Indiana Tribüne, Volume 7, Number 73, Indianapolis, Marion County, 1 December 1883 — Page 2

ndiana xmme.

FSglikZe und SonutagssssgaLc. Qfssce: 190X3 Martzlandstr. Indianapolis, Ind., 1. Dezember 1833. Gin zvttü in M?xico. llkber den osi 9. Nov. d. I. in der Nähe der Hauptstadt Mexico zwischen eine Director der Nationalöank das. und dem Cbes eines der bedeutendsten sranSsischen HanZ'elZbauser stattgehabten Znieikampf treffen jetzt ausführlichere Nachrichten ein, die von eine? vcnn auch nur vorübergehend feindseligen Stirnmung zwischen Mexlcanern und Franzosen berickten. Am 8. Nov. hielt der französische Jcqua'.Clud bei Veral ciflo ein Wettrennen ab. Demselben raonnien zmei amerikaniscöö Damen in Gesellschaft des britischen Gesandten Sir &fvrpr &t nhn vnh hts ?ir?ctnrs der Nationalbank sperrn de Gbeü bei. Al diese tragend einer Vause einen Spoziergang gemacht hatten, fanden sie bei ibrer Rückkebr ibre Bläke au? der Tribüne von Herrn Ollivier, einem de? bedeutendsten französischen Handelsherren der Hauptstadt, und dessen Damen beseht. De Gbest forderte den Fcanzo sen auf, die Plätze zu verlassen, diese? erwiderte jedoch, die Sitze feien weder t- r . n v c v. : numerlri, noaz jonji vurq ugcno ein Zeichen als rescrvirt oder auch nur ci0 besetzt bezeichnet gewesen, und er und feine Gesellschaft hätten dieselben daher mit vollstem Rechte in Beschlag genom men. terourcy eniuano em 2ü$o?i vechsel, in Felge dkffen der Mex.caner den öranzolen verhaken Netz. . m m - m I Dies erregte unter der franzölifchen Bevölkerung der Hauptstadt ungeheue?e Aufregung, ein mit 200 Unterschriften r i r- r n n.rx(i . c.v.jfi- I xranzoniqer i3Caja?iieuie ccueai Protest gegen die Verhaftung wurde noch an demselben Tage der PollZk, überreicht und letztere verfügte Qllivier'S Freilassung. Am nächsten Tage lieb äT e . n rv . r . oe uQtii yerrn jmcicr zum kämpfe fordern, sem Secundant, der ankdrrector Neganon, verelnbarte mlt Olllviers Sekundanten ötc Bedmgunsen des Duells, und glelchzeltig schickte ce wt nmmtllqen uu unierjetajnKN mm m . I deZPrctestes gegen Ollivler's Äerhastuna ft,?), k? n CTftTT I fand in de? Nähe deö Städtchens Piedad Vimusiwnnuuu i aus Aegen uno unre? renger eovaaz-. tung aller Regeln deö sogenannten Ehrencodex statt. In den ersten Gängen wurde de Ghest zweimal an der rechten Schulter verroundet und fein Gegne? rief rhm in ofkenba? versöhnlicher Abmm o m 9 m m m t ltql zu: henug oes ampses, icy yave die Genugthung, die ich uünfche." De

Ghest nannte eZ eme Jnfolenz, aus dem gesprochenen mit den Fingern nach oben Kampfplätze zu sprechen, da VerHand- ausgestreckten Hände bedeuten Abtheilungen über einen ehrenvollen Abschluß lungen weißer Soldaten, die sich schnell

oes ampfes nur oen vecunoanlen zuständen und drang gleichzeitig ungedeckt auf Ollivier ein, dem e? den Degen r. . t-.m nn P -v I Mll voue? ras! ln oie Vrul Ulen. er Franzose hatte sich die Blöß?, die sich der m ,n nf.r. I Gegner gao, nicqr enraeaen la en, inen diesem seine Waffe in die rechte Seite c f n zk , oes Y2i,es. vracy aver jair gielyzelilg ,e,, Tt O.tX .O st t ? ) v ' ww juiuumutt. wiiv. w wurde schon am Nachmittag deSjelben Tages unter ungeheurer Betheiligung hi ??,ss. (Ziftii t3rYiint iinH vv iuiijwiWn 4W uiiii vvvwö Miiir der schwer, jedoch Nicht tödtlich verwundete de Ghest wurde in seiner Wohnung , itm ccIaJ;. . n . rs i cyM (:.. -ojuic yiiiui. o' jiüuc fx ; m?:,.: o ra:.f 17 . . juuu -iuuju o -uuit vuii Zweikampse annebmen. Sobald eö der Zustand de Ghest's erlaubt, werden ihm die Aerzte emen Climawechsel und somit . t -v m 9 . m eme zeitweilige Veränderung teines AufenthalteS verordnen. Die bisher sehr mt'.men Beziehungen zwischen den mrxl. 9 . m m m m canischen und sranzönen lesellschast5 kreisen wu'den durch den Vorgang wesenlllch erka'.tet. Ein LicveSsc.'t ser Tunker. . . , . Die deuten Bapten.Bruder ok unker Dunkards.zuche? bilden eme vejondcre hscte d.r Bap.itten. t X. v . ff . welche nur das völlige Unter auchen der TSuflmge fu? fchriftgemäö halten und auße? Tause und Abendmahl die !. V. . 1.4.1a I . u V V f".'. a Bruderkuö als Sakramente anerkennen Eme G:memde dieser Leutchen, die sich 11. tltlt(AmiAlH KMI 1 (am Z ?c . l m ii' befindet stÄ inEphrala, N. Y. Alle halben Jahre feiern dieselben rn dem WTS0 ?JXlaXrf n.?aül IV1 Llkbessest. welches . elchzeilig als dle 8?; v lT.r m -J;T V. ' 7 oder Zrdir JiShilchkelt olt Aub gen, dunkelfarbigen Röcken tntt slelsen allm. die Sieitttämsiatn Ute ! Srautn und MSdchm in b bentbat einigen ,flO3rjcn KwdttN, bu aate schl.ch! St totniou ,!kn toffltnua ottitts ...j,Mkn? Ultimi . i. -r ÜStiUJUiuutitw, it iiuu. onach .tt oe etzlen Vanlen m n.ie ' m. m m . t unbesetzte; diese ist so eingerichtet, daß die Lehne aufzeschlager werden kann und alsdann einen schmalen Tisch bildet. ' Vier ehrmürdize Greise dzndellen diese Bänke in Tizche um, bedeckten sie mit schneeweiken Linnen, sehten Messer, Gabeln und Löffel, somie grokeScheiben hesten Weißbrotes auf und brachten schließlich zinnerne Näpfe herbei, in denen sich Stücke Lammfleisch und eine suppenähnliche Sauce befanden. Ein anderer alter Mann segnete die Speisen v&i 1I tJI5-5Hic-n !H2ini dtt

Zeichnern oes früher erwaonlenProtesteZ, Hände nähern sich : die Indianer werin dnen erklärt wird, daß die Verfas- den umzingelt. sie berühren sich : geser die.HerauSforderung de Ghest'Z zum fanaen : die 5ände in derselbenStel'

,,n Ä n t l uocriino Augenblick aus dieselbe setzt. Gehören 140 SS auf den Sänke dtt die Indianer u einem den Weiben gerae freundlich gesinnten Stamme, so

Jenommru i az iiuuuct ui iunu a,U3i

eicgiraBip,aiuMuvnniuis (nm t ab. Dit! heibt und soll fcifcut, 3tou. Ichmk, ud k,s - Kummkl m:b bafe fte nü i!6l Z.lad.nen Waffen (imSalj mtUtt; aus fcen 5p'cn,BOn ttnm Be it ai roWkißm. die gar Uxvt tu Saare d,Z aus d,c Schullern Utai- if,- v.. m...v...j..:r- k

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I Weise verzehrt, dak Ze v:er Pttwne au? einer Zinnschässe! aßen. Da3 Ge schirr Ourde abgstragen und- je zwei Männer und Frauen erschienen :nit großen Kübeln voll Wasser, ihnen folgten ein GreiZ ur.d eine Mstrone mit großen Handtüchern in der Hand. Die Mit glikder der Gemeinde entlrdia'en sich der Schuh: u;ib Strüllipse, die Machen mit sichtlicher Aefüngenheit, denn bei ihnen reichen die Strümpfe bi? über die Kniee, "nd die Greise verrichteten an denÄaa nern, die Malloncn an den Frauen die ZZußtvaschvng. Die L'ute mit den Handlückern besorgteil das Abtrockcnen und npplicirlen al5)arn dem betr. Qt mkindemirglied? den laulschallende,, Lrudcr- resp. Sövtsterkuß. Endlich brachten andere Manier dickbäuchige jZlaschcn mit Wein, croi: B:o), das in Oe? Form von dünnrm Kuchen gebacken ist, herein, brache?, da- ledere und vertheilten die Qiäft, sowie Zinnbecher Äa3 mit 23cin an die Gemeinde. Die Brodstöcke und der Wein wurden schweigend oerzetzrt. eine tzy nne in dcuilcher Spra He beendete die fititr, und lautlos ver ienen die Lente d3 L:eb:ösest mit dem öemuntsein, daß sie sich nicht nur kr auk, nicht nur eine kirchliche Pflicht er üllt, sondern a-ach sehr .gut gegessen md aelrunken dat.'en, und aus eine Äeise froh und fröhlich gewesen waren. oie sie dem Tunker einzig und allein zu ornrni. Die indlanifche Geverdenfprache Sheriff ?lab 5. fieeln in Aenton. Mont.. gilt für denjenigen Weisen, der die gründlichste Kenntnis der Geberden, spacke der Indianer befifet. Derselbe bat eine große Anzahl Zeichen und ihre Bedeutung zuscmmengestellt. und die AundeSrenierun? emkfieblt bereu Stu - - ri T 1 ' - - " dium allen Beamten, deren Stellung sie mu Qnhtonerit it erübruna brinot. SvraSe enthält eine so' arone Zeichen, da man sich in ihr über - . ' . ' M 1 . . die verschiedensten Dinge verständigen kann, nicht bloZ solche des ganz geuöhnlieben Verkehrs. Die Zeichen Und W Un getanem de? verfchiedenfen Dia. lecie gleich, und Weiße, die eine gewiss, . ' ' . r 1 Kenntnin derselbei ctlcnit, können sich Nothbanten fast aller Stämme ae Qtnübtt verNZndliÄ macken. Wone, kommst Du? voiin aehst Du? hihzr DeineNeise ? fiast Du ' Wild angetroffen? bist Du seind izchen oder freundlichen Nothhäun oder on t . r. -j jc i t. o daKaeiiciicrn Dcaranci s Viele der Zeichen geben beinahe ein Bild oder ein Gemälde der Bedeutung, die sie ausdrücken, sodaö auch Einer, der die Sprache nicht versteht, wenigstens eine ziemlich richtige Vorstellung dessen erhalt, was durch dieselbe ausgedrückt roird. Nehmen wir an, e? handle sich um einen Kampf zwischen weißen Sol daten und Siour. Die aeaen den An nach vorn und wieder zurückdewegendeii Mnaer die Jabl der zu jeder Abtbeiluna Gehörigen. Die mit der Fläche gegen . . . .. w. ' -- den Sprecher.gcrichteten yönde marklren Abtheilungen von Siox. Werden die . ll - . . öänoe eboden oder ne en!t. o erkenn man hieraus das Vorrücken oder Zurück I . - . weichen der Soldaten oder, bei derän ,r- .rt v a;.v. v o v : i IQKUUllU tCt UUÜC, lCC JIlülU1 er. Die gegenseitigen Bewegungen dauern fort, bis ein Aneinanderschlaaen I v . v . U nM x r. Mv...t Utt ajUIlüC Dill KlUlil UfUft UUUCUUl Die ffinaer sind LUZeinanderaesvrett aeaen das Eistcht des Angesprochenen I . c. or it 'r... nx v acricni: cic iüJCiBtn igcucn q uno I ? r v . -.-. 1 . iiaiDarmcn aus, üic uoiacicuiicn luna. aber die Zinaer nach unten aerich tet, bedeuten die Niederlage der Weißen wie viel wurden aetödtet ? die I Ö . rasch hintereinander vor- und rückwärts bewcaten Finger aeben Auskunft. Wie hier de? Kampf, so kann jede? I ' 1 w r f . JorkomziM. die Jagd mit ihren Re ul taten da? Wetter, der Weg u. s. w. durch die Fingersprache ausgedrückt werden. ffür Entfernungen, die größer sind, als da sie von der menschlichen !?l?ittrt httrASrifttrfn trfrhn fRntitn .tM.M.V M W V M.t fc . . V,.W . .... die Geberdensprache zu einer Art Sianalw'tem erweitert worden, dessen ,;,,?. .s.,sn crt sinnig nh . mujvii FaiiwMw iv iiiiiiih W.IV nLrlich sind, dö sie schwerlich M'bve?. verstanden werden können. Ein Weiber erblickt in der Fern: einen Trupp InT diane?. von dem ihn jedoch noch eine bedeutende Entfernung trennt. Er hängt feine tdt ÜUt bie Mündung seine . .... V. Gewehrs und schwenkt solche hm und er. Dies bedeutet: Halt. Sein näch. stes Signal drückt den Wunsch auö, daß ein Indianer seinen Genossen vorauseilen und allein mit dem Weißen die Friedenspfeife rauchen möge; er drückt dies dadurch aus, daß er die Decke au dem Baden ausbreitet und sich für einen aalnkirkn n- -in? fkrtrfp ftrnn nS I sz.k. ?.:,. k...... v:. luuiniii im iu L t uir iiir ui r 1 iiir äS."." V. i., . .11 . - " " ;R t E ff Ä unb m 6ittb tit gj'etaaloifunst U (bie Indianer likis mit bm äm .ir.n'w. 1 , . Ofr IrtTTlst rfr 7 innr N. I W" " "V AUlUt UUtiitl UL, U1I f.lben so.dan sle sie ieden Auaenblick n anitgiag oiingen rönnen, iüurot OflS t . . zjp r . Anstürmen der Indianer nickt Mver. standen, so machen die letzteren in einer bestimmten Entfernung halt und Einer gon ihnen leistet unter Beobachtung ge eignete? Vorsichtsmaßregeln der Einladüng des Weißenolge, hinter dem er natürlich noch Andere vermuthet. Wenn beide nicht denselben Dialecl verstehen, so verständigen sie sich mittels der Zeichensprache ohne jede Schwierigkeit. . Wahrend, der größte Theil der Zeichen j l.berd'svr:md ibktVkrrzeite.

cung, des Signallyflems, oer ?camc ,o - M . mm W m

ogeiauicyr in, oas iyr Äeruunonll; unm m m f 9 mm m zemem naye liegr, ncy gewlljermaen gon selber ausdrängt, sind andere Zcichen ganz willkürlich gewählt, sodaß cs edensalls sehr lange? Zeit bedürfte, ehe )iese Gemeingut der verschiedenen Inöianerstämme wurden. M t dcr offenen and den Hirnlchädel Um befühlen betlchnet den Zustand der Aerruathelt ei eS Menschen, von dem gerade die Nede st, dieselbe Bewegung, etwas schneller zuSaesührt, den Zustand de? Betrunkeneit. Die rechte .Hand auf das Herz elegt, bedeutet : durch Strapazen c? chöpft, krank oder leidend sein und beerkcn wir, dan dteielbe Flgur :n der Zeichensprache der Taubstummen: sich vohl befinden, glücklich sein, bedeutet. Ttmerlkantsaie Starnrndäume. Der Amerikaner hat eine ganz besonoere Vorliede, seine Abstammung von rgend eme: alten und angesehenen Familie abzuleiten und dies durch einen Stammdaum nachzuweisen. Im Osten giebt es zahlreiche Familien, die ihre Verwandtschast mit Leuten, die in der rühesten Colonlalzelt in' Land kamen. darthun können, aber wunderfelten gemgt es, den Stammbaum auch über den Ocean und nach England ode? Holland zurückjusühren. Früher lebten in Londo.1 Leute, die sich Genealogen nannien, von dieZe? Schwäche der Amerikaner ebenso bequem als gut; sie eranden und fälschten di: Mittelglieder, welche die Verbindungen mit bekannten Familien herstellten, und lieferten Stammbäume, deren Wurz?ln bis ln uralte Geschlechter zurücksührlen. Diese Gauner haben aber daSGeschäst vielfach so frech und ungeschickt betrieben, daß sie ihre amerikanische Kundschaft eingebüßt haben. ES' ist nicht zu vervundern, daß die Familienbeziehungen der Leute, welche in der Colonialzeit hierher kamen, in England oder Holland Nicht rückwärts zu verfolgen sind. Diese Leute gehörten denselben blassen an, welche noch heute die Zwischendecke der AuswandererschlN.e sullen; unzweifelhaft waren sehr viele unter ihnen energische, tüchtige Männer, sie schauten aber ledig lich in die Zukunft, dachten wenig an ihreBergangenheit zurück, und die Verhaltnisse, die sie zurückließen.waren meist so klein und eng, daß die Zeitgenoffen schnell derselben vergaßen. Der umstand, oan w:r unter oen amerikanischen Familiennamen so vielen begegnen, die mit den Namen der englischen Aristokratie olelchlautend md. erklärt sich noch weit:? dadu?ch seh? einfach, oa& viele oe? ersten Ankömmlinge in diesem Lande Drportirte waren; diese pflegten ihren richtigen Namen abzulegen und dafür solche anzunehmen, die ihnen von England aus geläufig waren. Ter Staat der Jntelllstknz. lHvi Um .Beniner Tazel'lali".) Wir sind in Deutschland und auch mit Recht stolz auf unsere Volköschulen, denn Dank ihrer Vortrcfflichkcit ist in keinem Lande der Welt unte? dem arbeitenden Theile der Bevölkerung soroohl in Stadt als auf dem Lande die Kunst des Lesens und Schreibens so allgemein verbreitet, wie bei uns. Auf diesem Wege der allgemeinen Volksbildung ist, wie bekannt, Preußen den anderen deutschen Staaten voranaegangen, und man bat sich in Folge dessen daran gewöhnt, Preußen als den Musterstaat in Bezug auf die Volksschule zu belrach ten. Leider hält aber, wie wir bekennen müssen, dieser Nuhm Preußens vor den Thatsachen nicht Stand; aus diesem Gebiete, wie auf so vielen anderen, hat d:e Statistik Ausklärung geschossen. . ES ist eine Aerösfenilichung de kaiserlicken statistischen Amtes über die Schulbildung der im Ersajahr 1S82 83 in die deutsche Armee eingest?llten Rekruten, welche uns diese sicherlich nicht ekfreuliche Gewißheit giebt. denn nach derselben war der Prozentsatz an Rekruten, welche weder lesen noch ihren Namen sch re ib e n konnten, von allen deut schen Staaten wenn wir das Fürsten thum Lippe mit feinen 122 Rekruten außer Acht lassen in Preußen a m b S ch st e n und überragte den Durchschnittssatz sür ganz Deutschland um 50 pCt. ES waren nämlich in ganz Deutschland von 150,849 Rekruten 1992 ode? 1,32 pCt. ohne jede Schulbildung, während in Preußen allein von 92.499 Rekruten 1818, d. b. 2 pCt..ohneSchulbildung waren. Man wird uns zugeben, daß diese Thatsache sür Preußen etwas Beschämendes hat, und diese Be schämung wird kaum gemildert durch den Umstand, daß der Hauptschwerpunkt der mangelnden Schulbildung in diesenigen Regierungsbezirke des Staates fällt, in denen die Bevölkerung einem hohen Prozentsatz nach nicht deutsch ist. Wir finden nämlich, daß imRegierungsbezirk Posen 11.81 pCt., weder lesen noch ihren Namen schreiben konnten; in Marienwerder war dies bei 10.10 pCt. der Fall, in Gumbinnen bei ,76 pCt., in Bromberg bei 5,67 PCt., in Königsberg bei 4.87 pCt. und in Danzig bei 4.80 PCt. ES sind dies die drei östlichen Provinzen, in welchen die Bevölkerung theilweise polnischen, masurischen und lithauischen Ursprunges ist, denen sich dann noch der Regierungsbezirk Oppeln mit feiner größtentbeils polnischen Bevölkerung mit 3,71 pCt. nicht Gebilde ten anschließt. . In den anderen Provinzen Preußens beträgt die Zahl der Ungebildeten allenthalben bedeutend weniger als ein Prozent, doch irrt man, wenn man dar aus schließen wollte, daß Preußen nach Ausscheidung dieser Bezirke an Bildung alle anderen Staaten überragen würde; es würde sich der Durchschnittsprozent satz für Preußen allerdings auf 0,26 pCt. ermäßigen, gleichzeitig aber auch lür ganz Deutschland auf 0.025 p Ct. sinken, fo daß das Verbältniß immer noch für Preußen ungünstig bleibt. pelzen wir nun zur Veraleiüuna die anderen größeren deutschen Staaten an. !tll. I.!. Ml.. . ' so ist,in allen die Wdimg größer Min

Pleüßen, selbst Lei NüßraHtlassung

jene? sieben egilrungsbezilk mit gemischte? Bevölkerung. Es konnten nämlich von den Eingestellten weder lcsin noch ihren Namen schreiben : in Baiern nur 0,18 pCt., in Sachsen nur 0.07, Baden nur 0,02 pCt. und in Würt. t e m b e r g fand sich kein e i n z ig e ? Ungebildeter, eine Ey?e, welche dieser Staat mit einigen Kleinstaaten (SachseN'Alienburg. S'farz' duig'Nudoljzadt und -Sondcrhlls-n. Rcu'v ältere und jüngere Linie. Lippe. Lübeck, Bremen und DttcklenburgStre' litz) thkilt. 'Diese KZUeze Thatsache ist wohl geeignet, dein Märchen von den Schwaben, welche erst im vierzigsten I,bre kluz werden, ein Ene zu macke ; wir Pmr hen müssen uns nber .fcagin, wie es kommt, dak die Thztsachen in so schreiendem Widerspruch stehen mit dem alten Nuhm der vrcußiichen Volksschule, ob etwa dieser Nnhm stet? mehr den Wünschen als der Wirklichkeit entsprach, oder ob nicht vielleicht die Nrgulatioe, durch welche in d:r traurigen NeaklionZ zeit vor dreißig Jadre:: unsere Volksschule tiformiit wurde, und die damit Hand in Hand gehende Umgestaltung der Lehrer-Seminare die unersreuliche w 4 i t. Sendung, weicyc jsni in ?en Zyien zu Tage tritt, bewirkt haben ? S!öu?a:6 brummt. Die Nordd. Allg. Ztg. schniM: Die französischen Blätter haben sich sei! Iah ren die Ausgabe gestellt, unermüdlich nach neuem Material zu suchen, um dem Deutschenhaß in Frankreich srische Nahrung zuzuführen. Nachdem die allen Unwahrycltcn von deutschen tonnsam keifen während des Krieges nicht mehr Anklang .fanden, nachdem auch die cuttchen plonc", d als tfcuncr, Photograph?, HandlungscomAis u. f. w. ihr Wesen treiben sollten, sich einer nach dem andern als Gebilde bösartiger SinbildurgNcast entpuppt hatten, versuchen cS d:c chOuviniZtiZchett Zeitungen fetzt von Neuem Mit einem Aufruf an die in der cal zen izcit und auch in Frank:cich stark crnssirende Sucht nach Geldactrinn. indem sie Deutschland sür den wirihichüstlichen Rückgang verant wörtlich machen, üdkr den die sranzoil schc Jndus!:ie seit Jar und Tag Klazen clhiU. Dcß dttv gläubige Ohren findet, ist nicht zu verwundern. Die großen Massen sind immcr gern bereit, anderen die Schuld säc die von ihnen selbst begonc'.cr'kn Fehler aufzubiirden, aber mit der sonst mit Recht gerühmten politischen Intelligenz der Franzosen ist es kaum in Einklang zu bringen, daß sie es nicht empfinden, wie sie ihr Wirth schasllichcs Leben durch ihre eigene Presse und die fortwährenden Kriegs Ketzereien ruiniren. Ja jedem Lande, welches sich ununterbrochen in der Sorge ?or einem demnächst ausbrcchenden !??iege befindet, geht naS Vertrauen auf )en Credit und die Lust zu Unternehnungen nothwendig verloren. Frank reichs wirthschastlicheS Leben wird durch U französische Hehyresse zerstört. Vom Auslande. Aus Hannover kommen Klagen, daß alle Arbeitercolonien schon jetzt überfüllt sind ; wenn Frost eintritt. wird die Arbeitslosigkeit noch größer werden. ES muß also, meint die Mes. Ztg.-, mit der Fülle von Arbeit, welche die Schutzzollpolitik herbeischaffen sollte, nicht ganz fo weit her sein. Daß die am 1. Januar k. I. in Wirksamkeit tretenden, den Wandergewerbebetrieb und so manchen anderen Generbetricb erheblich erschwerenden neuenBestimmunaen günstig für die Arbeitsucher wirken "würden, kann auch Niemand behaupten. Durch Nachfrage von Colonie zu Colonie lie fern die Leute den Beweis, daß sie ernst lich zu arbeiten bereit und gewillt sind Wird ihnen aber trotz alles Bemühens kelne Arbeit zu Theil, so musten sie eben betteln und werden dann bestraft. Dem BilligkeitSgesühl entspricht das nicht. Wir meinen, we? nachweisen kann, - daß e? trotz alle? e?nsten Mühe keine Arbeit hat finden können, darf nicht bestraft werden, wenn er schließlich von de? Noth gezwungen bettelt. Vor Allem muß immer wieder das Verlangen erhoben werden, daß Zug- und Gewe?besreiheit in vollem Umfange zur Wahrheit werden, und daß Jedem das Recht eingeräumt wird, ohne polizeiliche Beengung sich fein Brod zu erwerben, wo und wie er es will und kann. Ueber das r a n k s u r ter Tynamit.Attentat, dessen Urheberschast die .Gutgesinnten-gerne den Socialdemokraten in die Schuhe schieben möchten, circulirt in Frankfurt die Vermuthung, daß eö sich um eine Aklenun terschlagung handle. Die betreffende Persönlichkeit soll, um die-Entdeckung der Unterschlagung zu verhindern, vielleicht auch, um noch weiteres Aktenmate rial zu vernichten, zu dem einfachen Mittel gegriffen und zu einem Zeit punkte, wo kein Menschenleben gesührdet werden konnte, eineDynamitpatrone unter die Treppe gelegt haben, die natürlich auch regelrecht .explodirte. Ob diese Vermuthung sich bestätigen wird, bleibt abzuwarten. Die Akten sollen in dem betreffenoen Zimmer zerstreut auf dem Boden gelegen haben. . --'I Petersburg ist in der Druckerei der Narodnaja Wolja" wiederum eine revolutionäre Schrift erfchie nen, diesmal ein längeres Gedicht, betitelt : Das Märchen vom Zaren, der sich beim Herrgott beschweren ging." DaS Gedicht sucht den russischen Volkston anzuschlagen und ist offenbar zur Verbreitung unter denBauern blstimmt. Dasselbe schildert das Leben am Zaren bofe in .sehr drastischen Farben, das Elend des Volkes, dle Verkommenheit des Landes, das Schmarotzerthum, die vollständige Herrschast der Lüge, einen Besuch deö Zaren im Himmel, wo er abgewiesen wird, während der heilige Geist bereits zur Erde herniedergestiegen ist, um im Zarenreiche den Kampf gegen die Unwahrheit zu fuhren. ' . Jn.dem Streite d e r öaw.

vucger Äevvllerung- um die Bürgerrcchtssrage hat sich ein Zwifchenfall ereignet, welcher, da in Folge desselben das bestehende Recht" bereits durchbrochen ist, der Sache rasch eine gründlich andere Wendung geben wird. Bekanntlich. erlangt in der Republik Hamburg Niemand politische Rechte, der nicht zu vor sür 30 Mark das Bürgerrecht erkaust bat. Nun war aus Preußen ein höherer Pzstöeamter nach Hamburg versetzt, der sich einerseits nicht dazu verstehen wollte.

30 Mark für das Hamburgische Bürgerrecht zu erlegen, andererseits aber, da er doch seine Steuern an die Stadt bezahlen mußte, auch politische Rechte in Anspruch nehmen zu können glaubte. Er setzte dem Reichskanzler die Sachlage auseinander und sofort erfolgte an die Hamburger Behörden ein so eindringlicher dlplomatilchc? Appell, daß dies: sich schleunigst dazu verstanden, dem preußi schen Beamten auch ohne Erlegung von 30 Mark die politischen Rechte der Ham burger Vollbürger einzuräumen. Damit ist. das Princip durchbrochen und da nicht anzunehmen, daß ein preußischer Beamter vor anderen Sterblichen besondere Rechte voraus hat, so läßt sich wohl mit Sicherheit erwarten, daß demnächst de? alte Zopf mit einem einzigenSchnitte beseitigt werden wird. Thatsächlich widerspricht das, was bishe? in Hamburg sür 'Recht" gegolten, der ReicySversas sung, und wenn daher die Hamburger nicht alsbald selber Kehraus mit ihren überlebten Institutionen halten, so wird Fürst BiSmarck, nachdem er einmal von dem Sachverhalt Kenntniß genommen. es gewiß nlcht an sich fehlen lasten, um von Relchswegen einzuschreiten. D e? famose e r z ? e a k t i o näre Baron Helsert, einer der Diplomaten der jetzt in Oesterreich amRuder befindlichen natlonalclemalen Partei, hat jüngst im Wiener Vaterland" eine Artikel.Serie veröffentlicht, welche nichts Geringeres vorschlagt, als den DualismuS abzuschaffen und an seine Stelle den Trialismus" zu setzen. Helsert will nämlich Kroatien von Ungarn lo5lösen, und aus nroatien, Slavonien, Dalmatien, Bosnien und Herzegowina einen eigenen selbständigen Staat machen.wclche? eben mitUngarn undOesterich den Tr,alismus" zu bilden hätte und gleichzeitig das Uedergewicht Ungarns in der dualistischen Einrichtung beseitigen soll. Der Vorschlag hat begreiflicher Weise in Ungarn wenig Beifall gefunden, und die Czechen, die fo eben erst eine Annäherung an die Magyaren versuchten.waren peinlich berührt davon, daß eine ihrer Leutchen, einer der Führer der mit ihnen alliirten Ultramontanen und Feudalen, zu schnell aus de? Schule geschwatzt und zu unrechter Zeit die Ziele enthüllt hat, wohin eigentlich die gegenwärtige ParlamentsMehrheit in Oesterreich steuert. Die czechischen und sonstigen Organe dieser Mehrheit beeilen sich daher, den Baron Helsert in oller Form zu desavouiren und zu erklären, daß das von ihm entwickelte trialistische Programm" lediglich eine Privatarbeit" Helsert'S fei, welche die Partei entschieden zurückweise. D ie Socialdemokraten werden trotz des Dreiclaffenwahlsystems durch vie? Angehörige in der Berliner Stadtverordneten Versammlung vertreten sein. Wie vier Herren werden einen Einfluß auf die Communalvervaltung natürlich nicht ausüben können, wohl auch in der Versammlung nicht allzuoft zu Worte kommen ; es wäre aber, wenn auch das praktische Resultat der socialdemokratischen Wahlerfolge gering ist, sehr falsch, die moralische Bedeutung dieses ErsolgeS zu unterschätzen. Jeder Sieg der Socialdemokraten ist ein schlagendeS Argument gegen das Socialistengesetz, denn eS wird damit immer von Neuem bewiesen, daß dieses Gesetz, das selbst, wenn es feinen Zweck erfüllte, zu bekämpfen wäre, in der That die Wir kung nicht hat, die seine Väter ihm zuschrieben. Nirgends ist das Socialisten gesetz mit so unnachsichtlicher härte ausgeführt worden, wie in Berlin, das sich am längsten der Segnungen des kleinen Belagerungszustandes erfreut ; mehrere hundert Personen sind aus Berlin au? gewiesen worden, von den Leitern der Berliner Socialdemokratie, die beiEmaNation des Gesetzes eine Rolle spielten, ist feit Jahren leiner mehr hie?, und trotzdem ist es den Socialdemokraten gelungen, beim ersten Versuch vier Sitze de? Stadtve?ordneten-Versammlung zu erobern. Stratidurg, 7. Nov. Die wegen Verdachts der Ermordung deö Solda len Abelö steckbrieflich Versolqten sind ergriffen, und zwar de? Johann Philipp (aus Bulach bei Karlsruhe) in Neupsotz bei Rbeinzabern, der Johann Stürzer laus Otteröyelm bei Landau) m Lud wigöhasen. Beide haben einzeln zuge geben, oak sie am 22. Oktober m Straß bürg gewesen seien; Philipp behauptet schon um 10 Uhr Abends (der Mord geschah um 1 Udr Nachts) mit Stürzer die Stadt verlassen zu haben und nach vönheim gegangen zu sein, wo sie über nachtet hätten ; Stürzcr sagt, sie seien andern Tages, den 23., in der Frühe aus trakvurg weggegangen. Berlin,?. Nov. Vor dem kZnigl. Landschwurgericyt begann heute die Ver Handlung gegen den Kommissionär Dick hoff, welcher des Mordes der Wittwe Llffaue? und der Frau KöniaSbeck anae klagt ist. Der erstere Mord geschah am r ivr ; tf rmrs v . v. plil iö(o, ccr zwkile am i. ep tember 1878. Der Verdacht der Tbä terschaft lenkte' fich auf den in R'x'Zorf wohnenden Eommissionär Dickboff. ES wurde ermittelt, da Dickhosf ein guter Äerannler oer onlgsdka gewesen, der f . itf t tr . w m m . ne oausig üt)üQi uno meyrsaq iseloge schSske für sie vermittelt habe. Außer dem gestalteten sich kur, nach dem KS nigSbeck'schen Morde die Vermögens vtthältniffe deZ Dickhoff außerordentlich günstig. - Die Polizei stellte ferner fest, daß Dickhosf zur Zeit auch sehr häufig die L ffauer besucht, für diese Geldge schäfte vermittelt und anscheinend mit derselben ein LiebeöverhSltniß unterhal ten habe.

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