Indiana Tribüne, Volume 7, Number 160, Indianapolis, Marion County, 28 February 1884 — Page 1

W H wvm VJahrgang 7. Office : No. 120 Ost Maryland Straße. Nummer 160. Indianapolis, Jndiana, Donnerstag, den 28. Februar 188.

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Die Tariffrage.

(Fortsetzung.) 5)Jan behauptet, dab wenn wir in Folge einerFreihandettpolitik im Sande roaren, mit denUeberschüssen unserer Judustrieer Zeugnisse in den Welthandel einzutreten, der Zustand nicht eintreten könnte, den wir Ueberproduktion nennen. DasBeispiel Englands wäre genügend, diese Behauptung zu wiederlegen, denn Ueberproduktion, Geschästskeiseu, Lohn, herabsednngen, ArbkitZeinstellungen :c. sind in England nicht minder häufig als bei uns. Gerade zur Zeit herrscht in Eng land noch viel größere Arbeitslosigkeit als bei uns. ' ES ist gewiö nicht anzunehmen, das; die Industrie sich auf ihre jetzige Stärke be schränken und blok den Ueberschuk. den wir nicht selbst verwenden, an da? AuZ land abgeben würde. Vielmehr ist mit Sicherheit anzunehmen, dab da? Kapital mit gleich wahnsinniger, sich überstürzen der Hast auch daZ größere Absatzgebiet zu beherrschen strebte, eS in kurzer Zeit ebenfalls überfüllen würde, und das; dann die Erscheinungen ganz dieselben wären, wie jekt, nur dak dann inzwischen derAr beiler um einige Stusen in seiner Leben? Haltung herabgeschritten wäre. Die ökonomischen Erscheinungen der Gegenwart sind überall dieselben, ob daS Absatzgebiet klein oder groß ist. Unser Absatzgebiet ist auch ohne daS Ausland ein sehr großes. Auch sind wir nicht in der Lage Englands, welches daS Ausland braucht, um LebenSmittel zu haben, für welche eZ mit seinen Waaren bezahlt. Wir haben innerhalb unserer Grenzen nahezu AlleS, waZ wir brauchen. Worauf wir zu sehen haben, ist, daß nicht der Eine zu viel und der Andere zu wenig davon bekommt. Man macht dem Schutzzoll den Vor wurf, daß er Mouopole schasse, e? wird aber wohl kaum möglich sein, die Ent stehung eine? Monopols auf den Schutzzoll direkt zurückzuführen. Jeder gewinnbringende und in wenig Händen befindliche Fabikbetrieb !ä&t sich auf das Monopol des Kapitals zurückführen welche? bei einem FreihandelSsystem eben falls vorhanden ist. Unsere Monopolk bestehen meist auS Eisenbahn und Tele graphengesellschaften. Dieselben wären auch ohne Schutzzoll Monopole. Wa5 hat die Standard Oil Compagnie, da? größte Monopol mit dem Schutzzoll zu thun ? Wir würden auch ohne Schutzzoll kein Petroleum importiren. Wie in vielen anderen Punkten, so widersprechen sich die Freihändler' auch hierin. Zu wundern braucht man sich da rüber nicht. Widersprüche müssen immer entstehen, wenn falsche Behauptungen aufgestellt werden. Denn wie verträgt sich dieBehauptung, daß der Schutzzoll Monopole schaffe mit der, dak er zu viele Fabriken schasse und Ueberproduktion erzeuge ? . ES ist höchst wahrscheinlich, daß unter einem FreihandelSsystem die groken Jm porteure ganz andere Monopole besitzen würden, wie die welche wir jetzt sehen. Wer könnte den Abschluß von Verträge hiesigen mit auswärtigen Häusern hin dern, wodurch Erstere sich den auSschließ lichen Markt in gewissen Artikeln sichern ? DaS größte Monopol, welches jemals in der Welt bestanden hat, das der ost indischen Handelscompagnie war durch den Freihandel geschaffen. ES hat Indien bis aus' Blut auSge saugt. (Schluß folgt.) Neues per Telegraph. Wetteraussichten. Washington, 28. Febr. Kälte reö klares Welter, darauf langsames Steigen der Temperatur. Die LaSker Resolutionen. Washington. 28. Febr. Deuster legte heute im Congresse Beschlüsse der Liberalen deS deutschen Reichstag? in Bezug aus die LaSker Resolutionen vor, und hielt eine Rede, worin er sagte, daß die Deutschen nicht mit dem Verfahren BiSmarckS übereinstimmen. Das HauS beschloß osfizlelle Mitthei lungen abzuwarten und verwies die Beschlüsse an daS Comite sür auswärtige Angelegenheiten. DaS amerikanische Schwein. New York, 28. Febr. Der griech ische Generalconsul zeigt an, daß seine Regierung das Verbot der Einfuhr ame rikanischen Schweinefleisches aufgehoben habe. Die Brücke über den East River. New V o r.k, 28. Febr. Auf der Brücke nach Brooklyn gingen während der letzten 8 Monate 5205,251 ein. D!t Kosten der Erhaltung der Brücke und die Zinsen aus das Anlagekapital betragen jährlich ungefähr IU Millionen, das jährliche Defizit demnach üb $700,000.

Feuer. New York, !8. Fkbr. Im dritten Stockwerke des von Cornelius Van Riper bewohnten HauseS brach heute Morgen Feuer au. Van Riper und seine drei Kinder erstickten im Rauche und verbrannten. Seine Frau sprang zum Fenster hinau und fand dabei ihren Tod. A u s d e m S u d a n. T rin k itat, 28.Febr. Ein G.fc' land heute zwischen Gen. Graham und den Rebellen statt. Letztere wurden ge schlagen.

Drahtnachrichten. Tod eines Gesandten. W a s h i n g t o n, 27. Febr. Heute lief hie? die Nachricht von dem Tode un sereS Gesandten Hunt in St. Petersburg ein. Der hiesige russische Gesandte erhielt folgende Depesche : Der Kaiser instruirt Sie, dem Präsi denten und der Regierung der Ver. Staa ten das tiefe Bedauern Semer Majestät über den Tod des Herrn Hunt auSzu drücken. Ich brauche wohl kaum hinzu zufügen, daß die Regierung und die russische Gesellschaft von diesem Verluste schwer betroffen sind. (Gez ) Giers. Lohnreduktio n. R e a d i n g, Pa., 27. Februar. Die hiesigen Hutsabriken, welche zusammen etwa 800 Arbeiter beschäftigen, haben eine Lohnherabsetzung von 12 Prozent be schlössen. Ein betrügerischer Staats. schatzmeister. R a s h v i l l e, 27. Fkbr. Heute wird die Appellation deZ wegenUnterschlagung zu 20 Jahren verurtheilten StaatsschatzmeisterS Polk zur Verhandlung kommen. Sturm. St. P au l. 27. Febr. Aus dem Nord Westen kommen Berichte über sehr heftige Stürme. In St. Vincent zeigte daS Thermometer 20 Grad unter Null. Der Eisenbahnverkehr ist vielfach untcrbro chen. , .. Schon d a g e s e n. M u n c i e, Ind. 27. Febr. Nathan Anderson, ein . eifriges Kirchenmitglied, das niemals eine Gebetversammlung ver säumte, wurde heute in Folge einer von Elizabcth Stewart gegen ihn anhängig gemalten VaterschastLklage verhastet. Er gieb! zu, derVater deS Kinde zu skin. Eine eifersüchtige Frau. Rochester, N. Y., 27. Febr. Im Whitcomb House spielte sich heute eine aufregende Tragödie ab. Um Uhr Vormittag? hörten die Diener des Hotels im zweiten Stockwerke einen Schuß sal len, und als man in das betreffende Zim mer eilte, fand man ein junges Mädchen schwer verwundet am Boden liegen, und Frau I. H. Busso stand mit dem Revol ver in der Hand vor ihr. Als die Poli zei kam, erklärte Frau Bufsy, daß sie auf die Mätresse ihres Mannes geschossen habe. Die Verwundete heißt Jda Brovn und erklärte, daß eine bestimmte Angele genheit sie. veranlaßt habe, Herrn Busstz im Hotel aufzusuchen, daß sie, nachdem sie Bussy'S Zimmer, daS leer stand, betreten hatte, von Frau Busiy verfolgt und nach einem kurzen Wortwechsel ge schössen wurde. Die Kugel drang dem Mädchen in die Stirn, eine gefährliche Wunde verursachend. DaS Mädchen beabsichtigt nicht, Frau Bussy gerichtlich zu verfolgen, Herr Bussy hat aber bereit? einen Advokaten sür seine Frau die sehr excentrisch ist, engagirt. Man wird gel tend machen, daß die Frau zeitweise wahnsinnig ist. Bussy ist ein Mitglied einer Ofenfirma in Troy, N. 7). und der Sohn wohlhabender, einflußreicher Eltern daselbst. Jda Brown hatte die Absicht, mit einer Freundin hier ein Schnittwaa rengeschäst zu errichten. Kongreß. Washington. 27. Februar. Senat.. Nach' Erledigung verschiedener Ge schäste von untergeordneter Bedeutung setzte der Senat die Debatte über die Bill zur Erbauung von Panzerschiffen sür die Marine fort. Senator Best von Misffouri griff die Verwaltung des Marine-DepartementS aus'? Heftigste an, während sich Senator Hale zu deren Vertheidiger aufwarf. Zu einer Beschlußfassung kam es nicht. HauS. Morrison, Vors. des Comites für Mittel und Wege beantragte den Sekre tär deS Schatzamtes zu ersuchen, anzuge ben, wie viel das Schatzamt zur Zeit zur Abzahlung der Bundesschuld verwen den könne. Angenommen. Da? Comite für -auswärtige Angele genheiten berichtete über die Resolution Brumm'S zu untersuchen, ob irgend ein auswärtiger Gesandte versucht habe, die Wirkung eine! BesiilusstSleider Häuser

deS CongresseS dadurch -zu beeinträchti gen. daß er sich nachtheilig über die Würde und Integrität der Mitglieder absprach. DaS Comite hatte Nicht? auLfinden können. . . Lefevre legte eine Rofolution vor.welche das Justizcomite anweist eine Bill vorzulegen, welche den Kauf und Verkauf von Weizen, Korn ?c. ohne thatsächliche Ab likferung der Waare verbietet.

. Tie Diskussion über die Bill zur Verhinderung von Viehseuchen wurde fortgesetzt. Ver Kabel. Wollen ihn los sein. Berlin, 27. Febr. . DaS deutsche Tagcblatt'sagt : Der Gesandte Sargent hat seine Regierung so compromittirt, daß zur Vermeidung weiterer Verlegen beiten seine Abberufung nothwendig ist. Verlobung. D a r m st a d t, 27. Febr. Die Ver lobung der Prinzessin Elisabeth von Hes sen mit den Großfürsten Sergiu? von Rußland wird offiziell gemeldet. Schuldig. C h r i st i a n i a, 27. Febr. August Selmer, StaatSminister, wurde der Ver letzung der Vttfaffung schuldig befunden, abgefetzt und zu den Kosten des Verfah renS verurthettt. Der neue Sprecher. London, 27. Februar. Der neue Sprecher des Unterhauses, hat heute sein Amt angetreten. Aus dem Sudan.L o n d o n, 27. Februar. Bei Baker Pascha'S Niederlage wurden 15 streich ische, 4 deutsche und 4 Schweizer Osfi ziere getödtet. C a i r o, 27. Febr. Die Engländer rückten heute 3500 Mann stark vor und ließen in Trinkitat eine Besatzung von 250 Mann zurück. Man fand, daß die schwarzen Truppen in Suakim mit Ahmed Barondi, dem zweiten Heerführer des Mahdi in Ver bindung standen, Admiral Hewett hat ihnen verboten, da? Lager zu verlassen und hat die Kanonenboote Dccoy und Sphinx so placirt, daß fie daS Lagerbe herrschen. chissSvaeSrichte. N e w V o r k, 27. Febr. Angekommen : Canada von London, Edam von Amster dam, Helvetia von Liverpool, Pieter De Conink von Antwerpen, France von Havre. Philadelphia?. Febr. Angel". : Pennsylvania von Liverpool. London, 27. Febr. Angekommen : State os Nebraska.Habsburg, Neckar von NewVorkz Hampshire von New Orleans. Der Dampfer Cubano von New Orleans am 27. Januar nach Liverpool wurde am 15. Februar verlassen. Die Maschine ist gebrochen und da? Schiff voll Waffer. Die Mannschaft ist in Liffabon ange kommen. Vom Auslande. In Oedenburg (Ungarn) fand in Angelegenheit der dott vorgekommenen Judenkrawalle, am 5. Febr. die Schlußverhandlung statt. Angeklagt waren 13 Individuen, Zeugen wurden 30 verhört. Der Gerichtshof verurthcilte 12 der Angeklagten zu Freiheitsstrafen von 7 Tagen Haft bis Au 8 Monaten Kerkers. Man schreibt aus Zürich, 7. Februar : Das Ercigniß des Tages ist bcgreiflicberweise das Fakwm, daß der Mörder Blöch's, Stellmacher, in Zürich gewohnt und von Zürich aus sein Atten tat ausgeführt hat. Man findet es unerklärlich, daß die Züricher Polizei, der die Photographie Stellmacher's von Wien aus zugeschickt worden war die Identität nicht auf den ersten Blick feststellte. Stellmacher war eine bekannte Personlichkeit, und die Polizei mußte ihn schon vom Jahre 1832 her kennen, wo er Redakteur der in Zürich geheim erscheinenden Most'schcn Freiheit" war, das Blatt wurde in Außersihl gedruckt, und rächte sich der um die Dmckkosten betrogene Drucker durch eine gegen Most und Stellmacher gerichtete Broschüre. Ich erfahre noch, daß Stellmacher in der letz ten eit gar nicht, mehr arbeitete, sehr menschenscheu umherging und ein im höchsten Maße auffälliges Wesen zeigte. Seine Frau, die allgemeine Theilnahme erweckt, soll in der Uistm Zeit sebr ver weint ausgesehen haben ; die Anarchisten hatten die Nachricht verbreitet, Stellma cher sei schon seit Wochen bettlägerig krank. Man erwartet seitens der öfterreichischen Negierung eine Requisition, die Untersuchung nach den Züricher Com plicen des Mörders zu veranstalten. Bisher verkehrte nur die Wiener Polizei mit der Züricher. Da ein politisches Verbrechen voriiegt, dürfte eine Neauisi tion der öst.-reichtschen Regierung kaum Aussicht auf Berücksichtigung haben. im Königreich S a ch s e n ist die Frage der Entschädigung unschuldig Verurteilter aktuell geworden. Im

Pctitionsauöschusse dcr zweiten Kammer kam in der letzten Sitzung die Sache zur Sprache, als über das Entschädigungsgefuch eines Strumpfwirkers aus Glaucbau, welcher seinerzeit wegen schweren Diebstahls ni einer längerer Zuchthausstrafe erwiesenermaßen völlig unschuldig verurtheilt worden war, verhandelt wurde. Der Regierungsvertreter erklärte nun zwar im Ausschuffe, einem Entschädigungsanspmche des Petentcn um so weniger entsprechen zu können, als bis jetzt gesetzlich noch nicht festgestellt sei, ob und ln welcher Weise aus Staatsmitteln im gegebenen Falle eine Entschädigung zu leisten sei, die betreffende Frage bei der Reichsregicrung allerdings in Anregung gekommen, aber noch keineswegs zum Austrag gebracht worden sei. Der Ausschuß war jedoch anderer Ansicht und nach wiederholter eingehender Bespre chung d?r Angelegenheit hat die sächsische Regierung schließlich die Ertvägung der Petition in Aussicht genommen. Die Verhängung des Ausnahmezustandes über Wien und Um: gebung bat zur Folge gehabt, daß die deutsch-liberale Opposition vorläufig jeden Gedanken an dem Austritt aus dem Neichsrathc aufgegeben hat. Der ge: faßte Klub - Beschluß lautet wörtlich : Der Klub dcr Vereinigten Linken erklärt nach eingehender Berathung der von iahlrcichen Korporationen, Vereinen und Versammlungen an denselben gerichteten Resolutionen und Zuschriften, daß der Klub mit Rücksicht auf die politische Si tuation es für geboten erachte, im gegen wattigen Zeitpunkte den parlamentarii schcn Verhandlungen nicht ferne zu blciben." Dieser Beschluß wurde mit Drei Viertels Mehrheit gefaßt, ein Beweis, daß die Anhänger der Abstinenz, die frü bcr mehr als ein Drittel dcr Fraktion bildeten, abgenommen haben. Wie man erfährt, haben zahlreiche, sonst dem Austrittsgedanken buldigende Abgeordnete durch die Rücksicht auf die Ausnahmöversügungen fich bclvegen lassen, gegen den Antrag zu stimmen. So erscheint, waS man fast als unvermeidliche Folge der Ablehnung der Sprachen - Anträge 'betrachten mußte, einstweilen aufgeschoben zu sein. " Wie eine E o r re sp o n d e n z dcr dcutftlen Per. Ztg." aus den Ost. secprovinzen mittheilt, macht die Bekehrung.der5stcn von der lutherischen zur gricchisck'cn Kirche Fortschritte. Der Anfang dieser eigenthümlichen Bewegung fällt in den Sommer l&S'l und gelegen! lich der Krönung traten bekanntlich einige hundert Esten zur griechischen Kirche über. Man glaubte damals allgemein, die Esten selbst würden der seltsamen religiöscn Propaganda bald Widerstand leisten, es scheinen, ihnen aber die Augen auch jetzt noch nicht aufgegangen zu -sein. Daß die Leute aus religiöser Ueberzeuaung ihren Glauben wechseln, wird kein Mensch behaupten wollen ; erfolgt doch der Uebertritt zumeist, ohne daß die Con vertiten nur mit den Grundlehren ihrer neuen Kirche vertraut gemacht wären. Vortheile haben die Eonvertiten vor dcr Hand nur sehr tvenig von ihrem Religionswechsel und es ist kailm zu glauben, daß die Versprechungen, welche gewissenlose Agitatoren ihnen machen, jemals verwirklicht werden. Ueber das Naubattentat in München werden jetzt folgende Einzrlnheiten berichtet: DaS Bank- und WecbselgcschSft von Wilhelm Brandt, welches der Schauplatz der That wurde, liegt am Promenadcplatz, also einem der belebtesten Verkehrswege, zwischen zwei vielbesuchten Läden. In dem etwas dunkeln Raume dieses zu ebener Erde direkt an der Straße liegenden Geschäftslokals nun trat Mittags gegen halb zwölf Uhr ein sehr anständlg gekleideter junger Mann, schritt auf den Ladentisch, welcher mit dem in Bank- und Wechsel-Geschäf-ten üblichen Gitter versehen ist, zu und fragte den hinter dem Tische stehenden Eommis Hühsam, ob man 5prozentige Süddeutsche haben könne. Als der Eommis sich umwendete, um nachzusehen, feuerte der Fremde au5 einem sechsläusigen Revolver zwei Schüsse auf denselben ab, ohne ihn jedoch zu verletzen. Der entsetzte Eommis floh durch die rückwärtige Thür des Geschäftsraumes in den Hof, wo er Lärm machte. Diesen Moment benutzte nun dcr Räuber, um" die in dcr Auslage liegenden Wertpapiere im Betrage von circa 6000 'M. an sich zu nehmen und entfloh dann, mit der Oertlichkeit offenbar wohl vertraut, quer über den Promenadcnplatz in ein neben dev Hotel BayrischerHof" gelegenes fog. TurchgangshauS, welches nach der Pranncrsstraße führt. Als er, den inzwischen schon zahlreiche Menschen verfolgten, in die Pranncrsstraße gelangte, lief er dem gerade gegenüber, vor dem Landtagsgcbäude, aufgestellten MilitärPosten sozusagen i die Arme, welchem es denn auch mit Hilfe nachgeeilt Personen gelang, den Verbrecher, der übrigens das-Vergebliche eines Widerftandcs wobl einsah, festzunehmen. Dcr Räuber ist ein Handlungscommi) aus Vohcnstraufi, Namen: Eduard Lottenburger ; er st dcr Sohn eines Hausmeistere und Tapezierern in München. Ariihcr war er in einem frankfurter uid ui Mirnchncr (Geschäften llv.ng. fangs leugnete Lotteul'urgcr, dem Uuiiiano, daß ein Gendarm ihn als früheren Regimentökameradcn erkannte, ist es indeß ja verdanken, daß alsbald die Identität fet gestellt wurde. Hieraus legte er ein umlaFendeö Geständnis ab,

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