Indiana Tribüne, Volume 7, Number 86, Indianapolis, Marion County, 14 December 1883 — Page 2
Hndiana Hnbüne. Sögstch,' onö HounlaasanHgsöe
Ok'- 10 0 Mrv'nndftr Indianapolis Ind. 14. Dezember l8L3. Etn. C?oo'S Anfichten. VrZgadegeneral George Eroof, Co 'ondeutr des Departements Arizona, hat seinen Jahresdericbt an den Gene ral Adjutanten der militärischen Ab tbeikung des Pac fic eingescd'ckt. Der G'neral ist einer der besten Kenner der Indianer und aller sie betreffenden VerHältnisse und seine Ansichten und Era'fehlungen sind daher von besonderem Interesse. Mit Uebergebung des auf den Dienst bezüglichen JnhzltS deS Be richt? bebe vir dasjenige hervor, wa? sich auf daS den Indianern gegenüber einzuschlaqende Verfahren bezieht: . Daß die Apachm alles und jede? Vertrauen in die Agenten und sonstigen Beamten und Ossiciere der VundeSreqierung verloren haben, kann nicht Wunder nehmen. Dieselben sind so oft getäuscht worden, man hat ihnen ohne jeden Grund so ost gedroht, sie würden Mit Waffengewalt von ihrer Reservation vertrieben werden, daß sie schließlich den Klieg dem ihnen unvermeidlich scheinen den Untergange im und durch den Frie den vorziehen mußten. Seit Jahren wurden sie um einen großen Theil der von der Regierung für sie bestimmten Provisionen betrogen und bestohlen. Dabei haben die Agenten stet? unterlas sen, den Apachen einen Begliff von der Stärke und der Macht der Weißen bei zubringen, sodaß sie glaubten, wenn tS ihnen gelänge, die gerade mit ihnen in Berührung kommenden Weißen zu über wältigen, die ganze Macht der Weißen zertrümmert zu baden. Ich habe ti feit 19 Jahren stets für meine Aufgabe ge halten, einmal den Apachen unsere Stärke zu zeigen und dann denselben Vertrauen zu mir einzuflößen. Ich habe ibrentzäuvtlingen vorgestellt, daß sie von mir Schutz gegen die Grenzbewohner zu erwarten hätten, die sich aus ihrem Lande festzusetzen beabsichtigten, daß ich ihnen aber diesen Schutz nur gewähren würde, w'nn ich mich stetS von dem friedlichen VtlhUten der Indianer überzeugen könne. Um mich in diese Lige zu ver setzen, traf ich die V.rfägung, daß jeder vafflnsähige Jidianer stets ein metalle nes Schild mit einerNumrre- und einem seinen Stamm bezeich enden Buchstaben z'l tragen bade, datz sich dieselben von Zeit zu Zeit aus meinen Befehl zn der sammeln, gewissermaßen einen Appell abzuhalten hätten und in einem Ber zelchnlsie oder m einer Stammrolle mit kurzer Personalbeschreibung einzutragen sei-n. In den vielen Ve,handlunqn, die ich Mit den Häuptlingen der Äp ichen ge pflogen heb?, beklagten dieselben sich immer am meisten darüber, daß sie ae zwangen seien, sich wöjlichil in der Nähe der Agentur und häuft; auf ungesundem und unfruchtbarem !ande aufzuhalten sie versicherten übereinstimmend, daß sie 'gern zumÄckerbau greifen müeden, wenn man ldnen nur 'statte, sich das geeig nete jnd inneihjlb der Reservation selbst auszusuchen und sie mit den ersar derlichen Geräthen, sowie mit Samen veisähe. Wlkcor. der Agent der Reser vation, bat mir wiederholt erklärt, daß die desfallsigen Bcschwerden der Jndia ner völlig begründet seien, daß er aber in Gemäkbelt der Anweisungen des In dianer Departements handeln müsse Hierin liegt ein werterer Punkt, der den Verkehr mit den Jidmnern oußeror deutlich erschwert. Dieselben wissen j'tzt, daß die Weißen die M ,cht haben, sie zu vesLutzen oder zu bestrafen. Als Re präsentanten dieser Macht erkennen sie aber nur denjenigen Ofpcier oder Be amten an, der sich gerade unter ihnen befindet. Daß hinter bitiera du eigen! llche R-gierungSgewalt steht, und daß nur die letztere maßgebend ist, kann den Indianern nicht begreiflich gemacht wer den. So ost daher der in ihrer Mitte befindliche Vertreter der Regierung ge zwungen ist, andere Maßregeln zu er gleisen, als er in Washington zu besür .Worten versprochen hat, fassen die In'dianer Mißtrauen, und dies um so mehr, als sie von den Agenten bereits so ost und so unverantwortlich betrogen vor den sind. In meinen Verhandlungen mit den Cb!ricahuas ist mir diese'rUebel stand häufig so hindernd in den Weg getreten, daß ich nicht so günstige Resul täte erreichen konnte, als wenn ich, resp, der Agent weniger abhängig von Wash ington gewesen wäre. Diese Indianer verlangten, daß man ihnen gestatte, sich auf der Reservation der Weißen Berge niederzulassen, und daß man sie bo schütze, so lange sie sich friedlich verhielten. : Noch vsr wenigen Jahren hätte dies keine Schwierigkeiten geboten, denn da malS gab eS dort noch keine weißen Ansiedler, keine Nachbarn der Indianer. Jetzt ist berei s ein bedeutendes Capital m jenem Theile von Arizona angelegt und Heerden, Minenanlagen und Far inen befindet sich da, vobin noch vor kurzem kein Weißer gekommen war. Alle diese Interessen müssen geschützt werden und eS giebt in der That nur 'zwei Wege, die Jndianersrage dort zu 'erledigen : Entweder müssen die Jndia ner ausgerottet, oder eS muß endlich ih nen gegenüber Gerechtigkeit peübt wer den. Zu letzterem gebort: Schutz der selben gegen das weiße Gesinde!, das sich mitten unter den Ansiedlern herum treibt, Schutz gegen betrügerische Agen ten und Uebermeisung von Land an die Indianer als Einzelbefitz.Ve,sorgung der letzteren mit Allem was eiforderlich ist, dak Land zu bebauen und Ernten von solchem zu erzielen und schließlich 93er s,!Kuna des Bürgerrechts mit demselben Stimme echte, wie e? Uti rrt ßen und farbigen Bürgern der Ver. Staaten zusteht. . M. a Of i( - Zu der ungerecqien euriykitung. un fcuüe JflMttK-llL Ü!i495
i tragen die in der Nähe ihrer Niederlas !
sungen erscheinenden Zeitungen viel bet. Diese schildern die Greuel, deren sich die Indianern in einzelnen Fällen schuldig machen, wtssktt ab?r nichts davon, daß die Nothhäute oft geradezu zu Au stän. den gezwungen werden, daß ihnen ge genüer ebenfalls jede Menschlichkeit aus d,n Auqen gefetzt wird, und ihre Be richte, die in die großen Zeitungen deS Landes übergehen, führen die öffentliche . Meinung irre. Dies muß auch die Maßnahmen der Regierung beeinflussen und die Indianer machen auj'S Neue die Erf.ihruna, daß sie bestraft werden.wSH end die Wellen tregen der Unthaten u sie an ihnen ctiübUx, f!vafloS lU'i en Mi? ist k-'in einziges Belsvicl be e-znnt, daß ein Weißer jemals wegen den ".pichen angethanen Unrechtes auch nur ,u? Veial-rorlunz gezogen worden oätk. Ich weiß recht wohl, daß die Chirica (jua' sich mehr Greuel yeaen die Wei' zen haben zu Schulden, kommen lassen. ls vielleicht irgend em anderer Stamm and ich weiß auch, daß sie trotz der Un silden, die sie erlitten, von den Weißen soch noch weniger provocirt worden sind. als d e meisten anderen indianischen Na lionen, trotzdem würde es unweise sein. Einzelne derselben wegen der von ihnen verübten Greuel jetzt noch zu bestrafen. Es giebt noch ungefähr 150 Krieger der Chlricahua'S, sämmtlich mit yintekla rcrn woll bewosfact, und diese würden bei einem Versuche, sie zu strasen, die Niederlassungen der We,ßen verheeren und konnten den Truppen gegenüber wegen o r iernionaioeujaitniue Jayre lang einen verderblichen Guerillakrieg iühren. EZ bleibt daher nichts übrig. als den Indianern Land akZ Einzelbesitz zu überweisen und sie m die Lage zu versetzen, daß sie solches bebauen könne. Freiheit im Priuclp Im bayerischen Landtage wurde am 23. Novkmber der vom LaudeSauSschusse der Volkspartei ausgehende Antrag ge stellt, 1) das allgemeine und dnecte Ttimmrecht ejnzusuhren ; 2) die Wahl kreise gesetzlich abzugrenzen; 3) Wahl couvertS einzusüdren, in welche die Stimmzettel gesteckt werden können, so daß sie nicht schon durch ihr AeußereS kenntlich sind; 4) den .Tennur der Volksvertreter auf drei Jahre herabzu setzen. E bandelte sich also, kurz ge lagt, um Betheiligung deö ganzen Vol ke an den Wahlen und Sicherung der Wahllreih'it; endlich darum, die Abgeordneten mittels Verkürzung der Amis' Dauer in größere Verantwortlichkeit den Wählern gege, über zu setz'N. Die mei sten dieser Forderungen sind im R ei ch e bere tS durchg'südrt, ohne daß dasselbe darüber zu Glvnde gegange" wäre Dennoch ging man nach kurzer Debatt über den Antrag zur Tagesordnung über, d. h. man lehnte idn ad. . Grimm'g bemerkt dazu die Frank furtrr ?.cttuna ein demofratisctek Blatt: .Die R-chte wie d e Linke, die sonst in grimmiger Feindschast leben, h'er vrstand'N sie sich gleich. Ein de mokrat scher Antrag, der daS wichtigste BlkSrecht befestlaen und erweitern soll ni natürlich ein gesähllich?s Ding, dem dte Frommen wie die Liberalen mit gleicher Scheu auZ dem Wege gehen, freilich st'ht, was der Antrag will. iSnftst auf dem Pr ogramme jene, Parteien und auch heule bekennen sich Niiaz manae Patrioten wie lveraie mm 'Cntc p zu dem ollgemeinen Wahl recht; wa; indeß nur soviel besagt, daß sie in Wiik ilkeit nicht, von ihm wissen wollen. Uns so zeigten sich die Herren ron der Rechten wie von der Linken in dieser Debatte wieder unendlich über jenen naiven Standpunkt klhaben, der tue theoretischen Forderungen eines partelprogrammeZ auch in Thaten umgesetzt aisstn will. Sie halten es -war sür anaemssen, dann und wann ihrer Llebe für daS allgemeine Wahl recht Ausdruck zu geben, weil daS in den Äugen der Wühler 7.e bebt; aber ihre Zuneigung zu diesem Institut ist so pla tonischer Air, daß sie beileibe nicht da nach trachten, eS zu besitzen, vielmehr dkvjentgen, der es anstrebt, als einen unpolitischen Kopf, einen Schwärmer u. s. w. beze'chnen." AuS allesem geht redenfalls so viel hervor, daß die amerikanischen Politiker, die .im Princip" sür Freihändel, Civil dienst Reform, sparsame Verwaltung u. s. w. schwärmen, in der Praxis aber für möglichst hohe Zölle, Vertbeisuno oer Aemter an politische Knappen und sogenannte Fluß- und Hasenverbesse rungen eintreten, j nseitS des OceanS ihre ganz getreuen Abbilder finden. Es ,st zuweilen nothwendig, sich das zu ver gegenwärtigen, weil immer wieder Schwarzseher auftauchen, welche aus Grund der vulgenannlen .allgemeinen Corruption", der moralischen Feigheit" und sonmoer angeblich speciell amertka nischer Laster den baldigen Untergang unserer glorreichen Republik prophezeien Tugendmuster, begeisterte Helden und unentwegte Kämpfer sür geläutertePrin cipien kommen außerhalb der Romane nur höchst vereinzelt vor. Wer da meint, daß sie in den Ver. Staaten be sonders selten und in Deutschland besonders häufig sind, stellt einfach seiner Beobachtungsgabe ein Armuthszeugniß aus. Den Thatsachen entspricht seine Ansicht jedenfalls nicht. Die Volks Vertreter sind gewöhnlich nicht schlechte: mie ihre Wähler, und letztere wiederum stehen in den Ver. Staaten wahrlich uinter den Wählermassen keine anderen Landes zurück. Eher ist die durch schnittliche Bildung, und folglich auch da politische Verständniß hier größer als irgendwo anders. Während also im preußischen Land tage, wie kürzlich daS Kabel meldete, die Regierung erklärte) daß sie sich der t5lnsübrung deS allgemeinen direkten Wahlrechts widersetzen werde, ,wieS in Bayern die Kammer selbst einen dahlvziklenden Antrag ab. Uitramon tane und Liberale waren hierin einig. .Auf daS Sachliche der Einsenoungen einzugehen fährt daS odeng, nannte Blatt fort, .halten wir für übeislüssia. MMM HMM W j
UM so mehr, als herzlich venig Sachli cheö in dieser Beziehung vorgebracht wurde. BiS auf den Abgeordneten Hahn, der die directen Wahlen für ein Uebel hält, haben eigentlich sämmtliche Redner nur die Opportunist der Petition bestritten. Wie ein rother Jaden zieht sich durch ihre Ausführungen der Klageruf : Ja. wenn die Kammer nicht so zusammengesetzt wäre, ja. wenn die Regierung nicht ablehnen würde! Wie verhält es sich nun , damit? Thalsäch
ich schi.bt die Rechte die Schuld aus die Linke und umgekehrt. W r möchten schon, aber die Liberalen wollen nicht behaupten die Ultramontanen. Und: Wir sind dabe', können aber ohne die ultramontane Meyrheit nichts machen," antwortet dte Lmke. Und ebenso Hai sen sie der Regierung eine Verantwor tung auf, die diese unseres Wissens .richt übernommen hat. Woher wissen denn die Herren, daß die,Regierung sich durch aus eblehnend verhält? Der Abg. Frank constatirte, daß in der Petitions commission der Regierungsvertreter nach keiner Richtung hm Stellung genommen hat. Und wenn wirklich, so würde die Regierung doch wohl nachgeben müssen, falls beide Parteien aus Grund ihrer Programme eine Wahlreform verlang len. JnWabrbett: den Herren graut es vor der Erfüllung ihrer eigenen Ver iprechungen und deshalb schlupsen sie hinter die Regierung." Damit wird die Sache nicht abgethan sein, wenn die Masse des bayrischen Volke wirklich das Wahlrecht begehrt. Nur dann hätte die Einführung deSsel den auch einen Werth. Ein Volk. dsS nicht selbst Theilnahme an der Regie ung verlangt und seine -Forderung urchzus'tzen versteht, verdient die Bevolmundurg von oben herab. Die Freiheit im Prmcip" läßt sich et.ier Na tion schenken, wirkliche Freiheit aber muß erstritten i:er)en. Bom Jnlandk. Die Stadt Atlanta, Ge., dieß früher MarthaSville zu Ehren deS Frl. Martha Lumpkin. daS durch eine Landschenkung bewirkte, daß die Stadt zum Endpunkte der Atlantic und Western Eisenbahn gemacht wurde. Die Legis latu? war ungalant genug, den Namen schon nach em paarJahren umzuändern. Der mexikanische Congreß beabsichtigt, die neuen Nickelmiinzen sür Zahlungen bis zur Höhe von $1 00 als gesetzliche? Zahlm'ttel legal tender zu erklären. Die Kaufleute inCuer navoca erllären.daß ne nach dem I.J in. 1884 die neuen N'ckelmünzen nicht mehr in Zahlung nebmen. AuSJacksonville,Fla., wird die Entdeckung eines chemischen Pro cesseS gemeldet, mittels dessen Orangen und andere Frückte zwö f Monate aus bewahrt werden können, ohne daß sich der Geschmack und daS Aussehen dersel den auch nur im Mindesten ändert. Jn.Lowell. Mass.. wurde soeben ein für eine Mahmühle im We sten bestimmter Treibriemen vollendet, welcher 16 Fuß lang, 55 Znll breit und Z Zoll dick ist. 200 Häute wurden z'l teiner Heistllung v-rwendet, er wiegt 1 Tonne und kostet 52 000. Ein Gelehrter in Chicago bat entdeckt, warum da? Küssen vielfach für eine äußerst angenehme Beschästi gung gehalten wird. Zähne, Kinn laden und L vpen enthalten eine große Anzahl Nerven, und wenn sich die Lip' pen berühren, wird ein elektrischer Ztrom erzeugt. Wenn dem so ist, so ist eS noch ein Glück, daß de? Strom nicht stark gevug ist, ein elektrisches Glühlicht hervor zubringen. In 'einer Menagerie in Os veao. N I . ist gegenwärtig ein eigen tbümlicheö Tbier auSgest.-llt, daS der .Bärenmensch" genannt wird. DaS Tbier hat daS Aeußere eines Bären und geht auf allen Vieren, bat aber im Ge sichte eine abschreckende Menschenähnlich keit und ist im Stande, ein paar articu lirte Worte zu sprechen ; eS wurde in emem Walde in QueenS Co. in N u Braunschmeig gefangen. Eine Ratte in Weldon, S. C , hat sich ein kostbares Bett hergerich tet; als dort kürzlich ein GeschästSlocal abgebrochen wurde, fand man unt'r den Dielen ein Rattennest mit den Bruch stücken vvn Banknoten. Von 75 Dol la-noten waren noch so viele Ueberreste vorhanden, daß man dieselben erkennen konnte, aiiß'rdem war noch ein Häuschen kleiner Stucke Banknotenpopier in dem Neste, da? auch eine ganz hübsche Sum me repräsentiit haben mag. Die S tudenten des .Natii)' nal College of Phirmacy" in New Jork, welche kürzlich diese Anstalt verließen, weil ihnen .zugemuthet" wurde, mit ei nem Farbigen zusammen zu studiren, haben ihre Studien wieder aufenom men, nachdem ihnen das Zugeständniß gemacht worden, daß zwar der äugen blicklich immatrikulirte Farbige bleiben, in Zukunft aber kein Repräsentant der schwarzen Rasse aufgenommen werden solle. Wir bedauern diese Schwäche der Fakultät aus da Tiefste. ES lag auch nicht die geringste Veranlassung vor.den jungen Lassen, welche auf solche kindische Weise ihre Bildung" beweisen wollten, irgend welche Zugeständnisse zu machen, im Gegentheil kam eS hier darauf an, den jungen Herrchen zu beweisen, daß wahre Bildung, sich über solche Borur theile vollständig hinwegsetzt, so lange die Person deS R'präsentanten annehm ba? ist. Nur der persönliche Unwerth luchs wenigstens daS Gleichgewicht mit feilst alter Vorurtheile gegen Rsse,Ge schlecht . wieder herzustellen, und einem solchen Streben sollte in Lehranstalten niemals Vorschub geleistet werden. Westliche Eisenbahnen lei kien dem MormoniSmuS dadurch Vor schab, daß sie den Fahrpreis nach der Salzseestadt um fünfzig Procent herab setzten. Die Veteranen au dem mexikanischen Kiiege .sind zahlreich in Washington versammelt, um . aus den Congreß behufs Erlassung eine Pen ftonzuulazeGesetzeS für sie jeinzuvir wl. Vst.iWsM.eNMsöl
Südliche, welche auf diese Art Pensio '..km..
nare oer Aer. Staaten zu werden qe denken, trotzdem daß wohl Jeder unter ihnen später im Rebellenheere gedient hat. Jn ParkerSburg. W.V a., hat man p 15 Mich entdeckt, daß der bisher ge achtete Stadtclerk F. Toothaker seit Jahren die Stadtkass systematisch um L'00 per Monat bestohlen hat. Reiche Verwandte sollen nun T. vor Strsfe retten. Ueber eine versteinerte Lei che berichtet das VifSbl." aus Phla. velphia : Während Arbeiter Mittwoch Zamit beschäfligt waren,Leicken auS dem Friedhofe der St. MarienK.che an de? 4. und Sprucestraße zu entfernen, fan den sie in einem gänzlich vermoderten Sarge eine vollständig erhaltene, aber versteinerte Leiche. Man brauchte zehn Männer, um dieselbe zu entserren. Die Leiche war die des ThoS. B. McCorm ck eines früheren LeichenbestatierS, der vor siebenzehn Jahren starb. Der Supe rintendent deS Fcicdhoscs sagte, die Ee stchtSzüge des Verstorbenen seien gänzlich unverändert gewesen, und außer d: Nase, welche weich und biegsam war, sei der ganze Körper versteinert uvü harj wie Marmor. Auch der Leichenanzua war vollkommen erhalten. Die AuS grabung der Leiche crsolgte, weil der Sohn deS yrn. McCormick, der dem Tode nahe ist, den Wunsch ausgespro chen hatte, in dem Grabe, in dem seine Eltern und seine Schwester übereinander ruhen, beerdigt zu werden, und man deshalb da? Grab Verliesen mußte. Die anderen Leichen zeigten keine Spur von Versteinerung. DaS Grab wur.e auf 14 Fuß vertieft, so daß Hr. McCormick 14 Fuß ties liegt, seine Frau 12 Fuß. seine Tochter 10 und somii ncch ein 8 Fuß tieses Grab sür den Ovhn bleibt. Bei FiSkburg in KentuSy, fünfzehn Me.ilen von Co?ington, wurde kürzlich ein Mann, Namens Alexander Works, von Schweinen lebendia aufge fressen. Works und sein Sohn kamen vom Felde, wo sie Tabak gesirippt hatten. In der Nähe seines Wohr.hau' seö hatte Works einen Verschlag, in klchem eine Anzahl Schweine zumFett mach n eingepfercht 'varn. E- stand tm Begriffe, die Schweine zu sütlern, roah rend sein Sohn sich nach Hause begab, u-n etwa? zu holen. Als d.r junge WorkZ zurückkehrte, fand -,er seinen Va ter in dem Verschlage liegend und etroa ein Dutzend Schweine über idm. welche Stucke Fleisch von semem Ztt'per rissen und verzehrten. Nachdem der Sobu seinen Vater auS dem Verschlag gehoben batte. fand er, noch Leben in ihm. Der Unglückliche konnte aber nicht mehr spre chen. Die Schweine hatten ihm daS Fleisch vom Gesicht gesresscn, die Arme zerfleischt und Fleischstücke auS der Seite gerissen. Einige Minuten später starb er. WorkZ war mit der sogenannten fallenden Krankheit behaftet, und eS wird vermuthet, daß er aus die UmzSu nung des Verschlag? gestiegen war, als er plötzlich von der Krankheit befallen wurde und in den Verschlag hineinfiel. Bei Belle F 0 u r ch c, Mont., a?ast mt Zit eine Bösselheerde, die aus 75 000 S:iick . eich wird; weiße und 72l)'Zi!i.e Iäi'r jKou'.che ur.ie.i-.' ,5. si'd nach Belle Vom Ausland:. -Einem jungen preußi schen O'siz'tr (Premier-Lieutenant von Reichenbach vom 99. Regiment) ist vor Kurzem an einem Tage die Erlaubniß zur Anlegung von sechs Orden (einem russischen, einem italienischen, einem spa nischen, einem belgischen, einem schwedi schen und einem bairischen) ertheilt voox den. Dieser selbst in unserer ordenSreicken Zeit ausfallende Segen erklärt sich einfach dadurch, daß der genannte Osfizier wahrend der Maröver des IV. und XI. Armeekorps in Gemeinschaft mit dem Major v. Vappenheim zur Führung der sremden Osjiziere kammandtrt wsr. Es ist übrigens dieMöglichkeit nicht ausgeschlossen, daß Oesterreich. Frankreich, China, Javan und die an deren Staaten, die bei jenen Manövern lbenfaÜS vertreten waren, ihrem Dank für die Fübrung ihrer Osfiiiere in glei' cher Weise Ausdruck geben, so daß das Dutzend voll werden würde. Herrn Hapke'S tragikomische Eidesverweigerung beleuchtet die .Franks. Ztg." wie folgt: .Hier stehe ich, Gott belse mir, ich kann nicht an derS ! Nachdem daS große Wort, welches der Treppenwitz der Weltgeschichte Luther angedichtet hat. seit Monaten in VerS und Prosa gefeiert worden ist, fühlt j tzt Herr Hapke, ein treuer Die. ner am Wort-, den Beruf in sich, daS selbe zu travestiren. Man erinnert sich, daß Herr Hapke, einer der kleinen Pla neten, die um die neue Luthersonne StScker kreisen, vor längerer Zeit alö Eidesverweigerer einem jüdischen Richter gegenüber demongrirte und dasür in die gesetzliche Strafe genommen wurde. Zahlreiche Fromme jubelten dem mu'higen Bekenne? zu, in einzelnen Gemü thern regte sich aber ein starker Zweifel, ob Herr Hapke nach dem billigen Mar tyrium der Geldbuße auch das schwerere der Hast, das ihm bei fortgesetzter Ueber, zeugungstreue sicher bevorstand, auf sich nehmen werde, und dieser Zweifel war von der Furcht begleitet, die Pastorale Renitenz werde mit einer Blamage klöglich und lächerlich zugleich enden. Nun denn, Herr Hapke hat Zweifel und Furcht glänzend gerechlsertigt, sein Be kennermuth roar Angesichts des Gcsöng nisseS dahin und hier stehe ich, ich kann auch anders leistete er demsel. en jüdischen Richter, vor dem er die Komödie des vor dem Ge ssen geböte nen Widerstandes gegen daS Ges:tz auf. geführt hatte, den vorgeschriebenen Eid. Die Frommen mögen den Himmel bitten, daß er sie künstig vor Bekennern, die auS solchem Holze geschnitzt sind, be wahren, wir aber haben an dem Herrn immer doch noch eine Art von Muth an zuerkennen, den Muth nämlich, der den Schritt vom Erhabenen zum Lächerlichen
nimr tweur,. wenn vte ryavenyett vasiLreu.vdevep,s?s' vrinrr Opfer der persönlichen Freiheit .fordert. KSgglBulsU üC-I'i
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seit dem Jahre 1848 ein bis heute nicht außer Krast gesetzter kaiserlicher UkaS, demzufolge j?der Hebräer in Rußland, welcher daS Käppchen, Jermolka" ge. nannt, zu tragen wünscht, verpflichtet ist, jährlich an sortdauernder Steuer ö Rubel dem Aerar zu bezahlen." Die Anwendung dieses Ukases des Kaisers Nikolaus I. harte in den Fünfziger Jahren von selbst auf und wird heute nur hie und da von besonders strengen russischen Beamten praklizirl, wobei die einbezahlten Betröge nicht immer in die Kasse des Aecars gerathen sollen. Indessen tragen heute noch fast alle Juden in den Dörfern und ProvinzstaMen Nußlands und Polens die dewuß ten KSppchen, ohne hicrfü? die ge fetzlich bestimmte St?ucr von 5 Rübeln per Jahr zu Listen. Jüngst nun kam dasWarZchauer polnische siianzielle Organ .Echo" aus die Idee, dem russi schen Finanzministerium in Anbetracht der gegenwärtigen mißlichen sinanziellen Verhältnisse deS Landes vorzuschlagen, jene ausständige Steuer bei allen Juden Nußlands, welche Käppchen tragen.küns tig unnschsichtlich eintreiben zu lassen. Wenn man, schreibt das genannteBlatt, von den sechs Millionen polnisch-russi. schen Juden die Hälfte cls Frauen in Abzug bringt, so müssen die übrigen 3,000.000 männlichen Geschlechts frw lich 15.000 000 Nudel .KSppchen oder Jermolkasteuer" bezahlen, welche die Regierung ganz gu: brauchen könnte. Bleibt allerdings die Frage, ob sich in Nußland die .3.00? 000 Juden" auch serner darauf capriziren würden, ihre Tracht trotz der hohen Besteuerung bei zubehalten. Dr. Bernhard Förster schreibt an dem Schlüsse seines neuesten Berichts aus Paraguay : Ion Buenos AyreS dringt die Nachricht zu uns herauf, daß Heinrich Quistorp nunmehr den amerikanischen Boden hossentlich dauernd verlassen hat. Wie er hier daS Deutfchlhurn auch compromittirt hat, so ist auch in Bueno5-?:y:fs sein Austreten ein alkohclreiches und würdeloses gewesen. Herr Förster klagt wieder, wie in seinen früheren Br:;f;n. frei er von sogenannten .Bulisemitc!." uk d .Patrioten" schmählich hi::!c7gattg:n worden sei. I n 23 c st preußen w erd er gegenwärtig in gieiä'kr Weise. wU-ttt. bekanntlich schon in Obttschlesien ce'che hen ist, Unterschriften y ei. kr V.t öer polnisch katholische:, Fminrm an den Unterrichts min '.stcr qrs.k.i:i-.'! in welcher darum gebeten wi: c, fcr polnische Sprache wenigstens beim $c iigionsuntetticht polnischer 3tfjUincin den Volkzjhulkn cing'.süt ::i3? Der Kuryer Pozn." ist Zclzr erfreut diesen Schritt der Volcn WeslprcuL?c und spricht die Hoff lung aus, das die Petition, wenn auch nicht wie die aut Obersch:esi:n, mit 2 000, so doch jidcn salls mit einer sehr bedeutenden Anzah von Unterschrifien bedeckt werden wird DaS polnische nltramontane Organ ist oer Meinung, dab es gut sein würde, rrenn die katholischen Geistlichen deutscher Nationalität mit ihren Unterschuß ten daS Gesuch ihrer Schäflcin untcrstützten. Das Tragen einer Kokarde in den polnischen Farben ist naS einer Verordnung der Regierung vom 14. September 1874 in der Provinz Posen verboten. Aus Grund dieses Verbotes wurde der Gulsbesiher v. Morawcki, weil er nämlich am 14 August er., als er durch die Stadt Rodylin fuhr, seinem Kutscher Rybacki eine mächtige weißrothe Kokarde an den Hut gestickt hatte, angeklagt, auf Grund scineSNach weises aber, daß die betreffenden Farben seine Wappensarben seien, in zwei In stanzen freigesprochen. DaS Kammer, gericht hob in der RcvisionSinstanz die freisprechende Entscheidung aus und erkannte gegen den Kut'chc? wegen Tra genS der Kokarde auf 30 M., gegen v. MorawZi aber rsegen Lnstiftung dazu auf den gleichen Betrag. Der Gerichts hof erachtete danach die Regierung für berechtigt, daS Tragen gewisser Farben und Abzeichen, selbst wenn cS nicht in demonstrativer WclZe crfo!ze, zu verbieten. DieErhebungSpanienS zur Großmacht steht in nächster Zukunft bevor. Es ist nicht oie Schwierigkeiten gewesen, für dicsc Maßnahme die Zustimmung der Mächte zu erlangen. ES war in erster Linie England, welches sich dem Plane wideisktz:?. Dasselbe hat seinen Widerstand jetzt jedoch fallen lassen und erklärt, keinen Einwand erheben zu vollen, weil andere Mächte derselben zustimmen. Die E:hedung Spaniens sei, wie das .Memorial Di plomat que" meldet, besonders Oester reich eiwünscht. Eine d e r widerwär tigsten Erscheinungen in unserem socialen Leben, schreibt die Berliner Volks zeitung, bildet die Frechheit und die Schamlosigkeit, rsomit sich viele den sog. .blsseren Ständen" angehörige Frauen zimmer zu den Eca?idal und Odsöni' tüten in Aussicht stellenden Gcrichtöver Handlungen drangen. Allerdings ist der grausame Zug in dein sog. schwachen Geschlecht-, wie die Geschichte all'.r Schandthaten in der Welt und auch viele bei Lsset'.t.'ichen Hiniichtungen in früherer Zeit gemachten Beobachtungen erweisen, stärker als im Manne. Noch widerlicher ab:r ist e, daß run auch die ser Trieb nach Moabit" seinen ComMissionär" gesunden hat und z??ar in Form von Billethäk-.dlern fär die Moa diler Gcrichtsver.andlungen. Thalsüch lich hat ein solcher Com.zissionär mit BillelS sür das npt Gerichtsdrama sehr gute Geschälte gemacht und Preise zwi schen 20 Ma k 2 0 Billet erzielt. ES wäre doch wohl s h.- wünschenswert!), zu erfahren, wie kL Um, daß eine so unge heuerliche Uebcrfüllung desAuditoriumS, welche über einen '.ÄuSverkauf weit hinausging, stattfinden konnte. 7C3IS PflPUR tnay be strand o mi at uk). v. Rowell & Co s Newopaper Advertif lng Bureau 10 Spruco
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