Indiana Tribüne, Volume 7, Number 115, Indianapolis, Marion County, 14 January 1884 — Page 2

indiana Hriöüne.

Tasllcht', LLöchkutliche und Sonntags Ausgabe. &ffeti 190 Mrylandffr. Indianapolis, Ind.. 14. Januar 1834. cft ernisch ew K kn . Ueber das Schicksal weniger Listig hervorragender Männer sind die Zeitge uossen so lange im Ungewissen erhalten, sind so verschiedene und sirf widersprechende kachrichten verbreitet worden, als über daöZeniflc des russischen Schriftftel lers )!itolai (craftmowitsch Tschcrn!schewskv, der durch seine Bearbeitung von Adam Smith'Ä ,.Grundlagcn der politischenOekonomie"namentlich bekannt geworden ist, den nihilistisch gefärbten .endenzroman Was thun 'i" geschrieben da und sei lOJahrcn als Verbannter in Sibirien lebt. Seine zahlreichenFreunde daben sich vergeblich bemüht, seinen Aufenthalt zu ergründen. Unterstützungen, sie sie ihm zukommen lassen wollten, übernahm die russische Regierung zur Beförderung und es galt für gewiß, daß er in den Minen bei Jrkutsk detinirt werde. Von besonderem Interesse ist daher der Bericht eines Correspondenten der Lond. Daily News", welcher in Astrachan eine längere Unterhaltung mit Tschernischewsky gehabt hat, auS der wir die Hauptpunkte mittheilen. , Der Mann, der eine der edelsten und erhabensten Figuren in der Geschichte des russischen Nihilismus bildet, wohnt seit Kurzem in einer engen und stillenTtraße von Astrachan, die sich jcdow in nächster 'Nähe des Geschäftstheils dieser lebhaften Handelsstadt befindet. Er empsing mich theils mit einer von Herzen kommenden Höflichkeit, theils mit einer gewissen ZurückHaltung. Ich hatte einen Mann, von vorzeitigem Alter gebeugt, zu finden erwartet, war jedoch durch sein frisches und kräftiges Aussehen, das keine Spur einer 19zährigen Verbannung zu verrathen schien, überrascht. Er lud mick ein,' neben ihn an seinem Arbeitstische Platz zn nehmen, präsentirte Cigarren und während ich 'hm so dicht gegenübersaß, fiel mir allervmgs die krankhafte Blässe des Gesichts, oa5 nervöse Zucken um die Mundwinkel, daS Zittern der durchscheinenden Hände auf. In seinen Gesten war mein 0eaenübcr hastig, mitunter fast convulsivisch, und seine schönen Augm blickten unsicher, mitunter glänzend und hell, dann wieder wie durch einen Scbleier. Oft sprang er auf, ging im Zimmer auf und ab oder in ein Nebenzimmer, stieß von Zeit zu Zeit ein trockenes Lachen aus und führte die Unterhaltung in kurzen abgerissenen Sätzen. 'Er versteht )ox trefflich englisch hat aber eine beinahe unverständliche Aussprache desselben, spricht ebenso gut lateinisch, ziemlich gelausig französisch und ein wenig deutsch. Wir sprachen russisch, doch wenn er mir einen Gedanken recht lebhaft j;u Ver-, ständniß bringen wollte, so ergriff er ein Blatt Papier und schrie auf solchem, was er ausdrücken wollte, im besten Englisch und in fliegender Eile nieder. Ich sprach von seinen politischen und volkswirtbschaftlichen Schriften, erwäbnte den Roman ,.Ehfo dvelat" ÄaS thun?" und bemerkte, daß seine Freunde in Europa der Ueberzeugung seien, diese Werk sei die Ursache seiner Verbannung. Das ist ein Irrthum. Bedenken Sie, als ich Ehto dvelat schriebt war ich bcreitS in der Festung Pctro Pavlowsku internirt. Meine Verbannung ist die Folge mehrerer Artikel, die ich in dem Sovremenik Zeitgenossen veröffcnt: licht habe." 'War Ihr Echiäsal lväbrend der ganzen Zeit Ihrer Verbannung so elend, wie in Kolymsk, auf dem verlorenen Posren ?" Ich war nie in Kolonist. Von 1864 bis 1874 habe ich in der Provinz Zabeikul im östlichen Sibirien gelebt ; von letzterem Jahre bis zum Herbst 188.1 war Vilnisk, ein Städtchen an dem Flusse Vilni unweit Jrkutsk, meinAufentbaltsort. Bis 1871 war ich zu harter Arbeit verurtheilt, oder richtiger, sollte ich laut Verfügung der Regierung zu harter Arbeit Katorcha angehalten werden ; von einem Processe st mir nichts bekannt; man sagte mir, 14 Jahre hätte ich harte Arbeit thun sollen, sei aber, zu 7 Jahren begnadigt worden; in den Minen habe ich nie gearbeitet, betten habe ich für ein paar Wochen gctragen ; diese Episode ausgenommen bin ich gut, ich möchte sagen, wie ein Kriegsgefangener bebandclt worden. Die harte Arbeit stand für mich, wie für viele Verbannte, nur auf dem Papiere. Während meines Aufenthaltes in Zabeikul haben mich der Dichter Nekrassoes und andere Freunde liberal mit Geld unterstützt ; ich habe durch Vermittlung Äer Beamten alles und so schnell als möglich erhalten. Wäbrend meines Aufent halts in Vilnisk erhielt ich von der Reieruna alljäbrlich 200 Rubel, nicht ganz 8100. DaS scheint wenig, aber dort t Alles billig. Ich lernte ru Ni sche und polnische Verbannte kennen, die wegen politischer Gründe erilirt worden; yerrliche, bewundernswcrthe Männer un ter ihnen ; außer ihnen konnte ich mit den russischen Beamten verkehren, ich kann mich nicht über sie beklagen. Zeitungen und Zeitschriften konnte ich'mi: kommen lassen, lesen und schreiben konnte ich, so viel ich wollte. Und ick schrieb und schrieb und vergaß mich und alles um mich her ; ich war für Stunden glücklich und habe dann alles, was ich geschrieben, verbrannt. Dann habe ich auch nicht mit dem Herzen, sondern blos .mit dem Verstände geschrieben, Abhandlungen über allgemeine Weltgeschichte, auch sie habe ich verbrannt, veros, fentlichen darf ich nits, man bat mich , l r r . . . l im ... a.iu ve;anoelr, aoer tcy o:n geistig tort. Tschernischewsky's acaenwärtige Woh tmng besteht auS drei kleinen, cincTrevpe dech oestndlichen Zunmern; dieselben Mdurftigmoblkrt, aber hdchit saube

aeoairen. :n oer jiauenur uno aur vn I

treppe ist ein unerträglicher Gestank von faulendem Gemüse bemerklich, der sich aus der Gemüsebandlung im Erdgeschosse j verbreitet. In dieser Wohnung wurde! der Verbannte bei seinem Eintreffen in Astrachan von seiner Gattin begrüßt, von der er während seines 19jährigen Aufenthalts in Sibirien kein Lebenszei' eben erkalten hatte. Gegenwärtig ist Tscheriii'schcwsw kein Gefangener, nicht einmal Kriegsgefangener, Wohl aber ein Mann, der mit der außerordentlichsten Sorgfalt polizeilich überwacht wird. Ei kann sich innerhalb der Stadt Tag und Nacht auf's Freieste bewegen und ahnt selbst nicht, daß er fortwährend überwacht ist. Er lebt sehr zurückgezogen und liebt es nicht besucht zu werden ; ge gen Besucher die er ausnahmsweise empfängt, ist er höchst liebenswürdig. Er hat keine Ahnung, was die Regierung mit 'ihm vorhat, äußerte aber im Laufe eS Gesprächs, daß er nicht glaube, daß sein Aufenthalt in Älstrachan ein ' ausgedednter sein werde. 'Dieser Mann, durch die 19jährigi Verbannung trotz der guten Behandlung, die er rübmt, geistig gebrochen, kann wahrlich dem russischen Nciche nicht mehr gefäbrlich sein,und wennTschernischewsky morgen vollständig begnadigt würde und im Auslande seine Erlebnisse schilderte, so würde er mehr vou der guten Äehandlung sprechen und schreiben, die ihm zu Theil geworden, als davon, daß ihm von dem Absolutismus 19 Jahre ?eincs LebenS ohne Richterspruch troy aller guten Bebandlung verkümmert und gestohlen worden sind. Tschernischewsky ist einMann von untergrabener Gesundheit und von gebrochenem Herzen. Er ist durch das Zkrönungsmanifest auf dem Papiere beanadigt, aber seine Ueberwachvng dauert fort. M Tvie'S gemacht wird. Der Telegraph hat es gemelrct und örtliche Schilderungen haben es beschrieöen, wie in den von der Natur mit schier unerschöpflichen Schäden ausgestatteten oennsvlvanischen Kohlendistricten Noth und Mangel herrschen, weil die Eompagnien, welche die Kohlenfeldcr eignen, die Vampyrc, welche den Kohlengräbern das Blut aussaugcn, die Arbeitszeit in einer Weise verkürzt haben, die durch die 'Verhältnisse nicht gerechtfertigt ist, aber den Geldbeuteln der MonovoliUen in doppelter Weise gut thut. Doch damit ist noch nicht alle gesagt. Während die Bosse" vorgeben, daß 'sie für die bereits vorbandcnen Arbeiter nicht geiiug zu thun haben, führen sie mmcr noch neue ein. Sie tbun das eincstheiks, um durch künstliche Steigerung des Angebotes die Löbne noch mern zu drücken, andernthcils, um gefügige' Leute ya bekommen, Menschen, die hoch. tens die Fauit m der Tauche ballen, wenn sie statt der versprochenen guten Seiten nichts als Hunger und lilend zu eben bekommen. (rs it diesen Millloiären fatal, dak ibre" Arbeiter sich zuweilen auflehnen und die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Treiben der Monopollstcn lenken. Darum locken ne Menschen herbei, die wenigstens in der ersten Zeit willräbrig sind und neb alles gefallen lassen. In Eastle Garden landclen wicderbolt und erst wieder am 8. d. M. englische Arbeiter, welche bereits in England (Scntrakte mit den Besitzern der pennsylvanischen Kohlenfelder abgeschlossen haben. Die Leute wurden schon in England instruirt, über die Bedingungen, unter dencn sie enaaairt und ;u uns herüber ge lockt wurden, unverbrüchliches Stillschweigen u beobachten. Auf alle Fragen nach dem 2ne ldrer Bestimmung, nach dem Inhalte der von ihnen eingegangenen 'enrage yavcn sie die stereotype Antwort : Wir sind von Herrn William Garrits engagirt." Garrits. ein Mann in den Vieniaern, erinnert schon äußerlich an die Sklavenaufsehe? unseligen Angedenkens ; er stellt nicht in Abrede, die Leute für die Arbeit in den Kohlengnlben angeworben zu haden, sagt aber stets lunvu : Wenn es den Leuten dort nicht gefällt, können sie selbststandig arbeiten, wo es ibnen besser gefällt." Selbst angenommen, diese Bemerkung beruhe auf Wahrheit, werden die künstlich aus England herübergelockten Lohnsklavcn schnell genug gewahr werden,wie leicht oder schwer es ist, gegenwärtig auch in dem reichen und großen Amerika Arbeit zu sindcn. Das Monopol weiß dies am besten und speculirt ebenso niederträchtig als geschäftlich richtig, wenn es semen Arbeitern recht hausig vor Augen fübrt, daß sie sich ohne Murren zur Schlachtbank der ihnen von den Eompagnicn vorzuschreibenden Bedingungen führen lassen müssen, weil man sie jeder Zeit durch willige Lohnsklavcn ersetzen kann. Die Aohlenpreise werden aus aner unnatürlichen Höhe erhalten, die Arbeitslöhnc werden ohne Noth gedrückt, die Arbeitszeit wird willkürlich beschränkter Theil des Volkes, der sich. Kohlengräber nennt, wird selbst von dem bescheidensten Äntheile an der Ausbeutung der Natur schätze ausgeschlossen, denn das Monopol weiß, wie es gemacht werden muß, zeigt der von ihm beschäftigten Arbeiterbevölkerung, daß es sie entbehren, daß es Leute von Europa herüberbringen kann, die noch anspruchsloser sind, als die pennsylvanischen Kohlengräber, die so unverschämt sind, überhaupt noch irgend welche Ansprüche zu machen. (eine Denkmaschine erfunden. Der arme Teufel !" mußten wir un willkürlich ausrufen, als wir die Nach richt emvfinaen. dak in lnlnd tn OAe - ' y. y w" " lehrter dem Tollhause überwiesen worden sei, den wir für daS größte Genie seiner Zeit zu halten gar Nicht abaeneiat sind. Das war aber von jeher das traurige Loos der Riesengeister aller Zeiten : unverstanden von der Mitwelt gingen sie entweder vor, im oder hinter dem Irren flfal ThJrtTtffl 511 f V? 1-1 1 tl Tam Cn7MM 1I7 '57 mm W.MV. W V JJbHHlf kletzt Lr hoAmnslos .smmg

erklärt wurde, schien dazu vettimmr zu sein, der Bevölkerung der ganzen Erde einen unschätzbaren Dienst zu leisten. - Er hatte eine Denkmaschine erfunden,, welche er unter den Arm nahm, um sie mit bcrcchtigtein Stolze in Windsor der Königin zu zeigen. Ehe er jedoch vor Victoria gelangen konnte, schlugen ihn die Häscher in Bande und schickten ihn via Polizeigericht ohne seine Maschine in's Jrrenasyl. Die Kleingläubigen in der Umgebung der Königin hielten natürlich den Wkcnschen, der eine solche Ersindung gemacht haben wollte, für total verrückt. Es War auch entschieden ein Fehler, sich mit der Denkmaschine in die Nähe einer Königin zu wagen ! Gekrönte Häupter wollen nichts von einer Maschine wissen, bei welcher ein leiser Druck auf eine kleine

Luftpumpe zur Folge hat, da die Ma sch ine Antwort auf alle möglichen und unmöglichen Fragen giebt, für eine, oder gleichzeitig für mehrere Personen aus Eommando denkt, und zwar mindestens eben so scharf und gut, wie letztere selbst es könnten, wenn sie wollten. . Ge rade eine solche Maschine, die. den Menschen mit und ohne Hirn das Denken erspart, fehlt der ÜLelt, und der Mann, der sie endlich erfunden, sollte mit Ehrenbezeugungen überhäuft und nicht eingesperrt .werden. So sehr wir auch das Schicksal bcklagen, welches den unglücklichen Ersindcr betroffen, so müssen wir doch sagen, daß er dasselbe selbst heraufbeschworen hat. Ein Druck auf die seiner eigenen DenkMaschine attachirten Luftpumpe hätte genügt ihm Auskunft auf die Frage, was im Schlosse der Königin seiner harre, zu verschaffen. Er fragte jedoch nicht und lief blindlings ins Verderben, was um so mchr zu bedauern ist, als der Welt nun die .kostbare Denkmaschine vorenthalteli wird. Der Mann hätte nach Amerika kommen sollen, hier wäre ihm das zu Tbeil geworden, was ihm drüben oersagt blieb : ein Patent, aus feine Erfindunpi. iuh'.n und nnernßlich'r cich: thum. Ar.'ciiölvhnc in Berlin. Die dcuksche Ncich - Hauptstadt z.blt gegenwärtig M.OW s'lWälldl'gc Gewerbetreiben5c inii einem ganzen Heer von Arbeitern, bildet also eine industrielle Provinz für sich. Wie es innerhalb derselben mit den Arbeitslöhnen steht, haben seit einigen Jahren die Gewerbedcputationcn, Jnnungsvorstände, cingcschriebeneu Hilfskassen und einzelne Fabrikanten fcstttlstellen versucht. Ihre Angaben schwanken se wenig, da sie als zuverlässig betrachtet werden können. Und da :rgicbt es sich denn, daß die Löhne sehr liedrig und trotz der. neuen Wirth-, schaftspolitit nicht gestiegen, sondern m '.inzelnen fallen sogar gefallen sind. 1881 erhielten z. A. die Vergolder 12,50, 16,50 und 21,50 M. als niedrig sten, mittleren und höchsten Lohn, 1883 waren diese Löhne um durchschnittlich 50 Pfennige gefallen, hatten immer noch eine sinkende Tendenz und Arbeitskräfte waren ..unbeaebrt' Die Staatsaefängnisse machen diesem Gewerbe . einen schädigenden Mitbewerb. Die Eigarrenarbeitcr theilen dasselbe Geschick. Lobn - wöchentlich 12, 15 18 Mark bei llstündiger Arbeitszeit, täglich 2 bis 3 M. im Tagelobn, sowobl für 1881 wie für 1833, leider ist der' Lohn fallend, Arbeitskräfte unbegehrt und häufig nicht volle Tage' zu thun. Jnterefsant, wenn auch nicht ' gerade erfreulich, sind die Angaben der Schlachter. Die Innung giebt in 1881 den Lohn mit freier oft und Logis, was dort selbstverständlichzusammengebört, auf 6, 10 und 22 M. in, die Gesellenkasse auf 3, 6 und 18 Mark. In Bezug auf die Arbeitszeit sagt die Innung : Unbestimmt, die Gesellenkasse : 17 Stunden. In 1883 geben beide Parteien gleiche Lohnhöhe an: 4, 9, 15 Mark mit Kost und Logis, auch die Sonntagsarbeit toirt von beiden als rcgclmäig" bezeichnet, aber die Arbeitszeit wird von der Innung nicht, von den Gesellen wie früher auf 17 Stunden angegeben. Auch hier ist also ein Fallen oer Löhne trotz Speck- und Schmalzschutz constatlit. Selbst bei den Hutmache'rn, die zweifellos durch die Wirthschaftspoli tik Vortheile gewonnen haben, ist der Lohn gleich geblieben, bei Stückarbeit 20 bis 36 Mark die Woche, die Stunde im Tagelohn 30 Pf. Bei den Schneidern zeigt sich gegen 1831 eine Besserung, in vem dort 12, 18 und 21 Mk. Lohn für 1883 verzeichnet sind, während vor zwei Jahren durchschnittlich drei Mark wemzer angegeben stehen. Bei den Schuhmachern ist eine ganz entschiedene Verschlechterung der Löhne Au . konstatiren, denn während im Jahre 1881 noch 10, 15 und 20 Mark verzeichnet sind, ist in 1883 der Lohn mit 9, 11, 15 M., von einer Kasse mit 7. 12, 10 M., an anderer Stelle als Stückverdicnst 811 M. als niedrigster, 12 15 als mittlerer und 17 20 M. als höchster notirt. Die Arbeitszcit ist übereinstimmend in beiden Jahren auf 10 14 Stunden angegeben Lei den Brauern sind 15 Stunden angegeben, natürlich wie bei den Schlächtern mit zwei Stunden Pause, so daß eine wirkliche Arbeitszeit von 13 bezw. 15 Stunden herauskommt. Die Erd-, Land-, Bau- und Handarbeiter haben keine Veränderung im Lohn erfahren. Wie 1831 sind sie bei zehn Stunden taglicher Arbeit mit 12, 13,50 und 15 Mark notirt, im Akkord aber auf 1827 Mark für 1831, in 1883 mit 2025 Mark. Im Bau aewerbe ist eine entschiedeneBesserungder Löhne zu verzeichnen, denn während 1681 der Stundenlohn höchstens 3035 Pf. betrug, ist er in 1883 auf 40 Pf. pro Stunde gestiegen. Freilich hat das erst langer Verhandlungen und Kämpfe zwischen Meister und Gesellen bedurft. Es ergiebt sich hieraus, daß die Löhne in den Großstädten der Ver. Staaten durchschnittlich wei oder dreimal so yocy stnv, als in Venln, uno zwar in den ungeschützten sowohl, als in den geschützten Gewerben. Dabei sind die Le bensmittel hier bedeutend billiger. Frei lich sind auch die Arbeits . L e i st u naen hierzulande weit größer, als in eutsSlnp.

Schlesifches Weberelend.

(Brliner Vollszeilung. Die Sozial-Korresp." brach:e vor einiger Zeit eine Notiz, die auch durch zahlreiche Blätter ging, daß der Vaterländische Frauenverein zu Hausdorf bei Neurode die Weber im Eulengebirge in Stand gesetzt habe, ohne Vermittlung der Fabrikanten und sog. Faktoren zu arbeiten. Der Verein hat den Vertrieb der gefertigten Waaren übernommen und in einer Anzahl von Städten Verkaufsstellen errichtet. Der Erfolg ist nach dem genannten Blatte ein sehr günstiger gewe sen. Dann heißt es wörtlich weiter: Während sonst der.arme Weber mit seiner ganzen Familie genöthigt ist, von früh bis in die Nacht hinein angestrengt zu arbeiten, um einen Wochenlohn von höchstens fünf Mark (sl.20), aber oft auch nur von drei Mark, zu verdienen, erlangt er jetzt bei angemessener Tbätiakeit 912 Mk. und dabei fällt die Arbeit der Kinder, die sonst kaum vomSpulrade wegkamen, weg,' da der Verein dn Webern das Garn bereits gespult liefert. Wer jemals einen Blick in die Häuslichseit solcher armen Weberfamilien gethan hat, wer die abgezehrten Gestalten kennt, die früh derSch windsucht anheimzufallen pflegen, der wird die Thätigkeit des Frauenvereins als ein echtes Werk praktischer Nächstenliebe anerkennen." Dies wäre nun Alles sehr schön, iv e n n es nur so wäre. Man wird mim-, lich durch die Notiz in den Glauben versetzt, daß zahlreiche Weberfamilien nunmehr plötzlich von den ungünstigsten VerHältnissen in geradezu (vom Standpunkte der Weber aus betrachtet) glänzende versetzt worden seien. Bei näherem Nachfragen aber handelt es sich nur. um w c n i g c Familien, denen Gelegenheit geboten worden ist, sich nnninchr bcsser zu ernähren. ' Doch wollen wir wahrhch nicht die gute That dieses Frauenvcrcins verkleinern; falsche Z.cklamcmachcrci aber schädigt eine besonnene vernünftige Thätigkeit. Wir können uns ferner nur freuen, daß endlich einmal von benifener Seite aus das Wcbcrelcnd in Schlesien richtig geschildert wird, daß dargethan wird, daß dic Webcrfamilien, die Arbeit der Fral'.cn und Kinder nrit inbegriffen, wöchentlich nur SZ Mark verdienen, und daß die wenigen durch den Hausfraucnverein geretteten Fainilien seither auch nur 912 Mark verdient haben. Unglaublich aber erscheint es immerhin daß der Unternehmergcwinli 67 Mar. bei einer einzeln eil Arbcitötraft betragcii haben . soll, wo der Arbeitcr nur 5 Mark erhielt. .Aus alledcm aber ersieht man, daß das Arbeitcrelcnd in vielen Gegenden bei weitem größer ist, als es die Bcssersituitten der Gesellschaft ahnen. Die Bercchtignng der Arbeiter, ihre öage erheblich verbessern zu wollen, muß also unter allen Umständen anerkannt werden. Vom Inlande. Ich glaube, es ist e in-Mann über Bord gefallen," sagte der Kapitän des dieser Tage in San Francisco eingetroffenen Dampfers ,Farragut", ließ das Sck iff seinen (5urS fortsetzen und duldete nicht, daß sich auch nur eineHand rant So in Vsf t"Unt i'iUfiT SrtrS rttnsi IVll, VVtl I VVt YM WV vjvlenen deutschen Matrosen Heinrich Barton, 26, Jahre alt, zu retten. . Der F a r nie r N a t h a n Dailör, dessen Haus am Fuße des Turkeychill, Pa., steht, hatte dieser Tage einem Tramp eine kräftige Mahlet verabreicht. Mit herzlichem Danke hatte sich der (Gesättigte entfernt, kehrte aber nach einer halben Stunde keuchend und athemlos zurück und rief : Rettet Euch, eine Lawine ist im Änzuge, die über Euer Haus hinweg fegen muß !" Tailor und seine Familie nahmen einige Werthsachen an sich und flohen in der von dem Tramp bezeichneten Richtung. Gleich daraus höNen sie eine Lawine herniederdonnern, die jedoch an ihnen vorübersauste und sie nur mit losem Schnee überschüttete. Sie kehrten an die Stelle ihrer Wohnung zurück und fanden letztere unter vielen, vielen Fuß Schnee begraben. Aus d c r Z u s a m m e n st e l lu n g d Ausgaben des Bundcssenates für das letzte Jahr geht hervor, daß für Salz 40 Cents und für eine Laterne 75 Cents ausgegeben wurden. Dies ist nicht nur eine rübrendc Sparsamkeit, der gegenüber 690 Quarts Apollinariswasier, 2102 Gran Chinin und 7 Gallonen Schnaps verschwinden, sondern beweist auch, daß die hohe Körperschaft so viel attisches Salz besitzt, daß sie wenig anderes bcdarf, und daß sie so erleuchtet ist, daß ihr Laternen entbehrlich sind. 'Mayor Low zu Brooklun, N. ?)., sagt in seiner Jahrcebotschaft, daß die Brrlttoschulden der Stadt im letzten Jahre um 9599,737.37 zu-, aber die Ncttoschuldcn um 5445,143.77 abgcnommen haben. .Nichter Sawycr von der Ver. Staaten Circuit Court in San Francisco hat einen permanenten EinHaltsbefehl gegen den hydraulischen Goldbergbau erlassen, der das ganze Sa cramentothal verwüstete. Darüber berrscht große Freude an Ort und Stelle. ' Ein handfester Bergbewohner von Pocahontas Co., W. Va., kam vorige Woche mit zwei kräftigen Farbi gen nach Stainton, Va., und bot diese seine Sklaven öffentlich zum Verkaufe aus. Der Mann wohnt in größter Abgeschiedenheit in den Cheat-Bergen und weder er noch seine Sklaven" haben jemals etwas von Aufhebung'der Sklaverei gehört. Das Lachen und Schreien der Volksmenge, die sich bald um den Sklaven-Derkäufer sammelte, machte ihn nicht irre und.die.Polizei hatte ihre liebe Noth, dem Wanne -begreiflich zu machen, daß man heutzutage keine Sklaven verkaufe.' Der. Farmer wandte einer so entarteten Civilisation den' Nucken und seine Sklaven" kehrten mit ihm in die alte Ordnung der Dinge zurück. ' - - Das geheime Zerschneiden i& meikenlangen , Stach eldrahrzkune, in

Teras nimmt sosehr Uveiya,ld, da' deland seit Kurzem auf die Hälfte seines vorjähngen Werthes gefallen ist, ohne

Käufer zu sinden. ' Gouverneur 'Jrcland hat zwar eine große Belohnung für Aneige der Thater ausgeschrleben, aber es Ipielt eben in dieser Verschwörung kein Mensch den Verräther so groß ist die Volkswuth gegen die Landmönopolisten. Der Gouverneur also entschuldigt sich den stürmischen Klagen der Großviehzüchter gegenüber mit einer Proklamation, worin er 940,000 Belohnung dem anbietet, welcher nachweisen kann, daß er nicht alle seine verfassungsmäßigen Vollmachten erschöpft have, um die Zerstörung dei langen Zäune zu verhindern. Amendements zur Consti--tution sind bereits folgende im Congreß eingebracht : , um das Ve:o des Präsiden ten auf einzelne Ansätze der Venrilli gungsbills abwendbar zu machen; um alle Bundes!eam:e außer dem Cabinel der Volkswahl zu unterwerfen ; zu Gunsten des Fraudnstimmrechts : .behufs Probibition Vpn geistigen Gtteänlcn; gegen Äielehe'; Äerbot von Specialgesetzgebung ; alle Ansprüche gw. die Union an die Court of Claims zu verweisen. Mehrere, weitere werden erwarter. Am 1. di e s. Mon. ist in New Dork eine Confereni von ThicrämeTi ut den Staaten New Pork, New Jene? wnl Pennsv4vanicn zusammengetreten, um über die dorr unter dem 5tindvieh Herrjchende vung:n?euche zu verawen. .crvorragende Fachmänner ncb-.nen an der Confcrcn Theil. U n t c r o e n vielen verrückten Ehegesetzgcbungen unserer Staaten ist diejenige von Liarvland die verrück teste. Dort ist s in vielen Fällen gcra dczu unmöglich, zu beurtheilen, ob eine Ehe legal, also bindend abgeschlossen würde, oder nicht, dort tonnen die XcuU Ehen lösen, ohne daß es derEinwiUigunx beider Theile bedarf, dort können ljäh rige Jungen und Mädchen ohne Eiuwil ligung der Eltern heiratbcn.' Dagegen schreibt die Gesetzgebung eine Anzahl ge radczu lächerlicher Formalitäten bei Eingchung der Ehen vor, deren Nichtbcachtung den Abschluß derselben nichtig macht. E i n D e u t s ch c r b c g c h t a b c rntals Sf Istrncrd" schreibt ein Blatt in San Francisco. i3enii rern so ist, st bekommt jrner Scbulm'isier wd siecht. Welcher seinen Schülern demonflrirtc : Der Selbstmord werde zi'tn Laster, wcni, er zur Gewohnheit wird. Bekanntlich n? i x d der b crühmte Ungläubige Robert Jngersoll zu weilen Königlicher Bob" genannt. Wi er zu dieser Bezeichnung gekommen, ij. interessant genug, bier mitgetheilt Zi, werden. Als Präsident Garste!? von Mentor nach Washington kam, wurde ei in der Bundeshauptstadt von verschiede nen Verehrern, darunter Jngzrsoll. am Bahnbof empfangen. General, wi geht's'?" fragte Jngersoll. 9!oyal, Bob" (königlich, Bob), entgegnete Gar field. Ein Berichterstatter schrieb diesi Worte nieder, der Corrector strich dae Komma zwischen Royal" und Bob" und Noyal Bob", der Königliche Bobwar in die Welt gesetzt. Vom Auslande. DieBremerBürgerschaft hat am 16. Dez. den Vertrag, durch welchen der Eisenbahnbesitz des Freistaats für eine gänzlich unzureichende Summe an Preußen übergebt, einstimmig genehmigt. Sie war sich bewußt, daß sie ihre stärksten Gefühle im Busen verschließen müsse, denn angesichts der allgemeinen Lage, in welcher Bremen sich besindet, namentlich angesichts der Thatsache, daß nach dem Buchstaben des Rechtes Preußen es noch schlechter hätte behandeln können, wagte Niemand sich gauz frei gehen zu lassen. Vorsichtige Menschen hatten sogar für nöthig gehalten, die Verhandlungen im Geheimen zu vollziehen, damit eiwaige unpassende" Redensarten nicht an die große Glocke kämen. Es ist ja doch nichts zu machen, das war oer stete Refrain aller Unterhaltungen und aller öffentlichen Reden. So blieb eben' nichts anderes übrig, als die unveränderte Annahme der Verträge, welche dem kleinen Freistaate Bremen einen Verlust und dem Großstaate Preußen einen Gewinn von 25 Mist. Mark einbringen. Ausführliche Berichte liegen jetzt übe? die Fcilerkatastrophc des spanischen Postdampfers San Angustin" cor. Als der Dampfer Corunna verließ, hatte er 4 Passagiere und eine Schiffsmannschaft von 78 Köpfen an Bord.' Das Feuer entstand in der Vcrcathskammer, wo eine Lampe brannte, und man vermuthet, daß ein Stück Lein and auf die Lampe siel und entzündet wurde, wodurcb das Schiff in Brand gerieth. Der erste Steuermann lief in die Kammer, um das Feuer zu löschen, was chm jedoch wegen des Qualmes und der zroßcn Hitze nicht gelang. Da sich alle öschanstrengungcn als vergeblich crwiesen, befahl der Capitän, die Boote herabmlasscn,aber es konnten nur drei derselben slott gemacht werden. Mehrere Perso--ien stiegen ein, und eines ruderte zu :iner Brigantine, welche auf den brcnsenden Kämpfer zufuhr. Das Boot kehrte sodann zu dem Dampfer zurück um andere Personen. Ein ;weites.Vcot verließ sodann mit dem ersten Steuer?iann und 13 Personew den Dampfer and begegnete dem Dampfer Meta" !U Christiansund. An Bord des brenaenden Schiffes blieben 33 Personen zurück, die nach der Meinung des ersten Steuermannes alle umgekommen sein müssen, fyi sie über keine Netwngsboote verfügten und das Feuer furchtbar wüthete, als das Schiff zum letzten Male zeseben wurde. Die geretteten Personen deS Äampfers erzählen von schrecklichen Sc.enen an Bord deS Schiffes. Dem Capitän sei daS eine Bein durch ein nieherfallendes Gerätb fortgerissen worden, worauf derselbe sich ins Wasser stünte, während der Mtte Ofsicier sich erschoß and mehrere andere Personen' sich erstochen oder ebenfalls inS Wasser gestürzt haben soFen, . . '

n e t g e n t h ü m l i ch c r F a l l

'wurde dieser Tage vor der Strafkammer j in Mülhausen verhandelt. Der Fubrmann Albert Mever aus Bltchweller stand unter der Anklage, bewirkt zu haben, baß in die Register der Gefängniß Verwaltung eine falsche Beurkundung eingetragen wurde. Sein Bruder Benjamin war nämlich wegen Körperverletzung ;u 14 Tagen Gefängniß verurthcilt worden ; nachdem derselbe die Aufforderung erhalten hatte, seine Strafe anzutreten, begaben stch beide Brüder gemcrnschaftlich nach Mülhausen. Vor der G'efängnißthür angekommen, bckam Benjamin plötzlich einen heftigen Hustenanfall, weö- , i p m i' ,n , - r . f r . ... niai.' die Gefängnißliste eintragen ließ,' und die Strafhaft für den Bruder, der inzwi' schen gestorben ist, verbüßte. Seine mit den Gesetzen in Widerspruch gerathene Großmuth brachte ihn nun selbst auf die Anklagebank, doch das Gericht ließ die obwalundenBerhältnisse alsMilderungs gründ geltnr und verurtheilte daher den Angeklagten nur ?u einem Tage Gesänge niß. - ' . Ueber die vom Kabel ge meldete erschütternde Familientrazodie in Hannover, schreibt der dortige Kourier" vom 24. Dcz : Ein höherer, dem Heere der Ver. Staaten von Nordamerika an--gehörender T ssizier, reich, in glücklichster Weise verhcirathet, Vater mehrerer äin der, wohnte seit einiger Zeit hier in Han nover. Derselbe war bei der Ermordung des Präsidenten Lincoln gegenwärtig gewesen und hatte seit der Zeit zeitweise Anfälle tiefer, verzweifelter Schwcrmuth. Um diese zu bannen und das Gemüth des trefflichen, fcingebildcten Mannes wieder ganz aufzurichten, sandten ihn die Aerzte nach Deutschland. Cr zog hierher und lebte in glücklichster Weise. Noch in den letzten Tagen batte derselbe mit seiner Gattin in bester Laune die Weibnacktseinkünfte für die Kinder gemacht. Ge stern 9fcht muß plötzlich ein Jlückfall in feinem Gemüthsleidcn eingetreten sein, das sofort in völligen Wahnsinn ausar tete. Mitten in der Nacht hatte sich der Unglückliche erhoben und versuchte in das Zimmer zu dringen, in welchem seine Kinder schliefen mit deren Gouvernante ', letztere erwachte und schöpfte aus den Ne-. den des Herrn Verdacht ; es gelang ihr, denselben vor dem Eintritt in die Kammer abzuwehren. In Folge des lebhaft ten Wortwechsels erwachte die Gattin, und das Schreckliche ahnend, warf sie sich ihm ebenfalls entgegen. Es gelang lhr, den Gatten in das Wohnzimmer zu .. W. t XiX ui..'iii. c.iiu ( iiuit 4 4 vii vit u;u;ivui; Katastrophe ein, über deren Verlauf Kei ner wird berichten kennen. Der Unglückliche hatte das Zimmer hinter sich verschlossen. Man hörte Schüsse fallen, dann wurde es still. ' Als die Thür von den Hausbewohnern erbrochen war, fand man die Frau des Unglücklichen bereits todt. Sie war mit Revolverschüssen und Dolchstößen getödtet. Der Mann lag neben ihr, ebenfalls fehr schwer verwundct. Er hatte sich namentlich lebensgefährliche Stiche beigebracht. - In seinen Taschen fand man noch Munition :c.tonr. fr dntt iä hn 9snMiiin fvit nfR r j vv v v er seine ganze Familie todten wollen. Die Aussöhnung z w l z ch e t. den Ungarn und den Kroaten hat wie' derum einen argen Stoß erlitten. In dem kroatischen Landtag kam .es zu. einem unerhörten Skandal. Zwölf Deputirte v.. -f : vii: r:i . L...tx. vcv vycwiunycii -ümumyitujc, ivciue jet zum ersten Mal im Landtag erscheinen brachten einen Protest gegen den Aus gleich mit Ungarn ein,weil derselbe ohne ihre Mitwirkung abgeschlossen sei. Der Präsident Krestic wollte den Protest nicht zulassen, worauf ein beispielloser Tumult ausbrach. Der Präsident befahl die Räumung der Gallerie, dort jedoch leiste ten die anwesenden Studenten demBesehl keine Folge, sie höhnten und lärmten. Im Saale schleuderten die Starcevieia ner Beschimpfungen gegen den Präsiden ten, nannten ihn einen läuber und Verräther. Da es unmöglich war, dieöiuhe herzustellen, so mußte der Prösidcnt die Sitzung schließen. Vor dem Landtags--Gebäude brachten die Studenten den Starccvicianern Ovationen dr, während sie gegen den Präüde:iten und vcnÄanuö demonstt irten. V l n c an g u n v a i a .i g, schreibt die ..Berl. Bolkszeitunq" d. b. ohne die sonst übliche Feierlichkeit, ist am i. Dezember in einem unserer größten industriellen Etablissements ein Ereig. niß vor sich gegangen, das Wohl verdient, mit einigen Worten der Erinnerung be gleitet zu werden. Die -1000.' Loeomv--tive ist an jenem Tage aus der Borsig'schen Werkstätte am Oranienburger Thor, wie man sie ;ui? Unterscheiduug von ten anderen Werken noch heute bezeichnet, den Schienenstrang durch die Borsigstraße entlang nach dem Stettinev Bahnhof überführt und von dort ihrer künftigen Eigenthümerin, der KölnMindener Bahn, zugesendet worden. In der industriellen Welt und namentlich in Lerlin erinnert man sich noch heute des aroßartigen Festes, das vor mebr als 25' Jahren zur Feier der Fertigstellung der 1000. Loeomotive um 21. August 1853 im kleinen Thiergarten" in Moabii, Ler damals noch fast Sandwüste war, von der Verwaltung der . Aorsig'schen Werke veranstaltet wurde. Der Grün oer derselben, der alte Borsig", hatte leider diesen Triumph seines schöpfen schen Geistes nicht mehr erleben könr-en, oenn er war schon am 6. Juli 1854, i;uc wenige Tage über 50 Jahre alt, und viel ui früh für sein großartiges UnternehN7?n. etnem rhmmntiWym 9rnffsMfcr , , , , vimimI Vil legen. Kindermund. Mutter, bin ich nicht, ein guter Junge geworden, seit ich die Sonntagschule besuchet" Ja, Karl, du bist jetzt artiger." Aberwa. rum hältst du 'denn das Eingemachte noch immer wie früher in der Speisekamma terschlossen V4 Verlangt Muüo'S "Uavanft Beit ICigars." .

yaw leiNVruocrÄtven c) aus nco navig, die Strafe für ihn abzusitzen, sich däher unter dem Namen Beniai.iin Mever in