Indiana Tribüne, Volume 7, Number 33, Indianapolis, Marion County, 22 October 1883 — Page 2

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i noMina lÄXiDinie. r5 w FSgNSt' und HouvtagsausgaSe. Oie-, 10 O MrhkandSr. Indianapolis. Ind.) 22 Oktober 1833. Näckstünöe aus der Colonlalzelt. In eine der ältesten Wie der Ver. Staaten hrrrscht eine Usicherbeit in Betreff des BesljkS an G'und und Bo den, welche an die in Mrx co durch die alten spanischen Landschenkungen oder .GrantS" lzescöaffenen VerhSltniss er innert. Suffolk County auf Lang Island ist eine der ersten ' Grafschaften, die im gegenwärtigen Staate New Dor. ihre förmliche Organisation als County erhalten hat, und wird am 1. November s. I. den 200. Jahrestag dieser Orga nisation feiern, aber nicht durchweg freudigen HerzenS. Viele Gesetze, die unter der Re'gieruna Karls I., aber auch noch von dessen Nachfolgern - erlassen worden sind, wurden weder von oer o lonialreaierung, noch von der damaligen Assembly von New Jork, noch später von der Legislatur 1UtS Staates jemals widerrufen und sind daher noch heute in Kraft. So sind z. B. die Vervalter oder Syndiken trustees des Stadt chens Brookhaven noch, heute irgend einer Menschenseele so wenigRechenschaft über ihre Verwaltung' schuldig, wie ihre VoraSnger rm Amte vor 200 Jahren. Consequent haben sie sowie ihre Collegen in anderen Städten sich geweigert, auch nur AuZkunst über ihre Verwaltung des GememdevermöaenS zu ertheuen und dies führte endlich während der letzten Sitzung der Legislatur zu dem Antrage, Tür jene Städte ähnliche gesetzliche Be stimmungen einzuführen,' wie sie für die Städte in den übrigen Theilen des Staates bestehen. Die Legislatur hatte keine Zeit für die völlige Erledigung Die feö An rageS und vertagte sich, bevor das von dem Hause berathene Gesetz denSe nat passirt hatte. So wirthschaften jene unverantwortlichen Beamten mit dem Vermögen der betr. Städte lustig fort. Noch mterenanter liegen ewige an dere Sachen in den Städtchen Southampton, Brookhaven und Huntington. Das dieselben umgebende Land, die Seeküste, die von dieser aüS sich in das Meer erstreckenden Klippen und Bänke, der bald über, bald unter Wasser besind liche Meeresboden und werthvolle Ge rechtsame in den Buchten und Baien waren den ersten Ansiedlern als Eigen thu für die damalige und sich' weiter entwickelnde Gesammtheit überwiesen, die Besttzurkunden aber auf die Namen jener ersten Ansiedler ausgestellt worden. Die betr. Urkunden sind von den Häupt lmaen der damals dort wohnenden In dianer mit deren Handzeichen versehen und von den britischen Kronheamten fcc stätiat oder leaalisirt. ' " . Gegen Ende des 13. Jahrhunderts nahmen die Abkömmlinge lener ersten Ansiedler und TrusteeS-das angeblich auf sie vererbte persönliche Eigen thum an jenen Landstrecken und Rechten in Anspruch und behaupteten, dieselben hätten sich zwar im ungeteilten, aber dennoch Privatelgenthum ihrer Vorsah ren befunden und letzteres fei durch Erb gang auf sie gediehen. Diese Ansprüche wurden schließlich der Legislatur mit dem Ersuchen um) Vermittelung eines ComprömisieS vorgelegt und diese tti mitteile und bestätigte im Jahre 1818 ein Abkommen zwischen den damaligen Vertretern der genannten Städte und den Erben der ersten Trustees. nach wel chem den letzteren die Bodenstrecke über . w ' n F n fc . oem Malier, oen ernenn sur vieyon ig nen repräsentirten Gemeinden alle und jede Wasierprivtlegien überwiesen, vur den. Seit dieser Zeit haben die Städte oder richtiger deren, unverantwortliche Verwalter die Docks in Stand erhalten. die Einkünfte von der Schiffahrt bezo gen. Fischereirechte verpachtet, den Fang und später auch die Zucht der Austern ausgeübt. Austernbäoke ; angelegt und ausgebeutet. Die Erben ernannten th rerseitS ebenfalls Bevollmächtigte, welche das ihnen überwiesene Land in ihrem der Erben gemeinschaftlichem Interesse verwalteten und die sie in Betreff der RechnungSablegung beffer ' im Zügel hielten, als die Städte dies zu thun be rechtigt sind. ... .. . . Diese Lage der Dinge schleppte sich bis voriges Jahr hin, ohne daß von ir gend einer Seite an ihrer Rechtöbestän' digkeit gerüttelt worden wäre-. Mitte vorigen Sommers trat ein gewisser Whiltacker mit dem Ansprüche hervor, er ser der directe Nachkomme emeS der er sten Ansiedler und von den laut V er gleich? vom Jahre 1318 sämmtlichen Er den überwiesene Ländereien sei durch Erbschaft der fünfzigste Theil ihm zuge fallen. Er reichte eine TheilungSklage ein, in welcher er beantragte, daß die bisher gemeinschaftlich besessenen Lände reien bestmöglichst , veräußert und der; ErlSS nach Verhältniß derAntheilöbe rechtigungen der einzelnen.Besitzer an diese vertheilt werden, sollte. Dieser Proceß ist anhängig ; ohne die Entschei dung desselben abzuwarten,' haben die Verwalter der gemeinschaftlich besessenen ' Ländereien vor einigen Monaten daS an der Chinneccockbai gelegene Land.fyweit eS sich innerhalb der Skadtgrenzen voit ; Southampion besindet, an I. R. Max well, den VicePräsidenten der Long JSland-Bahn für $2,000,, ;oa3 an der .Wil'coxbai gelegene Land . an die Firma Estorbrooke, RogerS & Worth von New' York für 55,000 verkauft." Die Inte.! reffen der genannten Städte werden durch diese Verkäufe fehr wesentlich U rührt und die Vertreter derselben haben daher die Rechtögiltigkeit der Verkäuse angefochten und beftreiten aus'S Neüe . daß ' diejenigen ersten Ansiedlern, . von denen die , gegenwärtigen Besitzer des Landes ihre Rechte herleiten, jemals für ihre Personen Eigenthumsrechte an dem Lande besessen hätten. Der Vergleich vom Jahre 1818 sei unter falschen Voraussetzungen abgeschloffen worden und

ouBeiüent auch

aus formellen Gründen! mm - . Wird die gerichtliche Entscheidung dahin ausfallen, .daß 'die neuerlichen VertlSge mit Maxwell und der genann ten New Vorker Firma zu Recht beste he, so haben diese hierdurch daS Recht ermorden, die ganze Bevölkerung von den in Frage kommenden Theilen der Seeküste auözuschu.ßen. Jedenfalls wird sowohl der letzterwähnte, als der durch die Theilungsklage eingeleitete Proceß nicht blos entsetzlich viele Mängel der dortigen Gesetzgebung aufoeaen und zu juristischen Spitzsinoigketten den Advo taten erwünschte Gelegenheit bitten, sondern auch historisch interessante Ur künden an die Orffentlichkett bringen. denn der erste Proceß wenigstens wird namentlich auf Grund der vor 200 Iah ren ausgestellten Besttztitel geführt den. ; ; .'", l ' D er italienifche D e p ü iirte und ehemalige Miniüer Giavanni 3!::otera'ka tsc: einigen Tagen inLoa don an und war nicht wenig erstaunt, gleich beim Verlassen deö Waggons von Wächtern des Gesetzes festgenommen zu werden. Nicotera versuchte in französt scher, italienischer und, englischer. Spra . 9 t rst e - n n. . et V rr cye lerne oeniiiar yciizujieucn, oie .on stabler aber blieben dabei, er sei ; ihnen als der von der Polizei' heißersehnte Einbrecher Wilson signalistrt worden. Bei der Polizei gelang c8 dem Führer der Linken im italienischen Par lamente-bald,' seine Ehrlichkeit zubersei fen,'und ein hoher Beamter suchte 5ihn mit der angenehmen Versicherung zu U ruhigen daß er keineswegs einem leicht sinnigen Vorgehen die ihm widerfahrene Unannehmlichkeit zu verdanken habe, sondern in der That dem genannten Gauner gleiche, wie ein Tropfen Waffel dem a ld ri. ' - JrankreiS udke Schwetz. Mit den durch das Kabel , gemeldeten Verwickelungen zwischen Frankreich und der Schweiz hat eS folgende Bewandt niß: Die Franzosen haben im östlichen Theile SavoyenS ' neuerdings Befestigungen angelegt, und ein französisches Regiment hat Mitte September an der Genfer, Grenze Manöver veranstaltet. Beides betrachtet die Schweiz als Dro hungen. Der BundeSrath hat die Angelegenheit einem Ausschüsse überwiesen und wird wahrscheinlich eine amtliche Erklärung" von der französischen Re gierung fordern. WaS zunächst die Anlage französischer Befestigungen im östlichen Savoyen an langt, so verstößt dieselbe gegen dieNeu tralitütöakte des Wiener CongreffeS. Letztere bestimmt, daß die Provinzen ChablaiS und Faucigny und. alle? fa? voyifche Gebiet nördlich von'Ugine.vel cheS dem Könige von Sardinien gehört, in die von den Mächten anerkannte und gewährleistete f ch w e i z e r i f ch e N eutra lität.inbe griffensein sollen. Sobald die ser Schweiz benachbarten Mächte' im Zustande offener oder dro benderJeindseligkeit sich befinden, müssen die Truppen, deö Königs von Sar dini'en.sich auö jenen Provinzen zu rückziehen. Sie können, wenn es nothwendig ist, ihrtn 'Weg 'durch das WalliS nehmen. Nur die schweizerische Eidgenossenschaft darf in solchem' Falles Truppen m OftSavoyen ausstellen, die Soldaten keiner anderen Macht dürfen sich daselbst aushalten, oder auch nur durchziehen. ,Nun hat Sardinien die Provinz Savoyen an Frankrtich'abge treten, aber dadurch ist die Neutralität derselben nicht aufgehoben worden. Noch heute besitzt die Schweiz das Recht, Sa voyen. im Falle eines .. drohendenden Krieges zu besetzen, und die französischen Truppen müßten alsdann das Land räumend Wenn'aber Frankreich BefeS tigungen in demselben anlegt,-so '. isteS doch ganz klar',. daßi.eSim Kriegsfalle Savoyen zu h alt e n, also die Neu tralität zu verletzen beabsichtigt. Vom Rechtsstandpunkte aus ist demnach die Schweiz ohne Frage befugt, Einspruch gegen das Beginnen der großenRepu blik zu erheben. ' , Vom diplomatischen Standpunkte aus ist das energische Vorgehen der eidge nössischen Regierung noch berechtigter. Seit Gambetta'S Zelten hat man (S in Frankreich offen ausgesprochen, daß man sich im Nothsalle weder um die, Neutra litöt SavoyenS, noch selbst um diejenige der Schweiz kümmern werde. Gehe eS einmal gegen das mit Italien verbün deteDeutschland loS, so müßte man, statt Savoyen. zu räumen, dasselbe im Ge gentbeile noch stärker besetzen. Selbst die Angliederung von Genf an Frank reich ist schon als Möglichkeit besprochen werden, und deLyald wurde auch das Manöver an der Genser'Grenze so miß trauisch betrachiet. Je lauter die fran zösischen Revanchepolitiker schreien, desto mehr wächst in der Schweiz die Furcht, daß die Franzosen im Kriegsfalle alle Rücksichten bei Seite setzen und die'Un verletzlichkcit der Alpenrepublik mit Fü ßen .treten werden. Die. französischen Schweizer wollen aber von einem An schluß an Frankreich absolut nichts vis sen und die deutschen Schweizer wollen ihr Vaterland nicht zerstückeln .lasten. Wenn daher die französische Republik keine befriedigende Erklärung abgiebt, so wird die Schweiz unverzüglich Schritte thun, um ihre Neutralität und diejenige SavoyenS über allen Zweifel hinaus sicher zu stellen. Eine' Anlehnung . anj die 'um Deutschland gruppirten söge; nannten Friedensmächte würde sie schnell genug'zu diesem Ziele sühren. ES scheint' jedoch, daß Frankreich nachgeben wirdZ DaS Wunder aller Wunder. Außer großartigen Naturwunderw giebt. eS in den Ver. Staaten bekannt lich so viele menschliche, daß Einen selbst das größte Wunder schon nicht mehr Wunder nimmt. Aber trotz dieser Jla sirtheit wird man einem New Vorker Wunder d!e -Bewunderung ' schwerlich versagen .können. ES ist daS der "hat böy" im FistH Avenue Hotel, der Knabe, der darüber zu wachen hat, daß ihr fflsltt ntti Srnn&tT0l0t

lSSpeilelaalMeMvIedtrLolsiM.!

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An und für sich 'schon erfordert diese BefchSsttaung eine erstaunliche Gedacht. nißkraft. . In den Herrenhüten herrscht wenia AbweazSluna. Kommt eine be stimmte Form oder Fde auf, so wird sie von sämmtlichen Herren getrogen, die nicht hinter ihrem Zeitalter zurückbleiben wollen. Da stören keine verschiedenartij gen Krämpen, keine abweichenden Ecken, keine buntfarbigen Bänder die Einför! migkeit der Mode. Wenn fünf, bis sechshundert solcher Hüte auf einem und! demselben Gestell nebeneinander liegen,' kann jede? eirzelnt 'Eigenthümer' den seinigen,. nur. mit großer Mühe heraus! sinden. Er wird das Futter ansehen,, den Stempel des Fabrikanten und am' Ende doch unschlüssig den Deckel aufset' zen, um sich'zu vergewissern, ob er auch wirklich paßt. .Vergißt der Hutbesttzer, zuföllia.' an welche besondere Stelle er seine .Kopsbedeckung hingelegt hat, so geräth er nachgerade in eine gelinde Verzweiflung. Wenn also ein "hat boy" im Stande ist, jedem Gaste beim Heraustreten ohne'ZSgern den richtige Hut zu verabreichen, so ist daS gewiß schon eine erstaunliche Leistung. Der Wunderknabe im Fisth Avenue! Hotel thut daS, .und noch viel. mehr. Ob ein Gast den Hut' auf'dem Kopfe hat oder nicht, wnn der Knabe ihn zu erst erbllckt, macht letzterem gar keinen Unterschied. Er merkt sich daS Gesicht, merkt sich den Hut und .hat noch nie einen Irrthum begangen. DaS detrach tet er als selbstverständlich und macht gar kein Aufhebens davon. Aber felbstj wenn zwei oder mehr Herren zusammen in den Saal g:hen, einer von ihnen die Hüte Aller in der Hand hält, und der Knabe somit nicht emmal jede Kops bedeckung von deren eigentlichem Besitzer empfängt, weiß er: dennoch, wem jede einzelne gehört. Er sieht'S dem Gesichte an, zu welchem Hut eS paßt und hat sich gleichfalls noch niemals geirrt. Diese Angabe stammt von einem ZeitungS reporter, und ist also unzweifelhaft tsahr. ' 5 Oom Anlande. . Die BrSnde in den fum dfiaen Niederungen beiWestboro. Maff., haben fo dichte Massen Rauches über die ganze Gegend gelagert, daß Fuhrwerke nicht anders die Straßen Passiren, als indem die Leiter derselben alle Minuten Signale mit Nebelhörnern, geben. ' Drei fa'rbige'Diebe in Greenville, Tex., haben dieser Tage die Bibel und die Lamven aus. einer dorti gen Kirche gestohlen und ihren Nsud bet timm qnapsouliler zur ein ymuc Pint Fusel versetzt. I. R. Henry, der .b lu tig e Henrys lebte biSher mit semen orer Frauen friedlich und einträchtig unter einem Dache in Decatur in Staate TexaS, wurde -'jedoch dieser Tage unter der Anklage der Polygamie ver haftet." Da sagen die Leute immer, das gemeine Recht fei allzu stabil, und tob ist. es schon lange her, daß ein Mann, der .drei. Weiber hatte,, freigesprochen werden müßte, eil das Gefeit nur die Bigamie verbot und mit Strafe be drohte. . ' Zwischen dem 17. und 30. vor. MtS. wurden auf den Straßenbah nen der Stadt Petersburg, Va., 30.316 Paffagiere befördert, über '8000 mehr. als. die Stadt Einwohner hat. ? I n A b i n g t o n. M a s f.? u n ! Umgegend herrscht solcher-Wasserman ael, daß da? Waffer aus weiter Entfer nuna berbeiaeschaM werden muß und mit 40 Cent pro Faß bezahlt wird. -Bei H'yde Park, N. Y., wurde dltfer Tage der Pflügen' em ganzer Bufhel stemerner Pfeilspitzen auögegra be., : ; V D i e Meth o disten- in, Ca nada haben in ihrer kürzlich abgehakte nen Jahresversammlung beschlossen, auS der der Trauungen der Braut vorzule genden Frage die Worte : ihm auch ge horsam zu sein zu streichen. Der An trag, die Worte: '.ihr auch gehorsam zu sein" in die demBräutigam vorzulegende Frage aufzunehmen, wurde merkwürdiger Werfe nicht gestellt. Selbst die Mutter des b e. kannten und beliebten Dichters Joaquin Miller scheint nicht frei zu fem von weiblicher Thorheit. Sie verheirathete sich kürzlich in Portland, Oregon, im Alter von nur 60 Jahren zum zweiten Male. Ihr zweiter Gatte ist schon 22 Jahre air und stand früher als Farm arbeite? in ihren Diensten. Einen Act der Dankbar keit vollbrachte ine iunae Bostonerin. indem sie bei ihrer HochzeitSfeier sechs von ihr zurückgewiesene Freier als Auf Wärter fungiren ließ, denselben also Ge leyenhett gab, zu sehen, wie ihr. erfolg reicher Nebenbuhler - sich bei Beginn der lebenslänglichen Gefangenschaft geder dete. Daß man in Iowa auf di Elephantenjagd geht, kommt wohl selten vor, ist aber jetzt möglich. Em durchae brannter CirkuSElephant macht nämlich zur Zeit die Niederungen em Sloux River unsicher. Er wurde von seinen Verfolgern ohne Mühe eingeholt und umringt, aber als man ihn einen Haken in leinen mächtigen Schlappohren bete stigen wollte, schien Dies demUngethüm nicht zu behagen, wenigstens warf es femen Aufseher zu Boden und würde ihn zu Tode getrampelt haben, wenn die Umstehenden den Gefährdeten Nicht hm weggezogen hätten. . Der Elephant ver schwand mit triumphirenden Trompeten im Gebüsche. Jett be ucht er diettraut äcker der Ansiedler, um sich die größten KrLÄköpse auszusuchen, und amüsirt sich nebenbei damit, ihre Zaune niederm reißen. Die Nachbarschaft besindet sich natürlich in großer Aufregung.und man droht, den Uebelthater zu erschießen wenn er nicht bald emgesangen vud.' Vor'einigen Tagen starb in San. Francisco Christian Heß, der El genthümer. der .UnlonBrauerei". - Er war 46 Jahre alt und von der Jnfe ui er gevurlig. v ymterlakt eine

richtige Freunde, dte jetntn Too veoaü

crn. Der in New Orleans e r cheinende .TimeZ. Demokrat" will einen Versuch machen, die EvergladeS von Florida, bekanntlich bis jet)t noch die ZT( 1 jm. tt-.. ... cinjiyc wuuiy uiivciuiiuic vycycnu in ocn Ver. Staaten, zu erforschen. Die Ne. aierunaSvermeffer konnten in dieseWild niß noch nicht eindrinaen, und selbst die Landspekulanten mußten unverrichteter Dinge wieder umkehren. AuS der Mitte d:S DiftrieteS steigt beständig Rauch in die Höhe, der vom Meere und von dem bewohnten Theil des Staates aus sicht bar ist; ob er aber durch WzldbrSnde oder durch emeN Vulkan entsteht, ist gänzlich unaufgeklärt. Die genannte Zeitung hat eme Expedition vermittels 6 CanoeS, welche von 4 früheren Armee und Marmeofsicieren und 8 Negern be mannt fein werden, organistrt, welche mehrere Wochen mit Erforschungen und Vermessungen dieses geheimniövollen Landes zubringen werden. Sollte je i. v ?.,: oi . oocy.oer aupnm .lger au, oer nocy immer 600 bis 800 Seminolen unter ich haben soll und der kein Eindringen r ' r , k 5 ? n ... . n iinc VcyiupsiviNlez genarrer, e ttch n den Kopf setzen, die ErforschunaSreise der unternehmenden Zeitung nicht zu ge statten, so würde daS Dutzend sich um onst anstrengen, öffentlich aber wird die Expedition den verdienten Erfolg haben, und dem Publikum Amerikas die ersten verläßlichen Berichte über die AuS dehnung und HilfSqellen dieses unbe kannten Landes liefern. DleSchwrudeleren derbe üchtigten Gebrüder Davenport sind das reine Kinderspiel gegen die Leistungen vieler indianischer Zauberer im Nord westen. Dieselben lassen sich beliebig mit Stricken und Streifen aus Ochsen haut umschnüren, in einen engen, vorher untersuchten asten sperren und werfen hre Fesseln durch eine Oeffnuna deS Kastens heraus, noch ehe der letztere or dentlich geschloffen ist. Jn.Ashsor d, Fond du Lac County, WiS., wurde der 20jährige John UmbS, der älteste Sohn derWittwe Umbs, von seinem jüngeren Bruder mit einer Flinte, welche beide Brüder ungeladen glaubten, durch einen leidigen Zufall eriqotten. SlingSby Bethel, der S e cretär des britischen Hauses der Lords, einer der Gäste des Herrn Villard, der sich diesem octroyirt hat.hat sich während der Reise eine ganze Kiste mit Unterzeug iu Portland, Or., gekauft und Herrn Villard die Rechnung , überschickt. Seine beiden Schlingel von Söhnen, die er einzuschmuggeln versuchte, mußten wie derholt von dem Zuge gewiesen werden. iionni soit, qin mal y penso. Wollertrag. Der größte Woll ertrag, den je. em ?chaf in den Ver. Staaten geliefert hat, wurde während der von dem Schafzüchter. Verein deö Staates Mlchigan veranstalteten dies jährigen öffentlichen Schafschur von dem zweijährigen MerinoBocke des Farmers A.T. Short btiColdwater. .Diamond , gewonnen. Die in 363 Tagen erwach fene Wo'? wog 41 Pfund und 3 Un zen. In Georg ,a wird ein gutes Papier aus 87 Procent Reisstroh und 12 Procent Palmblättern gemacht. Eine Fabrik in Savannah stellt daraus vier Tonnen täglich her und macht fo em bisherAnbenutzteS Rohmatertal nutz bar, mit 20 Procent Ersparniß gegen lndereS gute? Papier. Vom Auslande. 5t n dem Auaenb.lik. da die französische Republik dem Könige von Spanien als Gastgruß faule Aepsel entaeaenmar? und eine aamt. autnach barlich und friedlich gesinnte Nation wie die ivanilcke in der DerlonibreSMonar chen in frevelhaft r Weise beleidigte und i v r.t cm i v . c.ixn. in ocrncifcn xriuuicni, uu uic uu.ijui sche Republik daS chinesische Reich mit Krieg bedroht, weil die Söhne derMitte sich eine werthvolle Provinz nicht ohne Weitere? abstehlen lasten wollen, in diesem selben Augenblick erläßt die in London dominlirte - internationale Schiedsgericht und FriedenSgesellschaft emen beweglichen Ausrus .an vle ne denSfreunde in Frankreichs. In dem ' . m - . . 1 Aufruf beschwort Die uonooner unc denSgesellschaft ihre Freunde in Frank reick. da Frankreich weaen deS Streit falles mit China sich .doch dem Spruche emeS unparteiischen vchieosricylers un terwerfen möge, .der sowohl Frankreichs als Chinas Vertrauen besäße. Einen solchen fände man vielleicht im Präst htnttn hts &&tnthtt BundeSratbeS. oder in dem Präsidenten der Vereinigten Staaten Nordamerikas ; denn die ChesS dieser beiden Staaten sind glückliche, . . i . n . Weise befähigt. Derartige fragen zu oe urtheilen, aeicküdt wie sie find vor dem Einfluffe internationaler Vorurtheile oder Eifersüchteleien . . . . Frankreich würde so hecht eö in dem Aufrufe vet ter der Menschheit den größten Dien? leitten. wenn wir daS Glück Kälten, un sere Bitte erhört zu sehen. ... Dadurch, daß sie den Fall einem Kchleosria)ler spruche zu unterbreiten , sich bereit er klärte, würde die 'sranzSstsche Republi neues Ansehen und neuen Einfluß in de Welt gewinnen. ' Sie würde den Dan und die Bewunderung deS ganzen'Erd balls verdienen" u. f. w. ' Der gute Wille der Londoner Friedensfreunde, W.. X. .. C i V ... ClnCn 21U9Q1C10J jU OlUIlfC $U wiiuyui, in n x r. . :t.rc.t . T ist iOycr cucnO unztgcici9U(, ui unu kennenSwerlb. aber man veraeaenwär tige sich die jüngsten Scenen in Pari um die Geringfügigkeit de5 ElnfluffeS 4- . . O. erstellen, oen igrc .reunoe in ranr reich- auszuüben . vermögen, bei eine Nation, die an periodischer Verrückthei leidet. Von einem preußischer inner. welSer hm t)nhiintn Uan zösischen Herbstmanövern beiwohnte, wird nächstens eine Schrift erscheinen : Frankreichs Kriegsbereitschaft". ' Du Entwickelung des sranzdsischen Heere seit 1871 und deren heutiger Stand wird darin eingehend dargelegt. Der bloßen Zahl nach ist Frankreich Deutschland daraus ; die Kriegsformation der fran Mfchen Armee weist nach denfranzösi

fchen Angaben etwa 23 Armeekorps mit ' - a r r f CfW - fN M . . a .

620.000 Mann Infanterie, 42.506 Reiter, 76.690 Mann Artillerie mil 2622 Sefchützen, 6700 Mann Genie und 5300 Mann .Pontonniere, ins gefammt 754,000 Mann auf. Die deutsche Feldarmee dürfte sich dem ge genuver aus etwa 675.000 Köpfe mit 2040 Geschützen belaufen und an In fanterie ein Mehr von etwa 101.000 Mann, an Geschützen ein solches von 532 Feldkanonen aus Seiten Frankreich? sern, während die Netterer die französi sche erste Linie erheblich an Schwadro nen und Kopfzahl übertrifft. Günstige, stellt sich die Sache für Deutschland schon, wenn man die Ersatztrupven rn Rechnung stellt. Als Ersatztruppen bleiben ,n Frankreich 96,000 Mann. Die deutschen Ersatztruppen dürsten sick dagegen nab einer annähernden SchS tzung auf 146.000 Mann mit 438 bil 444 Geschützen belaufen und 93 Schwa dronen enthalten. Der Verfasser führt außerdem eme ' Menge Umstände an, durch welche die Wehrkraft Deutschlands verstärkt wird, z. B. die vollkommene gleichmäßige Ausbildung, die m de, französischen Armee - nicht in demselben Maße stattfindet,-! ferner der schneller. und sichere Ausmarsch, daö bessere Pfer. dematerial und die größere Festigkeit la HeereSmechaniSmuS. Dem d e u t s ch e n I u n d e Srathe werden d:m Vernehmen nach nock rm Laufe dieses MonatS Anträge de. preußischen Regierung und deS Ham burgtfchen Senats , übe? die V e r l ä n geru ng des sog. kleinen B e lagerungözustandeS rnvam bürg und den umliegenden preußischer Gebieten zugeben. Die preußische Ber fügung bezieht sich auf den Stadtkreil Altona, die Kirchspiele undVogteibezirk, m i r. v i? ? lanrenrie uno Plnneoerg, Nelnoecr une Bargteheide, die Städte ' Pinneberg. Wandöbeck und Lauenburg, sowie du Landvogteibezirke Schwarzenieck und Lauenburg ; bei Hamburg wird dessen gesammteö Staatsgebiet mit Auönahm, des Amtes Ritzenbüttel betroffen. Ueber einen. Bauern Ausstand in Süd'Rußlaud schreibt man aus Petersburg. 26. September: Die Bauern des südrusfischenGouvernementS JekaterlnoSlaw haben sich gegen ihre Gutsbesitzer, überhaupt gegen die reichen Leute im Gouverement erhöben und verüben unerh0rteGrausamkeiten,Msrde und Plünderungen. Zahlreiche Guts besitze? wurden von ihren Gütern ver trieben und dann ausgeplündert, der Verwalter der Gutsbesitzerin J.Y. Jlia schenko wurde von den wüthenden Bau ern -gelobtet. Der tckaterinoSlawer Gouverneur un, der dortige Brceou verneur reisen in Begleitung von Mili tär von Dorf zu Dorf, um die Bauern zu beschwichtigen, jedoch vergeblich. Die Bewegung gewinnt immer mehr an Ausdehnung und ' Gefährlichkeit. In der Hauptstadt JekaterinoSlaw selbst herrscht gegenwärtig eine .allgemeine Panik, da daselbst , kein Tag vergeht, an dem nicht geraubt uttd gestohlen wurde. DieKaufleute werden am helllichtenTage in ihren Geschäften überfallen, ermordet und ausgeraubt. So drang ein Pöbel Haufe in das Magazin des Uhrmachers GravowSkr ern, ermordete den anmefen. 1' 1 , MVV. Wl. 11 n VthrVtnn unh r hnttnnnrn Augen des benachbarten Kaufmanns Dfchigit das Uhttnlager aus. DaS Budlikum sab dem Treibe de mitli "-- - ruhig zu und ließ ihn dann ungehindert ! eiterziehen. ' Die Zahl der Wenden im preußischen Staate beträgt nach . den neuesten Schätzungen in runder Summe 70,000. DaS Hauptcontingent dazu stellt bekanntlich die. Bevölkerung des Spreewaldes ; auch das .sogenannte Wendland in der Provinz Hanover, dielinkSseitig der Elbe belegme Segend von Lüchow, .Wustrow. Dannenberg umfassend, ist'- von Wenden ' besiedelt. Der kleine Stamm der Wenden in der sächsischen Oberlausitz ist feit einer Reihe von Jahren in seinem Wachsthum zum Stillstand gekommen. 1871 zählte man noch 52,997, 1875 60,737. 1880 51,410 Wenden, 1871 kamen auf 1000 Bewoh ner Sachsens 20 Wenden, 1L80 nur noch 17. Diese Wenden wohnen keineswegs ganz von Deutschen isolirt.. Ganz ab gesehen von den zwei im wendischen Sprachgebiet liegenden StädtenWeißen berg, von dessen 1242 Bewohnern 204 Wenden sind, und Bautzen, wo von 17, 509 Einwohnern! sich 3066 als Wenden bekannten, - ist . die ganze Wendei mit Deutschen durchsetzt, beim Kloster ffla rienftern und im nördlichen Theile der Bautzener AmtShauptmannschaft der hältnlßmößig sehr spärlich, mehr . oder veniger stark aber in allen den Ortschaf ten, die eine bis zwei Stunden von der deutschen Sprachgrenze oder zu beiden Seiten der StaatSeisenbahn gelegeri sind. 7, ; , DeuisQe Locat-achrlchten. Frankfurt a. M.,2.Okt. Daß Urtheil in dem MilitärentziehnngSpro zeß wurde heute verkündigt. ' ES lautet gegen Reinach wegen Anstiftung zur Be stechung auf 8 Monate 14 Tage; geaen Nahmer wegen Gebrauchs lauschender Mittel und Anstiftung zur Bestechung auf 2 Monate; . gegen H. Marschütz wegen Gebrauchs täuschender Mittel und .Anstiftung aus 2 Monate 7 Zlge; gegen M. Marschütz wegen gemeinsamer Anstiftung auf 2 Monate ; geaen Joses Frank wegen gemeinsamer - Anstiftung auf 3 Monate und gegen feinen Vater c uf dieselbe Strafe ; gegen 7 Stern ve gen Beihilfe aus 6 Monate Gefängniß und'1 Jahr Ehrverlust. Auö Mecklenburg, 30. Septbr. In Dargun hat sich . ein sbettagenöwer ther Vorfall zugetragen. Morgens ge gen 7 Uhr verlangte ein Herr, der sich als Bremer bezeichnete, den Herrn Dr. Stephan zu consultiren.' Letzterer erhob sich sofort von seinem Lager und begab um nacy oem vpreyztmmer, wohin er dem Mädchen den Fremden zu führen geboten hatte. Schon tm nächsten .An ' genoucr vernarzm ,eme au einen gar heftigen Wortwechsel und darauf neh rere Schüsse. Höchst erschrocken .eilt sie nach dem betreffenden Zimmer und-ge

wahrt zu ihrem Cntfehen, wie iht Mann " " ' 1

mit blutüberströmtem Gesicht und Kör per dasteht. Eine Kugel hatte seinen linken Arm durchbohrt, und eine zweite ihren Weg durch den Mund genommen, dS linke Nasenbein zertrümmert und sich in der Augengegend sestgesetzt. Vor Schreck fast gelähmt, vernimmt sie von dem Salon her ab-rmals mehrere Scküffe, und die Thür aufreißend er blickt sie dort im Lehnsessel einen, Mann mit dem Tode ringend; drei Kugeln hatte sich derselbe in die Bruii gjizt. Ueber die Moiive zur Thit fehlt zeder Anhalt. Dr. Stephan und der Alten, täter waren Jugendbekannte, wohnten neben einander und bisuchten gemeinsam daS Rostocker Gymnasium. Schon da ma!S soll Rudols Brenner, s lautet der, Name deS Attentäters, auf die Fort schritte und daS Wohlverhallen Ste : phank, der ursprünglich die Gerberei erlernte, eifersücktia aeweien sein, ratl&t Mißgunst sich noch beim Äbiturientenex amen steigerte, bei dem er durchfiel. Er versuchte sich nun ohne Ersolg alöSchau spieler, Kaufmann und Literat und schlug alsdann die Militärkarriere ein, in der er es endlich zum Zablmcister Aspiranten beim 90. FüsilierRegiment zu Rostock brachte. Hier ließ er sich eine Urkundenfälschung zuSchulden kommen, welche vor drei Wochen an den Tag kam und ihm Hast und Kassation eintrug. Wahrscheinlich mit sich nun fertig und auf alle Welt ergrimmt, faßte er den unseligen Plan, für feinen ehemaligen Jugendfreund verderbenbringend zu werden. Mit zwei sechsläusigen Re volvern bewaffnet, reiste er nach Dar gun. ' , K o t t b u S, im September. Kürz lich fand in Forst eine seltene aber nach ahmenSwerthe Festlichkeit statt. ES vur den seitens des Vereins deutscher Wol lenwaarenfabrikanten37 Arbeiter, welche seit einer Reihe von Jahren, darunter einige zwischen 25 und 51 Jahren, in derselben Fabrik thätig waren, , durch Verleihung eines Ehrendiploms -auSge zeichnet. Sämmtliche Fabrikanten, die städtischen Behörden und der Lsndrath des Kreises Sorau betheiligten sich an htt Stritt, tattmt mU ttntm 5?,s?,ss,n www ff w m w w j VI I 1 schloß. L i e b en v e r d a, 26. Sept. Am 24. September starb in Herrnhut in Sachsen ein in den wissenschaftlichen Kreisen der ganzen Welt dekannterMann. Seinrick Auault M&U. ItüUt Missio när der Brüdergemeinde in Tibet, wel cher die Bibel in das Tibetanische über setzt und daS erste Tibetanische Lezikon in englischer und deutscher Spracht her ausgegeben hat. Em geborenes Sprach genie, war er zugleich ein Meister von deutschem Fleiß, deutscher Gelehrsämkeit und deutsche? Bescheidenheit. V Mutterstadt, 1. Qctbr. Heute verbreitete sich hier die erschütternde Kunde, daß Ludwig Biebinger, der 19 jährige Sohn des Bäckers Jakob Bie binger XI.) im' Walde todt aufgefunden worden fei.Derfelbe war Schüler des Gymnasiums n Neustadt und hat- das Reifezeugniß zum Vorrücken in eine hö here Klasse nicht Erhalten. Schon vor einigen Tagrö soll er einem Mitschüler gegenüber geäußert Haien, wenn ersitzen .,.: tr . . . . r r r r oiiiocn raue, mrroe er nm erzcyiesen. i n . V - . m 9 Leider brachte tx denn auch fern; un ell . cn nr . r c m oao zur Ausiuyrung. eoen 1 a cl" Repolrn, intt dcni : stch kinen Schuß inS Herz , gab, sowie ein Zettel," der einige Entschuldigung?' und Abschiedsworte an feine Eltern ent dielt. 3 - m. ' ottiiiv a. iftt 4tt tiE unschuldiger 17 Tage ohne Verhör in Hast behalten wurde, darüber berichtet daS .Berliner Tageblatts wie folgt : . Arn 16. Juni wurde zu Elberberg inRegie rungSbezirk Kassel ein Diebstahl verübt.' Der Verdacht siel auf vier fremde Rei sende, darunter der Tischlergeselle Franz Rltschke auS. Leipzig. 'Am 16. August wurde letzterer auf Gytnd gerichtlichen aftbefehlS und eines gegen ihn wegen chweren Diebstahls ergangenen Steck brtefes in Berlin verhaftet, am 18. Aug. sodann .zunächst .nach Norbhaufen und von dort am 20. nach Kassel tranSpor tirt. woselbst die Ankunft am Nachmit tag desselben TageS erfolgte. Erst am 27. August erhielt Mfchke Gelegenheit,' dem StaatSanvalt bei dessen Rundgang im Gefängniß feine Beschwerde vorzu bringen, vorauf er am 29., mit einem wegen Sittlichkeitsverbrechen Jnhaftir te. am Handgelenk, zufammengefesselt, vom Gefängniß, nach oem Landgerichtsgebäude tranSportirt, um dort am vier zehnten Tage nach feiner Haftnahme und am zehnten nach seiner Ablieferung in Kassel zum' ersten Male verhört ?u werden. Erst am 1. September, also nach 17tägiiger Hast, erfolgte die Ent lassung des Rltschke, ohne daß ibm fiter bei irgend welche Mittel zur Rückreise nach Berlin gewährt wurden. ; ' München, 23. vept. .voeven hat sich das Grab über einem der hervorra gendften Politiker und Staatsbeamten BaiernS, dem StaatSrath im außeror deutlichen Dienst und LandtagSabgerd neten Gustav v. Schlör geschlossen, des fen Scheiden eine Lücke in der parla mentarischen Vertretung hinterläßt, wel che geradezu unauösüllbar ist. Als Be triebSdirecior der ehemaligen Ostbahnen eine Zeit lang unter die größten Pri datbahnbetriebe von ganz. Deutschland zählend , bin n als Handels, nd VeikehrSminister an ' dle Spitze des StaatSeifeniahnwefenS gestellt, hat v. Schlör die in feiner Privatstellung ge machten Erfahrungen für den öffentlichen Dienst verwerthet und dem ra'tio ellen Betrieb der Staatsbahnen Wege gewiesen, welche seitdem nicht raehr derlassen worden sind. Seit seinem Aus tritt aus dem Ministerium bei .Neubll dung desselben durch Graf vegnenberg hat v. Schlör alS Landtagvbgeordneter mit demselben Eiser, als wenn er noch wirklich für daS Gedeihen deS großarti gen StaatSverkehrSwefenS BaiernS ver antsortlich wäre,' diesem hochwichtigen und financiell schwer "in die Wagschale allenden Zweige der vtaalsverwattung eine Aufmerksamkeit und Thätigkeit ge AV )