Indiana Tribüne, Volume 7, Number 63, Indianapolis, Marion County, 21 November 1883 — Page 2

indmna Hnbllne.

FäglZcZe Ptd Sonntagsansgave. Ofilce: 120 O- MarhZandstr. Indianapolis, Ind., 31. November 1883. SÄüKt fcen Zaldl Tausendsach . triftigere Gründe, olS oie, welche den alten Cato ttt seiner Reden mit den Worten schließen ließen : '.UebrigenS muß Cartbago doch zerstört ' eroen , sollten Die Zeitungen unseres Landes veranlagen, in jeder Nummer tzn für das Land urvichtigen Ruf ertö nen zu lagen : .Beginnet endlich, unsere Wälder zu schonen und für Nachwuchs zu sorgen!" Als vor zvei Jahren duS .Censusbureau seinen Bericht über die Holzbestünde des Landes veröffentlichte, rief derselbe tieseö Interesse für die Angelegenheit in den weitesten Kreisen her vor. Die , Nothwendigkeit, die ' Waldüngen, namentlich die GebirgSvaldungen, in denen sich die QueLen der schiff baren Gewässer befinden, zu schonen und zu Pflegen, leuchtete dem Volke ein, die Mittel und Wege, diesen Schutz herbei 'zuführen, wurden eifrig erörtert und die Einficht begann zu tagen, dak von den Wäldern die gedeihliche Entwicklung unseres Landes in viel höherem Grade 'abhängt, als von irgend welchem anbeten Factor. Noch immer aber hat diese Einsicht die Ueberzeugung des Volkes flicht so völlig durchdrungen, daß das selbe der Verwüstung der Wälder einZso energisches Halt entgegenruft, daß ge iffenlose Spekulanten nicht mehr wa fera, die Zukunft des Landes zu vernichtn. Gerade in neuerer Zeit find es wieder in den verschiedenen Landeöthei Un Gerbereien, welche wohlfeile Lohe suchen, BerauerkSaesellschaften, die nach Gold, Silber, Kupfer und dgl. schürfen lsendayngesellschasten, welche swer zugängliche Gebirgsgegenden eröffnen wollen. Schafzucht, welche kahle Hügel zur Scöafweide im Großen brauchen, Sägemühlen und Holzfabriken-Unter-nehmer.die sich mitAbholzunaSplänen in ihrem Jntereffe und zum Fluche der All. gememheit beschäftigen. , Die Bedeutung der Holzbestände für unser Land kann absolut nicht zu hoch angeschlagen werden, die Fruchtbarkeit unseres Bodens, unsere künftige Ent ickelung stehen und fallen mit den Wäldern. Hat doch der Wetth deS Rohmaterials, welches wir alljährlich den Waldungen entnehmen, die unge heure vonSumme $800 000,000 erreicht. finden doch zwei Millionen fleißiger Händepaare dauernde und lohnende Be fchSstiauna im Einheimsen dieser aewal t'lgen Ernte und in ihrer Verwendung und Verwerthung, iltxn anderes Bo Henerzeugniß des Landes kommt den Wäldern an Eraiebigkeit gleich. Und doch ist dieser Werth der Waldun gen unbedeutend, nichtssagend im Ver hältniffe zu dem Einflüsse, den sie aus üben, indem sie die höchsten Hitze u.Kül tegrade abmäßigen,den nährendenRegen, der aus den Wolken quillt.aussaugen und aufsparen, Uebeifluthungen vorbeugen, den Waffttstand der Flüsse und Ströme reaeln. Diese Dienste, welche die Wal düngen uns leisten, entziehen sich jeder Schätzung; dieser Wohlthaten werden wir täglich, stündlich theilhastig, wir Alle, Männer, Frauen und Klnder. Fragen von der größten finanziellen Bedeutung kommen in Betracht, wenn es sich um die Einführung einer geord neten Forstverwaltung in diesem Lande handelt. Aber gerade aus diesem Grunde raufe auf die Nothwendigkett dersel ben immer wieder hingewiesen, mutz der öffentlichen Meinung dringlichst ins Gewissen geredet werden, daß für eine Einrichtung, von der die Er: stenz des Landes abhängt, kein Opfer zu grod ist. Auch die besten Gesetze, die in dieser Beziehung erlassen werden können, wer den erst dann mit Segen wirken, wenn das ganze Volk von der Nothwendigkeit ihrer Durchführung überzeugt ist. Bef fere Gesetze sind schon in den einzelnen Staaten und Territorien nöthig, so weit es sich um die Verhütung von Wald bränden und die Beseitigung lokaler Schädlichkeiten handelt, aber auch in Betreff der Holzbestände auf sämmtli chen RegierunaSländerein müssen, uner wartet der gesetzlichen -Regelung der ganzen Angelegenheit, einzelne Makre geln so bald als möglich und schon von dem nächsten Congresse getroffen werden. Der Einfuhrzoll aus Holz muk abge schafft werden: er beschützt die Waldun aen von Canada und beschleunigt die Verwüstung der unsrigen, bringt dem Schatzamt unbedeutende Einnahmen, bereichert einzelne Monopolisten und be schleunizt den Ruin des Volkes. Sol che Bestände, vsn denen der Waffer bestand und die Schissbarkeit unserer Flüsse abhängt, muffen der Bentzergrer fung für ewige Zeiten entzogen werden ; wie von den Flüssen Handel und Jndu strie, hängt von der künstlichen Bewäffe rung, zu welcher sie Gelegenheit bieten. in vielen Theilen des Landes der Acker bau auSfchließließlich ab. Alle übrigen HolzlSndereien sollten vermeffen und im Wege der Versteigerung schnell in Em ielbesik verwandelt werden. Die Bun deSgesalt hat nur zu sehr bewiesen, daß sie unfähig ist, die Wälder des Volkes zu schützen, einzelne Waldbesttzer werden ihr Eigenthum in ihrem und damit gleichzeitig im allgemennn Jntereffe besser vertheidigen, a!S die Regierung dies ,u thun im Stande ist. Das Volk darf eine fortgesetzte Waldverwüstung nicht dulden, welcher die Regierung nicht steu ern kann. Da die Holzanpflanzung betr. Gesetz hat sich im Allgemeinen nicht bewährt, vielfach zu Uebervortheilungen der Regierung geführt und sollte wieder

aufgehoben werden. In New York, Pennsylvanien,in den Neu England Staaten, in Californien u. s. w. nm&tmmmiKMti

der die unmittelbarsten'G'esälsten. Von den Beständen in den AdirondockS, an welche die Art gelegt werden soll, hängt

die Schifffahrkeit des EriekanalZ und des Hudson und damit oaS Gedeihen der größten Handelsstadt des Landes und ausgedehnter ländlicher Gebiete ab. In Pennsylvanien sind durch die Entwal dung der Gebirge und conskquent durch Wanermangel im Sommer und Herbst die größten Industrien bedroht, während die jährlichen Ueoerschwemmungen des Delaware, SuZquehanna, Alleghany, Monongahela und Ohio den Gegenstand zunehmender Sorge bilden. Der Scha den, den die Ueberfliithungen des letzte ren im vorigen Jahre angerichtet haden, war so ungeheuer, daß kein pekuniäres Opfer zu groß ist, Wiederholungen vor zubeugen. Dem Entwalden der Hügel in Cali fornien im Jntereffe der Schafzucht muß ein Ende gemacht werden, denn ohne seine Flüsse und die von denselben au5 gehende Bewässerung wird Californien in wenigen Jahren eine unfruchtbare Einöde sein, unter FelSblöckcn und Ge röll starreno, welche einzelne Fluthen von den Bergen herabgetragen Haber. Dies sind nur einzelne, aber wichtige Punkte, in Betreff derer theils von dem Kongresse, theils von den Legislaturen die schleunigste Abhilfe geschaffen wer den muß, um unmittelbar bevorstehen dem Unheile zu entrinnen. Mit der Zeit wird und muß sich das amerikani sche Volk mit dem Gedanken befreunden und vertraut machen, das auch für uns eine geordnete Forstvervaltung absolut nothwendig ist; nicht schnell genug kann diese Ueberzeugung Platz greifen und blS dahm haben vie Vertreter des Vol keS zu sehen, daß das Vaterland nicht durch Vernachlässigung des zunächst Ge botenen Schaden leide. Intriguen auf allen Selten. Beim Auöbruch und noch mehr nq$ Beendigung SeS russtsch.türkischen Krie geS war Rußland auf der BalkanHalb insel sozusagen Hahn im Korbe. Du Fürsten und Fürfllein beugten sich vor dem weißen Czaren, der doch sicherlich noch einmal daS Kreuz in Stambul aus pflanzen würde, und die Idee von den alle Slaven umfassenden Reiche erschien wenigstens nicht mehr als wahnwitziger Traum. Doch als dem russischen B2 ren auf dem Berliner Congresse so ziem uch alle FrüSte seines Sieges von den diplomatischen Füchsen entrissen worden waren, begann auch sein Ansehen. unter dem kleinerett Gethier zu sinken. Oefler reich, gestützt auf das gefürchtete deutsche Reich, spielte sich immer mehr als slavi sche Vormacht auf, allerdings nicht zur Erbauung der DeutschOesterreicher, die Jahrhunderte hindurch die Stützen de Habsburger HauseS waren. Die regie renden Fürsten von zwei Balkanstaaten, Alexander von Bulgarien und Milan von Serbien, die bisher lediglich Werk' zeuge Rußland's gewesen waren,wurden in ihrer .Loyalität" immer schwanken der. Endlich gewann Alexander den Muth, die ganze ruistsche Gtsellschast,die sein Land thatsächlich beherrschte, ohne viele Umstände zu verjagen. Hatte er vorher nicht nur einen russischen General zum Premierminister gemacht, sondern auch auf Betrttben Rußland's die bulga rifche Verfassung .suSpendirt, so war er jetzt urplötzlich ebenso ausgesprochen russenfeindlich, wie Liberal-. Wie diese Wandlung in seinem Herzen zu Stan de kam, wissen nur gewisse Diplo maten; das gemeine Publikum wird in derartige Geheimnisse nicht eingeweiht. Milan von Serbien versuchte einen ähnlichen Zirkelschwung, verfuhr aber dabei so ungeschickt, daß er jetzt allem Anschein nach um seine Krone zu köm psen hat. Wahrend nämlich die Bul garen klar genug sehen konnten, daß sie russischem Einflüsse den Verlust ihrer Freiheiten zu verdanken hatten, mußten im Gegentheil die Serben zu der Ueber zeugung kommen, daß ihr neuer König nur mit Hilse Oesterreich'S sich zum Tyrannen erheben wolle. Milan war wenigsten? früher nicht so anmaßend ge wesen. Die Folge davon war die Bil düng einer neuen antiösterreichischen Partei, die bei den letzten Wahlen zur Skuptschina bereits den. Sieg davon trug. Letzteres hatte allerdings nicht viel zu bedeuten gehabt, denn abgesehen davon, daß ein serbisches Parlament mehr lächerlich als fürchterlich ist, stand dem Könige das verfassungsmäßige Recht ui, 40 .Abgeordnete, selbst zu ernennen. Indem er von diesem Rechte Gebrauch machte und zugleich aus den im Osten gebräuchlichen Wege verschiedene Libe taW für sich gewann, verwandelte e.r die aus den Wahlen hervorgegangene oppositionelle in eine regierungsfreund liche Mehrheit. Indessen Verstandes der König nicht, diesen .Sieg" auözunutzen. Statt mit seinem Scheinpar lamente zu regieren, vertagte er das selbe auf die längste Frist, die nach dn Versassung überhaupt möglich war. Damit nicht genug, begann er einen n bitterten Kampf gegen die Führer der russenfreundlichen Partei. Verschiedene radicale Abgeordnete wurden auf bit nichtigsten Vorwande in'S Gefängniß geworfen und Verfolgungen begannen, welche die Widerspenstigen zur Ver zweiflung treiben mußten. Den dümm sten Streich aber beging Milan, indem er das serbische Volk zu entwaffnen vev suchte. Nun ist von einem politischen Ver ständnisse bei den Volttmasten Serbiens allerdings kaum die Rede, aber ein ge visser roher Freiheitsmstinkt ist doch vorhanden. Vollständige Unterwürfig seit unter den Willen eines einzelnen Mannes, wie sie für das Russenthum charakteristisch ist, war bei den Süd Slaven überhaupt nie heimisch. 2jcilan'ö'Genieflreich hatte also einen Aus' rühr zur Folge, der bald einen solchen Umfang annahm, daß das gefammte Militär zu seiner Unterdrückung aufge boten werden mußte. DaS Kabel hat nun schon verschiedene Male von Nie derlagen der Rebellen berichtet, doch müssen einerseits die aus dem Rcaie irunLSlager stammenden , Nachrichten

ernstlich 'bezweiselt werden, andererseits würde eine gewaltsame Niederwerfung deS AufstandeS dem Könige höchstens ein zeitweiliges Uebergewicht verschaffen. Im Volke würde de? Groll gegen ihn fortleben, und Rußland, dieser Meister der Intrigue, würde sich dieses Gefühl über kurz oder lang zu Nutze zu machen wissen. Unter gewöhnlichen Umständen könn ten die Vorgänge in Serbien der Welt im Allgemeinen vollkommen gleichgiltig sein, so gleichgiltig, wie etwa eine der tausend Revolutionen in Südamerika. Aus einem ähnlich unbedeutenden Ereig Nisse aber ist der letzte russisch-türlische Krieg entstanden, und wenn sich auch seitdem der deutsch-österreichische söge nannte Friedensbund gebildet hat und von allen Seiten die friedlichen AuSstch ten betont werden, so kann sich doch Nie mand finer Täuschung darüber hinge ben, daß der Streit zwischen Oesterreich und Rußland um die untere Donau mit den Waffen zum Austrag gebracht werden muß. Siegt Milan, so wird Ruß land seine Intriguen spielen lassen, ve? liert er, so wird sich Oesterreich in'S Mittel legen. WaS die Völker von der ganzen Sache denken, kommt dabei gar

nicht in Betracht. Wenn oie sconige sich raufen, müssen, eben die Bauern Haare lassen, und letztere sind ja in Eu ropa so gut gedrillt, daß sie sich mit patriotischer Begeisterung für Dinge schlagen, die sie im Grunde genommen nicht daS Geringste angehen. Dom Jnlanve. Der vorige Sonntagwar westlich von den Neu'EnglandStaaten länger als irgend einer seiner Vorgön ger. In New Jnk dauerte derselbe z. B. 24 Stunden 2 Minuten 53 Secun den. In Folge der mit dem 18. dies. Mon. eingeführten neuen Eisenbahnzeit wurden nämlich die Uhren Mittags 12 Uhr um 3 Minuten 58 Secunden zu rückgestellt. Die Kasse des County Schatzmeisters Nevin in Virginia City in Nevada, ist Gegenstand eines stechen Verbrechens gewesen. Schatzmeister Ne vin saß gegen 10 Uhr Abends noch in seinem Bureau bei seinen Büchern, als zwei Manner das Zimmer betraten und einer derselben Nevin mit den Worten anredete: .Halloh, Sie arbeiten aber spät ! Nevin drehte sich um und sah zwei Vermummte vor sich, von denen einer sein Gewehr aus ihn anlegte und ibm befahl zu schweigen und aufzustehen. Der Schatzmeister gehorchte dem Befehl, als einer die Lampe auslöschte, eine Diebslaterne anzündete und Nevin be fahl die Kasse zu öffnen. Nachdem dies geschehen war, machte sich einer der Räuber daran, den Geldschrank zu lee ren, vuhrend der andere den geüngstig ten Schatzmeister überwachte. Gegen 10 Uhr war der Schrank leer und $480 waren in den mitgebrachten Säcken de Räuber verschwunden. Die letzteren bemächtigten sich dann des bedauern? werthen Nevin und sperrten ihn in den Geldschrank, diesen abschließend und verließen dann das Zimmer. Der Gefan gene heulte und schrie jetzt um Hilfe und wurde endlich auch nach längerer Zeit vom Gesängnißinspector Green gehört, der Lärm machte und durch dessen Hilse man den schon halb todten Nevin gegen Mitternacht aus seiner Hast befreite. Bonden Räubern hat man bis jetzt keine Spur entdeckt. Die County Commissäre haben aus ihre Einbrin bung eine Belohnung von 52,000 ge sejt. In Süd Bay City, Mich., wurde dieser Tage George Mayotte, ein kanadischer Franzose, der für einen der besten Mühlenarbeiter im Saginawthale galt, in Meyer'S Mühle durch die große Kreissäge auf schauerliche Weise in zwei Theile geschnitten. Die Säge hatte still gestanden, währendMayotte einigePlan ken zur Seite bringen wollte, deren eine den Hebel für den Betrieb der Säge zu fällig berührte, wodurch der Unglückliche mit obigem traurigen Erfolge in deren Bereich gelangte. Mayotte war erst 32 Jahre alt und hinterläßt Frau und Kinder. Eine Entscheidung deö Obergerichts des Staates New York gibtdenLebenöversicherungS'Gefellschaf ten Recht, wenn sie die Bezahlung einer Police verweigern, falls der Versicherte sich in einen persönlichen Angriff aus C 1. .T- . . . 4. : c emano eingeladen gar uno oaoei oas Leben verliert. DieUmgebung vonRileyS ville, V a., erfreut sich großer Fruchtbar keit u. guten Gedeihens ihrer Bewohner. Die Familien Gordon und Cameron haben zusammen 50 Kinder, erstere 26, letztere 24. Die jüngsten derselben sind noch kein Jahr alt. Eine benachbarte Familie hat zehn Kinder und die glück liche Mutter ist erst 2S Jahre alt. Nicht weit davon wohnt bei feinen Eltern ein Knäblein. der 14 Jahre alt und 6 F. 2 Z. hoch ist. EmmaBerson, welche ihre Heimath in Green Lake Co., WiS., am 25. April d. I. zu Pferde und in der Absicht verlaffen, die ganze Reise nach San Francisco in derselben Weise zu rückzulegen, ist glücklich daselbst einge troffen und beabsichtigt, die Rückreise im nächsten Frühjahre aus demselbenPserde anzutreten. Johnstone, der Häuptling der MohawS in Canada, bewohnt ein elegantes Landhaus am Ufer des Grand River; er ist mit einer gebildeten Eng länderin verheirathet und läßt seine Km der, sowie sie daS G Lebensjahr erreicht haben, in einem Kloster in Montreal er ziehen. Johnston ist ein reicher Mann und bezieht keine Rationen , von der Re gierung. AnBorddeS in voriger Wo che im Hafen von San Francisco gelan deten SchoonerS .Alexander" herrscht die japanestsche Krankheit Bm, Beri". Dieselbe besteht darin, daß die von ihr Befallenen zu einem enormen Körper umfange anschwellen und meist sterben; zwei Matrosen sind der Krankbeit be lreitS erlesen.

FrauFloraGugenheimin Philadelphia war bis vor wenigen q. gen die glückliche Mutter eines Paars

reizender Zwillinge, die, 16 Monate alt, sich aus's gedeihlichste entwickelten. Sie und ihr. Mann und die Nachbarn hatten ost ihreFrkude und ihr Erstaunen daran, daß die Kinder so äußerst merkwürdig mit einander sympathisirten. Lachte das eine.fo lachte das andere.und so ging es beim Weinen, beim Verlan gen nach Trank und Speise, kurz in Allem, was so kleine Menschenkinder beschäftigt. ' Ende voriger Woche wollte die Mutter den einen Liebling aus dem Bettchen nehmen und sand die Händchen und das Gestcht kalt wie Marmor; er schreckt befühlte sie daS andere Kind, und auch dieses war steif und kalt, beide waren todt. Die Aerzte können sich weder daS gleichzeitige Eintreten, noch die Ur sache deS TodeS, dem nicht daS leiseste Uebelbestnoen vorausgegangen, erklären. In grauenhafter Werfe hat die Bestie Jim Trextill von Somerset. Ky., Ende voriger Woche ihre vielfachen Verbrechen gesühnt. Abgesehen von vielfachen Räubereien und Einbrüchen hat dieses Scheusal in Wanne Co. ein 12jöhrigeS Mädchen, ein geistesschwaches Kind, und die Gattm des Farmers Kaye seinen Lüsten geopfert, und nach seinem Entkommen aus dem Eountnzefänanisse die Frau Sid Connor vergewaltigt. l rn m An kr wuroe veryaiiel, au? oem ilütqt naclz Frankfort von Verkarsten seinen Beglei teru entriffen und nach der über den Cumberland sührenden Eisenbahn brücke geschleppt. Am südlichen Ende der aus Balken. Werk be stehenden Brücke knüpfte man ihm em Stil um den Hals, befestigte das andere Ende an einer Schwelle und stieß den Verbrecher von der Brücke hinab. Der Knoten der Schlinge hatte sich in der Welse verschoben, daß er unter dem Kinne festsaß; der Gehängte konnte auf dieseWeise athmen u. seinKörper schwang in konvulsivischen Zuckungen über zwei Stunden lang hm und her, blS der Tod in Folge von Erschöpsung eintrat. Die Lyncher hatten die Brücke unmittel bar, nachdem sie Trextill hinabge stoßen hatten, verlassen, daS Geschrei des Gehängten war weithin vernehmbar, aber Niemand wagte es, ihm zu Hilfe zu kommen. Nur ein in der Nähe wohnender Neger eilte herbei, ergriff aber, als er den schwingenden Körper erblickte, von Entsetzen erfaßt, die-Flucht. Zwei Stunden, nachdem der Mob die Brücke verlassen hatte, sah ein Mann, der die letztere passirte, daß die Zuckungen des bereits still gevorde nen Mannes allmälig langsamer wur den und der Körper sich endlich im Tode dehnte. Nach 14 Stunden wurde die Leiche abgeschnitten und Trextillö Eltern zur Beerdigung übergeben. DreZahl der Mormonen im TerritoriumJdaho ist auf mindestens 5,000 angewachsen. Vom Auslande. VorlängererZeiter zählten wir, -wie der stellvertretende Landrath des Kreises NamSlau, Baron v. Ohlen, den Gemeindevorsteher,GutS besitze? Fuhrmann aus Deutsch March Witz, der ibm auf seine Frage : Wo seid I b r her ? in erklärlicher Verletztbeit dieselbe Frage zurückgegeben hatte, vom Amte suSpendirt habe. Fuhrmann war dann durch Urtheil des KreiLauSschusseS deS namSlauer Kreises, weil er 1) die Pflichten, unter denen der Ge horsam obenansteht und zu denen selbst verständlich auch ein respektvolles Be nehmen gegen Vorgesetzte gehS?t,gröblich verletzt hat, und 2) sich durch sein Verhalten im Amte deS Vertrauens, welches seine vorgesetzte Behörde zu ihm hegen muß, unwürdig gezeigt hat, indem er einen Akt der In diSciplin beging, der für feine Borge setzten ein weiteres amtliches Verkehren mit ihm verbot und geeignet war, wenn er nicht, oder auch nur milde bestraft wurde, den Gehorsam und die Dieclplm der mit ihm gleichstehenden Beamten zu untergraben und das Fortbestehen einer gednhllchen Selbstverwaltung geradezu unmöglich zu machen, definitiv aus seinem Amte als Gemein vevorsteher entfernt worden. Gegen dieses Urtheil hatte Fuhrmann die Be rufung eingelegt. Das breSlauer Ge richt erkannte, daß das Urtheil vollin haltlich zu bestätigen sei. DieGenfer Stadtväter haben viel Aerger durch daS Erbe des Diamantenherzogs. DaS Testament des GroßherzogS von Braunschweig vom 6. März 1871 enthält folgende dem Welturtheile spottende Bestimmung : .Wir wollen, daß unser Körper in einem Mausoleum über der Erde hingelegt verd'e : dieses Mausoleum soll von un seren Vollziehern in Gens in einer er höhten Lage errichtet werden. DaS Denkmal soll von unserer Reiterstatue überragt werden, umgeben von unseren in ruhmreichem Andenken bleibenden Vorfahren, nach den Zeichnungen, die dem Testamente beigelegt sind, eineNach ahmung de Denkmais Scaligieri in Verona. Unsere Vollzieher werden ad libitum Millionen von unserem Nach lasse dazu benützen; es soll in Marmor und Bronze von den besten Künstlern ausgeführt werden.". Der Herzog, wel cher so vorsorglich für seine Verewigung Sorge getragen hatte, starb am 18. Au gust 1873. DaS Denkmal wurde dem Architekten Franel zur Ausführung über geben und von ihm am 13. Oktober 1879 der Stadt Genf abgeliefert. Die Denkmalsetzung hat vier Millionen ver schlungen. Bald zeigte eö sich jedoch, daß daS Mausoleum an einem Schaden liit. ES entstanden Risse und Spalten, welche die Besorgniß eines Zusammen sturzeS deS Denkmals wachriefen. Die Versuche, die Schäden auszubessern, er wiesen sich als gänzlich fruchtlos. Der immer drohender werdenden Gefahr eines Zusammensturzes gegenüber berief der Genfer Gemeinderatb einen Pariser Architekten. Derselbe stellte fest, daß Wasser lnö Mauerwerk gedrungen sei, und daß dem Uebel nur durch eine sehr kostspielige Reparatur abgeholfen werden könne, die etwa eine Viertelmillion erfor dern würde. .. :

TeutsSe Local-NachriSten. Straßburg, 30. Okt. Da? nie derelsässische Schwurgericht verur theilte den Postgehilfen Eckert von hier wegen Unterschlagung zu zwei Jahren Zuchthaus, sprach indeß den Ackerer Au gust Laurent von der Anklage wegen be trügerischer Brandstiftung frei. Binnen

10 Jahren hatte eö der dem Angeklaated nicht weniger als mal gebrannt unn infolge einer krankhaften Prozeßsucht,die ihn m ochfelden und Umgegend mahr hast gesürchtet machte, hatte er sein gan zes, auf ca. 100,000 M. gefchStzteSBer mögen verloren. Mainz, 28. Okt. Der GesangSko miker Jakob Ernst von Kippenheim hatte m emem Uaie cnantant zu WormS das Couplet Der Klosterbruder" mit einem MönchSgewande bekleidet vorge. tragen. Die Straskammer des hiesigen Landgerichts erblick'.e hierin eine Reli gionsspötteret und hat nun den Komiker zu 6 Wochen Gefängniß verurlheilt. B er sen brück, 27. Okt. Vor drei Jahren brach hier ganz unerwartet der Tischler Schulte auf, um sich mit Frau und Kind : nach Amerika zu begeben. Semen unbefriedigten Gläubigern hinterließ er das Versprechen, sie thunlichst bald von Amerika auS zu befriedigen. j ' " ? C. P. urzilca nun uoerjanoie oereive zur Deckung verschiedener kleiner Rückstände vorläufig 200 M. Ein Bravo dem Ehr lichen! sagten die bezahlten Gläubiger. HildeSheim, 20. Okt. Hier hat ten der in der Oberstraße wohnhafte Partikulier Winter und dessen Frau, anscheinend wegen zurückgekommener VermögenSverhältnisse, den Entschluß gesaßt, sich durch Kohlendunst daS Leben zu nehmen. Die Frau war am nächsten Morgen todt, und da bei dem Manne auch ein zweite? Versuch nicht den er wünschten Erfolg hatte, so erbängte er sich. . Lauterberg, 29.Okt. Der hie sige Hotelbesitzer Scheele, der schon seit einiger Zeit an Schwermuth litt, wurde in seinem Zimmer mit durschnittener Pulsader als Leiche gefunden. Stettin. 1. Nov. Gegen den Postagenten Conrad aus GroßZiegenort erkannte das hiesige Schwurgericht wegen Unterschlagung und falscherBuch sührung in 41 und Urkundenfälschung in 35 Fällen auf eine Gefängnißstrafe von 2 Jahren. Der Angeklagte, Vater von 10 Kindern, war mit einem monat lichen Gehalt von 52$ M. angestellt, wovon er allein 210 M. Jahresmiethe zu entrichten hatte. Die Summe der unterschlagenen Gelder belüust sich aus ca. 4000 M. Stargaro, i. Aov. er ?!- minalrath a. D. und Rittergutsbesitzer v. Podewils auf Woytzel wurde auf dem hiesigen Markt von einem Schlaganfall getroffen, in ein nabes HauS geschafft und starb schon nach wenigen Stunden. Marburg (HkssenNassau).30.Okt. Der Ackerer Klingenhöfer aus Nieder wald ist geständig, den Mord an dem Wärter Günther in Kölbe begangen zu haben. Kl. lebt in guten Verhältnissen, ist Vater von sieben Kindern und galt bisher als ein gutmüthiger, gefälliger Mann. Weh rda (Hessen-Nassau), 30. Okt. Aus derHaun wurde oberhalb derKlabs mühle die Leiche deS hiesigen Ortödie nerS Witzel an'SLand gezogen. W.Halte sich ertränkt, weil ein kleines Schweinchen, das er in Hünefeld gekauft hatte, auf dem Heimwege übersahren und geLdtet worden war". Höchst (hessen-Nassau), 30. Okt. Zu den Arbeiten am Mainkanale wurde nahe unserer Stadt dieser Tage der erste Spatenstich gethan. 150 Arbeiter sind z. Z. dabei beschäftigt. Jnsterburg (Ostpreußen).29.Oct. Am Althöser User gegenüber Nettienen wurde im Pregelflusse die Leiche des Reservisten Julius ButzkieS aus Groß Lasdehnen ausgesunden, der in Löhen entlassen worden war und auf demHeim weg zwischen hier und LaLdehnen umge kommen ist. Die Leiche zeigte eine Verletzung am Schädel, außerdem fehl ten Uhr, Portemonnaie und ein Packet, das der Ermordete bei sich getragen hat. L Y ck (Ostpreußen), 2S. Okt. Hier starb dieser Tage der Partikulier Kor kutsch, einer unserer ältesten Bürger und langjähriger Stadtverordneter, in Folge eines Gehirnschlages ganz plötzlich. . Riesenburg (Ostpreußen), 29. Okt. DaS neue Vierteljahr hat unS eine Zeitung gebracht. Dieselbe führt den Titel .Riesenburger Zeitung" und er scheint zweimal wöchentlich. B o mst (Posen), 28. Okt. Nachdem der zuvor gewählte MagistratSbureau Assistent Otto aus Posen die Bestätigung der Regierung nicht erhalten hatte, haben die Stadtverordneten jetzt den Herrn Stephan auSMogilno einstimmig zum Bürgermeister unserer Stadt ge wählt. Oftrowo (Posen), 28. Oct. Am hiesigen Gymnasium ist mit Beginn d.?S gegenwartigen Wintersemesters der feit 10 Jahren unterbrochen gewesene öffent liche Religionsunterricht für die katholi fchen Schüler der oberen Klassen wieder eingeführt worden. Göppingen (Württ.). 31. Oct. Da der sogenannte Stadtschaden sür da? laufende Jahr rund 100.000 Mark beträgt, wird hier die Einführung einer Confumsteuer geplant. Hall (Württ.), 31. October. Der Spinner Stephan gerieth -Nachts au dem Heimwege in den angeschwollenen Kocher und ertrank. Heidenheim (Württ.), 31. Oct. Die Einweihung der neuen katholischen Kirche findet Mitte November statt. Die für dieselbe bestimmten drei Glocken sind bereits angekommen. Heumaden (Württ.), 31. Octbr. Am 20. October fand die Uebernahme der neugebauten Steige von Hedelsingen nach Heumaden statt. Der hiesigen Gemeinde gab das Anlaß zu einer schönen Feier. Der Steigenbau hat 38.000 M. gekostet; davon haben der Staat und die Amtökörperschast etwa dieHälfte Veiietraaen. .

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