Indiana Tribüne, Volume 7, Number 145, Indianapolis, Marion County, 13 February 1884 — Page 2

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st w nrx2iirA Andlans iSrtDUnC. I 7 I E r sch ei nt Fägk?S, VölLentttS u. Sonntag, jfrtfr 10,0 Mnrylandftr. Indianapolis, Ind., 1. Februar 1834. Drei alte Vreunve 'in Deutschland, seine bald schwermüthi- ' r - . ctt ? & gen, vaio munreren seilen erroncn ließ, .wohl aber das Folterinstrumcnt, das --visckborn. die Ankunft der Briefe und Zeitungen meldete - mit einem Worte, als es in Pennsylvanien nur crst sehr wenige Eisenbahnen gab, war dastadtchen Truman's Corners eine äußerst Übhafte Poststation an der Heerstraße, in welcher mehrere Localpostrouten zusam menliefen. Dorthin kamen im Iahn 1840 drei FrnuuX, Cyrus Miller, Louis Dorr und John Merritt. Miller - kaufte die alte Schänke am Marktplatze, riß die--selbe ab und errichtete auf derselben ein nettes Wirthshaus in jenem pennsylva mfch-deutschen Style, den noch heute vereinzelte Häuser in jener Gegend zeigen. Louis Dorr, ein Zimmermann, baute das Haus. Auch 'baute Miller an dem Bache, der durch das Städtchen fübrt, eine Sä aemühle, und Merritt, ein Zeugarbeiter, setzte die einfache Maschinerie der leperen in Stand und übernahm den Betrieb. Die drei Männer hielten die beste Kämeradschaft , und kein Tag verymg, ohne daß sie am Abend wenigstens em Stundhen im Wirthshause verplauderten. Vor zwei Jahren überqab Miller Wirthshaus und Sägemühle an seinen 'Sohn, bedang sich aber eine Auszugsavohnung in ersterem aus, und Merritt behielt den Betrieb der Mühle. Dorr blieb in seinem Stübchen im Gasthause und entrichtete fortan seinen Mietyzins an Miller jun. Der Vater desselben hatte immer streng darauf gesehen, daß das HauS fein ursprüngliches Aussehen behielt, und die erforderlichen Reparaturen hatte Dorr immer so ausgeführt, daß dadurch an diesem Aussehen nichts geändert wurde. Die Mühle konnte mit den verbesserten Etablissements gleicher Art nicht concurriren und arbeitete mit Verlust, aber sie mußte fortarbeiten, denn Miller war in seiner Wirthschaft ein gar wohlhabender Mann geworden und wollte 'seinen Freund Merritt nicht aus feinem gewohnten Wirkungskreise verdrängen. Äm 1. d. Mts. verkaufte der junge Miller . hinter dem Rücken feines Vaters Wirthshaus und Sägemühle an George Hendershot ; der Alte raste, als er dies .erfuhr, aber weder Bitten noch Drohun gen vermochten den Sohn zu bewegen, den Kauf rückgängig zu machen. Der neue Besitzer kündigte an, daß er das Haus umbauen werde und ließ Merritt bedeuten, die Mühle zu räumen, dieMaschinerie müsse verändert und die Was serkraft besser ausgebeutet werden. Miller sen. nahm sich den Gedanken, daß es ihm nicht vergönnt sein sollte, in dem alten Hause den Nest seiner Tage zu verleben, so zu Herzen, daß er sich hin legte und starb. Am nächsten Tage wurde der 80jährige Dorr im Mühlbache als Leiche gefunden; die Brücke über den Bach ist in Reparatur, neben derselben ist auS Planken ein schmaler Steg für Fußgänger hergeztellt und man nahm an, der alte Mann habe ' beim Ueberschreiten desfelben das Gleichgewicht verloren und sei in's Wasser gefallen. Zwei der alter Freunde lagen todt in ihren ehemaligen Wohnungen im alten Wirthshause und harrten, daß man sie zur letzten Richc dringe und neben einander bette. "Am nächsten Tage, an dem das Dov zzelbegräbniß stattfinden sollte, ballte dei Mus : Feuer, Feuer !" zum ersten Male seit 44 Jahren durch das .Städtchen. Hoch schoß die Lohe zum 'Himmel empoi iind leitete die Bewohner nach der alter Sägemühle, die m vollen Flammen stand ctn einer halben Stunde war der alte Äau mit allen Vorräthen cin rauchend?! Azchenhaufen. Das Bcgräbniß war vorüber, als de, alte Merritt zu George Hendershot in'i Zimmer trat. Eure Mühte ist abgebrannt und ich habe sie in Brand gesteckt. 44 Jahre habe ich Tag für Tag. keinen einzigen ausgenommen, darin qeschasst und ich konnte den Gedanken nicht ertragen, einen Anderen dort Hantiren ;i sehen. Der alte Miller und der alte Dorr, meine Freunde, sind todt. Ersteren hat es das Her; abgedrückt, daß er das alte Haus verlassen sollte, und Dorr, der daS'Haus gebaut und in Stand gehalten hat, ist nicht vom Stege gefallen, er bat den Tod gesucht, wei lein Freund todt war und er sich ein Leben außerhalb des alten Dauses nicht denken konnte. Hätte ich einen Fremden in der Mühle .gesehen, ich hätte es dem Dorr nachthun müssen ; da habe ich die Mühle lieber abgebrannt. Aber Euek Schaden soll cs nicht sein, Ihr habt für die Mühle mit allen Vorräthen 8700 an den jungen Miller bezahlt, hier sind .5700." Merritt, der in diesen Taqen ;u eine verheirateten Tochter nach Buffalo zie hen wird, erhielt die $700 am nächsten .Tage von Hendershot zurück und diese: theilte ihm mit, der junge Miller habe ihn voll entschädigt. Derselbe sei auße: r l e 9 .. iq uno yave lym gejagt : wenn er yam ahnen können, daß es so kommen würde. so würde er das Wirthshaus und die Mühle nicht verkauft haben. Der MMenschenfresser. Dieser Tage wurde in Pittsffeld, Mass. eine: cenwurcigleil ver. isegenv, ve ..Kannibale" Otis, zu Gefängnißstraf se verurtheilt, weil er einem Farmer Pökel fleisch gestohlen hatte. - Dieser cigen ihümliche Kauz, ein halber Idiot, aber biS auf ein bischen Stehlen von Nah runqZmitteln harmlos, verdankt seinen Leinamen zunächst dem Umstände, dan ti

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Münz m Aerlsyire ucumt; m einemMuseum als Wilder" figurirte, und in GrTnslnasun VON Mensckcnfleisch Qüb-

ner. Kaninchen und Mische zernv und roh WWVvj-'--rj I I -m ' " . . t rwp , v c verzcbrte. Er lebt mitten nn Walde, ipt das Wild, die Mäuse, die Fische, die er erlegt, immer roh und vergreift sich - nur im Nothfalle an den Fleischfässcrn oder Hühnerställen der benachbarten Farmer. j Seiner GnaMung nach wurde dcr Kanni-' . w , . i."k.f.. i bale als öinaoe nacy einer cer vsuojce Inseln verschlagen, VON den- übrigen Schiffbrüchigen wurden zwei sofort den von einer cacyoarinzci gcia?iac?lel uno verzehrt. Otis gewann durch feine Anstelligkeit t f e t . f t ti.i. v die Zuneigung des Königs, mußte lernen, Menschenfleisch zu essen und später heira thcn. Nach Jahren gelang eö ihm, den König zu überreden, daß dieser ihn in Ktnni rrf inm in Wr Sf'nV& tartT llUtlll VilAHW llUty vnnin vv Anker liegenden Schisse fahren ließ; er nn p r " yatte versprochen, cic canncyasi zu uoer reden, die Insel zu besuchen, wo sie dann aufgefressen werden sollte. Auf jenem Schiffe kam der Kannibale nach Amerika. Er brachte einen Götzen von jener Insel mit, den er in seiner Hütte aufstellte und vor dem er, wenn er ihn in gute Stimmung versetzen wollte, einen grotesken Tanz aufführte. In diesem Winter war die Jagd jedoch so wenig ergiebig, daß Otis zum Diebstayle gnfs, um nicht zu verhungern, und aus Wuth hierüber hat er den Götzen zerschlagen. - &t tSiau lt. j). Jörnt 1) Der Srurz De Brazza'S scheint so jäh ewesen zu sein, wie sein Emporsteigen. Zor einem Jahre drang Herr von Brazza nach der Gegend am oberen Congo auf einem neuen Wege vor, den er selbst entdeckt hatte und der sowohl hinsichtlich der natürlichen Schönheiten als auch rückf r if r l. rr r . , rv ncylilcy oer lequcmtlcyleilen sur oasublikum dem von Stanley gebauten und verwalteten weit vorzuziehen sein sollte. Er schloß einen Vertrag mit einem eingeborenen Könige, demzufolge letzterer in Anbetracht einer ihm von Brazza geschenkten neuen französischen Fahne der französischen vkegierung alle zene betlmmten Landcreicn abtrat, übertrug und ablieferte, die irgendwo in Mittelafrika gelegen sind, nebst allen und jedem ein zelnen eingeborenen König und anderen da:u gehörigen Einrlchwnaen. ferner baute Brazza am Ufer des Stanley Pools eine Stadt, die auS einem Fahnenstocke bestand, worauf er nach Frankreich zurückkehrte und die Zustimmung der Regierunz forderte. Obwohl nun die Franzosen sich selbst gegen die Deutschen nicht chützen konnten, waren sie sofort bereit. Mittefesrita gegen Stanley zu vertheidigen. In Folge dessen erklärte die Regierung ein Protectorat" über das ganze von Braa beanspruchte Gebiet und schickte letzteren mit 1500 Mann und vieen Hinterlader - Gewehren nach Asri!a zurück, um den französischen Republikanismus unter den Negern ausbreiten zu anen. Der grone Foricher reiste wohl. zcmuth ab. ES unterlag für ihn keinem Zweifel, daß er mit 1500 bewaffneten Franzosen gegen einen einzigen Stanley zu Felde ziehen könne. Noch hatte er ewige Vorgefechte" mit den verschiedenen europäischen Handelsleuten an der Westküste, und dann stürzte cr sich in die Wildniß. Inzwischen war aber aucb Stanley nicht unthätig gewesen. Mittels seiner tückischen Künste setzte er bei den Mittel afrikanern ein Mißtrauensvotum gegen den König durch, mit dem Brazza seinen Bertrag abgeschlossen hatte. Ob dieses Mißtrauen auf des König auswärtige Politik, oder darauf zurückzuführen war. oap er sein Äolk nicht mttNum versorgte, ist nicht festgestellt worden. Auf alle Fälle muß nach der centralafrikanischen Verfassung ein König, der das Vertrauen le'nes Bolkes eingebüßt hat, entweder uusreißen oder sich lebendig begraben lassen. Arazza's Koni fügte sich mit Änmuth dem Willen seines Volkes u. riß auS. Sein Nachfolger kündigte nun selbstverständlich den Vertrag mit De Brazza aus den Grund hin, daß er den selben nicht für vortheilhaft halte. Gleichzeitig aber schloß er auch ein enges .".v..??. rrt.-.-t-L- i. r unonly mir Glänze?, Iveicyes ourcy einen Schlapphut, eine Mundharmonika und zwei Quart Rum feierlich besiegelt wurde. Zum Schlüsse endlich wurde Stanley's Flagge an den Fabncnstock De .n . 'er r e , razzaviue ausgeyipr. Jetzt vernimmt man aus zuverläsiiaen Quellen, daß sich De Brazza in einer cußerst peinlichen Lage besindet. Lange, che er De Brazzaville. erreichen konnte. itarben oder desernrten seme Leute, die eingeborenen Könige wollten ihm kein Gummi verkaufen und' die deutschen .v r k . . . . 1 yanvler am zgoiva! verweigerlen :ym allen Beistand. Weniger zuverlässigen Berichten zufolge ist Brazza dem Hungertode nahe, vermuthlich weil er kein Gummi haben kann, um seinen Magen 9. r f . . f e r ' , ZU vezcywlcynen, uno seme zaroerobe ist auf ein halbes Paar Hosen und ein Stück Hemde - zurückgegangen. Möglich wäre eS nun allerdings, daß De Brazza seine Kleidung freiwillig in dieser t!tt beschrankt bat, um den einqeborcnen Königen, die sich vornehmlich mit einem Nasenringe bekleiden, ein zartes Compliment zu machen,; .wahrscheinlicher ist eS jedoch, daß sein Mangel an Beklei düng ebenso unsreiwillig ist, wie sein cangei an zumm: uno daß seine age thatsächlich sehr traurig ist. DerNiedergang und Sturz DeBraizas wird Stanley und seinen europäischen Beschützern schwerlich unangenehm sem, desto unangenehmer aber den Franzosen. Es bleibt abzuwarten, ob sie nicht darauf bestehen werden, dak die tranzönzcheEbre ' V unbedingtdieAüchtigung der afrikanischen Könige, die Vertreibung Stanley's aus t. m . Äsrua uno vie Abtretung 'ves ganzen Congö-Veckens an Frankreich zum Erfatze für Elsaß'Lothrinzen erheische. Unbe dingt thäte die französische Kammer aut daran, einen dahin zielenden Beschluß zu Ctt... m:.mtp r?r...cu:s. i . r r. 1

5tt crtomen..a.iDioionsc rnne anjtren. gungen ßemat wurdcn,dcn franzosischen

Ansprüchen auf den Congo auch Geltung zu verschaffen, könnte die Ehre Frankreichs mit geringen Kosten aufrecht crh'altcn werden. Es würde sich nur um die Abnützung beredter Gesetzgeber handeln, welche Ncdcn über den Nuhm halten Würden, den Frankreich in Eentralafrika erwerben könnte, wenn cs nur die nöthigen Auslagen daran wagen wollte. Nebel der Einwanderung. Daß die Masscncinwandcrung nach den Ver. Staaten nicht nur Segen, sondcrn auch Uebel im Gefolge hat, wird Wohl von Niemandem bestrittcn. Worin letztere bestehen, ist ebenfalls wenig zweifelhaft. Die niedrigen Uebcrfahrtspreise der Neuzeit ermöglichen einer Klasse die Auswanderung, die daheim nichts gelernt hat, weder Geld, noch Geschicklichkeit mitbringt und hauptsächlich in den großen Städten hängen bleibt. Während der zehn Jahre, die mit dem 30. Juni 1882. endeten, kamen über 3 Millionen Einwanderer aus Europa in's Land. ' Davcn besaßen 6 Pröcent hrhcre Schulbildung, 11 1j 10 Procent waren'geschulte Handwerker und die übrigen waren entweder ungeschulte Tagelöhner oder Frauen und Kinder. Die. Teutschen brachten die meisten Kinder, aber unter ihnen waren auch die weitaus meisten Gebildeten und die größte Zahl geschickter Handwerker zu sinden, während sich überHaupt nur 39 Procent , in den Städten niederließen und 61 Procent auf's Land gingen. Dagegen blieben von den Jrländern nahezu 46 Procent allein m den Städten New Dork, Philadelphia, Brooklvn, Buffalo, Boston, Chicago und St. Paul Die Nnabhängigseitserklärung. Aus Washington wird auf's Neue gcmeldet, daß die Schrift der Unabhängig- . ' ' , v y. leilserliarung meyr und meyr vervlat und dan dieser Procek kick .'jetzt in bechlcunigter Weise zu vollziehen scheint. Diese geheiligte Urkunde ist in dexÄibliohck des Staatsdepartements in einem hölzernen Schranke mit Glasthürcn ver?ahrt. Sie ist auf gewöhnliches Pcrqament geschrieben und die feste und elcgante Schrift des Textes ist noch lcscrlich. i6on den 53 Unterschriften zedoch können nur noch 11 vhneVcrgrößerungszlaS deutlich gelesen werden. Zon John Hancock's Unterschrift sind nur noch ein paar Buchstaben vorhanden und diejenige en Franklm s ist ganz verschwunden. Man nahm bisher an, dieses Verblassen )cr Schrift rühre von der chemischen Em .-virkung der Sonnenstrahlen auf du Tinte her und mannichfache Vorschläge, Die Unterschriften zu restauriren, sind gemacht worden: der Eongrcn hatte vor mehreren Jahren eine specielle CommisNon zu dem Zwecke ernannt, zu untersuchen, ob eS ein empfehlenswcrthcs Verfahren der Wiederherstellung gebe. Leider giebt cS kclns und kann cs kems ben, denn die Tinte ist nicht von selbst. -iicht durch die Einwirkung des Sonnen llchts verblaut,, sondern vielmehr gestohlen worden. Als JohnOuincv Adams Staatssecretär war, gelang es einem geschickten engtischen Graveur, von diesem die Erlaub .iiß zu erhalten, daß er das Tocument sur kurze Zelt an sich nehmen dürfe, um .iach demselben einen ganz genauen Zupferstlch herzustellen. Dles it dem Manne gelungen, aber durch niederträchtlgen Dlebstahl . auf Kosten unserer Magna Eharta. Der Kerl, der die absolute Schonung der Urkunde auf's heiligste angelobt hatte, brachte die letztere vie ruaerei emes aewlnen UZetcr Zorce in der Bundeshauptstadt, legte dieselbe dort auf eine Steinplatte, breitete Pauspapier über solche, feuchtete die:es Mit einer schwachen Lösung von Lummi-Arabicum, und führte dann eine schwere Walze, die an beiden Enden noch extra durch Gewichte belastet war, wieverholt über das Papier. Letzteres nahm einen großen Theil der Tinte, mit der das Dokument ge- und unterschrieben ist, an sich. Der Engläuder überzog sodann eine pollrte Kupsertafel Mit einer ganz dünnen Decke von flüssigem, reinem, weiKem Wachse, legte das mit den Schriftzögen versehene Pauspapier, die Schriftzeichen nach oben, auf die Wachsdecke und brachte die erwähnte Walze in der beschriebenen Weise wieder in Anwendung. Hierdurch wurde die Tinte auf dem PaPier durch solches hindurch in die Wachsdecke gepreßt und auf diese Weise konnte nunmehr der Graveur ohne Schwierigkeit eine Kupferplatte hcrsteÜen, welche dem Originale ganz genau entspricht. Die Tinte, welö'e der Engländer auf diese Weise gestohlen hat, läßt sich durch kein Verfahren wieder ersehen, und alles was geschehen kann, das wichtigste Document, welches die Nation besitzt, zu erhalten, muß sich auf möglichste 6onservirung der noch vorhandenen Schrift beschränken. Es wird leider nicht berichtet, ob jene Kupsertafel noch vorhanden ist ; wäre dies der -Fall, , dann müßte dieselbe von der Regierung erworben, und in einer möglichst offtcicllen For:n sollte für alle Zeiten constatirt werden, daß die Platte, resp. Abzüge von solcher dem Originale der Unabhängigkeitserklärung ganz genau entsprechen. Es wäre dlcS zwar selbstverständlich kein Ersatz, immerhin aber wenigstens etwas. ' . 'i; Bom Inland e. .Als kürzlich bei Souii) tfor walk, Va., ein Landstreicher die zufällig im Hause allein anwesende Ehefrau des Farmers Eook mit einem Revolver zur Herausgabe eines ansehnlichen AlmosenS zwingen wollte, riß die Frau das Gewehr ihres Gatten von der Wand und trieb , den. Vagabunden aus dem Hause. 'Äor.cht Tagen stürzte. ein löjähriger .Knabe, durch .die Eisenbahn' brücke beiCoatsville.Pa die. in einer Höhe von. mehrmals 100 Fü über den damals ausaefrorenen und mit Schnee bedeckten Fluß führt; er wurde für todt in tihaut getragen, hat sich aver wunderb Weise nach wenigen Stunden völlig er k-

tx Aostoner Hera ld" theilt ! fc.ft cin D:t " Millionär. Na. 1

mens Meld, dessen Tod in Philadelphia mit einer Hinterlassenschaft von zwanzig Millionen neulich gemeldet wurde, blos deswegen von Boston nach Philadelphia umgezogen sei, um nicht in Massachusetts zu sterben, wo angeblich die Hinterlassenschast zu schwer besteuert worden sein 1 würde, sondern in Pennsylvanien, wo das nicht zu befürchten war. Der Patriotismus dieses Herrn ist bewundernwürdig zu nennen ! ! Noch über seinen Tod hinaus sucht er die Staatsstcuer, die er schuldet, zu hintertreiben. Amerikanische EisenbahnÄctien sinden in England fast keine Käufcr mehr, und anderswo in Europa ist cs fast ebensoweit. Unsere Aörsengauner sind also mit derKehlabsckneiderei hübsch auf einander angewiesen, und Kapital geht an der Börse bereits zu 1 Proccnt betteln. Auf einem vorige Woche in Philadelphia abgehaltenen SchaltjahrBalle" trugen die jungen Herren Anzüge, die den Damen-Toiletten angepaßt waren. Arm- und Halsbänder, Bouquets am Busen, in der Mitte getheiltes Haar, und Einzelne fasche Scheitel. Nicht Allen stand das Eostüm gerade bezaubernd. aber daß eS auf dem Balle sehr fröhlich zuging, kann man gern glauben. Wie die Mosquitoö entstaw den, beschreiben di? Indianer wie folgt: Vor vielen, vielen Jahren gestattete der große Geist zwei Ungeheuern, welche genau die Form der modernen zviosqultos hatten, sich vom Himmel auf die Erde herabzulassen. Die Stcch-Elephanten faßten an den Ufern des Sencca-Flusses Posto und spießten die Indianer, die in ibren kanoes voruberzusahren suchten, eoenso auf, wie cs der Storch mit den Fröschen macht. Sämmtliche Eayuga's und Gnandaga's vereinigten sich dann, um die Ungeheuer zu tödten. Nach heißem Kampfe und nach dem Tode mancher braven Nothhaut gelang ihnen dies auch schließlich. Die Cadaver der erlegten Nicsen-Mosquitos ließ man leider am Ufer des Flusses liegen und verwesen, sie zersielen zu Staub, dieser erhob sich in die Lüfte und hieraus: entstanden die Mosquitos. -. &uuzv::z . ... r. Durch 'c(-"'d'eine5 ß$tpaares auf dem Dampfer City of Columbus" entsteht eine interessante Rechtsfrage. Die Beiden haben nämlich keine Kinder, aber bedeutendes Eigenthum hinterlassen. Da man nicht weiß, wer von ihnen zuerst starb, so ist der Titel zu dem Grundeigenthum nicht leicht zu bestimmen. Doch haben die Gerichte des Oeftercn entschieden, daß bei einem Schiffbruch die Frau, als der schwächere Theil, wahrscheinlich zuerst ihr Leben einbüßt, daß also die Erben des Mannes zu dem Besitz berechtigt sind. Auf jede 170Seclcn dcrGe sammt-Bevölkcrunz der Ver. Staaten kommt jetzt cin Pensionär. Zu Ende des Krieges standen 1,000.51 Mann aus den Armeelisten, von ibncn waren aber 202,709 Nicht im activen Dienst. Im Ganzen zeigen die Werbelistcn 2,066,999 Mann, von diesen wurde aber ein sehr großer Procentsatz zum zweiten oder dritten Male angeworben. Jetzt enthält die Pensionsliste 303,658 Namen, d. h. eö kommt ungefähr auf jeden fünften Mann, der während deö Krieges in der Armee oder Marme diente, em Pensionär. Nach den genauen Verlustlisten wurden aber im Ganzen während des Bürgerkrieges nur 230,833 Mann nicht tödtlich verwundet. Seit dem Friedensschluß sind achtzehn Jahre verflossen, im letzten Jahre wurden aber 40,000 neue Pensionsansprüche eingereicht. Einund. siebenzig Jahre sind seit dem Feldzug von 1312 verflossen, auf den Pcnsionslisten haben wir aber noch die Namen von 4831 Veteranen aus jenem Kriege und 21,336 Wittwen. Die Pensionen haben unS in den letzten 23 Jahrcn 5621,073,297 gekostet, in den letzten zwölf Jahren allein aber 5577,112,680. Es ist überflüssig, zu solchen Zahlen noch einen Kommentar zu liefern, denn wer darin nicht überzeugende Beweise deö allergemeinstcn Schwindels sieht, dem ist überHaupt nicht mehr zu helfen. In Forney, Tex., sind die seit geraumer Zeit verlobten Brautleute Frl. Lulu Rasberry und Dr. L. M. Turner endlich ein Paar geworden, nachdem dieselben bereits zweimal ohne Er folg vor dem Traualtare gestanden ha ben. In beiden Fällen hatte nämlich die Braut, als die entscheidende Frage an sie gerichtet wurde, stets mit einem erregten Nie" geantwortet. Diesmal fand das Sprichwort : Aller guten Dinge sind drei, seine Bestätigung, denn bei dei dritten Ceremonie sagte Lulu : Ja". Im Kongresse hat die Bill des Herrn Dorsheimcr von New Aork alle Aussicht auf Gcsetzwerdung. Sie will ein internationales Copyright für die Ver. Staaten einführen, auf Gegenseitiakeit begründet. Sie will also dem l y - . nt, . p f r . Nachdruck der Werke europäisier cyrisisteller, ohne Honorar dasür zu bezahlen, welcher bisher hierzulande geblüht hat, ein Ende machen, wenigstens gegenüber allen Staaten, welche dem unseren hierin Gegenseitigkeit erweisen. Der Schutz fremder Drucksachen gegen amerikanischen Nachdruck soll in diesem Falle Jahre (vermuthlich wird 23 Jahre verordnet werden) dauern eine Frist, welche in Europa verschiedentlich, meist auf 30 Jahre, festgesetzt ist. Während dieser Frist soll Nachdruck fremde? Geistesarbeit, ohne den Verfassern, oder ihren Nachkommen Honorar zu zahlen, verboten sein, wie er cs denn durch un sere Patentgesetze für alle amerikanischen Geistesproducte bereits ist. Die schrift' stellerischen Kopfarbeiter sollen vor ame rikanischen Naubdruckern a la Munro endlich einmal Schutz sinden. Vor zwei Monaten kam ein netter junger Mann nach Utica, N. F., er sich John Hopkins nannte, und von seiner' Co'.dniine bei St. John, Cal., Wunderdinge zu erzählen wußte. Qx sagte, daß er einen Schulfreund Namens Americus Holmes suche ; dieser war todt nah hat in Ufine Wittwe binterlaLkn.

H. gewann ihr Herz, verlobte sich mit lyr lind n achte ihr einen Vrillantschmuck und einen von dem Millionär D. O. Mills mm-, er tr M tT .

endossirten Wechsel uver dio,000 zum Geschenke. Die Hochzeit fand statt, die Gattin verkaufte ihren werthvollen Grundbesitz und folgte dem Gatten nach ian Jose. Unterwegs verschwand der letztere mit dem Erlose für die Grundstücke und nach Utica zurückgekehrt, fand Frau Hopkins cin Telegramm des D. 0. Mil! 5 vor, welches dessen Unterschrift auf dcm815,000'.Wcchsel als cme Fälschun.r bezeichnet. Vom Auslande. 2i er unrervau des JaynDenkmals in der Hasenhaide bei Berlin, welcher in seiner Zusammensetzung aus Felsstücken aus allen '5rdtheilcn einzig dasteht, wird demnächst noch eine Vermehrung durch eine vom Straßburgcr Münster herabgeschosiene Kreuzblume und durch ein von Deutschen in SüdAmerika eingesandtes Felsstück erhalten. In Gotha wurden nach längerer Unterbrechung (seit dem 23. Dezember v. I.) um 19. Januar zwei Leichenverbrennungen vorgenommen, die eines Herrn aus Eisenach und die des Forstrechnungsrath Glenck onj Gotha. Es waren dies die 147. und 14. Bestat rung auf dem Feuerwege. Man schrei bt aus Wien: Die Fortschritte unseres Jahrhunderts sind geradezu bewundernswerth, und jeder Tag bringt neue Erfindungen, welche an Großartigkeit alles Dagewesene überbieten. Zum Beweise dafür will ich Ihnen leres etwas verrathen, daß Sie vor Ertaunen das Blatt fallen lassen, welches ynen die merkwürdige Kunde bnnat. Professor Jäger, der Seelcnriecher und Wollapostel, der hier eine Vorlesung hielt, hat nämlich verzeihen Sie das harte Wort wieder eine Erfindung gemacht. Es handelt sich diesmal um See-len-Konservcn. Schütteln Sie nicht ungläubig das Haupt ! Nach seiner neu erfundenen Methode können nämlich Seelen konservirt werden wie Gurken und Paradiesäpfel. In einem Privatcircel, wo er zu Gaste war, bat er das neue Versah ren des Ausführlicheren auseinandergesetzt. Wenn das Haar einzelner Personen eine gewisse Länge erreicht, muß es abgeschnitten und abgesotten werden. Im Absud besindet sich dann die Seele" der betreffenden Person, welche auf diese Weise anderen Personen auf die leichteste Art der Welt mitgetheilt werden kann. Professor Jäger versetzt auch den Absud mit Mehl und verfertigt auf diese Weise Seelen-Pillen", die bei ihm zu haben sind, im Dutzend billiger. Hat Jemand Zahnschmerzen, so braucht cr nur, die Seelen-Pille eines Athleten zu , nehmen, der im Circus 100Pfund mit den Zähnen vom Boden hebt, und cr wird sich künftighin der großartigsten Kauwerkzeuge erfreuen. Leidet Jemand an Schwindel, braucht cr nur die Seelen-Pille einer Seiltänzerin zu nehmen und er ist für alle Zeit davon geheilt. Die SeelenPille der Millionäre heilt kranke.Börsen, die der 3!eptilien verwandeln störrige Journalisten plötzlich in fromme Lämmer. Kurz, die Großartigkeit des Umschwungs, welchen die Seelen-Pillen herbeiführen müssen, läßt sich gar nicht ermessen. Die Gesellschaft hörte verblüfft die Ausführungen Jägers an. Dann sagte Jemand: Großartig mag Ihre Erfindung sein, ich gebe cs zu aber appetitlich ist sie gewiß nicht !" D i e neue deutsche Rangliste weist von fürstlichen Personen auf : 3 Kaiser (von Deutschland, Oesterreich und Nußland), 1 Kaiserin (von Deutschland), 7 Könige, 2 Kronprinzen (von Deutschland und Oesterreich), 1 KrönPrinzessin (Victoria von Deutschland), 6 Großherzöge, 1 Großherzogin (die Großherzogin Mutter von MecklenburgSchwerin), 4 Erbgroßherzöge, 13 Herzöge, 25 Fürsten, 11 Erbprinzen, 98 Prinzen, 7 Eroßsörstcn, Erzherzöge, 2 Landgrafen und 1 .Prinzessin (Friedrich Carl von Preußen). Der Name Müller resp, von Mülle? ist nach dem Register 236 Mal unter den Officiercn der deutschen Armee vertreten die nächst größte Zahl, 186, liefert der Name Schmidt; demnächst folgen die Namen Meyer 126, Hoffmann 113, Wolff 2, Schneider 74, Schulz 69, Krause 60, Koch 59, Neumann 59, Richter 57,Wagner57, Weber 57, Schultz 55, Krüger 19, Lehmann 49, Zimmermann 49, Schultze 45, Werner 42, Scbäfer 36, von Kleist 32, Schulze 32, von Wcdcll 32, Schwerin 30, Klein 27 und von der Schulenburg 27 Mal. Ein komischer Zufall hat cs gefügt, daß unter den Re-serve-Ofsiziercn deö 2. Magdcburgifchen Jnfanterie-Rcgiments Nr. 27 ein Lieutenant Glimm" und sein Hintermann Stengel" heißt. Aus London wird' berief!et: Die jungen Damen, welche im Ci?: tanolleglum ihre Erziehung genießen, wurden vor einigen Wochen durch einen blinden Fcuerlärm in so gewaltigen Schrecken versetzt, daß sie sofort frisch fromm, frok und frei beschlossen, eine freiwillige Feuerwehr zu bilden. Die Direction der Anstalt wandte sich, nach dem die Hauptfrage über das Costüm, oder die Uniform, wie es die jugendlichen Feuerwehrfrauenzimmcr nennen, entschieden war, an Capitän Shaw um die Beschaffung emes Lehrers in der Feuerlöschkunst, welches Ersuchen der ehren werthe Feuerwehr-Commandant der Metropole jedoch höflich ablehnte. Es wurde nun ohne Vermittlung Capitän Shaw's :in Lehrer angenommen, welcher die jun-, zcn Damen in überraschend kurzer Zeit :inexcrcirte. Sie Hantiren jetzt die Spritzen mit solchem Geschick, klettern irotz der Unterröcke so gewandt auf allen Leitern und führen zedes Commando so zräcise aus, dak Capitän Shaw bei einer Zi'spection dieser Damen-Feuerweh? gejungen war, die Vortrefflichkeit des ganzen Corps zuzugestehen und dasselbe zu dem. erziehen Erfolge zu beglückwünschen. . Auf den Reg ist 'er n 5e'S Standesamts und auf den Kirchenbüichern des. Dorfes PareL an. der Havel

liegt der Staub fingerdick. Seit 3 Iah'ren, vom Ncvcmber 1880 1883, ist dort keine Seele getraut oder geboren wordenes ist zum Sterben langweilig, aber auc? gestorben ist Niemand vor Langeweile. Zum Glück itt die Sache nicht jehr ansteckend. In einem Wirths hau s e des ungarischen Torfes Henryakowa wettete dieser Tage der Bauer Andre Frai liu, ein ricsenstarkcr V!ann, mit einem anderen Bauer einen Eimer Wein, daß des Andern Pferd nicht im Stande sei, ihn, den Wettenden, vom Platze wegzusieden, wenn cr sich innerhalb der offenen .hüre mit Händen und Füßen gegen den Thürpfosten stemme. Bei der sogleich vorgenommenen ersten Probe riß der Strick, den sich Frailiu um den )!acken gelegt hatte und an dessen Ende das Pferd angespannt war. Frailiu selbst brachte sogleich einen anderen, - stärkeren Strick, legte sich diesen um den Hals und befahl, , das Äerd zum Ziehen aufzumuntern.. Eine Weile widerstand Frailiu, als aber endlich das durch Peitschenhiebe zu stärkerem Zuge angeeiferte Pferd seine ganze Kraft aufbot, stürzte Frailiu mit einem Schrei nach vorwärts zu Boden und wurde von dem Pferde, das nunmehr na türlich nicht sofort zum Stillstehen ge--bracbt werden konnte, mehrere Schritte weit geschleift, bis endlich der Strick über Va ( Z Sh3 kl.MMA L!iImA jrii& OUlJI

VfcU JVVf VIV JJlViUlilV liltUjjUU. OtVV age später starb Fraitm und zwar, wie die Leichenöffnung ergab, an Zerreißung einiger Ztückenmusketn. Wie schon so Manchem vor ihm, hat ihm das üoermü thige Prahlen mit seiner Körperkraft, fo erstaunlich dieselbe auch in der That war, das Leben gekostet. Die bereits Ende December verhandelte, damals aber vertagte Anklage gegen den Abenteurer Johann Piontkowski, der angeblich ein Attentat gegen den Fürsten Vismarck geplant haben sollte, gelangte vor der Strafkammer in Danzig zur Schlußverhandlun. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Freisprechung von dsr Anklage des Diebstah!5 und des Bettelns, dagegen die Bestrafung wegen zweifachen versuchten Betruges, wegen Landstreichens und Führung fäb schen Namens mit 3 Jahren Gefängniß und Ueberweisung an die Landespolizeibehörde nach verbüßter Strafe.' Der Angeklagte bat, wenn cr bestraft werden sollte, ihn nicht mit anderen Verbrechern zusammen zu bringen. Der Gerichtshof nahm als thatsächlich erwiesen an, daß Angeklagte sich in zwei Fällen des versuchten Betruges durch die Briefe an den General Eurko in Warschau und dann dadurch, daß er sich bei seiner Selbstdcnunziation in Pclplin eines Attcntates auf das Leben des Neichskamlcrs beschuldigte und nach Berlin gebracht zu werden verlangte, nur um kostenfrei nach Berlin zu gelangen, dak er sich ferner der Führung eines falschen Namens und des Landstrcichens schuldig gemacht habe. Er wurde dafür mit acht Monaten Gefängniß und fünf' Wochen Haft bestrast. y r. x i r ! j. . ueGer o as gcuiuwr. Nachspiel der Ochsenaffaire" wird ' be-' richtet : Der Prozeß gegen den Schauspieler Schröder, den Buchdruckercibentzer. . . 1 1 tfl . M . jm- M nttmann und oen neoallcur i)esse fand vor der Strafkammer in Oldenburg statt. Schröder hat bekanntlich das Ochsenlied verfaßt, in dem es heißt : Er schimpfte hirnverbrannt, er beleidigte damit daß (wl r l ti r r . w r ioenvurgerano. cyrooer ocarragie, Zeugen zu vernehmen, daß schon früher, noch ehe Major. Steinmann 'in Olden)urg war, preußische Unteroffiziere die Oldenbürgcr Soldaten Oldenburger Ochsen genannt hätten, das Ochsenlied sei' auch zu dieser Zeit bereits verfaßt worden. Als er von der Steinmann'schen Affaire hörte, habe er das Lied drucken lassen und verbreitet; eine zweite Auflage sei in Hamburg' erschienen, nachdem das Lied in Oldenburg konfiscirt .war. Das Lied richte sich nicht gegen Major Steinmann, sondern war im Pluralis gehalten und richtete sich gegen alle den Oldenburgcrn von Fremden angethanen Beleidigungen. Der Gerichtshof lehnte den Beweisantrag ab. Der Staatsanwalt find in den Worten: cr schimpfte hirnverbrannt", eine Teleidigung und beantragte gegen beide Angeklagten je 50 M. Geldstrafe. Anwalt Sello beantragte, Lvent. alle Offiziere und Unteroffiziere deö Füselicrbataillons zu vernehmen, die be künden würden, daß Major Steinmann niemals den Ausdruck Oldenburger Ochsen" gebraucht habe. Der GerichtsHof erkannte gegen Schröder auf 100 M., gegen Littman auf 50 M. Geldstrafe. Der Redakteur der Oldenburger Zeitung, Hesse, wurde zu 150 M. Geldstrafe verurtheilt. Im Safe Bauer (Berlin) verden 750 Zeitungen und Zeitschriften gehalten. Schon jetzt beträgt das Iahresabonnement 14,409 M.- 22. Pf. Rechnet man hierzu 3000 M. Jahresgeali für speciell für den Zeitungsdlenst gestellte drei Zeitungsordner, . ferner unbestimmte Ausgaben für Jnstandhaltung der Zeitungen, wie Zeitungsstcllagen, Zeitungsu'.nschläge, Einbände für Zeitschriften, Meyers EonvcrsatwnsLexicon, so dürften Herrn Bauer seine. Zeitungen jährlich sehr wohl.20,000 M. kosten, was bei einer Jahrcsmiethe von 75,000. M. und einem jährlichen Gasconsum von 25,000 W- immerbin ah ein kleines Opfer gelten kann. ' In England erscheint ein höchst seltsamesWochenblatt, Tit-Bitts" genannt. Dasselbe bringt, seiuem.Titel gemäß, blos Auszüge, Bonmots Scherze u. dgl. auS anderen Journalen, Zeitunam. RekueS u. fcaL m. Künlicd esse O ' " " U" " 4 J II" rirte das genannte Blatt für irgend eine Erzählung, oder überhaupt für etwas, das vier Spalten füllen würde, einen Preis, nämlich ein Haus..- von sieben Zimmern. Der Beitrag brauchte kein originaler zu sein. - Ein. Soldat gewann diesen merkwürdigen Preis, und dieser Tage veröffentlichte Tit.BittS'' in mehreren Spalten die genaueste Beschreibung der ' gewonnenen Villa .des-, glücklichen M1ninvnwr& linX ;-tY-nfrt SWtf frrr

ttliltt V 4lV VHV 4tH)r VkVtV V V Details, die sonst Nicht in Zeitungen zu fcJ7