Indiana Tribüne, Volume 7, Number 125, Indianapolis, Marion County, 24 January 1884 — Page 2

w. Erscheint . u5stst5, 'VöSentttlS u. Sonntags. iVrt 190.O Mnvdlnndstr. Indianapolis. Ind., 24 Januar 1634. Zum Fenzlrieg iu TexsS. ??!e aus foalttpfton bericktet wird, ist gegenwärtig eine Art 'assenniuiiano zwischen den Besitzern der kleinen und der großen Viehhccrden in Teras eingetreten, der aber voraussichtlich nicht zur gütli cheit Schlichtung , der Angel?genheit führen wird, sondern nur der Ruhe vor dem Sturme vergleichbar ist. Beide Theile verfolgen eifrig die Verhandlungen dcr Legislatur über Maßregeln, der Zerstöruna der Stacheldraht-Zäune mit Gewalt . nr . nr r r,' fITl V entgegenzutren, oder die Einzäunung der Weidcländereien so zu regeln, daß dcn Interessen beider Theile Rechnung getragen wird. Die .bis jetzt in der Legislatur eingebrachten Anträge, sowie wiederholte Aeußerungen des Gouverneurs Ire land deuten darauf hin, daß der Einfluß der großen Grundbesitzer in der StaatsHauptstadt der maßgebende ist. Auf wel cher Seite das größere Unrecht ist, läßt sich sehr schwer beurtheilen. Die Besitzer der großen. Heerden haben unter allen Umständen in vielen Fällen mehr Land eingezäunt, als ihnen gehörte, lassen im Sommer ihre Heerden die öffentlichen Ländercicn abweiden und treiben solche, wenn das Futter spärlich wird, in die umzäunten Bezirke, sodaß den Heerden besitzcrn, die ausschließlich auf die 'offe nen Weiden angewiesen sind, nur das von Gras entblößte Land überlassen ist. Dieselben , haben ferner in vielen Fällen ihre Zäune, so geführt,' daß Andere von den Wasscrläufen und Landstraßen ausgeschlossen wurden oder meilenweite Umwege machen müssen, um zu solchen zu gelangen. Die kleinen Heerdenbesitzcr haben dagegen die schlechtesten Elemente,'verkommene Viehhirten, ..Grenzstrolche, Vaga.bunden und Desperado's in ihre Reihen aufgenommen und die Zaune - auch da zerstört, wo dieselben ihnen nicht den mindesten Schaden verursachten und die Besitzer der Landstrecken ganz zweifellos zur Errichtung derselben berechtigt waren. Die Anschauung, daß es gegen alles Recht verstoße, .Landstrccken einzuzäunen, die nur Gras hervordringen, das ohne Zuthun des Menschen wächst,' ist bei den Gegnern der Fenzen zur firen Idee geworden. Selbst ein von der Legislatur erlassenes und durchgeführtes Gesetz, welches anordnet, daß die Berechtigung, gcwisse Theile des Landes einzuzäunen, in allen zweifelhaften Fällen genau untersucht und daß alles Land, an dem dieBesitzer ibr Eiqenthum nicht ganz genau nachweisen kennen, wieder in öffentliches Weideland verwandelt werden muß, daß Zugänge zu den Wanerläuien und Straßen, die Allen offen . stehen, hergestellt werden müffcn, wird heute die Feinde der Fenzen nicht mehr befriedigen. Dieselben sind entschlossen, den Kampf gegen alle Fenzen, außer solchen, welche cultivirtes Laus einfassen, bis auf'öAeußerste durchzufuhren. Daß damit auch dasjenige Land, welches. von seinen Besitzern ehrlich erwörben wurde, aufhört. Eigenthum derselben zu sem, daß man die Rinder, welche sich ebenfalls ohne Zuthun des Menschen vermebren und entwickeln, ebenso als Gcgenstände betrachten kann, die den'Besitz durch Einzelne ausschließen, wie das nicht cultivirte Land, fällt dem gierigen Eifer gegenüber, mit der die kleinen Heerdenbesitzcr an der . Theorie der freien Weide teltyaltcn, nicht ins Gewicht. Xk letzteren nennen sich selbst Zaunzcrstörer teure rutters und alle die zahl reichen Aufforderungen und Warnungen, welche von ihnen in. den letzten Monaten erlassen und verbreitet worden, sind mir diesen Worten unterzeichnet; außerdem sichren ne noch die Beinamen: blaue Teufel des Westens" und Javalcnas." Von Mitte September bis Mitte De cember sind im westlichen Teras mindestens 3,000 Meilen Stacheldraht-Jenzen zerstört worden. Die letzte von den Gegnern der Zäune crlaffene Proklama tion lautet : Man sagt uns, wir sollen ruhig abwarten, was die Legislatur thun wird. Wir haben 18 Jahre gewartet. und da uns i;i dieser Zeit weder die Le giölatur, noch Gott gebolfcn hat, so wol len wir es jetzt mit dem Teufel versuchen. Mit einem Worte: Wir verlange.', unser Recht, sonst nichts ; in 32 (Sonntics hafon wir schon die Mebrheik und unsere .Reihen füllen sich täglich. Wir gehen durch dick und dünn, wir fürchter nicht den Tod, wir. dulden keine abqe schloffencn Weidegründe. Auf Anordnuna der dritten Division der Fence LiiUeiV' ' Die öffentliche Meinung ist im westli chen Texas auf der Seite der Gegner bei Zäune, und würden diese mitten in dcr Zerstörung dcr Fenzen von einer übsrlcgenen Mannschaft überrascht und vcr haftct, so würde sich nicht leicht cineJury .nndcn, die sie weaen böswillmer eritörung fremden Eiacntbüms verurtheilte. Die Großgrundbesitzer in Teras baben rrr . . . . ' - , . ' zino gczaet und werden türm ernten. denn die Legislatur mag beschließen, was sie will, sie wird nicht im -Stande sein. der fortgesetzten Zerstörung der Zäune iLinyan zu :yun. cak ich unter dcn Fence utters das miserabelste Gesin da aus dem ganzen Lande befindet, ist eine Thatsache, aber die Mehrheit sieht trotzdem in denselben Leute, welche die wohlerworbenen Rechte der kleinen Heer benbesitzero der nestlers vertheidigen. Tanzen. Die Diskussion über die hochwichtige Frage,. ob Sterbliche verschiedenen G- , schlechts ohne an ihrer Seele Schaden zu r , . , . . mU . ncymen, oas yeißi, oyne oer ewigen zer ' dammniß zu verfallen, mit einander tan im dürfen, ist in, gifteten teifgi

Dndiana V

riöilne

ten. - Bisher hatte ein Geistlicher ' nach

".dem anderen entart, oasz cyrincyen Jungfrauen und Jünglingen daS Zul"r , c4avsss kr Vr?h(rt

laiiiiutiuaii.stu tut )iifcvv w, kv Moral, verboten werden müsse. Zwar i. c ti v:.. c-i. war die oapi oer i9eiiuia;cn, uie ,v vernehmen ließ, keine große, aber das Beängstigende bei der Sache war das verdächtige Schweigen der meisten Pastoren, woraus man schließen zu müssen alaubte,, dan sich auch nicht ein einziger unter ihnen befände, welcher Men für das Tanjen ine Lan e zu brechen wage, w',f K? nk hi, &P.Kl yUUl u vh,. Bibel nicht nur kcmTanzverdot enthalte, Sri sich soaar anerknend übe Lei- !.' r..;, !. r-...a v o-2.:. ttmiaen tuwllqc? ganzer uno anpuiM . . j. ., a nen aus prttye ; avw ivu . I ' r - if! 1. . - r, l ' f. iu . 9 nützte dies renn, loiange aminiile Diener des Herrn, welck überhaupt das Wort erg?ffe,:,instimmig den Walzer veruttheil- ?.", Solange aus Seiten der offen auftretenden Tanzfreunde nur Laien Sri w . . r.e... nv, s;.v it huVitT-htn i nntt r : w lirrn in i r z i nr i ii i iiillil. lui1 &j l u I -üieniinra 5 T uK ;frv M?ncTinsli tnven roeroe. unoiiw i rrrf io ein vonnunasstrabl. Die "t t . . . rt-,. I tanreaeiung ven .uuti uuv " . , rt , t r i k. . 9 kTf..il lekirern durw weitticye yar oas oiui eines cdcl denkenden Pastors in's Wallen acbracht. Derselbe ergriff .Partei sin die das Tanzen für kein Verbrechen hal. O Isl.: ss IM ii vlit rt tnnert 2'tiicn. iiDuiyiuc ui wiuuuu kann sich rühmen, den muthigcn Mann i s-inn Mauern m beberbcraen, welcher als dcr erste Geistliche des .Landes u.fc v i i . .. I Vrtrt.tt VKan lttllC DIZ 2UUa I sin und unairauen rubia tanken die Jünglinge in dem einen und die Jungr " . v t. f.,,, v.Ss,. I rauen IN oem ranrvctt utkttt ren Zimmer !" . ... kampf um Orcgon. Dr. William arrows rat in emem vBuche : - Oregon, .der jkampf um'seinen Besitz" eine sehr iniereffänte Schilderung eines wichtig: Capitels aus der amen 'Pf m s- i ranl wen cylcyte aegeoen. won curcy den.Fricdensvertrag, ' den England im sr ?7tt. ru't Vier (Ztnnton ' schloß, wurde letzteren jenes Gebiet zuge ttandcn und die Grenze so genau festae W VII V frV V V setzt, als cS damals überhaupt möglich f?r? er .erst ,m Jahre 1872 würd, dilrch den Kaiser Wilhelm als Schieds rrc Ttf lStrniirtA nhfli Itf httil(it I ...;. v vv wv..öyv vvy..a v.yvvy. u ayre innourcy ver,uwi?ngiano mli her ftitfcFrtnftAYi-föi ITIlrhtf iinV.I dlplomatlschcrMnke lf V V V V VY' V V V' Mt d is Territorium Wash und das ganze Land am westlichen tv y.rngeiere.jengevlrgean slw zurrmgen Hud onvav-e,cu,chast, die in dieser Angelegenheit eine so große Rolll spielte, war 200 Jahre lang cmcs dci großartigsten Monopole dcr Welt, rin--liupcrt und mehrere 5)öflmge erhielten im Jahre 1670 emen Freibrles,vonKonlg Karl l., dcr sie dem Namen nach aller vings nur zumPclzhandcl in dcn damale , gänzlich unerforschten Gegenden Word, amcrika s berechtigte, sie aber in Wahr f. -'.i. ... f. r f . . i . ...rx .". c . .. i;en zu aüümien uvTerritorium machte, das em rtttel großer als ganz Europa var. nasm .vurde der Geldlichst die crpstichtuiic auferlegt, einen neuen Seeweg nach dr' -uucn zccan auszuiucn. cou,uuu c . 3 f i. " 1 ix. .ri .. v ? . ! i . f icai ca urjpjanijiictuju'iuigtupuai nocianmen '.'icilonare veriyciir . worocn t ci . . is 's . c ... oiüi vui vic viwicuiu'uii iv..vauuiquui r. -i iu ,r.frx . Zi. :r. r -..i :ier in Montreal. Von dort bis nach chren Handelsposten- auf Vancouvcr'e nfcl, 2500 Meilen, und bis zu ihren -eehundssischereien am Mackenzie-Fluffe. 5500 Meilen, laßt sie-das Land heute :ioch ebenso durch Hundeschlitten bereisen, iyic vor ou ayren. rotz dieser ur- . .. i r iprünglichen Handelsmethode aber ver-

licht ein ent ist seitdem . eingezahlt n'Faß Mebl. Sie arbeiten zehn, an iber Millionen über Millionen in Dlvl :-mQm Plätzen zwölf Stunden per Tag. ?enden und Anteilscheinen sind an du n;Pi, wren weaen Ersckövfuna aeno-

lügt sie. über .yroßartige.Mittel. .Als pch einbilden, sie hätten wichtige GeEngland 1816 seme Ansprüche amOre- fräste mit dem Präsidenten zu verhanmn Mnitm rtiirnnn. sN',t 7i l?. . . . . , ?

'77 " V. , .-en wenigstens dleHudsonbayGesellschaft

sur vie Niagen eni,uaolgen, weie vie- dere bieten, wenn eine andere Beranlaszelbe stehen lassen mußte. Die Gesell- sung sie dahin geführt hat, alles auf, chaft reichte in olge denen die bejchei- Zutritt zu dem höchsten Beamten der Ne)ene Forderung von 55,000,000 ein. - publik zu erhalten. Die Thursteher ha-

MK im ay iioo iqigq:c norcvestliche Grenze zwnchenden englischen 'k,m nS Tert Vl?r t."ntort fnMf r;i,u,,ak" t . ;-.rr .rT . ' . iich vom nordweltlichsten Punkte des Lake of the Woods aus in genau westlicher Nlchlung bis an den Stillen Ocean erstrecken, Dies war im Wesentlich enldle heutzutage zlltige Grenze des 49sten Breitengrades. Frankreich geHorte zu iener Zeit das Ge)iet westlich vom , Misstsiippi, bekannt unter dem Gesammtnamen Lomsiana. Dasselbe ging 1803 m den , käuflichen Zesitz der Ver. Staaten über, dir otnit Sie errsmst nner den nnmen 9sl?tfhf, ' '' "j;" ."irr jippi erlangten, aber Maland weigerte 11 t ' rsr r i ich bis zum Jahre 1313, te nordwestllcherenze -abzustecken. - Es gebrauchte oen rwand. dak dem .ertrage, nach Misjisstppi zu - schneidcns haben wurde,

vuVw" m uvv V s-ueucn jene einen sogenannten öffentlichen Empfang; Stromes südlich von dem Ausgangs-. solchem hat Jedermann Zutritt, vorpunkte der Grenze gelegen waren. Wäb- ,s.?'k ,r'in txnhmr atvn

. . m r i f . , rend der Verhandlungen darüber hatte die Hudsonbav-Gesellschaft Zeit gewonnen, sicy m oreaon sesizuseyen, unv sie wieder zu vertreiben, war keine Kleinig. r Bis zum Jahre 1342 waren d:e VerHandlungen so weit gediehen, dakwemg- . ff f tiensbisfln die elsengebirge hm der 49ste Breitengrad als Grenze Vertragsmaßig anerkannt wurde. Westlich von diesem Hohenzuge aber herrschte unbeschränkt die HudMbay-Gesellschaft, weil man in Washington den Werth des von ihr besetzten EebietcS gar nicht kannte uns si um oas,eioe weuer nicht mm. mic. w iuiviij aus iiytnz Ouull icivciuiiv ipicugic das Gerücht aus, daß die Zuwanderung von den Vcr. Staaten her über die Felt t? . arü r.i rv.. v engeoirge rein umnugiic? zu ver That schreckte sie dadurch auch die Ein Wanderung ab, denn ohne den Planwa gen, der seine Familie und sein Geräth barg, wollte kein amerikanischer Farmer die Reise machen Unter solchen Umstanden, d.h. da das Gebiet ausschließlich von Engländern bewohnt war, durfte die Gesellschaft den Plan fassen, tS für England

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. , Whitman, ein Mljsionätder schon -.-- i r . r r n

2r. im Jahre 1836 die Fabeln über die Unzugänglichkeit Oregonö dadurch widerlegt hatte,' day er seine eigene Familie zu Wagen über die erge brachte, faßte den Entschluß,. die Verschwörung zu vereiteln. Im Oktober. 1842 brach er zu Pferde' von Oregon'auf und legte allein die gefahrvolle Reise über das Gebirge und die inzwischen vom Winterkleide bedeckten Prärien unter unsäalicben Schwierigkeiten en unier u wuu zurück. Mandig in Felle gekleidet, stellte er sich dem damaligen Staats ecrer,rflöMtrhnr ir U,H ?t rstx i ' u 4, Lord Ashburton l den Ertrag abgeschlos sen. dcr die nordwestliche Wrerne bis an ' . ' 1: ; 1 r rlr u7 hif Vctl islPbirsl? ffticWf. ciMT xum Glück war über Orcgon ' nichts ge'agt worden, und Whitman lieferte der Bun,w "' 11 -M l'l'l'Y', ' ' l wrm, un man ,e,cr, dercg.erunz d,e Berichte au wrM tte W. Ä aus die sie geWagcnfrage" zu en, oracyie er aus cem uawege xuy Waaen mit Ansiedlern nach Oreaon. Die 1- I.l- ... r sli rrs v . Lüae der Sudsonbay - Gesellschaft war fÄ- b ' c1346 endlich wurde die Grenze bis an hart . (?sTri Ocmw' Aii3rtiSsfrf t et ww. mVv3vi,v- v IiTAa ACiTIav Ati.V W,? , iivw vwvkh vtuy vw Mitte der Wafferstraße, welche Bancouoer'ö Insel vom Festlanee trennt". Doch vie englischen . Commissäre konnten anrtoWiA n?rff 'rTftffr SypÄ (r.if' rtOmvvuv v vv w.v wuv jvmeint sei und entdeckten endlich eine, an die Niemand 'gedacht hatte. Wäre sie als Grenze angenommen worden, so hätte (z. r v es' f.r f. . l u:. VilltllttllV VIUUIC.-IIKUI VlVUliCJl, Wie VVIl Rechtswegen, dcn. Bcr.Staaten . gehörten. Besondere Hoffnungen setzte England aus hin 9liirVf ri lÄ nher Vxer 9Aitn strtv,4övö, v w v. reich aus'- demselben hervorging, mußten die britischen Diplomaten sich bequemen, die Streitsrage dem Kaiser Wilhelm, zu unterbreiten Dieser entschied ohne alles Jöger'n zu Gunsten der Ber. Staaten, da die Sache sehr klar lag. So endete der n Pf um die Paciftcitaaten. Niedrige 2tic tllöhne. Die Beralcute in den Engrubcn in ?ower Macungie, Lehigh County, Pa., " r . n.f.... leiten gegenwärtig für niedrigere Lohne z, wknd dNanlk-von1373. zhr Lohn ist kurzlich, wie der Telegraph meldete, von fünfundsiebenzig auf fünf.dseckua Cents per Tag herabgesetzt ipOICCN. vi? si? . IM SlaUvk UV, illll L rni er . : mt. V- r:..v. i zicsem kargen Lohne Leib und ccle zu - ' w -i: iten, behaupten, die Reduktion sei ,c.:. cwcicn durch den Fall der lien vj?ur weniae der Minen sind in 2ve?ation, das.Ncsultat ist, daß Hunderte Litern müjzia gehen. Das Elend Hx Arbeiter wird rcfeert dadurch, daß : adenbeilöcr von Äiacunqic, welche hn bisher 5au?haltungsbedürfnisse .natlicke abluna lieferten, dies .nmebr verweiacrn. ÄZenn die Frauen 5er Miner in -die Läden kommenum ,h gewöhnlichen Einkäufe zu machen, . u . ' . . , - lg ervalten sie gewoyntlcv den Be cheio, u-m rebit mehr geivahrt njeroc, und vt wenden sich weinend mr Umkehr. Die Nrleute sind verb.-iratbt und ?a6cn gr0c Familien. Sie zahlen von ;Un; H z acht Dollars vtente per 'conat, I r , . Rielt wren weaen Erscbövfuna aeno I ' . " u:t d e Arbeit ausmaeben. I ö ' Darren in Washington. ' An wen!, Drten der M?lt drängn sich Leute, bei denen eö nicht ganz richtig bstilkclien it. ablreick ,usamme flr ; fc Nbe des Weisen .5auI . " ' - - "-t w - w - - - s. - (?z :s. eine Art Manie. die sich über w slsln:. ?d verbreitet, dan die Leute I ccin. iancue kommen nur aus vielem Grunde nach der Bundeshauptstadt,. an-. fccn an manchen Tagen 10 bis 12 derrtige Besucher zürückzuweisen. - Neulich I .ni . r . . . . . .a I wuroe em Porrier geiragi, woran er. erkenne, ob 5emnd - einem , wirkli

55.75 für die Tonne ohlen und d4 sur

wurde ein Portier gefragt, woran er . es j.gra und 1751 erscheint zum' ersten Male r r. "z . '...;, '."l-t. or rtr?

chen und vielleicht wichtigen Grunde um eine Audienz nachsuche, oder unter dem Einfluffe der erwähnten Manie stehe. ' . Das ist im Allgemeinen leicht," antwertete der Beamte meist kann man den Frank" auf den ersten Blick.' crkew ifiiFfnrif rvtnnm. di Sprechweise in abgerissenen Sätzen, die erregten Gebeten, häusig auch die aufr.r..v. nt ' rt... v i rauence ieioung, verraiyeu oenirittgen, ntr n infsnffe pine? firen dee vv.v v vitiiMiiv w j steht oder in dessen Kopfe in irgend wel-. ch anderen . Bemhunq-eine "Schraube zer ist. Freilich kommen auch Fälle denen auch das geübteste Auge sich tauscht.' Neulich hielt der Präsident 11 I V ' " U i...vv. v.v..m.j erscheint, sich vorher angemeldet ünd-eine Eintrittskarte crbalten hat. Ich war. wie gewöhnlich, am Haupteingange des Weißen Hauses postirt. Unter anderen mir bekannten Besuchern wollte auch ein Herr an mir vorübergehen, der höchst -l-. in thton GM,tiAah V V V wmQmw v 7aV anzug gekleidet war und deffen Gesicht vor 'Milde und Freundlichkeit förmlich glänzte; ich ersuchte denselben höflich um 3:.;?,, inr crHe. Ach so, Sie sind der Portier," entgegnete der Fremde, ich hörte, daß der Präsident einen Empfang abhält, und wollte nicht verfehlen, dem höchsten Beamten des BolkeS melne Hochachtung zu veZeUgSN Ich Sie um Ihre Karte ersu ' Was Karte sehe ich denn nicht aus wie em anständiger Mensch, verdankt der Präsident denn nicht auch mir seine Er wählung zum Vicepräsidenten, leben wir denn nicht in dem großen und rühm reichen Lande der Freien i" - DaS ist alles richtig, mein Herr, aber 55 W Kk- asm i St frtr MgL ist.pidffdierjchrift

Wie nnt einem Zauöcrschtage änderte .sich der Gesichtsausdruck des Fremden, I v ' . stf.. .. r . J. , ....V f .f

cic iiujeu luuiuvu ivu;t'iü uuu juuu'uen unheimlich die Zähne' kmrschten gegen einander und in abgebrochenen Sätzen stieß er die Worte heraus Jetzt weiß ich's, jctzt ist mir'S klar, ich bin nicht in Washington,', ich bin.' in St. Petersbürg, das hier ist nicht das Weiße Haus, das ist der Palast' des' Ezaren. Ich säg: Dir,. Scherge' .ei'ne? despotischen Gewalt, lies in der Bibel, lies in dcr Offcnbanmg Johannis. Dort liesest Du von dem rothen Manne Mf dem feurigen Pferde und dieser rothe Mann bin ich. Ich halte die Geschicke:. der Stationen in meiner Hand. Ich mache .die Präsidentcn, ich leite die Wüll.'i und dieselben müssen ausfallen, wie "ich will. Melde, Scherge, dem Präsidenten-, daß dcr rothe Mann aus dcr Offcnbärunz da ist' und da er aus semer Hut sein soll. Die Scenö begann Aufsehen zu erregen und ich wollte den Fremden, der mir nunmehr völlig übergeschNÄppt erschien, in Sicherheit bringen lässn, aber derselbe eilte plötzlich von mir.hinweg und war bald unter der. Menge- vor dem Weinen Hause verschwunden ' Ich glaube nicht, daß der Fremde, wenn es ihm gelungen wäre, Eintritt zu erhalten, Unheil angerichtet haben wurde, jedenfalls aber hatte er einen unangenehmen Auftritt veranlaßt. Indianer Duelle. j- 4 Bei dcn meistcn'Stämmen der Jndianer ist der Zweikampf eine seit Jahrhundcrtcn beliebende öitie oscr richtiger Unsitte. ' Die blutigste Art, cm Duell auszuscchten, besteht darin, daz; der Äcl.'ldlgte und dcr Beleidiger sich in einem von den Erlegern des Stammes geouoetcn Kreise gegenüber treten; der erstere ist mit emem Gewehre ..bcwassnct, tritt j einem Gegner gegenüber, legerer entblößt die Brust und der Beleidigte erschießt ihn. Während Pas Cpfcr sich in seinem Blute wälzt, tritt der nächste Angehörige desselben .vor, der Beleidigte deutet mit der H.and auf sei): Herz uud empfängt aus der Hand des Freundes Secunoanten des Todten ebenfalls die todtliche Wunde. .. Bei andern Jndiancrstämmcn, z. B. den Eboctaws und EhcrokccS, wird der 'titut der Sccundanten völlig unbekannt ist. Das bemerkenSwcrthcstc Duell fand ini Jull'r.. zwicyc i2arpen:cr, dem Häuptling dcr Ehoctaws, und Price, einem Beamren oer rrci - noiancr Agentur, Art., ' in der ?!ahe der letzteren statt. Im Verlaufe eines Streites hatte Price :dcn Häuptling einen Lügncr genannt Dieser rief: Das fordert Blut", und beide vereinbarten, das; sie am näch sten Tage Punkt 12 Uhr die Streitigkeit jnit Piitolcn aussuchten wollt. -n. Dir )!achricht verbreitete sich schnell und zur angegebenen Zeit fanden sich zahlreiche Indianer auf dem Rendezvouslatze ein. Beide Gegner traten einander auf zehl Schritte gegenüber, feuerten gleichzeitig Cärpcnter siel sofort todt zu Boden unk, Price' erlag mehrere Stunden später dcr empfangenen Wunde. . '.' ... ov..i . Die neue st e Genera l-Order des.Mav.or Edson in New 2)orf ist. 'das kein 'Angestellter, der um eineÄüdien bittet, mehr vorgelassen wcrden soll, wenn er nicht Weiße Handschuhe an hat. Der Mayor mag die langen Finger seiner Beamten nicht sehen. - '''Von dem Thaliatheater dc Herrn Amöcrg in !ew)ork schreibt eine dortige Zeitung dasselbe habe so viele Ausgänge, dan auf jeden Besucher einer komme. , Es wird nicht bemerkt, ob das Theater zu viele Thüren odr zu wenige Besucher hat. ' : . '-- "Der Name Niagara". ist im Laufe dcr Jahre vielfachen Wändlungen unterworfen gewesen. ' Der Gouverneur Dorgce schrieb 1687 Omagoragh, ds V Franzosen nannten denselben Onyagara, Philipp Livingstone schrieb 1730 Octia oer name iiagara. Bei S ch ö n e ck, L a n c ast e r Co., haben vorige Woche zwei 14jährige Jungen einen 7jährigen ' Knaben zum Spaße" so lange mit einem hölzernen Hammer geschlagen, daß derselbe an den Folgen gestorben ist. Die Ausbeute an edelnMetallen hat in Californicn feit dem Jahre 1313 bis Ende vor. I.' 81,231,850,000 an Gold und 520,150,000 an Silber betragen. Die reichste Goldgewinnung fand im Jahre 1853. mit 5,000,000 statt ; im vorigen Jahre wurde Gold im Werthe von 916,500,000 gefördert. Das erste Silber wurde in Ealifornien erst im Jahr: 1371 gewonnen und das Jahr 1877 war mit einem Ertrage von S3,000,000 das ergiebigste. In den letzten Jahren hat der hydraulische 'Minenbetrieb namentlich im Thale .des Juba, eines Nebenflusses des Sacramento, ungeheurer an Ausdehnung gcwonnen.-Die North Bloomsicld Mining Co. allein gebraucht für ihreSchläuche 185,000 Kubikfutz Wasser prStunde und jeder Schlauch schleudert den Wasserstrahl mit einer Geschwindigkeit von 50 Fuß per Secunde gegen das goldhaltige Gestein undGeröll. Der in den Juba hinabgeleitete Schutt kann von dem Strome nicht mehr sottgespült werden, sondern häuft sich dort auf. Nach Berichten deö StaatsLand vermessers sind im Fuba seit 1379 über 70,000,000 Kubik Jards Schutt aufge, häuft, und bei den in Folge dessen ent standenen Überschwemmungen sind 15, 000 bis 16,000 Acker guten Landes mit Schutt bedeckt worden. Das Bundes krei'sgericht in Sacramento hat bekanntlich den früher ausgestellten zeitweiligen Einhaltsbefehl gegen die hydraulische Minenbearbeitung in einen beständigen umgewandelt und die Angelegenheit liegt änT UntZchkidUNZ VOk. oem verounoeegericyre zur enogiingen 1 I n F u b,L,L., z? ue .an

Zwcikampf in ähnlicher Weise durchgefuhrt,, wie bei den civilisirtcn Nationen, icdoch m'tt'diim Unterschiede, daß das Jw

einem der letzten . Äbcwe .... w.. j einer Dame auf der Straße' ersucht, dieselbe bis an ihrVWohnunz.zu begl'Nten, da sie von einem zudringlichen Menschen verfolgt werde. Der Herr entsprach dem Ersuchen und beide waren nicht weit gegangen, als ein Mann auf sie zutrat, sich als Gatte der Dame zu erkennen gab und den Beglciter dcr letzteren beschuldigte, daß er seiner Frau unzüchtige Antrage gemacht habe. DasFr.auenzim.ner machte alsbald ihrem Bcglciter denselöen BorWurf und der Manu, erklärte, wenn er nicht ein paar Dollars erhalte, werde er die Sache an die große Glocke schlagen. Der Begleiter - hatte einen Nevoloer sich und dieser .veranlaßte das saccc' Paar zur schleunigen Flucht. I n vielenheilen Connec ticut's verdanken Wirthschaften ihr Bestehen folgendem Vankectniff : Ein Gc-: fetz daselbst verbietet den Ortsbchörden.s bei strenger StrafecineTrinkwirthschaft, im Umkreise von einer Meile von ' einer rt4f A X t s A f AAt4At IttaiAM I

UClUllUy'tll U,'U IVCUUCU. ViiUCl diesem Gesetz konnte eigentlich in keiner Stadt eineWirtjschaft bestehen und selbst ans dem Lande sehr wenige.' Dennoch gibt es viele Witthshäuser in Connecticut und sie sind beinahe sämmtlich lieen sitt. Die Lösung des Räthsels beruh! auf einem Jankeekniff. Unmittelbar vor den Weihnachtsferien versammelt sich da Schulrath des Bezirks und erklärt formell die betreffende: Schule für aufgehoben Dann versammelt sich der Stat: und Dorfrath und gibt die Licensen aus. Am Tage nach Neujahr werden dann vom Schulrathe wieder sämmtliche Schulen neu errichtet, d. h. d:r Form nach, denn in Wahrheit wird gar nichts geändert ; die Licensen aber werden dadurch - nicht ungültig, daß später eine Schul? in de: Nähe einer vorher schon b.'stehendcn Wirthschaft errichtet wird. ' Die schtvedische Sängerin Christine Nilssoii hat ein sehr gutes Herz. Dieser Tage hat sie sich einee kleinen Hundes, dcr in den Straßen von Philadelphia von bösen Jungen malträtirt wurde, angenommen und denselben adoptirt. Man darf daraus nicht schlic--)cn,.daß die Sängerinauf den Hund ge kommen sei, denn sie ist Ende vorige! Koche als Viargarcthe" in Gounod'? ..Faust" vor einem 83,000 Hausemil durchschlagendem Erfolge ausg 'treten. DaS Aundes - Zollamt ha eine für Priester wichtige Entscheidung abgegeben. Ein kath. Priester hatte vo:! Canada ein Kirchengewand nach Mainc lommcn lassen, und die Zollbeamten col lcktirten den Zoll darauf. Der Priester imckte durch Senator Ftt?e in Wasbing- ' i r i c r. ..' . o:i eine ppilcallon zur nuaernattung ocs bezahlten Zolles, weil das Gewand .u religiösen Zwecken diene. Senator xt wurde nun benachrichtigt, daß ein Priester für die von ihm p-rsonlich imottirten Gewänder Zoll bezahlen müsse, auch wenn jene spater' zu religiösen Zwecken dienen. Würden aber solche Gegenstände durch. eine Kirche oder eine rcllgioscGenossenschaft importirt, so werde ser Zoll darauf nachgelassen. Jersey City, welches, wie bekannt, seitdem Hoboken seine Wasserleitung bekommen hat, mehr Wasser in seiner Wasserleitung hat, als es braucht, .vill dcr Stadt 3!ew Z)ork diesen seinen -.lcberfluß zum Kauf anbieten. Im Jahre 1370 waren in der Industrie der Vcr. Staaten 1,615,M Männer, dagegen aber 323,770 vräuen über 15 Jahren und 114,6:28 tinder unter 16 I. beschäftigt. JmJahre l830 war die Zahl der Frauen und Kin)er im Verhältniß so gewachsen, daß auf .',019,035 Äkänner 531,539 Frauen und 181,921 Kinder kamen. 'Während die Zahl der beschäftigten Männer um nicht ;anz fünfundzwanzig Prozent zugenomnen hatte, , war die Zunahme bei den grauen 61.20, und bei denKlndern 53.71 irocent. In tO Jahren war aus einem viertel, welches Frauen und 5linder zu.ammen unter den Lohnarbeitern ausmachten, mehr als ein Drittel geworden. Änter den Staaten, welche die meiste Zrauen- -.und Kinderarbeit verwenden, tehen voenul; Äkassachusctts mit 35.09 ßrocent grauen und 4.95 Proccnt - Kinoern; Maryland mit 28.95 Procent Frauen und 8.74' Procent Kindern ; Mine 'mit 26.02 Procent Frauen, und 7.07 Procent Kindern; New Hampsbire mit 33.14 Procent Frauen und 6.74 M Kindern ; New Aork nit 25.86 p(5t. Frauen und .71p(5t. lindern ; 3ihodc Island mit 29.0tt pCr rauen und 12.s0 pCt. Kindcrn ; New Jersey mit 21.50 pCt. Frauen und 9.64 )Ct.Kindern; Connecticut mit 25.55pCt. jrauen upd 7.48 pCt. Kindern. . ZZom Auslande. Ueber den Morphinis mus", eine neue immer mehr in die.Mo m m. t . de kommende gcieUjchasNlcye . ramheit macht Ludwig Hevest in einem Wie ner Brief im Pester Lloyd" einige, mit interessanten Beispielen belegte Benies kungen: Ein unmodernes Wort, ein neuer Begriff in der westlichen Civilisa' tion, der aber .schon nothwendigwar, um den Alkoholismus abzulösen. Sollte es denn wahr sein, daß - auch dieses Gift durch die Adern unserer' Gesellschaft schleicht? Spreche ich wirklich nicht' von London, der Stadt aller Gifte, und Pa ris, dem ewig ' eiternden Babel, sondern von dem immer noch etwas patriarchali schen Wien ? Es giebt hier einen vielbeschästigten Arzt, der sich selbst auf der Straße im Geh:n Morphium einspritzt; er steckt die eine Hand in den Aermel der andern und kein Borübergehender merkt, daz er sich eben eine neue' Tracht Mor,phiums unter die Haut des linken Bor derarmes befordert. Wie manche Ire benöwürdige Hausfrau, die für einen Moment aus ihren strahlenden Salons verschwindet, flüchtet zur Pravaz'schen Spritze, um sich wieder für zwei - Stun den genießbar und genußfähig zu machen. .Wer nur einen Blick binter die' Eoulis: sen der Kunjtwelt werfen wollte ! Dichi neoen oem cyminiiappen lieg ver n bearin der bolde Scblummeriafte".wel chen Doktor Faust in jenFr)iaKtnicht

auögetrur.ken." Eine sehr bekannte Schauspielerin, die sehr leidend war und seit Kurzem keiner Buhne angehört,könn te die Nacht nicht mehr durchschlafen, weitn ihr die Zofe nicht nach der ersten Stunde des Schlummers, ohne sie erst zu weckendie gewohnte Dosis in die Wadk prakliziren wrde. 3kamen sind verpönt, wenigstens hiesige. . Aber in München weiß man ganz gut, daß Klara Zieglei ohne Morphium die Buhne nicht betritt. Medea wurde ihre Kinder nicht morden können, wenn sie nicht erst ein Stuckchen Selbstmord begangen hätte. -.Louisi konnte ihre vcrhängnißvl.lle Limonadi nicht trinken, wenn sie nicht schon vorhit mit Morphium vergiftet wäre. Ucbri: gens paß: das zum Pathos eines solcher Künstlerthums, es geht gut auf in dei tragischen Stimmung. Nur spielt das, selbe Gift dieselbe Nolle in der entgegen, gesetzten Sphäre. Der bekannte . Seib tänzer Wainratta ist ein Sklave deZ MorvhiumS. So oft er das Drahtsei! besteigt sagte er einem Tänzer dn Hofoper muß er eine Injektion neh men, er würde sonst herunterfallen unt den HalS brechen. Erst wenn er den Taumel in seinen Adern suhlt, wird fei? Schritt sicher." ... .... ..

Ein Berichterstatter de Mosk. Wied.", welcher unlängst Gele genheit hatte, die central-russtschen Eu senbahnen zu benutzen, schildert mit önt rüstung die unglaubliche Menge und die Frechheit der auf ihnen verübten Raubj überfalle. Die Frechheit der Banditeq geht so weit, daß dieselben ihre Ueber falle, oft in Gegenwart des Dienstperson nals verüben. Im Herbst vor. Jahres näherte sich der Guterzug in einer dunk len regnerischen Nacht der Stadt Jspezl (Gouvernement Orel). Auf einer del Güterplätformen, welche, mit Getreide beladen und mit Matten sorgfältig zuge, deckt war, befand sich der zum Güterzuge gehörige Artelschtschik (Schaffner)! Um sich vor dem heftigen Ne gen zu schützen, hatte er sich unter einige Matten gebettet und war fest eingeschlafen. Plötzlich schwang sich der Näub.-r auf diese Plattform, durchschnitt die schützenden Matte, -hielt den Artel schtschit für ein Aagagestück und faßte ihn auer um den Leib. Dieseln schien es im Schlafe, wie er später selbst erzählte, als cb die Teufel seine sündige Seele zm Hölle schleiften, und er erhob ein kläg liches Geschrei um Hilfe. Auch der Näu ber erschrak und beeilte sich, das Weite zu suchen. Ein anderes Mal sprang ein Räuber auf die vordere Plattform des Wagens, während der Eonducteur aus der hinteren Plattform neben der Bremst saß. Der freche Eindringling ließ sich aber durch .diese. Wahrnehmung keines Wegs stören, sondern begann seinem Ge schaft" ungestört obzuliegen. Was machst du da, Gauner 'i rief ihm der Con ducieur ,zu, indem er auf ihn zuging. Jener zog ein langes Messer und erwl derte höchst kaltblütig Mache, daß du fortkommst, sonst schneide ich dir den iSftte ab." 'l't'iir wr krk " - " - t w -w w wmwwvmmw ff mit dem Leben davonzukommen, und ließ den Räuber gewähren. Vor Kurzem sprang wiederum ein Räuber auf eine mit Hcringstonnen bcladene Plattform, auf welcher sich auch der Artelfchtfchik be fand, der sofort läut um Hilfe -ri:f. Schweig, Brüderchen," redcte ihn der Räuber an ..ich brauche ia nur ein Tonnchen !" Und wirklich warf er nu, r . ' ' ein ttavcyen vom Waggon herab und folgte demselben sofort. Aber nicht nur die'offenen Plattformen werden von die sen unliebsamen Gästen besucht, sondern auch wohlverwahrte, plombirte Waggon? mit wetthooller Ladung fallen ihnen zum Opfer. Diese Beraubung der Züge hat sich im Laufe der letzten Jahre sehr : oft wiederholt, ohne daß es bis heute elun .gen wäre, einen der Strolche einzufan gen, vie sia), wie man sagt, zu ganzen Banden zufammenthun und die gestohle, nen Gegenstände sofort mit Pferden weiter expeoiren.N on dem Schöffengericht des Städtchens Wansen in Schlesien wurde dieser-Uage em eigenthümlicher Betrugsprözeß verhandelt. Ein dortiger praktischer Arzt, ' Dr. K., welcher in den besten Verhältnissen lebt, war angeklagt, in elf Bällen in d?r Abnckt. firfr einen Vermögensvortheil zu verschaffen, das Vermögen von College dadurch geschä-' hiftt ii! k.iken. hrtt er hnrrf Ysi frriftstsl gemachte falsche Vorspiegelung, er babe durch einen Sturz aus dem Wagen einen Arm- und Beinbruch erlitten und sehe mit seiner Familie dem Elende entgegen wenzt er nicht von den Collcgen Unter, stützungen erhalte, einen Irrthum erregte.' Eine Anzahl von Bettelbriefen,' die der Angeklagte .an College in fast allen großeren Städten Deutschlands geschickt hat lagen als Beweisstücke gegen ihn vor. Als er hörte, daß mehrere dieser'Briefe behufs Recherchen über seine Verhältnisse an den Kreispchysikus in Ohlau gelangt waren, sendete er an die Adressaten Visitenkartcn mit dcr Bemerkung : Danke für Wohlthat, bin versehen !" nur die vier Ärzte, von dcnen er wußte, daß sie bei dem Kreisphvsikus anaekraat batten. s erhielten diese Mittheilung nicht. Die ranr.rr w rn .. . ' Ävsaung oev cneivriese leugnete U)r. K. hartnäckig und machte zuerst den Versuch, einen Verwandten deshalb zu ver -dächtigen. Daö Gericht bat ihn zu drei Monaten Gefängniß verurthcilt. Ein' Motiv für diese moralische Verirrung des, gebildeten und wohlhabenden Mannes ist! nicht ermittelt trotz des LeugnenS deS Angeklagten aber nach der Aeweisauf-i nähme nicht an der Schuld zu zweifcln,'. wenn sie auch als ein Psychologisches' Räthsel erscheint." In Leyden steht, eine 45-' jährige Frau, Mutter von drei Kindern unter der AnNage vor Gericht im Laufe' weniger Jahre sechzehn Personen vergif' tet zu haben. Die Opfer waren fast sämmtlich Mitglieder ihrer Familie, de ren Leben sie bei verschiedenen Gesell,'chaften heimlich versichert hatte, um sie. ann zu vergiften und 'nach ihrem Tod 3 Geld einukassiren.

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