Indiana Tribüne, Volume 7, Number 111, Indianapolis, Marion County, 10 January 1884 — Page 2

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CAvl CrTVJßCt XutOtCtUU TÄIIDUUC.

, Lo und ernf. frtl?0 Marvlandstr. Indianapolis. Ind., 10. Januar 1834 Der schwarze Erdtheil. Einem Amerikaner verdanken wir zunächst die nähere Erforschuna eines Continents, das im Laufe der Seit vielleicht so dicht bevölkert, so reich und machtig 1rn tTMrV. fr?; S S)v Cr.tcAcrt. Ststtü I V W W V VM,W,M - - ley vollendete im Jahre 1877 die ?ieise, die er auf Anregung und Kosten des Besitzcrs des N. I. Her." unternommen und wahrend deren er 7,000 Meilen ,m Afrika zurückgelegt bat. Er legte unter unüberwindlich scheinenden Hindernissen den Grand zu einem Werke, das schon jetzt den Zugang zu einem Lande eröffnet und verhältnihmäßig leicht gemacht hat, dessen unerschöpstiche Hilfsquellen für die . Landwirthschaft und den Bergbau einen Handel in's Leben rufen werden, wichtir vielleicht, als derjenige von und mit Indien. Centralafrika, welches früher für unzugänglich, für eine von spärlichen, wilden und grausamen Stämmen be wohnte Wüste gehalten wurde, ist als ein fruchtbares Land erkannt worden, dessen Einwohner der Civilisation zugänglich und der Anknüpfung von Handelsverbmdungen günstig gestimmt sind. Die internationale afrikanische Gesellschaft" hat das von Stanlev begonzene, für die gesammte Mensceit uri endlich wichtige Werk fortgesetzt. Der ebenso einsichtsvolle als wohlmeinende König von Belgien ist das Haupt, Stanley der Arm dieser Gesellschaft. Es giebt kein ehrenderes Zeugniß für den Geist des 19. Jahrhunderts im Gegen satze zu dem 16. und 17. Jahrhundert, als diese Gesellschaft. Ohne politische oder eigensüchtige Handelszwecke zu verfolgen, hat sich dieselbe auf dem neutra len Boden Belgiens zu dem Zwecke gebildet, im Bereiche von .Mittelafrika Stationen zu errichten ; diese sollen den Reisenden jur Zuflucht dienen und Mit' ielpunkte für den Handel werden, von denen aus gleichzeitig Civilisation unter den Eingeborenen verbreitet wird. Die Gesellschaft will weder direkt, noch indi rekt pecuniäre Vortheile aus ihren Unternehmungen zich:n, noch solche der einen oder andern Nation zuwenden, sondern betrachtet sich als Pionier, der im Dienste der ganzen Menschheit steht. In diesem Linne wurden die ackt Stationen errichtet, die sich das Thal des Congo entlang 700 Meilen von der Mündung dieses . c - t r i. - rromes in oas Innere oes anoes er strecken, wurden gute Fahrstraken ae baut, wo Stromschnellen und Cataracte daö Befahren des Conao unmöglich ma chen, wurden in die schiffbaren Gelvaffer des letzteren und in seine Nebenflüsse Dampsjchisse gebracht, sodaft zur Zeit gegen 600 Metten der Schifffahrt offen stehen. Stanley Irnt die Anlegung dieser Sta tionen persönlich überwacht und hat schon bis j?tzt einen wunderbaren Umschwung ln cen rmauungen uno m ocm Venehmen der Uferbewobner beobachtet. Jede Spur von' Feindseligkeit ist verichwunden, ihre ' eigenen Streitigkeiten legen die Wilden den Statwnsagenten zur Entscheidung vor, unterwerfen sich solchen Entscheidungen und sinjd auf jede Weise bemüht, Handelsbeziehungen mit den Europäern anzuknüpfen und zu .unVerhalten. Schon jetzt kann das Werk der internationalen Gesellschaft als fest aeqründet angesehen werden. Mit Erreichung dieses Zielcö ist die Ärveit in ein Stadium getreten, in wel chem eS das Recht und die Pflicht aller ttvilisirten Nationen ist, an den Bortheilen, welche die Eröffnung Afrika's bietet. Antheil zu nehmen, aber auch dazu mit;uföirien, dak dem Werke der Charakter der Jnternationalität und Neutralität wahrt und erbaltcn bleibe." Präsident Arthur hat in seiner letzten Botschaft an den Congrch der Erfolge der internationalen .Gesellschaft gedacht und hervorgehoben daß die Ver. Staaten sich dem erzielten Resultats gegenüber nicht indifferent Verhalten dürfen und daß mit der Zeit die Pflicht an dieselben herantreten werde, gemeinschaftlich mit den anderen ?!ationen dafürSorge zu tragen, daß der freie Handelsverkehr und das Recht der freien Nicderlaffung im Thale - sr- . t . i J K oes eongo gcwavrr uns remer einzelnen Nation ein vorwiegender Emfluft m solwem eingeräumt werde.. Die Reit; welche der Bundesreaicruna. resv. der Nation eine derartige Pflicyt an s Her; legt, steht nicht mebr- bevor. sondernist bereits da.. Das Verfahren welches der Präsident empfiehlt, hat mit einer Einmischung in die Angelegenheiten einer anderen Nation nicht das Min- - deste gemein. Tie Mitwirkung unserer ' Regierung . zur Aufrechterhaltung der . Neutralität des neu eröffneten Landes ist ;' von um so größerer Bedeutung, als 'sie s da;u beitragen wird, die Aneianunasaelüfte anderer Regiemnzen im Keime zu ersticken. Die engherzige, beschränkte und Z corrupte Nea.ieruna. von Porwgal bat bereitS auf die alleinige Jurisdiction im ' Gebiete des Congo Anspruch crsoben und wird hieritt, von Großbritannien unterstützt. Frankreich hat in Verfolgung seiner unalücklichen auswartiaen Voliti! durch daS Vorgehen des Marineofsizierö de Braza bewiesen, daß es selbstständige Erwerbungen in dem genannten Gebiete ' beabsichtigt. Te Braza war bekanntlich ' früher Beamter der internationalen Gte V sellschaft, hat aber, das Interesse der t , , . letzteren verraten. Die New NorkcrHclndelstainlncr bcsb pchtigt eine Petition an den Eongreß, in ? welcher dieser darum ersucht wird, gemeinschastlich mit den europaischen Re i aierunaen dahin zu wirken, daß das Ge biet des Congo neutrales Gebiet bleibe und als solches allen Handelsvölkern ofsen stehe, und daß alle Regierungen, eintckzlieölich derunsriaen,die Garantie hie?' XÜV übernehmen.. Die Handel kämmn

hat die Wichtigkeit der Frage auch für unseren Handel richtig erkannt und kann

sich in dieser Angelegenheit als die Verfreierm des aesammten amcrikaniscbev isenbahuen, Produkte, Meüscheu. Die ..Nailroad autte" veröffentlicht eine interessante Tabelle, aus welcber hervorgebt, in welchem Verhältnisse in den lekten vier ?!abrcn die Eisenbahnen zu den Erzeugnissen der Landwirthschaft und - t Z sK. ..... .1- Tl V der Zayt der iinwooner uanoen. Auf eine Eisenbabnmeile kamen 1830 : 54,818 1881: 25,416 1882: 30,000 1883 : 21,866 Psund Baum wolle. . An Getreide kamen auf die Eisenbahnmeile 1830 : 29,403 1631 : 20,000 1832: 23,724 1833: 21,000 Bushels. . Menschen kamen auf die Eisenbahn meile 1830 : 534 1881 : 513 1832 : 481 1883 : 466. Deutlicher als durck diese Zahlen kann nicht bewiesen werden, , daß der Eisen bahndau sich m gropexer PropoNion vergroße hat, als die Zunahme an Erzeug nissen des Bodens und der Bevölkerunaszahl. Geht auch hieraus ferner hervor. daß die Gelegenheit, (velv zu verdienen, C;; VI flU.fsw' ft.iriYftiiri in rinnt Ufc VV WliyHVH VV)VIvw.l) aschränkte? ist, als sie es vor vier Jahren war, so ist dieS doch keineswegs ein beunruhigendes Zeichen, und nur die Spe- . v?r. r ä. v culalion mag oieles ?.'ivmenl n ein vcrcirf) ibrer Äereclmunaen neben. Der Aufschwung kehrt im geschäftlichen Leben v r i' l . ...f"f?! ! W OT o )ia)tx uno zuveriaiug loiectT, lvie 4c' rioden deS ?iedergangeS nicht ausblei bcn. Die' nächste Zukunft wird denen, die in Eile reich u werden trachten, nicht günstig sein, doch wird mäßiger Gewinn dem soliden Geschäfte nicht fehlen. ttZewerbebesenrankttnaen inDeutsch land. Am 1. Januar ist in Deutschland eim sogenannte ?!ovelle zur Gewerbeordnung m Kraft getreten, die vom amerikanischen tandpunkte aus . einfach unverständlich ist. Eine ganze Menge gewerblicher Vctriebe, die man für durchaus harmlos baltcn sollte, wird den drückendsten Be schränkungen unterworfen und sozusagen unter polizeiliche Aufsicht gestellt. Wenn f f. C .. - f .. - V tft ' .1. - Tl.. man llcv oraupen uoeroleiIrunoe streu. die zäurllch Hunderttausende ur Aus Wanderung treiben, wird man hoffentlich auch dieser Novelle einigt Äeachrung schenken, ie ist geradezu skandalös wie aus nachfolgender Zusammenstellung der ...vranknlrtcrcit. erbcllt: ür die gewerbsmäßige Veranstaltung von inal vielen, ch a u st e l l u n a e n und theatralischen Aussühnlnqen ol?n? böhereS künstlerisches Interesse und die Bedingungen der Unteriagunq verscharst, insbesondere, durch die Bestimmung, daß die Erlaubnis zu versagen t, wenn' Thatsachen vorliegen, welche die Annahme rechtfertigen, daß die beabsichtigtcn Veranstaltungen den besetzen oder den guten Sitten zuwiderlaufen werden. sDaö ilt alw eine reael rechte Censur, die um so drückender sein wird, als die' 'berechtigten Annabmen deutscher Polizeibehörden oft höchst unbc rechtlgt sind.) Hlnsichllch der' TanUustvarkeiten, welche d'.e Gemüther ganz besonders erregtm, ist der Satz aufgcnom- - . f i - r . mcn : vüic rivyailung von z.ujlvanettcn richten sich nach den landesrechtuchen Be stimmungen.- Eine neue Vorschrift lautet, daß derVetrieb des H u f b e s ch l o gg e w e r b e s .durch die Landesgesetz zcoung von der Beibringung eines P-.-ü-fungszeugnisses abbänaig gemacht werden kann. Gewine Gewerbebetriebe, wie die ' Erthetlung von -Tanz,- Turnund S cb w i m m u n t e r r i ch t, te-nnde-Vermiethuna, Etellenvmnittluna Pfandleiher-Gcschäft, Trödelhandel und dcrgl. konnten bisher auf Gnknd von Bestrafung wegen Slttlichkeits- und Eigenthurnsvcrbrcchcn untersagt werden. Sic sollen künftig unterfagt .werden,, wenn yatiachen vorliegen, welche die Unzuverla ngkett - der eweroetreldenoen in . M M . , . äA. i i 1 Bezug auf diescnGcwerbebctrieb dartb'un Derselben Beschrankung sollen durch die Novelle fernerhin noch , andere Gewerber f r , ' . t' r . v . oemeoe unienvorsen cm, wie ccr an del mit Sprengstoffen, die Besoraung vou Rechtsangelegenheiten (Winkelkonsulcnten), die Bermlttlung von Jmmoblllarvettragen, Darlehen, Heirathen, das Ge werbe der Auktionatoren. ;" Der Schwerpunkt der ganzen Novelle und ihre bedenklichsten Bejtandthelle und I . C oq fi ? . r i. in izen euimmungen uoer oie .y ,a n vluns'reisenbeu und den "H a us i r y a n d e i enthalten. Bezuallä, der tzandlungsreisenden ist'zwar die schlimmsie Bestimmung, diejenige, welche das AM ucycn von Waarendc tellunaen bei Privatpersonen . geradezu ausschließen wollte, beseitigt worden. - Es bleiben aber genug Beschrankungen und Belaste gungen übrig, z. V. die Bestimmung,daß das Ankaufen von Waaren nur bei Kaufleuten, Producenten oder in offenen Ver kaussstellen erfolgen darf, und die Borschriften über, die" Legitimationsscheine. Die einschneidendsten' und bedenklichten Umänderungen babcn aber die Vorchriften über den Gewerbebetrieb im Imherzieben erfahren. Der Kreis der vom Feilbieten im Umherzieben ausgeschlossenen Waaren ist ttheblia) erweitert; verboten ist ferner im Umherziehen die Ausübung der Heilkunde' seitens approbirter Personendie Vermittlung von Darlehnö-.und Nückkaüfsgeschäften,,das Au fs u ch e n v o n V c st e l l u n g e n auf Branntwein. Das Schlimmsie ist aber, der vielbesprochene Paragraph über den K o l p o r t ag e b u ck h a ndel, wonach vom Feilbieten im Umherziehen Druckschriften ausgeschlossen sind, die 1n sittlicher oder religiöser Bezichäng Aergerniß zu bereiten geeignet sind" oder mittels Zusicherung von Pramien-oder Gewinnen vertrieben wer: den, und ferner dem Händler die Führung eines polizeilich genehm x q 1 1 n Verzeichnisses seiner Bücher auserlegt wird. Ferner sind die Bestimmungen -ixUi Ertheilung des' Wander-aewerbe-bezw. Legitimationscheines erpeblich verscharit. die . VerfagungSgründe

erweitert ; bedauerlich ist namentlich die I

Anordnung, wonach' zum Beyagungsgründ der Besitz von Kindern gemacht wird, für deren Unterhalt oder Unterricht nicht genügend gesorgt ist. Ein liberaler Erfolg war, dan der Wandergewerbeschcin nur in Folge gerichtlicher Veruttheilung, nicht aus dem Grunde versagt werden kann, day gewin,e Thatfachen eine gegen den Äkachsuckenden ungünstige Meinung hervorrufen. Eine kleinliche Maßregel ist ferner das Verbot des Hausirhandels nach Sonnenuntergang, des Eintretens in fremde Wohnun gen n. dgl. Dieser Ueberbllck genügt, um die zahllofen Plackereien erkennen ?u lassen, denen die Gewerbetreibenden in Deutschland ausgescyt sind. Wenn sogar ein Hufschmied erst Eramen ablegen und ein Tanzlehrer seine Zuverlässigkeit beweisen muß - wenn die Polizei den Hausirern vorschreibt, - welche Waaren sie verkaufen dürfen und den Branntweinhändlcrn r . ' i rr -r ' i nicyr einmal oie rmweroung von nunoen gestattet, so bleibt eigentlich nur noch übrig, da jeder Kaufmann, Handwerker oder Arbeiter unter volizeiliche Controlle gestellt wird. Dabei herrscht inDeutschland dem Namen nach Gewerbefreiheit und Freizügigkeit! Wahrhaft glücklich preist man sich noch, daß es die Regierung wenigstens nicht durchsetzte, auch Tanzvergnügungcn und das Sammeln von Geschäftsauftrügcn bei Privatpersonen verbieten zu dürfen. Wenn von der Reaction geredet wird. die in den letzten Jahren über Deutschland hereingebrochen ist, so macht man sich selten einen vollen Begriff von der Bedeutung dieses Wortes. Die erwähnte Gcwerbenovelle ist nur einer der vielen Ausflüsse jener Reaction. Auf Alles legt die Regierung ,hre Hand, überall Mischt sie sich ein, und nicht nur die politischen Rechte, sondern auch die wirthschaftlichen Bestrebungen des einzelnen Unterthanen" werden nach allen Richtungen hin ciugefchränki. Eine Ration, die unter solchen bkescven scuf;t, kann sich unmöglich genlnd entwickeln. i Müh i. . Höchst interessant ist eine Darstellung des Constantinopelcr Eorrcspondentender Daily News", laut deren dcr Mahdi nicht ein bedürfnisloser, fanatischer Ein sicdler, sondern ein wohlerzogener und kenntnißreicher Sklavenhändler ist, dem nur durch die Dummheit der egyptischen Regierung die Rolle erncS Propheten auf gezwungen worden ist. Sein eigentlicher Name ist nicht Ahmed Mahdi, sondern Ahmed Suleiman. Als geborener Egyptcr ward er xi Kairo m der Schule des Khcdivs Abbas erzogen und Dank seinen Talenten spater zum General-Rechnungs führcr im Sudan ernannt. Hier leistete er der cgyptischen Regierung sehr große Dienste und würde wahrscheinlich - heute noch auf ihrer Seite stehen,, wenn ihn nicht ein Streit mit dem Gouverneur zum Austritt aus dem Staatsdienste gezwun gen hätte. Er begann einen Handel mit Sklaven, Llephantenzahnen. und Strau ßenfedern und schwang sich bald u:m Hauvt der Skavenhändler auf. Als ISmail Pascha ihn behufs Unterdrückung des Sklavenhandels gefangen' r.ebmen wollte, schlug er die ihm entgegengesandten Baschibozuks zurück, vcrstärtte sich allmälig durch die zu ihm übergehenden sudanischen Regimenter des Khcdive und behauptete sich gegen Gerden mit großem Glück. Zum Prophetentitel verHals ihm die egyptische Regierung selbst, als sie ihn als falschen Propheten" ;u brandmarken suchte. Kaum hörten seine AnHänger hiervon, als sie, die Idee aufgreisend, ihn zum wirklichen Propheten machten. ? ' Arabi Pascha knüpfte durch einen freundschaftlichen Brief Verbindungen mit ihm an und erlangte von ihm das Versprechen sofortiger Hilfeleistung, bis bie Schlacht von Tcl-el-Kabir diese hinfällig machte. Die Folgen dieser Schlacht führten dem Mahdi, wieder eine Menge von Unzufriedenen zu ; die Bergstämme des Sudan sielen ihm zu, und als der neue Khedive auf seinem wahnsinnigen Planenden Sudan wieder zu. erobern, beharrte, trat der Prophetenberüf. des Mahdi immer mehr in den Vordergrund. Hätte man in Kairo sich nichi um ihn bekümmert, so wäre seine Mächt wahrscheinlich ausgestorben. Seinen Groll gegen den gegenwärtigen Khedive legt er dadurch an den Tag, daß er in seinem Buche El Gäfr", welches eine Art.mohamedanischer Apokalypse ist, den Prinzcn HaliM als den einzig rechtmäßigen Herrfcher Egvptcns darstellt: Die sieben Mahdi, welche dem letzten Mahdi den Weg bereiten, heißen alle entweder Ahmed oder Mohamcd, . amussi wäre der Äste, Aarabi Pascha der zweite gewesen und Ahmcd Suleiman könnte möglicher Weise ' der dritte sein. Der wahre Mahdi soll vom Berge Ararat auf einem Schimmel angeritten kommen und sofort von der ganzen mohamcdani- ' . . . , . zchcn ihse it anerkannt werden. ;$dm wirr Christus folgen und den Schlußstein dei ganzen Entwicklung wird die Eroberung der mohamcdanischen Welt durch die Ehi nesen bilden. LandwirthschaftlichcS. - Gemüsegärten, federn Bäb-" achter, der in den Ver. Staaten reist. muß die Erscheinung auffallen, daß er in denjenigen Theiln des Lande) die besten Gemüsegärten antrifft,- in denen der Äo en am wenigsten fruchtbar und etaiebia ist. ' In den Neuengland und Mittel staaten besitzt jeder Landwirth einen meist ziemlich ausgedehnten ' Gemüsegarten. Viele Fanner erzielen aus der Garten wirthschaft mindestens ebenso bedeutende Erträge als aus der Feldwirthschaft, oder bestreiken wenigstens unter allen Umständen aus ersterer einen wesentlichen Theil ceS UnterbaltS ihrer Familie ' und ihre Arbeiter. Aon, Frühjahr bis spät in heu Herbst hinein liefert ihnen der Garten alltäglich frisches - Gemüse. - jür den Winter werden reiche Vorrätbe ,m Keller I aufbewahrt oder cmj verschiedeneWeise

eingemacht und eonservirt, und zwar mcyi 1

nur alle die verschiedenen Mben-, Kohlund Krautsorten, sondern auch Spargel, Sellerie, Eier- und Austernpflanzen und zahlreiche Gewürz- und Suppenkräuter. Junge Erbsen und Bohnen wachsen den ganzen ommer und Herbst hindurch, und schon im Frühjahre liefern die von Glasfenstern gegen die Kälte der Nacht geschützten J)!istbeete theils die sür den Garten erforderlichen Pflanzen, theils die zartesten Gemüse. Während so der Garten die Annehmlichkeit und Gesundheit des Lebens auf der arm fordert, rn der Icahe der Städte aber zu einer Quelle beträchtlicher Einnabmen wird, besteht die Umgebung desselben, wie wir schon erwähnten, fast immer aus wenig ergiebigem Boden. Durch sorgfältige Bearbeitung und reichllche Verwendung von Dünger wurde solchem Boden der fruchtbare Garten abgeWonnen. . Um Dünger m gewinnen, las. sen sich die warmer die Mübe nickt derdrießen, die Holzasche sorgfältig zu fammeln und für geeignete Verwendung aufzubewahren, Knochen und sonstige Küchenabfälle durch Komvosthaufen in werthvolle Nährbestandtheile des Bodens zu verwandeln. r. n t 0 r . r m Adeuen mit. i ernem frucytvaren Lande begegnen wir meist nur kleinen Gärten mit durchschnittlich unbedeuten den Erträgen. Nur die gewöhnlichsten rrt . . r . t. i Y.-'-tfs.. o, emueorien geoen oorr pariicoe usbeute, sie alle werden zu einer und derselben Zeit gepflanzt und ihre Erträge sind sonach nur auf einen kurzen Theil des Jahres beschränkt. Erst wenn alle Feldarbeit gethan ist, stnden die Landwirthe Zeit, an den Garten zudenken. Für viele werthvolle Gemüse ist die geeignetste Zeit, dieselben zu pflanzen, dann überHaupt vorüber, andere bringen es nur zu spärlicher Entwickelung. Den : ganzen Sommer hindurch wird dem Garten nur Aufmerksamkeit geschenkt, wenn absolut nichts anderes zu thun ist, und das Un kraut überwuchert die dürftig entwickelten Pflanzen. Bon ihren Feldern würden die Farmer bei gleicher Behandlung keine reichen Ernten erwarten, der Gatten aber soll trotz derselben reichliche Erträge crgeben. Es ist dies natürlich nicht der Fall, der Farmer erachtet schließlich auch die acrinae auf den Garten verwendete Arbeit für unproduktiv und giebt der Gartenbau gänzlich auf. Die Farmer im Westen haben vielfach Gelegenheit, sich die Kenntniß eines ranoncuen ucincrv des ivartcncaue ui verschaffen. Sogenannte Marttgärtnercien ' sind auch im Westen in der Nähe der Städte überall vorhanden und auf ihnen' können sich die Fanner die erforderlichen Kenntnine im Gartenbau dadurch verschaffen, daß sie kurze Zeit unentgeltlich daselbst arbeiten. on den Lehrbüchern in ' ct scm Fache ist Peter Henderson 'S Gar donins: sor prosit" am meisten zu cm pfehlen und außerdem enthalten die von den Samenhandlungen unentgeltlich zu beziehenden Kataloge werthvolle Winke über den rationellen Betrieb der Garten wirthschaft. Vom Inland e. Der Beethoven -M'ann er&ox" i New Nork will im Eentral , Parke", eine Bildsäule. deS berübmtcn t. .'- r-. rt i2onrpottitten ausstellen. Ein Schuhmacher .nPeoria, Jll., verschenkt eine Büchse Hühneraugensalbe an Jeden, der ihm ein Paar Schuhe abkauft. Die Abnahme der E i n w a w derung im New Yorker Hasen vergangenes Jahr beträgt etwas über 66,000, aus Deutschland allem 19,000. . Ein Detachement Soldaten aus ANiNibome bat eine Anzahl Ansted ler, die sich auf del Indianer-Reservation in Montana häuslich einzurichten begonnen hatte??, vertrieben. A u s W a c o, Texas, wird g e meldet, daß die htnqen Damen der Ort schaft ein Abcndcffen arrangirt und an der asel kein Wort gesprochen hatten Junge Damen sollen .stumm wie die t ttt fltn tw aciemn. daoen? )as klingt so unaeb'eucrlich. daß unsere scho nen Leserinnen uns sicherlich beipflichten werden, wenn wir die Nachricht für eine niederträchtige Ente erklären. .Der M i n e n i n s p e k t o r s ü r den mittleren Distrikt von Luzerne Co., Pä., 'berichtet, daß bei den Unfällen, die sich während des verfloffenen Jahres in den, Minen seines Dlstrutcs crelZncten, 204. Personen lelckt und 19 schwer ver wunder und 88 getödtet wurden. In Folge bcr tydtlichen Unfälle wurden 36 grauen Wittwen und 97 Kinder v.iterm:" ' . .,' Die -größte G e m ü s c f ä r m im Süden befindet sich in . der Näbe von New, Orleans.' Im vorigen Jahre wurden auf derselben erbaut 2000 Fäffer Gurken, 8000 Kisten omatos, 170,000 Krauthäuptcr und außerdem große Quan?. titäten Erdbeeren, Pfirsiche, Trauben, so wie zehn Faß Honig. Alle auf der Farm erbauten - Früwte und Gemüse, werden nach New Aork versandt und bringen dort zeitig im Jahre enorme Preise. F r a u . A n n i e 6 o r d o n bei Bluffton- S.-C.,.. ist 111, Jahre alt, Mitglied der St.' Mathäus-Baptisten. kirche und legt noch jetzt am ersten Sonntage jedes Monats den vier Meilen langen Weg nach der Kirche zu Auße zurück, um an der Feier des heiligen AbendmcchleS Theil, zu nehmen. Boston hat soeben ein neues Abzugskanal-System, welches der Stadt über vier Millionen Dollars' kostet, ein geweiht, und Yxt dortigen Zeitungen rühmen das Werk als eines der größten In genieur - Kunststücke .der Gegenwart. Selbst' französische Ingenieure - gestehen zu, daß das System .das Pariser, welches bisher als das vollkommenste galt, noch übcttresse. Die Gesundheit der Bevölkerung wird jeden falls' dadurch verbessert daßdie ..Abfalls stoffe weit hmauL m..jas Meer geführt w :rden. Cd'ubur-London, Berlin und Pullman bei Chicago verwenden bekanntlich die Abfälle zu Düngunas'zwecken.

,n eaver - Dam, Union.! Countv, N.-C., wurden kürzlich der Advokat John C. Marsh, seine Frau, Jas. Boylin und Reese Blair durch Eier vergiftet, die sie zum Frühstück aßen. Marsh ist acstorben, doch alaubt man. daft die

Ucbngen mit dem Leben davon kommen werden. Es heißt, daß Marsh die Eier mit Gift bestreute, um Ratten damit zu todten, und daß dieselben durch ein Versehen auf den Tisch gebracht wurden. Ein Fleischer in V i d d l cford, N. I., fand dieser Tage früh in seincm Schlachthause ein todtes Wiesel. dem die Zunge an die Schneide eines tr r w r . M , ' - , a)taQ:eroelte'S seuzejrvren war. Vin dem Äeile batte wahrscheinlich etwas Fleisch oder Älut geklebt, das Tbier batte solches ablecken wollen und die Zunge war m olge der Kälte festgeklebt. 3 n De N a l b Co.. Tcnn.. bat dieser Tage 'ein Mann dadurch Selbstmord begangen, daji er einen mächtigen Baum ansägte, bis derselbe zu wanken begann, ihn dann auf der entgegengesctzten Seite-mit der Art anhieb, bis ei stürzte und sich dann so stellte daß er erschlagen werden mußte. Der Mann hat seine Abncht, nch aur dme Wene um's Leben zu bringen, in einer von ihm hinrn$Ytvti 7iWt rfVAri srrntf tm'tA v jvtvv ivnj vij tvuuv iirnu allgemeinseinen Zufall als Todesursache angenommen haben. DaS .neueste Heft der Con-. fularberickte enthält eine Reibe von Artikeln über die Schweinefragc. Eonsul Mason in Basel berichtet, daß dieSchtveiz nach wie vor die , freie Einfuhr amcrikanischer Schweincproducte gestattet und daß dort die Waaren höher geschätzt werden, als die Producte anderer' Länder. n Deutschland dagcaen ist man so weit gegangen, die Durchfuhr amerikanischen Specks, selbst in versiegelten Wagen zu verbieten. ' Was zu einer solchen unerklärlicken Strenge führt, ist absolut unersichtlich, denn die grdßce Furrl't vor Trichinen rechtfertigt durchaus nicht ein solches verbot. Dort aber sowohl wie in Frankreich werden immer mehr Stimmen laut, welche gegen das Einfuhrverbot protcstiren. ' Robert Blarklc, einer bet größten Wollwaarcn - Fabrikanten im Lande, getraut sich, wie der Vostoncr Herald" meldet, alle Länder der Welt mit seinen Waaren zu unterbieten, wenn der Tarif auf Wolle gänzlich aufgehoben würde. Ein. traurig es Wicdcrscben feierte vorige Woche ein Geschwisterpaar in Philadelphia. Am Abend wurde ern junger Mann im Zustande viebischer Berrunkenbcit nach einem Stationsbause gebracht und. in eine Zelle eingeschlossen. Gegen Mitternacht fand ein immer .noch schönes Weib, das aber die Spuren des Lasters im Gesichte trug, wegen Obdachlosigkeit in demselben Stationshausc ein Unterkommen. Früh wurden dieGcfanaenen demPolizeirichter vorgeführt und der junge Mann wurde zuerst vernommen. Ihr Name?" Ich heiße John Cunningham." Herr Gott, mein Bruder" rief das junge Weib und siel ohnmächtig in die Arme einer anderen Gesängenenrom stürzte aus leinen Äuzen. Geschwister sind, die Kir.der angesehener Eltern in Georgia, in früber Jugend aus dem elterlichen Hause entlaufen und t . . r. r t yaiien tcu leuoem in vier ayren n:a)l gesehen. . Die sehr hübsche Tochter eines V!ondschein - Schnapsbrenners bei Columbia, N. (S.; kam dieser Tage zu einem Zahnarzte in dieser Stadt, um sich vier Zähne ausziehen x lassen. Der Arzt wandte Lachgas . an, vollführte die Operation glücklich, konnte abe: nicht umhin, vier Küsse auf die schwellen den Lippen des Mädchens zu drücken. Das Letztere war nicht völlig bewußtlos gewesen und sagte zum Arzte,sie habe kein Geld bei sich werde aber die die sie schuldig 'sci, am nächsten Tage durch ibren Vater schicken.' Pünktlich stellt? sich der alte Mondscheinler ein und überreichte . dem Zahnarzte eine Rechnung, laut deren dieser für jedenKuß L1,mithin abzüglich' seiner Forderung von 52.00, den gleichen Betrag baa? an den Eollector zu bezahlen .hatte. . Der Arzt wars einen langen Blick aus die kräftige Figur des Vaters, 'auf die beiden Revolver im Gürtel uttd auf das lange Messer im rechten StiefetsHafte desselben und uhlte. " ; Vom Auslande. Das ungarische Abgeordnetenhaus war, wie schon das Kabel mcldete, am 13. December der Schauplatz peinlicher Skandale, die, wie nun aus Pest berichtet wird, in zwei Duellen ihre Fortsetzung gefunden-haben. Während der Debatte über die Auslieferung Ver hovay's hielt .Alexander Almassy eine Rede, Zu 6iünsten Verhovah's und stellte diesen als Ovfer planmäßiger Verfolgung hin. Ferner machte er eine Anspielung darauf, daß auch damals beim Flügaetlcnseg". defraudltt worden sei, als Lerhovav schon verwundet gewesen und die Abgeordneten Otto Hcrrmann und Paul Hoitsy . die Redaction führten. Vor Beginn der Tagesordnung . erklärte Tag oarauf)tto Herrmann, er habe mit den Geldern des Blattes nie etwas zu schaben gehabt und cr halteAlmassy durchaus nicht für den Mann, über die versönliche Ehre Anderer zu Gericht zu sitzen. Alma'ffy nannte hierauf Herrmann einen Hundsfott ! Sodann erklärte Paul Hoitsv,daß, wenn in jener Anspielung eine Verdäobtigüng enthalten fein follte, er für eine solche - nur 'Verachtung habe. Almassy replicirt in ungeheurer Erregung unter Unrube des Hauses, und wird schließlich oöm Präsidenten unterbrochen, der sagt. der Herr Abgeordnete Almassy habe sich eines Ausdruckes bedient, den man selbst im privaten Leben in gebildeter Gesellschaft nicht Gebräuchen dürfe. Almassy spricht - weiter und weist die Angriste Hoitjy's als Unverschämtheiten" zurück, wofür :v wieder zur Ordnung gerufen wird. Noch während, der Sitzung erfolg ten die gegenseitigen Herausforderungen. Neber das Duell zwifä)jen Abgeorj?

nen, neben der lie nand. John lief zu ihr, hin, umfaßte die Leblose und ric, : Ln'.ie, meine Schwester" und ein Tbrä-

neten Otto Herrmann'und Al?xand'cr AI massy wird gemeldet, daß dasselbe unter äußerst scharfen Bedingungen stattfand aber troydem einen unblutigen Ausgang nahm. E in komischer Zwischenfall spielte sich am 13. Dezember auf dem Amtsbureau in Schöneberg bei Berlin ab. Ein Gcnsdarm hatte einen taubswmmen Bettler aufgegriffen und eingeliefert. Der arme Teufel konnte sich nur durch Zeichen und Geberden, obendrein nur sehr mangelhaft, verstandlich machen. Zunächst wurden daher seine Papiere geprüft. Er batte zwei scheinbar amtlich beglaubigte Dokumente bei sich, aus denen hervorging, dajj er bis in den Juli d. I. in einer Fabrik gearbeitet, daß in derselben der Dainpskessel erplodirt sei, wobei cr Sprache und Gehör verloren habe. Als endlich über den Vorfall ein Protokoll aufgenommen werden sollte, richtete der Amtssekretär im Dränge der Geschäfte an den. Taubswmmen die aewobnheitsmäßiae, . in

diesem Falle aber überflüssige Frage: Wie heißen Sie?" Karl Müller," antwortete, prompt der Taub-

stumme". Diese Antwort erregte natürlich allgemeines Erstaunen, am meisten war aber der Taubstumme selbst verblüfft, dc:ö cr in so einfältiger Weise aus der Nolle gefallen war. Unter der Wirkung dieses Erstaunens gestand er, daß er ein domicilloscr Schneidergeselle e i e r r rn t ci uno coon mevrere age in erilN ge bettelt habe. Dies Geschäft scheint ziemf. f. . . fr - ('' t " tu einrragtta) gewesen zu lein, ocnn IM Besitz des Schneidcrlcins fand man meh rere Thaler vor. Der curirte Tauvstumme wurde sogleich ' in das Gerichtsgcsangnip ,n Moablt gebracht und sieht i. , ' oajelvz: jemcr Bestrafung entgegen. Ein durch die liumanen Gesetze des 19. Jahrhunderts zum Va aabundcn" aestemveltcr Unalückltcker stand dieser Tage vor der Strafkammer in Bautzen. Johann Klotz weip nicht, wann er geboren ist, wo er geboren ist, wer seine Eltern waren, welcher Religion er angehört. Man vernehme seine Leidensgcschichte : Seine Mutter starb früh, eS war eine herumziehende Schauspielerin. Der Junge arbeitete bei einem Zlmmermann, einem Abdecker, aber nie. lange Zeit, weil stets die Polizei kam und Legitimationen verlangte, die cr nicht besaß. Jede Gemeinde, sich vor der Un tcrstüung fürchtend, jagte den Burschen über ihr Weichbild sie hätte ja Schule und Kostgeld bezahlen müssen. Die Polizci hetzte ihn, den ausweislosen Flüchtling, durch ganz Mitteleuropa? Die Schweiz schickte ibn per Schub nach Baiern, dieses nach Preußen. Der Bursche wär mittlerweile ein Maim geworden, er kennte nicht lesen, nicht schreiben, hatte Nichts gelernt. Von Preußen wurde er per Schub nach Oesterreich, und von da alsdann nach Rußland 'abgeschafft!" Von dort wieder nachPrcußcnverfchlckt." Endlich thaten sich in Liegnitz die Pforten des Zuchthauses für den halb zu Tode gehetzten Menschen auf, er fühlte sich wie in? ft!tmi?(s snSstrfi rin .PfiSrfi s.?X- .... y vnvn vi vvvu'f vvv liches Essen und keine Polizei, keinen r r r . p . rt,t . wcouo. jic vtrarjeu verging, öilotz Wurde entlassen. ' Sofort präsent irte man ihm den Aesebl des Negierunaspräsidenten, daß er unverweiltnackOesterreichabr t r r i t ' ' ' zuicyleoen ct. as gezcvay aucy prompt. Im September wurde ' bei Bischofswerda in Sachsen ein Bettler ohne Legitimation verhaftet, es war Klotz.' Es erfolgte seine Berurtheilung wegen - verbotswidriger Rückkehr nach Sachsen -und Vagabondage ! Selbst die Richter konnten sich des Mitleids nicht erwehren, als Klotz weinend angab, er sei ja nur nach Deutschland zurückgekommen, um endlich einmal zu erfahren, wo er denn eigentlich hingehen solle. Hat Klotz seine Srrafe im bautzener Landgerichtsgengniß verbüßt, was wird dann ? ? Wird ihn die Verwaltungsbehörde wieder ,,abschieben" und wohin? Nimmt sicb Nie-. man des Heimatblosen an ? Aus Altona wird wieder ein Fall berichtet, in dem ein Unschuld!' ger sieben V!cnate in Untersuchungshaft gehalten worden. Es ist dies der Landmann Brammann aus Quickborn, wel cher wegen Verdachts, vor etwa acht Monaten in-der Nähe des genannten Ortes ein Dienstmädchen gemißhandelt undes dann in entsetzlicher Weise ums Leben gebracht zu haben, verhaftet wurde. Äm ' Dec. ist derselbe, nachdem er sieben Monate lang im Justizgefängniß sirfisfiff in 1Tntirli?sitr,Sft,ft n orc- ar

tvVv. mniuu'Hiiy vru k vtvvlil. als unschuldig an dem ihm zur Last ge legten Verbrechen entlassen worden. Eine silberne E h r r npeitsche ist am 7- Dezember dem bei dem Pöst-Fuhramte zu Berlin angestellten Postillon Haase vom .Staatssecretär Zv. Stephan verliehen werden. Die Veranlassung dazu ist die folgende : Vor einiger ' Zeit versuchte ein höherer Militär in der Lcipzigcrstraße vor demKriegsministcrium einen Pferdcbahnwaacn zu verlassen und zwar gerade in dem Augenblicke, als der ' genannte Postillon mit dem seiner Füh- - . rung anvertrauten Postwagen in ziemlich beschleunigtem Tempo des Weges kam. Der Ofsicier wäre unfehlbar zur Erde gestoßen und überfahren worden, wenn nicht der Postillon Haase die Pferde zur Seite gerissen hätte, - . - - Der hochbetagte A r b e i - ter Busch in dem Dorfe Kayna bei Zciy ! wird für gewöhnlich Henkel" genannt, und es knüpft sich an diesen Nam :n in dem Dorfe das Gerücht, Busch sei ein natürlicher Sohn des Grafen Henkel von , Donnersmark. "'Diesen Umstand glaubte der alte Schlaukopf für sich ausbeuten zu können, indcnr er den Bauern vorredete, i aus seiner vornehmen Verwandtscbast sei ihm eine Erbschaft von etwa 150,000 M. - zugefallen, die cr Anfangs dieses Jahres i ausgezahlt erhalte. Dabei wies er eine . Urkunde vor, die er sich von irgend einem 1 crc?: rcr.-..; & t. . jt. r. r r '

ü;iuHUrit ivw iuuc juiiu;; itiuitn SL sen. Bei der Leichtgläubigkeit der Bau ern äelana'eS Bufcb. fick eine Reibe ksn Darlehen zn erschwindeln ; endlich abe? ! tarn vie acye yeraus unv er wurde die fer Tage von der Sttafkammer in Raumbürg a, S. zu einem' Jahr ' Gefängnik perurMitt,