Indiana Tribüne, Volume 7, Number 151, Indianapolis, Marion County, 19 February 1884 — Page 2
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Sndiana TriSüne.
(5 r ich ein t FäükZS, VöchentttH u. Sonntags. Ofssce: 120 Marhlandstr. .Tribüi't- !?'t durch dn TrZger !? Cer.Z rer Koche, die sonntggS 9 Tribüne" 5 c?t ?r -oche.. i'.eibe luTjmten 15 EntS. 7cr Pit ZLZksiZt in So:aueja$Iaitg ?6 m Jahr. 3nbunapoli. Ind.. 10. Februar 1631. Der Nusstznd in Lajasa. T:r soz.'nznntc Äufstand der Äzteken in dcr.nicricanifä'ett Provinz Oajaca,dcr vom Telegraphen auf den 10. v. MtZ. rcrlezt wurde, ist laut der jetzt vorliegerben Zeitungsberichte bereits am 6. ar.uar losgebrochen. Derselbe hat sich auf das Städtchen Ojitlan unweit Tur'ictoectinb dessen Umgebung beschränkt, einen Pla, der durch dcn von General Vorfirio Tia; geacn dcn kaiserlichen Gencra! Marques erfochtenen Sieg Bedeutunz in der Geschichte unserer Schwesterrcpublik erlangt hat. Die Bewohner des Städtchen) und seiner Umgebung sind fast aussä'lievlich Ureinwohner und von . ' tt er rtwvi 1 .-i fftfin nlli VsMtiMt tYz ijiltiltillvjlll Sä liV I) " ' jJV. füllt, die sie in verbissener Jroni tes de tazou!1, die Leute von Vernunft !- rran - oder Bildung nennen. Die Indianer sielen in Folge eines auf das Geheimste vereinbarten (5omplotZ über die Häuser der Weißen her, zerstörten und verbrannten dieselben und tödteten sieben Personeu, darunter zwei ihrer eigenen Nasse, die sich auf die Seite der Weißen gestellt faxten, den Leichen wurden unbezchreiblick Greuel verübt. ' Am folgenden Tage bewaffnete der jeso poliiico oder Sheriff (30 Bürger von Turkepee und rückte mtt diesen gegen Djitsan vor. (5in Indianer iam ihnen zuvor, und die eingeborenen Bewohner de5 letzteren Städtchens errichteten vor solchem auf ihnen günstigem Terrain mittels Schanzen. Gräben und Brustrrehren ein befestigtes Lager. In solchcin kam es zum Kampfe, ans dem sich der Sheriff mit seiner )!annschaft rnit mch? Hast als ?öürde auf Turtepec zurückzoz. Tcr icg der Ojiticos gab Vcranlassnnz zu den Gcvüchtm, die bald das ganze Land durcl'schwirrten und die ganze cinfjclcrcnc iVcclfenmg als im Äufruhre bczriffcn bezeichneten. Spanie? ur:d Crcolcn wurden von ernsten Jefürötungen erfüllt. In Ojitlan und Umgegend blieben die ufstandifchcn.Hcrrcn der Situation und organisirt.'n einen regelmäßigen. Vorposteudienst, um gegen Uebcrnlmpclung durch die mcricanischen Truppen gesichert yx sein ; irgend welche Versuche, den Aufjiand weiter zu verbreiten, sind nicht gcniacht worden. Am 15. Januar ging endlich von Vera Cruz ein Bataillon Truppe auf dem Papatoapan nach Tlatalpan ad, m dt gegen Ojitlcm zu narfchircn, ein anderes wurde von Orizaba dahin beordert und in der Hauptstadt der Provinz erwarten 1001) Blann den Befehl ;,i:m Aufbruch. Unter diesen Umständen ist an einer 'schnellen Niederwerfung des Nebellion nicht zu zweifeln, doch wird ledere von den rneri canischen Zeitungen als ein ernstes und bedeutungövolles Ercizniß besprochen. So sagt der in der Hauptstadt Merico erscheinende Monitor :lepublicano": Wir glauben nicht, daß eine Handvoll Empörer dcn Bestand und dcn Frieden der Republik zu gefährden im Stande ist, doch kennen ioir uns de? Einsicht nicht .verschließen, daß der gegenwärtige Aufstand und Empörungen in größerem Umfange, die ihm folgen werden, die logische uud nothwendige Folge der unerträglichcn Lage sind, in welche wir die '.ngerorenen vcrzevt l'aöcn. Xs lehte civilistrten bcnZ auZ dcr Anschauung und Entfernung, sind aber vondcm!itgenusse auch der kleinsten dieser Wobltbaten ausgeschlössen. Seit Begründung unserer Unabhängigkeit sind wir von einem ?!asscnkampse beeroht und unsere Gesetzgeber haben nicht daZ Mindeste gethan, die Lage der Einzeb-renen so zu verbessern, daß wir von ihnen frcundschaftlick'e Gesinnungen gegen uns verlangen könnten. In der elenden Lage bewußt zu werden und. an einen Rassenkaw.ps zu denken. Kaum war mit dem Jahre 1L07 eine Epoche dauernden Friedens eingetreten, so erhob Ausstände nie auf gehört, die sämmtlich durch die venwci felte Lage unserer Indianer bervorgenlfen wurden. Zur Zeit noch haben viele Indianer am Bau de? Ei'enbabncn lobnene Beschädigung, wenn aber unsere Gcsetgeber das Verhältniß zwischen den Großgrundbesitzern und ibrcn Sklaven nicht baldigst zu Gunjlen der letzteren durch weise Gesetzgebuna ändern, so aehen wir bei Vollenduna der Eisenbabnbauten blutigen Kämpfen mit der mt Verzweiflung getriebenen Rasse entgegen; die Angehörigen der letzteren werden ihr unerträgliches Leos um so bitterer empfinden, nachdem f:e als freie Arbeiter ein besseres Leben kennen gelernt baben. Unsere gegenwärtigen Laudesgesetze stempeln die Nachkommen der' Azteken zu Zeloten, letztere sprechen noch heute 'eine andere Sprache als wir, 'ibre Veberrscher, und verstehen die Gesetze nicht, denen sie gehorchen sollen. Sie können kein Grunoeigenthum erwerben, sind zu eine? erbärnilichen Existenz verdammt und können einem Fundamentalsatze un- .' ferer Eonstitution zuwider durch die ihnen gegenüber zulässige Schuldhaft ihrer Änlichen Freiheit beraubt werden. 2 ... .". f. , ... ' t. ,r .' pere?i,.r Uebel müjjen wir beseitigen, wenn nicht ein Nassenlampf unsere tepublik vernichten, oder irgend ein Krica mit dem Lluslande die Mehrzahl der Vewobner des Landes in das Lager der Feinde treiben loll.
ren gehören in der .hat zu den ärmsten und elendesten ?.!enZchen, welche die Erde bewobncn, sie sind in Wirklichkeit rechtlose Sklaven der Großgrundbesitzer, ken nen die Wohlthaten eines civilrnrten Le-
langen Periode unserer Bürgerkriege kamen die Eingeborenen vor lauter .politischen Üämpsen nicht da;u. sich ibrer
jicy rie eingeborene 'Zevölkenlng und brachte die Republik 'in ernste Gefahr. Seit jener Zeit yabcn Ausstände nie auf.
Deutsche Neartionödlüthkit.
-)keben vielen anderen schönen Dingen schreibt die neue deutsche NeichsgcwcrbeOrdnung auch vor, daß HandlungSreisende sich körperlich untersuchen lassen nlüsscn, um fcstznstelle'n, das; sie nicht mit ansteckenden 5Zrankhciten bcbafttt sind. Was maä?t nun die liebe Polizei im Königrcich Sachsen, dem Dorado . der deut, schcn Jteaction, mit dieser Aenimmung )iun, sie fuhrt sie aus, aber wie ! (iinc wahre Empörung herrscht dieserhalb im :ncr Aufdruck gegeben haben. Jedei Kaufmann, al: 00er jung, verheirathcl oder ledig, der für eigene oder frcmöe Rechnung auf Reisen gehen will und 'eincr Legitimation bedarf, muß sich vorher einer körperlichen Untersuchung unterziehen, wie solche im übrigen bürgerliche: Leben , nur die Sittenpolizei gegen-du ihrer Aufsicht unterstellte Prostitution sich erlauben darf". In dcm'elden Sack'sen baden sammtliche Landtags-Abgeordnete mit Ausnähme der Socialdemokraten um Unterbreitung eines Gesetzes ersucht, wonach steuerpflichtigen Personen, die uicht zahlen können, der Besuch aller Schankstätten und Tanzböden verboten werden soll. Wer nach der dehnbaren Bestimmung : sich mit Absicht, durch ungeordneten Lebenswandcl und dergleichen" in den Stand geseift hat, die öffentlichen Abgaben nicbt beablen ;u können, dessen Name wird in den öffentlichen Blättern bekannt xi . v. ar:At.rx 0.. CUiaUl, Ml VtU UV ri,Uly lokalen ausgehangen, an den Pranger genagelt, und diefen ist dann das Betce ten genannter Orte verboten. Es wirc wirklich immer schöner im deutscher rrt neicoe. Schmeichelhafte Meinung. Der Unterschätzun amerikanische? Fortschritte, die bisher in Deutschland an der Tagesordnung war, schemt ncurdings e:ne ebenso große Ueberschätzung Platz machen zu wollen. Laöker hat sich nicht nur m Amerika selbst, sondern auch in einem Briefe an den Ober-Bürger-meiste? Forkenbeck von Berlin dabin qe äußert, daß seiner Ansicht nach das Volk der Ver. Staaten seh? bald an dir Spitze der Civilisation treten werde. Daran anknüpfend, schreibt die verbrcitctste deutsche Taacszeituna, das Berliner Taae blatt", einen Leitartikel, der' neben vielerr richtigen Bemerkungen auch das Folgende übe? Amerika enthält : Kein Werk ist so groß, aewaltia und weltausschend, das; es nicht unternommen und allen Schwierigkeiten . zum Trotz glücklich zn Ende geführt würde. Die neue Pacificbabn, die Brücke zwischen New. Am und Broollvn, die Brücke im; teryalb der Niagara-älle sind die neuesten siaunenerrcgenden Leistungen amerikanischer Willenskraft und Aus daucr: unzählige andere gebörcn längst zu den Gewöhnlichkeiten deS Tages. Wer rennt nicht betjplclswelse jenen ZeltungSzug, den die Scew Z)orkcr Blätter eingerichtet dabcn. Aus nichts als einer besonders fchncllausigcn Mascbine und zwei Packwagen bestehend, saust er Nachts, mit Journalen beladen, von New )ori ab und durchrast eine Strecke von vierzig deutschen Meilen, ohne anzuhal- , ten, mit fast doppelter Kurienuasaefchwlndlgkeit. um dann mit neuer Maschine die wilde Fahrtunaushaltfam nach Westen fortzusetzen. An den einzelnen Stationen werden die Zeitungspackete im Fluge hinausgeworfen, von Angestellten aufgefangen und durch reitendeVoten ins Land weiter befördert,' so daß der einsame Fanner weit l m W e st e n schon frühmorgens sem New ?)orke? Blatt 111 anoen yar. Run betragt die Entfernung ztvischen der Stadt New ?)ork und der Stadt Buffalo, die noch nicht einmal am west lichsten Ende des Staates New mit liegt, 463 englische Meilen. Selbst der allcrschnellste Zng, einen mit doppelter Kurierzugsgcschwindigkeit, d. k. 80 englischc oder nahezu 17 deutsche Weilen auf die Stunde giebt es natürlich nicht, legt diese Strecke, in nicht weniger als zehn Stunden zurück. Gingen alw dl, New Yorker Blätter um 4 Uhr Morgens aus der Stadt, so wären sie um 2 Uhr cachmlttagS erst rn Bussalo, also noch nicht einmal aus dem Staate berauö. In Ehicaao, das von New ?)ork aeaen 1000 englische Meilen entfernt ist, lönnen sie unter allen Umständen erst am folgenden Tage eintreffen. Ehe sie vollends den wetten Welten erreichen, worunter man sich heutzutage das Gebiet jenseits der Feisengebirge vorzustellcn hat, sind sie mindestens 3 bis 4 Tage alt. Zum Glück ist jedoch der einsame Farmer im weiten Westen" weder auf die mythischen reitenden Boten, noch auf die New lorker Blätter angewiesen. Es giebt zwischen der V!etropolis am atlantischen und derjenigen am stillen Ocean eine solche Menge vorzüglicher großer und kleiner Zeitungen, dajj die New Forker Presse ihr Absatzgebiet größtentheils in der allernächsten Umgebung suchen muß. Zu denjenigen Dingen, von denen man sich in Deutschland noch immer keinen BcArtss machen kann, ge hört in erster Reihe die großartige EntWicklung des amerikanischen Zeitungs Wesens. Aerziliche Sachverständige. Die Gesellschaft für gerichtliche Mediein in 3!ew Aork hat in ihrer letzten Sitzung den Bericht ihres Comites über Ernennung und Vernehmung von arztlichen Experten berathen und demselben ihreZustimmung ertheilt. Dem Berichte ist ein Gesetzentwurf beigefügt, dessen Bestimmungen wohl geeignet sind, mit den auf diesem Gebiete der Rechtspflege so entsetzlich getriebenen Mißbrauchen im Staate New Sork aufzuräumen und des sen Annahme sich auch für andere Staaten in hohem Grade empfiehlt. Tie Richter, welche den Gcneraltermin der Süpreme Court bilden, haben nach Berathung mit arztlichen Antoritäten die Experten für ihre resp. Districte zu er nennen ; letztere sollen Erfahrung in Behandlung von Geisteskrankheiten be$$Ei und . mindesterzs I Jare im Amt
tcr dcmausmannsanoe,cer die gropten kaufmännischen Firmen im Boizt!ande i7 einem acbarniiä'ten Protest an die Kam-
bleiben. In allen Processen 'und Antlagen, bei deneu es sich um dieBcurtheilunz des geistigen Zustandes irgend welcher
Betheillgten handelt, haben die Anwälte, welme & zeigen ;u vei l,t'- V.irtf.sfi.v srsf v)?i?r bir 41(11111 141 V lUVtt Wl vv. v 1 vom Gerichte ernannten Experten und keine anderen werden vernommen, doch ! kan.i 's Gericht auf Antrag der einen ! rder anderen Partei die Zal'l der Erper-1 .t. muv. 1 V . -r . ten vcrmcbren.r. 'die gestellt werden sollen sind vorher bei I . rt 1 . ' f . . w . ! . r . . V; '. '.-..rhi'ttir r ivrii.ipn. 'i'v'!' v r)'"jv"' ' ' ' - I rem icnmic elnzureia'en uno von cku 1 ri sll . .... f. 's ... . rer geznerlwen arrei miizui?enen, können nch die Vertreter beider Warteten über die vorzulegenden Fragen nicht etnizen, so hat das Gericht hierüber zu entscheiden.' Der Betrag der an die Ernehmung beantragt, vorschußweise bei ;- . r 1 1 .V. 1 bericht zu lmucnegen ; rperien, ic das Gericht aus eigener Vachtvollkommenheit ernennt, werden immer aus der Eountykasse bezahlt. DicGesellschast bat einEomite ernannt, welches dcn Entwurf der Legislatur in Äibany vorlegen teil. t wr- rr cMittfchubl.ni seit. Zu den interessantesten Unterbaltun gen in der Earnevalswoche in Montreal, Ean., gehörten die verscyiedenen Auszüge und Wettfahrten auf Schlittschuhen. Der Eislauf, eine der gesündesten und anmuthigsten Leibesübungen, einer der aller vernünftigsten ..Sports", wird auch in dem Theile der Ver. Staaten, dessen gcographische Lage denselben begünstigt, mit Vorliebe gepflegt und wir haben auch aus diesem Felde Kämpen, die sich in den Kreisen ccr Schlittschuhläufer wenigstens einer gcwlermaßen nationalen Bekanntheit erfreuen. Viele derselben waren in Montreal anwesend und und speciell den a .:r, wCl inungen der dortigen Schlittschuhläufer mit Sachkenntniß und Verständniß ae folat. slx Urtheil gebt überelnulmmend daoiii, daß die Kunst, tvie sie in Eanada geübt und gepflegt wird, die m den Ver. Staaten eingeführte Äkanier derselben weit übertrifft. Der Hauptgrund hierfür liegt darin, datt m Eanada die ganze Bevölkerung den lebhaftesten Antheil am Schlittschuhlaufen nimmt. Tort bestehen nicht nur in den großen, sondern aucü in Mittel- und kleinen Städten Eisbahnen in geschlossenem ?!aume, die dcn j ( ' ganzen hinter rnncurd itno natürlich auch dann eine svieaelalatte Eisfläche bieten, wenn im Freien tiefer Schnee das WbV - 4(V VVIvi, V 4UIV Seen bedeckt. So sehr in diesen Ninks 1 -1 11 11 1 (-frnm. rh 1 m A von Einzelnen die jchwiengsten öiunststücke geübt und ausgeführt werden, so spielt doch das eigentliche Ehamvion-Un-Wesen eine viel unbedeutendere Nolle als bei uns, wogegen die Kunst, gewandt und anmuthig auf dem Eise dahinzuglciten, viel allgemeiner von Alt und Jung Weidlich und Männlich geübt wird Die canadischen Schlittschuhe sind für solche allgemeine nege des (e-lslaufZ wesentlich vraetischcr eingerichtet als dle unsrigen ;bci ihnen ruht die Stahlkliuge unter der Sohle fast in der ganzen Länge des 'Fußes auf dem Eise, während die selbe bei unseren Schlittschuhen nach oorne und hinten abgerundet ist, sodaß nur ein vcrhältnipnämg kleiner Theil ocS Dustes dem !!örpcr als Stützpunkt etent. Unsere Schlittschuhe eignen sich aus diesem Grunde mebr nun fahren diesem Grunde mebr zum Zähren oon Figuren und .zur dlusluyrung abnllcyer jtuiimtuac, lociyreno 01c canaoiicycn im Dauer- oder Wettlaufe und einer na türlichen und hierdurch erst recht graziö- .- ? , sen orpcryaltung we'emuw benere Dienste leisten. John Ennis, einer der besten und bekanntesten Schlittschuhläuser, sagt, daß er auf canadlichcn Schllttschuhen die Meile leichter in 4 Minuten mrüalegcu könne, als auf unseren in 4 Minuten 23 Sccilnden. Ferner trifft man in dcn Ver. Staaten rirgcnds so vortreffliche und vollkommen zlatte Eisbahnen, als in Canada. Dort vcrden diese Bahnen nicht nur in den JlinH durch AuZgicßen von Wasser hergestellt, sondern auch im Freien auf dieielbe Weise verbessert. In beiden Fällen läßt man das Wasser nicht über die Flachen hinweglaufen, sondern vertheilt dasselbe durch Spritzen und Sprenkeln mög lichst gleichmäßig, wodurch eine unebene, velligeObcrfläche ebenso vermieden wird, ils blasiges, brüchiges und von einzelnen Sprüngen durchzogenes Eis. Die größte bedecktcCisbahn in Canada ist der Victoria-Nink in Montreal ; die Zahrbabn desselben hat ljl2 Meile im Umfange. Das interessanteste Schauspiel Während der Earncvalssestlichkeiten war :in Wettlauf, an dem die Theilnahme Zedem freistand, und in dem- es galt, eine Strecke von 15 Meilen in der kürzestcn Frist zurückzulegen. Bob Elliott oon Montreal brauchte für diese Leistung l Stunde 1 Min. und gewann den ersten Preis. Sämmtliche Ninks in Montreal werden den ganzen Winter hindurch an jedem Nachmittage und Abende von Kinoern, Frauen und Männern ungemcin zahlreich besucht. Die Mitglieder der verschiedenen Elubs bewahren in den Fächcm der Schränke, welche ganze Wände bedecken und ungemcin zweckmä ßig eingerichtet sind, ihre Schlittschuhe auf, die ein für alle Mal an den betr. Fußbekleidungen auf's Praktischste befestigt sind. Ein ?)!aökcnball auf Schlittschuhen ist eines der anmuthigsten Schauspiele, die man sich denken kann. Kunststücke werden auf dcn Eisbahnen Canada's natürlich auch ausgeführt, doch liegt der Schwerpunkt der herrlichen Uebung in der allgemeineii Theilnahme der Bevölkerung an einem natürlicheleganten, ausdauernden und eventuell schnellen Laufe. Äogclvcrtilgung. Unsere reizenden S änger, die wir mit unrecht "rc,dins nennen, gehören !u .der Gattung der Drosielndie in Deutschland, ebenfalls . wissenschaftlich unrichtig, auch Krammetsvögel genannt werden. Krammetsvogel bezeichnet nämlich ursprünglich nur die Wachholderdrosel Luräus iluris , wird aber fällcblich au,ch.alsamme.lname. für. alle
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perten zu bezahlenden und von dem ie richte stets vorher festzustellenden ttebüh ren ist von der'Partei, welche die Ber
Arten von frösteln und Drosselvögcln gebraucht. Der hiesige Nobin hat mit der deutschen Amsel die größte Ächnlichseit ; das deutsche 3!otl'kcb!chcn wurde
früher den Finken zugezählt, doch bat ihm rostcl- . . . . . .. . r " Suden und werden in Sudeuropa leider j ?lllionen. gefangen. Diese "V? "." dlgke angcr,.Nl nur lm ruhllNgund Gnmm.'r eihirt? r.l.'rt.Mif rtif.trr. frrw" i - - -"i l c1 i i l i 1 w -, r niii-n rit Ni ntiir rtuc'i ? 4 tvta viv ituui 1 ut iriivii uuu vuv J gefährliche Geschenk eines äußerst schmackhaften Fleisches gemacht. Die Bewohner unserer Südstaaten bcginnen mehr und mehr das schlechte Beispiel der Italiener nachzuahmen, und in Harrisburg, R. E., z. B. kommen Tau sende der kleinen Sänger auf die Märkte. In der Zeit zwischen kurz vor Sonnenaufgang und 8 Uhr früh lvurden kürzlich in einem Dickicht in einer Breite von ungefähr einer Ä!eile bei Eharlotte, 3l. E., an einem einzigen Tage 2,110 Äkobins" gctödtct, gezählt ilnd'nach dem Äkarkte gebracht. Man bedient sich dort weder der Vogel Herde, noch der Netze, noch der Hinterhalte mit dem Uhu, der als geschworener Feind der kleinen Vögel dieselben zum Kampfe herauslockt, sondern die Vogelschlachte? haben es bequemer. Mit gackeln oder Laternen versehen und mit knüppeln bewaffnet, dringen dieselben vor Sonnenaufgang in die Röhrichte ein, in denen die Vögel nisten ; aufgeschreckt und durch die vielen Lichter verwirrt, fliegen die Vögel auf die letzteren zu und werden von den Streichen der Knüppelgarde leicht erlegt. Unsere Wälder und Fluren sind verhältnismäßig arm an Singvögeln und' die Legislaturen im Süden sollten dagegen einschreiten, daß der in ihren Staaten gesuhrte Vernichrungskampf beinahe dem ganzen Lande den Zauber der gefiederten Sänger raubt und durch Ausrottung der Insektenfresser über unsere Wälder und Obstplantagen ernste Gefahren heraufbeschwört. In Deutschland und auch in vielen amerikanischen Nordstaaten ist der Fang und die Tödtung der Singvögel mit hohen Strafen belegt, und dieser den Vögeln gewährte Schutz ist zwar nicht entfernt ein vollständiger,' aber trotzdem von großem Nutzen. Ä'.'hnliches ließe sich in den Südstaaten durch ein vernünftiges Vorgehen ihrer Gesetzgeber erreichen. iprn Inlande. Z e b a l 0 n V. V a n c e v 0 n )?ordEarolina hat im Senate eine gemeinsam? Resolution eingereicht, Vorkehrungen seitens der Regierung für eine Feier zu veranstaltcn, welche die Erinnerung an eil! Ereignis; verherrlichen soll, daö als Anfang der anglo-sächsischen Eolonisaticn von Nord-Amcrika bezeichnet wird. Zu diesem Zwecke soll laut Bestimmung der Bill ein Eomite von drei Senatoren und fünf Jlepräsentanten ernannt werden, welches iic Errichtung eines Monumentes an der Stelle besorgen soll, wo Sir Walter Naleigh'ö Expedition aus Noanoke Island, - im heutigen ?!ord Earolina, vor oOO Jahren landete. Der Grundstein U diesenl Nkonuznent soll unter Mitwirkung der Gouverneure von Virginien, Nord- und Süd-Earolina, welche drei Staaten die ursprüngliche Eolonie Virginien bildeten, am 4Juli dieses Jahres gelegt Uiid 530,000 für die Errichtung des J)!onumentes bewilligt werden. Die farbige Bildbauerin 1 ri (?dmonia A. Edward? in 9ta Nork i J . ... . yat aus cueuung ves oro )ure England die Ausführung einer.Statue der Jungfrau Maria übernommen. In der Stadt New Jorl beträgt die Gesammtzahl der Personen, die Gclv in Sparbankcn angelegt haben, ctwa 600,000 ; cbensoviele konimcn auf dcn übrigen Theil des Staates ; die von den genannten' Depositoren eingelegten Gelder belaufen sich in runder Summe auf 500,000,000. Eine merkwürdige E r s ch e inung im Mississippi ist vom Eapt. W. L. Marshall von den, Bundes - IngenieurEorps, der zu Nicksburg stationirt ist und die Flußverbesserilngs-Arbeiten bei Lake Vrovidcnce in Louisiana für die Mississippi'Commission beaufsichtigt, entdeckt worden. Er will nämlich entdeckt haben, daß ein Pfosten eines Deiches in ansrechter Stellung um 62 Fuß dcn Fluß hinuntcrgcrückt ist und nach wie vor fest im Sande steht. Es scheint also, als ob der Boden des Mississippi - Flusse gleich einem Gletscher langsam, aber unaufhaltsam vordringt, denn nur so lies;e sich das Vorrücken des Pfahles erklären. Diese Beobachtung ist schon früher gemacht worden, Niemand hat aber daran geglaubt. , . Ueber die Praktiken der californischcn Eisenbahn-Monopolistcn gibt der dortige Vahncommissär W. W. Foote Aufschlüsse. Unter Anderem sagt cr,daß die Bahnen Billets zweiter Klasse nur zwischen Evncui-renzstationcn ausgeben. Auf Untcrwegsstationcn tvcrdcn aber keine zweite Klaffe Billets verkauft, trotzdem die zweite Klasse Wagen sich imZuge befinden. Beispielsweise: San Francisco und Los Angeles sind Punkte, an denen zwei Concurrenzbahncn einmünden ; dort sind zweiter Klaffe Billets erhältlich. Wer also von einer Station, die 50 Meilen näher nach San Francisco gelegen ist als Los Angeles, nach dem ersteren Platze reisen will, kommt billiger dazu, wenn er erst nach Los Angeles fährt, dort fein Billet lölt und von da auö wieder an feiner Station vorbeifährt, also einen Umweg von zwei Mal 50 Vccilen inacht. Häufig lassen sich deshalb auch Passagiere von Unterwcgsstationcn durch Freunde in Los Angeles Billets mitbringen und sie. steigen dann unterwegs ein. w m nn . . t- , Ein e l ze nth um l ich er Fall Von Blutvergiftung tvird auS'McKccsport der Uzittsvurg oerichtet : U)er junge Buch halter William Simpson schnitt sich vor einigen Wochen mit den scharfen Kanten großer Bogen Schreibpapiers in den Finger. Die Verletzung war eine so unbcdeutende, daß c? sie nicht beachtete, bis ! der Finger zu schmerzen begann und anschwoll. Tie Anschwellung theilte sich dem Arme mit und eS stellte' sich beraus. daß Herr Simpson an eincrButverqif-
' nir.n innfif r r , , t k .-iit n tf
,tuvimi;iiti' fcvv ttiiiii un i-iiuiv uuu;
tung leite, die ourch ras Papier' vcrur sacht worden war. ' Die Aerzte halten ; eine Amputation für unvermeidlich. Aus D a k 0 t a k 0 m m t die so nderbare Nachrieft, daß die dort in Hut6)inson Eounty angesiedelte MenncnitenEolonie ihren gcsammten Besitz von 3200 Ackern., zum Verkauf ausbictct, da sie beabsichtigt, sich in Pennsylvanlcn eine neue Heimath zu suchen.' Wenn die Mcnnoniten in Dakota für sich keine Zukunft seyen, so muß es sehr bedenklich dort aussehen. Denn die russischen Akennoniten, seit Generationen an Stepp.'nllima und Steppci:wirtl'schaft gewöhntc Leute, welche fast gar keine Bedürfnisse besitzen und denen man nachsagt, daß sie für Naturschönheit und andere Annehmlichkeiten des Lebens nicht den mindesten Sinn haben, wohl aber tüchtige, sparsame, erfolgreiche Landwirthc sein sollen, gelten heutzutage noch fü die besten Präriefarrncr. Um so schlim mer für Dokota, wenn niesn einmal diese Leute dort leben können und ihr Heil ii der Flucht suchen. E i n D e u t s ch e r erbärmlichstcr Sorte ist Joe ppenbeim, der Präsident des Schulraths in St. Paul, Minn. Dieser Teutsche hat vor einiger Zeit dcn Eintrag gestellt, den deutschen Unterricht in dcn össcntl.Schulen abzuschaffen. Dieser Tage wurde er darar erinnert, daß die Stelle eines Schulinspcctcrs neu zu besetzen sei. Er antwortete, es sei bis jetzt nur der Nau-.e des Herrn Hermann Troll genannt worden und diesem opponire er,
weil er ein Deutscher sei, es seien schcn Dutchmcn genug im Schulrathe". Die St. Paul Volkszeitung" sagte von diel'em Landsmann : Ein Amerikaner, und wäre er der verbissenste Nichtswiiier, lvürde sich solcher Sprache schwerlich bedienen, von so einem Kalb Moses', dessen Vorfahren ohne Zweifel ganz hinten aus der Polackei kommen und dessen ganzes Dcutschthum in dcn Brocken besteht, die er in den Gaffen New Jorks gesammelt hat, kann man sich eines solchen schon versehen. Freilich wären schon zu viele Dutchmen" im Schul?ath,wenn ic alle vom Caliber des Oppenheim wären, glücklicherweise giebt es aber noch Deutsche im Schulrath, die cin'Bischen Ehrgefühl haben n. die nicht ihr Deutsch thüm verleugneir und die Deutschen als Bande hinstellen, die nicht würdig sind, in den Schulrath gewählt zu Waden blos UNI sich die Gunst der Jrländer für politische Zwecke zu erwerben." Der v 0 n der K i n d c r g ä r t ii erin Frl. Jenny H. AlmY auf einer Platform der .ochdayn in "Jtew vjcn nicccrgeschossene Sprachlehrer Vlttor E. Andre yat nach den neuesten Nachrichten Aussich, mit dem Leben davonzukommen. Ueber denselben wird mitgetheilt, daß er ein ebenso talentvoller als hochgebildeter junger Maiin und an die Familie de--berübniten Telearapb.'nernnders Mone von Fried r. Boden steot und anderen warm empfohlen ist. Er soll ein Großnelfe des bekannten, wegen Spionage gehängten britischen Äcaiors Andre seiii." Die reichste Gegend in den er. Staaten ist vielleicht Grecndurgy Towmship am Hudson unweit New ?)ork. Inmitten der Grenzen des .ownzyips haben Eyrus W. Ficld, Jay Goulo, James J.McEoomb, FredcrickJ. Stone, Henry Villard und andere New Yorker i'iillicnärc ihre Somnierpaläste. Der steuerbare Besttz wird aus 589,728,399 angegeben. Die in diesem Ecunty gezahlten Staatsstcuern repräsentiren einen größeren Betrag, als die von 14 anderen Eounties zusammen entrichteten. Folgende Städtchen liegen in dem Eountv : Tarrytown, Jrvingwn, Hast in gs, Dobks icrry und .'lldsley. Von lnSlandc. I n H a ii a u sind auf ergangen Einladung gegen 100 Personen zusammengetreten, um über die Angelegcnhcit des zu errichtenden ErzdcnkmalS für die Gebrüder Grimm zu berathen. Man ernannte ein Comite, welches an die Deutschen im In- und Ausland die Bitte richten soll, zum Gelingen des Werkes beizutragen. Während in dcn Zeitungen der letzten Monate ein Streit darüber ging, ob Kassel oder Berlin die Ehre des ersten Denkmals für die Gebr. Grimm baben sollte, kommt Hanau, in dem di5 Brüder geboren, mit seinem Vcschlusse zuvor. - Die jüngst zu N i n g p 0 (China) gehaltene Missionöversammlung hat einen Beschluß gefaßt, welcher in den Kreisen der in China ansäßigcn Europäcr großes Befremden hervorrief. Man beschloß nämlich (wie die Zeitschrift für den Orient schreibt), den Mädchen mit den bekannten künstlich verkoppelten Füßen die Segnungen des Glaubens, sowie die Aufnahme in die Missionsschulen zu verweigern. Die Bedeutung der im Lande weitverbreiteten Unsitte des Verkrüppelns der Füße kann nicht hoch genug angeschlagen werden. Das Weib wird zum hilflosen Wesen gemacht und die Arbeitskraft des weiblichen Geschlechts für die Zwecke des Hauses und des FcldcS fast vernichtet. " Andererseits schreiben mcdieinische Autoritäten die physische Vcrkümincrung der chinesischen Nasse in einzelnen Theilen des Reiches in erster Linie dein Umstände zii, daß die Frauen, in ihrer Jugendzeit der schmerzhaften Procedur des -Bandazirens dcr Füße ausgesetzt, ihr ganzes Leben hindurch aber an der erforderlichen Körpcrbcivegung behindert lverdcn. Obschon von Seiten des chinesischen Hofes das beste Beispiel gegeben wird (kein Mitglied des kaiserlichen Hauses, sowie keine bei Hose bcdienstetc Frau darf sich die Füße verkrüppeln), ist dcr Gebrauch so fest gewurzelt, daß sich die Zahl der goldenen Lilien", wie die chinesischen Poeten die stockbcinigcn Füße' dcr Frauen nennen, keinerlei Abnahine zeigt. Ob übrigens nicht die Zeitschrift den Beschluß derMissionäre falsch deutet ? Vermuthlich sollen nur diejenigen nicht zur Taufe zugelaffen werden, welche trotzdem nicht von jener häßlichen Mode lassen, und das ist gewiß' im ntcrcff? der Kultur durchaus richtig gehandelt. Eine grauenerregende Mordthat- ist kürzlich mit bestialischer Nohheit in Skurz, unweit Pr.Storgardt, verübt worden. Dcr ljährige Knabe Cybuka, Sohn eines Schneidermeisters, wurde MoraensMeeiner Brücke., au-
ßcrhalo des orseö auf'dev Feldmark des Gutes Rüßhof ermordet aufgefunden. Die Leiche ist gräßlich verstümmelt. Die Schädcldecke zeigt tiefe Stichwunden, dcr HalS ist bisauf die Halsartcrien durchschnitten, der Unterleib durch einen langen Schnitt geöffnet, beide Oberarme sind der Länge nach aufgeschlitzt. Am ichrecklichsten ist es jedoch, daß beide Oberschenkel kunstgerecht ausgelöst sini und gänzlich fehlen ; die beiden Barn vom Knie ab lagen neben dem Rump! im Wasser. Der Leichnam war gänzlici entkleidet. Am Fundorte war keine Blut. spi:r im entdecken. Es muß angenominen werden, daß die verthicrten Bosewichter den annen Knaben irgendwobiii gelockt oder betäubt hinzetragen haben, um ihr scheußliches Verbrechen aus;ufübren. Bis
8 Uhr AvcncS war der Knabe bei dem Kaufmann Ezapa mit Flaschcnspülcn beschäftigt ; sein spätes Ausbleiben haben sich die Eltern dadurch zu erklären gesucht, daß sie ihn unter dcn Zuschauern einer stattfindenden Hochzeitsfeier vermutheten, bis der !orgen die unerhörte That cnthüllte. Die Aufregung über den gräflichen Mord ist eine ungeheure. -In einem russischen Blatte -. finden wir wieder einmal das Loos der nach Sibirien Verschickten" gebührlich gepriesen. Jeder Verschickte crhäl: uämlich ungefähr 8 bis 13 Rubel monatlich und außerdem noch 25 Rubel jährlich zur Anschaffung von Kleidern und Schubwerk. Jedes erwachsene Glied seincr Familie (den Verschickten stcht es frei, ihre Familienangehörigen, wenn diese einwilligen, mit in die Verbannung zu nehmen) ist ebenso gestellt. Kindern ioird aber nur die Hälfte dicscr Unterstützung gewährt. Es gibt zahlreiche Familien von Verschickten, die aus diese Weise über 60 Nubcl monatlich und noch' mehr von der Krone beziehe und dafür zu gar nichts verpflichtet sind. Jn materieller Beziehung stehen die Verschickten daber bedeutend günsti ger, als die 'meisten dortigen Beamten. ! Die Bevölkerung murrt natürlich über j derartige Verhältnisse. Sie kann sich j keine Rechenschaft darüber geben, warum Verbrechern, die häusig wegen Diebstahl, Betrug u. s. w. verschickt irno und an ihrem neuen Aufenthaltsort ihr Geld größtcntheils vertrinken, solche Vergünstigungen gewäbrt werden." So weil die Rom. Wr. Was Wahrheit, was Dichtung an diesen Daten ist, irollen wn nicht entscheiden. R 0 ch nicht d a a c w c s c n t V der Praris dcs berliner Schwurgerichts ist ein an: 28. Januar vorgekommener Fall. Unter der Anklage eines schweren Sittlichkeitverbrechens hatte sich ein Herr vor diesem Gerichte zu verantWorten. Die Beweisaufnahme siel derartig zu Gunsten desselben aus, daß de: Vertheidiger, Referendar Schmidt, mit großer Zuversicht für die Niebtschuld eintrat. Ueberraschender Weise fällten indeß die Geschworenen ibr Verdiet aus Schuldig unter Annabnie mildernderUmstände. Der Gerichtshof zog sich ziirücZ und verkündete seinen' Beschluß dahin: Da die Geschworenen sich offenbar zum 9kachtbcil dcs Angeklagten in Unrein Spruch aeirrt baben. so wird derselbe auf Grund des $ 817 Str.-Pr.-O. aufgehoben, die Sache zur anderwcitiaen Verbandlunz vor das Schwurgcricht xx nächsten Periode verwiesen und der Angeklagte auf freien Fnß gesetzt. In rnssischenRegierungS: kreisen scheint man endlich hinsichtlich des aufreizenden Treibens der ' estnischen uiid lettischen Agitatoren ein wenig zu. Besinnung gekommen zu sein, und es ist an die russischen Gouveriiellre in dcn Ostsceprovinzcn eine verschärfte Wcifung ergangen, auf das demagogische Treiben derselben Acht zu geben. Es ist jetzt sc ziemlich erwiesen, daß die ganze konfeftonelle Bewegung in Esthland, wo ungeähr 1000 polnische Bauern von dcr luhcrischcn zur griechischorthodoren Kirche übergegangen sind, nur eine Folge von allerlei Vorspiegelungen seitens der Agitaiorcn gewesen ist, welche den Bauern vorgeschwindelt, daß sich der Kaiser ibrer gegen die deutschen ,.Kczcr" annehmen, ihnen Land geben, sie anderweitig matcricll unterstützen würde :e. Wie man sagt, soll auch die ganze berüchtigte Manasscin'fche Revision mit allen ihren Materialien so gut wie ad acta gelegt worden sein, da man minmehr eingesehen, daß sie durchaus tendenziös vorgenommeii ioorden. W i e a u s W i e ii 0 f f i c i ö S berichtet wird, sollen die zu gewärtigen: den Ausnahmsmaßrcgeln, mit dcrenVorbereitilng sich die Regimmg gcaenwättig beschäftigt, das Vereins- und Vcrsammlungsrecht, sowie die bestehenden Preß Vorschriften wesentlich einengen. t e W teuer V v l i z e i - Ä l -reltion hat den schlesischen Polszeiverwaltilngen die Mittheilung zugehen lassen, das; der Raubmörder Hugo Schenk sich seit dem Jahre 1875 vielfach in Schlesien, Posen und den cachbarprovinzcn ausgehalten und sich als Gütcrdircktor, Maschinentechnikcr und Ingenieur cingeführt hat. Wenn irährcnd dieser Zeit irgendwo Mädchen verschwunden sein sollten, über deren Verbleib noch nicht ermittelt ist, sollen die Angehörigen derselben schleunigst dcr Wiener PolizeiDirektion Anzeige davon zugchen lassen. In Areslau hat Hugo Schenk seine spätere Frau kennen gelernt, auch will er dort im August v. I. bei Juwelieren Pretiosen 'eingekauft ode? eingetauscht, auch eine Damenuhr. welche" Therese Kctterl aebört batte, verbrochen in einem Abort auf dem Bahnhöfe geworfen ha; ben. t Vor K u rz e m befand sich ein britischer Soldat vor dem Kriegsgerichte, angeschuldigt, seine cgvptische Feldzugsmcdaille" für 2 Mark 50' Pfcnnig verkauft zu haben. Der Vorsitzende des Kriegsgerichts suchte dem Sohne des Mars das Schmähliche dieser Tranöaktion in besonders scharfer Weise klar zu machen. Was ? das Geschäft nennen Sie schmählich?" nist der Angeklagte aus. ,,sd) mun schon sagen, nach all den Spöttereien, welche ich von meinen "Freunden über das egyptische Pienie" zu "hören bekam, sing ich an, die Medaille für eine Schmach anzusehen, und deßhalb verkaufte ich sie auch."
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nx groye Schnlerzenstiller 'beilt RhettMKtismus, Rückeuschmerzen, Verrenkttngen, Kopffchmerzen. Zahuschmerzen. Gliederreißen. Flellralgin, Frostveuseu, Gesel'uvlilst, c.vcttsenllk). BraudjlZNttdcn, Schnittkttlttdell, Berstanchuttgen, Quetschungen, Hüftenleiden, Gelenlschmerzen. W Jakob hiiit alle sirnfnen, trcl ein LußttUchks i'iincl iknörvjzk::. Faruler und BichzUchter .ndcn in den S t. I ak c b Z O e l t'munüde:tttff!lch Hcilir.ii'.el ckgcn W- &d rcien des Äsundes. Jet er ?4'$t Ct. JaköüZ Ccl i'1 eine r,cnait k?e, rauä'SAr.lrsunz in tcutirr. erflificr, franfi. ftcr, frenififr, fi-irU-tcr, lrffäniifr, dänisch, böl'iser. zuZicfnHer itai,ei'.1'cher Eprachr )ct.rqcdk. Line ?sliibt 2t. Jäkel s Cd kct r? C,n lütf ?lasZn für U.W) vi in ilit a$il;ele a L.tn ctr U'irfc bti cnclluc;c:t von ni.tt hniütr als iö.w rti r.ai aUe:t .Cbfilea icr rhrtir.igttn Staaten versandt. ' ffiaa airtifir: The Charles A. Vogcler ai'"cl;;tr vcn Ä. Zcydtx 1 Co.) Baltimore. Md. Dr.H.S. Cunningliain ((ri uir3 Tki isch LkjprechkN.) MoZnnvg": lZ. 354 Süd Mcridiazt Straße. ICl!alKzc1!, Iull. Df Re . Studks : H- 9 5? ?Ierg.. 132 jlara. 79 Uhr dends. Teledbsnire naü G,sra, F Voril's Vd2tbek,. Dr. C.tJ.Everts, DeutscherZahnarzl. F.aVslztt ton (TU. 55. Xaltrrt.) N. W.-Ecke Washlngtott u. Penttsylvania Ltr. Indiana l,. Bon Bremen nach New Nork odrr Baltimore, S20.C0. Bon Bremen nach Jndianapolis, Ufa New Inrk $32.30 - Hin Baltimore 30.50. ebrüber Freuzek, S. W. Ecke Washington u. Meridian r. Dr. Hugo O. Pantzer Arzt, Wundarzt n. GeburtS' belser, Office: Dolawaro St. Snchftund: 10-11 Uhr Sonn ; UhrRach. Wohn: S AstlZ.. ?''?5er', früher Ofsi.ce. Sprechstunden: &-9Uhr Vorm.; 13 Uhr achat; 7-8 Chr bend. C? telerüan.Petbtrtbun. A. SCHMIDT'S Buch- tt. ZeitungsAgentur. IV. 113 GtreiGv StraHNo. Jndianapolik. . CT SIS SRMjtrag KtxUz lstB und tftnSIia titotjt. k?1tQ bMig und schön geduadea.
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