Indiana Tribüne, Volume 7, Number 153, Indianapolis, Marion County, 21 February 1884 — Page 2
ndians Hnöune.
S ? kch t u t Fagk ch) V öHestlich n. L oantg5. OsfTcri 10 ß Marhlandstr. r-N t3;ll 5 TrtMne- tt bnr3 te- tS,if T 1? X xr ?)o,, K-.e 6onngs..Tr:d.Ze-S UrM vt Zet. i'i?k zusammen 1b Certl. 5 Pst zugescht LkauZd,!lhlunz i ttt JeZr. Jndian.'vs:S. I?.d. 21. F.brnar 1654 Austern Piratcn. 9!:cht blos zwischen den Mailänder Zlustcrnsischern, die sich in dlevirginischen len?ässcr wagen und der dortigen Poli tti, sondern euch in den Gewässern des Staates Marrlad selbst ist zwischen den Z.'Oli;eibre:en des letzteren und den iaii bcrischen Bewohnern seiner Küsten ein förmliche? jlri.'g. wenn auch in'tleinenr Maßstabe, entrannt. Vorige Woche hatte daö pclijcitcrt Elelia" daö Llu:e?nschifs -Diairt l'iillcr," einem gcwiscn Srlrcstcr (5anncn gehörig, aufgc?racht, den Cicc;e tos, der sich in die Fising Bav er,zics)t. bis zu dem Lan durigsxlaye bei dem Städtchen gleichen ö!amens hiaufbugsirt, und hier dem Nichter Nobinso übergeben ; der BcstZer reöselben war entkommen. Sein Vater, f. P. Eannon, ein v?rmalZ berüchtigter ihirat, später abcr auch ftrnichrcrc Jabre Friedensrichter, tzm an Bod'der Cle lia" u::d fordert? von dem Nichte? di? relgcbuna deö Farzeuzs feines Sch neö, wetl Uin Bezchlaznahmebefchl auf 6mnb einer speziellen lesetzesübertrc tung au?gcfettigt worden sei. Der Ein- , teanD war bcrccytizt, und dichter Robinsen übergab daher dem alten Eannon die Maud l'iiller." Dieser, schon ein 2c6 ttger, aber ein noch nierkwurdig kräftiger aKarni, in selbi'ta.'wcbtcs Segeltuch gekleidet und mit v:er mächtigen Revolvern im Vürtcl, fuhr triumphirend mit dem Segelboote davon. In demselben Auzenblicke erschien Sylvester Eannon am ufer, stieß Bcrhohnungen und Verwünjungen gcgcn das Polizeiboot aus und feuerte mehrcreschusje gegen dasselbe ab. Der Commandeur Äiilchell befehligt? seinen eisten fsicie? Jnöley und zwei Polizisten, in den: kleinen Boote nach oem Ufer zu fahren und den Sylvester Eannon zu verhaften. Der letztere ließ cie Äkannschaf: g.'.nz nahe an sich herankommen, feuerte dann noch einige Schüfe liber die öttpfe derselben ab, und war plotlich vcrsä'wunden. Auf dem mit dichtem Vcbüsche bedeckten und an vielen Stellen grundlos morastigen Ufer ist eine Berfolgunz nur Leuten möglich, die jeöen friip breit des erranis ganz genau kennen. Jnölcy kehrte daher unverrichteter Sache mit seinen Leuten nach dem Po!i;cidampfc? zurück. . Der alte Eannon ist als das Haupt aller der ilstei'.benchner anerkannt, welselte Burzchen, v?n denen jeder scbon mehrere Blutthztzn aus dem Gewissen bat. Silvester hat eine Kugel im Rükkenitzcn, die er vor L Jahren im Kampfe mit dem Polizeieapitän TravcrS erhalten bat. Alerander besitzt ebenfalls ein ölusternschiff, schlug im vorigen Winter einen Äkann auf demselben nieder und ließ denselben in bitter kalter Nacht hilf los auf dem Bcrdccke liegen, so daß der Unglückliche am nächsten Äorgen erfroren aufgefunden wurde. Acilburn und Eharley, die beiden iünasten Sohne, haben schon mehrere Äenschen erschossen, . konnten aber nie überfubrt werden. An der Cpitze des gesetzlichen Theils e'r dortigen Lvustenbevotkerrlng steht der Zllchtcr Robinson, und man erwartet täglcö. d?lp cs zu blutigen Kämpfen zwischcn NH:n Parteien kommen !vird. Zur Zeit vt f den Potizcibootcn gelungen, lle graten, ur.cjcfä&r 200 an tet Zahl, auf den Gcivajfern und an Ufer zu treiben. Tort stehen denselben so zahlreiche 5chlups:v!nkl zur Verfugung, dnß oie Polizei in ihrc? gegenwärtigen Stäil: - an eine Verfolgung derselben nicht denken kann. Tie Z!er!e dringen lN ganzen TlUpp-Z in die Wohnu,.gen der Farmer ein und fordern und erhalten, indem sie die Bewohne? mit ihren Revolvern bedrohen, die Lebensmittel, deren sie bedürfen. Sheriff Nuark ist mit der Vildüng und Bewaffnung einer Mannschaft beschäftigt, welche in Gemeinschaft mit den Mannschaften der Polizeiboote die VerHaftung der Piraten erzwingen soll. Am Äbend desselben Tages, an dem oie Verhaftung des Sylvester Cattnon mißlungen war, wurde vom Ufer aus abermals ein förmliches Pelotonfeuer gegen das Polizeiboot ,rösfnet. Trov der Dunkelheit ruderte der Capitän mit seiner ganzen Mannschaft an's Land und ließ nur die zur Bedienung des Dampfers erforderlichen Leute auf solchem zurück. Üeine Seele war, als die Mannschaft landete, am Ufer zu sehen. Jnöley suchte in das Gebüsch einzudringen, wurde aber ..hier von zahlreichen Schüssen empfangen, ohne das; er einen Schützen gewahr werden konnte. Zur Dunkelheit gejellte siä? dichter Nebel und nur dadurch, daß auf dem Polizeiboote die Damxfeife ununterbrochen erlöste, gelang es der Mannschaft. in ihren Ar?!en den Wzuz nach dem Dampfer xu finden. Die Austernbänke haben zur Zeit ausreichenden Schutz, aber am Lande sieht man ernsten Conflicten zwischen den ÄeHorden und den Räubern cntaegen. Die letzteren sagen, es sei lcdiglich die Scbuld ' der Regierung, die sie dahin gedragt habe, Piraten zu werden; dieselbe habe so lange so gut wie nichts gethan, daS rechtswidrige Ausbeuten der dortigen GeWässer durch Fischer zu unterdrucken, die nichts in solchen zu suchen hatten, daß sie ? . a. ft a rz " . 4 fänden, .cr orratb an ..wild wach senden uern' sei so gering geworden, daß sie auf die kans:lia)cn Auzternbänks angewiesen seien. DaS ble Gewissen. ' ?nde vorigcr 5Loche fuhren vor dem Iit? H-isl" &rtM onn., itpii
che die NJiiit:rr.bä:uc in den dortigen Gewässern auf das Schamloseste plündern. Er hat vier Sehne, wilde und ver;wei-
ier, xcouien jie mzji veryungcrn, oie Mustern nehmen müßten, wo sie dieselben
'cutt mannlicyen UNS WitvUN c- . i'U w c;ajaciia;Ku gu üeneyrncii, , bezahlt, als Klavierspieler für ihre Unschlccöts ror, beide elegant in Haltung . ist noch immer z'.vcif.lhast. Ta.nmbau- tenrcifun auf dcm schwierigen, aber und aickirag. Xix junge Mann schricl j ten haben sich häufig gerade dann :ucht jmmcrbin Zbr.licben Jnsuunicnte. sLkuin das Fremdenbuch: W. S. Hubbell, ! bewährt, wenn sie am a!lcrnothrocnd:g- j sikbändlcr in 'New Z)o?t vtrsirteni. daS besten, und Fraul. A. Hubbell, Boston." j stcn waren. Sie haben die tflußbcttcii Banjo baöc die Guttarrc beinahe schon Bis sind (Äcsch.vis!er, sagte e: eingeengt, das Äöasscr oft auf sehr lan- oüia vcrdränat, und dort werden im
- ... , -r. - nrii.f !f.. rrx. vf!.j. i t r..
bitte qcb:n Sie uns zwei ante Zimmer, die nebeneinander gelegen und durch eine Thüre verbunden sind." Dies geschah. Pünktlich erschienen Bruder und Schwester vam Tiner im Speise'ale. Es war. wie gesagt, ein yavjches 'Paar. Es ist ' Schwester. Da nahm ein alter Tischgast des Hauscs, Herr Dickcrman von der Firma Di: ckerman Plumb ihnen schräg gegenüber Platz. Gedankenlos siel sein Älick auf den Bruder und die Schwester, aber wie gebannt blieb er hasten, kaum Wollte die Suppe a la Jardiniere zum Halse hinunter, dann stand er auf und sagte zu seinem alten Freunde, dem Ho telbesitzer Curtis Judson : Aber, alter Freund, da drinnen sitzen ja der Walter Malley und die Vlanche Douglaß". wDu irrst. Deinem gewohnlichen Plake gegenüber sitzen Herr und Fräulein Huv deU von Bozlon, Bruder und Schwester," Ich habe den Menschen und das Frauenzimmer in New Haven oft genug gesehen, sogar während der Procchveryandlungen, ich kann mich nicht irren". Da kamen auch schon der Bruder und die Schwester aus dem Speisesaale, der erstere bezablte seine Rechnung, und bestellte den Wagen sür den nächsten Zug nach 9!ew Z)ork. Beide waren auch noch von anderen Tischgästen erkannt worden, sie fühlten sich unheimlich, reisten schleu ngst ab, aber der Llachegeist der crmor dcten Jennie Cramer wird ihnen folgen, .vohin sie sich wenden. Neberschwemmungen. - Nicht nur den Menschen bat die Civi lisation wesentlich umgestaltet und ver. bessert, sondern auch viele andere Lebe Wesen und die Natur überhaupt. Aus berben, unscheinbaren Früchte hat sie köstliches Obst, aus unbedeutenden Grä' sern körnerschweres Getreide gemacht. Licle Thiere sind durch sie so veredelt worden, daß man ihre ursprüngliche Ab stammung kaum noch zu erkennen vcrmaz. Seichte Meere und Sümpfe sind trocken gelegt, Wüsten dagegen bewässert and in Garten umgewandelt worden. Für die Verbesserung der Flüsse aber hat die Civilisation gar nichts gethan. Im Vegentheile verschlechtert sich alljährlich fräs Betragen, wenn man so sagen darf. gerade derjenigen Flüsse,dte m den höchst-.-ivilisirten Ländern gelegen sind. Der Xhein in Deutschland, die Donau in Oesterreich und Ungarn, der Po in Italien, die Nhone in Frankreich, der Ohio und Mississippi in den Bcr. Staaten werden augenscheinlich einerseits immer wilder, andererseits immer unbrauchbar rer. Während bestimmter Jahreszeiten sind sie so wasserarm, das; selbst von der bescheidensten Schiffahrt keine Rede sein kann. Tann füllen sie sich plötzlich mit ungeheuren Wassermassen, für welche das Flußbett bald zu eng wird, so daß sie sich rerderbenbringcnd über daö angrenzende and ergießen. Während früher bei der Anlage von Städten und Dorfern auf die )!ähe eines möglichst großen Wasserlaufes immer am meisten gesehen wurde, geschieht jetzt das Gegentheil, well die Flußstädte den bloßen (5isenbahn:Mittclpunkten gegenüber geradezu in Nachtheil gerathen. Die glußschiffahrt bringt ihnen wegen der Unvcrläßlichkeit dcsWasierstandes keinen Gewinn, die Hochfluthen dagegen richten nicht nur großen Schaden an, sondern hemmen auch zeitweise den Verkehr. Erst in neuerer Zeit hat die Wissen, schaft diesem Gegenstande gebührende ölufmcrksamkeit acschenkt und gewissermaßen eine Naturgeschichte der Flusse ZU schassen Versucht. Denn dap hinter der scheinbaren Willkür der Wassergötter thatsächlich eine grofc Scsctzmaöigkeit steckt und dah diese (besetze sich ergrunden lassen, steht fest. Nur ist eS nicht leicht, mit absoluter Sicherheit die Gründe an zugeben, die einestheilS die vollständige ölustrocknung der Ströme, andererseits die Überschwemmungen zur Folge haben. Ziemlich allgemein wird der Satz anerkannt, daß die Ausrottung der Wälder mit beiden Erscheinunzen viel zu thun bat. Zwar vermehren die Forsten den egcnsall an sich nicht, wie man früher glaubte, aber sie halten den Feuchtlg keitsniederschlag mag er nun in da Form von Regen oder Echnee erfolgen, langer zurück und lassen ihn den verscyie denen Wafferläufcn erst allmälich zugehen. Doch dieVcr-.lichtung der Wälder allein erklärt niht alles. ES ist nicht zu übersehen, daß die Civilisation die ganze Erdoberfläche verändert hat. Die UNlahlizen kleinen Teiche und Bäche, in denen sich große Mengen Wassers anzusammeln Pflegten, die vielen Marschen und moosvedcckten Moore, welche ihre Feuchtigkeit erst im heißesten Sommer v.rlieren, verschwinden in jedem ackerbautreibenden 5!ande immer mehr. Und wo fr. h.r festes Praricgras die Näffe lange Zeit zurückhielt, hat jetzt der Pflug den Boden gelockett. Das Wasser bleibt nicht mehr flehen, sondern dringt sofort in den Boden ein, bleibt aber nicht in demselben, sondern durchfeuchtet ihn nur und wird durch Drainimngsrdhren und mittelbar durch Gräben sofort den Flüs sen zugeführt. Desgleichen sorgen alle bedeutenderen Städte dafür, daß durch Schwemmcanäle der Untergrund trocken gehalten und alleS herniederfallende Wasser unverzüglich nach den Flüssen geleitet'wird. FeuchtigkeitSmengen alfr eie früher erst in Tagen oder Wochen allmälich verdunsteten oder in die naturlichcn Canäle hineinsickertcn, werden nun auf einmal künstlich gesammelt, vereinigt und fortgeführt. So großen Nutzen daher auch die Aufforstung .schaffen würde, vollständige Abhrlse wurde sie entschie den nicht bringen. Den durch die Wälder zurückgehaltenen Wassermassen stän den noch immer diejenigen entgegen, die von Aeckern, Wiesen und Städten künstlich und mit größter Schnelligkeit in die Flüsse gelenkt werden. . Ob es möglich ist, den künstlich herbeittKöSNl. HMHen. durö . künstliche.
hccbjt angenehm, mit einer Sibwezter zu tyums, tue gvpter und ;n?ur, teueren r.isen und Bruder und Schwester ließen die überstus,,gen aermas'.en, die nach sich die trefflicben Speisen sifcrnccfeii und der Schneeschmelze des Hochgebirges in vlauderten KarmloS, wie Bruder und die Thaler strömten, theils durch, th.'tlS
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aen Strecken zwischen den Dämmen gesammelt und sind dann plötzlich jusarn mengebiochen, sodaß Städte und Torfer mit einer ivahr.'n Sintsluth uberschüttct und völlig forrgesnvemmt wurden. Die uncivilizirren Helfer des grauen 2IUt sogar auf die Felder, oder in gewaltige el. Was fc;r durch die Ucb.rzchwcmmui'.z.n n icdcrgcleg'.c N .. s h lamm f r (5g?xtcn gethan hat, ist allgemein bekannt. Gkojtf Sirecken in Indien, die jetzt kaum bewohnbar sind, waren vor Jahrtausenden, als die Eana lisation in höchster Blüthe stand, ungemcin fruchtbar und dicht bevölkert. Dasselbe System ist in Ehina, in Mezico und Süd-Amerika mit großem Erfolge angewendet worden. Seiner Einführung in den civilisirten Ländern der Jetztzeit stellt sich aber das große Hinderniß entgegen, daß der Staat nicht mehr den Boden für das Volk ver waltet. Die einzelnen Landbesitzer konnen nichts unternehmen, da sie jedoch den größten unmittelbaren Vortheil auZ der Eanallsation ziehen würden, so kann die ökegierung nicht gut sämmtliche Bürger besteucrn, in da an0 dieser GinjeiVa zu verbessern. ttmWeze zu geben. liegt be! den beutigen crthrserleichternllgen keine Nothwendigkeit mehr vor, Waarenhäuser oder gar Wohnunzen in der un:nit:elbaren Nahe der ' soone ;u errichten. Naterirdischs Drahtlcrtunzen. In Montreal, Ean., werden bercüZ seit November ror. I. praktische-Versuche mit einem neuen Systeme gemacht, die Leitungen tur die Zwecke des Telegraghen, Telephons und der elektrischen Ve leuchtung unterirdisch zu legen, und die selben haben zu so glänzenden Resultaten geführt, daü sich Ende voriger Woche eine ActiengescUschast zur Einführung der neuen Leitungen inr Großen gebildet und um Gllhcilung der erforderlichen Concession nachgesucht hat. Der Ersinder, Herr A. T. Wocdward von New Zcrk, erhielt im November von dem Stadtrathe in Montreal die Erlaubniß, zwischen der Stadthalle und dem Hauptquartier der Feuerwehr, zehn Trahtleitungcn unter irdisch zu legen. Die Entfernung be trägt Z Meilen. Zwei dieser Drähte sind seit jener Zeit ununterbrochen im Gebrauche, und zwar dienen dieselben
Der vielleicht wohlfeilste, aber auch sicherste Vorschlag ist jedenfalls der, den ungemütbtichen Flüssen möglichst aus
zur Beförderung von Meldungen über ! auswärtige Briefmarken ersuchen ? Mein ausgcbrochcne zcuer und setzen die herziger Willie hat eine Sammlung von Gloclenapparate in Bewegung, welche hostalstamps." Bedauere.fur den Audle Alarmsignale geben; mit den übr: ! genblick nicht dienen zu können, weide gen 3 Drähten ist die ganze Zeit her um ; ber meine Korrespondenz durä'sehen und unterbrochen erpcrlmentirt worden. Tcn ; stehe eventuell mit Berqnügen 'zu Dien betreffenden (Elektrikern und Technikern sten." Sie sind wirklich sehr liebenö wurden zu diesem Behufe geräumige würdig. Sie baben da eine Collectiv Zimmer ln jedem der städtljchcn Gebäude ron svancvartikcln, die mug ich nächst
eingeräumt. Hier werden die Drähte für telegraphische, telephonische und Beleuchtungszwccke gebraucht. Sämmtliche Drähte haben sich bisher vollkommen be währt, und die Versuche werden bis zum Frühjahre nur noch aus dem Grunde im Entferntesten becinflutt oder schädtat. Die Legung der Drähte ist, nebenbei be merkt, unter den denkbar ungünstigsten Wittcrungsvcrhältnisscn erfolgt und cntspricht troydcm allen Ansorderungen voll kommen. Tie Trabte unterscheiden sich nicht von den üblichen und werden mit Zwirn übersponnen, der in Wachs a'edrängt ist. Zu ihrer Aufnahme dient eine ganz ge wohnliche hol'erne Leitung, geivmerma ßen ein überdecktes Fluthbett in Kleinen, deren örcßc sich nach der Anzahl der aufzunehmenden Drahte richtet. Insoweit ist an dem ganzen Verfahren NlchtS NeueS. Die auvtsache besteht in der durch Patent geschützten Äl'asje oder Komposition, in welche die Drähte eingebettet werden. Kieselerde, Harz, Leinöl und Paraftn werden geschmolzen und in einem Wer hältnife mit einander gem'scht, welches das Geheimniß des Erfinders ist. Im erhitzten Zustande ist die Mischung dickflüssig und wird zunächst auf den Boden der hölzernen Leitung aussegossen: dann werden die nothdürstig isollrten Drähte hineingelegt und mit Holt zugeschlagen, woraus dann die Erde wieder aufgcschuttet wird. Die Mischung verhärtet im Erkalten ZU einer glasähnlichen, steinhartcnMasse, umglebt einerseits die Drähte als eine dieselben vollkommen isrlirende Schicht und ist außerdem so dauerhaft, als man überhaupt von einem Kunstproducte ver langen tann. Die hölzerne Umgebung derselben wird im Laufe der Jahre vermodern, 'verrotten, verfaulen, aber sie mag völlig verschwinden, die Masie, wel che die Drähte umgiebt, wird selbst be deutenden Einwirkungen von außen z B. bei dem etwaigen Aufreißen der Straßen, und dem langsam. aber sicher nagenden Zahne der Zeit durch Genera tionen hindurch trotzen. Nach den Erfahrungen, welche der Stadtrath von Montreal bisher mit der Leitung gemacht hat, ist an der Erthei lung der von der Compagnie nachgesuch ten Eonccsiion nicht zu zweifeln und die Gesellschaft wird, sobald der Frost aus der Erde ist, daran gehen, alle Draht' leitungen in der Stadt nach ihrem Syste me unterirdisch zu legen. Damit wäre jede? Einwand beseitigt, den unser Telegraphenmonopol gegen die Ausführbar keit untcrirdi.cher Leitungen vorbringen kann. . , Da Banjo. DaS VanZo, jenes bekannte Musikin. strument, .das man nicht geradezu unmusikalisch nennen kann, das aber ungefähr denselben Nang einnimmt, wie der Du delsack, der die Sckotten beacii'teit. oder daö Gong, jenes beckenfönniae. metallene Tonwcrk;eua. WelcbcS die (5binesen. in Ekstase versevt. beginnt in unseren großen Städten sashionabel zu werden. In Jorr werden zur Zeit einzelne
Banjospieler für ihren Unterricht besser
dcrarüge Instrumente angefertigt, die S10 bl5 50 kosten. DaZ Banjo war in seiner rohen Beschränktheit vollkommen geeignet, den Lerden und Freuden der halbverthierten Negersklavcn Ausdruck zu verleihen, das Banjo in der Hand gebildeter Damen ist eine Geschmacklosigkeit, die an dem musikalischen Verständnis dieser Damen zweifeln laßt. Es giebt hierzulande eute, die wunderschon pfeifen, es giebt Leute, die Seiccnpapier um einen ?amm wickeln und auf diesem Jnstrumente ein ganzcsrchcster nachahmen, eö g'ebt Leute, die mit einem so kräftigen Zungenschläge begabt sind, daß sie an drsTreschen auf einem deutschenBauemHofe erinnern, das sind musikalische Leistungen, die als Ausnahmezustand und Scherz ihre Verhtigung haben, genau so wie das Banjo und die Maultrommel. Wenn aber das erstere wirklich den Versuch macht, sich dauernd in gebildeten Kreisen einzudrängen und die Äuitarre oder die Zither, oder gar daö Klavier zu verdrängen, so müssen solche Kreise sich schämen und es bleibt ihnen nur übrig, vcm Guten zum Schlechten hmabstelgend demnächst den Leierkatten $u cultivircn. In der Tlvothcke. Würden Sie mir fir einen Augen blick Ihr Adnßbuch gestatten?" so sagte eine blühend entwickelte Dame, als jie die elega.tt Heilmittelversertigungsanstalt in einem vornehmen Stadttheile be trat. Mit unaussprechlichem Vergnügen" sagte der langbeinige Pillendreher, ein Adonis in seinem Fache, und schlug das Directory vor der Schönen auf. Haben Sie vielleicht einige der medicinischen Kalender für 1884 vorrä, thig." So viele Sie befehlen, hier und hier und hier.bitte bedienen Sie sich". Die sind sehr hübsch, haben Sie Vielleicht auch von den neuesten Oeldruckbildern V In beliebiger Auswahl, hier bitte, helfen Sie sich selbst". -Ganz reizende Sachen, dürfte ich Sie vielleicht um einige Gefchäslskarten bitten ? meine süße Daisy legt sich eine Sammlung solcher Karten an." Hier sind'Kartcn von diesem, und hier noch einige vom vorigen Jahre." Höchst instructio, man erkennt die Fortschritte der Pharmacie. Aber Sie beziehen gewiß einen Theil Ihrer Drogucn von auswärts, Moschus aus Tibet, Nhabarber vom Himalaya, Vanille aus Ost- oder Westindien, Chinarinde aus udamcrila, durste lcy tc um einige .age naycr in Eugens cyein ncymen. ; Durste ich um ein Glas Wasser bitten?" ' Hier, meine Gnädige." Aber ' ich halte Sie wirklich zu lange auf. ! Und, wle tch sehe, da hat slch an Kalen dern. ChromosG.-schastskarl:n ein gan. ich das besorge." 0, wie habsch, man Wird doch nirgends so elegant behandelt, als in einem Drugstore erster Claffe. Ihr Geschäft geht jedenfalls vortrefflich, wie cs bei einem so liebenswürdigen Ge schästsmanne nicht anders möglich ist V" DaS Geschäft geht ganz leidlich." Das freut mich in der That von Her: ,en, aber da sehe ich., mein reizendes Päckchen gebt an einer Ecke auf, hätten t vielleicht etwa Schnur zur and Das will ich gleich siren." Besten Tan!, av'teu." beehren Sie mich bald wieder. Himmetoonncrwettcr, wenn die doch bliebe, wo der Pfesser wächst. 2ln der habe ich keine 9(J Proeent verdienr. aber warte, der nächste Costu:ner soll'S büsen. Sängerkrieg.. Oi'.tXm C!uu ....V Otm r,tvt cn .iyi u. s .'cu'jij u schwebt der finstern Machte Hand. Nicht nur dem durstigen Zecher, der einen guten Drunk zu thun gedenkt, verbiete! em unerwartet plötzlich dräuendes Swick sal. die ersehnte Labung zu schlürfen, in jeder Stellung, in jedem Berufe dränal sich gar ost ein nie geahntes Hinderniß zwischen unser Streben und Ringen und den erbofften Erfolg. Keine Laufbahn aber ist an derartigen Erfahrungen so reich, als diejenige eines musikalischen oder richtiger Miisikdiriaenten, möae er Über Weltliche oder über Kirchenchore den Jaktirstock schwingen. Am voriaen Sonntage sollte im Tabernakel der Bap listen in Brooklyn, vl. v)., eine musikali sche Aufführung stattfinden, auf deren Elnstudlrung ungewöhnlicher Flern tcr tens des KirchenchorcS und seines Dlri genten verwendet worden war. Dci letztere war mit Leib und Seele bei der Sache und rechnete auf einen Erfolg, der zuversichtlich zu setner definitiven Anstcl lung fuhren mußte. Herr Gethin ist nämlich ein sehr tüchtiger Musiker, wird aber zur Zeit immer nur von Monat zu Monat engagirt. Der Ehor klaprte wunderbar und im Soloauartett rankten sich Sopran und Alt, vom Denor stilvoll umflattert, an des Basses Grundacwalt m die Hohe, ohne daß die Kopfstimme des Tenoristen oder der konsequente Stock schnupfen der Altistin die volle Wirkung der Harmonie allzusehr beeinträchtigten. Pünktlich trafen Chor und Soloquartett ein, und Prof. Gethin begrüßte jedes einzelne Mitglied mit seinem verbindlich-st.-n Lächeln. Also meine Damen und yerren, bitte schon, Ausstellung nehmen, so, jetzt, wcnn's gefällig ist. genau so. wie gestern in der Probe. Ei. ei, sind die Herrschaften so vergeßlich ? Wir wollten sa die Halbmond: oder Hufetsenstellung nehmen, Sopran und Alt vorn, Tenor und Baß dahinter. Genau : wie neuern in der Probe. Jetzt also, ' bitte schön. Be: der Aufstellung, die . Lie einzunehmen beliebten, die Damen ' in der.Witte, die Qerren an iden Sei-
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tcn. stehen die letzteren :u wr.i von mw ' strafe verböte .? war, beseitigen und daentfernt Also, wenn ich bitten darf, gegen Anschl ige anbringen, welche besaggenau so wie gestern in der Proe." ten, das Bettcl n sei bei einer Geldstrafe Wir haö.n aber früher imm'r so von 1 Gnlden 45 Kreuzern verboten, sangen, wie wir je:'t stehen, ua :s Diese humane Verfügung hat genauso singt sich a-ach vi.l besser so." Ich viel gefruchtet, wie das Vorgehen der habe Ihnen doch meine Grande auZ- j Eommissare gegen die Ziegen, einanderg setzt, indeß, wie Sie wol- Im Senate von Massacbulen. D?-ö uart: vor, bitte. fctt3 ist das Gesetz wegen zwcijahrlick er so. das m recht. Aber Jranl. Jlect cai?lakaiperivden angenommen. In
wo yaren tu denn ,dre 'o:en r und iSiau mvzimi. tu raen auz :iici:n ? i " r 4 t , die Sopranpartie ergriffen " Ich finge dle Auparue nicht."i; . i iT battcn cs aber doch in der gestrigen Probe so bestimmt " Ist mir ganz einerlei ; seit 0 Jahren bin idi iraensängerin, t'.n) zwar bc;chl:e Kirchcnsängeri.l, und ii hab; nie ct:'oaö cadereö gefangen, alö Sopran." Sie haben einen so wnnW. : A. : Off. Hl - f 1 TT , i "7 wnj. Z " ÄTfl k.'lncn . k- ri 7" 'f?raaI- öIe:'Jabctn dte Gute, dw Altpatt zu übernehmen." . -Ste wollen Wohl auch aus mich eme f?JTUt 'v."?"-,wik,ich bab? a kshrend der uung die Orgel eeiMtAlf 44 . -? nUtyr ? lf 3 vXI spielt." Ja ja, eben das ist es, und da haben lu letzte 3'cse" gespielt. o, ich werde noch let'.t gan, wüthend. wenn ich daran denke." Nltt hochverehrtes svräulcln, daS t a die iiicb l.ngs nel.d'.eJrer je.)'g nrauEousine." Daraus kommt cs aar nicht an, aber. weil meine Cousine schon ein weniz alt und unter ihren Freunomnen m lehte war, die geheirathet hat, haben Sie geplelt: letzte Noze, wie mazzt du soem am noch blüh n V Das war abscheuich, und, nun soll ich Alt sinaen, das ist auch abscheullch." Sie wollen also die Altpartie nicht übernehmen i viein. Und Sie, Frau Noslinz. auch nicht ?" Nicht für eine Million !" Da muß ich dem Kirchenvorstande..Mittheiung mamen, warum auZ der beutizen Aufführung nichts werden kann." Prof. Gcthln schritt die Treppe zum 5hore hinab, die Damen ' uid Herren stickten ihm bestürzt, beschämt und bekauernd nach, aber Fraul. Flcct flüsterte !riumphircnd : Dem habe ich cs aber zefagt !" und rau Noöllng bemerkte it Würde: Der Professor ist ein sehr nichtiger Munker, aber der junge Mensch - " X. L . t i 4.1 " I . ' f ' reiß nic?r, njcicge nucriicyrcn er einer Dame schuldig ist, die seit 20 Jahren als xzahltes Mltgllcd im Ktrchenchore mit lvlrtt. Ich jmge nicht f V. Oom Inland e. DaS Städtchen Little-Aal. lev, EatarauguS Eounty, 5c.-J., ist mit Recht stolz auf einen edlen Jüngling, der dort im Jahre 18ü(3 geboren wurde, jetzt sechs FuV hoch tst und 144 ?psund wiegt. Run ist alleS Dieses zwar an sich gerade nichts Außergewöhnliches, aber die Thatsache, da;j dieser Jünglmg schon feit fttnem neunten Jahre der Ehampion-High-Kicker" in den Ver. Staaten ist und auf der am letzten 31. October abgehal tenen National Ausstellung zu Boston den ersten Preis davontrug, umcicbt ihn und durch seine Person den ganzen Ort mit einem Glorienschein, den auch die gebässigsten Anfeindungen nicht verdunkeln können. Er hat bis jetzt 1. Zoll hoher gekickt", wie irgend Jemand sonst. August Leo nhardt auöSchöningen, Herzogrhum Braunschweiz, sucht in einem Briefe an das New Sorker Polizei-Hauptquartier um Auskunft über den Aufenthaltsolt seiner Eltern nach, die im Jahre 1848, als sie noch nicht verheirathet waren, kurz nach seiner Ge. burr nach Amerika auswanderten. Man glaubte zuerst, sie hatten Schissbruch gelitten, aber ein aus 3to Fort kommender Landsmann habe ihm späte? nzitge-' theilt, daß seine öltern dort ein Hotel betrieben und in behäbigen Verhältnissen lebten. Sein Bater yieß Schäcker, seine Äiuttcr m eine geborene Leonb.arbr. James McDade von Alband, A. I.. kehrte dieser Tag: nach fünfjähriger Abwesenheit in seine Heimath zurück. Er fand seine Frau, von d er angenommen hatte, dieselbe habe sich längst anderweit verheirathet, noch seiner wartend vor. Dieselbe hat aber nicht in freundlicher Absicht auf den Durchbrenner gewartet, denn am Tage nach seiner Ankunft ließ sie ihn unter der Anklage verhaften, vor 5 Jahren ihr gehörige 16 mit sich genommen zu haben. Ein' junger reicher Amerikancr hat sich mit der GeneralfeldmarschallinVootb, einer Führerin der verrückten Heilsarmee, in Paris verlobt. In vielen Beziehungen allen Respect vor den Jankees, aber cs giebt doch furchtbar viel verrückte Kerle unter denselben. Jetzt soll der Eapitolberg in Washington tunnellut werden, um der Baltimore & Ohio-Bahn Gelegenheit zu geben, eine bessere Bcrbindung mit dem Süden herzustellen. Der Ingenieur jener Bahn meint, man könne auf der Delaware Avenue in die Stadt cinfahren und dann durch einen Tunnel unter dem Eapitol entweder westlich oder ostlich von dem Gebäude bis an die langeBrücke gelangen. Der American Scientific" berichtet von zwei Leuten, die betrunken in's Wasser gefallen und ertrunken sind, daß man in ihrem Gehirn Alcohol habe nachweisen können. Man soll daher, wenn man ja einmal, was indessen cigentlich gar nicht vorkommt, aber wenn man trotzdem einmal ;u viel getrunken haben sollte, nicht in's Wasser fallen. Slch zu betrinkcn, ist ein Laster, wenn cs zur Gewohnheit wird, aber ertrinken, ist auch, wenn csnicht zur Gewohnheit wird, niemals zu rechtfertigen. Die Eommissäre des ProspcctParkcS in Vrooklyn haben in letzterem Warnungstafeln anbringen lassen, auf welchen zu lesen ist: Alle Ziegen, welche weidend . im Parke angetroyen werden, werden erschossen." Die Ziegen starren die Tafeln an und weiden ruhig weiter. Der Erlaß der Commissäre erinnert an denjenigen eines frcisinnigen Bürgermeisters in Hirschberg im Voigtlande.' Dieses Stadtobcrhaupt war ein principieller Feind jeder Bcschränlang der persönlichen Freiheit, ließ daher die. Schilder an .fort Thoren derSta
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auf denen das Vetteln bei Gefängnis-
der Rhode Island-Leglelatur ist ein sol. ches beantragt worden. In Connecticut wird es lahrschetnlich angenommen werden. E n d e vor. Woche ging die farbige Franccs Sills, W,rthschafterin ln Diensten des Rufers Shay in Wtl'iamsburz, N. ).. Abends mit ihr;' Tochter, der I7jäyrigen Mulattin Dclia, über die trahe, als plötzlich zwcl vermummte Männer aus die Frauenzimmer ftü bic Mutter u den schlugen, die Tochter aber ergrissen und in eine Uut Rutsche schleppten. Die yUtt rde in ein Haus getragen und dem Schlage, den ge des Schrecke einer halber man noch keine 'tf'ifinmn fcrrnat j, fc 'umstände m Berbindunz, daß bereits am 7. ds. Stti. ein Fbt " . . . aer, der sich für einen Geistlichen aus3!cw Jork ausgab, in der Sbay'schen Wohnung vöTsprach und von der allen Wirthschafterin verlangte, sie solle ihre Tochter nach New Z)ork zurückschicken. Ueberall klagen die Handler mit den bunten, reizenden, eigentlich nur in gebundener Sprache redenden Balentinögabcn, daß ihres Geschäftes schönster Theil in verfall gerathen und daß nur noch die wohlfeile Karrikatur lebhaften Absatz sinde. !)!icht mehralentin, der Galante, nur Valentin, der Grobian, sei populär. Ein Beleg hier'sür wird nachträglich aus New Z)ork gemeldet, ism paar semgevildete Magdelein aus dem kreise der uppsr t-ns übersandten ihrer Freundin, zierlich in ein elegantes Kästchen verpackt, eine crepirte Ratte. Dem Uebcrbringer wurde das Paquet entrissen, der Mifiethäte? wurde verhaftet, das Paquet vor dem 'olizcirichter- eröffnet und der Bote des sinnigen Geschenkes nannte die Namen der Absendern und ihrer Freundin, beide werden aber von den rücksichtsvollen Zeitungcn verschwiegen. Unter ?07 Einwanderer n, die Ende vor. Woche in Eastle Garden landeten, befand sich auch der 53 Jahre alte Jacob Stocker us-Algcrühausen ir Baiern mit seiner Frau und drei kleine Kindern. Derselbe ersuchte den Hilfs superintendcntcn Heinzmann, den Burgcrmeistcr .'avcr Lechner von Algcrshausen telegraphisch aufzufordern, ihm (Stocker) Geld zu schicken. Eapt. Heinzmann, dem dieses Ansinnen etwas son derbar erschien, stellte dem Manne mchrere Fragen und erfuhr, daß die Familie sich etwa !) Mo:iate lang im Armenhanse zu Algcröhausen befunden hatte, da Stocker keine Arbeit sindcn ' konnte. Schließlich machte ihm der Bürgermeister den Borfchlag. nach Amerika auszuwandern, und versprach, die ökeisekostcn zu bezahlen und ihm, wenn er in New Jork keine Beschäftigung finden kannte, Geld zur Weiterreise nach dem Werten zu schicken. Stocker ging hierauf ein, und der Bürgermeister bezahlte 450 Mark für die Ucberfahrt der Familie von Hamburg nach NewIork und behandigte ihm Gelo für die Eijenbahnfahrk von Älgershauen nach Hamburg. Stocker hatte noch t3 im Besitz. Er erklärte, er wolle gern arbeiten, wenn ihm eine Stelle verschafft würde. Tie Familie wird nach ihrr eiinath zuruUgcsandt werden. Qom Auslande. Ai s Bayern wird berich tet: In '.linberg wurde der AordcrZkcit: ner bingcrichtct. Viach (hristuSgrun bei Hbf ist eine int Scpttrnlw 1Ö3J nach Brasilien ausgewanderte Familie widcr heimgekehrt, nachdem sie anstatt deS gehossten Glücks nur Jammer und Elend vorgefunden. Hungerte von Landslcuten sollen nach den Angaben dcr Zurückge. kehrten mit Schmerzen der Gelegenheit harren, die auch ste wieder in die alt Heimath bringt. Da.5 Hotel Prcußi ich': Hof"in lUmfirr im 75,000 M vom ölestaurateur Jllaucr in Frankfurt a. M. gekauft worden. Tie Tirol i mühle bei Manchen ist abgebrannt. Tie Entstehungöursache war eine Mehlstaub Erplosion im ?!agazinraum dicht unterm Dache, woselbst die Putzmühle stand, an der sudlichen Seite des Gebäudes. Der Brand zäylt zu den größten, welche in München innerhalb der letzten zehn Jahre zu verzeichnen sind ; er übertraf fast die Brände beim Leistbräu und im Pschorrkeller. Der N!uhlbursche Falk aus Strmphcnburg, Bater von 5 Bindern, befand sich beim Ausbruche deS BrandcS im Tachraume und mußte durch die Flsmmcn springen. Er soll den hierbei er littenen Brandwunden bereits im Krankcnhause zu Schwabing erlegen sein. Schwer verletzt wurde d?r Arbeiter Glayl, am Bogenhauser Fußwege wohnhaft, Zatcr von 'A Kindern. Außerdem sollen noch zwei Muhlburschcn beschädigt werden jem. zv i c ?s ranz, n o r r." schreibt : Die Fremdenhetze nimmt in Frankreich ibren Fortgang. So haben z. B. die Gemeinderäthe von Elichy-la-Garonne u..d Lcvallois Perret den Unternehmern der durch die Gemeinde vergebenen Arbeiten auferlegt, alle fremden Arbeiter unverzüglich fortzujagen. Die Pariser Hetzblätter spenden den Gemeinderäthen dasur den lebbaftenen Beifall. Das große Geschäftshaus Biloret und Mora laßt in den Zeitungen bekannt machen, daß es keine Teutschen mehr beschäftigt. In Saint - Ehamond ist ein deutscher Zahnarzt, Namens Placht, der sich dort niedergelassen und verheirathet bat, Gegenstand aller möglichen Verfolgungen und Unbill, und hiesige Hetzblätter for dern die Patrioten von Saint Ehamond" offen auf, diesem teutonischen Spion den Weg nach dem Rhein hin zu weisen. Selbst Oesterreichs?, Schweizer .. v . r . . fi f.: !i unv yiflitcncr weroen vir genug yicr nicyr viel besier, wie die Deutschen, behandelt. Die deutschen Touristen und Vergnü gungsrcisenden kommen von selbst immer seltener nach Lranlreich.
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MTw ikMZ-.ws? i. MMNÄW z k-;-- w iy-& 'äSW k e -4r. der große Schmerzcnstillcr heilt Rheumatismus, Rückenschmerzen, Berrenknugen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Gliederreißen. Nenralgia, lsrostbenien, iKrüllnngen, Gcfciuvufft, Kexenlrünl!, Brandwunde, Schnittlvnnden, Verstanchnngen, Quetfchuttgcn, Hüftenleiden, Gelenkschmerzen. K Jakobs Oel teilt alle Z&mttrn, icili ein tufecrll a':itttl ttnjtijcn. Farmer und Viehzüchter in ren Tt. Jakob 5 2! in unudkrtrefflicht HrUmttttl grzk.i die Lcdrcchcn itl Liestarei. kier ZU Jakobs Cd ist v.r.t gmauk ranct'Stcct!'u. in teuttr, t?lt.ter, frarnöfi j'.tcr. fpanifl'tr. fiiPtMfJbcr, ljeUÄnt:d-er, dänisch-, cöimifier, ycttujtcfifcr und ittcn'.schr Sprachy 'tVMStütn. Cine life ?t. nfoH Cel kostet SO Gadl fiüny F!asckki, für H.) i;t in jttcr pochele g (tcn cer wird tei Bcnelltmzcn von r.litt weniger a! fcr.oo frei nach llen 2 heilen der L reinigt Stüöte versak'dt. Man arrrssire : TUc Churles A. Yogelcr Co., (Nösilgk? tcn A. Ccatltr 1 C.) Baltimore, Md. Dr. n. S.Cu unin xuun (64 wird Tevt'H srlprochen.) vb , mü 051 oönnefl : JLU 0i-i ub Meridian Straße. Jiiiitianiftl !, Xi1. D'fic .eiu-ren : . , Uhr vlji.. tt Zz2m 7-Sl!)rLten'.'Z. kelerdsnire nab -ora ä orfl' UtOtöffr. Dr. C. 0. Evorls, DeutschcrJalinarzt, (Nöch'l.:g,k rn Sse. I, r,loki.) N.-W.-Gcke Wasbiugtou u. cunsylvania 2tr. Jdianvlii. Bon Brrincil nach Nlw 9)oik ödrr Baltimore, S20.00. Bon Brrmcn iiori) Indianapolis, via Ncw Iorl W via Valtimorc 880.50. Gebrüder Frenzel, S. W. Qdt Wi!dington u, Mkkidian r. Dr. Hugo ). Pantzcr Arzt. Wundarzt u. Qebuvtt' belser, Osftce : ttX . Dttvr e. S ktftunde: 1 1 1 Nit vorm; ZLdrch. Wohnung: MiuIInou j ve Dr. va ScheLer' früher CfiU. Exrechkunde: -Ubr Ccrct.: 1 j ntn arn: 78 llbr dnd 1Irbor.-Tbinfcn. Hemh Spiclhoff Zimmermann und - Baume'strr. . Alle Austköge tveidkk prompt und zusneten' stellend outesührt. Job Älbtitcn eine Cpkzic,ltöt. Werkstätte und Wohnung: No. 101 Coburu Strayo
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