Indiana Tribüne, Volume 7, Number 158, Indianapolis, Marion County, 26 February 1884 — Page 2
Indiana Hribüne. Erscheint Täglich, ??öchenMH u. Sonnt-gs.
C(flci 190 Ö Mrylandstr D' .it tSaltcke .Tribüne" Met durch den Träger I? ' a.ni er Koch, die Tonniagi ..Tribäne" 5 Eent per Soche. Beide zusammen ib Cents. t Post ,ugeschickt in VorauSde,ah:ung S rer JaSr. Jndmnapolis. Ind.. 26. Februar 1834. (?,le mit Weile. ' In wenigen unserer Staaten hat düS Wort: Zeit ist Geld" so geringe 0Zel. hing als in Lirginien. Dort scheint im Gegentheile der Grundsatz zu herrschen: Thue um Hinnnelsvülen nicht heute, tsai Du auf rnsrgen verschieben kannst." Svn kann man selbft den Eisenbahnen nicht den Vorvurf rnachen, daß auf iynen die Züge in wahnsinniger Hast dahin brausen. Die Äirginier lieben es im Allgemeinen nicht, sich zu überstürzen und die schneckenpostähnliche Beförderung ihrer Eisenbahnzüge e-.tsvrrcht ihren sonstigen Einrichtunaen und ihren Anschauuw gen. Wenn aber Fremde auf ihre Eisen vahnen, namentlich die Localbahnen ver schlagen werden, dann ergießt sich deren Zorn und Entrüstung über die Zugbeamten, und dieEhicazoer fahren gänzlich,die New Aorker beinahe aus der Haut. Die Beamten bleiben derartigen Stürmen gegenüber kübl bis an's Herz hinan. Vorige Woche schleppte sich, allerdings in einem abgelegenen Theile des Staates, ein Schnellzug mit der Geschwindigkeit von 3 Meilen in der Stunde auf den Schienen dahin. Im Schlafwagen schliefen New Forker Geschäftsreisende den Schlaf des Gerechten. Im Rauch wagen befanden sich nur Virginier von altem Schrot und Korn. Da stand der Fug, fünf Minuten, zehn Minu ten und stand noch immer. Endlich sprang ein Reiseonkel, der in Whisky 'macht", fluchend aus seinem Bette, fuhr in seine Stiefeln und in den lanaen III ster, stürmte zunächst in den Rauchwägen und schrie : Warum halten wir denn, hier mitten auf freiem Felde " Der Jim ist noch nicht da, entgegnete ein biederer Farmer auS der Nachbar(chaft, der Jim, der Weichenteller." Wo steckt denn der Kerl?" ' Er wird wohl noch ein bischen schlafen." Ist denn kein Eonducteur auf dem Zuge?" O ja, mein Herr, hier bin ich, was steht zu Diensten Wo ist denn der Jim?" Er mutz die Nacht über in der Bretterbude fern, da hier gleich neben der Bahn ; er hat heute den Tag über hart gearbeitet, wird die Ankunft des Zuges überhört haben und noch ein bischen schlafen." So muß man den Kerl doch wecken !" Da . habe ich mir auch schon gedacht und ich will es gleich besorgen." Der behäbige Eonducteur stieg vom Zuge, man hörte ihn an das Häuschen des Weichenwärters klopfen und rufen : Jim, tummle Dich, wir müssen weiter, es sind Fremde auf dem Zuge und die machen einen Heidenscandal." Ich komme gleich." Jim kam nicht ; da lief der Mann im Ulster nach der Bretterbude, donnerte j mit Fäusten und Stiefeln gegeu dieselbe und schrie : Wenn Sie nicht auf der : Stelle kommen, so stecken wir Ihnen das Dach über dem Kopfe an und melden Ihre niederträchtige Faulheit an den Pranventen rer Bahn." Ich komme ja schon." Schließlich kam Jim wirklich, stellte die Weichen und der ifcia . schlafwandelte weiter. Bald lagen alle Passagiere wieder in friedlichem Schlummer, ein schöner, für die Jahreszeit ungewöhnlich ' warmer Morgen dämmerte herauf, die Passagiere dcö SchlafwagzonS hatten ihr Frühstück vollendet und schauten durch die offenen Fenster in die reizende Landschaft. Der Zug näherte sich einem weitläusigen und stattlichen Farmhause. Vor der Thür deS Gartens, welcher das Haus umgab, standen drei Kinder; zwei Mädchen von vielleicht 8 bis 10 Jahren und ein stämmiger Bursche von höchstens 4 Sommern. Die Mädchen winkten mit den schneeWeißen Schürzchen und der Zug hielt. Oh Mister rief das älteste derselben, es ist so schön heute, nimm uns ein Stück mit !" Der Eonducteur half den Kindern in den Rauchwagen, diese knieten auf den Sitzen neben den Fenstern nieder, schauten froh und kinderselig in den warmen Sonnenschein hinaus und machten ihre kindlichen Bemerkungen, daß es eine Freude war, zuzuhören. Ungefähr eine Meile war der Zug gefahren und hatte zuletzt emen kurzen Liaduct aus Balkenwerk passirt. So, Kinder, jetzt seid Ihr wett genug gefahren, jetzt müßt Ihr auöstelgen und zurückkehren, sonst wird die Mama daheim ängstlich." Aber, Mljter, Tu begleitest uns zurück, bis wir über die Brücke sind ; die Mutter sagt, wir durften niemals allein über eine Brücke gehen, und der kleine Johnnie ist Wh, wenn Tu ihn trägst." Nun, so kommt !" - Und der freundliche Beamte trug den dicken Burschen und geleitete die Mädchen über den Viaduct. 'Dort bedankten sich die letzteren und grüßten den Zug durch Winken mit den weißen Schürzchen. Der Conducteur kam zurück und die Reise ging weiter. Unendlich verspätet traf der Zug endlich auf der Station em, in wclcbcr die Zweigbahn vn die Hauptbahn einmündet ; für die New Jorker Passagiere eröffnete sich hiermtt die Aussicht, ihre Reise in Virginien mtt etwas größerer Beschleunigung vollenden zu können. Die Localbahn, welche sie verließen, ist erst 1881 dem Verkehre übergeben worfcen; dieselbe berührt das Städtchen Williamsburgh, und zwar soll der Vormittaszug fahrplanmäßig um 9 Uhr in der Richtung nach Jorktown, Va., abgeYen. Als dort am 19. October 1831 der hundertste Jahrestag der Uebergabe der brttijchen Armee unter Lord Cornwallis gefeiert wurde, hatten sich viele Leute, aus der Umgebung von Williamsburgh do.t zusammengefunden, um vondort aus die Äahn zu benutzen. Alle Fremden wa n schon um 8 Uhr auf dem Bahnhofe. ESiüiarnsburaer, die eenfaZls n&
Aorktown wollten, fanden sich erst gcgen Mittag ein und 1 Nbr war vorüber, als der Zug endlich hcreinschlich und nach halbstündigem Verweilen die Fahrt ge müthlich fortsetzte. Yolizcistundc für Liebende. Dr. Graham in New Jork macht da? auf aufmerksam, daß es unpassend sei. wenn Jünglinge und Jungfrauen, oder selche, die es sein sollten, noch nach zehn Uhr Abends in holdem Liebesgeslüster beisammen blieben. Er hat seinen AnHängern befohlen, ihren Töchtern und Freunden ein Viertel vor Zehn Feierabend zu bieten und wird bei der öegis latur einen Gesetzentwurf einbringen, durch welchen alle Brautpaare oder sei; che, die es sein möchten, angewiesen werden, sich Punkt zehn Uhr zu trennen. Also eine Polizeistunde für Liebende! Leben wir wirklich in einem freien Lande? Trotzdem. Einflußreiche Narren, Majoritäten von verrückten Häringen können anordnen: Ihr sollt berauschende Getränke weder fabrieiren noch ver kaufen, noch gmießen," 11 bleibt in Kraft. Dr. Eaton mag predigen : Ihr dürst tanzen, aber nur die Vkänner in besonderen Zimmern für sich, und die Weiblein und Mägdelein in besonderen Zimmern für sich ", es wird in der alten guten Weise fottgetanzt. Und so wird es auch dem Dr. Graham ergehen, dem man jedoch da? Verdienst, lassen muß, zu den längst bekannten Narrhetten eine neue hinzu erfunden zu haben. Der Menschheit bemächtigt sich zuweilen ein förmlicher Taumel, Dummheiten zu begehen, aber der Paroxismus ist nicht von Dauer ; wie es beklagenswerth ist, daß es hier manche gute Gesetze giebt, die nicht durchgeführt werden, so ist eö er freulich, daß dumme Gesetze niemals durchgeführt werden können.
Eefäbrlicber Nachbar. Zu einem nicht ganz geringen Theile verdanken die Ver. Staaten ihr blühendes Gedeihen der Thatsache, daß sie sich ungestört entwickeln durften. Von dem Bürgerkriege abgesehen, der zwar eine große wirthschaftllche Erschütterung, dafür aber auch die Abschaffung der verderblichen Sklaverei zur Folge gehabt hat, genoß das Land seit dem Jahre 1812 eines fast absoluten Friedens. Denn die Feldzüe" gegen die Indianer und selbst der Krieg" gegen Mexico sind als wesentliche Störungen nicht zu betrachten. Aber mehr noch, als die Ruhe selbst, stärkt uns das Bewußtsein, daß sie nicht unterbrochen werden kann. Wir haben keinen bewaffneten Frieden, wir brauchen nicht ängstlich nach jedem Wölkchen am politischen Horizonte auszuschauen, beständig in der Angst zu schweben, daß r " r . Pi i. . . mcr oie yauvimnen, oorr rie vcationalen an's Ruder gelangen und sofort über uns herfallen werden. Von Europa haden wir nichts zu befürchten, unsere Nachbarn auf dem amerikanischen Festlande sind uns gegenüber bis jetzt ohnmächtig gewesen. Das giebt Vertrauen in die Tauer des Bestehenden, und aus dieser Zuversicht entspringt die Neigung, große geschäftliche Unternehmungen m wagen. Auch werden aus dem Auslande viele Tausende nur durch die Aussicht auf den anscheinend ewigen Frieden herbeigelockt. dessen dieses Wunderland sich erfreut. Es fehlt indessen nicht an Propheten, welche vor allzu großer Sorglosigkeit warnen. Den Augen dieser Schwarzseher erscheint die Republik Ehili als der dunkle Punkt am Himmel, aus dem sich mit der Zeit sinstere Gewitterwolken entwickeln mögen. Ehili hat einen äußerst glückllchen Krieg gegen Peru und Bollvla aeführt und sich die leitende Siellung in Südamerika verschasst. Mit Hilfe der Ver. Staaten wies es jede Einmischung Europas zurück, gleichzeitig aber zeigte es den Ver. Staaten, daß es. auch sie nicht als willkürlichen Schiedsrichter anerkennen, sondern eher kämpfen werde. Zur völligen Angliederunc Peru'S konnte Ehili wegen der Geringfügigkeit seiner eigenen Bevölkerung nicht schreiten, aber es nahm die reichen Guano- und Salveterlager, die wichtigsten Häfen und erlangte zugleich Controlle über Boluna. Doch alle diese Erfolge wären bedeuwngslos, wenn Ehili nicht eine Wirthichaftlich tüchtige Bevölkerung hätte und einen Sieg auszubeuten verstände. Für den inneren Aufschwung der Republik spricht aber die Thatsache, daß ihre Schuldscheine, die im Jahre 1879 nur 64 Procent m London galten, fünf Jahre späte? 95 Procent werth waren. Präsident Santa Maria hat ferner in feiner letzten Jahresbotschaft angekündigt, daß die Einlagen in den Tilgungsfonds, die durch den Krieg unterbrochen wurden, nunmehr wieder aufgenommen werden können. Es ist also .Gewähr für die gänzliche Abzahlung ' der Staatsschuld vorhanden, eine Thatsache, welche nicht nur den Zinsfuß verringern, sondern auch den zukünftigen Credit Chili's stärken und verhältnißmäßig demjenigen der Ver. Staaten gleichstellen wird. Noch deutlicher erbellt dle Blüthe Ehili's aus der Statistik seines Handels und seiner Staatseinnahmen. Der auswärtige Handel der Republik steigerte sich von 560,000,000 im Jahre 1373 auf 8125,000,000 im Jahre 1882. Um diese Zahlen zu würdigen, muß man erwägen, daß Ehili erst 2j Millionen Einwohner hat und die Ver. Staaten im Jahre 1830, als sie bereits 13 Millionen Einwohner zählten, solche Ziffern noch nicht verzeichn nen konnten. In noch höherem Grade aber sind die Einkünfte des Landes gestiegen. 1878 betrugen sie nur 814, 000.000, dagegen 1882 schon 542,000,000. Nicht nur wurde die öffentliche Schuld im vorigen Jahre um 87,500,000 verringert, sondern es blieb im letzten Juni auch ein Ueberschuß von 83,000,000 in der Staatskasse. Alles das ist indessen noch kein Grund zu Befürchtungen für die Ver. Staaten, sondern eher zur Freude. Denn je reicher die uns benachbarten Länder werden, desto bessere Aussichten eröffnen sich sür den Absatz unserer Jndustrieprodukte. Aber Chilt hat auch eine wirkungsvolle Kriegsflotte, die unserer eigenen überlegen ist und an unserer beschützten Sudsee-Küste unter Umständen großen Schaden anrichten könnte. Käme es zu Verwickelungen, so würde sich die kleine RLpublikvor berjjtgjcn aLnund &u
ntr surqicn, wofür sie, wie gejagi, rcrcits Zeugniß abgelegt hat. .Es fragt sich also nur noch, ob solche Verwickelungen denkbar sind. Daß dies der Fall ist, behaupten die obenerwähnten Schwarzseher. Bekanntlich wird mit vorwiegend französischem Gelde ein Eanal' an der Landenge vonPanama angelegt, der trotz aller gegentheiligen Voraussagungen in 5 oder allerspätestens 3 Jahren fertig sein wird. Die Ver. Staaten behaupten nun, daß ihnen im Interesse ihrer ausgedehnten Besitzungen am Stillen Meere die al-
lcinige Conttolle über diesen eanal zustehe, während England und Frankreich diesen Anspruch nicht zugeven wollen. Cbili ist ebenfalls nicht gesonnen. gewissermaßen die Oberhohheit der Ver. Staaten über ganz Amerika anzuerlennen und könnte auf die Unterstützung der beiden erwähnten europäischen Nationen rechnen, wenn es.unseren Ansprüchen be waffneten Widerstand entgegenstellen wollte. 5?olalick. so schließen die düsteren Propheten, ist eine ganz ernsthafte Krregsgefahr für ns vorhanden, der wvs bei Zeiten begegnen sollten. So gefährlich ist die Sache jedoch nicht. Daß Ehili auf die Dauer mit uns nicht fertig werden kann, ist ein leuchtend. Es bliebe ihm also nur die Wahl zwischen der Unterwerfung unter europäischen Einfluß oder freundschaftlicher Verständigung mit den Ber. Staaten. Letztere aber sind so augenscheinlich als Krakehler und Eroberer weniger zu fürchten, als die westeuropäischen Seemächte, sodaß die Chilenen unmöglich lange zwischen den beiden Parteien ichwanken können. Es mag nothwendig em, Ehili bei allen diplomatischen Berechnungen als Factor rn Erwägung zu ziehen, aber daß es bei dem ersten Zusammenstoße verschiedener Interessen auch bald zum Krieg kommen muß, ist entschieden eine zu kühne Behauptung. Meue Goldmine. Baron Grant, einer der verwegensten Speculanten in ganz England, ist aus den Trümmern deS riesigen Bankerottes, durch den er vor ein paar Jahren seine Gläubiger in Verzweiflung brachtet zwar nicht auferstanden wie ein Phönix aus der Asche, aber doch emporgewachsen wie Unkraut, das Pflug und Harke undFröste überwindet und immer zurückkehrt. Manche problematische Existenzen tauchen auf wie Schaumkämme auf den Wogen des Meeres, aber der Kampf der Wellen unter sich fegt sie nach kurzem Glänze hinweg. So Hudson, einst der Beherrscher des englischen Marktes in Eisenbahnactien, so der Franzose Phillipart; Straußberg, ein Mann, dessen Fähigkeiten allerdings seinem Unternchinungsgeiste gleichkommen, so amerikanische ehemalige Finanzgrößcn in großer An;ahl. Baron Grant gehört zu den elastischen Naturen, die nach jedem Sturze nur um so höher wieder emporschnellen. Nachdem er die Emma-Mine" mit vorübergehendem Erfolge aufgepusst,erschcint er jetzt in London, auf seinem alten Operationsfclde, mit einem viel großartigeren Probleme. Die Goldgrube, um die es sich jetzt handelt, befindet sich in Südafrika, rm Transvaal, im Lande der Boeren. Der Varan sagt selbst, und er muß es am besten wissen, dieser Mine gegenüber verschwinden die Schätze von Golconda und Ophir in ein bedeutungsloscs Nichts, würden die Millionen der Comstock zu wesenlosen Schatten. S225,000,000 Gold können gewissermaßen als Abhub und fast ohne Maschinen aus dieser Mine spielend gewonnen werden. Aber Baron Grant ist es diesmal wirklich mehr darum zu thun, daß seine Mitmenschen Gels verdienen, als daß er einen Schnitt macht, welcher der Großartigkeit der Schätze entspricht, um die es sich handelt. Er bietet die ihm und seinem Compagnon im Transvaal gehörige Mine für lumpige 52,000,00 zum Verkaufe. Und um sein Vertrauen in die Reellität des Unternehmens zu beweisen, will er von der Kaufsumme nur 5500,000 in baarem Gelde, den Rest aber in voll eingezahlten Actien der Gesellschaft neh men, welche die Mine kauft und ausbeutet. 'Der Baron nennt das von ihm empfohlene Unternehmen das solideste, das je proponirt wurde, so lange die Erde steht, ein solches, bei dem von Specula tion eigentlich kaum mehr die Rede sein könne. Er ist, wie er sagt, von Millionärcn bestürmt worden, die ihm BlancoWechsel in die Hand drückten, deren Ausfüllung mit beliebigen Summen ganz seinem Ermessen überließen, wenn er von ihnen geplante Unternehmungen populär machen würde, aber er ist viel zu ehrlich und redlich, viel zu sehr Men schenfreund, als daß er derartige Anerbietungen nicht stets schroff zuruckaewiesen hätte. Ehrlichkeit, sagt er, ist die Seele des Geschäfts und die einzige Bürgschaft des Erfolges. Daß es in Transvaal Gold giebt, steht so fest, wie daß bei Kimberley in der Nähe der Kapstadt Diamanten gefunden werden, und der Baron verlangt durchaus nicht, daß man seinen Angaben über den Werth seiner Mine blinden Glauben schenke. Freilich, einen Minister Schenck, der seiner Zeit in London für die Emma-Mine" unrühmliche Reclame machte, hat er nicht zur Seite, aber schiffbrüchige Seeleute, die dort Millionen verdient haben, arme Fabrikmüdchen, die jetzt mit Vieren fahren, Schafhirten, die im Vorübergehen soviel Gold auflasen, daß sie jetzt die größten Heerden ihr eigen nennen, ählt er an den Fingern her. Der Bergbaucommisär der Regierung von Transvaal hat ich nach London begeben und bestätigt örant's Angaben mündlich, und die Banken in Sudafrika bezeugen schriftlich, daß sie schon Lasten von Goldstaub, von ehemaligen Matrosen, Fabrikmädchen und Knechten von Schafhirten . gekauft haben. Außerdem ist der Prof. Foster Haddle, der sich selbst den größten Geologert Englands nennt, bereit, als wissen-schaftlich-trchnischer Generaldirector an die Spitze deS Unternehmens zu treten. Der Baron selbst war noch nicht in Afrika, gedenkt auch nicht dahin zu gehen. Für ihn ist London eine bessere Goldgrube, als ganz Südafrika zusammengenommen. Das neue Dorado, soll den Namen: l.isncin-ös,. oU fiild" erbalten. Grant. bat diLusaam
der veen amerllanlschen snmnuig nieure, ihre Thätigkeit dem neuen Goldfelde widmen zu wollen, in der Tasche, bat ferner für 965,000 Maschinen in Amerika bestellt, und der Betriebs soll nach kalifornischem Muster eingerichtet werden.
Wasserweg durch Südamerika. Die Wiedercntdcckunz des BarilochePasses, welcher vortreffliche Gelegenheit bietet, Ehili und die argentinische Repu blik durch eine Eisenbahn zu verbinden hat bei den Geographen und den Eisen-, vahn-Jngenieuren außerordentlichen Enthusiasmus erregt. An beiden Seiten der Cordilleren ist das Land äußerst fruchtbar und die unermeßlichen Ebenen von Patagonien werden durch den Paß schnell dem Verkehre eröffnet werden. Capt. Rhode ist soeben von einer ErforschungZtour durch den Paß nach Buenos Ayres zurückgekehrt. Der Paß wurde bekanntlich schon zu Anfang des vorigen Jabr bunderts von den Jesuiten entdeckt, aon jchon 5 Jahre später wurden die Missio nen derselben zerstört und der genannte (Zelehrte ist der Erste, der seit jener Zeit durch den Paß in das Innere deS Landes vorgedrungen ist. Er bestätigt, daß dem Bau einer Bahn über das Continent,wel che wesentlich kürzer ist,als die über Meadoza projectirte, ungewöhnlichechwierigkeiten nicht im Wege stehen, empfiehlt aber viel dringender, den Bau eines Eanals durch Südamerika. Schon der alte Jesuit Falkener hat eine derartige Was serverbindung zwischen dem atlantischen Ocean und dem Stillen Meere geplant und seine Angaben brauchen nur ausgeführt zu werden, um mit einem merkwürdig geringen Kostenaufwands den Eanal hermstellen. Schiffe können schon jetzt aus dem atlantischen Oceane auf dem Rio Ncgro de Patagonas, der auf den Anden entspringt, zuerst den westlichsten Theil der argentinischen Republik und darauf Westlich und südwestlich vom Colorado Patagonien durchströmt, in den See Nahuel Huapi fahren und damit drei Viertel des ganzen Weges bis zum Pacific zurücklegen. In der Nähe befinden sich der See Todos loS SantoS und die Flüsse Petrohue, Puella und Frias, und cS bedarf nur dreier kurzer Canalstreckcn, diese Gewässer miteinander zu verbinden, um alsdann die Bucht Reloncavi, einen Theil des Archipels von Chile an der patagonischen Westküste, zu erreichen. Zu öeidcn Seiten dieses Canals, öes Rio Ncgro und der Nebenflusse des letzteren liegen viele taufende von Quadratmeilen der fruchtbarsten Ackerbau- und Weideländereien, die durch den Eanal in wirksamerer Weise erschlossen werden, als es durch eine Bahn möglich ist. Die Regierung der argentinischen Re publik läßt eine größere Expedition ausrüsten, welche unter dem Commando deS Capt. Rhode eine noch genauere Durchforschung der in Frage kommenden Länecr und gleichzeitig die im Interesse eines CanalbauS nothwendigstem errainver Messungen vornehmen soll. Vom Inland e. . Drei der berühmtesten amt rikanischcn Colleges Amherst, Vom doin und Harvard haben die deutsche Studcntenbehandlung mehr oder weniger nachgeahmt die Studenten werden nicht mehr wie dumme Jungen behan delt. . Und seitdem machen sie weniger Dummejungenstreiche, und sie studiren mehr. Naturlich ! wie es m den dalv schallt, so schallt es wieder heraus. Der britische Schrauben dampfer Alert", welcher Greely und Genossen aus dem nördlichen Eismeere zurückholen foll, ist für eine Eiöfahrt ganz speciell eingerichtet und hat schon dem Commodore Nares bei seiner Polarreise tressliche Dienste geleistet. Wünschenswerth ist jetzt nur noch, daß Chandler nichts Mit der Ausrüstung und Hazen nichts mit den Jnstructlonen zu thun be kommen. Nicht nur biszumWahnwih, bis zur niederträchtigstenJnfamie steigert sich die schuftige Gemeinheit der Prohibitionisten. Im Staatssenate vonJowa hat Senator Eastman beantragt, die Wirthe wie Galeerensklaven zu behandein und mit Kette und Kugel auf den Straßen Steine klopfen oder Schnee schaufeln zu lassen. Der Kerl lst btS jetzt noch nicht getheert und gefedert worden. Buffalo Bill hat bei dem Commandanten von Fort Mcade darum nachgesucht, daß ihm das alte Schlachtroß Comanche" überlassen werde, um dasselbe bei seinen theatralischen Vorstellungen verwenden zu können. Sein Gesuch wird honentlich abgewiesen wer den. Comanche war das LieblingsPferd des Capt. Knoah und wurde von ihm in dem Kampfe am Little Big Horn im Jahre 1876 geritten. Es war das einzige Eavalleriepferd, welches das Custer-Massacre überlebt hat. Kurz nach Beendigung der Metzelei wurde es im Flusse stehend gefunden. Es hatte siebenWunden, von denen drei gefährlich waren ; offenbar hatte es sich in's Was ser begeben, nicht blos um seinen Durst zu stillen, sondern auch, weil ihm die Kühle desselben das Wundsicber linderte. Das Pferd wurde zunächst nach Fort Lincoln gebracht und blieb dort, bis es mit dem siebenten Cavallerie Regiments nach Fort Meade kam. Laut Befehls des Col. Swrgis wurde Comanche 1878 der besonderen Fürsorge des Adjutanten dieses Regi ments überwiesen, thut seit dieser Zeit keinen Dienst, wird aber selbstverständ-' lich auf's Beste verpflegt und rückt bei jeder Parade mit dem Regiments aus. Das Pferd ist von dunkelbrauner Farbe, über 20 Jahre, alt, aber noch sehr mobil. Das vielfach besprochene Testament der mehrfachen Millionärin Sarah Burr in New Dorf, welche fast ;t . .r . . cn - ... ......' 1 ior geiammies vermögen woyilyallgen Anstalten vermacht - hat, ist von dem Nachlaßrichter Rollins als u Rech bestehend anerkannt worden. DieErblasserin bat ihren Verwandten nur unbedeutende Legate ausgesetzt und diese hatten daS Testament angefochten, weil Fraulein Burr bei Anfertigung des elben nicht zu rechnungssähig gewesen ei. Dieselben atten nachzuweisen ver ücht, daß dis -, r Arbenß trotz $töm Reichthums jo
.schmutzige nvcnszewOynyeitcn gcyavt haöe,daß solche nur durch Geisteskrankheit jju erklären seien, der desfallsige Beweis ist jedoch völlig mißlungen. In New ?)ork erregt das Verschwinden des Schneidermeisters Karl Sturtz nach wie vor großes Aufsehen. Vor einiger Zeit verlor er durch den Tod einen intimen Freund, Joh. stiller, und er soll seitdem häusig den Begräbnißort besucht haben. Man will auch wirklich Fußspuren in der Nähe des Millcr'scha Grabes gefunden haben, die man für
diejenigen des Sturtz halt. Sturtz war etwa 45 Jahre alt, lebte in guten häuslichen und sinanziellen Verhältnissen, und seine Freunde können sich sein Berschwiw den nicht erklären. I n M i l w a u k e e, W i s c., kam es im dortigen deutschen Thalia-Thea-. ter" v?r einigen Abenden zu einer Panik, welche leicht böse Folgen hätte haben können. Die Posse Robert und ' Bertram" wurde gegeoen, als plötzlich aui der rechten Seite des Zuschauerraums? ein ftarkesGeräusch entstand. Jedermann glaubte, daß das Gebäude schwanke, urd L00 Menschen eilten den Thüren zu Nur mit Mühe gelang es, das Publikuw durch die Anzeige zu beruhigen, daß da Getöse allein durch bie vom Dache herac rutschende Schneemasse veranlaßt wordev sei. Die Geschichte ging ohne Unfall ab. Das Orchester spielte, als gerade die Zuschauer aufschreckten: Du bist verrückt, mein Kind, Du mußt nach Berlin." . Der Senat von New Jerset hat sich ebensowohl, wie das Unterhaus es bereits neulich gethan hat, mit 14 ge gen 4 Stimmen für die Abschaffung d contractlichcn Vergebung von Arbeit in den Strafanstalten des Staates erklärt. Einer kaum begreiflicher Fahrlässigkeit hat sich dieser Tage ein Mann, welcher überdies als ein prominenter Bürger" bezeichnet wird, auf bei Eisenbahn zwischen Vradford und Olean, N. V-, schuldig aemacht, indem er ein Gepäckstück zur Beförderung aufgab, vor welchem sich nachträglich herausstellte, daß eS vierzig Pfund Dynamit enthielt. Jeder, der weiß, wie die Gepäckstücke au, denEisenbahnen behandelt zu werden pflegen, (ist doch die Bezeichnung Baggagl' Smasher" für die betreffenden Angestellten eine ebenso verbreitete, wie bczeichnende,) wird erstaunt sein, daß der unheimliche Beförderungsgegcnstand an sein Ziel gelangt ist, ohne Schaden crlitten und angestiftet zu haben. Jedenfalls kann ein Mann, welcher in so ruchloser Weise das Leben und Eigenthum Dritter auf's Spiel setzt, gar nicht streng genug bestraft werden. Wenn ihm auch die Böswilligkeit eines Thomas fehlt, theil! er doch denen Gememsahrlichkeit. Die Spannung und Aufreauna auf ganz Long Island, die seit de Flucht des Raubmörders Rugg aus dem Gefängnlne in Lona Island fcrtu verrich ten, hat sich durch . die endlich erfolgtk Verhaftung des Verbrechers in Frcuoe verwandelt. Herr Twcddel, Oberlehrer an der Schule in Woodside, hat den Kerl in der Sacristei der Kirche das. aufgefunden, Rugg war aus der Kirche gclau-. fen, über einen Zaun geklettert und wurde von Tweddell ungefähr 200 Jards von der Kirche eingeholt. Rugg war durch Hunger und Frost au's Aeußerste erschöpft, sagte, er wolle sich ergeben und wurde von dem Lehrer und dem hinzueilendcn Sergeant Whitcomb mit Stnckcn gebunden und nach dem 400 Z)ards entftrnten Bahnhofe gebracht. Auf der Bahn nach Long Island City gebracht wurde er dort in Eisen gelegt. Herr Twcddel macht auf die auf Ergreifung des Raubmörders ausgesetzte Belohnung keinen Anspruch. 3!ugg ist die ganze Zeit seit seinem Ausbruche keine Meilen von dem Gefängnisse entfernt gewesen. Die Nacht vom Montag zum Dienstag hat er in der lutherischen ziirche in LocustGreen, die nächste Nacht und einen Theil des Tages in der St. Pauls Kirche in Woodside zugebracht.. In Camille, Ga., und Umgegend kommt jetzt ein völlig unbekanntes Thier vereinzelt vor ; dasselbe hat drei Zoll lange, steif? und straffe Haare von dunkelblauer Farbe und im Ucbrigen die Größe und Gestalt eines Hasen. VomÄuölante. Wohin steuern wir? Was ist den liberalen Journalisten zu schrei' ben gestattet ? fragt die Hamburger 3!e form". Der Staatsanwalt Lchmann, Vurlin, äußerte sich im Prozeß deS Unabhängigen" scharf über die Flucht des Hauptmanns Frhrn. v. Schlcinitz. Den Worten des Staatsanwalts entsprechend war ein Artikel über jene Flucht abgefaßt, welchen eine große Zahl fortschrittlicher Blätter wiedergab, unter denen auch das Neunkirchcncr Tageblatt", das der König Stumm so gewaltig haßt. Eine Denunciation gegen dieses Blatt ließ der damalige Kriegsminister v. Kamcke unbeachtet. Alsbald nach Antritt des Kriegsministers v. Bronsart strengte dieser eine Klage gegen das Neunkirchener Tageblatt" wegen Beleidigung der Kriegsverwaltung" an, und das Landaericht in Saarbrücken vcrurtheilte den Redakteur Weber jün. zu 2 Monat Ge fängniß wegen des fraglichen Artikels, dessen Gedankcngang den Worten des Staatsanwalts Lehmann in Berlin entsprach ! Vergebens nannte der Redakteur des Neunkirchener Tageblattes" den Verfasser des inkriminirten Artikels, der die Verantwortung voll und ganz übernehmen wollte. Vergebens' wollte der Redakteur den Wahrheitsbeweis antreten. Das Gericht wies beides als geringfügig zurück" und verurtheilte das 'Neunkirchener Blatt, welches selbstver standlich den Revisionsweg betreten wird. Die Frage : was dem liberalen Publizisten zu schreiben nunmehr gestattet ist, scheint in der That keine überflussige zu sein. In Paris wurden amlr Febr. Maueranschläge verbreitet, welche die Stadtsergcanten zur Ergreifung der Waffen, um sich Recht zu verschaffen, auf forderten. In dem Aufrufe heißt es : Bürger, warum zögert ihr noch, zum Gewehr zu greifen ? 200,000 eurer Brü der verkommen- vor Hunger in Paris, während die Blutsauger, die am Ruder sind, nichts für sie thun. So lange diese elende Regierung bleibt, werdet ihr auöSebeutet werden. Befreien wir unövo
d lei er Infamie oldaren, vrave'Frie denswächter, die ihr in euren Interessen verletzt werdet, leihet eure starke Hcird euren Brüdern und das Werk wird bald fertig sein. DerExccutiv-Ausschuß derer, die leidea." Ein furchtbares Unglück hat sich am 31. Januar in AltOfen zugetragen. In einem Hause fand man nui Friedrich Pollak, Frau Ludwig Mohary und Thcrcse Turnik todt, Friedrich Pollak, dessen 3 jährigen Sohn und Elisabeth Pavics sterbend und im gegenüberliegenden Hause Anton Gcnsky und
cei)en Gattin todt und die Ticnstmagd Elisabeth Benyo bewußtlos. Die fachmännische Untersuchung ergab, daß die ses Unheil durch Gasvergiftung herbeigeführt worden ist. Das Gasrohr auf der Straße war an emer stelle gesprungen und es entströmte Gas durch den lockeren Boden in die Wohnungen, die zu beiden Seiten der Straße gelegen sind. DU Sandbabuna der Prü gelstrafe in den . sächsischen Gefängr:isscn war unlängst der Gegenstand der Diskuinon m der Zweiten Kammer u Dres den. Die socialdemokratischen Abgeordneten sprachen dagegen, wahrend Starke bemerkte, es sei Zeit gewesen, die. Zügel etwas sttaffer anzuziehen. Es sei wohl Niemand Freund der Prügelstrafe, abe? die jugendlichen Verbrecher, die muthwillig öffentliches Eigenthum beschädigen, oder die Sittenverbrecher, diese Bande müsse gehauen werden, daß sie nicht mehr laufen könne. Es giebt doch noch andere Mittel als solche Nohheitcn, um zu strafen und die jugendlichen Vcr'breche? möglichst gU bessern. DaöJnsterburger Schwurgericht hat die 50jährige Barbara Eske wegen Ennordung ihres 23jährigen Sohnes zum Tode t crurtheilt. Die Angeklagte war mit 8 zum Theil erwachsenen Kindern Wittwe geworden. Für jcdcS Kino war ein Erbtheil von 600 M. eintragen. Nachdem mehrere Kinder und dann der Bräutigam der 19jährizcnTochter der Mörderin unter sehr auffälligen Umständen nach dem Genuß von Flinzcn gestorben waren, starb in gleicher Weise auch die erwähnte Tochter und cinigeZeit I daraus auch der 23zahrige Sohn. Es entstand nun der Verdacht, daß die Eske ihre sämmtlichen Kinder und den Bräutigam der Tochter auS Habsucht, um deren Erbtheil an sich zu reißen, ermordet habe. Die Leichen der beiden zuletzt Verstorbenen wurden ausgegraben und secirt, und es fand sich in denselben noch eine bedeutende Menge Arsenik vor. Der Prinz v o'n W a l e s fuhr neulich auf der Great Western Bahn von London nach Bristol. Diese Reise bot Veranlassung zur Ergreifung gan; außerordentlicher Sicherheitsmaßregeln, die lebhaft an russische Zustände erinnern. Die ganze 119 Meilen lange Strecke war von Wachtern besetzt, die nur aus Ruf weite von einander .entfernt standen. Alle Tunnels waren separat bewacht. Eine Maschine fuhr vor dem Zuge her, und die Bahnstationen, die durchfahren wurden, hielt man geschlossen und polizeilich besetzt. In Bristol selbst bestieg der Prinz einen geschlossenen Wagen und fuhr, von berittenen Polizisten umgeben, nach Lcigh Court, ohne Bristol zu passiren, wo man alle Vorbereitungen zu seinem Empfange getroffen hatte. Ihren Grund hatten .diese außergewöhnlichen Vorsichtsmaßregeln in den Drohbriefen, welche ein Pächter Namens Donne, der von der Polizei in Elifton verhaftet worden ist, an den Prinzen von Wales gerichtet l)atte. Donne, . der offenbar irrsinnig ist, behauptet, der Prinz hätte ihn und sein Pferd vor einem Wettrennen mesmerisirt, so daß er ein wichtiges Rennen verloren hätte. In der sächsischen Zweiten Kammer ist der Gesetzentwurf, die Ausnahmcmaßrcgeacgen Steuerrestanten betreffend, einevommissionüberwie sen worden. Nach den Bestimmungen K's Entwurfs soll denjenigen Nestanten, welche bereits erfolglos ausgepfändet sind und von denen Thatsachen vorliegen, die m der Annahme oercchtigcn, daß sie ihre Insolvenz selbst verschulden, der Besuch von Tanz- und Schankstätten, Geftllschaften u.s.w. bei Strafe bis zu 14 agen Haft verboten werden. Gcj ellschaftsVorstände und Gastwirthe, welche wissentlich einen von solchem Verbote Vctroffcnen in ihren den Gästen angcwies?nen Räumlichkeiten dulden, sollen mit' Haft bis zu 8 Tagen oder Geldstrafe bis zu 100 Ac. belegt werden. Nach mehrfach erlittenen derartigen Strafen soll einem Wirthe die Erlaubn! jz zur Abhaltung von Tanzvergnügi'.ngen auf ein Jahr entzogen werden können. Oeffcntliche Nennung der Namen jener Ncstanten soll unterbleiben. Die sächsische Fortschrittspartei hat diesen Antrag mit eingebracht. Der Redakteur des Deutschen Reichsblatts" in Berlin hat eine Strafverfügung erhalten, weil auf dem Titel des Blattes die Abbildung des kaiserlichen Adlers enthalten ist. Jetzt erst, nachdem diese Abbildung im dritten Iahre erscheint, sindet man es strafbar. Hierzu muß bemerkt werden, daß durch Erlaß vom 3. August 1871 der Gebrauch und die Abbildung des betreffenden Adlers allen deutschen Fabrikanten zur Bezeichnung ihrer Waaren oder Etiketten erlaubt. Eine Zeitung ist ein Fabrikat und ein Zeitungsvcrleger ein Fabrikant.Vor Kurzem wuroe gemeldet, d Uleber der Dhnamit-Explo-sion im Frankfurter Polizeihaus scheine ein Schriftsetzer Rcinsdorf zu fein, der in Hamburg aufgegriffen und nach Frankfurt a. M. gebracht worden sei. Der Tägliche Anzeiger" von Elberfeld, ein amtliches Blatt, behauptet nun aber, Reinsdorf könne den Frevel nicht beganaen haben. Reinsdorf arbeitete nämlich, so erzählt das Elberfelder Blatt, imSom mer v. I. in einer Elberfelder Buchdrukkerei unter dem falschen Namen John Penzenback aus Baltimore", erkrankte daselbst, erhielt am Vormittag deS 29. Octvber in einer dortigen Druckerei aus der Centralcasse für Buchdrucker 14 Mark ausgezahlt und begab sich alsdann am Mittag nach Barmen zu dem dortig Vorsteher dieser Casse, um sich seine Pa Piere zur Abreise zu holen. Wenn ReinS dorf wirklich am Mittwoch noch inElber feld war, fo konnte er sich allerdings um S Uhr Abends, 'als daS Verbrechen begangen wurde, nicht in Frankfurt a. M.
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brw.. . irv iiJiÄi' Si.-v 'ivj zftt. t m&fggzf'A JaM-& n tg&yjt5' :r i fyg p&? y: - j der große chmerzenstiller beilt m J e Millt?tT? ff7 T ? TTT lltl kjy iuumu rnwv. Rückenschmerzcn, Berrelttullgen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Gliederreißen. slellralgia, zostbeuken, rukulngen, Gesciuvulst. eA'cnjcrni)), Brandwnnden, Schnittlvnnden, Verstauchnngen, Geleukschmerzen. akobö Oel hellt a2e Sckerxn. xoü&t ein äußerliches Ninel benLtzen. Farmer und Bichzuchter ?nden in dem T t. I a k o b O l rin unLdettnfffichet Hcllmittei gegkn die Gebrechen Ui ithslandet. Jeder lascbe St. Jakob Lei ist ine kenaue Se roucbS.Anweisunq in deutscher, ngllscher, framöft ,cker. srantscher. schwedischer, holllndiscrer. dönisch, döhnnscber. portuglestscher und tultenischer Sprache 'eiqegeien. 6tne Flasche St. Jakob Oe! kostet Sen! fünf Flaschen für U.W) ist in jeder Apotheke ,u haben oder wird bei Besle2unaen von nicht toeniger al 5.00 fr nach allen Tbeile d Lereungten ytasten versand. Nan adresstre : The Charles A. Vorder Co., (SCachfelscr von A. Cflgiler & Co.) Baltimore, Md. Dr. II. 8. Cn n n i n gliain (SS vlrd Tc5isch Lksprochtt.) Ssfice uud ) ttjn VoZnudg : j JiU Süd Meridian Straße. Xnclifiiinpollf, Ind. Osflce StU"dn: &. 9 Uhr Mvrg.. 27 Z Nach. 7 S Uhr Ader.b. Televbzuke rech (?eorae F. ?ork't votheke. Dr. C. C. Eyerts, DeutscherZahuarzt, (Nachfolger von EhaZ. S. Taldett.) N.-W.-Ecke Washington u. Vennshlvanka Str. I :? d i a n a x o l t . Von Bremen nach Nelv Hork oder Baltilnore, 20.00. Von Bremen nach Jndianapolis, dia New Jork 32.30 via Baltimore 30.50. Gebrüder Freuzel, S W. Ecke Washington u. Meridian r. Dr. Hugo O.Pantzcr Clnt, Wundarzt n. OeburtS' belfer, Office: . Dolaware St. vrklchftund: 1 11 Uhr Oora; 3-4 LjrNich. Wohnung: MadiMon A. v., Dr.; Schelltr' früher, Offne. Crrtchftunben: 8 9Nöi vorm.; 1 Z Uyr achm; 7 Qbr Rdendk. xicvgon.if rDtn.on. Henry Spielyoss Zimmcrmann Nd Vattmoistcr. Llle Auftrage werden promvt und zufrieden ftelleud auleführt. Job Arbeiten eine SpfjiuliiiL WerkstStte und Wohnung: vko. 191 Soburn Straßs.
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