichen Hause. Um 4 Uhr kommt der jüngere Knabe in die Wohnung zurück und erzählt auf Befragen nach dem Verbleib des anderen Knaben, eine Dame habe dem Adolf so heißt der Knabe Kuchen gegeben und ihn mitgenommen. Die besorgte Viutter eilte sofort nach der Straße, sah aber weder ihr Kind noch die Dame. Erst um balb 11 Uhr Abends fuhr eine Droschke bei der elterlichen Wohnung vor. und brachte den vermißten Knaben ohne Begleitung, an. Der Junge war 'im Gesicht lveiß und roth geschminkt. Nach der Angabe des Droschkenkutschers haben am Potsdamer Platz zwei Damen ihm den Knaben zur Beförderung nach der elterlichen Wohnung übergeben und ihm den Fahrpreis gezahlt. Das wiedergefundene Söhnchen erzählte den Eltern Folgendes : Die Dame, welche ihn mi genommen habe, sei mit ihm in eine Kon ditorei gegangen und habe ihm da Kuchen zu effen gegeben. Hierauf habe sie ihn nach einer Acdürfniß-Anstalt geführt, woselbst sie ihm das Gesicht mit einem weiße Farbe enthaltenden Tuch weiß und sodann mit einem rothen Tuch rotlj angestrichen habe. Von da sei er mit der Dame nach einem Theater gegangen, wo viele Lichter brannten und Männer mit Federbüschen auf den Köpfen hemmtanzten, sowie mit Puppen agirten. Dort habe ihm die Dame viel Bier zu trinken gegeben, das ibn bald müde gemacht abe. Weiteres, wußte das Kind nicht anzugeben. Das Kind ist nicht verletzt und es scheint somit ein Verbrechen nicht beabsichtigt gewesen zu sein. Eine Auf klarung dieses rätselhaften Vorfalles ist nocb nicht erfolgt. Die berliner Vofszei' tung" schreibt : Ein höchst unerqmcklicher Streit spielt sich seit der Beerdigung Laöker's zwischen der Nationalzeitung" und der Nordd. Allg. Ztg." ab. ES handelt sich um die Prätension der Na tionalzeiwng", daß das Etaatsministe rium sich bei dieser Beerdigung hätte betheiligen müssen, eine Unterlassung, in welcher die Nationalzeitung" einen Mangel unserer politischen Sitten er blicken zu dürfen glaubte. Uns in die sen Streit zu mischen, liegt uns natürlich fern ; wir möchten nur unsererseits Ver Wahrung dagegen einlegen, als ob wir für Leichenbegängnisse unserer Parteinossen auf eine . solche Auszeichnung An spruch . erhöben. In der Betheiligung der Minister, die deneit in Preußen am

Ruder sind, würden wir keine besondere ' lLyre für den todten erblicken, .und eS kann uns nichts daran gelegen sein, ob diejenigen, welche den Todten nicht ehren können und auch nicht ehren wollen, sich selbst ehren und sich größer zeigen, als wie wir sie taritt haben." In einer Sitzung des Pa riser Zuchtpolizeigerichts kam es neulich zu einer höchst stürmischen Scene. Ein gewisser Pirolley, der sich an der Stelle eines seiner Freunde, der militärpflichtig war, auf dem Platz von Paris unter dessen Namen angemeldet hatte, gerieth, als er wegen dieses Freundschaftsdien stes" zu drei Monaten Gefängniß vemrtheilt wurde, in die höchste Wuth. Er warf dem Präsidenten seine MüKe in's Gesicht, indem er ausrief: Ich bm nicht schuldig ; das Gericht kann mich aber jetzt für etwas verurtheilen, was ick gethan habe." Das Gericht verurtheilte ihn hieraus wegen Beschimpfung der Nichter zu zwei Jahren Gefängniß. . . Josefine Cd er, d i e G eliebte Hugo Sckenk's, wurde in Wien zu drei Jahren Kerkers wegen Diebstahls veruttheilt. Sie hatte den Diebstahl bei dem Frl. v. Malfatti, in deren Dienst sie stand, ausgeführt. Schenk hatte wie ?us den Erhebungen hervorging mit der Eder ein Verhältniß angeknüpft, um durch deren Hilfe die genannte reiche Dame zu berauben. Später wäre wahrfcheinlich die Eder selber ein Opfer Schenk's geworden. Die verwi ttwete Gräfin Chambord hat angeblich die Absicht, zu Gratz in das Kloster der Karmeliterinnen einzutreten. Es befindet sich daselbst seit Jahren ihre Schwester, die Jnfantin Maria Beatrir, die Mutter des Don Carlos. Angesichts der gegenwar' tig lebhaft discutirten Frage von der Stellung und den Aufgaben des russi schen Adelsstandes dürfte ' es von In. tereffe sein, zu erfahren, daß die Zahl der erblich Adeligen in Rußland 533,691 beträgt, also beinahe IpCt. derGesammtbevölkerung. 'Ueber die einzelnen Gouvernements deS Reiches sind die Adeligcn sehr verschieden verstreut ; die größten Zahlen hat der Westen aufzuweisen. I n Großbritannien und Irland hat . es großes Aufsehen erregt, daß die sämmtlichen irischen Unbesiegt lichen", welche ihre Strafen in irischen Kerkern abbüßen, plötzlich an Bord des Kriegsschisses Valorous" gebracht wo? den sind, um nach England überführt u werden. Es heißt, daß man einer weit-, verzweigten Verschwörung der irischen Desperados auf die Spur gekommen sei, deren Zweck es wäre, die eingesperrten Patrioten" gewaltsam zu befreien. In England wird man die Unbesieglichen in verschiedenen Kerkern unterbringen und den Ort des Gewahrsams geheim ballen.

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