Indiana Tribüne, Volume 7, Number 152, Indianapolis, Marion County, 20 February 1884 — Page 2

ndZans Hriöüne.

r sch eint FSglich, -VSHenMS u. Konutags. fflcr: Msrtzludstr. sTVet3aIi.Se .Tbne" tt durch de ?rgr 12 A. Qcnift per flofie, die Sona.e .Intalni-a 3nt rr o$t. Lei? j'.:?:;-" Cer.H. juafj,: in SskSSdezahiunz 5S lit 3- . JndlanapvZiS. Ind.. L0. Februar 1831. Cin Gri:;Ir) in der F-Ue. Den L7uen Värca mittels der Fasse zu fangen, ist eine der aufregendsten und .gefährlichste Jagdmthcden. Wenn der Schnee hoch liegt, vergetten die Thiere !m Folge ihres ütbenöen Hungers die Vorsicht und Ccl'lauheit, die sie sonst auszeichnet, und bat man alsdann erst die Kpur eines gesunden, so kann man ziemlich sicher sei", daß er in die Falle eebt, die ibni gestellt wird. Tie Fallen müssen zwei der stärkztcn federn hüben, aus gutein Stahle hergestellt und mit einer faxten Nctte mit einem Klotze verbunden sein. Tie Bestimmung des letzteren ist, dem gefangenen Thiere zwar die Flucht zu gestatten, jedoch so, daß es deutliche Spuren deS eingeschlagenen Weges zurücklaßt und mit der Zeit erwattet. 8ft der ttkj zu schwer, so kommt eL vor, das; sich der Bar, und sei es mit Zurücllassunz des Fells und Fleisches, aus der Falle befreit ; dasselbe ist der Hall, wenn der ctlctz zu lang ist und sich in Folge dessen aus der Flucht zwischen zwei Baume klemmt und hieröurch dem Thiere Gelegenheit giebt, seine Niesenkraft zur Befreiung aus der Falle zu verwenden. . In zwei b:S drei Stunden gelingt eö' dem (Srizzly regelmäßig, sich such aus der besten und stärksten Falle zu befreien, und der Jäger muß daher die Verfolgung des Gefangenen möglichst 'bald ausnehmen, wenn er nicht auf seimm Wege über furj oder lang die leere alle eussinden will, an der nur noch iaare und blutig: Haut- und Fleischfet ti bezeugen, dap fu ihre Pflicht gethan hat. Tie Eri'lies verlegen ihre Lagerplätze immer in WalDbcstande mit dichtem Un terwuchse ode? in die Röhrichte in der 5!ähe von Sümpfen, Bächen und Flüssen. Hierher ziehen sie sich auch, wenn sie sich gefangen haben, zurück und können daher .ur mühsam und blos zu Fuße verfolgt .werden. Das Gebüsch und selbst iemlich starke Baumstämme drückt er aus seiner Flucht wie Grashalme zur Seite und dem Jäger ist daher, so deutlich er auch den Weg erkennt, den der Bär genommen bat, die'Verfolgunz außerordentlich erschwctt. Links und rcchtZ vom Pfade des Wildes ist die Rinde von den Bäurnen sind starke Holzsplitter auö solchen gerissen, : an - denen das Thier seine ohn mächtige Wuth ausgelassen hat. Wiedcrholt bezeichnen kleine Blutlachen die Stellen, an denen der Bär seine Anstrcn gungen, sich von der Falle zu befreien; erdoppelt hat. Der Jäger, der einen Grijtty von ungefähk 1.000 Pfund in der Falle Ha5, ciß recht wohl, frajj ihm dies den Besitz deö Thieres noch kemeswezs sichert ; es steht ihm noch ein lcbensgefahrllcher Kamps reror, den er nicht so lange ymGJriftly zuverlässig gelungen sein, sich zu befreien, Vorsichtig folgt daber der mit. seiner ausgezeichneten Buchse bewaffnete Jäger dem Bären, das geringste Geräusch wurde die Aufmerksamkeit des letzteren megen, das bis ZUR Aeuinsten gereizte Thier würde sich geen seinen Verfolger wenden und di.'sem konnte nur ein wunderbar glücklicher Schu das Leben retten. Ist er dagegen der rcrwärtssturmen-. den Bestie auf sichere' Schußweite naber gekommen, dann heißt es mit der größten Kaltblütigkeit den Bär auf'S Korn neh. men und ihm die Kugel so in den Leib jagen, das er wenigstens sofort kampfunfähig wird. Blos verwundet, würde cet Gn-zly sich verzwöifclt aezen seinen Ssngreifer wenden und selbst unter den stahlnervigen Zögcrg der Menge-. birge giebt c cm Sprichwort, welches versichert, lein Mensch sei im Stande, auf einen gegen ilm anstürmenden grauen Bar, das gefährlichste aller Naubtbiere, sicher zu zielen. Auch die GrizzlieS ' sind selten geworden, nack Colorado, wo sie noch vor wenigen Jahren ziemlich bäusig vorkamen, verläuft sich beutzutage nui selten ein grauer Bär. dagegen wurden :n diesem Winter in den Felsenzebirge?, von Kalifornien ungewdbnlich viele der'selben erlegt. Unsere Weinpflege. Der leider der Zahl nach nur allzu beschränkte KrelS derjenigen Mensöenkinder, die bei der Wahl ihre? Genußmittcl nur ihren Geschmack zu befragen und auf den Geldbeutel nicht die geringste Ruck ficht zu nehmen brauchen, trinkt bicr;u-. lande mit Vorliebe Champagner. Dieser Wem verdient immer natürlich von der unczemüthlichen Ksftenfrage abgesehen dlelen Vorzug um seiner erheiternden, appetitreienden und dem Magen durcb wnm KohlensMgchalt zuträglichen (.lZenschaften willen. Daß andere aue dem Auslande bczrzezen Weine nicbl dieselbe Würdigung sindcn. wie in Euroa.llcgt NU? zum Theil ar.derunvollkom. mencnGeschmackecntivickcluna unserer sogenannten Weinkenner. ;,;', größeren theile aber an den, Urnstanve, dak fccx JaKUjU Clti) kl eiegettafhr Be. lanftlunjj an suner Uiutit.it niti .in, M und m tm CeMsiz nur iti l.nh fl..-f II hlf t. r r . i oraucy! way chtten.auchau :bandluna nick zu vertrag. ' vermögen, die wn ihnen hier wegen des gänzlichen Vcangels an euem angcoeiyen lam mujz. . Det Burgunder, der König der Weine", ver. Ji.rt hier alle seine Tugenden, soweit er nicht schon auf der öteise verloren, d Bordeaux büßt an seincm Zcruäe und angenehmen Geschmacke ein, und selbst ieniL-unter den NeinweiAen kcn-

uscyievcn carr, vis das yrer vurcy seine wüthenden Änstrengungen erschöpft tst, denn, ehe dies eintritt, würde es dem

wen den Mangel einer ihnen zusagenden und si'ch im:ncr flleichbleibenden Tempe ratixr nicht ohne Liachtheil ertragen und

gehen wenigstens in? Bouquet zurück. Die Erdgeschoffe oder Souterrains, die

hier von Privatleuten nuvi werden, verdienen diesen Namen üicht ; in ihn:n kann man sehr häusig Nachmittags 3 Uhr eine Temperatur von 70 oder H'J Grad finden, wahrend früh 3 Uhr das Thermometer kaum 12 oder 14 Grad zeigt. Daö Hauptcrforderniß, das mau an einen guten Keller zu stellen hat, ist, daß. derselbe das ganze Jahr hindurch eine möglichst gleichmäßige Temperatur zeigt. Fehlt diese an thum derartigen Aufbewahrungsorte, so verlieren nicht nur,was am Ende so viel nicht auf sich hätte, die impcrtirten Weine an ihrer Güte. sondern eö wird auch nicht gelingen, im Inlands so ausgezeichnete Weine herzustellen, als bei der Qualität so vieler unserer Traubensorten möglich ' sein sollte. Unsere Winzer mögen der Bearbeitung deS Bo denS, der Wloabl ber Rebsorten, der Lese oder gar Auslese der Trauben und Beeren noch so große Sorgfalt zuwenden, der amerikanische und namentlich auch ver kalifornische Rebensaft wird sich nicht zu einem Weine allerersten Nanges ent' wickeln, so lange ihm dasLagern in einem gleichmäßig temperirten Keller versagt bleibt. Die Brauereien haben statt der Keller Kühlräume über dem Boden ein geführt, die ihrem Zwecks vollkommen entsprechen, sür den Wein, der zu seiner vollen (Entwickelung Jajzre braucht, kon nen die Keller in bnllcher Weise nicht ersetzt werden. Kellerbauten sind sehr kostspielig, solange aber der küble Keller in unserer Weincultur nicht dieelbcRolle spielt, wie in Deutschland oder Frank' reich, wird Amerika seinen Kindern und dem Auslande nicht zeigen können,welch' herrliches Gewächs auf seinem Boden gedeiht. i M - Gin aehelmnißvollcr Theater besuch. Ueber den mysteriösen Vorfall, der sich, kurz nach dem letzten Attentat auf den Polizisten Bloech, in der Wiener Hofoper zutrug und auS dem man einen AltentatS'Verfuch auf den Kaiser fabricircn wollte, bringen die soeben eingelaufenen Wiener Blätter nachfolgende Details (v. 31. Januar): Um 11 Uhr Vormittags wurde vorgestern, wie alltäglich, von dem Dienstpersonale der Hofoper die Reinigung' der Logen vorgenommen. Um die genannte Stunde lag der ganze gewaltige Saal im Halbdunkel. Die Arbeiter sind bei dem Neinigungswerk mit Laternen versehen ; so wandern sie von Sid Sitz, von Loge zu Loge. Als die Arbeiter nun auf ihrem Rundzange durch das Haus zu den Logm im ersten Rang kamen und sich hier vorerst nach links wandten, wurde plötzlich ein Geräusch laut, und bei dem düsteren Schein der Laternen wurde ein Mann sichtbar, der längs der Brüstung von einer Loge in die andere sprang, einen Augenblick dann verschwunden blieb und wie die Schritte sich ihm wieder näherten, abermals auS dem Tunkel auftauchte, um in der nächsten Loge zu verschwinden. So ging eS eine Zeit lang fott, in der Richtung vcn rechts nach links, gegen die Hofloge zu. Die Arbeiter hielten daS für einen Scherz thxcl ihrer Genossen. Mit einem Male jedoch kam ein Beleuchter den Gang herabgestürzt und theilte den Anderen athemlos mit im blauen Salon der Kaiserin, der zur tzefloge führt, laufe Etwas herum t Auf diese Mittheilung hin wurden noch einige Laternen angezündet und das ge sammle Personal begab sich in den blau en Salon. Derselbe wurde genau untersucht, aber man fand hier nichts Bedenkliches. Nun eilten die Arbeiter in die an den Salon anstoßende Kaiserloge, durchsuchten auch hier jeden Winkel, und wollten sich bereits, da auch hier Alles in Ordnung war,- entfernen, als wieder von der 'Gegend der Bühne her ein starkes Geräusch hörbar wurde. Man eilte auf die Thüre zu, die von der Kaiserloge aus in den aus die Bühne mündenden Gang führt. Der der Thür zunächst stehende Arbeiter wollte sie öss' nen vergebens ein starker Widerstand wurde von der anderen Seite entgegengesetzt. Jetzt wurde aber mit der einten Kräften die Thür aufgerissen und hinter derselben zeigte sich ein fremder Mann Er war hier zwischen den bei den Thüren gefangen. Bor sich hatte er die Arbeiter des Hauses, hinter sich eine zweite eiserne Thur, die gerade geschlossen war. - Der fremde Mann wurde nun ergriffen und aus seinem Versteck hervorgezogen. Er war von kräftiger, untersetzter Gestalt, hatte kleinen dunklen Schnurrbart und war anständig gekleidet. Das Alter des Fremden mochte etwa dreißig Jahre betragen. Er wurde von dem aufgeregten Perse nale sofort einem kurzen, scharfen Ver höre unterworfen. Wer sind Sie 5 WaS suchen Sie hier i Wie kommen Sie hierher Der Fremde schien seine Fassung keineswegs zu verlieren und gab zur Antwort : Er sei sremd in Wien ; Montag Abends habe er zum ersten Male die Oper besucht und zum Schluß da Vorstellung sich nicht rechtzeitig auf den Heimweg gemacht. So sei er in dem Theater eingeschlossen worden und habe die ganze Nacht bis zu diesem Augenblicke hier verbracht. Diese augenschein lichen Lügen verdächtigten ihn und er wurde sofort auf das polizeiliche Jnspeetionszimmer gebracht. Hier änderte der Man wieder seine Aussage. Er erzählte, daß er sich erst.Dienjtag Morgens durch einen Seitengang ,n's Parterre und von dort !n den eri'ten Nang erngeseh lieben habe, um einer Probe beizuwoh neu, oa er.so.wsS noch nie im 'Leven gesehen. ' Um den Grund seiner Flucht befraßt, antwortete er '. " Ich hab' miö gefürchtet. . Wovo gefurchtet ?" TaS erklärte er mit eineck Achselzucken. Um 9 . . Kin ralionaie vesragr, gao er. an, aus Bayern geburtig,. Maschinenschlosser und seit drei Monaten besc!ästigungsloS zu sein. Er nannte sich Wittek. und gab an, daß er in Fünfhaus, Rosinagasse wohne..- ' Bei der Leibesvisitation wurde bei ihm ein Zollstab und ein Cornpaß gefunden, ferna ein havnischn Naß, bMVSW

als Wci'.::cllcr bc?

Dicnstzeuznlsse. 'Er wurde vorläusig in Haft behalten. Noch im Laufe des Nachmittags fand ch eine .polizeiliche Commission in der Hoscpcr ein, zur Aufnahme des Thatbestandcs. Im Vereine mit der Hausinspection wurden dann sämmtliche Räume des HofoperntheatcrS einer sorgfaltigen Untersuchung unterzogen es hat sich dabei absolut nichts VerdächtigcS völ gefunden. Was übrigens dieser Fremde in der Hofoper zu suchen gehabt, wie cr dahin gekommen und was an seinen Auesa'zcn Wahres und Falsches ist, wird die weitere Untersuchung ergeben. Tie leitenden Persönlichkeiten der Hofopcr sind geneigt, dem Verfalle keine ernste Bedeutung beizulegen. Man crinncrt sich nämlich, daß vor einigen Jahren ein Arbeite? in einer Loge unter den gleichen Umständen, wie jener Fremde, gelcgcntlich einer Probe aufgefunden wurde, der die Nacht über in der Loge schlafend zugebracht, uno der damals ebenfalls die Aufklärung gab, er habe sich vom vierten Stocke in jene Loge verirrt und dieselbe als Schlafjlelle benützt, weil er vorausgesetzt, daß es ihm Morgens möglich sein werde, das Theater wieder unbemerkt verlassen zu können. Ein späterer Bericht sagte, daß der Verhaftete Miltenberg heiße und nach Baiern abgeschoben" werden solle. Dererbung. Bei Gelegenheit der Vcrheirathung dtö Herrn FredDoulaß macht einNewAorkcr Arzt darauf aufmerksam, daß bei Nassenkreuzungen mitunter die aus solchen Ver, bindunzen hervorgehenden Kinde? in den einseitigen Typus eines ihrer Stamm eltern zurückfallen. Es sind Fälle beobachtet worden, daß Frauen, deren Eltern undGroßeltern zur unverfälschten Weißen Rasse zu gehören schienen, ein farbiges Kind gebaren und so lange in den Veracht der Untreue kamen, bis man in ihren über die Großeltern zurückgehenden Vorfahren einen Farbigen oder eine Farbige entdeckte. Ein besonders trauriger Fall dieser Art hat sich vor Jahren in Brooklyn, N. Z)., zugetragen, der heute noch in Vieler Erinnerung ist. Ein reicher l7eschästsmann in genannter Stadt verheirathcte sich mit der Tochter einer der angesehensten Familien im Süden, einer schönen Blonoine. Seine Gattin beschenkte ihn mit einem Knaben, so schwarz, wie ein Schippenaß. Der aufgebrachte Gatte trennte sich von der unglücklichen Multer, und die ganze Stadt stimmte mit ihm in der Verurteilung der letzteren übcrei.r. Die Unglückliche wandte sich in ihrer Verzweiflung an ihre Eltern im Süden und diese bewiesen und bestätigten eidlich, daß die Mutter der jungen Frau, obgleich dieselbe allgemein als Weiße galt, eine Spur von Negerblut in ihren Adern habe. Zu einem derartigen Bekenntnisse gehörte damals im Süden bei nahe ein gewisser Heroismus, denn mit dem Bekanntwerden der Thatsache war das bis dahin im größten Ansehen ftc hende Ehepaar verfehmt. In Brooklyn dagegen wagte nach jener Erklärung der Eltern niemand mehr an der Tugend der jungen Frau zu zweifeln und dieselbe war gesellschaftlich rehabilitirt. Daß gewisse Eigenthümlichkeiten der Körperbiloung, oder Krankheitöa.nlagen, oder geistige oder Charaktereigenschaften, oder Wahnsinn häufig in der Weise sich vererben, daß sie mit ' Uebergehung da zwischen liegender Generationen von den Vorfahren auf weit entfernte Nachkonu men springen, ist bekannt, doch kommt ein derartiger Atavismus bei Mischehen in Betreff der Hautfarbe nur selten vor. Daß er jedoch vorkommt, wird auch von Darwin bestätigt. Der Atavus st ei zentlich der Urältervater oder Vater des ilrgroßvaters. Doch bezeichnet man heunutage auch die sogenannte Großva: terähnlichkeit alS Atavismus, mithin die häusize Erscheinung, daß die Enkel mehr sie Eigenschaften ihrer Großeltern alS ihrer Eltern haben. Interessant ist der Nachweis, den Dar vin führt, daß auch bei den Thieren Erscheinungen vorkommen, die Ändeutun,;en über die Abstammung deij:lben von ihren Urvätern geben. Edle Pferde zeigen z. B. mitunter an den SguUn gefärbte Querringel und himn erblickt der große Forscher eine Hinweisung auf die Ab stammunz des Pferdes von einer dem Zebrkl ähnlich gefärbten Art. Dattvm nennt übrigens diese Crheinung nich: ZltavismuS,sondernRÄzon, also Mck kehr zu den Eigenthümlichkeiten eines der Zeit nach weit entfernten Vorfahren.

Gewerbsmäßige Spieler. Wo immer auf der Erde die Natur das ganze Füllhorn ihrer Gaben an Schonheit oder an heilkräftigen Quellen ausgegossen zu haben scheint, waren die Menschen von jeher beflissen, einem der elendesten Laster dem geirerbsmäßigen Hazardspiele, glänzende Tempel zu er richten. In Deutschland thaten dieö bis 1872 einzelne landesväterliche Regierungen,mden Ver.Staaten fristen noch heute m einzelnen Großstädten die Spielhöllen unter den Augen der Polizei ihre fluchwürdige Existenz. Theils giebt es Narren, die auch in der Durchführung des Verbotes des Hasardspieles eine Beschränkung der persönlichen Freiheit erblicken, theils ergaunern die Halunken, welche die Spiel Hollen besiren, so viel Geld, daß sie loeal politischen Einfluß und den allmächtigen Dollar aufwenden können, von denen der eine oder der andere von den sehr ehrenwerthen Behörden respectirt Werden muß und respectirt wird. Noch öffentlicher, trotz aller Verbote, als in einzelnen unserer EroWdte, wird daZ Sprel in Hot SpringS, Ark., betrieben, bekanntlich einem der wohlthätigsten Heilbäder, die auf der ganzen Erde listi ren. ' Dort hatten vor ungefähr zwei Jahren vier Abenteurer, Frank Flynn, James Lane, Charles Watson und LouiS Goodman, eine SpiclhöLe etablirt. Die Geschäfte gingen gut, die Kerle wurden aber uneinig und losten ihre Verbindung aus. Wäbrend Lane als alleiniae Svinne in dem alten Netze zuruckblieb, eröffneten inynn und Goodman ein oncurrenzgerxvtx n w.ji. v cn : v.: ai. n

begingen,' össentlick au7, dieselben mutzten ! ?,oi".r. f. r , ... v r. .i-I !

ryr iauoergeeyasl aufgcoen uno i?auv den nun die Agitation gegen Lane mit solchem Erfolge, daß dessen Räuberhöhle polizeilich geschlossen wurde. Lane verließ das Stadtchen, kehrte aber vor Kurzeul mit einem gewissen Alexander Doran zurück, einem Kerl, dessen Vergangenheit von so entsetzlichen Greuelthat'."l, die cr namentlich inTenncssee undTeras begangen, angefüllt ist, daß er zum Spießgesellcn eines Spielhöllen-Vesitzers gesaaffen zu sein schien. Mit Lane als stillen Theilhaber eröffneten Doran uno die ihm an Gemeinheit ebenbürtigen Gebrüder Pruitt eine Spielbank, Flrnn aber, der inzwischen seine Holle unbclästigt weiter betrieben und viel Geld erbeutet hatte, bot seinen ganzen Einfluß auf, das neue Etablissement polizeilich schließen zu lasscn und batte vor ungefähr 14 Tagen bei einer zufälligen Begegnung eine leider resultatlosc Schießaffaire mit Toran. Aufang voriger Woche fuhren Frank Flynn und dessen Bruder William durch die Hauptstraße von Hot Springs und wurden von Doran und Helfershelfern desselben in der Weise angeschossen, daß Frank sofort todt war, William einige Stunden später seine elende Laufbahn endete. Lluch der Kutscher des Gefährts, Frank .Hall, wurde erschoyen, Robert Hargreeve, ein zufällig seines Weges gehender Badegast, erhielt eine Ku'l in die Brust und der reiche Holzhändler I. H. Eraig einen gefährlichen chuß in den Rücken. Doran und seine Spießgesellen wurden erngesangen und sind wahrscheinlich jetzt schon gelyncht. So bedauerswetth es ist, daß auch drei Unschuldige die Opfer der Affaire geworden sind, so erfreulich ist es auf der andern Seite, daß sich das alte, Wort wieder einmal bestätigt hat : jeder dieser Lumpenbunde wird vom andern abgethan. ?om Jnlande. Während auch in der gegen wartigcn Waffcrsnoty wcrkthätize Mc schenliebe von allen Orten und Enden zur Hilfe herbeieilt, zeigt sich die Menschennatur gleichzeitig von ihrer gemeinsten und niederträchtigsten Seite. Wie die Hyänen des Schlachtfeldes dieGefallencn und Verwundeten plündern und- bcrauben, dringen Bestien in die verlaffenen Häuser und stehlen, was sie nur fortschleppen können. So wurden in Wheeling, W.-Va., einem Herrn Neugardt während der Fluth für SL00 Waaren aus seinem Lokale gestohlen. Achnliche Schandthaten werden von dem Wheelinger Volksblatt" mehr berichtet, doch bat endlich ein Bürgcrausschus; diesem Treiben deS Auswurfs der Menschheit ein Ende gemacht. Eine der reichsten Amerikaneriuncn und dazu eine ebenso liebenswürdige als schone junge Dame, der Jahre' lang die Huldigungen der europäischeii Aristokratie zu Füßen gelegt tvorden sind, rl. Eva Mackey hat sich ver-' lobt. Eongrenrepräfentant Tom Ochiltree ist der Glückliche, der sie demnächst heimführen wird. Der Zleprasentant für Teras kam vor etwaS länger als einem Jahr mit John W. Mackay ausö Heirathe. zu sprechen. Geschätzter Freund, äußerte der letztere ,.bei Ihnen wird es auch gerade Zeit, daß Sie unter die Haube kommen." Ich mochte schon, babc aber noch kein Mädchen gesunden, das mir wirkliche herzliche Zuneigung und Liebe eingeflößt hat. Sie haben eine reizende Tochter, aber" Was aber! Ich mache meiner Tochter nicht die geringsten Vorschriften und sollte dieselbe Sie gerade wollen, so wären Sie der letzte, an dem ich etwas auszusetzen hätte." Tom war nach diesen kurzen Gespräche einige Tage ebenso zerstreut, als auch wieder nachdenklich. Dann packte er seine 7 Sachen, reiste nach Paris und spielte dort sechs Wochen den Liebenswürdigcn. Mit welchem Erfolge, kann man daraus ersehen, daß demnächst in Washington die Verlo bung öffentlich proclamirt werden wird. Eine schöne und liebenswürdige Braut, voraussichtliche Erbin dcrKleinlgkcit von 975,000.000 ist eine ganz leidliche Par. tie. JnWinnetka, einem Stadt chen unweit Chicago, Illinois, wurden am Mittwoch, den 13. dieses Monats, ftüh das hochbctagte Ehepaar James L. Wilson und Frau ermordet aufgefunden. Der Telegraph hat das Nähere berichtet. In der Nacht vom 12. zum 13. dies. Monats lag der 20 Jahre alte, an heftiger Malaria leidende Charles Stcele im Tclirium. Gegen Morgen fuhr cr auf und sagte zu seiner Mutter, die an seinem Bette wachte, jedoch, ohne dieselbe zu erkennen : Der Teufel ist in der ötadt, ich sehe das Blut, ich sehe den Teufe! und seine Opfer, da da da." Dabei streckte der Kranke in der Richtung des Wilson'schen Hauses die Arme aus. Die Mutter suchte den Kranken zu bcruhigen, ließ Dr. Scott rufen, aber auch diesem gelang cS erst nach Stunden, die Erregung des fortwährend bewußtlosen und von Mord Sprechenden zu stillen. Die Genesung des Steele ist noch nicht so weit vorgeschritten, daß man wagen konnte, ihm Die in jener Nacht stattgefundene Mordthat mitzutheilen, obald dies der Fall sein wird, will Tr. Scott vorsichtig versuchen, zu erkunden, ob dem Patienten eine Erinnerung an jene Vision geblieben ist. Ende vor.Woche wurdeinNew Fork ein Junge wegen Umherlungerns in den Straßen verhastet. In den Taschen deS Arrestanten, der seinen Namen als Robert Ehamberlain und sein Alter aus 14 Jahre angab, fand man zwei Dolch mcsser, einen Operngucker und eine ziemliche Quantität Taback. Der' Junge sagte, u sei seinen Eltern dadonzelausen. um den Gebr. JamcS gleich große'Thaten in den Ebenen dcö Westens zu verrichten. An demselben Tage wurden ' zwei ju gendliche Ausreißer aus Niagara Falls verhaftet. Dieselben befanden sich ebenfalls auf dem Wege nach dem Westen, um in den Gebirgen und auf den Prairien den Helden, die sie durch die Lektüre der verderblichen Dime"-Novcllen Un nen gelernt hatten, insbesondere denBanditen JameS nachzuahmen. Ueber den nordwestlichen Theil des Staates Eeorgia ist Ende vo riger Woche ein furchtbarer Cyclon hinWezogenz EMuLelA. AM$ii&

niedergewchte Häuser bezeichnen den Pfad, den der Sturm genommen. In Joncsboro wurde die Kirche der faröigcn Methodislen buchstäblich vom Sturme hinWeggeführt, mindestens '600 meist kleine Häuser wurden zerstört und ungefähr 1,500 Menschen sind ohne Obdach. Die Temperatur ist sür die Jahreszeit ungewöhnlich hoch. Eine Negerin wurde bei Couagion in die Lust gehoben, mehrere hundert Schritte da vongetragen und in einem angcschü'ot lenen Bache abgesetzt, aus dem sie glucke lich gerettet wuroe.' Bei Ro.ne wurden zn?ei farbige .Binder get?. tct. Jnivingpone ist ein Tanzhau 5 urer der darin versammelten zahlreichen Äkcnge zusanrmengestürzt. der juge:'diicheJar:nerGrcen Wurde todtlich, viele andere wurden schwer verletzt. Dem Cyclone folgte eine Überschwemmung auf dem Fuße, die namentlich unter den Hauöthieren ungeHeuren Schaden angerichtet hat. Der ani gerichtete Schaden wird auf mindestens 100,000 geschätzt. Ein Leschworenen-Eerichl in 'Pll)rnouth, Massachusetts, hat einem unschuldigen Jungling vom Lande 1090 Schadenersatz zuerkannt, weil die Verfasserin eines !)!omans aus dem Leben", in ihrem Buche behauptet hatte, daß sie sich von ihm küssen ließ. Die Sache klingt komisch, doch wäre das Urtheil entschieden zu billigen. Wenn cs, statt eine Strafe für die Schriftstellerin'' und ihre' Verleger zu sein, nicht im Gegentheile gewaltige Azklame für das verrückte Buch machte. Letzteres behandelt unter dem Titel Cape Eos Folk" die persönlichen Erlebnisse einer jungen Schullehrcrin unter den einfachen beuten von Eedarville, einem Dorfchen auf Cape Eod. Es führt verschicdene Eharaltcre vor, darunter einen jungen Mann Namens Nightingale, und nennt die wirklichen Namen der handelnden Personen. Unter Anderem erzählt nun die cliool mu'k,,", daß der Jüngling Nightingale, der sich mit dem Absuchen von Kartoffelkäfern, HcidelbccrPflücken und sonstigen idyllischen Arbeiten beschäftigte, zu ihren Schulern zählte und sie einstmals bat, sie küssen zu dürfen. Als Belohnung für seinen Fleiß habe sie ihm einen Kuß auf ihre hold Wanze gestattet, der von seiner Seite ganz unschulöig aufgenommen wurde, ihr leibst aber das Blut rascher durch die jungfräulichen Adern trieb. Aehnlich wird übe? andere Leute in Eedarville gesprochen. Seitdem das Buch erschienen izt, wird das Dörfchen von allerhand Literaturfreunden" aufgesucht, welche die Personen der Idylle" kennen lernen wollen und dieselben mitdcnunverschämtesten Fragen belästigen. Nightingale wird lächerlich gemacht, wo cr sich sehen läßt, un) hat den Titel Wiegenkufe", den ihm die verliebte sclio -i rnu'n gegeben, als Spitznamen erhalten. Ei st klar, daft der Verübcrin eines dcrartigen Machwerks eine Strafe gebührt, aber leider, wie gesagt, wird eine solche durch das Unheil der Geschworenen nicht ver hängt.

Kioni nnsiarire. DaS Fen er, d aS i n M a kartZ Wohnung in Wien aufgebrochen ist, hat den kostbaren Salon des Künstlcrs vollständig zerstört. Professor Ma-. kart, so meldet man in dieser Angelegenheit aus Wien, war AbendS in's KünstlcrhauZ gegangen, während seine Gattin sich für eine Gesellschaft ankleidete. Kurz nach 10 Uhr hatte die Dame ihre Toilctte vollendet und begab sich, mit einem dreiarmigen Leuchter in der Hand, zu einem großen Wandspiegel in dem im Hofe parterre gelegenen Salon, um noch einen letzten prüfenden Blick auf ihre 3!obe zu werfen. Unglücklicherweise kam eine der drei Flammen einem Fenstervorhange von Damast zu nahe, über welchem sich noch ein zweiter Spitzenvorhang befand. Der leichte, durchsichtige Stoff des letzte ren sing Feuer und sofort züngelte eine kleine Flamme am Fenster empor. Frau Makart, fast bewußtlos vor Schrecken, lief, den Leuchter zu Boden fallen lassend, so rasch als sie nur konnte in die anderen, im ersten Stockwerke gelegenen 3!äume ihrer Wohnung. Aber während die bestürzte Frau oben durch ihre Hilferufe die Dienerschaft in Bewegung setzte, verbreitete sich unten das Feuer bereits mit verheerender Schnelligkeit. Im Nu stand der ganze Ealon in hellen Flammen; das kostbare Ameublemcnt, die unschäybaren Gemäloe alter niederländischer Meister, boten dem gierigen Elemente reiche Nahrung. Die brennenden Bilder stürzten auf den Fußboden, der mit drei über einander liegenden Teppichen bedeckt war. Die städtische Feuerwehr war sehr bald an Ort und Stelle, vermochte aber nicht, durch die Thüre in den Salon zu gelangen, da der entgegcndringende3!auch zu stark lvar. Unter solchen Umständen blieb nichts Anderes übrig, als die kostbaren altdeutschen Fenster des Salons von Außen einzuschlagen und nachdem auf diese Weise Luft gemacht war, mittelZ Leitern das Innere der Wohnung zu erreichen. Der Salon war vollständig verloren, das ergab sich auf den ersten Blick. Die Thätigkeit der Feuerwehr mußte sich anfdic Lokalisirung desBrandes beschränken, die nach halbstündiger Thätigkeit gesichert war. Als der herbeigerufene Herr des Hauses heimkam:, hatte das Feuer fein Zcrstorungswerk bereits vollendet. D ie U n t c r r i ch t S k o m m i s -sion de preuß. Abg. H. berieth kürzlich 2 Petitionen der Magistrate zu Posen uz.d zu Tilsit, welche die Einsetzung eine? Commission zur Erstattung eines Gutachtens über Maßnahmen zur Verbütung des kcrpcrlichcn Rückganges der Jugend beantragten. Die Frage war schon in der vorigen Session bei Gelegenheit der Ucleroüroung5frage let)anoe!t worden, aoer nicht mehr im Plenum zur Verhandlung gekonnnen. Der Ncfcrent, Abz. strovatschck, hielt deshalb den früheren Antraz' auf Berücksichtigung aufrecht, wünschte aber Auskunft darüber, waZ seitdem amtlich in dieser Cache gethan sei. Der Regierungökommiffär, Geh.'R. Bonitz, stellte frühere statistische Angaben dahin richtig, daß conden höheren Schulen nicht V0, sondern höchstens 55 Proz. als untauglich zum Militär befunden worden seien; wenn diese Zahl die übrigen um etwa 17 Proz. noch übersteige, so komme das wohl daher, daß letztere sich bei bürgerlichen VäMMen fotfti

ger entwickeln, als dies v.'i:n Studium möglich sei. UcbrigenS sri die Frage der Ucberburdung einer winenschafilichen Deputation überwiesen, deren Bericht nach einer noch aufuinchmenden ärztlichen Erhebung vielleicht während dieser Session erscheinen könne. Der vorjährige Antrag auf Berücksichtigung der Petitionen unter Zugrundelegung der bereits eingeleiteten Untersuchungen wurde angenoni'.nen. In d e r B c r l i n e r st ä d t ischeil Jrren-Anstalt Talldorf wurde in der Nacht zum 17. Januar der Wärter Nieselt von einem Geisteskranken crscblagen. Im Pavillon 7 stehen 13 Betten, von denen jedoch nur 12 mit Kranken belegt waren. Die Aufsicht über diese Kranken hatte der Wärter Niesert, ein allgemein beliebter, nüchterner und sparsamcr Mensch von 30 Jahren. Bor längerer Zeit entdeckte Niesert bei einem der Kranken ein Messer; er nahm cs diesem ab und setzte ihm dabei in aller Ruhe auseinander, daß die Kranken keine Messer führen dürften. Eeit dieser Zeit setzte sich in dem Gemüth des Kranken ein solcher Haß gegen den Niesert fest, daß er zu seinen Äl!itgenoffen mebrfach äußerte, er würde Niesett todtschlagcn. Als Niesert in der erwähnten Nacht das Zimmer reviditt hatte und anscheinend alle Kranke schlafend fand, hat er sich, wie es scheint, von Müdigkeit übcrwäll tigt, auf eins der leeren Betten gelegt und ist eingeschlafen. Diesen Moment benutzte der (Geisteskranke, welcher sich nur schlafend gestellt hatte, seinen längst gehegten Racheplan zur Ausführung zu bringen. Er ergriff einen, jedenfalls unter dem Bette verborgen gehaltenen Schrubber und schlug mit solcher Gewalt auf den schlafenden Niesert daß er diesem nicht nur das Nasenbein zerschmettcrte, sondern ihm noch mit dem abgebrochenen Stiele mehrere Schläge beibrachte. Niesert blieb bewußtlos liegen, und sein Angreifer, welcher ihn Wohl für todt hielt, tnlg den Schrubber nach dem Kloset, verbarg den blutigen Stiel in dem Bette eines Kranken und legte sich ruhig wieder in sein Bett. Nach längerer Zeit erholte sich Niesert soweit, daß cr sich bis auf den Flur schleppen konnte, wo er jedoch ohnmächtig zusammensank. Durch sein Stöhnen wurde ein anderer Wärter herbeigelockt, und als dieser Niesert am Boden liegen sah, lief er sofort zum Oberwärter und Arzt, und nun stellte sich heraus, was geschehen war. Niesert ist nicht mehr vernehmungsfähig geworden und bereits am nächsten Tage infolge der schweren Verletzungen verschieden. Wie beliebt Niesert bei den übrigen, seiner Aufsicht anvertrauten Kranken war, mag man daraus ersehen, daß diese, als sie von dem Vorfall crfuhren, über den Mörder hersielcn und ihn unzweifelhaft umgebracht hätten, wenn er nicht ihrer Gewalt entzogen worden wäre. Niesert hatte die Absicht, nur noch bis zum nächsten Herbste in der An stalt zu bleiben und dann sich zu verheirathen und mit dem ersparten und einigem ererbten Gelde in Berlin ein Geschäft anzufangen. Ein Zollkuriosium eigenthümlichster Art wird vom Hann. Kur." mitgetheilt : Aus einem Nachbarstädtchen wird ein gebrauchter Waschtisch an Ver wandte nach Hamburg geschickt. Da cS Weihnachtszeit will man die l?mpsänger erfreuen und gleichzeitig den vorhandenen leeren Raum praktisch verwerthen. Man füllt also den Waschtisch voll Aexfel. Bei der Absendung wird dcklarirt: Ein Waschtisch mit Aepfeln gefüllt. Nachdem vics Objekt an den Ort der Bestimmung gelangt ist, erhalten nun der Absender rnuVdft Expedient des Bahnhofes, der den Frachtbrief geschrieben, eine Citation vor das. Hauptsteueramt zu Hannover, wo man sie wegen Vergehens gegen die Handelsstatistit in 10 M. Strafe nehmen will. Es war nämlich nicht angegeben, wie viel der Waschlisch für sich und wie viel die in demselben befindlichen Aepfel ihrerseits wogen, sondern nur das Ge sammtgewicht zusammen. Die beiden Frevler gegen die Handelsstatistik kamen jeder mit 1 M. Strafe ab, hatten indessen Reisekosten :c. zu tragen, so daß ihnen die Unkenntniß der Forderungen der Handelsstatistik theuer genug zu stehen kam. Daß die A ev ölke rungö. zunehme in Frankreich stetig abnimmt, yat man schon mehrfach bewiesen. Sie ist seit 1372 von je 38 auf 10,000 Einwohner im Jahre bis auf 20 gesunken, und sie geht noch immer zurück, da auf je eine Familie nur 2 Kinder gerechnet werden, und die Kindersterblichkcit außcrordent lich groß ist, in der Normandie 27 Procent der Neugeborenen, in ganz F5ankreich 15 Procent ausmacht, während ti: Zahl der Geburten sich gleichbleibt. Beaulicu beweist jetzt.daßdieVolkszahl in Paris abnimmt. Die Einfuhrabgaben der Stadt (Octroi) sind seit drei Jahr um a Mill. Toll, acsunken. US waltet kern Zweifel darüber ob, daß die österreichische Regie rung nicht ein Sozialistengesctz verlangen, sondern von dem Gesetze von 1869 Gebrauch machen wird. Ein Sozialstenoder Anarchistengcsetz würde sich lediglich gegen die Verbreitung und Befolgung anarchistischer Lehren verwenden lassen, während auf Grund des Gesetzes vom Jahre 1869 jede Opposition der PolizeiWillkür unterworfen ist. Die Polizei hat u. A. das Recht, Druckschriften einfach ;u verbieten, ebenso die Einrcichung des Pflichtexemplars bei Zeitungen drei Stunden vor der Ausgabe derselben zu verlangen (also die regelrechte Eensur). Daß diese Bestimmungen überall da angewendet werden können, wo man sie anwenden will, ergiebt sich daraus, daß das Gesetz geschaffen ist gegen 'hochverrätherische oder sonst die Verfassung bedrohende, oder die persönliche Sicherheit gesähroenoe Umtriebe." Wenn wir !- den liberalen Blättern Oesterreichs lesen, daß keine der vom Gesetzgeber vorausge: setzten Bedingungen hier zutrint, so will das nicht viel besagen, da das lÄesammt Ministerium durch einfachen Beschluß alle jene Beschränkungen eintreten lassen kann ; die Genehmigung durck den Rcichsrath wird überdies siche? nicht ausbleiben. DaS hätten die Liberalen bedenken sollen, als sie das Dictaturgesetz machten, denn wchlzemerkt, liberale Minister waren cs, welche cs s. Z. unter ttiiitfteiu

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