Indiana Tribüne, Volume 7, Number 42, Indianapolis, Marion County, 31 October 1883 — Page 2
! JägNSe ud Sonutsg5ausgaöe. Office: 130 & Marhlandstr. JndianapoliZ, Ind.. ZI. Oktober 1633. Nrvcttervtryättnlsse iu Ennland. Alle neueren Angaben sprechen von einer Verminderung der Verbrechen in Großbritannien. Naturgemäß muß man voraussetzen, daß dies eine Folge bei herbesserten Lebensweise der Leute ist. In manchen Beziehungen haben sich auch wirklich die Verhältn sse der Leute gebessert, die in England aus der Hand in den Mund leben, aber eS giebt noch im mer sehr viel Elend. ES erhellt dies aus den fast gleichzeitig erschienenen Be richten der Congregational Union in London, und der englischen Gesellschaft zur Förderung der Auswanderung. So M gerade jetzt die Lage der arbeitenden Classen in London entsetzlich traurig. Der Handel liegt zum großen Theile darnieder, die Arbeit ist selten, Tausende hungern, und hungrige Arbeiter sind sagt der Bericht über die Nothwendigkeit staatlicher Förderung der Auswande rung und müssen sein q:sghrliche Ge sellen. Nicht etwa die Pflicht, das LooZ unserer - Nebenmenschen zu verbessern, nein die ganz gewöhnliche Selbsterhaltung zwingt uns, die Lage der Arbeiter zu heben, damit nicht, wie Danton sagt, die Menschen, die man als Thiere auf achjen ließ, wie wilde. Bestien über ihre Zuchtmeister herfallen. . Die Lage eine? Theils der arbeite'fccn Classe ist jetzt um kein Haar besser. n'xt damals, als Dickens sein Bleal House" schrieb, das Parlament hat stch nicht um sie gekümmert, sie leben noch in demselben schmutzigen Elend, in dersel ben aussichtslosen Armuth, derselben unbedingten Abhängigkeit, sind noch heute in ungesunde, mit Pestkeimen an gefüllte MiethZkasernen eingepfercht,' kein Sonnenstrahl dringt in ihr Wohn z im mer und in ihr Herz und ihr einziger Trost ist jener dumpfe Stumpsstnn, ttu die Unmäßigkeit im Trinken verleiht.' Amerikaner können stch gar keinen 33c griff von dem Elende der armen Leute in London machen. Die Comites der c fellschaft zur Förderung der Auswande rung haben in den eigentlichen Arbeiter districten viele Wohnungen, sowohl die ärmlichsten, als die besseren besucht und ihre Erfahrungen zusammengepellt. Ein paar Beispiele von tausenden geben ei nen Begriff . der Unsumme von Elend die sich in dem reichen England vorsin-! det. In einer schmutzigen Wirthschaft fand eine Versammlung von SchiffsVerladern statt; es handelte sich um die Veranstaltung des Begräbnisses eines verunglückten Kameraden; unter den Männern befanden sich auch dreizehn Frauenzimmer) deren braun und blau geschlagene Gesichter von der Behand, lung zeugten, di: sie häusig von ihren Männern zu erdulden haben. Die 23er Handlung zeigte, wie entsetzlich schwer eS diesen Menschen wurde, auch nur die kleinsten Beiträge aufzutreiben. Ein Mitglied des Comites folgte einem der Männer in dessm Wohnung. Der Arbeiter sagte selbst: Meine Frau hält auf Ordnung, unsere Wohnung ist dte beste tn der ganzen Straße. Und trotzdem sur dte Eltern und zwer tt.n der ein dunkles Zimmerchen, 12 bei 14 und 8 Fuß hoch; eine zerbrochene Bett stelle mit schmutziger Bettwäsche und dünnen Decken, bei deren bloßem Anblick man frieren könnte, zwei Stühle und ein wackeliger Tisch. Die SchissSverlade? verdienen $5 bis $7 wöchentlich, aber der Verdienst ist unsicher; die Frau lobt ihren Mann als nüchtern, aber bei den theuren Preisen, welche die im Einzelnen beschafften Artikel verschlingen, kommt die Familie aus der dürstigsten Lage nicht herau?. ri 1 rfYft tf . IN oer naqoar aalt woynr ein Maurer, der Mann liegt krank im Bette, er verdient, wenn er gesund ist, $6 wöchentlich, aber im Winter nichts. Entsetzliche Zustände finden sich in der Nachbarschaft des Drury Lane Theaters. Durch finstere und stinkende Höfe ge langt man in die kleinen von Schmutz starrenden Wohnungen; das Waffer wird einer Cisterne inmitten alles dieses UnratheS entnommen, eS hat einen Ekel erregenden Geschmack und Geruch und ist nicht einmal in ausreichendem Vorrathe vorhanden. In diesen Räumen können die Leute nicht reinlich sein und wenn sie noch so sehr an dieseBedingung einer erträglichen Lebensweise gewöhnt wären. Hier setzen sich die Krankheiten fest, von hier dringen sie in die Häuser der Leute, die wenigstens wie Menschen leben können, in die Paläste d:r Ne chen. In einem anderen Hause mit vier Znn mern wohnen zwei Familien, der HauSWirth und zweiProstituirte. Hier ge söhnen siÄ'die Knaben mit ihren ent kräftkten 'Leibern' an den Trunk, das NichtSthurrund schlimmere Laster, hier wachsen die Mädchen auf und, wenn sie auch die bravsten Mütter haben, ganz. .-von selbst . und unrettbar in die Prostitution hinein, hier sinkt selbst der geschickte Arbeiter zuar Proletarier herab, ier vollzieht sich, jener Proceß, der zum PauperiSmuS führt. Die Gesellschaft in London und in Eng land hat erkannt, daß sie diefe Armen und Elenden loswerden muß, venn' sie nicht von ihnen, wie von einer Lawine zermalmt werden will. Daher das Streben, eine großartige Auswanderung dieser gefährlichen Elemente auf Kosten des Staate! zu organisiren und. das westliche Canada zu bevölkern. - Da? Comite der diesen Zweck verfolgenden Gesellschaft schätzt die Zahl der allein in London dem Verderben verfallenen Fa ilien aus mindestens 50,000. Der Lericht der Conareaational . Union be schäftigt sich weniger mit dem Loose der verarmenden Arbeiter, als mit demjenigen der Unglücklichen, die bereits auf der alleruntersten Stufe des socialen Elends angekommen sind, und seine' Angaben lauten natürlich noch viel trauriger.
Kndiana Hriöüne.
Sluö dem Lager der O. 5?. Der unabhänaige Orden der sonder
baren Gesellen" ist eine in den 80:r Iahren deS vorigen Jahrhunderts nach dem Muster deS Freimaurerbundes in Lwer Pool und Manchester entstandene Unter stützungSgesellschast. Die Zahl der Mitglieder des Ordens beträgt in Deutschlnd Tausende, in Großbritan fV lO" men und in o:n ner. Staaten erniae Millionen. In Amerika, zunächst in ?!ew Nork, droht den Odd-Fellows eine bedenkliche Verwicklung. Vor einigen Jahren erschienen einigen Brüdern, die sonderbz Leen Gesellen noch nicht sonderbar ge'nug und ue gründeten daber den Orden tu Patriarchen", fccr sich aus den Reihen oer O. F. recrutiri. An ihren Uniformen sind die Hüte am bemerkenSwerthe ihn, denn sie sind den drci'cklgen Stülp hüten, welche die Patriarchen Abraham. Jsaac und Jacob trugen, ganz gena" achgedildei. F? gilb: gegenwärtig tztN 4U,(J0U ü.t.iictn kn Den jj.t Ttaattn. 'Sie und ven udrigen O. ein Dorn im Auze und di; souveräne Großloge der lekteren hat soeben ue? filgt, daß alle Mitglieder des OrhriS nu3 jeder Verbindung mit den Patriarchen auszutretkn haben. Aller Wahr fcheinlichkit nach wird rneS zur Grün dung eines neuen Ordens sanderbzrrr Gesellen führen, denn bei allem dem Gu ten, was die amerikanischen Logen anstreben und verfolgen, bleibt doch so viel wahr : Wenn ein halbes Dutzend Deut sche beisammen sind, gründen sie einige Gesangvereine, sechs Engländer thun es nicht ohne ein paar Clubs und ebenso diele Amerikaner oder DeutsÄ Ameri kaner können ohne einige gch'kme c jellschasten nicht existiren. (iineö GebttSilttt tttase. Wie Viele haben schon geseufzt dar. über, daß ihnen feie Vortheile einer HS heren Schulbildung" niemals zugänglich waren. Es hat daher ein gewisses In teresje, Leute zu hören,die dieseVortheile ausgenützt haben und genau wissen,wor in dieselben bestehen. Die nachfolgend mitgetheilten Erfahrungen eines amerikanischen Gebildeten wird gar Mancher bestätigen können, der neun Jahre lang die Bänke eines deutschen Gymnasiums gedrückt hat. Denn draußen gibt es auf den höheren Lehranstalten zwar weit mehr gute Philologen als hier, aber verzweiselt wenige Pädagogen. ' Vcr eine? Versammlung ehemaliger Zöglinge des Yle College berührte5err George S. Meni'am einige sehr wunde Punkte dcs modernen LehrsystemS. Er erzählte, daß cr in drei bis vier Vorbe reitungSjahren und den ersten 2Jahren auf dem Vale College felbst den dritten Theil ferner Zeit dem Studium des Griechischen zu widmen hatte. Der Rest wurde meist auf Latein und Mathematik verwendet. Mindestens zwei volle Jahie also, auf einen Zeitraum von 6 Jahren vertheilt, studirle er GriechisH. Auch brachte er es darin so weit, daß'er später in der höchsten Classe als Lehrer des Griechischen angestellt war und den De raostheneZ erklärte. Aber niemals ver mochte er ein griechisches Buch ohne Lexicon zu lesen. So geläufig wurde ihm die Sprache nicht, daß er die vielen poetischen Schönheiten, die eleganten Redewendungen, den Geist der Werke, mit einem Worte, so Hütte . genießen können, wie rnan sich an dem Werke eineö modernen Dichters freu. Die todte Form war ihm einigermaßen ge läusig, daS höhere Verständniß fehlte vollkommen, wie es jedem deutschenPri maner fehlt, der sich mit Lexicon und Grammatik mühsam durch die Verse deS Sophokles hindurcharbeitet. Selten stnd die Schüler, die auch nur den Sinn deö Werkes sofort erfassen, die Seele desselben bleibt ihnen ein Buch mit sie ben Siegeln, bis sie ihnen durch eine gute Uebersetzung erschlossen wird. Etwas besser steht es mit dem Lateinischen, aber nicht viel besser. Selten sind die Schüler, welche die Reden des Cicero oder die Geschichte deS TacituS so fließend lesen können, daß sie der Schönheit dieser Werke gewahr werden. Die lateinischen Aufsatze, die sie schrei ben, sind förmlich keuchende Stilübun gen, bei deren Abfassung ängstlich daraus gesehen wird, ob auch Cicero diese oder jene Phrase, diesen oder jenen Satzübergang gebrauchthat. Die We nigen ausgenommen, welche die alten Sprachen als Fach!udium betreiben und besonders dazu beanlagt sind, erhalten auch die deutschen Schüler höchst unvoll ständige Kenntnisse, trotzdem sie im La teinlschen besonder neun Jahre hindurch wöchentlich zehn Stunden unterrichtet werden. Rechnet man die Ferien ab, so ergiebt das rund 3500 Lrctionen, vozü dann noch der mindestens ebenso große Zeitaufwand auf d'e häuslichen Arbeiten kommt. Was ist das Ergebniß dieser 7000 Stunden eifrigen Lernenö ? 5)r.Merriam enthüllt den ganzenUm sang des Fehler, indem er daraus hin oii1, wie viel Nützliches, Veredelndes, den Geist wahrhaft Anregendes rn derselben Zeit hätt? gelernt werden können, die jetzt den todten Sprachen gewidmet wird. .Mein Studium in $alc siel gc rade in die Zeit, als die amerikanische Geschichte in dem fürchterlichen Bürger kriege gipfelte. Als ich aber 1864 gra duirte, hätte ich hinsichtlich der Geschichte von Rom oder Athen ein besiereö ferja men machen können, als in derGeschichte meines Vaterlandes. Von den perst schen .Kriegen wußte 'ich mehr als von unserem Unabhangigkeitskampse. Fran zösisch hatte ich kaum genug gelernt, um eine Zeitung lesen zu können." Doch alles das, meint Hr. Merriam, wäre noch nicht so schlimm gewesen, wenn er wenigsten? den intelligenten Gebrauch seiner Sinne gelernt hätte. Aber alle und jede Kenntniß war ihm aus Büchern eingeprägt worden. .Von Kenntniß aus erster Hand, von sinnlicher Beobachtung der Myriaden Thätigkeiten' und Schönheiten, welche diese göttliche Welt bilden, hatte ich nichts gelernt. Als wir schließlich mit den Werken Her Natur bekannt gemacht
werden sollte, waren wir o wenig an den Gebrauch unserer Fähigkeiten, au ßer durch Bücher gewohnt, daß wir der Natur selber durch Bücher vorgestellt werden mußten, d. h. aus zweiter Hand. Man lehrte unsetwaS Chemie, aber so, daß wir nie eine chemische Substanz be rührten und sie höchstens aus der Ferne sahen. Ein wenig Geologie brachte man uns bei, aber nicht mehr persönliche Bekanntschat mit dem Naturgestttn, als sich durch zwei oder drei NachmittagSSpa Hergänge in Begleitung eines Lehrer? zrlanzen ließ. Von dem Wachsthum der Gräser und Bäume, von den Vorgängen innerhalb unseres eigenen Körpers erfuhren wir absolut nichts. Die Gewöhnung all persönliche Beobachtung der Phä nomene und Processe in der stosflicher Welt wurde ganz aus unserem Erzie hungSsysteme ausgelassen. Und daS ist das Traurigste. Geschichte und öitera tur kann ich nachlernen, ohne Deutsch und Französisch kann ich mich behelfen, aber niemals kann ich das sympathische Verständniß sür meine Umgebung er langen, daS so leicht hätte erweckt wer den können, als ich 14 bis ?0 Jahre alt und in griechische Conjugationen ver sunken war. Staunend, aber ohne Berständniß betrachte ich die Wunder der Natur, wie ein des Lesens unkundiges Kind durch eine Bücherei wandert; eS bewundert die Bilder, aber den Text
hält eS für sinnlos. Ich habe nur ge lernt, mit meinen Augen die bedruckte Seite zu lesen und mit meinen Ohren deö Lehrers Stimme zu vernehmen." ES giebt Genies und große Talente, die stch t r o b der modernen Lehrmethode zur geistvollen Selbstbeobachtung und Forschung emporheben, aber daß diese Methode an sich den Geist nicht eckt, sondern eher abstuwpst, ist gar nicht zu bestreiken. Was bloßer Zweck sein sollte, wird zum Endziel gemacht, die schlum mernden Fähigkeiten werden nicht ge weckt, die Wissenschaft wird unter einen Hausen bedruckten Papieres begraben. Vom Anlande. Canada feiert seinen Dank sagungstag am 8. November. Im Staate Kentuüy bezahlt Onkel Sam an 10,07 Personen Pen sionen. Der berühmte Hungerlei der Dr. Tanner befindet sich wegen un befugter Ausübung der ärztlichen Praxis in Washington im Gefängniß. In dem einen County Logan in Kentucky sind binnen 18 Jahren 53 Mordthaten begangen und nicht ein Mörder ist gehängt worden. Die Rangers, jene eigen thümliche Schutzmannschaft de5 Staa tes Texaö, sind zur Zeit 120 Mann stark und erstrecken sich von Brownöville bis Panhandle, über eine Strecke von 700 Meilen Länge. Der am Delaware erbaute Dampfer Maripssa hat soeben die Fahrt von San Fran'clscz nach Hono lulu in 6 Tagen 8 Stunden zurückzelegt; e ist dieö die schnellste Reise, wel che jemals zwischen beiden Häfen gemacht worden ist. Der. E x-S e n a t o r T a b o r von Colorado hat sich durch seine Nachthem den, das Stück zu $25, berühmt ge macht; der Repräsentant Budd'doit trägt seidene Unterhemden das Stück zu m Wenn in Georgia in diesem und im nächsten Jahre alle die Hotels gebaut werden, die gebaut werden sol len, so wird der Staat Ende nächsten Jahres mindestens 5,0C0 ganz neue Gasthöfe besitzen, und zwar immer einen großartiger wie den andern. Baltimore, welches mehr als 20 Millionen Dollars im Austern geschäft angelegt hat und 30.000 Ariei ter darm beschäftigt, bangt sur Erschöp fung seiner Austernbänke in der ChesapeakeBai und verlangt ein Gesetz.velcheS den Austernfang zwischen dem 1. April und 1. Okt. verbieten soll. Wohin führen Sie mich? fragte in New Jork ein Verbrecher den Detectiv, der ihn soeben in Hast genom men hatte, und fügte, als ibm die Antwort : .In die Ofsice des Polizeisupe rintendenten" gegeben w.r, hinzu : Dann wünsche ich ausdrücklich zu con statiren, daß in diesem Falle nicht der Mann die Ossi", sondern die.Osfice" den Mann sucht." .i In Mazetlan, dem Haupt Handelsplätze des mexikanischen Staates Cinaloa am Meerbusen von Californien, haust das gelbe Fieber in grauenerregen der Weise. Sämmtliche Aerzte stnd er krankt, zwei gestorben. Vor drei Wo chen traf eine aus 31 Mitgliedern beste hende Operngesellschaft dort ein und die PrimaDonna wurde mit solchem Jubel empfangen, daß man ihr die 'Pferde ausspannte und Tausende ihr nach dem Hotel folgten. Acht Tage später folg ten fünf Mitglieder der Compagnie ih rem ' Sarge, alle anderen waren todt oder erkrankt. Alle, denen eö ihre Mit tel gestatteten, haben die Stadt verlas sen, die Leichen werden in größter Hast und ohne Särge beerdigt. Der Turmalin oder edle Schörl ist ein aus Kieselsäure, Borsäure, Thonerde und Eisenoxyd bestehendes Mineral, dessen Crystalle bei VerSnde rungen der Temveratur elektrische Po larität zeige. Aus der Farm deS Silbers C. Hatch bei Auburn, Me., wurde soeben ein reiches Lager von Turmalin entdeckt, dem binnen weniger Tage Mineral im Werthe von über $500 entnommen worden ist. Bei dem Turma lin werden der seltene lilarothe Glimmer oder Lepidolith, das schwarze metallische Fossil Columbit und Zinn erze gefunden. I r i s chA merikaner, welche diesen Sommer die .Grüne Insel" be sucht haben, berichten, daß die Farmer noch in keinem Jahre besser daran ge vesen seien." Sir RlverS Wilson, der General Controlle? der Sparbanken, bestätigt ienc Angabe, indem er berichtet.
daß der Durchn'',t der Einlagen in die irischen Sparer. $20 30, in den eng l, schen aber nur $22, in den schottischen
$16.20 betrage. Sparta ssenEinlagen sind indeß bekanntlich ein unsicheres s?ennzeichen des Volkswohlstande. DemKanzelredner Beccher wird nachgesagt, er babe erklärt, auf den nach Chicago fahrenden Zügen würde an den Hauptstationen ausgerufen: 20 llJKnuicn Ausenthalt zur Ehescheidung." Zweckmäklg wäre es, den nach Chicaga weisenden an den Zwischenstationea Ge 'egenheit zu geb?n, sich die Eh?s sseln abnehmen zu lassen. Dies würde für die'Chicagoer Gerichtshöfe, welche srü her nur an Samstagen Ehen trennten, eht aber an jedem Wochentage Ehescheidungsdecrete bewilligen und dabei noch harüber klagen, daß die Woche so wenig age hat, eine große Erleichterung sein. Die Wäsche spielt in den UuSgaben der Pullman'schen Schlaswa gen-Compagnie eine größere Roll:, als die Meisten annehmen werden. Die Gesellschaft hat im Gebrauche 50,000 leinene Betttücher, 46.000 Kopfkissen liberzüze, 13,000 wollene Bettdecken, 16.000 Handtücher und 6 000 große Handtücher, die über Rollen laufen. Die Wagner Compagnie benutzt 4.000 wollene Bettdecken. 13 S1 leinene Betttücher, 12,202 Kopfkisienübirzüge und 5,740 resp. 2,347 Handtuch'?. Sie be zahlt sür Wäsche jährlich $30,000, die Pullman Co. bedeutend mehr. Der Leichtsinn, womit in vielen Familien mitGift verfahren wird, hat wieder ein Opfer gefordert. Der 13jährige Sohn des 5 Farmers Daniel Schmelzer bei Edward in Kansas klagte über Fieber, voraus dieMutter einPack chen aus der Wanduhr nahm, aus dem sie in der Eile die Silbe .nine" las, und da sie glaubte, sie habe dumme" ergriffen, so forderte sie den Knaben auf, eineDosis davon zunehmen. Eine halbe Stunde darauf klagte der Knabe über Beängstigung und Zucken in den Muö kein ; da kam der Vater herein und fragte, wo die Mutter das Päckchen gefunden habe, und als'sie antwortete, in der Uhr, da rief er verzweislungsvoll : Mein Gott ! Das var kein Quinine, sondern Strychnine!- Man schickte so ssrt uach einem Arzt,aber ehe dieser kam, war der Knabe todt. Eine KaZe rettete in Fair Haven in Connecticut das Leben des CapitänS eines CanalbooleS, sovie dasjenige seiner Frau und seiner vier klei nen Kinder. DaS mit 8000 BushelS Austerschalen auS Baltimore in Fair Havm eingetroffene Boot war leck ge worden und begann während der Nacht zu sinken. Die Katze, welche dies' be merkte, sing so jämmerlich an zu schreien, daß der Capitän und seine Familie er wachten und gerade noch Zeit hatten, sich zu retten. Füns Minuten später sank das Boot unter. Das Ehepaar Josepb Fo ster in Cairo, Greene Co., N. Y , hat dieser Tage seine diamantene yochzeit oder den 75. Jahrestag seiner Vermählung gefeiert ; er ist OS Jahre 7 Mo nate, sie 95 Jahre 5 Monate alt. Bei den ist c?, was man so sagt, gut gegangen im Leben, und doch erklärten Beide aus Befragen, sie möchten nicht noch einmal von vorne anfangen und alles wie der durchmachen, was sie durchgemacht haben, aber ein paar JZbrle mehr wür den ihi'.en sehr willkommen sein. ocm 2luslttttöe. Wie- verschieden doch die Anschauungen der Bewohn r deS ContinentS u.d der Engländer in allen Dingen sind ! In Deutschland, Frank reich. Rußland, Italien, kurz überall, von der Newa bis zum Tojo kann man sich den Polizeimann.Schutzmann, Sergeant de Bille, Alguazll oder wie der belrefsende Schützer der öffentlichen Sicherheit sonst Heiken möge, gar nicht ohne ZUZaf sen. Säbel: Revolver oder gar Gewehr denken. In England besitzt de? Con stabler bekanntlich blos einen kurzen Holzknüppkl und sonst gar keine andere VertbeidlaunaswaNe. Die 'zaylrelcven nächtlichen Einbrüche während des Herbsteö und Winters und d in letzter Zeit häufiger gewordene Verwundung der Constabler durch Revolverschüffe seitens der Einbrecher regte in der Presse die Idee an, die Polizisten, welche desiachtS in entlegenen Vorstädten Patrouilliren, sollten doch auch mit Revolvern bewasf net werden, um wenigstens den Räubern gleichzustehen. Allein die große Mehr,abl der Volnei Superintendenten er klärte sich selbst gegen diesen Vorschlag. Sie halten dafür, daß ein Revolver zu leicht zu mißbräuchlicher Benutzung süh ren und dem Träger eher schaden als nützen könnte. Der Polizeimann erhält daher keine Feuerwasse, weil die Behörde selbst meint, der Besitz einer solchen könne gar zu leicht zum llzuhäustgen Gebrauch derselben verleiten. Aus London wird geschrie ben : - In Balmoral, dem schottischen Lustschloß der Königin Victoria, ist eö wieder etwas lebhafter geworden. Die hohe Dame und ihre Umgebung sind mit vielfältigen Vorbereitungen beschäftigt, um dem Andenken deS theuren Verstor denen, des ehemaligen Leibdieners Ihrer Majestät, Ehre anzuthun. Seit mehr als zwei Wochen sind zahlreiche Arbeiter eifrig damit beschäftigt, den Grund zu zubereiten, aus dem die von Herrn Böhm verfertigte Statue deö großen Mannes stehen soll. Die Auswahl der Stellt hat viel Nachdenken gekostet. Endlich wurde ein Platz auf der Südseite des Schlosses, im Privatgarten, auserkoren, der von den Schloßfenstern deutlich ficht bar ist. Ein Cairn, d. h. einen kegel sörmigen Steinhaufen, wie , ihn die Bergbewohner ihren im Feld gefallenen Waffengenosien zu errichten pflegen, hat John Brown schon bekommen. Aber das ist nicht Alles. Auch in Osborne, dem königlichen Landschlsß auf der In sel Wright, und im Park deS Schlusses Windsor soll John Brown in Marmor und Bronze verewigt werden. In we nigen Tagen wird die Enthüllung der Dtatuein BLlmoral stattfinden ti soll
eine Feierlichkeit mit großartigem Pomp abgeben. Die Königin sclbst, ihr Ge folge und die Dienerschaft, nebst allen Angestellten in Balmoral und vom Landgut in Abergeldie (wo zur Zeit die Ex Kaiserin Eugcnie als Gast der Königin sich aushält) werden die Trauerseier beiwohnen. Ein solcher Spektakel ist nicht gemacht worden, seit das Monument Alberis deö Guten im hydkZPark e r'chtetLurde. Eine arokartiae. aber
auch kostspielige Neuerung ist sür die Werft von Wilhelmshaven geplant. ES ' betrifft eine Anlage, nach welcher mit ! telst Elektricität die im Hafendienst hauptsächlich zur Geltung kommenden yllssmaschlnen, als Gangspills, Win! den und KrShne in Betried gefetzt wer den sollen. In gleicher Weise soll ferner daS Dehnen und Schließen der Schleußthore bewerlstelliat werden, wie auch gleichzeitig mit dieser Anlage eine elektrische Beleuchtung der Doas und der haseneinsahrten verbunden sein soll. Dem bayerischen Justiz Ministerium liegen z. Z. nicht weniger als 27 Todesurtheile zur Vorbescheidung vor, und täglich mehrt sich die Zahl der selben ; es sind in der letzten Woche wie der nicht weniger als drei Tode'urtheile hinzugekommen, die in obiger Zabl nicht eingerechnet sind. Ein trauriges Zeichen der Zeit! Ein ernstes Rencout.re mit einem Löwen fand in einer Mena gerie in Liverpool statt. Ein Schwel zer. Namens Bolomey, betrat den Käfig eines jungen asiatischen Löwen in der Absicht, denselben zu zähmen. Das Thier sprang auf ihn zu und packte ihn m Kopfe. Nur mit großer Schwierig keit konnte der Unglückliche von zwei an deren Wörtern auö seiner unglücklichen Lage'besreit werden. Mit fürchterlichen Wunden am Kopfe, an den Armen und der Hüfte bedeckt, wurde der Aermste in daS nächstgelegcne Krankenhaus getragen. In den Städten Elsaß Lothringens werden bald überall die consesstonellen Schulen wieder eingeführt sein. Auf eine Petition von Familienvätern in Colmar hat der dortige BezirksprZsident neuerdings erwidert, daß, nachdem der oberelsässische Unter richtörath in seiner letzten Sitzung sich sür die Wiederherstellung konfessioneller Gemeindeschulen in der Stadt Colmar ausgesprochen habe, die Einrichtung derselben versagt werden solle, sobald die erforderlichen AusführungZoorberei tungen zum Abschluß gebracht seien, was, wie er (der Präsident) hofft, bin nen kurzem der Fall sein werde. In Peier sbUr g hat die Beerdigung von Turgenjew's L:iche am 9. October ohne alle gefürchteten Swischensälle stattgefunden. Die Trauer Prozession, welche sich vom Warschauer Bahnhofe in Bewegung setzte, vettinigte die gesammte Intelligenz NußlandS,Re vräfentanten der Wissenschaft, Literatur und Kunst, der landwirthschastlichen und städtischen Se!bstvc?Laltung derResidenzen und der inneren Theile des Reiche?, Vertreter seiner Grenzbezirke, Bauern von den Gütern Turgenjews, Vereine verschiedensten Characters. Die Gruppe der Presse eröffnete eine Deputation von Corresp'Zndenten deutscher Blätter. Die Presse Rußlands war durch Vertreter von etwa 50 Zeitungen repräsentier. BesondersZin's Auge fallendZwar dieDe putation der kaukasischen Presse, deren Mitglieder ihr National-Trauercostüm von schwarzem Silber angelegt hatten. Auch eine Menge von Deputationen der weiblichen Lehranstalten befand sich im Zuge. Die Gesammtzahl der Deputa tionen, deren jede einen auf Stangen getragenen Kranz m't sich führte, belief sich aus 180.' Den Deputationen folgte die Geistlichkeit, sodann der von einem Baldachin aus Goldbrokat überwölbte Leichenwagen, der ringsum mit Kränzen geschmückt war. Den Sarg deckte zur Hälfte der seiner Größe wegen untrag bare Kranz deZ Vereins .Berliner Presse". Etwa 3 Stunden brauchte der Zug, um den Kirchhof zu erreichen, in den blos sechs Personen von jeder De putation eingelassen wurden. Durch ein Spalier vonKranzen hindurch wurde der Sarg nach der Fiiedhosökirche ge führt, wo er auf einem, von rothfamm tenem Baldachin überwölbten Katafalk aufgestellt wurde. Am Grabe selbst konnte wegen Raummangels nur eine sehr beschränkte Personenzahl Platz sin den. Reden wurden gehalten vom Rek tor der Universität Becektow und vom Schriftsteller Grigorowlsch. Der Dich ter Plestschejew trug ein Gedicht' vor. Doch war der Gcsammteindruck der gan zen Feierlichkeit, nach den Berichten der deutschen Trauergäste zu urtheilen, kein wirklich erhebender, zumal man eine Trauermusik vollständig vermute. Dentsöie Lokal NaSriözten. Plau (Mecklenburg). 13. Oct. Der Kantor Ehrich feierte zugleich mit seinem 82. Geburtstage sein LOjährigeL Amts jubiläum. Anläßlich dessen wurde er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt, vom Großherzog mit der Verdienst medaille' bedacht und von der Bürger schast durch einen Fackelzug und andere Ovationen geehrt. Jn HamburgAltona lebende ehemalige Schüler des Jubel greises schenkten demselben einen silber nen Taselaussatz. Nierstein (Hessen), 13. Oct. Der GutZverwalter Georg Schätzler, der den Sjährigen Knaben Wilh. Edling wegen AepfeldiebstahlS derart zu Boden geworfen hatte, daß der Junge nach 2 tun den verstarb, wurde vom Mainzer Schwurgericht zu der gelinden Strafe von 10 Monaten G'fangniß verurtheilt. Schätzler war der That geständig, gab aber an, derart in Aufregung gewesen zu sein, daß er nicht gewußt habe, was er that. Heilbronn, 8. Oct. Die Straf kammer erkannte gegen den suspendirten Gerichtsnotar Bach von hier, einen sehr reichen Mann, wegen Untreue und Un terschlagung auf 5 Monate Gesängniß, 1000 M. Geldbuße :c. Auch wurde ihm die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf,die Dauer von. 3 Jahren ab
erkannt. Ein ähnlicher Fall kam vor dem hiesigen Schwurgericht zur'Ver Handlung und endete mit der Verurthe! lung des gewesenem G:meindepfleaerö und Webers Gotisried Uebele vonKirchberg. O.-A. Marbach, zu 8 Monaten Gefängn'.ß Uebel: hat sich dergülschung und Unterschlaguno im Amte schuldig gemacht. Niederhochstadt (Pfalz). 10. Oct. Hier hat sich der Ackerer Geokg Hof, nachdem er vorher sem Vieh ver kaust, seine Güter verpachtet und seinen Freunden ein Essen gegeben, in seiner Scheuer erhängt. D eggend orf (Boyerli), L. Oct. Der in der ganzen Gegend semes iovia len Wesens halder allvellebte hiesige kgl. Rentbeamte Otto Münster ist in Müa chen, wo er Heilung von einer quälenden
rankheli geZucht hatte, gestorben. Elbing (Westpreußen), s. Oclbr. Durch Vermächtnis des hier verstoibe nen Rittergutsbesitzers Spott von Osche kau ist dem. Johanniter'Orden unter dem Titel Spott Oschekauische Deut sche KrankenhauS'Stiftung" eine Erb schaft von 400.000 M. zugesallen. Die Zinsen des SlistungSvermögenS soOen zunächst 15 Jahre unverkürzt mit Zins auf Zins angesammelt werden. Später sollen die Zinsen durch den Jchanniter Orden an Krarkenhäuser in Jahres betrügen von 1500 Mark veraeben werden. B orbeck (Äheinprovinz). 12. Oct. In der Nähe des alten Schachtes der Zeche Carolus Magnuö fand man dieser Tage die Leiche des Bergmannes Kiese nzaltcr, an welchem eine nicht näher zu bezeichnende Verstümmelung vorgenom men worden war. Die Thäter, der Feuerwehrmann Pieper von Altendors und der Bergmann LasschinSky von Bottrop, sind in Haft. Pieper hat ge standen, dem Unglücklichen m" die Beine festgehalten zu haben, während der andere mit dem Messer, das ihm Pieper geliehen, die That vollbracht habe. Die. abgeschnittenen Körp.rtheile haben dieUnmenschen mitgenommen und in der Nähe der Zeche Wolssbank fort geworfen, wo sie gesunden morden sind. Der Ermordete hinterläßt Frau und drei Töchter im Alter von 10, 16 und 23 Jahren. Mit der zweiten Tochter hatte P. ein Verhältniß anknüpfen wol len, war aber vom Vater aus dem Hause gewiesen worden: B r e m e n, 14. Okt. Der Bürger park Bremens, der Hauptschmuck der al ten Hansestadt und der LieblingSAuf enthalt de: Bremenser, ist als vollendet zu betrachten, nachdem die Seenzüge, welche ihn mit ihren malerischen Inseln umrahmen, hergestellt sind. Der Schö pfer dieser anmuthigen Anlagen ist der Direktor Benque, derselbe, dem New Bork die Verschönerung deö prächtigen Eentral.Parkes dankt. Die erfordert! chen Mittel sind bekanntlich allein durch freiwillige Gaben aufgebracht. In der Nähe des ParkeS besindet sich eine Meie rei, kunstvoll gebaute Brücken spannen sich über die Wasserarme. Alle diese Annehmlichkeiten sir.d zum größten Theil den Geschenken Bremer Braut paare zu danken. Die herrschende Sitte verlangt von solchen entweder eine ge wisse Summe als Beisteuer oder an Blumenbeeten, seltenen Bäumen, Pstan zen und dergleichen. Hat ein Kaufmann ein gutes Börfengefchäft gemacht, so stellt sich alsbald der rechnungLsührende Beamte des ParkeS ein, um ihn in Kontribution zu nehmen. So ist seit 1865, wo mit der Anlage begonnen wurde, in dem Parke eines zum andern gekommen. Das Bremer Handels blatt" ist, Ende September eingegangen. Der letzte Redakteur desselben war Herr A. Lammerö. Derselbe wird stch jetzt noch mehr wie früher gemeinnützigen Bestrebungen widmen. Elberfeld, 9. Octbr. Gestern ist der ehemalige WaisenhauSdirector Voß unter Annahme mildernder Umstände zu drei Jahren Gefungniß verurtheilt wor den. Borna (Sachsen), 13. Oct. Der, Amtöhauptmann Dr. Spann ist in' Geistesstörung verfallen und hat in eine Leipziger Jrrenklinik untergebracht ver den müssen. Im Gartengrundstück de? Gasthofbesitzers Franke zu Regis hat sich etwa? Eigenartiges vollzogen. . Ohne daß vorher irgend welches Anzeichen be merkt worden wäre, gingen plötzlich drei Quadratellen Land über 6 Ellen in die Tiefe. DaS Sonderbarste ist, daß sich das entstandene Loch mit heraufquellen dem. eisenhaltigem Wasser anfüllte. In Flößberg ist die Ehefrau des Hand arbeitersFifcher in Folge des Bisses einer Kreuzotter gestorben. A l t o n c-, 11. Oct. Der Inspektor der hiesigen Versorgung5ansta!t sür schwache Alte und unheilbare Kranke, F. I. Jäger, ist nach längerer Krankheit im Alter von 65 Jahren gestorben. DaS hiesige Schwurgericht venirtbeilte die HusnerSWittwe Katharina Kruse geb. Koog auS Linau, welche ihr Wohnhaus angesteckt hatte, um nach vorhergegan gener Beisel!cschasf,lng eine? großen Theils der wcrthvolleren Jnyttltarien stücke durch Erlangung dcr uJrrhoch an gegebenen Versicherungssumme sich einen VermögenSvorlheil zu versckasfzn, zu 4j Jahren Zuchlhau und ihren Sä.wzgek, den Altentheiler Johann Scharnderg aus Trittau, .der von ihre? Absicht Kenntniß hatte, zu Monaten Gkfüng niß. Die Kruse yat während der Unter suchungShast mehrfache Flucht und Selbstmordverfuche gemacht. Hage n (Westfalen), 12. Okt. Vor einiger Zeit wurde, der Seisenfabrikant Gutentag, welcher einem Wirthe Aetz vatron in Flafchen, die sonst Karlsbader Salz enthielten und diese Etiquette tru gen, verkauft hatte, wegen Fahrlässig keit, durch welche der Tod eine? Men schen veranlaßt worden, zu sechs Mona ten G'fZngniß verurtheilt. Auf eine aus den weitesten Kreisen der Bürgerschast an den Kaiser , gerichtete Jmuediat Eingabe ist G. jetzt begnadigt und die Eesängnißstrase in 1000 M. Geldstrafe LVgevandelt worden. -
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