Indiana Tribüne, Volume 7, Number 65, Indianapolis, Marion County, 23 November 1883 — Page 2

Sndiana Hriöüne. FSgllcZe- nd Sonntagsau5gaök.

Office: ISO O.Marylandstr. Indianapolis, Ind.. 23. November 1833. Drill oder Erkhuug". Großes Aufsehen erregt in Europa!

!"n kürzlich von dem österreichischen Erz. wahrscheinlich eine Steigerung deö bliesiherzog Johann gehaltener Vortrag über nchen Verkebrs vor, welche die Herab, .obiges Thema. Daß ein Habsburgers fiuna des VortoS auf 2 Cents voll

:vor dem Wiener militärwissenschastlichen ,Vere!n derartige -Ansichten darlegt, ist, sicherlich ein' gutes Zeichen von der Thatsache, da& eS heller und heller toirbj 'und daß die Umwandlung der gedrillten Maschinen l niiche VolkZheett Mer sich voUt, LlS an' wohl !ZZ?tt -sZben mochte. Der Erzherzog sagte a Wesentlichen Folgendes : I ? Bei dem furchtbaren Eindruöe der j Kampfe der neuesten Zeit gestalte sich der Widerspruch zwischen Selbsterya! tungStrieb und Pflichtgefühl immer gr5 ßer. Der Sieg des letzteren, welcher. ja den Werth des Soldaten . bestimme. !verde um so schwieriger,' je verschieden Artigere Elemente die Massenhaftigkeit htt- aufgebotenen Streitkräfte - bedinge. Die Ansichten, wie dieser Widerspruch auszugleichen wäre, seien getheilt. Wäh rend die Einen dies durch die Kräftigung der edelsten Leidenschaften erreichen wol !len, werde von- Anderen da? Mittel ihicrzu in der mechanischen Disciplin er iblickt und zur Erzielung derselben der 'strammste Drill empfohlen, ja der letz ,'tere geradezu alS Talisman gepriesen. ''Zur Unterstützung dieser Ansicht werde jrnit Vorliebe aus Deutschland hingewie sen, obwohl dort ganz andere Verhält nisse bestimmend seien. Die äußeren ! Förmlichkeiten, welche dort unter .Drill' iverstanden würden, seien schon durch Generationen eingelebt und und könn ten. Dank der höheren Intelligenz der Bevölkerung, ohne Schädigung der mit aleiöer Sorafalt aevfleaten Ausbildung ! welche Redner vom Drill scharf geschieden wissen wollte geübt werden! ( Der Erzherzog theilt keineswegs die 'weitverbreitete Ansicht, daß der Drill i das einzige Mittel sei, um im Augen j blicke der Gefahr den Soldaten zur Un Verordnung des Selbsterhaltungstriebes i.unter das Pflichtgefühl zu bringen, in :der Stünde der Gefahr gelte das Sau :fen der Kugel mehr als das Kommando des Vorgesetzten. In Oestreich bestehe leiser das Bestreben, Fremdes auch da nachzuahmen, wo es für unsere Verhältnifse nicht paßt. Seit 1866 suchen Viele' das Heil in der Drillung nach preußischem Muster; man halte dies wegen der Siege der Deutschen imJahre 1370 und 1871 für unfehlbar. Diese 'Siege seien aber nicht der Drillung zu verdanken gewesen, sondern anderen .Vorzügen der deutschen Armee und der Begeisterung des zur nationalen Einheit erwachenden Deutschland, welches von Preußen organistrt wurde.' Anderer! feits werde den Franzosen Niemand trotz ihres schlechten Drills, hingebende Tapferkeit absprechen können. Mangel hafte Organisation und Mobilistrung,' fehlende Einheit in der Führung und andere Fehler verschuldeten die Nieder läge aus der einen Seite, während Pflichtaesühl, WillenSkrast, Ausdauer und Tapferkeit im Vereine mit desun dernSwerther Organisation und Fuy rung die Siege der Deutschen herbei führten. ' Wenn der Drill heute in Deutschland noch aufrecht erhalten werde, fo geschehe dies zum Theile aus Pietät für den Kai j Wilhelm, der heute noch bei . der Wachparade den Rapport entgegen 'nimmt. Wollten wir den Drill, wie er lin Preußen besteht, bei uns einführen. so würden dies die Deutschen belächeln oder alS gute Freunde betrauern. .' Der Drill arte leicht in Spielerei aus. ciIn- seinen glücklicherweise seltenen AuS wüchsen vermöge er jeden Willen, zu tödten, den Menschen zur Maschine zu erniedrigen, den Scheingehorsam und -die Heuchelei zu erzeugen, oder er führe ;iur Verdumrnuna. ; Das Reglement schreibe vor, daß der Soldat ein: gerade, ungezwungene Hal ' tung einnehme; aus dem Exercierplatze 'aber gebe man dem Manne eine Hal ltung, daß sein vorgebeugter Oberkörper i.sast zur Erde saue. Die Hände seien aückVärtSgestreckt, die Brust herauSge ,boaen. das Antlitz zum Himmel gedreht. der Mann .glotze wie ein.Hvpnotisirter .vor sich hm. ' Die Mittel zur.Starkung des mora ir:tx. r:f.4.wt.'.'r:'..H v- m ?s tilgen üitiu" vinuju i vti HJ"Bc. 'des dynaliischen-VessthleS in der Festi !gung dir.Bande zwischen. Führer und Truppe, -rn der 'Veredelung und Stär - Ikung der Charaktere. - Der Comman 'dant müsse sich die Herzen seiner Unter 'gebenen gewinnen, dazu müsse er aber !auch selbst Herz vefitzen,nicht blos zeigen 'In der ru nschen Armee' verkehre der 'Ossizier sehr, Vielleicht sogar zu vertrau mit der-Mannschaft. In Deutschland sei das Gegentheil der Fall; derOssizier, elcher sich als Repräsentant der ersten Classe deS Staates .und der Gezellschas - betrachte stehe. . rnit der Mam.schast nur in dienstlichem Verkehre. In Oesterreich 'sei daS-Verhältniß .bei den einzelnen , 'Truppengättung'en berschieden. Dem Manne sollte aber hier und da gezeigt .werden, daß er an dem Ossizier auch einen wohlwollenden Freund habe. Bei !dec Jnsanterie sei ein näherer Verkehr mit der Mannschaft zu wünschen. Ueber Haupt müsse man auch im Rekruten daS -Ebenbild GotteS sehen. Der Vortrag - schloß mit den Worten:- .Man dnll ' Glicht, man erziehe ! ,- - i ' (?rsolg des 2 Centk-Porto. '. Ueber die Wirkung der Portoherab setzung auf den brieflichen Verkehr deS Landes läßt sich noch wenig sagen, 'indessen ist eS jedenfalls von Bedeutung, aß , der Verlaus der muen,ZvicentS,

Marken, nach Angabe des Postdevatte

ments, tt oem i. junooet noch gar nicht abgenommen hat. Der beispiellose Umsatz der ersten Wochen wurde theils auf die allgemeine Neugierde, theils darauf zurückgeführt, daß die gro ßen Geschäfte angesichts der bevorstehen den PrelSverringerung ihren Marken vorrath hatten ausgehen lassen und den selben nunmehr zu ergänzen suchten. Doch weder die Neugier, noch der Er gSnzungSproceß hält- in unserem raschlebigen Lande sechs Wochen an. Wenn daber der MarkenumsaK nnc mrztt so bedeutend ist. lieat bückst ,gmmen rechtfertiqen würde. Dann tS auch an Anträgen auf weitere Prelserlelchterungen nlcht fehlen. ES scheint indessen, . als ob Verbesserungen, namentlich in der Ablieferungsmethode, dem Publikum jetzt weit erwünschter wären, als noch günstigere PseiSbedin gungen. Die Post arbeitet im Allge meinen wohlfeil genug, läßt aber in anderer Hinsicht noch Manches zu truv schen übrig. , .. . Salomonische Eatscheiöung. Wahrscheinlich um die amerikanische Rechtsprechung im Allgemeinen und die Gesetze des Staates New Nork im Be sonderen lächerlich zu machen, hat soeben eine Jury in Newburg, N. I, einer Dame, die auf B r u ch des Eheverfpre chenS klagte, Z5Ü00 zugesprochen, weil sie an den Verklagten wirklich v e r h e i' athet war. Sie hatte wenigstens bewiesen, daß er ihr einen Trauring ge kaust, sie in Briefen als Gattin ange redet und Bekannten als seine Gattin vorgestellt hatte, was nach New Jorker Rechtsanschauung genügt, um eine Ehe vollgiltig zu machen. Erst nachdem die Klägerin emem ttmde das eben geae ben, wandte sich, ihrer Angabe zufolge, . c . , . oer unoanioare von lyr ao. esierer dagegen bestritt, daß er der Frau je die Ehe versprochen oder gar sie gehelrathet habe. Vielmehr habe er, während er .Beziehungen- zu ihr ausrecht erhielt, mit ihrem Wissen ein anderes ernstes Verhältniß gehabt. Die Jury aber fand einerseits, daß er wirklich mit der Klägerin verheirathet war, also sein Versprechen hielt, andererseits, daß er sein Eheversprechen brach und 55000 Schadenersatz zahlen müsse. ES wäre nun interenant, zu erfahren. welchen Weg dieselbe Jury einschlagen würde, falls der nämliche Mann von der Anderen" auf Bruch des Eheverfpre chens verklagt werden sollte. Denn er hat selbst eingeräumt, daß er mit dieser Anderen im VerlSbniß stand und sie zu heirathen versprochen hatte. Durch daS erste Verbiet wurde ' entschieden, daß er - . m. -. : n i cq i veryeiraiytt . war, sonst hatte er nicht wegen Bruchs- seines Ehever fprechens verurtheilt werden können. Gleichzeitig aber wurde entschieden, daß er doch verheirathet war. War er verhei rathet, so konnte er kein bindendes Ehe versprechen abgeben, war er dagegen ledig, so war daS Versprechen bindend. Wenn aber Emer gleichzeitig ledig und verheirathet ist, wie muß dann das Ur theil lauten? Angenommen ferner, der Mann bei rathete die Andere. Alsdann ist er offen bar Bigamist, weil er bekanntlich schon verheirathet ist. Heirathet er sie nicht. so kann sie aus Schadenersatz klagen, weil er nach der Entscheidung derselben Jury nicht verheirathet ist. Der Rich ter. der vleGeschworenen lnstrmrte, sagte: Uüas hier zu entscheiden ist, ist nur daS. ob wirklich ein Eheversprechen vorhan den war." Laien hingegen hätten ge glaubt, eS wäre auch zu entscheiden ge wesen, ob daS Versprechen gebrochen wurde, wenn eS zemalS vorhanden war. Die Jury glaubte jedenfalls der KtSge rin, die da behauptete, daß ihr die Ehe versprochen wurde, und dem Kläger, der ost.en erklärte, daß er sie nicht heirathete. . Wahrscheinlich wird das Oberaerickt dieser seltsamen Entscheidung nicht bei treten, doch unmöglich ist auch diese Be stätigung nicht. Aus alle Fälle zeigt der Vorfall wieder einmal deutlich, daß die yegesetze ich in emer Verfassung be sinden, die eineS Culturstaates von der Bedeutung der amerikanischen Union mehr alS unwürdig m. Reformen nach dieser Richtung hin können natürlich nicht in. 40 verschiedenen .Staaten und Territorien unternommen werden, denn da wurde höchstens em Chaos durch das andere abgelöst. Was - die Ver. Staa ten brauchen und die Nation über kurz ik... r ... - icjc v v ! . uuet tui,g cncigijaj jgrucin wiro, ist eine einheitliche Gesetzgebung. Dann wird es nicht mehr vorkommen können, daß Einer hier als verheirathet, dort, als geschieden 'gilt, ' in diesem 'Staate lalö Bigamist und.in jenen wegen Nichterfül lung eineSEHeversprechens verfolgt wird. Cliiuestscher SÄtcksalSglauve. Türken, und wohl Mohammedaner überhaupt, sind bekanntlich von der Un abwendbarkeit des von Allah über die Menschen verhängten Schicksals her artig überzeugt, daß sie sich eher von der Cholera binrassen, als gegen sie schützen lassen. Noch weiter im Schicksalöglau ben a'ikr gehen augenscheinlich die Chi nestn, die größtentheilS ihre buddhistische Religion ebenso wenig verstehen, wie z. B. unsere Neger im Süden die christ. !iche. Der neulich in Canton vorae i - kommene Ausstand, der die Europäer in solchen Schrecken vkrsetzt hat, war auf v:.r. r v . . . ukui viuiioaun arallsmus zurua zuführen. Ein Matrose vom englischen Zoll dampstr hatte in betrunkenem Zustande einen Chinesen erschlagen nd hätte nun f Y m m rw p nacy azlntstsazer Auslastung ohne Weite reS hmgenchtet werden müssen. AlS man ihn nun fortschaffte, um ihm den Proceß in gehöriger Form zu machen. waren dw Jopstrüger schon sehr erbit tert. Kurz daraus entzündete ein Vor tugiese, der bei der Hongkong und Can ton - Dampsbootgesellschast angegellt . I. or i M, 7 war, vie Pu.vermlne. lejer kann war als Wächter auf einer der Werften angestellt und hatte, den Befehl, zwischen

Sonnenuntergang und Sonnenaufgang !

keinen Chinesen irgend emeS der an der Werfte verankerten Schiffe betreten zu lassen. Gegen Morgen kam ein Chinese herunter, um einen Fahrschein zu kau fen. Der Wächter verwehrte ihm den Zutritt, eS kam. zu Thätlichkeiten, und schließlich stürzte der Sohn des himm lischen Reiches in's Waffer. Ob er hineingestoßen wurde, oder blos auSglilt, war nicht festzustellen. Nun hätte der Verunglückte sich allerhöchstens den Schnupfen zu holen brau chen. Hunderte von Kähnen befanden sich in seiner unmittelbaren Nähe, deren Führer ihn mit der größten Leichtigkeit hätten herausfischen können. Doch die Chinesen glauben, daß eS keinem Men schen 'zusteht, seinen Mitmenschen vom Ertrinken zu erretten, wenn Gott den selben hat in'S Waffer fallen lassen. Denn wenn Gott nicht will, daß jener ertrinkt, wird er ihn schon retten, vor der Hand aber ist anzunehmen, daß der Tod im Waffer sein vorherbestimmtes Schick sal ist. . So ließen also die Kahnsührer den Mann umkommen, als er aber todt war, erhoben sie ein wüthendes Geschrei gegen den Portugiesen. Der Lärm pflanzte sich fort, und schließlich zerstörte der Pöbel Eigenthum im Werthe von vier Million PfuTld, wosür natürlich die chinesische Regierung auskommen m;:ß. Freilich hat der Aberglaube schon ritt größeres Unheil angerichtet. Vom Inlands. In Springfield, O., lebt eine junge Mulattin, deren Hautfarbe in einem fortwährendenWechsel zwischen lesbraun und schneewelk beatmen lst, Die Farben gehen nicht nach und in einander über, sondern auf der braunen Haut erscheinen weiße, aus der weißen braune Flecke, welche sich vervielfältigen und vergrößern, 10 die ganze Haut die betr. Färbung angenommen hat. Mit unter ist das Mädchen an einem Fuße bis zum Knöchel so dunkelbraun wie eine Negerin und am andern ganz welv. Dieselbe Erscheinung zeigt sich an den Händen, Wenn das Gesicht schon ganz weiß geworden ist, bleiben die Augen lider noch längere Zeit dunkelbraun und daS Mädchen gewährt alsdann bei ge schlossenen Augen einen sormlich gespenstischen Anblick. Kürzn ach Beendigung der Sonntagsschule in derTrinity. Kirche zu Mobile versuchte der Küster durchLäuten der Glocke das Zeichen zum Beginne deS regelmäßigen Gottesdienstes zu geben, die Glocke gab jedoch keinen Ton von sich. Der Küster beauftragte mehrere Knaben, auf dem Thurme nachzusehen, ob sich etwa der Klöppel der Glocke tr gendwie festgeklemmt habe. Kaum hatten sich die Knaben entfernt, als die Glocke herabstürzte, sämmtliche Decken durch schlug und lm Keller unter der Klrche landete. Der Küster hatte kaum noch Zeit aus die Seite zu springen, als die Glocke an ihm vorubersauste. DaS Hängewerk der Glocke zeigte sich so morsch, daß eS die Last der Glocke nicht mehr tragen konnte. Auchietztnochaiebt eS, selbst in diesem ausgeklärten Lande, Leute, die an Liebestränke glauben. So wird von Council Bluffs in Iowa vom dortigen deutschen Blatte berichtet: Ein junges Mädchen deutscher Abkunst, Namens Bertha Sch r, hat sich durch einen Schwind! bethören laffen, sur schweres Oeld einen sogen. .LiebeStranl- zu kau fen, den sie ihrem Geliebten, an deffen Treue sie zu zweifeln angefangen hatte, unter geheimnißvollen Ceremonien und Formeln eingegeben hat, um ihn wieder an sich zu feffeln. Dem Geliebten, ei nn wacken Möbelschreiner, der an nichts weniger als einen Treubruch dachte, siel dak seltsame Benehmen seiner Braut auf; er drang in sie, ihm zugestehen, waS die Ursache sei und sie bekannte denn auch unter Schluchzen und Thrä nen, daß sie Zweifel an semer wahren Zuneigung gehegt, diese Zmeisel einem Bekannten mitaetheilt und von diesem ein unfehlbares" Mittel sur den 'reiS von fünf Dollars erhalten habe. Der Geliebte ließ sich die Flasche, die daS ..unfehlbare" Mittel enthielt, uberrel chen und von einem befreundeten Apo theker untersuchen, welcher feststellte, daß der ..LiebeLtrank" aus Lakritzenwa ser. vermischt mit etwas Aloe, bestand. Der LlebeStrankmlsche'e wurde zur Rede gestellt, mußte, wohl oder übel, die fünf Dollars wieder herausrücken und erhielt außerdem noch von dem Gellebten, der die Sache von einem, sehr prosaischen Standdunkie aus auffaßte, als Zinsen em i allen sieben Negendogen-ar ben schimmerndes Auge. Die Caluornrer machen immer neue Erfahrungen von der Un Wirksamkeit des ChinesengesetzeZ. Be kanntllch verordnet dieses, daß Arbeiter lKuliS), welche unser Land verlassen, em Zeuamk von unsern Bundesbehorden mitnehmen dürfen, daß sie zur Rückkehr berechtigt sind. Nun aber wird gearg Söhnt, daß diese KuliS ihre Zeugnisse in Cblna verkaufen oder verschenken, wo raus andere KuliS in ebenso großer Zahl an Unsere nuste kommen und Einlaß er ballen, da das Signalement auf ihrem Paffe auf fast jeden .himmlischen" paßt, die einander gleichen wie die Schafe in einer Heerde. ES soll Thatsache sein. daß . die Passe alle zurückkommen, und während über 1000 KuliS in diesem Jahre San Francisco auf dem Heim weae verlanen gaben, eben so viel neue sich mit ihren Päffen anmelden. Ein n euer Schwindel wird wie folgt beschriebe : .Zwei Reisende, anscheinend einander fremd, rlchten es so ein. dak sie aeaen Abend in der Wohnung eines Bauers zusammentref fen,' UN dort, über Nacht zu bleiben. Während ihrer Anwesenheit schließen die Beiden ein wichtiges Geschä t mit einander ab, welches der Unterschrist eines Zeugen bedarf. Der Bauer wird dann freundlichst ersucht, seinen Nararn zum Zeugniß des Uebereinkommens zu unterzeichnen. Später entpuppt sich dann da? Papier als eine Note, welche den Bauer zur festge etzten Zelt zur i . Wt !A. !V 'aoluna vraiennr: k?'.??.

DaS bisher nur in ziem-.

ich unbestimmter Form austretende Gerücht von den reichen Goldlagern. die man im Territorium Dakota und na mentlich in der Nähe von Lisbon entdeckt hat. beginnt i'tzt in so fern eme festere Gestalt anzunehmen, als die Kapitalisten und GlücköiZger, welche theils die Ge winnsucht, theils der ihnen angeborene abenteuerliche Wandertrieb nach Da ota aesührt, coloffale Maschinen kom. men laffen, welche die kostbaren Erze der Erde entreißen sollen. Von den nahezu T A s ! ant V l ntrt n .H. V tW &ttkllUlilfcil. viv utut uti w. UHU Stelle vorgenommen hat, ergab der Durchschnitt einen Gewinn von 520 per Tonne. Prof.Ls ne. ein praktischer Geoloae. dem eine la.igährlge Ersah rung zur Seite steht und der geraume r ?. ? es r i . -! 9 .....j"!ft . Jeu im 'aujuuflc uiu uu iiuujujijGjen Cavitallsten bestehenden isyndlkalcs in Australien und Südamerika, nach Gold gesucht hat, ist der Ueberzeugung, daß oie Nachgrabungen in Dacota vom besten Erfolge gekrönt sein , werden, da keine der Vorbedingungen fehlt, welche das Vorhandensein reicher Goldlager aus der Bodenoberflache anzuzeigen pflegen. D.i.e größte o a r m n I owa. Hochiniereffant ist der WirthschastSbe trieb aus der Farm des Herrn H. C. Wheele? in Sac County, der größten Farm im Staate Iowa. Dieselbe um aßt 0,400 Acker besten Prairielandes in einer ununterbrochener.FlZch'. Die gane Bewirthschsstung wird unter Oberauf sicht des Besitzers von einem Oberin spcctor geleitet und zerfällt in drei Ab hellungen, deren zeder wiederum em sondere? Verwalter vonteht. Außer ien ländlichen Arbeitern, deren Zahl in der letzten Saison 65 Männer betrug, wohnen Maschinisten, Husschmiede,Bau chrelner, ÄZagenmacher und sonstige Handwerkern aus derFarm,welche alle in bre Fächer fallenden Arbeiten besorgen.' Heuer war die Farm in folgender Weise bestellt: 1.200 Acker trugen Mais, 600 Weizen, 123 Hafer, 1,000 Flachs, 2.000 TimotheuSgraS, 100 Klee. Der Rest des Landes war als Weide. and, sowie zu Obst und Gemüsegärten verwendet. Den größten Theil deS Pflügen? verrichtet ein Dampfpflug, der gleichzeitig neun ISzSllige Furchen zieht. In der Ernte wu:den 8 Mäh und 5 Binde sowie 8 combinirte Mäh-und Bindcmaschinen verwendet. Alles Gelreide wird von 2 Dampf'Dreschr.laschi nen au'gedroschen, welche diese Arbeit in Monaten erledigen; alle Maschinen werden mit den abgehüisten Maiskolben geheizt. 125 Arbeitspferde bester Raste. 100 kurzhörnige Milchlühe und 100 Schweine füllen die Ställe. Die Farm ist weder als solche, noch in ihren einzel nen Abtheilungen eingesriedizt, doppelte Rechen von Wallnuß und CottonwoodBäumen umgeben die Farm, sonne ihre einzelnen Theile. Vom Auslande. Das preubischeMilitZr Wochenblatt schließt einen Artikel über das französische Heer und du allgememe Wehrpflicht mit folgender Zu)ammen fassung : Als Gesammtresultat unserer Betrachtung darf man wohl die Behaup tung als erwiesen ansehen, daß die französische ArmeeReorganisirung sich wohl den Buchstaben der deutschen Ein richtungen, aber nicht den belebenden Geist, derselben anzueignen verstanden hat, daß bei aller Anerkennung für die ungeheuren Leistungen des Staates und i. nrn i , ? . oer 'itogilllZleii eine imponirenoe tsucu macht organistrt aufzustellen, der Cha rakter der Massen, welchen jene bilden, in Folge der Widersprüche m den gesetz lichen Bestimmungen ein wenig gleich -.. r . , . .! ?. n(.!X..i! . arilges iseprage yar. ?le uuciajanig keit ist aber der Inhalt aller Krastbedin gungen des Heeres. So lange Selbstzucht, Erkenntniß und Selbstver leuanung, diese wahren Soldatentugen den. in der deutschen Armee Lebenskraft besitzen und derselben das einheitliche Charaktergepröge geben, wird sich die selbe alS ein fester Fels erweisen, an welchem die Brandung 'der. feindlichen Streitmassen machtlos zerschellt. Trotz der guten Meinung deS Grasen Kalnoky von der friedlichen Gennnung der russischen Regierung hat sich die österreichische Heeresleitung doch nicht abhalten lassen, einen in seiner Art bedeutsamen Schritt zu tbun, indem sie die rn Galizien stehenden Reiterregimen ter in feste Verbände gebracht und aus denselben zwei Cavalleriedlvlstonen sor mirt hat. ES ist hierdurch einigermaßen ein Gegengewicht geschaffen gegenüber den drei russischen Cavalleriedivisionen, welche löngS der russisch-österreichlschen Grerze dislocirt sind. Die Wiener Presse" er hält folgende ,' ebenso, unglaubliche wie streng verbürgte Mittheilung : Zu dem Oberlehrer einer hiesigen Kommunalschule kam dieser Tage ein junger Mann und bat um Auswechslung seines aus einen Mädchennamen lautenden Schul, zeugnisses gegen ein Zeugniß mit einem Knabennamen. Erstaunt fragte der Lehrer, wie man an ihn ein solches An sinnen stellen könne? Der junge Mann bat den Lehrer, er möge doch sein Gesicht näher in'S Auge safte, ?r werde in ihm eine seiner ehemaligen Schülerinnen erkennen. .Ich erinnere ich antwor tete der Lehrer, Sie sehen einer meiner Schülerinnen ausfallend ähnlich,, aber der Backenbart, der Schnurrbart. ..." Hierauf produzirte der junge Mann ei nen Bescheid der Statthaltern, in dem anerkannt wird, daß er das Necht habe, einen Knabennamen zu führen und wo rin zugleich der Schullehrer angewiesen wird, daS Zeugniß entsprechend zu än dern. Der Knabe hat aber in der That von seinem neunten bis zu seinem sechszehnten Jahre Mädchenkleider getragen, hatte das Haar in Zöpse geflochten,. sich als Mädchen aufgesührt, dem Unterricht in weiblichen Handarbeiten beigewohnt und erst in jüngster Zeit, als bereits auf seinen Wangen sich die Zeichen der Männlichkeit zeigten und er in eine Han delsschule geschickt werden sollte, rekla mirte er sein Knabenttcht ' ; ' Der schweizerische B u n deörath empfiehlt den eidg. Räthen den Beitritt zu der im März zwisüende

Vertretern der Schweiz, Belgiens, Ära s:lienö, Frankreichs, Guatemalas, Jta Uens, der Niederlande, Portugals, Sal vadors, Serbiens und Spaniens ver e!nbartenUebereinkunst,betreffendSchutz deZ industriellen Eigenthums. Der Be grisf industrielles Eigenthum soll nach dem Vertrag im weitesten Sinns des Wortes gelten und nicht nur die Erzeug nisse der Industrie, sondern auch solche der Landwirthschast und die minerali schen Producte in sich fassen ; letztere wenigstens insofern, als sie einen Han delSartikel bilden, wie z. V. Mineral wasser. Die Angehörigen jedes der vertragschließenden Staaten genießen nach der Uebereinkunft in allen anderen Ländern der Union hinsichtlich der Er findungspatente, der industriellenMuster und Zeichnungen, der Fabrik und Handelsmarken, der Handelsnamen, die glei-

chen Vortheile wie die Angehörigen dieser Staaten. Ueber die Entlassung Antoine'ö aus der Untersuchungsbast schreibt die Lothr. Ztg.: Um die Un tersuchungshast zu verfügen, ist der dringende Verdacht nothwendig, die der Untersuchung zu Grunde gelegten Handlungen begangen zu haben. Da das bis jetzt vorliegende Material nicht er giebt, daß konkrete Thatsachen vorhan den sind, die den Strasbestand deö Ar tikels. die Vorbereitung desHochverrsthZ betreffend, zur Folge haben, so hat daS Reichsgericht aus Antoine'ö Beschwerde hin den die Untersuchungshaft ausspre chenden Beschluß des Untersuchung? richterS aufgehoben, selbstverständlich ohne Kautionsstellung von Seiten An toine'S. Die Untersuchung selbst dauert fort. Wenn auch eine Verweisung An toine's vor daS Neich-gericht immerhin durchaus nicht ausgeschlossen bleibt, so ist doch, wenn nicht wesentlich neue Gesichtspunkte im Laufe der weiteren Un terfuchung sich ergeben sollten, eine Verurtheilung Antoine'ö nicht mit Wahr scheinlichkeit zu erwarten. In demMiddleessex-Ge-fängnisse, Coldbathsields in England, fand am 23. Okt. wieder seit langerZeit die Auspeitschung mittelst der nenn schwänzigen Katze an drei Individuen statt, welche üdersührt sind, mehrere Beraubungen durch Garottiren (Erdrosselungen) in den Straßen von London in den Abendstunden verübt zu haben. Die furchtbare Strafe wurde an den Ucbelthätern in Gegenwart des Gefäng niß Gouverneurs, eines Arztes und mehrerer Wärter ausgeführt. NachWie dergenesung der Gezüchtigten haben die selben sofort eine siebenjährige Zucht hausstrafe anzutreten. N e u N u p p i n, im Oktober. Seit längererZeit velschivandea lincc hiesige? Ladeninhaberin werihvolle Gegenständ?, wie Ringe, Goldsachen, Kleiderstoffu. s. w , ohne daß kö gelang, den Die ben aus die Spur zu kommen. Endlich fügte eS der Zufall, daß der Sohn eines HauSwirths die HandelLfrau Niquet .1X.---tX.l- .. V'.t.lt.. f' l 7r. uoerrlliqle, roie oieieioe veriazieoene ise genstände in ihrem Holzstalle vergraben wollte. .Auf die bei der Polizei hiervon erstattete Anzeige wurde sofort eme um fassende ' Haussuchung vorgenommen, die ein so überraschendes Resul tat .zu Tage förderte, dab sofort die 9iiquel mit ihrer Tochter in Haft geuommen , wurde. Ja der'. Hast verlangte, die .Tochter der Nlquet. noch einmal zu ihrem drei Monat allen Kinde gebracht zu werden; diesem Verlangen wurde Folg: gegeben, doch, in der müt terlichen Wohnung (angelangt, gelang eS dem jungen Mädchen, dem sie beglei tenden Beamten zu entkommen. Als man endlich die Spur der Flüchtigen entdeckt, war sie der Hsnd des irdischen Richters bereits entrückt, sie hatte auf dem Kirch Hofe ihrem gänzlich zerstörten Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Doch nicht genug mir dem Tode dieser Person. Nachdem er Kenntniß von dem Diebstah! der N'.quet erlangt, erschoß sich der' Bräutigam derselben und Vater ihres Kindes, der Unterosficier und Ca pitän d'armes Viereck, ein von seinen Vorgesetzten gelobter und geachteter Mann, der von. dem , sauberen Treiben seiner Braut keine Ahnung gehabt haben soll. . so o t n a, 24. unoscr. E.n in un serer Stadt zusammengetretenes Comite hatte beschlossen die Lutherstätte. Zöls dors, d. h. den Ort in der 1)'.ähe von Borna, wo der große Nöformator einst ein kleines Landgut besaß, durch ein Denkmal auszuzeichnen und dasselbe am BeburtStage Luthers zu enthüllen. Durch ein Mißgeschick, ron welchem der Hauptbestandtheil des Denkmals aus dem -Transporte betroffen worden ist, ist dies vereitelt worden. Der groß: Obelisk von Granit, dessen Lieferung nach Schweden vergeben worden war, ist nämlich beim Trankport an der Küste in die Ostsee gesallen. An die Möglichkeit. einer Hebung deö versunkenen Obelisken fdll aber vor nächstem Früh jähr nicht zu denken fein. Lands Hut' (Schlesien), 2. Nov. Eine Zauberin stand vor einigen Tagen vor dem hiesigen Landgerichte. Die des Betrugs angeschuldigte Josepha Zöllner v.n Fürth hatte als Wahrsa gerin" und Zauberin" so gute Geschäfte gemacht, daß sie schon 'innerhalb zwei Tagen ' 84 Mk. vereinnahmte. Frauen und Mädchen nicht nur au den unteren Volksschichten, sondern sogar aus den besten Kreisen der Gesellschaft haben sich in ihren HerzenSnöthen dieser Zauberin" bedient. Die. Verhandlung ergab merkwürdige Dinge ; o wurde sür 33 Mk. ein Zaube?pulver verabsolgt, das, um daS HauS gestreut, einen Käuser herbeilocken sollte und das überdem noch die Eigenschaft angeblich besaß, eine alte Erbtante bei Ausstellung des Testaments im gewünschten Sinne günstiger zu stim men. Mit 21 Mk. erkauste sich ein liebe glühendes Mädchen das Herz ihres fernen Geliebten und versicherte sich noch ebenem seiner .unverbrüchlichen Treue und dergl. mehr. Die .Zauberin" be diente sich bei Ausübung ihrer schwarzen Kunst eines Zauberbuches und ' eines .Zauberspiegels- (ein schlichter Rasir spiegkl). Josepha Zöllner wurde we gen 11 Betrugevergehen zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt.

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