Indiana Tribüne, Volume 7, Number 110, Indianapolis, Marion County, 9 January 1884 — Page 2
Indiana HrMne.
Tözttche-, RöchrVtllchk' und Sinntaks' AnZgzie. Zsc,k 10 0 Mnrvlandffr. Indianapolis. Ind.. 9. Januar 1834. Der Stintang Bei einem Stande de5 Quecksilbers x Thermometer von 15 Grad unter Null, namentlich wenn der Wind gleichzeitig seine teilen in der Stunde zurücklegt, nur durch eine dünne Zcltttand geschützt m den m s Qvi gehauenen Vdchern nach Fischen angeln, dürste den Meisten . .. K r als ein Vergnügen eigener Art erscheinen und selbst aus Liebhaber des Angel-! sports eine sehr bescheidene Anziehungkraft ausüben. Trotzdem kann man von Anfang December bis Mitte Januar die ganze öiüste des Staates Maine entlang Hunderte von kleinen Zelten erblicken, in denen nicht etwa nur die Küstenbcwohner und professionellen Fijcher, sondern auch die Freunde des Fischfanges und die Indianer, die aus weiten Entfernungen herbeiströmen, der Kälte und dem Winde trotzen. Der Fisch, auf den sie Jagd rca chen, ist ausschließlich der Stint, der zur Familie der Lachse gehörige, mit mittel großen Schuppen bedeckte und starken Zähnen bewehtte Naubsisch. Derselbe auch Alande? genannt wird 4 bis 7 Zoll lang, ist auf dem Nucken grau, an den Seiten silberfarben und am Bauche röthlich. Ob die deutsche Bezeichnung Stint mit dem Worte stinken" wsamrnenhängt, wissen wir nicht, soviel aber steht fest, daß' der englische Name smeli'' dem Fische in Folge des iman genehmenGeruches beigelegt wurde, den er um sich verbreitet. Diese an sich nicht liebenswürdige Eigenschaft hat jedoch auf den Geschmack des Fisches nicht den minbesten Einfluß, und jener gilt vielmehr mit Recht als eine der trefflichsten Speisen aus dem Gebiete deS Oceans. Im December und in der ersten Hälfte des Januar hält sich der Fisch am häufigsten an der Küste von Mains auf ; je kälter es ist, desto leichter geht er an die Angel, und daher ist der Strand von Maine um diese Zeit trotz Kälte undWind so äußerst belebt. m Erst seit ein paar Jahren bedienen sich die Angler der Zelte, um sich wenigstens einigermaßen gegen die Unbilden der Witterung zu schützen. Früher waren sie der Wuth der Elemente völlig preisgegeben, oder sie errichteten sich gegen den Wind einen Wall von Eisschollen. Die Sangplätze müssen jeooch häusig gewechtlt werden und dies, sowie jeder Umschlag der Windrichtung machte die wiederholte Errichtung jener Wälle nöthig.' Die Fische merken es bald, wenn ihre Gesellschaft dadurch, daß viele an die Ängel gingen, sich allzu sehr lichtet und wechseln alsdann ihren Standort, den neuen so lange für sicher haltend, bis sich die Feinde wieder allzu sebr bemerklich machen. Einer der eifrigsten Angler, Job Sccor von Baltimore, kommt seit Jahren regelmäßig an die Küste von Maine; ihm verdankt die Welt die Einführung der Zelte. Er ließ sich von einem Zimmermann in Belfast einen hölzernen Rahmen von 10 Fuß Cubikinhalt anfer tigen, bekleidete die Wände 'mit Ausnähme des Bodenö mit starker Segelleinwand und stellte das kleine Gebäude auf Kufen. Auf letzteren schob er sein Haus auf das Eis, befestigte es mit eilernen Klammern auf solchem und bezog diese Burg, innerhalb derselben ein Loch in's Eiö hauend und mit Lust' und Erfolg fischend. War der Jagdgrund erschöpft, so zog er mit seinem Zelte weiter und setzte das Angeln fort. Später nahm er noch einen kleinen Ofen in das Zelt auf und glaubte nunmehr, ein Paradies für einen Angler geschaffen zu haben. Keine Erfindung hat so schnell allgemein Eingang gesunden, wie diejenige Secors, und dieselbe hat das Aussehen des Strandes von Maine für die Zeit, in welcher der Stintfana betrieben wird. vollständig verändert. Die Anfertigung und der Verkauf oder das Vermiethen der Zelte it zu einer kleinen, aber selbststän digen Industrie geworden. ivreilick bat uck diese Ernndu.ia ibre Schattenseite. Ein ungewöhnlicher Wind stoß treibt oft ganze Zeltreihen vor sich her und die Oefcn haben schon manche schlimme Brandwunden veranlaßt. Bei strenger Kälte kann der Angler auf einen Fang von durchschnittlich 100 Fischen oder 30 Pfund pro Tag und Angelleine rechnen; daö Pfund wird von den Aufkäufetn an Ort und Stelle mit 5 Cents bezahlt, und der Ertrag ist, da ge schickte Angler oft gleichzeitig bis ;u 6 Angeln im Wasser haben, recht anjehnlich. Erst vorige Woche ist ein ganzes Zeltdorf über eine Meile auf dem Eise dahin Sewirbelt worden, ohne daß jedoch ernste lnfälle vorgekommen sind; der Haupterlust bestand darin, daß eine Anzahl der kleinen Ocsen unterwegs in die Wasserlöcher fielen. . Die Theilnahme am Stintfange wird mit jedem Jahre größer und gegenwärtig sind sogar drei wohlhabende Damen aus Boston mit solchem beschäftigt. Wir wünschen ihnen viel Vergnügen, bei Leibe nicht glücklichen Fang, denn das bringt bekanntlich bei Jaqv und Fisch fang Unglück, können aber doch bei der sr- t r . . rw Erinnerung an oie aiie oer letzien age ein gewisses Frösteln nicht ganz unter, drücken. ,,(?rvortbilder. Wie in Europa für Amerika gemalt wird, enählt der Kunstkritiker einer Ettaßburaer Zeitung wie folgt : In der Kunstausstellung einer kleinen Stadt sah ich neulich ein unsagbar gräßliches Bild, urt dem derNamenszuz eines in unserem Vaterlande und weit über seine Grenzen , Anau4 bxubmMeisterS vran 2
I traute meinen Auaen niSt. AVer noy
. " - - - . s alles Prüsens und aller Augengläser blieb die Sache dieselbe : das Bild war scheußkick, der Namenszug war echt. Endlich weihte mich ein Kunsthändler in's Ge-, heimniß ein. Wissen Sie," sagte der kluge Mann, das Zeug malt Professor . für den Export ; massenweise, meistens für Amerika. Auch das Ding hier war ursprünglich nach Amerika verkauft worden und ist Jahre lang dort gewesen, bis der Besitzer starb und es seinem Neffen, dem Hiessgen Amtsrichter, vermachte. Der versteht nichts von Bildern und freut sich in barmloser Innigkeit des berühmten Namens und des herrlichen Besitzes." Ick war damals noch ein unpraktischer Mensch und gab einige ideale Entrüstung zu erkennen. Darob aber erzürnte sich der vraktische Kunsthändler. Sie reden. wie Siebes verstehen," warf er mir vor , aber Sie verstehen es eben nicht. Die reich gewordenen Käsckrämer in . . ? England und die sttien aaer- Reimer in Amerika, di von einer Reise nach dem Continent in ihre. Heimath zurückkehren, wollen sich auch Kunstschätze mitnehmen. Von berühmten Vkeistern natürlich. Aber mehr als 300 oder 400 Mark (? 1) legen r. 'c vf" t ne nlwr an, uno oarur iami ivL L . ' w . ken effor x. doch keines seiner teiuenome malen. So hat er denn eine eigene Gad tung Exportbllder" erfunden, von denen ihm jedes einen Tag Arbeit kostet und 300 Mark einbringt. Er wirft ein paar Zvarbenkleckse auf die Leinwand, und je " . , f Ll nachdem ttcy cies cnxroicmn, maop er einen Baum mit ein paar Kühen daraus oder ein Boot mit ein paar Wellen ode? noch waS Anderes. Dann schreibt er seinen Namen darunter und die Jankees r, titfripfcon" C?3 will unS troft des Kunstkritikers" bedünken, daß der Professor I. nicht sehr viele solche amerika nische Ochsen gefunden bat. Londons Stadtväter. C wäre vergeblich zu leugnen, daß in ast allen großen Städten der Ber. Ciaal-! tf. f L. :en erwaitungszuttanoe verrscyen, die nan mit dem Gesammtnamen' Eorrupum" bezeichnen mu. Der Steuern iverden wahrlich genug gezahlt, aber was Dlrd dafür ausgewiesen i Schlechte und schmutzige Straßen, miserable Belcuchung, elendes Trimwasier und so gut wie zar kein polizeilicher Schutz. Alles das st leider man m beziretten, doch m es mtschieden verfehlt, diese Zustände auf sie Mobherrswaft", wie das allgemeine tlmmrccht oft genannt wird, auf die moralische Verderbtheit der großen Wäh(entlasse und auf eine speciell amerikani!che (Älelchglltlgkett der sogenannten bcsleren Bürger, zurückzuführen. Enthüllungen, die kürzlich über die Londoner Verwaltung gemach: worden und, bewei'en im Gegentheil sehr deutlich, daß ahnliche Mißstände sich auch da einbürgern .'önnen, wo noch daö mittelalterliche Zopfregiment herrscht und der Pöbel" absolut nicbts zu sagen hat. Die Londoner -deNvaltungsmaicblnerle erklären zu wollen, svarr ein sehr schwie.'igeö und undankbares Beginnen. Sie entspricht dem Geiste der leuzeit unge-: mjt in demselben Grade, wie das ameri'anische siecht". Gilden, Innungen, verschiedene Anstalten und Familien sct-. en eine Art ?kegierunz ein, die in Al)ermen, Äcstrvmen und Livcrymen fällt. Die Aldermen besorgen die Angelegcnheiten der ganzen Städte die Bestrynen dlesenlgen der Unterabtheilungen. , x c sie aber das Interesse der Bürger vahrnebmen, damit beschäftigt sich soeben! )le hauptstädtische Presse.' Bei einer kürzlich in Jpöwlch stattnnsenden Parlamentswahl hatte der Lon?oner Stadtrath, der natürlich möglichst siel Einfluß in der nationalen Gefttzge-: ?ung haben will, einen Tory-Candidaten :m Felde. Gegen diesen wandte sich ein 'adikalerNedner. Der fragte hohnisch die freien und unabhängigen Wähler," ob sie ,um Vertreter den Agenten von Männern .)aben wollten, die er in seiner Eigenschast als Reporter so betrunken gesehen zabe, daß sie von Dienern aus der Halle geschafft werden mußten. Und doch", fuhr er fort, saßen dieselben Männer am räch sten Morgen über diejenigen zu Gericht, die wegen Trunkenheit und unorentlichen Betragens tu den Straßen rufgegriffen worden waren." Selbstverständlich waren die also Anzegrissenen furchtbar entrüstet, und da sie )umm genug waren, ein großes Geschrei ,u erheben, so kam es zur Untersuchung. vald genug kam eS nun heraus,, daß die Uldermen für sich selbst und ihre ' Gehilfen sln? nnentlich? .stnn nrntie 'lrffi i " " - v vtii ypv nähler und Trinkgelage veranstalteten. Diese kleinen Imbisse , wie sie beschei)en genannt wurden,-kamen sehr häusig zor und legten beredtes eugmp für den zewählten Gaumen der Theilnehmer ab. ßti emer dieser Gelegenheiten wurden Leine und Speisen im Werthe von 100,000, bei einer anderen gar solche m Werthe von $137,888 verzehrt. selbstverständlich wurden nur ' die kost?arsten Weinsorten und die gewähltesten Äerichte aufgetragen. Bei einer vor mehreren Wochen abae?altenen Aldermenswahl, an der sich nur ?ie Vestrymen und Liverymen' als Stimmgeber betheiligen durften, betrank iich die ganze Gesellschaft. , Während der feierlichen Handlung, so berichtet eine londoner Zeitung, machte Herr LvonS tnter unifen und Gelächter den Borrkenden darauf aufmerksam, 'daß die LZhiskyflasche im Kreise umherzereicht werde.. Ich kann die Herren licht verhindern, erwiderte dieser achselZuckend, Speisen oder Getränke mitzusringen. Bald darauf erklärte einer der Wähler mit Rücksicht auf einen College, venn derselbe sich irgendwo anders auf?alte, als in der Vorhalle, werde er ihn niederschlagen. Ich hoffe, rief nun ein Lnderer, daß der Vorsitzende jetzt sehen vird, was beim Herumreichen oer WhiS?yflasche während der Diseussion herausommt. darüber kam eS zu emem furchtbaren Skandale, fodaß die sögeannte Debatte nach sechsstündiger Dauer vertagt werden mußte. jnnslische AeWetiker unbApL-.
fiel des cyönen von Zeit zu Zeit in der
nenschcnsreundlichen Absicht den Ocean Zreuzen, uns amerikanische Wilde mit sen Vorzügen britischer Civilisation be?annt zu machen, so kann ihnen das nicht verwehrt werden. Es ist indessen min)estens zweifelhaft, ob nicht in Bezug mf gute Sitte und Anstand die stolzen Lriten sowohl, wie die höflichen Franzosen und gelehrten Deutschen noch sehr ziel in den Ver. Staaten lernen konnten. Bo viel Licht ist, muß auch viel Schatten sein, aber im Vergleich zu den Licht- sind soch die Schattenseiten des amerikani'chen Lebens herzlich unbedeutend. (viscnbalzncn in Illinois. AuS dem Jahresberichte der EisenbahnKommission von Illinois geht bervor. vaß der genannte Staat in Bezug auf Verbindungsweg? außerordentlich gut ge-. stellt ist. Es wurden im vorigen Jahre aur 135 Meilen neue Schienen . gelegt, weil die vorhandenen Bahnen schon jedem Ledünniß entsprechen, ks giebt in llinois 10,456 Meise Schienen und nach Abzug der Toppcl- und .)!ebettgeleise S000 Meilen fortlaufenderGekeise. Keine' Lcke, kein' Winkel des Staates, die, nicht Zugang zum Weltmarkte . hätten.' 54 Gesellschaften, die sich natürlich. über die Arenzen von Illinois hinaus erstrecken, ;ignen diese Bahnen. Die Baukosten werden auf durchschnittlich mehr als 542,000 die Meile angegeben, was mit Rücksicht auf das ebene und -keinerlei Schwierigkeiten bietende Terrain auf starke ,-Bcrwässerung" der Acticn schließen läfct. Die Brutto Einnahmen dieser Gesellschaften ' betrugen voriges Jahr 5214,147,000, die Gewlnnste im Staate allein nahezu 522,000,000, bedeutend mehr als im vorhergehenden Jahre, obwohl die Frachtraten von 1.20 Cents auf 1.09 EentS per Tonne und Meile-gesun-ken waren. Also, auch hier zeigte es sich wieder, daß die Bahnen aus einer Ermäßlgung der Frachtraten selbst Gewinn ziehen. Je billige? der Transport, desto mehr hebt sich das Geschäft. Oie Bestattung der Jucnnst. Das Januarheft der Zeitschrift M dem Ai:-" führt den Lesern eine Lei chenbestattung vor Augen, wie .sie in nicht ferner Zeit voraussichtlich allgemein eingeführt sein wird.' , Ein Freund ist gestorben und in den Zeitungen haben wir gelesen, zu welche: Zeit die Bestattung stattfindet. Mit den übrigen eidt ' en sind wir vor bei nahe vor der . A gelegenen Begrabnißhalle angelangt. Dieselbe ist vor. majestätischen Bäumen umaeben, . bai geheimnißvolle Rauschen der Zweige und Blätter athmet Frieden und Feierlichkeit, die weihevolle Stille träufelt Balsam in die fchmerzersttllten Herzen der Angehori gen und Freunde des Todten. 1 Mitten unter den alten Bäumen ragt ein gewaltiges massives Bauwerk, aus grauen Quadersteinen .empor'; . fest und gewaltig, aber ernmch und schmucklos scheint der Bau für die Ewigkeit gegrünbet. Ein paar kleine Fenster im Friese ves Gebäudes, stören nicht den monumentalen . Eindruck des Ganzen. ' An den dorischen Säulen des ÄZorticus '?ankt sich wilder Wein in die Höhe,' den kalten 1 . . ' . . r t r ..' r 1 r L I 5tein mit warmem Leben umschmeichelnd.! . . - m. Liebende Hände tragen hierher die Leiche des geschiedenen Freundes. Nicht in einem Sarge, dessen Form und Gestalt schon selbst bei der größten Kostbarkeit abschreckend ist, in einem Korbe, in welchem Blumen die sterbliche Hüll überdecken und nur das Gesicht des Todten freilassen : ihm- folgend treten Wir in die Halle. Weiche, tiefe Töne der Orgel dringen an unser Ohr. . Ein majestätischer Anblick eröffnet sich uns. Der ganze große Naum, Wände, Decke und Fußboden sind mit weißem, fleckenlosem Marmor bekleidet. Ihr Glanz ist gemildert und gedämpft durch das Licht, das durch die kleinen bunten Fenster bricht. ' In die Wände sind Nischen ein, gelassen, in denselben stehen Urnen, theils mfach, theils künstlerisch ausgeführt. neben ihnen lesen wir in Buchstaben von dunkler Bronze Name und unter jedem zweiZahlen. An dcnWänden stehen Statuen, Kunstwerke, die Erinnerungen an Menschen, die im Leben gut oder groß gewesen. In der Mitte der Dalle erhebt sich ein Katafalk, auf solchen tragen die Freunde ?en Korb mit den Blumen und der Leiche des Geschiedenen. Ein Geistlicher oder ein Freund tritt an den Katafalk hinan. mft dem Todten Worte der Liebe nach und bei den Worten : Asche zu Asche", senkt. sich eme weiße Decke über den Katafalk mit seiner Last; unter dem Gesänge eines unsichtbaren Ehorcs steigt er zur Tiefe nieder und eine Platte von weißem Marmor schließt die entstandene Ocffnung. ' Die Orgel ertönt auf's neue, ihr folgt Gesang und eine Gedächtnißrede und untcr einer erhebenden Hymne mit Orgelbeglcitung steigt der Katafalk wieder empor. Wo der Blumenkorb gestanden hatte, ragt eine Urne, welche die reine, weiße Asche des Geschiedenen enthält. Die Urne wird versiegelt, der für sie bestimmten Nische übergeben und die Bestattung ist beendet. Schon jetzt stehen technische Schwierigkeiten einer derartigen Ausführung der Bestattungen nicht entgegen und letztere einführen ist die beste Antwort auf die Frage: Was sollen wir mit' unsern Todten tbun?" Nachtmützen. Wir, wir leben, Unser sind die Zeiten, Und der Lebende hat Recht." DaS ist ganz recht, wenn wir aber Itecht haben, so müssen unsre Altvordern in allen Dingen, in denen ihre Anschauungen von den unsrigen abwichen, Unrecht gehabt haben. So glauben, und so mei nen wir, und doch hätten wir stolzen Erdenbürger alle Ursache, 'nicht mit der stumpfen Anhänglichkeit des Philisters, sondern mit dem begeisterten Eifer des S-MologiZA,.. arUhropoloaHch, nzetaM?
einen Aufschub zu erlangen, war ! etwas ftnere rnö o"ronmcrerc3 avon unsern UUelterri zu (tmen. aber ''chlägig beschieden worden. 1 'n werden t mrU " r Beb er d" Gnade die neueste Wi enschaft st gee g-! G , w ' h : ' y . r r . V i l r "fi - 9 ' rr. anAmtrJit7r s, L-. vi i ii c o v in Xucfon, lrts p. der Arbeiter, dessen Beschäftigung es , S?n kürzlich einen Mann des ist, das Ocbr in d.e e Nadeln u bohren, maes b w huldig, em- erbat sich ein r ion dem Haupte des Kaisers. Nachdem er daZ Gewünschte
Herzen zugestehen müssen. 9 v " w , r V' iy vVm Geisteskrankheiten von mehr Opfer fordern,daß mit Aufklärung, mit der Verbreitung des Lichts unter den Menschen das Verzinken in Geistesnacht Hand in Hand geht. In dem ungestümen Streben nach Erwerb, dem mangelbaften Schulunterrichte, der Abnahme frommen Glaubens und kirchlicher Gesinnung und dem Mangel jener Stimmung, die der Dichter mit den Worten bezeichnet : Freund, ich bin zufrieden, Geh' es, wie es will", hat man die Ursache der Erscheinung zu stnoen gesucht, aber einem, englischen Arzte wär es vorbehalten,das Näthscl zu lösen. wie es kam, daß so wenige unserer Borfahren verrückt wurden.. Er . hat ; das große Wort gelassen ' ausgesprochen,' daß in, der guten alten Zeit der Wahnsinn nur desbalb so wenigeOpfer forderte,weil Sazumal das-' Tragen -der Nachtmützen gebräuchlich" und' allgemein eingeführt war. Äei den Damen, die damäls'Weiber.oder.Frauen oderMädchen, auch wohl Weibsen, oder ädelbsbllder genannt wurden, übte die 3!achthaube, bei den Mannsbildern aber die öiachtmütze einen wohlthätigen Einfluß auf. die Blutcirculation, aus, verhinderte bose Traume und das Verrücktwerden. - Also ie Nachtmütze ! Man könnte der wichtigen 'Entdeckung entgegen halten, daß noch ältere' Leute als unsere Borfabren in der guten alten Zeit- nichts von ihr wußten und doch nur sehr selten verrückt wurden. Die ollen Griechen" z. B.trugen weder Nachthauben noch Schlafmützen und waren dennoch ein geistig gesundcs Volk,,. an s dem außer H:rojtrat und dcm.bcdürfmßlose'n Erank .Diogenes nur wenige verrückte Menschen der Nach; Welt überliefert worden sind, daß aber die Griechen wirklich keine Schlasmützen Wa ten und trugen, geht schon aus ihren Meisterwerken der Sculptur hervor. Eincr Venus würde selbst ein -Nachthaub-chen gutgestanden haben und . den Batel cuö Haruns-. Offenbach wenigstens im Schlazrockc vorgcsny-.t. Äbcr den gottlichen Apoll, die r.chsenäugige Atbem connen wir uns. unmöglich , mit det Zchlafmütze', dem Wabncichcn des deutchen Mickels seligen' Angedenkens, vor ,tellen.' ' ' ' Indes: der englische 'Arzt lebt, und hat )aber ),teckt und sein Wort genüge unc für die Sli'chti.qkcit seiner brillantcnNacht, .nützen-Thco7ie. Die Damen Werder zegen ein reizendes Schlafmützchen nich: ällmviel einzuwenden haben und die gechrten Herren der Schöpfung erinncri .vir daran,' daß es il,t: cnps" gieb:. . 11 . t t . ' oie vielleicht auch ihnen conveniren. Dom Anlande. D, I. Burke in Jackson Co., W.) ist der glückliche .Vater-von 35 Söhnm und.4 Töchtern; der Mann war fünfmal verherrathet. . . O l d E r o w", e N t h r bekannter Indianer-Häuptling ia Montana hat auf die in Bozeman erscheinende Zeitung abonnirt. ' . Die größte Steuereinnahme . .. .I. . . K tl & h an emem eimciuen aae, oie in .ennei see jemals erzielt worden ist, hat am 31. o. Mts. der Steuereinnehmer in Nash' oille gemacht er eollektirte 77781.2ü. In d e n ' F a b r i k e n. in H o ly oke, .Mass., arbeiten Z9 Kinder. im.Alw zwischen 14 und Itt Jahren, von denei rein Einziges jemals den mindesten Unterricht im Lesen und Schreiben erhalten hat. ' , " ' Bei Wo odland, Nev., beginc im December ein altes Pferd im wahre;. Sinne des Wortes' Selbstmord, indem cc ,1ch, ausser Eisenbahn stehend) unmit telb'ar vor einem heranbrausenden Zug,, auf, die Schienen warf. . . . H c i l k ü n st l er, w e lch t Kranke durch Handarflegen" kuriren zu 'können behaupten, sehen gewöhnlich streng dar? auf,, daß. die Patienten ihnen zuerst viel Geld auf die Hand, legen. So sagt du N. N. Ztg." : ? . Thomas Flah'ertv, ' ein Insasse des Gefängnisses in?)ubaEo.,Nev., hat, um nicht arbeiten zu brauchen und in, das Hospital geschickt zu werden, seil längerer Zeit Krankheit simulirt ; 4( Tage hat er es ausgehalten, feste Nah-. rung nicht zu sich zu nehmen, ist nach Ablauf dieser Zeit mit wahrem Lvolsshunger über solche hergefallen, hat aber inzwischen 40 Pfunden Körvergewicht verloren. " . D ie Ver b r e ch c , welche Robert Martin und James B.,Graves vorige Woche in Newark,, 9!. I., am Gal gen büßten, erregten-ihrer Zeit allgemeine Aufregung. Robert Martin erschoß, Während er sich in berauschtem ZuStande befand, am Abend des . 15. Juni 1631 Frau und Kind in seiner Wohnung. Graves, 'ein excentrischer, jähzorniger alter Junggeselle, durch üble Lebensgewohnheiten an Körper und Geist, geschwächt und von vielen- Personen als Erank" betrachtet, erschoß am 22. Te:ember 1831' den 14jährigen Eddie Sooen, als derselbe mit demÄnzünden einer Straßenlampe beschäftigt war. Der Knabe hatte mit seinen Kameraden den alten Graves häusig geneckt und gepeinigt, was diesen endlich so in Wuth verfetzte, daß er sich, mit einem, großen Reoolver bewaffnet," an Eddie heranschlich und ihn durch einen Schuß niederstreckte. Der Knabe starb eine Stunde später und Graves befand sich zu gleicher. Seit in Händen der Polizei. Er wurde :m Januar 1832 ' processirt und des Mordes schuldig befunden, trotzdem seine Anwälte geltend machten, GraveS sei geistesschwach und nicht zurechnungsfähig. Die Post-Mortem-Untersuchung ergab nach der Ansicht mehrerer anwesenden Aerzte, daß der Mörder irrsinnig war. Äm Tage Vor der Hinrichtung .hatre der Anwalt nochmals an' den Gouverneur von New Jersey telegraphirt, um auf Grund der aneblichenLniakeit de Lerurtbeil
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;ona so billig als ein Menschenleben, und dies wird so bleiben, solange Leute Wie Sie ungestraft umherlaufen ode? mit zu niedrigen Strafen davonkommen. Es war ein Irrthum der Herren Geschworenen, Ihr Verbrechen Mord i:n 2. Grade zu nennen, dasselbe ist vielmehr der niederträchtigste Vieuchelinord, der je begangen worden ist, und wurde mit einem Vorbedachte und einer Hinterlist ausgesnyn, c:: von dem blutdürstigsten Apachen nicht übcrtroffcn werden tonnte, ch bin jcdc? an das Unheil der Jury gebunden u?:d knn Sie daher nur zu der härtesten Strafe verurtheilen, welche das Gesetz diesem Spruche gegenüber zuläßt; ich hätte Sie ge"ne am Galgen gesehen, kann Sie jedoch nur, wie hiermit geschicht, zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtöeilen." li n Statistiker macht daraus aufmerksam, daß im Januar die n?cnizsten und im Oktober eines jeden Jahres die meisten Eheschließungen stattfinde. Wie es kommt,' daß im Oktober die meisten Eben eingegangen werden, wissen wir nicht, aber weshalb im Janucr, unmittelbar nach dem kostspieligen Weih-nachtS-und Äccujahrsfeste, nur Wenige heirathen können, liegt auf der Hand: es fehlt das Geld zur Entrichtung der Trauüngsgebührcn. In Vloomington, Jll.,hie lt der Bürger-Ausfchuß für die Errichtung eines Monuments für die verstorbene deutsch-amerikanischc Sängerin Maria Litta (von Elsncr) dieser"- Tag: eine Sitzung ab und beschloß, 2000 für den Zweck zu verausgaben. Das Denkmal soll schmucklos, aber von bestem ?)?aterial sein und wird man mit den Arbeiten an demselben beginnen, sobald die Witterung es zuläßt. Nach dem neuesten Eensus hat Philadelphia 8,030 Einwohner und 173,000 Gebäude. Es erscheinen dort 19 tägliche und 103 wöchentliche Zeitungen, 87 Monats- und 12 Viertelsahrsschristen. Ferner giebt es 6 Äasfensäle fürÄliz, 14 Theatcr,40 Banken, 12,000 Fabriken mit 210,000 Lirbcttern and einem Betriebskapital von ungefähr s475,000,000 pr. Jc'r. In Philadelphia sind ferner 45 Colleges und Seminarien, ZI medizinische Eollegcs und vereine, t20 Hospitäler, Asyle und Kliniken, 48 litcrarische und Kunstvereine, 10 Bibli otheken und 498 Bauvereine. . T r c n t o n, N. I., , w u r o e n dieser Tage fünf Chinesen aus dem Zuchthause entlassen. Allen war, wie es sie Gcfängniß-D.isziplin vorschreibt, der oon den Chinesen über Alles in Ehren gehaltene Zopf abgeschnitten. Vcrzwei '1 ?.4sisfiin ist hnrsf hii P-tt7T?!irt lim V vy IV..1 V V V V .V.JV., Mlll )en nächsten Bahnzug nach ihrer früheren jeimath, Patterson, zu neh.nen. ' Vom Auslande. Ein fürchterliches Unglück wird aus dem fernen Norden Schottlands gemeldet. ' Drei junge Männer, Allen Vampbcu, James 'c'Nitchie uns ugusi Morrison, 'welche der Miliz der Grafschast Roß angehörten, kamen nach Stornoway, um in ihr Heimathdorf, Lionel, zurückzukehren. Sie machten sich auf den Weg mit einem Zungen Fuhrer,Alerander Gunn; jeder hatte eine Branntweinslasche mit sich. Als sie etwa vier Meilen ro.i Stcrnoway cnt.'ernt waren, faßten sie den Entschluß, direkt über das Moor nach Hause zu gehen, eine Entfernung von 20 Meilen, während die Landstraße 5 Meilen weiter war. Gunn weigerte sich, sie zu begleiten, u:zd kehtte nach S'tornoway zurück. Es war ci.'.e fürchterliche Nacht, Schnee- und Hagclstürmc rasten über das ode Moor. Am solgenden Tag ging. Gunn auf der Straße nach Nest und erfuhr dort, daß seine Freunde nicyt angekommen waren. Auch in Tolsta, einem Weiler, welcher 10 Meilen weiter im Moor liegt, wußte man von den drei Wanderern nichts. Deshalb machten sich alle Einwohner der umliezcndcn Dörfer daran, das große Moor abzusuchen und am 'Nachmittag fand man oie Leichen des Campbell und Morrison, sas.-Gesicht auf der Erde und mit den Händen über dem Mund liegend. In einiger Distanz stießen die Sucher aus den 'leblosen Körper des Dritten, Ritchie, der seine Wbisky-Flasche, die noch zwei Glas enthielt, in den Händen hatte. Nach den Fußstapfen in der Umgebung zu schließen,, hatte. Nitchie in einer Ver. tiefung Schutz gesucht, da er seine Schuhe dort zurückließ, war einige Mal zu seinen Gefährten gegangen, um zu sehen, ob siö noch am Leben wären, und war dann auf dem' 9Noor umhergewandcrt in der Richtung seines Heimathsdorfes, bis auch ibm die Erschöpfung den 'Tod brachte. Einer der Unglücklichen muß einen schmerzhaften Todcskampf durchgemacht haben; seine Hand -war zwischen den Zähnen und, vom Zeigefinger war das Fleisch theilweise abgenagt. Campbell war, der älteste Sohn einer Wittwe., Jie internationaleAusstellung von 3!adclarbeiten, welche im Juli 1834 im Crystallpalast in Sydenham eröffnet werden soll, wird unter anderen Curiositäten zwei Artikel umfasien, die nicht die kleinste Attraction der Ausstelluna bilden dürften. Einer dieser Artikel ist die berühmte Nähnadel, welche dem deutschen Kaiser im vorigen Jahre unter Umständen verehrt wurde, die Erwähnung verdienen. Der greise Monarck besuchte die große Nadclfabrik irt Kreuznach, um sich zu überzeugen, was Maschinen, gepaart mit der menschlichen Hand, erzeugen können. ES wurde ihm eine Anzahl superfeiner Nadeln gezeigt, von denen taufende zusammen keine halbe Unze wogen, und er wunderte sich, wie solch' niedliche Gegenstände 'mit einem Oehr durchbohrt werden - konnten. Aber er sollte sehen, daßindieZer Hinsichtlbst
Monarchen.. Die zweite curicse 'Nadel ist Eigenthum der Königin Vicloria. Diese Nadel '.rurde in der berühmte:: Na dclfabrik in Ncditch verfertigt ua3 stell: die Trajanösaule n ' ) i.-i-lnire dar. Auf dieser tlcirnu Nadel sind Scenen aus dem Lcbcn dcr Königin in erhabener Arbeit dargestellt, wcle aber so fein gcsto: chen und so klein sind, daß es zu chrer Besichtigung eines Vergrößerungsglases bedarf. Die Vittoria-cadel kann überdies geöffnet werden. Sie enthält eine Anzayl kleinerer 3!ad.ln, die ebenfalls mit Scenen in erhabener Arbeit ' eschmückt sind. Ein interessanter Proz e ß wird in einem der nächsten Termine das Amtsgericht zu Bonn beschäftigen. . Es erhängte sich in diesem Sommer im Garten des Hotel Villau zu Nofondseck ein Kellner aus gekränktem Ehrgefühl. Unter den anwesenden Gästen beeilte sich ein Herr aus Dollcndorf, den Akazienbäum gU erklimmen und den Lebcnsmü-
den, der in einer Hohe von etwa 30 Fuß baumelte, abzuschneiden. Das Wagnix gelang und, den fast Erstarrten unter dem Arm festhaltend, gelangte der Nettei zur Erde. Die angewandten Belcbungsversuche waren von erwünschtem Erfolge. Der Gerettete und dessen Familie dankten dem Gast und versprachen ihm eine gute Belohnung. Nunmehr hat der Kellner regen seinen Netter beim Amtsgericht zu Äonn die Silage wegen Vermogensbeschädigung angestrengt, da Jener den ihm gehörenden neuen Strick, an welchem er sich erhängt, unbefugter Weise durch schnitten habe. Der Kellner hat den Antrag gestellt auf Bestrafung und Ersatz des Werthes, weil Verklagter die versprochcne Belohnung in Erinnerung ge bracht hat. Eine 23 ä u e r in tnAnapa (Rußland) gebar kürzlich verwachsene '.villinge, welche besonders in wissenschaftlicher Beziehung ein besondere In. tcrcsse erwecken. Wie dcr Wntfch" meldet,' sind die Zwillinge von dcr 4. Nippe aufwärts mit dcr Brust verwachsen, des: gleichen mit den Unterleibern aufwärts bis zum Nabel, welchen sie Gemeinschaft lich besitzen. Es sind nämlich Mädchen, deren eine dem Batcr, die andere der Mutter auffallend ähnelt. Beide sind gut entwickelt, schlafen und essen zu verjchicdencn Zeiten und erfreuen sich eines ausgezeichneten .Appetits. Die Gcburt war ohne Schwietigkcit verlaufen und die Mutter bereits 5 Tage später bei der Arbeit auf dem Felde. . Ueber cinenhöchst befremdlichen Prozeß wird Folgendes berichtet: Die Bcrurtheilung dcsRcdalteurs Schwab m Speyer zu zwei Monaten Gefängniß erfolgte wegen eines Artikels Kissinger Bade-Plaudereien", in welchem bei Besprcchung der KönigSfeicr bedauert wurde, daß der König sich so selten schen lasse. Das Urtheil besagt. Niemand sei bcrcch' tigt, die Handlungsweise dcs Königs zu kr:tisiren. AuS Pest wird ein E r l aß deS ungarischen Eommunikationsministers Baron Kcmeny mitgetheilt, dcr '.s.1.3 st 3 -...'. -fl Nickis vcrir.gcrta zum Hiseue yai, die Schonung dcr Tlppiche auf der Treppe des ÄclNistermms. Dcr von dem Minister eigenhändig geschriebene Erlaß verordnet nämlich, dan von nun ab nur die Beamten vom Ministcrialrathe aufwärts die Teppiche, welche über die Dreppen des Vlinisterpalais gelegt sind, bctreten dürfen. Alle Beamten niedrigerer Rangclassen haben die vom Tcppiche nicht bedeckten Theile der Stufen zu rem Auf- und Abstiege zu benutzen. Diese parsamreit des 'nniitcrlums wird nicht verfehlen, auf den europäischen Finanzmarkt den aunstiasten Eindruck ?.u machen. weiset v r zuuß ja das ungarische Budget in's Gleichgewicht kommen. Von dem famosen ViSmarck'schenAttentäter mit der Morphiumspritze, welcher vor ca. drei Monaten m Dirschau in Preußen verhaftet wurde,hat man endlich wieder einmal etwas zu hören bckonnncn. Er wird sich tvegen Betruges und Landstreichern demnächst vor dcr Danzizer Strafkammer zu vcrantWorten haben. Das ist Alles. Ueber eine furchtbare Gasexplosion in Halbcrstadt liegen folgende Nachrichten vor : Man war in der Mittagszeit, am 18. December, die man wählte, um nicht gestört zu werden, damit beschäftigt gewesen, ein ncucs Rohr als Hilfsrohr direkt in den Gasometer zu leiten. Bei dcm pldZlichen Ausströmen von starkem Gase ist dcr eine der verletzten Arbeiter derartig betäubt worden, saß derselbe von zwei anderen Arbeiiern fortgetragen werden mußte. Bcim Schliecn der Tbür ist die Gascrplosion erfolgt; ein Eplodiren der Kessel, Netorten u. s. w. hat nicht stattgefunden. Wodurch das Gas sich entzündet, ist noch nicht ermittelt. Leider sind dcm Unfall drei Menschenleben zum Opfer gefallen. Der Direktor Grischow, dcr vollständig verkohlt aufgefunden wurde, und die Arbeitcr Bruchmcllcr und Euno. Die anderen . Arbeiter wurden aus den Trümmern schwer verwundet, hervorgezogen. Die Explosion war so stark,' daß ein vorüberfahrender Frachtwagen umgeworfen "rurde. 'S giebt ä Vorzeeche-n. Ich kann mich immer ärgern," sagte Mutter Strcfert in Eonncwitz, wenn die Leite nicht globcn wollen. Da gab'S neilich bei uns a Borzecchen. 'S siel nämlich ein Topf runter, und da sagt ich: 'S schterbt Ecus in der Familie, sag' ict). Wie ich nun den andern Morgen in den Schtall ging und wollte mei Schwein füttern da warsch tot. Da bötrsch." SttSfkr's Ciaarrenladkn befindet rn , i . 7.i . 5 sich No. 90 Süd Delaoare Str.
