Indiana Tribüne, Volume 7, Number 64, Indianapolis, Marion County, 22 November 1883 — Page 2
Sndimm Hriöüne.,
FögliHe- und Sonntagsausgaök. Office: 120O.Mart)lanbstr. Indianapolis, Ind., 22. November 1883. Wucherer. Credit ist bekanntlich im gesch2stl!chen Leben beinahe so viel erth, wie baareS Geld. Der Credit oder das ßcnbett Vertrauen, das sich der Geschäftsmann durch Tüchtigkeit undEKrlichkeit ertaubt, fördert seine Thätigkeit, wie' der Thau die Saaten, der Credit dagegen, der sich ausdrü ng t, istein Fluch. In New York haben die Psandonkel ein neues System ausfindig gemacht, den Leicht sinn, namentlich der Jugend, anzubrüten. In den dortigen Zeitungen kann man täglick lesen : Liberale Vorschüsse werden auf Gehalte gewährt. Nachsre gen sind an das Postfach No. 783 zu richten." Ein junger Mann ist so verKünftig, die Erfahrungen mitzutheilen, die er solch' einem schändlichen HalSab schneide? gegenüber gemacht hat.. .Ich bin als CommiS in einemGeschastShause an der Nassaustraße angestellt und ver diene 512.00 wöchentlich. Vor einigen Monaten bedürfte ich, um leichtsinnig gemachte Schulden vünktlich bezahlen zu körnen, des Betrags von $40.00. Zu fällig las ich eine jener Anzeigen, in den:n Darlehen auf Gehalte angekündigt werden. Ich richtete an das ange gebene Postfach meine Anfrage und erhielt umgehend die Adresse : W. Rodman Winölow, Zimmer No.22 in Van derbilt'Block an der Ecke von Beckmanund Nassaustraße. Dort theilte mir ein Mensch, der vor lauter Wohlwollen und Gutherzigkeit förmlich überzufließen schien, nachdem ich ihm meine Verhältnisse wahrheitSgetreu geschildert hatte, mit, daß ich ein Darlehen von $50 erhalten kann, wenn ich Anweisungen auf meinen Gehalt von le $6 auf sieben Wochen und von $8 aus die letzte Woche ausstellen und eine Bcfcheinigung des KasstrerS in dem Ge jchäfte, in dem ich angestellt war, bei bringen würde. Der Kassirer meines VezzzaftS stellte m:r aus mem dringen des Bitten, wiewohl höchst ungern, die erforderliche Bescheinigung aus und ich fand mich mit solcher und meinen schrist iichen GehaltScessionen am nächsten Tage wieder bei dem diScreten Freunde der jungen Leute", dem Wucherer WinS lov, ein. Dieser behändigte mir $39 5 CtS. und eröffnete mir, daß die im Voraus zu entrichtenden Zinsen und Gebühren $10.93 betrugen. Ich habe das Geld genommen, habe es durch die größte Sparsamkeit fertig gebracht, mit dem Neste meines Gehalts, der mir nach den. Abzügen verblieb, auszukommen und bin ein ehrlicher Mensch geblieben.' Das mir zu Theu gewordene Darlehen habe ich sonach xxt 250 Prozent, pro Jahr verzinftaber ich kenne Beispiele, daß andere junge Leute, um Theilzah lungen der an ihre Ausbeuter abgeführ ten Gehaltszahlungen zu erlangen, noch viel größere Opfer bringen mußten. Ich halte es für meine' Pflicht, meine Ersahrung zur Warnung! für Andere zu ver öffentlichen und bemerke, daß die öal lunken, die derartige Geschäfte machen, den jungen Leuten da? Geld, förmlich ausdrängen. Auf den Papieren, die ich auSzusertiaen hatte, kam der Name WinSlov nicht vor, sondern dieselben lauteten auf einen gewissen Adam San derS.- Die vorstehende Warnung ver dient entschieden Berücksichtigung; die .N. I. Times" fügt hinzu, daß eine Firma von der. Sorte des Rodman WmSlow jeden Samstag n 124 Ge lchäften die ihr abgetretenen Gehalts betröge erhebt, und daß zwar in den meisten, aber durchaus nicht in aller Geschähen der Samstag Zahltag ,st. i Qin englistSes Urtheil. Die amerikanische Presse hat dasAer, dienst, daß sie seit Jahren aus ldie Ber pflichtungen aufmerksam gemacht, welche dem amerikanischen Volke und seinen Vertretern denJ.ndianern gegenüber ob' liegen, daß sie stets auf den Schutz der den Indianern vertragsmäßig zustehen den Rechte gedrungen und Willkürlichkeiten und Pflichtverletzungen einzelner Beamten önentllch an den Pranger ge stellthat. ES läßt sich nicht leugnen. daß unsere Republik sich mannigfach an ihren sogenannten Mündeln versündigt hat und wohlthuend berührt eö daher. zu lesen, wie ein hervorragendes Blatt, der .Lond. Tel. onen und unumwun den dasjenige anerkennt, was an dem bisherigen Verfahren unserer Regierung den Indianern gegenüber zu loben ist. .Im Großen und Ganzen sind sich die Vertreter der amerikanischen Nation ihren Verpflichtungen gegen dieJndianer stets bewußt gewesen und die Erfolge, welche sie mBetreff derFöroerung wirkn cher Civilisation unter denJndianern ge habt haben,dürfen nicht unterschätzt wer den. Die ungefähr 250,000 Indianer, welche innerhalb der Ber. Staaten ic ben. sind auf 59Reservationen vertheilt. Jeder derselben steht ein Agent vor. und von diesen Beamten haben q al lerdingS viele - als durchaus unfähig. emttlne als Schurken bewiesen. Sei Jahren aber muß ein Fortschritt zum Besseren anerkannt werden und zur Zeit giebt es nicht wenige Männer unter den JndlanerAgenten. die für ihre Psteg befohlenen mit derselben Gewisienhastig keit und demselben Verständnisse sür ihre Bedürfnisse sorgen, wie die Beamten der britischen Regierung sür die Eiagebore nen Ostindiens. Wir halten das Lob, das wir mit diesen Worten aussprechen, für -ein sehr hohes, aber wir halten es aufrecht. Wir sehen jetzt eine größere Anzahl Agenturen, auf oenen oie Vqu len von den zungen Jnolanern icguma ßig besucht, die Werkstätten mit Lehrlin gen angefüllt, der Boden ration:ll be wirthschaftet wird und selbst die Religion etwaSme'r geworden.iS. als eine bloße
äußerliche'Form. Auf diesen Agentüren
wenden sich die Indianer in der That rasch und gedeihlich der wirklichen Eioi lisatlon zu, nehmen sie die Gebräuche und die Klndung der Weißen, sowie die englische Sprache an. Die schon be jährten Mitglieder de? Stämme sträu den sich beharrlich gegen jede Arbeit und ynen gegenüber ist Zeder Versuch, sie an eine neue Ordnung der Dinge zu ge wöbnen, erfolglos. Diele Generation muß natürlich au? sterben, aber ihr folgt in meh?erenThei len des Landes ein Geschlecht, das den Namen-wirklich civilistrte Indianer" verdient. Die ungeheure Ausdehnung dcZ Landes und mehr noch die weißen Erenzstrolche, sswle die Willkür cinulner übermächtiger Corporationen er schweren der Regierung ihre Ausgabe ungemein. Die Weißen dringen in die Reservationen ein und nehmen das Land der Indianer in Besitz. Eisenbahn Compagnien fuhren ihre Bahnen durch die reservirten Ländereien, ohne für das von ihnen benute Land auch nur einen Cent zu bezahlen, trotz aller Verbote wird Whisky an die Indianer verkauft, und die Regierung ist nicht im Stande, diefr Treiben Einhalt zu gebieten. Trotzdem schreitet auch in der BeHandlung der Indianer das Werk heilsamer Reformation vorwärts und die Regle rung thut, maS sie kann, dasselbe zu un terstützen. Wi? hegen die feste ueber zeugung, daß in den Ver. Staaten civilistrte Indianer leben werden, wenn ber Grenzstrolch, der räuberische Hirt und jede Art Mißachtung der Rechte der Indianer schon längst zur Mythe geworden sind. Deutschlands 1883er Wein. Der Kölnischen Zeitung vom 2. Nov. entnehmen wir folgende Berichte über Deutschlands diesjährige Weinernte: Wenn man mit der Traubenlese auch im Allgemeinen qualitativ zufrieden ist, so ist dieses doch theils nur dem Herrschenden Wemmangel und der großen Zahl der voranaeaanaenen Fehljahre zuzuschreiben, denn der dieSjährigeHerbst liefert einmal wieder ein verkaufSsähigeS Product, wodurch die Schrecken der schlechten Weinjahre verblassen und vertrieben werden. Obgleich wir auch in diesem Jahre in Deutschland nach Trau bensorte, Lage, Boden, Klima und son stigen Verhältnissen ganz bedeutende Unterschiede in der Qualität der Weine haben werden, so steht es doch bereit? fest, daß durchweg die Qualität als starr mittelgut" bezeichnet werden muß. und daß wir, neben etwas seinen Wei nen, einen recht trinkbaren Schoppen bekommen werden, an welchem eö be kanntlich sehr fehlt, weshalb durch denselben eine recht fühlbare Lücke auSge füllt werden wird. Wäre die letzten vier Wochen vor der Lese noch sonnig geworden, so hätte em fast guter Wem hergestellt werden können, allein daS Geschick war nicht günstig, sondern gewährte statt Sonnenschein starke Nie derschläge, wodurch an vielen Stellen Traubensäule eintrat. Die Qualität der blauen Trauben, namentlich der Spätburgunder, ist in diesem Jahre verhältnißmäßig sehr gut, denn eS wurde ein hoher Zuckergehalt gesunden. Derselbe bewegte sich viel fach .über 90 Procent der OechSleschen Most'maae und in AßmannShausen sol len über 100 Procent OechSle gemessen worden fein. Die Portugiesentraube war sehr mostreich, aber veniger gut; der Zuckergehalt ging wenig über 80 Grad Oechsle ber 7,3 Procent Saure hinaus. ' Der blaue Frühburgunder wurde sehr gesucht und auch gut bezahlt. Die Vorlesen der weisen Trauben waren meist geringwer thig; über 84 Grad OechSle ging der Zuckergehalt selten hinaus und dieSäure stellte sich zwischen 7,2 und 9,5 Procent. Die Hauptlese ist jedoch bedeutend bes m . . - r tv, venn .oer Juaergeyan geyr vieisaq bis zu 90 Procent OechSle und höher? Auslesen erzielten bis 105 Proc.OechSl und es ist vorauszusehen, daß bei Schluß der diesjährigen Lese noch höhere Mostgewichte zum Vorschein kommen werden. Der Säuregehalt des besseren Mostes ist zwar nicht gering, aber doch auch nicht bedenklich hoch ; derselbe wurde zwischen 6,2 und 8.6 Procent befunden, während ganz geringer Most felbst 10,5 Procent Säure zeigte. Während das Urtheil über die Qua litat der blauen Trauben für fast alle weinbautreibenden Gaue Deutschlands passend ist, weshalb eine Trennung nach Gegenden nicht erforderlich schien, wird bei den weißen Trauben eS nöthig, der verschiedenen Landstriche einzeln zu ge denken, da die Verhältnisse solches ent schieden bedingen. 1) Nheinprovinz. Die Lese der weißen Trauben ist am Rhein, der Nahe und der unteren Mosel größtentheilS beendet, während dieselbe an der Saar und der mittleren Mosel meistens noch aus steht. In letzterer Gegend hat jedoch eintretende Traubenfäule vielfach zuVor lesen gezwungen. Der Zuckergehalt des Mostes geht bei Riesling bis zu 96 Grad Oechsle hinauf, während derselbe bei den geringsten Trauben nur 73 Grad OechSle zeigte. Oesterreich oder Iran ken wogen bis 92 Grad OechSle, Kleinbergcr bis 90 Grad. 2) Hessen. Rassau mit dem Acingau, daS der Spätlese huldigt, hat nur in den wenig begünstigten Lagen die Lese beendet m?d in den anderen Weinbergen die faulen Trauben vorgelesen; die Hauptlese in allen guten Lagen steht noch aus oder ist eben begonnen. Die Vorlesen ergaben Mostgewichte bis zu 85 Grad OechSle; es wurden dasü? Preise von 15 bis 30 Pfg. sür i kg Trauben und Maische bezahlt. Verstei gerungen vonTrauben aus demStock er brachten zwischen 450 und 690 Mark süt den Morgen oder i lia. Untersuchungen von besseren Trauben, die sich zu Auslesen eignen, ergaben über 100 Grsd OechSle. 3) Großherzogthu m H e s e n. Die Lese ist größtentheilS been, det und hat ein ersreulicheS Resultat geliefert, da die Qualität zufriedenstellend
I übertroffen hat. A)as üjcongcnjtcqi far i Ä S7 jmm. . -
4USilii bIMo Vl9 9" --vtr vymw viwai hinauf; geringe Landweine zeigen aller dingZ nur 70 Grad. Die Säure betrug in Auslesen nur 6 pCt., während geringe Landweine 10 pCt. Säure und selbst mehr zeigten. 4) D ie Pfalz hat die Lese größ tentheilö beendet. Wenngleich das Quantum weit größer ist als erwartet wurde, und fast i einer vollen Ernte be trägt, so ist man ooch nicht ganz zufrie den, da die Qualität infolge des Eintritts der Traubensäule und der dadurch bedingten Frühlese nicht überall nach Wunsch ausgefallen ist. Am oberen Gebirge betrug daS Mostgewicht 0380 OechZle, an der Haardt dagegek Txi 5'S 102 und einzelne Auslesen hab: einen noch höheren Zuckergehalt. Die Säure schwankt zwischen 6.5 und 11 0 pro Mille. Äenngleich der Traubnverkauf rch weviger belangreich gewes.n alö erwartet wurde, fo war derselbe doch immerhin von Bedeuti'ng. Am obersten Gebirge stellten sich die Preise j?,ischen 7 und 14 M. perhotte von 40 i!er und tS sind dort große Mosiquanti:äten in PreiSanlagen von 270 bis 300 Mark zerkäuflich; an der Haardt gingen jedoch oie Preise für gemischte Trauben bis zu 27 Mark für 40 Liter hinauf. Von, dem billigen GebirgSmost erwartet man iinen angenehmen Tischwein, der sich dem 1878 ebenbürtig erweisen soll. OT !.( Ainn 5 ,11. Ittrrtrv A.tU i 5. Die M a in geg end hat oliich falls die Lese größtentheilS beendet. ES konnte Nicht langer gewartet werden, da Traubensäule eintrat, wodurch nament llch die Sylvanertrauben litten. Der Most wog bis zu 95 OechSle; die Säure stellt sich zwischen 7,4 und 10,5 Proz. ES ist alle Aussicht dasür vor. Handen, daß der 1883er ein angenehmer Mittelwein wird, der den 1878er höchst wahrscheinlich ubemiftt. 6) Würtemberg. Die Lese ist beendet und zufriedenstellend ausaefallen, wenngleich die Qualität nach den Thalern und Lagen sehr wechselt. Am untern Neckar fowie im Taubergrund stieg daS Mostgewicht einzeln bis zu 92 Gr. OechZle hinauf, wahrend die Trau ben ouS gerinocn Lagen vielfach nur 6575 Gr.. Oechsle zeigten. Die Traubenfaule war eingetreten und es batten darunter namentlich die weichen Sorten zu leiden. Die Preise stellten sich zwischen 15 und 35 Pf. daS Liter Maische und 7 bi? 15 Pf. per Kg. Trauben. 7) B a d e n. Auch hier ist die Lese fast beendet. Quantitativ ist man sehr zufrieden. Die Qualität wild gelobt; oer Zuckergehalt des Mostes soll bis zu 98 Grad OechSle hinaufgehen. Meistens dewegt sich jedoch daS Mostgewicht nur zwischen 70 nnd 80 Grad, bei geringem Most soll dasselbe selbst noch hinter 65 Gr. Oechsle zurücktreten. Die Preise für Most bewegen sich zwischen 35 und tt)0 Mark die Ohm von 150 Liter je nach Qualität; der Handel in blauen Trauben war ziemlich lebhast,bei weißen TZauenZist derselbe jedoch schleppend. Bom Jnlanve. 3s demBemühen, auS s2imN llchm vorhandenen Census - Auszeichnungen mit einiger Sicherheit auf die gegenwärtige Zusammensetzung der Be völkerung der Ver. Staaten zu schließen, kommt die Jll. Stöztg." zu dem Ne sultate, daß 1880, die Gesammtbevölke. rung in runder Summe auf 50.000,000 angenommen, in den Ver. Staaten lebten : Germanen 30.000.000 Celten 10.000 000 Farbige G.000.000 Alle anderen Rassen 4,000,000 Diese Schätzungen wollen nicht als mathematisch richtige Beweise gelten, kommen aber der Wirklickkeit jedenfalls ziemlich nabe. Auf alle Fälle flcht eö fest, daß die Bevölkerung dieses Landes eine überwiegend germanische ist, und daß von den Germanen die Deutschen den größten Antheil zu der Gesammtbe völkerung, wie sie jetzt, geliefert haben. Und da besonders in dem letzten Jahr zehnt vor dem letzten Census, und in dem seitdem begonnenen, die deutsche Einwanderung so desonderS groß, ge vesen ist, so wird dieser Antheil in der Folge ein noch größerer sein. Die in Boston in voriger Woche versammelt gewesenen Vertreter sämmtlicher Baptisten Gemeinden in den Ver. Staaten und in Canada ha ben den im vorigen Herbst angenommen nen Namen Congreß" in die Bezeichn nung Herbflversammlung" umgewan delt. Dieses Versahren entspricht dem Bestreben der Baptisten, einer jeden einzelnen Kirche eine möglichst unbe schränkte Selbstverwaltung zu wahren. So werden auch jene Herbstvrrsamm lungen nur abgehalten, um den Mei nungSauötausch über Fragen, welche die Kirche betreffen, zu fördern, dagegen werden weder Abstimmungen vorgenom men, noch Beschlüsse gesaßt, durch welche die einzelnen Gemeinden in irgend wel cher Beziehung gebunden werden könnten. Der durch seine Verheira thung mit der fetten Schönheit eines New Yorker Museums öster genannte MoseS scheint eine förmliche Leidenschaft für monströse Weiblichkeiten zu haben. Während seines kürzlichen Aufenthaltes in Baltimore war er im Ansang noch durch den Verlust seiner fetten Gattin tief gebeugt, tröstete sich aber bald, als er in einem dortigen Museum ein jun geS Femininum erblickte, das ohne Arme geboren ist. Der nunmehr wieder glück liche MoseS hat fich mit dem .Mädchen ohne Arme? verlobt. Was der geliebten Braut ihre Sinnlosigkeit einträgt, wird nicht berichtet. In einem der Hotels in Jdaho Spring besindet sich da Bild eines Mannes von militärischem Aeußeren, dessen Carriere als Soldat interes. sant ist. Der nachmalige General A.' W. Donivan gab bei Beginn des Krie geS mit Mexico seine glänzende advoka torische Praxis auf, trat in die Freiwilliaen der Armee ein und wurde sofort
! als Obttji Ui l. berittenMFrttwilli'
geniRegimentS des Staates kiour? erwählt. Ausfallend ist die Ähnlichkeit der Namen Donivan und Xenophcn und dieselbe Ähnlichkeit bietet die Geschichte beider Soldaten. Wie der große grie chische Heerführer hat Donivan einen der bemerkenewerthesten Märsche auöeführt, von denen die Kriegsgeschichte be richtet. Mit dem genannten Cavalle rieregimente von Fort Leavenworth auf brechend, marschirte er nach Mx'ci,v?n da über Chihuahua und Del Slvut nach New Mexico, welches er eroberte, nahm an den Schlachten bei Brasito und Chi huahua Theil, verlor in beiden einen einzigen Mann, tödtete 600 Feinde. nahm dieselbe Anzahl gefangen und l:qtc in 13 Monaten die Strecke von 8000 Meilen zurück. WelcheFortschritte dieWelt in einem Jahrhundert gtmacht hat! George Washington, der erste Präsident der Ver. Staaten sah nie ein Damps. boot; John Adams, der zweite Prüsi dent dieser Republik, erblickte nie eine Eisenbahn; Andrem Jackson,de: siebente Präsident, wußte nichts vom Telegra phen und Abraham Lincoln, der sechzehnte Präsident, ließ sich nichts vom Telephon träumen. Peter Smu ll, der Pserde dieb, welcher angeblich nahezu 40 Tage gefastet hatte, ist auö dem Gefängnisse zu Belvidere, N. I., entkommen. Ein anderer Gefangenet begab sich inSmull'S Zelle, unter dem Vorwande, dessenLam 1t mit Petroleum zu füllen, zu einer Zeit, als die Tochter des Sher'sfZTHür. Hüterin war. Plötzlich machten sich die Heiden Gcsangcncn auf und davon. Smull ist, wie man vermuthet, über den Delaware in's Pennsylvanische gcgan gen. ,Daß eS mit seinem 'Fasten" eitel Wind war, beweisen mehrere Brod-und Kuchenkrusten, die in der Zelle gesunden wurden. Smull hatte die Brode und Kuchen ausgehöhlt und die Krusten liegen lassen, damit eö ckuSsehe, als -vcnn er gar nichts gegessen hätte. Auf Hallett'sPoint amyell Gate, N. B ., wird mit dem Bau eines LeuchtthurmeS begonnen, besten electrischeS Licht nach Sandy Hook und bis New Nochelle am Lang Island Sund sichtbar sein soll. Der Thurm wird von Eisen und ohn-, die Kuppcl 230 Fuß hoch gebaut werden, um auch zur Nacht zeit die Schisfahrt dort zu sichern. In Ar k a n saö g i e b t eSnoch heute Hunderte von Farmhäusern, in de nen sich kein Kochofen bcsindct. Die Besitzer derselben wollen von irgend wel cher Neuerung absolut nichts wissen ; daß diese Leute eö sür ein . Unglück halten, wenn in ihrer Nähe eine Eisenbahn gebaut wird, kann nicht auffällen. Kürz lich hat ein Farmer sein Landgut dillig verkauft, weil eine im Bau begriffene Bahn blos 30 Meilen von demselben entfernt angelegt wird. In der Mont erey B ai an der Küste von Californien wurde kürzlich ein zestreister BarS gesange.,' der neunzehn Pfund wog. Dieser Fisch rührt von der Brüt her, welche die Bundes Fischereicommistäre an der Küste des Stillen Meeres hat aussetzen lassen. Die schwersten Fische dieser Art, die bisher an jener Küste gefangen wurden, vogen bis zu 4 Pfund. An der Küste )es atlantischen Oceans erreichen diese Fische ausnahmsweise eine Schwere bis m 90 Psund und Präsident Arthur hat während seines letzten AusentZalt da selbst einen BarS von 70 Pfund Gewicht gefangen. EineActiengesellschaft hat unter dem Gesetze deS Staates Georgia Corporationsrechte erhalten, deren Auf gäbe eS ist. die geschichtlich denkwürdige Heimath deS Alexander H. StephenS, die bekannte .Liberty Hall" in Crawfordville anzukaufen und in dem Zu stände zu erhalten, den sie bei StephenS'
Lebzeiten hatte. Man hofft, das Grundstück sammt Zubehör sür 6,000 erwer ben zu können. S ch u e in sur t. 28. Octbr. Vom Schwurgericht inWürzburg ist die ledige Fanny Kahn aus Kleinbardorf, die pi kante Tochter eines dortigen Viehhänd ierS, wegen KindSmordS zu drei Jahren Gefängniß verurtheilt worden. heilbronn(Württ.), 31. Oct. Der in einem hiesigen Bankhause be schäftigte CommiS Robert Mayer ist nach Unterschlagung von ca. 1000 M. uach llmerika entflohen. Dom Auslande. In derGeschichte deS englischen ColonialwesenS bereitet sich ein epochemachendes Ereigniß vor. Laut amtlicher Verkündigung haben sich sämmtliche australische Colonien und Neu-Seeland bereit erklärt, Abgeord nete zu der in Melbourne abzuhaltenden Konferenz zu senden, auf der eine staut llche Vereinigung derselben in einen Staatenbund angebahnt werden soll. Von allen Seiten wird die hohe Wich tigkeit dieses großen Unternehmens anerkannt, von dem die Zukunft eines australischen Staates und Volkes abhängt und mit dessen Gelingen dieses Volk in die Reihe der Nationen als selbstftändi geS Glied eintritt, wenn es einstweilen auch noch unter der Schutzherrschast GroßbritanienS verharrt, von dem sich zu trennen zur Zeit auch nicht die ge ringste Veranlassung vorliegt. Die so sich bildende Nation gehört Verhältnißmäßig zu den wohlhabendsten und enthält alle die Bedingungen, welche zu ei ner großen Zukunst berechtigen. Es handelt sich beider erwähnten Conserenz zunächst, nur um eine Vereinigung in Betreff des Anschlusses der zu jenem Continente gehörigen, vielbesprochenen Inseln ; aber dieser muß und wird mit Naturnothwendizkeit die innere Vereinigung folgen, die nur eine Frage der Aelt sein kann.. Vor Kurzem brachte die Gattin des Notars KurkowSkij in Sim seropol (Südrußland) in die St. Alex, ander Kapelle daselbst ein Bild, welches einen jugendlichen Frauenkopf darstellte. Der Oberstlieutenant Iwan Grätsche glaubte, in dem von der Frau Kurkovökaja behuss Einveihung in der
zrapeu: zurullgeiaisknen us? vu? . i ;i V- t? - i-.?- Y . , c. rv I
iran ver üdddiq eromsraia. O?rs ren-' nehmerin an dem Attentate gegen den Kaiser Alexander II., zu erkennen, und erkundigte sich sosort beim Kirchendiener, wer das ominöse Bild in der Kapelle ausgehängt habe. Der Diener bezeich nete als solche die HosrathZ'Gottin So phie Arendt, und der Oberstlieutenant Iwan Gratschew erstattete gegen dieselbe der Polizei die Anzeige, die genannte HofrathSsrau sei eine gefährliche Nihi listin, die gegen die Regierung konspirire. Die von der Polizei eingeleitete Untersuchung ergab die völlige Grundlosigkeit der Angaben deS OberstlieutenantS Iwan Grafchew ; derselbe wurde von Frau Arendt wegen Verleumdung verklagt und vom Friedensrichter zu 40 Tagen Kerkers verurtheilt. Der Verurtheilte appellirte geg?n dieses Straf auömaß an das Friedensrichter Colle gium ; dieses fand aber die Strafe von 40 Tagen Kerkers als viel zu gering und verurtheilte den Oberstlieutenant Grat schew zu drei Monaten Kerker. WaZ daS ominöse Bild betrifft, so klärte sich beider Schlußverhandlung auf,daßdas selbe das Porträt der Tochter der No tarSfrau Kurkowskoja darstellte und daß diese Letztere daS Bild zu dem Zwecke in die Kapelle brachte, um auf diese Weise ihrer Tochter, welche schwer krank dar niederlag, zur Genesung zu verhelfen. Richard T a n g y e, der mit seinem Bruder Mitbesitzer einer der größten Maschinenwerkstätten in Birmingham ist, hat einen bemerkenSwer then Schritt zu Gunsten seiner Arbeiter gethan. Die Firma Tangye Brothers beschäftigt über 1300 Angestellte. Mr. Richard Tangye (nebenbei ein Mitglied der Quäkergemeinde) hat den Arbeitern die Mittheilung gemacht, die Firma werde der Familie der in den Werkstät ten verunglückten Arbeiter die Summe von 25 bis 100 Lstrl. auszahlen, gleichviel, ob das Geschäft für den Unfall verantwortlich gemacht werde oder nicht, und solchen Arbeitern, die durch Unglücksfälle zeitweilig arbeits unfähig gemacht würden, werde er eine wöchentliche Zahlung machen unter der Bedingung, daß sie sich einer Versicherungögesellschast anschlössen. Außerdem erhalten die besten Arbeiter zinstragende Aktien von 50 Lstrl., die bei ihrem Tode in Baar an die Hinterlassenen ausgezahlt werden. Die Firma leistet außer dem eine Zahlung von 1000 Lstrl. sür die Errichtung eines Bade und Waschhause und zahlt einen gleichen Betrag sür den Bau eines lokalen Spitals. Einem Hrn. G. Tissandier in Paris ist es gelungen, die Lösung deS großen Problems des lenlba ren Lustschiffes wenigstens um einen kleinen Schritt näher zu kommen. Nzchdem er den Sommer über an einem 28 Meter langen, spindelförmigen Ballon gef -wt hatte, dessen Gondel hinten mit eir..m als Steuer dienenden Segel sowie mit einer leichten, zweiflügeligen Schraube ausgestattet ist, ging er an die schwierige Frage der Beschaffung eines geeigneten Motors sür diese Schraube. Dampfmaschinen stnd zu schwer und.namentlich feuergefährlich, ebenso Gasmaschinen. So griff Tissandier zu einer Siemens'chen Dynamomaschine, die aber nicht aus Akkumulatoren diese Apparate sind viel zu schwer sondern auS einer Plante'schen Batterie gespeist wird. Die Maschine ist mit der Schraube durch Zahnräder verbunden, und verleiht ihr eine Geschwindigkeit von 120 Umdrehungen in der Minute. Nachdem nun der Ballon mit Wasserstoss an gesüllt worden, erhob sich Tissandier mit seinem Bruder in die Lüfte und traf eine Windströmung von 3 Metern in der Sekunde. Er versuchte gegen den Wind zu fahren, doch vergeblich; eö gelang ihm aber, sich wenigstens gegen den Wind zu behaupten, und das ist doch ein wesent licher Erfolg. Weht es nicht zu stark, so wäre demnach ein Tissandier'scher Ballon bei RecognoScirung im Felde, bei Landesausnahmen u. s. w. vielleicht zu gebrauchen. Tissandier versuchte hierauf, es den Segelbooten nachzuma chen und mit Seitenwind zu fahren; es mißlang. Als er aber mit dem Winde zu fahren begann, da zeigte sich die Schraube wiederum insofern nicht ganz wirkungslos, als das Luftschiff den Wind beträchtlich überholte. Das G l a u b e n ö b e k e n n tniß Darwin'S ist in der folgenden Stelle eines eben in London veröffentlichten Briefes enthalten : WaS meine Anschauungen betrifft, so ist dicS eine Frage,die nur für mich selbst Wichtigkeit besitzt. Da Sie mich jedoch fragen, so erwidere ich, daß mein Urtheil oft wech selt. Ob ein Mann den Namen eines Theisten verdient, hängt überdies von der Definition ab, die man dem Aus drucke zu Theil werden läßt. Selbst zur Zeit meiner größten Schwankungen war ich aber nie ein Atheist in dem Sinne, daß ich das Dasein eines Gottes geleug net hätte. Ich denke zumeist (und öfter und öfter, je älter ich werde), aber nicht immer, daß die Bezeichnung eines Ag nostikerö die richtige für den Zustand meines Gemüthes märe. Ihr Charles Darwin." Die für das Jahr 1834 in London projektirte Ausstellung soll Ge genstände der öffentlichen Gesundheits pflege und der Erziehung umsassen. Für daS Jahr 1835 ist eine Ausstellung für industrielle Erfindungen und für zur Ersparung von Arbeit bestimmte Ma jschinen in Aussicht genommen. Im 'Jahre 1886 soll sich dann eine AuSstel lung von Produkten Indiens und dee englischen Colonien anschließen. lIW a a d, 1. Nov. In Laufanne starb der Erbauer des neuen Berner Bundes gerichtshauseS Ch. Pasche. Er starb, ohne die Vollendung seines Werkes ge sehen zu haben.' Dr.Sugo O. Pantzcr 5lrzt, Wundarzt n. GebnrtS' belfer, Office: S. Delaware St. Svnchftundt: 1011 Nhr Vorm ; Z-4 UhrNchm. Qobnnng: 483 Madleon Are, Dr. ar sqeller' frühere Office. SLrechftunden:
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