Indiana Tribüne, Volume 7, Number 69, Indianapolis, Marion County, 27 November 1883 — Page 2

Indimm Hriöllne.

FägNSe- uud SsuutagsausgaS. öffFc120.ö Marylndür. Indianapolis. Ind.. 27. November 1833. Zl'ilZ iiZZgfllic, ! cv. O1 Icfeten Oktober anbei en n;t: Perionen in ocn er. öicaien ei, im entspreüenden Monat des VorjahreS. Jz: Oktober 1883 betraten 48.8G3, in demselben Monat 1882 45,905, 1881 67.229, 1880 61,300 Immigranten unsere Gestade. In den bisher ab gelaufenen 10 Monaten d. I. stellte sich die Einuanderung auf 501,037 Seelen, gegen 646,051, 620,611 und 525,793 in den entsprechenden Zeiträumen derJahre 1882 bis 1880. Die Einwanderung bat sonach in diesem Jahre um 22 Procent gegen denselben JahreZabschnitt in 1882 und um ungefähr 19 Proe. in 1531 abgenommen. Der .Boston Her erllärt diese Er scheinung durch die verhältnißmaßig günstigen Verhältnisse in den verschiede nen Ländern Europas, die Statistik bestätigt jedoch die Annahme nicht, daß die Zahl der Menschen, welche der neuen Welt zuströmen, zu und abnimmt, je nachdem der Druck der Zeiten die AuswanderungSlust befördert oder abschwächt. Die wirtschaftliche LageEu' ropa'S, namentlich des britischen KönigreichS und Deutschlands war unge wöhnlich ungünstig in den Jahren 187 bis 1879 incl., aber trotzdem schickte uns Europa in diesen vier Jahren nur 628, 133 Einwanderer, mithin 170,000 weni v . r . . m ... ' i .( ger, als das verhältnißmäßig günstige Jahr 1882. Schon hieraus geht hervor, dasj gute Zeiten" bei un? die Einwanderung wesentlicher beeinflussen, als schlechte Zeiten" in Europa. Während des mit dem 30. Juni endenden Rechnungsjahres 1873 kamen 459,803 Einrzanderer hier an. Dann kam b:i uns der Krach mit seinen Nachwirkungen und von 1873 bi? 1878 nahm die Einwanderung ab, fcil sie im letzteren Jahre auf ihr Minimum von 138.469 Ankömmlingen gesunken war. Die Zeiten wurden besser und 1879 zeigt uns schon eine Zunahme der Einwanderung um 4.000 Seelen. So lange wir also unter dem Krach und seinen Folgen zu leiden hatten,nahm die Einwanderung stetig ab, obgleich die LerhAtniffe in Europa mindestens eben so ungünstig waren, als bei uns. Mit der Wiederausnahme der Baarzahlungen besserten sich bei unS die Verhältnisse und gleichzeitig vermehrte sich die Einwanderung, bis sie im Jahre 1882 eine vorher noch niemals erreichteStärke gewann. Das Thermometer zeigt die Unterschiede der Temperatur kaum ge nauer und richtiger an, als die Ziffern der Einwanderung in unserem Lande die sich verschlechternde und die im Aufschwunge begriffene wirthschastlicheLage Von 1873 bis 1873 hatten wir, um den nicht gerade wiffenschaftlichen, aber bezeichnenden Ausdruck zu gebrauchen, schlechte Zeiten und die einzelnen Jahre weisen eine Einwanderung nach, deren Zahl sich In den einzelnen Jahren von 459.803 aus 313.339 227.498 169 986 141.857 und 133.459 in 1873 verminderte. In der letzten 5)älste des letzteren Jahres beginnend befferten sich die Verhältnisse und die Einwände runq stieg auf 177 286 in 1869, resp. 457.257 669.431 und 783.992 in den Jadren 1880 bis 1882. Schätzen wir die Einwanderung für die beiden letzten Monate deS laufender Jahres den Resultaten früherer Jahre und den entsprechenden Verhältniffen gemäß ab, so müffen wir die Zahl der Einwandernden in 1883 aus 600.000 veranschlagen. So wären wir nach der EinwanderungSziffer zu schließen, wiederum am Beginn einer rückläufigen Periode in der Entwickelung unserer Verhältnisse angelangt. Die höchste Blüthe gedeihlicher Entfaltung erreichten unsere Zustände im Sommer 1881. Jetzt ist es uns klar, daß damals schon c?,ne Aenderung zum Schlechteren eintrat. Aber selbst in Amerika war damals alle Welt so sehr von der Gesundheit unserer Geldver hältniffe überzeugt, von der Aussicht auf friedliche Zustände durchdrungen, daß niemand unserer Zukunft ein anderes als günstiges Horoscop zu stellen un ternahm. Gesegnete Ernten befestigten die Aussicht aus die Fortdauer guter Zeiten. Europa theilte diese Anschau ung und so überstieg die Einwanderung des vorigen Jahres die Zahl von Million. Aber fchon ehe das Rsch nungSjahr 1882 zu Ende ging, wurde eS uns und wurde es Europa klar, daß dem glänzenden Ausschwunge eine, wenn auch nicht ungünstige, so doch langsamere Entwickelung der Verhältnisse gefolgt sei und eme Abnahme der Emmanderuna um 20 Procent marlirte den Stillstand, das sich vorbereitende Nückweichen der geschäftlichen Hochfluth. , Zuverlässig nöthigen uns die ange führten Thatsachen, zu der Folgerung, daß von der Lage der Dinge bei uns die Zu und Abnahme der Einwanderung in viel höherem Grade abhängt, als von den aulen oder schlechten wirthschastll cben nicht politischen Verhältniffen der Länder, die uns die Einwanderung senden. Die Erklärung hierfür lieg nabe. Zwischen den Einwanderern srü berer Stabre und deren Verwandten und Freunden in Europa findet ein sortwäh- " m . m fi 1 render MelNungSZULtaujH statt. 1 eS hier schwer, lohnende Arbeit zu fin den, ss sprachen in Deutschland, England. Irland, Skandinavien u. s. NZ. Briefe von getäuschten Hoffnungen und davon, dak in der neuen Welt der Kampf um's Dasein genau so schwer sei, wie in der allen. Wird hier der eyrll chen Arbett der verdiente Lohn zu Theil, ohne daß er ängstlich gesucht zu werden braucht, können die Adoptisbür ger deZ Landes im Hinblick auf die Verbältnisse. die sie verließen, froh aufath men.und scheint.die Zukunft dauerndes

Wohlergehen zu versprechen, dann, laden

die Vr'ttfe mit d:recten Wor:en over zAischzn den Zeilen in ein Land ein, daS Allen, die arbeiten wollen, ein Paradies sein könnte, und so, wie es ist, wenig stenZ ein menschenwürdigeres Dasein und immer noch freiere Bahn für die Entfaltung der eigenen Kraft verheißt, als di: Länder Europa's. Dc? Entschluß zur AuLunderung wird durch Mittheilungen der Mieren Tut gezeitigt und der Strom der Isin irar.derung schwillt. Die Fluth fährt nc& ein paar Monate zu steigen fort, nczcdem die Ursache geschivunden, die sie httvorgrufen. dann erfolgt d:r Rück ZÄlaa und dieser bestätigt un, as wir bereits aii3 eiqener Erfahrung wußten : daß wir in einer Zeit leben und einer Zulunit entceaen gehen, in welcher für die qroße Mass: dcS Volkes der Kampf um'- Leben schwieriger sein wird, a!S in den vergangenen Jahren. Wäre c nicht um die Monopole, welche die Maff? ausbeuten und um einen Theil des ihr gebührenden Antheils an den Gütern deS Lebens berauben., so könnte in un serer großen und gesegneten Republik die Noth der Zeit nur wenig empfunden wcrden, tret: ihnen brauchen wir aber nicht zu färbten, daß der sich gegenwär. tia vollziehende Rückgang in der EntWickelung unserer wirthschastlichen Ver hältniffe zu so trüben Zeiten führen wi:d, wie sie in der Mitte der Sieben ig;r ?iabre die Einwanderung so welentlich abschwächen. LangfaA X) 5S:r sicher. Nichts hat so s:b? dazu beigetroz?.:. dem Leben in den Ver. Staaten seinen bekannten fieberhaften Charakter zu ver leihen, als die Ertchlleung immer neuer VerkehrZgebiete durch die Eisenbahnen. Da gab es gar keine Zeit, sich an eben geschaffene Verhältnisse zu gewöhnen, weil im Handumdrehen . wieder andere gezimmert wurden. Der Farmer, der allerhöchstenS vor ein paar Jahrzehnten aus den Neu Englandstaaten nach dem damals noch pfadlosen Westen auSge wandert war, zog nach noch entlegeneren Gebieten weiter. WaS stets als unfruchtbare Steppe oder Wüste gegol' ten hatte, stellte sich icht als üppiges Weizengebiet oder unübertreffliches Wei deland dizr. Reue Reiche entstandcn.che die Hilfsmittel der alten kaum in An griff genommen waren. Uebirall hin drang'daS Dampfroß, und die Vevöl kcrung mußte hastig nachsturzen,wenn sie ibm folgen wollte. .Dleje Periode der amerikanischen Entwickelungsgeschichte neigt sichtbar ih rem Ende entgegen, 3a1 ist daS rüst fertig, und die fernere Arbeit wird dem inneren Ausbau gelten rnunen. Daß dem so ist, zeigt vor allen Dingen ein Blick auf die Eisenbahn-Verhält-nisse. Der Bahnbau in diesem Jahre wird kaum halb so stark sein, als im vorigen. BlS zum 1. Rov:mber waren erst 5279 Meilen Schienen gelegt, 2002 Meilen wenigkr, als in demtelben Zeiträum von 1882. und während im vorigen Herbste die Northern Pac:nc ange strengt an ihrer Vollendung arbeitete.ifl am Schluß dieses Jahres kein bedeuten des Bahnunternehmen im Werke. Aus die Zluth ist wieder die Ebbe gefolgt. Nan ist diese wellenförmige Zu- und Abnahme schon so oft dag:wesen, daß man nach der jetzigen Ebbe abermals eine ftlutb erwarten könnte. Jedes Ding hat indessen seine natürlichen (Grenzen, und so auch der Bahnbau Wurden früher die kühnsten Linien unternommen, um neue Gebiete zu eröfsnen, so ist dafür jetzt kaum noch Gelegenheit vorhanden, weil eS thatsächlich nichts mehr zu eröffnen giebt. Die Verbindung zwischen Ost und West durch große Stammllnren ist eine mehr als auSrel chende. Auf vier verschiedenen Strecken kann die Locomotive das Continent durchkreuzen, und an Zwischenlinien ist sogar Ueberstuß vorhanden. Die vorhandenen Bahnen suchen durch .Pools" eine annähernd gleiazmankge Theilung des Verkehrs zu bewirken, damit sie sich nicht gegenseitig rmmren, aber trotz aller Bemühungen der meistbetheiligten Capitalisten sührt der scharfe Mitbewerb rmmer wieder zu kostspieligen Kriegen. Desgleichen fehlt es nicht an Verbiniung nach dem Norden, wie die beständlgen Kampfe der Nordwestern und der St. Paul zeigen. Im Süden und Südvesten ist gerade in den letzten Iahren mehr geschehen, als je zuvor, und das Bedürfniß in jknem Landestheile ist Mindestens gedeckt, wenn nicht vorläufig überschritten. Selbst nach Mexico hin ein führen schon verschiedene Linien, obwohl vorderhand noch nicht einmal für eine Beschäftigung genug vorhanden ist. Man nehme einmal eine Karte in die Hand md versuche, eine neue Stammbahn auszulegen, für die sich das Capital genügend enthusiaömiren könnte, um den Gründern die üblichen 200 Procent zufli.ß? zu lassen! Wohin man auch blickt, überall ein feflgeschlosseneS Schienennktz. role eS kein anderes Land bei gleicher BevölkerungSzahl auszuweisen hat. Naü dem Krach".von 1873 wa ren noch die Northern 6c Ttx ls Pacific, die südlichen und mlxtcanischen Bahnen zu bauen, drnste man es wagen, mehrere ganz nutzlose Paralleistrccken zu bauen, um dos Publikum zu beschwindeln; j;tzt lütstch für reue auSgzdehntc Verkehrsucge keine Nothwendigkeit auch nur durch Sophismen begründen, und die Acticnäle sagen sich, dreist die bkste. henden' V.'hnen Kndschast habcu soll ten,' ehe wieder an andere gedacht wird. Damit soll, fci schon hervorgehoben, nicht etwa das grzliche Aufhören de BahniäukZ in Aufsicht gestellt sein. Nur wird derstlde sich sozusagen auf die AussüJung beschränken, das VttkthrS bedüifnin r.icht mehr h e r v 0 r z u r u fen vttsuchen,, sondern sich demselben anpassen. . Mit der Zeit weiden die j,tzt neuen Stasten .auch untereinander ver kehren, zunächst aber versenden sie ihre Produkte direkt nack der Seelüste, und brauchen also noch keine Querlinien von großer UuLdehnung. Die ruckweise Wa7.d:rng uajj gleichfalls abnehmen, wenn auch selbverständlich die Bewegung derMasskn noch sebr lange anhal-

tkn ünd sich vielleicht schon bald nach dem Süden rieten wird. So wird das c schästölcbeu in den Ver. Staaten in ru higere Bahnen gedrängt, das Ab:n!eu ern und vi;de Wagen hört immer mh? auf, und c5 stellt f.ch größere Langsam keit. aber cuü gröre Sicherheit ein. Mehr cl $1,100.000.000 in baarcm Gelde, ganz abgesehen von der oft drei fachen Actienverwäffcrnn. jin während der led'en vier Jahre in Bahnen gcstcckt worden. Kann der größte Th.'il deZ Capitals nicht mehr auf duse 23:ifc un tergeöracht werden, so muß er anderen Rinnsalen zufließen, an denen c wahr l:ch nicht fehlt. Der solide Ausbau unserer durchschnittlich noch sehr roh auf gesührten Städte wird allein ungezählte Millionen verschlingen. Land:?irthsch(ift ,:nd Industrie sind mit binreich'ndem Capitale geazaltigr Verbkfferungcn fä hig. Wird aber nicht m?h: o viel gespielt und gewettet, dann nde-i auch nicfct mehr hunderttauscude rbn Arbeitun bald fast curaliiari ljetteigeschleppt, bald a!S TrainpZ cuj ieLandstroße geworfen werden.

2ke chinesische Flotte. l?in Amerikaner, der vom 20. April 1870 bis 4. Sept. 1882 auf dr chinest. fÄen fflotte gedient bat, macht in der .Ev. Post" folgende Mittheilungen über deren gegenwärtigen Bestand : Die Chinesen sind nichts wenige? als eine seefahrende Nation und haben weder jemals in einem Seekriege Erfolge erkämpft, noch überseeischen Handel betrieben. Sie sind jedoch genau so schlau und unternehmend, wie die JankeeS und, als die japanesische Kciegöflotte sich zu einer Drohung für China gestaltete, noch mehr, als der vergrößerte Verkehr mit den europäischen Nationen die Möglichkeit eines Seekrieges mit einer derselben in Aussicht stellte, erwarb die chi' nesische Regierung von England zunäHZ eme Anzahl Kanonenboote, die namer. lich zur Unterdrückung der Seeräubern in den chinesischen Gewässern dienten, und später 14 Kriegsschiffe erster Klasse Alle diese Fahrzeuge wurden von Eng läudern commandirt. Diesen Anschas fungen folgten die beiden mächtigen eisengepanzerten und mit je zwei Dreh xhürmen versehenen Corvetten, welche China in Stettin erbauen ließ. Da' mals bestand die chinesische Flotte aus GC Schiffen, von denen die erwähnten 10 Fahrzeuge in Betreff der Bewaffnung. Manöorirsähigkeit und Schnelligkeit allen Ansprüchen entsprachen, und unter denen nch außerdem TranSportdampser befinden, wie sie keine Flette der Welt besser auszuwerfen hat. Die Chinesen lassen es jedoch hierbei nicht bewenden. Wie sie englische Wa gen und' Maschinen, amerikanische Pflüge und sonstige landwirtschaftliche Geräth: kaufen und nachmachen, so thun sie m Betreff der Kriegsschiffe dasselbe In der Nähe des Arsenals von Kianx Hang wurde ein großartiges Dock errichtet und dort werden gegenwärtiz nicht nur alle nöthig werdenden Nepa raturen ausgeführt, sondern auch neue Schiffe nach den Modellen der englischen und deutschen Schiffe gebaut. Da, Etablissement sieht unter der Leitung Deutscher und amerlkanischcr Inge nieure, die Schiffe, die aus demselben hervorgehe, stehen den aus Europa de zogenen in keiner Weise nach, sind aber allerdings zur Zeit noch kostspieliger, al tene. Gleichzeitig mit diesem Unternehmen des Staates hit sich die Prlvatfpccula tion dem Schiffsbau zugewendet. Li Hung Chang, der eigentliche Gründer der gegenwärtigen chinesischen Kriegs flotte, hat unter der Firma : Norlh Chma Navigation Co." eine Achen gesellschaft in'ö Leben gerufen, welche bis Ende 188Z zwölf TranSportdampser gebaut Ha!, die den Handel zwischen den verschiedenen chinesischen Häfen den plumpen Junken enirisscn haben und in kürzester Frist rn Fahrzeuge für Kaeg zwecke umgewandelt werden können. Um tüchtige Mannschaften für die Flotte zu gewinnen, hat derselbe Chang Ausländer als Osficiere und Matrosen engagirt und hierdurch ist eS ihm gelungen, eine zuverlässtae und geübte Bemannuna zu erhalten : die Chinesen sind. wenn sie erst daS allgemeine Vorurlheil gegen den Beruf als Seemann adgelegt haben, sehr gut für den Dienst aus der Flotte zu verwenden. Die chinesische Flotte ist zur Zeit voll Iommen im Stande, der chinesischen Herrschast Respect auf den Meeren zu verschaffen ; ver großartige Fortschritt, den China in der Entwickelung seiner Marine in so kurzer Zeit gemacht, hat nicht seines Gleichen. Chma hat von Japan, besten Flotte noch vor wenigen Jahren die sernige so bedeutend über ragte, nichts mehr zu fürchten und wird rm ttrlkge mit irgend welcher europai schen Nation beweisen, daß eS über eine der besten modernen Kriegsflotten ver fügt. Vielleicht wird die KrieaStüchtiakeit der chinesischen Flotte demnächst aus die Probe gestellt werden und die Franzosen mögen .sich dann aus ein fchSn:S Stück Arbeit gefaßt machen. . . Der amerlkattlsHeNauvvQU. Die Behauptung einzelner Schwäd in fftfrntm h6 hl 3?tftrtfn Yt er vup VV . I V 14 fc Vfcr. Nordamerika in nicht ferner Zeit an den V.F.tftfn W n . on oaieion: oerrreoenen nauooau zu zrunoe gehen müssen, wird von dem österreichischen Nationalökonomen Dr. Rudolph Meyer in. dessen soeben erschienenen Zs. V .ct. cn.s.-.x . : Cff n r 11Werke iin-r nftn N,?,,, w wa gp VWMVIMIftV Amerika" gründlich widerlegt. Meyer hat seit zwei Jahren in Gesellschaft meh. rerer österreichisch?? Großarundbefltzer Y M 1 . 1 V . : ri v ... . ri t. tUUiltt ÜUltUICli UNÜ Wtl ourcq Jayien nach, dab die mittle, Staaten beute besser -rnten li,f, wie vor 23 Jahren. Die Farmer haben längst gelernt, den erschöpften Boden gut zu behandeln und ihm diejenigen tcZsv ..!.... . " sujujmjicn, roerqe ore voraus gegangenen Ernten verbraucht haben. Vertier fceM htr Nv v:. v -y - - -wvvuuiUtCfc UIC UIUHCIC Lezstungsfähigkeit djts, ftmttijamZHen

Arbeiters hzsvor und erklärt dieselbe durch dessen bessere Nahrung. Kleidung, Wohnung, größere Freiheit" der Vew:. gung und Befreiung vom Militärdienste. Diescn Vorzuz d?r amerikanischen Arbzi!

schlägt Dr. Meyer so hoa) an. daß er überzeugt ist, die emerilünizche Industrie werde in 15 Jahren nicht nur irgend welchen Schutz? nicht mehr bedürfen. sondern alle ettropalZckcn Markt? mit ihr?n ErznigniZsen überschw:mlnen. Fccncr zollt hiz Verfaner der Vlr t n?X Weise sein: höchste B-:rounderun y. in welcher in den Ver. Staaten da Po blem. ungeheure Ernten fortzuschaffen. gelüst w'.rd. In diese Bersahrcn er blick: er den Grund dasür, daß Ungarn einen großen Theil seinkS europäischen Marktes Mi Amerika abtreten mukte. L:tzte?eL versendet seine Producte billig im' Großen, während in Ungarn der Handel immer nock) von kleinen Anzi schcnhändlern abhängt, die von BauerHof zu Bauerhof gehen und um Malter und Mek: feilschen. Der ame'anische Bauer w:l y.:tn Tag, waS seine ErzkugNij,e lo'ien, er rann zu zeder Zeit Vorlchujie on tint Ernte erhalten,s:ine Elevator- oder Sveicher-Quittung ist s gut wie baares Geld. Bedarf dage gen der ungarische und im Allgemeinen dc? europäisch: Bauer Geld, rnü er stch an eini ländlich: Credit oder n) thekenbank wcndcn oder fällt Wucherern die yande. Endlich weisi'Dr. clever noch daraus hin, daß die Frachten in Europa fort n?äh?cnd "l:i;tn, während dieselben in Amerika immer niedriger werden. Ji dieser Buchung scheint der Verfasser zu Erkennen, daß der Frachttarif hierzu lande im Allgemeinen höher ist, al5 er den Verhältnissen nach sein sollte .und und daß man den Aufschwung unsercr Landwirthschast zwar selbst?. rständlich der Anlage zahlreicher Bahnen zuschreiUr. muß. das; aber derselbe der Verwal 7.5 dieser 5!-.:hr:ett nichi das Geringste verdanken hat. unsere Äi? icn luden cui) on vv.i;mern gegentter aus den Jrahtzn für deren Producte so vi?! heraus, als die letzteren nur irzer.d vertragen können, während st: stch in Europa mit etnent anständigen Nicken auZ dem Geschäftsbetriebe zu brgnügm haben. Vollkommen begründet dagegen ist dasjenige. waZ Dr. Mcy?r über die mechanischen BorrichtnZen, G tieide zu verladen und zu versenden, sagt, die er in Äm:rika wunderbar vollkonimen und in Europa merkwürdig primitiv nen.t. 23c:: Jnlanvt. Die A u ? l e g u n g d e s V 0 r b eHalts einer LebenSversicherungS'Pol'.ce für den Fall von Selbstmord war kürzlich wieder Gegenstand einer Entscheidung der Oöerbundesgerichts. Diese ging dahin, daß, wenn der Selbsimörder nicht im Stande war, die moralische Seite seiner Handlung zu verstehen, die Volic: trotz jenes Vorbehalt nicht verfalle; es gehört also nach dieser Ent scheidung vollständige Znrechnungssahigkeit seitens des Selbstmörders dazu, um den Selbstmord zu bilden, welcher dann die Police aufhebt. Die ungeheuer wichtigk Frage, ob Maultrommcln als Spielzeug oder als rnustkalische Instrumente zu betrachten stnd, ist endlich gelost. Das Bundesschatzamt hat entschiede!?, daß dieselben musikalische Instrumente sind und deßhalb einen Eingangözoll von 60 Procent zu entrichten haben; Newor ker Importeure von Waldteufeln und Mndcrklappern wollen den Versuch ma chen, diesen Artikeln ebenfalls die Aner kenntniß als musikalische Instrumente und damit einen billigeren EingangLzoll zu verschaffen, als Spielzeug zu entrichtcn hat. I n C h a r l e st 0 n, S. C , geht der Plan der Deutschen, dem verstorbenen General Wagener ein Denkmal zu errichten, der Verwirklichung entgegen. ES stnd jetzt $0000 zu dem Zwccke gesammelt und man beabsichtigt, eine Granit-Säule auf einem viereckigenPiedestal zu errichten. Das Piedestal trägt an seinen vier Seiten auf Bronzetafeln die Namen der im letzten Kriege von den vier deutschen Compagnien Gefallenen, und oben auf die Säule kommt ein consvderirter Soldat in Artillerie-Uni-form, das Abbild von General I. A Wagener, der hauptsächlich dazu beige' tragen,' die drei deutschen ArtillerieCompagnien in'Z Feld zu stellen. In Georgia werdendie Fenzcn bald ganz abgeschafft werden. Vierundzwanzig CountieS haben dahin gehende Gesetze passtrt ; die übrigen stnd auf dem besten Wege, denselben zu fol gen. Der Eigenthümer von Hornvieh und Schweinen wird also dieselben zu Hausehalten müssen, damit er nicht weitläusigen und kostspieligen Schadenersstzklagkn begegnet. Da5 Einzäunen von Vktreideseldern und Waldungen erforderte ein enorme? Capital, welches jetzt anderswohin fließen kann. Schon seit längerer Zeit geht man in kirchlichen Kreisen New JorkZ mit dem Plane um, Gottesdienst für Taubstumme einzurichten, doch konnte man bisher auf keinen Plan verfallen, welcher den Zroeck erfüllte. End lich fcheint'wan doch zu der Lösung der Aufgabe gelangt zu sein. Kürzlich fand in der Aula dcS St. Xavier'Z Colleg der erste Gottesdienst für Taubstem? statt. Pustor T. I. A. Freemün leitete denselben. Die große nä wir fast vollständig gefüllt und die Blicke der Anwe senden hingen an den Fingern deZ Geistlichen, der ihnen in der Zeichensprach: den Katechismus klllärte. Wie Pfarrer Freeman fazt, wird auch in Kürze eine Sonntaasschule iü: Taub stumme errichtet werden. Sie machte einen eiaenthürnlichen Eindruck, diese stumme Gemeinde, welche ansmerksam jede Bewegung des die 5?anzel einneh menden Geistlichen verfolgte- und aus seinen Mienen abzulesen ve,such!e, was er nicht mit den Fingern klar machen konnte. Ueber P e n s i 0 n L a n s p r ü ch e der Mütter von Soldaten, welche im Kriege gefallen sind, hat Sekretär Teller eine wubtice Entscheidung, abaeqeben.

Der Pensions - Co?,missär hatte iyn nämlich um eine gleichförmig: und maß-

gebende Auslegung der Revldlrten Statuten über den betreffenden Punkt er sucht. Der Sekretär hat nun cntschieden, daß der Vater zu den Dienstlei stungen eines minderjährigen Sohnes berechtigt sei, sei der Vater todt, so trete die Mutter an dessen Stelle. Der Vater oder die Mutter, die von ihren Kin dern abhängig waren, seien deshalb pensicnZberechtigt, wenn ein Sohn während des Krieges getödtet oder arbeitLunfähig gemacht wurde. Jn.C.anada beschwert man sich gegen den massenhaften Import vollständig mittelloser Jrländer, welche den Gemeinden schon nach kurzer Zeit zur Last fallen. Amerika kann nicht züm Armenhaus für Earopi gemacht werden und wenn es auch fehr Zweifelhaft ist, ob die britischen oder andere Behörden die Verpflichtung ersehen, für ihre Paupcsr zu sorgen, so ist doch wün schenswerth, daß sie durch angemestene Gegenmaßregeln auf diesk? Seite des Meeres daran erinnert werden. Ueber denaltenStreit zwischen den Farmern iö den kalifornischen Thälern und den Goldgräbern auf den Bergen sagt E?'Senato? Stewart von Nevada : Im großen Ganzen hat sich daS Suchen nach Edelmetallen niemals bezahlt. Nach der geringsten Schützung waren in den lekte'n 13 Jahren etwa 3.00?,000 Menschen theils direkt im Bergbau, theil in Lieferung und Her beischasfung der. Materialien für die Minen, westlich vom Mnnrnpp!, beschäs tigt. Nach der höchsten Schätzung betrug die Gcsammtproduction von Gold und Silbe? in allen Minen der PacisicKüste, in Colorado und den Territorien während derselben Periode nicht über ROOO.OOD.OOO." Die gesammte Ausbeute reichte also kaum hin, um jedem Arbeiter ein: JabreSeinnahme von $700 zu verschaffen. Was Einzelne mehr vcr dienten, das verdienten Andere weniger, und wenn einige Compagnien großeDividenden abwarfen, so gab cs dageger Hunderte, welcheBankerott machten oder mit Verlust arbeiteten. Die Farmer der kalifornischen Thäler sind cS jktzt müde. ihreFlüsse durch die Goldwäschereien und Erdwühlereien in den Bergen verschlam' men zu lassen, wodurch der doppelte Uebelstand entsteht, daß während der trockenen JahrcSzrit die Schissbarkeit dieser Gewässer beeinträhtigt wird und die Il:b:rsÄu:cmmungen während der Regenzeit alljährlich verderblicher auftreten. Da die Farmer, wenn sie einig stnd und ihre Jteresten verstehen, die kalifornische Gcsetzzebung beherrschen können, so steht zu crirarten, daß sie in ihrem' Kampse gegen die BergwerksCompagnien bald obsiegen und de: Bergbau solchen Einschräikungen und Vorschriften unterwerfen werden, dir denselben daran verhindern, fernerhin zum G?meinschaden zu werden. In New B r i t a i n, C 0 n n., machte seit Jahren eine Fabrik mit der Herstellung von Trinkbechern auZ Quasstaholz gute Geschäfte; das letztere, auch furinam'schcs Bitterholz genannt, ist so bitter, doß die aus ihm angese:tiatcn Becher den Flüssigkeiten, die sie enthal ten, diesen Geschmack sowie die Heilkraft der Quasiia mittheilen und diese Eicnschaft, auch wenn ste haustz im G:brauch sind, für lange Zeit bewahren. Die Leute benutzten die Becher mit Vorliebe als Wasserbcchcr. Die bet der Hechellung derselben stch ergebenden Holzab fälle werden alsVrennmaterial verwand. Jctzt werden in der Fabrik keine Becher mehr, sondern nur noch Abfälle hergestell. Die letzteren werden von einzel nen Brauereien gekauft, die entdeckt ha batU; daß Quassia im Verhältniste zu 'eint". LitterstosZg'.halte viel billiger ist al 5)opfcn. L ü g u m k ! 0 st e r (Schleswig-Holstein), 4. Nov. Srit 5karm erscheint hier unter dem Titel LügumklosterZeitung" ein deutsches Blatt, allerdings in so kleinem Format, daß es das kleinste politische Blatt in Schlesroig-Holstein, wenn nicht in ganz Deutschland ist. 0 t t e n s e n (SchleSwiz'Hslstein).4. Nov. Nicht geringe Alisregung hak in der Einwohnerschaft unserer Stadt eine Verfügung der Regierung hervorgerufen, durch welche die Aufhebung der hie stgen Jahrmärkte angeordnet wird. 1 0 ch 0 l t (Westfalen). 5. Nov. Auf dem Wege nach ihrer Wohnung wurden an einem de? letzten Abendc die Gcdrüder Wittflamm, beid: als ruhige, solide Leute bekannt, von dem Bergarbeiter Leimkötter und dem' Händler Säß ohne jede Veranlastunz angegriffen. Der ältere der Brüder, der auf Zeche Helene AmallVbefchästizte Tischler Wittstamm, erhielt ejnen Dolchstich in das Herz, so daß er sofort todt niederfiel, der jüngere Bruder konnte stch nur dadurch der Angreiser erwehren, daß er einige Nevol verschüste auf dieselben abgab. Die Mörder wurden verhaftet. Stettin, 3. Der. Der hiesige Danzig-Bahnhos ist heute - der Schauplatz eines entsctzlichcn Unglücks gewe sen, bet welchem leider 3 Personen ihren Tod fanden. Der FlenLbucger Dam pser Sccunda, Capt. Jensen, welcher dort vor Anker lag. wollte heute Morgen den hiesigen Hasen verkästen, als plötzlich eine heftigeDetonation erfolgte, rselche die Bewohner der den Bollwerk zunächst telegenen Straßen theilweise aus dem Schlaf schreckte. Der Donkig Kestel des Dampfers war exp'odirt und hatte aus dem Dampfer eine arge Ver Wüstung angerichtet. Dem HeizersÄirr mache? aus Flznsburg wurde der Kopf fast vollständig zersprenge, cr blieb auf der Stelle todt ; 'ein gleiches Söicksal ereilte einen hiesigen Bürger, den Eigenthümer 33. Calließ. derselbe befand stch als wachthabender Steueraufstch'.sbeamter auf dem Schisse und urde mit fort geschleudert. Seinen Tod beweint eine Wittwe mit 8 unerzogenen Kindern. Der erste Maschinenmeister des Schiffe, Jksten, erhielt gleichfalls schreckliche Verwundungen, an denen er zwei Stunden nach der Katastrophe verstarb ; auch ist er Vater von zwei Kindern.

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