Indiana Tribüne, Volume 7, Number 70, Indianapolis, Marion County, 28 November 1883 — Page 2

Sndimzs Hrwime. - FSgNcJe- und SonntsgsaQSgeöe.

iOfffce: X20 Marylandsir. Indianapolis, Ind.. 23. November 1833. Ter Hattöclö'Tolla?. AuZ Washington i?d berichtet, daß sich der Präsident nnd sein Cabinet leöKäst rni! der Frage über das Schicksal be5 HandelZdollars beschäftigen. Der SchatzanitSsecretär empfiehlt, die Umnzechselunq der Münzen gegen vollvich tiqc Dollars der Ver. Staaten und Umprägung der ersteren in letztere. Dies würde einer BaarEinlösung des HandelZdollarS gleichlornmen und einen Verlust sür daS Schatzamt insofern ver Ursachen, als letztere? Silber in Barren billiger kaufen kann, als wenn eZ für einen Handelsdollar einen Standard dollar herau?giebt. Trotzdem werden für ein solches Verfahren folgende Gründe angeführt: Die Regierung hat zwar wiederholt erklärt, daß die Han delsdollars lediglich von Privaten und für den Handelet China geprägt worden, und daß sie nichts weniger als RegierungSgeld sind, aber gleichzeitig durch Erlaß vom 12. Februar 1873 angeord net, daß diese Münzen bei Zahlungen bis z'ir Höhe von $5 00 als ein legales Zahlungsmittel angesehen erden und gelten sollen. Damals war der HandelZdollar, dem Werthe des Silbers entsprechend, $1.04 in Gold werth. Die rasche Entwertbung des Silbers verminderte den Wert) des Handelsdol larS, der Handel wies denselben alS Zahlungsmittel zurück, und dem allgemeinen Verlangen, ihn außer Circulation zu setzen, gab Samuel F. Randall am 8. Mai 187 durch den Antrag AuS druck: der Handelsdollar solle zu gar keinem Betrage mehr als legales ZahlungSmittel gelten und der Schatzamtsfecretär solle die.Vrägung desselben in der Weise einschränken, daß nicht mehr geprägt würden, als für.den auSwärtigen Handel erforderlich sei. Der letzte Conqreß faßte in der Angelennheit am 19. Juni 1882 den Veschluß, den Schatzamtösekretär bis zum 1. Juli 1881 zu ermächtigen, in sämmtlichen Münzen die Handelsdollars gegen solche Dollars der Ver. Staaten, die in Gemäßheit des Gesetzes vom 28. Febr. 1873 ausgeprägt sind, auszutauschen, die eingehenden Münzen in Standard Dollars umprägen zu lassen, und die er forderlichen Einkäuse an Silberbarren entsprechend zu beschränken. Der Senat verwies diesen Beschluß des Hauses an fem Finanzcomite, doch hat lekttres nie Bericht in der Fache erstattet. Gegen eine solche Umtauschung deS HandelSdollarS wird gewiß mit Recht geltend gemacht, daß sich der bei Weitem größte Theil dieser Münzen zur Zeit in den Händen von Spekulanten befindet, welche durch die Eintauschung ein ganz namhasteö Geschäft machen würden. Dieselben haben sür die Münzen durchschnittlich nicht mehr als 85 bis 90 Cents bezahlt und würden sonach an jeder 10 bis 15 Cents verdienen und damit auf Kosten des Landes einen Gewinn einstreichen, den sie thatsächlich den kleinen Leuten, von denen siedie Münzen kauften, abgejagt haben. Man kann nicht leugnen, daß die letztere Erwägung gegen den angeblich von Herrn ' Folger beabsichtigten Antrag spricht, während die von anderer Seite gegen eine derartige Maßregel geltend gemachten, Gründe ernstliche Beachtung nicht verdienen.. Dieselben gehen näm lich von den Silberkönigen des Westens aus, die recht wohl wissen, daß sie um so viel veniger Silber an die Münzen verkaufen können, als aus den Handelsdollarö Metall für die Herstellung der stanöaro-Dollars gewonnen wird. DaS Interesse der Silberkönige sollte den Congrcß bei der Erwägung der Angeiegenyett gerao: a kalt la ien, wie dasjenige der Spekulanten in den großen Städten des Ostens. . , ! r Unsere Industrie in Cor'ea.. Mie JongJk, der.Bruder und außer zrdentliqe Bevollmächtigter deS Kaisers von Ccrea, Lo KoangPom, derSecretär und noch ein Mitglied derGesandtschaft, sowie Ensign Foulk, der Dolmetscher derselben, erwarten rnNewlork Sie Abfahrt des Kriegsschiffes Trenton welches dieser Tage nach Gibraltar und Marseilles in See stechen wird. Die Coreaner sind mit der Aufnahme, die sie hier gefunden, und mit ihrem Aufent halte m den Ver. Staaten in hohem Grade zufrieden, und nur der eine Um stand beeinträchtigt diese Stimmung. daß sie nicht reichlich genug mit Geld versehen sind, um alle die Einkäufe ma chen zu können, welche ihnen begehrenS werth erscheinen. Der Gesandte hatte sich mit der verlraulichen Anfrage an Admiral Schufeldt gewendet, ob er nicht aus eme von ,ym in amtlicher Eigen rn V i rt t t imau auezu leuenoe Anwenung eine Summe von ca. $10.000 erheben könne. Derselbe sübrt daS große Staatssiege bei sich und dessen Abdruck auf d-r An Weisung wü'de die letztere in Corea selbst zu einem ebenso guten Werthpa piere machen, wie das hierzulande, ein Bond der Ver. Staaten ist. Trotzdem hatte es Schufeldt für ferne Pflicht ge halten, daraus aufmerksam -zu Machen daß die große Entfernung von Corea den Abschluß eine derartigen Geschäftes möglicher Wei?e erschweren werde und der Gesandte hat daraufhin die Ange legenheit nicht weiter berührt. Hieran beichrantt ttq Alles, was früher in Washington von einer Geldverlegenheit der koreanischen Gesandtschaskgemunkelt wurde. Dieselbe hat Saoul, die Haupt' stadt von Corea. mit $30,000 in koreanischen Gold- und Sllbermünzen v:rlassen und diese Summe theils in Nskahama, theils in San Irancisco in ame rikanischeö Geld umgesetzt. Die Er

,, .'euanisse unserer Industrie erweckten in?

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JJIXU U"y 0 0lUM4Ut, vup er die Anschaffung der verschiedensten landwirthschafllichm Geräthe, HauSeinrichtungen, Teppiche und von Gegenständen des Luxus anordnete; er beabsichtigte noch weit bedeutendere Einkäuse, konnte letztere aber auS Rücksicht auf die Kosten der Rückreise nicht ausführen. Die von den Coreanern angeschafften Artikel w:rden zunächst in dem Museum ausgestellt werden,, welches der Kaiser als Lokal für die tn Saoul zu mgründ:nde ständige Ausstellung von Erzeugti'tn der amerlkanllchen Industrie de Umrnt hat, sie werden ao gkw üermacn den Gund m dieser Ausstellung ?gen. iu$crtn ya?cn oercus zzytrclcy? ,w - . . t ? i . -.esige Jadrlkanten cereu eniarr, ie Ausstellung in Saoul mit Erzeug nissen ihrer Fabriken zu beschicken. Die koreanische Ziegierung hat in Shanghai einen Europäer zu i)rem Agenten ernannt und damit beauftragt, alle für die Ausstellung bestimmten Transporte n ienem Hafenplatze m Empfang zu iebmen und für deren sichere Wiiterbeförderung nach Saoul zu sorgen. Ensing Fzulk spricht die Ueberzeugung aus, oafe die erwähnte Ausstellung unseren Fabri aten schnell Eingang nach Eorea ver-. chaffen werde. Letzteres umfaßt bekanntlich die nord östlich an China grenzende Halbinsel von Ost-Asten, welche lm xj:tn von oer apancsijchen See befvult und, von der avanesiscken Insel Kiensiu durch die Straße von Corea getrennt wird. Die Zahl der Einn-ohner wird auf 9 Millio nen veranschlag, das Reich steht in einer Art TribunatLverhältniß zu. China, ist aber dem Auslande, gegenüber unavfcänata. Da Land ist m 8 Tro's oder Provinzen und diese sind. in 41 stiut oder Distrikte mit 33 öisc:tn ue, zweiten und 70 dritten Ranges gelhr.u VottöwlrlnsHaftliöle Nalurglsttze. Gegenüber den Enthüllungen, die kürzlich über daS entsetzliche WohnungS elend der Londoner Arbeiter gemacht ourden, besteht der bekannte englische VolkSwirtb, Professor Fawcett doch noch drauf, daß weder die Stadt, noch der Staat, sich in diese Angelegenheit einmischen dürfe. Privatpersoen könnten freilich den Armen helfen, wenn sie dam Neigung verspüren, aber die oroanisirte Gesellschaft solle unter einen Umständen störend in die Natur gesetze deS Handels eingreifen. Möge man nur die Dinge ihren Lauf nehmen osien ! Mit der Zeit beseitigen sich alle Uebelsiände von selbst. Diese Anschauung geht von frrn rich' kgen Grundsatze auS, daß daS Land am besten regiert ist, welches am wenigsten regiert wird. Sie ist der scharsste Ge qensotz zu der mittelalterlichen Staats Weisheit, diedem Einzelnen gar keine Bewegungsfreiheit gönnt und ihn den lnvernunftlgsten Beschränkungen unterwarf. Gerade in Folge dieser Bedrükküngen bildete sich die Ansicht heraus. naft m:t der Beseitigung aller künstlichen Schranken die angenommene natürliche Gleichheit der Menschen wiederhergestellt werden würde. Von Meburt aus, erklä'ten die revolutionären Philosophen des vorigen Jahrhunderts, und alle Menschen gleich. Nur weil man den Einen sö-.dert. den Anderen hemmt, werden sie im späteren Leben einander, ungleich. Wäre eS möglich, alle Kinde? von der Stunde der Geburt an ga gleichmäßig zu erziehend fz Hären nuchher nicht die geringsten geisti ikn Unterfchtede an ihnen bemerkbar. Weil das nun aber doch nicht anginge, so sollte die Gesellschaft wenigstens Nie manden etwas m den Weg legen. Voll kommen freie. Entwicklung nach allen Seiten hin ! Ihrer lächerlichen Voraussetzung von 'Zcr angeborenen Gleichheit der Geistesgaben entkleidet, behielt diese Lehre noch immer so viele Wahrheiten, daß sie um die Mitte diesesJahrhundertS zumEvan aellum der fortgeschrittenen Staatsohilosophie erhoben wurde. Dazu kam sann, das man im wmhschaftlichen Leben der Völker 'gewisse sich stttS gleich, bleibende Erscheinungen entdeckt hatte, die man nun gleich den Naturgesetzen an Sie Seite. stellte. Sosort .folgerte man weiter, daß diesen wirthschaftlichen Gesetzen der Einzelne, wie die Gesammtheit ?anz und gar unterworfen sei, daß jedes Zuwiderhandeln schlimme Folgen habe und die Gesellschaft daher nichts besseres thun könne, als es jedem einzelnen Mit q :ede überlasten, sich mit den erkannten oder unerkannten .Naturaeleken des Handels-nach bestenKrästen abzufinden. Das Zollte die freie Entwicklung fern. aerade wie es im thierischen Leben der fompf um's Dasein ist. Ohne EinMischung von Seiten des Staates soll ten die Menschen mit einander kämpfen und ringen, der Starke den Schwachen rr r X. : .c ..v v . ? n ci vcuc jumicu urju vix üiuiijic am Ende die Oberhand behalten. Dann mürben sich schon alle Schwachen von selbst vereinigen und den Bedrücker stür,en. Denn Alles regelt sich von selbst. Wobin diese Lehre in ihren äußersten Schlußfolgerungen führt, ersieht man ,uS der oben angeführtenBemerkung des vrosessorS Fawcett. Will man sie noch .veiter ausdehnen, so kann man sagen, ''aß die britische Regierung lieber Miliionen von Jndiern verbungern lassen, ,!S ihnen Nahrung zusühren oder gar Eisenbahnen für sie baüen und sie auS ihrer .durch , Knechtschaft entstandernn Versumpfung herauszureißen versuchen sollte. Im wirthschaftllchen Leben der cwilisirten Nationen aber ist die Theorie scöhalb unhaltbar, weil die Gelegenheit ur Anpassung fehlt. Die Wasierpflanze kann sich im Laufe vsn Jahr taufenden ihrer Umgebung anpaffen,daS Tbier kann mit der Zeit ein Fell oder Hcfider annehmen, das ihm Schutz ae Atn seine Feinde verleiht,nicht aber kann die civiliürte Gesellschaft immer wieder aus der Stelle ihre Grundlagen verändcrn. wenn beispielsweise ay d'e Stelle der Hand die Dampfmaschine tritt, diese wieder durch Elektricität verdrängt wird u. f. w. In der ?iatu? kommen ln Mil lionen von Jahren keine wesentlichen V C . r m V Veränderungen vor. Die . Gesqspfe

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wacyen gewinermaken in oie '.caiurgesetze hinein. Dagegen wechselt das wirthschaftliche Leben seine Formen oft in einer einzigen Generation. Sollen nun alle Diejenigen untergeben, die sich nicht bald in das Neue hinemsinden kön nen ? Ferner verbietet der Staat bi? zu einem gewissen Grade die Selbsthilfe, auch im wirthschastlichen Leben. Er schützt daS Eigenthum mit Gewalt, hat also auch dafür zu sorgen, daß der Besitz nicht in ein Bedrückungsmittel au-srten kann. Die Arbeiter, nicht nur in Lon don, sondern in allen Großstädten, werden immer mehr zusammengedrängt, weil die Besitzer deS Grund und Bodens unelschwingliche Kauf- und MiethSpreise fordern. Je größer und reicher die Arbeite? durch ihr Zusammenströmen und ihre Thätigkeit eine Stadt machen, um so mehr haben sie unter demWohnungs elend zu leiden. Die Studie wachsen so schnell, daß es nicht möglich ist. sie wohnl:ch einzurichten, ohne daß die Ltegicrung sich sehr energisch einmischt. Sie sorgt omch ZwangZmaßregekn sür Pflasterung, Wasje,zusuhr, Canalistrung und Parks. Sie erläßt auch baupolizeiliche Borschristen. Es ist nicht einzusehen, warum sie nicht. ebenso gut dem psti!enzialischen Zusammendrängen in großen MletySkasernen folle vorbeugen dürfen, wie sie es nicht erlaubt, daß innerhalb gewiffer Grenzen feuerun sichere Gebäude errichtet werden. Durch letztere Vorschrift, schützt sie das Eigenthum. Der Schutz von Gesundheit, Sittlichkeit und Leben aber ist doch sicherlich ungleich wichtiger. Kein Nalurgesetz des Handels schreibt vor, daß die große Masse elend verkommen muß. jin Jmande. Die wissenschaftliche Beobachtung, zu welcher die Expedition de? Ver. Staaten Lieutenants Ray nach Point Barrom im Eismeer auSgesandt worden war, wurde von vier Gelehrten besorgt, welche mit Nay nach San Francisco zurückgekehrt sind und nun Bezah lung des ihnen versprochenen Gehaltes auf 2 Jahre erwarten. Diese Zahlung ist zwar vom Congreß .verwilligt, aber von dem Flotten- oder aber vom Wer terstgnal Departement me angewiesen worden. Die vier Gelehrten sitzen also nun schon ein paar Monate in San Francisco und telegraphiren nach Wash ington um ihren verdienten Lohn, um nach Hause reisen zu können. General Hazen hat zurücktelegraphirt: Man entlaste die Leute; eö ist lem Geld für sie da." DaS ist ein neues Zeichen minbestens von der Lüderlichkeit der Hazen'scheu Verwaltung. Alle Nachforschungen nach dem Mörder der Frau und der Tochter des Farmers Garret Maybee m Brook ville, L. I., sind bisher trotz rühmlichen ElserS der Beamten von QeenS County erfolglos geblieben. Der überaus fchändliche Act giebt der N. Y. Times- Veranlassung, darauf zu dringen, daß im Staate New vn Gesetze gegen die pro Wonellen Vagabunden erlösten werden. Derprosesstonelle Tramp sagt daS Blatt-ist der tödtlichste Feind der Ge. fellfchaft. Nachdem er jedes sittliche und menschliche Gefühl in sich getödtet, ist er zeder Zeit bereit, irgend ein Menschenleben zu opfern, daS zwischen ihm und der Befriedigung seiner Gelüste steht. Solche Tramps sind ferne Men chen ; sie sind wilde Thiere und ebenso gefährlich, wie rasende, gesräßige Wölse Für Menschen, die vom Vagabundiren leben und absolut nicht arbeiten wollen, ist diese Ausdrucksweise nicht zu schroff. Leider aber giebt es auch unendlich viele Arbeitslose, die nicht aus eigener Schuld zu Vagabunden geworden sind, wie dies schon daraus hervorgeht, daß ihre Zahl in guten Zeiten schnell ab, in schlechten Zeiten schnell zunimmt. Diesen die Hand zu bielen, ist eine Ausgabe, deren Erfüllung unendlich schwer, aber dcö Kampfes aller Edeln werth ist. In Boston wurde dieserTage daS erste chinesische Kind geboren; seine Mutter ist die einzige Chinesin in der ?tadt. Wären die Ver. Staaten so dicht besiedelt wie Frankreich, sa würden 80.000.000 Menschen darin wohnen. In GreatValley. Chattaraugus Co., N. V, ist dieser Tage ein Paar von 15 resp. 12 Jahren mit der Genehmigung der beiderse::en Eltern getraut worden. Kürzlich ist Jim, nachmals Lady Jtm. früher em Kriege? vom Stamme der PiuteS gestorben. Der selbe war von seinem Stamme wegen 1860 in der Schlacht am Pyramid Lake bewiesener Feigheit verurtheilt worden, bis zu seinem Tode Frauenkleider zu tragen und wurde nie anders als .Lady Ztm" genannt. Die Amerikaner in Alaska beabsichtigen, sich mit einem Gesuche um Ertheuung einer einfachen und we nig kostspieligen Territorial - Regierung an den Eongreß zu wenden. Ende voriger Woche fand bei einem kleinen Städtchen in Maine em gevelmnißvolleS Dasein ein geHelm nißvolleS Ende. Vor Jahren sprach dort ein Vagabund, der sich BarroroS nannte, im Hause des Farmers Cate vor und bt um ein Unterkommen. Cate wies dem Fremden eine leichte Arbeit zu, dieser zeigte sich anstellig und war froh. als ihm der Farmer erklärte, er könne bei ihm in Arbeit bleiben. Als Cate starb, übertrug besten Wittwe BarrowS die Führung der Wirthschaft und der letztere hielt nach einem halben Jahre um die Hand der Frau an. Ec wurde abgewiesen, zog ' einen Revolver und feuerte einen Schuß auf die Wittwe ab. Diese sprang davon, strauchelte.. siel zu ooen uno vracy em Bern. BarrowS glaubte er habe dieselbe erschaffen und jagte sich selbst eine Kugel in di, Brust. Die Wunde war nicht gesährlich und die zärtliche Liebe, welche die Wittwe in dem auf sie abgefeuerten Schuste erblicken zu muen glaubte, erregte deren Gegen n - . ' a r w neue, ,ie. eigerie Annage gegen BarrowS zu erheben und heirathete ihn. nachdem er genesen war. Di.e Leute

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vi veweaen gewe en, uincc itraii auaz . . .... .r. r. - rv nur ein Wort über seine Vergangenheit i . , r .c. . ? em milzu:ylilen. noc voriger Wvcue wuroe BarrowS mit emer Kugel im Ruckgrate in der Scheune der Farm todt aufze funden. Weder in den Taschen noch in der 'aye oer reiche vesno iü eme SüukVaN?. ein fremder t feit Taaen nickt auf oder in der Nabe der Zvarm ae' sehen worden und eS ist in ein iindurchdurchsringllcheS Dunkel gelzull'. wie BarrowS zu seinem Tode gekommen ist. Im Staate New Bork sind Ausländer von dem Bestie von Grundelgenlhum ausgeschlosten, jedoch mit einer Modlsilaiion, welche -auf die Angehörigen des Großherzogthums Hefs.n Bezug hat. Zwischen den Verein. Staaten und dem lekteren bnt?ht näm lich ein alter Vertrag, nach dessen Wortlaute daS droit d'aubaine oder Albinagium, das FremdlmgLrccht, d. h. das Recht des Heimfslls einer Verlasten schaft eines fremden an den Staa. und daS koit de dctraclioii daS Recht deS letzteren, einen Antheil an dem Mobillarnachlaste emes Fremden vi be anspruchen, abgeschafft wurden. Ferner enthält dieser kürzlich ausgesundene Vertrag noch die Bestimmung, daß, wenn ein Ausländer, welcher Grundeigenthum eignet, in diesem Lande stirbt, seine Erben eine zweijährige Frist z',m Verkaufe der Grundstücke habe.i. Hierdurch sind alle auS Hessen stammenden Ausländer in den Stand gesetzt, Grund, eigenthum im Staa'.e New ?)zrk, in Bentz zu nehmen und innerhulb zwei Jahren an andere Personen z:, ihertnj gen. Eo l. Rockwell sagt: Es kostet furchtbar viel Geld, das Ercutiv. qebäude in der Bundeshauptstadt im Stande zu halten, wenn man aber denlt. daß durchschnittlich 500 Neu. gierige täglich dasselbe besuchen, daß Jeder von ihnen, wenigstens auf einem der Stühle qesisten haben will, und die kofibaren Vorhänge u. dergl. durch die Finger gleiten läßt, so ist die schnelle Abnutzung der Einrichtung nicht mehr ausfallend." Herr Theodor Thomas ist dieser Tage von Wien au telegraphisch benachrichtigt worden, daß Frau Friedrich Materna, sowie die Herren Hermann Winkclmann und Emil Scaria auf die ihnen gemachten Offerten, in 50 Auf führungen Wagnerischer Musik in den Ber. Staaten aufzutreten, eingehen. Liese Kunstler sind die bedeutendsten Dorsieller Wagner'scher Rollen und haben 1876 in Bayreuth, sowie auf dem Wagner - Feste m London mitgewirkt. Zhr erstes Austreten wird cm 11 April 1884 in Boston stattfinden, von wo aus sie New Yotk, Brooklyn, Philadelphia, Washington, Baltimore, Pittsburg, ömemnatk, MemphiS, Atlanta, New Orleans, St. Louis, KinsaS Ci!y, MinneapoliS, Eh cago, Buffals, Tsronts und Montreal besuchen. In C'.ncinnati und Chicago wird ihr Auf treten mit den Mai Mustlsesten zufam mcnfallett. Jsm Auslande. Edinburg uar, wie aus London, 2. Nov., geschrieben wird, neulich der Schauplatz eines ganz außeror dentlichen Austritte?. Seit dem Aus treten des famosen englifchen Schaupielers Henry Jrvina in der schottischen öauptstadt liegen sich dle Freunde und Feinde des Bübnenwesens in den Haaren. Doctor Kay, ein Geistlicher der schottischen Kirche, der durch Jrving'S Hamlet" gewistermaßen zur Erkenntniß gebracht worden war, daß das Theater nicht so schlimm ist. alS man gemeinnig' lich glaubt, hatte sür den Fasttag, daS nationale Kirchenfest, eine höchst origi nelle Festlichkeit anberaumt. Statt seine Zuhörer durch stundenlange Büß predigten zu langweilen, lud er sie in die Drill Hall zu einer Vorstellung ein. Prof'stor Blocke präsidirte und an die 5000 Personen waren zugegen. In sei' ner ErösfnungSrede drückte der Präsident die Hoffnung suS, daß die Zeit kommen werde, wo das bobe Consistorium der orthodoxen schottischen Kirche in wallenden Chorröcken in'S Theater kommen werde. Dann werde man die Wiederbelebung des heiligen Dramas sehen und vielleicht würde ein inspirirter Geistlicher selbst ein folcheS verfassen. Nachdem Proseffor gab der Ehrwürden Doctor Kay eine Vorlesung, au? ihn folgte ein Schauspieler des LyceuÄ'TheaterS (Mr. Howard) mit einem Vortrag von Stü cken auS Goethe, Shakespeare undLoug fello. Zahlreiche enthusiastische Reden folgten und die begeisterte Versammlung ,e, streute sich unter dem Absingen deL Nationalliedes. Man denke sich diesen Skandal an einem Fast-, Büß und Vettage in der Stadt, wo John Knoz gegen Sabbathschändee stundenlang Io5 zuziehen pflegte. Auf den Rausch de, Fasttages folgte sür Dr. Kay nur zu bald der Katzenjammer deö VorurthiilS. Am letzten Sonntag, nachdem er noch die heil. Kommunion ertheilt hatte, legte er in rührenden Worten ein Geständniß seines Fehltritts ab. Die Aufführung m der Drill Hall mit den Vorlesungen sammt Vkustkdegleitunz sei ein Mißgriff gewesen und thue ihm herzlich leid, und nach diesem öffentlichen Skandal bleibe ihm nichts mehr zu thun übrig, als seine Seelsorge niederzulegen und von seiner Gemeinde Abschied zu nchm:n. In Paris wurde am 7. Nov. daZ Denkmal Alex. Dumas' ein geweiht. Gustave Dore bat den großen Dichter sitzend, mit einem frohen Lächeln auf dem Antlitz dargestellt. Zu seinen Füßen fesselt eine Gruppe die Ausmerkiamkeit deSBcschauerS : ein sungeSMäd chen liest aus einem Buche vor, röhrend ein Mann in Blouse gespannt lauscht und ein Jüngling der Leserin mit dem Blicke folgt. Hinter dem Sockel steht ein d'Artagnan alZ kecker schmucker Moulqetaire, die'Hind am Dcyengriss und den 5)ut auf vs linke Ohr gedrückt. Unter den Reden, die gehalten wurden, zeichnet sich dicjenige About'6 durch Grazie und guten Humor au?. Sie beginnt, wie folgt : Diese Statue, w.elche guö .massivem Golde wäre,' wenn

alle Lese? Dumas' je einen Centime dazu beigetragen hätten, die Statue, meine Herren, ist die eines großen Thoren, der in seinem Frohmuth und seiner betäubenden Heiterkeit mehr gesunden Menschenverstand und wahreWeiöheit besaß, als wir Alle zusammen. Sie ist daS Bild eines Unregelmäßigen, welcher die Regel beschämt hc.t, eines Lebemanns, der allen Arbeitenden als Muster dienen könnte, eines Mannes, der galanten, politischen und kriegerischen Abenteuern nachzog, der allein mehr studirt hat, als die Jnsasten von drei Benedictiner-Klö-stern. ES ist das Portrait eines VerschwenderS, welcher.nachdem erMillionen für alle erdenklichen Zwecke hingeworfen hatte, ohne es zu wijfen, ein königliches Erbe hinterließ. Der Pariser .Gau loiö" tischt seinen Lesern folgende verblüffende Enthüllung aus : Herr von BiLmarck so wird' dem .Pariser Journal" angeb lich von Berlin auS berichtet projektirt nicht mehr und nich! weniger als die Re konstruirung des Königreichs Polen, um dergestalt eine Art Schutzvall zwischen Deutschland und dem Zarenreiche zu errichten. Der Gedanke ist ihm nicht über Nacht gekommen, sordern schon seitJahr und Tag ist er damit beschäftigt, die Ausführung destelben soll die Krönung seiner glänzenden Lausbahn sein. Da ist überraschend, aber noch weit mehr dürfte es überraschen.daß .d:e polnisch: Abgeordneten von Preußisch - Polen, welche den Fürsten BiSmarck lange als ihren entschiedensten Gegner betrachtet haben, jetzt die eifrigsten Agenten destelden geworden sind, und daß der Reichskanzler ihren nationalen Wünschen aus'S Bereitwilligste entgegenkommt." Na türlich entsteht auch eine kleine Frage wegen des .Wie 1" Aber auch darüber ist der Gewährsmann des Gaulote nicht verlegen. Ganz genau weiß er eS allerdings noch nicht,' wie der deutsche Reichskanzler eS anfangen wird, das neue Polen zu schaffm, aber daS weiß er gewiß : er wird es entweder auf blutigem oder auf trockenem Wege thun. Entweder er überzieht Rußland mit Krieg und nimmt ihm so viel ab, als er zu seinem Polen braucht oder erverstän digt sich in Güte mit ihm, Rußland tritt gutwillig scine polnischen Provinzen ab und erhält dafür die Erlaubniß, den Türken in Asien so viel wegzunehmen, als ihm beliebt. Oesterreichs Zustjm' mung ist bereits gewonnen, es drückt beide Augen zu und steuert sogar Oesterreich ist ja so gut! noch Gali zien zu der neuen Herrlichkeit. DaZ neue Polen käme natürlich in ein engeS AbhSngigkcitSverhaltniß zuDeutschland, welches über die polnischen Streitkröste disponiren, sich dagegen in die inneren Zlngeleglnheiten Polens nicht einmischen wird. Das Lessingbaus in Wolfenbüttel,. in welchem der Nathan tni stand, soll zerstört werden. Aus Wol' fenbüttel wird darüber geschrieben: Dem immer mehr seiner Vollendung entge gengehenden großen und schönen Ge bände, daS für die weltberühmte Bibliothek inWolsenbüttel hergestellt wird, soll auch daS bescheidene Häuschen, in dem Lkssing zehn Jahre als Bibliothekar wohnte und seinen .Nathan", seinen .Anti'Götze" und DU Erziehung des 'NenschengeschlcchteS" schrieb, zum Opse? fallen. Dasselbe liegt unmittelbar am alten BibliothekgebSude und diente bis auf den heutigen Tag den Amtnachfol gern deS großen Schriftstellers zurWohnung; daß es jetzt niedergerissen werden soll, UM, wie verlautet, einigen Blumenbeeten Platz zu machen, ist höchst bebauerlich; mit übertriebenem Elfer sucht man hier allerlei Scharteken von zweiselhastem Werthe zu erhalten, mit liebevoller Pietät wird in anderen Städten jedes Andenken an die großen Denker und Dichter der Nation bewahrt um somehr befremdet es daher, daß zur Demolirung des Gebäude? die Erlaubniß ertheilt wurde und man hier von keiner Seite öffentlich für die Erhellung der denkwürdigenBibliothekarSwohnungein-

getreten ist. Es ist nur ein schwacher Trost, daß der bekannte GeschichtSmaler F.Werner imAustrage.deS Landgerichts. Direktors Lkssing in Bcilin, einesGroß nefsen deS Dichters, daZ HauZchen, und vor demselben Lessing und MoseS Men delssohn im Gespräch wegrissen, malte. Hoffentlich wird, das JerstörungSdecret widerrufen. EmerSleden, S. Nov. Die Tri. cbinose fordert noch fast täglich ihre Opfer. BiS jetzt sind 40 Personen von 750 Einwohnern dieser schrecklichen Krankheit erlegen. Und noch sind meh rere Patienten vorhanden, die wenig Hoffnung auf Genesung machen. Gestern ist wieder ein HzuS leer geworden; die Tochter ist ihren Eltern und der Groß mutter in die Ewigkeit nachgefolgt. Um den Kranken die Aufregung zu ersparen, werden die Leichen ohne daS sonst ortSübliche Geläut der Mutter Erde übergeben. Bei Freising in Baden wurde kürzlich die 50jährige Botin Clara Koch ermordet und beraubt aufgefunden. ES ist ein. Lustmord an derselben begangen worden. Mün fingen (Württ.), 3. Nov. Zwei Handverlsburschen haben gestern Abend den Lammwirth Herrmann von Trailstngen auf der Seeberger Steige ermordet und seinen Begleiter verwundet. Die Raubmörder sind eniflohen. Nienhagen b. Hzlöerstadt, 30. Oktober. Im hiesigen, etwa 400 Einwohner zählenden Ort ist die Trichinose derartig zum Ausbruch gekommen, daß 84 Personen daran e, krankt sind. Von diesen liegen 20 so schwer darnieder, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Die Erkrankten sind zum größten Theil verheirathete Arbeiter, denen gerade in dieser Zeit der beste Verdienst, den sie durch Accordarbeiten beim Rübenroden erzielt hätten, verloren geht. Bei der meist armen, vorherrschend aus Arbeitern bestehenden Einwohnerschaft ist die Noth daher groß, und an eine durchgreifende Selbsthilfe ist kaum zu denken.

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