Indiana Tribüne, Volume 7, Number 154, Indianapolis, Marion County, 22 February 1884 — Page 1

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tSVAVAv AVtfJH i i ; n li www Office: No. 120 Ost Marhland Straße. Jahrgang 7. Nummer 154. Indianapolis, Jndiana, Freitag, den 22. Februar 1884.

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Die Tariffrage.

Bevor wir darangehen, darüber zu svrechen, r?ie sich die Verhältnisse eller Wahrscheinlichkeit nach gestalten würden, wenn roir ein FreihandelSsystem einführen müssen lrir noch einige andere Punkt: besprechen. . Vor Allem müssen nir eZ als eine ganz verkehrte Idee bezeichnen, den Aeubttungen einzelner Fabrikanten irgend welchen Werth beizulegen. Du Ansichten derselben sind alle mehr oder weniger von ihrem eigenen speziellenJn teresie beeinflußt. Dem Loungesabrikan ten würde z. B. die Abschaffung des Zolleö auf Teppiche sehr gelegen kommen, dagegen würde ihm die Abschaffung deS Zolles auf fertige Möbel gewiß nicht paffen. Kurzum jeder Fabrikant hat an dem Zolle auf Dinge auszusetzen, welche er kaufen muk. und sieht stets mit Ver gnügen den Zoll erhöht auf Dinge, die er verkaufen mnu. 2Sährend sich dem nach die Jntereffen der Fabrikanten kreu zen, ist da? Interesse der Arbeiter soli darisch. Es ist ferner ein großer Irrthum, an zunehmen, dak jede Verschlimmerung der Lage deS Arbeiters zum entsprechenden Vortheil der Lage deS Fabrikanten sei. Eine Vermehrung der Fabriken verklei nert zniar nicht imm:r die Concurrenz unter den Arbeitern, aber vergrößert sie jedenfalls unter den Fabrikanten. Die Lage der Fabrikanten ist im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte durchaus keine beste geworden. Wir sind in der Lage, dies durch Zah lcn beweisen zu können. Nach dem Cen suS von 1860 kamen von je hundert DollarS der Gesammtproduktlon auf den Fabrikanten: Auf den Arbeiter: 186.. 524.21 ....$21.C9. 1870 2S.60 18.32. 1330 10X8 17.6. Man sieht also, daß der Kapitalgewinn deS Fabrikanten in weit größerem Maße abgenommen hat, als der Arbeitslohn. Das liegt eben daran, daß AlleS billiger geworden ist, denn in dem Maße, wie Kapitalgewlnn und Arbeitslohn sielen, ist der aus da? Rohmaterial fallende Theil gestiegen, mit andern Worten, in hundert Dollars Gefammtproduktion steckt ein größeres Quantum von Rohmaterial, also ein größeres Quantum Waare. Dagegen zeigt sich in der Freihandels decade von 1SW auf 1S00 das Gegentheil, da siel bloß der Arbeitslohn, der Kapitalgewinn stieg, nicht aber das Quantum deS Rohmaterials. Der sin kende Arbeitslohn wurde also nicht durch Sinken der Preise ausgeglichen, sondern einfach von dem Fabrikanten eingesteckt. Wir müssen ferne? daraus hinweisen, daß ein Schutzzoll, (und wenn wir Von Schutzzoll reden, dann meinen wirSchutz zoll und nicht? Andere?) sobald er seinen Zweck erfüllt, niemals das werden kann, was z. B. daS .kincinnati Volksblatt" Raubzoll zu nennen beliebt. DieS kann im Gegentheil nur mit dem Finanzzoll der Fall fein. Z. B. Ein Zoll auf Kaffee ist immer nur Finanzzoll, denn wir müffen den Kaffee stets importiren, gleichviel wie hoch der Zoll ist, derselbe kann deshalb eine Höhe erreichen, die zu dem Ausdrucke Raubzoll berechtigt. Dagegen wird der Schutzzoll nur auf Dinge gelegt, welche wir selbst fabrizi ren können, und welche wir nicht mehr aus dem Auslande beziehen, sobald un sere eigenen Fabriken den Bedarf befrie digen können. Und sobald dies der Fall ist, hören wir auf, die Waare zu importiren. Wenn wir sie nicht mehr importiren, bezahlen wir den Zoll n'cht mehr, und eS ist also ziemlich einerlei, wie hoch er ist. Sind wir aber einmal so weit, dann sorgt schon die inländische Concurrenz dafür, daß der Preis des ErzeugN'ffeS nicht zu hoch wird, wie ja in der That alle Preise in den letzten Jahrzehnten gefallen sind. Wohin aber die wunderbare Idee der Vertreter des noch wunderbarerenFinanz zolleS mit beiläufigem Schutze, zwei Flie gen auf einen Schlag tödten zu vollen, selbst wenn die eine Fliege an der Decke hängen und die andere am Boden lrab beln sollte, führt, zeigt der absurde Ver. such alle Uebel heilen ZU wollen durch einen Zoll welcher den Preis der Produkte des Auslandes mit denen deS InlandkS auf gleiche Höhe bringt. Ein solcher Zoll ist schon deshalb prak tisch unmöglich weil wir keine Rate fest, setzen können, welche sich den fortwähren, den Preisschwankungen anschmiegt, und Unstcherheit im kommerziellen Verehr gereicht fletS dem Arbeiter, als dem Schwächeren zum Nachtheil. Das geradezu Absurde der Idee liegt aber darin, daß diese F'manzzollküvstler behaupten, dak der Fabrikant bei jedem Sinken d(5 Preises feiner Produkte dem Arbeiter einen Abzug am Lohne macht, und zu gleicher Zeit einen Zustand der Dinge befürworten, bei welchem noth wendigerweise der ausländische Fabrikant

und der inländische fortwährend einander zu unterbieten suchen, also der inländische Fabrikant unaufhörlich Gelegenheit und Veranlassung hat, die Löhne herabzu drücken. Cin derartiger Zoll wäre Äehr als Absurdität er wäre e!n Verbrechen. Statt zum Schutze würde er der Arbeit zum Fluche werden, Arbeitslosigkeit And StrikeS, welche jetzt bloß in langen Zvi fchenp,rioden erscheinen, würden in kur zen Intervallen kommen und die AuS beutungSmacht des Kapitals über die Arbeit würde riesige Dimensionen an. nehmen. An einem solchen Verbrechen wollen wir unS nicht betheiligen. Neues per Telegraph. WetterauSsichten. Washington. 22. Febr. EtwaS milderes, trübes Wetter, stellenweise Regen. D e m o kr a t i s ch e C o n . v e n t i o n. Washington, 22. Febr. Die demokratische Nationalconvcntion wurde aus den 2l. Juni festgesetzt. Wo? ist noch nicht bestimmt. - Bestattet. N e w V o r k. 22. Febr. Heute Morgen wurden De Long und Genossen zur letzten Ruhe bestattet. Im Leichenzug befanden sich verschiedene Milizreglmenter, der Generalpostmeister, der KriegSsekretör und der Marinesekrctär. Allerlei.

In Philadelphia, wo vor zwei Jahren die Demokraten mit einer Mehr heit von 8000 Stimmen siegten, trugen diesmal die Republikaner bei der Stadt wähl eine Mehrheit von 10.000 Stirn men davon. Die Besprechung de? Tariffrage bringt nothwendiger Weise eine Verglei' chung der Löhne in Europa und Amerika mit sich. Die ossiziellen Berichte, unserer Konsuln geben darüber sehr weitgehende Aufschlüsse. Da dieselben zu umfang reich sind, um sich zur Wiedergabe in einer Zeitung zu eignen, so laden wir Diejenigen, welch? sich besonders dafür interefstren ein sie in unserer Vssice zu besichtige. Wir sind neugierig, waö das Re präsentantenhauS in Bezug auf die Las ker'Refolutton und die ihm von BiSmarck zugefügte Beleidigung thun wird. Bei einem Manne, der vor dem Volke nicht mehr Respekt hat, wie die Katze vor der Mau?, war der Streich nicht zu verwun dern, deshalb ist er freilich nicht weniger beleidigend. Seit der Gesandte Sar gent die Thatsache aufgedeckt hat, daß da? Schweinefleifchverbot eine politische und keine sanitäre Maßregel ist, ist er in Berlin eine unbeliebte Persönlichkeit geworden und ihm galt die Beleidigung mit. BiSmarck ist durch und durch Autokrat, dem ein solche? Verfahren natürlich ist. Leide? aber ist eS auch wahr, daß daS deutsche Volk durch seine ttnechtseligkeit diesen Geist der Autokratie großgezogen hat, und daß die Beeidigung Amerika'S zugleich eine Demüthigung deS deutschen Volkes ist. DrahtnaHriHtcn. Sehr hübsch von England. Washington, 21. Febr. Der Staatssekretär theilte heute dem Präsi. deuten in einem Schreiben mit, daß die britische Regierung der amerikanischen den Dampfer Atai" für die Aussuchung Greeleh'Z am Nordpol zum Geschenke ge macht habe. Die britische Regierung habe daraus hingewiesen, daß sie der amerikanischen für die Rettung deS Dam pferS .Relolute" noch verpflichtet sei. Der Staatssekretär nahm im Namen deS Präsidenten und mit den üblichen Dank lagungen das Geschenk an. Die LaSker Resolution en. Washington. 21. Febr. Von Eisendeöer, der deutsche Gesandte sagte heute einem Vertreter der associirten Presse, daß er noch leine ossizille Nach richt von der Rücksendung der LaSker. Resolution habe. Unterschlagung. St. LouiS. Mo. 21. Febr. Adolph Böckler. Verkäufer bei H. D. EggerS & Co. unterschlug innerhalb der letzten zwei Jahre gegen 55.000. Sr ist noch nicht verhaltet. Nicht zu verwundern. , DeS MoineS. 21. Febr. Vom Senat wurde mit 35 gegen 13 Stimmen daS Prohibition . Gesetz zum Beschlub erhoben. Bekanntlich werden hie? unter berauschenden Getränken, Alkohol, Ale, Wein, Bier und alle spirituosen, wein und malzhaltigen Getränke verstanden.

Stimmt das HauS bei der morgen begin nenden Berathung dem SenatZbeschluß bei, so darf Niemand, die hierunter der standenen Getränke fabriziren oder ver kaufett. : Mord und Versuch zum Selbstmord. Richmond 6tntre,WiS.21.F,br. Gestern tödtete B. F. SarneS, ein Bür vr von RoacheS seine Frau und brachte nch dann durch einen Schnitt am Halse eine gefährliche Wunde bei. Familien unglück, veruksacht durch anhaltende Krankheiten, soll Veranlassung zu dieser unseligen That gegeben haben. Spinner und Weber in Strikt. F a l l R i v e r. Mass., 21. Februar. In den Richard Borden K Troy Mühlen legten die Spinner die Arbeit nieder. Ferner wurde in einer gestern Abend stattgesundenen Versammlung der aus standigen Weber der Pocaffet Werke be schloffen, so lange auszuhalten, bis sämmtliche Forderungen bewilligt seien. $ ongreß. W a s b i n g t o n, 21. Februar. Senat. . Die Debatte über die Nationalbank. noten Circulation wurde fortgesetzt, ohne daß eS zu einer Beschlußfaffung kam. Der Senat vertagte sich biZ Montag. H a u S. DaS Hau? zog im PlenarEomite die Bewilligung fgr West Point in Erwa gung. Belford von Colorado griff die Aka demie an und hatte sehr viel gegen den Sprachunterricht zu sagen. Die Bill wurde schließlich passirt. Der Sprecher legte dem Hause eine Mittheilung de? Präsidenten vor. daß die biitische Regierung der amerikanischen den Dampfer .Alert" für die Erpedition zur Aufsuchung Greeley'S geschenkt habe. Der Antrag, das Geschenk anzunehmen, wurde passirt, bloß-Fincrty und Robin son stimmten dagegen. ' Vertagt bis Samstag. Per Kabel. D ie La Ske r Reso lu ti onen. Berlin, 21. Febr. Die norddeut sche Zeitung, das Organ BiSmarck'S sagt, daß Bismark in vollem Rechte sei. Das Gesuch deS Gesandten Sargent war gegen allen diplomatischen Gebrauch. BiSmark sei nicht von der internationalen Demokratie angestellt. So gut wie der amerikanische Kongreß den Führer der Secessionisten glorifizirt habe, könne er auch versuchen, vom Kaiser zu verlangen, daß er die Politik Richter'S oder Bebel'S gutheiße. Die Nationalzeilung sagt, Bismarcks Verfahren sei ein niedriges und dezq ame rikanischen Congreß gegenüber unrecht. DaS Tagblatt sagt, die Resolution fei schon lange vorher, selbst in den ossiziellen Blättern veröffentlicht worden, und dieses zeige, daß BiSmark sie ansang für nichts anderes als eine Achtungsbezeugung an gesehen habe. Die Norddeutsche erwiedert der Natio nalzeitung, daß Deutschland seiner Ver pflichtunq gegen Amerika sstr die Unter stützung der eberschwemmten im vo rigen Jahre dadurch loS werden könne, daß eS jetzt die Ueberschwemmten in Ame rika unterstütze. Die Nationalzeilung sagt, daß die Be hauptung, daß der Gesandte die diplo malischen Gebräuche verletzt habe, eine leere AuSrcde sei. Dasselbe hätte man behauptet, wenn er die Resolutionen dem Präsidenten dtS Reichstages direkt üder schickt hätte. , Ein Sch andflecksürEn g l a n d. L o n d o n, 21. Febr. Als heute die Frage bezüglich der Zulassung Brad laughS vorkam, beantragte Northcote die Ausschließung Bradlaugh's. Der Antrag wurde mit 225 gegen 173 Stimmen an genommen. Ein ffanal, der die Ost un d Nordsee verbinden soll. Berlin, 21. Februar. Genannter Canal soll in Bälde gebaut, bei Brun? buttel an der Elbe leinen Ansang nehmen, nächst RendSbury geführt und südlich von Fort Friedrich (bei Kiel) enden. Wie verlautet, soll der Kanal in einer Länge von 97 Kilometer, so tief gegraben ver den, daß die größten Schiffe durchkam men können; dabei soll auch die Abstcht mit unterlaufen, den bi jetzt von Däne mark beuachten gefährlichen Durchgang durch den Belt für deutsche Kriegsschiffe entbehrlich zu machen, da der pro jektirte Kanal nur deutsche Gebiet be. rührt. chisssnachrtchteu.

New O rlean S. 21. Febr. Abge.: Pari-. .Bordeaux und .Castleton" nach Copenhagen, $. B. Ward" und .Belize". Angekommen: Jnventor von Liverpool.

Vom Auslande.

Die französischen Monarchisten versuchen bekanntlich, aus der Lumpensammler-Krisis n Paris für ihre Zwecke politiscbes -Kapital zu- schlagen und die Unzufriedenen für' ihre Partei zu gewinnen. Es werden alle Mittel angewendet, und so war es. auch nicht zu der wundern, daß ein 'Deputirter, Herr Pyere, vor einigen Tagen auf .einem Chiffonier-Meeting . erschien, um einen längeren Vortraa xi balten. Der kon servative Parlkmenta'rier hatte jedoch an-' fänglich einen harten Standpunkt ; ein yeri der Versammlung wollte von ihm nickts wissen, und seine Rede wurde untervrochen, indem ibm ein Rovalist ins Gesicht brüllte: Der da ist einRoyalist, er ist kein Demokrat." Jawohl, ich bin ein Demokrat," cntgegnete der. Redner, ich bin ein Demokrat." Das ist nicht wahr," zeterte von Neuem der Anarchist. Diesmal antwortete Herr Pyere mit einem Ausdruck, dessen deut sches Aequivalent im Götz vonBerlichingen nachzulesen ist. )kun sehen Sie", fügte er hinzu, das; ich mehr Demokrat bin, wie Sie Alle." Die Versammluug zeigte indessen diesem politischen Baucrnfängcr, daß ferne Bcgriffsverwechselung von Demokrat mit Grobian nicht nach ihrem Geschmacke war, und diesöl Parlamentsherr war gezwungen, ziem lich eilig das Meeting zu verlassen. In der Sitzung des ung. Abgeordnetenhauses am 26. Januar gal Karl Eötvös, der aus dem Tisza ESzla' rer Prozeß bekannte Vertheidiger, eine sehr bemerkcnswertheErklärun ab.iDcr: selbe war nämlich in der Sitzung von dem Anti-Scmiten Vadnay beschuldigt worden, für Geld die Ehre der ungari' schen Justiz an den Pranger gestellt zr, baben. Eötvös weist nun nach, daß der Angriff so viel Lügen als Wotte cnthalte. ' Eine Eingabe an den Justizmmister habe er überhaupt niemals gemacht, dock trotzdem stehe er nicht an, zu erklären, daf manche Sicherheits-Commissäre in , Ungarn in einer der Cultur und CiviNsatior hohnsprechenden Weise mit den Verbafte ten vorgehen, und falls Jemand' diei nicht glaube, .so möge an die Fälle irc Borsoder und Somogycr Comitate erinnert sein, in welchen Eomitaten zwei Si-cherheits-Eommiffare wegen Fvlterunger. Gefängnkßhast abbüßen müssen. . Auck ein Sicherheits-Commissär, der im Tisza' Eszlarer Hcrenprozeß thätig war, sei w gen Gewaltthätigkeit verurteilt worden. Den Fall Tisza-Eszlar betreffend, werde Stedner bald in der Lage sein, das umfangreiche Actenmaterial zu veröffentlichen, und bei dieser Gelegenbeit Werder, neue traurige Belege zur Publikation kommen, welche er im Prozesse selbst, urr die Reputation des Nichterstandes ich, noch mehr zu schädigen, mitzutheilen unterließ, zumal das Interesse der Angeklagten die Veröffentlichung nicht erbeischte. AuS diesen Dokumenten wird' man ersehen, daß Justizminister Paulader ir. seiner Rede mit Stolz auf seine Tbätig. ttxt im TiM-EßlaerProcesse hingewiesen, in dlesem Monstre-Processe Viele? unterlassen, was.er auf Grund der Ge setze nicht hätte unterlassen dürfen. -Ueber einen antzerordentlichen Schwindel, der mit Erfolg zwanzig Jahre betrieben wurde, wird aus Whid stable in England ?volaendeS aemeldetEine Frauensperson, Namens Francee Z

Wooo, wuroe im Älter von etwa 15Jahren bettlägerig, Ihr Aussehen wurde allmallg schlimmer, bis ihr Gesicht, mit Ausnahme eines weißen Streifens in de: Mitte ihrer Nase, völlig schwarz war. Sie verlor. d?n Gebrauch ibrer lZlicde, iiiit Ausnahme eines Annes und konnte nur Branntwein und Wasser und leicbte Speisen zu sich nehme. Ihre Krankbeit verursachte viel Mitleiden und aus allen Tbeilen Englands wurden ibr reicblicbe Almosen gesandt. Ihre Krankbeit 'spofc tete der Kunst mehrerer Aerzte 'von Rus nnd sie erhielt regelmäßig Unterstüwngen von der städtischen Arnienkasse .unc den Wohlthätigkeitsculstalten des Ortes. Jedermann pries ihre Frömmigkeit und ihre engelsgleiche" Geduld, und vor ci: nigen Jahren bildete sie den Gegenstand eineS langen Artikels in Faitbfu! Words", welcher sich über ihre beispicl' losen Leiden und ihre vollkommene Resig: Nation verbreitete. Als Frances unlängfl hörte, daß ihr. Bruder zu 3 Monaten Gefangniß verurtheilt worden, erhkelt sie vlötzlich ihre natürliche Farbe wieder und später gestand sie einermilleidigenDame. die sie öfters besucht hatte, daß sie du ganzen Jahre hindurch die Heuchlerin zespielt habe, datz ihr.rncht das Mindest ehle und daß -sie stets den vollkommenen Gebrauch ihrer Gliedmaßen gehabt babe. Ihre Gestcht5züge. hätte sie systematisch und allmälia mit gebranntem Kork, den sie in einer schachte! mit einer Kerze un ter ihrem Bette verbarg, entfärbt. Als sie von der Verurtheilung ibres Bruders hörte, wischte sie sich das Gesicht mit ei: ncm Flanelllaj?pen rein. Vor 2 Wocben starb die Betrügerin im Alter von 35 Jahren. Ihre Mutter erklärte, daß sie von dem Schwindel nicbt die mindeste Ahnung hatte. Aus Odessa wird gesckri, ben : Die russisck'cn Diebe sind wirkli Meister in ihrem Fack'e. 2o wird dci hiesigen Pollzelverwaltttn ou Valt5 mitgetheilt, vaft voi.l Gmc ccv verstorbenen Fürsten Michael jc-renzcjf zwei Kationen, welche derselbe noch von Kaiser Alexander 11. zum Geschenke bekommen, gestohlen wurden. Die eine war auupker, die andere auß Brom?)

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