Indiana Tribüne, Volume 7, Number 132, Indianapolis, Marion County, 31 January 1884 — Page 2

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ßjmi4 I während auf dem ebemo großen BundesUDtßUCt ütttHtttt. ldampfer Alaska" 28i)fficiere zusammen IS55.300 erbielten. Die amerikanischen

E r sch ei nt FSgklch, ??öSenttttS u. Sonntags. rflri 10 JO Mnrvkandstr. Indianapolis, Ind.. 21. Januar 1334. Unsere Flotte. In einem neunspaltigen Artikel, der die nöthigen N?mcn, Zahlen und Belege au5 den amtlichen Berichten enthält, schildert in der Chicago Tribune" ein Sachverständiger den Zustand unserer Flotte. Eo eingehend nun auch dieses Schema bereits im Congrcsse und in den Zeitungen behandelt worden ist,. ,so ent hält doch dieser Artikel viele neue und überraschende Thatsachen. Es geht aus ihin hervor, daß die meistcn-chisfe werthlos, die Ofsiciere viel au zahlreich sind, daß letztere außerdem vom Seedienste so ant wie nicbts versieben. ?u böcb besoldet werden und sich in Folge des Müßigganes in einem traurigen sittlichen Versalle efinden. - abre 1864, also aeacn Ende des Vüraerkrieaes. batte die amerikanische KrkenAsk 71 ,kt ?k)Z Ot'neieren. Jetzt zählt sie nur 94 Fahrzeuge, ww w tr ä-w w m w t i w www ww ' I I " 1 W I i II Ä. " i aber 1715 Olnciere. 186. fiin naw ii dem sffufie de.r eeS-kamen 7. Ot, siciere aus jedes Schiss, jetzt sind es ihrer WTTM """".' " . - ' I 18.2. Die reiwill acn. d e sicb durco Tapferkeit vor dem Feinde derartig ausiiczeicyner vanen, oa oie oneniilcyecei0 - H. " T7 .. - I - j a w . ä k w . r. w r rr 11 I . kiM nung iyre ÄUsnayme m vas regeimamge Ofsiciercorps durchsetzte, sind aus dem Dienste aän;lick verschwunden und durä die akademisch" ausgebildeten Söhnlein gewiner einflußreicher Familien ersetzt worden. Nach den sorgfältigsten Berech nungen ergiebt sich ein Ueberschuß von rund 1000 Ofsicieren, d. h. für diese Zahl, mehr als die Hälfte des ganzen uorps, ist im Secdlenste Nicht die ge rmgste Verwendung vorhanden. Admiral Porter nennt daher mit Bitterkeit den Flottenstab unsere einzige Ansto iraiie. Die Art und Weise, wie Gerechtigkeit geübt wird, zeigt am deutlichsten, welcher Rastengeist die Flotte bcseclt. Harte -träfe trifft eigentlich nur die Matrosen und diejenigen ihrer Vorgesetzten, die keiner aristokratischen Familie angehören, Mehr als 81,500,000 sind von Zahlmeifi e r t . i , . rn unierianagen rooroen, aoer nicyr em einziger der Diebe ist ln's Gesängnm gewandert. Häusig werden Kriegsgerichte im Geheimen veranstaltet, um die aristo kratischen Sünder möglichst tu schonen.

Und obwohl das Urtheil gegen letztere Jahren Privatsecrctär des Grafen Blanimmer höchst schonend ausfällt, obwohl kcmee in Berlin, stabl diesem 890.000.

Ausstoßungen nur in den dringendsten O - fi z f . r.j.. v c :rr.! .rr..r- I üivm ringen, rcr amiiieneiNsmp Trunksucht und grober Pstichtven.achlässiaung in großer Zahl vrocessirt und suspendirt" werden. Solche Leute wer den dann- gewöhnlich wieder auf kurze Zeit angestellt, befördert und mit 82000 viö 54ouü zayrticy aucy der orm nacy in den Ruhestand versetzt, den sie ohnehin schon seit Jahren genossen haben. Die Folge davon ist, daß die Trunksucht unter den Ofsicieren der Flotte noch viel ärger herrscht, als unter denen des Hceres. ... Interessant ist seiner Art ist auck der Nachweis über die außerordentliche Thätigkeit'der' höchsten Ofsiciere.' Vice-Ad--Mlral Sugbes war von 1865 bis 1833 v w t r I

e s:c: curcy, van ver Kongreß avgesetzte und macvte zunäcdst Pennsylvarnen zum Ofsiciere dieser Art wieder in die Flotte Schauplatze seiner Schwindeleien. Hier aufnimmt. Selbst Vice-Admiräle, Com- verlobte er sich als Dr." Paul Schöppe modores und Cavitäne mußten . wegen mit einer reißen alten unaser.?vrüulein

nur 1 Jahr 10 Monate zur See und 7 einem ehemaligen Schulkameradcu cntJahre 7 Ä! auf. dem Lande, wo er nichts larvt, ging der Pseudograf nach Chicago ui thun hatte. Gerade 1 Monak länger und wurde dort wegen verschiedener Fäl-

diente Vice-Admiral Aihindder seit 1874 f'a - FT'-lCtf: '-iiTii. Za. OIAn 01 . .f. . ui9 ju einem jiuain rnu vovv jvucgebalt" überhaupt kein Salzwasser mehr iu Gesicht bekam. Sem College Stevens rannte 1871 einen Bundesdamvker aeaen die üste, wurde dafür bis 1873 suspendirt, diente" dann wieder' bis zum Mai 1831 und erhielt ebenfalls 84500 Pension, nachdem er in seiner ganzen-Lauf-babn nocb keine drei ?!abre die Woacn befahren hatte. Mit einer ganzen Reihe vonCommandeuren,die gleichfalls bereits kriegsgerichtlich verurtheilt worden sind, wird es so gebaltcn, daß man sie bis zum tf-iste Lebensjahre am Lande behält und als Vice-Admiräle pensionirt. Die Zahl rculi. l?,,,.. .tS wtt v;uj;uujiv, viüwiuiuuvwutt uuv -cuuivnants. denen das Seeleben so fremd ist. wie den Beduinen 'der Sabara. aebt tbatsäcblick indie Sunderteu. .u diesen kostspieligen Müßiggängern gesellt sich dann' noch ein Heer von Zablmeistern, Civilingenieuren, Flottenconstructeuren, Vrosenoren und Ofsicieren des MarineCorps. - ' ' Der Müßiggang wird noch dadurch begünstigt, daß selbst die paar Schiffe,die wir nock übria baben.öfter im aken als auf dem Meere anzutreffen sind. Recbnet ' .. r " ' . ' , , l ' man Die Jett zuiammen, roeicye vie iv Schiffe der vierHauptgeschwader während - der letzten 3 Jähre auf See verbrachten. so ergiebt sich die Summe von 3 Jahren; ibre stille Äätigkeit im Hafen 7 aber be ziffert sich auf 3Ä Jahre. .Durchschnittlich brachten sie 56.6 Tage im Jahre aus See, 309 Tage vor Anker zu. Gehen sie aber wirklich einmal hinaus, so ist das ein sehr theürerSpaß' für dieVer.Staaten. Seit 1367 haben unsere Seehelden nicht weniger als 14 Kauffahrteischiffe bei Zusammenstößen in den Grund' gerannt, Ein Kriegsschiff, das nur .6 Kanonen, führt, erfordert zur See jährlich 33,090, während in England 812,600 als genügend erachtet werden. . ' ' ' Tröhdem nun' die meisten Ofsiciere mehr über die glatten Parquets, als über die Wellen tanzen, sind die einzelnen Schisse doch, noch allzu reichlich mit Ver i - f ' . r. . f r r ."

seyisyaoern verzeyen. nur einer engii- m cicicr ezieyung gestalten, yaoen nur schen, deutschen oder österreichischen Cor- 29 Tage und die sonach ausfallenden vette von 2000 Toünen entfallen 12 bis Tage werden einstweilen zurückgestellt. 13 Mann auf jeden Ofsicier, auf unserer Sind 30 solches man könnte sagen, astroFlotte befehligt jeder Ofsicier nur 7 nomischcr Ladenhüter, zusammen, so werMann. .Die Bezahlung dagegen ist um xn sie zu einem Monat vereinigt und so hoher, je geringfügiger der geleistete das Jahr, in dem dies passirt, ist ein Dienst ist. So bezogen 25 Ofsiciere auf Schaltjahr mit 13 Monaten. Dies kommt dUWZscheJ CorvetComus"Z3,2.t alle 2 o d e i 4 34ttjö.

lottenofüciere zerfallen i;x Linien-,

Stabs-, Warrant- und Marinc-Ofsiciere. Nach dem Berichte vom Januar 1833 blieben vollständig am Lande 48 Proccnt der Linien-, 55 Proccnt der Stabs-, 67 Proccnt der Warrant- und 66 Proccnt der Marinc-Ofsiciere. Wie viel die übrigcn während cincS Jährcs auf See gehen, ist bereits erwähnt worden. Jeder iunae Ensign", der nach 6iähriaer Ausbildung an dcr Flottcnakadcmie ! . r.' ... rs. r.iV ttl i IN ocn xteiii elNlrili, yai oie-oer. blauten bereits 14,700 gekostet, und bis der Ensign cs inn Licntenant bringi, also dem Namen .nach auch praktisch schul t worden ist, kostet er 21,000. Sc .viel wird woyi nur aus wenige junge cuxc ..Vaau ' lv X l . XII HUftlVil gyUUCUl VVlU'UlVC Iv'lll'tU können, und doch wäre es schlimm um das Land bestellt, wenn in keinem Fache die jungen' Leute met)r wüßten und taugten, als im S'eedienite. Der ganze Un terricht ist wenig geeignet, die Zöglinge tauglich zu machen, und die Bummler im sogenannten activen Dienste trägt sicherlich nichts dazu bei, sie zu verladt - ?en snclercn ycranzuoiioen. vlge Auszüge lveroen genügen, um anerkennen zu lassen, da die mächtige amenkanttwe Nation im nalle emes Krieges Nicvr nur oen angez an 'cyis i l . . A ...... 4. . . CVs f k ? f fen emvnnoen rouroe, oem n ia vurcy n,. ,. ff f f e F v . r Geld leicht abbelsen ließe, sondern mviel . . j V ' r r r. r i yoyerem )raoe oen angescouiien iortenosnclere. 'ueö )eio, was eyr in ocr onnung ausgegeben wird, dap es sich m i m vmiüvv V V? iir aavi nm w vt,,. tunm, i üt4kwvd" rx... v.i Qs..o AJ -: f. V sTf. versenvci. u jkh vc ov kcs heraus werden im Nothfälle dieAach folger jener tapferen Seebären treten müssen, die einst die amerikanische Flotte im toi;e vc anoes maxien. Paul Schöppe. Ende voriger Woche wurde ein gewisTer ?ohn G. U5. Smitb aus Sina Sina. vo tx eine ihm wegen Wechfelfälschung erkannte fünfjährige Zuchthausstrafe verbüßt bat, entlassen, aber auf die Anklaae. verickledene valickunen keaanaen m haben, sofort wiederum verbastct. Gr siebt jetzt in den TombS in New Fork seiner 'Processirung entgegen. Dieser Sinith ist als Paul Schoppc, alias Graf Schulcnburg, alias Graf Schmcttan erkannt worden und cS dürfte wenige Deutschc in den Ver. Staaten geben, deren . - l?en auS einer so ununtcrbroä'ehzn Neibc von Verbrechen bestebt, wie sasZeni.ie dieses von der Nahi? körverlicb und aei'ttia bevorraten Ä!annes. Vaul Scbövve war in den Sccbuacr verbüßte die ihm zuerkannte Zuchtbaus- . - - K 0 . . ' slrase in panoau, ging nacy Ämerila Steinecke, diese setzte ihn testamentarisch zum Erben ibrcs ganzen Vermögens ein i f. c'i. . . t. r ano starv mrz caraus, wie oer elcyenveund erwies, an G:st. Schoppe wurde n allen Instanzen zum Tode verurthcut. t Gutachten der ,n dem Prozesse veraommencn Sachverständigen waren aber so mangclbaft, daß eine von dem gesummten Deutschthume der Ver. Staaten unterstützte Revision des Processes die Entlassung des Angeklagten wegen ungenügender Beweise zur Folge hatte. Letzterer wandte sich nach St. tois und dort gelang es ihm, als Graf Schulenbürg" Eingang in deutschen Kreisen zu sinden. In Folge der Begegnung mit . . v : schungen zu mehrjähriger Zuchthaus,trafe umLilf X or trtstaf VtavfiVi &t v4Uiv"'"v vlv wpu. Von dort entlassen, ging er nach New Aork, fand dort als Graf Schmettau die Unterstützung mehrerer luthenlcher Geist lichen, ging mit guten Empfehlungen nach Cincinnati, wurde dort als Paul Schöppe erkannt und begab sich nach Port Jervis, 'wo er unter dem Namen Ävhn G. Smith ungefähr zwei Jahre wohnte, sich unter deu dortigen Deutschen außerordentlicher Beliebtheit erbeute, und mit der schönen Tochter des hochgeachteten Und reichen Henry Dutcher verlobte. In dieser Zeit fälschte er ungefähr 120 Wechsel und wurde am 26. iim? it rtntr QnrTit.TitSrfrfi Yprv)" v...v. i.., . urtheilt, die am 25. Jan. d.,J. abgelau fen ist. Während dieser Zeit kamen noch weitere' Fälschungen an den Tag, die Schchpe Graf Schulenburg Graf Schmettau Smith zum Nachtheile seines Gönners, des reichen Gerbers und Holzhändlers Alfred Gilman von Sullivan Co. begangen hat. Der letztere hat die Verhaftung des aus dem Zuchthause entlassenen Schwindlers beantragt und ver gemeingefährliche Landsmann wird voraussichtlich fü? eine weitere Reihe von .t ..fj. 'S. f I . -l.L i V zayrett geniauk Ivrrvr. Chinesisches Schaltjahr. Am 26. Januar baben die Chinesen Zceusahr gefeiert. ö. ?an Francisco lund in New Aork machten die chinesischen Kaufleute besonders gute Geschäfte, und zwar in ähnlicher Weise wie unsere Geschäftslcute vor den Feiertagen". Die Fejer war Heuer ungewöhnlich großartig, denn das begonnene Jahr ist auch für die Chinesen, ein Schaltjahr. Die Gelehrten im Reiche der Mitte berechnen ihr Schaltjahr auf eigenthümliche Weise, Sie rechnen bekanntlich nach Mond-Ml natcn zu je 30. Tagend Als voll werden blos diejenigen Monate angesehen, in denen der Vollmond auf den 15. fällt. Die Monate, welche sich eine Ausnahme ? er .-. . .

Auch bei den Chinesen hat das schöne ft e t i r l t i r, l sli .

cicyiecyr m emem cyairiayre oas or . recht, in Angelegenheiten der Liebe, Ver-' lobung und Verhelrathuna agaresjlv vorzugeyen uns rnaeyr von oem,een namentlich am Neuzahrötage ausgedehnten c v . w.'r.rt Gebrauch. Hier sind bekanntlich die rrt e . p rn , , i i 'yineien in vieler ezieyung uoei oaran, denn auf eine Schöne aus dem Reiche der Mitte kommt eine ganze Menge meist unschöner männlicher Zopfträger.' Der Neujahrstag eines Schaltjahres legt den Chinesen die religiöse Verpflichtung auf, sich bis dahin mit neuen Götlern oder Götzen zu versorgen. Die alten Götter sind in den vergangenen 3 oder 4 Jahren so abgewirtschaftet worden, daß man keinen Staat mehr mit ihnen macn nn, und außerdem geb ;bic wechselnde Mode die Ar ietet auch Anschaffung moderner Unsterblicher. . ' Für den hcuri'gen Neujahrstag war ein Götze besonders gesucht, der aus emem Pergamcntstreifen von 2 . Fuß Länge und 1j Fuß Breite besteht ; auf demselben sind drei Chinefen in alterthümlicher Tracht abgebildet. Diese Dreieinigkeit wird' Cwang Kuna" genannt und das bedeutet : die Götzen , rieas. des ZiedenS und des Glücks ? o. der'Krieasaott mit . Bema auf dn rieasaott mit . Bezug auf den Krieg mit Frankreich in den Vordergrund gestellt wurde, wissen wir nicht. Diese Götzen kosten pro Stück 25 Cent? bis 82.00.' Bei den. Chinesen muß sich sver arme Teufel ' mit einem ordinären 'm... k,,-,- t?;k,r.. sr 9ff; vvv iiu tviif vmwvv iw vv tvivvv kÄ tätt m. oen uniö emes vrillamen u)otteo ae stattet. Auch bei uns haben ja die reichen Leute die theuersten Kirchemitze, während sich die minder Reichen auch in dieser Beziehung nach der Decke strecken müssen. Unsere Einrichtung ist äugenscheinlich. eine Analogie zu dem verschie denen Werthe der Gegenstände chinesischer Gottesverehrung, die Chinesen haben aber letztere nicht etwa von uns entlehnt, sondern huldigen ihr bereits seit ungezählten Jahrtausenden. Am ilccuiahrstagc eines Scbaltiahres werden die neuen Götter durch Darbringung der köstlichsten Dehcatcssen pousjlrt; eingemachte Früchte und conscrvirte Fleischspeisen bilden den Hauptheil der Speisekarten. Alle diese Gaben einer ebenso innigen als svcculativen Frömmigkeit müssen aus China bezogen sein, denn Speisen, die -nicht aus dem Reiche der Mitte kommen, würden den Göttern die bedenklichsten Magcnbcschwerden verUrsachen, ' Der Chinese läßt sich seine Gotter etwas kosten, aber er weiß auch, daß diese eS ihm tausendfältig vergelten. Fast hätten wir vergessen, anzuführen, daß auch die bekannten chinesischen Eßstäbchen eine Hauptrolle unter den den Göttern dargebrachten Geschenken spie::n, diese jedoch heben die Chinesen von einem ayre zum anoeren aus, wie wir vie oe? goldeten und versilberten Nüffe für un sere Weihnachfsbäume. Raubmord in Wien. Ueber das vom5?abel gemeldete Ver brechen m Wien, dem inzwischen der Bankier Cisert und alle Angefallenen zum Opfer gefallen sind, melden die neuesten europaiZcyen Vtatter : s war heute, am. 10. Januar, um. 6 Ubr Abends, zu einer Zeit also, da gewöhnlich ein stürmischer Verkehr von Menschen und nd Wagen in der Mariahttferstraße errscht, als Herr Heinrich Cisert, der h Inhaber einer in dieser Hauptstraße e- cc-vrix cm-j.r-iri.-t- 's. . ju. veuiviiix;cu vecyseinuoe, eoei allein war und sich damit beschäftigte, verschiedene Geldsorten in ein Kistchen vlit Versendung hineinzulegen,, um das. selbe sväter zuzunageln. Cben hatte er eine Dienerin, die.70jähr!ge Frau Grillmaizer, in den Keller geschickt, damit sie Heu zur Verpackung der Münzen hole. Zu derselben Zeit waren in dem an die Wechselstube anstoßenden, von derselben durch einen Verschlag getrennten kleinen Cabinct in welchem sich ein auf den Hof hinaus gehendes, hoch gelegenes und vergittertes . Fenster befindet die beiden Knaben des Herrn Cisert, der elfjährige' Rudolf und der jüngere, acht Jahre alte Heinrich, welche eben bei ihrer französischen Lehrerin, der 65jährigen Caroline Baier, Unterricht nahmen. Die Dienerin hatte kaum die Wechselstube verlassen, als zwei Männer, anscheinend den niederen. Ständen ange. hörend, hereintraten, von denen der Clne, ein großer schlanker Mann mit schwarzem Haar und ebensolchem Backenbart, bei Herrn Cisert Rubelscheine wechseln lassen wollte. Cr griff in die Vrusttasche, wie um die Rubel aus derselben herauszunehmen; Herr Cisert legte; das incyen uno vie Axr, m ver er yantirt hatte, aus der Hand und begab sich von dem Zahitische zu dem dahlnterstehendcn Zahltischchen, auf. welchem sich 4 Tassen mit verschiedenen Münzsorten und ein offenes Portefeuille mit Werthpapiercn und mehreren Hunderter-Banknoten befanden. Herr Eifert entnahm den Tassen das nöthige Geld und begab sich zum Zahltisch zurück, um die Valuta auf demselben aufzuzählen, als ihn plötzlich eine . Handvoll Sand in' die Augen traf und ihm zu gleicher Zeit ein furchtbarer Schlag, mit der Schneide einer Axt versetzt wurde. Mit einem gräßlichen Aufschrei stürzte Eisctt durch den Verschlag und das rückwärtige Kabinet, in welchem sich seine Kinder befanden, in den Hausflur, welcher- zu dieser Zeit von dem einen Flügel des HausthoreS zur - Hälfte geschlossen war. Die Kinder und die Gouvernante sprangen natürlich, als sie die Hilferufe hör ten und den blutüberströmtenHerrnEiser durch das Cabinet stürzen sahen, entsetzt auf und' begannen um Hilfe zu . rufen Nun geschah das Grauenvolle: der Mörder, der über den Zahltisch gesprungen sein oder den beweglichen Pulttheil geöffnet haben mußte, eilte Herrn Cisert durch daS Cabmet? nach. Als er., dem letzteren die Knaben mit derGouver nante bemerkte, stürzte er auf dieselben los, packte den älteren Rudolph, brach ihm mit. der eine Hand' förmlich das Genick und versetzte ihm zugleich mit der f, ..f .. i? . i ti . e t e.' ri w e f e 9 stumpfen Seite der Art emen so heftigen Hieb auf den Kopf, da der unglückliche nave Mit zerchmettettem JAez sojo?

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dt zu Boden stürzte, em ?ungercn naben Heinrich versetzte er ebenfalls einen .!eb ank den flnf. fcrr Z 'me Kmd gefährlich verwundete. Auch der französischen Lebrerin brachte der ' - ri' " unmenscy eme Ziopswunoe vel. ann sperrte er das Kabinct ab, eilte in den , ...eg. i. r Flur hinaus, in welchem Cisert zusa.nmengesunkcn war, und verwundete ihn daselbst in grauenhafter W.ise. Cr brachte ihm einen Stich in die linke Schulter bei, schlug ihm das rechte Auge heraus und zerschmetterte ihm den ganzen Kiefer. 1 !ann stürzte der Ziäuber zurück durch ; das Cabinct, sperrte dasselbe wieder ab und von da in die Wechselstube, in wclcher sein Begleiter' zurückgeblieben war und, soviel bis jetzt constatirt ist, die Geldkasscn und das Portefeuille aus-! raubte. Wie viel Geld in dem letzteren ; sich befand, ist bis setzt nicht ermittelt. Die Wertpapiere ließ der Räuber jedoch r . i" tr .. i im Poneseume zurück. Vom Jnlande. Das Washington Monu ment wird höchst wadrscheinlich im Dezember ds: Js. fertig sein. Im diesjärigen Budget der Stadt New Dort werden 84,431,950 für das öffentliche Schulwesen verlangt. Die Lehrersaläre allein werden auf 52,510,000 veranschlagt. Guido Jlges, der entlassene Oberstlieutenant, hat in der letzten Zeit Vorlesungen in einigen Akontaaaer Städten gehalten und liegt jetzt an einer Lungenentzündung im )!erchantö Hotel in St. Paul darnieder. Die Arbeiter - Confercnz, welche soeben in Albany, N. V-, tagte, hat sich zu Gunsten 10stündigcr Tagesarbeit, eines Verbots der Anstellung von Kindern unter 14 Jahren in Fabriken, in welchen 3lohmaterial verarbeitet wird, ausgesprochen und des Ferneren einen Beschluß angenommen, welcher verlangt, daß in jeder der Straf-Anstalten nicht mehr als 50 Sträflinge in einem Arbeitszweige angestellt werden und der Z?etto-Crtrag ihrer Arbeit nach Abzug der Unterhaltskosten ihren Familien zu Gute kommen soll. . In Hackensack, N. I., sollte die Leiche des farbigen Küsters der Baptistenkirche, Samuel Baß, eines allgemein geachteten Mannes, Cnde voriger Woche auf dem allgemeinen Friedhofe beerdigt werden und die Bcgräbnißfcicrlichkeiten waren in vollem Gange. Nach Beendigung der von Pastor Hareson gehaltenen Leichenrede trafen die Trustces ses Friedhofs in der Kirche, in welcher oer Trauergottesdienst abgehalten wurde, ein und erklärten, der Tod)c dürfe nicht auf dem allgemeinen Friedhofe beerdigt werden. Die Hinterlassenen des Verstorbenen haben die Leiche auf dem Gottesacker für Farbige unter Protest begraben lassen und sich Klagcrhebung vorbehalten. Die Trustees führten als Grund für ihr Verbot an, auf dem Friedhofe seien noch viele unverkaufte Begraonrn platze vorhanden und diese würden im Preise sinken, wenn ein Farbiger dort beerdigt werde. ' Eine Eigenthümlichkeit der chinesischen Narahrsfeler besteht da rin, daß sich die Chinesen an den beiden Feiertagen, Heuer dem 26. und I. dcs Opiumgenusses streng 27. entkalten irm"' Die Ansied l er in den Ge meinden Frontenas und Oddinaton,Ont., sind in Gefahr, Hungers zu sterben, - da sie wegen des hoben schneesall, der dem Eisenbahnverkehr vorläusia ein Cnde macht) keine ökahrungsmittcl erhalten können. In diesen Städten stehen die Geschäfte still. Die Farmer tonnen nicht in die Stadt gelangen, und die Kaufleute beklagen sich bitter. Zin Bitt terhandler hat telegraphirt, daß er sein Geschäft schließen müsse, wenn er keine Nahrungsmittel bekomme. Ein solcher Zustand der Dinge ist noch Nicht dagewe sen. Als höchst einfachesMittel, echte und venälichte Butter zu unterscheiden, wird empfohlen, daß man die betr. Stoffe in einem Porcellangefäß schmelzen läßt. Echte Butter ergiebt eine klare, gelbe Flüssigkeit,welche denButtergeruch beibehält ; bei Oleomargarin und Butterin trennen sich die zugesetzten Stoffe, Schmalz, Talg oder Oel, von der Butter, schwimmen oben auf und verra then sich sofort durch ihren specifischen Geruch. Ein Gesetz des Staates New Dork ordnet an, daß kein Nichter der Supreme. Court älter sein soll als 70 Jahre. In Newburgh war im vorigen Herbste der 73jährige Clias Mann als Friedensrichter gewählt worden und derselbe hat am 2. Jan. sein Amt angetreten. Zur Zeit ist ein Prozeß anhängig, in welchem die Qualisikation des Nichters aus dem Grunde bestritten wird, weil das angeführte Gcsetz sich auf alle unter der Junsd ictiun der Supreme-Court stehenden richterlichen Beamten beziehe. In New Fork wird seit dem 11. Januar der Rentier Louis D. B.ulkey, Capitän der New York Guards", vermißt. ; Cr hatte am Abend zuvor al? Mitglied des Empfangscomites auf einem von den Guards veranstalteten Balle fungirt und ist am Nachmittage des folgenden Tages zum letzten Äkale in der Ärmorv gesehen worden. Bulkey hat seine Äattin vor 10 Jahren durch 'den Tod verloren und alle seine Kinder sind ebenfalls schon seit Jahren todt. Auf Um Balle war der Mann, der im 60. Lebensjahre steht, durch seine kräftige, stattliche Erscheinung und seine große Aehnlichkeit mit Gen. Hancock allemem ausgefallen, vrr woynre eu w . . :i: . r . e v. ayren m oer $amme seines reunoes Zbvtal und bat das Saus nie für Ziwei Tage verlassen, ohne vorher .Mittheilung von seiner Absicht gemacht zu haben ; am Mittag deS 11. Jan., erzählte Bulkey noch in heiterster Laune von demBalle und machte hierbei m scherzhaftem. Tone I . . JV'! :. Ärkuna : ..Me lanae wird's nock dauern und ich muß zur großen Armee Drücken." Bulkz. hatte sich mit' eirm

Vermögen von S300,000 auö seinem Ge l U .

schä,te als Pzp:crsal?rttant zurückgezogen, einen Tbeil desselben in Speculationen verfettn! tcTa oder biüftt aber iimrer nrrf ' f. . ? ' . " . , genug, um anzranolz voii üuru icoeii zu können. Alle Anstrengungen dc? Fa' milie und der.Poli'.ei. etwas übcr den ci n rblei) des in weiten Kreisen b.'kan.iten Mannes zu ermitteln, hatten bisher keinen bx olcj. I In Elf ton, Md.. so a vorige Woche die aiiffaUcride cttile tn ctacr verfallenen Hatte die Aufmerksamst der Nachbarschaft auf sich ; die Hütte wirö von einer Frau Hell und deren 6 Kindern bewohnt. Bei dem Betreten des Wohnzimmers fand man die Frau und die Kinder leblos ia ihren elenden Betten liegend. Die Mutter hatte, durch tröstlose Armuth zur Venweistung getrieben. sich und die Kinder mit Arsenik vergiftet. Zum Glück hatte dieselbe nur wenig Gift zur Verfügung, so daß es ärztlichen Vemühungen gelang, die Kamille m s Le ben zurückzurufen, doch schweben die Mutter und das nlngste Kmd noch m größter Lebensgefahr. Für die Armen wird jetzt von allen Seiten reichlich gesorgt. Der lächerliche Aberglaube an die . üble Vorbedeutung der Zahl 13 hat Cnde voriger Woche durch den plötz. lichett .od der farbigen Lehrerin )räut. nopper in vuto York eine Art Bestatt. gung gefunden. Dieselbe hatte am 30. oor. Mon. zusammen mit 12 anderen Schülerinnen in der Paterson Hochschule ihre Äbgangöpräfungen glänzend bestanoen und hatte gleich darauf eine Anstellung an einer Schule für farbige Kinder in Brooklvn erhalten. . Die Äbiturientin, Fräul. Maggie Wright. hatte bei der Ltttlassungsfeierlichkeit die ominöse Zahl 13" zum Thema eines von ihr geyaltenen Vertrags gemacht und die La' cherlichkeit deS erwähnten Aberglaubens scharf gegeißelt. Um so größeres Aufsehen hat der Tod einer von jenen Dreizehn, der übrigens lediglich die Folge von Ueberanstrengizng war, veranlaßt. ' DiedieSjährigeBallsaison in New ?)ork hat als neueste Mode. Blumen aus Porzellan eingeführt, welche die Damen statt natürlicher Blumen im Haare tragen; dieselben werden als äußerst-reizend geschildert und kommen aus einer Porzellanfabrit in Thüringen. Vom Auslande. Bei einem K a u f m a n n (5. in München erschien dieser Tage ein Gerichtsvollzieher und überraschte denMann mit der Ankündigung, er sei in amtlicher Thätigkeit zum Pfänden im Auftrage irgend einer auswärtigen Geschäftssirma, welche Zahlung fordere,- erschienen. Kaufmann E. war wie aus den Wolken gefallen und versichert daß er mit der ihm namhaft gemachten Firma noch nie im Leben Geschäfte gemacht habe und noch weniger dieser Firma etwas schuldig sei ! Der Gerichtsvollzieher aber bestand auf seinem Schein, auf welchem als beklagte? und zur Zahlung verurtheilter Schuldner der Kaufmann C. verzeichnet stand. Keine Vorstellung, keine Bitten, keine (in solchem Falle verzeihliche) Grobheit- half. Der Gerichtsvollzieher druckte allen Waaren und Einrichtungsgegenständen im Geschäfte des E. den Stempel der Beschlagnahme auf. Erst später stellte sich heraus, daß der zu pfändende Schuldner ein anderer Kaufmann G. war und daß ein Irrthum in der Mitte lag. Der von dem fatalen Irrthum betroffene Kaufmann ö. hat nun gegen die auswärtige Firma einen Prozeß angestrengt, da er durch dieses Vortommniß in seinem Credit, wie in seinem Geschäfte stark geschädigt war. I n d e n Studentenkreisen vi?n BernuudZürich soll sich eine Bewegunz gegen die russischen Studentinnen vorbereiten, welche, wie Schweizer Blätter berichten, an beiden Hochschulen seitens der männlichen . Studentenschaft nur ungern gesehen werden. In dem DorfeFelsö-Nya-rad des ungarischen Komitates Borsod, ließ der Steuerexecittor süngst, da die auf die römisch katholische .Gemeinde ausgeworfenen Steuern nicht, bezahlt werden konnten,, die Kirche mit Gewalt offnen und die Meßgewänder, forttragen. Die gepfändeten Gegenstände sollen nach Verlauf von zwei Wochen an den Meistbietenden öffentlich verkauft werden. Der Felsö-Nyarader Pfarrer hat den bei ,'piellosen Fall seiner geistlichen Behörde, oem Erzbischof von Erlau, sogleich angezeigt. Eine Teufelaustreibung wurde, wie aus Zürich, 6. Januar geschrieben wird, von dem Pfarrer der St. Galler katholischen Gemeinde Hemberg an einer schwerkranken 18jährigen Appenzellerin vorgenommen. Der Pfarrer setzte in der Kirche, wohin dieUnglückliche gebracht wurde, mit Weihwasser und kräftigen Beschwörungsformeln dem Teufel so hart zu, daß er nach beendigter Prozedur das Weite suchte. Leider hauchte dabei das junge Mädchen ihr Leben aus. Sie starb gleich nach der'Beschwörung im Wirthshause, wo man abgestiegen war. Die St. Galler Negierung hat den Beschluß gefaßt, gegen den Pfarrer strafrechtlich vorzugehen. Aus Kasan in Nußland wird über ein salomonisches Urtheil beberichtet : In einem hiesigen Gasthause war ein Fremder abgestiegen. Als er wieder abreisen wollte, stellte der Oberkellner für den Fremden eine Rechnung über 23 Rubel aus und übergab dieselbe einem Kellner zum Inkasso. . Dieser Unterkellner fälschte die Rechnung eiligst auf 40 Rubel und überreichte sie dem Fremden, der diesen Betrag ohne Weiteres voll bezahlte. Der Oberkellner mußte I wohl seinen Untergebenen gekannt haben, denn er beobachtete ihn und constatirte auf frischer That die. gemeine Fälschung. Der Schuldige wurde zur Veran 'ortung gezogen und vom Friedens xijJ.it zu lh Monat Gefängnißstrafe verunheilt. . Der Fälscher wär. mit diesem e c t . unveu unimrieoen uno avvemne an das Plenum, welches in der That das UreideS, izttnchterS a aufhob und den

k'fat'e? neqpra. otiolrt Wardieseö aufföllig? Urtheil dcs Plenums da:nit, da nichr erwiesen sei, auch nicht cr'icsen werden könn?, ob der Angeklagte d? zu viel cr:-psarlgcne Geld zu scinem uze--nen Vocth.il zu verwenden gedatc. Anwalt des A-:z.tltten crlie in der Handlung y:oA)c s.ineZ Clienten nur die Vorbereitung zn einer Spibüberei' ein KzsiiZ, der in unserer Gezeyzebunz nicht vorgesehen sei." li t ja t l i Wir lesen in der Kölnischen Zeitang : Die ivuiiing h it den geistreichen (ruifaif, bis; die Bererngkii Stnetten auf ds A.".bet der üi:iuhr ameriknnischen Schweinefleisches in Deutschland nur dann dv.rch ein Äerbci deutscher Weine antworten konnten, wenn sie nachzuweisen im Stande waren, daß die deutsche Weinvcrfälschung der Gesundhcit nachtheilig wäre. Als wenn, nach dem Urtheil der amerikanischen Negierung, übereinstimmend r.üt der großen Mehrzahl der deutschen Nation, daö bundesrätkliche Einfuhrverbot gegen das amerikanische Schweinefleisch rm Ernst mit den Trichinen und der Gesundheit etwas zu thun hätte und nicht vielmehr nur einen der vielen Siege bedeutete welche unser Agrarierthum über den gefunden Menschenverstand erfochten hat ! Wenn man nur die Tnch'.nen im amerikanischen Schweinesleisa) fürchtete, so hätte man einfach deffen Untersuchung u. t fi . . . r

anoronen muen. toeiDji wenn cie Amerikaner die Einfuhr deutscher Gewebe aus Gesundheitsrücksichten verbieten wollten. konnte Deutschland nach dem Standpunkte, dm eS in der Schweinefrage" emgenomnen yar, mqi vxi einwenden. Ei n furchtbarer Naubmorv, der in der Vkeujahrsnacht verübt worden zu sein scheint, macht in London viel von ch reden. In dem Reservoir der New Nioer Watcr-Eompany im Norden Londons wurde die Leiche eines den' besseren Ständen angehorigcn jungen Mannes aufgefunden und man erkannte in demselben den bei Lloyds angestellten 22 Jahre alten Assekurateur John Vrowne Tower. Um den Hals des Entseelten befand sich ein dicht zusammenzogeneS Taschentuch, was an;udeut?n scheint, daß er erdrosselt worden ist. Tower scheint mit dem Morder heftig gerungen zu yaven, denn sein Halskrar . . v rrv gen, crne ziravarre, eme cancyettcn und sein Nock, welch' letzterer nebst seinem ute am Nande des Reservoirs gefunden wurde, waren zerrissen. Der Ermordete befand sich am Sylvesterabcnd auf dem Heimwege von einem itternachtsgottcsdienste, und ist wahrscheinlich Garottern in die Hände gefallen. Er hatte, wie man weip, L) in Gold bei sich und trug zwei Diamantringe an seinem Finger, von denen einer fehlt. Das Geld ist natürlich ebenfalls versä'wundcn.. Sehr schlimm wird sich das Loos der 30,000 Pariser Lumpensammle? gestalten, wenn eine kurzlich erlassene Verordnung des Präfelten, welche die Entleerung der Abfälle auf ntafaat. durckgcfuhrt wird. ES ist nicht das erste M il. daß diese ..werthe Eorporation sich im Eonslikt mit der Polizei - Prazekcur besindet. m Jahre löll hatte diese wahrend der Eholcra-Epidcmle große Abfuhrwagen b rucn lassen, in welchem die Abfälle sofort aus der Straße entfernt wur-' den. Die Lumpei.sammlcr waren ac zwungen, sich auf die Depots zum Be trieb-: ihres Handwerks zu begeben. Das pas.te ihnen nicht, eine ötcvolte brach aus und die Absuhrwagen wurden zerschlagen. Die Verwaltungsbehörden gaben nacb. Seitdem bat man verschiedentlich ver.ucht, die Lumpensammler wie die Straßenfeger ui reilementtren. Nie mals mit rfilg. Der Lumpensamltt Itjkdi- t a iT(rC Mk 1 i tiut uaaiuiijKK Eine fürchterliche Entdcckung machte dieser Tage die SanitätsbeHorde eines volkreichen Vorortes von ri r e r f w . - . 'Oirnnngyam, aiöjie jici vemuyte, cie Ursache des Äusbruches einer Pockenepidemie, welche bereits mehrere Menschen hinweggerafft, zu ermitteln. In einem Zimmer, welches ein Man, Namenö Owen, bewohnte, wurde eine alte eichene Kiste vorgefunden, welche die Leiche seiner in London im Jahre 13L3 verstorbenen Schwester barg. 'Öwen liebte seineSchwester so leidenschaftlich, daß er sie nicht begraben wollte, sondern ihre Leiche nach Birmingham brachte, und seit dieser Zeit ha: er sie in seinem Zimmer gehal ten und Jedermann den Zutritt in dasselbe verwehrt. Die Kiste war von eisernen Reifen umgeben, aber die 3!otö zwang Owen eine) Tageö, diese Reisen als altes Eisen zu verkaufen. AuS Wien kommen zum Neujahr bittere Klagen über den Herrschenken Nothstand : Der schlechte Geschästsganz und die niederen Ärbeitslohne haben die Zahl der erwerbslosen und nothleidenden Arbeiter in erschreckender Weise vermehrt. Wie überall bringt der Winter auch hier einen Stillstand in zahlreichen Industriezweigen mit sich. Eine Reihe von Fabriken hat die Thätigkeit entweder ganz eingestellt oder erheblich beschränkt, und auch die Aufträge' bei jenen Kleingewerbetreibenden, die sonst zu -dieser Jahresznt allen Bestellungen kaum nachkommen konnten, standen weit hinter dem früheren Bedarf zurück. Kummer und Entbehrungen sind Heuer mehr als je die steten Begleiter unserer Arbeiterbevölkerung. Das Wachsthum des Pauperismus weist in Wien Ziffern auf, welche die schlimmsten Besorgnisse erregen müssen. Wire man im Stande, in die Hohlen des Unglücks überall einzudringen, man würde ein furchtbares Bild der Nothlag?, des jammervollen Zustandes der unteren Volksschichten erhalten, und der Schrei des Entsetzens wäre r'.cht minder groß, als etwa in der Hauptstadt Englands angesichts der dort zu Tage geforderten neuesten Entdeckungen über das unbeschreibliche Elend der großen Masse. Ist es 'unter diesen Umständen nicht begründet, daß die Unzufriedenheit in der arbeitenden Classe von Jahr z.u Jahr steigt,, und müssen solche Verhältnisse nicht naturgemäß dazu fuhren, daß die kommunistischen Lehren immer mehr Verbreitung sinden ?

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