Indiana Tribüne, Volume 7, Number 153, Indianapolis, Marion County, 21 February 1884 — Page 1
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I Jahrgang 7. Office : No. 120 Ost MarlMnd Straße. Nummer 153. Indianapolis, Jndiana, Donnerstag, den 21. Februar 188.
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Anzeigett u titht ZtzlUunUxlta Tütl .Verlernt", .Sesacht, .Wtfnnltn, 0SttUxtn't soweit dttseldca nicht $cföftl zeigest find 2d deu flaan; dos drei Zeile nicht üdersiei i, werde na ent zeltlich sufze. Lzzeiz, ke!e MI IBlttfial l Uhr kögkgtöen d.'kdeu, fiude noch m fettigen lllze EafaaSae.
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Neues per Telegraph. Wetteraussichten. -W a s h i n g t o n, 21. Febr. SchSneS Wetter, höbere Temperatur. Einsturz einer Brücke. L e echb ur g, Pz. 21. Febr. ' Eine Brücke über den KiZkaminetaS FluK bei Appolo stürzte gestern ein. Wm. Hen dttson und Harry Jkr.lms, velche mit einer Ladung Eisen dztüber fuhren, stürzten mit hinab. J:.l!inZ und d:e beiden Pferde ertranken. Der Qhio. EvanS v ille. 21.Feb?. Der Fliife begann heute zu fallen. Das Wetter ist klar. Louisville, 21. Febr. Der Jlu fiel 1-1 Zoll letzte Nacht und fällt 1 Zoll per Stunde. Ueberschwemmuttg in Cali f 0 t n i c n. SanF?ancisko.21. Februar. Bon Los ÄngeloZ roerden schQere Regen' güsse und verheerende Uebeschwemtnun gen der Flüsse Santa A?:na und San Gabriel gemeldet. Allerlei.
Der Schulralh sollte die sonderbare Einbildung, als sei er über alle Vorwürfe erhabkn, fallen lassen und eine Untersuchung anordnen. Die Polizkicommi'säre haben be züzlich des Gesuches des StadtrathrZ das tlrs esoapo Gesetz durchzuführen, noch 7!lchts voll fib Kören lassen. Da wir unsere Ansichten in der Tariffrage noch nicht vollständig mitge theilt haben, so werden wir noch einige roeitere Artikel darüber von morgen an. bringen. Man merkt Absicht und wird ver. stimmt. Herr Spabr glaubt seine einzige Mission im Stadtrathe bestehe da rin, dem Myor stetZ Opposition zu machen, weil ihn derselbe bei Ausstellung der Comites nicht zu Rathe zog. Eine Depesche meldet, dah B'.Zmarck in Abrede stelle, die Lasker.Resolutiv' nen zurückgeschickt zu daden. Zu gleicher Zeit theilt aber das Kabel die osfizielle Elkiärung Vlsmarck's über die Gründe mit. welche ihn veranlagten, die Be schlösse zurückzuschicken. Also wird er sie wohl doch zurückaeschZckt haben. Die Schande fällt leiöer auf da? . deutsche Volk zurück. daS einem Minister die An raaßung gestattet, zu sagen, was sich zur Vorlage für die Volksvertretung eignet der nicht. Wenn die Deutschen e3 ertragen können, wir können'S sicher. Hier zeigt sich eben aus'S Neue, daö das deut sche Parlament blos ein Scheinparla ment ist. das dem Fürsten BiSmarck Frohndienste leistet. DaZ ist übrigens die NeuusiS in der Geschichte. Denn zu dieser traurigen Stellung d:3 Reichstage? haben eben Wenige mehr beigetragen als LaSker. Drahtnachrichten. Die demokratische National convention. W a s h i n g t o n. 20. Februar. DaZ demokratische National Ex kutiv'Comite tritt nächsten Freitag zusammen. Die Nationalconvention wird wahrscheinlich entweder nach St. LouiZ oder nach Bal tkmore verlegt werden. D e r O h i o. . C i n c i n n a t i. 20. Febr. Der Jlu fällt VA Zoll per Stunde. Heute Nacht ist der Wasserstand 57 Fuk 8 Zoll. Die Eisenbahnverbindung wird heute Nacht wieder hergestellt sein, ebenso die GaSbe leuchtung. Newport, Ky. und Pomeroy, O. melden, daß sie keine Hilfe von au wZrtS mehr brauchen. EvanSville. 20. Febr. In Fair play wurden etwa 50 Häuser wegge schwemmt. Die Kälte und der Wind verursachten große Noth. Zwischen Olvm's Bar und North Vernon blieb kaum ein HauS sieben. Wiedergefangen. N e w Y o r k. 20. Febr. Der Mörder Rugg. welcher aus dem Gefängnisse ent sprang, W wieder angefangen worden. Er hatte sich im Walde versteckt. D e r S t u r m. Wilmington, N. C., 20. F.br. In Rockingham zerstörte der Sturm 15 Häuser und tötete 23 Menschen. Viele wurden verletzt. In der Nabe von Bil lington gingen 6 Menschenleben zu Grunde. In Birmingham. Ala, wur den Viele verletzt, in Leed?, Ala. drei Neger gelödtet. A u m u sl o, Ga., 20. Febr. In Han cock County richtete der Sturm furchtbare Verwüstung an, in Harlrm fand ein Ne ger feinen Tod. DaS Städchen Millen
wurde fast gänzlich zerstört. In Clarksville, enn.. stürzten zwei Kochen ein und die Thürme dcs Courthauscs wurden umgeweht. Schreckliche Explosion. C o n n e l s v i l l e, Pa. 20. Februar. Um 6 Uhr heute Morgen fand in dem West Leisenring Schacht eine furchtbare Explosion schlagender Wetter statt, wcl' cher etwa zwanzig Bergleute zum Opsei sielen. Blüb Einer NamenZ Baöl,y der im Schachte B findlichcn entkam, um das fürchterliche Ereignis mitzutheilen. Durch die Explosion wurden alle Lichter auSge löscht und mit Mühe gelang es ihm sei nen Weg zum Eingange zu finden. Er stolperte dabei übe: Sterbende und Lei' chen. Die bei einer solchen Explosion zu rLSdlcibendkLusl enhält kcinenTauerstoff, und roer nicht bald seinen AuSmeg findet. ist unrettbar verloren. Er erzählte, daß mehrere der Unglücklichen von Zeit zu Zeit den Kopf ins Wasser steckten, und ihn da behielten, so lange sie konnten, bis sie den Kampf aufgaben, und sich zum Sterben niederlegten. Jimmttnde Wittwen und Waisen m geben die Trauerstatte. (5 o n a r e si. W a s h i n g t o n, 20 Februar. Senat. Die Bill zur Anfrechterhaltung der Nationalbanknoten Eirkalation wurde diskutirt. Plumb'Z Amcndement zur Ausgabe von SchatzamtSnotcn wurde verworfen. Der Senat ging darauf in Executiv sid'ung übcr. H a u S. DaS Comite für öffentliche Ländereien empfahl die Landscherkung der Oregcn Crntral EisenbahN'Compagnie sucvcr fallen zu erklären. DaS Comite für auswärtige Angele genheiten empfahl die Annahme einer
Rksolution, daö der Präsident ersucht werde, die Auslieferung von Carlos Aguuo an die spanische Regierung so lange zu verhindern, biZ er sich v:rge wissert habe, das die Anklagen gegen ihn wahr feien und das die Auslieferung nicht au? politischen Gründen verlangt werde, ferner, das; der Generalanwalt beauftragt werde, dcn Fall zu unter suchen. Eine Resolution 150.000 zu bewilli gen, welche für Schulen unter den Jndia nern au?gegeben werden sollen, wurde passirt. iyer Kabel. Vom Schlag' gerührt. Berlin. 20. Febr. Dr. Wilhelm Lölve. Führer der Fortschrittspartei im ReichtSiage, wurde vom Schlage ge rührt. Die Läsker Resolutionen. B e r l i n. 20. Febr. Folgendes ist der Text der osjijiellen Erklärung Bismarck'ö über die Rücksendung der Latzker.Resolutionen : Irgend eine Anerkennung der persön lichen Eigenschaften Deutscher, besondtts wenn sie von einer so bedeutendenKörper schaft, wie daS amerikanische R.präsen tantenhaus ausgebt schmeichelt unserm nationalen Bewußtsein. Ich würde die Mittheilung deS Gesandten Sargent dankbar angenommen haben und hätte den Kaiser um die Ermächti gung ersucht, sie dem Reichstage vorzulegen, wenn die Resol,:tionen nicht einen MeinungSausdruck über die politische Thätigkeit LaSker's enthielten. welche meiner Ueberzeugung entgegenge setzt war. Nach meiner Erfahrung in der politischen und ökonomischen Entwicklung Deutschlands kann ich nur eine Ansicht anerkennen,welche durch dieBegebenheiten gerechtfertigt ist. Ich würde eS nicht vagen, mein Urtheil dem einer so er leuchteten Körperschaft, wie daS Reprä sentantenhauS entgegenzusetzen, wenn ich nicht durch mehr alS dreißigjährige Be theiligung an der inneren Politik Deutschlands eine Erfahrung gewonnen hätte, welche mich berechtigt, meinem Urlheil einen gesisien Werth beizulegen. Ich kann mich nicht entschließen, den Kaisee um Ermächtigung zur Vorlegung der Beschlüsse anzugehen, weil ich vor dem Kaiser offiziell eine Ansicht vertreten müßte, welche ich nicht alS richtig aner kennen kann. Lösegeld-. Cairo. 20. Febr. Der östreichische Konsul in Khartum hat dem Mahdi 2000 Pf. Sterl. geschickt, damit er die kathyli chen Misstonäre freilasse. Höhere Zölle. Konstantin opcl, 20. Februar. England hat eingewilligt, der Türkei eine Erhöhung der Einfuhrzölle zu gestatten, für den Fall, daß Letztere die bestehenden Mißbräuche in Erhebung der Zölle ab schasst.
TchtssönaHrichten.
?c e w V o r 1, 20. Febr. Angekommen : Eria von London, .Oder" vonBremen, Wieland- und IZrista" von Hamburg und .State of Nevada von Glasgow. London, 20. Feb?. 'Angekommen: St. Simon", Denmark", .Furncfsiaund Donau- von New York. .West Indien" und .Alicia" von New Orleans, .'iurniu" von Boston. Die .Times" schlägt vor, daß die.vcrdic" ihre Wagen auch , über die Pennsylvania Straße und Massachusetts Avenue lausen lasse. Sie meint, dann werde man sehen, ob e3 die Straßen bahngesellschast nicht aufwenden kann, ihre CarZ regelmäßige? lausen und dit selben reiner halten zu lassen. Emvttstanden ! tzcrr Franz Klepper von Toledo, O. hielt gestern Abend in der Turnhalle einen Vortrag über Astronomie. Der Vortrag bot zwar an sich nichts Neues, gewann aber durch die Vorsübrung der Lichtbilder wesentlich an Interesse. Manche?, wovcn man sich sonst viel leicht keine" so klare Vorstellung machen kann wurde durch diese Bilder erläutert und veranschaulicht. Es ist dies eine Art AnschauungLunterricht, der namentlich die höhere Schuljugend interessiren dürfte. Wir nehmen deshalb Veranlassung da rauf hinzuweisen, daß Herr Klepper morgen Abend einen zweiten Vortrag iL der Turnhalle halten wird. Die Turnschüler und Zöglinge deS Soc. Turnvereins haben zu diesem Vor trag freien Zutritt. Vom AuSlaude. V o n einem deutschen Mu satten berichtet man aus Berlin : Der Mulatte, welcher bei den Garde-Jäczcrn in Potsdam gegenwärtig feiner Militär Pflicht genügt, ist nicht ein Sohn des Mohren vom Prinzen Karl, sondern ein Sprößlinz des Mohren deS Königs Friedrich Wilhelm IV. Dieser Mohr diente lange Zeit dcm Könige, später der önigin-Wittwe Elisabeth und wurde als königlicher Hoffourier zur Disposition gestellt ; cr lebt heute noch und wohnt in Potsdam im dortigen königlichen Schauspielhause. Seine Frau tos? eine Deutsche, aus Dortmund gebürtig und gehörte ebenfalls jurm Hofstaat der Königin Elisabeth. Der Sohn des Mohren des-Prinzen Karl soll dagegen, wie aus Köln geschrieben wird, als Gefreiter beim 13. baierischen Infanterie - Negi ment in Jngolstadt stehen und als tüchtigcr Soldat bei seinen Kameraden und Vorgesetzten sehr beliebt sein. Ein Lokalblatt in Hameln (Hannover) erinnert daran, daß in diefern Jahre sechshundert Jahre verflossen sind, seit die Geschichte des Nattenfängers sich ereignete." In dieser Fassung ist die Notiz nur halb richtig. Die Sache verhält sich folgendermaßen : In einem jetzt nicht mehr vorhandenen Passionale, das sich im vorigen Jahrhundert noch im Archive dcS Vonifacius-StiftcS in Hameln befand, stand eine urs von einem Sammler, der jenes Manuskript noch kannte, aufbewahrte Notiz, daß am Tage Johann: und Pauli (26. Juli) 1824 die Hamelner hundertunddreißig Kinde? verloren, welche im Kalvaricnbcrgs verschwanden. Das ist die erste und älteste Ueberlieferung von dem Verschwinden der Hamelnschen Kinder. Von einem Rattenfänger, der aus Rache wegen des ihm widerrechtlich vorenthaltenen Lohnes durck die Macht seines Epieles die Kinder den betrübten Eltern entführte, ist hier mit keinem Worte die Rede. Der Rattenfänger ist erst eine Zuthat des sechzehnten Jahrhunderts und der ursprünglichen Sage durchaus fremd. Erst um die Mitte dieses Jahrhunderts sind beide Eagen, die ursprünglich nichts mit einander zu thun hatten, in einander geflossen und sind in dieser Verbindung überall bekannt. Jene Notiz von dem Verschwinden der hundertunddreißig Kinder hat verschiedene Erklärungsversuche erfahren. Viel Anklang fand die Meinung, daß in jener Ueberlieferung ein historisches Faktum enthalten sei, näm lich der Verlust der Bürgerschaft Ha meln's in der Schlacht bei Sedemünde, in der sie am 23. Juli 1260 vom Bischof von Minden auf das Haupt geschlagen wurde. Aber gegen diese Deutung erhe ben sich doch manche Bedenken; vor Allem spricht dagegen, daß die ßrinne rung an jene Niederlage noch lange danach bei den Hamelnern lebendig war und schwerlich so kurze Zeit nachher bereits sagenhafte Gestalt angenommen haben wird. Neuerdings hat man das Verschwinden der Kinder mit der im Viittclaltcr herrschenden Tanzwuth in Verbindung bringen wollen, aber auch dagegen sprechen gewichtige Gründe. Eine sichere, alle Schwierigkeiten hebende Erklärung der Sage ist bis jetzt noch nickt gelungen. ' In dem Sprechzimmer.! ncö Hamburger Arzteö ereignete sich dieser Tage ein ebenso eigenthümlicher wie trauriger Vorfall. Der betreffende Arzt, ;u dem ein in einem Bankgeschäft anzestellte? junger Mann gekommen war, um ihn wegen eines Halsleidens zu konsultiren, hatte seinen rechten Zeigesinaer in den Mund des Patienten bei der Unter l suchM eingeführt M MttterHlöjlij
csvti Schlag getroffen wurde und steröend sich in dem lvinacr des Antes festbin.
Erst den Bemühungen zweier schleunigst herbeigeholter Kollegen gelang es, den Äerrnsten aus seiner schmerzhaften Lage zu befreien. Der Finger schwoll sehr bedeutend an und der Zustand des auf so merkwürdige Art in seinem Berufe verunglückten Mediziners ist zu? Zeit noch höchst besorgnißerregend. In einem Dorfe i n der Nahe Dctmolds wurde dieser Tage ein mächtig?? Wallnußbaum gefällt und zersägt, wobei man in seinem Innern ane!ner hohlen Stelle eine Menge Wallnüsse vorfand, fast zwei Scheffel. Der Baum, der im vorigen Jahre stark getragen hatte, war in kurzer Zeit eines großen Theiles der Früchte beraubt gewesen. Der Besitzer glaubte damals, sie seien gestohlen, wäbrcnd cs sich nun herausstellt, daß Eichhörnchen die EntWender sind. Aus Stuttgart wird be richtet : Wer hätte wohl gedacht, daß die alten, trüben, blakenden Oellampen dem im strahlenden Glänze schimmernden, elektrischen Lichte gegenüber noch einmal wieder zu Ehren kommen würden ? Und doch ist dem so. Die Mitglieder der Kapelle unseres Hofthcaters, das seit dem Herbst elektrisch beleuchtet ist, wollen von der 3!eucrung nichts wissen. Sie haben an den Vorstand der'Hofbühne eine Eingäbe gemacht, in welcher über das elekirische Licht Klage geführt wird, weil es einmal dadurch, daß cs nicht für jedes Notenpult je nach cr Sehkraft der Spielcnden besonders regulirt werden kann, dann, weil cs vermöge seiner Grellheit die Kopfnervcn der Musiker angreift und sie blendet, besonders beim Ausschauen nach dem Kapellmeister, eine Reihe von Mißständcn gegenüber der früheren Beleuchtung mit Oellampen bietet. Man erwartet die von deutscher Gründlichkeit gebotene Berufung eincr Kommifsion'von Sachverständigen (Augenärzte und unbetheiligte Musiker), um jene Klage auf ihre Begründung zu untersuchen. In F r e i e n w a l d e an der Oder lebt der Drcchslermeistcr Karl Weife, der auch Verse drechseln kann, und zwar zuweilen recht artige. Er genießt einen gewissen 3!uf als Naturdichter und hat in einem, WcihnachtZerkevnisse einer Handwcrkerfamilie" betitelten Buche eine durch Einfachheit und Wahrheit recht ansprechende Erzählung geliefcrt. Die Handwerkerfamilie ist er selbst mit Frau und Kindern. Er ist schon ein Siebzigjähriger, scheint aber noch ganz frisch zu sein. Eine 28jährige eng lrfch e Miß, welche 4 Millionen Gulden Vermögen besitzt und in einem der ersten Hotels von Mailand logirt, hat sich da selbst, wie italienische Blätter erzählen, in einen 21jährigen hübschen Kellner, dessen Vater ein armer, aber ehrbarer Handwerker ist und unweit Turin lebt, sterblich verliebt und beschlossen, mit ihm rn den Stand der heiligen Ehe zu treten. Die Mutter des. Fräuleins hat dies anfangs nicht zugeben wollen, da aber die Tochter majorenn ist, sich in das Unvermeidliche gefügt und ist nach der lombar Zischen Eavitale abgereist, um ihren zu 'ünftigen Schwiegersohn kennen zu ler in ' Das Berl. Tagbl. veröf. fentlicht den Auszug aus einem Briefe, den ein seit langen Jahren in Merikc lebenderDeutscher, der Ätttknhaber eine, dortigen geachteten Firma, an cincnBer liner Geschäftsfreund gerichtet bat. In diesem Briefe wird die Thatsache wähnt, daß in letzterer Zeit eine größere Anzahl junger Deutscher sich nach Mexiko sich gewendet habe, und daran die ernste Mahnung geknüpft, nicht ohne festes Engagement oder Empfehlungen an erste Häuserden verhängnißvollen Schritt zu thun, wenn man sich vor bitterer Ent täuschunz, ja, vor direktem Elend schützen will." Aber die deutschen Häuser fährt der Briefschreibcr fort werden hier weniger und weniger, und sie versorgen sich mit jungen Leuten von Hambürg oder Bremen. Andere cngagiren sie nicht. Spanische Geschäfte nehmen keinen Deutschen, französische wie man sich leicht denken kann erst recht nicht. Für deutsche Landwirthe ist hier gar kein Feld; denn einmal sind größere Bcsitzungen fast nur in den Händen von Epaniern und Mexikanern und zweitens ist der Betrieb ein von dem deutschen verschiedencr, daß der intelligenteste deutsche Ockonom hier ad ovo beginnen muß. Ingenieure und Techniker, auch Handwerkcr sind von ' Nordamerika leicht zu haben, und deshalb findet der deutsche Einwanderer auch in diesen Branchen keinen lohnenden Erwerb. Und diesen Zuständen gegenüber halte man dieThatsache, daß bei dem Prokuristen eines deut schen Hauses in Mexiko sich innerhalb weniger Tage 152 junge stellensuchende Deutsche gemeldet, welche selbst gegen allerkärglichste B?-ahluna arbeiten woll, ten. Der hiesige deutsche Hilfsvercin, .velcher sonst mit großer 'Opfettvilligkeit seine Landslcute untcrstüdte, hat vor Kurzem bekannt machen müssen, dß seine Mittel erschöpft seien. Was soll nun aus den Armen werden, welche hier umherirren und icht a:?s noch ein wissen? Noch glücklich 'DerjeniZe, welchen: cs nach monatclangcn hä":cs:'. c.i: Ehrungen gelingt, schließlich als Feld- oderFabrikarbeite? mit 4 Real 1,75, Mark per Tag angenommen u werden. So erging es einem mir bekannten Inge nieur."
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13. Entfernt
Ein rran?er alter Herr saß in seinem Zimmer in einem Lehnstubke, sei Arzt ihm gegenüber. Doctor," sagte er, Sie haben mich eine lange Zeit behandelt, aber mir nicht viel geholfm. Ich bin eö nun müde und wünsche, daß Sie mein Leiden mit der Wurzel ausrotten." 3st das Ihr Ernst ? antwortete der Arzt. Gewiß ist es," erwiderte der alte Herr. Auf diese Antwort nahm der Arzt seinm Spazierstock und zersSlua die neben ihm stehende Brand.Flasche in tausend Stücke. Der Kranke hatte das nicht erwartet und wurde zornig, doch berubkzte er sich bald und sagte: Doctor, wenn Sie eö mich nicht gelehrt hätten, öürde ich das Trinken nie angefanaen haben." Brovn's Eisen-Bitters stärkt die EntWftktkN, heilt die N,rrn?xakktt ctf zibt den Schwachen neueL Leim.
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