Indiana Tribüne, Volume 7, Number 40, Indianapolis, Marion County, 29 October 1883 — Page 2
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! Zstläe sd SeunlaasausaaLe. Office: ILO O.Marylandstr. Indianapolis, Ind., 29. Oktober 1833. Teutsch aättriksnischkS Schlacht Denkmal. Wie aus dem nachstehende Brless Lei IHtbaren Horstio Seynour an Hern William Dorsheimer hervorqeht, nähe sich das Monument zur Erinnerung 01 die Schlacht bei Oriskany, N.-.Y.. seine, Vollendung. ' Jenes blutige Gefecht. welches vornehmlich 'von den i deutscher Bewohnern des MohawkthaleS gegen di, Engländer und die mit ihnen verbünde ten Indianer auSgefochten wurde, fand am e. August 1777 statt. ' In einer en gtn Waldschlucht bei Oriskany standen die Deutschen unter Herkimer (Heröhei mer) in einer möglichst ungünstigen Stellung den Verbündeten gegenüber. Bald erfolgte von beiden Seiten ein mörderischer Angriff, und c5 entstand ein Gemetzel, welches aller Beschreibung spottet. Die Indianer kämpften mit dem Tomahavk und dem Messer, uahrend die Deutschen sich genöthigt sahen, zum Gewehrkolben zu greisen. Gleich zeitig schaffen die Söhne AlbionS ihre vohlgezielten Schüsse auf ihre Feinde ab. Gegen Mittag erhielt Herkimer, der in den Reihen der Vordersten kämpf te, einen Schuß, welcher sein Bein zer schmetterte. Ich will dem Feind in's Gesicht sehen sagte er, und ertheilte ni hig seine Befehle. . Er bemerkte, daß, so ost ein Mann sein Gewehr abgeschossen hatte, einer der Indianer auf ihn ein drang und ihm, bevor er zum zweiten jMale laden konnte, mit dem Tomahawk ,den GarauS machte. Nun stellte der General je zwei Mann hinter einen iBaum. So oft der eine geschossen hat te, machte sich der andere bereit, den an stürmenden Indianer niederzuschießen. lllnd jetzt fielen die Indianer schaaren weise. Nach langem, erbittertem Kamps behaupteten die Deutschen das Schlacht seid. Zweihundert der ihrigen lagen todt oder verwundet ausder blutgetränk ten Erde. Die Zahl der todten oder verwundeten Feinde war mindestens ebenso groß. ; 5ver von oen Aeutjcyen errungene leg bewirkte zweierlei: Einmal vur den die Indianer dermaßen eingeschüch jtert, daß sie ihr Bündniß mit den Eng ländern aufgaben; und suVS Zweite blieb das Mohawkthal in den Händen der Republilzner, ein Umstand, der nicht wenig zur Capi'ulation von Saratoga vertrug. Dieser Sieg brachte nachWash ington'S eigenen Worten .den ersten glücklichen Umschwung in die traurige Führung deS nördlichen FeldzugeS." .Zehn Tage nach der blutigen Schlacht, am 17. August, starb Herum an semer Verwundung. Ein schönes Denkmal wird bald da Schlachtfeld schmücken und den eldenruhm der deutzchen An siedler deö MohawkthaleS den späteren Geschlechtern verkünden. Ueber die Er richtung desselben wird folgender Brief Seymour's veröstentllcht : Utica,N. Y..23. Oct. Geehrter Herr l Das Schlacht-Mo nument für Oriskany ist beinahe vollen det. Im nächsten Frühjahr, glaube ich. kann es eingeweiht werden. (5 giebt bezüglich der Schlacht von OriLkany einen Gesichtspunkt, der dem Volk be ständig vor Augen gehalten werden sillte. ES wär der specifisch deutsche Kampf der Revolution. Das Gefecht von Hoosick, bekannt als Schlacht von Bennigton, wurde von Neu-EnalSndern gegen Briten auSgefochten. DieSchlacht von Saratoga war em Kampf zwischen den New Jorkern und den Truppen Buraoyne'5. Sie hatte einen holländl schen Anstrich, da viele Holländer dabei betheulgt waren, em Eindruck, der durch .General Schuyler's Dienste bestärkt wird. ' Die Kosten deSMonumentZ sind durch Ausgaben .für Metalltafeln, welche an der Basis derselben angebracht werden, vermehrt worden. Eine derselben re präsentirt Herkimer, wie. er, . verwundet im Sattel unter einem Baum sitzend, den Deutschen seine Befehle ertheilt. Aus einer andern befinden sich die Na men der Patrioten, welche größtentheilö Deutsche sind. Die Kosten dieser Metalltafeln, welche Herkimer'S Heldenmuth und die Namen der deutschen Soldaten darstellen, haben ein Deficit in den vorhandenen Fonds zur Folge gehabt. Nun sind die Deutschen im Mohawkthul größtentheils Farmer, welche nicht leicht dazu gebracht werden, in solchen Fälleik etwas zu leisten. Da ist. mir der Ge danke gekommen, daß die reichen Deutschen in New $ork angesichts deS Zeug niffeS, welches das Denkmal für denPatriotiömuS ihrer Ländsleute ablegt, sich bereit sinden würden, in diesem Fall etwas beizusteuern. - Wenn sie $1500 senden würden, wäre dem Comite eholfen, welches nicht nur Geldopfer geleis let, sondern auch eifrig gearbeitet hat, !vm daS Werk zu vollenden. Ich gehöre 'nicht zu diesem Comite und bin über Haupt bei der Sache nicht speciell bethei '.ligt. Indem ich Ihnen schreibe,' innere ich mich des hohen Jntereffes, wel !cheö die Deutschen der Stadt New York (bei der Errichtung des Denkmals für Iden Baron Steuben ; stn den Tag legten. !M sende Ihnen eine Photographie des ',noch nicht vollendeten Werkes, .welche 'zeigt, wo die Metalltaseln angebracht werden sollen. Dieselben werden . sechs ;Fufc lang und vier Fuß sechs Zoll - hoch llein und aus Bronze bestehen. ; Sie werden im Ganzen $3000 kosten. In Ihrer Rede zu Oriskany sagten Sie: Z . . ...ifjc ml .CS 5 war. ein oci. uuifi- -war eine Wahrheit, welche der össentli. 'chen Meinung in Erinnerung gebracht werden sollte. Achtungsvoll , Höratio Seymour. trr V . x f nmy frt T nrgftrt1
er SeseUschs?5 wkedergewonneu
Mag man darüber streiten, ob die über einen Verbrecher verhängte Strafe als Racheact oder als Abschreckung aufzufassen ist, jedenfalls liegt es im Interesse der Gesellschaft, daß sich das gefallene Mitglied während seiner Strafzeit bessert. Denn kommt dasselbe moralisch ebenso verderbt oder noch verderbter aus dem Zuchthause heraus, als es hinein gegangen ist, so bildet eS eine beständige Gesahr. Es lostet mehr, den unverbes serlichen Gauner zu überwachen, als es aekostet haben würde, zur rechten Zeit BesierungSversuche mit ihm anzustellen. Darum ist auch vom leinen Gctdstand punkte aus das alte System der Erniedrigung und Brutalisirung. von Sträflingen durchaus veraierZllch. Seit mehr als sunfng Jahren wird an de? Reform des Strafmesens aear beitet, immer nach dem Gesichtspunkte, daß der Sträfling die Selbstachtung ledergewinnen und' nach seiner Entlassung ein ordentliches Leben zu führen versuchen soll. Man führte Marsen" in den Strasanstalten?ein. den in den Schulen üblichen ähnlich. Verdiente der Sträfling viele solcherMarken, so wurde seine Strafzeit abgekürzt. Dann ver siel man darauf, einzelne Gefangene bedlngungsweise zu entlassen. Hielten sie sich gut, so blieben sie in Freiheit, wur den sie rückfällig, so mußten sie ihre volle Strafzeit zu Ende dienen. Zuletzt kam man aus das Svstem der soaenannten unblstimmten Urtheile und der geistigen Anregung. Ein aus allen diesen Sys temen zusammengesetzter Resormplan wird seit 7 Jahren von der Besserung?anstatt zu Elmira,N. I., angewendet. Au Betreiben des sperrn Z. R. Brock. away, gegenwärtigen Direktors der An statt, nahm dieLegislatur von New tyoil im Jahre 1877 em Gesetz an,' das die Verurtheilung jugendlicher ' Verbrecher auf unbestimmte Zeit gestattete. D. h. der Verurtheilte darf unter keinen Umständen länger im Gefängnisse gehalten werden, als das Gesetz in sei nem Falle vorschreibt, wohl aber kann er schon nach einem Jahre entlassen wer den, wenn die Gesängnißbehörden von seiner Jesierung überzeugt sind. Der Sträfling bestimmt somit durch sein Betragen selbst die Dauer seincrStras zeit, von ihm hängt eS ab, wie lange ihm die Freiheit entzogen wird, und er. hat das denkbar höchste Interesse, die gewal tigste Triebfeder, sich gut zu betragen. Zunächst der untersten Clasie eingereiht. kann er sich ungemem schnell emporarbeiten. Er empfängt Marken, wenn er sich in Kleinigkeiten gut hält, z. B. seine GerSthschasten nicht vernachlässigt, daS Material möglichst sparsam verwendet und die Nebenregeln genau befolgt. Der Grad seines Fleißes wird durch die Menge und Beschaffenheit seiner Arbeit zur Genüge gekennzeichnet, sein Beneh men gegen Mitgefangene, Ausseher und Lehrer wird ausmerksam beobachtet. Na türlich wird bei der Vertheilung der Marken streng auf die Individualität der Sträflinge geachtet. Mancher Knabe mag mittels natürlicher Anlagen und bester Vorbildung andere überragen, die ebenso viel guten Willen, aber tat niger Talent haben und bereits, tieser gefallen waren. Wollte man nun den trefflich Beanlagten bevorzugen, so vür den die weniger Glücklichen entmuthigt werden. Deshalb findet die Markenvertheilung nicht nach einer eisernen Re' gel, sondern immer mit Rücksicht auf den' Hauptzweck, die Besserung und Hebung der Sträflinge statt. Letztere werden nicht bald in Zucht Hauskleider gestickt, . sondern erhaltenUniformen verschiedener Art, je nach der Classe, in der sie sich befinden. Sie werden in einem Handwerk unterrichtet, sür das sie Interesse zeigen, und in eine Werkstatt .gestellt, wo sie von äugenscheinlich mit Freuden thätigen Kamera den umringt und von dem allgemein vorherrschenden Geiste sehr bald angesteckt werden. Bald werden sie auch in die Abendschule gebracht, aber nicht mit ödem Auswendiglernen gequält, sondern über Gegenstände belehrt, die zum leb hasten Nachdenken anregen. Herr Brock away hat nämlich bemerkt, daß dieDenkUnfähigkeit, die Abwesenheit des In teresieS für alles Höhere und Schöne, der Erzeugung und Crweckung des Verbrechenstriebes ungemem günstig ist. Er sucht nun die geistigen Fähigkeiten seiner Schützlinge zu wecken und aus dieseWeise auch ihre moralischen Ansich ten zu veredeln. Indem er ihnen leichtverständliche Vorträge über geschichtliche. voll-wirthschastliche, naturwissenschastliche und ähnliche Gegenstände halten läßt, eröffnet er ihnen plötzlich eine ganz neue Welt. Wie junge Leute denken zum ersten Maie überhaupt nach, zu nächst ubcr sich selbst und ihre' Zukunft, dann über ihre Rechte und Pflichten innerhalb der menschlichen Gesellschaft. Erhöht wird diese seltsame Wirkung noch durch Anregung des Schönheit?sinnes und Unterricht imKunflhandwerk. Einige der verstocktesten und stumpssten Knaben sind wie umgewandelt, seitdem sie gelernt haben, durchbrochene Br?nzeArbeit herzustellen und in Terra Cotta zu modellircn. Neben diesen Neueiungen wird daS System der bedingungsoeisen Entlastung beibehalten. Der so entlaffene Sträfling bleibt unter , den. Augen der Gesängnißbehörden, bis er' im Leben festen Fuß gifaßt und sich in der Freiheit bewahrt ht. Bis zu einem gewisten Grade besteht auch in Elmira das Contraclsystem, .daß eS aber nicht mißbraucht wird, lebrt daS Deficit von $30.000 jährlich. Die Sträflinge werden nicht dazu benutzt, Geld sür den Staat zu verdienen und die Löhne freier Arbeiter zu driicken. j Von 1205 junaen Leuten, die seii 7i Jayun zu unbestimmter Strafzeit vn urtheilt und in Elmira erzogen worden sind, wurden nur 37 offenkundig rück fällig. 1100, oder 90 Procent, und mit Sicherheit als gebessert zu bezeichnen. Von" 611 bedingungsweise entlassenen Sträflingen mußten nur 53 wieder zueückkehren, 136 sind den Behörden auö dem Gesichtskreise entschwunden und die übrigen zeigten sich ganz gebessert. Die -
wenn man bedenkt, dak von den tuaend
lichen Verbrechern 89 Proz. nie eine wirk liche Heimath kannten und 77 Procent so gut wie gar niqt uicn ronnien. Qom Jnlande. M i t'd em Dampfer ,E l b e" ist eine arößere Anzabl seltener Thiere jin New York eingetroffen, welche P. T. lJarnum von dem bekannten deutschen !Thierhändler Carl Hag?nbeck bezogm hat. KS befanden sich darunter vier Elepbanten, 57 fliegende Füchse. 26 Asfen, eine Antilope u. a. m. Die Thiere sind einstweilen im Central Park untere gebracht worden, von wo sie demnächst nach Bridgeport gehen. Während zwei von den Elephanten, welche früher in Indien als HolztkSger fungirt haben und daher an einen Wechsel in ihren Lebens schicksalen schon gewöhnt sind, sich ruhig vom Dampfer nach ihrem Bestimmung? orte tranSportiren ließen, machten die beiden anderen erhebliche Schwieriakei ten. Sie urden hinter einen Wazen gebunden, bestanden aber eine Zeit lang darauf, nach einer anderen Richtung zu gehen, als die vorgespannten Pserde,' und konnten nur durch sehr nachdrückliche UeberredungSmittel zum Ausüben ihres Widerstandes veranlaßt werden. Die von Hagenbcck mitgegebenen Wärter be dtealcn sich dazu roher Kuppel mit lanaen eisernen Sviken. Auf dem Führboo! ging der Tanz vonNeuem loö. Ein auSnahmZvttse fetter Paffagier, der den Tranöportanten behilflich sein woll te, wurde über das halbe Boot fortge schleudert. Ein anderer, welcher nur den Lärm aebört hatte, glaubte. eS habe eine Collision stattgefunden und legtest nicht weniger alS drei Rettungggürtel um. Im Ccntralpark sind die Thiere vortrefflich untergebracht. Ein Genie in New Nork hat ein Melodrama geschrieben, zu des len Emvfebluna anaefüört wird, die phantastischen, bluttriesenden und haar sträubenden Scenen feien unter dem Einflüsse deöyaschisch entstanden, .eitunaen. die inNebraska erscheinen, enthalten eine Anzeige, durch welche eine Wittwe mit 21 Kindern einen Mann erlanaen bofft. EZ kommt selten vor, daß Jemand ohne Erfolg an nonclrt, m diesem Falle aber scheint es aus der Hand zu liegen, daß die Wittwe das Geld für die Veröffentlichung ihres HeirathSgesuckes zum Fenster hinausge warfen hat. Baumeister in Washington sind so beschäftigt, daß eS schwierig ist, die kleinsten Reparaturen gemacht zu bekommen. Häuser entstehen überall im Stadtgebiet, und seit 1880 haben die Bauplätze den vielfachen Werth bekam men. Alaine'5 HauS kostete 567.000 mit dem Lande; Nobeson's $28,000 aber er besaß die LotS lange vorher; Don Cameron'S $10,000 bis $50.000, während die Vendleton'S, Windows und Hazen's $35,000 kosteten. Jetzt verlangt Robeson $100,000 sür sein 5) au?, und die Lots nehmen New Vorker Preise an. Früher konnte ein Congreß Mitglied ein HauS sür $150 aus die Sitzung monatlich miethen, und zwar ein gut möblirteS ; jetzt kostet ihm dies das Doppelte. Stockwerke in guter Lage trugen vor vier Jahren $50 Miethe ein und sind setzt zu $l00 selten. Der Zufluß Fremder wächst jeden Winter. Leute mit $10.000 Jahreseinkünsten aber, welche in New Dork und Baltimore nicht weit reichen können, sind hier noch ziemlich gut daran. Daher kommt es, daß Pennsylvania Av:. des Nachmittag? von feinen Kutschen belebt ist, und daßHäu ser sür $2000 bis $3000 Jahreömiethe sehr gesucht sind. Auch viele FlatHäuser werden errichtet. - In Denver giebt e s mehrere Chinesinnen, deren Männer so viel Geld verdienen, daß ihre Frauen alle ihre Zeit ganz nach ihrem Belieben verwenden können. Dieselben verwenden auf ihre Toilette noch' weit mehr Zeit als selbst die eitelste weiße Dame; namentlich an dem ttopshaare wird Stunden lang herumgearbeitet, dasselbe wird so langem Wachs eingerieben, bis es ganz steif ist und dann in einen zierlichen Bau, der. sich über die Ohren nach dem Nacken zu erstreckt verwendet. So häßlich, wie die auf die Stirn geklebten Ringe und, Arabesken unserer Damen ist die Haar tour nicht, aoer auch nichts weniger als schön. In die haare gesteckte Messing vlättchen und GlaSstücke sollen sür Gold und Edelsteine oebalten werden. Die nr.z. v - jt t-r rv t . ' iciuunu ucc rqinenlqen nrauen ylll T. f tfV . & v . a W leoensaus oen Vortheil der equemlicy keit vor derjenigen unserer Damen vor auS. Ein Secretär der chinesi schen Gesandlschasti n Washington war kürzlich einer Dame der Metropole vor: gestellt worden, die unter Anderem die. Frage an ihn richtete : .Welche Tugend schätzen Sie an Ihren Frauen am höch sten?- Dte Tugend der Häuslich keit." .So lieben Sie es wohl nicht, wenn Ihre Frauen sich viel in Gesell schast bewegen V .Durchaus nicht, unser Gesetz erblickt soaar einen EhescheidungSgrund darin, wenn eine Frau entschuldigen Sie ! geschwätzia ist." .Da wäre ich wohl in Gesahr, geschieden zu werden, wenn ich in China wohnte?" .Mit dem Tage, an welchem mein Vaterland baö Glück hätte. Sie zu be herbergen,vürde jenes Gesetz ausgehoben werden. Alle weißen Mädchen, die sich in Calisornien bisher mit Chinesen perhelrathet haben, waren ohne AuS nähme Jrianoermnen. Col. L.A.Herder inFlorida bat nachträglich nach der Ausstellung in LsuiSvllle, y., zwel Orangenzwelge ge schickt, an deren einem sich 70, am ande ren 50 schön entwickelteFrüchte befinden. Mayne Neid, der .Freund der amerikanischen Jugend" ist gestor hen: er hat sich sonach der ihm für seine .Betheiligung am . mexikanischen Kriege kürzlich verwiegten Pension nicht lange erfreut. Im Jahre 1818 im nördlichen Irland als Sohn eines protestantischen Pfarrers geboren, erhielt er seine Erzie hung in England, kam vor 42 Jahren als junger Jurist ,nach Amerika und
durchwanderte Mexico, sowie den Süden
und Westen der Ver.Staaten, seinen Un terhalt durch die Jagd und Tauschhandel mit den Indianern erwerbend. Später wurde er Schauspieler, versuchte sich, zuerst in Cincinnati, als Schriftsteller, und reiste über Pittsburg nach New Zsrk. Hier wurde er am .Spirit of the Times" angestellt und schnell entfaltete sich seine schriftstellerische Begabung. Als 1816 der Klieg mit Mexico begann, tr?t er bei den Freiwilligen von New Ak ein und brachte eS durch seine Tapsrkeit zum Offizik? in der Glenadiercompzanie des 2. N. I. Reg. Am 13. Sepi. 1317 führte er bci dem Angriffe aus da5 sesZe Schlcß Chcpultapec die Stnrmcolonne und nahm mit derselben das den Ein gang zu der Hauptstadt behcschende ffon, so daß General Scott am nässten Tage die letztere einnehmen konnte. Bei dem Schluste deS Krieges wurde er als Hauptmann entlasten. Der ungarischen Erhebung von 1848 und 1819 racQle er mit einer in New 2)ork gedildettn Frei chaar zu eilen, kam jedoch nur bis nach Varis. wo ihn die Nachricht von der Wafscngrkckung unter Gögci bci Villages erreichte. (Er kehrte nach New Jork zurück, siedelte der spä:er dauernd nach England ubcr. joh fctnni rrzäh enden Schriften, durch d:e cr das 5irn der Jugend gewonnen, sieben ra" h?!vor: Dcsert Hone, llie Kille Hangers, Ihö Bush lio.v The Qir.ulrupeds, l'he llunter's Kedst, llje M:roon. ,'I TU ' . , I . I i iii'j vuauiuuu. nie ouiu w uuuicrs anö Oscec'a. jös e? t d n a'ibu r ea it Hai über den Regenfall und feine geogra phische Vertheilung in den Ver.Staaten durch Lieut. Dunwoody Tabellen unt Karten herstellen lasten, welche die Menge des gesallenen Regens müh. rend i der am ersten Januar 1881 beendeten 10 Jahre angeben. Man er sieht daraus, daß die Feuchtigleit, roelche während des Frühjahrs und SoNmerö von dem Golf von Mxlco sich nord' wärts über daö ganze Land östlich von den ü7. Längengrad noch über die Seen hinaus sich verbreitet, eine sehr bedeutende ist. Die JuliNiederschlSge belaufen sich aus 4 Zoll ungefähr und im .August aus 2 bis 3 Zoll. Ein Zoll Ne. f -? . i f . ! n ia o Hkn giui uc ciniii atic ikj jj sonnen oder ungesühr 27,000 Gallonen Wasier. vaS mehr als 60,000 Tonnen aus jede Quadratmeile ausmacht. Ein Ge lehrte? hat bewttlen, daß die Nieder schläae im MississippiDelta am bedeu tendften sind und meist nördöstlich bis an denSrie-See getrieben erden. So lange also der mexikanische Eols existirt. werden wir auch Regen haben. Die Regenmenge der letzten 10 Jahre war sogar größer als früher, wenn die älte . . ä. i r ren Beodacotunaen oes vmlty onlan Instituts richtig sind. Die Jllinoiser. Stadt Ol tawa weiß ein Lied vom Processircn und von Advokatenkosten zu singen. Vor einer Reihe von Jahren beschlossen die Ottasaer, vVondö der Ottawa, OS wego.undFox RiverBahn im Betrage von 51S0.000 zu ' nehmen. Im Jahre 1872.beschlvß aber die Stadt, gegen die Zahlung der Bonds anzukämpsen und m i ä . . r r.j. i yar otc)cn aAps o;s mi sorigeieSi. Die GerichtSlosten di: durch den Kampf entstanden sind, belaufen sich aus 25, 899. und l.un haben die Advokaten bis Stadt auf Bezahlung von $90,C00 ver klagt, wl.t,e Summe sie sür ihc Dienste verlanaen. ou, Ausland?. BaronKustavHeine. dn Bruder Heinrich Heine's, bezn-eifclt die von Baris auS verbreitete Nachricht, daß, die Memoiren des Dichter? gefunden worden seien, da er selbst im Befche der Memoiren Heinrich Heine's sr. Diese aber seien durchaus nicht zur Veröffent lichung geeignet, und es sei nicht ani.u nehmen, dab Heine außer diesen Memoiren noch andere geschrieben habe Jetzt wird auch gemeldet, daß es nm einige Briefe Heine'S an seine Frau stnd, die man aufgefunden hat. Der Erbauer d e s Ratio naldenkmals aus dem Niederwald hatte bei den Voranschlägen den Lisorderttcher Aufwand unterschätzt, so daß die ihn contractlich zugesicherte Vergütung kaun? hinreichte, um ihn vor unmittelbarenSchaden zu bewahren. Im Hinblic? hierauf und in Würdigung der Größl und Bedeutung des Meisterwerkes ha: der Kaiser dem Prof. Dr. Johannei Schilling in Dresden, neben der dem selben verliehenenOrdens'AuSzeichnung. eine Ehrengabe von 20,000 Mark zugewendet. Ueber ein m e r i k a n i scheö Duell einer Schauspielerin wird aus Ungarn berichtet : Im Theater von Großwardein in Ungarn trat die Sän gerin Steinhammer Ende v. Mt. zum ersten Male aus. Der Erlolg war we nig günstig und TagS darauf machte die junge schone Frau ihrem Leben durch ei nen Pistolenschuß ein Ende. Allgemein war man hier der Ansicht, daß das miß glückte Debüt die Ursache deS Selbst. mordeS sei, doch ein Brief, welchen Frau Steinhammer an ihren Gatten zurück ließ, beweist, daß sie als Opfer eines .amerikanischenDuellö" gefallen ist. Der Brief an den beklagenSwerthen Gatten lautet : .Wünsche nicht, daß ich Dir Alles sage!.... Es ist unmöglich.... Du spielst unbewußt in meinem entsetzli chen Drama eine Rolle Erinnerst Du Dich noch ? Wir gingen zusammen über die KSrntnerstraße, da begegnete uns eine schöne Frau am Arme eines ManneS..... Diese Frau treibt mich in den Tod. Mit ihr habe ich ein ameri kanischeS Duell gekömpst, am 14. d. läuft meine LebenSfrist ab.... ich muß sterben.... Den Namen meiner Fein din muß ich verschweigen Lebewohl, sei glücklich.... Der Himmel bewahre Dich vor solchen Folterqualen, wie ich sie seit dem Frühling deS vergangenen IahreS durchlebte Nur noch wenige Stunden habe ich zu leben ! Zu leben? War denn das ein Leben?.... Ich bin wahnsinnig, meine Gedanken verlassen mich. ... Ich fürchke nichts als den Gedanken, daß ich scheintodt sein könnte- .....
Die mUftilftt ßefaftt!
scheint letzt in Rußland wieder ernster zu werden. Man hat in einem Warschauer Institut zur Erziehung sungir Mädchen eine kleine Nihilistenkolonie entdeckt. Die Leiterin der unter kaiserlichem Protektorate siebenden Anstalt wurde ver. hastet, nachdem man entdeckt hatte, daß sie emen Paa nlylllsttscher Schriften von der .Beil in Emvsana aenommen batte. Als man Haussuchung hielt, stellte eö Ncy heraus, das die Zöglinge ebenfalls dem Nihilismus ergeben waren. Acbt von ihnen wurden gleichfalls verhaftet. as Jnttltut stand übrigens von ieher 9 9t m m m . . - nicht in veM Aufe der Slttlichkett. Ueber aeoaravbiscSen Anschauungsunterricht bei den Japanern entnebmen roir der ÄeitkSrist JUatnt" folgenden Bericht : Die Lehrer, welche an oer in )evoo errichteten Schule für Söhne von adeligen Japanern angestellt sind, haben eine beachtenöwerthe Me thode. die physische Geoaravbie zu leb ren. Im hos räum hinter dem Schul kzevauoe vennvel q namUH eine physische Karte deS Landes, die 300 bis 400 Fuß Länge hat. Sie ist aus Rasen und iunen ausgevzut und mit glänzenden Kieselsteinen einaelat. roelcbe in einer kleinen Entfernung dem Wasier sehr ahnlich fehen. Jede Bucht, zeder F.us und jeder Berg ist auf diesem Modell mit einer bis in ds Detail gebenden wunderbaren Genauigkeit daraestellt. Die Längen- und Breitearade sind durck Drähte versinnbildlicht, und Täselchen zeigen Die age ocr Staate und )rtschasten an. Auch sind sehr sinnig aus gedachte Bilder zur Illustration der bo tonischen Studien darauf angebracht, so ist z. B. der Fichtenbaum durch ein Gemälde illustrirt, das den Tannzapfen, das Blatt, sowie die in ihre Theile zer legte Blüthe des Baumes darstellt und mit einem Nahmen eingefaßt ist, der sei nersciiS die Rinde, die-Längen- und Querschnitte des Tannenholzes zur Anschauung bringt. Die Excellenzen unter den - Koryphäen der Wisienschast in Deutschland mehren sich. Vorangegangen ist der Großherzog von Baden, indem cr den großen Physiker Bunsen zum Wirkt. Gh. Rath mit dem Prädikat Exc?llcnz" ernannte. Dann folgte der König von Preußen mit Ranke und Langenbcck, jetzt der Großherzog von Sachsen mit Karl Hae, dem berühmten Theologen. D i e Eommissärevon Ge sängnisien in England und Wales berichien, d;-.ß im März 1832 die Sträslinge 16 913 cn Zadl betrugen gegen 18.302 im Mä:z 1831. Die Abnahme kommt hauptsüchlich bei den jüngeren Verbrechern und Uebcrtret'crn vor. Viel damit zu thun hat aber auch wohl die Abnahme der Trunksucht, die eine ersreuliche Thatsache, aber nichts weniger als durch Gesetz: erzwungen ist. Eine englische D o r fz e itung enthält folgende? Beispiel stnnentstellende? Zeichensetzung: .Da trat Lord Palmerston ein auf seinem Kopse, einen weißen Hut an seinenFüßen, groß aber gutpolirte Schuhe auf seinen Augenbrauen, eine dunkle Wolke in seiner Hand, seinen treuen Spaziersteck in seinem Auge, eine drohende aber nichtssa gende Miene." Der richtige Sinn kann durch Verschiebung der Kommas gzsunden werden. Gräfin Chambord erklärte, daß sie nach Wiedererlangung ihrer Gesundheit sich in daS Grazer Karmeliterinnen Kloster zurückziehen werde. H e i g b, ein L o h n f u h r-J nHaber irl London, hat von der ExKaiserin Eugeniedie GalaWagenNapoleon'S III. zum Preise von 100 Psund per Stück gelaust, mit der Absicht, dieselben als Hochzeitskutschen zu - versenden. Diesem Zwecke entsprechend, wurde das Wappen der Napzleonide in recht lächerlicher Weise mit schnäbelnden Tauben bemalt. Englische Blättel werfen der Kaiserin in derben Worten Mangel an Pietät vor, indem sie, die ein Vermögen von vielen. Millionen be sitze, eines so geringen Betrage? halber solche Andenken der Sjkelulation preisgebe. . Aus Solt (Pester Komitat) in Ungarn, wird berichtet : D hiesige Wagnermeister Johann Radvany hat dieser Tage seinen Sohn durch den Tod verloren. Der unglückliche Vater nahm sich diesenSchlag i sehr zuHerzen, daß er in seiner Berzweiflur.g sich mittels eines spitzen Messers beide Augen ausstach. .Ueber das Motiv seiner entsetz lichen That befragt, gab er an, er wolle, nachdem er seinen Sohn verloren, hie nieden Niemanden mehr sehen." Teutsche Loeal-NÄriHten. Kaiserslautern, 10. Oktober. Heute starb Hierselbst daö frühere Mitglied desKantonal-LandvertheidigungS-auSschusieZ der Pfalz und der proviso rischen Regierung der Pfalz im Jahre 1849, der CommerzienrathHtinrich 5Seber. - Er hat sich am politischen Leben wenig mehr betheiligt und gehörte der nationalliberalen Partei an. Fechenheim, 3. Oet. Verwegen Verbrechen? gegen die Sittlichkeit inUntersuchung befindliche und auS der Haft gegen eine Kaution von 20,000 Mark entlassene Bürgermeister Fröbe wallet noch immer fröhlich und von der Be hörde ungestört seines Amtes. Darüber war man hier zuerst erstaunt, jetzt ist man entrüstet und die Entrüstung wird mit jeder weiteren Amtshandlung -des Bürgermeisters nur gesteigert. Die Oürger haben bereits eine Beschwerde, mit der Bitte um Amtsenthebung des SörgermeifterS Fröbe nachHanau abgesandt und eine Deputation der. angesehnften hiesigen Bürger ist persönlich in gleiHer Richtung vorstellig geworden. DaS Er staunlichste ist'wohl, daß solcheOeschwer den und Vorstellungen nöthig sind. Heilbronn, 3. Oct. Der suSpendirte Gerichtsnotar Bach vonhier wurde in der gestrigen Siiuna der Strafkammer veaUntnue undUn
eertaziagung li 2 Füllen zu der Gfüngvißftrase von 5 Monaten, 1000 Mark Geldstrafe, 3 Jahre Verlust der Fähig, keit, öffentliche Aemter bekleiden zu dür
len, verur:yelik. D o r t m u n d. 3. Oct. Bon einem erschütternden Unglück ist der Betriebsführ der Zeche Gneisenau. SertOstHeide, betroffen worden. Im Mai dief. cv -1 . w . r , V r . .. 1 aorc war utijcior, cocnjo oit andere Personen, von einem ganz kleinen Hündchen gebissen worden, daS spä ter. alS eZ van 5irn. e?r.kz,?-i,..,f f v w f m Bombach secilt war, als mit der Toll- & m . a m -m. m m wuty veycsttt vtsunoen wurde. Va die ihm zugefügte Verletzung (am Zekgesinger der linken Hand) ganz unbedeutend zu sein schien, so legte Hr. Qstbeide derselben gar keine Bedeutung bei. Jetzt, nach Verlaus von sechs Monaten, zeigen Ncb die 5?olsen des BisieS: bei dem vn. glücklichen Betriebsführer stellten sich die m m MM . . Anzeicyen oer Wulyrranlyelt em, er wurde in das Lünener KrankenöauS 0k. bracht und dort erlag er"am Montag m mm t seinen iqrealiqen erpen. S t u t t a a r t. 10. Öct. DaS hUTim $t Schwurgericht verurtheilte gestern den 57iäbriaen Armenkasien und Almssen Pfleger Gottfried Christoph Eberhard i:. .. r.:t ioi rr : - aiuiiiyct vuu yict unu jcii iodi in sjicn sten der Stadtgemeinde Stuttgart wegen schwerer Amtsunterschlagung im Be trag von annähreud 40,000 Mark zu ei ner Zuchthausstrafe von 4 Jahren und 5 Jahren Ehrverlust. Aldinger ist anf. 1 V O . u n.C.mon c ; ydiui, i.i ict vuui jamc ioitj vls u seiner AnsangS Febr. d. I. erfolgten Verhaftung, also seit 13 Jahren, ihm amtlich anvertraute Gelder, wie sich her ausstellte, meistens Volksschulgelder, de ren Kontrole des unregelmäßigen Ein gangS wegen eine äußerst schwierige war, unterschlagen und seine Desraudationen durch unrichtige Buchführung, sowie durch Unterschiebung falscher Kassen sturzprotokolle, bei denen eS ihm gelang, die nöthige Unterschrift deS als UrkundS Person fungirenden Gemeinderaths zu erschleichen, verdeckt zu haben. S t e i n b a ch, O.-Hall (Württ.), 3. Oct. Nachdem der seitherige Schult heiß Grün sein Amt nach 41jähriger Thätigkeit niedergelegt hatte, ist der Genchtsnotariatsassistent Paul Schäfer in Saulgau, ein geborener Steinbacher, einstimmig zum Ortövorstand gewählt werden. Ravens bürg (Württ.), 3. Ott Die Ende 1881 zum Andrnken an ihren verstorbenen Onkel Georg Spohn von den Herren Julius und Georg Spohn zur Errichtung eines neuen städtischen oder Aktientheaters gemachte Stiftung von 20,000 M. ist seitens der bürgerlichen Collegien occeptirt worden. Das Geld fällt an die Stifter oder deren Er. ben zurück, falls mit dem Bau deSTheaterS bis Ende 1896 nicht begonnen vor den ist. Aus West und Ostpreußen, 5. Oktober. Heute wurde m Danng der Schutzmann Eduard Jahnke, der sich im ftanzösifchen Kriege durch hervor ragende Tapferkeit ausgezeichnet hatte, begraben. Durch einen Schuß in die linke Brust verwundet, blieb die Kugel über dem Herzen sitzen und konnte nicht entfernt werden. Die Wunde wurde indessen geheilt. Rüstig und ohne die geringsten Beschwerden hat eralöSchutz man?, sein Amt versehen, und nur We mg, wußten, daß unter dem deutschen eisernen Kreuz das französische Blei tief in de; Brust heimtückisch und unablässig sich seinen Weg nach dem Herzen suchte. Zwölf Jahre hat diese französische Kugel gebraucht, um ihr Kel zu erreichen. Der Eigenthümer Albrecht Friedrich Melke zu Ohra wurde am 13. März d. I. zu einen Jahre Gefängniß, wie sich herausgestellt, unschuldig verurtheilt und die sosortige Jnhastnahme desselben be schlössen. : Nachdem er 3. Monat unschuldig im Gefängniß gesessen, wurde er infolge der Bemühungen seiner Ehe frau vorläusiz auö der Haft entlassen und von der Strafkammer die Wieder aufnähme des Verfahrens beschlossen. Angeklagt war Mielke deS DiebstahlI; er sollte eine Geldkatze mit einem Inhalt von 1000 Mark in 20 und 10 Markstücken gestohlen haben. Unter dem belastenden Material war auch angegeben, daß bei der Haussuchung sechs 20Mark stücke bei Mielke gesunden wurden. Die neue Beweisaufnahme lieferte glücklicher weise sür den Angeklagten ein so qünsti geö Resultat, daß der Gerichtshof nicht nur beschloß, den Angeklagten von Strase und Kosten freizusprechen, son dem auch das Erkenntniß amtlich zu veröffentlichen. P i r n a, 4. Okt. In dem am Fuße des Koblberges gelegenen Hause der Gräsin Rex zu Zehista hat heute der 32jährige Steinbrecher Kummer in der Absicht, sich und die Seinigen zu tödten, gegen seinen 1jährigen Sohn und sein 4jÜhrizeS Mädchen, sowie dann gegen sich selbst Revolverschüsse abgegeben. Der kleine K.-.abe ist in die Schläfe ge troffen und am Nachmittag gestorben, während das Mädchen am Schulterblatt und an den Findern schwer verwundet darniederliegt. Kammer, welcher sich in die Seite getroffen, ist nicht schmer ver letzt. Gegenüber der GerichtScsmmission erklärte Kummer, daß er die Absicht schon lange gehzbt, damit eö seinenKindern einstmals nicht schlecht gehe. Ein zwingendes Motiv zu dieser That vermochte er jedoch nicht anz.lziben. Ein zweites älteres.Mädchen ist von dem Vorgesallenen unberührt geblieben, es der Vater vor Ausübung der That weggeschickt hatte. G au-Alge s heim, ö. Oktober. Die Seelenzahl unseres Städtchens hat sich in der Nacht nom 28. auf den 29. September um 33 vermindert. Veran laßt durch die überaus günstizen Berichte mehrerer, in Santa Fe. Kolonie Esparanza in der Arzentinifchen Republik in Südamerika ansäfsiger .AlgeZheimer hat sich eine weitere Anzahl hiesiger Familien zur Auswanderung nach dem angeblichen' Paradiese ausgerafft. Die halbe Einwohnerschast gab den vielleicht aus Nimmerwiedersehen Scheidenden d (Hnngeleite. U dem Nachtzuge.
