Indiana Tribüne, Volume 7, Number 54, Indianapolis, Marion County, 12 November 1883 — Page 2
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Sndiana Hriöüne. FäalicZe und öonvlagsansffsS.
Ofslc-, 190 .0 Mnrlandstr. Indianapolis. Ind.. II. Novcmöer 1833. Aufreguus aus ?uva. 10. Oct. 18G8 Begann aus Cuba v:- ca ..: ' k. irr. ' -.. uicfi.uuiuiion gra.cn cie ipaniicje ajeir schaft und am 10. Oct. 1883 Hat da? kubanische NevolutionscoNit: Aufrufe an die lZndliche, sowie an die farbige Bevölkerung der Jnfel erlassen, die trotz der Aufmerksamkeit der Polizei und des Militärs in taufenden von Eremvlaren verbreitet worden sind und eine gesal lige, wenn auch für netzt noch nur im Innern Fahrende Aufregung hervorge. ruzen haben. Attde Ausrufe. lassen stch ,n folgenden Sätzen zusammenfassen : Alle von der tyrannischen spanischen Re. gierung auf Cuba erlassenen Gesetze ind abzuschaffen und für ungiltig zu erkluren. An Stelle der spamschen Gewalt ist eine provisorische Regierung zu errich. ten, welche von den Bürgern erwählt . ?W C V Oft l . I v)zo. oenen oas ano von eqiswegen geyorr. eine von oer jpaniiqen vtz r w rwr r I glerung auserlegien treuern uno 'iogaden dürfen bezahlt werden, da solche nur Zur Unterdrückung d:S Landes und zum Unterhalte der Armee und der fremden Beamten benutzt werden. Alle Bewoh v m hs i v vvu vww vv v ms nn m piatt'),.! sind mmut. sämmtliche Brücken, Straßen und Wege zu zerstören, um hierdurch die spanischen Truppen in ihrem Vorgehen auszuhalten. Wer zehn Mann stellt, welche ge gen die Spanier kämpfen, erhält den Rang eines Lieutenant, wer dreißig stellt, denjenigen eines Cap.täns, wer hundert stellt, denjenigen eines Oberst lieutenants. Wer die Waffen gegen Spanien ergreift, erwirbt hierdurch den Anspruch auf Bezahlung seiner Dienste und aus ein Geschenk an Land. Wer für Spanien zu den Waffen greift, wird als Landesverräther behandelt. In dem Aufrufe an die farbrge Vevölkerung ist ferner hervorgehoben, daß k.v kk.. usrA. cv'rtx.; lu it uu u.uiui -ui- l ,um.u.u .a d e cubani che Republik folgen werde. iinti hnh in 1 fTA, nsT, M-N.N nT HIIV V W M IV M M V V V III WM VII freie und gleichberechtigte Bürger ange sehen werden würden; alle Farbigen, die noch jetzt als Sklaven aufdenZucker Plantagen arbeiteten, würden mit Einsührung der Republik sofort ihre Frei heit erlangen, müßten aber Sklaven bleiben, so lange die spanische Serrschas, um, uiuhtui uvu wiiumui Kta CAli.C ft,.. MV fnffn ß fLrn,, könnt'S Unterdrucker, Gott rst mit unS, denn Gott duldet keine Sklaverei.fr,., ... m.. m.., .,. , seiä.h genau fnn.n M..fi in N h.n BrUt 7.r in der Vorbereitung bearimnen Revolu 4Vr V I VtH tion. Die 300.V00 Farbigen, die sich auf Cuba befinden, werden bl auf'Z Mesier für die Revolution kämpfen, die 20,000 Chinesen werden neutral bleiben. In vielen Theilen der Jnstl sind die Guerilla's noch unentmuthi-zt n Wh,if 10 nf-i und ihnen rönnen srch b:s April M..?rÄx;fx. c5m..m., u y&VTSi?:.? "r1 to: v. r.r ... ..s ?r. Hvuiii " , i r. '"." i ti r 'i siiPri n tt n iir rnrnnrn 'Mrir ivn iitt I 4 . UiVVtUtl v d lUUlj'lbtlt -V- v v v nier begünstigen im Geheimen die Re volutionSparlei. Spanien erhebt von Cuba alljährlich tz5S,000,000 an Abgaben. General Garcia wird der milita rische Führer der Revolution fein und der Krieg wird wenigstens zwei Jahre dauern.. Die Cubaner habenden Spa niern über zehn Jahre Widerstand ge leistet und die letzteren besitzen gegen fr fr Vam V Cr 4 m V , i f amAV en ch G.,c Cdit x -u. .r die n ? i m, LiZV "In halten, als die Cubaner. Das eine strenge Blockade der spanischen Hasen hitrfiifirfr ii ssn d,? .7. 1 ' 1 1 y lirg urzcigl. Die Niesen.uöNavkttt. Vor einigen Monaten wurden in dem Steinbruche, der zu dem Zuchthause deL Staates Callfornlen gehört. Nicht weit von der Stadt Carson im Staate Ne vada. Abdrucke von Fußspuren entdeckt, dre von einem untergegangenen Riesen geschleckte herzurühren schienen. Eine Beschreibung dieser Eindrucke haben wir damals gegeben: dieselben verliefen in östlicher Richtung und schienen rn einer Wölbung deö Bodens zu verschwinden, Die Ansichten, ob diese Wölbung eine naturliche sei oder von Menschenhand h:rruhre uno tonacn elnencounv" darstelle, waren getdettt; Prof. yarknek sprach sich nach Besichtigung der Wöl buna für die erstere Annahme aus und man sah daher von einer Erforschung der Bodenerhöhung ab. Neuerdinas kamen z-vei Prospectoren, , Andy Shannon und John Älelroje,au5 V. r r v vem i5)unnt0Nu)iH""c in jcncf&cno, besichtigten die nach der Bodenwölbung lausenoen uuapsen uno unrerwarsen sodann letztere, die an der Straße nach Virginia City gelegen t, einer genauen . m c etr . - . Unter uajung. zor crci iwocuen oe gannen sie einenTunnel in die Wölbung zu sudren uno enroearen oereus ln elner Tiefe von 8 Fub Spuren, die unzwelfkl haft darauf hindemen,daß j?neWölbung von Men,qenyanoen yerruyrr uno oer. emst von en,qen vewoynr war. - ! Yttktten in der röe vennoen NÄ an verschiedenen 'Stellen kleine Haufen 'Holzkohlen und neben emem solchen . wurden zwei Baaenzayne geiunoen, vle ' von dem Zahnarzte Mayo Greenlaw in Carson sür menschliche Zähne. mit größ. u ter Bestimmtheit erklärt wurden ; emer k..t.((.M i!. hni Qnff hnn tyffS ÜC(CiU M , S die Ausgrabungen weitere acht Fuß vor M . f amV geschritten waren, fand man steinerne Pfeilspitzen, ein leochgesäk und ein aus Feuerstem hergestelltes Mesier. DaS ii Kochgeschirr besteht auS einem irdenen Stoffe, der augenscheinlich durch Bren nen gehärtet ist, hat ursprünglich unge fähr eine Gallone Flüsiigkeit. gefaßt.
' würbe aber Um
mniarahfn irhrn, i ijtrr.cr würbe eine turje ino tun, f nn-lfifinl liche, aus Stein .gearbeitete Wafse und ... jr - r i ' i ein Sieinhammcr Gesunden. An lebte rem ist duich den den eigentlichen 5)ammer bkldenden Sleln ein Loaz aebodrt und in letzleres ein Kölj'rnkr, j tzt ver sieinerter Stlel hineingetrieben Aon l'tz:ecem wurde ein fl:ine5 Stuck adge schlagen, und man konnte deutlich das 5)olzgesl!ge erkennen. Endlich wurde auch noch ein a, schnlichfs Slrck Metall gtsu'-'den, welches sich bei näherer Un te:iuchung als gedlegenes Kupfer darstellt? I". .' Shannon uns iJMroie f;en iqrc Nachgrabungen in der Boenerhöhur'g fort und hoffen, noch aui wichtize Funde zu flogen. Der Boden, mit welchem 3 Wölbung gegenwärtig angefüllt ist, besteht ans lockerer ßrde und Steinen und ist offenbar in die! späterer Z?it da hn gekommen. Qi3 die ÄZoivung cebil tet wurde. Die beiden Prospecioren beanspruchen auf Grurd ihrer Venter Weisung (Zigenthum?rcch:e an das Land lin, behaupten, das lctz'.cre müsse, da Kupfer in solchem gesunden worden, als Bergwerttland angesehen und rechtlich beurtheilt werden. Der Aufsehe? de3 uStbauses. tarnen? Bill, hält die indrinnlinns tu? SSwindler und be hguptet, dieselben hatten alle ihre angeb- . tn Funde aus Colorado dolthin ge braöt k Bahnen nach der Türkei In den Ver. Staaten kommen, b?i der m c tf. n . ; ffÄ KS liche und Geldschllierigkeiten inVetracht. Kann das Capital aufgetrieben weiden, so denkt man nur noch an die Ueberwin dung der Hindernisse, welche hohe Berge, gewaltige Ströme und sandige oder eisige Wüilen bereiten. Diese werden durch technische Geschicklichkeit und Ausdauer überwunden. Von einem Ende des ContinentS bis zum anderen erstrek ken sich die Schienennetze in ununterbrochenen Linren. Ohne Aufenthalt rerst man vom allanttlazen 'ceere oi3 zur Südsee, vom hohen Norden bis an die Grenze von Mfpco und neuerdings noch über diele hinaus. Kalifornisches Ölst .n . rn ..ss.,:.. c,s.f l-2 juju5 artlkel, Ji che aus den Großen Seen er r..:. s. m?.?.. nr:;. M4; l'"cr-r ff n h nat, und Lou,Zllllle, Austern aus Ma.y' land gelten selbst in St. Paul noch nicht als Tellkalksie. Der sonnige Suden versorgt den Norden schon im zeitigsten Frührahre mit Gemujen und Fruchten, die in letzterem erst mehrere Monate spä ter zur Reise gelangen, während frisches ... v. r ijLicz..t rcu:.- ? t S?' T ' vl IIUUJ VKUIHIU UCUUUÜl Wllü. Jedermann verspürt die Segnungen eines vollkommen ungehinderten Ver. .f. n . ?Ä? Europa, wo sich die verschiedenen Reiche '' 3.. W b4 , .K!,, Schranken gegen einander obsibllkbin. Rußland z. B. hat auf seinen Bahnen eine besondere Spurweite eingesührt, damit der Aahnverkebr mit dem westli chen Europa möglichst gehemmt wird. Fünf Jahre hat es gedauert, ehe die Verbandlungen über die Bahnanschlüffe im Orient zum Abschluß gediehen. Erst am 23. ajiioocr o. . uno oic itannca . . .,.f,.Mv. s. fvflf,.;r;Ä t onsurkunden zwt chen den bethemgten . t f r w c cv iff Mächten ausgewechselt worden, und jetzt uivr.uj n vuiui uuiwuauui, im u .vi:x :n crf..cr. i leren Donauoebiete und der Balkan Halbinsel die Vortheile eines Bahnvertehrs zu verschaffen. Drer Jahre nach dem Abschlun deö Berliner Friedens trat die sogenannte (jonlenrnco a quatro zusammen, um eine Vahnconvermon abzuschließen, cie aber erst am 9. Mai d. I. unterzeichnet wurde. In dcritlvenverpttlchteten sich : Oesterreich zur Erbauung einer Bahn von Pest, über Semlin bis an die scrbi 'tErierlthnn'ffi Ausbau der bereits bestehenden Linie Konstantinopel-Bellowa, sodaß dieselbe ,-.. - s,Mc; ft,swA ,?n, -. -j"" ßfrcVrischen Jweigvayn Oll oer c.c.reiqijen verbunden werde: Serbien zum Bau von Mjs,, ,Zn,rs,ZtS l fr fr fr fr Wtfrjfra ftvMyfr tfr und Belgrad, Plrot und Wrania ande rerseltS: Bulgarien endlich zum Äau der Anschlußlinie von der serbischen Grenze bei Virot über Sosia nach der türkiichen Grenze. Es handelte, sich alio um d:e Herstellung cmer ununler brochenen Strecke zwischen Berlin, Wien und Konstantinopel. Oesterreich und Serbien haben ihre Bauten bereits rn Angrijs genommen, und man b osft. daß ai'ch die Türkei und Bulaaricn ihren Belpfl?ch!ungen bis zum 15 Oktober 1886 nachkommen erden. Es k'nn aber auch sein, daß inzwischen volltische Erk,qnisie emtreten. welche dre Aussudrung des Planes verhindern, zumal Rußland auf den prung eifersüchtig lst. den Oesterreich durch frtt 23ahr.cn m Orient gewinnt Aus allen diesen Umständlichkeiten lar.t sicb ers'bkn. wie glücklich ein Land ist. r,ksien Unternehmungsgeist nicht durch auswärtige Politik gehemmt wird. I DaS sünddafte" Tanzen. Mit so viel Auswand von Kilchrsam keit ist noch selren gegen daö Tanzen ge redet worden.' wie von dem metkodistischen Geistlichen D'lle in San Iran cigeo. Es sei gar nicht wabr, sagke er. dak die Bibel das Tanzen billige, denn icht eine einzige S:elle in dem heiligen Buche weise daraus hin, daß in Israel Personen versch edener Gefchlechter zu knin,k'n inmtm hi schichte aller heidnischen Nationen. yg en Indianern auswärts, . daß sie Tanzen huldigten, und gerade des hb n sie untergegangen. Bei den Griechen hing der Tanz mit dem Dienste beS Weingottes BachuS zusammen. Ihre I irn..f o..u... rc. ....... s. I Oltl MlUlll i-llf iu,uic, UlClC UllV Melpomne entsprechen den modernen I m - m rv. mm . & m A luncgajicn -ocgiicn uc? -cytuici, ucs Ta..zeS und des Suffs. Bei den Rö r - .fi rn :cr v. . o Oc..i.s s. . mern galt der Tanz für so schimpflich, daß nur Sklaven ihn ausführten und Eato rief einst auS: Nur Narren und N?f?i,nsn tnn,,n". (Ttennnih ist nriA das.röMche.NeiHuntergegansen. was
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Tii, Wnbnmmfhön-r sliß ix anck Bro. , bibttionisien fm) Icfi.n Nttma 5 Märi. ' U stmittn n.tnmmfn trtrn unh in Nllb'kn smo lekanntlich die Cultur ;u Öiufc ist.) würde ein Walzer als scan dalös ang s'hen weiden. An und süc sich sei das Tanzen harmlos genug, ab'r ls führt dazu, fpät ausz,idleiden, sich zu erhitzen und nachher zu erlalten, schlechte Lust eirzuaihmen und die-Lungen lraü! yx machen. Es ist seine Elholung, fon Dem eine AuSZchweisun." Was würden picht die Aerzte sagen, fhr der N'verend Dllle fort, wenn d:e cbetiverZammsunaen so lanJc dauere ten, wie die Balle ? Sie wülden sich versammeln und Proteste einreichen. Die Revacleure, noch von der letzten Orgie her lokrhast gestimmt, würden erklären, Dafc religiöse Fanatiker das Bell kS?per lich ruiniren und zum religiösen Wahnsinn treiben. Junge Mädchen tanzen nur, um sich öffentlich zur Schau zu stellen, und wenn ein Paar sich umarmt, sollten alle anderen Leute den Saat derlasien. Der Tanz, mit einem Worte, ist absolut vcrwklflich. Trotz dieser Predigt wird auch in San Francisco fortgetanzt. Lrr Hydromotor'. Ein höchst interessanter Versuch wurde Mitte vor. Mtö. auf der Elbe unweit Dresden in Betriff einer neuen Methode gemacht, die Sch ffe im Wasier vorwärts zu bewegen. Dr. Emil Fleischer bedient sich des Druckes, welchen ausströmendes Wasier gegen den Gegenstand, aus dem es ausströmt, ausübt als vorwärts be weacnder Krast. Er hat ein Sch'ff.den Hydromotor-, nach seinen Angaden bauen lasien, 60 Meter lang, 7 Meter breit und gänzlich auS Eisen construirt. Die Schiffahrt aus der Elbe der WreZden bietet an zahlreichen Punkten Hindernisie in Gestalt von Untiefen und Stromschnellen.. Im Verhältnisse zu den Schiffen, die gewöhnlich auf der Elbe verkehren und dre auch am Ver suchstage in stattlicher Anzahl erschienen waren, machte der Hydromotor" den Eindruck cine groben Fahrzeuges. Der auf der Commandsbrücke postirte Capitän bewegte einen an letztere? angebrach t-n Hebel, und beinahe lautlo? und ohne daS. geringste Schwanken bewegte sich das Schiff vorwärts. Durch die. Bevequng des Hebels waren , die Röhren geöffnet worden, aus welchen in der Mille des Schiffskörpers und an dessen beiden Seiten das Wasier in schräg nach hinten gerichteten Strahlen ausströmt. Im Anfang lief das Schiff in der Mitte des Jlusies, später am rechten User des selben stromauswärts.und zwar mit der DurchschnittSgeschwindigkeit eines Dom pserS in nicht völlig sicherem Fahrwasier. DaS fchwacheGeräusch, welches vernchm bar war, wurde durch das auS den NSHren ausströmende Wasier verursacht. Ferner konnte daS in Bewegung besindliche Schisf auf einer Strecke zum Still stände gebracht werden, welche kürzer ist als seine eiaene Länge. Durch Verstellung der Wasierflröme konnte ferner das Schiff in einer Weife gesteuert wer den, dab es die schärssten Curven mit Leichtigkeit passirte und innerhalb deö denkbar geringsten Naumes Kebrt machte. Der htbelapparat oder die Steuerung an der Eommandobrücke steht mit den Maschinen deL Schiffes nicht in der gcringsten Verbindung. Ein Steuerruder ist bei der neuen Art der Vorwürtsbe wegung der Schiffe ganz unnöthig und gleichzeitig erhöht die Erfindung die Sicherheit der Schiffahrt in so fern ganz außerordentlich, als der Apparat, der das Ausströmen des WasierS veranlaßt, zugleich im Stande ist, Lust in lustdichte Behälter des Schiffis mit solcher Krast einzupumpen, daß daS letztere auch dann nicht sinken kann, wenn am Boden des selben ein mächtiger und absolut nicht auszubesiernder Leck entstanden ist. Ebenso ist derselbe Apparat im Stande, ein etwa ausgebroaenes Feuer aus der Stelle zu löschen. . . Dem Versuche wchnten die Admiräle der kaiserlich deutschen Flotte vonHenck und Werner, Herr Doupats von Paris als Vertreter des Grafen von LesiepS, der sich lebhaft für die neue Erfindung intereisirt, die Herren Harold, Besitzer der großen Schiffsbauanstalt in Kie!,der bei dem Unternehmen pecuniär interes sirte Banquier Sulzbach von Frankfurt a. M. und eine sehr große Anzahl prak tische Seeleute, Ingenieure und Maschi nenbauer bei. Der Versuch wurde all gemein als höchst gelungen bezeichnet und Admiral von Henck gab später den Ansichten aller anwesenden Sachverstän digen in folgenden kurzen Bemerkungen Ausdruck : Das Princip, auf welchem die neue Erfindung beruht, ist so correct in der Construction, um dre bedeutende Rolle praktisch durchführen zu können.zu welcher ste berufen lst. Am - hervorra gendsten wird sich die neue Fortbewe gung der Schiffe in der Flußschiffahrt bewähren, namentlich auf Flüsien mit Fahrwasier von geringer Tiefe. Die nach der neuen Methode gebautenSchiffe brauchen nur wenig Tiefgang zu haben und hierzu kommt in Canälen noch der sehr große Vortheil, daß die Hydromo toren irgend welchen Wellenschlag nicht verursachen und folglich die Ufer nicht beschädigen. Von ebenso großer Be deutung ist die neue Erfindung dadurch, daß sie Segelschiffen Aushilfsdampsma schinen liefert, die veniger Raum ein nehmen, weniger HeZzalaterial erfordern und dabei wirksamer 'sind, als irgend welche andere bis jetzt bekannte Schafs Maschinen. Für Schiffe, die das mittelländische Meer und die tropischen Gewässer be fahren, sind die neuen Maschinen wegen der dort häufig herrschenden Windstillen unentbehrlich. Die Mannschaft braucht deswegen, weil Segelschiffe mit solchen AuShilsSmafchinen ausgerüstet werden, nicht verstärkt zu werden. Von großem Werthe wird voraussichtlich die neue Er findung auch für Kriegsschiffe sein, denn sie vermehrt die Steuerfähigkeit der Schiffe und damit deren Maneuvrefähig. keit sowohl im Angriffe alö in der Ver i j A --rrf. r UheMung: auch für Kriegsschiffe halte
' V CHIC VkrklNlgUllg vkr VlSh5rM?N
Schraube mit der N'uen Mkth'de für joca-uoBignc. ju du iniiaB ves . . . r n. f t v ?, tO OinOtOt? NOO Nlkk rklJZkN, OÜ kk die ganze g'g-nwältige Scb'gZmaschi nerie u-naestallen, vielleicht sogar ent bebrlich machen wird, darüber ein Uc theil abzugeben, ist sür jetzt noch nicht an der Zeit. Es mag dies vielleicht tt'cht unmöglich sein, doch muff n eist noch zahlreiche Versuche und in arnß?m Maßstabe gemacht werden, ehe sto ein einigermaßen beg'ü"detss Urtheil sällen lßt. Unter allen Umständen ist die Er fi 'dung von der allergrößten Bede' tung." , 'c a Qn tüchtiger iSekielmpollzist. Am 10. vorigen MontS befanden sich -cr Anstallsarzt Dr. Sample und der Gefängnißmärter AmoS Lutz in der grs ßen Halle des Zuchthauses rn Lancaster, "Aici. , sample lieft um von einem Sträfling das Haar kurz abschneiden und Lutz hatte den Corridor zu beauf sichtigen. Jke Buzzard, ein ehemalige? Mitglied der Räuberbande in denWalsh Bergen, der eine zehnjährige Zuch'.hauS strafe zu verbüßen hat, rief Lutz in feine Zelle und ersuchte ihn, iöm aus der be vachbarten Zelle seines Bruders desien Cananenvogel herüberzuholen. Lutz that dies und ließ Buzzard'S Zelle für einen Augenblick offen, dieser eilte dem ersteren in die andere Zelle nach, nahm ihm die Cchlüsiel zu den cinzklnen Zel len ab und schloß ihn ein. Gleich dar auf wurde Dr. Sample von dessen Fri seur und Buizard in einer andern Zelle vermahlt. Ter letztere öffnete hierauf sämmtliche Zellen und zehn befangene, die Strafen bis zu sechszehn Jahren zu verbüßen hatten, bewerkstelligten ihren Ausbruch aus der Anstalt. Unter den zur Verfolgung ausgcsaudtea Polizisten befand sich der Wetectlii Frank Mooney, dem aus einem Fährboote zvifchrn New Bork und Jersey City ein gew sie? Alex ander Lunan, einer der Ausbrecher, der wegen Brandstiftung eine vierjährige Zuchthausstrafe zu verbüßen hatte, ver dächtig vorkam. Der Detcctiv schloß sich demselben als Tramp equipirt an. durchzog mit ihm das Land und es ge lang ihm, alles aus den Ausbruch und den gegenwärtigen Aufenthalt derVer brecher Bezügliche von ih zu erfahrm. Nachdem der Beamte seinen Zwkck er reicht hatte, ließ er am 7. d. M. Lunan in Troy, N. I., verhaften und derselbe besindet sich zur Zeit in dem Gesängnisie daselbst. Die auSgebrochenen Verbre cher sind umgarnt und einzelne derselben bereits wieder eing'.fangen. . Vom Jttlanve. Einem schlimmen Versehen ist Dr. Fräser von WestBranch in Mi chigan zum Opfer gefallen. Derselbe hatte dieser Tage einen Spaziergang in einem benachbarten Wäldchen gemacht, indem sich ein Jäger befand, der nach Wild ausschaute. Der Waidmann, der den Doctor in der Ferne ankommen sah. hielt denselben für emen Baren, legte sein Gewehr an und drückte los. Der Schrei, den der zu Tode getroffene Arzt ausstieß, kam dem Schützen sofort etwas verdächtig vor. Als er sich an Ort und Stelle begab und einen Menschen in sei nem Blute schwimmen fand, ergriff ihn ein solches Entsetzen, daß er sich eilends davon machte. JnEhicagoist dieser Tage die berüchtigte Ladendiebln Tanty Du ri5 gestorben. Sie war die Gattin eines berüchtigten Einbrecher?, während sie die großen Serdenwaaren und Juwelen Handlungen ausstahl. Sie wurde selten erwischt, und wenn ihr das wirklich einmal passirte, dann sah sie so elegant aus und wußte so schön zu bitten, daß man sie in der Regel laufen ließ. Nach dem Tode ihres Gatten zog sie sich mit dem erworbenen Vermögen ln'S Privat leben zurück. Vor 18 I abren wur de R o bert V. Evans von Barkley Co., Va., wegen PferdedrebstahlS zu drei Jahren Zuchthaus verurtheilt. ES gelang m, uuf dem Transporte nach der Anstalt zu entspringen und EoanS war seitdem ver schollen. Ende voriger Woche führte ein Zufall zu ferner Entdeckung ; er be wirthschaftete in einem abgelegenenTheile deö CountyS eine kleine Farm, hat schon vor Jahren gehklrathet, drei Kinder und lebt in glucklichster Ehe. Eme -herzbre chende Scene entspann sich, als der She riff in der Wohnung erschien, den Mann zu Verbüßung seiner Strafe in das Ge tängniß abzuholen. Endlich ermähnte sich EoanS und sprach zur Gattin : .Weib, die Tlzat, deren Folgen unS jetzt auseinander reißen, habe ich vor unserer Verheiratung begangen ; seitdem war ich brav, wie Du mir mit gutem Gewis sen bezeugen kannst. Wende alle Deine Aufmerksamkeit unseren Kindern zu, daß diese brav bleiben nnd bleib' mir treu, bis wir uns wiedersehen. Dnn folgte er dem Beamten, während die Gattin, oon den jammernden Kindern umringt, ghnmächtig zusammenbrach. JohnGear von LongEddy. N. I,, treibt mit dem Fang und dem Verkaufe von Klapperschlangen an Me nagerien, Museen, zoologische Gärten und dergl. ein einträgliches Geschäft. In den seine Wohnung umgebenden Wöl dern kommen die Tbiere zahlreich vor: er geht mit langen Lederstiefeln bekleidet und einem Spazierstock in der Hand auf die Jagd. Sieht oder .hört er eine Schlange, so sängt er sie, indem er sie mit dem Stocke unmitt:ldar hinter dem Kopfe gegen den Boden festhält. Dann fetzt er an derselben Stelle einen Fuß auf daS Thier, das sich nun winden und krümmen mag, so viel eS will, aber nicht imStande ist, ihn zu verletzen. Nun zieht er der Schlange einen aus dickem volle nen Stoffe gefertigten Beutel über den Kopf und bindet solchen um den Hals fest. Solchergestalt ist das Thier völlig harmlos, Gear verwahrt es in seinem Büchsenranzen und geht, nachdem er mehrere erbeutet, heim.. Hier werden die Schlangen in einem Behälter, der mit einer starken Glasplatte überdeckt ist, untergebracht und mit kleinen Säuge thieren und Vögeln gefüttert. Ein paar
Tage lang sind sie ungiberdig . und ! . St . ( n 1 r I
tuc naurung, gewosnen sich aber bald an die Gefan genschaft. Gear hat beobachtet, daß die Klapperschlange nie beißt, außer nachvem sie zuvor mit ihren Klappern ein Warnungsstgnal gegeben hat; dann ist eS noch immer Zeit, der Schlange aus dem Wege zu gehen; nur im August warnt die Schlange nicht, sondern stürzt sich auf Alles, was in ihre Nähe komm'; in diesem Monat häutet sie sich nämlich und ist während dieses ProcesieZ blind. Bei Heddonfield in New Jersey werden Velsteinerunaen von Knochen urweltlicher Geschöpfe in so großer Anzahl gefunden.daß die Farmer beider Bestellung ihrer Felder denselben besondere Aufmerksamkeit widmen ; aut erhaltene Versteinerungen werden näm lich sowohl in New Vrk alö in Phila delphia theuer bezahlt. DerlOSjShrigeJason But ler in Long Brauch, N. I.. rühmt sich. daß seine und seiner 93jShrigen Gattin Nachkommenschaft über die ganze Welt zerstreut ist. Ein Sohn ist Missionär China, tin anderer Seemann auf einem Walfahrer im Stillen Meere,- ein Enkel ist Maschinist in England, eine Enkelin in Rio de Janeiro in Brasilien.und eine andere in Australien verheirathet. Der 73jähriae farbige Phi lanthrop Edward D. Eödra von New Jork wird der Peter Cooper seinerNaffe genannt. Er wohnt in Nyack und wen det seine besondere Fürsorge verlaffenen sarbigen'Kindern zu. Von ihnen war ihm erne Mulattin besonders an's yerz gewachsen und er hatte derselben Aus nähme im eigenen Hause gewährt. DaS Mädchen hatte sich in den Farbigen Joseph A. Sanderson verliebt und sich mit diefem, da ihrWohlthäter einer ehelichen Verbindung entgegen var,heimlich trau en lassen. Esdra hatte, nachdem er dies ttfahren, alles aufgeboten, Sander )on zu einem ordentlichen Manne zu machen. Zum Danke hatte der letztere alle Möbeln des Hauses, da ihnen. Esdra zur unentgeltlichen Be Nutzung eingeräumt hatte, versetzt. Seine Frau war ihm hierbei behilflich gewesen. Vor Gericht erkannte Esdra die Sa chen als sein Eigenthum an und erklärte auf die Frage deö Richters, ob er die Bestrafung deö Ehepaares beantrage, nach schwerem Seelenkampse: ,Ja, ich habe kein Recht, nachsichtig zu sein, eS bricht mir das Herz, aber das Recht muß feinen Lauf haben Eine Eiche inHermando Co., Fla. hat sieben Fuß über dem Bo den einen Umfang von 35 Fuß. - Am oberen Theile des Stammes, unmittel bar unter einem der Hauptäste, befindet sich eine Offaung, aus welcher ein un unterbrochener, kalter Luslstrom hervor dringt. Jedenfalls ist der Baum in der Mitte hohl und steht durch eine seiner Wurzeln mit einem unterirdischen Luft zuge in Verbindung. DaS S e eb ad N e w p o r t ü b t auf eine Anzahl New Jorker Damen eine so große Anziehuugökraft auS, daß diese! ben ihren Aufenthalt dort-biS jetzt auS gedehnt haben und noch nicht an die Ab reife denken. Rhode Island macht es Ehevaaren, die der ehelichen Fesiel über drüsiig sind, sehr leicht, geschieden zu werden, und daher der v:rlängerte Auf enthalt im Bade. Der 72jährige D. Lincoln in Chautauqua Co., N. Z)., hebt noch mit Leichtigkeit eine Last von' 1.000 Pfund vom Boden auf und bietet Jedermann eine Wette von $10 an. daß er im Stande sei, einen Hickorystamm schneller in Brennholz von den vorgeschriebenen Dimensionen der einzelnen Stücke mit Säge und Axt zu zerlegen, als derjenige, der die Wette eingeht. Vorige Woche wurde in Bullock Co., Ala., ein schneeweißes Prai riehuhn erlegt ; dasselbe befand sich in einem Schwärme von Hühnern gewöhn licher Färbung : die ganz weiß? Hüh aer sind eben so schön alö s-ltec. Dom Auslande. Aus Trier wird rheini chen Blättern vom 8 Oktober ge chrieben : .Die Schlußoerlbilung der lon Staatövegen noch vorhandenen UnterstützungSgelder für die vorjährigen Ueberfchmemmten im Regierungsbezirke Erier ist im Gange. Die RegierunzS' jauptkaffe wird. in den allernächstenTa ;en in det. besitz der Anweisungen ge. angen Die Unterstützungen wurden latürlich bewilliat,' um den Ueber schwemmten möglichst schnell zu helfen ; !ein Mensch hat damals daran gedacht, )aß die Gelder erst nach zehn Monaten zur Auszahlung gelangen würden; man zahm vielmehr an.daß sie dazu bestimmt leien. den armen Leuten Mittel in die Hand zu geben, um ihre Wohnungen vieder in Stand zu setzen, Saatkartof feln und Saatgetreide zu beschaffen :c. Daß erst nach de? nächsten Ernte die vchlußvertheilung in Gang kommen könnte, hatte wohl Niemand erwartet. In der obigen Meldung widerspricht .loch dazu der zweite Satz dem ersten. Wenn die RegierungShauptkaffe erst in )en .allernächsten Tagen- in den Besitz )er Anweisungen gelangt, so kann .die Schlußvertheilung nicht schon im Gange sein. Vielmehr muß man noch be'fürch ten, daß noch einige Zelt vergehen wird, ihe eS dahin kommt. Die RegierungS hauptkaffe muß zur Aukzahlung' die Steuer oder Gemeindekaffen in An jpruch nehmen. Da aber die Regie rungShauptkaffe am 18. selbst noch nicht im Besitze der Anweisungen wa?,so kön nen Angesichts des bei unseren Behör den üblichen Geschäftsganges bei den örtlichen Kasten wahrscheinlich in diesem Monate die Gelder nicht mehr zur AuS Zahlung gelangen. Vielleicht ist irgend ein Mitglied des Abgeordnetenhauses so neuglerlg,daß eS bei der RechnungSable gung sich einmal nach dem Zeitpunkt er kündigt, wann die Unterstützungen aus gezahlt worden sind. Seit einigen Taaen' trä gen die Mannschaften und Officiere deö Vraunschweigischen HusarenRegimentS den weißen, metallenen Todtenkopf mit
der Umichrifk: .Peninfula. Waterloo, Mars !a Tour" vor der Pekzmke, die O'fiziere auch vor der Mütze. Dieses Adz:ich?n gab der Herzog FriedrichWil Helm dem gesammten Corps, sowchl der Cavallerie als der J"fanlerie. mit vel chem er im Jahre 1809 in Verbindung mit Oesterreich gegen Napoleon in den Kampf zog und sodann, ousgeschlosien von dem Frieden zu Znaim, den Zug von Böhmens Grenze bs zur Ostsee machte. Den blanken Todtenkopf, mit den kreuzweis unter demselben liegenden Beinknochen, trugen die Braunschweiger sodann auch später in Spanien (im .Penirsalakriege-) und bei Waterloo, und dieses Zeichen t mmte zu der Uni formirung. welche aus einem schwarzen Schnürenrcle mit blauewKragen, gleich farbigen cikikidern und C'ako de stand. Dc-.S Co p? wurde in Oeiv or ganisirt und der Umstand, daß dort Her zoa SylviuS Nimrod von OelS imJahre 1G32 den Orden vom Todlenkopfe ge stiftet hat, soll den Herzog Friedrich Wilhelm veranlaßt haben, jenes Abzei chen zu wählen. ' Dasselbe trägt auch in der preußischen Armee daS erste und zveite Leibhufarenregiment. Wegen einer voröJah
ren begangenen MajestätS und einer vor 6 Jahren begangenen Prinzenbe leidigung ist der ReichStagSadgeordnete und Fabrikbesitzer Richter zu Lieanitz angeklagt und verurtheilt worden. Rich ter hatte eine Tochter standesamtlich trauen lassen und halte mit dem Pastor Lemme einPrivatgespräch über dieAnwendung auch des kirchlichenTrau formularS. Da er dieses nicht haben wollt, machte der Pastor ihn darauf ausmerklam, daß dasselbe auch rn .aller höchsten- Kreisen Eingang, gefunden ha be. Trotzdem , wies es Richter zurück, und zwar in einer als Majestätsbeleid! gung bezeichneten Aeußerung. Alles ging gut. bis Richter 4 Jahre später zum ReichStagSabgeordneten gewählt wurde. Dann beschuldigte ihn der Pastor Lemme in Gegenwart de? Amts Vorstehers V. Uechtritz der MajestätSbe leidigung. Uechtritz, d:r ein Feind Rich terS ist, denuncirte diesen, und ob wohl Lemme der einzige Zeuge der vor Jahren gethanen Aeußerung war, wurde Richter nicht nur zu sechs Mona ten und einer Woche GesSngniß.sondern auch zumVerluste seinerEhrenämter,mit hin auch deS Reichstagsmandats, ver urtheilt. Die Priizzenbeleidigung soll Richter begangen haben, indem er sich im Freundeskreise über die Prinzen äußerte, die hohe Apanagen be ziehen und nicht thun. ES galt bisher .allge mein als feststehende, unerschütterliche Meinung, daß daS bekannte Wort: .Wer : nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Lebelang " von Dr. Martin Luther herrühre. Doch dem ist -icht so. Wie der Lutherforscher Pro feffor I. Köstlin in Halle nachweist, sin det sich in den gesammten Schriften Lu then? nirgends und auch nicht ein einzi geö Mal dieser. Svrachvers vor, auch nicht in dem vom Weimarer Hosvndiger Joh. Aurifaber in den Jahren 1556 und 1565 herausgegebenen zwei Bänden der .Tischgespräche oder Tischreden und auch nicht in den unedirten Handschuf ten in der Bibliothek zu Wolfenbüttel. Luther hat den Spruch ziiemals geschrie ben und niemals gesprochen. Zum er ten Male kommt derselbe vsr- einhun bett Jahren in einem Gedichte von Ju lius von Vok (geb. 1703. gest. 1832) vcr. ' Die Nlcht'Autorschaft dieses be liebten Sing und Trinkspruches hin dert jedoch nicht, Luther als großen Freund der .Frau Musifa gelten zu lassen, die er m emer Oberm Siyle von Hang Sachö besang und nicht nur selbst eifrig verehrte (er svielte Laute, Flöte und ein Bischen Orgel und sana sehr schön), sondern '.ich dringendst seinen Anhängern und Schülern empfahl. Er war aber nicht blos Kenner der Musik, sondern komponirte selbst. In Petersburg hat man dieser Tage die imAuSlande erscheinende erste Nummer deS .Westnik Navodnoi Woli" (Lote des VolkSwillenS) erhal ten. Große Aufregung erregte in den dortigen sozialistischen Kreisen ein in derselben zum Abdruck gebrachter Bries Netschajew'S an den jetzigen Kaiser. Net schojew wurde vor ca lOJahren auSge liefert und verurtheilt; man glaubte, derselbe sei längst nicht mehr unter den Lebenden, und jetzt stellt eS sich nach dem Briefe heraus, daß derselbe noch gegen wrtig in der Petersburger Festung in den Kasematten deS AlexiS'RavelinS gefangen gehalten wird. In dem Briefe beklagt derselbe sich über die schreckliche Behandlung, welche sowohl ihm als den anderen Jnhastirlen zu Theil wird. So habe man beispielsweise ihm das wenige Licht, daS seinen Kerker erleuchtete, ent zogen; namentlich hebt er die furchtbare Strenge deö jetzigen Commandanten Gavetzki und die Unmenschlichkeit des ObergkfängnißausfeherS FMmonoff, der eine Creatur des Ersteren ist. hervor. Der Brief, welcher durch glückliche Um stände nicht in die Hände der Aufseher gefallen, sondern in die Hände der So zialistzn gelangte, ist auf einem gedruck ten Blatt Papier mit Blut geschrieben, wobei freilich Vieles unleserlich geölie en. Von Antwerpen nach Jndiänapolis 30.95. Von Bremen nach Jndia- : napolis 832.20. SebvüöeV Fvenzel, S. 53. 5ck Walhingion u. Mttidianstk.
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